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    <title>Insights Pelka</title>
    <link>https://www.pelkapartner.de</link>
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    <item>
      <title>Elektro- und Hybridfahrzeuge in der Entgeltabrechnung</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/insights/entgeltabrechnung/elektro-und-hybridfahrzeuge</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Firmenwagenbesteuerung in der Entgeltabrechnung – Teil 3
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Elektro- und Hybridfahrzeuge in der Entgeltabrechnung
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kurzüberblick
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Steuerliche Begünstigungen für Elektrofahrzeuge führen zu reduzierten Bewertungsansätzen bei der Firmenwagenbesteuerung.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Höhe der Begünstigung hängt insbesondere von Bruttolistenpreis, Zeitpunkt der Überlassung und Fahrzeugart ab.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Für die Entgeltabrechnung ist entscheidend, dass Fahrzeugdaten im System korrekt hinterlegt sind.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dieser Beitrag ist Teil 3 unserer Praxisserie zur Firmenwagenbesteuerung in der Entgeltabrechnung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den bisherigen Beiträgen wurden drei zentrale Bewertungsbereiche behandelt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1. Pauschale Bewertungsmethoden (1-%-Regelung) (
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;a href="/insights-entgeltabrechnung-firmenwagenbesteuerung"&gt;&#xD;
            
              hier
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            )
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2. Fahrtenbuchmethode (
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;a href="/insights/entgeltabrechnung/firmenwagen-fahrtenbuchmethode"&gt;&#xD;
            
              hier
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            )
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3. Elektro- und Hybridfahrzeuge
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Serie begann mit einem Serienauftakt zur
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Systematik der Firmenwagenbesteuerung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            und einem aktuellen BFH-Urteil (
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/firmenwagenbesteuerung-in-der-entgeltabrechnung"&gt;&#xD;
          
             hier
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ). Im nächsten Beitrag folgt ein abschließendes Fazit, in dem die wichtigsten Praxisfragen aus Sicht von HR und Payroll noch einmal zusammengeführt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die steuerliche Behandlung von Firmenwagen ist seit einigen Jahren ein wichtiges Instrument der Förderpolitik für Elektromobilität. Durch reduzierte Bewertungsansätze soll der Einsatz elektrisch betriebener Fahrzeuge auch im Unternehmenskontext attraktiver werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Unternehmen bringt diese Förderung jedoch nicht nur steuerliche Vorteile, sondern auch zusätzliche Anforderungen in der praktischen Umsetzung. Gerade in der Entgeltabrechnung zeigt sich, dass die steuerlichen Begünstigungen differenziert ausgestaltet sind und von mehreren Faktoren abhängen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entscheidend sind insbesondere die Art des Fahrzeugs, der Bruttolistenpreis sowie der Zeitpunkt der Überlassung an die Arbeitnehmerin bzw. den Arbeitnehmer. Werden diese Kriterien nicht korrekt berücksichtigt, kann es in der Lohnabrechnung zu fehlerhaften Bewertungen kommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Der häufige Praxisirrtum: „Elektroautos werden immer mit 0,25 % versteuert“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Zusammenhang mit Elektro-Dienstwagen ist häufig zu hören:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ein Elektroauto wird steuerlich mit 0,25 % angesetzt.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Aussage greift jedoch zu kurz. Zwar existiert tatsächlich eine stark reduzierte Bewertung für bestimmte Elektrofahrzeuge. Sie gilt jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die korrekte steuerliche Behandlung müssen mehrere Kriterien berücksichtigt werden. Maßgeblich sind insbesondere:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             der Zeitpunkt der Erstüberlassung an die Arbeitnehmerin bzw. den Arbeitnehmer
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             die Fahrzeugart, also ob es sich um ein reines Elektrofahrzeug oder um ein Plug-in-Hybridfahrzeug handelt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erst wenn diese Faktoren korrekt eingeordnet werden, lässt sich feststellen, welcher Bewertungsansatz tatsächlich anzuwenden ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Steuerliche Begünstigung für reine Elektrofahrzeuge
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für reine Elektrofahrzeuge sieht das Steuerrecht eine reduzierte Bewertung der privaten Nutzung vor. Ziel dieser Regelung ist es, den Einsatz emissionsfreier Fahrzeuge auch im Rahmen von Dienstwagenregelungen zu fördern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Praxis wird häufig davon gesprochen, dass Elektrofahrzeuge mit 0,25% oder 0,5% des Bruttolistenpreises bewertet werden. Diese Darstellung ist zwar verbreitet, rechtstechnisch jedoch nicht ganz korrekt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tatsächlich funktioniert die steuerliche Begünstigung etwas anders:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bruttolistenpreis wird zunächst reduziert angesetzt. Erst auf diese reduzierte Bemessungsgrundlage wird anschließend die 1-%-Regelung angewendet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Konkret bedeutet dies:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              25 % des Bruttolistenpreises
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             , wenn das Fahrzeug unterhalb der maßgeblichen Preisgrenze liegt
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              50 % des Bruttolistenpreises
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             , wenn der Listenpreis darüber liegt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der so ermittelte Betrag wird – wie bei der klassischen 1-%-Regelung – auf volle 100 € abgerundet. Von dieser Bemessungsgrundlage werden anschließend 1% pro Monat als geldwerter Vorteil angesetzt. Die häufig verwendeten Werte von 0,25% bzw. 0,5% des Bruttolistenpreises ergeben sich lediglich rechnerisch aus dieser Systematik.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die Frage, welche Preisgrenze gilt, kommt es nicht auf das Baujahr oder das Anschaffungsdatum des Fahrzeugs an. Entscheidend ist vielmehr der Zeitpunkt der erstmaligen Überlassung an die Arbeitnehmerin bzw. den Arbeitnehmer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das bedeutet:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Wird ein Elektrofahrzeug
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              erstmals im Jahr 2025
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              überlassen, gelten die zu diesem Zeitpunkt maßgeblichen Preisgrenzen.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Wird dasselbe Fahrzeug
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              erst später einer anderen Arbeitnehmerin bzw. einem anderen Arbeitnehmer überlassen
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             , kann unter Umständen bereits eine andere gesetzliche Regelung greifen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerade bei Poolfahrzeugen, Geschäftsführerfahrzeugen oder späteren Fahrzeugwechseln kann dieser Punkt steuerlich relevant werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Überlassung zwischen 01.01.2024 und 30.06.2025:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            bis
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           70.000 € Bruttolistenpreis
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            → Bemessungsgrundlage:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           25 %
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            über
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           70.000 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            → Bemessungsgrundlage:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           50 %
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Überlassung ab 01.07.2025:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            bis
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           100.000 € Bruttolistenpreis
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            → Bemessungsgrundlage:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           25 %
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            über
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           100.000 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            → Bemessungsgrundlage:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           50 %
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerade bei höherpreisigen Elektrofahrzeugen kann diese Differenz einen erheblichen Einfluss auf die Höhe des geldwerten Vorteils haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erste Beispielrechnung:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Arbeitnehmer erhält ein Elektrofahrzeug mit einem
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bruttolistenpreis von 60.000 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Das Fahrzeug wird im Jahr
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2025
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            erstmals überlassen und liegt damit unter der maßgeblichen Preisgrenze.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schritt 1: Reduzierter Bruttolistenpreis
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            25 % von 60.000 € =
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           15.000 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schritt 2: Abrundung auf volle 100 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            15.000 € →
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           15.000 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schritt 3: Geldwerter Vorteil
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1 % von 15.000 € =
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           150 € pro Monat
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Vergleich:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ohne steuerliche Begünstigung (klassische 1-%-Regelung) würde der geldwerte Vorteil
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           600 € pro Monat
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            betragen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zweite Beispielrechnung:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Arbeitnehmer erhält ein Elektrofahrzeug mit einem
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bruttolistenpreis von 90.000 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Das Fahrzeug wird im Jahr
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2025
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            erstmals überlassen. Da der Bruttolistenpreis
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           über der maßgeblichen Preisgrenze von 70.000 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            liegt, wird die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           50-%-Bemessungsgrundlage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            angewendet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schritt 1: Reduzierter Bruttolistenpreis
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            50 % von 90.000 € =
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           45.000 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schritt 2: Abrundung auf volle 100 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            45.000 € →
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           45.000 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schritt 3: Geldwerter Vorteil
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1 % von 45.000 € =
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           450 € pro Monat
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Vergleich:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ohne steuerliche Begünstigung (klassische 1-%-Regelung) würde sich ein monatlicher geldwerter Vorteil von 1 % von 90.000 € =
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           900 € pro Monat
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ergeben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Auswirkungen auf den Arbeitsweg
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die steuerliche Begünstigung betrifft nicht nur die allgemeine Privatnutzung des Firmenwagens. Sie wirkt sich auch auf die Besteuerung der Fahrten zwischen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wohnung und erster Tätigkeitsstätte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da sich der reduzierte Prozentsatz auf den Bruttolistenpreis bezieht, gilt er auch für die Bewertung des Arbeitswegs.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch hier wird nicht direkt mit 0,03 % oder 0,002 % des Bruttolistenpreises gerechnet. Stattdessen gilt dieselbe Systematik wie bei der Privatnutzung:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst wird der Bruttolistenpreis reduziert angesetzt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              25 % des Bruttolistenpreises
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              bei begünstigten Elektrofahrzeugen unterhalb der maßgeblichen Preisgrenze
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              50 % des Bruttolistenpreises
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              bei Fahrzeugen oberhalb dieser Grenze.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Erst auf diese reduzierte Bemessungsgrundlage wird anschließend
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              0,03 % pro Entfernungskilometer
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              und Monat oder
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              0,002 % pro Entfernungskilometer
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              und Fahrt
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           angewendet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dadurch fällt auch der steuerliche Ansatz für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte deutlich niedriger aus. Gerade bei längeren Pendelstrecken kann dieser Effekt erheblich sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V.	Besonderheiten bei Plug-in-Hybridfahrzeugen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch für Plug-in-Hybridfahrzeuge kann eine steuerliche Begünstigung bei der Dienstwagenbesteuerung in Betracht kommen. Allerdings gelten hier
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           strengere Voraussetzungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            als bei rein batterieelektrischen Fahrzeugen. Grundsätzlich wird bei begünstigten Plug-in-Hybridfahrzeugen der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bruttolistenpreis nur zu 50 % angesetzt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Auf diese reduzierte Bemessungsgrundlage wird anschließend – wie bei anderen Dienstwagen – die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1-%-Regelung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            angewendet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Begünstigung gilt jedoch nur, wenn das Fahrzeug bestimmte technische Voraussetzungen erfüllt. Insbesondere muss
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              entweder eine
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Mindestreichweite im rein elektrischen Fahrbetrieb
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              erreicht werden oder
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ein bestimmter
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              CO₂-Emissionswert
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              eingehalten werden.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die konkreten Anforderungen wurden vom Gesetzgeber in den letzten Jahren mehrfach angepasst und verschärft. Für aktuell überlassene Fahrzeuge gilt insbesondere:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              CO₂-Ausstoß höchstens 50 g/km
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             , oder
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              elektrische Mindestreichweite von mindestens 80 km
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             .
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Werden diese Voraussetzungen nicht erfüllt, wird das Fahrzeug steuerlich wie ein klassischer Verbrenner behandelt. In diesem Fall erfolgt die Bewertung der privaten Nutzung mit 1 % des vollen Bruttolistenpreises.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerade bei Plug-in-Hybridfahrzeugen lohnt sich daher ein genauer Blick in die technischen Daten des Fahrzeugs, da bereits kleine Unterschiede bei der elektrischen Reichweite steuerlich erhebliche Auswirkungen haben können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wichtig ist außerdem:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anders als bei reinen Elektrofahrzeugen kommt bei Plug-in-Hybridfahrzeugen keine 25%-Bemessungsgrundlage zur Anwendung. Hier kann lediglich eine Reduzierung auf 50 % des Bruttolistenpreises erfolgen, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VI.	Besonderheiten bei Anwendung der Fahrtenbuchmethode
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wird ein Firmenwagen nach der Fahrtenbuchmethode bewertet, greifen die reduzierten Prozentsätze nicht unmittelbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei dieser Methode wird der geldwerte Vorteil auf Basis der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           tatsächlichen Fahrzeugkosten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ermittelt. Die steuerliche Begünstigung wirkt sich daher indirekt über die Kostenstruktur aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für Elektrofahrzeuge wird in diesem Zusammenhang der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           maßgebliche Abschreibungs- oder Leasingwert
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            reduziert
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Dadurch verringern sich auch die Gesamtkosten, die für die Berechnung des geldwerten Vorteils zugrunde gelegt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der steuerpflichtige Anteil der Privatnutzung fällt dadurch ebenfalls geringer aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VII.	Anforderungen an die Entgeltabrechnung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit die steuerlichen Begünstigungen korrekt berücksichtigt werden können, müssen bestimmte Fahrzeugdaten bereits bei der Einrichtung im Abrechnungssystem vollständig und korrekt hinterlegt sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dazu gehören insbesondere:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              die
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Fahrzeugart
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              (reines Elektrofahrzeug oder Plug-in-Hybrid)
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              der
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Zeitpunkt der Erstüberlassung an die Arbeitnehmerin bzw. den Arbeitnehmer
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              der
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              maßgebliche Bruttolistenpreis des Fahrzeugs
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             .
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der Praxis entstehen Fehler häufig nicht bei der eigentlichen Berechnung, sondern bei der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erfassung oder Zuordnung dieser Daten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerade in größeren Unternehmen, in de
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nen Fuhrparkmanagement, HR und Payroll getrennt organisiert sind, ist eine klare Abstimmung der Zuständigkeiten besonders wichtig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VIII.	Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die steuerliche Förderung von Elektrofahrzeugen kann zu einer deutlich geringeren steuerlichen Belastung führen, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die Entgeltabrechnung bedeutet dies jedoch zusätzliche Anforderungen an die
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            korrekte Einordnung der Fahrzeuge
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           saubere Abbildung der relevanten Daten im Abrechnungssystem.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerade bei Elektro- und Hybridfahrzeugen zeigt sich deshalb besonders deutlich:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Firmenwagenbesteuerung ist weniger eine Frage der Berechnung als vielmehr eine Frage der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           richtigen Einordnung und einer verlässlichen organisatorischen Umsetzung im Unternehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Praxisempfehlung für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei Elektro- und Hybridfahrzeugen sollten Unternehmen besonders darauf achten, dass die maßgeblichen Fahrzeugdaten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           vollständig und korrekt im Abrechnungssystem hinterlegt sind
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dazu gehören insbesondere:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Fahrzeugart (BEV oder Hybrid)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Zeitpunkt der
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Erstüberlassung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              maßgeblicher
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Bruttolistenpreis
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             .
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fehler entstehen in der Praxis häufig durch unvollständige oder falsch klassifizierte Fahrzeugdaten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 08:34:48 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/insights/entgeltabrechnung/elektro-und-hybridfahrzeuge</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/iStock-2157089736.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/iStock-2157089736.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Fahrtenbuchmethode und organisatorische Anforderungen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/insights/entgeltabrechnung/firmenwagen-fahrtenbuchmethode</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Firmenwagenbesteuerung in der Entgeltabrechnung – Teil 2
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Fahrtenbuchmethode und organisatorische Anforderungen
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kurzüberblick
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Die Fahrtenbuchmethode kann zu einer
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              niedrigeren Besteuerung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              führen als die pauschale Bewertung nach der 1-%-Regelung.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Schon
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              formelle Mängel im Fahrtenbuch
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              können dazu führen, dass die Methode steuerlich nicht anerkannt wird.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Für Unternehmen ist daher entscheidend, ob die
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              organisatorischen Voraussetzungen
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              tatsächlich erfüllt werden können.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dieser Beitrag ist Teil 2 unserer Praxisserie zur Firmenwagenbesteuerung in der Entgeltabrechnung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/insights-entgeltabrechnung-firmenwagenbesteuerung"&gt;&#xD;
          
             ersten Teil
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            (
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/insights-entgeltabrechnung-firmenwagenbesteuerung"&gt;&#xD;
          
             hier
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ) wurde die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           pauschale Bewertung nach der 1-%-Regelung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            dargestellt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der abschließende Teil der Serie behandelt die steuerlichen Besonderheiten von Elektro- und Hybridfahrzeugen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neben der pauschalen Bewertung nach der 1-%-Regelung besteht bei Firmenwagen auch die Möglichkeit, den geldwerten Vorteil
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nach der Fahrtenbuchmethode
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zu ermitteln.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Methode wird in der Praxis häufig als steuerlich günstiger wahrgenommen. Gerade bei hochwertigen Fahrzeugen oder einem hohen Anteil dienstlicher Fahrten erscheint sie auf den ersten Blick attraktiv.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Diese Annahme greift jedoch zu kurz. Die Anwendung der Fahrtenbuchmethode ist mit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           erheblichen formellen Anforderungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            verbunden, und Fehler können dazu führen, dass das Fahrtenbuch steuerlich nicht anerkannt wird. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Der häufige Praxisirrtum: „Mit Fahrtenbuch ist es immer günstiger“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In vielen Gesprächen mit Unternehmen begegnet einem die Annahme, dass ein Fahrtenbuch automatisch zu einer geringeren Steuerbelastung führt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tatsächlich hängt die Wirtschaftlichkeit der Fahrtenbuchmethode von mehreren Faktoren ab:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              den
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              tatsächlichen Fahrzeugkosten
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              dem
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Verhältnis von dienstlichen und privaten Fahrten
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              der
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              ordnungsgemäßen Führung des Fahrtenbuchs.
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Schon kleinere formelle Mängel können dazu führen, dass ein Fahrtenbuch steuerlich nicht anerkannt wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Grundprinzip der Fahrtenbuchmethode
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei der Fahrtenbuchmethode wird der geldwerte Vorteil
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           auf Basis der tatsächlichen Fahrzeugkosten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ermittelt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu den relevanten Kosten gehören beispielsweise:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Abschreibung oder Leasingkosten
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Kraftstoffkosten
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Versicherungsbeiträge
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wartungs- und Reparaturkosten.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Diese Gesamtkosten werden anschließend entsprechend der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           tatsächlich gefahrenen Kilometer
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aufgeteilt in:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Dienstfahrten
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              sonstige Privatfahrten. 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch bei der Fahrtenbuchmethode gilt dabei:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte zählen steuerlich als
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Privatnutzung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und sind entsprechend zu berücksichtigen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Wann kann sich ein Fahrtenbuch lohnen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Fahrtenbuch kann wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Typische Konstellationen sind etwa:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              ein
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              hoher Anteil dienstlicher Fahrten
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              relativ
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              moderate Fahrzeugkosten
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              eine
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              stabile Nutzung über das Jahr.
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In solchen Fällen kann der steuerpflichtige Anteil der Privatnutzung deutlich niedriger sein als bei Anwendung der 1-%-Regelung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allerdings sollte die Entscheidung nicht allein auf einer Modellrechnung beruhen. In der Praxis verändern sich Nutzungsprofile häufig im Laufe eines Jahres, etwa durch veränderte Tätigkeiten, Homeoffice-Regelungen oder Dienstreisen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V.	Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Fahrtenbuch wird steuerlich nur anerkannt, wenn es bestimmte formelle Anforderungen erfüllt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es muss insbesondere:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              lückenlos
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              zeitnah
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              manipulationssicher
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           geführt werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für jede einzelne Fahrt sind dabei regelmäßig zu dokumentieren:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Datum der Fahrt
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Kilometerstand zu Beginn und Ende
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Reiseziel
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             konkreter Reisezweck bei Dienstfahrten.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fehlen diese Angaben oder werden Einträge nachträglich verändert, kann das gesamte Fahrtenbuch steuerlich verworfen werden.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VI.	Elektronische Fahrtenbücher und Apps
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Digitale Fahrtenbuchlösungen werden häufig als besonders komfortabel dargestellt. Tatsächlich können sie die Dokumentation erheblich erleichtern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allerdings erfüllen nicht alle Apps die steuerlichen Anforderungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Problematisch sind insbesondere Systeme,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              bei denen Einträge
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              nachträglich verändert werden können
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              bei denen Änderungen
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              nicht dokumentiert werden
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              oder bei denen abgeschlossene Fahrten
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              nicht unveränderbar gespeichert werden
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             . 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fehlt eine ausreichende Manipulationssicherheit, kann ein elektronisches Fahrtenbuch in einer Lohnsteuerprüfung nicht anerkannt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VII.	Risiken für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wird ein Fahrtenbuch im Rahmen einer Lohnsteuerprüfung verworfen, erfolgt regelmäßig eine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rückumstellung auf die 1-%-Regelung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das kann zu erheblichen steuerlichen Nachforderungen führen. Da Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber für die korrekte Lohnsteuerabführung haften, entstehen hier unter Umständen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           erhebliche Haftungsrisiken
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus diesem Grund sollte die Nutzung der Fahrtenbuchmethode organisatorisch klar geregelt sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VIII.	Organisatorische Anforderungen im Unternehmen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unternehmen sollten insbesondere sicherstellen, dass:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              klare
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Zuständigkeiten
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              für die Kontrolle von Fahrtenbüchern bestehen
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              verwendete
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Fahrtenbuchsysteme geprüft
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              werden
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              regelmäßige
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Stichproben oder Plausibilitätskontrollen
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              erfolgen.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur so lässt sich vermeiden, dass formelle Fehler erst im Rahmen einer steuerlichen Außenprüfung festgestellt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IX.	Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Fahrtenbuchmethode kann steuerlich sinnvoll sein, ist jedoch kein automatisches Steuersparmodell.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie setzt voraus:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              eine
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              sehr sorgfältige Dokumentation
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              eine
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              stabile Nutzung des Fahrzeugs
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              klare
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              organisatorische Prozesse im Unternehmen.
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In vielen Fällen bleibt die pauschale Bewertung nach der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1-%-Regelung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            die administrativ einfachere und risikoärmere Lösung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Praxisempfehlung für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unternehmen sollten die Fahrtenbuchmethode nur dann einsetzen, wenn die organisatorischen Voraussetzungen tatsächlich erfüllt werden können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wichtig sind insbesondere:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              klare Anforderungen an die
              &#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Führung des Fahrtenbuchs
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              geprüfte und
              &#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               manipulationssichere Fahrtenbuchsysteme
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              regelmäßige
              &#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Plausibilitätskontrollen
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
            
              durch Payroll oder HR.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ohne solche Strukturen besteht das Risiko, dass ein Fahrtenbuch im Rahmen einer Lohnsteuerprüfung nicht anerkannt wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 08:38:39 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Firmenwagenbesteuerung  – Pauschale Bewertungsmethoden richtig einordnen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/insights-entgeltabrechnung-firmenwagenbesteuerung</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Firmenwagenbesteuerung in der Entgeltabrechnung – Teil 1
            &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Pauschale Bewertungsmethoden richtig einordnen
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kurzüberblick
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Die 1-%-Regelung erfasst nur die allgemeine Privatnutzung eines Firmenwagens.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte müssen gesondert bewertet werden.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              In der Praxis entstehen Fehler häufig nicht bei der Berechnung, sondern bei der Einordnung der Nutzung und der organisatorischen Umsetzung.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I.	Ausgangspunkt: Firmenwagen als Bestandteil der Vergütung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Überlassung eines Firmenwagens gehört in vielen Unternehmen zu den klassischen Zusatzleistungen im Arbeitsverhältnis. Gerade bei leitenden Mitarbeitenden, im Vertrieb oder in Funktionen mit häufigen Außenterminen ist der Dienstwagen seit Jahren ein fester Bestandteil der Vergütungsstruktur.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ist der Firmenwagen dabei nicht nur ein praktisches Arbeitsmittel. Er spielt häufig auch eine Rolle bei der
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Mitarbeiterbindung und der Attraktivität des Gesamtvergütungspakets.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Sobald eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer den Firmenwagen jedoch
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           auch privat nutzen darf
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             , entsteht steuerlich ein sogenannter
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           geldwerter Vorteil
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             . Dieser Vorteil gilt als Teil des Arbeitslohns und ist daher sowohl
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           lohnsteuer- als auch sozialversicherungspflichtig
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Für die Entgeltabrechnung bedeutet dies, dass der Wert dieser privaten Nutzung regelmäßig
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           ermittelt, versteuert und in der Lohnabrechnung abgebildet
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             werden muss.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             In vielen Unternehmen erfolgt diese Bewertung pauschal nach der
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           1-%-Regelung
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Gerade weil diese Methode auf den ersten Blick einfach erscheint, wird sie häufig ohne nähere Prüfung angewendet. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass gerade bei dieser pauschalen Bewertung immer wieder Missverständnisse auftreten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II.	Ein verbreiteter Irrtum: Die 1-%-Regelung deckt nicht jede Nutzung ab
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein häufiger Irrtum in der Praxis besteht darin, dass mit der Anwendung der 1-%-Regelung sämtliche Nutzungen des Firmenwagens steuerlich abgegolten seien.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Diese Annahme hält sich in vielen Unternehmen hartnäckig – sie ist jedoch falsch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die 1-%-Regelung erfasst ausschließlich die
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           allgemeine Privatnutzung des Fahrzeugs
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Dazu zählen beispielsweise:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             private Alltagsfahrten
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Fahrten am Wochenende
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Urlaubsfahrten oder sonstige private Nutzung.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Nicht umfasst sind dagegen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Diese Fahrten gelten steuerlich als eigenständiger Nutzungstatbestand und müssen daher
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           zusätzlich bewertet werden
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . In der Entgeltabrechnung wird dieser Punkt häufig übersehen, insbesondere wenn Firmenwagenregelungen im Unternehmen schon seit vielen Jahren bestehen und Prozesse historisch gewachsen sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Gerade an dieser Stelle entstehen deshalb immer wieder
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Fehler in der Lohnabrechnung
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             III.	Grundprinzip der pauschalen Firmenwagenbesteuerung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die 1-%-Regelung ist eine
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           vereinfachte Bewertungsmethode
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , die bewusst auf eine detaillierte Erfassung der tatsächlichen Nutzung verzichtet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Statt jede einzelne Fahrt zu dokumentieren, wird der geldwerte Vorteil pauschal berechnet. Maßgeblich ist dabei der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Bruttolistenpreis des Fahrzeugs
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der monatliche geldwerte Vorteil für die Privatnutzung beträgt:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1 % des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Dabei handelt es sich um den
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Listenpreis des Herstellers zum Zeitpunkt der Erstzulassung
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , inklusive Umsatzsteuer und Sonderausstattung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für die Bewertung spielt es keine Rolle,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              ob das Fahrzeug tatsächlich gekauft oder geleast wurde
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              welchen Preis das Unternehmen beim Händler ausgehandelt hat
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              oder wie intensiv das Fahrzeug tatsächlich genutzt wird.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Gerade diese pauschale Betrachtungsweise macht die Methode für viele Unternehmen attraktiv, da sie
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           administrativ vergleichsweise einfach umzusetzen
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV.	Der Arbeitsweg wird gesondert bewertet
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Neben der allgemeinen Privatnutzung müssen auch die
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             steuerlich berücksichtigt werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für diese Fahrten sieht das Steuerrecht zwei Bewertungsmethoden vor:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              die
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              0,03-%-Regelung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               die
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Einzelbewertung mit 0,002 % pro Fahrt
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              .
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Welche Methode angewendet wird, hat in erster Linie organisatorische Auswirkungen auf die Entgeltabrechnung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Die 0,03-%-Regelung: der Standardfall
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In den meisten Unternehmen wird der Arbeitsweg pauschal nach der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           0,03-%-Regelung
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             bewertet.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dabei werden monatlich angesetzt:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           0,03 % des Bruttolistenpreises pro Entfernungskilometer zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Regelung basiert auf der Annahme, dass die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer im Durchschnitt
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           15 Fahrten pro Monat
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             zwischen Wohnung und Arbeitsplatz zurücklegt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die tatsächliche Anzahl der Fahrten spielt daher keine Rolle.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aus Sicht der Payroll hat diese Methode einen großen Vorteil:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie lässt sich
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ohne zusätzlichen Dokumentationsaufwand
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            dauerhaft in der Lohnabrechnung abbilden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Einzelbewertung (0,002-%-Methode)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Alternativ kann der Arbeitsweg nach den
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           tatsächlich durchgeführten Fahrten
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             bewertet werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hierbei werden angesetzt:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           0,002 % des Bruttolistenpreises pro Entfernungskilometer und tatsächlicher Fahrt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Voraussetzung ist allerdings eine monatliche Erklärung der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers, in der die Anzahl der Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte angegeben wird.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Finanzverwaltung begrenzt diese Berechnung zudem auf
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           maximal 180 Fahrten pro Kalenderjahr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der Praxis führt diese Methode häufig zu einem höheren administrativen Aufwand, da die entsprechenden Angaben regelmäßig eingeholt und verarbeitet werden müssen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            V.	Wann eine Einzelbewertung sinnvoll sein kann
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Einzelbewertung ist in vielen Unternehmen eher die Ausnahme. Sie kann jedoch sinnvoll sein, wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             nur
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           unregelmäßig zur ersten Tätigkeitsstätte fahren
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Typische Beispiele sind Mitarbeitende,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               die
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              regelmäßig im Homeoffice
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               arbeiten
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               die häufig
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              auf Dienstreisen oder bei Kunden
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               tätig sind
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              oder die nur an wenigen Tagen pro Woche im Büro arbeiten.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             In diesen Fällen kann die pauschale 0,03-%-Regelung zu einer
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           überhöhten steuerlichen Belastung
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             führen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gleichzeitig steigt bei Anwendung der Einzelbewertung der organisatorische Aufwand deutlich. Die monatlichen Angaben müssen erfasst und geprüft werden, und die Entgeltabrechnung muss flexibel auf unterschiedliche Fahrtzahlen reagieren können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            VI.	Typische Fehlerquellen in der Entgeltabrechnung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fehler bei der Firmenwagenbesteuerung entstehen in der Praxis selten aufgrund komplizierter Berechnungen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Häufiger liegen die Ursachen in
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           organisatorischen oder systemischen Problemen
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Typische Beispiele sind:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               falsch hinterlegte
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Entfernungen zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               fehlende Dokumentation der
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              gewählten Bewertungsmethode
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Änderungen der Entfernung ohne Anpassung im
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Abrechnungssystem
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              fehlende oder verspätete
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Erklärungen bei Einzelbewertung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              .
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gerade in größeren Organisationen sind Fuhrparkmanagement, HR und Payrol
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            l
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           häufig in unterschiedlichen Abteilungen angesiedelt
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Wenn Zuständigkeiten nicht eindeutig geregelt sind, entstehen an diesen Schnittstellen besonders leicht Fehler.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            VII.	Praxistipp für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Unternehmen sollten die Firmenwagenbesteuerung nicht nur als steuerliche Rechenfrage betrachten, sondern auch als
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           organisatorisches Thema
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sinnvoll sind insbesondere:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              klare Zuständigkeiten für Fahrzeugdaten und Nutzungsinformationen
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              standardisierte Prozesse zur Erfassung von Entfernungen und Nutzungsdaten
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              eindeutige Regelungen zur Anwendung der Einzelbewertung.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             In vielen Fällen zeigt sich in der Praxis, dass die Kombination aus
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           1-%-Regelung und 0,03-%-Regelung
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             nicht nur einfacher umzusetzen, sondern auch deutlich weniger fehleranfällig ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            VIII.	Fazit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die pauschale Firmenwagenbesteuerung wirkt auf den ersten Blick unkompliziert. In der praktischen Umsetzung zeigt sich jedoch, dass viele Fehler nicht bei der Berechnung selbst entstehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Entscheidend ist, dass die
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Systematik der Bewertung verstanden und organisatorisch sauber umgesetzt
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             wird.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für die Entgeltabrechnung bedeutet das insbesondere:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Die
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              1-%-Regelung betrifft ausschließlich die allgemeine Privatnutzung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              .
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte werden gesondert bewertet
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              .
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Die
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Einzelbewertung ist eine mögliche, aber organisatorisch aufwendigere Alternative.
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Damit zeigt sich auch hier ein typisches Muster der Payroll-Praxis:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Herausforderung liegt weniger in der Berechnung selbst als vielmehr in der
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           richtigen Einordnung und der verlässlichen organisatorischen Umsetzung im Unternehmen
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Praxisempfehlung für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Unternehmen sollten die Firmenwagenbesteuerung nicht nur als Rechenfrage betrachten. Wichtig ist vor allem, dass die Bewertungsmethoden
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           im Unternehmen eindeutig festgelegt und organisatorisch
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             umgesetzt werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dazu gehören insbesondere:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               klare Zuständigkeiten zwischen
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              HR, Payroll und Fuhrparkmanagement
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               eine verbindliche Festlegung der
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Bewertungsmethode
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               eine verlässliche Erfassung von
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Entfernungen und Nutzungsdaten
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              .
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Dieser Beitrag ist
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Teil 1 unserer Praxisserie
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             zur Firmenwagenbesteuerung in der Entgeltabrechnung.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die folgenden Beiträge behandeln weitere zentrale Themen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Teil 2 – Fahrtenbuchmethode
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Besteuerung nach tatsächlichen Fahrzeugkosten, Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch und typische Risiken elektronischer Fahrtenbuchlösungen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Teil 3 – Elektro- und Hybridfahrzeuge
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Steuerliche Begünstigungen für Elektrofahrzeuge und besondere Anforderungen für die Entgeltabrechnung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Gerne unterstützt Sie Pelka bei weiteren Rückfragen zu diesem Thema. Wenden Sie sich bei Bedarf gerne an 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/susanne-küsters"&gt;&#xD;
          
             Susanne Küsters
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             und
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/andreas-theisen"&gt;&#xD;
          
             Andreas Theisen
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             , oder füllen Sie unser
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             aus.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 08 Apr 2026 10:58:11 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/insights-entgeltabrechnung-firmenwagenbesteuerung</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/iStock-2157089736.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Firmenwagenbesteuerung in der Entgeltabrechnung</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
        
            Firmenwagenbesteuerung in der Entgeltabrechnung
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
          
             Eine Praxisserie für HR und Payroll
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kurzüberblick
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Ein aktuelles
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               BFH-Urteil
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               zu Stellplatzkosten
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               zeigt, wie wichtig die Systematik der Firmenwagenbesteuerung ist.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Viele Fehler entstehen nicht bei der Berechnung, sondern bei der
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Einordnung der Nutzung und der organisatorischen Umsetzung
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              .
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Diese Serie erläutert die wichtigsten Themen der
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Firmenwagenbesteuerung in der Entgeltabrechnung
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               – von der 1-%-Regelung über das Fahrtenbuch bis zu Elektro- und Hybridfahrzeugen.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I. Anlass der Serie: BFH-Urteil zu Stellplatzkosten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Mit Urteil vom
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            9. September 2025 (VI R 7/23)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             hat der Bundesfinanzhof eine praxisrelevante Frage zur Firmenwagenbesteuerung entschieden:
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mindern vom Arbeitnehmer selbst getragene Stellplatzkosten den geldwerten Vorteil aus der privaten Nutzung eines Firmenwagens?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der BFH verneint dies. Stellplatz- oder Garagenkosten stehen nach Auffassung des Gerichts nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Nutzung des Fahrzeugs. Sie stellen vielmehr einen eigenständigen Vorteil dar, der neben dem Vorteil aus der Fahrzeugüberlassung tritt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Vom Arbeitnehmer getragene Stellplatzkosten können daher
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            den geldwerten Vorteil aus der Firmenwagenüberlassung nicht mindern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Entscheidung verdeutlicht ein grundlegendes Problem der Firmenwagenbesteuerung: Viele Praxisfragen lassen sich nur beantworten, wenn die
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Systematik der Bewertung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             richtig verstanden wird.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II. Firmenwagenbesteuerung als Bestandteil der Entgeltabrechnung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Firmenwagen gehören zu den häufigsten Zusatzleistungen im Arbeitsverhältnis. Darf eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer ein überlassenes Fahrzeug auch privat nutzen, entsteht ein
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            geldwerter Vorteil
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , der steuerlich als
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Arbeitslohn zu erfassen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Höhe dieses Vorteils ist nach
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             steuerrechtlichen Maßstäben
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             zu bestimmen. Die Bewertung entscheidet darüber, welcher Betrag dem Arbeitslohn zuzurechnen ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die steuerliche Einordnung ist zugleich für die Sozialversicherung von Bedeutung. Nach § 14 SGB IV gehören zum Arbeitsentgelt
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            alle Einnahmen aus einer Beschäftigung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , unabhängig davon, unter welcher Bezeichnung oder in welcher Form sie gewährt werden. Dazu zählen grundsätzlich auch Sachbezüge.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der nach steuerlichen Grundsätzen ermittelte geldwerte Vorteil aus der privaten Nutzung eines Firmenwagens gehört daher
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            regelmäßig auch zum sozialversicherungsrechtlichen Arbeitsentgelt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Für die Praxis bedeutet dies: Der Vorteil ist im Rahmen der
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Entgeltabrechnung zu bewerten und als Arbeitsentgelt zu berücksichtigen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             III. Bewertungsmethoden der Firmenwagenbesteuerung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für die steuerliche Bewertung der privaten Nutzung eines Firmenwagens stehen grundsätzlich zwei Methoden zur Verfügung:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               die
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Pauschalmethode (1-%-Regelung)
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               die
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Fahrtenbuchmethode
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Daneben haben sich in den vergangenen Jahren Sonderregelungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge entwickelt, die ebenfalls Auswirkungen auf die Bewertung des geldwerten Vorteils haben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Welche Methode angewendet wird, beeinflusst die Höhe des geldwerten Vorteils und damit auch die steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Behandlung in der Entgeltabrechnung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV. Wo in der Praxis die Probleme liegen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fehler bei der Firmenwagenbesteuerung beruhen selten auf der eigentlichen Berechnung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Unklare Einordnung der Nutzung
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Etwa bei der Frage, welche Fahrten als Privatnutzung gelten oder wie der Arbeitsweg steuerlich zu berücksichtigen ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Unvollständige oder falsch übermittelte Fahrzeugdaten
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Insbesondere der maßgebliche Bruttolistenpreis, der Zeitpunkt der Überlassung oder die korrekte Einordnung von Elektro- und Hybridfahrzeugen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Abstimmungsprobleme zwischen verschiedenen Unternehmensbereichen
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Firmenwagen betreffen regelmäßig mehrere Funktionen im Unternehmen – etwa HR, Payroll, Fuhrparkmanagement und Steuerberatung.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Gerade an diesen Schnittstellen entstehen in der Praxis häufig Fehler oder Unsicherheiten. Die Firmenwagenbesteuerung ist daher weniger ein Rechenthema als eine Frage der
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            richtigen Einordnung und der organisatorischen Umsetzung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die BFH-Entscheidung zu Stellplatzkosten ist ein gutes Beispiel dafür: Was zunächst naheliegend erscheint, lässt sich steuerlich nicht ohne Weiteres auf die Bewertung des Firmenwagens übertragen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             V. Überblick über die Serie
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Diese Praxisserie greift typische Fragestellungen aus der Entgeltabrechnung auf und erläutert die wichtigsten Bewertungsmethoden der Firmenwagenbesteuerung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Teil 1 – Pauschale Bewertungsmethoden
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Systematik der
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               1-%-Regelung
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Besteuerung des
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Arbeitswegs
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Unterschiede zwischen
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               0,03-%-Regelung und Einzelbewertung
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Teil 2 – Fahrtenbuchmethode
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Besteuerung nach
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               tatsächlichen Fahrzeugkosten
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Anforderungen an ein
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               ordnungsgemäßes Fahrtenbuch
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               typische Fehler bei
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               elektronischen Fahrtenbüchern
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Teil 3 – Elektro- und Hybridfahrzeuge
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               steuerliche Begünstigungen für
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Elektrofahrzeuge
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Besonderheiten bei
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Plug-in-Hybriden
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Auswirkungen auf die
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Entgeltabrechnung
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            VI. Ziel der Serie
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Serie soll die
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Systematik der Firmenwagenbesteuerung verständlich darstellen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             und typische Fehlerquellen aus der Praxis aufzeigen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Denn für die Entgeltabrechnung gilt:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Payroll – mehr als ein Klick.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Nicht nur die Berechnung ist entscheidend, sondern vor allem die
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            richtige Einordnung und eine saubere organisatorische Umsetzung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 01 Apr 2026 09:47:52 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/firmenwagenbesteuerung-in-der-entgeltabrechnung</guid>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der neue Widerrufsbutton: Klick, Widerruf, fertig – Mehr Verbraucherschutz im E-Commerce</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/insights/verbraucherschutz/der-neue-widerrufsbutton</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Der neue Widerrufsbutton: Klick, Widerruf, fertig – Mehr Verbraucherschutz im E-Commerce
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab dem 19. Juni 2026 sind Unternehmen verpflichtet, auf ihrer Website eine neue Widerrufsfunktion, auch Widerrufsbutton genannt, zu implementieren. Damit erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher eine zusätzliche, niedrigschwellige Möglichkeit, ihr gesetzliches Widerrufsrecht auszuüben. Bislang konnten Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Widerrufsrecht lediglich durch eine formlose Erklärung gegenüber dem Unternehmer ausüben – etwa per E-Mail, Brief oder über ein bereitgestelltes Musterformular. Einen technisch integrierten, standardisierten Widerrufsweg gab es hingegen nicht. Diese Lücke schließt nun der neue § 356a BGB, der die Anforderungen der europäischen Verbraucherrechterichtlinie in deutsches Recht umsetzt und sich damit in die bereits bestehenden Buttonlösungen im Kündigungsrecht und im Bestellvorgang einreiht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Hintergrund
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Pflicht zur Einführung der Widerrufsfunktion ergibt sich aus der RL (EU) 2023/2673 vom 22.11.2023. Die Richtlinie verfolgt zwei zentrale Ziele: die Harmonisierung des Verbraucherschutzes im gesamten EU-Binnenmarkt sowie dessen spürbare Stärkung. Im Kern soll sichergestellt werden, dass der Widerrufsprozess bei Online-Fernabsatzverträgen ebenso unkompliziert ist wie der Vertragsabschluss selbst – insbesondere über digitale Plattformen und mit nur wenigen Klicks. Auch die Bekämpfung sogenannter „Dark Patterns" soll mit dem Widerrufsbutton erreicht werden. Damit werden solche Gestaltungen bei Online-Shops verboten, die Verbraucherinnen und Verbraucher daran hindern oder davon abhalten sollen, ihre Rechte tatsächlich wahrzunehmen, etwa durch versteckte Schaltflächen, ablenkende Farbgebung oder bewusst komplizierte Navigationsstrukturen im E-Commerce-Bereich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Umsetzung des neuen digitalen Widerrufsprozesses
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Anwendungsbereich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Pflicht zur Integration der neuen Widerrufsfunktion gilt für sämtliche Fernabsatzgeschäfte mit Verbraucherinnen und Verbrauchern (B2C-Bereich), die über eine Online-Benutzeroberfläche geschlossen wurden. Erfasst sind alle Verträge über Waren, digitale Inhalte oder Dienstleistungen und Finanzdienstleistungen, für die ein Widerrufsrecht besteht. Betreiberinnen und Betreiber von Online-Shops werden damit in die Pflicht genommen, einen neuen Button einzuführen; unabhängig davon, welche Art von Produkten sie verkaufen und wie groß oder klein der Online-Shop ist. Auch Anwendungen von Online-Shops fallen unter die neue Regelung, wie etwa Mobil-Apps.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht erfasst sind hingegen Fallgestaltungen, in denen das Widerrufsrecht ohnehin nicht besteht, also beispielsweise Verträge über leicht verderbliche Waren. Ebenso wenig gilt die Pflicht für Verträge, die nicht „online", sondern etwa per Telefon oder im stationären Handel geschlossen wurden oder für B2B-Geschäfte, an denen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht beteiligt sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Technische Umsetzung 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwar spricht die Richtlinie von einer Widerrufsfunktion, dabei wird sich die technische Umsetzung wohl in den meisten Fällen auf die bereits aus dem E-Commerce bekannte Buttonlösung beschränken. Dies ist jedoch nicht zwingend. So kann die Widerrufsfunktion beispielsweise auch durch das Einfügen eines Links ermöglicht werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Prozess selbst ist zweistufig ausgestaltet. Auf der ersten Stufe steht die Betätigung der Widerrufsfunktion bzw. des Buttons. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch das Anklicken gelangen Verbraucherinnen und Verbraucher auf eine Widerrufsseite oder zu einem Formular, in dem Angaben zum Widerruf eingegeben werden können. Auf dieser Seite müssen notwendige Angaben zum Namen, zur Identifikation des Vertrages (Vertragsnummer, Bestellnummer) und zum Kommunikationsmittel für die Bestätigung (E-Mail) gemacht werden. Zu beachten ist, dass die Angabe eines Widerrufsgrundes keine Voraussetzung für einen wirksamen Widerruf ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf zweiter Stufe müssen Verbraucherinnen und Verbraucher die Widerrufserklärung mittels Bestätigungsfunktion übermitteln können. Dies umfasst eine zweite, deutlich gekennzeichnete Schaltfläche, die mit „Widerruf bestätigen“ oder einer entsprechenden eindeutigen Formulierung beschriftet ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der Ausübung des Widerrufs sind Unternehmen dazu verpflichtet, den Erhalt der Widerrufserklärung unverzüglich auf einem dauerhaften Datenträger (E-Mail) zu bestätigen. Die Bestätigungs-E-Mail muss die Widerrufsanfrage und einen Zeitstempel enthalten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	 Gestaltung der Widerrufsfunktion
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hervorzuheben ist, dass durch die gesamte technische Gestaltung keine übermäßigen Hindernisse für den Verbraucher geschaffen werden dürfen. Die Möglichkeit eines Widerrufs soll dementsprechend so niedrigschwellig wie möglich gestaltet werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Ausgestaltung des digitalen Widerrufsprozesses ist dabei rechtlich und technisch vorgegeben. Zwar besteht ein gewisser gestalterischer Spielraum, allerdings sind die Rahmenbedingungen zwingend einzuhalten. So muss die Widerrufsfunktion auf der Website hervorgehoben, gut sichtbar, leicht zugänglich und optisch vom restlichen Design abgrenzbar platziert sein. Die Widerrufsfunktion muss darüber hinaus durchgehend im Online-Shop verfügbar sein. Das heißt, dass sie jedenfalls während der gesamten Widerrufsfrist von 14 Tagen ab Erhalt der Ware bzw. Vertragsabschluss für die Verbraucherinnen und Verbraucher zugänglich sein muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Folgen für die Praxis und Handlungsempfehlungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab dem 19. Juni 2026 sind alle betroffenen Online-Händler zur Umsetzung verpflichtet. Ein Verstoß gegen den neuen § 356a BGB kann erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Der deutsche Gesetzgeber sieht empfindliche Geldbußen vor: Nach Art. 246e EGBGB drohen in Deutschland derzeit Bußgelder von bis zu 50.000 Euro bei kleineren Unternehmen, bei größeren Unternehmen kann die Sanktion bis zu 4 % des Jahresumsatzes betragen. Darüber hinaus sind Verbraucherschutzverbände und Mitbewerberinnen und Mitbewerber berechtigt, bei Verstößen rechtliche Schritte einzuleiten. In der Praxis geschieht dies typischerweise durch eine Abmahnung verbunden mit der Aufforderung, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Besonders folgenreich ist zudem das Risiko verlängerter Widerrufsfristen: solange kein gesetzeskonformer Widerrufsprozess eingeführt wurde und die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht auf einem dauerhaften Datenträger belehrt wurden, beginnt die reguläre 14-tägige Frist nicht zu laufen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der neue Widerrufsprozess erfordert darüber hinaus eine rechtliche Prüfung des bestehenden Prozesses. Neben der (Neu-)Gestaltung des Online-Shops müssen auch Widerrufsbelehrung, Datenschutzerklärung und die allgemeinen Geschäftsbedingungen auf die neue Widerrufsfunktion hin überprüft und aktualisiert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Besteht für mein Unternehmen Handlungsbedarf?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Betreiberinnen und Betreiber eines Online-Shops sind für die rechtssichere Gestaltung selbst verantwortlich. Daher empfehlen wir Ihnen, vor dem 19.06.2026 folgende Fragen zu prüfen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ist mein Online-Shop von der Umsetzungspflicht betroffen? 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2. Erfüllt die Integration der Widerrufsfunktion die technischen Anforderungen des neuen     § 356a BGB
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Platzierung auf der Website, durchgehende Verfügbarkeit)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wurden die rechtlichen Anforderungen auf den neuen Widerrufsprozess abgestimmt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                     
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             (Widerrufsbelehrung, Datenschutzerklärung sowie AGB-Aktualisierung)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da es sich um eine neue Regelung handelt, zu der noch keine gefestigte Rechtsprechung existiert, empfiehlt es sich zudem, die weitere Entwicklung – insbesondere erste Abmahnungen und gerichtliche Entscheidungen – aufmerksam zu verfolgen und die eigene Umsetzung bei Bedarf anzupassen. Sollten Sie Hilfe bei der Umsetzung oder Gestaltung der neuen Widerrufsfunktion benötigen, steht Ihnen Ihr Pelka-Berater oder Herr Rechtsanwalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/lukas-kröger"&gt;&#xD;
          
             Lukas Kröger
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            für Fragen oder bei Unsicherheiten gerne zur Verfügung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 25 Mar 2026 09:57:25 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Grundsteuer in Nordrhein-Westfalen:  Grundsteuerbescheide wegen differenzierter Hebesätze rechtswidrig?</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/insights/grundsteuer/differenzierte-hebesätze-rechtswidrige-grundsteuerbescheide</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Grundsteuer in Nordrhein-Westfalen: 
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Grundsteuerbescheide wegen differenzierter Hebesätze rechtswidrig?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Einleitung 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit dem 01.01.2025 gilt in Nordrhein-Westfalen das Grundsteuer-Bundesmodell. In diesem Zusammenhang hat der Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen bereits mit dem Grundsteuerhebesatzgesetz (NWGrStHsG) vom 04.07.2024 die Möglichkeit geschaffen, ergänzend zur bisherigen Regelung die Möglichkeit einer Differenzierung des Hebesatzes für Wohn- und Nichtwohngrundstücke bei der Grundsteuer B vorzusehen. Infolgedessen haben viele Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen entsprechende Hebesatzsatzungen verabschiedet, wonach für die Grundsteuer B differenzierte Hebesätze zu Gunsten von Wohngrundstücken und zu Lasten von Nichtwohngrundstücken gelten. Viele Eigentümerinnen und Eigentümer von Nichtwohngrundstücken sehen in der unterschiedlichen Hebesatzfestsetzung eine Verletzung des verfassungsrechtlichen Grundsatzes der Steuergerechtigkeit, der sich aus dem Allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz (GG) ableitet, und sind deshalb gerichtlich gegen die gegenüber ihnen ergangenen Grundsteuerbescheide mit höheren Hebesätzen für Nichtwohngrundstücke vorgegangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Stand der Rechtsprechung 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dem Streit um die Wirksamkeit differenzierter Hebesätze in der Grundsteuer B zeichnet sich in Nordrhein-Westfalen nun eine erste Tendenz ab:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Urteile des VG Gelsenkirchen vom 04.12.2025 (Aktenzeichen u.a.: 5 K 2074/25)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen mit Urteilen vom 04.12.2025 für die Städte Bochum, Essen, Dortmund und Gelsenkirchen entschieden, dass die höheren Hebesätze für die Besteuerung der Nichtwohngrundstücke in den Satzungen der Gemeinden gegen den verfassungsrechtlichen Grundsatz der Steuergerechtigkeit verstoßen und daher unwirksam sind. In der Folge hob das Gericht die hierauf gestützten, rechtswidrigen Grundsteuerbescheide auf. Begründet wurden die Entscheidungen damit, dass unterschiedliche Hebesätze für die Grundsteuer B zur Rechtfertigung eines sachlichen Grundes bedürfen, der rein fiskalische Zweck staatlicher Einnahmeerhöhung indes nicht als ein solcher sachlicher Grund anzuerkennen sei. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Urteil des VG Düsseldorf vom 10.03.2026 (Aktenzeichen: 5 K 7062/25)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun zieht auch das Verwaltungsgericht Düsseldorf nach:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses hat mit Urteil vom 10.03.2026 im Fall der Hebesatzsatzung der Stadt Hilden nunmehr ebenfalls entschieden, dass die differenzierenden Hebesätze rechtswidrig sind. Zur Begründung führt das Gericht zunächst aus, dass das Land Nordrhein-Westfalen im Nachgang zur Grundsteuerreform des Bundes grundsätzlich die Möglichkeit differenzierender Hebesätze für die Grundsteuer vorsehen kann, um Gemeinwohlbelange, wie etwa die Stabilisierung von Wohnnebenkosten, zu verfolgen. Die Kammer ist zwar – anders als das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen – der Auffassung, dass es den Gemeinden dem Grunde nach zusteht, ausgehend von ihrem Finanzbedarf, den Hebesatz für Nichtwohngrundstücke niedriger und als Folge dieser Privilegierung für Nichtwohngrundstücke entsprechend höher festzusetzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Verstoß gegen den Allgemeinen Gleichheitssatz aus Art. 3 Abs. 1 GG sieht das Gericht jedoch darin, dass die Stadt Hilden in der getroffenen Regelung den Kreis der zum Zweck der Stabilisierung von Wohnnebenkosten Begünstigten nicht sachgerecht abgegrenzt habe. Die Regelung lasse unberücksichtigt, dass auch gemischt genutzte Grundstücke, die als sog. Nichtwohngrundstücke gelten, zum Teil in nicht unerheblichem Maße zu dem privilegierten Zweck des Wohnens genutzt werden (bis zu 80 %). Diese unterschiedliche Behandlung von tatsächlicher Wohnnutzung lasse sich angesichts des Ausmaßes der Ungleichbehandlung in Höhe von 100 % auch nicht mit Blick auf die im Steuerrecht grundsätzlich zulässige Pauschalierung und Typisierung rechtfertigen. Vor diesem Hintergrund hält das Verwaltungsgericht Düsseldorf wegen des bestehenden Gesamtgefüges sowohl die Regelung des Hebesatzes für Wohngrundstücke als auch die Regelung des Hebesatzes für Nichtwohngrundstücke in der Satzung der Stadt Hilden für rechtswidrig und unwirksam.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insoweit vertritt das Verwaltungsgericht Düsseldorf eine andere Auffassung als das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, welches höhere Hebesätze für Nichtwohngrundstücke aus fiskalischen Gründen als einen Verstoß gegen den Grundsatz der Steuergerechtigkeit wertet. Im Ergebnis kamen jedoch beide Verwaltungsgerichte zu der Auffassung, dass die jeweiligen Grundsteuerabgabenbescheide rechtswidrig und daher aufzuheben sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Bedeutung und Ausblick
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sowohl das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen als auch das Verwaltungsgericht Düsseldorf haben wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache die Berufung zugelassen, über die im Falle der Einlegung das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster entscheidet. Wie sich das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen zu dieser rechtlichen Frage ggf. positionieren wird, bleibt daher abzuwarten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darüber hinaus hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen auch die Sprungrevision bei dem Bundesverwaltungsgericht zugelassen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu beachten ist, dass die ergangenen Urteile nur zwischen den Verfahrensbeteiligten unmittelbare Wirkung entfalten. Vor diesem Hintergrund müssen andere Grundsteuerabgabenbescheide einzeln angefochten werden, um eine Bestandskraft zu verhindern. Sind die Bescheide bestandskräftig geworden, so können diese Bescheide grds. auch nicht mehr gerichtlich angefochten werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor diesem Hintergrund raten wir Eigentümerinnen bzw. Eigentümern von Nichtwohngrundstücken, die in ihrer Gemeinde von einer Hebesatzdifferenzierung betroffen sind, mit Blick auf die aktuell ergangene Rechtsprechung zunächst gegen die Grundsteuerabgabenbescheide fristgerecht Widerspruch zu erheben und im Widerspruchsverfahren jedenfalls auch das Ruhen des Verfahrens bis zur Entscheidung entsprechender Musterklagen zu beantragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für den Fall, dass der Antrag auf Ruhen des Verfahrens bzw. der Widerspruch insgesamt von der Widerspruchsbehörde zurückgewiesen werden, bleibt zur Verhinderung des Eintritts der Bestandskraft des Grundsteuerabgabenbescheides nur die Möglichkeit, fristwahrend Klage vor dem zuständigen Verwaltungsgericht einzureichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Besteht für mich Handlungsbedarf?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Von einer Hebesatzdifferenzierung betroffen? 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Prüfen Sie, ob Ihre Gemeinde überhaupt unterschiedliche Hebesätze für Wohn- und Nichtwohngrundstücke festgesetzt hat und ob Ihr Grundstück hiervon betroffen ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Bescheid noch nicht bestandskräftig? 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Um den Eintritt der Bestandskraft zu verhindern, sollten Sie mit Blick auf die aktuelle Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte fristgerecht Widerspruch gegen den Grundsteuerbescheid einlegen und zugleich das Ruhen des Verfahrens beantragen. Ist die Widerspruchsfrist bereits abgelaufen, wird der Bescheid bestandskräftig und kann grds. nicht mehr angefochten werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3.	Widerspruch zurückgewiesen? 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wird der Widerspruch durch Widerspruchsbescheid zurückgewiesen, besteht die Möglichkeit, innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Widerspruchsbescheides Klage vor dem zuständigen Verwaltungsgericht zu erheben. Ob eine Klage im konkreten Fall sinnvoll und zweckmäßig ist, sollte zuvor durch einen Rechtsanwalt geprüft werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gerne unterstützt Sie Pelka im vorgerichtlichen wie im gerichtlichen Verfahren oder bei weiteren Rückfragen zu diesem Thema. Wenden Sie sich bei Bedarf gerne an Ihren Pelka-Berater oder Herrn Rechtsanwalt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/robin-donges"&gt;&#xD;
          
             Robin Donges
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 09:41:11 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/insights/grundsteuer/differenzierte-hebesätze-rechtswidrige-grundsteuerbescheide</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/Wald_rotes+Haus-9a3550f9.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Abschiedsfeier für Mitarbeiter – BFH verneint Arbeitslohn trotz Überschreitens der 110-€-Grenze</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/insights/lohnsteuer/abschiedsfeier-arbeitslohn</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Abschiedsfeier für Mitarbeitende –
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             BFH verneint Arbeitslohn trotz Überschreitens der 110-€-Grenze
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             BFH, Urteil vom 19.11.2025 – VI R 18/24
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kurzüberblick
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Bei Betriebsveranstaltungen kommt es zunächst darauf an,
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              ob überhaupt Arbeitslohn vorliegt
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             , der steuerbar und steuerpflichtig ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der BFH stellt klar:
             &#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Das Überschreiten der 110-€-Grenze bei der Durchführung einer Abschiedsfeier führt nicht automatisch zu steuerpflichtigem Arbeitslohn.
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Entscheidend ist, ob die Veranstaltung nach ihrem
             &#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Gesamtbild als Feier des Arbeitgebers
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          
             einzuordnen ist (z. B. Gastgeberrolle, Gästeliste, Teilnehmerkreis).
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das Urteil widerspricht der bisherigen
             &#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Verwaltungsauffassung (R 19.3 Abs. 2 Nr. 3 und 4 LStR)
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          
             und
             &#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              schafft mehr Rechtssicherheit für Unternehmen
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          
             .
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Veranstaltungen zur Verabschiedung langjähriger Mitarbeitender oder Führungskräfte sind in vielen Unternehmen ein fester Bestandteil der betrieblichen Praxis. Solche Empfänge dienen häufig nicht nur der Würdigung der bisherigen Tätigkeit, sondern auch der Pflege von Geschäftsbeziehungen oder – wie im Streitfall – der Vorstellung eines Nachfolgers gegenüber Mitarbeitenden, Geschäftspartnerinnen und -partnern und weiteren externen Kontakten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aus lohnsteuerlicher Sicht stellt sich dabei regelmäßig die Frage,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ob die vom Arbeitgeber getragenen Aufwendungen für eine solche Veranstaltung beim zu verabschiedenden Mitarbeitenden zu steuerpflichtigem Arbeitslohn führen
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gerade bei größeren Veranstaltungen mit externen Gästen können hierbei erhebliche Beträge im Raum stehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 19.11.2025 hierzu eine wichtige Klarstellung getroffen. Danach können Aufwendungen für eine Abschiedsveranstaltung lohnsteuerlich unbeachtlich sein, wenn die Veranstaltung nach ihrem Gesamtbild als
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Feier des Arbeitgebers
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            einzuordnen ist und ein überwiegend betriebliches Interesse besteht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Steuerliche Einordnung betrieblicher Veranstaltungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die lohnsteuerliche Behandlung von Veranstaltungen im Unternehmen ist zunächst zwischen verschiedenen Veranstaltungstypen zu unterscheiden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Betriebsveranstaltungen 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Betriebsveranstaltungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            – etwa Weihnachtsfeiern oder Sommerfeste – sind betriebliche, gesellschaftliche Ereignisse
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           zur Pflege des Betriebsklimas
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Für solche Veranstaltungen gilt grundsätzlich der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           110-€-Freibetrag pro Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG). 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Anwendung des Freibetrags setzt allerdings zunächst voraus, dass
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           überhaupt Arbeitslohn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            vorliegt. Gerade an dieser Stelle setzt das aktuelle Urteil des Bundesfinanzhofs an.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Übrigen ist erforderlich, dass die Veranstaltung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           allen Mitarbeitenden einer sog. Organisationseinheit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            offensteht (z.B. gesamter Betrieb, vollständige Abteilung). Übersteigen die auf eine teilnehmende Person entfallenden Kosten den Betrag von
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           110 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , ist
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nur der übersteigende Teil als Arbeitslohn zu versteuern
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Die Besteuerung kann entweder individuell nach den persönlichen Lohnsteuermerkmalen der Mitarbeitenden erfolgen oder
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           pauschal mit 25 % nach 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 EStG
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Freibetrag kann
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           für höchstens zwei Betriebsveranstaltungen pro Kalenderjahr
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            in Anspruch genommen werden. Finden mehr Veranstaltungen statt, kann der Arbeitgeber bestimmen,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           welche zwei Veranstaltungen steuerlich begünstigt behandelt werden
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Bei allen weiteren Veranstaltungen ist der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           gesamte geldwerte Vorteil steuerpflichtig
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , also nicht nur der 110 € übersteigende Teil. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Bewirtungen aus überwiegend betrieblichem Anlass
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Davon zu unterscheiden sind
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bewirtungen aus überwiegend betrieblichem Anlass
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , etwa im Rahmen von Besprechungen oder Verhandlungen. Voraussetzung ist hierbei, dass der betriebliche Zweck der Veranstaltung im Vordergrund steht und der Teilnehmerkreis entsprechend
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           arbeitsbezogen und begrenzt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ist. Der gesellige Charakter darf dabei nicht dominieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur unter diesen Voraussetzungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            kann davon ausgegangen werden, dass die Bewirtung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           im überwiegenden eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            erfolgt und ein etwaiger Vorteil für die teilnehmenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lediglich einen Reflex der betrieblichen Zielsetzung darstellt. In diesem Fall liegt kein steuerpflichtiger Arbeitslohn vor.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3. Veranstaltungen aus individuellem Anlass eines Arbeitnehmers
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schließlich sind Veranstaltungen zu berücksichtigen, die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus individuellem Anlass eines Arbeitnehmers
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            durchgeführt werden, etwa Geburtstagsfeiern, Mitarbeiterjubiläen oder Verabschiedungen. Nach der Verwaltungsauffassung in den
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lohnsteuerrichtlinien 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (R 19.3 Abs. 2 Nr. 3 und Nr. 4 LStR)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            sind Zuwendungen des Arbeitgebers aus Anlass solcher persönlichen Ereignisse grundsätzlich
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           dem Arbeitslohn des betreffenden Arbeitnehmers zuzurechnen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Übersteigen die auf die einzelnen Teilnehmer entfallenden Aufwendungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           110 €
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , geht die Finanzverwaltung regelmäßig davon aus, dass eine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           lohnsteuerpflichtige Zuwendung an den Arbeitnehmer vorliegt, dessen persönlicher Anlass gefeiert wird
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           110-€-Grenze orientiert sich dabei an der Regelung für Betriebsveranstaltungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , wird von der Finanzverwaltung jedoch lediglich
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           als Indiz für das Vorliegen von Arbeitslohn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            herangezogen. Gerade Abschiedsfeiern bewegen sich daher steuerlich häufig
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           im Grenzbereich zwischen betrieblicher Veranstaltung und individueller Feier
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und sind in der Praxis regelmäßig Gegenstand von Lohnsteuer-Außenprüfungen. An dieser Abgrenzungsfrage setzt auch das aktuelle Urteil des Bundesfinanzhofs an.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Entscheidung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Sachverhalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dem Urteil lag die Verabschiedung des Vorstandsvorsitzenden eines Geldinstituts zugrunde. Aus Anlass seines Ausscheidens aus dem Amt veranstaltete das Unternehmen einen Empfang in den Räumlichkeiten seiner Unternehmenszentrale. Zugleich wurde im Rahmen der Veranstaltung der Nachfolger im Vorstand vorgestellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu dem Empfang wurden rund 300 Gäste eingeladen, darunter Mitglieder des Verwaltungsrats, Mitarbeiter des Unternehmens sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden. Auch einige Familienangehörige des scheidenden Vorstandsvorsitzenden nahmen an der Veranstaltung teil.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Organisation erfolgte durch ein internes Gremium des Unternehmens; die Kosten wurden vollständig vom Arbeitgeber getragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Rahmen einer Lohnsteuer-Außenprüfung vertrat das Finanzamt die Auffassung, dass die Aufwendungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           dem zu verabschiedenden Vorstandsvorsitzenden anteilig als steuerpflichtiger Arbeitslohn zuzurechnen seien
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Hintergrund war insbesondere, dass die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           110-€-Grenze pro Teilnehmer deutlich überschritten war
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Nach der Verwaltungsauffassung gemäß
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           R 19.3 Abs. 2 Nr. 3 LStR
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            seien daher zumindest die auf den Arbeitnehmer und seine Familienangehörigen entfallenden Kosten lohnsteuerlich zu erfassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Entscheidung des BFH
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der BFH stellt zunächst klar, dass Aufwendungen des Arbeitgebers für eine Veranstaltung aus Anlass der Verabschiedung eines Arbeitnehmers
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nicht bereits deshalb zu steuerpflichtigem Arbeitslohn bei dem verabschiedeten Arbeitnehmer führen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , weil die Veranstaltung einen persönlichen Anlass dieses Arbeitnehmers betrifft. Maßgeblich sei vielmehr, ob die Aufwendungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            im überwiegenden eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            erfolgen oder ob sie eine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zuwendung mit Entlohnungscharakter
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            darstellen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Streitfall gelangte der BFH zu dem Ergebnis, dass die streitgegenständliche Veranstaltung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           im überwiegenden eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            durchgeführt wurde. Für diese Einordnung sprach insbesondere,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             dass der Arbeitgeber als Gastgeber auftrat,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             dass das Unternehmen die Gästeliste bestimmte und
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             dass die Veranstaltung in den Geschäftsräumen des Unternehmens stattfand.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zudem bestand der Teilnehmerkreis überwiegend aus Personen mit beruflichem oder geschäftlichem Bezug zum Unternehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vor diesem Hintergrund stellte der BFH klar, dass die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Überschreitung der 110-€-Grenze allein nicht zur Annahme von steuerpflichtigem Arbeitslohn führt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Die Grenze des § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG kommt nur dann zur Anwendung,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wenn dem Grunde nach überhaupt ein geldwerter Vorteil und damit Arbeitslohn vorliegt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fehlt es – wie im Streitfall – aufgrund des
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           überwiegenden eigenbetrieblichen Interesses des Arbeitgebers
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            bereits an einer lohnsteuerlich relevanten Zuwendung, stellt sich die Frage nach der Anwendung des Freibetrags nicht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch die anteiligen Kosten für den verabschiedeten Arbeitnehmer sowie für dessen eingeladene Familienangehörigen führten daher nicht zu Arbeitslohn. Die Teilnahme stellte nach Auffassung des BFH lediglich einen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Reflex der eigenbetrieblichen Zielsetzung des Arbeitgebers
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            dar.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit dieser Begründung widersprach der BFH ausdrücklich der in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           R 19.3 Abs. 2 Nr. 3 und Nr. 4 LStR
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            vertretenen Auffassung der Finanzverwaltung, wonach bei Veranstaltungen aus persönlichem Anlass eines Arbeitnehmers regelmäßig von Arbeitslohn auszugehen sei, wenn die Aufwendungen pro Teilnehmer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           110 € übersteigen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            IV. Würdigung und Einordnung in die Rechtsprechung
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entscheidung folgt der Linie der bisherigen BFH-Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen Feiern des Arbeitgebers und Feiern des Arbeitnehmers. Maßgeblich ist danach insbesondere, wer als Gastgeber auftritt, wer die Gästeliste bestimmt und welchen Charakter die Veranstaltung nach ihrem Gesamtbild hat (vgl. BFH, Urteil vom 28.01.2003 – VI R 48/99).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Diese Grundsätze gelten unabhängig davon, aus welchem Anlass eine Veranstaltung durchgeführt wird. Entscheidend bleibt vielmehr, ob nach den Umständen des Einzelfalls eine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Veranstaltung des Arbeitgebers
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            vorliegt oder ob die Aufwendungen dem Arbeitnehmer persönlich zuzurechnen sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Folgen für die Praxis
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Urteil ist insbesondere deswegen relevant, weil Veranstaltungen mit persönlichem Anlass eines Arbeitnehmers – etwa Verabschiedungen oder Jubiläumsfeiern –
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           regelmäßig Gegenstand von Lohnsteuer-Außenprüfungen sind
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Die Finanzverwaltung hat in der Vergangenheit regelmäßig vertreten, dass bei Überschreiten der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           110-€-Grenze
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            grundsätzlich von steuerpflichtigem Arbeitslohn auszugehen sei.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der BFH stellt nun klar, dass diese Betrachtungsweise zu kurz greift. Entscheidend ist vielmehr zunächst,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ob überhaupt Arbeitslohn vorliegt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Erfolgt die Veranstaltung im
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           überwiegenden eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , fehlt es bereits an einer lohnsteuerlich relevanten Zuwendung. In diesem Fall stellt sich die Frage nach der Anwendung der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           110-€-Grenze
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            nicht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für Unternehmen bedeutet dies jedoch nicht, dass Aufwendungen für Abschiedsveranstaltungen generell lohnsteuerlich unbeachtlich sind. Vielmehr kommt es weiterhin entscheidend auf die
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Umstände des Einzelfalls
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             an. Maßgeblich ist insbesondere,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           wer als Gastgeber auftritt, wer die Gästeliste bestimmt und welcher Teilnehmerkreis eingeladen wird
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             . Je stärker die Veranstaltung organisatorisch und inhaltlich vom Arbeitgeber geprägt ist und je deutlicher ein
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           betrieblicher Anlass
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             im Vordergrund steht, desto eher spricht dies für ein
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           überwiegendes eigenbetriebliches Interesse des Arbeitgebers
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            VI.	Fazit und Checkliste
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es empfiehlt sich daher, bereits bei der Planung entsprechender Veranstaltungen darauf zu achten, dass
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Organisation, Teilnehmerkreis und Ablauf den betrieblichen Charakter der Veranstaltung klar erkennen lassen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wann spricht vieles für eine Veranstaltung im überwiegend eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für die lohnsteuerliche Einordnung einer Abschiedsveranstaltung ist stets eine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gesamtwürdigung der Umstände
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            erforderlich. Die folgenden Fragen können dabei als Orientierung dienen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Tritt das Unternehmen organisatorisch und nach außen als Gastgeber der Veranstaltung auf?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wurde die Veranstaltung vom Arbeitgeber geplant, organisiert und finanziert?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bestimmt der Arbeitgeber die Gästeliste oder hat er zumindest maßgeblichen Einfluss auf deren Zusammensetzung?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Besteht der Teilnehmerkreis überwiegend aus Arbeitnehmern des Unternehmens sowie aus Geschäftspartnern oder sonstigen beruflichen Kontakten des Unternehmens?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Liegt ein erkennbarer betrieblicher Anlass vor, etwa die Verabschiedung eines Arbeitnehmers im Zusammenhang mit einem Funktionswechsel oder der Vorstellung eines Nachfolgers?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Findet die Veranstaltung in einem betrieblichen Kontext statt, etwa in den Räumlichkeiten des Unternehmens oder im Rahmen einer offiziell vom Arbeitgeber organisierten Veranstaltung?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Nehmen Familienangehörige des Arbeitnehmers lediglich in üblichem Umfang als Begleitpersonen teil?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sind diese Fragen überwiegend zu bejahen, spricht dies regelmäßig dafür, dass die Veranstaltung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           im überwiegenden eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           durchgeführt wird
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . In diesem Fall fehlt es regelmäßig an einer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           lohnsteuerlich relevanten Zuwendung an den Arbeitnehmer
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , sodass die Aufwendungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nicht als Arbeitslohn zu behandeln sind
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Werden mehrere dieser Fragen verneint, steigt das Risiko, dass die Finanzverwaltung die Aufwendungen als steuerpflichtigen Arbeitslohn einstuft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten Sie Veranstaltungen im Zusammenhang mit personellen Veränderungen planen oder Fragen zur lohnsteuerlichen Behandlung solcher Veranstaltungen haben, sprechen Sie uns gerne an. Wir unterstützen Sie dabei, entsprechende Veranstaltungen steuerlich rechtssicher zu gestalten und mögliche Risiken im Rahmen von Lohnsteuer-Außenprüfungen zu vermeiden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Für Fragen oder eine individuelle Beratung stehen Ihnen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/team/susanne-küsters"&gt;&#xD;
        
            Susanne Küsters
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             und
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/team/andreas-theisen"&gt;&#xD;
        
            Andreas Theisen
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             jederzeit gerne zur Verfügung.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Fri, 13 Mar 2026 13:43:09 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Werterhöhung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft als Schenkung – Schenkungsteuer durch „disquotale Einlagen“</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/insights/erbschaftssteuer/erhöhung-anteile-kapitalgesellschaft-schenkung</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Werterhöhung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft als Schenkung – Schenkungsteuer durch „disquotale Einlagen“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Einleitung 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Schenkungsteuerrecht kennt neben der einfachen Schenkung eine Vielzahl weiterer Erwerbstatbestände, die für Steuerpflichtige unter Umständen zu einer überraschenden Belastung mit Schenkungsteuer führen können. Mit einem kürzlich veröffentlichten Urteil hat der Bundesfinanzhof (BFH) zur Schenkung durch die Werterhöhung von Kapitalgesellschaftsanteilen Stellung genommen und weitere Beurteilungsmaßstäbe festgelegt, die für den Steuerpflichtigen nachhaltige Konsequenzen mit sich bringen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Hintergrund
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Schenkung durch freigebige Zuwendung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schenkungen unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Schenkungsteuer. Im Grundfall setzt eine Schenkung einen Vermögensabgang auf Seiten des Schenkers (Entreicherung) und einen Vermögenszugang auf Seiten des Beschenkten (Bereicherung) sowie den subjektiven Willen des Schenkers voraus, dem Beschenkten ohne rechtliche Verpflichtung und ohne Gegenleistung Etwas zuwenden zu wollen (Bereicherungswille). Der Bereicherungswille erfordert daher, dass dem Schenker bewusst ist, dass er zu der Übertragung nicht verpflichtet ist und dass diese unentgeltlich erfolgt. Wird zwar eine Gegenleistung in Form eines Entgelts für die in Rede stehende Übertragung gezahlt und ist dem Zuwendenden bewusst, dass dieses Entgelt wertmäßig hinter dem tatsächlichen Wert des übertragenen Gegenstands zurückbleibt, spricht man von einer Teilentgeltlichkeit, die in Höhe der Differenz zwischen dem gezahlten Entgelt und dem Verkehrswert des Übertragungsobjekts ebenfalls schenkungsteuerpflichtig ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Schenkung durch disquotale Einlage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemäß § 7 Abs. 8 Satz 1 ErbStG gilt seit dessen Inkrafttreten in 2011 auch die Werterhöhung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft, die ein Gesellschafter durch die Leistung einer anderen Person erlangt, als Schenkung und führt damit im Grundsatz ebenfalls zum Anfall von Schenkungsteuer. Die Regelung wurde zur Schließung der seinerzeit vorhandenen Besteuerungslücke im Zusammenhang mit sogenannten „disquotalen Einlagen“ in Kapitalgesellschaften eingeführt. Hierbei handelt es sich um Einlagen der Gesellschafter in die Kapitalrücklage einer Gesellschaft, die nicht dem Verhältnis ihrer Beteiligungsquoten entsprechen. Die Regelung fingiert damit eine Schenkung des einen Gesellschafters an den anderen Gesellschafter, dessen Geschäftsanteil durch die disquotale Einlage eine Wertsteigerung erfährt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sind an einer GmbH beispielsweise die Gesellschafter A und B zu jeweils 50 % beteiligt und legt der Gesellschafter B einen bestimmten Geldbetrag oder einen Vermögensgegenstand in die Kapitalrücklage der Gesellschaft ein, ohne hierfür eine entsprechende Gegenleistung von der Gesellschaft zu erhalten, so läge hierin eine disquotale Einlage, sofern der Gesellschafter A nicht ebenfalls eine Einlage mit demselben Wert leisten würde. Da diese Einlage in der Regel auch zu einer Erhöhung des Werts der Anteile des nicht einlegenden Gesellschafters führt, wären die objektiven Voraussetzungen von § 7 Abs. 8 Satz 1 ErbStG erfüllt. Gleiches würde aufgrund des Konstrukts der Teilentgeltlichkeit gelten, wenn die Gesellschaft zwar eine Gegenleistung erbringen, diese aber wertmäßig hinter dem Gegenstand der Einlage zurückbleiben würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In zwei Urteilen aus dem Jahr 2024 hatte der BFH bereits angedeutet, dass nach seiner Auffassung die Schenkung durch eine Werterhöhung von Kapitalgesellschaftsanteilen – anders als der Grundtatbestand – die Verwirklichung eines subjektiven Elements nicht voraussetze. In der nunmehr am 08.01.2026 veröffentlichten Entscheidung knüpfte der BFH an diese Rechtsprechung an und stellte erneut und ausdrücklich klar, dass der Tatbestand des § 7 Abs. 8 Satz 1 ErbStG kein Bewusstsein der Teil- bzw. Unentgeltlichkeit erfordere.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Entscheidung des BFH vom 23.09.2025 (Az. II R 19/24)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Sachverhalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dem der Entscheidung des BFH zugrundeliegenden Sachverhalt, waren der Kläger und sein Bruder gemeinsam an einer GmbH beteiligt. Von den Geschäftsanteilen hielt der Kläger 70 % und sein Bruder 30 %. Da es zwischen den beiden zu Streitigkeiten kam, entschied der Bruder, das gemeinsame Unternehmen zu verlassen. In diesem Zuge verpflichtete er sich zusätzlich dazu, seine Anteile von 30 % für einen Kaufpreis von 2,1 Mio. € an die GmbH zu verkaufen. Nach den Angaben des Klägers war dieser Kaufpreis durch intensive Kaufpreisverhandlungen ermittelt worden. Nach den Ermittlungen des Finanzamts anhand der steuerlichen Bewertungsverfahren ergab sich allerdings ein tatsächlicher Verkehrswert der Anteile von 11,8 Mio. € und damit ein Wert, der deutlich über dem vereinbarten Kaufpreis lag. Das Finanzamt sah den Tatbestand des § 7 Abs. 8 Satz 1 ErbStG deshalb als erfüllt an und setzte Schenkungsteuer auf den Differenzbetrag fest. Hiergegen wendete sich der Kläger insbesondere mit dem Argument, dass der Tatbestand des § 7 Abs. 8 Satz 1 ErbStG einen Bereicherungswillen erfordere, ein solcher bei ihm aber nicht gegeben sei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Urteil
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BFH gelangte allerdings zu einem anderen Ergebnis und sah die Voraussetzungen des § 7 Abs. 8 Satz 1 ErbStG als grundsätzlich erfüllt an. Durch die Übertragung der Geschäftsanteile des Bruders an die GmbH selbst, sei eine Werterhöhung der Anteile der verbliebenen Gesellschafter – hier also des Klägers – gegeben, da die Mitgliedschaftsrechte der GmbH aus den eigenen Anteilen ruhen. Hieraus ergäbe sich eine Wertverschiebung zulasten der eigenen Anteile der GmbH und zugunsten der übrigen Gesellschaftsrechte. Dies reiche dem Grunde nach aus, um den Tatbestand des § 7 Abs. 8 Satz 1 ErbStG zu erfüllen. Insbesondere enthalte die Regelung kein subjektives Element in Gestalt eines Bewusstseins der Unentgeltlichkeit. Die Regelung stelle einen selbständigen Tatbestand dar, der eine Schenkung unabhängig von den Merkmalen des schenkungsteuerrechtlichen Grundtatbestands fingiere.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch wenn der Tatbestand des § 7 Abs. 8 S. 1 ErbStG das Bewusstsein der Unentgeltlichkeit nicht erfordere, läge bei gegenseitigen Leistungen eine Werterhöhung nach § 7 Abs. 8 S. 1 ErbStG allerdings nicht vor, wenn die Parteien in nachvollziehbarer Weise und unter fremdüblichen Bedingungen übereinstimmend davon ausgegangen sind, dass ihre Leistungen insgesamt ausgeglichen sind, und sich dies nur anhand später gewonnener besserer Erkenntnis als unzutreffend erweist. Auf diese Weise solle den beschränkten Erkenntnismöglichkeiten der Vertragsparteien bei der Preisfindung Rechnung getragen werden. Ob dies auf den Kläger und seinen Bruder zutraf, konnte der BFH allerdings nicht abschließend beurteilen, weshalb der Fall zur erneuten Sachverhaltsermittlung an das erstinstanzliche Finanzgericht zurückverwiesen wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Folgen für die Praxis und Checkliste 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Urteil betrifft zwar mit der Begründung eigener Anteile der GmbH einen recht speziellen Fall, die vom BFH aufgestellten Grundsätze dürften sich aber auf sämtliche Fälle von disquotalen Einlagen übertragen lassen. Zwar ist zu begrüßen, dass durch das Urteil des BFH nunmehr erneut Klarheit darüber geschaffen wurde, dass zur Verwirklichung des Tatbestands des § 7 Abs. 8 ErbStG kein subjektiver Bereicherungswille notwendig ist. Diese Entscheidung geht allerdings zu Lasten der Steuerpflichtigen, da durch die Verneinung des subjektiven Elements die Hürde für die Annahme einer Schenkung deutlich verringert wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Praxis bedeutet das insbesondere, dass aufgrund der rein objektiven Betrachtungsweise bereits fehlerhafte Preiseinschätzungen mit dem Risiko „versehentlicher“ Schenkungen des einlegenden Gesellschafters an die übrigen Gesellschafter einhergehen können. Den Ausweg, den der BFH aus diesem Dilemma aufzeigt, liegt in der Verneinung einer Schenkung, wenn die Parteien in nachvollziehbarer Weise und unter fremdüblichen Bedingungen übereinstimmend davon ausgegangen sind, dass ihre Leistungen insgesamt ausgeglichen sind, und sich dies nur anhand später gewonnener besserer Erkenntnis als unzutreffend erweist. Entscheidend wird daher sein, bereits im Vorfeld einer geplanten Übertragung die Umstände der Preisfindung zu dokumentieren, um im Streitfall die Nachvollziehbarkeit sowie die Fremdüblichkeit nachweisen zu können. Wir empfehlen daher, in ähnlich gelagerten Fällen vorab einen steuerlichen Berater hinzuzuziehen, der eine Bewertung des einzulegenden Objekts durchführen kann, um die Annahme einer Schenkung bereits vorab auszuschließen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Besteht für mich Handlungsbedarf? 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ist der Austritt eines Gesellschafters aus einer Kapitalgesellschaft geplant?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Sollen die Anteile des ausscheidenden Gesellschafters an die Kapitalgesellschaft abgetreten werden?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Entspricht der Kaufpreis für die Anteile dem am Markt erzielbaren Preis?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             4.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wurde die Ermittlung des Kaufpreises im Wege einer Unternehmensbewertung bestimmt, deren Grundlagen und Vorgehensweisen dokumentiert sind?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            5.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Erfolgte die Ermittlung des Kaufpreises zeitnah zum Stichtag der Abtretung der Anteile und sind keine den Wert beeinflussenden Ereignisse in der Zwischenzeit eingetreten?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            6.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Führt der Erwerb der eigenen Anteile durch die Kapitalgesellschaft zu einer Anteilswerterhöhung der in der Gesellschaft verbleibenden Anteilseigner? 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für Fragen oder eine individuelle Beratung stehen Ihnen Herr Rechtsanwalt und Steuerberater
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/dr-eric-hoeveler"&gt;&#xD;
          
             Dr. Eric Hoeveler
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und Herr Steuerberater
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/alexander-krämer"&gt;&#xD;
          
             Alexander Krämer
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            jederzeit gerne zur Verfügung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 20 Feb 2026 10:35:38 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Gestaltungssicherheit bei der Schenkung von Versicherungspolicen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/insights/steuerrecht/schenkung-versicherungspolicen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Gestaltungssicherheit bei der Schenkung von Versicherungspolicen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Im Rahmen der Übertragung von Vermögenswerten zwischen Verwandten nehmen Schenkungsmodelle unter Einbeziehung von Versicherungsverträgen eine beliebte Stellung ein. Insbesondere die Übertragung der Stellung als Versicherungsnehmer bei kapitalbildenden Lebens- oder Rentenversicherungen stellt ein probates Mittel zur generationenübergreifenden Vermögensnachfolge dar. Dabei gilt stets zu beachten, dass es sich bei der Übertragung der Versicherungsnehmereigenschaft zivilrechtlich um eine Schenkung handelt, die grundsätzlich den Formvorgaben des § 518 Abs. 1 BGB unterliegt, also der notariellen Beurkundung bedarf. Die fehlende notarielle Beurkundung birgt indes zivilrechtliche und mittelbar auch steuerliche Risiken. Gleichzeitig eröffnet § 518 Abs. 2 BGB aber die Möglichkeit, einen zunächst bestehenden Formmangel durch Vollzug der Schenkung zu heilen. 
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neben der zivilrechtlichen Wirksamkeit stellt sich in diesen Fällen regelmäßig auch die Frage nach den steuerlichen Folgen, insbesondere dann, wenn sich der Schenker Widerrufs- oder Rückforderungsrechte vorbehalten hat und diese später ausgeübt werden. Der Beitrag beleuchtet vor diesem Hintergrund die zivil- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen der Schenkung von Versicherungsnehmerstellungen und zeigt auf, worauf in der Vertragsgestaltung besonderes Augenmerk zu legen ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I.	Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zunächst schließt der Schenker selbst als Versicherungsnehmer einen Versicherungsvertrag gegen Zahlung eines Einmalbeitrags ab. Die Höhe des Einmalbetrags richtet sich dabei regelmäßig nach dem steuerlichen Freibetrag, den das ErbStG für das jeweilige Verwandtschaftsverhältnis zwischen Schenker und Beschenkten vorsieht. Die vereinbarte Beitragssumme wird aus dem Vermögen des Schenkers aufgebracht und an das Versicherungsunternehmen gezahlt. Gleichzeitig vereinbaren Schenker und Beschenkter vertraglich, dass die Versicherungsnehmereigenschaft nach Vertragsschluss auf den Beschenkten übertragen werden soll.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit der Übertragung der Versicherungsnehmereigenschaft tritt der Beschenkte dann vollständig in die rechtliche Stellung des Versicherungsnehmers ein, während der Schenker aus dem Versicherungsvertrag ausscheidet. Zivilrechtlich stellt dieser Vorgang eine Schenkung dar, da dem Beschenkten unentgeltlich eine vermögenswerte Rechtsposition zugewendet wird. Maßgeblich ist dabei nicht der ursprünglich gezahlte Einmalbeitrag, sondern der wirtschaftliche Wert der übertragenen Rechtsposition, der regelmäßig dem Rückkaufswert der Versicherung entspricht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dabei wird der Beschenkte in der hier beschriebenen Konstellation alleiniger Versicherungsnehmer und damit auch allein verfügungsbefugt über den Versicherungsvertrag. Die Schenkung ist mit der Übertragung der Versicherungsnehmereigenschaft vollzogen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II.	Wirksamkeit der Schenkung und Absicherung des Schenkungszwecks
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der Praxis erfolgt die Übertragung der Versicherungsnehmereigenschaft häufig nicht bedingungslos. Vielmehr verfolgt der Schenker regelmäßig einen bestimmten Schenkungszweck, etwa die langfristige Vermögensbindung oder Altersvorsorge des Beschenkten. Um diesen Zweck abzusichern, können Schenker und Beschenkter im Innenverhältnis Vereinbarungen treffen, die eine vorzeitige Verfügung über den Versicherungsvertrag sanktionieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Denkbar ist insbesondere die Vereinbarung eines Widerrufs- oder Rückforderungsrechts für den Fall, dass der Beschenkte entgegen dem Willen des Schenkers vorzeitig über den Versicherungsvertrag verfügt, etwa durch Kündigung oder Beleihung. Im Widerrufsfall würde der Beschenkte als Versicherungsnehmer ausscheiden und der Schenker auf dieser Grundlage erneut Versicherungsnehmer werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gestalterisch führt eine solche Vereinbarung dazu, dass dem Beschenkten der wirtschaftliche Anreiz genommen wird, frühzeitig über den Versicherungsvertrag zu disponieren. Rechtlich bleibt jedoch festzuhalten, dass es sich ungeachtet solcher Nebenabreden um eine Schenkung handelt, die den formellen Anforderungen des Schenkungsrechts unterliegt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III.	Formbedürftigkeit der Schenkung und Heilung des Formmangels
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach § 518 Abs. 1 Satz 1 BGB bedarf ein Schenkungsversprechen der notariellen Beurkundung. Dies gilt auch für das Versprechen, eine Versicherungsnehmereigenschaft zu übertragen. In einem formwirksam beurkundeten Schenkungsvertrag können sodann ohne Weiteres Nebenbestimmungen wie Widerrufs- bzw. Rückforderungsklauseln vereinbart werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fehlt es an der notariellen Beurkundung, ist das Schenkungsversprechen grundsätzlich nichtig. Der Gesetzgeber hat jedoch mit § 518 Abs. 2 BGB eine Ausnahme geschaffen, wonach der Formmangel durch Bewirkung der versprochenen Leistung, das heißt mit dem Vollzug der Schenkung, geheilt wird.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach herrschender Meinung tritt der Vollzug der Schenkung bei Geldleistungen mit der Gutschrift auf dem Konto des Beschenkten ein. Übertragen auf die Schenkung einer Versicherungsnehmereigenschaft ist entscheidend, dass der Beschenkte tatsächlich in die vermögenswerte Rechtsposition des Schenkers eintritt und dieser seine Stellung als Versicherungsnehmer endgültig aufgibt. Mit dem wirksamen Übergang der Versicherungsnehmereigenschaft auf den Beschenkten wird also der zuvor formnichtige Schenkungsvertrag gemäß § 518 Abs. 2 BGB geheilt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Heilung beruht auf dem gesetzgeberischen Gedanken, dass der Schenker, der den Schenkungsgegenstand tatsächlich aus seinem Vermögen herausgegeben hat, des Schutzes der notariellen Form nicht mehr bedarf. Zugleich soll der Rechtsfrieden gewahrt werden, indem Rückabwicklungen zwar ursprünglich formnichtiger, aber vollzogener Schenkungen vermieden werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Problematisch ist insoweit die Frage, ob sich die Heilungswirkung auch auf formnichtige Nebenbestimmungen erstreckt, insbesondere auf vereinbarte Widerrufs- oder Rückforderungsrechte, sodass eine präzise rechtliche Analyse der konkreten Vertragsgestaltung erforderlich ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             IV.	Steuerliche Folgen der Rückforderung bei Widerruf der Schenkung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neben den zivilrechtlichen Fragen stellt sich mit erheblicher praktischer Relevanz die Frage nach den steuerlichen Auswirkungen, wenn es infolge einer vorzeitigen Kündigung oder sonstigen vertragswidrigen Verfügungen durch den Beschenkten zu einer Rückforderung der Schenkung kommt. Gegenstand der Rückabwicklung ist in diesem Fall die Rückübertragung der mit der Versicherungsnehmereigenschaft verbundenen vermögenswerten Rechtsposition.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Gesetzgeber geht davon aus, dass eine Schenkung, die aufgrund eines gesetzlichen oder vertraglich vereinbarten Widerrufs- oder Rückforderungsrechts rückgängig gemacht wird, auch steuerlich vollständig zu neutralisieren ist. § 29 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG bestimmt, dass die Schenkungsteuer mit Wirkung für die Vergangenheit erlischt, soweit ein Geschenk aufgrund eines Rückforderungsrechts herausgegeben werden musste. Steuerlich gilt die Schenkung in diesem Fall als nicht erfolgt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zwingende Voraussetzung für diese steuerunschädliche Rückabwicklung im Falle eines vertraglich vereinbarten Widerrufs- oder Rückforderungsrechts ist jedoch, dass sich das Widerrufs- oder Rückforderungsrecht aus dem ursprünglichen Schenkungsvertrag ergibt, also von Anfang an besteht oder jedenfalls bei Vornahme der Schenkung wirksam vereinbart wurde. Nur dann handelt es sich bei der Rückübertragung der Versicherungsnehmereigenschaft um die Verwirklichung eines bereits bestehenden (Rückforderungs-)Rechts im Sinne des § 29 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            V.	Fazit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Übertragung der Versicherungsnehmereigenschaft stellt eine schenkungsteuerlich und zivilrechtlich relevante Vermögensübertragung dar, die gemäß § 518 Abs. 1 BGB zunächst der notariellen Beurkundung bedarf. Ein Formmangel kann zwar durch den Vollzug der Schenkung gemäß § 518 Abs. 2 BGB geheilt werden, gleichwohl bestehen insoweit Risiken, insbesondere im Hinblick auf die Wirksamkeit und steuerliche Anerkennung von Widerrufs- und Rückforderungsrechten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Festzuhalten ist, dass solche Schenkungsgestaltungen nur dann rechtssicher sind, wenn sämtliche Bedingungen der Schenkung – einschließlich etwaiger Rückforderungsrechte – von Anfang an klar, eindeutig und dokumentationsfest vereinbart werden. Nur so lässt sich im Falle eines Widerrufs eine steuerunschädliche Rückabwicklung nach § 29 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG sicherstellen und das Risiko eines weiteren steuerpflichtigen Vorgangs vermeiden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Sollten Sie zur rechtssicheren Ausgestaltung von Schenkungen von Versicherungspolicen eine individuelle Beratung wünschen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wenden Sie sich hierzu an Ihren Pelka-Berater, unsere Kollegen
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;a href="/team/Lennart-Kolkmann"&gt;&#xD;
            
              Lennart Kolkmann
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              und
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;a href="/team/alexander-krämer"&gt;&#xD;
            
              Alexander Krämer
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              , oder füllen Sie das
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
            
              Kontaktformular
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             aus.  
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Wed, 28 Jan 2026 08:55:41 GMT</pubDate>
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  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Aktivrente – steuerliche Vorteile und persönliche Voraussetzungen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Aktivrente richtet sich an Beschäftigte, die die
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Regelaltersgrenze
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            erreicht haben und freiwillig weiterarbeiten möchten. Ziel ist es, die Weiterbeschäftigung finanziell attraktiver zu machen und Unternehmen den Verbleib erfahrener Mitarbeiter zu erleichtern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Steuerlicher Kernvorteil: Freibetrag für Arbeitslohn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der zentrale Anreiz der Aktivrente ist der
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Steuerfreibetrag für Erwerbseinkommen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , der wie folgt ausgestalt
            &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             et ist:
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               2.000 EUR pro Monat
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             maximal
             &#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              24.000 EUR pro Kalenderjahr
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ein nicht ausgeschöpfter Monatsfreibetrag
             &#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              kann nicht auf andere Monate übertragen werden.
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der allgemeine steuerliche
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Grundfreibetrag bleibt von dieser Regelung unberührt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             und kann zusätzlich berücksichtigt werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Beispiel
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             : Erzielt ein weiterbeschäftigter Regelaltersrentner z.B. einen monatlichen Bruttoarbeitslohn von 4.500 EUR, bleiben hiervon zunächst
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.000 EUR steuerfrei
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . Nur der verbleibende Betrag von 2.500 EUR ist lohnsteuerpflichtig; zusätzlich wirkt sich der jährliche Grundfreibetrag steuermindernd aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II. Persönliche Voraussetzungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Inanspruchnahme der Aktivrente setzt voraus:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Das
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Erreichen der Regelaltersgrenze (grds. 67. Lebensjahr)
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              in der gesetzlichen Rentenversicherung.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Eine
             &#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Weiterbeschäftigung im Rahmen eines Anstellungsverhältnisses
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          
             (Fortsetzung oder Neuabschluss) sowie die daraus resultierenden Einnahmen aus nichtselbstständiger Tätigkeit.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Inanspruchnahme ist ab dem Monat nach Erreichen der Regelaltersgrenze möglich, unabhängig davon, ob bereits eine Rente bezogen oder der Rentenbeginn aufgeschoben wird. Da für die Regelaltersrente seit 2023 keine Hinzuverdienstgrenzen mehr gelten, wirkt sich der Hinzuverdienst nicht negativ auf eine bereits bezogene Rente aus. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III. Weitere Voraussetzung: Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Steuerfreibetrag wird nur gewährt, wenn es sich um ein Beschäftigungsverhältnis handelt, für das
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rentenversicherungsbeiträge vom Arbeitgeber zu entrichten sind
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV. Steuerfrei bedeutet nicht sozialversicherungsfrei 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Nach Erreichen der Regelaltersgrenze besteht
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            auf Seiten des Arbeitnehmers Versicherungsfreiheit in der Renten- und Arbeitslosenversicherung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf Wunsch des Arbeitnehmers kann aber auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichtet werden. In diesem Fall:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              werden auch
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Arbeitnehmerbeiträge zur Rentenversicherung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              abgeführt.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für Arbeitgeber gilt dagegen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Der
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung ist in jedem Fall weiterhin zu zahlen
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              , auch wenn der Arbeitnehmer versicherungsfrei ist.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Zusätzlich sind die
             &#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              üblichen Umlagen und Beiträge zur Unfallversicherung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          
             abzuführen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Beiträge zur
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kranken- und Pflegeversicherung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             fallen sowohl auf Arbeitnehmer- als auch auf Arbeitgeberseite weiterhin an, abhängig vom jeweiligen Versicherungsstatus. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              IV. Unsere Unterstützung
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wir empfehlen, die Einführung der Aktivrente zum Anlass zu nehmen, bestehende Beschäftigungsmodelle bereits im Übergang zur Rente zu prüfen und gegebenenfalls gemeinsam mit Ihren Beschäftigten steuerlich zu optimieren. Hier kann sich insbesondere auch die Prüfung der neu eingeführten Befristungsmöglichkeit für Rentner anbieten. Für Rückfragen oder eine individuelle Beratung stehen Ihnen Frau
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Rechtsanwältin
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/susanne-küsters"&gt;&#xD;
          
             Susanne Küsters
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             oder
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Herr
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/andreas-theisen"&gt;&#xD;
          
             Andreas Theisen
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             vom Team Lohn von Pelka jederzeit gerne zur Verfügung.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 19 Jan 2026 10:10:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/pelka-aktuell/lohn/aktivrente</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/Whats+next-8174029a.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/Whats+next-8174029a.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Pelka berät Konzernholding bei Anteilsübertragung im Bereich der Automation für Elektrofahrzeuge</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-beraet-konzernholding-anteilsuebertragung-automation-elektrofahrzeuge</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Pelka berät Konzernholding bei Anteilsübertragung im Bereich der Automation für Elektrofahrzeuge 
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Pelka beriet eine Unternehmensgruppe strategisch und rechtlich beim Verkauf von Beteiligungen an mehrere Kooperationspartner im Wege eines Share-Deals. Gegenstand der Gesellschaften sind u.a. Anlagenautomation, Anlagenmontage, Steuerungstechnik, Softwareentwicklung und -programmierung für Industrieanlagen im Bereich der Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen im nationalen wie internationalen Bereich.  Im Rahmen der Beratung galt besonderes Augenmerk der künftigen Gesellschafterstruktur, da der übertragende Konzerngründer und bisherige Hauptgesellschafter weiter tätig bleibt und gemeinsam mit den Investoren eine deutliche Ausweitung der Unternehmensaktivitäten und die Erschließung neuer Geschäftsfelder anstrebt.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das Mandat wurde vorwiegend betreut von den Partnern
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/peter-schröder"&gt;&#xD;
          
             Peter Schröder
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             (Litigation, Corporate),
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/dr-marc-von-kopp"&gt;&#xD;
          
             Dr. Marc von Kopp
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              (M&amp;amp;A, Corporate) und
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/lukas-kröger"&gt;&#xD;
          
             Lukas Kröger
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             (Commercial, Corporate).
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 14 Jan 2026 14:16:30 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/pelka-beraet-konzernholding-anteilsuebertragung-automation-elektrofahrzeuge</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/iStock-1295646245.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/iStock-1295646245.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der digitale Nachlass: Praxisempfehlungen zur Konfliktvermeidung</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-aktuell/digitaler-nachlass/erbrecht</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Der digitale Nachlass: Praxisempfehlungen zur Konfliktvermeidung
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der heutigen digitalen Welt gewinnt der digitale Nachlass zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Anzahl digitaler Vermögenswerte. Dazu gehören nicht nur Nutzerkonten bei sozialen Netzwerken, E-Mail-Konten oder Online-Banking-Accounts, sondern auch digitale Währungen wie Kryptowährungen oder der Token von klassischen Vermögenswerten. Diese Entwicklung führt zu einer wachsenden Komplexität des digitalen Nachlasses und damit zu zusätzlichen Risiken, die im Falle des Todes eines Erblassers berücksichtigt werden müssen. Um diese Risiken zu minimieren und eine ordnungsgemäße Übergabe des digitalen Erbes sicherzustellen, ist eine vorausschauende Gestaltung des digitalen Nachlasses unerlässlich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Der digitale Nachlass
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine allgemein anerkannte Definition für den „digitalen Nachlass“ existiert bisweilen zwar nicht. In der Literatur wird der digitale Nachlass zunehmend mit der Gesamtheit der Rechtsverhältnisse des Erblassers in Bezug auf informationstechnische Systeme, einschließlich des gesamten elektronischen Datenbestandes des Erblassers beschrieben. Mit anderen Worten sind damit sämtliche digitalen Daten und Informationen umfasst, die eine verstorbene Person hinterlässt und die als Teil ihres Nachlasses betrachtet werden können. Dies schließt nicht nur klassische Daten wie Fotos, E-Mails und digitale Dokumente ein, sondern auch zunehmend komplexe digitale Vermögenswerte wie Krypto-Assets (z.B. Bitcoin).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zu den wesentlichen Bestandteilen des digitalen Nachlasses zählen insbesondere:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Daten auf Smartphones und Smartwatches: Fotos, Dateien, Chats, Gesundheitsdaten und Apps;
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Daten auf Smart-Home-Geräten: Informationen aus vernetzten Geräten, etwa in Bezug auf das Zuhause und persönliche Vorlieben;
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Nutzerkonten: Auf Plattformen wie sozialen Netzwerken (Facebook, Instagram, X), Online-Banking-Systemen, Gaming-Accounts, E-Mail-Accounts oder Cloud-Speichern;
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Lizenzen und Abonnements: Zugriffsrechte auf digitale Inhalte oder Software-Abonnements;
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Blogbeiträge, Webseiten und sonstige Online-Präsenzen: Inhalte, die in Form von Texten, Bildern oder Videos veröffentlicht wurden;
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Daten auf externen Datenträgern: Beispielsweise auf USB-Sticks oder Festplatten;
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Kryptowährungen und Krypto-Assets: Zuordnung und Besitz digitaler Währungen.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In jüngerer Vergangenheit stellten der Bundesgerichtshof (Urteil vom 12.07.2018, Az. III ZR 183/17) sowie zuletzt das Oberlandesgericht Oldenburg (Urteil vom 30.12.2024, Az. 13 U 116/23) klar, dass auch digitale Informationen und Daten dem Vermögen des Erblassers zuzuordnen sind und damit kraft Gesetzes mit dem Tod auf die Erben gemäß § 1922 BGB übergehen. Dies bedeutet, dass der digitale Nachlass wie physisches Erbe vererbt wird. Der Zugang zu sozialen Netzwerken etwa erfolgt dabei im Wege der Gesamtrechtsnachfolge. Daraus ergibt sich ein Recht des Erben auf Zugang zum Konto des Erblassers sowie auf Herausgabe der dort hinterlegten Inhalte oder Vertragsdaten. Der Erbe kann die Vertragsbeziehung anschließend kündigen oder bestimmen, dass das Profil des Erblassers gesperrt bzw. gelöscht wird, wobei sich der Umfang der Verfügungsgewalt des Erben dabei in den Grenzen der letztwilligen Verfügung des Erblassers bewegt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Fall eigener Websites tritt der Erbe – ebenfalls im Wege der Gesamtrechtsnachfolge – in gleich zwei Vertragsverhältnisse ein: Einerseits in das Vertragsverhältnis mit dem jeweiligen Internetprovider und andererseits mit der DENIC als zentrale Registrierungsstelle für deutsche Domains. Zusätzlich geht die Inhaberschaft der Domain als Nutzungsrecht im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf den Erben über. Indes sollte der Erbe das Impressum der Website zeitnah ändern, sollte er die Domain weiterbetreiben wollen; hier gilt es, die Impressumspflicht gemäß § 5 Telemediengesetz (TMG) zu beachten. Ein entsprechendes Unterlassen ist abmahnfähig und kann gemäß § 16 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 TMG mit einem Bußgeld belegt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II. Digitale Vermögenswerte und der „Private Key“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein stets problembehafteter Aspekt des digitalen Nachlasses ist der Umgang mit Krypto-Assets. Der Besitz der Krypto-Assets geht nicht unmittelbar physisch auf den Erben über, sondern muss gegenüber der Verwahrstelle der Krypto-Assets nachgewiesen werden. Der Nachweis hierüber erfordert die Kenntnis des sogenannten „Private Keys“, der als Zugangsschlüssel zu digitalen Wallets fungiert und ohne den kein Zugriff auf die digitalen Vermögenswerte möglich ist. Diese digitalen Vermögenswerte sind in einer sogenannten „Wallet“ gespeichert, die als elektronische Brieftasche fungiert. Der Zugang zu den in der Wallet enthaltenen Kryptowährungen erfolgt dann über sogenannte Private Keys. Diese Schlüssel sind das digitale Pendant zu einem Passwort und ermöglichen den Zugriff auf die gespeicherten Assets.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Herausforderung bei Krypto-Assets besteht darin, dass der Besitz eines Assets nur durch den Besitz des zugehörigen Private Keys nachgewiesen werden kann. Ohne diesen Schlüssel ist es unmöglich, auf die Kryptowährungen zuzugreifen oder sie zu transferieren. Dieser Aspekt ist besonders problematisch im Erbfall, da der Private Key in der Regel nicht zugänglich ist, wenn dies nicht explizit im Voraus geregelt wurde. Für die Erben stellt sich daher die Frage, wie sie Zugang zu den digitalen Vermögenswerten eines Verstorbenen erhalten können, wenn dieser ihnen den Private Key nicht hinterlässt. Hierbei ist der Zugang zu Krypto-Assets ohne ordnungsgemäße Vorkehrungen oft nicht möglich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III. Praxisempfehlungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Abwicklung des digitalen Nachlasses birgt also komplexe Fragestellungen. Um diese sowohl im Interesse des Erblassers auf die Wahrung seiner Verfügungshoheit über eigene digitale Daten sowie im Interesse des Erben auf die zeitnahe Erlangung eines geordneten Zugriffs auf den digitalen Nachlass und den Umgang im Sinne des Erblassers hiermit zu regeln, ist eine vorausschauende Gestaltung unerlässlich. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1. Digitale Vorsorgevollmacht
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das zentrale Mittel, um ein zielgerichtetes und schnelles Handeln im Hinblick auf den digitalen Nachlass unmittelbar nach dem Eintritt des Erbfalls zu ermöglichen, ist die Bestellung eines digitalen Vorsorgebevollmächtigten im Wege einer digitalen Vorsorgevollmacht. Diese dient einerseits dazu, Zugriff, Verwaltung und Abwicklung digitaler Angelegenheiten noch zu Lebzeiten sicherzustellen, sollte der Erblasser hierzu – etwa durch Krankheit – nicht mehr selbst in der Lage sein. Andererseits dient die digitale Vorsorgevollmacht nach dem Tod dazu, möglichst schnell nach Eintritt des Erbfalls handlungsfähig zu sein. Anderenfalls wäre für einen Zugriff jeweils ein zeitaufwändiger Nachweis der Erbenstellung erforderlich. Um ein Handeln sowohl vor als auch nach dem Erbfall zu ermöglichen, sollte die Vollmacht daher bestenfalls transmortal, d.h. mit Wirkung über den Tod hinaus, ausgestellt werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für die Wirksamkeit der digitalen Vorsorgevollmacht ist eine notarielle Beurkundung zwar nicht zwingend erforderlich. Um Auseinandersetzungen vorzubeugen, kann eine notarielle Beurkundung dennoch sinnvoll sein, da eine notarielle Vollmacht insbesondere bei internationalen Plattformbetreibern zumeist akzeptierter ist. Dabei sind jedenfalls die hierdurch zusätzlich entstehenden Notargebühren im Auge zu behalten. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zusätzlich zur Erteilung der digitalen Vorsorgevollmacht selbst ist zudem eine Übersicht sämtlicher Aktivitäten des Erblassers im Internet bzw. dessen Accounts und den entsprechenden Passwörtern bzw. dem Private Key dringend zu empfehlen (sog. „digitale Vorsorgemappe“). Diese kann als Anlage zur Vollmacht genommen werden und dient spätestens dem Erben als universales Zugriffsmodul. Nicht zu vergessen sind dabei Passwörter für die Hardware des Erblassers (PC, Laptops, Smartphones, Tablets). Anschließend hieran sollten ergänzend zur Vollmacht im Innenverhältnis zum Bevollmächtigten konkrete Anweisungen im Hinblick auf die einzelnen vorgenannten Positionen des Nachlasses getroffen werden (Löschung, Löschungsverbot, Prüfung und ggf. Erfüllung bestimmter Verbindlichkeiten; Ausübung von Gestaltungsrechten etc.). So kann ein Missbrauch der Vollmacht sowie anschließende Konflikte mit dem Erben vermieden werden, insbesondere für den Zeitpunkt, in dem der Erbfall bereits eingetreten ist. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In personeller Hinsicht muss es sich bei dem Bevollmächtigten nicht zwingend gleichzeitig um den (späteren) Erben handeln. Es ist ebenso möglich und unter Umständen – etwa dann, wenn der designierte Erbe nicht über die erforderlichen technischen Kenntnisse verfügt – sogar sinnvoll, wenn es sich bei der bevollmächtigten Person um einen Dritten handelt. Nach Eintritt des Erbfalls bleibt eine transmortal erteilte Vollmacht zunächst bestehen. Der Bevollmächtigte handelt nun aber nicht mehr im Namen des Erblassers, sondern im Namen des Erben, da dieser in die Rechte und Pflichten des Erblassers – und damit auch in das Rechtsverhältnis mit dem Bevollmächtigten – eintritt. Nach dem Erbfall ist der Erbe demgegenüber jedoch berechtigt, die Vollmacht jederzeit zu widerrufen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2. Digitales Testament 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Den endgültigen Umgang mit den einzelnen Positionen des digitalen Nachlasses nach seinem Tod kann der Erblasser im Rahmen eines digitalen Testaments regeln. Es empfiehlt sich dabei, eine möglichst detaillierte Auflistung sämtlicher digitaler Vermögenswerte und Online-Accounts zu erstellen und möglichst konkrete und klare Handlungsanweisungen in Bezug auf diese Positionen zu formulieren. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Erblasser kann im Rahmen dieses digitalen Testaments auch eine Person zur Verwaltung des digitalen Nachlasses bestimmen. Diese muss nicht identisch mit dem/den Erben sein. Eine denkbare Möglichkeit ist insofern, einen entsprechenden Testamentsvollstrecker testamentarisch zu bestimmen. Zu beachten gilt dabei jedoch, dass ein Testamentsvollstrecker seine Tätigkeit erst nach dem Erbfall aufnimmt und insoweit auch die Möglichkeit besteht, dass der Testamentsvollstrecker das Amt – wenn auch nur zunächst – nicht annimmt. Im Falle einer bestehenden Bevollmächtigung hat ein Testamentsvollstrecker indes zu prüfen, ob es (alte) Vollmachten gibt, um diese zur Vermeidung von doppelten Befugnissen zu widerrufen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Jedenfalls sollten die konkreten Anweisungen aus der digitalen Vorsorgevollmacht mit den Anweisungen an den Erben und ggf. den Testamentsvollstrecker im digitalen Testament übereinstimmen, damit eine lückenlose Übergabe des digitalen Nachlasses gewährleistet ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das digitale Testament sollte nach dessen Abfassung auf einem verschlüsselten USB-Stick gespeichert werden. Dringend zu beachten ist bei der Erstellung des digitalen Testaments, dass diese Datei nicht Bestandteil des offiziellen Testaments ist. Denn das Testament wird durch das Nachlassgericht eröffnet und kann somit grundsätzlich auch von Pflichtteilsberechtigten eingesehen werden. Insbesondere im Hinblick auf Krypto-Assets sollte sichergestellt sein, dass der Private Key und die Wallet-Daten auf sichere Weise hinterlegt werden. Idealerweise sind diese Daten in einem verschlüsselten Dokument oder einem sicheren digitalen Tresor aufzubewahren, auf den nur der benannte Testamentsvollstrecker oder der Bevollmächtigte Zugriff hat.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV. Fazit und Checkliste 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der digitale Nachlass ist ein zunehmend wichtiger Posten im Rahmen einer Erbschaft, der nicht zuletzt durch die stetige Zunahme digitaler Vermögenswerte immer komplexer wird. Eine Strategie für eine sichere und vorausschauende Abwicklung des digitalen Nachlasses durch eine digitale Vorsorgevollmacht sowie ein digitales Testament ist daher unerlässlich, um den Interessen des Erblassers sowie des Erben gerecht zu werden und Risiken zu vermeiden. Eine umfassende Dokumentation und sichere Aufbewahrung der relevanten Daten sowie die Benennung einer vertrauenswürdigen Person für die Verwaltung des digitalen Nachlasses helfen zudem, die Risiken im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten und Online-Accounts zu minimieren und die Nachlassabwicklung effizient zu gestalten. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bin ich gut vorbereitet? 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1. Welche digitalen Vermögenswerte und Daten besitze ich?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             (z.B. Social-Media- und E-Mail-Konten, Online-Banking, Cloud-Speicher, eigene Websites, Kryptowährungen, Smart-Devices)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2. Ist geregelt, wer im Todesfall Zugriff auf meine digitalen Konten und Daten erhält?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             (Stichwort: digitale Vorsorgevollmacht, idealerweise transmortal)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3. Sind alle Zugangsdaten und Private Keys sicher dokumentiert und auffindbar?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             (z.B. in einer digitalen Vorsorgemappe oder einem verschlüsselten Datenträger)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             4. Habe ich klare Anweisungen zum Umgang mit meinen digitalen Inhalten hinterlassen?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             (Löschung, Archivierung, Weiterführung von Profilen/Websites, Umgang mit Krypto-Assets)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             5. Sind digitale Vorsorgevollmacht und digitales Testament aufeinander abgestimmt?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             (keine widersprüchlichen Anweisungen, klare Zuständigkeiten für Bevollmächtigte, Erben oder Testamentsvollstrecker)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Gerne unterstützen wir Sie bei der Regelung Ihres digitalen Nachlasses. Wenden Sie sich bei Fragen zu diesem Themenkomplex an Ihren
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
        
            Pelka-Berater
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             oder Herrn Rechtsanwalt
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/team/Lennart-Kolkmann"&gt;&#xD;
        
            Lennart Kolkmann
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 09 Jan 2026 09:42:06 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/pelka-aktuell/digitaler-nachlass/erbrecht</guid>
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    </item>
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      <title>Pelka ernennt zwei neue Partner</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-ernennt-zwei-neue-partner</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Pelka ernennt zwei neue Partner
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Mit Beginn des Jahres 2026 ernennt Pelka zwei neue Partner: Rechtsanwalt
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/team/lukas-kröger"&gt;&#xD;
        
            Lukas Kröger
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             und Rechtsanwalt
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/team/tobias-kromm"&gt;&#xD;
        
            Tobias Kromm
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             treten mit Wirkung zum 01.01.2026 in die Partnerschaft ein. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pelka baut mit der Ernennung das Feld der Beratung im Handels- und Gesellschaftsrecht sowie im Arbeitsrecht aus. Die interdisziplinäre Ausrichtung der Kanzlei wird damit weiter gestärkt. Insbesondere das Ziel von Pelka, Mandantinnen und Mandanten allumfassend in den für sie relevanten Fachgebieten zu beraten, wird mit dem Eintritt von Lukas Kröger und Tobias Kromm in den Kreis der Partner unterstrichen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Wir freuen uns, damit die Entwicklung der Kanzlei weiter voranzutreiben. Wir gewinnen fachlich exzellente Kollegen für die Partnerschaft, die bewiesen haben, auch in komplexen und schwierigen Situationen unsere Mandantinnen und Mandaten hervorragend zu beraten und deren Interessen zu vertreten.“ Dr. Jürgen Pelka, Vorsitzender des Partnerschaftsrats.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pelka verzeichnet damit künftig 17 Partnerinnen und Partner sowie rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Köln, Berlin und Essen. Zu den Mandantinnen und Mandanten gehören vornehmlich national und international agierende Unternehmen, die dahinterstehenden Familien sowie freiberuflich Tätige.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 05 Jan 2026 15:36:07 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Entgelttransparenz – Warum nun Handlungsbedarf für Ihr Unternehmen besteht</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Entgelttransparenz – Warum nun Handlungsbedarf für Ihr Unternehmen besteht
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Frauen und Männer haben bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit Anspruch auf gleiches Entgelt – ein Grundsatz, der in seiner Umsetzung viele Detailfragen aufwirft. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat kürzlich zu der prozessualen Dimension von Lohnunterschieden Stellung bezogen. Die aktuelle Entscheidung vom 23.10.2025 lässt den Hinweis auf einen einzigen Kollegen des anderen Geschlechts mit einem höheren Entgelt und gleicher Tätigkeit für einen Anspruch auf höheres Gehalt genügen. Wir zeigen auf, welche praktischen Konsequenzen das Urteil insbesondere für Arbeitgeber hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Das BAG-Urteil vom 23.10.2025 – 8 AZR 300/24
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Arbeitnehmerin klagte gegen ihren Arbeitgeber und verlangte eine rückwirkende Anpassung ihres Gehalts für einen Zeitraum von insgesamt fünf Jahren. Nach ihrer Elternzeit stellte sie fest, dass sie im Vergleich zu männlichen Führungskräften derselben Ebene bisher deutlich schlechter bezahlt wurde. Über ein internes Transparenztool des Arbeitgebers erfuhr sie, dass insbesondere ein Kollege der relevanten Vergleichsgruppe eine wesentlich höhere Vergütung als sie selbst erhielt. Die Vorinstanz hielt es nicht für ausreichend, einen einzelnen Arbeitnehmer zum Vergleich heranzuziehen und sprach ihr zunächst lediglich eine Anpassung in Höhe der Differenz der Medianentgelte zwischen weiblicher und männlicher Vergleichsgruppe zu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das BAG hat diese Auffassung nicht geteilt. Es stellte klar, dass der Vergleich mit einem einzelnen männlichen Kollegen genüge, soweit die Arbeitnehmerin darlege, dass der Arbeitgeber diesem Kollegen eine höhere Vergütung zahle, obwohl er die gleiche oder jedenfalls gleichwertige Arbeit verrichte. Die Größe der Vergleichsgruppe spiele dabei keine Rolle. Die benachteiligte Arbeitnehmerin müsse sich in einem solchen Fall nicht auf den Medianwert beschränken. Bereits der Vergleich mit einem einzelnen Kollegen löse die Vermutung einer geschlechtsbedingten Ungleichbehandlung aus. Könne der Arbeitgeber diese nicht entkräften, schulde er die gleiche Vergütung wie dem zum Vergleich herangezogenen Kollegen. Das BAG stützt sich dabei auf die bereits gefestigte Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs, wonach bereits das niedrigere Entgelt bei gleicher oder gleichwertiger Tätigkeit eine Diskriminierungsvermutung begründe. Die Beweislast für objektive Rechtfertigungsgründe liege anschließend beim Arbeitgeber.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Fall wurde sodann zur erneuten Verhandlung an das Landesarbeitsgericht zurückverwiesen. Der Arbeitgeber erhält damit erneut Gelegenheit, sachliche Gründe für die bestehende Vergütungsdifferenz darzulegen. Ob die Klägerin am Ende obsiegt, lässt sich somit noch nicht sagen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dennoch hat das Urteil des BAG bereits jetzt erhebliche praktische Auswirkungen für Arbeitgeber. Es reicht künftig aus, dass sich eine Arbeitnehmerin auf einen einzelnen, besser bezahlten männlichen Kollegen beruft und umgekehrt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Arbeitgeber sollten darauf vorbereitet sein, dass einzelne Gehälter als Vergleichsmaßstab herangezogen werden. Folglich ist dringend zu empfehlen, die Zahlung der Höhe nach unterschiedlicher Vergütungen auf sachliche und objektiv nachvollziehbare Gründe zu stützen und diese Entscheidungsgründe zu dokumentieren. Es empfiehlt sich somit, die unternehmensintern bestehenden Vergütungsstrukturen sorgfältig zu überprüfen und sicherzustellen, dass Entgeltentscheidungen geschlechtsneutral getroffen und transparent dokumentiert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Die aktuelle Rechtslage – Die Umsetzung der Entgelttransparenzrichtlinie 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Zusammenhang mit dieser aktuellen BAG-Entscheidung steht auch die derzeit noch ausstehende Umsetzung der europäischen Entgelttransparenzrichtlinie. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die 2023 verabschiedete EU-Entgelttransparenzrichtlinie (EU) 2023/970 hat zum Ziel, das Gebot der Entgeltgleichheit unionsweit weiter zu stärken. Bis zum 7. Juni 2026 muss sie in nationales Recht umgesetzt werden. Die aktuelle Fassung des deutschen Entgelttransparenzgesetzes enthält bereits heute verschiedene Vorgaben zur Sicherstellung gleicher Bezahlung von Frauen und Männern, die im Wesentlichen auf einem Auskunftsanspruch, freiwilligen betrieblichen Prüfverfahren und Berichtspflichten beruhen. Der bestehende Pflichtenkatalog für Arbeitgeber soll mit der Umsetzung der Entgelttransparenzrichtlinie allerdings deutlich erweitert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch wenn die Umsetzung der Richtlinie noch aussteht, liegt inzwischen bereits der Abschlussbericht der von der Bundesregierung zur Umsetzung in nationales Recht eingesetzten Kommission mit dem Auftrag „bürokratiearme Umsetzung der Entgelttransparenzrichtlinie“ vor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Mittelpunkt stehen dabei Leitfragen zur praktischen Umsetzung der Berichtspflicht (Art. 9 ETRL), zum Auskunftsanspruch (Art. 7 ETRL) sowie zur Unterstützung der Arbeitgeber. Dieser Bericht, der zwar keine Bindungswirkung entfaltet, aber als Orientierung für den Gesetzgeber bei der europarechtskonformen Umsetzung der Richtlinie dient, skizziert bereits jetzt wichtige Vorgaben für Unternehmen. Wie der Abschlussbericht aufzeigt, erwarten Arbeitgeber zukünftig aller Voraussicht nach niedrigere Schwellenwerte, umfassendere Berichts- und Informationspflichten, verschärfte Transparenzvorgaben sowie konkrete Maßnahmepflichten, sobald Entgeltunterschiede festgestellt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Maßnahmenkatalog zur Umsetzung der Entgelttransparenz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entgelttransparenzrichtlinie verfolgt das Ziel, den Entgeltgleichheitsgrundsatz zu stärken, indem sie für Arbeitgeber verschiedene Transparenzmaßnahmen vorgibt. Konkret sind insbesondere die folgenden Maßnahmen in der Richtlinie vorgesehen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ein Auskunftsanspruch für Bewerberinnen und Bewerber über das Einstiegsentgelt oder die Gehaltsspanne. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ein Auskunftsanspruch für Beschäftigte über das Vergleichsentgelt von Kolleginnen und Kollegen mit gleicher oder gleichwertiger Arbeit.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Eine Berichtspflicht für Arbeitgeber ab 100 Beschäftigten bezüglich vorgegebener Indikatoren zum geschlechtsspezifischen Entgeltgefälle („Gender Pay Gap“).
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Sanktionen bei Nicht-Einhaltung. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die konkrete Ausgestaltung durch den nationalen Gesetzgeber bleibt noch abzuwarten. Die angedachten Maßnahmen verdeutlichen jedoch bereits, dass sich für Unternehmen im kommenden Jahr aller Voraussicht nach einige neue Pflichten ergeben werden, die von dem Nachkommen eines Auskunftsersuchens über Berichtspflichten bis hin zur verpflichtenden Reaktion auf mögliche Entgeltdifferenzen reichen. Der Abschlussbericht liefert bereits einige konkrete Ansätze zur Umsetzung der Maßnahmen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Berichtspflicht: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kommission empfiehlt, den Entgeltbegriff zur Wahrnehmung der Berichtspflicht präzise zu definieren. Maßgeblich sei dabei das Ist-Entgelt, also das tatsächlich gezahlte Entgelt inklusive Grundgehalt, Zulagen und regelmäßig gewährter sonstiger Vergütungsbestandteile. Sie schlägt vor, geringwertige Sachleistungen oder vom Arbeitgeber nicht gewährte Aktienoptionen von der Berichtspflicht auszunehmen. Zudem könnte eine Öffnungsklausel eingeführt werden, sodass variable oder ergänzende Entgeltbestandteile entweder als Summe oder in sinnvoll zusammengefassten Gruppen dargestellt werden dürfen, um den Aufwand zu begrenzen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Auskunftsrecht mit anschließendem Abhilfeverfahren: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kommission schlägt vor, dass Beschäftigten ein Auskunftsrecht zugesprochen wird hinsichtlich des eigenen Entgelts, des durchschnittlichen Entgelts von Kolleginnen und Kollegen mit gleicher oder gleichwertiger Tätigkeit sowie der maßgeblichen Entgeltkriterien und -bestandteile. Das Auskunftsrecht erfordert demnach eine vorherige Vergleichsgruppenbildung durch den Arbeitgeber.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten aus den Auskünften geschlechtsspezifische Entgeltunterschiede hervorgehen, die nicht durch objektive, geschlechtsneutrale Kriterien gerechtfertigt sind, ist ein zweistufiges Abhilfeverfahren vorgesehen, welches von Arbeitgebern unter anderem verlangt, einen Pl
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           an mit konkreten Maßnahmen sowie Fristen zur Herstellung der Entgeltgleichheit zu entwickeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Tarifgebundene und anwendende Unternehmen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiterer bedeutsamer Punkt des Abschlussberichts der Kommission ist der Umgang mit tarifgebundenen beziehungsweise tarifanwendenden Arbeitgebern. Zwar wurden Sonderprivilegien für diese Arbeitgeber von der Kommission diskutiert, im Ergebnis soll die Anwendbarkeit von Tarifverträgen jedoch nicht automatisch vor dem Vorwurf der Entgeltdiskriminierung schützen. Auch in tariflich geregelten Systemen müssen Entgeltgruppen demnach objektiv und geschlechtsneutral begründet werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kommission schlägt indes eine Angemessenheitsvermutung im Anwendungsbereich von Tarifverträgen vor. Beim Auskunftsrecht solle das Auskunftsersuchen zunächst auf die tarifliche Entgeltgruppe des Auskunftssuchenden beschränkt sein, eine Korrektur solle nur erforderlich sein, wenn nachgewiesen werde, dass die tarifliche Gruppenbildung nicht den Vorgaben des Art. 4 Abs. 4 ETRL entspreche. Tarifgebundenen und tarifanwendenden Unternehmen sollen dabei gleichbehandelt werden. Auch längere Fristen für Auskunftsersuchen von tarifgebundenen Arbeitgebern werden empfohlen, um Abstimmungen mit Arbeitgeberverbänden zu ermöglichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Ausblick und Handlungsempfehlung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Umsetzung der Entgelttransparenzrichtlinie lässt nur begrenzte nationale Gestaltungsspielräume zu. Viele Vorgaben ergeben sich unmittelbar aus dem Richtlinientext, sodass Unternehmen hier nicht auf nationale Spielräume hoffen können. Der Abschlussbericht macht außerdem deutlich, dass trotz der Bemühungen um Bürokratieabbau der Aufwand für Unternehmen nicht ganz entfallen wird. Das nationale Gesetzgebungsverfahren soll konkret Anfang 2026 beginnen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Unternehmen besteht bereits jetzt Handlungsbedarf. Unternehmen sind gehalten, bereits jetzt die entsprechenden Daten aufzubereiten und das bestehende Entgeltsystem auf den Prüfstand stellen. Neben dem anstehenden Gesetzgebungsverfahren verdeutlicht auch die aktuelle Rechtsprechung des BAG, dass Arbeitgeber gut beraten sind, die Entgelttransparenz und Entgeltgleichheit ernst zu nehmen. Die nächsten Monate sollten genutzt werden, um tragfähige Konzepte für die Umsetzung der neuen Anforderungen zu erarbeiten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Umsetzung der Entgelttransparenzrichtlinie erfordert ein sorgfältiges Vorgehen, aber bietet zugleich klare Leitplanken, um Transparenz, Rechtssicherheit und Effizienz miteinander zu verbinden. Unternehmen, die frühzeitig aktiv werden, sind gut vorbereitet sowohl im Hinblick auf die gesetzlichen Pflichten als auch auf eine moderne, geschlechtsneutrale Entgeltpolitik.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn Sie Unterstützung bei der konkreten Umsetzung benötigen stehen wir Ihnen als rechtlicher Partner gerne zur Seite. Wenden Sie sich bei Fragen gerne an Ihren Pelka-Berater oder Frau Rechtsanwältin Natalie Lieven. Gerne können Sie auch unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ausfüllen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Wed, 10 Dec 2025 11:02:27 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Grenzüberschreitender Formwechsel einer Luxemburger Aktiengesellschaft („S.A.") in eine deutsche GmbH erfolgreich abgeschlossen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/grenzueberschreitender-formwechsel</link>
      <description />
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  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Grenzüberschreitender Formwechsel einer Luxemburger Aktiengesellschaft („S.A.“) in eine deutsche GmbH erfolgreich abgeschlossen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pelka hat eine in Luxemburg ansässige Aktiengesellschaft („S.A.“) beim grenzüberschreitenden Herein-Formwechsel in eine deutsche GmbH beraten. In Zusammenarbeit mit Berufskolleginnen und -kollegen aus Luxemburg und den zuständigen Gremien der Gesellschaft wurden die erforderlichen Dokumente erstellt, um den Anforderungen der auf der Grundlage der EU-Umwandlungsrichtlinie ergangenen nationalen Gesetzgebung sowohl in Luxemburg als auch in Deutschland zu genügen und die Eintragung der Gesellschaft ins deutsche Handelsregister nunmehr „als deutsche GmbH“ zu erreichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit der Umsetzung der EU-Umwandlungsrichtlinie in nationales Recht durch das sog. UmRUG (Um-wandlungsrichtlinienumsetzungsgesetz) ist der grenzüberschreitende Formwechsel von Kapitalge-sellschaften innerhalb der EU in Deutschland gesetzlich geregelt. Da es sich auch bei einem grenzüber-schreitenden Formwechsel um eine identitätswahrende Umwandlung handelt, kommt es weder zu Vermögensübertragungen noch zur steuerlichen Aufdeckung von stillen Reserven.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der grenzüberschreitende Herein-Formwechsel ist sowohl bei Notaren als auch beim Handelsregister ist noch keineswegs ein alltäglicher Vorgang, der mit Routine und Erfahrung rasch abgewickelt werden kann. Die Beratung war insbesondere darauf ausgerichtet, die Handelsregistereintragung möglichst zügig und ohne Rückfragen oder gar Zwischenverfügungen seitens des Gerichts zu erlangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Mandat wurde vorwiegend betreut von
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/team/stephan-hettler"&gt;&#xD;
        
            Stephan Hettler
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (M&amp;amp;A, Corporate) und
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/team/alexander-krämer"&gt;&#xD;
        
            Alexander Krämer
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Tax).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 01 Dec 2025 15:31:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/grenzueberschreitender-formwechsel</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/GettyImages-175409767.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Aktuelles zur ertragsteuerlichen Behandlung von Kryptowerten</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelles-zur-ertragsteuerlichen-behandlung-von-kryptowerten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Aktuelles zur ertragsteuerlichen Behandlung von Kryptowerten
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die steuerlichen Fragen rund um sogenannte Kryptowerte haben in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, da die Nutzung und Verbreitung von blockchain-basierten Vermögenswerten wie Bitcoin, Ethereum und sonstigen Token sowohl im privaten als auch im betrieblichen Bereich stark zugenommen hat. Die Finanzverwaltung hat auf diese Entwicklung reagiert und erstmals am 10. Mai 2022 (BStBl I S. 668) ein umfassendes BMF-Schreiben zur ertragsteuerlichen Behandlung von virtuellen Währungen und sonstigen Token veröffentlicht. Mit dem aktuellen BMF-Schreiben vom 6. März 2025 hat die Finanzverwaltung die ertragsteuerliche Behandlung von Kryptowerten nochmals erläutert und insbesondere die Anforderungen an die Steuererklärungs-, Mitwirkungs- und Aufzeichnungspflichten konkretisiert. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über einige wichtige Punkte, die Sie im Hinblick auf die neuere Finanzverwaltungspraxis beachten sollten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Begrifflichkeiten und Einordnung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das BMF verwendet künftig den Begriff „Kryptowerte“ statt wie bisher "virtuelle Währungen und sonstige Token". Nach der Definition des BMF ist ein Kryptowert die digitale Darstellung eines Wertes oder eines Rechts, der bzw. das unter Verwendung der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) oder einer ähnlichen Technologie elektronisch übertragen und gespeichert werden kann. Da der technische Aufbau und die technische Entwicklung von Krypowerten vielfältig sind, richtet sich die ertragsteuerliche Beurteilung im Einzelnen nach dem zugrundliegenden Sachverhalt und der konkret ausgestalteten Funktion des Kryptowerts. Die Wirtschaftsgutsqualität von Kryptowerten ist jedenfalls auch nach der neueren BFH-Rechtsprechung unbestritten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Je nach Tätigkeitsart bzw. -umfang können Einkünfte aus Kryptowerten verschiedenen Einkunftsarten zugeordnet werden. Im Hinblick auf die klassischen Veräußerungsgeschäfte von Kryptowerten richtet sich die steuerliche Einordnung danach, ob sich die Kryptowerte im Privat- oder Betriebsvermögen befinden. Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowerten im Privatvermögen sind als private Veräußerungsgeschäfte (§ 23 EStG) steuerpflichtig, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr liegt. Die Freigrenze beträgt 1.000 Euro (bis VZ 2023: 600 Euro) pro Jahr. Wird diese überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig. Für die Ermittlung der Jahresfrist ist bei einer Anschaffung oder Veräußerung über eine zentrale Handelsplattform auf die dort aufgezeichneten Zeitpunkte abzustellen. Bei einem Direkterwerb oder einer Direktveräußerung ohne Zwischenschaltung von Intermediären, etwa über eine dezentrale Handelsplattform, ist aus Vereinfachungsgründen in der Regel auf die Zeitpunkte abzustellen, die sich aus der Wallet ergeben. Soll für die Frage, ob die Jahresfrist überschritten ist, das schuldrechtliche Verpflichtungsgeschäft maßgebend sein, müssen die Steuerpflichtigen den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses durch geeignete Unterlagen nachweisen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einkünfte im Zusammenhang mit Kryptowerten können bereits kraft Rechtsform des Steuerpflichtigen – wenn dieser beispielsweise als eine GmbH organisiert ist – als Einkünfte aus Gewerbebetrieb einzustufen sein. Ansonsten hängt die Einordnung als gewerbliche Tätigkeit bzw. die Zuordnung zu einem etwaigen Betriebsvermögen von den allgemeinen steuerlichen Voraussetzungen ab. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben dem klassischen An- und Verkauf von Kryptowerten gibt es zudem diverse weitere Geschäftsvorfälle, wie etwa Mining, Staking, Lending etc., die einer besonderen steuerlichen Beurteilung bedürfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Mitwirkungspflichten und Aufzeichnungspflichten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das BMF-Schreiben stellt klar, dass Steuerpflichtige verpflichtet sind, sämtliche relevanten Transaktionen mit Kryptowerten lückenlos und nachvollziehbar zu dokumentieren. Dies umfasst insbesondere:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Datum, Art und Umfang jeder Transaktion (Kauf, Verkauf, Tausch, Übertragungen zwischen Wallets, Mining, Staking etc.)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die jeweils beteiligten Kryptowerte und deren Menge
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Gegenleistung (z.B. Euro-Betrag, andere Kryptowerte)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Wallet-Adressen und ggf. die Handelsplattformen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Zeitpunkte der Anschaffung und Veräußerung zur Ermittlung der Haltefrist
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die jeweiligen Anschaffungs- und Veräußerungskosten (einschließlich Gebühren)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Aufzeichnungen sind spätestens mit Abgabe der Steuererklärung vorzuhalten und auf Nachfrage dem Finanzamt vorzulegen. Die Dokumentationspflicht gilt unabhängig davon, ob die Transaktionen über inländische oder ausländische Börsen bzw. Wallets abgewickelt wurden. Werden Kryptowerte über zentrale Handelsplattformen eines ausländischen Betreibers erworben oder veräußert, wird dadurch eine erweiterte Mitwirkungspflicht der Steuerpflichtigen begründet, was insbesondere bedeutet, dass diese gegebenenfalls in diesen Fällen den Sachverhalt aufzuklären und die erforderlichen Beweismittel zu beschaffen haben. Dies umfasst beispielsweise den regelmäßigen und vollständigen Abruf der Transaktionsübersichten zentraler Handelsplattformen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Steuerreports und Belegvorlage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Erfüllung der Mitwirkungspflichten können auch sogenannte Steuerreports oder Transaktionsübersichten verwendet und beigefügt werden. Steuerreports werden häufig direkt von den genutzten Handelsplattformen oder mit Hilfe spezialisierter Software generiert. Die Steuerreports sollten zumindest folgende Angaben enthalten:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Übersicht aller Transaktionen im Kalenderjahr
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Salden der Wallets zu den relevanten Stichtagen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Nachweis der Zuordnung der einzelnen Transaktionen zu den jeweiligen Wallets
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Berechnung der steuerpflichtigen Gewinne/Verluste
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nutzen Steuerpflichtige Steuerreports, müssen die Einkünfte vollständig und richtig erklärt werden und für die Finanzbehörde nachvollziehbar sein. Einkünfte sind für die Finanzbehörde nachvollziehbar, wenn diese sie anhand vorliegender Unterlagen und Angaben ermitteln und berechnen kann. Die Nachvollziehbarkeit kann im Rahmen der Veranlagung auch über Steuerreports gewährleistet werden, wenn diese bei der Bearbeitung plausibel erscheinen, weil keine Hinweise auf eine Unvollständigkeit vorliegen (z. B. offenkundiges Fehlen einzelner Anschaffungskosten, Wallets oder Handelsplattformen), sie in sich schlüssig sind (z. B. weil Angaben sich nicht widersprechen) und nicht im äußeren Widerspruch zu sonstigen Erkenntnissen der Finanzbehörde stehen. Es ist jedenfalls begrüßenswert, dass Steuerreports, sofern sie denn plausibel sind, im Rahmen der Veranlagung als Belege von der Finanzverwaltung akzeptiert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Unsicherheiten oder Zweifelsfragen ist es in jedem Fall ratsam, den Sachverhalt in einem Begleitschreiben zur Steuererklärung ausführlich zu erläutern und sämtliche Belege beizufügen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die (ertrag-)steuerliche Behandlung von Kryptowerten ist komplex und erfordert eine sorgfältige Dokumentation sämtlicher Vorgänge. Das aktuelle BMF-Schreiben vom 6. März 2025 stellt hohe Anforderungen an die Mitwirkung und Nachweisführung. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie alle relevanten Unterlagen und Steuerreports vollständig und nachvollziehbar aufbereiten, um diese bei Anforderung durch die Finanzbehörde einreichen zu können. Für Rückfragen oder Unterstützung bei der Erstellung der erforderlichen Unterlagen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sie können sich hierzu gerne an Ihren Pelka-Berater wenden oder unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
        
            Kontaktformular
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ausfüllen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 19 Nov 2025 12:03:33 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Vorauszahlungen zur privaten Sozialversicherung als steuerliche Gestaltungsmöglichkeit</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/vorauszahlungen-zur-privaten-sozialversicherung-als-steuerliche-gestaltungsmoeglichkeit</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Vorauszahlungen zur privaten Sozialversicherung als steuerliche Gestaltungsmöglichkeit
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Jahresende lohnt sich ein prüfender Blick auf mögliche Steuergestaltungen hinsichtlich etwaiger Vorauszahlungen von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung. Seit dem Veranlagungszeitraum 2020 dürfen Beiträge für die sogenannte Basisabsicherung bis zum Dreifachen des vertraglich geschuldeten Jahresbeitrags im Voraus gezahlt und im Zahlungsjahr vollständig steuerlich berücksichtigt werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die daraus resultierenden Steueroptimierungsmöglichkeiten sind vielfältig und werden in der Praxis seit Jahren erfolgreich genutzt. Auch mehr als ein Jahrzehnt nach Einführung dieser Regelung hat das Thema nicht an Relevanz verloren. Im Folgenden haben wir daher die wichtigsten Fakten und Praxishinweise kompakt für Sie zusammengestellt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Die Einzelheiten der gesetzlichen Regelung im Überblick
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Unfall-, Haftpflicht-, Berufsunfähigkeits- und Arbeitslosenversicherung mindern als sog. sonstige Vorsorgeaufwendungen das zu versteuernde Einkommen. Die Beiträge werden dabei nach dem sog. Zufluss-Abfluss-Prinzip berücksichtigt. Das bedeutet, dass sich die Aufwendungen grundsätzlich in dem Jahr steuerlich auswirken, in dem sie tatsächlich gezahlt wurden - unabhängig davon, für welchen Zeitraum sie tatsächlich bestimmt sind. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei ist zwischen zwei Gruppen von Vorsorgeaufwendungen zu unterscheiden:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Kranken- und Pflegeversicherung (§ 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG) 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hierzu zählen die sog. Basisbeiträge – also Leistungen, die dem Umfang nach den gesetzlichen Versicherungen entsprechen. Diese Beiträge für die Basiskranken- und Pflegeversicherung sind in unbegrenzter Höhe als Vorsorgeaufwendungen abziehbar. Es ist auch möglich, Beiträge, die für Folgejahre bestimmt sind, bereits im früheren Jahr der Zahlung steuerlich zu berücksichtigen. § 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 5 EStG regelt, dass die Beiträge zur Basiskranken- und Pflegeversicherung für künftige Jahre im Zahlungsjahr abziehbar sind, soweit sie das 3-fache der für das Zahlungsjahr gezahlten Beiträge nicht übersteigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Übrige Vorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG) 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hierunter fallen insbesondere Beiträge zur Unfall-, Haftpflicht- und Berufsunfähigkeitsversicherung sowie Beiträge für Wahlleistungen der Kranken- und Pflegeversicherung. Anders als die Vorsorgeaufwendungen nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG sind diese nicht unbegrenzt abzugsfähig. Für Arbeitnehmer und Rentner greift eine personenbezogene, jährliche Höchstgrenze i. H. v. 1.900 €, 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           bei Selbständigen, Freiberuflern und Beamten beläuft sich diese Grenze gem. § 10 Abs. 4 S. 1 und 2 EStG auf 2.800 €.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung im Sinne des § 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG sind zwar unbegrenzt abzugsfähig, werden jedoch im Rahmen der vorgenannten Höchstbeträge mitberücksichtigt. In der Praxis führt dies häufig dazu, dass andere Versicherungsbeiträge – etwa zur Haftpflicht- oder Unfallversicherung – sich steuerlich nicht mehr auswirken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Übertragung nicht ausgeschöpfter Beträge in Folgejahre ist nicht möglich; somit verfallen die Versicherungsbeiträge im Sinne des § 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG ersatzlos.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            II.	Steueroptimierung
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der beschriebene nachteilige Effekt lässt sich vermeiden, indem die Beiträge zur Basisabsicherung für bis zu drei Jahre im Voraus gezahlt werden. Eine solche Vorauszahlung kann sich aus mehreren Gründen vorteilhaft auswirken:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Mehr steuerlicher Spielraum in den Folgejahren
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da in den Jahren nach der Vorauszahlung keine laufenden Krankenversicherungsbeiträge mehr anfallen, können weitere Versicherungsbeiträge – etwa zur Haftpflicht-, Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung – bis zu den gesetzlichen Höchstgrenzen steuerlich berücksichtigt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Steuerentlastung in einkommensstarken Jahren
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer in einem Jahr besonders hohe Einkünfte erzielt (z. B. durch Bonus, Abfindung oder außergewöhnlich gute Geschäftsergebnisse), kann durch die Vorauszahlung den progressiven Steuertarif gezielt abfedern und die Steuerlast wirksam senken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Mögliche Beitragsrabatte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele Versicherer gewähren zudem Preisnachlässe bei Vorauszahlungen – ein zusätzlicher finanzieller Vorteil neben der Steuerersparnis.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Für wen sind Vorauszahlungen interessant und wann ist Vorsicht geboten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Besonders profitieren können Selbständige, Freiberufler sowie privatversicherte Personen, die ihre Beiträge vollständig selbst tragen, ebenso wie Ehepaare, bei denen beide Partner privat versichert sind. Auch Spitzenverdiener mit hohen Einmalzahlungen oder schwankenden Einkommen können die Vorauszahlung gezielt zur Steueroptimierung nutzen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weniger sinnvoll ist die Gestaltung für Arbeitnehmer mit Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung, da der Zuschuss bei Wegfall laufender Beiträge steuerpflichtig werden kann. Auch gesetzlich Versicherte, Rentner mit niedrigem Steuersatz oder Steuerpflichtige, die über keine weiteren abzugsfähigen Versicherungen verfügen, profitieren kaum bis gar nicht. Zudem sollte ausreichend Liquidität für die Vorauszahlung mehrerer Jahresbeiträge vorhanden sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bitte beachten Sie auch, dass im Todesfall die zu viel geleisteten Beiträge für Folgejahre Erstattungen für die Erben darstellen, die in der Erbschaftsteuererklärung anzugeben sind. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Was ist zu beachten - Zahlungsfrist
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wichtig ist, dass die Vorauszahlung rechtzeitig im laufenden Jahr erfolgt, um den gewünschten Steuervorteil zu realisieren. Erfolgt die Überweisung innerhalb von zehn Tagen vor oder nach dem Jahreswechsel, gilt sie gemäß § 11 Abs. 2 Satz 2 EStG als im wirtschaftlich zugehörigen Jahr geleistet – eine steuerliche Wirkung im aktuellen Jahr wäre damit ausgeschlossen. Daher sollte die Vorauszahlung vor dem 22. Dezember 2025 vorgenommen werden, um die sogenannte „Zehn-Tage-Regel“ sicher zu umgehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Empfehlenswert ist es zudem, die geplante Vorauszahlung mit Ihrem Steuerberater abzusprechen, um sie optimal auf Ihre persönliche Situation auszurichten und den größtmöglichen steuerlichen Vorteil zu erzielen. Der ideale Zahlungszeitpunkt hängt von verschiedenen Faktoren - wie z.B. der Entwicklung von Gewinnen, Verlusten oder Sonderzahlungen – ab und sollte daher sorgfältig gewählt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V.	Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Vorauszahlung von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung stellt eine wirksame und zugleich legale Möglichkeit der Steueroptimierung dar, insbesondere bei schwankenden Einkünften oder hohen Einmalerträgen. Entscheidend ist jedoch, dass sie bewusst geplant und auf die persönlichen Verhältnisse abgestimmt erfolgt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gerne beraten wir Sie dabei, den für Sie passenden Zeitpunkt und Umfang einer entsprechenden Vorauszahlungsleistung zu bestimmen. Bei Fragen können Sie sich gerne an Ihren Pelka-Berater oder Frau Melissa Maas bzw. Frau Marie-Christine Schröder wenden oder unser
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
        
            Kontaktformular
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ausfüllen. Wir freuen uns darauf, Sie unterstützen zu können. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 19 Nov 2025 11:55:57 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Pelka berät Unternehmerfamilie bei Veräußerung ihrer Autohandelsgesellschaft an internationalen Konzern</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-beraet-unternehmerfamilie-bei-veraeusserung-ihrer-autohandelsgesellschaft-an-internationalen-konzern38af1913</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Pelka berät Unternehmerfamilie bei Veräußerung ihrer Autohandelsgesellschaft an internationalen Konzern
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pelka beriet eine Unternehmerfamilie beim Verkauf ihrer Gesellschaft an eine europäische Konzerngruppe im Wege eines Share-Deals. Gegenstand der Gesellschaft sind der Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen sowie After-Sales-Services eines Premiumherstellers. Der Exit wurde von Pelka sowohl rechtlich als auch steuerlich begleitet, indem u.a. bei der Wertfindung beraten und die notwendigen Verträge verhandelt und rechtlich sowie steuerlich gestaltet wurden. Zugleich wurde die Basis für eine zukünftige langfristige Zusammenarbeit der Parteien nach der Veräußerung auf Basis eines Mietverhältnisses geschaffen. Auch dieser Schritt wurde durch Pelka begleitet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Beratung durch Pelka ist nicht nur darauf ausgerichtet, die Wünsche der Mandanten auf Basis der gegebenen Interessenlage zu verhandeln, sondern auch zukünftigen Diskussionen und Streitigkeiten möglichst vorzubeugen. Drohende Interessenkonflikte oder Risiken sind frühzeitig zu erkennen und entweder durch eine vertragliche Regelung oder durch eine praktische Lösung zu entschärfen. Gingen einer Transaktion zudem Umstrukturierungen und Vermögensübertragungen voraus, sind etwaige steuerliche Wirkungen eines Unternehmensverkaufs zu beleuchten und in die Ausgestaltung des Exits einzubeziehen. Um die mit einem Exit verbundenen Chancen und Risiken zu kennen, empfiehlt es sich daher, frühzeitig Berater einzubeziehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Mandat wurde vorwiegend betreut von den Partnern
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/dr-marc-von-kopp"&gt;&#xD;
          
             Dr. Marc von Kopp
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (M&amp;amp;A, Corporate),
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/team/dr-fabian-riegler"&gt;&#xD;
        
            Dr. Fabian Riegler
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Tax und Financial) und Rechtsanwalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/tem/fabian-lünsmann"&gt;&#xD;
          
             Fabian Lünsmann
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Real Estate).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 12:27:13 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Finanzierungsbeziehungen im internationalen Kontext</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/finanzierungsbeziehungen-im-internationalen-kontext</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Finanzierungsbeziehungen im internationalen Kontext
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die steuerlichen Fragen rund um sogenannte Kryptowerte haben in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, da die Nutzung und Verbreitung von blockchain-basierten Vermögenswerten wie Bitcoin, Ethereum und sonstigen Token sowohl im privaten als auch im betrieblichen Bereich stark zugenommen hat. Die Finanzverwaltung hat auf diese Entwicklung reagiert und erstmals am 10. Mai 2022 (BStBl I S. 668) ein umfassendes BMF-Schreiben zur ertragsteuerlichen Behandlung von virtuellen Währungen und sonstigen Token veröffentlicht. Mit dem aktuellen BMF-Schreiben vom 6. März 2025 hat die Finanzverwaltung die ertragsteuerliche Behandlung von Kryptowerten nochmals erläutert und insbesondere die Anforderungen an die Steuererklärungs-, Mitwirkungs- und Aufzeichnungspflichten konkretisiert. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über einige wichtige Punkte, die Sie im Hinblick auf die neuere Finanzverwaltungspraxis beachten sollten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Begrifflichkeiten und Einordnung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das BMF verwendet künftig den Begriff „Kryptowerte“ statt wie bisher "virtuelle Währungen und sonstige Token". Nach der Definition des BMF ist ein Kryptowert die digitale Darstellung eines Wertes oder eines Rechts, der bzw. das unter Verwendung der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) oder einer ähnlichen Technologie elektronisch übertragen und gespeichert werden kann. Da der technische Aufbau und die technische Entwicklung von Krypowerten vielfältig sind, richtet sich die ertragsteuerliche Beurteilung im Einzelnen nach dem zugrundliegenden Sachverhalt und der konkret ausgestalteten Funktion des Kryptowerts. Die Wirtschaftsgutsqualität von Kryptowerten ist jedenfalls auch nach der neueren BFH-Rechtsprechung unbestritten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Je nach Tätigkeitsart bzw. -umfang können Einkünfte aus Kryptowerten verschiedenen Einkunftsarten zugeordnet werden. Im Hinblick auf die klassischen Veräußerungsgeschäfte von Kryptowerten richtet sich die steuerliche Einordnung danach, ob sich die Kryptowerte im Privat- oder Betriebsvermögen befinden. Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowerten im Privatvermögen sind als private Veräußerungsgeschäfte (§ 23 EStG) steuerpflichtig, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr liegt. Die Freigrenze beträgt 1.000 Euro (bis VZ 2023: 600 Euro) pro Jahr. Wird diese überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig. Für die Ermittlung der Jahresfrist ist bei einer Anschaffung oder Veräußerung über eine zentrale Handelsplattform auf die dort aufgezeichneten Zeitpunkte abzustellen. Bei einem Direkterwerb oder einer Direktveräußerung ohne Zwischenschaltung von Intermediären, etwa über eine dezentrale Handelsplattform, ist aus Vereinfachungsgründen in der Regel auf die Zeitpunkte abzustellen, die sich aus der Wallet ergeben. Soll für die Frage, ob die Jahresfrist überschritten ist, das schuldrechtliche Verpflichtungsgeschäft maßgebend sein, müssen die Steuerpflichtigen den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses durch geeignete Unterlagen nachweisen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einkünfte im Zusammenhang mit Kryptowerten können bereits kraft Rechtsform des Steuerpflichtigen – wenn dieser beispielsweise als eine GmbH organisiert ist – als Einkünfte aus Gewerbebetrieb einzustufen sein. Ansonsten hängt die Einordnung als gewerbliche Tätigkeit bzw. die Zuordnung zu einem etwaigen Betriebsvermögen von den allgemeinen steuerlichen Voraussetzungen ab. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben dem klassischen An- und Verkauf von Kryptowerten gibt es zudem diverse weitere Geschäftsvorfälle, wie etwa Mining, Staking, Lending etc., die einer besonderen steuerlichen Beurteilung bedürfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Mitwirkungspflichten und Aufzeichnungspflichten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das BMF-Schreiben stellt klar, dass Steuerpflichtige verpflichtet sind, sämtliche relevanten Transaktionen mit Kryptowerten lückenlos und nachvollziehbar zu dokumentieren. Dies umfasst insbesondere:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Datum, Art und Umfang jeder Transaktion (Kauf, Verkauf, Tausch, Übertragungen zwischen Wallets, Mining, Staking etc.)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die jeweils beteiligten Kryptowerte und deren Menge
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Gegenleistung (z.B. Euro-Betrag, andere Kryptowerte)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Wallet-Adressen und ggf. die Handelsplattformen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Zeitpunkte der Anschaffung und Veräußerung zur Ermittlung der Haltefrist
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die jeweiligen Anschaffungs- und Veräußerungskosten (einschließlich Gebühren)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Aufzeichnungen sind spätestens mit Abgabe der Steuererklärung vorzuhalten und auf Nachfrage dem Finanzamt vorzulegen. Die Dokumentationspflicht gilt unabhängig davon, ob die Transaktionen über inländische oder ausländische Börsen bzw. Wallets abgewickelt wurden. Werden Kryptowerte über zentrale Handelsplattformen eines ausländischen Betreibers erworben oder veräußert, wird dadurch eine erweiterte Mitwirkungspflicht der Steuerpflichtigen begründet, was insbesondere bedeutet, dass diese gegebenenfalls in diesen Fällen den Sachverhalt aufzuklären und die erforderlichen Beweismittel zu beschaffen haben. Dies umfasst beispielsweise den regelmäßigen und vollständigen Abruf der Transaktionsübersichten zentraler Handelsplattformen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Steuerreports und Belegvorlage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Erfüllung der Mitwirkungspflichten können auch sogenannte Steuerreports oder Transaktionsübersichten verwendet und beigefügt werden. Steuerreports werden häufig direkt von den genutzten Handelsplattformen oder mit Hilfe spezialisierter Software generiert. Die Steuerreports sollten zumindest folgende Angaben enthalten:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Übersicht aller Transaktionen im Kalenderjahr
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Salden der Wallets zu den relevanten Stichtagen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Nachweis der Zuordnung der einzelnen Transaktionen zu den jeweiligen Wallets
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Berechnung der steuerpflichtigen Gewinne/Verluste
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nutzen Steuerpflichtige Steuerreports, müssen die Einkünfte vollständig und richtig erklärt werden und für die Finanzbehörde nachvollziehbar sein. Einkünfte sind für die Finanzbehörde nachvollziehbar, wenn diese sie anhand vorliegender Unterlagen und Angaben ermitteln und berechnen kann. Die Nachvollziehbarkeit kann im Rahmen der Veranlagung auch über Steuerreports gewährleistet werden, wenn diese bei der Bearbeitung plausibel erscheinen, weil keine Hinweise auf eine Unvollständigkeit vorliegen (z. B. offenkundiges Fehlen einzelner Anschaffungskosten, Wallets oder Handelsplattformen), sie in sich schlüssig sind (z. B. weil Angaben sich nicht widersprechen) und nicht im äußeren Widerspruch zu sonstigen Erkenntnissen der Finanzbehörde stehen. Es ist jedenfalls begrüßenswert, dass Steuerreports, sofern sie denn plausibel sind, im Rahmen der Veranlagung als Belege von der Finanzverwaltung akzeptiert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Unsicherheiten oder Zweifelsfragen ist es in jedem Fall ratsam, den Sachverhalt in einem Begleitschreiben zur Steuererklärung ausführlich zu erläutern und sämtliche Belege beizufügen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die (ertrag-)steuerliche Behandlung von Kryptowerten ist komplex und erfordert eine sorgfältige Dokumentation sämtlicher Vorgänge. Das aktuelle BMF-Schreiben vom 6. März 2025 stellt hohe Anforderungen an die Mitwirkung und Nachweisführung. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie alle relevanten Unterlagen und Steuerreports vollständig und nachvollziehbar aufbereiten, um diese bei Anforderung durch die Finanzbehörde einreichen zu können. Für Rückfragen oder Unterstützung bei der Erstellung der erforderlichen Unterlagen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sie können sich hierzu gerne an Ihren Pelka-Berater wenden oder unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
        
            Kontaktformular
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ausfüllen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 12:21:50 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Automatische Mietanpassung im Gewerberaummietvertrag – Spielräume, Chancen und Stolperfallen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/automatische-mietanpassung-im-gewerberaummietvertrag-spielraeume-chancen-und-stolperfallen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Automatische Mietanpassung im Gewerberaummietvertrag – Spielräume, Chancen und Stolperfallen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Steigende Energiekosten, volatile Märkte und eine hartnäckige Inflation machen es derzeit kaum möglich, langfristig mit stabilen Mieteinnahmen oder -kosten zu planen. Für Vermieter wie Mieter wird daher immer wichtiger, schon im Vertrag festzulegen, wie sich die Miete künftig verändern darf oder soll – also wie der Vertrag auf die Realität reagiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Gewerbemietrecht lässt hier deutlich mehr Gestaltungsfreiheit als das Wohnraummietrecht. Ob Index-, Staffel- oder Umsatzmiete: Jede Form der automatischen Mietanpassung kann sinnvoll sein – wenn sie klar, transparent und rechtssicher vereinbart ist. Der folgende Überblick zeigt, welche Modelle in der Praxis funktionieren, worauf Sie achten sollten und warum eine saubere Formulierung entscheidend ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Warum Mietanpassungen heute unverzichtbar sind
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Gegensatz zum Wohnraummietrecht gibt es im Gewerbemietrecht keine gesetzlichen Regelungen zur Mieterhöhung. Was nicht im Vertrag steht, gilt nicht. Fehlt also eine Anpassungsklausel, bleibt die Miete über die gesamte Laufzeit unverändert – selbst wenn sich Markt oder Inflation massiv verändern. Das Risiko der Geldentwertung trägt allein der Vermieter. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer Gewerberaum langfristig vermietet, sollte deshalb bereits bei Vertragsschluss festlegen, nach welchen Regeln sich die Miete im Laufe der Jahre verändern kann. Dabei geht es nicht nur um Fairness, sondern auch um die wirtschaftliche Planbarkeit beider Seiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Die gängigen Modelle der Mietanpassung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Indexmiete – Anpassung an die Inflation
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Indexmiete koppelt die Miethöhe an den Verbraucherpreisindex (VPI) des Statistischen Bundesamts. Steigt der Index, darf auch die Miete steigen – sinkt er, kann sie entsprechend fallen. Diese Form der Wertsicherung hält den wirtschaftlichen Wert der Miete über Jahre stabil und schützt den Vermieter vor einer schleichenden Entwertung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zulässig ist sie nach dem Preisklauselgesetz (PrKG) nur, wenn die Anpassung in beide Richtungen wirkt und sich auf einen amtlichen, objektiven und allgemein zugänglichen Index bezieht. Außerdem muss die Berechnungsformel klar, nachvollziehbar und frei von Ermessen sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiterer, oft übersehener Aspekt betrifft die gesetzliche Mindestbindung des Vermieters: Nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 PrKG darf eine Indexklausel nur dann wirksam vereinbart werden, wenn sich der Vermieter für mindestens zehn Jahre an den Vertrag bindet. Damit soll verhindert werden, dass der Vermieter die Indexklausel nur kurzfristig zu seinen Gunsten nutzt und sich bei ungünstiger Indexentwicklung durch Kündigung entzieht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wird eine Indexklausel ohne die erforderliche Mindestbindung vereinbart, ist sie nicht nichtig, sondern bis zur Feststellung ihrer Unwirksamkeit schwebend wirksam. Die Rechtsfolgen treten dann erst ex-nunc, also ab dem Zeitpunkt der Feststellung der Unwirksamkeit ein. Frühere Mietanpassungen bleiben bis dahin wirksam, fällig und geschuldet. Das bedeutet: Bis zur Feststellung der Unwirksamkeit gilt der Vertrag grundsätzlich fort und wird nach den vereinbarten Bestimmungen vollzogen; ab dem Zeitpunkt der Feststellung darf die unwirksame Indexvereinbarung jedoch nicht mehr angewendet werden. Die aufgrund der unwirksamen Klausel überhöhte Miete ist dann für die Zukunft auf das rechtlich zulässige Maß herabzusetzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor diesem Hintergrund betont die jüngste Rechtsprechung des Oberlandesgerichts Düsseldorf (Urteil vom 5. Juni 2025 – 10 U 146/24), wie wichtig eine transparente und regelkonforme Ausgestaltung solcher Indexvereinbarungen ist. Das Gericht erklärte zur Überraschung vieler Beobachter eine Wertsicherungsklausel für AGB-rechtlich unwirksam, weil sie weder eine Einsatzschwelle noch einen festen Anpassungsturnus vorsah und die konkrete Berechnungsmethode unklar blieb. Nach Auffassung des Gerichts verstieß die Klausel sowohl gegen das Transparenzgebot als auch gegen das AGB-rechtliche Verbot unangemessener Benachteiligung (§ 307 BGB). Die Folge: Die Klausel war von Anfang an unwirksam, und der Vermieter musste die überhöhten Mieten zurückzahlen. Dies ist überraschend, wenn man die bis dahin verbreitete Auffassung bedenkt, dass das AGB-Recht neben der spezialgesetzlichen Materie des Preisklauselgesetzes keine Anwendung findet bzw. die auf die Zukunft gerichtete Unwirksamkeitsregelung des § 8 PrKG Vorrang hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Staffelmiete – klare Zahlen, keine Überraschungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Staffelmiete sieht fest vereinbarte Mieterhöhungen zu bestimmten Zeitpunkten vor – etwa jährlich um einen festen Betrag oder Prozentsatz. Sie ist einfach, planbar und verwaltungsarm. Beide Seiten wissen genau, wann welche Miete gilt. Ihr Nachteil: Sie reagiert nicht auf Inflation oder Preisentwicklung. Bei hoher Geldentwertung verliert die Miete real an Wert, bei Preisrückgang bleibt sie unverändert hoch. Daher eignet sich die Staffelmiete vor allem für kurz- bis mittelfristige Verträge oder Einstiegsphasen – etwa, wenn einem neuen Mieter zu Beginn eine reduzierte Miete gewährt wird, die sich später an das Marktniveau annähert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3. Umsatzmiete – flexibel und erfolgsabhängig
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor allem im Einzelhandel und in der Gastronomie kommt die Umsatzmiete zum Einsatz. Sie passt die Mietbelastung an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Mieters an: Je besser das Geschäft läuft, desto höher die Miete – und umgekehrt. In der Regel wird eine Grundmiete mit umsatzabhängigem Zuschlag vereinbart, etwa: „5 % des Nettojahresumsatzes, mindestens EUR 5.000,00 im Monat.“ Wichtig sind hier klar definierte Umsatzbegriffe (z.B. unter Einbeziehung des Onlineabsatzes oder Gutscheinverkaufs) sowie Einsichts- und Prüfungsrechte des Vermieters in die bestenfalls testierten Umsatzmeldungen des Mieters. Ohne Mindestmiete kann die Vereinbarung einer Umsatzmiete unwirksam sein, weil die Gegenleistung nicht hinreichend bestimmbar ist. Für den Vermieter birgt die Umsatzmiete zudem das Risiko schwankender Einnahmen – sie lohnt sich daher nur in Branchen mit stabilen oder wachsenden Umsätzen. Eine Seltenheit in Zeiten von Onlinehandel und wackliger Konjektur in Folge der weltweiten Zollpolitik.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            III. Kombinationen mit Augenmaß
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Praxis finden sich zunehmend Kombinationsmodelle – etwa eine Staffelphase in den ersten Jahren, gefolgt von einer Indexierung ab Erreichen des Marktniveaus. So kann der Mieter sich in der Anlaufphase seines Geschäfts etablieren, während der Vermieter langfristig eine inflationsgeschützte Miete erzielt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vorsicht ist jedoch bei gleichzeitiger Anwendung von Staffel- und Indexmiete geboten. Beide Modelle verfolgen denselben Zweck – den Schutz vor Geldentwertung. Ihre parallele Nutzung würde nach Ansicht des Verfassers diesen Mechanismus doppeln und widerspräche dem Gleichgewicht von Leistung und Gegenleistung. Zudem verlangt das Preisklauselgesetz, dass Indexklauseln auch Mietsenkungen zulassen müssen – was bei gleichzeitig steigender Staffel faktisch ausgeschlossen wäre. Solche Konstruktionen sind daher rechtlich riskant und sollten vermieden werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Wirtschaftliche und steuerliche Auswirkungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mietanpassungsklauseln beeinflussen nicht nur die laufenden Einnahmen, sondern auch die Immobilienbewertung nach der ImmoWertV. Da der Ertragswert auf der nachhaltig erzielbaren Miete basiert, verändert sich durch Index-, Staffel- oder Umsatzklauseln die Kapitalisierung und damit der Verkehrswert. Zudem können Mietänderungen umsatzsteuerliche Folgen haben: Wird die Miete nachträglich angepasst, kann dies rückwirkende Korrekturen nach § 17 UStG auslösen – insbesondere, wenn sich die Bemessungsgrundlage ändert oder eine Mietminderung vereinbart wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Fazit: Flexibilität braucht klare Regeln
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Automatische Mietanpassungen sind ein wirksames Instrument, um wirtschaftliche Entwicklungen vertraglich abzusichern – vorausgesetzt, sie sind transparent, nachvollziehbar und rechtssicher formuliert. Vermieter profitieren von stabilen Erträgen, Mieter von planbaren Konditionen. Doch fehlerhafte oder zu unklare Klauseln können teuer werden: Wird eine Anpassungsregelung von den Gerichten für unwirksam erklärt, gilt die Miete meist zulasten des Vermieters als festgeschrieben – oft für die gesamte Vertragslaufzeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deshalb lohnt sich eine individuelle Prüfung bestehender Mietverträge und eine rechtssichere Neugestaltung bei Vertragsabschlüssen. Denn klar geregelte Anpassungsmechanismen sind nicht nur juristische Feinheiten, sondern entscheidende Bausteine wirtschaftlich tragfähiger Mietverhältnisse.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Praxistipp
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           : Prüfen Sie ältere Gewerbemietverträge – insbesondere solche mit Indexklauseln ohne Einsatzschwelle oder Berechnungsformel. Die aktuelle Rechtsprechung setzt hier deutlich strengere Maßstäbe als bislang. Findige Mieteranwälte dürften hier bald auf den Geschmack der neuen Möglichkeiten des AGB-Rechts kommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir begleiten Sie in allen Fragen des gewerblichen Miet- und Immobilienrechts – von der rechtlichen Prüfung bestehender Verträge über die Gestaltung und Verhandlung neuer Miet- und Pachtverhältnisse bis hin zur strategischen Beratung bei komplexen Immobilienprojekten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für eine individuelle Beratung oder eine erste Einschätzung Ihres Anliegens wenden Sie sich gerne direkt an Rechtsanwalt Fabian Lünsmann, LL.M. (UCT), an Ihren Pelka-Berater oder nutzen Sie bequem unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
        
            Kontaktformular
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 12:28:02 GMT</pubDate>
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      <title>Handlungsoptionen zur Kostenreduzierung im Erbfall</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Handlungsoptionen zur Kostenreduzierung im Erbfall 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            I. Überblick
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch das Ableben des Erblassers entsteht für dessen Erben bei der Abwicklung des Erbfalls nicht nur ein hoher organisatorischer Aufwand. Neben einer potenziellen Erbschafsteuerbelastung ergeben sich oftmals auch erhebliche weitere Kosten für Notare, Gerichte und andere Institutionen. Besonders die Kosten für die Erteilung eines Erbscheins fallen dabei häufig ins Gewicht, obwohl sich diese in vielen Fällen vermeiden oder zumindest reduzieren lassen. In Bezug auf den Erbschein lohnt es sich daher, vor dessen Beantragung zu prüfen, ob er überhaupt notwendig ist oder sich die Kosten der Ausstellung durch eine Beschränkung zumindest verringern lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Rechtliche Möglichkeiten zur Reduktion der Kosten eines Erbscheinverfahrens
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Notwendigkeit eines Erbscheins
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gegenüber öffentlichen Einrichtungen wie dem Handelsregister oder dem Grundbuchamt können die Erben an Stelle des Erblassers als dessen Gesamtrechtsnachfolger handeln, wenn ein Nachweis der Erbenstellung vorliegt. Dieser Nachweis kann in den Fällen, in denen kein notarielles Testament und kein Erbvertrag existieren, grundsätzlich nur durch einen Erbschein erfolgen. Insoweit kann bereits die Existenz eines notariellen Testaments oder eines Erbvertrags die Notwendigkeit eines Erbscheins entfallen lassen. Der Nachweis der Erbenstellung durch notarielles Testament erfordert zusätzlich allerdings die Vorlage des Eröffnungsprotokolls des Nachlassgerichts, das den Vorgang der erfolgten Testamentseröffnung dokumentiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch Banken und Versicherungen fordern in aller Regel einen Nachweis der Erbenstellung. Gerade bei Banken gestaltete sich dieser Nachweis in der Vergangenheit aber nicht immer einfach. Bereits vor längerem kippte der BGH mit Urteil vom 08.10.2013 – XI ZR 401/12 die bis dahin vielfach in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von Banken und Sparkassen enthaltene Regelung, mit der sich die Institute pauschal das Recht vorbehielten, von (Mit-)Erben nach ihrem freien Ermessen die Vorlage eines Erbscheins zu verlangen. Danach fand sich in den Bank-AGB eine Regelung, wonach ein Erbnachweis „in geeigneter Weise“ zu erbringen ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Urteil vom 05.04.2016 – XI ZR 440/15 hatte der Bundesgerichtshof erstmals entschieden, dass der Erbe sein Erbrecht gegenüber der Bank auch durch ein eröffnetes privatschriftliches Testament belegen kann, wenn dieses die Erbfolge eindeutig ausweist. Aufgrund dieser Rechtsprechung kam es erneut zu einer Änderung der Banken-AGB, die nunmehr den Nachweis durch Testament oder Erbvertrag, ggf. i.V.m. dem Eröffnungsprotokoll des Nachlassgerichts, ausdrücklich zulassen. Auch im Hinblick auf die Nachlassabwicklung mit Banken wird ein Erbschein daher nicht mehr zwangsläufig benötigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. (Vorsorge-)Vollmacht als Alternative zum Erbschein
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Existiert kein notarielles Testament und kein Erbvertrag und gehören zum Vermögen des Erblassers weder Gesellschaftsbeteiligungen noch Grundstücke, so reduziert sich die Rolle des Erbscheins häufig auf den Nachweis der Erbenstellung gegenüber den kontoführenden Banken. Hintergrund des Nachweiserfordernisses ist das Schadensrisiko der Bank, die bei einem unberechtigten Kontenzugriff ggf. mehrfach in Anspruch genommen werden kann. Eines Nachweises der Erbenstellung bedarf es allerdings in solchen Fällen nicht, in denen der Erbe durch den Erblasser nachweislich zum Kontenzugriff – auch über den Tod des Vollmachtgebers hinaus – bevollmächtigt ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine derartige Bevollmächtigung kann insbesondere durch eine (Vorsorge-)Vollmacht des Erblassers erfolgen, die zu Lebzeiten ausgestellt und die explizit über seinen Tod hinaus gelten soll (sog. transmortale Vollmacht). Ist hingegen nicht gewünscht, dass der Erbe bereits zu Lebzeiten des Erblassers über dessen Konten verfügen können soll, kann alternativ auch eine sogenannte postmortale Vollmacht erteilt werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Gegensatz zur transmortalen Vollmacht wird die postmortale Vollmacht zwar zu Lebzeiten des Erblassers erteilt, sie tritt aber erst nach dem Tod des Erblassers in Kraft. In beiden Fällen wird der Bevollmächtigte in die Lage versetzt, das Bankguthaben nach dem Tod des Erblassers einzuziehen, ohne auf die Erteilung eines Erbscheins warten zu müssen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Befinden sich im Nachlass weder Grundstücke noch Gesellschaftsbeteiligungen können durch eine solche Vollmacht die Notwendigkeit eines Erbscheins und damit auch die entsprechenden Kosten für ein Erbscheinverfahren sogar gänzlich entfallen. Um Nachweisproblemen aus dem Wege zu gehen, empfiehlt sich für den Vollmachtgeber in jedem Fall die Vorsorge-Vollmacht notariell beurkundet zu erteilen, wenigstens aber sie notariell beglaubigt zu unterschreiben. Um im Verhältnis zu den kontoführenden Banken auf der sicheren Seite zu sein, kann der Erblasser zusätzlich eine trans- oder postmortale Bankvollmacht auf den Formularen des jeweiligen Kreditinstituts erteilen, deren Anerkennung die Bank schwerlich in Frage stellen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3. Potenzielle Beschränkung eines Erbscheins 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gebühren für einen Erbschein bemessen sich nach dem Wert des Nachlasses im Zeitpunkt des Erbfalls, also grundsätzlich nach dem Wert des gesamten Nachlasses. Ist ein Erbschein zwingend erforderlich, weil ein Erbnachweis benötigt wird, aber kein notarielles Testament oder Ähnliches existiert, können sich je nach Umfang des Nachlasses hohe Kosten für die Erbscheinerteilung ergeben. Wird nur für einen Teil des Vermögens ein Nachweis benötigt, stellt sich häufig die Frage, ob der Erbschein auch nur für den Teil des Vermögens, für das der Erbnachweis erforderlich ist, ausgestellt werden und hierdurch ein niedrigerer Gegenstandswert (und damit niedrigere Gebühren) erreicht werden kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach gefestigter Rechtsprechung des BGH ist eine Beschränkung des Erbscheins allerdings nur in denjenigen Fällen möglich, in denen dies ausdrücklich durch das Gesetz gestattet wird. Einen solchen Fall stellt der sogenannte „gegenständlich beschränkte Erbschein“ nach § 352c FamFG dar. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Art des Erbscheins, der beantragt werden kann, wenn sich das Nachlassvermögen zu einem Teil im deutschen Inland und zu einem anderen Teil im Ausland befindet. Der Erbschein kann dann auf den inländischen Vermögensteil beschränkt werden, was mit einer Reduzierung des Gegenstandswerts und damit auch der Kosten für den Erbschein einhergeht. Die Ausstellung eines gegenständlich beschränkten Erbscheins erfolgt allerdings nicht von Amts wegen und muss daher im Rahmen des Erbscheinverfahrens ausdrücklich beantragt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Zusammenfassung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinsichtlich des Erfordernisses eines Erbscheins kann in einigen Fällen der Nachlassabwicklung eine erhebliche Kostenersparnis herbeigeführt werden. Existiert ein notarielles Testament oder ein Erbvertrag ist ein Erbschein – auch gegenüber Banken – grundsätzlich nicht erforderlich. Auf die Beantragung eines Erbscheins kann in diesen Fällen daher grundsätzlich verzichtet werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist ein Erbnachweis aufgrund der Vermögenslage des Erblassers nur gegenüber der Bank erforderlich, kann durch Ausstellung einer trans- oder postmortalen Vollmacht zu Lebzeiten des Erblassers die Erteilung eines Erbscheins ebenfalls vermieden werden. Ist ein Erbschein hingegen zwingend erforderlich, lässt sich eine Kostenersparnis ggf. durch gegenständliche Beschränkung nur erreichen, wenn sich ein Teil des Nachlassvermögens im Ausland befindet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten Sie zu den Möglichkeiten der Kostenersparnis nach einem Erbfall Fragen haben oder eine individuelle Beratung wünschen, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Nehmen Sie hierzu Kontakt zu unserem Kollegen Stephan Hettler auf oder füllen Sie das
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 09:15:27 GMT</pubDate>
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      <title>Praxishinweise zum Innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäft</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Praxishinweise zum Innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäft
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Unternehmen, die im europäischen Binnenmarkt in Bezug auf den Warenhandel grenzüberschreitend tätig sind, sind aus umsatzsteuerlicher Sicht sog. „Innergemeinschaftliche Lieferungen“, „Reihengeschäfte“ oder auch das „Innergemeinschaftliche Dreiecksgeschäft“ zentrale Themen in deren Alltagsgeschäft. Die korrekte umsatzsteuerliche Handhabung stellt die Unternehmen aber regelmäßig vor erhebliche praktische Herausforderungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Innergemeinschaftliche Lieferungen sind nach § 4 Nr. 1 Buchst. b UStG in Verbindung mit § 6a UStG unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei, erfordern hierfür jedoch eine präzise Einhaltung der materiell-rechtlichen und formellen Anforderungen, unter anderem im Hinblick auf die Verwendung einer gültigen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und die korrekte Abgabe der Zusammenfassenden Meldung. Fehler in der Abwicklung, wie unvollständige Nachweise oder fehlerhafte Meldungen, werden häufig erst im Rahmen von Betriebsprüfungen entdeckt und können zu erheblichen Steuernachzahlungen führen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Komplexität steigt weiter, wenn innergemeinschaftliche Lieferungen im Rahmen von Reihengeschäften erfolgen. Bei einem Reihengeschäft liegen mehrere Lieferungen zwischen verschiedenen Unternehmern vor, wobei die tatsächliche Warenbewegung direkt vom ersten Lieferer zum letzten Abnehmer erfolgt. Hierbei kommt es auf die umsatzsteuerliche Ortsbestimmung der einzelnen Lieferungen an. Die korrekte Zuordnung der sog. bewegten Lieferung ist letztlich entscheidend für die Steuerbefreiung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Beitrag befasst sich im Speziellen mit einer Sonderform des (grenzüberschreitenden) Reihengeschäfts, dem sog. Innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Funktionsweise und Zweck des Innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäfts
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Funktionsweise
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäft handelt es sich um eine besondere Form des Reihengeschäfts. Folgende Voraussetzungen müssen vorliegen, damit ein innergemeinschaftliches Dreiecksgeschäft im Sinne von § 25b Abs. 1 UStG gegeben ist:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Es muss eine mindestens dreigliedrige Umsatzkette mit Unternehmern, bestehend aus dem ersten Lieferer A, dem Zwischenhändler B und dem Abnehmer C, vorliegen und die Ware direkt vom Lieferer A zum Abnehmer C gelangen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Warenbewegung muss dabei zwischen zwei verschiedenen Mitgliedstaaten stattfinden und die Verantwortung für den Transport entweder beim ersten Lieferer A oder beim Zwischenhändler B liegen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bei der Abwicklung müssen die beteiligten Unternehmer Umsatzsteuer-Identifikationsnummern aus verschiedenen Mitgliedstaaten verwenden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Liegt ein Dreiecksgeschäft in diesem Sinne vor, gibt es weitere Bedingungen, unter denen der Zwischenhändler B die nach der Gegenleistung zu bemessende Umsatzsteuer für den Umsatz mit Lieferort im Bestimmungsland auf den Abnehmer C übertragen kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bevor der Zwischenhändler B die Lieferung tätigt, muss er den Liefergegenstand vom ersten Lieferer A im Rahmen eines innergemeinschaftlichen Erwerbs erhalten haben. Für den Zwischenhändler B greift die Erleichterung durch die Übertragung der Steuerschuld auf den Abnehmer C aber nur dann, wenn der Zwischenhändler B im Bestimmungsland weder ansässig ist, noch eine von dort vergebene Umsatzsteuer-Identifikationsnummer verwendet. Die Verwendung einer vom Bestimmungsland vergebenen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ist für die Anwendung der Steuerschuldumkehr hingegen dem Abnehmer C vorbehalten und zwingende Voraussetzung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Zweck
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Letztlich bringt die Regelung zum innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäft hauptsächlich Erleichterungen für den Zwischenhändler B in einem innergemeinschaftlichen Reihengeschäft, vor allem im Hinblick auf die Registrierungspflichten im Bestimmungsland der gehandelten Ware.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Denn als Abnehmer für den Umsatz des ersten Lieferers A verwirklicht er beim Dreiecksgeschäft zum einen im Bestimmungsland den Tatbestand des innergemeinschaftlichen Erwerbs, zum anderen verschafft er bei seinem Folgeumsatz dem Abnehmer C die Verfügungsmacht erst im Bestimmungsland und löst dort wiederum einen umsatzsteuerbaren Vorgang aus. Beide Tatbestände würden ohne die Vereinfachungsregelung des § 25b UStG die steuerliche Registrierung des Zwischenhändlers B im Bestimmungsland erfordern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch die in § 25b Abs. 2 UStG geregelte Rechtsfolge kann der Zwischenhändler B jedoch die Umsatzsteuerschuld aus dem Umsatz an den Abnehmer C im Bestimmungsland auf diesen übertragen. Diesbezüglich entfällt eine Registrierungspflicht. Gleichzeitig ist mit dem Übergang der Steuerschuld auf den Abnehmer C die Rechtsfolge verbunden, dass in diesem Fall der innergemeinschaftliche Erwerb des Zwischenhändlers B zudem als besteuert fingiert wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Praktische Hinweise und aktuelle Rechtsprechung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Beispiel 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anhand eines einfachen Beispiels sollen nochmal die Funktionsweise und Vereinfachungen des innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäfts verdeutlicht werden: Abnehmer C aus Polen bestellt beim Zwischenhändler B in Deutschland eine Maschine. B bestellt selbst beim Lieferer A aus Frankreich. A befördert die Maschine mit eigenem Lkw direkt aus Frankreich nach Polen und übergibt sie dort C. Alle drei Unternehmer verwenden jeweils ihre nationale Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es liegt ein innergemeinschaftliches Dreiecksgeschäft vor. Der Ort der ersten Lieferung des A, dem als warenbewegter Lieferung die Beförderung zugerechnet wird, befindet sich im Ursprungsland Frankreich und ist nach französischem Recht zu beurteilen (evtl. steuerfrei, A hat ggf. in Frankreich eine Zusammenfassende Meldung abzugeben). Zwischenhändler B muss einen innergemeinschaftlichen Erwerb in Polen versteuern (und hat dort in gleicher Höhe ggf. den Vorsteuerabzug). Der Lieferort der nachfolgenden Lieferung des B an C befindet sich in Polen, sodass diese Lieferung der polnischen Umsatzsteuer unterliegt. Der deutsche Zwischenhändler B müsste sich eigentlich in Polen umsatzsteuerlich registrieren lassen. Durch die Vereinfachungsregelung für innergemeinschaftliche Dreiecksgeschäfte wird die Registrierung in Polen für B vermieden. Denn der im Bestimmungsland Polen ansässige letzte Abnehmer C übernimmt für den deutschen Zwischenhändler B die aus dessen Lieferung resultierende polnische Steuerschuld und C kann die nach § 25b UStG geschuldete Umsatzsteuer selbst als Vorsteuer abziehen, soweit er vorsteuerabzugsberechtigt ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der vom Zwischenhändler B in Polen getätigte innergemeinschaftliche Erwerb gilt als besteuert, also als erledigt. Der deutsche Zwischenhändler B wird letztlich von den Erklärungspflichten im Bestimmungsland Polen befreit. Jedoch muss B in seinem Ansässigkeitsstaat Deutschland seine Lieferung an C gegenüber den deutschen Finanzbehörden wie folgt erklären:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             In der USt-Voranmeldung bzw. -Jahreserklärung (ohne Umsatzsteuerschuld gem. § 25b UStG) sowie
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             In der Zusammenfassenden Meldung mit Angabe der polnischen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Abnehmers C (dies soll der Kontrolle dienen, ob der Abnehmer C in Polen seinen umsatzsteuerlichen Pflichten nachkommt).
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Vereinfachungsregelung erfordert materiell-rechtlich zwingend, dass der mittlere Unternehmer in seiner Rechnung an den letzten Abnehmer des Dreiecksgeschäfts
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             die Umsatzsteuer nicht gesondert ausweist,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             auf das innergemeinschaftliche Dreiecksgeschäft hinweist (z. B. "Innergemeinschaftliches Dreiecksgeschäft nach § 25b UStG" oder "Vereinfachungsregelung nach Art. 141 MwStSystRL")
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             den letzten Abnehmer auf die auf ihn überwälzte Steuerschuldnerschaft hinweist,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             seine eigene Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und die des letzten Abnehmers im Dreiecksgeschäft angibt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Praxishinweise
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein innergemeinschaftliches Dreiecksgeschäft erfordert also zwingend, dass in der Rechnung des Zwischenhändlers auf die Steuerschuldnerschaft des Erwerbers bzw. Abnehmers hingewiesen wird. Diesbezügliche Abrechnungsfehler sind nicht rückwirkend heilbar. So haben EuGH (EuGH in der Rs. „Luxury Trust Automobil“; Urteil v. 8.12.2022 - C-247/21) und BFH (vgl. BFH, Urt. v. 17.7.24, XI R 35/22) aktuell entschieden. Der in § 14a Abs. 7 UStG geforderte Hinweis auf das Dreiecksgeschäft in der Rechnung des mittleren Unternehmers an seinen Abnehmer ist nach Auffassung des BFH in allen Fällen eine materiell-rechtliche Voraussetzung für die Anwendung des Dreiecksgeschäfts. Fehlen die entsprechenden Hinweise in der Rechnung, können die Vereinfachungsfolgen des innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäfts nicht eintreten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da sich Unternehmen häufig gar nicht bewusst sind, dass sie an einem innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäft beteiligt sind, sollten insbesondere die Buchhaltungsabteilungen darauf sensibilisiert werden, diese zu erkennen. Andererseits sind die Regelungen zum innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäft jedoch „nur“ ein Wahlrecht für den mittleren Unternehmer, so dass die Rechtsfolgen nur dann eintreten, wenn der mittlere Unternehmer die Anwendung auch klar und eindeutig beantragt. Sofern Unternehmen die Vereinfachungsregelung bewusst in Anspruch nehmen möchten, sollten sie auf die korrekte Umsetzung der strengen formalen Vorgaben achten, damit die Vereinfachungen auch wirklich eintreten. Dies erfolgt regelmäßig durch die Ausstellung von korrekten Rechnungen sowie der Deklaration in der lokalen Umsatzsteuer-Voranmeldung und in der Zusammenfassenden Meldung. Wird ein Dreiecksgeschäft falsch „umgesetzt“, kann dies für den mittleren Unternehmer zu erheblichem Mehraufwand und Kosten führen. Er muss sich ggf. nachträglich im Bestimmungsmitgliedstaat umsatzsteuerlich erfassen und dort innergemeinschaftliche Erwerbe sowie lokale Lieferungen erklären. Dies kann bei nachträglichem Erkennen zusätzlich zu Nachzahlungen oder gar Strafen führen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der korrekten umsatzsteuerlichen Behandlung von Reihengeschäften im Allgemeinen oder der richtigen umsatzsteuerlichen Handhabung von innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäften im Besonderen unterstützen wir Sie gerne. Setzen Sie sich bei Fragen mit Ihrem Pelka-Berater oder Herrn Di Wu in Verbindung oder füllen unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 03 Sep 2025 09:59:43 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Influencer und Content-Creator im Fokus: Finanzbehörde wertet Plattformdaten aus</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Influencer und Content-Creator im Fokus: Finanzbehörde wertet Plattformdaten aus
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bereits in der Vergangenheit haben wir in unseren Beiträgen (zu Teil III
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/gewerblicher-rechtsschutz-bei-influencern"&gt;&#xD;
          
             hier
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ) die steuerlichen und rechtlichen Aspekte rund um Influencer und Content-Creator beleuchtet. Nachdem die Finanzverwaltung einige Jahre den Schwerpunkt augenscheinlich nicht auf diese Steuerpflichtigen legte, ist aktuell eine deutliche Verschärfung seitens der Finanzämter zu beobachten: Von der Einrichtung von Sonder-Influencer-Teams bei den entsprechenden Behörden bis zur Zusammenarbeit mit den einschlägigen Online-Plattformen und der Initiierung neuer Ermittlungsmethoden: die Behörden gehen derzeit mit Nachdruck gegen Steuerhinterziehung im Bereich der Influencer und Content-Creator vor. So werden bereits jetzt Strafverfahren gegen in dieser Branche aktive Personen geführt. Gegenstand der Verfahren sind dabei im Durchschnitt steuerliche Fehlbeträge im hohen fünfstelligen Bereich, in Einzelfällen sogar in Millionenhöhe.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Die steuerlichen Fallstricke im Überblick
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wege, als Influencer und Content-Creator Einnahmen zu generieren, sind vielfältig, eine Einordnung daher oftmals unübersichtlich: Vergütungen für Klicks, Einnahmen aus Affiliate-Links oder Werbekooperationen, Abo-Zahlungen, „Trinkgelder“ für persönliche Fotos, Produktplatzierungen, Einnahmen aus der Teilnahme an TV-Formaten oder Preisgelder aus Gaming-Turnieren – und neue Konzepte keimen ständig auf, die laufend einer steuerlichen Einordnung bedürfen. Nicht alle Kreativen sind sich möglicherweise den steuerlichen Pflichten bewusst, die mit ihrer Tätigkeit verbunden sind. Dies führt teilweise zu immensen – teilweise sogar strafrechtlichen – Konsequenzen. Ob einkommen-, gewerbe-, umsatz- oder sogar schenkungsteuerlich – die steuerlichen Fallstricke sind vielschichtig. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mittlerweile dürfte allseits bekannt sein, dass in aller Regel auf die erzielten Einnahmen Einkommen- und Gewerbesteuer zu entrichten ist. Wer in Deutschland seinen Wohnsitz hat oder sich hier gewöhnlich aufhält, ist mit seinen gesamten Einkünften steuerpflichtig. Doch was einkommensteuerpflichtige Einkünfte sind, bedarf oftmals einer Prüfung im Einzelfall. In der Regel wird durch die Tätigkeit als Influencer oder Content-Creator zudem ein Gewerbebetrieb im Sinne des Gewerbesteuergesetzes begründet. Daraus resultiert sowohl eine Gewerbesteuerpflicht als auch weitere Verpflichtungen wie die Anmeldung bei dem zuständigen Gewerbeamt. Auch umsatzsteuerliche Pflichten sind nicht außer Acht zu lassen. Dabei kann bereits die Nichtangabe von Einkünften oder Umsätzen den Vorwurf der Steuerhinterziehung begründen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zuletzt gingen zudem immer wieder Schlagzeilen durch die Presse, dass auch Geldgeschenke in Höhe von mehreren zehntausenden oder sogar hunderttausenden Euros keine Seltenheit darstellen. Auch derartige freiwillige Leistungen von Fans oder Kunden ohne entsprechende Gegenleistungen sind nicht steuerfrei, sondern als Schenkungen, sofern sie die Freibetragsgrenze überschreiten, zu versteuern und auch als solche gegenüber den Finanzbehörden anzuzeigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Wegzug ins Ausland
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Immer mehr Influencer und Content-Creator wollen aufgrund der steuerlichen Belastung Deutschland den Rücken kehren. Doch auch ein Wegzug ins Ausland entbindet nicht automatisch von steuerlichen Pflichten in Deutschland und sollte vorher gut durchdacht und geplant werden. Zum einen ist auch derjenige, der zwar keinen Wohnsitz (mehr) in Deutschland hat, aber hier Einkünfte erzielt, beschränkt auf diese Einkünfte weiterhin in Deutschland steuerpflichtig. Zum anderen greift die deutsche erweiterte beschränkte Steuerpflicht, wenn zwar der Wohnsitz bzw. der gewöhnliche Aufenthalt ins Ausland verlagert wird, aber wesentliche wirtschaftliche Interessen in Deutschland behalten werden. Um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden, werden zwar vielfach internationale Abkommen herangezogen, doch gerade bei Zielstaaten mit niedriger oder überhaupt keiner Besteuerung bestehen hier oft Lücken. Eine frühzeitige steuerliche Planung ist daher unerlässlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daneben droht durch den Wegzug aus Deutschland zudem eine zwar einmalige, aber hohe Steuerbelastung durch eine sog. Entstrickung von Wirtschaftsgütern. Besonders relevant sind dabei die sog. selbst geschaffenen immateriellen Wirtschaftsgüter. Darunter können u.a. bestehende Kundenbeziehungen, Social-Media Accounts mit entsprechender Reichweite oder auch Private-Label-Produkte fallen. Durch die Entstrickung wird der in Deutschland entstandene Wertzuwachs dieser Vermögenswerte aufgedeckt und in Deutschland steuerpflichtig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Was tun bei Zweifeln, vermutetem Verstoß gegen steuerliche Pflichten oder geplantem Umzug?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten Sie befürchten, dass Steuererklärungen unvollständig waren oder Steuern nicht korrekt abgeführt wurden, ist ein schnelles, aber auch wohl überlegtes Handeln entscheidend. Die Möglichkeit einer Selbstanzeige bietet hier einen Weg, bestehende Steuerverstöße strafbefreiend zu bereinigen – vorausgesetzt, sie wird ordnungsgemäß und vollständig durchgeführt. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: Eine fehlerhafte oder unvollständige Selbstanzeige kann die Vorteile zunichte und stattdessen das Finanzamt auf den Verstoß aufmerksam machen. Dies kann erhebliche, insbesondere auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ähnlich verhält es sich bei einem geplanten Umzug ins Ausland. Ein solcher erfordert eine gründliche Planung und möglicherweise Anpassung der Geschäftsstrukturen. Eine vorgelagerte Steuerplanung, vor allem im Hinblick auf immaterielle Werte, ist dabei unumgänglich, um potenzielle Steuerfallen zu vermeiden. Es empfiehlt sich daher, frühzeitig eine steuerliche Beratung in Anspruch zu nehmen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die steuerlichen Fallstricke für Influencer und Content-Creator sind vielschichtig. Behördliche Kontrollen der steuerrelevanten Verhältnisse nehmen zudem zu. Eine vorausschauende und fundierte steuerliche Beratung ist unerlässlich, um Fallstricke zu vermeiden und auf der sicheren Seite zu bleiben. Haben Sie Zweifel oder vermuten Sie sogar bereits steuerliche Probleme, so sollten Sie nicht zögern und frühzeitig professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerne stehen wir Ihnen mit zur Seite – sowohl bei der präventiven Planung als auch bei der Begleitung von Selbstanzeigen oder sonstigen steuerlichen Fragestellungen rund um Ihre Tätigkeit. Füllen Sie gerne unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 27 Aug 2025 08:49:50 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/influencer-und-content-creator-finanzbehoerde-wertet-plattformdaten-aus</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Rechtliche Risiken durch veraltete Impressumsangaben</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Rechtliche Risiken durch veraltete Impressumsangaben
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein nach dem 20. Juli 2025 verbleibender Hinweis auf die Streitbeilegungsplattform der Europäischen Union (EU) im Impressum einer Website ist irreführend und kann Anlass für Abmahnungen sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Aktueller Handlungsbedarf: Hinweis entfernen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele Unternehmen verweisen auf ihrer Website auf die EU-Streitbeilegungsplattform. Dieser Hinweis befindet sich zumeist im Impressum einer Homepage oder in E-Mail-Signaturen. Die Plattform wurde jedoch zum 20. Juli 2025 endgültig abgeschaltet. Ein entsprechender Hinweis ist damit nicht nur überholt, sondern kann auch rechtliche Risiken nach sich ziehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Hintergrund zur EU-Streitbeilegungsplattform
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Europäische Plattform für Online-Streitbeilegung sollte Verbraucher und Unternehmen bei der außergerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten unterstützen. Unternehmen mit Sitz in der EU waren bisher verpflichtet, den Link zur Plattform auf ihrer Website zu platzieren – dies erfolgte in der Regel im Impressum. Als Folge der Nichtbeachtung dieser Pflicht konnten Abmahnungen durch Mitbewerber oder Verbraucherverbände ausgesprochen werden. Mit Aufhebung der Verordnung über Online-Streitbeilegung wurde auch die EU-Plattform abgeschaltet, sodass die entsprechende Hinweispflicht für Unternehmen entfällt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Rechtliche Risiken durch veraltete Angaben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trotz ihrer Abschaltung zum 20. Juli 2025 finden sich auf vielen Websites noch Hinweise und Links zur EU-Streitbeilegungsplattform. Diese Informationen sind nicht nur überflüssig, sondern können als irreführende geschäftliche Handlung gewertet und infolgedessen mit Abmahnungen geahndet werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Empfohlene Maßnahmen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ein noch vorhandener Hinweis auf die EU-Streitbeilegungsplattform sollte daher umgehend aus dem Impressum der Website eines Unternehmens entfernt werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Auch andere Stellen, etwa E-Mail-Signaturen oder vorgefertigte Textbausteine, sind auf entsprechende Verweise zu prüfen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wichtig: Der allgemeine Hinweis auf die Teilnahme oder Nichtteilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle bleibt weiterhin erforderlich.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die EU-Streitbeilegungsplattform wurde abgeschafft, sodass die Hinweispflicht entfällt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein verbliebener Hinweis auf der Website kann zu Abmahnungen führen und sollte daher schnellstmöglich entfernt werden. Eine zeitnahe Überarbeitung des Impressums und weiterer betroffener Stellen schützt vor rechtlichen Konsequenzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Fragen hierzu können Sie gerne unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ausfüllen oder sich an Frau Elena Beeretz wenden. Wir unterstützen Sie gerne. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 13 Aug 2025 08:54:42 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Neuregelung für Kleinunternehmer ab dem 01.01.2025</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/neuregelung-fuer-kleinunternehmer</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Neuregelung für Kleinunternehmer ab dem 01.01.2025 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Einleitung 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit dem 1. Januar 2025 gelten für die Anwendung der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG neue Grenzen, die einer laufenden Überwachung bedürfen. Mussten Kleinunternehmer bisher bei Überschreiten der Umsatzgrenzen im laufenden Kalenderjahr erst ab dem folgenden Kalenderjahr Umsatzsteuer in ihren Rechnungen ausweisen, muss nun bereits mit dem Umsatz, der die Grenzen überschreitet, unterjährig Umsatzsteuer in Rechnung gestellt werden. Außerdem sind ab Überschreiten der Kleinunternehmergrenzen regelmäßige Voranmeldungen an das Finanzamt zu übermitteln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Die Einzelheiten im Überblick
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Grundsätze zur Kleinunternehmerregelung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unternehmer, die im vorangegangenen Kalenderjahr die Umsätze im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG bis zum Betrag von € 25.000 (bisher: € 22.000) erzielen und im laufenden Kalenderjahr die Umsatzgrenze von € 100.000 (bisher: € 50.000) nicht überschreiten, sind Kleinunternehmer. Ihre Umsätze sind von der Umsatzsteuer befreit. Sie dürfen aber im Gegenzug auch keinen Vorsteuerabzug aus Eingangsrechnungen in Anspruch nehmen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Steuerfreiheit der Umsätze 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Umsätze im Rahmen der neuen Kleinunternehmerregelung ab 2025 gelten als steuerfrei und nicht mehr lediglich als „nicht erhoben“ im Sinne der bisherigen Rechtslage. Diese rechtliche Einordnung hat bedeutsame umsatzsteuerliche Konsequenzen. Ein auf der Rechnung gesondert ausgewiesener Umsatzsteuerbetrag stellt nunmehr einen unrichtigen Steuerausweis im Sinne des § 14c Abs. 1 UStG dar und nicht mehr, wie bisher, einen unberechtigten Steuerausweis gemäß § 14c Abs. 2 UStG. Dies bedeutet, dass der Unternehmer die falsch ausgewiesene Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt schuldet. Darüber hinaus entfällt der Vorsteuerabzug – wie auch in der bisherigen Regelung – für Eingangsleistungen, die der Unternehmer zur Ausführung dieser steuerfreien Umsätze verwendet. Dies ergibt sich aus § 15 Abs. 2 Nr. 1 UStG, wonach der Vorsteuerabzug bei Lieferungen und sonstige Leistungen, die für steuerfreie Umsätze verwendet werden, grundsätzlich ausgeschlossen ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Vereinfachte Rechnungsstellung ab dem 1. Januar 2025
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab dem 1. Januar 2025 gelten neue Regelungen bezüglich der Rechnungsstellung für Kleinunternehmer. Diese können nun gemäß § 34a UStDV sogenannte vereinfachte Rechnungen ausstellen. In diesen Rechnungen dürfen bestimmte Pflichtangaben (wie zum Beispiel die Rechnungsnummer oder das Leistungsdatum) entfallen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darüber hinaus sind Kleinunternehmer nicht verpflichtet, elektronische Rechnungen im Sinne der neuen E-Rechnungspflicht auszustellen. Unabhängig von der gewählten Form der Rechnung ist jedoch zwingend ein Hinweis auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung gem. § 19 UStG erforderlich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4.	Auswirkungen bei Überschreiten der Umsatzgrenzen ab dem 1. Januar 2025
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wird die Umsatzgrenze von € 100.000 im laufenden Jahr überschritten, entfällt die Steuerbefreiung unmittelbar. Der Umsatz, mit dem die Grenze erstmals überschritten wird, unterliegt der Regelbesteuerung. Alle bis zu diesem Zeitpunkt ausgeführten Umsätze bleiben weiterhin steuerfrei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab Überschreiten der Grenze gelten für alle weiteren Umsätze die allgemeinen umsatzsteuerlichen Vorschriften, insbesondere hinsichtlich der Rechnungsstellung nach § 14 UStG, des Vorsteuerabzugs nach § 15 UStG sowie der Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen nach § 18 UStG.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           5.	Verzicht auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung ab dem 1. Januar 2025
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung kann verzichtet werden. Dann darf die Vorsteuer aus den Eingangsrechnungen abgezogen werden, gleichzeitig müssen jedoch Rechnungen mit Umsatzsteuer gestellt werden. Zudem kommen weitere Aufgaben, wie die Erstellung von monatlichen oder quartalsweisen Umsatzsteuervoranmeldungen und jährlichen Umsatzsteuererklärungen auf den Unternehmer zu. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Erklärung auf den Verzicht auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung (§ 19 Abs. 3 S. 1 UStG) gegenüber dem zuständigen Finanzamt kann formlos erfolgen. Dieser Verzicht ist bis spätestens zum Ablauf des Monats Februar des zweiten auf den betreffenden Besteuerungszeitraum folgenden Kalenderjahres möglich. Die Verzichtserklärung bindet den Unternehmer gem. § 19 Abs. 3 S. 3 UStG für einen Zeitraum von fünf Kalenderjahren an die Regelbesteuerung. Nach Ablauf dieser Frist bleibt die Regelbesteuerung weiterhin anwendbar, bis der Unternehmer den Verzicht ausdrücklich widerruft. Ein solcher Widerruf ist frühestens nach Ablauf der Fünfjahresfrist zulässig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. 	Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Sie als Unternehmer, der die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt, ist daher Folgendes in der Praxis zu beachten:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Erstellen Sie bereits laufend unterjährig eine Übersicht über die in Rechnung gestellten Umsätze. Der Umsatz, der die Grenze von € 100.000 überschreitet, ist umsatzsteuerpflichtig und Sie müssen eine Rechnung mit allen Pflichtangaben und unter Ausweis des richtigen Steuersatzes erstellen. Eine laufende Umsatzüberwachung mithilfe einer monatlichen Buchführung kann hierfür sinnvoll sein.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Achten Sie stets darauf, dass Sie bei Inanspruchnahme der Kleinunternehmerregelung keine Umsatzsteuer auf Ihren Rechnungen ausweisen, da Sie einerseits nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, Sie andererseits aber durch diese falsche Angabe dazu verpflichtet wären, die Umsatzsteuer an das Finanzamt zu entrichten.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Sie sind dazu verpflichtet in Ihren Rechnungen auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung hinzuweisen. Eine einfache Formulierung („steuerfreier Kleinunternehmer“) reicht hierbei aus. 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Beachten Sie, dass Sie als Kleinunternehmer in der Lage sein müssen, E-Rechnungen zu empfangen. Das Ausstellen von E-Rechnungen durch den Kleinunternehmer ist hingegen ein Wahlrecht.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Fragen zur Überwachung der Umsatzgrenzen, Fragen zur Rechnungsstellung oder Fragen zur Möglichkeit des Verzichts auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung können Sie sich gerne an Ihren Pelka-Berater oder Frau Marie-Christine Schröder wenden. Wir unterstützen Sie gerne. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 31 Jul 2025 08:07:12 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Sofort-Investitionsprogramm zur Stärkung der Wirtschaft</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Sofort-Investitionsprogramm zur Stärkung der Wirtschaft
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Einleitung 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bundesrat hat am 11.07.2025 dem vom Bundestag am 04.06.2025 beschlossenen „Gesetzesentwurf für ein steuerliches Investitionsprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland“ zugestimmt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ziel des Gesetzes ist es, den Wirtschaftsstandort Deutschland nach zwei Jahren ohne Wirtschaftswachstum wieder attraktiver zu machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufgrund des Förderprogramms sind Mindereinnahmen bei Bund, Ländern und Kommunen in Höhe von bis zu 48 Milliarden Euro zu erwarten. Die voraussichtlichen Steuerausfälle werden bis einschließlich 2029 in voller Höhe vom Bund übernommen. Darüber hinaus investiert der Bund zur Entlastung der Länder zwischen 2026 und 2029 zusätzlich acht Milliarden Euro in Kitas, andere Bildungseinrichtungen sowie Krankenhäuser. Insgesamt rechnet der Bund jedoch damit, dass die Steuereinnahmen durch Investitionen insgesamt steigen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachfolgend möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Regelungen des Gesetzes, das auch „Wachstums- oder Innovations-Booster“ genannt wird, verschaffen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            II. Die Einzelheiten im Überblick
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. “Investitions-Booster“ durch degressive Abschreibungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unternehmen haben wieder die Möglichkeit, höhere Abschreibungen für die Anschaffung oder Herstellung beweglicher, abnutzbarer Wirtschaftsgüter in Anspruch zu nehmen. Die erhöhte Abschreibung ist auf bewegliche Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum vom 01.07.2025 bis 31.12.2027 angeschafft bzw. hergestellt werden, begrenzt. Sie gilt nicht für unbewegliche und immaterielle Wirtschaftsgüter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein bewegliches Wirtschaftsgut, wie z. B. eine Maschine, kann aufgrund der Neuregelung mit bis zum Dreifachen der jeweiligen jährlichen linearen AfA, maximal bis zu 30% der Anschaffungskosten abgeschrieben werden. In den Folgejahren können jeweils bis zu 30% des jeweiligen Restbuchwertes abgeschrieben werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Möglichkeit der höheren Abschreibung soll die Unternehmen in der unmittelbaren Phase nach einer Investition entlasten und so weitere Neuinvestitionen fördern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Steuerliche Entlastung für Unternehmen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.1 Senkung der Steuerbelastung für Kapitalgesellschaften
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Steuerbelastung für Kapitalgesellschaften wird gesenkt. So verringert sich die Körperschaftsteuer ab dem Jahr 2028 jährlich um jeweils 1% von aktuell 15% auf 10% im Jahr 2032. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Maßnahme soll den Unternehmen vor allem mehr Planungssicherheit geben. Darüber hinaus wird mit der Senkung der durchschnittlichen Gesamtsteuerbelastung (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) von derzeit rd. 30% auf rd. 25% die Liquidität der Unternehmen gesteigert. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.2 Senkung der Steuerbelastung für Einzelunternehmer und Personengesellschaften:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Soweit Gewinne nicht entnommen wurden, konnten diese bislang wahlweise mit dem persönlichen Steuersatz besteuert oder – auf Antrag – mit dem ermäßigten Steuersatz von 28,25% besteuert werden (Thesaurierungsbesteuerung für Gewinne aus Gewerbebetrieb oder aus selbständigen Einkünften). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufgrund der sukzessiven Senkung des Körperschaftsteuersatzes von 15% auf 10% wird der Steuersatz für die Thesaurierungsbesteuerung ebenfalls gesenkt und zwar für die Jahre 2028 und 2029 auf 27%, 2030 und 2031 auf 26% und ab 2032 auf 25%.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier weisen wir auf die Nachversteuerung späterer Entnahmen hin; diese sollen jedoch nicht mit dem Spitzensteuersatz versteuert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3. Investitions-Booster für E-Mobilität bei Unternehmen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.1 Degressive Abschreibung mit fallenden Staffelsätzen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Jahr der Anschaffung rein elektrisch betriebener Fahrzeuge, die zum Anlagevermögen gehören, können nun bis zu 75 % der Anschaffungskosten abgeschrieben werden. In den Folgejahren sinkt der jeweiligen Abschreibungssatz auf 10% im zweiten Jahr, auf 5% im dritten und vierten Jahr, auf 3% im fünften Jahr und auf 2% im sechsten Jahr.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Neuregelung gilt nicht nur für Pkw, sondern auch für sämtliche Nutzfahrzeuge, soweit sie rein elektrisch betrieben werden. Darüber hinaus kann die degressive Abschreibung mit fallenden Staffelsätzen für Anschaffungen ab dem 01.07.2025 bis zum 31.12.2027 in Anspruch genommen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.2 Erhöhung der Bruttolistenpreisgrenze für E-Dienstwagen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Obergrenze für die Bemessungsgrundlage von Elektrofahrzeugen, die mit 0,25% statt 1,0% des Listenpreises zu versteuern sind, wird von EUR 70.000,00 auf EUR 100.000,00 erhöht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4. Begünstigungen der steuerlichen Forschungszulage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die steuerliche Forschungszulage wurde erstmalig mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung vom 14.12.2019 eingeführt. Sie soll den Investitionsstandort Deutschland stärken und die Forschungsaktivitäten v. a. kleiner und mittlerer Unternehmen fördern. Gefördert werden insbesondere Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, soweit sie einer oder mehreren Kategorien der Grundlagenforschung, industriellen Forschung oder experimentellen Entwicklung zuzuordnen sind. Die Höhe der Forschungszulage richtet sich nach den jeweils förderfähigen Aufwendungen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Obergrenze der förderfähigen Bemessungsgrundlage von bisher 10 Mio. EUR wird ab dem Jahr 2026 auf 12 Mio. EUR pro Jahr erhöht. Darüber hinaus wurden die förderfähigen Aufwendungen erweitert. Künftig können Gemein- und Betriebskosten mit 20% der förderfähigen Personalkosten berücksichtigt werden. Zudem beträgt der förderfähige Stundensatz für erbrachte Eigenleistungen künftig 100 EUR statt bisher 70 EUR. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Maßnahmen sollen insbesondere Investitionsanreize in Forschung und Innovation bieten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein „Gesetz für ein steuerliches Investitionsprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland“ war vor dem Hintergrund ausbleibenden Wirtschaftswachstums sicherlich längst überfällig. Nach der nun erfolgten Zustimmung des Bundesrats kann das Gesetz ausgefertigt und verkündet werden. Es tritt am Tag der Verkündung in Kraft. Die Änderungen des Forschungszulagengesetzes treten ab 01.01.2026 in Kraft. Unternehmen haben mit der in Kürze zu erwartenden Verkündung des Gesetzes - zumindest für die nächsten Jahre - mehr Planungssicherheit für Investitionen. Inwieweit die Maßnahmen tatsächlich zum erhofften „Investitions-Booster“ und damit zur Stärkung der Attraktivität sowie der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland führen, hängt sicherlich nicht nur von innenpolitischen, sondern auch von außenpolitischen Faktoren ab und bleibt daher abzuwarten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn Sie Fragen zu den einzelnen „Booster-Maßnahmen“ haben oder wie sich diese konkret in Ihrem Unternehmen umsetzen lassen, setzen Sie sich mit Ihrem Pelka-Berater oder Herrn Robin Schuh in Verbindung. Gerne können Sie auch unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ausfüllen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 16 Jul 2025 08:41:17 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Schenkungsteuer bei zinsloser oder zu niedrig verzinster Darlehensgewährung: Bundesfinanzhof urteilt zur Ermittlung des schenkungsteuerbaren Zinsvorteils</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/schenkungsteuer-bei-zinsloser-oder-zu-niedrig-verzinster-darlehensgewaehrung-bundesfinanzhof-urteilt-zur-ermittlung-des-schenkungsteuerbaren-zinsvorteils</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Schenkungsteuer bei zinsloser oder zu niedrig verzinster Darlehensgewährung:
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Bundesfinanzhof urteilt zur Ermittlung des schenkungsteuerbaren Zinsvorteils
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erbschaften und Schenkungen unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer. Was unter einer Erbschaft bzw. einem „Erwerb von Todes wegen“ zu verstehen ist, ist dabei den meisten Steuerpflichtigen geläufig. Was alles als steuerrechtliche Schenkung anzusehen ist, kann hingegen schwieriger zu bestimmen sein. So drängt es sich beispielsweise nicht sogleich auf, dass auch die im Alltag unter Verwandten nicht selten anzutreffende zinslose oder verbilligte Gewährung eines Darlehens einen schenkungsteuerlich relevanten Vorgang bilden kann. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in diesem Zusammenhang jüngst zur Bemessung der Schenkungsteuer bei niedrig verzinsten Darlehen geurteilt. Nachfolgend sollen die steuerrechtlichen Hintergründe und Auswirkungen kurz erläutert werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Hintergrund: Schenkungsteuer bei vorteilhaften Darlehen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Zinslose/zu niedrig verzinste Darlehen als freigebige Zuwendungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schenkungen unterliegen grundsätzlich der Schenkungsteuer. Das Gesetz definiert in § 7 ErbStG, was alles unter den steuerrechtlichen Begriff der Schenkung fällt. Ausgangspunkt ist dabei nach § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG jede freigebige Zuwendung unter Lebenden, soweit der Bedachte durch sie auf Kosten des Zuwendenden bereichert wird. Darunter fallen seit jeher auch zinslose oder zu niedrig verzinste Darlehen, auch wenn eine Rückzahlung erfolgen muss. Gegenstand dieses Geschenks ist das Recht, das als Darlehen gewährte Kapital zu einem niedrigen Zinssatz als marktüblich/zinslos zu nutzen. Der Wert dieses Nutzungsvorteils bemisst sich daher in solchen Fällen nach dem Zinsvorteil, der sich aus der Differenz des vereinbarten Zinssatzes mit dem sich aus § 15 Abs. 1 BewG ergebenden Zinssatz ergibt. Danach ist, wenn kein anderer Wert feststeht, grundsätzlich von dem gemeinen Wert der Nutzung i.H.v. 5,5% auszugehen. Wird eine Geldsumme auf unbestimmte Zeit zinslos bzw. verbilligt überlassen, so wird der Geldbetrag mit dem gesetzlich vorgegebenen Zinssatz i.H.v. 5,5% und dem gesetzlichen Faktor 9,3 multipliziert. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beispiel:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Großmutter G gewährt ihrem Enkel E für den Erwerb von Grundbesitz ein Darlehen i.H.v. € 500.000. Es wird vereinbart, dass die Summe nicht zu verzinsen ist und die Rückzahlung dann erfolgen solle, „wenn es gerade passt“. Ein marktüblicher Zinssatz kann nicht ermittelt werden. Im Jahr der Gewährung des Darlehens ergibt sich nach den oben genannten Grundsätzen eine anzeigepflichtige Schenkung i.H.v. € 255.750 (€ 500.000 * 5,5% * 9,3). Das Finanzamt würde nach Anzeige des Erwerbs und unter Berücksichtigung des alle zehn Jahre zur Verfügung stehenden Freibetrags und der gesetzlich vorgesehenen Abrundung des Betrags auf volle Hundert Schenkungsteuer i.H.v. € 3.899 ((€ 255.700 – Freibetrag € 200.000) * Steuersatz 7%) festsetzen.  
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Steuernachforderung auch nach Jahrzehnten vom Finanzamt möglich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die Schenkungsteuer gibt es Besonderheiten bei der Festsetzungsverjährung. Die Festsetzungsverjährung hat Einfluss darauf, bis wann das Finanzamt spätestens nachträglich Schenkungsteuer festsetzen kann. Je nach Sachverhalt beträgt diese Frist vier, fünf oder zehn Jahre. Für die Schenkungsteuer beginnt diese Frist aber erst mit Ablauf des Jahres, in dem der Schenker gestorben oder die Finanzbehörde von der vollzogenen Schenkung Kenntnis erlangt hat. Dies kann je nach Sachverhalt dazu führen, dass die Festsetzungsfrist erst sehr spät in Gang gesetzt wird, sodass das Finanzamt mitunter auch bei Schenkungen, die bereits Jahrzehnte zurückliegen, noch nachträglich Schenkungsteuer festsetzen kann, sollte eine gesetzlich vorgesehene Anzeige der Schenkung wissentlich oder unwissentlich unterblieben sein.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Urteil des Bundesfinanzhofs
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Sachverhalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Darlehensvertrag vom 03.11.2016 erhielt der spätere Kläger von seiner Schwester ein Darlehen i.H.v. € 1.875.768,05 ausgezahlt. Es wurde eine jährliche Verzinsung von 1% vereinbart. Die Darlehensvereinbarung sah zudem vor, dass das Darlehen auf unbestimmte Zeit gewährt wird und mit einer Frist von zwölf Monaten erstmals zum 31.12.2019 gekündigt werden kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Finanzamt setzte Schenkungsteuer i.H.v. € 229.500 fest. Es ermittelte diesen Wert, indem es den schenkungsteuerpflichtigen Erwerb i.H.v. € 785.008 ansetzte. Der schenkungsteuerliche Erwerb ist das Produkt aus der überlassenen Geldsumme und der Zinsdifferenz aus dem vorgegebenen Zinssatz von 5,5% und dem tatsächlichen Zinssatz von 1% und dem gesetzlichen Vervielfältiger für eine unbestimmte Laufzeit von 9,3: € 1.875.768,05 * 4,5% * 9,3 = € 785.008.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kläger legte hiergegen u.a. mit der Begründung Einspruch ein, dass für seinen Fall ein marktüblicher Zinssatz von 2,67% bis 2,81% zur Bestimmung der Zinsdifferenz feststehe und daher anzusetzen sei. Entsprechend sei eine Zinsdifferenz von 1,67% bis 1,81% (2,67/2,81% abzüglich vereinbarte Verzinsung von 1%) zur Ermittlung des schenkungsteuerpflichtigen Erwerbs anzusetzen. Das Finanzamt und später das Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern folgten dieser Argumentation nicht, da zwar ein durchschnittlicher Zinssatz von 2,81% für wirtschaftlich Selbständige feststehe, es aber nicht erkennbar sei, dass der Kläger auf dem Kapitalmarkt eine vergleichbare Finanzierung zu einem niedrigeren Zinssatz habe erhalten können.    
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Entscheidungsgründe
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BFH hingegen stützte mit seinem Urteil die Ansicht des Klägers (BFH-Urteil v. 31.07.2024, Az. II R 20/22). Es sei widersprüchlich von Finanzamt und Finanzgericht gewesen, auf der einen Seite festzustellen, dass im maßgeblichen Zeitraum der durchschnittliche Zinssatz für vergleichbare Personen (wirtschaftlich Selbständige) effektiv bei 2,81% gelegen habe, auf der anderen Seite, dass ein niedriger als der in § 15 Abs. 1 BewG festgelegte Zinssatz nicht feststehe. Das Gesetz sehe in § 15 Abs. 1 BewG lediglich vor, dass 5,5% anzusetzen sind, wenn kein anderer Wert feststeht. Die Feststellung eines anderen Werts kann dabei auf verschiedene Art erfolgen, es ist nicht zwingend erforderlich, dass der Steuerpflichtige den anderen Zinssatz nachweisen müsse. Dies stehe auch nicht im Widerspruch zu vorheriger BFH-Rechtsprechung, denn die bisherige BFH-Rechtsprechung hat lediglich betont, dass kein allgemeiner marktüblicher Zinssatz herangezogen werden könne, bei dem nicht bekannt sei, ob die zugrundeliegenden Darlehen zu vergleichbaren Bedingungen abgeschlossen wurden wie das tatsächlich vereinbarte Darlehen. Dadurch werde aber nicht ausgeschlossen, dass ein marktüblicher Zinssatz heranzuziehen ist, wenn das Finanzgericht diesen bei Vergleichbarkeit der dem Darlehen zugrundeliegenden Bedingungen festgestellt hat. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daher kann auf der Grundlage des festgestellten Zinssatzes von 2,81% für einen Fall wie dem streitgegenständlichen ein Nutzungsvorteil durch die Zinsdifferenz von 1,81% (2,81% abzüglich der vereinbarten 1%) pro Jahr angesetzt werden. Der Wert der Bereicherung war daher mit € 315.748,02 (€ 1.875.768,05 * 1,81% * 9,3) zu ermitteln, unter Berücksichtigung der weiteren Umstände des Falls waren entsprechend € 59.140 Schenkungsteuer festzusetzen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass insbesondere zwischen Verwandten Darlehen vergünstigt oder zinsfrei gewährt werden, ist keine Ausnahmeerscheinung. Sollte in diesem Zusammenhang eine Anzeige an das Finanzamt versehentlich unterblieben sein, kann aufgrund des sehr späten Beginns der Festsetzungsverjährung die „Sache nicht ausgesessen werden“. Das BFH-Urteil ermöglicht es indes nun durch Nachweis eines niedrigeren marktüblichen Zinssatzes den Wert der Schenkung und damit die Höhe der etwaigen Schenkungsteuer spürbar zu reduzieren. Insbesondere vor dem Hintergrund der zurückliegenden langen Niedrigzinsphase ist die Entscheidung des BFH zu begrüßen.   
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 18 Jun 2025 10:33:20 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/schenkungsteuer-bei-zinsloser-oder-zu-niedrig-verzinster-darlehensgewaehrung-bundesfinanzhof-urteilt-zur-ermittlung-des-schenkungsteuerbaren-zinsvorteils</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Datenschutz in der Personalarbeit:  Warum Löschkonzepte für Unternehmen unverzichtbar sind</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Datenschutz in der Personalarbeit: 
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Warum Löschkonzepte für Unternehmen unverzichtbar sind
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der zunehmend digitalisierten Arbeitswelt verarbeiten Unternehmen große Mengen sensibler Daten, insbesondere im Personalwesen. Diese Daten unterliegen besonderen Schutzanforderungen, um Missbrauch vorzubeugen. Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) verpflichtet dazu, Daten nur so lange zu speichern, wie es für den jeweiligen Zweck erforderlich ist. Ein strukturiertes Löschkonzept für Personaldokumente ist deshalb ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Datenschutzstrategien. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Löschkonzept ist eine Planaufstellung, die den spezifischen Datenkategorien individuelle, auf das verantwortliche Unternehmen zugeschnittene Speicherfristen zuweist und so Transparenz und Rechtssicherheit schafft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Rechtlicher Rahmen 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Art. 17 Abs. 1 DS-GVO haben betroffene Personen das Recht, die unverzügliche Löschung ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen, wenn einer der in der Norm genannten Gründe vorliegt. Besonders relevant ist der Fall, dass der Zweck für die Erhebung oder Verarbeitung der Daten nach Art. 17 Abs. 1 a) DS-GVO entfallen und eine weitere Speicherung nicht mehr erforderlich ist. Dieses sogenannte „Recht auf Vergessenwerden“ verpflichtet Unternehmen dazu, Daten aktiv zu löschen, sobald sie nicht mehr benötigt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dem gegenüber steht das Bedürfnis, Daten für gewisse Zeiträume zu bewahren. Solche Aufbewahrungsfristen ergeben sich insbesondere aus dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), der Abgabenordnung (AO) und dem Handelsgesetzbuch (HGB). Aus diesen Gesetzen lassen sich Mindestaufbewahrungszeiten ableiten, die durch Unternehmen zwingend einzuhalten sind, woraus wiederum auf den Zeitpunkt der Löschung geschlossen werden kann. Darüber hinaus können sich Fristen auch mittelbar aus anderen gesetzlichen Regelungen ergeben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Risiken ohne Löschkonzept
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unternehmen, die kein systematisches Löschkonzept implementiert haben, setzen sich dem Risiko aus, gegen datenschutzrechtliche Vorgaben zu verstoßen, indem sie die Daten zu früh löschen oder zu lange aufbewahren. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Folge können Datenschutzaufsichtsbehörden Bußgelder verhängen. Bereits bei geringfügigen Verfehlungen sind Sanktionen möglich; bei schwerwiegenden Verstößen drohen Bußgelder, die bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des Jahresumsatzes eines Unternehmens betragen können. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Betroffene Personen haben außerdem Anspruch auf Schadensersatz, wenn ihnen durch die unzulässige Datenverarbeitung ein materieller oder immaterieller Schaden entstanden ist. Insbesondere bei einer hohen Anzahl Betroffener kann dies zu beträchtlichen finanziellen Belastungen führen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sogar strafrechtliche Konsequenzen sind denkbar: Wird der Verstoß mit Bereicherungsabsicht begangen, kann dies mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch praktische Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen: Überlang gespeicherte Datenmengen können IT-Systeme belasten, Speicherplatz blockieren und Arbeitsprozesse verlangsamen – etwa, wenn die Suche nach relevanten Informationen unverhältnismäßig viel Zeit in Anspruch nimmt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Vorteile eines Löschkonzeptes
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein strukturiertes Löschkonzept dokumentiert nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, sondern signalisiert auch Problembewusstsein gegenüber der zuständigen Aufsichtsbehörde. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollte es dennoch zu Verstößen gegen datenschutzrechtliche Lösch- und Aufbewahrungsfristen kommen, ist mit milderen Sanktionen zu rechnen, da das Verschulden des Verantwortlichen und ergriffene Präventivmaßnahmen im Rahmen des behördlichen Ermessens gemäß Art. 83 Abs. 2 Satz 2 DS-GVO berücksichtigt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zudem bietet ein Löschkonzept mit klaren Handlungsanweisungen Transparenz und Rechtssicherheit für Betroffene sowie für die zur Löschung verantwortlichen Personen. Es stellt sicher, dass sowohl die Rechte betroffener Personen als auch die rechtlichen Interessen des Unternehmens gewahrt werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Umsetzung eines Löschkonzepts
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Nutzung eines allgemeingültigen Musters als Löschkonzept ist nicht zweckmäßig, da die Fristen individuell auf die Prozesse und Datenstrukturen des jeweiligen Unternehmens angepasst werden müssen. Die Konzeptentwicklung sollte die folgenden Schritte umfassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Bestandsaufnahme
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst müssen alle im Unternehmen vorhandenen personenbezogenen Daten identifiziert und kategorisiert werden. Die Klassifizierung ist insbesondere nach Art und Sensibilität der Daten vorzunehmen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Aufbewahrungs- und Löschfristen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Erfassung der gesetzlich vorgegebenen Aufbewahrungs- und Löschfristen sind auf das Unternehmen abgestimmte interne Fristen festzulegen. Diese sollten zum einen dem Bedürfnis auf Aufbewahrung – zum Beispiel für eine spätere rechtliche Auseinandersetzung – und zum anderen dem Recht der betroffenen Person auf rechtzeitige Löschung ihrer Daten gerecht werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Form der Aufbewahrung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Je nach Dokumentenart gelten unterschiedliche Anforderungen an die Form der Aufbewahrung, welche im Konzept benannt werden sollten. So ist beispielsweise ein Kündigungsschreiben nach § 623 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) in Schriftform aufzubewahren, während eine Abmahnung auch in elektronischer Form gespeichert werden kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4.	Verantwortlichkeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darüber hinaus sollten klare Zuständigkeiten zur Überwachung der Fristen und Ausführung der Löschvorgänge festgelegt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           5.	Dokumentation 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit im Bedarfsfall die erforderlichen Nachweise erbracht werden können, sollten sämtliche Löschvorgänge nachvollziehbar protokolliert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           6.	Schulung der Mitarbeiter 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verantwortliche Personen, insbesondere Mitarbeitende der Personalabteilung und der IT sowie Führungskräfte, sollten regelmäßig geschult und in ihrem datenschutzrechtlichen Bewusstsein sensibilisiert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Aufbewahrung von Personaldokumenten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Bereich des Personalwesens gelten für verschiedene Dokumente stark voneinander abweichende Speicherfristen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da der Zweck der Aufbewahrung nur für einen kurzen Zeitraum besteht, sind etwa Bewerbungsunterlagen grundsätzlich nur für eine Dauer von drei bis sechs Monaten aufzubewahren, sofern keine Einstellung erfolgt. Dies ergibt sich unter anderem aus der zweimonatigen Frist zur Geltendmachung von Entschädigungs- oder Schadensersatzansprüchen aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Demgegenüber sollten Dokumente, die Leistungsansprüche aus der betrieblichen Altersvorsorge begründen, bis zu 30 Jahre aufbewahrt werden, da derartige Ansprüche gemäß § 18a Satz 1 des Betriebsrentengesetzes (BetrAVG) erst nach Ablauf dieser Zeitspanne verjähren. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine ebenfalls lange Frist gilt beispielsweise für die Archivierung von Lohnunterlagen mit Bezug zu der betrieblichen Gewinnermittlung, welche nach den Vorgaben der Abgabenordnung für bis zu zehn Jahre aufzubewahren sind. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VI. Abmahnungen in der Personalakte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insbesondere die Aufbewahrung und Vernichtung von Abmahnungen bereitet Unklarheiten, wenn kein konkretes Konzept besteht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier besteht keine gesetzliche Vorgabe zur Speicherung oder Löschung und eine analoge Anwendung vergleichbarer Regelungen kommt ebenso wenig in Betracht. Fest steht, dass eine Abmahnung dann aus der Personalakte zu löschen ist, wenn auf der einen Seite ihre Warnfunktion verwirkt ist und auf der anderen Seite kein länger andauernder Speicherzweck besteht. Die Warnfunktion der Abmahnung besteht nicht unendlich, da insbesondere leichte Pflichtverletzungen im menschlichen Zusammenleben hinzunehmen sind. Sämtliche Zwecke zur Speicherung entfallen, wenn die Abmahnung für die Beendigung oder Durchführung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr erforderlich ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der Rechtsprechung ist die Dauer der Verwirkung abhängig von der Schwere eines Verstoßes. Während die Abmahnung wegen einer einfachen Pflichtverletzung bereits nach 16 Monaten verwirken kann, beträgt diese Frist bei sehr schweren Pflichtverletzungen im Einzelfall zehn Jahre oder länger. Indiz für die Dauer ist insbesondere die Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie das Bestehen von vorherigen, gleichartigen Pflichtverletzungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Anbetracht dieser vielfältigen Zeitspannen ist es wichtig, individuelle Regelungen im Unternehmen zu erarbeiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VII. Fazit 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dem am 01.01.2025 in Kraft getretenen Bürokratieentlastungsgesetz wurden einige Aufbewahrungsfristen verkürzt. Da die gesetzlichen Vorgaben sich im ständigen Wandel befinden, neue Datenarten entwickelt werden und zusätzliche Cyber-Bedrohungen entstehen, sollte auch ein Konzept zur Datenlöschung regelmäßig überprüft und angepasst werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein durchdachtes Löschkonzept für Personaldokumente bietet Rechtsklarheit, Effizienz und Datensicherheit. Unternehmen sollten daher frühzeitig handeln und Löschprozesse in ihre Personal- und IT-Systeme integrieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir unterstützen Sie gerne bei der Erarbeitung eines Löschkonzeptes für Ihr Unternehmen. Füllen Sie hierzu gerne unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 11 Jun 2025 09:06:49 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Hat der Lohnzettel ausgedient? Bundesarbeitsgericht äußert sich zur Entgeltabrechnung in digitaler Form</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/hat-der-lohnzettel-ausgedient-bundesarbeitsgericht-aeussert-sich-zur-entgeltabrechnung-in-digitaler-form</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Hat der Lohnzettel ausgedient? Bundesarbeitsgericht äußert sich zur Entgeltabrechnung in digitaler Form
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Urteil vom 28.01.2025 hat das Bundesarbeitsgericht (BAG, Az: 9 AZR 48/24) entschieden, dass Arbeitgeber Entgeltabrechnungen wirksam erteilen können, indem sie diese in ein digitales Mitarbeiterpostfach einstellen. Das BAG stellte klar, dass auf diese Weise der gesetzlich vorgeschriebenen Textform im Sinne des § 126b BGB Genüge getan werde. Die Einrichtung eines digitalen Mitarbeiterpostfachs entspreche auch den Anforderungen des § 108 GewO. Es bestehe kein Anspruch auf Erteilung von Abrechnungen in Papierform. Vielmehr begründe der gesetzliche Anspruch auf Erteilung einer Entgeltabrechnung eine Holschuld, die der Arbeitgeber grundsätzlich dadurch erfüllen könne, dass er die Abrechnung in ein passwortgeschütztes digitales Mitarbeiterpostfach einstelle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Sachverhalt und Hintergründe 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im dem Verfahren, das dem BAG-Urteil zugrunde liegt, hatte sich eine Arbeitnehmerin dagegen gewehrt, dass ihre Abrechnung nur digital in ihr Postfach eingestellt wurde. Sie vertrat die Auffassung, ihr Anspruch auf Erteilung von Entgeltabrechnungen sei durch die Bereitstellung elektronischer Entgeltabrechnungen in einem digitalen Mitarbeiterpostfach nicht erfüllt worden. Aus § 108 Abs. 1 GewO folge die Notwendigkeit der postalischen Übermittlung. Außerdem hätte sie der Verwendung eines Mitarbeiterpostfaches vor dessen Inbetriebnahme zustimmen müssen. Dem stehe allerdings ihr ausdrücklich erklärter Widerspruch entgegen. Die Klägerin beantragte, ihr auch weiterhin ihre Abrechnungen postalisch zu übermitteln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Beklagte begründet ihren Klageabweisungsantrag damit, dass § 108 Abs. 1 GewO kein Zugangserfordernis im Sinne des § 130 Abs. 1 BGB vorgebe. Es sei daher ausreichend, wenn dem Mitarbeiter die Möglichkeit gegeben werde, über ein digitales Postfach auf seine Entgeltabrechnungen zuzugreifen. Das im vorliegenden Fall verwendete Programm stelle eine ausreichende Empfangsvorrichtung dar, die mit einem Briefkasten im Machtbereich des Mitarbeiters vergleichbar sei. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachdem erstinstanzlich beim Arbeitsgericht zuungunsten der Klägerin entschieden worden war, gab das Landesarbeitsgericht Niedersachsen der Klage der Klägerin statt. Das BAG sah die Revision der Beklagten als begründet an und hob das Urteil des Landesarbeitsgerichts auf. Das Landesarbeitsgericht habe zu Unrecht angenommen, dass die Beklagte den Anspruch der Klägerin aus § 108 Abs. 1 GewO auf Erteilung der Entgeltabrechnungen nicht durch die Einstellung in das digitale Mitarbeiterpostfach erfüllt habe. Es bestehe kein Anspruch auf Erteilung von Abrechnungen in Papierform.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Erteilung von Entgeltabrechnungen unter Berücksichtigung von § 108 GewO, § 126b BGB und § 130 BGB
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemäß § 108 Abs. 1 Satz 1 GewO ist dem Arbeitnehmer bei Zahlung des Arbeitsentgelts eine Abrechnung in Textform zu erteilen. Nach Satz 2 muss eine solche Abrechnung mindestens Angaben zu Abrechnungszeitraum und Zusammensetzung des Arbeitsentgelts enthalten. Nach Auffassung des BAG setzt § 108 Abs. 1 Satz 1 GewO aber nicht voraus, dass die Lohnabrechnung dem Arbeitnehmer entsprechend § 130 Abs. 1 BGB zugehen müsse. Bei Entgeltabrechnungen handele es sich um Wissenserklärungen, auf die § 130 Abs. 1 BGB keine Anwendung finde. Nach § 108 Abs. 1 Satz 1 GewO sei die Lohnabrechnung „zu erteilen“. Dies lasse sich als „zuteilwerden lassen“, „zukommen lassen“ lesen und enthalte demzufolge nicht das Erfordernis des Zugangs. Mit der Einstellung der Abrechnungen in ein digitales Postfach lasse der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Abrechnung zukommen, sodass die Voraussetzung des § 108 Abs. 1 GewO erfüllt sei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Arbeitgeber komme seiner Verpflichtung aus § 108 Abs. 1 Satz 1 GewO nach, indem er die Abrechnungen in ein digitales Mitarbeiterpostfach einstelle. Auf einen Zugang gem. § 130 Abs. 1 BGB komme es nicht an. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ferner sei es irrelevant, ob der Verwendung eines Mitarbeiterpostfachs zugestimmt werde. Soweit durch Gesetz Textform vorgeben sei, werde diese gem. § 126b BGB dadurch gewahrt, dass auf einem dauerhaften Datenträger eine lesbare Erklärung abgegeben werde, in der die Person des Erklärenden genannt sei. Ein dauerhafter Datenträger sei jedes Medium, das es dem Empfänger ermögliche, eine sich auf diesem befindliche, an ihn persönlich gerichtete Erklärungen so aufzubewahren oder zu speichern, dass er darauf zugreifen und die gespeicherte Erklärung unverändert wiedergeben könne. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Voraussetzungen seien durch ein digitales Mitarbeiterpostfach erfüllt. Aufgrund datenschutzrechtlicher Mechanismen wie Benutzernamen und Passwörtern, erhielten die Mitarbeiter einen sicheren Speicherbereich für die Entgeltabrechnungen, den der Arbeitgeber nicht nachträglich abändern könne. Durch die Einstellung in ein digitales Postfach werde dem Mitarbeiter auch ausreichend transparent mitgeteilt, warum gerade der genannte Betrag ausgezahlt werde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darüber hinaus erfülle die digitale Einstellung von Lohnabrechnungen auch in örtlicher Hinsicht die Voraussetzungen des § 108 GewO. Beim Anspruch auf Erteilung einer Lohnabrechnung nach § 108 Abs. 1 GewO handele es sich um eine Holschuld, bei der Leistungshandlung und -erfolg in der Sphäre des Arbeitgebers liegen würden. Demnach seien Arbeitspapiere vom Arbeitnehmer grundsätzlich in der Niederlassung des Arbeitgebers abzuholen. Dies betreffe alle Dokumente, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer über das Arbeitsverhältnis zu erteilen habe. Der Arbeitgeber sei somit von seiner Leistungspflicht befreit, wenn er die Leistung bereitstelle. Dafür genüge auch das digitale Mitarbeiterpostfach. Der Arbeitgeber sei nicht verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass die Abrechnungen dem Mitarbeiter auch tatsächlich zugehen. Allerdings habe der Arbeitgeber die Pflicht, solchen Beschäftigten, die keine eigene Möglichkeit zum digitalen Abruf haben, die Möglichkeiten zu gewähren, den Abruf z.B. im Betrieb vorzunehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Fazit 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Urteil führt zu einer deutlichen Erleichterung für den Arbeitgeber bzw. die lohnabrechnende Stelle. Der Arbeitgeber ist nicht mehr verpflichtet, alle Abrechnungen auszudrucken und per Post an seine Arbeitnehmer zu versenden. Auch wenn viele Arbeitgeber in den letzten Jahren bereits auf digitale Abrechnungen umgestellt haben, wird diese Praxis doch erst durch das Urteil des BAG rechtssicher. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die digitale Abrechnung ist nur ein Beispiel dafür, dass die Digitalisierung in der Lohnabrechnung schon lange Einzug gehalten hat. Gerade der Bereich der Lohnbuchhaltung erfordert aber auch einen rechtssicheren und effizienten Prozess, der für beide Seiten hinreichend nachvollziehbar ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn Sie sich mit digitalen Entgeltabrechnungen beschäftigen oder darüber nachdenken, wie sich Ihre Entgeltabrechnung effizienter gestalten lässt, helfen wir Ihnen gerne weiter. Unser „Team Lohn“, das aus sieben hochqualifizierten Mitarbeitern besteht, berät Sie zuverlässig, transparent und rechtssicher im Bereich der Lohnbuchhaltung und hilft Ihnen bei allen Fragen, die sich in diesem Zusammenhang ergeben können, gerne weiter. Füllen Sie hierzu gerne unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 05 Jun 2025 09:31:59 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Inklusive Ansprache: EuGH verurteilt die binäre Anrede in digitalen Geschäftsprozessen</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Inklusive Ansprache: EuGH verurteilt die binäre Anrede in digitalen Geschäftsprozessen
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit seinem Urteil vom 09.01.2025 (C 394/23) hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) neue Aspekte der Diskussion um den Datenschutz im digitalen Raum beleuchtet. Gegenstand des Verfahrens war die Wahl einer binären Anrede beim Online-Ticketkauf, die Kunden verpflichtete, zwischen den Optionen „Herr“ oder „Frau“ zu wählen – ohne Möglichkeit, das Feld offen zu lassen oder alternative Bezeichnungen auszuwählen. Das Urteil befasst sich mit den Anforderungen an die Datenverarbeitung nach der Datenschutz-Grundverordnung (DS GVO) und der inklusiven Gestaltung digitaler Geschäftsprozesse.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Ausgangslage: Binäre Anrede beim Online-Ticketkauf 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im zugrundeliegenden Fall ging es um den Online-Verkauf von Bahnfahrten, bei welchem die Nutzer im Rahmen ihrer Buchung zwingend eine geschlechtsspezifische Anrede angeben mussten. Anders als bei vielen Online-Formularen, die alternative Optionen wie „divers“ oder „keine Angabe“ zur Verfügung stellen, wurde hier ausschließlich die Auswahl zwischen „Herr“ und „Frau“ angeboten. Der EuGH hinterfragte, ob die Datenverarbeitung – in diesem Fall die Angabe einer Anrede – für den Abschluss des Vertrags erforderlich ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auslegung der DS-GVO
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die zuvor befasste französische Datenschutzbehörde lehnte den Antrag auf Überprüfung der binären Anrede ab. Sie war der Ansicht, Online-Ticketverkäufe seien Teil des geschäftlichen Alltags, sodass weite Maßstäbe anzulegen seien. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der EuGH hingegen vertrat eine wesentlich restriktivere Auslegung der DS GVO und lehnte im vorliegenden Fall letztendlich die datenschutzrechtliche Zulässigkeit einer binären Anrede ab. In seinem Urteil überprüfte er die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung im Hinblick auf Art. 6 Abs. 1 lit. a), b) und f) DS-GVO. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Datenverarbeitung zur Erfüllung des Vertrages
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Art. 6 Abs. 1 lit. b) DS-GVO kann die Verarbeitung von Daten zur Erfüllung des Vertrags erforderlich sein. Der EuGH hat hierzu mehrfach klargestellt, dass die Datenverarbeitung zur Vertragserfüllung objektiv unerlässlich sein und die verantwortliche Person nachweisen muss, dass der Vertrag ausschließlich durch die entsprechende Verarbeitung erfüllt werden kann. Die bloße Erleichterung der Vertragsabwicklung reicht nicht aus. Das bedeutet für den vorliegenden Fall, dass die vertraglichen Dienstleistungen so beschaffen sein müssten, dass sie sich nur an eine bestimmte Geschlechtsidentität richten – ein Kriterium, das in den seltensten Buchungsszenarien gegeben sein dürfte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gegenseite brachte vor, dass die Verarbeitung in Form der binären Anrede unerlässlich sei, um den Bedürfnissen der Reisenden gerecht zu werden, beispielsweise bei Platzreservierungen für Frauen in Nachtzügen. Weiter entspräche die Anrede mit „Herr“ oder „Frau“ der gängigen Verkehrssitte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dem EuGH fehlt es an dieser Notwendigkeit. Zum einen beträfen nicht alle Ticketbuchungen Nachtzüge und zum anderen gäbe es neben der binären Anrede andere Möglichkeiten der Ansprache. Demnach ließe sich die vorliegende Datenverarbeitung nicht auf Art. 6 Abs. 1 lit. b) DS-GVO stützen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Datenverarbeitung zur Wahrung berechtigter Interessen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zulässigkeit der Verarbeitung könnte sich aber aus der Wahrung berechtigter Interessen nach Art. 6 Abs. 1 lit. f) DS-GVO ergeben. Dazu müsste die verantwortliche Person nachweisen, dass ihrerseits berechtigte Interessen bestehen, die die Datenverarbeitung erforderlich machen und sich in einer Interessenabwägung im konkreten Einzelfall keine überwiegenden Interessen der betroffenen Personen ergeben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das berechtigte Interesse ist weit zu fassen und umfasst grundsätzlich alle anerkannten, nicht rechtswidrigen Belange der Verantwortlichen. Marketingzwecke oder geschäftliche Konventionen können also derartige Interessen darstellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Erfordernis der Datenverarbeitung ist allerdings nur dann zu bejahen, wenn das berechtigte Interesse nicht ebenso wirksam mit anderen, weniger eingriffsintensiven Mitteln in zumutbarer Weise erreicht werden kann. Alternativ zur Verwendung der binären Anrede könnte im vorliegenden Fall eine allgemeine Ansprache gewählt oder ein Freitextfeld zur Verfügung gestellt werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jedenfalls überwiegen aber die Interessen der betroffenen Personen, sodass die Interessenabwägung – in welcher auf Seiten der Betroffenen insbesondere das Recht auf Achtung des Privatlebens und auf Schutz personenbezogener Daten zu berücksichtigen sind – gegen eine Verarbeitung nach Art. 6 Abs. 1 lit. f) DS-GVO spricht. Personen mit einer nicht binären Geschlechtsidentität sind nach dem BVerfG in der Gesellschaft besonders schützenswert (vgl. BVerfG, Beschl. v. 10.10.2017 – 1 BvR 2019/16). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Datenverarbeitung nach Einwilligung 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Gericht beleuchtete auch die Möglichkeit einer Einwilligung in die Datenverarbeitung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a) DS-GVO. Deren Zulässigkeit im konkreten Fall ließ der EuGH in seiner Entscheidung offen, verwies aber auf die praktischen Schwierigkeiten einer Einwilligung in die Datenverarbeitung im Rahmen des Buchungsprozesses. Im Hinblick auf den Grundsatz der Datenminimierung aus Art. 5 Abs. 1 lit. c) DS-GVO könnten nutzerfreundliche Abläufe gefährdet werden. Darüber hinaus könnte eine Einwilligung in die Datenverarbeitung durch die betroffene Person jederzeit widerrufen werden, sodass es sich hierbei um eine wenig praktikable Lösung handele.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Verbandsinitiative und Vorabentscheidungsverfahren
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Besonderheit des Falles bestand darin, dass die Initiative zur Einleitung des Ausgangsverfahrens nicht von einer betroffenen natürlichen Person, sondern von einem französischen Verband ausging, welcher sich gegen Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung einsetzt. Nach Art. 80 DS-GVO können die Mitgliedsstaaten bei der Verletzung von Datenschutzrechten auch Klagen und Beschwerden von Verbänden zulassen, was sowohl im französischen als auch im deutschen Recht umgesetzt wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das nationale Gericht ersuchte sodann den EuGH um Auslegung der DS-GVO im Rahmen eines Vorabentscheidungsverfahrens gemäß Art. 267 AEUV. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VI. Sanktionen und Bußgelder bis zu 20 Millionen Euro
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die zuständige Aufsichtsbehörde kann bei Verstößen gegen Art. 6 DS-GVO weitreichende Maßnahmen ergreifen. Neben der Verwarnung des Unternehmens oder der Anweisung zur Berichtigung und Löschung der Daten können nach Art. 83 DS-GVO Bußgelder in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des Jahresumsatzes eines Unternehmens verhängt werden. Darüber hinaus können betroffene Personen gemäß Art. 82 DS-GVO Ersatz für die Schäden verlangen, die ihnen durch die ungerechtfertigte Verarbeitung ihrer Daten entstanden sind. Auch die öffentliche Wahrnehmung spielt eine entscheidende Rolle: Die Bekanntmachung eines Verstoßes kann zu einem erheblichen Reputationsverlust für das Unternehmen führen und das Vertrauen der Kunden nachhaltig erschüttern. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VII. Auswirkungen auf den Online-Handel 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Urteil des EuGH könnte wesentliche Auswirkungen auf den Online-Handel haben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unternehmen sind dazu angehalten, ihre Formulare und Datenverarbeitungsprozesse anzupassen, um deren datenschutzrechtliche Zulässigkeit und gesellschaftliche Inklusivität zu gewährleisten und teure Bußgelder sowie Imageschäden zu vermeiden. Dies gilt nicht nur für den Online-Ticketverkauf, sondern lässt sich auch auf andere Geschäftsmodelle, bei denen personenbezogene Daten erhoben werden, erweitern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Umsetzung der Vorgaben des EuGH könnte die Frage nach der Geschlechtsidentität entfernt und durch neutrale Anredeformen – zum Beispiel „Guten Tag“ –  ersetzt werden. Alternativ könnte das im Rahmen einer Buchung auftretende Feld zur Anrede insoweit umgestaltet werden, dass Unternehmen den Nutzern ein Freitextfeld zur Verfügung oder weitere Optionen – beispielsweise „divers“ oder „keine Angabe“ – zur Auswahl stellen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VIII. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der EuGH stellt in seinem Urteil klar, dass die verpflichtende Auswahl einer binären Anrede nicht mit den Prinzipien der DS-GVO vereinbar ist, sofern keine unerlässliche Notwendigkeit einer solchen Ansprache für die Erfüllung und Durchführung des Vertrages besteht. Die Anforderungen an die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 DS-GVO sind demnach eng auszulegen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unternehmen sollten daher ihre Datenverarbeitungsprozesse kontrollieren und unklare oder pauschale Abfragen nicht ohne vorherige datenschutzrechtliche Prüfung einsetzen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich öffnet das Urteil Raum für weiterführende Diskussionen zur zukünftigen Ausrichtung der Verarbeitung personenbezogener Daten und verdeutlicht, dass zur Gewährung von Datenschutz im digitalen Zeitalter Anpassungsfähigkeit gefordert wird. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 21 May 2025 11:33:32 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>„Alles neu macht der ... Merz?“ – die wesentlichen steuerlichen Vorhaben der neuen Koalition</title>
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             „Alles neu macht der ... Merz?“ – die wesentlichen steuerlichen Vorhaben der neuen Koalition 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
        
            Ein Überblick über die wichtigsten steuerlichen Vorhaben der neuen Regierung
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dem Koalitionsvertrag „Verantwortung für Deutschland“ haben die Regierungsparteien (CDU, CSU und SPD) ihre steuerpolitische Agenda für die kommende Legislaturperiode vorgestellt. Neben Reformen im Unternehmenssteuerrecht setzt der Vertrag auch auf finanzielle Entlastungen für Privatpersonen, die Förderung von Investitionen und Digitalisierung sowie erste Schritte in Richtung Bürokratieabbau. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Vorhaben im Steuerbereich verständlich zusammen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             I. Änderungen im Unternehmenssteuerrecht
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein zentrales Anliegen der neuen Koalition ist die Anpassung der steuerlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen, die Regierung plant in diesem Bereich:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            a)	Senkung der Körperschaftsteuer:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ab 2028 soll der Körperschaftsteuersatz – also die Steuer, die Kapitalgesellschaften auf ihre Gewinne zahlen – in fünf Schritten jährlich um einen Prozentpunkt gesenkt werden. Bis 2032 würde der Satz somit von 15% auf 10 % fallen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            b)	Einheitliche Besteuerung von Neugründungen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Geprüft werden soll außerdem, ob ab 2027 alle neu gegründeten Unternehmen – unabhängig von ihrer Rechtsform – pauschal der Körperschaftsteuer unterliegen können. Dann würde für alle jungen Betriebe zunächst das gleiche Steuerregime gelten, egal ob sie als GmbH, Einzelunternehmen oder Personengesellschaft starten. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            c)	Investitions-Booster:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für die Jahre 2025 bis 2027 ist eine degressive Abschreibung in Höhe von 30 Prozent auf Ausrüstungsinvestitionen geplant – etwa für die Anschaffung von Maschinen oder technischen Geräten. Unternehmen können so einen größeren Teil der Anschaffungskosten direkt im ersten Jahr steuerlich geltend machen. Die Koalition möchte so Investitionen ankurbeln.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            d)	Anhebung des Mindesthebesatzes bei der Gewerbesteuer:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Um innerdeutsche „Steueroasen“ zu vermeiden, soll der Mindesthebesatz der Gewerbesteuer von 200 % auf 280 % steigen. Damit sollen alle Kommunen verpflichtet werden, ein gewisses Mindestmaß an Gewerbesteuer zu erheben – das sorgt für fairere Wettbewerbsbedingungen zwischen den Städten und Gemeinden. Für Unternehmen bedeutet dies jedoch unter Umständen eine höhere Gewerbesteuer.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            e)	Modernisierung der Besteuerung von Personengesellschaften und Einzelunternehmen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch bei der Besteuerung von Personengesellschaften – also zum Beispiel bei einer GbR, OHG oder KG – und Einzelunternehmen kündigt die Koalition Verbesserungen an. Konkret geht es um steuerliche Sonderregelungen, namentlich um die sogenannte Thesaurierungsbegünstigung nach § 34a EStG, bei der eine Verschiebung der Besteuerung in die Zukunft möglich wird, sowie das sogenannte Optionsmodell nach § 1a KStG, bei dem insbesondere Personengesellschaften freiwillig wie Kapitalgesellschaften besteuert werden können. Was genau verbessert werden soll, bleibt im Koalitionsvertrag allerdings unklar.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            f)	Einfuhrumsatzsteuer Verrechnungsmodell:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Koalition plant, die bisherige Vorauszahlung der Einfuhrumsatzsteuer abzuschaffen. Stattdessen soll ein Verrechnungsmodell eingeführt werden. Es ist geplant, dass das Unternehmen statt Geld an den Zoll zu überweisen und später über das Finanzamt zurückzuerhalten, die fällige Einfuhrumsatzsteuer einfach mit der regulären Umsatzsteuerschuld verrechnet wird. Das könnte Unternehmen Liquidität und Zeit sparen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              II. Steuerpläne für Privatpersonen
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Rentnerinnen und Rentner sieht der Koalitionsvertrag steuerliche Entlastungen vor:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            a)	Einkommensteuer:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für kleine und mittlere Einkommen plant die Regierung eine Senkung der Einkommensteuer – allerdings erst in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode. Wann genau und in welchem Umfang diese Entlastung kommen soll, bleibt im Koalitionsvertrag allerdings offen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            b)	Steuerfreie Überstundenzuschläge:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zuschläge für Überstunden, die über die reguläre vertraglich oder tariflich vereinbarte Arbeitszeit hinausgehen, sollen künftig steuerfrei sein. Damit will die Regierung Anreize für zusätzliche Arbeitsleistung schaffen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            c)	Anreize für längeres Arbeiten im Alter:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wer über das gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus arbeitet, soll bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei verdienen dürfen. Damit sollen ältere Arbeitnehmer ermutigt werden, freiwillig länger im Berufsleben zu bleiben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            d)	Teilzeit auf Vollzeit:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Prämien, die Arbeitgeber zahlen, wenn Beschäftigte von Teilzeit in Vollzeit wechseln, sollen steuerlich begünstigt werden – vorausgesetzt ist aber wohl, dass die neue Vollzeitstelle sich an geltenden Tarifverträgen orientiert. So soll mehr Arbeitskraft aktiviert und dem Fachkräftemangel begegnet werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            e)	Arbeitstagepauschale:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Geplant ist zudem die Einführung einer Arbeitstagepauschale, mit der Werbungskosten für Arbeitnehmer pauschal erfasst werden sollen. Wie diese neue Pauschale konkret ausgestaltet wird und welche bisherigen Abzugsmöglichkeiten dadurch möglicherweise entfallen, ist derzeit ebenfalls unklar.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III. Digitalisierung und Bürokratieabbau
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die neue Regierung setzt auf Vereinfachung und Digitalisierung im Steuerrecht:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            a)	Selbstveranlagung für Unternehmen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Körperschaften und Personengesellschaften sollen künftig ihre Steuererklärungen eigenverantwortlich erstellen und einreichen – die sogenannte Selbstveranlagung soll schrittweise eingeführt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            b)	Mehr digitale Steuererklärungen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die elektronische Abgabe von Steuererklärungen soll zur Regel werden. Für einfache Fälle sind zudem automatisierte und vorausgefüllte Steuererklärungen geplant – ein Schritt hin zu weniger Aufwand für Steuerpflichtige.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV. Umsatzsteuersatz für Speisen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Umsatzsteuersatz für Speisen in der Gastronomie soll ab Januar 2026 dauerhaft auf 7% reduziert werden. Mit dieser Maßnahme will die Regierung die wirtschaftliche Stabilität der Gastronomiebetriebe sichern und Arbeitsplätze in der Branche erhalten. Die Absenkung war ursprünglich als Krisenmaßnahme eingeführt worden – nun soll sie als strukturelle Unterstützung dauerhaft bestehen bleiben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            V.	Mitarbeiterkapitalbeteiligung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Beschäftigte sollen künftig stärker am Unternehmenserfolg beteiligt werden können. Die Regierung plant, die sogenannten Mitarbeiterkapitalbeteiligungen durch einfachere steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Regelungen attraktiver zu machen. Konkrete Maßnahmen sind im Koalitionsvertrag allerdings noch nicht genannt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            VI.	Stromsteuer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zur kurzfristigen Entlastung der Bürgerinnen und Bürger plant die Koalition eine Senkung der Stromsteuer für Unternehmen und Verbraucher auf das europarechtlich zulässige Mindestmaß. Ziel ist eine Reduzierung des Strompreises um mindestens fünf Cent pro Kilowattstunde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             VII. Förderung von E-Mobilität und Mobilität allgemein
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             a)	E-Mobilität:
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die steuerliche Förderung von Elektro-Dienstwagen soll ausgeweitet werden. Dazu soll die Preisgrenze für begünstigte Fahrzeuge auf 100.000 Euro angehoben werden. Außerdem sind eine Sonderabschreibung für Elektrofahrzeuge sowie eine Kfz-Steuerbefreiung bis 2035 vorgesehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            b)	Pendlerpauschale:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ab dem Jahr 2026 soll die Pendlerpauschale auf 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer erhöht werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            VIII. Solidaritätszuschlag
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Solidaritätszuschlag soll weiterhin bestehen bleiben – daran ändert sich auch mit dem neuen Koalitionsvertrag nichts. Diese Entscheidung steht im Einklang mit einem aktuellen Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.03.2025. Das Gericht hat klargestellt, dass der Gesetzgeber nicht verpflichtet ist, den „Soli“ vollständig abzuschaffen. Die Bundesregierung sieht insofern keinen Handlungsbedarf. Eine Änderung an der bestehenden Regelung wird es nicht geben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Fazit: Viel Ankündigungen – Wenig Konkretes
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Koalitionsvertrag 2025 enthält zahlreiche steuerpolitische Vorhaben, darunter Entlastungen, Investitionsanreize und Digitalisierungsschritte. Allerdings bleiben viele dieser Vorhaben bislang auf der Ebene von Absichtserklärungen. Wie und ob sie konkret umgesetzt werden, ist offen und wird sich erst im Laufe der Legislaturperiode zeigen. Steuerpflichtige – ob privat oder unternehmerisch – sollten daher aufmerksam bleiben und die weitere Entwicklung genau verfolgen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Sollten Sie zu den steuerlichen Themen Fragen haben oder eine individuelle Beratung wünschen, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Nehmen Sie hierzu Kontakt zu
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
             
            &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             unserem Kollegen 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;a href="/nils-pinzke"&gt;&#xD;
          
             Nils Pinzke
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             auf oder f
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            üllen Sie das 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
            
              Kontaktformular
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir danken unserem Rechtsreferendar Jan Haupt für die tatkräftige Unterstützung zu diesem Beitrag.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 14 May 2025 08:49:54 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Verantwortung für Deutschland - auch im Mietrecht?</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Verantwortung für Deutschland - auch im Mietrecht?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Was bedeutet der Koalitionsvertrag für Mieter und Vermieter?
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Im Koalitionsvertrag "Verantwortung für Deutschland" haben CDU/CSU und SPD auch für das Mietrecht zentrale Weichenstellungen im Hinblick auf ihren Politikwechsel vorgenommen. Einige mietrechtliche Aspekte bleiben unverändert, während andere umfassend angepasst werden. Als Ihre steuerlichen und juristischen Ansprechpartner möchten wir Ihnen in diesem Beitrag die wichtigsten Neuerungen kurz und übersichtlich darstellen und erste Einschätzungen zu praxisrelevanten Auswirkungen geben.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            I.	Verlängerung der Mietpreisbremse
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die aktuell bis zum 31.12.2025 befristete Mietpreisbremse soll nach dem Willen der Koalitionäre bis zum 31.12.2029 bestehen bleiben. Damit ist weiterhin Vorsicht bei der Neuvermietung von Wohnungen geboten, die in einem Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt liegen, für das eine Mieterschutzverordnung besteht. In NRW sind gegenwärtig 57 Städte und Gemeinden von der Mietpreisbremse betroffen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Koalitionsvertrag sieht zwar keine direkte Verschärfung der Mietpreisbremse vor, geplant ist jedoch, dass bis Ende 2026 eine Expertengruppe Vorschläge für Bußgelder bei Verstößen gegen die Mietpreisbremse erarbeiten soll. Bisher sieht das Gesetz eine solche Sanktionierung nicht vor. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Derzeit sind Vermieter allein dem Risiko ausgesetzt, dass Mieter eine Anpassung für die Zukunft sowie eine Rückzahlung überzahlter Mieten von bis zu 30 Monaten fordern können, wovon de facto jedoch in der Vergangenheit nur wenige Mieter Gebrauch machten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Vermieter ergibt sich demnach auch in Zukunft eine erhöhte Sorgfaltspflicht bei der Zusammensetzung der Miete und insbesondere bei der Dokumentation von Ausnahmen von der Mietpreisbremse bei Vertragsschluss. Es besteht die Möglichkeit, dass das einschlägige gesetzliche Privileg ungewollt beeinträchtigt wird, wenn die Dokumentation gegenüber dem Mieter nicht ausreichend erfolgt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             II.	Weitergehende Mietenregulierungen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dem Koalitionsvertrag kündigen die Koalitionäre weiter die stärkere Regulierung von Wohnraumindexmieten, der möblierten Vermietung und von Kurzzeitvermietungen an. Konkrete gesetzgeberische Schritte sieht der Koalitionsvertrag zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht vor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Möglichkeit wäre, die Indexmieten zu deckeln. Dadurch könnten sie in Zeiten hoher Inflation gegenüber der Staffelmiete an Attraktivität verlieren. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Regulierung der Vermietung von möblierten Wohnungen durch gesetzliche Vorgaben, wie etwa die Begrenzung von Mietaufschlägen anhand des tatsächlichen Wertes der Möblierung oder durch die Einführung von absoluten Obergrenzen für den Anteil der auf die Möbel entfallenden Miete, ist derzeit noch in Diskussion. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die im Rahmen der Kurzzeitvermietungen problematisierte Abgrenzung von Wohn- und gewerblicher Nutzung gibt es bereits bewährte rechtliche Maßstäbe, die aus der Rechtsprechung übernommen werden könnten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es bleibt daher abzuwarten, ob die bisherigen Ausnahmen von der weitreichenden Regulierung des Wohnungsmarktes in Bezug auf die Miethöhe weiter eingeschränkt oder sogar gänzlich ausgeschlossen werden. Erfreulich ist jedenfalls, dass der Koalitionsvertrag keine Vereinbarungen zu einem generellen Mietenstopp oder einer Mietendeckelung enthält, die im Wahlkampf noch zu befürchten waren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Modernisierungs- und Nebenkosten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Rahmen von Gebäudemodernisierungen soll die Grenze für vereinfachte Umlagen der Kosten auf die Mieten (sog. Kleinmodernisierungen) von EUR 10.000,00 auf EUR 20.000,00 angehoben werden, um Anreize für Investitionen den Wohnungsbestand zu setzen. Wie dieses Vorhaben, welches im Zielkonflikt mit der ebenso beabsichtigten Gewährleistung der besseren Bezahlbarkeit der Miete steht, hiermit in Einklang gebracht werden soll, offenbart der Koalitionsvertrag zum jetzigen Zeitpunkt nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Koalitionäre haben ebenfalls die Intention, die Nebenkostenabrechnungen transparenter zu gestalten. Auch hierzu liegen derzeit noch keine konkreten Umsetzungshinweise vor. Ob auch die Umlagefähigkeit einzelner Nebenkosten eingeschränkt wird, ist derzeit noch offen. In der jüngsten Vergangenheit wurde an dieser Stelle ausführlich über den Wegfall der Umlagemöglichkeit der Grundsteuer diskutiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Beendigungsmöglichkeiten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus Sicht des Rechtsanwenders ist bemerkenswert, dass zur Vermeidung von Obdachlosigkeit künftig eine Schonfristzahlung des Mieters auch eine ordentliche Kündigung abwenden können soll. Gemäß höchstrichterlicher Rechtsprechung ist dies bislang nur in Bezug auf eine außerordentliche Kündigung möglich, die in der Praxis häufig mit einer ordentlichen Kündigung verbunden ist, wenn der Mieter seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Bereits im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung angekündigt, wurde diese Maßnahme jedoch nie umgesetzt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Handlungsspielraum der Vermieter bei der Beendigung von Mietverhältnissen soll mit Blick auf die Zahlungsmoral der Mieter zukünftig hierdurch deutlich eingeschränkt werden. Diese Forderung wird nicht nur von Mieterverbänden seit Jahren aufgestellt, sondern auch aus großen Kreisen der Richterschaft unterstützt. Ob dies zum Rechtsfrieden beiträgt und Anreizwirkung zur Schaffung neuen Wohnraums hat, ist jedoch zu bezweifeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V.	Steuerliche Erleichterung für Vermieter
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Positiv hervorzuheben, wenn auch zum jetzigen Zeitpunkt völlig unkonkret, ist die geplante steuerliche Förderung für Vermieter, die Wohnungen zu günstigen Mieten anbieten. Wann eine Miete als "günstig" gilt und wie genau die steuerliche Begünstigung ausgestaltet wird, bleibt abzuwarten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus der Gesamtschau des Koalitionsvertrags lässt sich jedoch vermuten, dass diese Erleichterung, wie anderorts im Koalitionsvertrag gefordert, möglicherweise bei Mieten in angespannten Wohnungsmärkten unter EUR 15,00/qm gelten soll. Die steuerliche Umsetzung bleibt hingegen völlig offen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VI.	Unser Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemäß seiner unverbindlichen Natur bleibt der Koalitionsvertrag - Verantwortung für Deutschland - in vielen Punkten vage, so dass abzuwarten bleibt, inwieweit die Koalitionäre ihrer Verantwortung für die Neubau- und Wohnungsknappheit in Deutschland gerecht werden. Die konkrete Ausgestaltung der vereinbarten Punkte wird entscheidend dafür sein, ob der Immobilienmarkt aus seinem anhaltenden Dornröschenschlaf geweckt werden kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ob dabei zusätzliche bürokratische Hürden wie neue Transparenzpflichten und angedachte Bußgelder marktbelebend wirken, darf bezweifelt werden. Die geplanten, wenn auch noch unkonkreten steuerlichen Anreize sind hingegen zu begrüßen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vermietern und Investoren empfehlen wir, die Umsetzung des Koalitionsvertrages aufmerksam zu verfolgen. Für eine individuelle steuerliche und rechtliche Beratung stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. Füllen Sie gerne hierzu unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 07 May 2025 10:28:32 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>BGH-Entscheidung zu praxisrelevanten Themen für Unternehmen in der Immobilienwirtschaft – Special Teil II</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/bgh-entscheidung-zu-praxisrelevanten-themen-fuer-unternehmen-in-der-immobilienwirtschaft-special-teil-ii</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            BGH-Entscheidung zu praxisrelevanten Themen für Unternehmen in der Immobilienwirtschaft – Special Teil II
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Dieser Beitrag setzt den ersten Teil unseres Specials fort.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer aktuellen Entscheidung vom 09.02.2024 (Az: II ZR 220/22) hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) mit drei Rechtsfragen auseinandergesetzt, die für die Unternehmenspraxis – insbesondere in der Immobilienwirtschaft – von großer Bedeutung sind. Im Fokus standen erstens das Selbsthilferecht eines Gesellschafters einer GmbH hinsichtlich der Abberufung des Geschäftsführers aus wichtigem Grund bei Mängeln der Gesellschafterversammlung, zweitens die Frage der Kenntnis und des Vertrauensschutzes im Zusammenhang mit der positiven und negativen Publizität des Handelsregisters (§ 15 HGB) und drittens die Grundsätze des Missbrauchs der Vertretungsmacht, insbesondere in Bezug auf deren parallele Anwendung zu den Regelungen der negativen Publizität des Handelsregisters. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Fragestellungen, die zunächst eher förmliche Aspekte betreffen und dem Praktiker auf den ersten Blick vielleicht nicht ins Auge fallen, entscheiden letztlich aber über die Wirksamkeit wesentlicher Rechtsgeschäfte und können schwerwiegende Folgen nach sich ziehen, so dass sich ein näherer Blick lohnt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der erste Teil dieses Specials beschäftigte sich mit dem Selbsthilferecht des Gesellschafters bei der Einberufung der Gesellschafterversammlung und dem Vertrauen auf das Handelsregisters trotz Kenntnis entgegenstehender Umstände. Der zweite Teil setzt sich nun mit den Grundsätzen des Missbrauchs der Vertretungsmacht auseinander, gibt eine Übersicht über noch offene Fragen und enthält einzelne Thesen für die praktische Anwendung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Grundsätze des Missbrauchs der Vertretungsmacht 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Obwohl im Grundsatz Vertrauensschutz auf die Eintragung im Handelsregister bestehe, so der BGH im gegenständlichen Streitfall (vgl. zum Sachverhalt:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="https://www.pelkapartner.de/bgh-entscheidung-zu-praxisrelevanten-themen-fuer-unternehmen-der-immobilienwirtschaft-special-teil-i" target="_blank"&gt;&#xD;
          
             Teil I des Specials
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ), liege aber ein Missbrauch der Vertretungsmacht vor, dessen Grundsätze auch im Anwendungsbereich des Rechtsscheintatbestands des § 15 Abs. 1 HGB gelten würden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Geschäftsführer habe zwar mit dem Abschluss des Grundstückskaufvertrags ohne Gesellschafterbeschluss die im Innenverhältnis bestehenden Grenzen seiner Vertretungsmacht missachtet. Das Risiko einer missbräuchlichen Verwendung der Vertretungsmacht habe aber grundsätzlich die vertretene Gesellschaft zu tragen, so dass die Beklagte als Käuferin aus dem Verstoß des Geschäftsführers im Innenverhältnis keine Nachteile träfen und sie sich auf den Kauf verlasse könne. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus Rechtsscheingrundsätzen können indes keine weitergehenden Rechte hergeleitet werden, als sie bestünden, wenn der Rechtsschein zuträfe. Das bedeutet, dass die Beklagte über § 15 Abs. 1 HGB zwar weiterhin auf die eingetragene Vertretungsbefugnis des Geschäftsführers vertrauen durfte. Dies gilt jedoch nur in dem Maße, wie eine solche Vertretungsbefugnis gesetzlich überhaupt gewährt wird. Denn aus § 49 Abs. 2 GmbHG folge, dass ein Geschäftsführer bei besonders bedeutsamen Geschäften angehalten sei, die Zustimmung der Gesellschafterversammlung von sich aus einzuholen. Seine Vertretungsmacht ist dann aus rechtlichen Gründen bereits begrenzt und diese Grenzen werden nicht durch das Vertrauen auf das Handelsregister überwunden. Die Verpflichtung zur Übertragung des ganzen Gesellschaftsvermögens einer GmbH sei ein solchermaßen besonders bedeutsames Geschäft. Dies gelte aber auch dann, wenn – wie vorliegend – das übertragene Gesellschaftsvermögen im Wesentlichen aus einem Grundstück besteht und der Gegenstand des Unternehmens den Verkauf von Grundstücken umfasst. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ob ein Grundstück das nahezu gesamte Vermögen einer Gesellschaft darstellt, mag ein Vertragspartner im Regelfall nicht erkennen können, so dass er ohne diese positive Kenntnis im Regelfall schutzwürdig wäre. Allerdings ist das Vertrauen des Geschäftspartners in den Bestand des Geschäfts nicht schutzwürdig, wenn er weiß oder wenn es sich ihm geradezu aufdrängen muss, dass der Vertreter seine Vertretungsmacht missbraucht. Solchen Missbrauch nimmt der BGH an, wenn von der Vertretungsmacht in „ersichtlich verdächtiger Weise Gebrauch gemacht wird, so dass beim Vertragspartner begründete Zweifel bestehen mussten, ob nicht ein Treueverstoß des Vertreters gegenüber dem Vertretenen vorliege.“ Notwendig sei dabei „eine massive Verdachtsmomente voraussetzende objektive Evidenz des Missbrauchs“. Der Verstoß müsse sich dem Vertragspartner „geradezu aufdrängen“.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Solche objektive Evidenz nimmt der BGH im konkreten Fall an, wenn bereits die Firma der Gesellschaft, wie im Streitfall, in nach außen offensichtlicher Weise darauf hinweist, dass die Immobilie ihr alleiniger oder zumindest wesentlicher Vermögensgegenstand ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Beispiel
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           : Die ‚Hauptstraße 17 GmbH‘ verkauft das Grundstück an der Adresse Hauptstraße 17.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einem verständigen Vertragspartner müsse in einem solchen Fall nämlich grundsätzlich klar sein, dass der Geschäftsführer die GmbH nicht ohne Zustimmung der Gesellschafter unternehmenslos stellen könne. Aber auch wenn mit einer Immobilie nur ein einzelner Vermögensgegenstand übertragen werden soll, könne es sich nach den Umständen des Einzelfalls aufdrängen, dass der Geschäftsführer das Geschäft wegen seiner Bedeutung für die Gesellschaft nicht ohne Rückversicherung bei den Gesellschaftern vornehmen könne, also ein zustimmender Gesellschafterbeschluss erforderlich gewesen sei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine solche Beschlussnotwendigkeit hätte im zu entscheidenden Fall angesichts der evidenten Veräußerung des wesentlichen Vermögensgegenstands nach Ansicht des BGH auch für einen juristischen Laien auf der Hand gelegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine denkbare Rückausnahme wiederum, dass ein Sich-Aufdrängen der auf der Hand liegenden Zustimmungsnotwendigkeit trotz dieser Indizien abzulehnen wäre, hätte es daher eines „gegenläufigen“ (rechtsirrigen) Rechtsrats durch eine juristische Vertrauensperson bedurft. Das Vertrauen in den Rechtsrat der Vertrauensperson würde nämlich umgekehrt wiederum einen rechtlich relevanten Rechtsirrtum der Käuferin darstellen, der dann dazu führen würde, dass die Käuferin trotz der Indizwirkung der Firma der GmbH doch schutzwürdiges Vertrauen in die Vertretungsmacht des Geschäftsführers hätte haben dürfen. Ein solcher Rechtsrat war vorliegend jedoch nicht nachgewiesen, so dass es bei dem Ausschluss des guten Glaubens der Beklagten aufgrund der Indizwirkung der Firmierung blieb.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Soweit die Beklagte im Vertrauen auf § 15 Abs. 1 HGB handelte, hilft dies nur insoweit, dass der Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen und somit als vertretungsberechtigter Geschäftsführer gilt. Der Umstand dass auch ein vertretungsberechtigter Geschäftsführer die Gesellschafter über den Verkauf des (nahezu) gesamten Vermögens hätten entscheiden lassen müssen, wird dadurch aber nicht berührt. § 15 Abs. 1 HGB sichert nur das Vertrauen in die allgemeine Vertretungsmacht. Soweit das geltende Recht der GmbH die Vertretungsmacht aber auch für eingetragene Geschäftsführer limitiert, gibt § 15 Abs. 1 HGB keinen darüber hinaus gehenden Vertrauensschutz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Grundsätze des Missbrauchs der Vertretungsmacht greifen dann ein, wenn im Außenverhältnis Vertretungsmacht (oder ein Rechtsscheintatbestand) besteht, der Geschäftsführer im Innverhältnis aber seine Vertretungsmacht überschreitet und der Vertragspartner dies positiv weiß und keine weiteren Umstände hinzutreten, die dieses Wissen des Vertragspartners wiederum erschüttern könnten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            VI. Zusammenfassung 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die finalen Thesen aus dem in den beiden Teilen des Specials behandelten BGH-Urteil lassen sich so zusammenfassen: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wird eine Gesellschafterversammlung vom Geschäftsführer nicht wirksam einberufen, so kann ein Gesellschafter mit mindestens 10% des Stammkapitals die Einberufung aufgrund seines Selbsthilferechts selbst durchführen, ohne sein Verlangen erneut an die Geschäftsführung richten zu müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Des Weiteren sichert § 15 Abs. 1 HGB dem Käufer trotz (ggfs. bekanntem aber bestrittenem) Abberufungsbeschluss das Vertrauen in die Vertretungsmacht eines Geschäftsführers, wenn dieser weiterhin im Handelsregister eingetragen ist. Schädlich wäre nur positive und nicht durch weitere Umstände erschütterte Kenntnis im Hinblick auf die Unrichtigkeit der Eintragung. Eine Einschränkung der Publizitätswirkung muss im Interesse der Rechtssicherheit jedenfalls streng begrenzt sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Soweit das GmbHG der Vertretungsmacht aber Grenzen zieht, weil z.B. Grundlagengeschäfte immer der Entscheidung durch die Gesellschafter bedürfen, gewährt § 15 Abs. 1 HGB keinen Vertrauensschutz gegen solche gesetzlichen Grenzen der Vertretungsmacht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn aus der objektiven Benennung der Firma einer Gesellschaft erkennbar ist, dass das nahezu gesamte Vermögen verkauft wird, muss auch ein juristischer Laie wissen, dass erstens, das gesamte Vermögen verkauft wird und zweitens, dass der Geschäftsführer ein solches Geschäfts nicht ohne Zustimmung der Gesellschafter durchführen darf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein juristischer Irrtum im Hinblick auf ein solches Beschlusserfordernis ist in dieser konkreten Konstellation irrelevant, es sei denn, der juristische Laie hätte einen „gegenläufigen“ (wenn auch rechtsirrigen) Rechtsrat durch eine juristische Vertrauensperson erhalten. Ein solcher (falscher) Rat durch einen vertrauten Rechtsanwalt oder Notar würde wiederum die durch die Firmierung geschaffene objektive Evidenz erschüttern und schließlich dennoch schutzwürdiges Vertrauen schaffen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            VII. Offene Fragen
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch offen und hoch relevant für die Praxis ist daher, ob diese Grundsätze auf weitere Fallgestaltungen übertragbar sein können, insbesondere mit der Folge ob und inwiefern individuelle Fragestellungen bzgl. der Vertretungsmacht und bzgl. schutzwürdigem Vertrauen wesentliche Geschäfte in der Praxis gefährden könnten. Außerdem bereiten die subjektiven Voraussetzungen der objektiv evidenten Überschreitung der Vertretungsmacht erhebliche Beweisschwierigkeiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insoweit lässt sich kein allgemeiner Rechtssatz formulieren, der alle denkbaren individuellen Fragestellungen abhandelt. Das Beschlusserfordernis bei Verkauf des gesamten Vermögens, das aus § 49 Abs. 2 GmbHG folgt, ist allerdings nicht neu. Wesentliche Fragestellungen bleiben den Gesellschaftern vorbehalten und was wesentlich ist entscheidet im Ergebnis die Rechtsprechung. Das war schon immer so.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vorliegend hat der BGH aber recht deutlich klargestellt, dass eine objektive Evidenz des Missbrauchs vorliegen müssen, die sich aufdrängen müsse und hat gerade darauf abgestellt, dass dies für einen juristischen Laien erkennbar sein müsse. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein vergleichbarer Fall müsste daher eine für Laien offensichtliche, ähnlich starke Evidenz haben wie eine Firmenbezeichnung, die einem Vertragspartner in jedem Fall zur Kenntnis gelangt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Beispiel
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           : Der Verkauf wesentlicher Produktionsmittel ist für einen Vertragspartner wohl nicht so einfach erkennbar. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zentrales Element laut BGH war die Erkennbarkeit bereits aus der Firma. Dass durch die bloße Firmenbezeichnung andere Betriebsmittel bereits als einziges Vermögen identifiziert werden könnten, dürfte außer im Immobilienbereich kaum vorkommen. Auch eine mögliche Auswertung der Aktiva einer Bilanz dürfte für den juristischen Laien nicht dieselbe Evidenzwirkung haben wie die Straßenadresse in einer Unternehmensbezeichnung. Die Hürde für die Anwendung der Rechtsprechung auf ähnliche Fälle dürfte daher recht hoch liegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht auszuschließen ist aber weitere Rechtsfortbildung, nach der möglicherweise eine ähnliche objektive Evidenz aus anderen Umständen des Einzelfalles geschlussfolgert werden könnte. Diese müsste sich aber weiterhin auch dem juristischen Laien aufdrängen und eine ähnliche Strahlwirkung haben wie eine Firmenbezeichnung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine grundsätzliche Ausuferung der Rechtssprechungsgrundsätze auf anders gelagerte Fälle ist also eher nicht zu erwarten. Für den Praktiker bleibt es jedoch in jedem Fall ratsam, im Hinblick auf die konkreten Umstände wachsam zu sein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VIII. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           All diese Erwägungen zeigen, dass die Fragen nach Eintragung und Abberufung von Geschäftsführern, dem Missbrauch der Vertretungsmacht und der Bewertung einzelner Aspekte von Vertrauensschutz zu höchst komplizierten und selbst für geübte Praktiker nur schwer überschaubaren rechtlichen Fragestellungen führen. Es gibt allgemeine Rechtsgrundsätze dazu, Ausnahmen und wiederum Rückausnahmen, deren Ergebnis nicht in jedem Fall sicher zu prognostizieren ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das in der Praxis oft stiefmütterlich behandelte Thema von Vertretungsmacht kann aber schwerwiegende Folgen haben. Vorliegend ging es um die Frage, ob der Verkauf des gesamten Vermögens durch eine nicht mehr und/oder nicht so weitgehend vertretungsberechtigte Person wirksam oder unwirksam ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was kann die Praxis nun tun, um Rechtssicherheit für ihre Geschäfte zu erlangen? Der Geschäftsführer selbst kann bei Zweifel an der eigenen Vertretungsmacht die Gesellschafter fragen und entscheiden lassen. Der Vertragspartner kann bei Zweifeln an der Vertretungsmacht der anderen Vertragsseite, einen eben solchen Gesellschafterbeschluss des Vertragspartners verlangen. Im vorliegenden Fall hätte sogar ein falscher Rat eines Rechtsberaters auf Seite der beklagten Käuferin Vertrauensschutz herstellen können. Umgekehrt hätte man auf einen richtigen, d.h. warnenden Rat eines Rechtsberaters hingegen angemessen reagiert und nicht blind unterschrieben, respektive notariell beurkundet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Empfehlung für die Praxis ist aber keineswegs, sich auf Rechtscheinaspekte aus Fallgruppen zu berufen und zu hoffen, dass der BGH diese als schutzwürdig ansieht. Es empfiehlt sich in der Praxis Vertretungsmacht durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen. Schon das Vertrauen auf das Handelsregister trotz vorliegendem Abberufungsbeschluss stellt ‚bedenklichen Mut‘ dar, wenn ein großer Immobiliendeal davon abhängt. Ob dieser Mut im vorliegenden Fall möglicherweise darauf beruhte, dass man das Geschäft unbedingt wollte und das Risiko daher sehenden Auges in Kauf nahm, lässt sich nicht aufklären. Solche Risiken sollte man in der Praxis nicht eingehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer die Praxis der Immobilienbranche kennt, weiß, dass vor einem Verkauf von Gewerbeimmobilen umfassende Nachforschungen vor allem durch technische Due Diligence durchgeführt werden, die aber nur die bauliche Qualität der Immobilie betreffen. Wir empfehlen auch beim Asset Deal in der Immobilienbranche, mithin dem Verkauf einer einzelnen Immobilie, ein Mindestmaß an rechtlicher Due Diligence nicht zu vernachlässigen, da die Konsequenzen aus fehlender Information drastisch sein können. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Branche ist es üblich, dass eine einzelne Gesellschaft nur eine Gewerbeimmobilie hält und tatsächlich mit deren Adresse firmiert. Die kursorische Prüfung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen dürften solche Themen im Regelfall sichtbar machen. Dann bieten sich Rückfragen an den Verkäufer an, der den Sachverhalt aufklären kann. Auch wenn der BGH in gewissen Konstellationen eine Pflicht zur Nachforschung verneint, helfen freiwillige Nachfragen um Rechtsicherheit zu erlangen. Diese sind typischerweise Gegenstand sorgfältiger Due Diligence. Ist das Thema identifiziert, sind auch Lösungen zu finden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einen allgemeinen Rat, wie alle Vertretungsfälle in den Griff zu bekommen sind, kann es nicht geben. Unsere Empfehlung ist aber, Vertretungsfälle sorgfältig zu prüfen, im Zweifelsfall durch einen spezialisierten Berater. Und zwar besser vor Beurkundung, als wie in vorliegendem Fall nachträglich durch die Gerichte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Nehmen Sie gerne z.B. über unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kontakt mit uns auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 02 Apr 2025 13:28:40 GMT</pubDate>
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      <title>Der Gewerbemietvertrag in der Insolvenz</title>
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  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Der Gewerbemietvertrag in der Insolvenz
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Einführung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anlässlich der Stagnation der deutschen Wirtschaft und insbesondere der Immobilienwirtschaft (hier insbesondere die anhaltende Flaute auf dem Transaktionsmarkt und die zu niedrige Zahl der Neubauten) gibt es derzeit genügend praktische Anlässe, sich mit den Regelungen und Handlungsmöglichkeiten im Falle der Insolvenz einer der Mietvertragsparteien zu befassen. Dieser Beitrag soll einen kurzen Überblick über die aus Sicht der Verfasser wichtigsten Themen geben und Handlungsmöglichkeiten zur Absicherung des Vertragsverhältnisses für den Fall der Insolvenz einer der Vertragsparteien aufzeigen. Die Ausführungen gelten dabei in gleichem Maße auch für Pachtverhältnisse, auf deren stete Erwähnung jedoch aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichtet wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Insolvenzgründe und die Regelungen der InsO
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das deutsche Recht kennt grundsätzlich drei Gründe für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens (vgl. § 16 InsO). Allgemeiner Eröffnungsgrund ist die Zahlungsunfähigkeit nach § 17 InsO, die vorliegt, wenn der Schuldner nicht mehr in der Lage ist, seine fälligen Zahlungsverbindlichkeiten zu erfüllen. Spezielle Eröffnungsgründe sind die drohende Zahlungsunfähigkeit nach § 18 InsO sowie die Überschuldung nach § 19 InsO. Die drohende Zahlungsunfähigkeit kommt im Falle eines Eigenantrags des Schuldners als Eröffnungsgrund in Betracht und erfordert, dass der Schuldner voraussichtlich nicht in der Lage sein wird, seine fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen. Bei einer juristischen Person kommt als weiterer Eröffnungsgrund die Überschuldung nach § 19 InsO in Betracht, die vorliegt, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Falle der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung haben die Mitglieder des Vertretungsorgans oder die Abwickler des betroffenen Unternehmens – im Folgenden aus Gründen der Einheitlichkeit der Betrachtung und wegen der überwiegenden Praxis stets eine juristische Person – ohne schuldhaftes Zögern einen Eröffnungsantrag nach § 15a Abs. 1 InsO zu stellen. Grundsätzlich löst das Vorliegen einer drohenden Zahlungsunfähigkeit keine Antragspflicht aus. Häufig liegt aufgrund der Nähe der Tatbestandsvoraussetzungen im Fall der drohenden Zahlungsunfähigkeit einer juristischen Person jedoch ebenfalls der Insolvenztatbestand der Überschuldung vor, so dass die Frage nach der Antragspflicht obsolet wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Rechtswirkungen der Insolvenz und damit die mietrechtlich relevanten Vorschriften der Insolvenzordnung gelten ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens infolge eines Insolvenzantrags. Der Antrag kann nach § 13 Abs. 1 InsO entweder von einem Gläubiger oder vom Schuldner selbst gestellt werden. Ein Tätigwerden von Amts wegen kommt nicht in Betracht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Pflicht zur Stellung des Insolvenzantrags ist dabei keine bloße Obliegenheit des Unternehmens und seiner Organe. Die Insolvenzverschleppung, also die verspätete – nicht unverzügliche – Stellung eines Insolvenzantrags, hat eine strafrechtliche und haftungsrechtliche Dimension für die Organe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Stellung des Insolvenzantrags prüft das Insolvenzgericht das Vorliegen der Eröffnungsgründe, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eines vorläufigen Insolvenzverwalters, der je nach Entscheidung oder Ermächtigung des Insolvenzgerichts unterschiedliche Verfügungsbefugnisse über das Vermögen des Schuldners hat (vgl. hierzu Ziffer III.4.). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wurde vom insolventen Schuldner ein gewerblicher Mietvertrag über unbewegliche Gegenstände (namentlich also Grundstücke, wesentliche Grundstücksbestandteile und Gebäude, vgl. § 49 InsO) abgeschlossen, bleibt dieser nach der gesetzlichen Grundsatzentscheidung des § 108 InsO im Falle der Insolvenz einer Vertragspartei zunächst bestehen. Der Insolvenzverwalter tritt nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens an Stelle der insolventen Mietpartei in das Vertragsverhältnis ein (§ 80 Abs. 1 InsO). Voraussetzung ist jedoch, dass das Mietverhältnis zum Zeitpunkt der Verfahrenseröffnung noch fortbesteht; für bereits zuvor beendete Vertragsverhältnisse gilt § 108 Abs. 1 Satz 1 InsO nicht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kernregelungen der Insolvenzordnung in Bezug auf den bereits zum Zeitpunkt der Insolvenz abgeschlossenen gewerblichen Mietvertrag finden sich im Folgenden in den §§ 108 bis 112 InsO.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinsichtlich der Ansprüche aus einem Mietverhältnis ist zu unterscheiden, ob es sich bei den Forderungen um Insolvenzforderungen oder Masseforderungen handelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Insolvenzforderung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insolvenzforderungen sind Forderungen, die bereits bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens bestehen (§ 38 InsO). Maßgeblicher Zeitpunkt ist demnach die Verfahrenseröffnung. Die Befriedigung erfolgt im Sinne der Gläubigergleichbehandlung in Form einer quotalen Befriedigung durch die Insolvenzmasse, soweit betroffene Gläubiger ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anmelden (§§ 174 ff. InsO) und ausreichend Insolvenzmasse zur Verfügung steht. Damit ist klar, dass Insolvenzforderungen bereits ihrer Natur nach in der Regel weniger werthaltig sind als ihr Nennwert. Einem Vermieter können jedoch unter Umständen Absonderungsrechte aus Vermieterpfandrechten nach § 50 InsO zustehen, die ihm ermöglichen sich selbst vorzugsweise aus den Pfandgegenständen des insolventen Mieters zu befriedigen (vgl. dazu im Detail Ziffer III.3.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Masseforderung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vorrangig - also vor den Insolvenzforderungen - sind die sogenannten Masseforderungen aus der Insolvenzmasse zu befriedigen. Masseverbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten, die nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstehen. Dies sind neben den Kosten des Verfahrens und der Vergütung des Insolvenzverwalters insbesondere Verbindlichkeiten, die durch Handlungen des Insolvenzverwalters begründet wurden, Forderungen aus gegenseitigen Verträgen, die nach Verfahrenseröffnung durch den Insolvenzverwalter in Anspruch genommen werden (vgl. § 55 Abs. 1 InsO) oder Forderungen aus Dauerschuldverhältnissen wie Mietverträgen, die nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens mit Wirkung für die Insolvenzmasse fortbestehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Zeitliche Zäsur
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Unterscheidung, ob es sich bei einer Forderung aus dem Mietverhältnis um eine Insolvenzforderung oder eine Masseforderung handelt, kommt im Rahmen von Mietverhältnissen aufgrund des Fortbestehens des Vertragsverhältnisses mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens eine besondere Bedeutung zu. Maßgeblicher Referenzzeitpunkt ist dabei wie erläutert die Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch Beschluss des Insolvenzgerichts unter Nennung des exakten Zeitpunkts der Eröffnung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ansprüche aus der Zeit vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens sind demnach bloße Insolvenzforderungen und keine Masseforderungen. Hierzu zählen beispielhaft Bodenkontaminationen, durch den Mieter verursachte Schäden am Mietgegenstand, der Anspruch auf insolvenzfeste Anlage der Mietsicherheit des Mieters sowie der Räumungsanspruch des Vermieters.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ansprüche, die erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstehen, sei es durch Handlungen des Verwalters in Abhängigkeit seiner Befugnisse oder durch bloßen Zeitablauf wie bei der Miete und den Nebenkosten (i.d.R. Fälligkeit zum dritten Werktag eines Monats), sind Masseforderungen. Für die diesbezügliche Einordnung der Nebenkosten ist insoweit ihr Entstehungszeitpunkt maßgeblich, nicht der Zeitpunkt der tatsächlichen Abrechnung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4.	Wirkung der Stellung des vorläufigen Insolvenzverwalters
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Ausnahme von der zeitlichen Zäsur bei der Betrachtung der Qualität einer Forderung aus einem Mietverhältnis bildet die Ausgestaltung der Stellung des vorläufigen Insolvenzverwalters durch das Insolvenzgericht. Grundsätzlich wird in der Praxis zwischen einem so genannten „starken“ und einem „schwachen“ Verwalter unterschieden, was jeweils von der Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis des Verwalters über das Vermögen des Schuldners vor Verfahrenseröffnung abhängt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die von einem verwaltungs- und verfügungsbefugten vorläufigen Insolvenzverwalter begründeten Mietverbindlichkeiten gelten nach Verfahrenseröffnung als Masseverbindlichkeiten, soweit der Verwalter die entsprechende Gegenleistung aus dem von ihm verwalteten Vermögen vereinnahmt hat (§ 55 Abs. 2 InsO). Dies setzt voraus, dass der vorläufige Insolvenzverwalter die dem Schuldner bereits überlassene Mietsache in Besitz nimmt und in einer Weise nutzt, die dem verwalteten Vermögen tatsächlich zugutekommt. Insoweit geht § 55 Abs. 2 InsO der grundsätzlich maßgeblichen zeitlichen Zäsur des § 108 Abs. 3 InsO vor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Mieterinsolvenz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Beendigungsmöglichkeiten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Fall der Insolvenz des Mieters hat bezüglich der Beendigungsmöglichkeiten des Vertragsverhältnisses für beide Parteien eine zeitliche Differenzierung zu erfolgen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           a.	Vor Überlassung des Mietgegenstandes
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Liegt der Insolvenzzeitpunkt vor der Überlassung des Mietgegenstandes an den Mieter, also regelmäßig vor der Übergabe, so können sowohl der Vermieter als auch der Insolvenzverwalter über das Vermögen des Mieters vom Mietvertrag gemäß § 109 Abs. 2 Satz 1 InsO zurücktreten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für den Fall, dass der Insolvenzverwalter des Mieters von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch macht, steht dem Vermieter als Insolvenzgläubiger ein Schadensersatzanspruch zu. Dieser Anspruch ist aufgrund der gesetzlichen Anordnung aus § 109 Abs. 2 Satz 2 BGB eine Insolvenzforderung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei hat jede Partei das Recht, die jeweils andere zur Erklärung aufzufordern, ob sie von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch machen wird. In diesem Fall ist der Rücktritt durch die aufgeforderte Partei innerhalb von zwei Wochen zu erklären. Anderenfalls entfällt das Rücktrittsrecht. Das Rücktrittsrecht entfällt weiterhin, wenn der Mietgegenstand übergeben wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           b.	Kündigungsrecht des Verwalters
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wurde der Mietgegenstand dem Mieter bereits überlassen und tritt erst danach die Insolvenz des Mieters ein, so besteht das Mietverhältnis nach § 108 Abs. 1 InsO grundsätzlich fort. Forderungen aus dem Mietverhältnis werden in gegenseitigem Leistungsaustausch aus der Insolvenzmasse befriedigt (Ziffer II.2.). Zur Schonung der Masse steht dem Insolvenzverwalter des Mieters gemäß § 109 Abs. 1 Satz 1 InsO jedoch ein einseitiges Kündigungsrecht zu. Dieses Kündigungsrecht durchbricht dabei die Abreden der Mietvertragsparteien in Bezug auf die ggf. feste Laufzeit des Mietvertrags und den etwaigen Ausschluss der Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung. Das Kündigungsrecht des Insolvenzverwalters (nicht aber des nur vorläufig bestellten Verwalters) ist mit einer Frist von vollen drei Monaten zum Monatsende auszuüben, sofern nicht eine kürzere vertragliche Frist eingreift. Dabei kann die Kündigung während des gesamten Insolvenzverfahrens erklärt werden und ist nur durch den Rechtsgrundsatz von Treu und Glauben zeitlich beschränkt. Der Umstand, dass der Insolvenzverwalter des Mieters das Kündigungsrecht erst Jahre nach dem Insolvenzantrag ausübt, reicht für den Wegfall des Kündigungsrechts an sich wohl nicht aus, was dieses Gestaltungsrecht für den Vermieter besonders einschneidend macht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch hier steht dem Vermieter im Falle der Kündigung des Mietverhältnisses durch den Insolvenzverwalter ein Schadensersatzanspruch zu, der jedoch ebenso wie im Falle des Rücktritts (Ziffer III.1.) eine Insolvenzforderung darstellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           c.	Untermietverhältnis des Mieters
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn der insolvente Mieter das Mietobjekt an einen Dritten untervermietet hat, besteht sowohl das Hauptmietverhältnis als auch der Untermietvertrag nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens gemäß § 108 Abs. 1 Satz 1 InsO fort. Jedoch steht dem Insolvenzverwalter des Untervermieters gegenüber dem Untermieter kein Sonderkündigungsrecht zu. Gemäß § 109 Abs. 1 InsO kann er nur das Hauptmietverhältnis kündigen. Er ist nur in diesem Verhältnis Mieter. Im Anschluss an eine insolvenzbedingte Kündigung kann der Insolvenzverwalter des Untervermieters den Anspruch des Untermieters auf Überlassung des Mietobjekts jedoch nicht mehr erfüllen. Der dadurch auftretende rechtliche Mangel (§ 536 Abs. 3 BGB) im Untermietverhältnis entsteht erst nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens und ist auf eine Handlung des Insolvenzverwalters zurückzuführen. Der daraus resultierende Schadensersatzanspruch des Untermieters gegen den Untervermieter gemäß §§ 536a, 536 Abs. 3 BGB und der Rückgabeanspruch des Vermieters aus dem Hauptmietverhältnis aus § 546 Abs. 2 BGB stellen daher Masseverbindlichkeiten im Sinne des § 55 Abs. 1 Nr. 1 dar, soweit das Untermietverhältnis einem gewerblichen Zweck dient und § 565 BGB dementsprechend keine Anwendung findet. Mangels Beendigung des Untermietverhältnisses durch Kündigung des Hauptmietverhältnisses (s.o.) sind die § 109 Abs. 1 Satz 3 und Abs. 2 Satz 2 InsO in diesem Verhältnis nicht anwendbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           d.	Mehrere Mieter
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entgegen des Wortlautes des § 109 Abs. 1 InsO beendet die Kündigung des Insolvenzverwalters im Fall der Insolvenz eines von mehreren Mietern das Mietverhältnis nach herrschender Meinung insgesamt und nicht nur im Verhältnis zwischen dem insolventen Mieter und dem Vermieter. Der BGH (BGH, Urt. v. 13.03.2013 - XII ZR 34/12) begründet dies zum einen mit dem Schutzzweck der Kündigungsvorschrift, die die Insolvenzmasse vor dem Anwachsen von weiteren, nicht wirtschaftlichen Verbindlichkeiten aus dem Mietverhältnis schützen soll; zum anderen mit dem allgemeinen Bedürfnis nach Rechtssicherheit. Nach Ansicht des BGH hänge die Kündigungswirkung anderenfalls davon ab, ob die weiteren Mieter den Mietvertrag nur zu dem Zweck abgeschlossen haben, dass dem Vermieter eine Mehrzahl von Gläubigern zu Verfügung steht, oder ob sie ein eigenes Nutzungsinteresse an der Mietsache verfolgen. Der BGH folgert dies aus dem Grundsatz der Einheitlichkeit des Mietverhältnisses und der Unteilbarkeit der Verpflichtung des Vermieters zur Gebrauchsüberlassung an mehrere Mieter. Grundsätzlich können Gestaltungsrechte wie die Kündigung nur einheitlich gegenüber allen Parteien eines Vertrags ausgeübt werden. Eine Teilkündigung ist grundsätzlich nicht möglich. Durch den Abschluss des Mietvertrags mit mehreren Mietern besteht nur ein einheitliches Rechtsverhältnis und kein Rechtverhältnis mit jedem Mieter. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           e.	Kein Kündigungsrecht des Vermieters
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anders als der für den Mieter handelnde Verwalter ist der Vermieter nach Antragstellung an den in Vollzug gesetzten Mietvertrag gebunden. Ihm steht nach § 112 InsO weder ein Kündigungsrecht wegen Zahlungsverzugs aus der Zeit vor dem Insolvenzantrag des Mieters, wegen dauernder unpünktlicher Mietzahlungen oder wegen Verschlechterung der Vermögensverhältnisse des Mieters noch ein Sonderkündigungsrecht wegen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu. Dem Verwalter und damit der Masse soll nicht ohne Not die Handlungsbasis für die wirtschaftliche Tätigkeit des Mieters entzogen werden, da diese in der Regel zur Fortführung des Unternehmens essenziell ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Sperrwirkung des § 112 InsO knüpft an den Zeitpunkt der Insolvenzantragstellung an, genauer gesagt an den Zeitpunkt des Eingangs des Antrags beim Insolvenzgericht. Kündigungen des Vermieters, die in diese Kündigungssperre fallen, sind unwirksam, wenn sie dem Mieter oder seinem Verwalter erst nach Eingang des Antrags bei Gericht zugehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Sperrwirkung besteht solange der Insolvenzbeschlag des Vermögens besteht. Wird die Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse abgelehnt oder der Antrag zurückgenommen, greifen die bei Antragstellung bestehenden und fortbestehenden Kündigungsgründe des Vermieters wieder voll durch. Eine unwirksame Kündigung ist jedoch erneut zu erklären.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu beachten ist ferner, dass Mietrückstände des Mieters in der Zeit nach Stellung des Eröffnungsantrags nicht der Sperrwirkung des § 112 InsO unterfallen. Zahlt der Verwalter die Miete also nicht oder nicht vollständig, kann dies den Vermieter auch während der Insolvenz des Mieters zur Kündigung berechtigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Forderungen des Vermieters
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mietforderungen des Vermieters aus der Zeit vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens sind zur Insolvenztabelle anzumelden (§ 108 Abs. 3 InsO). Dagegen ist die Mietforderung, die auf den Monat der Eröffnung des Insolvenzverfahrens selbst entfällt, ab der Eröffnung anteilig eine Masseverbindlichkeit, wenn der Mietvertrag nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens gemäß § 108 Abs. 1 InsO fortbesteht. Die fortlaufenden Mieten sind ebenfalls Masseverbindlichkeiten (§ 55 Abs. 1 Nr. 2 Fall 2 InsO).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Vermieter kann sich wegen dieser offenen Forderungen nicht auf ein Zurückbehaltungsrecht berufen und der Insolvenzmasse den Gebrauch der Mietsache entziehen. Eine vom Mieter vor Einleitung des Verfahrens geleistete Kaution kann der Vermieter als Sicherheit behalten. Wird der Rückzahlungsanspruch fällig, so kann er im Rahmen seiner Abrechnung mit allen ihm zustehenden Gegenforderungen aufrechnen. Ein Aufrechnungsverbot besteht insoweit nicht (§ 94 InsO).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Vermieterpfandrecht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Praxis spielt das Vermieterpfandrecht eine herausragende Rolle. Es gewährt dem Vermieter gemäß § 50 Abs. 1 InsO ein Absonderungsrecht an den Sachen des Mieters, die dieser im Rahmen des Mietverhältnisses in die Mieträume eingebracht hat, und ermöglicht so eine vorrangige Befriedigung der Vermieterforderungen gegenüber anderen Insolvenzgläubigern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Vermieter muss das Absonderungsrecht jedoch aktiv gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend machen, da dieser nicht verpflichtet ist, den Vermieter zu befriedigen. Der Vermieter darf dann, sofern der Verwalter ihm die Sachen des Mieters überlässt (§ 170 Abs. 2 InsO), selbst verwerten als auch dem Verwalter die Verwertung überlassen, wobei er den Erlös in Höhe seiner offenen Forderungen einziehen darf (§ 170 Abs. I InsO). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Absonderungsrecht des Vermieters aus dem Vermieterpfandrecht ist auf Mietrückstände beschränkt, die in den letzten zwölf Monaten vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden sind oder nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstehen. Maßgeblicher Zeitpunkt für die Vergangenheitsbetrachtung ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens und die erstmalige Geltendmachung des Vermieterpfandrechts für künftige Mieten. Ältere Rückstände und Ersatzansprüche wegen einer Kündigung durch den Insolvenzverwalter sind nicht durch das Absonderungsrecht gesichert, sondern bloße Insolvenzforderungen (§ 50 Abs. 2 InsO).  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Vermieterinsolvenz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Fortbestand des Mietverhältnisses
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie bereits zuvor dargestellt (Ziffer III.1.a.), bleibt auch im Fall der Insolvenz des Vermieters das Mietverhältnis grundsätzlich bestehen, sofern der Mietgegenstand bereits an den Mieter übergeben wurde. Miet- und Pachtverhältnisse über unbewegliche Gegenstände und Räume bestehen gemäß § 108 Abs. 1 InsO mit Wirkung für die Insolvenzmasse fort. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fallen Eigentümer und Vermieter auseinander, wie bei der Untervermietung oder bei einem Generalmieter, ist hinsichtlich der Ermächtigung des Vermieters zur Vermietung zu differenzieren. Hat der Eigentümer den Vermieter ermächtigt, wie ein Eigentümer zu vermieten (Generalmieter), so bezieht sich der Fortbestand des Mietvertrags auf die Mietsache selbst. Damit wird ein unmittelbares Zugriffsrecht begründet. Ist der insolvente Vermieter gegenüber dem Eigentümer nur zur Untervermietung berechtigt, bezieht sich der Schutz des § 108 Abs. 1 Satz 1 InsO nur auf das schuldrechtliche Nutzungsrecht (Mietvertrag) der Insolvenzmasse gegenüber dem Eigentümer und endet mit diesem.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Etwas anderes gilt jedoch nach der Rechtsprechung des BGH (BGH, Urteil vom 11.12.2014 – IX ZR 87/14), wenn der Mietgegenstand im Zeitpunkt der Insolvenz noch nicht an den Mieter überlassen worden ist, da der Insolvenzverwalter ansonsten gezwungen sein könnte, unfertige Räume fertigzustellen, um Schadensersatzansprüchen als Masseverbindlichkeiten zu entgehen. In diesem Fall gilt ausnahmsweise § 103 InsO, sodass der Insolvenzverwalter zwar die Erfüllung des Mietvertrags wählen kann, aber nicht muss. Andernfalls würde nämlich das Wahlrecht des Insolvenzverwalters nach § 103 InsO hinsichtlich der übrigen Verträge unterlaufen. Der Insolvenzverwalter wäre gegebenenfalls gezwungen, auch unrentable Objekte fertigzustellen und würde hierdurch die Insolvenzmasse schmälern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anders als im Falle der Mieterinsolvenz (vgl. Ziffer III.1.a. und III.1.b.) hat der Insolvenzverwalter im Falle der Vermieterinsolvenz zudem kein Rücktrittsrecht vor Überlassung (vgl. § 109 Abs. 2 Satz 1 InsO) bzw. ein Sonderkündigungsrecht nach Überlassung des Mietgegenstands (vgl. § 109 Abs. 1 Satz 1 InsO). Der Verwalter des Vermieters ist damit an das Mietverhältnis gebunden und muss den Mietvertrag gegen Leistung der Miete erfüllen. Gleiches gilt in diesem Fall auch für den Mieter, der sich in Folge der Insolvenz des Vermieters nicht von dem Mietvertrag lösen kann. Dies gilt auch dann, wenn die Eröffnung des Mietvertrags mangels Masse abgelehnt wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dem Mietverhältnis bestehen auch alle vertraglichen und gesetzlichen Pflichten des Vermieters weiter. Insbesondere hat der Vermieter die Erhaltung des Mietgegenstandes zu besorgen, soweit er diese nicht auf den Mieter übertragen hat. Der Herstellungsanspruch des Mieters gegen den Vermieter gemäß § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB ist damit grundsätzlich eine Masseforderung nach § 55 Abs. 1 Nr. 2 InsO.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Vorausverfügungen über die Miete und Aufrechnung des Mieters
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Insolvenz des Vermieters ist eine Vorausverfügung über künftige Mieten nach § 91 Abs. 1 InsO grundsätzlich unwirksam und daher nur in den Grenzen des § 110 InsO möglich. Die Vorausverfügung ist dann nur für den laufenden Kalendermonat wirksam, in dem das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist. Wird das Verfahren nach dem 15. des Monats eröffnet, wirkt die Vorausverfügung auch für den folgenden Monat. Zu den Verfügungen gehört auch die Abtretung oder die Pfändung der Miete durch einen Dritten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gegenüber dem Vermieter kann der Mieter gemäß § 110 Abs. 3 InsO nur in dem zur Zeit der Eröffnung des Verfahrens laufenden Kalendermonat aufrechnen, wobei die Aufrechnungsbeschränkungen im Insolvenzverfahren zu beachten sind. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Sonderkündigungsrecht im Fall der Veräußerung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für den Fall, dass der Verwalter den im Alleineigentum des insolventen Vermieters stehenden Mietgegenstand veräußert und das Mietverhältnis gemäß § 566 BGB auf den Erwerber übergeht, steht diesem gemäß § 111 InsO ein Sonderkündigungsrecht zu, mit dem er das Mietverhältnis trotz einer festen Laufzeit oder dem Ausschluss der ordentlichen Kündigung beenden kann. Das Kündigungsrecht kann nur einmalig und zum frühestmöglichen Zeitpunkt nach Eigentumsumschreibung mit gesetzlicher Frist durch den Erwerber ausgeübt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus Sicht des Erwerbers und des Mieters ist bei der Beendigung des Mietverhältnisses nach dem Erwerb aus der Insolvenzmasse zu beachten, dass der Kautionsrückzahlungsanspruch des Mieters nach der Rechtsprechung des BGH (BGH, Urt. v. 07.03.2012 − XII ZR 13/10) gemäß §§ 566a, 578 BGB gegenüber dem Erwerber geltend gemacht werden kann, auch wenn der nunmehr insolvente Vermieter die Kaution nicht getrennt von seinem Vermögen angelegt hat. Dies stellt eine Privilegierung des Mieters als Folge des Sonderkündigungsrechts des Erwerbers dar. Denn ohne die Abtretung wäre der Rückzahlungsanspruch nur eine einfache Insolvenzforderung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V.	Praxishinweise
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Praxis ist es nicht immer einfach, sich gegen die Insolvenz des Vertragspartners abzusichern. Dies liegt zum einen daran, dass die Thematisierung einer möglichen Insolvenz bereits in der Anbahnungsphase eines gewerblichen Mietvertrages und damit in der Regel einer langjährigen Geschäftsbeziehung ungewollte Widerstände bei den Vertragsparteien auslösen und die noch in den Kinderschuhen steckende Geschäftsbeziehung atmosphärisch belasten kann. Zum anderen erschwert das Gesetz insbesondere aus Vermietersicht die effektive Abwehr der Folgen einer Insolvenz und die Durchsetzung eigener Vermieterrechte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Umso wichtiger ist es, bereits bei Abschluss des Mietvertrages für schlechte Zeiten vorzusorgen. Dabei sollten folgende Überlegungen in die Vertragsverhandlungen und die anschließende Vertragsgestaltung einfließen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Prüfung der Kreditwürdigkeit des Vertragspartners
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor Abschluss eines Mietvertrages sollten bei Zweifeln an der Bonität des Vertragspartners entsprechende Auskünfte eingeholt werden. In der Praxis eignen sich hierfür insbesondere Dienstleister wie die Schufa-Auskunft oder Creditreform. Bei Neugründung des Vertragspartners oder erstmaligem Markteintritt ist eine Bankauskunft über die Liquidität des Vertragspartners einzuholen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Mietsicherheiten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wegen der Unwägbarkeiten, die mit der Insolvenz des anderen Vertragspartners verbunden sind, sollten sich die Vertragsparteien gegenseitig bereits zu Beginn des Mietverhältnisses Sicherheiten einräumen lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           a.	Sicherung des Vermieters
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus Vermietersicht kommt hier insbesondere die Stellung einer Mietsicherheit durch den Mieter oder Dritte in Betracht, aus der sich der Vermieter im günstigsten Fall bereits während des laufenden Mietverhältnisses befriedigen kann. Neben der klassischen Mietkaution kommen Sicherungsmittel wie eine Bankbürgschaft oder ein Patronat der Muttergesellschaft des Mieters in der Praxis am häufigsten zum Einsatz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die rechtssichere Ausgestaltung einer Mietsicherheit und die Möglichkeit der Befriedigung des Vermieters bereits während der Laufzeit des Mietvertrages stehen dem grundsätzlichen Sicherungscharakter der Mietsicherheit, der eine Befriedigung vor Beendigung des Mietverhältnisses grundsätzlich ausschließt, entgegen und bedürfen in der Praxis regelmäßig der anwaltlichen Beratung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           b.	Sicherung des Mieters
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Mieter, der nicht unerhebliche Investitionen in den Mietgegenstand und damit in das Mietverhältnis tätigt, sollte ebenso wie der Vermieter seinem Sicherungsbedürfnis nachkommen. Wie oben dargestellt, kann sich der Erwerber, der den Mietgegenstand aus der Insolvenzmasse des Vermieters erwirbt, durch Ausübung des Sonderkündigungsrechts nach § 111 InsO eines unliebsamen Mietverhältnisses entledigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schutz vor dieser vorzeitigen Beendigung und dem damit verbundenen Verlust der Aufwendungen des Mieters bietet eine im Grundbuch des Mietgegenstandes einzutragende Mieterdienstbarkeit (§§ 1090 ff. BGB), die dem Mieter das dingliche Recht einräumt, den Mietgegenstand ab dem Zeitpunkt der Beendigung des Mietverhältnisses infolge der Ausübung des Sonderkündigungsrechts durch den Erwerber in der Regel entsprechend den Vereinbarungen des Mietvertrages zu nutzen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Erwerber bzw. Ersteher steht in diesem Fall allerdings nicht mit leeren Händen da. Er hat Anspruch auf die volle Miete bzw. das volle Nutzungsentgelt. Letzteres tritt – soweit zwischen Mieter und Vermieter zuvor vereinbart – an die Stelle der Miete für den Fall des Wegfalls der mietvertraglichen Regelungen. Aus der Weiternutzung der Flächen durch den Mieter folgt dann kein materieller Nachteil für den Erwerber. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da eine solche Verdinglichung des Mietverhältnisses jedoch im Verlauf des Mietverhältnisses zu erheblichen Schwierigkeiten des Vermieters bei der Veräußerung oder Refinanzierung führen kann, dürften Vermieter mit der Einräumung solcher dinglicher Rechte in der Regel mehr als zurückhaltend sein. Ist die Mieterdienstbarkeit bereits an erster Rangstelle im Grundbuch eingetragen, wird die Realisierung einer (weiteren) Finanzierung für den Eigentümer schwierig. Eine solche Mieterdienstbarkeit stellt eine finanzierende Bank regelmäßig vor einige Probleme. Mögliche negative Auswirkungen zeigen sich beispielsweise bei einer Zwangsversteigerung des Grundstücks. Die Eintragung der Mieterdienstbarkeit an erster Rangstelle kann die Verkehrsfähigkeit des Grundstücks erheblich einschränken. Dies ist gleichbedeutend mit dem Risiko eines geringeren Versteigerungserlöses, das regelmäßig weder der Eigentümer noch die Bank eingehen wollen. Die Nachrangigkeit der Mieterdienstbarkeit gegenüber einem Grundpfandrecht wiederum ist für den Mieter nur auf den ersten Blick nachteilig. Wird der Zuschlag in der Zwangsversteigerung erteilt, erlischt die Mieterdienstbarkeit. Dennoch ist der Mieter dann nicht rechtlos: Aus dem Erlösanteil nach Befriedigung der vorrangigen Grundschuld ist ihm der Wert seines Rechts in Form einer Geldrente zu ersetzen. Das Zwangsversteigerungsgesetz begrenzt diesen Wertersatz auf höchstens das 25-fache des Jahreswertes des Rechts. Zu seiner Ermittlung werden im Einzelfall verschiedene Berechnungsmethoden herangezogen. Neben der Restlaufzeit des Mietvertrages kann auch der Reingewinn des Mieters ein wertbildender Faktor sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur bei entsprechender Verhandlungsmacht dürfte sich der Mieter mit diesem Verhandlungspunkt durchsetzen können. Aus Vermietersicht ist dabei stets darauf zu achten, dass nur Mieterdienstbarkeit auf Basis des Musters der deutschen Pfandbriefbanken (VdP-Standard) vereinbart werden sollten, da dies den anerkannten Standard der Banken darstellt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Insolvenzabhängige Lösungsklauseln
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der vertragliche Ausschluss der Insolvenzwirkungen auf das Mietverhältnis ist jedenfalls schwierig, wenn nicht sogar vollständig unmöglich. Vereinbarungen der Mietvertragsparteien, durch die im Voraus die Anwendung der §§ 108 bis 112 InsO ausgeschlossen oder beschränkt werden, sind gemäß § 119 InsO unwirksam. Durch Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, Urt. v. 27.10.2022 – IX ZR 213/21) ist anerkannt, dass vertragliche Vereinbarungen eines Kündigungsrechts für den Fall der Insolvenzeröffnung, welches entgegen der Wirkung des § 108 InsO einer Partei ein Lösungsrecht zuspricht, unwirksam sind. Ebenso ist nach dieser Rechtsprechung die Vereinbarung eines Kündigungsrechts für den Fall der Zahlungseinstellung wegen der damit verbundenen Abweichung von § 112 InsO unwirksam.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Kündigung aus wichtigem Grund wegen des Insolvenzverfahrens möglich bleibt, ist bislang höchstrichterlich nicht geklärt. § 119 InsO enthält vor dem Hintergrund der allgemeinen Vertragsfreiheit keine Aussage zu einer nur mittelbaren Beeinflussung der §§ 103-118 InsO. Die Unwirksamkeit einer entsprechenden Regelung bedarf daher zumindest der Begründung. Da der BGH jedoch davon ausgeht, dass Lösungsklauseln, die die gesetzgeberischen Wertungen der §§ 108 bis 112 InsO unterlaufen, unwirksam sind, wenn kein rechtfertigender Grund für die Loslösung der Partei vom Vertrag vorliegt, dürfte hier in der praktischen Umsetzung äußerste Vorsicht geboten sein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jedenfalls dürfte aber ein vertragliches Kündigungsrecht für den Fall der Abweisung des Insolvenzantrags wirksam sein, da in diesem Fall die §§ 108 bis 112 InsO keine Anwendung finden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Umgekehrt scheint eine formularvertragliche Regelung für den Fall, dass der Verwalter eines unter mehreren Mietern das Mietverhältnis kündigt, möglich, da insoweit die Entscheidungsfreiheit des Verwalters zum Schutz der Masse nicht eingeschränkt wird. Die Mietvertragsparteien sollten also bei entsprechendem Interesse aller Vertragsparteien am Fortbestand des Mietverhältnisses auch ohne den insolventen Schuldner eine entsprechende mietvertragliche Regelung vorsehen, wonach das Mietverhältnis im Falle einer Kündigung nach § 109 Abs. 1 InsO mit den übrigen Mietern fortgesetzt werden soll. Fehlt eine solche Klausel, bleibt ihnen hingegen nur die Möglichkeit, den Mietvertrag neu abzuschließen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4.	Geltendmachung des Vermieterpfandrechts
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sobald der Vermieter von der Eröffnung des Insolvenzverfahrens Kenntnis erlangt, sollte er sein Vermieterpfandrecht gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend machen. Dies gilt umso mehr, als das Vermieterpfandrecht innerhalb eines Monats erlischt, nachdem der Vermieter von der Entfernung der Sachen des Mieters aus dem Mietgegenstand Kenntnis erlangt hat, sofern er seinen Herausgabeanspruch nicht zuvor gerichtlich geltend gemacht hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           5.	Kündigung des Mietvertrags bei Mietzahlungsverzugs nach Antragstellung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kündigung sollte in diesem Fall nur ausgesprochen werden, wenn der Mietgegenstand alsbald nach Beendigung des Mietverhältnisses weitervermietet werden kann, da die infolge der vom Verwalter veranlassten Kündigung geschuldete Nutzungsentschädigung je nach Verfügungsbefugnis des Verwalters ggf. nur eine Insolvenzforderung darstellen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andernfalls sollte ggf. in den direkten Austausch mit dem Insolvenzverwalter eingetreten werden, um die Mietzahlung sicherzustellen. Dies dürfte insbesondere gelingen, wenn die Geschäftsräume für die Fortführung des Geschäftsbetriebes benötigt werden. Soweit der Geschäftsbetrieb jedoch nicht fortgeführt wird, ist eine Kündigung wohl stets ratsam, da u.a. auch die Masseunzulänglichkeit angezeigt werden kann, so dass trotz der Einordnung der Mietforderungen als Masseverbindlichkeit keine Zahlung erfolgen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VI.	Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Insolvenz einer Vertragspartei kann das Mietverhältnis trotz grundsätzlicher Insolvenzfestigkeit nach Überlassung des Mietgegenstandes an den Mieter erheblich beeinträchtigen. Die Insolvenzordnung enthält mit den §§ 108 ff. InsO einschneidende Regelungen zum Schicksal von Miet- und Pachtverhältnissen im Insolvenzverfahren, die zum Teil erhebliche Abweichungen vom zivilrechtlichen Mietrecht und zum Teil besondere Privilegierungen zugunsten der Insolvenzmasse darstellen. Dies hat insbesondere der Vermieter in der Insolvenz seines Mieters zu beachten, da etwaige Vereinbarungen, die die Anwendung der einschlägigen Normen ausschließen oder auch nur einschränken, bereits nach § 119 InsO ipso iure unwirksam sind. Die Parteien sind daher gut beraten, sich bereits bei Abschluss des Mietvertrages mit dieser Möglichkeit auseinanderzusetzen und sich nicht zuletzt wegen der dargestellten Schwierigkeiten bei der rechtssicheren Wahrung der eigenen Interessen anwaltlich beraten zu lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
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          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
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            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 26 Mar 2025 09:37:03 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/der-gewerbemietvertrag-in-der-insolvenz</guid>
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      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/PNHR+Architektur+warm+soft-1004410-30cf1eaf.jpg">
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Schnelle Hilfe vor Gericht: Der einstweilige Rechtsschutz im Zivil- und Gesellschaftsrecht</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/schnelle-hilfe-vor-gericht-der-einstweilige-rechtsschutz-im-zivil-und-gesellschaftsrecht</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Schnelle Hilfe vor Gericht: Der einstweilige Rechtsschutz im Zivil- und Gesellschaftsrecht
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die gerichtliche Geltendmachung eines Anspruchs kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Dies dauert häufig zu lange, um effektiven Rechtsschutz gewährleisten zu können. Daher ist im Zivilprozessrecht das Vorgehen im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes möglich. Dieses Verfahren ist ein vorläufiges Mittel zur Sicherung von Rechtspositionen oder Regelung von Streitigkeiten, ersetzt jedoch in der Regel nicht das Verfahren in der Hauptsache. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Einstweiliger Rechtsschutz im Zivilprozess
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zivilprozessordnung unterscheidet im Rahmen des einstweiligen Rechtsschutzes in den §§ 916 ff. ZPO zwischen dem Arrest und der einstweiligen Verfügung. Während der Arrest der Sicherung einer Geldforderung dient, bezieht sich die einstweilige Verfügung auf die Sicherung anderer Ansprüche und wird in die Form der Sicherungs-, Regelungs- und Leistungsverfügung unterteilt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dem Antrag auf Gewährung einstweiligen Rechtsschutzes wird stattgegeben, wenn der Antragsteller sowohl einen Arrest- oder Verfügungsanspruch, also einen materiellen Anspruch auf die geltend gemachte Forderung oder das zu regelnde Rechtsverhältnis, als auch einen Arrest- oder Verfügungsgrund glaubhaft gemacht hat. Letzterer besteht bei der besonderen Dringlichkeit einer zeitnahen Entscheidung. Im einstweiligen Rechtsschutz genügt das Vorbringen im Wege der Glaubhaftmachung, also beispielsweise durch die Vorlage einer eidesstattlichen Versicherung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entscheidung über den Antrag im einstweiligen Rechtsschutz darf grundsätzlich nicht zu einer Vorwegnahme der Entscheidung in der Hauptsache führen, wobei jedoch Ausnahmen möglich sind. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Einstweiliger Rechtsschutz im Gesellschaftsrecht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch im Gesellschaftsrecht kann es zu Streitigkeiten kommen, die ein schnelles Handeln im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes erforderlich machen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dies kann beispielsweise bei der Abberufung eines Geschäftsführers der Fall sein. Soll verhindert werden, dass der ehemalige Geschäftsführer trotz seiner Abberufung weiterhin Geschäftsführerbefugnisse ausübt, kann eine einstweilige Verfügung auf Untersagung der Ausübung bis zum rechtskräftigen Abschluss einer Entscheidung in der Hauptsache beantragt werden, um die Gesellschaft vor Schäden zu schützen. Umgekehrt kann sich ein Geschäftsführer, der schnellstmöglich gegen seine Abberufung oder die Kündigung seines Anstellungsvertrages vorgehen möchte, ebenfalls des vorläufigen Rechtsschutzes bedienen. Ebenso kann ein Vorgehen im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes geboten sein, wenn die Einziehung von Gesellschafteranteilen – und damit die Gefahr der Entwertung von Mitgliedschaftsrechten – droht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Vorteile und Risiken des einstweiligen Rechtsschutzes 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein wesentlicher Vorteil des einstweiligen Rechtsschutzes liegt in der kürzeren Verfahrensdauer, welche in der Regel nur wenige Tage beträgt. Grund dafür ist unter anderem, dass die Entscheidung über die einstweilige Verfügung und den Arrest ohne mündliche Verhandlung ergehen kann, vgl. §§ 937 Abs. 2, 922 Abs. 1 ZPO. In besonderen Situationen kann sogar ohne die vorherige Anhörung der Gegenseite entschieden werden, was aber wegen dem Grundsatz der prozessualen Waffengleichheit nicht der Regelfall ist.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiterer Vorteil liegt in der Beweismaßreduzierung.  Im einstweiligen Rechtsschutz genügt es, die maßgeblichen Tatsachen glaubhaft zu machen, wobei zur richterlichen Entscheidungsfindung die überwiegende Wahrscheinlichkeit ausreichend ist. Demgegenüber gelingt der im Klageverfahren erforderliche Beweis nur dann, wenn eine gerichtliche Überzeugung von der Richtigkeit der Tatsachen besteht, die etwaigen Zweifeln Schweigen gebietet. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entscheidung ergeht häufig durch Beschluss, welcher ohne Sicherheitsleistung vorläufig vollstreckbar ist, was einen weiteren Vorteil für den Antragsteller darstellen kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zudem entfällt die Pflicht des Antragstellers zur Vorleistung der Gerichtskosten, welche im regulären Klageverfahren gegeben wäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf der anderen Seite ist aber zu beachten, dass die Entscheidung nur vorläufigen Charakter hat. Der Antragsgegner kann Widerspruch einlegen, was die Durchführung einer mündlichen Verhandlung zur Folge hat. Darüber hinaus trägt der Antragsteller das Kostenrisiko, falls sich der Antrag als unbegründet erweist oder zurückgewiesen wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V.	Durchsetzung Ihrer Interessen im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kanzlei Pelka unterstützt ihre Mandanten im einstweiligen Rechtsschutzverfahren bei der Durchsetzung ihrer Rechte. In diesem Jahr konnten wir bereits erfolgreich einstweilige Verfügungen für unsere Mandantschaft erwirken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einem zugrundeliegenden Sachverhalt wandte sich der Mandant als Gesellschafter und Geschäftsführer einer GmbH gegen den anderen, in gleicher Höhe beteiligten, geschäftsführenden Gesellschafter des Unternehmens. Letzterer versuchte, den Mandanten als Geschäftsführer abzuberufen und seinen Anstellungsvertrag fristlos zu kündigen sowie seine Gesellschafteranteile einzuziehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf Antrag der Kanzlei Pelka erließ das zuständige Gericht eine einstweilige Verfügung, in welcher es dem Antragsgegner untersagte, eine abgeänderte Gesellschafterliste beim zuständigen Registergericht einzureichen oder die Abberufung des Antragstellers als Geschäftsführer beim zuständigen Registergericht anzumelden. Zudem drohte das Gericht für jeden Fall der Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro und hilfsweise Ordnungshaft an. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VI.	Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der einstweilige Rechtsschutz bietet die Möglichkeit, eine vorläufige Entscheidung zu erwirken und dadurch die Rechte und Interessen der Mandantschaft schnellstmöglich durchzusetzen sowie drohende Nachteile abzuwenden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch die verkürzte Verfahrensdauer, die geringeren Beweisanforderungen und die Möglichkeit der Entscheidung ohne mündliche Verhandlungen bietet der einstweilige Rechtsschutz viele Vorteile. Besonders in unternehmerischen Auseinandersetzungen kann eine vorläufige Entscheidung zweckmäßig sein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Kanzlei Pelka verfügt über umfassende Erfahrung im einstweiligen Rechtsschutz und setzt sich gezielt für die Interessen ihrer Mandanten ein, um ihnen auch in dringenden Rechtsfragen als verlässlicher Partner zu Seite zu stehen. Sie möchten sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
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      &lt;/span&gt;&#xD;
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        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 12 Mar 2025 10:29:32 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/schnelle-hilfe-vor-gericht-der-einstweilige-rechtsschutz-im-zivil-und-gesellschaftsrecht</guid>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>CO2 Kostenaufteilung im gewerblichen Mietverhältnis</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            CO2 Kostenaufteilung im gewerblichen Mietverhältnis
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mitten in der Heizperiode ist es an der Zeit, sich mit der auch im gewerblichen Mietrecht geltenden Umlage der CO2-Kosten zwischen Vermieter und Mieter zu beschäftigen. Mit dem Erhalt der Abrechnungen der Energieversorger und der Nebenkostenabrechnung für das Abrechnungsjahr 2023, für das die Kostenverteilung zwischen Vermieter und Mieter nach dem Kohlendioxid-Kosten-Aufteilungsgesetz (CO2KostAufG) erstmals gilt (Stichtag 01.01.2023), stellt sich in der Beratungspraxis vermehrt die Frage, welche Rechte und Pflichten die Mietvertragsparteien haben, wie diese durchgesetzt werden können und welche rechtlichen und praktischen Schwierigkeiten damit verbunden sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Rahmen des CO2KostAufG geht der Gesetzgeber nunmehr davon aus, dass sich sowohl der Mieter als auch der Vermieter an den Kosten des Energieversorgers aus dem CO2-Zertifikatehandel beteiligen müssen. Bis zur Einführung des CO2KostAufG trug der Mieter als Endverbraucher der Energie diese Kosten allein. Nach dem CO2KostAufG soll nun der Vermieter an diesen Kosten beteiligt werden, da er im Gegensatz zum Mieter den Verbrauch des Gebäudes durch Investitionen in klimaschonende Heizungssysteme und energetischen Sanierungen maßgeblich beeinflussen kann. Der Mieter bleibt als maßgeblicher Verbraucher an den Kosten beteiligt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach dem zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Beitrags maßgeblichen gesetzlichen Stand kann jede Partei im Regelfall die Tragung von 50% der entstandenen CO2-Kosten durch die jeweils andere Vertragspartei verlangen (§ 8 Abs. 1 und Abs. 2 CO2KostAufG). Diese pauschale Aufteilung ist durch das Fehlen einer detaillierten Datenlage begründet, die für eine differenzierte Aufteilung wie bei Wohngebäuden erforderlich wäre. Langfristig soll die Pauschale durch ein spezifisches Stufenmodell ersetzt werden, sobald eine ausreichende Datenbasis zur energetischen Qualität und Nutzung des Nichtwohngebäudebestandes vorliegt, was 2025 umgesetzt werden soll.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie die CO2-Kostenüberwälzung im gewerblichen Mietverhältnis im Einzelnen aussehen kann, soll im Folgenden überblicksartig dargestellt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II.	Anwendbarkeit auf Bestandsverträge
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die neue Kostenbeteiligung des Vermieters gilt automatisch für alle Mietverträge über Gebäude, die mit Gas oder Öl beheizt werden, unabhängig davon, ob die Verträge bereits am 01.01.2023 bestehen oder erst danach abgeschlossen werden. Die Neuregelung gilt für alle Abrechnungszeiträume, die am oder nach dem 01.01.2023 beginnen. Ausgenommen sind lediglich Brennstofflieferungen, die bereits nach alter Rechtslage abgerechnet wurden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             III.	Anwendbarkeit auf Nichtwohngebäude
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sachlich gilt das CO2KostAufG sowohl für die Erzeugung von Heizwärme und Warmwasser durch den Verbrauch von Brennstoffen (Gas oder Öl) im Gebäude als auch für die Lieferung von Wärme und Warmwasser unter Verbrauch dieser Brennstoffe in das Gebäude. Der sonstige Verbrauch von Brennstoffen im Gebäude (z.B. Gas zum Kochen, Kühlen oder Produzieren) ist nicht Gegenstand des Gesetzes.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neben der bereits an anderer Stelle erörterten Verteilung der CO2-Kosten auf die Vertragsparteien eines Wohnraummietvertrages findet das CO2KostAufG auch auf Nichtwohngebäude und damit auf gewerbliche Mietverträge Anwendung. Maßgeblich für die Abgrenzung zwischen Wohn- und Nichtwohngebäuden ist jedoch nicht die rechtliche Einordnung des zugrundeliegenden Mietvertrages, sondern die Nutzung des Gebäudes im Sinne des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Im Gegensatz zu Wohngebäuden umfasst der Begriff Nichtwohngebäude alle Gebäude, deren überwiegender Nutzungszweck nicht das Wohnen ist. Hierzu zählen beispielsweise Bürogebäude, Produktionshallen, Einzelhandelsgeschäfte und andere gewerbliche oder öffentliche Nutzungen. Die Regelungen des § 8 CO2KostAufG gelten für alle Mietverhältnisse innerhalb eines solchen Nichtwohngebäudes, unabhängig davon, ob es sich um eine Wohnraummiete, eine Geschäftsraummiete oder eine andere Nutzungsart handelt. In vielen Fällen wird jedoch die Art des Gebäudes mit der Rechtsnatur des Mietverhältnisses übereinstimmen (z.B. Single-Tenant und rein gewerbliche genutzte Multi-Tenant-Gebäude).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei gemischt genutzten Gebäuden erfolgt die Abgrenzung anhand der Flächennutzung. Werden mehr als 50 % der Nutzfläche nicht zum Wohnen genutzt, ist das Gebäude als Nichtwohngebäude zu qualifizieren. Diese Definition ist für die Anwendung des CO2KostAufG entscheidend, da sie festlegt, wann die hälftige Aufteilung der CO2-Kosten nach § 8 Abs. 1 CO2KostAufG greift und sich von den Regelungen für Wohngebäude unterscheidet, die ein abgestuftes Modell vorsehen, welches sich am energetischen Zustand des Gebäudes orientiert und damit im Zweifel zum Nachteil des Vermieters wirkt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV.	Erstattungsanspruch Vermieters
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Regelfall wird der Vermieter den Mieter im Rahmen des Mietverhältnisses auch mit Wärme und Warmwasser versorgen und diesem gegenüber Kosten hierfür abrechnen. Diese Kosten umfassen in Folge des CO2KostAufG auch die durch den Energielieferanten gegenüber dem Vermieter geltend gemachten CO2-Kosten in hälftiger Höhe (§ 8 Abs. 1 CO2KostAufG).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Rahmen der ordnungsgemäßen Abrechnung hat der Vermieter dem Mieter zunächst die gesamten angefallenen CO2-Kosten für das Gebäude auszuweisen und den hälftigen Vermieteranteil abzuziehen. Handelt es sich um einem Objekt mit mehreren Mietern, hat der Vermieter sodann die verbleibenden CO2-Kosten auf Grundlage der im jeweiligen Mietverhältnis geltenden Vereinbarungen zur Umlage der Heiz- und Warmwasserkosten unter Berücksichtigung der Bestimmungen der Heizkostenverordnung auf die Mieter zu verteilen. Der Vermieter hat damit eine transparente Abrechnung vorzulegen, die dem Mieter ermöglicht, die Berechnung des auf ihn entfallenden CO2-Kostenanteils im Einzelnen nachzuvollziehen. Der Vermieter muss im Sinne dieser Transparenz bestimmte Kenngrößen aus den Brennstoffrechnungen in die Heizkostenabrechnung übernehmen, weshalb es sich anbietet die Brennstoffrechnungen der Heizkostenabrechnung beizufügen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dem Mieter steht ein gesetzliches Kürzungsrecht zu, wenn der Vermieter die CO2-Kosten nicht oder fehlerhaft aufteilt oder die für die Berechnung erforderlichen Angaben nicht ordnungsgemäß macht (vgl. § 7 Abs. 4 iVm § 8 Abs. 3 Satz CO2KostAufG). Die Sanktion ermöglicht es dem Mieter, den auf ihn entfallenden Anteil an den Heizkosten um 3 % zu kürzen. Dieses Kürzungsrecht soll sicherstellen, dass der Vermieter seiner Pflicht zur vollständigen und transparenten CO2-Kostenabrechnung nachkommt. Einmal geltend gemacht, bleibt die Kürzung des Heizkostenanteils dauerhaft bestehen und entfällt nicht mehr, selbst wenn der Vermieter die Abrechnung im Nachhinein korrigiert oder ergänzt. Das Kürzungsrecht steht dem Mieter daher auch neben seinem Anspruch auf eine korrekte Abrechnung zu. Der Mieter muss sich also nicht zwischen der Kürzung und der Einforderung einer vollständigen und richtigen Abrechnung entscheiden. Vielmehr hat der Mieter das Recht, die Abrechnung zu kürzen und weiterhin auf einer ordnungsgemäßen Abrechnung zu bestehen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            V.	Erstattungsanspruch des Mieters
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gemäß § 8 Abs. 2 CO2KostAufG hat auch der Mieter der sich selbst mit Wärme oder Warmwasser versorgt, einen Anspruch auf Erstattung von 50 % der Kohlendioxidkosten gegen seinen Vermieter. Dies ist jedenfalls der Fall, wenn der Mieter eine Gasetagenheizung betreibt und eigenständig Gas vom Anbieter bezieht oder eine individuelle Brennstoffversorgung besteht und die CO2-Kosten direkt an den Energielieferanten zahlt (zB bei selbstorganisierter Heizöllieferung für den jeweiligen Mietbereich).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Höhe des Erstattungsanspruchs richtet sich nach dem hälftigen Anteil des Vermieters an den CO2-Kosten des Mieters. Der Mieter kann anhand der in seiner Rechnung ausgewiesenen CO2-Kosten den auf den Vermieter entfallenden Anteil von 50 % berechnen und diesen Betrag als Erstattung geltend machen. Dabei muss er die Gesamt-CO2-Kosten sowie den Erstattungsbetrag in Geld ausweisen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dieser Erstattungsanspruch ist binnen zwölf Monaten nach Erhalt der Abrechnung seines Brennstoff- oder Wärmelieferanten geltend zu machen. Die Frist beginnt mit dem Zugang der Abrechnung des Lieferanten beim Mieter und umfasst sämtliche angefallenen CO2-Kosten, unabhängig davon, ob der Brennstoff im Fall der Einlagerung bereits vollständig verbraucht ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Geltendmachung kann in Textform (§ 126b BGB), also unter anderem auch durch E-Mail, erfolgen. Im Rahmen der Geltendmachung sind die entstandenen CO2-Kosten nachvollziehbar darzulegen. Idealerweise erfolgt dies auch hier durch Vorlage einer Kopie der Rechnung des Energielieferanten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Vermieter kann den Erstattungsanspruch des Mieters im Rahmen der nächsten Nebenkostenabrechnung verrechnen, muss dies aber nicht. Einer Ankündigung hierüber bedarf es nicht. Die Regelung soll die Abwicklung der Erstattung erleichtern und eine separate Zahlung vermeiden. Die Frist zur Erstattung des Anspruchs beginnt erst mit dem Ablauf der Abrechnungsfrist für die Betriebskostenabrechnung. Falls keine Nebenkostenabrechnung erfolgt, weil eine Nebenkostenpauschale gem. § 556 Abs. 2 S. 1 BGB vereinbart oder keine Betriebskostenumlage vorgesehen ist oder für den Fall, dass keine verrechenbaren Gegenforderungen bestehen, muss der Vermieter den Betrag separat binnen zwölf Monaten ab dem Zugang der Geltendmachung des Erstattungsanspruchs durch den Mieter erstatten. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            VI.	Praxishinweise
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der beratenden Praxis haben sich die folgenden Überlegungen als relevant erwiesen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Unwirksamkeit überhöhter Umlagevereinbarungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vertragliche Vereinbarungen, nach denen der Mieter bei Nichtwohngebäuden mehr als 50 % der CO2-Kosten zu tragen hat, sind unwirksam. Diese Einschränkung schützt den Mieter vor einer einseitigen Abwälzung der CO2-Kostenlast und stellt klar, dass der Vermieter maximal die Hälfte der Kosten auf den Mieter überwälzen darf. Der Vermieter hat jedoch wie bei Wohngebäuden die Möglichkeit, freiwillig einen höheren Anteil der CO2-Kosten oder die gesamten Kosten zu übernehmen, z.B. aus vertraglichen oder marktstrategischen Gründen (z.B. Green-Lease).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Heizkostenpauschale
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ist eine Heizkostenpauschale vereinbart, stellt sich die Frage, wie die CO2-Kostenverteilung in diesem Fall zu erfolgen hat. Das CO2KostAufG geht von einer verbrauchsabhängigen Erfassung der Heizkosten aus. Bei einer Heizkostenpauschale, bei der keine separate Verbrauchserfassung erfolgt, muss geprüft werden, ob die Pauschale die gesamten CO2-Kosten umfasst oder ob der Mieteranteil separat gemäß der hälftigen Regelung umgelegt wird. Diese Frage bedarf einer genauen Auslegung der jeweiligen vertraglichen Vereinbarung und könnte, je nach Einzelfall, Einfluss auf die Höhe der vom Mieter zu tragenden CO2-Kosten haben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3.	Verrechnung des Erstattungsanspruchs des Mieters im laufenden Mietverhältnis
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wegen der weit hinausgeschobenen Fälligkeit des Rückzahlungsanspruchs (zwölf Monate bzw. Ablauf der nächsten Abrechnungsfrist) scheidet eine Aufrechnung des Mieters mit der laufenden Miete oder den Nebenkostenvorauszahlungen in der Regel aus, auch wenn kein vertragliches Aufrechnungsverbot besteht, da dies die Fälligkeit des Anspruchs voraussetzt. Die gesetzliche Zahlungsfrist schiebt die Fälligkeit des Anspruchs hinaus (§ 271 Abs. 2 BGB).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            4.	Belegeinsicht und Zurückbehaltungsrecht
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als atypischer Fall der Nebenkostenabrechnung durch den Mieter, ist der Vermieter berechtigt, Einsicht in die Originalbelege des Mieters zu nehmen, um diese nachzuvollziehen (§ 259 Abs. 1 BGB). Die Überlegungen zur Einsichtnahme des Mieters in Abrechnungsbelege der sonstigen Nebenkostenabrechnung des Vermieters sind entsprechend anzuwenden. Demnach kann auch der Vermieter die Leistung der Erstattung solange zurückhalten, wie ihm der Mieter die Originalbelege nicht zugänglich macht. Ein Anspruch auf Übersendung der Originalbelege besteht jedoch nicht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            5.	Privilegierung des Vermieters
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es sind auch Fälle denkbar, in denen der Vermieter durch öffentlich-rechtliche Vorschriften gehindert ist, das Gebäude energetisch zu modernisieren (z.B. Baudenkmal). In diesen Fällen allein wird der Vermieter gesetzlich hinsichtlich der quotalen Kostentragung privilegiert. Je nach dem Grad der Beschränkung halbiert sich sein Anteil bzw. entfällt dieser vollständig (§ 9 Abs. 1 und 2 CO2KostAufG). Der Vermieter hat dem Mieter diese Privilegierung jedoch spätestens bis zur gegenständlichen Heizkostenabrechnung, auf die er die Privilegierung beziehen will, nachzuweisen. Findet eine Heizkostenabrechnung wegen der Selbstversorgung des Mieters nicht statt, dürfte wohl auf die zwölf monatige Zahlungsfrist abzustellen sein, binnen derer der Vermieter die Privilegierung nachweisen muss.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            6.	Heizfremder Verbrauch
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie eingangs bereits dargestellt, ist das CO2KostAufG in Bezug auf Brennstoffverbräuche zu heizfremden Zwecken nicht anwendbar. Dieser Ausschluss dient dazu, sicherzustellen, dass nur die CO2-Kosten für Raumwärme und Warmwasseraufbereitung in die Verteilung zwischen Mieter und Vermieter einfließen. Heizfremde Anwendungen, die etwa in der Produktion oder in Großküchen vorkommen, dürfen den Erstattungsanspruch des Mieters nicht erhöhen. Insoweit ist insbesondere bei produzierenden Gewerben und gastronomischen Mietern zu beachten, dass der Mieter den heizfremden Anteil der CO2-Kosten ausweisen und seinen Erstattungsanspruch auf echte CO2-Kosten für Heizung und Warmwasser beschränken muss. Andernfalls wird man die dem Erstattungsanspruch zugrundliegende Abrechnung als nicht ordnungsgemäß ansehen müssen, was den Vermieter zu deren Zurückweisung berechtigt (§ 6 Abs. 3 i.V.m. § 8 Abs. 2 CO2KostAufG).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            VII.	Fazit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Umlage der CO2-Kosten im Mietverhältnis stellt sowohl aus Vermieter- als auch aus Mietersicht eine zusätzliche bürokratische Hürde im Rahmen der Durchführung der Mietbeziehung dar, die dieses nicht nur unerheblich belasten kann. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zwar verfolgt das CO2KostAufG das hehre Ziel des Klimaschutzes, die damit verbundene zusätzliche Verwaltungsarbeit dürfte aber keinesfalls zur Vereinfachung der Vertragsbeziehung beitragen. Die neuerliche finanzielle Belastung der Vermieter durch den Gesetzgeber dürfte zwar momentan noch keinen zwingenden Anreiz zu energetischen Sanierung von Gebäuden bieten. Mittelfristig dürfte sich dies jedoch durch das Auslaufen der Preisbindung für CO2-Zertifikate im Jahr 2026 ändern, in dessen Folge erhebliche Preissteigerungen und damit auch stark erhöhte CO2-Kosten zu erwarten sind. Dies dürfte die vermieterseitige Abwägung zwischen den erheblichen Kosten einer energetischen Sanierung und den steigenden, aber nicht mit einer Wertsteigerung der Immobilie verbundenen, CO2-Kosten maßgeblich beeinflussen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Welche Investitionen sich hier tatsächlich rechnen, kann und sollte im Einzelfall bestimmt werden. Die betroffenen Mieter müssen energetische Modernisierungsmaßnahmen grundsätzlich dulden, wenn sie ihnen mit einer Frist von drei Monaten vor Beginn ordnungsgemäß angekündigt werden. Für die Dauer der Modernisierungsarbeiten von drei Monaten ist zudem die Minderung der Miete bei Mängeln ausgeschlossen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Darüber hinaus hat der Vermieter das Recht, jedenfalls bei der Sanierung von Wohnraum, die jährliche Miete um bis zu acht Prozent der für die Wohnung aufgewendeten Kosten (abzüglich gewährter öffentlicher Fördermittel) zu erhöhen. Bei Nichtwohngebäuden besteht ein einseitiges Mieterhöhungsrecht wegen Modernisierungsmaßnahmen dagegen nur, wenn dies vertraglich vorgesehen ist oder die Parteien hierüber eine gesonderte Vereinbarung treffen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Letztlich sind im Rahmen der gegenseitigen Geltendmachung der Erstattungsansprüche insbesondere die Geltendmachungsfrist, die hinausgeschobene Fälligkeit und die möglichst transparente Abrechnung zu meistern. Zur Bewältigung sind hier weitestgehend die bekannten Grundsätze zum Betriebskostenrecht anzuwenden, wobei das Gesetz jedoch in Teilen Fragen offenlässt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            So ist beispielsweise fraglich, wie der im Lagerbestand befindliche Brennstoff, der zukünftig zu heizfremden Zwecken verwendet werden wird, anzusetzen ist. Aktuell ist hier faktisch eine fristgerechte Geltendmachung nicht möglich, da die Angabe bloßer Schätzwerte durch den Mieter keine ordnungsgemäße Abrechnungsgrundlage darstellt. Hier besteht deutlicher Nachbesserungsbedarf seitens des Gesetzgebers.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Darüber hinaus bestehen auch verfassungsrechtliche Bedenken vor dem Hintergrund der mit der Umlage der CO₂-Kosten auf den Vermieter bezweckten Lenkung des Vermieters in Richtung einer energetischen Sanierung der Immobilie. Die absolute Höhe der vom Vermieter zu tragenden CO₂-Kosten wird maßgeblich durch den Verbrauch des Mieters bestimmt, den der Vermieter nicht steuern kann. Ob insoweit überhaupt eine wirksame Verhaltenssteuerung erreicht werden kann, ist daher mehr als fraglich und bedarf der Klärung durch das Bundesverfassungsgericht. Die Lenkungswirkung geht jedenfalls dann vollständig verloren, wenn der Vermieter ein energetisch hocheffizientes Gebäude an einen energieverschwenderischen Mieter vermietet. In diesem Fall trägt der Vermieter unabhängig von seinem "erwünschten" Verhalten die Hälfte der CO₂-Kosten und kann sich auf Grund des zwingenden Charakters der Kostenumlage hiervon auch individualvertraglich nicht befreien.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
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           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
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      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 19 Feb 2025 09:26:55 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>BGH-Entscheidung zu praxisrelevanten Themen für Unternehmen der Immobilienwirtschaft – Special Teil I</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Von der Abberufung des Geschäftsführers trotz Mängeln der Gesellschafterversammlung bis zum Vertrauensschutz auf das Handelsregister und dem Missbrauch der Vertretungsmacht: BGH-Entscheidung zu praxisrelevanten Themen für Unternehmen der Immobilienwirtschaft – Special Teil I
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer aktuellen Entscheidung vom 09.02.2024 (Az: II ZR 220/22) hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) mit drei Rechtsfragen auseinandergesetzt, die für die Unternehmenspraxis – insbesondere in der Immobilienwirtschaft – von großer Bedeutung sind. Im Fokus standen erstens das Selbsthilferecht eines Gesellschafters einer GmbH hinsichtlich der Abberufung des Geschäftsführers aus wichtigem Grund bei Mängeln der Gesellschafterversammlung, zweitens die Frage der Kenntnis und des Vertrauensschutzes im Zusammenhang mit der positiven und negativen Publizität des Handelsregisters (§ 15 HGB) und drittens die Grundsätze des Missbrauchs der Vertretungsmacht, insbesondere in Bezug auf deren parallele Anwendung zu den Regelungen der negativen Publizität des Handelsregisters. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Fragestellungen, die zunächst eher förmliche Aspekte betreffen und dem Praktiker auf den ersten Blick vielleicht nicht ins Auge fallen, entscheiden letztlich aber über die Wirksamkeit wesentlicher Rechtsgeschäfte und können schwerwiegende Folgen nach sich ziehen, so dass sich ein näherer Blick lohnt. Der erste Beitrag des Specials beschäftigt sich mit dem Selbsthilferecht und der negativen Publizität des Handelsregisters. Ein Folgebeitrag soll sich mit den Grundsätzen des Missbrauchs der Vertretungsmacht befassen und abschließend eine Übersicht noch offener Fragen sowie der Auswirkungen auf die Praxis geben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Ausgangslage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Entscheidung lag folgender Sachverhalt zugrunde: Die Klägerin ist eine GmbH, die Bau- und Immobilienleistungen erbringt und deren Vermögen im Wesentlichen aus einem mit 30 Gewerbe- und Wohneinheiten bebauten Grundstück bestand. Der Mehrheitsgesellschafterin, eine GmbH, war daran gelegen, dass das Grundstück ohne Zustimmung der Gesellschafterversammlung weder veräußert noch belastet werden kann und ließ sich dies vom Geschäftsführer der Klägerin schriftlich zusichern. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mehrheitsgesellschafterin betrieb die Abberufung des Geschäftsführers der Klägerin gegen die Stimmen der Minderheitsgesellschafterin für dessen Abberufung aus wichtigem Grund. Zwischen den beiden Gesellschaftern war jedoch die Wirksamkeit des Beschlusses streitig, da die Minderheitsgesellschafterin, eine GmbH &amp;amp; Co. KG, insofern Einberufungsmängel aufgrund fehlender Unterzeichnung der Einberufung durch den Geschäftsführer geltend machte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gleichwohl unterzeichnete die Klägerin zwei Tage nach der Beschlussfassung, vertreten durch den abberufenen Geschäftsführer, einen beurkundeten Kaufvertrag über das Grundstück mit der Käuferin, der Beklagten. Zu diesem Zeitpunkt war der Geschäftsführer noch als Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen. Ob die Beklagte den Abberufungsbeschluss bei Vertragsschluss kannte, war nicht abschließend festzustellen. Die Klägerin begehrte die Löschung der zugunsten der Beklagten für das Grundstück eingetragene Auflassungsvormerkung im Grundbuch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Klägerin unterlag in beiden Instanzen. Bezüglich der hier relevanten Rechtsfragen hatte sie jedoch mit der Revision Erfolg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Das Selbsthilferecht eines Gesellschafters einer GmbH bzgl. der Abberufung des Geschäftsführers aus wichtigem Grund
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Einberufung der vom Geschäftsführer veranlassten Gesellschafterversammlung war zwar insoweit fehlerhaft, da dieser die Einberufung nicht unterschrieben hatte. Die spätere von der Mehrheitsgesellschafterin selbst vorgenommene Einberufung der Gesellschafterversammlung wurde vom BGH als wirksam angesehen, da die Mehrheitsgesellschafterin zur Einberufung der Versammlung befugt gewesen war, weil die Voraussetzungen des Selbsthilferechts nach § 50 Abs. 3 Satz 1 Fall 1 GmbHG vorgelegen hätten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 50 Abs. 3 GmbHG könne ein Gesellschafter, der, wie die Mehrheitsgesellschafterin, mindestens 10 % des Stammkapitals der GmbH hält, die Einberufung einer Gesellschafterversammlung selbst bewirken, wenn seinem Verlangen auf Einberufung nach § 50 Abs. 1 GmbHG zuvor nicht entsprochen wurde. Dies sei anzunehmen, wenn dem Verlangen überhaupt nicht, nicht rechtzeitig, nicht vollständig oder nicht ordnungsgemäß nachgekommen werde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mehrheitsgesellschafterin müsse nach der fehlerhaften Einberufung kein zweites Verlangen an den Geschäftsführer richten. Vielmehr dürfe die Mehrheitsgesellschafterin ihr Selbsthilferecht sofort ausüben, ohne dass sie den Geschäftsführer zuvor um Nachbesserung der Einberufung ersuchen müsse, sofern der Geschäftsführer die Versammlung nicht ordnungsgemäß einberufe. Der Mehrheitsgesellschafterin sei die mit einem zweiten Verlangen verbundene Verzögerung nicht zuzumuten. Dies gelte umso mehr, da der Geschäftsführer auf diese Weise die Einberufung durch fehlerhafte Ladungen verzögern könnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses Selbsthilferecht sei erst verbraucht, wenn die Gesellschafterversammlung sich mit den in der Einberufung mitgeteilten Beschlussgegenständen befasst habe. Bis dahin bestehe das Selbsthilferecht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Kenntnis im Rahmen des § 15 Abs. 1 HGB – negative Publizität
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwar war die Beschlussfassung bzgl. der Abberufung des Geschäftsführers wirksam, der Geschäftsführer mithin nicht mehr ordnungsgemäßer Vertreter der Gesellschaft,  die Beklagte (=die Käuferin) könne sich aber auf § 15 Abs. 1 HGB berufen, so dass sich die Klägerin (= die Gesellschaft) so behandeln lassen müsse, als bestehe die Vertretungsmacht des Geschäftsführers fort, solange die Abberufung des Geschäftsführers im Handelsregister nicht eingetragen sei. Denn so lange werde der Rechtsverkehr durch § 15 Abs. 1 HGB geschützt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diesen Vertrauensschutz auf die Eintragung im Handelsregister hatte die Beklagte nach Ansicht des BGH auch im Fall ihrer Kenntnis des Abberufungsbeschlusses nicht verloren. Der Umstand, dass sie das Wissen von Meinungsverschiedenheiten über die Wirksamkeit der Abberufung hatte, sei keine positive Kenntnis von der Tatsache der Abberufung im Sinne von § 15 Abs. 1 HGB. Der Vertrauensschutz auf das Handelsregister sei ihr nur dann verwehrt, wenn die Beklagte positive Kenntnis von der wirksamen Abberufung gehabt hätte. Ein Kennenmüssen oder eine grob fahrlässige Unkenntnis genügten demgegenüber nicht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei kommt es auch nicht darauf an, ob eine Beschlussmängelklage bereits anhängig ist, oder zukünftig überhaupt erhoben wird, zumal der fragliche Verkauf des Grundstücks bereits zwei Tage nach dem Abberufungsbeschluss getätigt wurde und eine Klage so schnell kaum anhängig gemacht werden kann. Entscheidend sei vielmehr, dass die Information über den gefassten Abberufungsbeschluss durch die Information über die bestehenden Meinungsverschiedenheiten bzgl. des Abberufungsbeschlusses bereits entscheidend entwertet werde, so dass insgesamt keine  Bösgläubigkeit im Hinblick auf den fortwährenden Handelsregistereintrag vorliege.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch das allgemeine Wissen, dass ein Mehrheitsgesellschafter eine Abberufung im Zweifel gegen den Willen des Minderheitsgesellschafters durchsetzen könne, genüge nicht um den Vertrauensschutz auf die Eintragung im Handelsregister zu versagen, da die Satzung andere Quoren als 50% zur Abberufung ohne wichtigen Grund vorsehen könne. Das Stimmverhalten der Mehrheitsgesellschafterin zieht im konkreten Fall nicht zwingend die Erkenntnis nach sich, der Beschluss sei mit der erforderlichen Stimmenmehrheit gefasst worden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vielmehr gelte weiterhin der allgemeine Grundsatz, dass § 15 Abs. 1 HGB für den Vertrauenden keine Nachforschungen erfordert. Die Beklagte sei vorliegend selbst bei Kenntnis des Abberufungsbeschlusses nicht zu weiteren Nachforschungen angehalten und könne weiter auf die Eintragung im Handelsregister vertrauen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Zwischenergebnis
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Zwischenergebnis lässt sich festhalten, dass ein Gesellschafter mit mindestens 10% des Stammkapitals die Einberufung einer Gesellschafterversammlung aufgrund seines Selbsthilferechts selbst einberufen kann, ohne sein Verlangen erneut an die Geschäftsführung richten zu müssen, wenn zuvor eine Gesellschafterversammlung vom Geschäftsführer nicht wirksam einberufen werden konnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 15 Abs. 1 HGB sichert dem Käufer auch dann das Vertrauen in die Vertretungsmacht eines Geschäftsführers, der weiterhin im Handelsregister eingetragen ist, wenn er Kenntnis von bestrittenen Abberufungsbeschluss hat. Eine Einschränkung der Publizitätswirkung muss im Interesse der Rechtssicherheit jedenfalls streng begrenzt sein. Lediglich positive und nicht durch weitere Umstände erschütterte Kenntnis im Hinblick auf die Unrichtigkeit der Eintragung wäre schädlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Das Special wird mit einem weiteren Beitrag fortgesetzt.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
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           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
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            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 12 Feb 2025 09:44:38 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bundesverfassungsgericht: Bundesländer dürfen der DFL Mehrkosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen in der Bundesliga in Rechnung stellen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/bundesverfassungsgericht-bundeslaender-duerfen-der-dfl-mehrkosten-fuer-polizeieinsaetze-bei-hochrisikospielen-in-der-bundesliga-in-rechnung-stellen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Bundesverfassungsgericht: Bundesländer dürfen der DFL Mehrkosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen in der Bundesliga in Rechnung stellen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Einführung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Sicherheit bei Fußballspielen, insbesondere bei sogenannten Hochrisikospielen, erfordert regelmäßig erhöhten Polizeieinsatz. Die Frage, wer die dadurch entstehenden Mehrkosten tragen soll, führte zu einem langjährigen Rechtsstreit zwischen der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) und dem Bundesland Bremen. Mit seinem Urteil vom 14.01.2025 schuf das Bundesverfassungsgericht nun Klarheit in dieser Angelegenheit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Hintergrund
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Jahr 2014 beschloss das Land Bremen, die Veranstalter von gewinnorientierten Großveranstaltungen mit über 5.000 Teilnehmern, bei denen es erfahrungsgemäß zu Gewalt kommen kann, an den zusätzlichen Polizeikosten zu beteiligen. Dies betraf insbesondere Hochrisikospiele im Profifußball. Erstmals 2015 stellte das Land Bremen der DFL einen Kostenbescheid über rund 425.000 Euro für das Spiel zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV zu. Dagegen wehrte sich die DFL und zog bis vor das Bundesverwaltungsgericht. Dieses erklärte die Kostenbeteiligung letztlich für rechtmäßig - die DFL erhob Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Problem
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die zentrale Streitfrage bestand darin, ob die Beteiligung an den Kosten der Polizeieinsätze mit dem Grundgesetz, insbesondere mit der in Artikel 12 des Grundgesetzes (GG) verbrieften Berufsfreiheit, vereinbar ist. Die Gebührenerhebung basiert auf dem im November 2014 in Kraft getretenen § 4 Abs. 4 des Bremischen Gebühren- und Beitragsgesetz (BremGebBeitrG). Dort ist vorgesehen, dass von den Veranstaltern einer gewinnorientierten Veranstaltung mit mehr als voraussichtlich 5.000 Teilnehmern eine Gebühr erhoben wird, wenn wegen erfahrungsgemäß zu erwartenden Gewalthandlungen der Einsatz von zusätzlichen Polizeikräften erforderlich wird. Die zu erhebende Gebühr ist nach dem Mehraufwand zu berechnen, der aufgrund der Bereitstellung zusätzlicher Polizeikräfte entsteht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die DFL argumentierte dagegen, dass die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit eine staatliche Aufgabe sei, die aus Steuermitteln finanziert werden müsse. Zudem befürchtete sie Wettbewerbsverzerrungen, falls nur in einzelnen Bundesländern solche Gebühren erhoben würden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Urteil vom 14.01.2025 (Urt. v. 14.01.2025, Az. 1 BvR 548/22) wies der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts die Verfassungsbeschwerde der DFL ab und erklärte die Norm für verfassungsgemäß. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Wesentlichen stellte der Senat fest, dass § 4 Abs. 4 BremGebBeitrG zwar in die durch Artikel 12 Abs. 1 GG geschützte Berufsfreiheit der Veranstalter eingreife, dieser Eingriff aber seine verfassungsrechtliche Rechtfertigung in der Verhältnismäßigkeit der Norm finde. Die Verfassung kenne keinen allgemeinen Grundsatz, nach dem die polizeiliche Sicherheitsvorsorge durchgängig kostenfrei zur Verfügung gestellt werden muss. Die Gefahrenvorsorge sei keine allgemeine staatliche Tätigkeit, die zwingend ausschließlich aus dem Steueraufkommen zu finanzieren ist. Zudem beeinträchtige das Bremer Gebührengesetz die Berufsfreiheit der Veranstalter nicht unangemessen: Das Ziel der Gebührenerhebung, nicht die Allgemeinheit mit dem Mehraufwand zu belasten, sondern die Veranstalter als dessen Veranlasser, stehe nicht außer Verhältnis zur sich aus der Gebührenpflicht ergebenden Beeinträchtigung der Berufsfreiheit. Schließlich entfalte das Bremer Gebührengesetz auch nicht eine verfassungsrechtlich unzulässige „erdrosselnde Wirkung“ zulasten der DFL, so der Präsident des Bundesverfassungsgerichts und Vorsitzende des Ersten Senats, Prof. Dr. Stephan Harbarth. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Folgen des Urteils
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Reichweite des Ur
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           teils ist erheblicher, als man zunächst annehmen mag. Da das Bremer Gebührengesetz offen formuliert ist, beschränkt sich die Kostentragungspflicht der Veranstalter nicht ausschließlich auf Fußballvereine, selbst wenn dies den Anreiz zur Verabschiedung des Gesetzes gegeben haben mag. Ob andere Bundesländer sich ein Beispiel am Land Bremen nehmen, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Denkbar ist insoweit auch, dass private Veranstalter sowohl von bereits kleineren Veranstaltungen wie Konzerten als auch größeren überregionalen Veranstaltungen sowie Brauchtumsveranstaltungen zur Kasse gebeten werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VI. Ausblick
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Noch haben das Land Nordrhein-Westfalen und die übrigen Bundesländer kein entsprechendes Gesetz erlassen. Jedoch hat das Bundesverfassungsgericht mit seiner Entscheidung das Tor für entsprechende Gesetzesvorhaben weit aufgestoßen. Es bleibt daher zu beobachten, wie andere Bundesländer auf das Urteil reagieren werden und wie eine Kostenverteilung zwischen der DFL und den Vereinen in Zukunft aussehen könnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
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      &lt;/font&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 16 Jan 2025 10:35:30 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Pelka ernennt zwei neue Partner und Dr. Barbara Anzellotti scheidet zum 01. Januar 2025 aus der Partnerschaft aus</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-ernennt-zwei-neue-partner-und-dr-barbara-anzellotti-scheidet-zum-01-01-2025-aus-der-partnerschaft-aus</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Pelka ernennt zwei neue Partner und Dr. Barbara Anzellotti scheidet zum 01. Januar 2025 aus der Partnerschaft aus
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             P
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             elka ernennt zwei neue Partner. So treten mit Wirkung zum 1. Januar 2025 Alexander Krämer und Felix Heeg in die Partnerschaft ein. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alexander Krämer beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Beurteilung steuer- und bewertungsrechtlicher Sachverhalte im Zusammenhang mit Erb- und Schenkungsfällen. Daneben berät Herr Krämer zum Immobiliensteuerrecht und betreut vermögende Privatpersonen in steuerlichen Fragen. Die Aufnahme von Herrn Krämer in die Partnerschaft verdeutlicht das Wachstum der Kanzlei im Bereich Private Clients. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Felix Heeg leitet als Steuerberater u.a. den internen Bereich der Praxis. Die Aufnahme in die Partnerschaft ist ein weiterer Schritt, die Strukturen an die Wachstumsstrategie der Kanzlei anzupassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ich gratuliere den Kollegen herzlichst zu ihrem Karriereschritt. Mit Herrn Krämer und Herrn Heeg gewinnen wir zwei Partner, die sich seit vielen Jahren für die Sozietät einsetzen und mit ihrer ausgesprochen hohen fachlichen Expertise maßgeblich zur Weiterentwicklung der Praxis und zur bestmöglichen Betreuung unserer Mandantinnen und Mandanten beitragen werden. Wir freuen uns auf die nun noch engere Zusammenarbeit.“ Dr. Jürgen Pelka, Vorsitzender des Partnerschaftsrats.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dr. Barbara Anzellotti wird zum 01. Januar 2025 die Partnerschaft verlassen. Sie eröffnet eine eigene Praxis und wird darin ihren bisherigen Schwerpunkt, das Immobilienrecht, fortführen. Wir danken ihr für die Zusammenarbeit und wünschen ihr viel Erfolg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pelka verzeichnet 17 Partnerinnen und Partner sowie rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Köln, Berlin und Essen. Zu den Mandantinnen und Mandanten gehören vornehmlich national und international agierende Unternehmen, die dahinterstehenden Familien sowie freiberuflich Tätige.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 27 Dec 2024 09:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/pelka-ernennt-zwei-neue-partner-und-dr-barbara-anzellotti-scheidet-zum-01-01-2025-aus-der-partnerschaft-aus</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>BAG beschert Teilzeitkräften Anspruch auf Überstundenzuschläge</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/bag-beschert-teilzeitkraeften-anspruch-auf-ueberstundenzuschlaege</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            BAG beschert Teilzeitkräften Anspruch auf Überstundenzuschläge 
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 05.12.2024 entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG): Eine tarifvertragliche Regelung, die unabhängig von der individuellen Arbeitszeit für Überstundenzuschläge das Überschreiten der regelmäßigen Arbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten voraussetzt, behandelt teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer wegen der Teilzeit schlechter als vergleichbare Vollzeitbeschäftigte. Kann diese Ungleichbehandlung nicht durch sachliche Gründe gerechtfertigt werden, liegt ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot Teilzeitbeschäftigter gem. § 4 Abs. 1 Teilzeit-und Befristungsgesetz (TzBfG) vor. Regelmäßig liege zugleich auch eine mittelbare Benachteiligung aufgrund des (weiblichen) Geschlechts vor, wenn erheblich mehr Frauen als Männer von einer entsprechenden Zuschlagsregelung betroffen sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Sachverhalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Klägerin war als Pflegekraft in Teilzeit im Umfang von 40 % eines Vollzeitbeschäftigten tätig. Nach dem geltenden Tarifvertrag waren Überstunden mit einem Zuschlag von 30 % zuschlagspflichtig, die über die monatliche Arbeitszeit eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers hinaus geleistet wurden und im jeweiligen Kalendermonat nicht durch Freizeitgewährung ausgeglichen werden konnten. Alternativ zu einer Auszahlung des Zuschlags war eine entsprechende Zeitgutschrift im Arbeitszeitkonto vorgesehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Arbeitszeitkonto der Klägerin wies Ende März 2018 ein Arbeitszeitguthaben von 129 Stunden und 24 Minuten aus. Der Arbeitgeber hatte ihr für diese Zeiten weder Überstundenzuschläge gezahlt, noch im Arbeitszeitkonto eine Zeitgutschrift vorgenommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Klägerin verlangte, dass ihrem Arbeitszeitkonto als Überstundenzuschlag weitere 38 Stunden und 39 Minuten (30% von 129 Stunden und 24 Minuten) gutgeschrieben werden. Darüber hinaus begehrte sie die Zahlung einer Entschädigung in Höhe eines Vierteljahresverdienstes nach § 15 Abs. 2 AGG. Sie werde aufgrund der tarifvertraglichen Regelung als Teilzeitkraft gegenüber vergleichbaren Vollzeitbeschäftigten benachteiligt. Zudem werde sie wegen ihres Geschlechts mittelbar benachteiligt, denn der Arbeitgeber beschäftige überwiegend Frauen in Teilzeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Verfahrensgang
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachdem das Arbeitsgericht Fulda die Klage noch abwies und am Landesarbeitsgericht Hessen nur die Zeitgutschrift zuerkannt wurde, hatte das BAG das Revisionsverfahren zunächst ausgesetzt und den Gerichthof der Europäischen Union (EuGH) um die Beantwortung von Rechtsfragen betreffend die Auslegung des Unionsrechts ersucht, welcher das Vorabentscheidungsersuchen am 29.07.2024 beantwortete.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Umsetzung der Entscheidung des EuGH hatte die Revision der Klägerin vor dem BAG teilweise Erfolg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Lösung des BAG
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das BAG sprach der Klägerin die verlangte Zeitgutschrift zu. Darüber hinaus erkannte es auch eine Entschädigung an, allerdings nicht in Höhe des geforderten Vierteljahresverdienstes, sondern in Höhe von 250,00 Euro.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf der Grundlage der Vorgaben des EuGH musste das BAG davon ausgehen, dass ein Verstoß gegen das Verbot der Benachteiligung von Teilzeitbeschäftigten (§ 4 Abs. 1 TzBfG) vorlag, da die tarifliche Regelung keine der Teilzeitquote entsprechende anteilige Absenkung der Grenze für die Gewährung eines Überstundenzuschlags vorsah. Der Senat konnte für diese Ungleichbehandlung keinen sachlichen Grund erkennen. Die tarifliche Überstundenzuschlagsregelung war aufgrund des Verstoßes unwirksam, sodass die Klägerin einen Anspruch auf die weitere Zeitgutschrift hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zuerkennung der Entschädigung nach § 15 Abs. 2 AGG in Höhe von 250,00 Euro ergab sich daraus, dass die Klägerin durch die Anwendung der unwirksamen tariflichen Regelung auch eine mittelbare Benachteiligung wegen ihres Geschlechts erfahren hatte, denn mehr als 90 % der Teilzeitbeschäftigten des Arbeitgebers waren Frauen. Der Betrag von 250,00 Euro sei dabei erforderlich, aber auch ausreichend, um einerseits den durch die mittelbare Benachteiligung entstandenen immateriellen Schaden auszugleichen und andererseits gegenüber dem Arbeitgeber die gebotene abschreckende Wirkung zu entfalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Folge: Schlechterstellung von Vollzeitkräften?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während die Entscheidungen des EuGH und darauf aufbauend auch des BAG für Teilzeitkräfte begrüßenswert sind, stellt sich nun die Frage, ob dadurch Vollzeitkräfte diskriminiert werden. Denn im Hinblick auf Überstundenpauschalen ergeben sich zwei gegensätzliche Positionen: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Überstundenpauschale, die erst greift, wenn die monatliche Arbeitszeit eines in Vollzeit arbeitenden Arbeitnehmers erreicht wird, ist nachteilig für Teilzeitarbeitende, denn für diese ist es wesentlich schwieriger auf diese Anzahl an Arbeitsstunden zu kommen. Wird dagegen eine Überstundenpauschale immer schon dann ausgezahlt, wenn die individuelle Arbeitszeit überschritten wird, erscheint es ungerecht, weil Teilzeitbeschäftigte dann bei Überstunden für dieselbe Arbeitszeit einen höheren Stundenlohn erhielten als Vollzeitkräfte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Maßgebliche Bedeutung kommt daher der Frage zu, welcher Zweck mit der Zahlung von Überstundenzuschlägen verfolgt wird: Geht es um die Vergütung der (zu viel) geleisteten Arbeit oder soll ein Ausgleich für Mehrbelastungen im Vergleich zur vertraglichen Regelarbeitszeit geschaffen werden?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für den EuGH war in dessen Entscheidung vom 29.07.2024 wohl ausschlaggebend, dass eine Teilzeitkraft die gleiche Anzahl an Stunden arbeiten müsste wie eine Vollzeitkraft, um überhaupt Überstundenzuschläge zu verdienen. Teilzeitbeschäftigte könnten die Anzahl an Arbeitsstunden, die einen Anspruch auf einen Zuschlag begründen, daher gar nicht oder nur mit einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit erreichen als eine vollzeitbeschäftigte Arbeitskraft. Somit stelle die Festsetzung einer einheitlichen Untergrenze für Überstundenzuschläge für teilzeitbeschäftigte Pflegekräfte eine ungleich größere Belastung dar. Damit liege eine „schlechtere“ Behandlung vor, die nicht durch sachliche Gründe gerechtfertigt sei. Insbesondere das Ziel, eine Anordnung von Überstunden für Arbeitnehmer einzuschränken, ließ der EuGH nicht gelten. Die Regelung schaffe vielmehr einen Anreiz für Arbeitgeber, Überstunden eher bei Teilzeitbeschäftigten anzuordnen. Das Argument, eine Schlechterbehandlung von Vollzeitbeschäftigten gegenüber Teilzeitbeschäftigten solle verhindert werden, überzeugte daher im Ergebnis ebenfalls nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Gewährung von Zuschlägen sind die Entscheidungen des EuGH sowie des BAG für Arbeitgeber und Personalverantwortliche von großer Bedeutung. Zwar sind Zuschläge nicht ohne weiteres zwingend zu gewähren, gibt es hierzu aber verbindliche Regelungen, bspw. in Arbeits- oder Tarifverträgen, sollten die konkreten Vorgaben der Rechtsprechung dringend beachtet werden. Sofern eine unterschiedliche Behandlung von Voll- und Teilzeitkräften vorgesehen ist, empfiehlt es sich, diese auf eine sachliche Unterscheidungsmöglichkeit hin zu untersuchen. Das unterschiedliche Arbeitspensum genügt für sich genommen als Begründung gerade nicht. Es gilt hier also sorgfältig und genau vorzugehen. Darüber hinaus droht Unternehmen aufgrund des potentiell diskriminierenden Charakters solcher Regelungen zusätzlich die Geltendmachung von Entschädigungszahlungen durch betroffene Beschäftigte. Aus unserer Sicht sind dies allemal gute Gründe, die einschlägigen Zuschlagsregelungen im Unternehmen zu prüfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir danken unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Hannah Kramer für die tatkräftige Unterstützung zu diesem Beitrag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 17 Dec 2024 14:51:31 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Entwicklungen zur Wegzugsbesteuerung</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-entwicklungen-zur-wegzugsbesteuerung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Entwicklungen zur Wegzugsbesteuerung
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die deutsche Wegzugsteuer nach § 6 AStG ist einem laufenden Wandel unterzogen. Der Gesetzgeber und die Finanzverwaltung haben diesbezüglich in der jüngeren Vergangenheit Verschärfungen vorgenommen. Insbesondere internationale Unternehmerfamilien und gerade mittelständische Familienunternehmen sind von den Verschärfungen betroffen und dadurch in ihrer Mobilität eingeschränkt. Auch die Rechtsprechung muss sich stetig mit der Wegzugsbesteuerung beschäftigen. Der folgende Beitrag zeigt nicht nur die aktuellen Rechtsentwicklungen auf, sondern gibt Hinweise auf mögliche Vermeidungsstrategien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wegzugsteuer nach § 6 AStG wurde ursprünglich als Missbrauchsvermeidungsvorschrift eingeführt, um das deutsche Besteuerungsrecht an Anteilen an Kapitalgesellschaften zu sichern. Im Laufe der Jahre hat sie sich durch zahlreiche Gesetzesänderungen und die Internationalisierung des Steuerrechts zu einem wichtigen Thema in der Steuerberatung entwickelt. Mit der Neufassung des § 6 AStG, die am 01.01.2022 in Kraft trat, wurden erhebliche Verschärfungen eingeführt (unseren Beitrag aus 2021 zu den Gesetzesänderungen finden Sie hier). Ende 2023 trat eine neue Gesetzesänderung in Kraft, welche die Dauer der EU/EWR-Stundung für Wegzüge bis zum 31.12.2021 einschränkte. Zudem wurde Ende 2023 ein Anwendungserlass der Finanzverwaltung zum neuen AStG veröffentlicht. Im Januar 2024 folgte sodann das mit Spannung erwartete BFH-Urteil in der Rechtssache Wächtler, welches einige der jüngsten Gesetzesänderungen in Frage stellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Funktionsweise der Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 6 AStG unterliegen stille Reserven in Anteilen an Kapitalgesellschaften, z.B. an einer GmbH, die im Privatvermögen gehalten werden, einer Art „Schlussbesteuerung“, wenn das Besteuerungs-recht Deutschlands an diesen Anteilen eingeschränkt wird oder endet. Das ist typischerweise beim Wegzug des Anteilsinhabers aus Deutschland der Fall.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Voraussetzung für die Wegzugsteuer ist, dass der Steuerpflichtige in den letzten zwölf Jahren mindestens sieben Jahre unbeschränkt steuerpflichtig in Deutschland war. Der § 6 AStG gilt für alle Anteile gemäß § 17 Abs. 1 EStG, einschließlich Beteiligungen an optierenden Personengesellschaften. Erfasst werden sowohl Anteile an inländischen als auch an ausländischen Kapitalgesellschaften, sofern der Steuerpflichtige in den letzten fünf Jahren vor dem steuerrelevanten Ereignis mindestens zu 1 % an diesen beteiligt war. Bei ausländischen Gesellschaften ist entscheidend, ob diese aus deutscher Sicht als Kapital- oder Personengesellschaft eingestuft werden. Ein abkommensrechtlicher Konflikt kann entstehen, wenn Deutschland die Gesellschaft als Kapitalgesellschaft betrachtet, während der Sitzstaat sie als steuerlich transparente Personengesellschaft einstuft. Solche Situationen können nicht selten insbesondere bei US-Gesellschaften entstehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das steuerauslösende Ereignis ist in der Regel die Beendigung der unbeschränkten Steuerpflicht durch Wohnsitzaufgabe oder unentgeltliche Übertragung der Anteile auf Personen, die in Deutschland nicht der unbeschränkten Steuerpflicht unterliegen. Die Folge ist die Besteuerung eines fiktiven Veräußerungsgewinns, der sich aus dem gemeinen Wert der Anteile zum Zeitpunkt des Ereignisses abzüglich der Anschaffungskosten und eventueller Veräußerungskosten ergibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Gesetzgeberische Verschärfung für EU-/EWR Altfälle
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           War es in der Vergangenheit noch möglich bei einem Wegzug aus Deutschland in einen Mitgliedstaat der EU oder des EWR eine Stundung der Steuer in Gänze zu erhalten, wurden mit dem Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie 2022/2523 vom 21.12.2023 die Anforderungen an die dauerhafte Stundung der Wegzugsteuer nach § 6 AStG verschärft, insbesondere für EU-/EWR-Altfälle. Die Änderungen betreffen alle Wegzüge vor dem 01.01.2022 und zielen darauf ab, die Stundungsregeln für diese Fälle an die neuen Regelungen des ATAD-Umsetzungsgesetzes anzupassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Laut der neuen Regelung in § 21 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 AStG kann die Stundung der Wegzugsteuer für Altfälle (d.h. für Wegzüge vor dem 01.01.2022) widerrufen werden, wenn aus der betroffenen Gesellschaft, deren Anteile mit der Wegzugsteuer belastet wurden, Gewinnausschüttungen oder Einlagenrückgewähr erfolgen, deren gemeiner Wert mehr als ein Viertel des gemeinen Werts der Anteile zum Zeitpunkt des Wegzugs beträgt. Dieser Widerruf gilt gar rückwirkend für alle entsprechenden Zahlungen nach dem 16.08.2023. Es bleibt jedoch unklar, ob für die Bestimmung des maßgeblichen Zeitpunkts der Beschluss zur Gewinnverwendung oder die tatsächliche Auszahlung entscheidend ist. Es sprechen aber gute Argumente dafür, dass der Zeitpunkt des Gesellschafterbeschlusses der maßgebliche ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Überschreitet der Wert der Ausschüttungen diesen Grenzwert, wird die Stundung teilweise widerrufen, sodass die Steuer sofort teilweise fällig wird. Bei mehreren Ausschüttungen erfolgt ein sukzessiver Widerruf der Stundung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Berechnung des Widerrufs erfolgt in zwei Schritten: Zuerst wird die Summe aller relevanten Gewinnausschüttungen und Einlagenrückgewähr nach dem 16.08.2023 ermittelt. Danach wird von dieser Summe ein Viertel der ungekürzten Bemessungsgrundlage der festgesetzten Wegzugsteuer abgezogen. Soweit sich daraus ein positiver Saldo ergibt, ist die Wegzugsteuer im Verhältnis dieses positiven Saldos zum gemeinen Wert der betreffenden Gesellschaftsanteile im Wegzugszeitpunkt sofort fällig. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beispiel: Der Stpfl. ist im Jahr 2018 in das EU-Ausland weggezogen und hat die nach damaligem Recht geltende EU/EWR-Stundung gem. § 6 Abs. 5 AStG a.F. gewährt bekommen. Der gemeine Wert der betroffenen Gesellschaftsanteile im Wegzugszeitpunkt beträgt 100. Seit dem 17.08.2023 wurden in Bezug auf diese Gesellschaftsanteile Gewinnausschüttungen i.H.v. 40 vorgenommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der zu ermittelnde positive Saldo aus den Gewinnausschüttungen abzüglich eines Viertels des gemeinen Werts der Gesellschaftsanteile beträgt 15 (40 ./. ¼ × 100). Folglich ist die Wegzugsteuer nach der neuen verschärften Gesetzeslage i.H.v. 15 % (15/100) sofort zur Zahlung fällig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es besteht eine Pflicht für den Steuerpflichtigen, dem zuständigen Finanzamt die erstmalige Überschreitung dieses Grenzwerts sowie jede darauf folgende Überschreitung jeweils innerhalb eines Monats mitzuteilen. Für alle künftigen Gewinnausschüttungen und die Einlagenrückgewähr betroffener Steuerpflichtige ist daher stets eine Proberechnung durchzuführen, ob der Grenzwert von 25 % des gemeinen Werts der betreffenden Gesellschaftsanteile im Wegzugszeitpunkt überschritten wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Konkretisierungen der Finanzverwaltung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der neue Anwendungserlass der Finanzverwaltung zum AStG vom 22.12.2023 ersetzt den alten Außensteuererlass des BMF vom 14.05.2004 und bringt umfassende neue Ausführungen zur Wegzugsteuer mit sich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insbesondere sind die Ausführungen zur sog. Rückkehrerreglung gem. § 6 Abs. 3 AStG hervorzuheben. Nach dieser Regelung entfällt die ausgelöste Wegzugsteuer bei Rückkehr innerhalb von sieben Jahren, sofern auch die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind (u.a. keine Veräußerung oder gleichgestellte Vorgänge). Die Anwendung der Rückkehrerregelung setzt eine „vorübergehende Abwesenheit“ des Steuerpflichtigen voraus. Es gab zuvor einen Meinungsstreit zwischen der Finanzverwaltung und der Literatur darüber, wann eine Rückkehrabsicht des Steuerpflichtigen dargelegt werden muss und wie die Rückkehrabsicht glaubhaft gemacht werden kann. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat jedoch klargestellt, dass es ausreichend ist, wenn der Steuerpflichtige innerhalb der gesetzlich festgelegten Frist tatsächlich nach Deutschland zurückkehrt. Nur wenn die vorübergehende Abwesenheit über sieben Jahre (bzw. fünf Jahre nach alter Regelung) hinaus um bis zu weitere fünf Jahre verlängert wird, muss die Rückkehrabsicht nachgewiesen werden. So heißt es im AEAStG 2023 unter Rn. 128: „Wenn keine Anhaltspunkte bestehen, die eine gegenteilige Wertung nahelegen, reicht die Erklärung des Stpfl. für die Annahme der Rückkehrabsicht aus.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V.	Das BFH-Urteil vom 06.09.2023 in der Rs. Wächtler
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im sogenannten „Wächtler-Verfahren“ (Az. I R 35/20) hat der BFH entschieden, dass die Wegzugsbesteuerung (§ 6 AStG) bei einem Wegzug in die Schweiz dauerhaft und zinslos gestundet werden kann, wobei diese Stundung von einer Sicherheitsleistung abhängig gemacht werden kann. Diese Entscheidung bezieht sich zwar auf das frühere Recht, ist jedoch auf die ab dem 1.1.2022 geltenden Regelungen übertragbar und gilt besonders für Wegzüge in EU- und EWR-Staaten, bei denen keine Sicherheitsleistung erforderlich ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Wegzüge vor dem 01.01.2022 in einen EU- oder EWR-Staat wurde die Wegzugsteuer unter bestimmten Bedingungen dauerhaft und zinslos gestundet (sog. Ewigkeitsstundung). Für die Schweiz galt dies gesetzlich nicht, und es war lediglich eine Ratenzahlung möglich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Fall des Klägers Wächtler, der 2011 in die Schweiz verzog, legte das Finanzgericht Baden-Württemberg dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) Fragen zur Auslegung des Freizügigkeitsabkommens (FZA) vor, welches ähnliche Rechte wie die EU-Grundfreiheiten bietet. Der EuGH stellte fest, dass auch bei Wegzügen in die Schweiz eine dauerhafte, zinslose Stundung der Wegzugsteuer zu gewähren sei, jedoch unter der Bedingung einer Sicherheitsleistung aufgrund fehlender Vollstreckungshilfe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In seiner Entscheidung wies der BFH die Klage gegen die Steuerfestsetzung ab, betonte jedoch, dass für Wächtlers Wegzug eine dauerhafte und zinslose Stundung bis zur tatsächlichen Veräußerung der Anteile angemessen ist. Dies steht im Widerspruch zu einer früheren Stellungnahme der Finanzverwaltung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           BFH-Entscheidungen haben in der Regel nur unmittelbare rechtliche Bedeutung für den Einzelfall, doch ihre rechtlichen Erwägungen im Wächtler-Urteil könnten auf ähnliche Fälle angewendet werden. Folgende Auswirkungen ergeben sich aus dem Urteil: Für Wegzüge vor dem 01.01.2022 in die Schweiz muss die Wegzugssteuer bis zur Veräußerung der Anteile zinslos gestundet werden. Die Stundung könnte jedoch von einer Sicherheitsleistung abhängig gemacht werden, was in praktischer Hinsicht problematisch sein kann. Bereits gezahlte Steuern sind rückwirkend zu erstatten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Wegzüge vor dem 01.01.2022 in einen EU-/EWR-Staat wird nach dem Gesetz eigentlich aus-nahmsweise dann keine dauerhafte Stundung gewährt, wenn z.B. der Wegzügler im Ausland nicht einer der deutschen Einkommensteuer vergleichbaren Steuer unterliegt. Insoweit kann bzw. muss die EuGH- wie BFH-Entscheidung nur so verstanden werden, dass auch in diesen Fällen eine dauerhafte, zinslose Stundung europarechtlich geboten ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab dem 01.01.2022 sieht die reformierte Regelung lediglich eine Ratenzahlung über sieben Jahre vor, die in der Regel eine Sicherheitsleistung erfordert. Eine Ungleichbehandlung von ins (EU-)Ausland ziehenden Steuerpflichtigen im Vergleich zu Umzügen innerhalb Deutschlands bleibt bestehen. Im Sinne einer unionsrechtskonformen Regelung müsste der Gesetzgeber die dauerhafte, zinslose Stundung für Wegzüge in EU-/EWR-Staaten wiedereinführen und diese auch auf die Schweiz erstrecken. Bis zu einer (nicht absehbaren) Gesetzesänderung müssen Steuerpflichtige möglicherweise ihre Ansprüche auf dem Rechtsweg durchsetzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VI.	Gestaltungsmöglichkeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um die oben beschriebenen Problematiken der Wegzugsbesteuerung zu vermeiden, bieten sich verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten an. Eine davon ist die Einlage einer Kapitalgesellschaftsbeteiligung in das Betriebsvermögen einer Personengesellschaft. Bei dieser Gestaltungsvariante ist darauf zu achten, dass es sich um eine originär gewerblich tätige Personengesellschaft handelt, bei der die Anteile an der Kapitalgesellschaft dem Geschäftszweck der Personengesellschaft funktional zuzurechnen sein müssen. Die Personengesellschaft vermittelt dem nunmehr nach dem Wegzug ausländischen Mitunternehmer eine inländische Betriebsstätte, sodass eine Entstrickungsbesteue-rung nach § 4 Abs. 1 Satz 3 EStG vermieden wird. Eine gewerblich geprägte Personengesellschaft (GmbH &amp;amp; Co. KG) reicht für die Begründung einer inländischen Betriebsstätte nicht aus. Es käme in einem solchen Fall bei Wegzug zu einer Entstrickungsbesteuerung. Bei der Ausgestaltung der gewerblich tätigen, inländischen Personengesellschaft ist zudem auf die ausreichende Ausstattung mit „Substanz“ zu achten. In der Regel sollte für die Substanz einer Betriebsstätte die Anmietung von Büroräumlichkeiten mitsamt technischer Infrastruktur im Inland durch die Personengesellschaft und die Anstellung von Mitarbeitern, welche für die Personengesellschaft in diesen tätig werden, ausreichend sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VII.	Zusammenfassung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die deutsche Wegzugsbesteuerung gem. § 6 AStG ist infolge mehrerer Gesetzesänderungen in den vergangenen Jahren erheblich verschärft worden. In vielen Fällen kommt es zu einer Übermaßbesteuerung, die unseres Erachtens nicht mit dem Unionsrecht zu vereinbaren ist. Die Entscheidung des BFH vom 06.09.2023 in der Rechtssache Wächtler geht daher in die richtige Richtung, da sie den offenkundig rein fiskalisch motivierten Ausweitungen der deutschen Wegzugsteuer in jüngster Zeit Grenzen setzt. Betroffene Wegzügler sollten darüber nachdenken, ob und in welchen Fällen der Rechtsweg bestritten werden soll. Mandantinnen und Mandanten, die beabsichtigen in nächster Zeit aus Deutschland wegzuziehen, sollten vorab überlegen, inwieweit sie von der Wegzugsbesteuerung betroffen sind und welche geeignete Vermeidungsstrategien bestehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
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          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 11 Dec 2024 10:34:34 GMT</pubDate>
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  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Die neue Wirtschaftsidentifikationsnummer
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit Anfang November 2024 vergibt das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) an alle wirtschaftlich Tätigen eine sog. Wirtschafts-Identifikationsnummer (W-IdNr.), welche gleichzeitig auch die bundeseinheitliche Wirtschaftsnummer nach dem Unternehmensbasisdatenregistergesetz darstellt. Dies erfolgt automatisiert und ohne Antragstellung, so dass grundsätzlich kein Handlungsbedarf besteht. Jedoch ist es wichtig die W-IdNr. aufzubewahren und ggf. an die steuerliche Vertretung weiterzuleiten. Sofern bereits eine USt-IdNr. vorhanden ist, entspricht die W-IdNr. im Grunde dieser, wird jedoch noch um ein fünfstelliges Unterscheidungsmerkmal für unterschiedliche wirtschaftliche Tätigkeiten erweitert. Eine zusätzliche Mitteilung über die W-IdNr. durch das BZSt bleibt dann aus. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Wer erhält wann eine Wirtschaftsidentifikationsnummer
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Welche Steuerpflichtigen eine W-IdNr. erhalten, regeln die §§ 139a und 139c AO. Demnach erhalten alle juristischen Personen sowie Personenvereinigungen automatisch eine W-IdNr. durch das BZSt. Darüber hinaus bekommen auch natürliche Personen, die wirtschaftlich tätig sind, eine Nummer zugeteilt. Dabei ist eine natürliche Person als wirtschaftlich Tätige anzusehen, wenn sie bspw. Unternehmerin i.S.d. § 2 Abs. 1 UStG ist oder gemäß § 28a SGB IV meldepflichtig ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wichtig ist, dass die Nummer automatisiert vergeben wird. Das bedeutet, dass wirtschaftlich Tätige keinen Antrag stellen müssen, sondern die Nummer durch das BZSt ohne Aufforderung zugeteilt wird. Wirtschaftlich Tätige bekommen daher seit November 2024 automatisiert ihre Nummer zugeteilt. Dabei geht das BZSt stufenweise vor. Zunächst bekommen lediglich Kleinunternehmer nach § 19 UStG und zur Abgabe einer Umsatzsteuerjahreserklärung verpflichtete ihre Nummer zugeteilt. Alle weiteren wirtschaftlich Tätigen erhalten ihre Nummer voraussichtlich erst ab Mitte 2025 zugeteilt. Nachteile durch einen späteren Erhalt der Nummer entstehen keine. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sofern Steuerpflichtige bereits zum 30..11.2024 über eine USt-IdNr. verfügen, erfolgt keine zusätzliche Mitteilung der W-IdNr. durch das BZSt, da beide im Aufbau identisch sind. Somit werden die meisten Steuerpflichtigen keine zusätzliche Mitteilung durch das BZSt über ihre W-IdNr. erhalten. Sofern jedoch keine USt-IdNr. vorhanden ist oder die wirtschaftliche Tätigkeit nach November neu aufgenommen wird, erfolgt die automatisierte Bekanntgabe der W-IdNr. über ELSTER.  Ab dem 3.12.2024 kann zudem über ELSTER auch die W-IdNr. erneut abgerufen werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Aufbau der Wirtschaftsidentifikationsnummer 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Nummer besteht aus dem Länderkürzel „DE“ und einer folgenden 9-stelligen Ziffernfolge (bspw. DE987654321). Diese wird aktuell bei den meisten Steuerpflichten mit der USt-IdNr. übereinstimmen. Für jede wirtschaftliche Tätigkeit des Steuerpflichtigen wird die Nummer dann aber um eine 5-stellige Ziffernfolge (sog. Unterscheidungsmerkmal) fortlaufend erweitert, beginnend bei 00001 (bspw. DE987654321-00001). Anhand des ersten Teils der Nummer kann so der Steuerpflichte eindeutig identifiziert werden und anhand der Folgenummer die entsprechende wirtschaftliche Tätigkeit. Dabei ist zu beachten, dass zunächst für jeden Steuerpflichtigen lediglich eine wirtschaftliche Tätigkeit („-00001“) vergeben wird. Sofern Steuerpflichtige mehrere wirtschaftliche Tätigkeiten ausüben, erfolgt die Zuteilung (bspw. „-00002“ für eine zweite wirtschaftliche Tätigkeiten oder „-00003“ für eine dritte) erst ab 2026. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beispiel: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine GmbH verfügt über einen Hauptsitz in Köln und vier Betriebstätten verteilt in Deutschland. Die GmbH ist zur Abgabe einer Umsatzsteuererklärung verpflichtet und hat bereits die USt-IdNr. „DE123456789“. Die GmbH bekommt daher bereits im November 2024 die W-IdNr. zugeteilt:  „DE123456789-00001“. Voraussichtlich ab 2026 bekommen die einzelnen Betriebstätten dann zusätzlich einzelne Unterscheidungsmerkmale zugeteilt, also „DE123456789-00002“ bis „DE123456789-00005“. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Bedeutung der Wirtschaftsidentifikationsnummer
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sinn und Zweck der neuen Identifikationsnummer ist die Schaffung einer einheitlichen und eindeutigen IdNr. für alle wirtschaftlich Tätigen in Deutschland. Im Gegensatz zu der Steuernummer bleibt die W-IdNr., solange die wirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt wird, bestehen (sog. „Once-Only-Prinzip“). Sie ist das Pendant zur Steuer-Identifikationsnummer bei natürlichen Personen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Laut Angaben des BZSt erleichtert die W-IdNr. die Identifizierung eines Unternehmens und soll so zukünftig die steuerlichen Prozesse, insbesondere die Kommunikation innerhalb der Behörden vereinfachen und ggf. auch automatisieren. Dabei müssen künftig Steuerpflichtige bei der Kommunikation mit den Finanzbehörden auch ihre W-IdNr. angeben (bspw. bei Anträgen, Erklärungen und Mitteilungen). Die Verpflichtung greift aber erst mit Abschluss der Einführung in 2026. Bis dahin kann auch die Kommunikation wie gewohnt unter der Angabe der Steuernummer erfolgen, eine Angabe der W-IdNr. ist bis dahin optional. Neben dem Steuerpflichtigen selbst müssen künftig auch Dritte, die Daten eines wirtschaftlich Tätigen an die Finanzbehörden übermitteln, die W-IdNr. angeben. Dies betrifft bspw. Kapitalerträge auszahlende Stellen.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu beachten ist auch, dass die W-IdNr. keine Identifikationsnummer ersetzt, insbesondere nicht die USt-IdNr. und die Steuernummer. Diese bleiben neben der W-IdNr. bestehen. Die USt-IdNr. muss ggf. auch weiter gesondert beantragt werden. Sofern bereits eine W-IdNr. besteht und erst zu einem späteren Zeitpunkt eine USt-IdNr. beantragt wird, werden beide Nummern bis auf die Unterscheidungsmerkmale (bspw. „-00001“) identisch sein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
               
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             IV.	Handlungsempfehlungen 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die W-IdNr. wird in der Zukunft die Identifikationsnummer bei der Kommunikation mit den Finanzbehörden sein. Daher ist es als Steuerpflichtiger wichtig, diese aufzubewahren und an die steuerliche Vertretung weiterzugeben, insbesondere, wenn diese durch das BZSt gesondert mittgeteilt wurde. Bei den meisten Steuerpflichtigen wird aktuell aber die W-IdNr. mit der USt-IdNr. übereinstimmen. Sofern bereits eine W-IdNr. vorhanden ist, kann diese bereits für die Kommunikation mit den Finanzbehörden freiwillig verwendet werden, bevor diese voraussichtlich ab 2026 verpflichtend anzugeben ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten Sie jedoch auf ihre bereits vergebene W-IdNr. nicht mehr zugreifen können, so ist ab Dezember 2024 ein erneuter Abruf der W-IdNr. über ELSTER bzw. über das BZSt möglich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 20 Nov 2024 09:54:24 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Barrierefreiheit als Pflicht – Diese Verpflichtungen betreffen Unternehmen ab 2025</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Barrierefreiheit als Pflicht – Diese Verpflichtungen betreffen Unternehmen ab 2025
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 28. Juni 2025 tritt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft. Mit diesem Gesetz wird die EU-Richtlinie über die Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen (European Accessibility Act, EAA) umgesetzt. Ziel ist es, Barrieren vor allem im digitalen Bereich abzubauen, um eine gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, Einschränkungen und auch älteren Menschen zu gewährleisten. Nachdem derartige Standards für öffentliche Einrichtungen bereits seit mehreren Jahren vorgeschrieben sind, werden nun auch viele private Unternehmen zur Barrierefreiheit verpflichtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Erfasste Produkte und Dienstleistungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Produkte und Dienstleistungen, die nach dem 28. Juni 2025 in den Verkehr gebracht werden, müssen für Verbraucherinnen und Verbraucher barrierefrei bereitgestellt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Produkte sind etwa Hardwaresysteme für Computer für Endverbraucher und Endverbraucherinnen, bestimmte Selbstbedienungsterminals wie Geld- oder Fahrausweisautomaten, Verbraucherendgeräte, die für Telekommunikationsdienste genutzt werden (z.B. Mobiltelefone), Verbraucherendgerät mit interaktivem Leistungsumfang (z.B. interaktive Fernseher) und E-Book-Lesegeräte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter Dienstleistungen fallen Bankdienstleistungen für Verbraucherinnen und Verbraucher, Telekommunikationsdienste (z.B. Messenger), Elemente der Personenbeförderungsdienste (z.B. elektronische Ticketdienste) sowie E-Books und deren Software. Insbesondere sind auch Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr (z.B. E-Commerce) erfasst, sodass Webshops und Apps in jedem Fall betroffen sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Verpflichtete Unternehmen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verpflichtet werden vor allem Unternehmen in den Bereichen E-Commerce, Finanzdienstleistungen, Verkehr und Telekommunikation sowie Hersteller und Anbieter von Computerhardware und -software, betroffen sind aber alle Unternehmen, die eines der oben genannten Produkte oder Dienstleistungen anbieten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den Anforderungen des BFSG müssen alle privaten Marktakteure gleichermaßen gerecht werden. Abhängig davon, in welcher Rolle das Unternehmen am Markt auftritt (Hersteller, Händler, Importeure oder Dienstleistungsanbieter), sind zusätzlich verschiedene Prüf-, Nachweis- und Mitteilungspflichten einzuhalten. Grob kann man hier unterscheiden zwischen solchen Unternehmen, die Produkte in den Verkehr bringen (Hersteller, Händler und Importeure) und solchen, die Dienstleistungen erbringen. Da die Vorgaben variieren, sollten Unternehmen sich eingehend darüber informieren, welche Anforderungen sie im Einzelnen einzuhalten haben und welche Maßnahmen zu ergreifen sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von den Regelungen ausgenommen sind lediglich Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und einem Jahresumsatz von unter zwei Millionen Euro.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Begriff der Barrierefreiheit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Barrierefreiheit meint, dass Produkte und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sind. Zielgruppen sind vor allem Menschen mit Sehbehinderung, gehörlose Menschen und Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, Personen mit kognitiven Einschränkungen, etwa mit Lernschwierigkeiten oder Aufmerksamkeitsstörungen sowie Menschen mit motorischen Einschränkungen. Aber auch für ältere Menschen und Personen, die wenig Erfahrung im Umgang mit digitalen Medien haben, soll die Handhabung erleichtert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um Barrierefreiheit sicherzustellen, müssen Produkte und Dienstleistungen die Nutzung für Menschen mit sensorischen, motorischen und kognitiven Einschränkungen sicherstellen. Genauere Vorgaben finden sich in der Verordnung zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Produkte
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Produkte müssen zunächst auch in physischer Hinsicht erreichbar und nutzbar sein, beispielsweise, indem sie in einer Höhe angebracht werden, die auch für Rollstuhlfahrer zugänglich ist (z.B. bei Geld- oder Fahrscheinautomaten). Weiterhin ist erforderlich, dass die Bedienelemente klar erkennbar und einfach zu handhaben sind. Tasten und Bedienelemente müssen groß genug, gut erkennbar und klar strukturiert sein, um Menschen mit motorischen Einschränkungen oder Sehbehinderungen eine einfache Bedienung zu ermöglichen. Hilfreich kann auch der Einsatz von Braille-Schrift oder audiovisuellen Beschreibungen von Bedienvorgängen sein, um die Nutzung für Menschen mit Sehbehinderung zu erleichtern. Wichtig ist auch, dass Displays und Bildschirme ausreichend Helligkeit und Kontrast aufweisen, um eine gute Erkennbarkeit zu gewährleisten. Anweisungen zur Nutzung von Produkten sowie wichtige Hinweise müssen leicht verständlich und in einfacher Sprache verfasst sein. Um die Verständlichkeit zu verbessern, kann auch zusätzlich auf grafische Symbole wie Piktogramme oder Icons zurückgegriffen werden. Technische Geräte wie Smartphones oder Tablets müssen mit Hilfsmitteln wie Screenreadern oder Vergrößerungssoftware kompatibel sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Dienstleistungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit Dienstleistungen als barrierefrei gelten, müssen die Informationen über die Funktionsweise der Dienstleistung (z.B. Online-Shops) in mehr als einem sensorischen Kanal zur Verfügung stehen, leicht auffindbar und gut lesbar sein. Auch hier gilt: Texte müssen in angemessener Größe und mit hinreichendem Kontrast, ggf. unter Hinzuziehung von nicht-textlichen Darstellungen bereitgestellt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Hinblick auf Webseiten gilt, dass die angebotenen Dienstleistungen auf konsistente und angemessene Weise bereitgestellt werden müssen, indem sie wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust gestaltet werden. Dies gilt auch für die zugehörigen Online-Anwendungen und die Darstellung auf Mobilgeräten einschließlich Apps. Im Einzelnen bedeutet dies Folgendes:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wahrnehmbarkeit
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             : Für Bilder müssen Textalternativen bereitgestellt werden, die von Screenreadern erfasst werden können. Webseiten müssen ausreichend Kontrast zwischen Schriftfarbe und Hintergrundfarbe aufweisen und Videos müssen Untertitel oder Audiodeskriptionen enthalten. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bedienbarkeit
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             : Alle Funktionen und Inhalte müssen ohne Maus allein mit der Tastatur zugänglich sein. Die Struktur und Navigation der Webseite muss einheitlich und logisch sein, um eine leichte Orientierung zu ermöglichen. Zeitgesteuerte Inhalte wie automatisch startende Videos oder Animationen sollten vermieden werden oder zumindest leicht zu pausieren oder stoppen sein.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Verständlichkeit
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             : Texte müssen in einfacher und verständlicher Sprache geschrieben sein. Formulare müssen klare und hilfreiche Fehlermeldungen und Eingabeanweisungen bieten, um Missverständnisse zu reduzieren.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Robustheit
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             : Die Webseite muss mit verschiedenen Browsern, Geräten, Betriebssystemen und Hilfstechnologien wie Screenreadern oder Vergrößerungssoftware kompatibel sein. Es muss regelmäßig überprüft werden, dass die Webseite kontinuierlich den Ansprüchen entspricht
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zusätzlich zu den oben genannten Anforderungen gibt es noch spezifische Vorgaben für bestimmte Produkte und Dienstleistungen, etwa für Selbstbedienungsterminals, Telekommunikations- oder Personenbeförderungsdienste. Insgesamt ist vor allem relevant, dass die erforderlichen Informationen über mehrere Sinneskanäle zur Verfügung gestellt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V.	Folgen bei Verstößen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Einhaltung der Vorschriften des BFSG ist zwingend erforderlich, ansonsten dürfen die Produkte und Dienstleistungen nicht in den Verkehr gebracht werden. Bei Verstößen drohen Vertriebsverbote, Abmahnungen und sogar empfindliche Bußgelder.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VI.	Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die jüngsten Entwicklungen rund um das BFSG stellen erhebliche Anforderungen an Unternehmen: Unzureichende Vorbereitung kann zu schwerwiegenden rechtlichen Konsequenzen und Bußgeldern führen. Unternehmen, die jetzt nicht handeln, riskieren, den neuen Anforderungen nicht gerecht zu werden. Bereiten Sie sich daher frühzeitig vor und vermeiden Sie böse Überraschungen – unser Expertenteam steht Ihnen zur Seite, um Sie rechtssicher durch die Anforderungen des BFSG zu führen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 06 Nov 2024 15:16:39 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/barrierefreiheit-als-pflicht-diese-verpflichtungen-betreffen-unternehmen-ab-2025</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Zu Gast bei Women´s Networking Lounge WNL in Köln</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/womens-networking-lounge</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Zu Gast bei Women´s Networking Lounge WNL in Köln
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 17.10.2024 trafen sich Unternehmerinnen zum Netzwerken bei der WNL mit einem interessanten Fachimpuls durch Rechtsanwältin
           &#xD;
      &lt;a href="/dr-barbara-anzellotti"&gt;&#xD;
        
            Dr. Barbara Anzellotti
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           von Pelka und Sozien über „Nachhaltigkeit beim Mieten und Vermieten“:  Das gemeinsame europäische Ziel, innerhalb der EU bis 2050 klimaneutral zu sein, bringt Nachhaltigkeitsanforderungen zur Errichtung, Sanierung und Nutzung von Immobilien mit sich. Regulierungen auf europäischer Ebene wie die EU Taxonomie, die Corporate Sustainability Reporting Directive CSRD und die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden EPBD 2024/1275 stellen den äußeren Rahmen. Ergänzend gab es noch einen Ausflug in die aktuelle Gesetzesreform zur geplanten Textform bei langfristigen Mietverträgen und zu den damit verbundenen Risiken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zugleich haben die Gastgeber Kunstauktionshaus VAN HAM einen spannenden Einblick in die Welt der Auktionen mit Kunstwerken aus allen Epochen gegeben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein großes Dankeschön geht insbesondere auch an WNL und an ETL Advisa mit Marika Florack für die Organisation und charmante Führung durchs Programm!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 04 Nov 2024 09:51:46 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/womens-networking-lounge</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Textform von gewerblichen Mietverträgen – Ein Ende der Zettelwirtschaft?</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/die-textform-von-gewerblichen-mietvertraegen-ein-ende-der-zettelwirtschaft</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Die Textform von gewerblichen Mietverträgen – Ein Ende der Zettelwirtschaft?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bundesrat hat am Freitag, den 18.10.2024 dem Bürokratieentlastungsgesetz IV zugestimmt. Bereits am 26.09.2024 hatte der Bundestag dem Entwurf der Bundesregierung zugestimmt. Damit tritt das Bürokratieentlastungsgesetz IV zum 01.01.2025 in Kraft. Es enthält unter anderem die Abschaffung des gesetzlichen Schriftformerfordernisses nach §§ 550, 578 Abs. 1, 2 BGB für gewerbliche Mietverhältnisse. Für die Immobilienwirtschaft bedeutet dies eine gravierende Änderung der bisherigen Praxis. Nach der Neufassung des § 578 Abs. 1 Satz 2 BGB n.F. ist der Abschluss von Gewerberaummietverträgen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr und die nachträgliche Änderung solcher Mietverträge künftig in Textform (§ 126b BGB) und damit in Form von PDFs, E-Mails und sogar Messenger-Nachrichten möglich. Bislang gilt hier ein strenges, teilweise als überzogen empfundenes Schriftformerfordernis, das durch eine umfangreiche und komplexe Rechtsprechung geprägt ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Bestandsaufnahme
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Abschluss langfristiger Mietverträge ist bisher zu beachten, dass der Vertrag der Schriftform (§§ 550, 578, 126 BGB) bedarf, wenn er für einen Zeitraum von mehr als einem Jahr gelten soll. Dies bedeutet bisher in der Regel, dass die Parteien eine einheitliche Vertragsurkunde erstellen müssen, die durch eigenhändige Unterschrift beider Parteien auf ein und derselben Urkunde oder auf zwei gleichlautenden Urkunden geschlossen wird. Dieses Formerfordernis gilt nicht nur für den ursprünglichen Mietvertrag, sondern auch für alle späteren Änderungen und Ergänzungen. Von dieser Regelung kann bislang nur durch die qualifizierte elektronische Signatur der Parteien nach § 126a BGB abgewichen werden, wovon jedoch in der Praxis kaum Gebrauch gemacht wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verstöße gegen die Schriftform, auch bei einfachen Vertragsänderungen, haben bislang weitreichende Folgen. Änderungen wesentlicher Vertragsbestandteile, wie z. B. des Vertragsgegenstandes, der Vertragsparteien, des Mietzinses und der Vertragsdauer, sind unter Beachtung der von der höchstrichterlichen Rechtsprechung entwickelten Kriterien der Bezugnahme auf den ursprünglichen Mietvertrag vorzunehmen. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer schriftformbedürftiger Regelungsbereiche, die Potenzial für Verstöße gegen die gesetzliche Schriftform in der von der Rechtsprechung entwickelten Form bieten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verstößt der Vertrag gegen die gesetzliche Schriftform – in der Regel durch eine nicht schriftformgerechte nachträgliche Änderung oder durch einen vertragsimmanenten Widerspruch – so gilt er als auf unbestimmte Zeit geschlossen. Damit entfällt der Ausschluss der ordentlichen Kündigung ebenso wie die zum Teil sehr langen Laufzeiten von Gewerbemietverträgen. In diesem Fall kann das Mietverhältnis unabhängig von der ursprünglich vereinbarten Laufzeit von beiden Parteien unter Einhaltung der jeweiligen gesetzlichen Fristen gemäß § 580a BGB vorzeitig gekündigt werden, frühestens jedoch ein Jahr nach Mietbeginn.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Strenge beruht auf dem Schutz des neuen Vermieters, der nach § 566 BGB durch den Eigentumswechsel in das Mietverhältnis eintritt. Der Erwerber tritt anstelle des bisherigen Eigentümers und Vermieters in das bestehende Mietverhältnis mit allen Vereinbarungen der bisherigen Vertragsparteien ein. Grund für die Schriftform ist also der Gedanke, dass der neue Vermieter in die Lage versetzt werden soll, alle wesentlichen Rechte und Pflichten unmittelbar aus dem Mietvertrag zu erkennen. Sind wesentliche Vereinbarungen des Mietvertrages nicht schriftlich niedergelegt, soll er das Mietverhältnis vorzeitig kündigen können, um sich vor ungewollten langfristigen Bindungen zu schützen. Es ist jedoch anerkannt, dass die Kündigungsmöglichkeit nicht nur dem Erwerber, sondern auch den ursprünglichen Vertragsparteien zusteht, was den Anwendungsbereich der sogenannten Schriftformkündigung erheblich erweitert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor dem Hintergrund, dass die Mietvertragsparteien gerade im Hinblick auf die lange Laufzeit eines Mietvertrages zum Teil erhebliche Investitionen in das Mietobjekt und die damit verbundene Nutzung tätigen (z. B. umfangreicher Ausbau im Einzelhandel zu einem „Flagship-Store“) und gerade der Bestand eines langfristigen Mietvertrages entscheidend für die Finanzierung des Erwerbs sein kann, stellt die vorzeitige Kündigungsmöglichkeit ein erhebliches Risiko dar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Neufassung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Nachweisfunktion der gesetzlichen Schriftform soll nun durch die einfache Textform gewährleistet werden. Hiernach muss lediglich eine lesbare Erklärung, in der die Person des Erklärenden genannt ist, auf einem dauerhaften Datenträger abgegeben werden. Ein dauerhafter Datenträger ist dabei jedes Medium, das es dem Empfänger ermöglicht, eine auf dem Datenträger befindliche, an ihn persönlich gerichtete Erklärung so aufzubewahren oder zu speichern, dass sie ihm während eines für ihren Zweck angemessenen Zeitraums zugänglich ist und geeignet ist, die Erklärung unverändert wiederzugeben. Es ist damit also nicht mehr notwendig, dass die Parteien dieselbe Vertragsurkunde eigenhändig unterschreiben. Vielmehr kann der Mietvertrag in Textform auch aus mehreren Bestandteilen zusammengesetzt werden. Damit wird die Nutzung von rein elektronischen Vertragsmedien wie PDF und E-Mail möglich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Lösungsmöglichkeit bei Verstoß gegen die dann geltende Textform bleibt jedoch grundsätzlich erhalten, da ein nicht der Textform entsprechender Gewerberaummietvertrag wie bisher als auf unbestimmte Zeit geschlossen gilt und mit gesetzlicher Frist gekündigt werden kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Kritik
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hintergrund der beschlossenen Änderung ist, dass das Schriftformerfordernis für Mietverträge seit geraumer Zeit in der Kritik steht. Kritisiert werden zum einen die hohen formalistischen Anforderungen an den Abschluss und die Änderung von Verträgen sowie die damit verbundenen Kosten für Berater. Zum anderen hat die vorzeitige Kündigungsmöglichkeit bei Schriftformverstößen, die nicht auf den Erwerbsfall beschränkt ist, in der Beratungspraxis teilweise dazu geführt, dass Schriftformmängel von einer Partei geradezu "gesucht" und zu Verhandlungszwecken eingesetzt werden. Dies kann zu erheblichen Störungen des Mietverhältnisses führen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Rezeption
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Lockerung der Formvorschriften bei der Geschäftsraummiete soll mehrere Vorteile bringen. So sollen die formalen Hürden für den Abschluss und die Änderung langfristiger Mietverträge gesenkt und das Verfahren insgesamt vereinfacht und beschleunigt werden. Die eigenhändige Unterschrift beider Parteien auf derselben Vertragsurkunde ist nicht mehr erforderlich. Elektronische Vertragsabschlüsse über E-Mail oder Messenger-Dienste werden problemlos möglich. Bisher bestehende Kündigungsrisiken aufgrund von Schriftformmängeln im Mietvertrag entfallen nach Ablauf der einjährigen Übergangsfrist, was die Verhandlungsmacht in so manchem Mietvertrag neu verteilen dürfte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das neue Textformerfordernis hat aber auch nicht unerhebliche Nachteile. Wie dargestellt, besteht auch unter der neuen Form eine über den Erwerbsfall hinaus anwendbare Lösungsmöglichkeit bei Verletzung der gesetzlichen Form. Die Kündigung wegen Formverstoßes wird daher das Mittel der Wahl bleiben, um während der Laufzeit des Mietvertrages die eigene Verhandlungsposition durchzusetzen und sich von einem lästig gewordenen Mietverhältnis zu lösen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die bisherige Schriftform gibt den Käufern von Gewerbeimmobilien Sicherheit über alle bestehenden Vereinbarungen zum Kaufobjekt. Werden künftig Änderungen per E-Mail oder Messenger wirksam, besteht für den Erwerber das Risiko, an unbekannte Vertragsinhalte gebunden zu sein. Die mit der bloßen Textform verbundene Gefahr der Unklarheit über den Vertragsinhalt, insbesondere nach Vertragsänderungen durch die Parteien, besteht umso mehr, als nach längerer E-Mail-Korrespondenz mühsam ausgehandelte Details verloren gehen können, wenn sie nicht mehr in einer Urkunde zusammengefasst werden oder zumindest hinreichend deutlich auf diese Bezug genommen wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zudem schwächt die Formerleichterung die neben der Nachweisfunktion gegenüber dem Erwerber bestehende Beweisfunktion der Schriftform. Denn einer lediglich in Textform abgefassten Vertragsurkunde dürfte nicht derselbe Beweiswert zukommen wie einer einheitlichen, der strengen Schriftform genügenden und von beiden Vertragsparteien unterzeichneten Vertragsurkunde. Die Vermutung der Vollständigkeit und Richtigkeit der Vertragsurkunde gilt gerade nicht für einen Mietvertrag, der aus einer Vielzahl von Dokumenten bestehen kann. Nachteilig dürfte sich das Textformerfordernis auch auf den Umfang einer im Erwerbsfall durchzuführenden Due Diligence auswirken. Es dürfte nunmehr stets die gesamte Kommunikation der Vertragsparteien zum Mietvertrag zu prüfen sein, um das Risiko zu minimieren, dass durch übereinstimmende Willenserklärungen in aufeinander bezogenen E-Mails ein unbekannter Nachtrag zustande gekommen ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es bleibt daher abzuwarten, ob die wenigen Vorteile der Einführung der Textform in der Praxis tatsächlich überwiegen oder ob sich eine vertraglich vereinbarte qualifizierte Schriftform in Anknüpfung an die bisherige Praxis durchsetzen wird. Das aus den vorgenannten Unsicherheiten resultierende Bestreben der Parteien, diese insbesondere bei Großprojekten durch vertragliche Vereinbarung der Schriftform zu vermeiden, dürfte die mit der Gesetzesänderung verfolgten Reformbestrebungen jedoch insgesamt konterkarieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Handlungsempfehlungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Parteien eines gewerblichen Bestandsmietvertrages sollten unter Berücksichtigung der vorgenannten Vor- und Nachteile zunächst für sich abwägen, ob sie an der strengen Schriftform festhalten oder die neue Textform wählen wollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für den Fall, dass sich die Parteien für die Beibehaltung der Schriftform entscheiden, ist der Mietvertrag sodann durch einen schriftformgerechten Nachtrag entsprechend zu modifizieren, indem die Anwendbarkeit des § 578 Abs. 1 n.F. individualvertraglich ausgeschlossen und die Beibehaltung der gesetzlichen Schriftform vereinbart wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wählen die Parteien die Textform, so sind zwingend Vertragsmanagementprozesse einzurichten und vertraglich zu verankern, die sicherstellen, dass der Vertragsinhalt auch nach Änderungen durch textformkonforme Nachträge jederzeit eindeutig bestimmbar ist. In diesem Zusammenhang sollten die Parteien zwingend vertraglich regeln, dass der Abschluss von Nachträgen nur in einem einheitlichen, der Textform genügenden und von beiden Parteien elektronisch signierten Dokument erfolgt. Der Austausch von Nachtragsentwürfen sollte dabei stets unter dem Vorbehalt des Abschlusses einer solchen Urkunde erfolgen, um den Vertrag nicht bereits durch erste Entwürfe zu ändern. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinsichtlich bereits bestehender Schriftformverstöße gilt für bestehende Mietverträge eine Übergangsfrist von zwölf Monaten bis zum Ablauf des 31.12.2025. Bis dahin können Mietverträge wegen Schriftformverstößen nach §§ 550 i.V.m. 578 Abs. 1, 2 BGB a.F. noch mit gesetzlicher Frist gekündigt werden (§ 580a BGB). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wann ein zur Kündigung berechtigender Schriftformverstoß vorliegt, ist aber angesichts der hierzu ergangenen umfangreichen Rechtsprechung nicht immer einfach zu bestimmen und kann im Einzelfall erheblichen Beratungsbedarf auslösen. Gerade bei bestehenden Mietverhältnissen sollte daher die Übergangszeit bis zum Jahreswechsel 2025/2026 dringend zur „Neugestaltung“ des eigenen Mietverhältnisses genutzt und hierzu anwaltlicher Rat eingeholt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
        
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      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 23 Oct 2024 08:23:40 GMT</pubDate>
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    </item>
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      <title>Einladung: Immobilien – Grün in der Praxis</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
                
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                
                Einladung
               &#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Immobilien – Grün in der Praxis
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               Generationsübergreifende Immobilieninvestments 
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
               
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            in Köln, Dienstag, 12.11.2024
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beginn: 19:00 Uhr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           LEPEL &amp;amp; LEPEL, Niehler Straße 104, Aufgang A, 50733 Köln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ob als professioneller Immobilieninvestor oder als privater Vermögensanleger
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           –
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            das aktuelle Investitionsumfeld stellt alle Marktteilnehmer vor vergleichbare Herausforderungen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir laden Sie ein, gemeinsam mit uns wertvolle Erfahrungen auszutauschen, um Immobilien effizient weiterzuentwickeln und optimal auf die Herausforderungen der Branche vorbereitet zu sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unsere Themen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           GbR GmbH Familien KG
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stiftung Genossenschaft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es erwarten Sie Einblicke aus der Praxis mit unterschiedlichen Perspektiven, präsentiert von:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Annette Leidenfrost, Geschäftsführerin LP Investment Partners 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Annette Leidenfrost ist seit über 30 Jahren in der Immobilienbranche tätig. Ihre zentralen Themen sind Vermögensaufbau mit Immobilien und Beteiligungen, Investmentstrategien u.v.m.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Anschluss freuen wir uns, mit Ihnen den Abend mit einem Glas Wein ausklingen zu lassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bitte teilen Sie uns bis zum
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           05.11.2024
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            mit, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten. Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung an folgende E-Mail-Adresse:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="mailto:immobilien@pelkapartner.de" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           immobilien@pelkapartner.de
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
               
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dr. Barbara Anzellotti
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           R
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           echtsanwältin
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
                                      
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pelka und Sozien GmbH
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Gerda Karal
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Innenarchitektin
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
              Lepel &amp;amp; Lepel Architekt Innenarchitekt PartG mbB
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 22 Oct 2024 08:56:46 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/einladung-immobilien-gruen-in-der-praxis</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/Pelka-Aussen-1010625.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/Pelka-Aussen-1010625.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Einführung einer E-Rechnungspflicht in Deutschland – was ist zu tun?</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/einfuehrung-e-rechnungspflicht</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Einführung einer E-Rechnungspflicht in Deutschland – was ist zu tun?
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Einführung der elektronischen Rechnungen (im Folgenden auch „E-Rechnung“ genannt) für alle B2B-Umsätze wird ab dem kommenden Jahr von Relevanz sein. Ein im Inland ansässiger Unternehmer wird verpflichtet, für im Inland steuerbare Leistungen (die nicht nach § 4 Nr. 8 bis 29 UStG steuerbefreit sind) eine E-Rechnung auszustellen, wenn auch der Rechnungsempfänger im Inland ansässig ist (§ 14 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 UStG-E). 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Aufbauend auf
             &#xD;
          &lt;a href="https://www.pelkapartner.de/einfuehrung-einer-e-rechnungspflicht" target="_blank"&gt;&#xD;
            
              unserem Beitrag aus März  dieses Jahres
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
             möchten wir Ihnen in diesem Artikel einen Überblick über die geplanten Änderungen geben.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Gesetzlicher Zeitplan
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab 01.01.2025:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Einführung der E-Rechnung als Standardformat bei inländischen B2B-Umsätzen. Jedes Unternehmen muss (vorbehaltlich der nachfolgenden Übergangsregelungen) 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          
             B2B-E-Rechnungen versenden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Technische Voraussetzungen für den E-Rechnungsempfang müssen sichergestellt sein.  
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bis 01.01.2027:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Papierrechnungen und, mit Zustimmung des Rechnungsempfängers, andere sonstige Rechnungen (z.B. PDF, EDI-Rechnungen) dürfen unabhängig vom Unternehmensumsatz noch versendet werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bis 01.01.2028:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Papierrechnungen und, mit Zustimmung des Rechnungsempfängers, andere sonstige Rechnungen (z.B. PDF, EDI-Rechnungen) dürfen nur noch von Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz von ≤ 800 T€ versendet werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           A
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           b 01.01.2028:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             E-Rechnungspflicht für alle inländischen B2B-Umsätze.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             EDI-Systeme müssen an gesetzliche Bestimmungen angepasst sein.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Empfang von E-Rechnungen (ab 01.01.2025)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einrichtung des E-Rechnungseingangs:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Legen Sie eine zentrale E-Mail-Adresse an, über die Rechnungen empfangen werden sollen. Dies gilt bspw. auch für Kleinunternehmer und im Rahmen der Wohnungsvermietung. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Informieren Sie Ihre Vertragspartner über diese neue Rechnungsadresse und die Umstellung auf den E-Rechnungsempfang. Erteilen Sie ggf. Ihre Einwilligung, sonstige Rechnungen bis zum Ablauf der Übergangsregelungen zu empfangen. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Überprüfen Sie, dass keine Rechnungen im Spam-Ordner landen. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Praxisempfehlung: Das automatisierte Einlesen der Rechnungsdaten von E-Rechnungen in das Buchführungssystem sollte eingerichtet werden. Bei der Verarbeitung der empfangenen E-Rechnungen in DATEV unterstützen wir Sie gern!
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Erstellen von E-Rechnungen (spätestens ab 01.01.2027/01.01.2028)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vorbereitung der E-Rechnungsstellung:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Holen Sie bei allen Kunden die E-Mail-Rechnungsadressen ein und hinterlegen Sie diese in den Debitorenstammdaten.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Holen Sie die Zustimmung Ihrer Kunden für den Versand von PDF-Rechnungen ein, sofern Sie diese im Rahmen der Übergangsregelung noch nutzen werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Stellen Sie sicher, dass Ihr Fakturierungsprogramm E-Rechnungen generieren kann. Bei DATEV unterstützen wir Sie gern! 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Praxisempfehlung: Denken Sie auch bei Dauerrechnungen an die künftige E-Rechnungspflicht!
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei der Umsetzung des Themas begleiten wir Sie gerne. Füllen hierzu unser
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
        
            Kontaktformular
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus oder
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="tel:+49 221546780" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            rufen Sie uns an
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            . 
            &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 21 Oct 2024 16:50:25 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/einfuehrung-e-rechnungspflicht</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/Pelka+Mood-1420462.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/Pelka+Mood-1420462.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Inkongruente Gewinnausschüttungen bei einer GmbH</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/inkongruente-gewinnausschuettungen-bei-einer-gmbh</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Inkongruente Gewinnausschüttungen bei einer GmbH
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Die steuerlichen Anforderungen an inkongruente Gewinnausschüttungen bei GmbHs wurden lange Zeit in der Rechtsprechung und Finanzverwaltung kontrovers diskutiert. Die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs brachte in den Jahren 2021 (BFH v. 28.09.2021, VIII R 25/19, BFH/NV 2022, 267) und 2022 (BFH v. 28.09.2022, VIII R 20/20, BFH/NV 2023, 196) weitestgehend Licht ins Dunkel. Die Finanzverwaltung äußerte sich bisher nicht zu der geänderten Rechtsprechung. Die daraus resultierende Rechtsunsicherheit wird nunmehr erfreulicherweise mit dem aktuellen BMF-Schreiben vom 04.09.2024 (DB 2024, 2320), in welchem sich die Finanzverwaltung dem BFH anschließt, weitestgehend beseitigt.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Inkongruente Gewinnausschüttungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Inkongruente Gewinnausschüttungen erfolgen aufgrund einer Entscheidung über die Gewinnverwendung. Die diesbezüglichen Gestaltungsmöglichkeiten sind vielseitig und die hierzu erforderlichen Entscheidungen finden auf mehreren Ebenen statt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der Ermittlung des Bilanzgewinns entscheiden die Gesellschafter über die Gewinnverwendung, also darüber, ob bzw. inwieweit das Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres im Unternehmen verbleiben (Thesaurierung) oder an die Gesellschafter ausgezahlt werden (Ausschüttung) soll (§ 29 Abs. 2 GmbHG). Hiervon abzugrenzen ist die Entscheidung über die Gewinnverteilung, also darüber, ob der auszuschüttende Gewinn den Gesellschaftern entsprechend ihrer Geschäftsanteile zusteht oder ob er anteilsabweichend verteilt wird (§ 29 Abs. 3 GmbHG). Gewinnverwendung und Gewinnverteilung sind jedoch bisweilen nicht klar voneinander trennbar, sondern greifen häufig ineinander. So kann beispielsweise beschlossen werden, dass der auf einen Gesellschafter entsprechend seines Geschäftsanteils entfallende Gewinnanteil ausgeschüttet wird und zeitgleich der auf den anderen Gesellschafter entfallende Gewinnanteil thesauriert wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Gewinnverwendung kann dementsprechend auf der ersten Ebene der Gewinn in Thesaurierung und Ausschüttung aufgeteilt werden. Diese Aufteilung kann als inkongruente Gewinnverwendung bzw. -ausschüttung ausgestaltet werden. Diese dient regelmäßig der Innen- bzw. Selbstfinanzierung der Gesellschaft oder kann beispielsweise dazu verwendet werden Sondersituationen zwischen Minder- und Mehrheitsgesellschafter dergestalt abzubilden, dass an den Minderheitsgesellschafter überproportional ausgeschüttet wird während der Anteil des Mehrheitsgesellschafters überproportional thesauriert wird. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die diesbezügliche Ungleichbehandlung der Gesellschafter kann auch als lediglich zeitlich disquotale Gewinnverwendung bzw. -ausschüttung erfolgen. Gemeint ist hiermit, dass die zunächst nicht ausgeschütteten Gewinnanteile in eine personenbezogene Gewinnrücklage eingestellt werden und später an diesen Gesellschafter ausgeschüttet werden (können).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die inkongruente Gewinnverwendung ist gesellschaftsrechtlich zulässig (§ 29 Abs. 3 Satz 1 GmbHG). Einerseits kann die Möglichkeit der inkongruenten Gewinnausschüttung ausdrücklich im Gesellschaftsvertrag geregelt werden (§ 29 Abs. 3 Satz 2 GmbHG). Andererseits kann eine sog. Öffnungsklausel im Gesellschaftsvertrag aufgenommen werden: Danach kann die Gesellschafterversammlung dazu ermächtigt werden, jährlich durch Mehrheitsentscheidung eine abweichende Gewinnverteilung zu beschließen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darüber hinaus kann bei der Gewinnverteilung auf der zweiten Ebene ebenfalls von dem Grundsatz der Verteilung nach dem Verhältnis der Geschäftsanteile abgewichen werden, sog. inkongruente Gewinnverteilung (§ 29 Abs. 3 Satz 2 GmbHG). Danach kann einem einzelnen Gesellschafter ein höherer Gewinnanteil als ihm eigentlich zustehen würde, zugesprochen und ausgeschüttet werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Bisherige Rechtsunsicherheit bei inkongruenten Gewinnausschüttungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Besteuerung der Gewinne einer GmbH erfolgt auf zwei Ebenen, und zwar auf der Ebene der GmbH (Ebene 1) und auf der Ebene der Gesellschafter (Ebene 2). Auf der ersten Ebene unterliegt der Gewinn bei der GmbH der Besteuerung mit Körperschaft- und Gewerbesteuer. Auf der zweiten Ebene erfolgt bei tatsächlicher Gewinnausschüttung eine Besteuerung als Kapitaleinkünfte (§ 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG) auf Ebene der Gesellschafter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sofern die Auskehrung an die Gesellschafter im Rahmen einer inkongruenten Gewinnausschüttung erfolgt, wurde die ertragsteuerliche Behandlung dieser im Laufe der Jahre kontinuierlich präzisiert. Vor Veröffentlichung des aktuellen BMF-Schreibens vom 04.09.2024 (DB 2024, 2320), war der Meinungsstand wie folgt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Auffassung der Finanzverwaltung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Finanzverwaltung erkannte die inkongruente Gewinnausschüttung nach dem bisher geltenden BMF Schreiben vom 17.12.2013 (BStBl. I 2014, 63) immer dann steuerlich an, wenn die abweichende Gewinnverteilung zivilrechtlich wirksam vereinbart wurde. Dies war nach Auffassung der Finanzverwaltung der Fall, wenn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             der Gesellschaftsvertrag inkongruente Gewinnausschüttungen explizit regelt (§ 29 Abs. 3 Satz 2 GmbHG),
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             die inkongruente Gewinnausschüttung mit nachträglicher Satzungsänderung unter Zustimmung aller Gesellschafter erfolgt (§ 53 Abs. 3 GmbHG) 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              oder
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             der Gesellschaftsvertrag eine entsprechende Öffnungsklausel enthält, nach der mit Zustimmung der beeinträchtigten Gesellschafter oder einstimmig eine inkongruente Gewinnausschüttung beschlossen werden kann.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinzukommt, dass bisher Unklarheit herrschte inwieweit die Finanzverwaltung inkongruente Gewinnverwendungen steuerlich anerkennt. Zu diesem Thema schwieg das BMF-Schreiben aus 2013.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Finanzverwaltung wies in dem bisherigen BMF-Schreiben aus 2013 hinsichtlich inkongruenter Gewinnausschüttungen zudem explizit auf die Regelungen zum Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten gemäß § 42 AO hin. Kein Missbrauch sollte immer dann vorliegen, wenn für die inkongruente Gewinnausschüttung „beachtliche wirtschaftlich vernünftige außersteuerliche Gründe nachgewiesen werden“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Stand der BFH-Rechtsprechung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BFH hatte über die vom Finanzamt bisher steuerlich anerkannten Fälle inkongruenter Gewinnausschüttungen in seiner Rechtsprechung vom 28.09.2021 (BFH, VIII R 25/19, BFH/NV 2022, 267; s. hierzu auch Rechtstipp Nr. 233 04/2022) und vom 28.09.2022 (BFH VIII R 20/20, BFH/NV 2023, 196) noch die folgenden Fälle steuerlich anerkannt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die gesellschaftsrechtlich zulässige inkongruente Gewinnverwendung ist grundsätzlich auch steuerlich anzuerkennen (BFH v. 28.09.2021, VIII R 25/19, BFH/NV 2022, 267). Zudem sind inkongruente Vorabausschüttungen, welche durch punktuell satzungsdurchbrechende Beschlüsse erfolgen, steuerlich anzuerkennen, sofern der zivilrechtlich wirksame Ausschüttungsbeschluss nur punktuell, nicht aber für die Zukunft satzungsdurchbrechend ist. Dahingegen sind satzungsdurchbrechende Beschlüsse mit Dauerwirkung steuerlich nicht anzuerkennen, sofern nicht alle Voraussetzungen für eine Satzungsänderung erfüllt werden (BFH v. 28.09.2022, VIII R 20/20, BFH/NV 2023, 196). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einen Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten gemäß § 42 AO durch inkongruente Gewinnausschüttungen hält der BFH grundsätzlich nicht für ausgeschlossen. Aufgrund der Tatsache, dass verdeckte Gewinnausschüttungen regelmäßig wirtschaftlich betrachtet inkongruente Gewinnausschüttungen darstellen, sieht der BFH hier jedoch nur einen geringen Anwendungsbereich (BFH v. 28.09.2022, VIII R 20/20, BFH/NV 2023, 196).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Das neue BMF-Schreiben vom 04.09.2024
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Finanzverwaltung hatte sich bisher zu den vorgenannten Änderungen in der Rechtsprechung nicht geäußert. Im Ergebnis bestand daher seit der neuen BFH-Rechtsprechung aus den Jahren 2021 und 2022 hinsichtlich inkongruenter Gewinnausschüttungen Rechtsunsicherheit. Diese wird nunmehr durch das neue BMF-Schreiben vom 04.09.2024 (DB 2024, 2320) weitestgehend behoben:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dem neuen BMF-Schreiben folgt die Finanzverwaltung der neueren BFH-Rechtsprechung und weitet den Anwendungsbereich für steuerliche anerkannte inkongruente Gewinnausschüttungen aus. Nach neuer Auffassung der Finanzverwaltung liegt eine zivilrechtlich wirksame und somit steuerlich anzuerkennende inkongruente Gewinnausschüttung vor, wenn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             der Gesellschaftsvertrag inkongruente Gewinnausschüttungen explizit regelt (§ 29 Abs. 3 Satz 2 GmbHG) oder eine solche Regelung mittels nachträglicher Satzungsänderung unter Zustimmung aller nachteilig betroffenen Gesellschafter erfolgt, 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             der Gesellschaftsvertrag eine entsprechende Öffnungsklausel enthält, nach der mit Zustimmung der beeinträchtigten Gesellschafter und ggf. mit einer im Gesellschaftsvertrag vorgesehenen Mehrheit eine inkongruente Gewinnverteilung beschlossen werden kann,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ein punktuell satzungsdurchbrechender Beschluss gefasst wird, den kein Gesellschafter mehr anfechten kann, 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              oder
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             zivilrechtlich wirksam eine inkongruente Gewinnverwendung, bei welcher der nicht ausgeschüttete Gewinn in eine gesellschafterbezogene Rücklage eingestellt wird, beschlossen wird.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Ausführungen zum Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten gemäß § 42 AO sind in dem neuen BMF-Schreiben nicht mehr enthalten. Es lässt sich somit vermuten, dass die Finanzverwaltung den Anwendungsbereich für § 42 AO bei inkongruenten Gewinnausschüttungen nunmehr als so gering ansieht, dass sie hierauf nicht mehr separat eingeht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Ergebnis führt das BMF-Schreiben für den Rechtsanwender zu dem erfreulichen Ergebnis, dass nunmehr aufgrund des weitestgehend Gleichklangs der Auffassungen von Finanzverwaltung und BFH bei der Vornahme inkongruenter Gewinnausschüttungen mehr Rechtssicherheit besteht. Einziger Wermutstropfen ist, dass das neue BMF-Schreiben primär auf inkongruente Vorabausschüttungen eingeht. Dies scheint aber daher zu rühren, dass dem BFH-Urteil vom 28.09.2022 (BFH, VIII R 20/20, BFH/NV 2023, 196) ein Sachverhalt mit einer inkongruenten Vorabausschütttung zugrunde liegt. Auf den ersten Blick ist nicht ersichtlich, dass das neue BMF-Schreiben auf inkongruente Gewinnausschüttungen, die nicht vorab geschehen, keine Anwendung finden soll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
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          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 08:11:33 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Pelka vertritt erneut eine österreichische Privatstiftung erfolgreich beim Kapitalertragsteuer-Freistellungsverfahren vor dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt)</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-vertritt-erneut-eine-oesterreichische-privatstiftung-erfolgreich-beim-kapitalertragsteuer-freistellungsverfahren-vor-dem-bundeszentralamt-fuer-steuern-bzst</link>
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  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Pelka vertritt erneut eine österreichische Privatstiftung erfolgreich beim Kapitalertragsteuer-Freistellungsverfahren vor dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt)
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pelka hat erneut eine in Österreich ansässige Privatstiftung erfolgreich bei einem Kapitalertragsteuer-Freistellungsverfahren beim BZSt vertreten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mandantin von Pelka hält wesentliche Anteile an einer deutschen Aktiengesellschaft und bezieht regelmäßig von ihr Dividenden. Aufgrund der Mutter-Tochter-Richtlinie sind unter bestimmten Voraussetzungen Kapitalerträge einer inländischen Tochtergesellschaft an ihre in einem anderen Mitgliedstaat der EU ansässige Muttergesellschaft von der Kapitalertragsteuer befreit. Verfahrensrechtlich wird die Entlastung entweder durch das Freistellungsverfahren – ein in die Zukunft gerichtetes Verfahren – oder durch das Erstattungsverfahren verwirklicht, bei dem die in der Vergangenheit zu viel gezahlte Kapitalertragsteuer erstattet wird. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mandantin von Pelka hat ein Freistellungsverfahren bei der zuständigen Behörde angestrengt, das seit dem 1.1.2023 grundsätzlich nur noch elektronisch über das BZSt-Online-Portal (BOP) durchgeführt wird. Inhaltlich standen im Zentrum des Verfahrens unter anderem die Fragen, ob eine ausländische Stiftung einen Entlastungsanspruch mit Blick auf die in Deutschland einbehaltene Kapitalertragsteuer hat und ob dieser durch § 50d Abs. 3 EStG i.d.F. des BeitrRLUmsG (a.F.) bzw. § 50d Abs. 3 EStG i.d.F. des AbzStEntModG (n.F.) eingeschränkt werden kann. Von der Antragstellung über das (Untätigkeits-)Einspruchsverfahren bis hin zum erfolgreichen Abschluss des Freistellungsverfahrens hat Pelka ihre Mandantin begleitet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pelka konnte für ihre Mandantin erfolgreich den Entlastungsanspruch gegenüber dem BZSt durch die Erbringung des Gegenbeweises durchsetzen und begründen, dass keiner der Hauptzwecke der gewählten Struktur der Verschaffung eines Steuervorteils diente.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tätig in diesem Verfahren sind
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/dr-sebastian-geringhoff"&gt;&#xD;
          
             Dr. Sebastian Geringhoff, LL.M.
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (International Taxation, NYU) (Partner) sowie
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/di-wu"&gt;&#xD;
          
             Di Wu
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Associate).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 10 Oct 2024 15:33:26 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/pelka-vertritt-erneut-eine-oesterreichische-privatstiftung-erfolgreich-beim-kapitalertragsteuer-freistellungsverfahren-vor-dem-bundeszentralamt-fuer-steuern-bzst</guid>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Workation: wie Unternehmen die Verschmelzung von Arbeit und Urlaub rechtssicher gestalten können ETL GLOBAL veröffentlicht Workation Map: Wegweiser durch verbindliche Arbeitnehmerschutzgesetze</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/workation-wie-unternehmen-die-verschmelzung-von-arbeit-und-urlaub-rechtssicher-gestalten-koennen-etl-global-veroeffentlicht-workation-map-wegweiser-durch-verbindliche-arbeitnehmerschutzgesetze-in-eur</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
               
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Workation: wie Unternehmen die Verschmelzung von Arbeit und Urlaub rechtssicher gestalten können
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              ETL GLOBAL veröffentlicht Workation Map: Wegweiser durch verbindliche Arbeitnehmerschutzgesetze in Europa 
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Workation ist längst mehr als nur ein Trend und gewinnt in der Arbeitswelt und im Kampf um Arbeits- und Fachkräfte zunehmend an Bedeutung. ETL GLOBAL, Europas führendes Beratungsnetzwerk für KMU-Kunden, kommt der wachsenden Nachfrage nach rechtlicher Unterstützung bei Telearbeitsplätzen nach und veröffentlicht die Workation Map: Wegweiser durch verbindliche Arbeitnehmerschutzgesetze in Europa. Unter der Leitung von Pelka bietet diese Studie eine klare Orientierungshilfe für Unternehmen, die europaweite Workation-Richtlinien umsetzen wollen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           „Workation“ – die Verbindung von Arbeit und Erholung im Ausland – ist ein relativ neues Phänomen, das zuletzt im Zuge der weltweiten Pandemie-Jahre besonders stark an Bedeutung gewonnen hat. Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern das Arbeiten aus Griechenland, Norwegen oder Portugal heraus ermöglichen wollen, müssen nicht nur die Gesetze des eigenen Landes befolgen, sondern auch die des „Urlaubsorts“ kennen und einhalten. Vom gesetzlichen Mindestlohn, über nationale Feiertage bis hin zu Besonderheiten im Arbeitsschutzgesetz – Die Workation Map von ETL GLOBAL bietet einen benutzerfreundlichen Überblick über die zwingend zu erfüllenden Vorschriften in 15 europäischen Ländern und hilft Unternehmen dabei, diese im Rahmen von „Workation“-Möglichkeiten für Arbeitnehmer auch einzuhalten.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           "Im heutigen Kampf um Talente sind Telearbeitsmöglichkeiten der entscheidende Faktor für viele Fachkräfte zur Annahme oder Ablehnung eines Arbeitsplatzes," sagt Tobias Kromm, Rechtsanwalt bei Pelka, Köln. "Workation wird schnell zu einem strategischen Vorteil, vor allem, wenn es darum geht, Spitzenkräfte zu gewinnen und zu halten. Unsere Workation Map ermöglicht es Unternehmen, dies auf rechtskonforme Weise anzubieten und damit im Wettbewerb der Arbeitgeber zu bestehen."
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Anne-Kathrin Steinröder, Steuerberaterin und Leiterin des ETL GLOBAL Netzwerks fügt hinzu: “Diese Studie ist das Ergebnis eines multilateralen Projekts unserer internationalen Arbeitsrecht-Spezialisten und bietet einen umfassenden, pan-europäischen Überblick über geltende Arbeitnehmerschutzgesetze. Dank der Initiative eines unserer stärksten Mitglieder ist sie gleichzeitig der Beweis für ergebnisorientiertes Projektmanagement und enge Zusammenarbeit in einer Welt im ständigen Wandel. Gut gemacht, ETL GLOBAL!”
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter:
            &#xD;
        &lt;a href="https://www.etl-global.com/workation-map/" target="_blank"&gt;&#xD;
          
             https://www.etl-global.com/workation-map/
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Über ETL GLOBAL
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           ETL GLOBAL ist das internationale Kanzlei-Netzwerk der ETL-Gruppe. Es umfasst sowohl Direktinvestitionen als auch vertragliche Kooperationspartner im In- und Ausland. Mit über 1.400 Standorten in mehr als 60 Ländern weltweit ist ETL GLOBAL das führende Beratungsnetzwerk für KMU in Europa. Die Netzwerkpartner entwickeln gemeinsam maßgeschneiderte Lösungen für international tätige Unternehmer und unterstützen sie kompetent und fachübergreifend in allen steuerlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen in einer zunehmend globalisierten Welt.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 10 Oct 2024 12:03:57 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wie Arbeitgeber erfolgreich Entgeltfortzahlung vom Arbeitnehmer zurückverlangen können - aktuelles Urteil des LAG Berlin-Brandenburg</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/wie-arbeitgeber-erfolgreich-entgeltfortzahlung-vom-arbeitnehmer-zurueckverlangen-koennen-aktuelles-urteil-des-lag-berlin-brandenburg</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie Arbeitgeber erfolgreich Entgeltfortzahlung vom Arbeitnehmer zurückverlangen können - aktuelles Urteil des LAG Berlin-Brandenburg  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erkrankt ein Arbeitnehmer arbeitsunfähig, ist der Arbeitgeber grundsätzlich verpflichtet, das Arbeitsentgelt weiterhin an den Arbeitnehmer zu zahlen. Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall steht dem Arbeitnehmer jedoch nur zu, wenn er tatsächlich arbeitsunfähig ist. Gelingt es dem Arbeitnehmer nicht, seine Arbeitsunfähigkeit glaubhaft darzulegen, kann der Arbeitgeber die Entgeltfortzahlung verweigern. Bereits gezahlte Beträge können zurückverlangt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AUB) wird ein hoher Beweiswert beigemessen, der jedoch durch verschiedene Indizien erschüttert werden kann. Meldet sich ein Arbeitnehmer beispielsweise unmittelbar nach einer ordentlichen Kündigung des Arbeitsverhältnisses passgenau bis zum Ende der Kündigungsfrist krank, kann der Arbeitgeber regelmäßig berechtigte Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit anmelden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter welchen Voraussetzungen die Pflicht des Arbeitgebers zur Entgeltfortzahlung trotz Vorlage einer AUB entfallen kann und welche Beweislastregeln dabei vor den Arbeitsgerichten gelten, zeigt ein aktuelles Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg (Sa 1266/23) vom 5. Juli 2024. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Sachverhalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kläger war bei der Beklagten als Produktionsleiter angestellt. Die Beklagte sprach dem Kläger am 26.Oktober mündlich –und somit zunächst formell unwirksam – die Kündigung aus. Am folgenden Tag meldete sich der Arbeitnehmer krank und legte eine AUB für die Zeit bis zum 10. November vor. Mit Schreiben vom 28.Oktober, welches dem Kläger am selben Tag zuging, kündigte die Beklagte das Anstellungsverhältnis ordentlich zum 30. November. Am 9. November. reichte der Arbeitnehmer eine Folgebescheinigung über seine Arbeitsunfähigkeit bis zum 30. November ein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Zeitraum nahm der Kläger am 12. November aktiv als Spieler an einem Handballspiel teil. Eine Woche später, am 19. November folgte eine weitere aktive Teilnahme an einem Handballspiel, dieses Mal als Schiedsrichter. Die Beklagte erlangte Kenntnis von diesen Aktivitäten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gegen die Kündigung seines Arbeitsverhältnisses wehrte sich der Kläger im Wege der Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht Cottbus (Urteil vom 16. November 2023 – 1 Ca 1125/22). In dem Prozess machte die Beklagte widerklagend die Rückzahlung der für Oktober und November geleisteten Entgeltfortzahlung geltend. Das Arbeitsgericht hielt jedoch den Beweiswert der AUB für nicht erschüttert und die Arbeitsunfähigkeit des Klägers somit für erwiesen. Daher wies das Gericht die Widerklage ab. Gegen dieses Urteil legte die Beklagte Berufung ein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Landesarbeitsgericht teilte die Auffassung der Beklagten (und Berufungsklägerin) und verurteilte den Kläger (und Berufungsbeklagten) zur Rückzahlung der Entgeltfortzahlung. Die 12. Kammer hielt den Beweiswert der Atteste durch den Vortrag der Beklagten für erschüttert. Der Kläger hätte das Gericht daher davon überzeugen müssen, dass er tatsächlich nicht arbeitsfähig war. Zu den Einzelheiten seiner Erkrankung trug der Kläger jedoch nicht vor, sodass die Behauptung der Beklagten, der Kläger sei unentschuldigt der Arbeit ferngeblieben, für das Gericht als zugestanden galt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Regeln der Darlegungs- und Beweislast bei der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dem allgemeinen Grundsatz der Darlegungs- und Beweislastregeln hat jede Partei die für sie günstigen Tatsachen zu beweisen. Abweichend davon kann auch die jeweils gegnerische Partei verpflichtet sein, zu bestimmten Tatsachen vorzutragen. Diese sekundäre Darlegungs- und Beweislast greift ein, wenn die beweisbelastete Partei auf für sie nur schwer zugängliche Informationen angewiesen ist, über die nur der Prozessgegner verfügt. Im Zusammenhang mit Streitigkeiten über die Arbeitsunfähigkeit eines Arbeitnehmers ist dies häufig der Fall. Denn es ist diesen Sachverhalten immanent, dass der Arbeitgeber in aller Regel selbst weder beurteilen noch beweisen kann, ob der Arbeitnehmer tatsächlich arbeitsunfähig erkrankt ist oder nicht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Vorlage einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung genügt in der Regel als Beleg für die krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit, da ihr aufgrund von § 5 Abs. 1 Satz 2 EFZG ein hoher Beweiswert zugesprochen wird. Zweifelt der Arbeitgeber dennoch an der Arbeitsunfähigkeit, muss er konkrete Umstände darlegen, auf denen diese Zweifel beruhen, um den Beweiswert zu erschüttern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Arbeitnehmer ist dann verpflichtet genau zu erläutern, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorlagen und wie diese seine Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt haben. Er muss für den gesamten Zeitraum der Entgeltfortzahlung konkret schildern, welche physischen oder psychischen Einschränkungen bestanden. Fehlen diese Angaben oder bleibt der Arbeitnehmer zu vage, gilt die Behauptung des Arbeitgebers, der Arbeitnehmer sei nicht krankheitsbedingt arbeitsunfähig gewesen, als zugestanden. Dann fehlt es am Rechtsgrund für die Entgeltfortzahlung, sodass der Arbeitgeber die Beträge zurückfordern kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Indizien zur Erschütterung des Beweiswertes
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unterschiedliche Indizien sind dazu geeignet, den Beweiswert einer AUB zu erschüttern. In dem Urteil des LAG Berlin-Brandenburg wurden die passgenauen Krankschreibungen bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses, die Missachtung der Vorgaben der Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie (AU-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses sowie beobachtete Freizeit- oder Sportaktivitäten des Arbeitnehmers von der Beklagten vorgetragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Passgenaue Krankschreibung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein häufiges Indiz für die Erschütterung des Beweiswertes ist eine Krankschreibung, die den genauen Zeitraum der Kündigungsfrist abdeckt. Dies gilt unabhängig davon, ob die Kündigung vom Arbeitnehmer oder Arbeitgeber ausgesprochen wurde. Eine passgenaue AUB erweckt den Verdacht, dass die Bescheinigung strategisch zur Vermeidung von Arbeitspflichten ausgestellt wurde. Ein solches Muster stellt ein starkes Indiz gegen die tatsächliche Arbeitsunfähigkeit dar. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Zeitraum von nur einer AUB oder durch mehrere Bescheinigungen abgedeckt wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Missachtung der AU-Richtlinie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch die Missachtung der AU-Richtlinie kann Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit begründen. Insbesondere soll die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit nicht für einen mehr als zwei Wochen im Voraus liegenden Zeitraum bescheinigt werden (vgl. § 5 Abs. 4 AU-RL). Wird eine AUB für einen längeren Zeitraum ausgestellt, obwohl die Richtlinie maximal 2 Wochen vorsieht, kann dies den Beweiswert des Attests erheblich mindern und Zweifel an dem Wahrheitsgehalt der Bescheinigung begründen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Folge gilt auch für andere Vorgaben der AU-RL. So sieht § 5 Abs. 1 S. 4 der AU-RL vor, dass attestierte Symptome (z.B. Fieber, Übelkeit) nach spätestens sieben Tagen durch eine Diagnose oder Verdachtsdiagnose ersetzt werden müssen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3. Freizeit- oder Sportaktivitäten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch beobachtete Freizeit- oder Sportaktivitäten können den Beweiswert eines Attests in Frage stellen, wobei hier die Umstände des Einzelfalls besonders zu berücksichtigen sind. Grundsätzlich begründen solche Aktivitäten allein noch keine erschütternden Zweifel, insbesondere bei moderater Freizeitgestaltung. Anders ist dies jedoch, wenn der Arbeitnehmer wettkampfmäßig Sport betreibt, der eine robuste körperliche Verfassung voraussetzt, was mit der bescheinigten Arbeitsunfähigkeit nicht vereinbar scheint. In solchen Fällen muss der Arbeitnehmer darlegen, warum seine Aktivitäten trotz attestierter Arbeitsunfähigkeit gerechtfertigt sein sollen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            IV. Entscheidung des LAG Berlin-Brandenburg
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das LAG entschied bei seinem aktuellen Urteil, dass der Kläger seiner Darlegungspflicht nicht ausreichend nachgekommen ist. Das Urteil fiel daher zugunsten der Beklagten aus. Das beklagte Unternehmen hatte verschiedene Tatsachen vorgetragen, die aus Sicht des LAG Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit des Klägers begründeten. In der Gesamtbetrachtung hielt das Gericht daher den Beweiswert der vom Kläger vorgelegten AUBs für erschüttert. Dadurch lag die volle Beweislast beim Kläger, der sich zu den Umständen seiner Erkrankung nicht geäußert hat. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kläger legte zwei AUBs vor, die den Zeitraum zwischen seiner Kenntnis von der Kündigung am 26. Oktober und dem letzten Tag der Kündigungsfrist am 30. November exakt abdeckten („passgenau“). Zudem wurde die Folgebescheinigung für 20 Tage ausgestellt und überschritt somit den von der AU-RL vorgesehenen Zeitraum von 14 Tagen um sieben weitere Tage. Schließlich wurde der Kläger zweimal bei körperlich fordernden Freizeitaktivitäten gesehen, deren Vereinbarkeit mit seiner Erkrankung er hätte darlegen müssen. Insbesondere durch das kumulative Vorliegen mehrerer Indizien konnte die Beklagte das Gericht von den erheblichen Zweifeln an der Arbeitsunfähigkeit des Klägers überzeugen und den Beweiswert der vorgelegten AUBs somit erschüttern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg vom 5. Juli 2024 verdeutlicht, dass die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall an strenge Darlegungs- und Beweislastregeln geknüpft ist. Allein die Vorlage einer AUB reicht bei begründeten und konkreten Zweifeln nicht aus, die Arbeitsunfähigkeit nachzuweisen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Arbeitnehmer müssen die Einzelheiten der Arbeitsunfähigkeit grundsätzlich nicht gegenüber ihrem Arbeitgeber offenlegen. Der hohe Beweiswert der AUB führt jedoch nicht dazu, dass der Arbeitgeber die Entgeltfortzahlung in jedem Fall gewähren muss. Ergeben sich berechtigte Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit, muss der Arbeitnehmer unter Umständen detailliert seine psychische oder physische Erkrankung vor Gericht darlegen. Da der Arbeitgeber keine Möglichkeit hat, selbst die Arbeitsunfähigkeit festzustellen, ist es angemessen, den Arbeitnehmer dabei in die Pflicht zu nehmen. Denn durch den Anspruch auf Entgeltfortzahlung für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen wird dem Arbeitnehmer ermöglicht, im Krankheitsfall der Arbeit fernzubleiben, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Da durch die Entgeltfortzahlung und den Ausfall des Arbeitnehmers erhebliche Kosten entstehen können, muss der Arbeitgeber vor der unberechtigten Inanspruchnahme geschützt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Urteil zeigt erneut, dass die Geltendmachung von konkreten Zweifeln an einer Arbeitsunfähigkeit auch dann nicht aussichtslos ist, wenn sie ärztlich bescheinigt wurde. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung in der Rechtsprechung der Arbeitsgerichte empfiehlt es sich, dass alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber einen entsprechenden internen Prozess festlegen und nachhaltig verfolgen, damit sich „Blaumachen“ nicht als unternehmensinterner Volkssport etabliert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
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            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 10 Oct 2024 08:35:13 GMT</pubDate>
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      <title>Aufrechnung des Vermieters trotz Verjährung</title>
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  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Aufrechnung des Vermieters trotz Verjährung
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ein Mietverhältnis endet, ist es gängige Praxis, dass der Vermieter über die Kaution abrechnet und der Mieter die gestellte Kaution ganz oder partiell, in der Regel spätestens sechs Monate nach Rückgabe der Mietsache, zurückerhält. Die Kaution dient während der Mietzeit als Sicherheitsleistung, um etwaige Schäden an der Mietsache oder ausstehende Mietzahlungen abzudecken. Nach Beendigung des Mietverhältnisses besteht jedoch häufig Uneinigkeit darüber, in welchem Umfang der Vermieter zur Rückzahlung der Kaution verpflichtet ist. Oftmals rechnen Vermieter mit der Kaution Gegenansprüche auf, die aus ihrer Sicht berechtigt sind, beispielsweise für Reparaturen, Reinigungskosten oder noch nicht abgerechnete Nebenkosten. Diese Situation kann zu Konflikten führen, bei denen rechtliche Kenntnisse und eine klare Kommunikation entscheidend sind, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Vorgehensweise in solchen Fällen sind komplex und bedürfen einer sorgfältigen Prüfung und oft auch einer rechtlichen Beratung. Mit Urteil vom 10.07.2024 (Az. VIII ZR 184/23) hat der Bundesgerichtshof (BGH) kürzlich entschieden, dass der Vermieter sogar mit verjährten Ansprüchen aufrechnen darf. Was dieses Urteil nun konkret für die Praxis bedeutet, wird in diesem Beitrag behandelt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Grundlagen der Aufrechnung und der Verjährung 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Aufrechnung, geregelt in den §§ 387 ff. BGB, ist ein sog. Gestaltungsrecht. Das heißt, wenn der Gläubiger gegen eine ihm gegenüber geltend gemachte Forderung aufrechnen will, muss er dies zunächst gegenüber der Gegenseite erklären (vgl. § 388 S. 1 BGB). Wenn Mieter ihre Kaution nach Beendigung des Mietverhältnisses zurückfordern, rechnen Vermieter häufig mit ihnen zustehenden Gegenansprüchen auf. Aber auch mietrechtliche Ansprüche unterliegen der Verjährung. Die Verjährung regelt den Zeitraum, innerhalb dessen Ansprüche geltend gemacht werden können, bevor sie nicht mehr (gerichtlich) durchsetzbar sind. Die Ersatzansprüche des Vermieters wegen Veränderungen oder Verschlechterungen der Mietsache verjähren innerhalb einer sehr kurzen Frist von nur sechs Monaten (§ 548 Abs. 1 BGB). Die Verjährung solcher Ersatzansprüche beginnt in dem Zeitpunkt, in dem der Vermieter die Mietsache zurückerhält. § 215 BGB bestimmt, dass die Verjährung die Aufrechnung und die Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechts jedoch nicht ausschließt, wenn der Anspruch in dem Zeitpunkt noch nicht verjährt war, in dem erstmals aufgerechnet oder die Leistung verweigert werden konnte. Das bedeutet, dass sich die wechselseitigen Ansprüche lediglich zu irgendeinem Zeitpunkt unverjährt gegenübergestanden haben müssen. Dies setzt jedoch immer voraus, dass die wechselseitigen Ansprüche gleichartig sind (z.B. Geld gegen Geld) und kein übriges Aufrechnungshindernis besteht. Die Gleichartigkeit der Ansprüche bildete den Schwerpunkt des vom BGH kürzlich entschiedenen Falls.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Zum Urteil 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dem Sachverhalt, über den der BGH zu entscheiden hatte, forderte die Mieterin vom Vermieter nach Beendigung des Wohnungsmietvertrags und Rückgabe der Wohnung am 08.11.2019 die Rückzahlung der von ihr geleisteten Kaution in Höhe von rund 780 Euro. Mit Schreiben vom 20.05.2020 und somit nach Ablauf der Verjährungsfrist von sechs Monaten rechnete der Vermieter über die Kaution ab und erklärte dabei die Aufrechnung mit Schadensersatzansprüchen wegen Beschädigung der Mietsache. Die Mieterin klagte sodann auf Rückzahlung der Kaution und stützte sich bezüglich der Aufrechnung des Vermieters auf Verjährung, die bewirke, dass sie berechtigt sei, die Leistung zu verweigern. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BGH gab jedoch dem Vermieter Recht und stützte sich dabei auf § 215 BGB, wonach die Verjährung die Aufrechnung nicht ausschließt, wenn der Anspruch in dem Zeitpunkt noch nicht verjährt war, in dem erstmals aufgerechnet werden konnte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwar setze die Aufrechnung voraus, dass die wechselseitigen Ansprüche gleichartig sind. Was insofern problematisch ist, als dass der Kautionsrückzahlungsanspruch des Mieters auf Geldzahlung gerichtet ist, während der Schadensersatzanspruch des Vermieters grundsätzlich erst auf Beseitigung der Schäden gerichtet ist. Der Vermieter habe jedoch nach § 249 Abs. 2 S. 1 BGB eine sogenannte Ersetzungsbefugnis. Das bedeutet, dass der Vermieter statt der Beseitigung der Schäden den dazu erforderlichen Geldbetrag verlangen kann. Entsprechend besteht damit auch für die Mieterin eine Geldleistungspflicht mit der Folge, dass die Ansprüche gleichartig sind. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Vorinstanz, das Landgericht Nürnberg-Fürth, hatte mit Urteil vom 25.07.2023 (Az. 7 S 3897/22) eine wirksame Aufrechnung abgelehnt. Nach Ansicht des Gerichts hätte der Vermieter die Ersetzungsbefugnis gemäß § 249 Abs. 2 S. 1 BGB innerhalb der sechsmonatigen Verjährungsfrist ausüben müssen. Nur dadurch würde rechtzeitig eine Geldleistungspflicht entstehen, was die Gleichartigkeit der wechselseitigen Ansprüche sicherstellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Entscheidung der Vorinstanz wurde durch den BGH nun aufgehoben. Als Begründung führte der BGH aus, dass die Ausübung der Ersetzungsbefugnis lediglich ein formaler Schritt sei, um rechtzeitig die Gleichartigkeit der Ansprüche herzustellen. Bei interessengerechter Auslegung der Kautionsabrede werde dieser Schritt nicht vorausgesetzt. Regelmäßig habe der Mieter kein Interesse daran, dass die Ausübung der Ersetzungsbefugnis noch in unverjährter Zeit erfolgt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Auswirkungen des BGH-Urteils
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es stellt sich die Frage, ob sich die hiesige Rechtsprechung des BGH auch auf weitere Ansprüche des Vermieters wie z.B. aus dem Guthaben aus Nebenkostenabrechnungen übertragen lässt. Dem ist beizufügen, dass nach den Ausführungen des BGH die Aufrechnung voraussetzt, dass die wechselseitigen Ansprüche gleichartig sind. Sowohl der Kautionsrückzahlungsanspruch des Mieters als auch ein etwaiger Anspruch des Vermieters aus der Nebenkostenabrechnung sind auf Geldzahlung gerichtet und somit gleichartig. Demnach müsste der Vermieter auch hier trotz Verjährung eines Anspruchs aus der Nebenkostenabrechnung aufrechnen können.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Was Sie jetzt tun sollten – Unser Tipp
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um Konflikte rund um die Mietkaution zu vermeiden und Ihre Rechte als Mieter oder Vermieter zu wahren, sollten Sie Folgendes beachten: Für Mieter empfiehlt es sich, dass diese bei Ein- und Auszug ein detailliertes Übergabeprotokoll mit Fotodokumentation erstellen, das den Zustand der Wohnung genau festhält und von beiden Parteien unterschrieben wird. Dies dient als Beweisgrundlage, falls es später zu Streitigkeiten über Schäden oder Abnutzungen kommt. Zudem sollte sichergestellt werden, dass der Vermieter die Kaution auf einem separaten Kautionskonto hinterlegt, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Mieter sollte nach Beendigung des Mietverhältnisses die Rückzahlung der Kaution schriftlich und unter Setzung einer angemessenen Frist eingefordert werden. Eine angemessene Frist beträgt in der Regel vier bis sechs Wochen. Falls der Vermieter unberechtigte Abzüge vornimmt oder die Rückzahlung verzögert, kann es hilfreich sein, rechtlichen Rat einzuholen, um alle Ansprüche durchzusetzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Vermieter empfiehlt es sich, nach dem Auszug des Mieters eine angemessene Überlegungsfrist von bis zu sechs Monaten zu nutzen, um eventuelle Schäden oder ausstehende Forderungen zu prüfen. Jegliche Abzüge von der Kaution sollten klar und nachvollziehbar in einer detaillierten Abrechnung aufgeführt werden. Eine offene Kommunikation mit dem Mieter über die Gründe für Abzüge und die geplante Rückzahlung kann Missverständnisse vermeiden und zu einer gütlichen Einigung beitragen. Darüber hinaus sollten alle Vereinbarungen über die Mietkaution schriftlich im Mietvertrag festgehalten werden, um rechtliche Sicherheit für beide Parteien zu gewährleisten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Thu, 12 Sep 2024 08:55:41 GMT</pubDate>
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      <title>Grundstückkaufverträge – Wenn die Gemeinde ihr Vorkaufsrecht ausübt: Prävention und Rechtsschutzmöglichkeiten</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Grundstückkaufverträge – Wenn die Gemeinde ihr Vorkaufsrecht ausübt:
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Prävention und Rechtsschutzmöglichkeiten
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Hintergrund
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Abwicklung von Grundstückskaufverträgen hängt die Eintragung des Käufers in das Grundbuch in aller Regel davon ab, ob die Gemeinde ein Vorkaufsrecht an dem vertragsgegenständlichen Grundstück ausüben wird. Insofern verlangt das Grundbuchamt vom zuständigen Notar ein Zeugnis der Gemeinde, in dem diese das Nichtbestehen eines Vorkaufsrechts an dem Grundstück oder die Nichtausübung eines bestehenden Vorkaufsrechts erklärt, ein sogenanntes „Negativattest“. Letztlich hängt die Vollziehung des Kaufvertrags regelmäßig von der Entscheidung der Gemeinde ab, ob diese von ihrem etwaigen gemeindlichen Vorkaufsrecht Gebrauch machen wird. Die Ausübung des Vorkaufsrechts berechtigt die Gemeinde, selbst das Grundstück zu den zwischen den eigentlichen Vertragsparteien verhandelten Konditionen zu übernehmen. Unter besonderen Umständen hat die Gemeinde sogar das Recht, ein Grundstück zu einem günstigeren Kaufpreis zu übernehmen, als dies die Parteien des Kaufvertrages miteinander verhandelt haben. Für den potentiellen Erwerber bedeutet die Ausübung des Vorkaufsrechts aber jedenfalls, dass er das Grundstück nicht wie geplant erwerben kann. Im Einzelnen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Allgemeines und Besonderes Vorkaufsrecht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einer Gemeinde steht nicht pauschal für jedes Grundstück ein Vorkaufsrecht zu. Vielmehr ist das Vorkaufsrecht an gesetzliche Voraussetzungen geknüpft. Dabei ist grundsätzlich zwischen einem allgemeinen (§ 24 BauGB) und einem besonderen städtebaulichen Vorkaufsrecht (§ 25 BauGB) zu unterscheiden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein allgemeines Vorkaufsrecht kann die Gemeinde etwa dadurch begründen, dass sie das Gebiet, auf dem sich das Grundstück befindet, durch Satzung als Entwicklungsbereich oder Erhaltungsgebiet („Milieuschutz“) festlegt. Demgegenüber zeichnen sich besondere Vorkaufsrechte dadurch aus, dass sie ausdrücklich und im Wege einer speziell als solche bezeichneten Vorkaufsrechtssatzung begründet werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Vorrangige Belange des Allgemeinwohls erforderlich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufgrund des Einschnitts in die Vertragsfreiheit von Grundstückkäufer und -verkäufer kommt die Ausübung eines Vorkaufsrechts lediglich dann in Betracht, wenn dies im Einzelfall durch überragende Belange des Allgemeinwohls gerechtfertigt ist. Vor dem Hintergrund des Allgemeinwohls hat die Gemeinde bei der Ausübung insbesondere den Verwendungszweck des Grundstücks anzugeben. So kann überprüft werden, ob der angegebene Zweck auch tatsächlich existiert oder bloß irrtümlich oder gar willkürlich angegeben worden ist. Denkbar wäre insofern, dass eine Gemeinde städtebauliche Ziele sicherstellen will, zu deren Erreichung sich die Vertragsparteien zuvor bereits aus freien Stücken verpflichtet haben, sodass gegebenenfalls der angegebene Ausübungsgrund in Wirklichkeit schon gar nicht vorläge.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch selbst, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, sind Grundstückkäufer und -verkäufer keinem rechtlich unbegrenzten städtebaulichen Vorkaufsrecht ausgesetzt. So schließt das Baugesetzbuch für einzelne Zwecke die Ausübung eines Vorkaufsrechts gezielt aus. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Zur Ausübung und deren Folgen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gemeinde übt das Vorkaufsrecht durch Bescheid gegenüber Grundstückverkäufer und/oder -käufer aus. Insoweit handelt es sich also um einen hoheitlichen Verwaltungsakt der Gemeinde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber welche rechtlichen Auswirkungen folgen auf den Erlass eines solchen Verwaltungsakts? Nach zivilrechtlichen Grundsätzen ist derjenige, der von einem Vorkaufsrecht Gebrauch macht, an die Konditionen des sog. „Erstvertrags“ gebunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Grundsatz ist in zweierlei Hinsicht nicht auf die gemeindliche Vorkaufsrechtsausübung übertragbar:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Limitierung des Kaufpreises durch die Behörde auf den Verkehrswert
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst ist die Gemeinde nicht zwingend an die Konditionen des Kaufvertrags, etwa die Höhe des vereinbarten Kaufpreises, gebunden. Seit dem Baulandmobilisierungsgesetz 2021 (BMobG 2021) sind Gemeinden gesetzlich dazu befugt, den Kaufpreis einseitig erheblich zu senken, wenn dieser den Verkehrswert überschreitet (sog. Preislimitierung). Insoweit könnte argumentiert werden, die Gemeinde dürfe Grundstücksverkäufern nunmehr eigennützige Konditionen aufzwingen, mit der Einschränkung, dass der Kaufpreis jedenfalls dem Verkehrswert des Grundstücks entsprechen muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Praxis birgt diese neugeschaffene Möglichkeit hohes Streitpotential: Zweifelsohne gehen die Auffassungen über die Ermittlung des Verkehrswertes aus Behördensicht und aus Sicht der Investoren weit auseinander. In aller Regel werden Parteien untereinander den zwischen ihnen gefundenen Wert auch als den richtigen Wert für das Grundstück im Sinne des aktuellen Verkehrswertes empfinden. Wenn also Gemeinden nach gängiger Praxis den Verkehrswert nach dem sogenannten Bodenrichtwert bestimmen, ist aus Investorensicht sicherlich nur schwer vorstellbar, wie damit der tatsächliche Wert des Grundstücks auf einem dynamischen Immobilienmarkt abgebildet werden soll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Doppelverpflichtung des Grundstückverkäufers
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darüber hinaus tritt die Gemeinde aus vertragsrechtlicher Perspektive nicht etwa in den bereits geschlossenen notariellen Kaufvertrag ein. Vielmehr entsteht nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) ein zweiter, rechtlich selbständiger Kaufvertrag zwischen Verkäufer und Gemeinde. Der Erstkaufvertrag bleibt dabei im Grundsatz zunächst unberührt und ist damit weiterhin wirksam.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daraus folgt, dass sich der Verkäufer in einer Situation befindet, in der er zur Erfüllung beider Kaufverträge verpflichtet ist. Das heißt, dass der Verkäufer das Eigentum am Grundstück sowohl an den Erstkäufer als auch an die Gemeinde übertragen lassen müsste. Dies ist für den Verkäufer freilich unmöglich. In der Folge kann sich der Verkäufer gegenüber dem Erstkäufer schadensersatzpflichtig machen: jedenfalls in Verbindung mit dem notariellen Kaufvertrag entstandene Kosten wären dem Erstkäufer zu ersetzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemäß § 28 BauGB ist es dem Käufer ohnehin verwehrt, das Eigentum an dem Grundstück an den ursprünglichen Käufer zu übertragen. Im Übrigen führt das Fehlen eines Negativattests dazu, dass das Grundbuch gleichsam „gesperrt“ ist. Das Grundbuchamt ist nämlich per Gesetz angewiesen, solange keinen Käufer als neuen Eigentümer in das Grundbuch einzutragen, wie dieser kein Negativattest beim Grundbuchamt vorlegt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Pattsituation nach Rücktritt des Verkäufers 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als weitere Besonderheit können Grundstücksverkäufer nach § 28 Abs. 3 Satz 2 BauGB vom Zweitkaufvertrag mit der Gemeinde zurücktreten, wenn die Gemeinde ihr Vorkaufsrecht ausübt und gleichzeitig den Kaufpreis herabsenkt (preislimitierende Ausübung). Macht der Verkäufer hiervon Gebrauch, entsteht eine rechtliche Pattsituation: Der Verkäufer kann weder dem Erstkäufer mangels Negativattest noch der Gemeinde mangels wirksamen Kaufvertrags das Eigentum am Grundstück übertragen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sobald die Gemeinde sich also einmal dafür entschieden hat, von einem Vorkaufsrecht Gebrauch zu machen, kann dieser sich vor einem zu preiswerten Verkauf an die Gemeinde durch Ausübung des Vorkaufsrechts schützen. Allerdings wird die Gemeinde in aller Regel in einem solchen Fall kein Negativattest ausstellen. Dies hat schließlich zur Folge, dass der Erstkaufvertrag nicht mehr vollzogen werden kann. Der Verkäufer hat also nach wie vor das Eigentum am Grundstück, das Grundstück ist aber faktisch unverkäuflich (es sei denn, er lässt sich auf den günstigeren Kaufpreis für die Gemeinde ein). Besonders für den Fall, dass der Verkäufer mit dem Verkaufserlös geplant hat, eine unglückliche Ausgangslage.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V.	 Rechtsschutzmöglichkeiten der Vertragsparteien
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass es hierzu kommt, kann jedoch auf verschiedenen Wegen verhindert werden. Zunächst können beide Parteien des Erstkaufvertrags als Adressaten eines solchen Ausübungsbescheids (soweit der Bescheid gegenüber beiden Parteien bekannt gegeben worden ist) Widerspruch gegen diesen einlegen und bzw. oder gegebenenfalls im Wege einer Anfechtungsklage vor dem Verwaltungsgericht einen Rechtsstreit gegen die Gemeinde über die Rechtmäßigkeit der Ausübung des Vorkaufsrechts führen. Im Erfolgsfall hebt das Gericht den Ausübungsbescheid auf und verpflichtet die Gemeinde zur Ausstellung eines Negativattests mit der Folge, dass der Erstkaufvertrag im Ergebnis abgewickelt werden kann. Dass damit eine erhebliche Verzögerung des Ankaufsvorganges einhergeht, versteht sich. Im Übrigen ist ungewiss, ob nach Abschluss eines solchen Rechtsstreits die Interessenlage der ursprünglichen Vertragsparteien immer noch die gleiche ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Besonderheit besteht indes für diejenigen Fälle, in denen die Gemeinde den Kaufpreis herabsenkt (sog. Preislimitierung): Hier müssen die Vertragsparteien des Erstkaufvertrags einen sogenannten Antrag auf gerichtliche Entscheidung nach § 217 BauGB stellen. Ungewöhnlich ist dabei nicht nur, dass der Antrag an die Stelle zu richten ist, die das Vorkaufsrecht ausübt – dies dürfte zumeist die Gemeinde selbst sein – sondern auch, dass diese den Antrag sodann an die Baulandkammern der zuständigen Landgerichte (nicht also an das Verwaltungsgericht) weiterleiten muss. Diese haben über die Rechtmäßigkeit der Ausübung eines städtebaulichen Vorkaufsrechts zu entscheiden. Betroffene sind somit bei einer Preislimitierung durch die Gemeinde auf den Zivilrechtsweg verwiesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VI.	Notarieller Kaufvertrag in der Sackgasse
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für den ursprünglichen Käufer besteht die Möglichkeit, unter Umständen die Ausübung des Vorkaufsrechts entweder durch einen vorzeitigen Abschluss von Abwendungsvereinbarungen oder aber einseitig in Form einer Erklärung gegenüber der Gemeinde nach § 27 BauGB nachträglich abzuwenden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hierzu sei gesagt, dass die Wahrnehmung der Abwendungsmöglichkeit des Käufers allenfalls dann relevant ist, wenn der ursprüngliche Käufer immer noch an einem Vollzug des notariellen Kaufvertrags interessiert ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verkäufer können bei einer preislimitierenden Ausübung der Gemeinde den Rücktritt vom Zweitkaufvertrag mit der Gemeinde erklären. Damit ist festzuhalten, dass Grundstücksverkäufer im Ergebnis nicht zum Verkauf zu einem von der Gemeinde vorgegebenen, niedrigeren Preis gezwungen werden können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei einer Rückabwicklung sind sodann empfangene Leistungen zurück zu gewähren und gezogene Nutzungen herauszugeben. Zudem hat die Gemeinde die Kosten des Vertrags gemessen am ermittelten Verkehrswert zu ersetzen. Zu diesen Kosten des Vertrags gehören etwa die Kosten der etwaigen Beurkundung des Kaufvertrags, die Kosten einer Auflassungsvormerkung sowie die Maklerprovision. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach alledem wird der Erstkaufvertrag jedoch nicht zwingend dadurch nichtig, dass der Verkäufer vom Zweitkaufvertrag mit der Gemeinde zurücktritt. Vielmehr bleibt dieser wirksam, kann jedoch solange nicht vollzogen werden, wie ein Gericht nicht entschieden hat, dass die Gemeinde zur Ausübung nicht berechtigt war. Sowohl Grundstücksverkäufer als auch Investoren sind dann bis zum rechtskräftigen Urteil an einer Kalkulation mit dem Verkaufsertrag bzw. dem Grundstück für eine etwaige Weiterveräußerung gehindert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VII.	Rechtstipps für die Praxis
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Senkt eine Gemeinde bei Ausübung eines Vorkaufsrechts zusätzlich den Kaufpreis, kann dies für die Vertragsparteien mitunter zu untragbaren Ergebnissen führen. Zudem stellen sich im Einzelnen verschiedene Folgefragen, die rechtlich nicht abschließend höchstrichterlich geklärt sind. Daher ist es ratsam, frühzeitig im Vorfeld des Vertragsabschlusses in Erfahrung zu bringen, ob der Gemeinde ein Vorkaufsrecht zusteht und ob sie die Ausübung desselben beabsichtigt. Insofern bietet es sich gerade bei Projektgrundstücken an, einen frühzeitigen und offenen Austausch mit der Gemeinde über deren Absichten zu suchen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Macht die Gemeinde ihre Absichten erst einmal transparent, kann es sich lohnen, im Vorfeld über einen Notar eine Verzichtserklärung der Gemeinde einzuholen. Denn in dem Fall sind die Parteien des Grundstückkaufvertrags nicht auf ein Negativattest der Gemeinde angewiesen. An der Stelle sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Gemeinde eine solche Verzichtserklärung per Gesetz jederzeit widerrufen darf. Je nach Austausch zwischen Vertragsparteien und Gemeinde im Vorfeld des Abschlusses eines Kaufvertrags kann es sich also durchaus lohnen, eine Verzichtserklärung der Gemeinde einzuholen. Da die Gemeinde hieran letztlich aber nicht gebunden ist, können die Erfolgsaussichten variieren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wird das Grundstück nicht von einer natürlichen Person, also einer Kapitalgesellschaft gehalten, kommt zudem die Übertragung eines Grundstücks im Wege eines sog. Share Deals in Betracht, bei welchem die Grundstücksübertragung indirekt über den Erwerb von Unternehmensanteilen erfolgt. Ein solcher Share Deal löst kein Vorkaufsrecht der Gemeinde aus, da rechtlich kein Eigentumswechsel am Grundstück stattfindet, sondern lediglich an der haltenden Kapitalgesellschaft, da.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dennoch ist auch bei Share Deals Vorsicht geboten: Bei der Durchführung von Share Deals könnte sich eine an sich vorkaufsberechtigte Gemeinde veranlasst sehen, einen Share Deal als einen „kaufähnlichen Vorgang“ einzuordnen und auf dieser Basis ein Vorkaufsrecht auszuüben. So ging etwa das Bezirksamt Berlin-Neukölln im Jahre 2021 bei einem Share Deal vor. Der Ausübungsbescheid stünde in der Folge der Realisierung des Share Deals in Bezug auf das Grundstück im Wege, so dass auch hier die oben beschriebenen zeitintensiven gerichtlichen Schritte unternommen werden müssten. Demnach kann es im Einzelfall auch vor Unterzeichnung eines Anteilskaufvertrags geboten sein, vorsichtshalber eine Verzichtserklärung der Gemeinde einzuholen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jedenfalls sorgt ein frühzeitiger Abschluss von Abwendungsvereinbarungen mit der Gemeinde für Klarheit. Sollte es dennoch zu einer Ausübung eines Vorkaufsrechts kommen, ist den Parteien des Kaufvertrags zur Vermeidung von Rechtsunsicherheiten und ungewollten Ergebnissen zu raten, klare und unmissverständliche Klauseln für einen beidseitigen Rücktritt bereits in den zwischen Ihnen abzuschließenden notariellen Kaufvertrag aufzunehmen. So ist jedenfalls sichergestellt, dass im Verhältnis zwischen Käufer und Verkäufer klare Regeln bestehen, die zumindest das Rechtsverhältnis auf dieser Ebene für den Fall der Ausübung eines Vorkaufsrechts durch die Gemeinde nicht ungeklärt lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
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           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
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      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 04 Sep 2024 09:16:34 GMT</pubDate>
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      <title>Kryptogewinne im Steuerrecht – Chancen und Risiken</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Kryptogewinne im Steuerrecht – Chancen und Risiken
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bitcoin, Ethereum, Solana und Co. sind mittlerweile nicht nur den hartgesottenen Fans der Kryptoszene ein Begriff: Das Handeln mit Kryptowährungen – trotz der extremen Volatilität und des hohen Risikos – ist schon lange in der Mitte der Gesellschaft angekommen. (Aller-)Spätestens mit dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 14.02.2023 (Az. IX R 3/22) zur steuerlichen Behandlung von Gewinnen aus dem Handeln und Tauschen von Kryptowährungen (sog. Currency Token) ist das Thema auch im deutschen Steuerrecht angekommen. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) beabsichtigt noch in 2024 mit einem Entwurf weitere Einzelfragen zu klären und insbesondere das bestehende BMF-Schreiben vom 10.05.2022 mit Hinweisen zu Steuererklärungs-, Mitwirkungs- und Aufzeichnungspflichten zu ergänzen. Nachfolgend soll ein kurzer Überblick über Gewinne aus Krypto-Transaktionen im Steuerrecht gegeben werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II.	Krypto-Trading im Steuerrecht – Steuerrechtliche Hintergründe
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Eingliederung in die Einkunftsarten des Einkommensteuerrechts
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit der eingangs erwähnten BFH-Entscheidung dürfte grundsätzlich kein Zweifel mehr an der Einordnung von Gewinnen aus Krypto-Transaktionen in die Einkunftsart der sog. „sonstigen Einkünfte“ und dort wiederum in den Bereich der privaten Veräußerungsgeschäfte bestehen. Sie unterfallen damit auch nicht der steuerlichen Behandlung als Einkünfte aus Kapitalvermögen, auf die Kapitalertragsteuer erhoben wird. Die Ansicht, dass es sich bei Kryptos (jeglicher Art) nicht um konkrete Wirtschaftsgüter im Sinne des § 23 EStG handele, hat der BFH zurückgewiesen. Diese Einordnung eröffnet wiederum Möglichkeiten für den Steuerpflichtigen, die sich aus den besonderen Bestimmungen für private Veräußerungsgeschäfte ergeben.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zunächst bleibt festzuhalten, dass die Einordnung in die als sonstigen Einkünfte zählenden privaten Veräußerungsgeschäfte nur dann erfolgen kann, wenn die Krypto-Assets nicht Teil des steuerrechtlichen Betriebsvermögens sind. Einkünfte aus gewerbsmäßigen Handel mit Krypto-Assets unterfallen den Einkünften aus Gewerbebetrieb und können gewerbesteuerpflichtig sein. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Handelt es sich indes um tatsächliche private Veräußerungsgeschäfte so greifen gesetzliche Besonderheiten bei der steuerlichen Behandlung dieser Einkünfte. Für die Steuerpflichtigen am wichtigsten und vorteilhaftesten dürfte dabei die sog. „Spekulationsfrist“ sein. Danach ist ein Gewinn aus einem privaten Veräußerungsgeschäft und mithin ein Gewinn aus einer Krypto-Transaktion nur dann steuerpflichtig, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung höchstens ein Jahr liegt. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wird ein Krypto-Asset mit Gewinn nach mehr als einem Jahr Haltedauer veräußert, ist der Gewinn – ungeachtet der Höhe – grundsätzlich steuerfrei. Dies ist gegenüber den traditionellen Kapitaleinkünften ein immenser Vorteil, da es dort die sog. Spekulationsfrist nicht (mehr) gibt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für die Steuerpflichtigen, die lediglich kleine Investitionen in Krypto-Assets getätigt haben, ist die Freigrenze von (seit 2024) € 999 pro Jahr von Bedeutung. Für die Vorjahre lag diese Grenze bei € 599. Danach bleiben Veräußerungsgewinne ebenfalls steuerfrei, wenn sie diese Schwelle nicht überschreiten. Wird hingegen diese Schwelle auch nur geringfügig überschritten, so wird der gesamte Gewinn steuerpflichtig und nicht nur der den Schwellenwert übersteigende Teil. Die Freigrenze steht bei zusammenveranlagten Ehegatten auch nur jedem nur für den eigenen Gesamtgewinn zu: Eine Verrechnung von Gewinnen über die Freigrenze hinaus mit entsprechenden Verlusten des anderen Ehegatten ist nicht möglich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei den privaten Veräußerungsgeschäften gibt es hingegen auch eine nachteilige Besonderheit zu beachten. Diese betrifft die Möglichkeit der Verlustverrechnung: Etwaige Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften dürfen nur mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnet werden. Mit anderen positiven Einkünften, etwa aus nichtselbständiger Arbeit, Gewerbebetrieb oder Vermietung und Verpachtung dürfen diese Verluste nicht verrechnet werden. Sollte nach Verrechnung aller Verluste mit allen Gewinnen im Kalenderjahr ein Verlust verbleiben, so kann ein Verlustrücktrag bzw. –vortrag (d.h. Verrechnung mit Gewinnen aus dem Vorjahr bzw. in den Folgejahren) nur auf Gewinne aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften erfolgen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Einkommensteuererklärungsplicht und erhöhte Mitwirkungs- und Aufzeichnungspflichten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Grundsätzlich ist jeder Steuerpflichtige zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Lediglich für einzelne Fallgruppen besteht eine Ausnahme von dieser Pflicht, etwa bei Steuerpflichtigen, die fast ausschließlich Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit erzielen. Sollte allein wegen der Gewinne aus Krypto-Transaktionen die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung entstehen, so greift diese Pflicht erst in dem Jahr, in dem die Gewinne dem Steuerpflichtigen zufließen. Daher muss nicht schon zwangsläufig im Jahr der Anschaffung eine Erklärung abgegeben werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Ermittlung der Höhe des Gewinns muss der Steuerpflichtige grundsätzlich selbst wahrnehmen. Daher hat dieser die Anschaffungskosten, die Veräußerungserlöse und die Zeitpunkte hierzu zu dokumentieren. Ein Verstoß kann nicht zu nachteiligen Schätzungen durch die Finanzverwaltung führen, eine fehlende Angabe zu den Gewinnen aus Kryptowährungen kann auch zur Einleitung eines Strafverfahrens führen, entweder aufgrund falscher Angaben oder aufgrund pflichtwidrigen Unterlassens der Angabe steuerlich relevanter Tatsachen. Den Steuerpflichtigen treffen hierbei erhöhte Mitwirkungspflichten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Erklärungspflichten betreffen dabei nicht nur den Gewinn aus Veräußerungsgeschäften mit Kryptowährungen (sog. Currency Token) sondern auch Einkünfte aus Lending (Überlassung der Kryptowährung an andere Nutzer für einen begrenzten Zeitraum gegen Vergütung; ähnlich einem Darlehen), Staking (Bereitstellung von Kryptowährungen zur Validierung von Netzwerktransaktionen und als Liquiditätsquelle für andere Nutzer gegen Vergütung) und den Gewinn aus durch sog. Airdrops (unentgeltliche Verteilung von Einheiten einer virtuellen Währung) erhaltenen Token.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III.	Konsequenzen aus der steuerrechtlichen Einordnung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Höhe der Einkommensteuer auf Gewinne
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Höhe der Steuer auf die Gewinne aus einer Krypto-Transaktion lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Anders als bei Kapitalerträgen erfolgt kein Steuereinbehalt i.H.v. 25% zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. zzgl. Kirchensteuer durch die Bank. Auf den Gewinn, sofern er innerhalb der sog. „Spekulationsfrist“ erzielt wird, wird der individuelle Grenzsteuersatz angewendet. Dieser hängt wiederum von der Höhe des gesamten zu versteuernden Einkommens ab. Die Bandbreite der Steuersätze reicht dabei von ca. 14% bei eher geringen bis 45% bei sehr hohen Einkünften. Anders als bei der Kapitalertragsteuer wird nicht automatisch Solidaritätszuschlag fällig. Ob der Solidaritätszuschlag ebenfalls entrichtet werden muss, hängt ebenfalls von der Gesamthöhe des zu versteuernden Einkommens ab.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Folge von Verstößen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sollte ein Gewinn aus dem Handel mit Kryptowährungen innerhalb der sog. Spekulationsfrist erfolgen, sind diese in der Steuererklärung anzugeben und generell – sofern dies nicht vorher schon der Fall gewesen ist – zwingend eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Wird eine solche Angabe unterlassen oder aber auf Rückfrage nicht hinreichend konkretisiert, kann das Finanzamt nicht nur die Besteuerungsgrundlagen schätzen, es kann auch wegen einer Steuerstraftat ein Strafverfahren gegen den Steuerpflichtigen wegen Steuerhinterziehung einleiten. Ein solches Verfahren kann auch eingeleitet werden, wenn zwischen der Entdeckung der Gewinne durch das Finanzamt und der Erzielung derselben viele Jahre vergangen sind. Regelmäßig ist die Einkommensteuererklärung bis zum 31.07. bzw. wenn der Steuerpflichtige steuerlich beraten wird bis zum letzten Februartag des übernächsten Jahres abzugeben. Für die Jahre 2022 und 2023 gelten pandemiebedingt jedoch noch verlängerte Fristen für die Abgabe der Steuererklärungen. Die Möglichkeiten der Finanzverwaltung an Informationen von den jeweiligen Krypto-Plattformen zu gelangen, sollten dabei nicht unterschätzt werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV.	Fazit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Da es sich bei Gewinnen aus Kryptowährungen und Token eben nicht steuerrechtlich um Einkünfte aus Kapitalvermögen handelt, kommt die Kapitalertragsteuer mit ihrer grundsätzlich abgeltenden Wirkung nicht zum Tragen. Zudem wird in vielen Fällen – je nach Handelsplatz – keine automatische Berechnung des Veräußerungsgewinns erfolgen. Hier sind die Steuerpflichtigen in der Pflicht: Es gilt nicht nur die etwaigen Verluste oder Gewinne selbst zu ermitteln, wenn dies zuvor nicht der Fall war, so ist nunmehr verpflichtend eine Einkommensteuererklärung fristgerecht abzugeben. Verstöße hiergegen können mit einem Steuerstrafverfahren enden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
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            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
            
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             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             aus.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 22 Aug 2024 08:36:53 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/kryptogewinne-im-steuerrecht-chancen-und-risiken</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/LichtLinien.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/LichtLinien.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Rechtmäßigkeit der Abberufung von Martin Kind als Geschäftsführer von Hannover 96: Bundesgerichtshof weist Klage von Martin Kind gegen seine Abberufung ab</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/die-rechtmaessigkeit-der-abberufung-von-martin-kind-als-geschaeftsfuehrer-von-hannover-96-bundesgerichtshof-weist-klage-von-martin-kind-gegen-seine-abberufung-ab</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Die Rechtmäßigkeit der Abberufung von Martin Kind als Geschäftsführer von Hannover 96: Bundesgerichtshof weist Klage von Martin Kind gegen seine Abberufung ab
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Einführung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die streitige Auseinandersetzung um die Abberufung von Martin Kind als Geschäftsführer der Hannover 96 Management GmbH durch den Hannoverschen Sportverein 96 e.V. hat erhebliche Aufmerksamkeit erregt. Jetzt hat schließlich der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Hintergrund
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Martin Kind war über viele Jahre Geschäftsführer der beklagten Hannover 96 Management GmbH. Alleiniger Gesellschafter der beklagten Hannover 96 Management GmbH ist der Hannoverscher Sportverein von 1896 e.V. Die Hannover 96 Management GmbH ist als Komplementärin, mithin als persönlich haftende Gesellschafterin an der am Spielbetrieb der 2. Bundesliga teilnehmenden Hannover 96 GmbH &amp;amp; Co. KGaA beteiligt. Alleinige Kommanditaktionärin der Hannover 96 GmbH &amp;amp; Co. KGaA ist die Hannover 96 Sales &amp;amp; Service GmbH &amp;amp; Co. KG. Überdies verfügt die Hannover 96 Management GmbH über einen Aufsichtsrat, welcher aus vier Mitgliedern, jeweils zwei von Seiten des e.V. und zwei Mitgliedern von Seite der Kapitalgeber, besteht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer Gesellschafterversammlung der Hannover 96 Management GmbH im Juli 2022 beschloss der Hannoverscher Sportverein von 1896 e.V., Herrn Kind "mit sofortiger Wirkung aus wichtigem Grund im Wege eines satzungsdurchbrechenden Beschlusses als Geschäftsführer" der Hannover 96 Management GmbH abzuberufen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Das Problem
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Problematisch war dabei, dass zwischen dem Hannoverscher Sportverein von 1896 e.V., der Hannover 96 GmbH &amp;amp; Co. KGaA und der Hannover 96 Sales &amp;amp; Service GmbH &amp;amp; Co. KG der sogenannte Hannover-96-Vertrag von 2019 abgeschlossen wurde. Dieser sieht vor, dass ein Geschäftsführer nur dann ernannt oder abberufen werden kann, wenn beide gleichstarken Lager im vierköpfigen Aufsichtsrat dem zustimmen. Die Abberufung des Geschäftsführers der Hannover 96 Management GmbH, mithin die Abberufung von Herrn Kind, wurde jedoch ohne Mitwirkung des Aufsichtsrates beschlossen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Entscheidung des BGH
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bundesgerichtshof wies die gegen seine Abberufung gerichtete Klage von Martin Kind ab und bestätigte damit dessen Abberufung als Geschäftsführer der Hannover 96 Management GmbH. Zur Begründung führten die Karlsruher Richter im Wesentlichen an, dass die Abberufung zwar anfechtbar, aber nicht nichtig sei. Die Kernargumente des Gerichts lassen sich wie folgt zusammenfassen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst sei die Abberufung Kinds nicht nichtig nach § 241 Nr. 3 AktG in analoger Anwendung gewesen. Demnach ist 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             "ein Beschluss der Hauptversammlung […] dann nichtig, wenn er
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             […]
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             3. mit dem Wesen der Aktiengesellschaft nicht zu vereinbaren ist oder durch seinen Inhalt Vorschriften verletzt, die ausschließlich oder überwiegend zum Schutz der Gläubiger der Gesellschaft oder sonst im öffentlichen Interesse gegeben sind“
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BGH stellte insoweit fest, dass die Verletzung tragender Strukturprinzipien des GmbH-Rechts erforderlich ist, um eine Unvereinbarkeit des Abberufungsbeschlusses mit dem Wesen der GmbH zu begründen. Eine Satzungsbestimmung, die einem fakultativen Aufsichtsrat das Recht zur Abberufung des Geschäftsführers zuweist, gehört nicht zu diesen grundlegenden Strukturprinzipien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Gericht sah auch keinen Verstoß gegen die guten Sitten und keine sittenwidrige Schädigung von Personen, die nicht zur Anfechtung berechtigt sind: Der Abberufungsbeschluss sei zwar anfechtbar, jedoch nur durch die Gesellschafter. Da Martin Kind aber in seiner Rolle als Geschäftsführer kein Gesellschafter sei, sei er jedoch nicht anfechtungsbefugt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Folgen des Urteils
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Beschluss über die Abberufung von Martin Kind als Geschäftsführer blieb damit wirksam. Der BGH stellte mithin klar, dass die Frage einer möglichen Verletzung des Hannover 96-Vertrags und deren Konsequenzen zwischen den Vertragsparteien auszutragen sei, eine etwaige Verletzung dieses Vertrages allerdings keine Auswirkung auf die formale Rechtmäßigkeit des Abberufungsbeschlusses habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             VI. Ausblick
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Urteil des BGH verdeutlicht die Grenzen der Reichweite von Vereinbarungen über Gestaltungsrechte und Satzungsbestimmungen auf die grundlegenden Strukturprinzipien des GmbH-Rechts. Überdies zeigt die Entscheidung, wie wichtig in der Praxis die Abgrenzung zwischen Anfechtbarkeit und Nichtigkeit eines Gesellschafterbeschlusses ist. Wäre im konkreten Fall Gesellschafterbeschluss nichtig gewesen, hätte die Abberufung von Martin Kind keinen Bestand gehabt. Die bloße Anfechtbarkeit des Beschlusses wiederum gibt nur einem Gesellschafter der betroffenen GmbH die Möglichkeit zu einem Rechtsmittel gegen die Wirksamkeit des Beschlusses, nicht aber einem Vertragspartner, der nicht gleichzeitig Gesellschafter ist.   Auch wenn durch den Beschluss mögliche Rechte aus dem bestehenden Vertrag verletzt sein könnten, besteht für den verletzten Vertragspartner kein Anfechtungsrecht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
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    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 07 Aug 2024 09:16:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/die-rechtmaessigkeit-der-abberufung-von-martin-kind-als-geschaeftsfuehrer-von-hannover-96-bundesgerichtshof-weist-klage-von-martin-kind-gegen-seine-abberufung-ab</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/iStock-2151284309.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Künstliche Intelligenz: Veröffentlichung des AI-Act – Was es jetzt zu beachten gilt.</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/kuenstliche-intelligenz-veroeffentlichung-des-ai-act-was-es-jetzt-zu-beachten-gilt</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Künstliche Intelligenz: Veröffentlichung des AI-Act – Was es jetzt zu beachten gilt
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 12. Juli 2024 wurde der AI-Act (auf Deutsch auch „KI-Verordnung“ genannt) im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Obwohl die Technik sich bereits seit einigen Jahren rasant weiterentwickelt, fehlte es bis jetzt an einer rechtlichen Grundlage der Nutzung von KI-Systemen. Ein erster umfassender Regulierungsansatz liegt nun mit der KI-Verordnung der EU vor. Es handelt sich um das weltweit erste umfassende Regelwerk zu all den Fragen, die die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (kurz „KI“) aufwirft. Die Verordnung entfaltet unmittelbare Wirkung in den Mitgliedstaaten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Begriff der KI (oder auch: artificial intelligence / AI ) ist in den letzten Jahren in aller Munde. Der rasante technische Fortschritt wirkt sich inzwischen beinahe auf alle Bereiche des täglichen Lebens aus. Die KI hat längst nicht nur spürbaren Einfluss auf unseren Alltag im Allgemeinen, sondern insbesondere auch auf unseren Arbeitsalltag. Dabei stehen die durch die Nutzung von KI-Systemen im Arbeitsverhältnis entstehenden Risiken regelmäßig im Fokus. Inzwischen hat die Wichtigkeit der Sensibilisierung im Hinblick auf Zuverlässigkeit, Korrektheit und Sicherheit von KI-Systemen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dies hat auch der europäische Gesetzgeber gesehen und die Ausarbeitung der KI-Verordnung in den letzten Jahren vorangetrieben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Veröffentlichung der KI-Verordnung bietet Anlass, die Neuerungen sowie auch die Einflüsse auf das Arbeitsverhältnis zu beleuchten und zu diesem Zweck einige grundlegende Fragen zu beantworten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Was ist ein KI-System?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um die Einflüsse und Auswirkungen von KI auf unseren Alltag verstehen zu können, muss als Ausgangspunkt zunächst die Begrifflichkeit der KI bestimmt werden. Die KI-Verordnung gibt in Art. 3 Abs. 1 erstmalig eine Definition des Begriffs „KI-System“ vor. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein KI-System ist demnach ein 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            „maschinengestütztes System, das so konzipiert ist, dass es mit unterschiedlichem Grad an Autonomie operieren kann und das für explizite oder implizite Ziele Ergebnisse wie Vorhersagen, Empfehlungen oder Entscheidungen hervorbringen kann, die physisches oder virtuelles Umfeld beeinflussen“
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           . 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Definition legt den Fokus auf die Autonomie des Handels. Im Übrigen ist sie bewusst offengehalten, um auch dem zukünftigen technischen Fortschritt durch heute noch nicht absehbare Entwicklungen gerecht zu werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Wie ist die KI-Verordnung aufgebaut?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Verordnung enthält einen risikobasierten Ansatz und unterteilt die KI-Systeme nach dem von den Systemen ausgehenden Risiko. Liegt im ersten Schritt nach der Definition ein KI-System vor, erfolgt im zweiten Schritt eine Differenzierung zwischen Programmen mit inakzeptablem Risiko, Hochrisikosystemen und Systemen mit geringem, das heißt annehmbarem, Risiko. Die Anforderungen, die an die Nutzung des Systems gestellt werden, orientieren sich an der Höhe des jeweiligen Risikos. Je höher das von der KI-Anwendung ausgehende Risiko, desto strenger die Anforderungen. Folglich werden KI-Systeme mit inakzeptablem Risiko durch die KI-Verordnung vollständig verboten. Für Hochrisikosysteme wurden konkrete, streng ausgestaltete Anforderungen festgelegt, wohingegen Systeme mit annehmbarem Risiko im Wesentlichen nur Transparenz- und Informationspflichten unterliegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Regelungen zu den verschiedenen KI-Systemen treten abgestuft nach der Höhe des Risikos im Verlauf der nächsten drei Jahre schrittweise in Kraft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Zeitlicher Überblick der bisherigen Entwicklung der KI-Verordnung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            April 2021
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           : Erster Entwurf der KI-Verordnung durch die Europäische Kommission
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Januar 2024
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           : Veröffentlichung des gemeinsamen Entwurfs der Europäischen Kommission, des Rates der EU und des Europäischen Parlamentes
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            März 2024
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           : Genehmigung der KI-Verordnung durch das EU-Parlament
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            12. Juli 2024
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           : Veröffentlichung im Amtsblatt der EU
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Zukünftiger Verlauf der KI-Verordnung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1. August 2024
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            : Inkrafttreten der KI-Verordnung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            01. Februar 2025
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           : Geltung des Verbots von KI-Systemen, die unannehmbare Risiken darstellen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            01. Mai 2025
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           : Anwendbarkeit der Verhaltenskodizes
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            01. August 2025
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           : Geltung der Regelungen zu KI-Systemen mit allgemeinem Verwendungszweck
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            01. August 2026
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           : Anwendbarkeit der KI-Verordnung in vollem Umfang, Ausnahme Hochrisikosysteme
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            01. August 2027
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           : Verpflichtungen für Hochrisiko-KI-Systeme im Übrigen anwendbar
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Was sind die Ziele der KI-Verordnung?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eines der übergeordneten Ziele der KI-Verordnung ist die Verbesserung der Bedingungen für Entwicklung und Nutzung der Technologie. Die Verordnung soll zur Erreichung dieses Zwecks insbesondere dafür Sorge tragen, dass KI-Anwendungen sicher und transparent sowie nachvollziehbar und diskriminierungsfrei sind. Sie soll zum einen die Sicherheiten und Grundrechte eines jeden Einzelnen gewährleisten und zum anderen Investitionen, Innovationen und Wettbewerb im technischen Bereich innerhalb der Europäischen Union fördern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VI. Welche Auswirkungen hat KI auf Arbeitsverhältnisse und welche Neuerungen bringt die KI-Verordnung mit sich?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diskriminierungsgefahr im Bewerbungsverfahren
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           KI-Systeme kommen in Arbeitsverhältnissen vermehrt zum Einsatz, beginnend im Bewerbungsverfahren, über die Durchführung des Arbeitsverhältnisses hinweg bis zu dessen Beendigung. Insbesondere der Einsatz im Rahmen von Bewerbungsverfahren hat in der Vergangenheit wiederholt aufgezeigt, welche Diskriminierungsrisiken die Nutzung von KI mit sich bringt. Auf den ersten Blick erscheint der Einsatz von KI die bestmögliche Lösung, um ein diskriminierungsfreies Bewerbungsverfahren zu ermöglichen, da der Einsatz von KI eine von menschlichen Emotionen und Wertungen losgelöste Entscheidungsfindung verspricht. Es bestehen bereits zahlreiche Möglichkeiten, wie die Unterstützung durch KI-Anwendungen bei der Bewerberauswahl, Recruiting über Social Media oder sogar Bewerbungsgespräche mittels eines KI gesteuerten Chatbots.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Einsatz von KI im Bewerbungsprozess birgt indes wider der ursprünglichen Erwartung ein hohes Diskriminierungsrisiko. Die Risiken entstehen in erster Linie durch die Daten, die zur Schulung der KI genutzt werden. KI-Systeme können in kurzer Zeit große Mengen an Datenbeständen verarbeiten. Die KI kann in den Datenbeständen Muster erkennen und lernt so, komplexe Probleme autonom zu lösen. Folglich funktioniert ein KI-System nur, wenn diesem hinreichende Daten zur Entscheidungsfindung zur Verfügung gestellt werden. Wenn diese Daten frühere menschliche Entscheidungen mit diskriminierenden Elementen enthalten, übernimmt die KI diese Muster unterschwellig als korrekt, da diese nicht in der Lage ist, Diskriminierungen eigenständig zu erkennen. So kann es unter anderem zur Präferenz einer Bewerbergruppe kommen, die in den Trainingsdaten überrepräsentiert ist. Die diskriminierenden Inhalte des Datenbestandes werden von der KI in der weiteren Anwendung fortlaufend noch verstärkt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Diskriminierungsrisiko kann darüber hinaus auch auftreten, wenn die Trainingsdaten zwar gleiche Mengen an Informationen über verschiedene demografische Gruppen enthalten, aber zusätzliche Faktoren hinzukommen, die eine stereotype Verbindung genderspezifischer Eigenschaften mit bestimmten Positionen hervorrufen. So kann der Datenbestand beispielsweise widerspiegeln, dass in einem Unternehmen in der Vergangenheit zwar mehrheitlich weibliche Bewerberinnen eingestellt, jedoch alle Führungspositionen mit männlichen Bewerbern besetzt wurden. Die KI würde ihre weiteren Entscheidungen sodann auf Basis dieser diskriminierenden Stereotypen treffen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch kann die Diskriminierungsursache bereits im Rahmen der Programmierung des benötigten Algorithmus angelegt sein. Um eine Software zu programmieren, müssen sowohl ein Ziel als auch die Kriterien bestimmt werden, die zur Erreichung dieses Ziels notwendig sind. Im Kontext eines Bewerbungsverfahrens wäre das Ziel des Algorithmus, geeignete Kandidaten und Kandidatinnen aus einem Bewerberpool auszuwählen. Dafür muss vorab definiert werden, was Bewerber und Bewerberinnen als geeignet qualifiziert. Diese Kriterien können jedoch unbeabsichtigte Diskriminierungsfaktoren enthalten. Ein Beispiel dafür wäre die Arbeitszeit der Bewerber und Bewerberinnen als vermeintlich neutrales Kriterium für Berufserfahrung. Obwohl das Geschlecht nicht unmittelbar berücksichtigt wird, kann dadurch eine geschlechtsspezifische Diskriminierung zustande kommen. Die Ursache liegt darin, dass Frauen statistisch gesehen im direkten Vergleich häufiger zumindest vorübergehend in Teilzeit arbeiten oder Mutterschutz und Elternzeit in Anspruch nehmen. Die so entstehenden, durchschnittlich geringeren Arbeitszeiten weiblicher Bewerberinnen führen zu einer Benachteiligung durch den Algorithmus. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In all diesen Szenarien bereitet die Nachvollziehbarkeit der oben aufgezeigten Entscheidungsprozesse regelmäßig Schwierigkeiten, da der Entscheidungsweg der KI nicht offengelegt wird. Vor dem Hintergrund, dass nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schon ein Indizienbeweis der Diskriminierung eines Bewerbers oder einer Bewerberin ausreicht, das arbeitgebende Unternehmen zur Entlastung hingegen den Vollbeweis führen muss, kann die fehlende Nachvollziehbarkeit zu enormen Beweisschwierigkeiten für arbeitgebende Unternehmen führen und unter Umständen Schadensersatzansprüche nach dem AGG auslösen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die vorstehend geschilderten Diskriminierungsrisiken verdeutlichen, wie wichtig der kritische und wachsame Umgang mit den Ergebnissen ist, die sich bei Inanspruchnahme derartiger KI-Systeme ergeben. An dieser Stelle wird nun durch die KI-Verordnung teilweise Abhilfe geschaffen. Art. 10 Abs. 2 lit. f der KI-Verordnung regelt unter anderem, dass zu Trainingszwecken verwendete Daten vorab auf mögliche Verzerrungen und Diskriminierungen hin zu überprüfen sind. Nach Art. 5 Abs. 2 lit. f der KI-Verordnung sind ferner Maßnahmen zu ergreifen, die derartige Verzerrungen von vornherein bestmöglich verhindern. Die Regelungen zwingen arbeitgebende Unternehmen von vornherein dazu, sensibilisiert mit der Anwendung von KI-Systemen umzugehen und den Datenbestand vorab wachsam zu überprüfen. In der Praxis wird dies regelmäßig auch eine Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden erfordern, die die KI ebenfalls nutzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VII. KI und Datenschutz im Arbeitsverhältnis
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor dem Hintergrund, dass KI-Systeme ohne die Zurverfügungstellung von Daten nicht arbeiten können, steht neben den Diskriminierungsrisiken auch der Datenschutz konstant im Fokus. Dabei ist im Arbeitsverhältnis neben den Erlaubnistatbeständen der § 26 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) und Art. 6 DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) insbesondere Art. 22 DSGVO zu berücksichtigen, der das Verbot automatisierter Entscheidungen beinhaltet. Eine vollständig automatisierte Arbeitgeberentscheidung, das heißt eine Entscheidung mittels eines KI-Systems, die den Mitarbeitenden gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder erhebliche Beeinträchtigungen mit sich bringt, ist nach Art. 22 DSGVO untersagt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die KI-Verordnung geht nun auch hier noch weiter und ergänzt die Regelungen der DSGVO unter anderem in der Form, dass Anbieter und Anbieterinnen von KI-Systemen verpflichtet sind, technische Dokumentations- und Qualitätsmanagementsysteme einzurichten. Art. 10 der KI-Verordnung enthält ferner einen Mindeststandard für die Qualität des Datenbestandes. Art. 14 Abs. 1 der KI-Verordnung regelt, dass Anbieter und Anbieterinnen von als Hochrisiko-KI eingestuften Systemen von vornherein dafür Sorge zu tragen haben, dass eine menschliche Kontrolle und Aufsicht der Arbeit der KI-Systeme möglich ist. Es werden somit insgesamt konkrete Anforderungen an Transparenz und Nachvollziehbarkeit der genutzten Systeme gestellt. Zusätzlich steht den Personen, die von einer KI-basierten Entscheidung betroffen sind, nun gemäß Artikel 68c der KI-Verordnung ein Recht auf Erläuterung der Entscheidungsfindung zu. Bisher wurde häufig versucht, ein solches Recht aus der DSGVO abzuleiten. Durch die KI-Verordnung wurde nun Klarheit geschaffen. Klarstellend verpflichtet die Verordnung Anbieter und Anbieterinnen eines Hochrisikosystems außerdem, die Einhaltung der Anforderungen der DSGVO sicherzustellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VIII. Praxishinweis und Ausblick 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben Diskriminierungsrisiko und Einhaltung des Datenschutzes treten bei der Nutzung von KI-Anwendungen im Arbeitsverhältnis zahlreiche weitere Fragestellungen auf, die aufgrund ihrer Komplexität hier nicht alle im Detail aufgegriffen werden können. So sind aus kollektivrechtlicher Sicht bei der Einführung und Nutzung von KI-Systemen unter anderem verschiedene Mitbestimmungs- und Beteiligungsrechte des Betriebsrates zu berücksichtigen. Außerdem muss sich im Beschäftigungskontext die Frage gestellt werden, ob arbeitgebende Unternehmen im Rahmen des Direktionsrechts die Nutzung von KI anordnen oder verbieten können oder ob sie gar das Direktionsrecht selbst durch den Einsatz von KI ausüben können sowie die Frage danach, ob es Mitarbeitenden überhaupt erlaubt ist, in Eigenregie KI-Systeme zur Erbringung von Arbeitsleistungen heranzuziehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zusammenfassend lässt sich jedenfalls festhalten, dass es für arbeitgebende Unternehmen ratsam ist, sich mit der Nutzung von KI-Systemen rechtzeitig zu befassen und die Anwendung im eigenen Betrieb ausdrücklich zu regeln, um offenen Fragen von vornherein zu begegnen und Risiken zu minimieren. Die Nutzung von KI-Systemen bringt zahlreiche Vorteile für Arbeitsverhältnisse mit sich, indem Prozesse beschleunigt und Arbeitsabläufe effizienter gestaltet werden können. Wie gezeigt, birgt sie jedoch auch einige Risiken, die es insbesondere für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu beachten gilt. Ein Teil dieser Risiken wird nun durch die KI-Verordnung deutlich aufgezeigt und konkretisiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben einer aktiven Auseinandersetzung mit der Thematik durch die arbeitgebenden Unternehmen selbst, um unternehmensinterne Regelungen zu treffen, empfiehlt sich ebenfalls die konstante Einbeziehung der Mitarbeitenden. Hier gilt es Mitarbeitende zu sensibilisieren, um mögliche Risiken frühzeitig erkennen und diesen vorzubeugen können. Insbesondere raten wir auch bereits zu einer aktiven Auseinandersetzung mit der KI-Verordnung im Konkreten, um möglichen Handlungsbedarf frühzeitig zu erkennen. Zwar treffen einige Verpflichtungen der KI-Verordnung in erster Linie die Anbieter und Anbieterinnen von KI-Systemen, doch auch für Nutzer und Nutzerinnen gilt es, Einiges zu beachten. Die Komplexität der Anwendungen von KI-Systemen sowie auch die zukünftige Einhaltung der Regelungen der KI-Verordnung macht eine Sensibilisierung der Arbeitswelt erforderlich, die mit der Notwendigkeit ständiger Weiterbildung in diesem Bereich verbunden ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
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          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
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        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 31 Jul 2024 13:09:50 GMT</pubDate>
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      <title>Arbeitsrechtliche Maßnahmen in der Krise: Die Kündigung in der Insolvenz</title>
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  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Arbeitsrechtliche Maßnahmen in der Krise: Die Kündigung in der Insolvenz
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Soweit arbeitgebende Unternehmen von einer Insolvenz betroffen sind, muss im Rahmen von Insolvenzverfahren häufig auf das Mittel der betriebsbedingten Kündigung zurückgegriffen werden. Die Insolvenz allein berechtigt jedoch weder den arbeitgebenden Insolvenzschuldner noch den Insolvenzverwalter zur Kündigung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Eröffnung eines Insolvenzverfahrens tritt der Insolvenzverwalter in die Rechte und Pflichten des Arbeitgebers ein, so dass auch dieser die Kündigungsschutzvorschriften zu beachten hat. Einen die Arbeitsverhältnisse beendenden Automatismus gibt es nicht. Dabei kann der Insolvenzverwalter sich allerdings einiger besonderer Instrumente der Insolvenzordnung bedienen, auf die der Arbeitgeber außerhalb des Insolvenzverfahrens keinen Zugriff hat. So kann der Insolvenzverwalter unter anderem ein Arbeitsverhältnis nach § 113 InsO ohne Rücksicht auf die vereinbarte Vertragsdauer oder einen vertraglichen Kündigungsausschluss stets mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende ordentlich kündigen, wenn keine kürzere Kündigungsfrist maßgeblich ist. Allerdings steht das Recht zur Kündigung nach § 113 InsO ebenso dem Arbeitnehmer zu. Ferner kann der Arbeitnehmer bei vorzeitiger Beendigung des Arbeitsverhältnisses Schadensersatz geltend machen, den er als Insolvenzgläubiger zur Insolvenztabelle anmelden kann. Neben § 113 InsO erleichtern weitere Sonderregelungen wie die §§ 125, 126 InsO dem Insolvenzverwalter die Kündigung bestehender Arbeitsverhältnisse.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Bundesarbeitsgericht beschäftigte sich in einer aktuellen Entscheidung mit der Vermutungswirkung des § 125 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 InsO und entschied, dass in dem Fall, in dem der Insolvenzverwalter mit dem Betriebsrat einen Interessenausgleich aufgrund geplanter Stilllegung des Betriebs und damit verbundener Kündigungen schließt, die ernsthafte Absicht der Stilllegung zur Wirksamkeit der entsprechenden Kündigungen ausreiche. Dies müsse auch unabhängig von einem späteren Verkauf des Betriebs gelten. Damit die Vermutung des § 125 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 InsO ihre Wirkung entfalte, müsse sich die Betriebsänderung zum Zeitpunkt des Abschlusses des Interessenausgleichs in der Planung befinden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 125 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 InsO betrifft den Fall einer geplanten Betriebsänderung im Sinne des § 111 BetrVG. Soweit die Voraussetzungen des § 111 BetrVG vorliegen, muss der Insolvenzverwalter ebenso wie der vorinsolvenzliche Arbeitgeber den Betriebsrat rechtzeitig und umfassend über die anstehende Änderung unterrichten und mit diesem dazu beraten. Dies betrifft auch eine auf der Insolvenz des Arbeitgebers beruhende Betriebsänderung. Schließen der Insolvenzverwalter und der Betriebsrat im Rahmen der Beratung zu der geplanten Betriebsänderung einen Interessenausgleich mit Namensliste, wird vermutet, dass die Kündigung der in der Namensliste benannten Arbeitnehmer durch dringende betriebliche Erfordernisse bedingt ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Zum Sachverhalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kläger und der beklagte Insolvenzverwalter stritten über die Wirksamkeit zweier ordentlicher betriebsbedingter Kündigungen. Der Kläger war seit Dezember 2011 bei der Insolvenzschuldnerin beschäftigt. Bei der Insolvenzschuldnerin handelte es sich um einen Hersteller von Spezialprofilen aus Stahl und Stahlerzeugnissen mit in etwa 400 Arbeitnehmern. Am 01. März 2020 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Schuldnerin eröffnet und der Beklagte zum Insolvenzverwalter bestellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufgrund einer geplanten Betriebsstilllegung schloss der Insolvenzverwalter mit dem bei der Schuldnerin gebildeten Betriebsrat zu Ende März 2020 einen Interessenausgleich mit Namensliste, auf der zunächst nur ein Teil der Arbeitnehmer aufgeführt wurde. Dies war den zu dem Zeitpunkt noch andauernden Verhandlungsgesprächen hinsichtlich einer möglichen Veräußerung des Geschäftsbetriebs geschuldet. Diese scheiterten schlussendlich, so dass mangels anderweitiger Sanierungsoptionen über die Ausproduktion und Stilllegung des Betriebs gesprochen wurde. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Scheitern der Verhandlungsgespräche wurde im Juni 2020 ein zweiter Interessenausgleich mit drei Namenslisten geschlossen, die sämtliche Arbeitnehmer benannten und drei verschiedene Kündigungszeitpunkte regelten. Auf einer Liste, die die Arbeitnehmer aufführte, die zunächst noch zur Ausproduktion bis Anfang des Jahres 2021 benötigt wurden, fand sich der Name des Klägers. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Abschluss des Interessenausgleichs, der vor dem Hintergrund der geplanten Stilllegung zustande kam, kündigte der Insolvenzverwalter am 29.06.2020 das Arbeitsverhältnis des Klägers betriebsbedingt zum geplanten Auslauf der Ausproduktion am 31.05.2021. Infolge einer klägerseits behaupteten Schwerbehinderung – der entsprechende Antrag wurde im weiteren Verlauf abgelehnt – wurde dem Kläger rein vorsorglich nach Zustimmung der zuständigen Behörde ein weiteres Mal zum selben Kündigungstermin gekündigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Februar 2021 wurden nach erneut aufgenommenen Verhandlungsgesprächen einzelne Betriebsteile an einen ehemaligen Kunden der Insolvenzschuldnerin verkauft. Sämtliche Kündigungen waren zu dem Zeitpunkt bereits ausgesprochen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kläger machte auf dem Klageweg die Rechtsunwirksamkeit der Kündigung geltend und trug vor, die Stilllegung des insolvenzschuldnerischen Geschäftsbetriebs sei zu keinem Zeitpunkt geplant gewesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Landesarbeitsgericht Hamm befand die Kündigung auf die Berufung des Klägers hin mit Urteil vom 13. Januar 2023 (Az. 16 Sa 485/21) für unwirksam.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Zu den Urteilsgründen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Bundesarbeitsgericht bewertete den Sachverhalt anders und hob das Urteil des Landesarbeitsgerichts auf (BAG, Urt. v. 17.08.2023 - 6 AZR 56/23).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kündigung des Beklagten habe das Arbeitsverhältnis mit dem Kläger wirksam beendet. Die Kündigung sei aufgrund der Vermutung des § 125 Abs. 1 Nr. 1 InsO, dass sie durch dringende betriebliche Erfordernisse bedingt sei, wirksam. Der Beklagte habe entgegen der Auffassung des Landesarbeitsgerichts hinreichend dargelegt, dass im Zeitpunkt der Kündigung ein wirksamer Interessenausgleich mit Namensliste sowie eine geplante Betriebsänderung im Sinne des § 111 BetrVG vorgelegen haben. Die Verhandlungen mit den ursprünglichen Interessenten seien im Juni für gescheitert erklärt worden. Die dadurch entstandene Vermutungswirkung habe der Kläger nicht widerlegt. Der Begriff der Planung erfordere an der Stelle, dass der Insolvenzverwalter ernsthaft entschlossen gewesen sei, die Betriebsänderung durchzuführen. Die Voraussetzungen der geplanten Betriebsänderung müssen bei Abschluss des Interessenausgleichs weiterhin vorliegen. Diese Entschlossenheit, die Betriebsänderung in Form der Stilllegung durchzuführen, habe der Beklagte hier hinreichend dargelegt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ferner erfordere das Kriterium des Planungsstadiums, dass der Betriebsrat im Rahmen des Interessenausgleichs noch Einfluss auf den Insolvenzverwalter nehmen konnte. Die Betriebsänderung dürfe sich demnach während des Interessenausgleichsverfahrens noch nicht in der Durchführung befinden. Anderenfalls habe der Betriebsrat, dessen Mitwirkung zwingende Voraussetzung der Vorschrift ist, keine tatsächliche Einwirkungsmöglichkeit auf den Insolvenzverwalter mehr. Die Vermutungswirkung des § 125 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 InsO erfordere jedoch gerade nicht, dass die Durchführung der Stilllegung bei Zugang der Kündigung bereits begonnen habe, sondern lediglich, dass diese geplant sei. Der spätere Verkauf wirke sich nicht darauf aus, dass der Beklagte glaubhaft gemacht habe, die Stilllegung im Zeitpunkt der Kündigung tatsächlich geplant zu haben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entscheidend sei, dass die Voraussetzungen der Betriebsänderung bei Abschluss des Interessenausgleichs vorliegen. Die Verhandlungen mit dem späteren Erwerber seien erst im August 2020 und damit nach Abschluss des Interessenausgleichs und sogar nach Zustellung der Kündigungen geführt worden. Der finale Vertragsschluss sei erst im Februar 2022 erfolgt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Somit sei die Vermutungswirkung auch nicht nach § 125 Abs. 1 S. 2 InsO entfallen. Dies erfordere eine wesentliche Änderung der Sachlage im Kündigungszeitpunkt. Die Darlegungs- und Beweislast für eine solche Änderung liege beim Kläger als Arbeitnehmer. Eine derartige Änderung habe der Kläger jedoch weder dargelegt noch habe eine solche nach den zugrundeliegenden Tatsachen vorgelegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Bundesarbeitsgericht hat mit seiner Entscheidung zusätzliche Klarheit beim Ausspruch betriebsbedingter Kündigungen auf Grundlage eines Interessenausgleichs mit Namensliste im Insolvenzverfahren geschaffen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sobald der Insolvenzverwalter mit dem Betriebsrat einen Interessenausgleich über die geplanten Kündigungen geschlossen hat, reicht für die Wirksamkeit dieser Kündigung eine ernste Absicht zur Stilllegung des Betriebs aus. Ein späterer Verkauf des Unternehmens nach Abschluss des Interessenausgleichs wirkt sich auf diese Vermutungswirkung nicht ohne weiteres aus. Aus Unternehmerperspektive führt diese Entscheidung zu einer größeren Rechts- und Planungssicherheit.  Insbesondere wird die Vermutungswirkung des § 125 Abs. 1 S. 2 InsO gestärkt und die Herbeiführung rechtssicherer Kündigungen im Rahmen einer insolvenzbedingten Betriebsänderung dadurch erleichtert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trotz der für die Praxis nunmehr entstandenen Planungssicherheit empfiehlt sich kein blindes Vertrauen darauf, dass die Gerichte das Erfordernis des Planungsstadiums nun denkbar weit auslegen. Soweit die Pläne der Betriebsänderung zum Zeitpunkt des Abschlusses des Interessenausgleiches noch nicht hinreichend konkretisiert werden können, besteht die Gefahr, dass die Vermutungswirkung des § 125 InsO nicht eingreift. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus unserer Sicht ist es daher zur Herbeiführung einer möglichst großen Rechtssicherheit unerlässlich, rechtzeitig und nachweisbar ein konkretes Konzept der Betriebsänderung zu beschließen. Zwar ist es dem Kläger im vorliegenden Fall nicht gelungen, die Vermutungswirkung des § 125 Abs. 1 S. 2 InsO zu erschüttern; ausgeschlossen ist dies allerdings nicht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darüber hinaus zeigt die Entscheidung die Vorteile eines mit dem Betriebsrat abgestimmten Interessenausgleichs auf und verdeutlicht, wie wertvoll die erfolgreiche Verhandlung einer Namensliste vor dem Hintergrund eines späteren Kündigungsschutzprozesses für den Arbeitgeber sein kann. Diese Vorgehensweise sollte daher auch außerhalb der Insolvenz nicht vernachlässigt und rechtzeitig geprüft werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
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    &lt;span&gt;&#xD;
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    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 15 Jul 2024 15:32:08 GMT</pubDate>
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      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/iStock-1421599900.jpg">
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Fokus Lohnsteuer: Bundesfinanzhof zur Lohnsteuer im Rahmen von Betriebsveranstaltungen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/fokus-lohnsteuer-bundesfinanzhof-zur-lohnsteuer-im-rahmen-von-betriebsveranstaltungen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Fokus Lohnsteuer: Bundesfinanzhof zur Lohnsteuer im Rahmen von Betriebsveranstaltungen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ob Weihnachtsfeier, Firmenjubiläum oder Public Viewing: Betriebsveranstaltungen sind sehr häufig ein Streitpunkt bei der Lohnsteuer-Außenprüfung. Eine nachträgliche Festsetzung der Lohnsteuer im Nachgang einer oder mehrerer Betriebsveranstaltungen kann für den Arbeitgeber nicht nur teuer, sondern auch aufwendig werden. Daher sollten Arbeitgeber hier anstreben, von den gesetzlich vorhandenen Privilegierungen oder Pauschalierungen Gebrauch zu machen. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in einem jüngst ergangenen Urteil (Az: VI R 5/22) entschieden, dass die Pauschalierung für Arbeitslohn aus Anlass von Betriebsveranstaltungen, die nicht jedem Arbeitnehmer eines Betriebs/-teils offenstehen, möglich ist. Die steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Hintergründe und das aktuelle BFH-Urteil werden nachfolgend näher beleuchtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Betriebsveranstaltung: Steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Hintergrund
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Lohnsteuerrechtliche Besonderheiten 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit 2015 ist durch § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a Satz 1 EStG gesetzlich definiert, was unter einer Betriebsveranstaltung zu verstehen ist und dass die Teilnahme hieran grundsätzlich einen Vorteil darstellt, der zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit gehört. Danach ist eine Betriebsveranstaltung definiert als eine Veranstaltung auf betrieblicher Ebene mit gesellschaftlichem Charakter. Diese gesetzliche Definition entspricht nur zu Teilen der vormaligen von der Rechtsprechung entwickelten Definition, nach der die Veranstaltung allen Mitarbeitern des Betriebs oder allen Mitarbeitern eines abgrenzbaren Betriebsteils offenstehen musste. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit die Teilnahme an den üblichen Betriebsveranstaltungen für die Mitarbeiter nicht mit lohnsteuerlichen Nachteilen verbunden ist und um den Verwaltungsaufwand niedrig zu halten, gewährt der Gesetzgeber in § 19a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a Satz 3 EStG einen Freibetrag in Höhe von € 110 pro Mittarbeiter für bis zu zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr. Dieser Freibetrag hängt allerdings von der zusätzlichen Bedingung ab, dass die jeweilige Betriebsveranstaltung allen Mitarbeitern eines Betriebs oder Betriebsteils offensteht.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die steuerpflichtigen Zuwendungen im Zusammenhang mit Betriebsveranstaltungen, die nicht unter die Freibetragsregelung fallen, sieht das Gesetz die Möglichkeit einer Pauschalierung der anfallenden Lohnsteuer in § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 EStG vor. Hiernach werden die Zuwendungen aus Anlass von Betriebsveranstaltungen pauschal mit einem Steuersatz in Höhe von 25 % besteuert, wenn sie nicht schon steuerfrei wegen des übergeordneten betrieblichen Interesses sind. Der Arbeitgeber hat dann die pauschalierte Lohnsteuer zu übernehmen. Sollte eine Pauschalierung nach § 40 Abs. 2 EStG nicht möglich sein, besteht grundsätzlich noch die Möglichkeit einer Pauschalierung nach § 37b EStG, welche dann mit 30% erfolgt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Sozialversicherungsrechtliche Besonderheiten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) sind einmalige Einnahmen, also auch der Vorteil durch die Teilnahme an einer Betriebsveranstaltung, die lohnsteuerfrei sind, nicht dem sozialversicherungsrechtlichen Arbeitsentgelt zuzurechnen. Entsprechend werden hierauf keine Sozialabgaben erhoben. Greift die Freibetragsregelung für Betriebsveranstaltungen nicht, weil die Veranstaltung nicht allen Mitarbeitern offenstand, die Betragsgrenzen oder die jährliche Anzahl überschritten worden ist, kann die lohnsteuerliche Pauschalierung nach § 40 Abs. 2 EStG zur Anwendung kommen. Auch in diesem Fall sieht § 1 SvEV vor, dass grundsätzlich keine Sozialversicherungsbeiträge hierauf anfallen. Anders kann sich dies verhalten, wenn eine Pauschalierung nach § 37b EStG erfolgt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Urteil des Bundesfinanzhofs
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Sachverhalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Klägerin ist ein Unternehmen, welches im Jahr 2015 eine Weihnachtsfeier ausschließlich für die Vorstandsmitglieder und eine weitere Weihnachtsfeier für Mitarbeiter ab einer bestimmten Karrierestufe ausrichtete. Die Kosten für die beiden Feiern übernahm die Klägerin vollständig, behielt hierauf aber keine Lohnsteuer für die Teilnehmer ein. Nach einer Lohnsteuer-Außenprüfung setzte das zuständige Finanzamt mit Nachforderungsbescheid fest, dass die Klägerin die volle Lohnsteuer für die Kosten der Weihnachtsfeiern zahlen sollte. Das Unternehmen nahm eine Pauschalierung der Lohnsteuer mit 25% vor. Das Finanzamt vertrat hingegen die Auffassung, dass eine Pauschalierung der Lohnsteuer in Höhe von 25 % nicht möglich sei, weil keine Betriebsveranstaltung im Sinne des § 40 Abs. 2 EStG vorliege, da hierfür ein Offenstehen für die gesamte Belegschaft eines Betriebs/-teils Voraussetzung sei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gegen die Festsetzung der vollen Lohnsteuer wehrte sich die Klägerin vor dem Finanzgericht vergeblich. Das Finanzgericht folgte der Rechtsauffassung der Beklagten und lehnte ebenfalls das Vorliegen einer Betriebsveranstaltung ab, für die eine Pauschalierung mit 25 % hätte erfolgen können. Die Klägerin wandte sich gegen dieses Urteil mit ihrer Revision an den BFH.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Entscheidungsgründe
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Pauschalierung mit 25% ist auch möglich, wenn die Betriebsveranstaltung nicht allen Mitarbeitern offensteht. Als Grund hierfür nannte der BFH, dass die Kosten für eine Betriebsveranstaltung zwar dann nicht steuerfrei sein könnten, wenn die Veranstaltung nicht der gesamten Belegschaft offen stünde. Dies ergebe sich auch eindeutig aus dem Gesetz. Jedoch liege trotzdem auch dann eine Betriebsveranstaltung vor, die bei der Lohnbesteuerung privilegiert sei. Dafür spreche der insoweit eindeutige Wortlaut des § 19 EStG, der auch im Rahmen des § 40 EStG angewendet werden müsse. Die frühere Rechtsprechung, wonach überhaupt eine Betriebsveranstaltung nur dann vorliege, wenn eine Veranstaltung allen Mitarbeitern offensteht, sei nicht vollständig vom Gesetzgeber für seine Definition in § 19 EStG herangezogen worden. Seit der Einführung der Definition gelte diese für den Begriff der Betriebsveranstaltung einheitlich. Die historische Auslegung unter Heranziehung der alten Rechtsprechung liefe fehl, wenn dies dem neuen, eindeutigen Wortlaut des Gesetzes widerspreche.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus diesen Gründen hob der BFH das Urteil des Finanzgerichts auf und entschied, dass eine Pauschalierung mit 25% nach § 40 Abs. 2 EStG wirksam vorgenommen werden konnte. Eine darüberhinausgehende Lohnsteuer muss nicht gezahlt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entscheidung des BFH ist zu begrüßen. Durch das Urteil dürften letzte Zweifel an der neuen Rechtslage beseitigt sein: Das Offenstehen für alle Angehörigen eines Betriebs oder Betriebsteils ist nur für den Freibetrag von € 110 pro Arbeitnehmer (für bis zu zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr) von Bedeutung. Bei der Pauschalierung der Lohnsteuer kommt es hingegen nicht auf das Offenstehen an, hier genügt, dass es sich um eine Veranstaltung auf betrieblicher Ebene mit gesellschaftlichen Charakter handelt. Dies kann sodann auch Auswirkungen auf die Sozialversicherungsbeiträge haben. Sollte seitens der Lohnsteuer-Außenprüfung gleichwohl an der „alten“ Rechtslage festgehalten werden, sollte der Arbeitgeber dies nicht hinnehmen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
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      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 03 Jul 2024 12:44:50 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Einwurf-Einschreiben und der Zugang von Kündigungsschreiben</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Das Einwurf-Einschreiben und der Zugang von Kündigungsschreiben
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  
          
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          I. Einleitung
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Nachweis des Zugangs eines Kündigungsschreibens ist regelmäßig eine der entscheidenden Fragestellungen im Kündigungsschutzprozess. Ob oder wann das Kündigungsschreiben zugegangen ist, ist dann schnell nicht mehr so einfach durch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu beweisen, wie vielleicht im ersten Moment gedacht. Schließlich hat man mittlerweile durch die Überprüfung eines Sendungsstatus doch jederzeit die Möglichkeit nachzuweisen, wo das Schreiben zu welchem Zeitpunkt ist – oder etwa nicht?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Oft stellt sich die Frage, ob die Kündigung der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer überhaupt zugegangen ist. Ist der Zugang des Kündigungsschreibens für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber nicht nachweisbar, so läuft die Kündigung Gefahr, als unwirksam beurteilt zu werden. Es empfiehlt sich daher dringend, ein besonderes Augenmerk auf die richtige Art und Weise der Zustellung zu legen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das sog. Einwurf-Einschreiben erfreut sich als günstige Zustellungsart nach wie vor großer Beliebtheit unter Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern – die Beweiswirkung lässt allerdings zu wünschen übrig. Zwar hat der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 27.09.2016 (Az. II ZR 299/15) entschieden, dass dem Einwurf-Einschreiben zunächst einmal ein sog. Beweis des ersten Anscheins zukomme, allerdings ist dem Einwurf-Einschreiben diese Anscheinswirkung in der Folge keineswegs von allen Arbeitsgerichten attestiert worden. Insofern verbleibt es bei einer großen Rechtsunsicherheit für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die sich bei der Übermittlung von Kündigungsschreiben auf das „unkomplizierte“ Einwurf-Einschreiben verlassen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zu der Frage nach der Beweiswirkung eines Einwurf-Einschreibens bezog aktuell auch das Landesarbeitsgericht (LAG) Baden-Württemberg in seinem Urteil vom 12.12.2023 (Az. 15 Sa 20/23) Stellung und stellte hier noch einmal die Risiken des Einwurf-Einschreibens konkret heraus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II. Rechtlicher Hintergrund: Der Zugang der Kündigung 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Zugang einer Kündigung ist deshalb von so herausragender Bedeutung, da eine Kündigung nach § 130 Abs. 1 S. 1 BGB in dem Zeitpunkt wirksam wird, in dem sie dem Erklärungsempfänger, somit z.B. dem betroffenen Arbeitnehmer, zugeht. Dabei ist es erforderlich, aber auch ausreichend, dass die Kündigungserklärung in den Machtbereich des Empfängers gelangt und unter gewöhnlichen Umständen davon auszugehen ist, dass der Empfänger von der Erklärung Kenntnis nimmt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn für den Empfänger diese Möglichkeit unter gewöhnlichen Verhältnissen besteht, spielt es keine Rolle, ob oder wann er die Erklärung tatsächlich zur Kenntnis genommen hat, wenn er z.B. durch Krankheit, zeitweilige Abwesenheit oder andere Umstände zunächst gehindert war. Zum Machtbereich des Empfängers gehört typischerweise der Hausbriefkasten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Wird ein Brief in den Hausbriefkasten eingeworfen, so geht dieser in dem Zeitpunkt zu, in dem mit der Leerung des Briefkastens gerechnet werden konnte. Erreicht ein Kündigungsschreiben den Hausbriefkasten des Adressaten zu einer Tageszeit, zu der nach den Gepflogenheiten des Verkehrs eine Entnahme oder Abholung durch den Adressaten nicht mehr erwartet werden kann, so geht die Kündigung erst am Folgetag zu. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der Praxis spielt nun wie bereits erwähnt vor allem der Nachweis des Zugangs eine entscheidende Rolle. Den Zugang der Kündigung muss derjenige beweisen, der sich auf sie beruft - somit in der Regel der kündigende Arbeitgeber. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neben der persönlichen Übergabe oder der Zustellung durch einen Boten, wird nach wie vor gerne eine Übersendung unter Zuhilfenahme der Postdienstleistungen bewirkt. Dafür ist wichtig zu wissen, dass es keinen Anscheinsbeweis dafür gibt, dass ein gewöhnlicher Brief, der der Post zur Beförderung übergeben wird, tatsächlich beim Adressaten zugeht. Es gibt daher auch keinen Beweis des ersten Anscheins, dass eine vom Arbeitgeber als gewöhnlicher Brief abgesandte Kündigung im Stadtgebiet einer Großstadt den Empfänger innerhalb von drei Tagen erreicht. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber werden den Zugang des Briefs somit nicht beweisen können. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als sichere Übermittlungsvariante könnte vermeintlich das Einwurf-Einschreiben gelten, da hier die genaue Datums- und Uhrzeitangabe des Einwurfs in einem Sendebeleg vermerkt wird. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Auslieferungsbeleg wird von der Post sodann eingescannt, sodass die genauen Auslieferungsdaten vom Absender abgerufen werden können. Daraufhin wird das Original des Auslieferungsbeleges im Rahmen des Scanvorgangs zerstört. Es besteht allerdings die Möglichkeit, eine Reproduktion des elektronisch archivierten Auslieferungsbeleges zu erhalten, aus der sich die Sendungsnummer, das Datum des Einwurfs und die Unterschrift des Postangestellten ergeben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ruft der Arbeitgeber die Reproduktion des Auslieferungsbelegs nicht rechtzeitig ab, kann dieser im Zweifel lediglich einen Sendungsstatus zum Zwecke des Zugangsnachweises vorlegen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III. Urteil des LAG Baden-Württemberg
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Sachverhalt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die klagende Arbeitnehmerin, eine medizinische Fachangestellte einer Augenarztpraxis, stritt mit der beklagten Arbeitgeberin, einer überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaft von Augenärzten, über die Wirksamkeit der Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses. Der Klägerin wurde außerordentlich und hilfsweise ordentlich gekündigt, weil sie verdächtigt wurde, eine Patientenakte manipuliert zu haben. Die Kündigung erreichte die Arbeitnehmerin während ihrer Schwangerschaft. Die Beklagte kündigte nach erfolgter Entbindung erneut aus demselben Grund außerordentlich und hilfsweise ordentlich. Die Beklagte sprach also mehrere Kündigungen aus. Insbesondere ging es im Rahmen des Kündigungsschutzprozesses um die Frage nach dem Zugang eines Kündigungsschreibens vom 26.07.2022, bei dem die Beklagte einen Zugang am 28.07.2022 per Einwurf-Einschreiben behauptete und die Klägerin entgegnete, die Kündigung nie erhalten zu haben. Die Beklagte sieht den Zugang der Kündigung als erwiesen an, da zu ihren Gunsten der Beweis des ersten Anscheins spräche. Die Zustellung sei durch die Deutsche Post AG erfolgt und damit durch jemanden, der berufsmäßig mit der Zustellung betraut sei und eine entsprechende Erfahrung aufweise. Als Beweis des Zugangs hat die Beklagte dem Gericht den Einlieferungsbeleg und den Sendestatus der Deutschen Post vorgelegt. Sie behauptet, durch die Sendungsnummer und den Statusbericht sei die Zustellung des Schreibens am 28.07.2022 hinreichend nachgewiesen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Entscheidungsgründe
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das LAG Baden-Württemberg entschied im Urteil vom 12.12.2023 unter anderem, dass die Kündigung vom 26.07.2022 das Arbeitsverhältnis nicht beendet hat. Die Beklagte habe für den Zugang der Kündigung keinen Beweis angetreten und insbesondere nicht denjenigen Mitarbeiter oder diejenige Mitarbeiterin der Deutschen Post AG als Zeugen oder Zeugin benannt, der oder die den Einwurf vorgenommen haben soll. Bei der Geltendmachung eines Zugangs per Einwurf-Einschreiben der Deutschen Post AG sei entscheidend, ob ein sog. Auslieferungsbeleg vorgelegt werde. Beim Einwurf-Einschreiben dokumentiert der betraute Mitarbeiter der Deutschen Post AG den Einwurf der eingeschriebenen Sendung in dem Empfängerbriefkasten mit einer genauen Datums- und Uhrzeitangabe. Der dabei gefertigte Auslieferungsbeleg wird dann in einem Lesezentrum zentral für Deutschland eingescannt, so dass die genauen Auslieferungsdaten zur Verfügung stehen. Der Absender kann dann anschließend bei einem Callcenter der Deutschen Post AG gegen Zahlung einer Gebühr einen Ausdruck des elektronisch archivierten Auslieferungsbelegs anfordern, auf dem Datum und Ort des Einwurfs sowie das Namenszeichen des Mitarbeiters der Deutschen Post AG abgebildet sind. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Legt diejenige Partei, die sich auf den Zugang einer Sendung beruft, einen solchen Auslieferungsbeleg nicht vor, sondern nur einen Einlieferungsbeleg und einen „Sendungsstatus“, ist dies dem Auslieferungsbeleg nicht gleichwertig und begründet deshalb keinen Beweis des ersten Anscheins für einen Zugang. Der Sendungsstatus, dessen Nummer einer Sendungsnummer entspricht, die auf dem Einlieferungsbeleg vermerkt ist, hält fest, dass eine Sendung an einem bestimmten Tag zugestellt worden sein soll. Dies bietet dem Absender nur die Möglichkeit, unter Angabe der Lieferungsnummer den jeweiligen Status der Sendung, vornehmlich den Hinweis auf deren Zustellung, bestätigt zu bekommen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Aussagekraft des Sendungsstatus reiche infolgedessen nicht aus, um auf ihn den Anscheinsbeweis des Zugangs zu gründen. Sie unterscheide sich von derjenigen der Reproduktion eines Auslieferungsbelegs darin, dass hinter dem Sendungsstatus kein individueller, konkreter Mensch als Gewährsperson steht. Der Sendungsstatus sei ein rein maschinelles Verfahren, das keinerlei menschliches Tun abbilde. Er trage weder den Namen des Zustellers noch dessen Unterschrift oder Namenskürzel, mit der der Zusteller beurkundet, die Sendung eingeworfen zu haben. Der Auslieferungsbeleg hingegen trage die Unterschrift des Postzustellers. Kann keine Reproduktion des Auslieferungsbelegs von der Deutschen Post AG mehr zur Verfügung gestellt werden, falle dies in die Risikosphäre des Absenders. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Anscheinsbeweis könne ausdrücklich nur für den Fall einer Vorlage des Auslieferungsbelegs bejaht werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV. Fazit 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Ergebnis zeigt das LAG Baden-Württemberg noch einmal auf, dass ein Einlieferungsbeleg mit Sendestatus als Zugangsnachweis eines Kündigungsschreibens nicht ausreicht. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das LAG weist dabei insbesondere auf die folgende Möglichkeit hin: Rechtzeitig nach der Aufgabe des Einwurf-Einschreibens kann mit der Sendungsnummer bei der Post ein Auslieferungsbeleg beantragt werden. Anhand dieses Auslieferungsbelegs sei erkennbar, welche Zustellerin oder Zusteller zu welchem Datum und zu welcher Uhrzeit das Schreiben in den Hausbriefkasten geworfen habe. Dann könne die entsprechende Person auch als Zeuge für den Zugang des Kündigungsschreibens benannt werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach Ansicht des LAG kann im Wege Anscheinsbeweises ein Nachweis des Zugangs der Kündigung potentiell auch per Einwurf-Einschreiben erfolgen, sofern ein Auslieferungsbeleg vorgelegt werden kann. Da das Verfahren aktuell beim Bundesarbeitsgericht (BAG) anhängig ist (Az. 2 AZR 68/24), bleibt abzuwarten, wie das BAG diese Problematik beurteilt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bleibt es auch vor diesem Hintergrund dabei, dass eine Zustellung des Kündigungsschreibens mittels persönlicher Übergabe oder per Botensendung erfolgen sollte. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir danken unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Marie Wegener für die tatkräftige Unterstützung zu diesem Beitrag.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
            
              Kontaktformular
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Wed, 26 Jun 2024 10:36:08 GMT</pubDate>
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      <title>Bundesfinanzhof urteilt zur erweiterten Kürzung der Gewerbesteuer bei umgekehrter Betriebsaufspaltung</title>
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  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Bundesfinanzhof urteilt zur erweiterten Kürzung der Gewerbesteuer bei umgekehrter Betriebsaufspaltung
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der erfolgreiche Antrag auf die sog. erweiterte Kürzung des Gewerbeertrags bei reiner Verwaltung eigenen Grundbesitzes beseitigt grundsätzlich die Gewerbesteuerlast bei Kapitalgesellschaften und gewerblich geprägten Personengesellschaften. Bei Kapitalgesellschaften kann dies dazu führen, dass die Steuerlast effektiv um ca. 15 % gesenkt wird. Bei dem weit verbreiteten Rechtsinstitut der Betriebsaufspaltung kommt die erweiterte Kürzung indes nicht in Betracht. Für einen Fall der umgekehrten Betriebsaufspaltung hatte der Bundesfinanzhof (BFH) jüngst zu entscheiden, ob diese Sonderform der Betriebsaufspaltung die erweiterte Kürzung ebenfalls ausschließt (BFH-Urt. v. 22.02.2024 – III R 13/23). Die steuerrechtlichen Hintergründe und die Kernaussage dieses Urteils sollen nachfolgend übersichtsartig aufgezeigt werden.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II.	Steuerrechtlicher Hintergrund
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Die erweiterte Kürzung im Gewerbesteuerrecht
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die erweiterte Kürzung ist in § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG normiert und regelt, dass bei Unternehmen, die ausschließlich eigenen Grundbesitz oder neben eigenem Grundbesitz eigenes Kapitalvermögen verwalten, eine Kürzung des Gewerbeertrags um den Gewinn vorzunehmen ist, der aus der Verwaltung und Nutzung des eigenen Grundbesitzes resultiert. Bei rein grundbesitzverwaltenden Gesellschaften betrifft das regelmäßig den gesamten Gewinn, sodass sich der Gewerbeertrag bei diesen Gesellschaften auf 0 € beläuft und im Ergebnis daher keine Belastung mit Gewerbesteuer trotz fortbestehender Gewerbesteuerpflicht eintritt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Kürzung hat ihren Hintergrund darin, dass bei Kapitalgesellschaften und bei gewerblich geprägten Personengesellschaften schon kraft der Rechtsform bzw. der Gesellschaftsstruktur ein Gewerbebetrieb fingiert wird, woran dann die Gewerbesteuerpflicht anknüpft. Dies führt auch zu einer Gewerbesteuerpflicht von Gesellschaften, die lediglich nicht gewerbliche Tätigkeiten ausüben, wie etwa die Vermietung und Verpachtung von Grundbesitz. Die Gewerbesteuer soll allerdings nur solche Einkünfte belasten, die auch tatsächlich aus einer gewerblichen Tätigkeit bzw. aus einem Gewerbebetrieb erwachsen. Durch die erweiterte Kürzung wird die Belastung von grundbesitzverwaltenden Gesellschaften mit Gewerbesteuer, die lediglich aufgrund der Gesellschaftsform zu zahlen wäre, vermieden und insgesamt eine Gleichstellung mit den übrigen grundbesitzverwaltenden Gesellschaften oder Personen erreicht, die von vornherein keine gewerbesteuerpflichtigen Einkünfte erzielen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Betriebsaufspaltung 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Betriebsaufspaltung wird gekennzeichnet durch eine Struktur aus zwei Unternehmen, bei der eines der Unternehmen (Besitzgesellschaft) dem anderen – operativ tätigen – Unternehmen (Betriebsgesellschaft) gegen Entgelt wesentliche Betriebsgrundlagen überlässt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Häufig handelt es sich dabei um die Überlassung des Betriebsgrundstücks. Neben dieser sogenannten sachlichen Verflechtung muss zudem eine personelle Verflechtung zwischen den beiden Unternehmen bestehen. Eine solche personelle Verflechtung erfordert einen einheitlichen geschäftlichen Betätigungswillen sowohl im Besitz- als auch im Betriebsunternehmen. Dieser wird zumeist dadurch erreicht, dass die Besitzgesellschaft (in der Regel eine Personengesellschaft) einen beherrschenden Einfluss auf die Betriebsgesellschaft (in der Regel eine Kapitalgesellschaft) ausübt. Faktisch können dann die Gesellschafter des Besitzunternehmens auch die Betriebsgesellschaft beherrschen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Besitzunternehmen kann in Fällen einer Betriebsaufspaltung die erweiterte Kürzung nicht geltend machen. Der Zweck der Besitzgesellschaft bei einer Betriebsaufspaltung ist von vornherein nicht auf die bloße Vermögensverwaltung, sondern auf die Teilnahme am allgemeinen Wirtschaftsverkehr und an der durch die Betriebsgesellschaft verwirklichten Wertschöpfung gerichtet. Die Überlassung eines Grundstücks im Rahmen einer Betriebsaufspaltung wird deshalb als gewerbliche Tätigkeit beurteilt, die zum Ausschluss der erweiterten Kürzung führt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei der umgekehrten Betriebsaufspaltung, die eine Sonderform der Betriebsaufspaltung darstellt, ist die übliche Rollenverteilung der beteiligten Gesellschaften vertauscht. Das heißt, dass es sich in dieser Konstellation bei dem Besitzunternehmen um eine Kapitalgesellschaft handelt, die von der Betriebsgesellschaft – in Form einer Personengesellschaft – beherrscht wird. Ob eine derartige umgekehrte Betriebsaufspaltung ebenfalls zur Versagung der erweiterten Kürzung führt, war bislang ungeklärt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III.	Urteil des Bundesfinanzhofs
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Sachverhalt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der BFH entschied jüngst, dass eine umgekehrte Betriebsaufspaltung der Inanspruchnahme der erweiterten Kürzung grundsätzlich nicht entgegensteht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In dem Urteil ging es um eine grundbesitzende Kapitalgesellschaft in Form einer GmbH (Klägerin). Die Anteile an der Klägerin wurden zu etwa 52 % von einer anderen GmbH und zu etwa 48 % von einer natürlichen Person gehalten. Einzige Gesellschafterin dieser anderen GmbH war eine originär gewerblich tätige GmbH &amp;amp; Co. KG (Personengesellschaft). Die Klägerin vermietete eine ihrer Immobilien an diese GmbH &amp;amp; Co. KG. Aus Sicht des Finanzamts unterhielt die Klägerin wegen der hieraus resultierenden umgekehrten Betriebsaufspaltung einen Gewerbebetrieb und versagte aus diesem Grund die erweiterte Kürzung des Gewerbeertrags um die Vermietungseinnahmen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Entscheidungsgründe
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anders sah dies der BFH. Handelt es sich bei dem Besitzunternehmen um eine Kapitalgesellschaft, ist für die personelle Verflechtung im Rahmen einer üblichen Betriebsaufspaltung erforderlich, dass diese selbst ihren geschäftlichen Betätigungswillen in der Betriebsgesellschaft durchsetzen kann. Aufgrund der Intransparenz von Kapitalgesellschaften und des daraus resultierenden Durchgriffsverbots ist ein  Rückgriff – anders als bei Personengesellschaften, die ertragsteuerlich grundsätzlich transparent behandelt werden – auf die Anteilseigner unzulässig. In der Konsequenz liegt eine übliche Betriebsaufspaltung in diesen Fällen nur vor, wenn die grundbesitzende Kapitalgesellschaft zu mehr als 50 % unmittelbar oder mittelbar an dem Betriebsunternehmen beteiligt ist, was in dem entschiedenen Fall allerdings nicht zutraf. Das Vorliegen einer „üblichen“ Betriebsaufspaltung lehnte der BFH daher ab.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Etwas anderes ergebe sich auch nicht aus dem Umstand, dass in dem konkreten Fall eine umgekehrte Betriebsaufspaltung vorlag. Auch hier ist nach Auffassung des BFH ein Durchgriff auf die Anteilseigner nicht möglich. Die Intransparenz von Kapitalgesellschaften lasse es auch hier nicht zu, dass bei der Prüfung einer personellen Verflechtung auf die Gesellschafter der grundbesitzenden Kapitalgesellschaft abgestellt werden könne. Anders als beim Vorliegen einer üblichen Betriebsaufspaltung, so der BFH, steht das Bestehen einer umgekehrten Betriebsaufspaltung einer erweiterten Kürzung im Grundsatz nicht entgegen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV.	Fazit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das Urteil des BFH verbindet zwei Klassiker des deutschen Gewerbesteuerrechts: die erweiterte Kürzung und die Betriebsaufspaltung. Es bleibt beim Grundsatz, dass im Falle einer normalen Betriebsaufspaltung die typischerweise äußerst vorteilhafte erweiterte Kürzung nicht in Anspruch genommen werden kann. Für den Sonderfall einer „umgekehrten Betriebsaufspaltung“ kann die sog. gewerbesteuerliche erweiterte Kürzung beantragt und vorgenommen werden, sofern die übrigen Voraussetzungen der Norm erfüllt sind. Gewerbesteuerliche Folgen sollten auf jeden Fall bei Immobilien- und Unternehmensstrukturierungen stets bedacht werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
                  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
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      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 29 May 2024 12:01:13 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Der erfolgreiche Einwand des Rechtsmissbrauchs gegen AGG-Hopper</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Der erfolgreiche Einwand des Rechtsmissbrauchs gegen AGG-Hopper
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. AGG-Hopper und der Entschädigungsanspruch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Suche nach qualifizierten und zur Unternehmenskultur passenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist in der Praxis mit einem großen Aufwand verbunden. Umso ärgerlicher ist es, wenn diese Bemühungen systematisch von sog. AGG-Hoppern in missbräuchlicher Art und Weise ausgenutzt werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von AGG-Hoppern spricht man, wenn eine Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle nicht deshalb erfolgt, um die jeweilige Stelle anzutreten, sondern um eine Entschädigungszahlung wegen behaupteter Verstöße gegen das Diskriminierungsverbot zu erhalten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Folge einer erfolgreichen Geltendmachung von diskriminierender Behandlung für betroffene Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ist die Zahlung einer Entschädigung gem. § 15 Abs. 2 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Die Höhe der Entschädigungszahlung richtet sich hierbei nach dem jeweils in Rede stehenden Bruttogehalt. Obwohl diese Praxis, die Entschädigungshöhe bei Diskriminierung nach dem Entgelt der ausgeschriebenen Stelle zu bemessen, berechtigterweise hinterfragt werden kann, hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) diese Berechnungsweise im Jahr 2020 noch einmal bestätigt. Demnach sind im Regelfall 1,5 Bruttomonatsgehälter als Entschädigungszahlung anzusetzen, sofern keine besonderen Umstände vorliegen, die eine höhere Entschädigungszahlung begründen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Regelmäßig versuchen sich in Anspruch genommene Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit dem Einwand des Rechtsmissbrauchs im Sinne von § 242 BGB zu verteidigen. Im Folgenden wird insbesondere dieser Einwand näher betrachtet.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Voraussetzungen des Entschädigungsanspruchs
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Anspruch auf Entschädigung steht nach dem Wortlaut des § 15 Abs. 2 AGG den Beschäftigten zu. Zu den Beschäftigten zählen nach der Legaldefinition des § 6 Abs. 1 AGG auch Stellenbewerberinnen und 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           -bewerber, die von einem Verstoß gegen das AGG betroffen sind. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Entschädigungsanspruch von Stellenbewerberinnen und -bewerbern richtet sich gegen die potentielle Arbeitgeberin bzw. den potentiellen Arbeitgeber. Damit sind beispielsweise Entschädigungsansprüche gegenüber einem die Stellenausschreibung veranlassenden Personalberatungsunternehmen nicht erfasst. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Geltendmachung eines Entschädigungsanspruchs aufgrund diskriminierender Stellenausschreibung ist zudem kein Verschulden des stellenausschreibenden Unternehmens notwendig. Die Sanktion diskriminierenden Verhaltens von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern soll in Ansehung der europarechtlichen Vorgaben verschuldensunabhängig eintreten.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Rahmen der Darlegung einer anspruchsbegründenden Diskriminierung ist zusätzlich zu berücksichtigen, dass eine gegen §§ 11, 7 Abs. 1 AGG verstoßende Stellenausschreibung ein Indiz im Sinne von § 22 AGG sein kann. In der Folge kommt es zu einer Beweislastumkehr, die es für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber regelmäßig unmöglich macht, eine Benachteiligung zu widerlegen. Aufgrund dessen verbleibt als einzig wirksame Verteidigung gegen sog. AGG-Hopper der Einwand des Rechtsmissbrauchs im Sinne von § 242 BGB.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Der Einwand des Rechtsmissbrauchs gem. § 242 BGB 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der Rechtsprechung des BAG sind Entschädigungs- und Schadensersatzansprüche unter dem Gesichtspunkt des Rechtsmissbrauchs ausgeschlossen, wenn dem Bewerbungsschreiben oder weiteren Umständen zu entnehmen ist, dass eine Ablehnung provoziert werden soll, oder wenn sich aufgrund anderer erfolgloser Bewerbungen ein systematisches und zielgerichtetes Vorgehen der Bewerberin bzw. des Bewerbers feststellen lässt, das auf die Erzielung von Gewinn ausgerichtet ist (BAG, Urteil vom 26.01.2017, AZ: 8 AZR 73/16). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rechtsmissbrauch ist im Zusammenhang mit Entschädigungsansprüchen nach § 15 Abs. 2 AGG dann anzunehmen, wenn eine Person sich nicht beworben hat, um die ausgeschriebene Stelle zu erhalten, sondern es ihr lediglich darum ging, den formalen Status als Bewerberin bzw. Bewerber im Sinne des § 6 Abs. 1 S. 2 AGG mit dem ausschließlichen Ziel zu erlangen, Ansprüche auf Entschädigung und/oder Schadensersatz geltend zu machen (BAG, 14.06.2023, AZ: 8 AZR 136/22; LAG Hamm, 05.12.2023, AZ: 6 Sa 896/23). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Wertung fußt maßgeblich auf dem Gedanken, dass gem. § 242 BGB unredliches Verhalten grundsätzlich nicht schutzwürdig sein soll. Dabei ist zu beachten, dass nicht jedes rechts- oder pflichtwidrige Verhalten stets zur Unzulässigkeit der Ausübung einer hierdurch erlangten Rechtsstellung führt. Erst wenn die Anspruchstellerin oder der Anspruchsteller eine günstige Rechtsposition durch treuwidriges Verhalten erlangt hat, kann von einer unzulässigen Rechtsausübung gesprochen werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ob nun im konkreten Einzelfall rechtsmissbräuchliches Verhalten vorliegt, wird anhand eines objektiven und eines subjektiven Elements festgestellt. Das objektive Element liegt vor, wenn sich aus einer Gesamtwürdigung der objektiven Umstände ergibt, dass trotz formaler Einhaltung der Anspruchsvoraussetzungen der Schutzzweck der europarechtlichen und nationalen Regelungen nicht erreicht wird. In Bezug auf das subjektive Element muss die Absicht ersichtlich sein, dass ein ungerechtfertigter Vorteil durch die willkürliche Herstellung der Anspruchsvoraussetzungen verschafft werden soll (vgl. EuGH, 28.01.2015 - C 417/13, Starjakob). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Missbrauchsverbot greift allerdings dann nicht ein, wenn das in Rede stehende Verhalten der Stellenbewerberin bzw. des -bewerbers eine andere Erklärung haben kann, als nur die Erlangung eines Vorteils (EuGH, 28.07.2016 - C 423/15, Kratzer). In der Folge würde ein Anspruch der Stellenbewerberin bzw. des Stellenbewerbers bestehen bleiben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Urteil des LAG Hamm vom 05.12.2023, AZ: 6 Sa 896/23
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Datum vom 05.12.2023 entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm zu einem Entschädigungsanspruch eines sog. AGG-Hoppers. Der 1994 geborene männliche Kläger hatte bis zur Bewerbung bei dem beklagten Unternehmen innerhalb von 15 Monaten 11 Verfahren wegen Entschädigungszahlungen nach dem AGG aufgrund von diskriminierenden Stellenausschreibungen geführt. Dabei bewarb sich der Kläger regelmäßig mit weitgehend identischen Nachrichten auf Ausschreibungen für die Stelle „Sekretärin“. Im konkreten Fall bewarb sich der Kläger im Januar 2023 auf eine Stellenanzeige als „Bürokauffrau/Sekretärin“ und erhielt auf seine Bewerbung hin keine Rückmeldung. Die daraufhin vor dem Arbeitsgericht Dortmund erhobene Klage wurde aufgrund des Einwands des Rechtsmissbrauchs gem. § 242 BGB zurückgewiesen. Das LAG Hamm bestätigt in seiner Entscheidung nunmehr diese Wertung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das LAG Hamm sieht im konkreten Fall insbesondere in folgenden objektiven Umständen eine Begründung dafür, dass der Kläger lediglich den formalen Status eines Bewerbers erlangen wollte, ohne dass dies vom Zweck der gesetzlichen Regelung umfasst sei: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Entfernung von üb
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             er 500 km zwischen Wohnort des Klägers und Arbeitsstelle, 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             der Inhalt sowie die Art und Weise der Bewerbung des Klägers,  
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             die Unvereinbarkeit einer Vollzeitstelle mit einem Vollzeitstudium, welchem der Kläger nachging,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             sowie – insbesondere und zentral – die durch die Prozesshistorie belegte Entwicklung des Bewerbungsverhaltens einschließlich der Geltendmachung von Entschädigungsansprüchen durch den Kläger in Form eines Geschäftsmodells.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereits das Arbeitsgericht Dortmund hatte sich in der Vorinstanz mit der Ernsthaftigkeit der Bewerbung auseinandergesetzt und insbesondere die Formulierung der Bewerbung als Indiz herangezogen. So dürfe ein Bewerber, der sich auf die Stelle einer „Sekretärin“ bewerbe, etwaigen Höflichkeitsformen in einem Anschreiben wohl mehr Beachtung schenken. Die Kürze der Sätze, der wenig ansprechende Satzbau sowie der Umstand, dass der Kläger auch das Possessivpronomen „Ihnen“ bewusst kleingeschrieben habe, führe bei einer Gesamtbetrachtung dazu, dass der Kläger eine Absage provozieren wollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            V. Praxistipp: Handlungsempfehlung für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern fällt es oft schwer, sich effektiv gegen unberechtigte Ansprüche von sog. AGG-Hoppern zu verteidigen. Um eine unberechtigte Inanspruchnahme durch AGG-Hopper zu vermeiden, ist dabei zunächst der Bewerbungsprozess selbst in den Blick zu nehmen. Insbesondere Stellenausschreibungen, aber auch Personalfragebögen und Arbeitsverträge sind auf Indizien für eine diskriminierende Behandlung hin zu untersuchen und etwaige nicht AGG-konforme Formulierungen zu streichen oder anzupassen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor allem bei der Formulierung von Stellenausschreibungen gilt es, den aktuellen Sachstand der Rechtsprechung im Auge zu behalten. So unterscheidet das BAG beispielsweise zwischen den Formulierungen „junges dynamisches Team“ und „junges, dynamisches Unternehmen“. Während in der Beschreibung des Teams eine unterschwellige und problematische Erwartungshaltung zu erblicken sein soll, stelle letztere Formulierung lediglich auf die Dauer der Unternehmensexistenz ab und sei damit nicht geeignet, eine Benachteiligung zu indizieren. Dies ist eine Unterscheidung, die möglicherweise nicht sofort für jede Person zwingend eindeutig ist. Offenkundig liegt der Teufel auch hier im Detail. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sobald die für den Bewerbungsprozess notwendigen Unterlagen ohne jegliches Indiz einer Diskriminierung verfasst sind, gilt es eine belastbare Dokumentation des Bewerbungsprozesses zu implementieren. Der Prozess sollte gut durchdacht und routinemäßig überprüft werden, da es im Rahmen von Entschädigungsprozessen regelmäßig entscheidend auf die korrekte Durchführung des internen Prozesses und dessen Beweisbarkeit ankommt. Eine nicht benachteiligungsfrei formulierte Stellenanzeige stellt lediglich eine Vermutung für eine Diskriminierung des Bewerbers bzw. der Bewerberin dar. Diese Vermutung können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber widerlegen, wenn sie nachweisen, dass der Bewerbungsprozess benachteiligungsfrei durchgeführt wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollte es dennoch im Ergebnis auf die Darlegung des Rechtsmissbrauchs im Sinne von § 242 BGB hinauslaufen, ist der Arbeitsaufwand zur Darlegung eines Geschäftsmodells durch sog. AGG-Hopper im Normalfall erheblich. Die rechtsmissbräuchliche Vorgehensweise lässt sich nach Maßgabe der Rechtsprechung insbesondere mit dem Verhalten im Bewerbungsprozess (bspw. unsauber formulierte Anschreiben oder auch ein Ausschlagen eines Bewerbungsgespräches), erhebliche Abweichung der Qualifikation des AGG-Hoppers von der geforderten Stellenqualifikation (nach oben oder nach unten), Entfernung Wohnort zu Arbeitsort, ähnlich gelagerte Bewerbungen in einer Vielzahl von Fällen, sowie Unvereinbarkeit mit anderen Lebensumständen (bspw. Vollzeitstudium neben einer Vollzeittätigkeit) belegen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
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          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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           &#xD;
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    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 21 May 2024 11:39:14 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Das Berliner Testament – Immer noch das Mittel der Wahl?</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Das Berliner Testament – Immer noch das Mittel der Wahl?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Nachfolgeinstrument genießt das sog. Berliner Testament besondere Beliebtheit. Bei diesem gemeinschaftlichen Testament setzen sich die Ehegatten gegenseitig als Alleinerben ein und bestimmen nach dem Tod des Letztversterbenden als gemeinsamen Schlusserben zumeist deren Kinder. Die Verfügungen der Ehegatten hängen voneinander ab und sind daher nach dem Tod eines Ehegatten bindend. In diesem Beitrag werden insbesondere die erbrechtlichen und erbschaftsteuerlichen Nachteile im Zusammenhang mit der Geltendmachung des Pflichtteilanspruchs der Kinder und die erbschaftsteuerlichen Konsequenzen dargestellt. Das sog. Supervermächtnis wird als alternatives Gestaltungsinstrument skizziert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Nachteile des Berliner Testaments und Optimierungsansätze
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Verlust der Verfügungsmacht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dem Tod des erstversterbenden Ehegatten kann der überlebende Ehegatte das gemeinschaftliche Testament nicht mehr widerrufen und nicht mehr allein über den Nachlass verfügen. Zudem können wegen der Bindungswirkung so gut wie keine Gestaltungsmöglichkeiten nach dem ersten Erbfall mehr durchgeführt werden. Diese Folge ist zwar meistens bei Erstellung des Testaments gewünscht, allerdings kann häufig eine nachträgliche Anpassung an veränderte Umstände erforderlich werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Problematik kann etwa dadurch begegnet werden, dass schon bei der Erstellung des gemeinschaftlichen Testaments Änderungsvorbehalte vereinbart werden oder genauestens bestimmt wird, welche Anordnungen wechselbezüglich sind und welche nicht. In letzterem Fall wäre der überlebende Ehepartner nicht an diese Anordnungen gebunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Pflichtteil der Kinder
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch die Einsetzung des Ehegatten als Alleinerben werden die Kinder für diesen ersten Erbfall enterbt, sodass diese berechtigt wären, ihren Pflichtteilanspruch geltend zu machen. Bei der Nachfolgegestaltung ist die Frage aus erbrechtlicher Sicht zentral, wie die Motivation zur Geltendmachung der Pflichtteilsansprüche durch die enterbten Kinder verringert werden kann. Hierzu haben sich in der Praxis vielfältige Lösungsmöglichkeiten entwickelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ergänzend zur klassischen Pflichtteilsstrafklausel, die Abkömmlinge von der Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen nach dem Tod des Erstversterbenden abhalten soll, kann im Berliner Testament die sog. Jastrowsche Klausel ergänzt werden. Durch Einfügen der Klausel wird denjenigen Kindern, die beim Tod des Erstversterbenden ihren Pflichtteil nicht fordern, ein betagtes Vermächtnis gewährt. Hierunter versteht man, dass das Vermächtnis zwar von Todes wegen entsteht, aber erst zu einem bestimmten Termin fällig wird und damit zu erfüllen ist. Sinn und Zweck ist dabei, die Kinder dafür zu belohnen, dass sie ihren Pflichtteilsanspruch nicht geltend machen, sodass der überlebende Ehegatte durch das gemeinsame Vermögen finanziell abgesichert ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So stellt dieses Instrument zwar eine mögliche Lösung für die Pflichtteilsproblematik dar, jedoch ergeben sich für die Erben steuerliche Nachteile, wie der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 11.10.2023 – Az. II R 34/20 entschied: So kann der überlebende Ehegatte die Vermächtnisverbindlichkeit nicht als Nachlassverbindlichkeit in Abzug bringen, da das Vermächtnis noch nicht fällig ist. Daher wird der Nachlass des Erstversterbenden in voller Höhe versteuert. Das durch das Vermächtnis begünstigte Kind hat dann grundsätzlich den Erwerb des betagten Vermächtnisses als vom länger lebenden Ehegatten stammend zu versteuern und kann es auch unter Umständen als Nachlassverbindlichkeit abziehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine weitere mögliche und praxisnahe Lösung der Pflichtteilsproblematik könnte etwa die Vereinbarung eines Pflichtteilsverzichts zu Lebzeiten beider Eheleute durch notariell beglaubigten Vertrag sein. Häufig dürften sich die Kinder dazu allerdings nur durch Abfindungszahlungen bewegen lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Erbschaftsteuer
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei größeren Nachlässen, die die erbschaftsteuerlichen Freibeträge überschreiten, ergeben sich bei der Gestaltung durch das Berliner Testament regelmäßig steuerliche Nachteile. Denn bei dem Nachlass der Ehegatten fällt bei der Grundform des Berliner Testaments zweimal Erbschaftsteuer an: beim ersten Erbfall zulasten des länger lebenden Ehegatten und beim zweiten Erbfall zulasten der Kinder als Schlusserben. Dabei entfallen die Freibeträge der Kinder im Verhältnis zum Erstverstorbenen Ehegatten. Diese Nachteile versucht zwar die Regelung des § 15 Abs. 3 ErbStG abzumildern; eine Ausnutzung der Freibeträge ersetzt dies jedoch nicht. Dies führt auch zu dem Progressionsnachteil des Erbschaftsteuersatzes nach § 19 ErbStG, da bei jedem Erbfall der gesamte Nachlass der Ehegatten versteuert wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allerdings gibt es vielfältige Lösungsmöglichkeiten, die die Vorteile des Berliner Testamentes zu bewahren versuchen. So kann das Berliner Testament um Vermächtnisse zugunsten der Schlusserben ergänzt werden. Dabei sollte versucht werden, einen Kompromiss zwischen der Liquidität so-wie Versorgung des anderen Ehegatten auf der einen Seite und der Ausnutzung der steuerlichen Freibeträge auf der anderen Seite zu finden. Wichtig ist jedoch auch hier, die Pflichtteilsproblematik nicht unberücksichtigt zu lassen (s.o.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine andere Möglichkeit können lebzeitige Schenkungen unter Vorbehalt eines Nießbrauchrechts sein. Dies hat neben der Ausnutzung der Freibeträge sogar noch die steuerlich vorteilhafte Folge, dass der Wert des Nießbrauchs bei der Wertermittlung der Schenkung abgezogen wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Supervermächtnis als Gestaltungsalternative
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Supervermächtnis als Gestaltungsinstrument ermöglicht es, den Eheleuten in der gemeinsamen Nachfolgeplanung eine Entscheidung darüber welche Vermögenswerte der überlebende Ehegatte benötigt und welche Zuwendung die Kinder – abhängig von deren persönlichen Verhältnissen und der Vermögenssituation – erhalten sollen, auf einen späteren Zeitpunkt zu verlagern. Bei dem sogenannten Supervermächtnis werden verschiedene Vermächtnisarten der § 2151 BGB (Auswahl zwischen mehreren Bedachten), § 2153 BGB (Bestimmung der Anteile mehrerer Bedachter) einerseits und § 2156 BGB (Zweckvermächtnis) andererseits kombiniert. Der Vermächtnisanspruch ist daher als eine Art äußerer Rahmen nur auf die Vornahme einer Auswahlentscheidung des Personenkreises potentieller Vermächtnisnehmer und dem Zweck des Vermächtnisses gerichtet. Die übrigen Entscheidungen werden dem überlebenden Ehegatten überlassen, der sodann darüber bestimmt (a) wer der Empfänger des Vermächtnisses aus dem Personenkreis wird, (b) die Art und Höhe der zugewendeten Gegenstände und (c) den Zeitpunkt der Erfüllung des Vermächtnisses.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ziel der Gestaltung ist es, als Vermächtnis die an die Kinder vom länger lebenden Ehegatten weitergereichten Nachlassgegenstände als vom Erblasser getätigten Erwerb von Todes wegen nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG anzusehen. Daher entsteht die Steuerlast erst mit der Bestimmung des Vermächtnisses durch den überlebenden Ehegatten nach § 12 Abs. 1 ErbStG i.V.m. § 6 Abs. 1 BewG. Die größten Vorteile des Supervermächtnisses sind einerseits die Möglichkeit der Ausnutzung der persönlichen Freibeträge der Kinder nach § 16 ErbStG und andererseits die Möglichkeit des Abzugs des unbedingten Vermächtnisses zugunsten der Kinder vom Gesamtnachlass nach § 10 Abs. 5 ErbStG. Aus steuerlicher Sicht ist bei der Gestaltung genau darauf zu achten, dass das Supervermächtnis nach § 6 Abs. 4 ErbStG im Vergleich zu einer Nacherbschaft gerade nicht beim Tod des Beschwerten fällig wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entscheidend für die zivilrechtliche Zulässigkeit ist, dass sich aus dem Zweck des Vermächtnisses nach § 2156 BGB die – im Vermächtnis zu nennenden - Anhaltspunkte für die Ermessensausübung hinreichend konkret ableiten lassen. Daneben ist als gestalterischer Zweck auch die Nutzung der persönlichen Freibeträge zur optimalen erbschaftsteuerlich Vermögensverteilung in Anbetracht der Steuerprogression des ErbStG anerkannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach wie vor ist das Berliner Testament für viele Eheleute besonders attraktiv. Insbesondere der Wunsch der Absicherung des länger lebenden Ehegatten trägt dazu bei. Es zeigt sich aber, dass die Errichtung eines Berliner Testaments gut durchdacht sein muss und die vielfältigen Rechtsfolgen bedacht werden müssen. Unter Berücksichtigung der individuellen familiären Verhältnisse bietet es sich an, im Vorfeld der Testamentserrichtung eine umfassende Beratung in Anspruch zu nehmen. So können sowohl zivil- als auch steuerrechtlichen Nachteilen im Vorfeld begegnet werden. Vor allem ist auf eine möglichst interessengerechte Aufteilung des Vermögens bereits im ersten Erbgang hinzuwirken. So kann eine steuerlich nachteilige Überversorgung des überlebenden Ehegatten zugunsten der Erbschafsteuerbelastung der Kinder vermieden werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
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            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 08 May 2024 09:40:03 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Heizkostenabrechnung ab dem 01.01.2023 – Die wichtigsten Antworten zum CO2-Kostenaufteilungsgesetz</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/heizkostenabrechnung-ab-dem-01-01-2023-die-wichtigsten-antworten-zum-co2-kostenaufteilungsgesetz</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Heizkostenabrechnung ab dem 01.01.2023 – Die wichtigsten Antworten zum CO2-Kostenaufteilungsgesetz 
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Vermieter müssen sich bei der Nebenkostenabrechnung auf Neuerungen bei der CO2-Abgabe einstellen: Das CO2-Kostenaufteilungsgesetz stellt auf den Verbrauch an fossilen Brennstoffen ab. Bis zum Jahr 2022 hatte der Mieter diese CO2-Abgabe allein zu tragen. Ab dem Jahr 2023 werden diese Kosten zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt, weshalb das Gesetz auch als Entlastungspaket für Mieter bezeichnet wird. Die Verteilung dieser Kosten richtet sich nach der energetischen Gebäudequalität. In diesem Beitrag geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die künftige Verteilung der CO2-Abgabe.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I. Grundlagen zur CO2-Abgabe
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die „CO2-Steuer“ ist eine Abgabe, die zu einer Verteuerung klimaschädlicher Brennstoffe führen soll. Hierdurch soll ein Anreiz geschaffen werden, den Verbrauch zu verringern bzw. auf klimafreundlichere Energieversorgung umzusteigen. Die „CO2-Steuer“ gibt es bereits seit 2021 auf fossile Brennstoffe wie Erdgas, Heizöl, Benzin oder Diesel. Für das Mietrecht greift diese CO2-Steuer auf jeden Verbrauch, der auf fossile Brennstoffe gründet. Gleiches gilt für Fernwärme, wenn sie mit Gas oder Erdöl erzeugt wird. Diese „Energiesteuer“ wird indes nicht auf Pellets oder Wärmepumpen erhoben. Letztere sind aus der Sicht des Gesetzgebers klimaneutral. Seit dem Jahr 2023 wird die CO2-Steuer zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz (CO2KostAuftG)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das CO2KostAuftG ist seit dem 01.01.2023 in Kraft und gilt für alle Abrechnungszeiträume ab dem 01.01.2023. Berechnungsgrundlage ist die Heizkostenabrechnung. Dieser kann der Gesamtverbrauch des Objekts entnommen werden, die dann ins Verhältnis zur Gesamtnutzfläche gesetzt wird. Daraus ergibt sich der CO2-Ausstoß in kg/qm, aus dem sich wiederum die Einstufung des Objekts in das sog. 10-Stufenmodell – eine auf die CO2-Abgabe zugeschnittene energetische Klassifizierung des Gebäudes – ergibt. Im Bereich Wohnen wird je nach Einordnung die Faustregel: bei besserer Energieeffizienz trägt eher der Mieter, bei schlechterer Effizienz eher der Vermieter die CO2-Abgabe. Im Bereich Gewerbe gilt derzeit die 50/50 Regel. Bis Ende 2025 soll auch hier ein Stufenmodell eingeführt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Wie sieht das 10-Stufenmodell aus?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Je nach spezifischem CO2-Ausstoß des Gebäudes trägt der Mieter 100% der CO2 Abgabe, wobei dann das Gebäude an sich klimaneutral ist. Typischerweise liegen die Verbräuche im Mittelfeld, die zu einer Verteilung 40/60 zwischen Mieter und Vermieter führt. In dem für den Vermieter ungünstigsten Szenario trägt er 95% der CO2-Abgabe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/Tabelle.jpg" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;a href="https://www.gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/CO2KostAufG.pdf" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           https://www.gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/CO2KostAufG.pdf
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Was muss eine Heizkostenabrechnung ab dem 01.01.2023 enthalten?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Rahmen der Heizkostenabrechnung muss der Vermieter Folgendes ausweisen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                CO2-Kosten und CO2-Menge,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
                Einordnung in das 10-Stufenmodell,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
                Berechnung pro Mieter nach Verbrauch mit transparentem Rechenweg sowie
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
                 die Kosten der CO2-Abgabe selbst.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Jahr 2023 betrug diese lediglich 30 €/Tonne CO2, im Jahr 2024 liegen die Kosten bereits bei 45 €/Tonne CO2 mit steigender Tendenz für die Folgejahre. Die typische Berechnung für die Einteilung in das 10-Stufen-Modell erfolgt wie im nachfolgenden Beispiel:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            CO2-Emission des Gebäudes: 35.000 kg CO2/a. Wohnfläche des Gebäudes: 1.000 m².
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Berechnung: 35.000 kg CO2/a geteilt durch 1.000 m² = 35 kg CO2/m²/pro Jahr.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einordnung in die Stufe von 32 bis &amp;lt; 37 kg CO2/m²/a. Folge: Vermieter und Mieter tragen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            die Abgabe zu jeweils 50%.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die tatsächlichen CO2-Abgabe muss der Brennstofflieferant gemäß § 3 CO2-Kostenaufteilungsgesetz in seiner Rechnung für die Lieferung von Brennstoffen oder von Wärme in allgemeinverständlicher Form ausweisen. Weist im Übrigen der Vermieter die CO2-Abgabe und dessen Aufteilung nicht aus, hat der Mieter das Recht, die betreffenden Heizkosten um 3% pauschal zu kürzen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Gibt es Ausnahmen von der Erhebung der CO2-Abgabe
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In sehr eingeschränkten Fällen ist eine Ausnahme von der CO2-Abgabe denkbar. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn das Gebäude denkmalgeschützt ist und eine energetische Sanierung öffentlich-rechtlich schwierig bzw. unmöglich ist. In besonderen Fällen besteht Anschluss- und Benutzungszwang an eine bestimmte Wärmeversorgung, so dass der Verbraucher letztlich gar keine Wahlmöglichkeit hat.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Was Sie jetzt tun sollten - Unser Tipp
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die bevorstehende, ganz neue Umverteilung der CO2-Abgabe an die Mieter wird viele Nachfragen und auch Unverständnis bei den Mietparteien mit sich bringen. Dabei tragen die Mieter tendenziell den geringeren Teil der Gesamtkosten, weil eben der Vermieter einen Teil der CO2-Kosten mittragen muss. Eines ist aber bereits heute klar: Heizen mit fossilen Brennstoffen wird sukzessiv für Vermieter und Mieter teurer. Wenn Sie Unterstützung bei Erstellung der Heizkostenabrechnung oder deren Durchsetzung brauchen, stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
      
           Kontaktformular
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 02 May 2024 10:58:34 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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    </item>
    <item>
      <title>Steuerneutrale Übertragung von Wirtschaftsgütern  zwischen (beteiligungsidentischen) Schwesterpersonengesellschaften</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/steuerneutrale-uebertragung-von-wirtschaftsguetern-zwischen-beteiligungsidentischen-schwesterpersonengesellschaften</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Steuerneutrale Übertragung von Wirtschaftsgütern 
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             zwischen (beteiligungsidentischen) Schwesterpersonengesellschaften
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seit der Vorlage des Bundesfinanzhofs im Jahr 2013 befasste sich das
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bundesverfassungsgericht (BVerfG) mit § 6 Abs. 5 Satz 3 EStG und dessen Verfassungsmäßigkeit. Fraglich war insbesondere der Ausschluss der steuerneutralen Übertragung von Wirtschaftsgütern zwischen beteiligungsidentischen Personengesellschaften. Mit Beschluss vom 28.11.2023 hat das BVerfG nunmehr entschieden, dass dieser Ausschluss gegen den in Art. 3 des Grundgesetzes verankerten Gleichheitssatz verstößt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Ausgangslage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Überträgt eine Personengesellschaft eines ihrer Wirtschaftsgüter auf eine andere Personengesellschaft, führt dies grundsätzlich zu einem einkommensteuerpflichtigen Veräußerungsvorgang. Die übertragende Gesellschaft hat in diesem Fall den Gewinn (oder Verlust), der aus der Veräußerung resultiert, zu versteuern. Wird das Wirtschaftsgut gegen Zahlung eines Entgelts (Kaufpreis) übertragen, ermittelt sich der zu besteuernde Veräußerungsgewinn anhand des Kaufpreises für das Wirtschaftsgut abzüglich der für dieses einst angefallenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Erwirbt die übertragende Gesellschaft also beispielsweise eine Immobilie zu einem Kaufpreis von 200.000 € und veräußert diese ein Jahr später für einen Preis von 300.000 €, beträgt der zu versteuernde Veräußerungsgewinn 100.000 €.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wird ein Wirtschaftsgut hingegen unentgeltlich übertragen, existiert kein Kaufpreis, sodass zur Ermittlung des Veräußerungsgewinns auf einen anderen Wert ausgewichen werden muss. Dies ist im Grundsatz der sogenannte Teilwert. Hierunter ist derjenige Wert zu verstehen, den ein Dritter für den Erwerb des Wirtschaftsguts aufwenden würde (Verkehrswert). Erwirbt die übertragende Gesellschaft somit eine Immobilie zu einem Kaufpreis von 200.000 €, die aufgrund von Wertsteigerungen ein Jahr später einen objektiven Verkehrswert von 250.000 € aufweist, und überträgt diese dann unentgeltlich auf eine andere Gesellschaft, beträgt der zu versteuernde Veräußerungsgewinn 50.000 €. Die unentgeltliche Übertragung führt damit grundsätzlich auch zur Aufdeckung der in dem Wirtschaftsgut befindlichen stillen Reserven. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Ausnahme: Buchwertfortführung gemäß § 6 Abs. 5 Satz 3 EStG
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 6 Abs. 5 Satz 3 EStG trägt dem Gedanken Rechnung, dass gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen grundsätzlich keine steuerwürdigen Tatbestände darstellen sollen. Die Regelung eröffnet deshalb verschiedene Möglichkeiten, die es bei einer unentgeltlichen Übertragung von Wirtschaftsgütern erlauben, anstelle des Teilwerts den Buchwert anzusetzen, der sich regelmäßig auf die Höhe der Anschaffungs- und Herstellungskosten des Wirtschaftsguts beläuft. Erwirbt die übertragende Gesellschaft daher eine Immobilie zu einem Kaufpreis von 200.000 €, beträgt der Buchwert ebenfalls 200.000 €. Durch die Buchwertfortführung wird somit erreicht, dass sich der Veräußerungsgewinn aus der Übertragung immer auf 0 beläuft; die Aufdeckung stiller Reserven sowie die Belastung mit Einkommensteuer wird vermieden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Personengesellschaft verfügt neben ihrem eigenen Vermögen (Gesellschaftsvermögen) über sogenanntes Sonderbetriebsvermögen. Hierbei handelt es sich in erster Linie um solche Wirtschaftsgüter, die einem der Gesellschafter gehören und die dieser zur Führung des Betriebs der Gesellschaft zur Nutzung überlässt (beispielsweise überlassene Maschinen oder Grundstücke). Das Gesellschaftsvermögen sowie das Sonderbetriebsvermögen stellen gemeinsam das Betriebsvermögen der Personengesellschaft dar. Die Wirtschaftsgüter des Sonderbetriebsvermögens werden damit für einkommensteuerliche Zwecke der Personengesellschaft zugeordnet, verbleiben zivilrechtlich jedoch individuelles Eigentum des Gesellschafters.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wird ein Wirtschaftsgut zwischen den verschiedenen Betriebsvermögenssphären des Gesellschafters verschoben, ermöglicht § 6 Abs. 5 Satz 3 EStG – sofern die Übertragung unentgeltlich oder gegen Gewährung oder Minderung von Gesellschaftsrechten erfolgt – grundsätzlich den Ansatz des Buchwerts und damit die Vermeidung der Aufdeckung stiller Reserven. So erfolgt beispielsweise die Übertragung eines Wirtschaftsguts aus dem Sonderbetriebsvermögen des Gesellschafters in das Gesellschaftsvermögen (das Gesetz spricht trotz dessen Wegfalls durch das „MoPeG“ von Gesamthandsvermögen) derselben Personengesellschaft (und umgekehrt) unter Fortführung des Buchwerts. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht vom Wortlaut der Norm umfasst ist hingegen die direkte Übertragung aus dem Gesellschaftsvermögen (Gesamthandsvermögen) einer Personengesellschaft in das Gesellschafts-vermögen (Gesamthandsvermögen) einer anderen, beteiligungsidentischen Personengesellschaft. Die Praxis behalf sich in diesen Fällen oftmals mit Ausweichgestaltungen, wie beispielsweise einer zweistufigen, zeitraubenden und aufwändigen Gestaltung über die vorherige Übertragung des Wirtschaftsguts in das Sonderbetriebsvermögen und von dort aus in das Gesellschaftsvermögen (Gesamthandsvermögen) der anderen Personengesellschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. BVerfG zu Übertragungen zwischen beteiligungsidentischen Personengesellschaften
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Die Entscheidung des Gerichts
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Beschluss vom 28.11.2023 (Az. 2 BvL 8/13) entschied nunmehr das BVerfG nach über 10 Jahren Verfahrensdauer[!], dass § 6 Abs. 5 Satz 3 EStG in seiner aktuellen Fassung – aufgrund der Nichtberücksichtigung der Übertragung von Wirtschaftsgütern zwischen beteiligungsidentischen Personengesellschaften – gegen den Gleichheitsgrundsatz gemäß Art. 3 GG verstößt und damit verfassungswidrig ist. Nach Auffassung des BVerfG werden Übertragungen zwischen beteiligungsidentischen Personengesellschaften im Vergleich zu Übertragungen einzelner Wirtschaftsgüter zwischen verschiedenen Betriebsvermögen desselben Steuerpflichtigen ungleich behandelt, ohne dass hierfür ein sachlicher Grund existiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Auswirkungen der Entscheidung auf die Praxis
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das BVerfG hat den deutschen Gesetzgeber mit seinem Beschluss verpflichtet, eine Neuregelung des § 6 Abs. 5 Satz 3 EStG zu treffen, die rückwirkend für alle betroffenen Übertragungen nach dem 31.12.2000 gelten soll. Bis dahin bleibt § 6 Abs. 5 Satz 3 EStG mit der Maßgabe anwendbar, dass die Vorschrift auch für Wirtschaftsgutstransfers nach dem 31.12.2000 gilt, soweit ein Wirtschaftsgut unentgeltlich aus dem Gesamthandsvermögen einer Mitunternehmerschaft in das Gesamthandsvermögen einer beteiligungsidentischen Personengesellschaft übertragen wird. Die Entscheidung des BVerfG ermöglicht es Steuerpflichtigen damit, künftig Wirtschaftsgüter – ohne den Umweg über das Sonderbetriebsvermögen – direkt auf eine beteiligungsidentische (Schwester-)Personengesellschaft zu Buchwerten zu übertragen. Dies führt zu einer großen Erleichterung bei der Umstrukturierung von Gesellschaftsgruppen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Offene Fragen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Übertragungen zwischen nicht beteiligungsidentischen Personengesellschaften
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Notwendigerweise stellt sich die Frage, ob und inwieweit sich die durch das BVerfG hinsichtlich des Wirtschaftsguttransfers zwischen beteiligungsidentischen Schwesterpersonengesellschaften getroffene Entscheidung auch auf nur teilweise beteiligungsidentische Schwesterpersonengesellschaften übertragen lässt. So kann beispielsweise an den folgenden Fall gedacht werden: An der KG 1 sind die Gesellschafter A und B zu jeweils 50 % beteiligt, an der KG 2 sind die Gesellschafter A und C zu jeweils 50 % beteiligt. Wird nun ein Wirtschaftsgut aus dem Gesamthandsvermögen der KG 1 in das Gesamthandsvermögen der KG 2 übertragen, dürfte dieser Fall bei strenger Auslegung des BVerfG-Beschlusses nicht zu Buchwerten möglich sein, weil keine Beteiligungsidentität zwischen den Gesellschaften besteht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch die Erstellung von Ergänzungsbilanzen wäre in diesem Fall allerdings auch eine teilweise Übertragung zu Buchwerten – nämlich in Höhe der identischen Gesellschaftsbeteiligung des A von 50 % – möglich. Hier könnte dem Gedanken der leistungsgerechten Besteuerung folgend eine gesellschafterbezogene Betrachtung vorzunehmen sein, sodass (nur) eine anteilsmäßige Aufdeckung stiller Reserven verfassungsgemäß wäre. Bei einem weniger strengen Verständnis des BVerfG-Beschlusses läge in Höhe gleicher Beteiligung gerade keine Erhöhung der steuerlichen Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen vor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Übertragung gegen Gewährung oder Minderung von Gesellschaftsrechten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Offen ist zudem, ob die Übertragung zwischen beteiligungsidentischen Personengesellschaften lediglich bei unentgeltlichen Übertragungen zu Buchwerten möglich ist oder ob die Beurteilung des BVerfG auch bei der Übertragung gegen Gewährung oder Minderung von Gesellschaftsrechten Anwendung findet. Der dem Beschluss des BVerfG zugrundeliegende Sachverhalt umfasste lediglich eine unentgeltliche Übertragung, eine Aussage zur Übertragung gegen Gewährung oder Minderung von Gesellschaftsrechten enthält die Entscheidung allerdings nicht. Wie letztere Fälle zu behandeln sein werden, wird voraussichtlich erst geklärt werden, wenn der Gesetzgeber eine Neuregelung zu § 6 Abs. 5 Satz 3 EStG vornimmt. Gefordert wird in diesem Zusammenhang auch, die Sperrfristenregelung von § 6 Abs. 5 Satz 4 EStG insoweit für unanwendbar zu erklären, da es nicht zum einem Übergang von stillen Reserven auf anderen Personen kommt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Beschluss des BVerfG ist für die Praxis erfreulich, weil er nunmehr auch die direkte Übertragung von Einzelwirtschaftsgütern aus dem Vermögen einer Personengesellschaft in das Vermögen einer anderen Personengesellschaft bei Beteiligungsidentität zu Buchwerten ermöglicht. Umstrukturierungsvorgänge innerhalb von Gesellschaftsgruppen werden damit massiv vereinfacht. Dennoch wirft die Entscheidung auch eine Reihe von Folgefragen auf, die in naher Zukunft wohl keine Klärung erfahren werden. Es darf daher mit Spannung abgewartet werden, in welcher Weise der Gesetzgeber die Vorgaben des BVerfG in einer neuen Fassung des § 6 Abs. 5 Satz 3 EStG umsetzen wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 24 Apr 2024 08:56:25 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Pelka vertritt BUND NRW Naturschutzstiftung erfolgreich vor dem Finanzgericht</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-vertritt-bund-nrw-naturschutzstiftung-erfolgreich-vor-dem-finanzgericht</link>
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  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Pelka vertritt BUND NRW Naturschutzstiftung erfolgreich vor dem Finanzgericht
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    
            
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pelka vertrat die BUND NRW Naturschutzstiftung in einem Finanzgerichtsverfahren und konnte dabei eine unrechtmäßig hohe Festsetzung von Grunderwerbsteuer abwehren. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dem Verfahren ging es um den Erwerb eines Grundstückes durch die BUND NRW Naturschutzstiftung zu Zwecken des Naturschutzes. Der Zweck des Naturschutzes wurde dabei durch grundbuchrechtliche Maßnahmen abgesichert. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Festsetzung der Grunderwerbsteuer ging das beklagte Finanzamt davon aus, dass diese grundbuchrechtlichen Maßnahmen für die Bestimmung der maßgeblichen Gegenleistung nach § 9 GrEStG als weitere sonstige Leistungen und Teil des Kaufpreises zu berücksichtigen seien. Entsprechend setzte es die Grunderwerbsteuer deutlich höher fest, als dies bei der Bemessung nach dem Kaufpreis der Fall gewesen wäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch im Einspruchsverfahren ließ sich das Finanzamt von dieser Auffassung nicht abbringen. Erst im Klageverfahren lenkte das Finanzamt ein und setzte die Grunderwerbsteuer richtigerweise nach dem reinen Kaufpreis fest.   
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Verfahren führten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/dr-fabian-riegler"&gt;&#xD;
          
             Dr. Fabian Riegler
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Partner) und
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/nils-pinzke"&gt;&#xD;
          
             Nils Pinzke
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Associate). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 23 Apr 2024 09:20:19 GMT</pubDate>
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      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/GettyImages-1173733640.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Absehen von Strafverfolgung in schweren Fällen der Steuerhinterziehung – Wenn die Selbstanzeige allein nicht mehr reicht</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/absehen-von-strafverfolgung-in-schweren-faellen-der-steuerhinterziehung-wenn-die-selbstanzeige-allein-nicht-mehr-reicht</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Absehen von Strafverfolgung in schweren Fällen der Steuerhinterziehung – Wenn die Selbstanzeige allein nicht mehr reicht
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Steuerstrafrecht hat in den vergangenen Jahren
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           stark an Bedeutung gewonnen. So haben insbesondere in jüngerer Zeit verschiedene prominente Fälle wieder den Fokus auf den Tatbestand der Steuerhinterziehung gelenkt. Steuerstraftaten stellen nach dem Verständnis des Gesetzgebers schon lange keine Kavaliersdelikte mehr dar. Mit der Selbstanzeige hat der Gesetzgeber jedoch ein Instrument geschaffen, um die Rückkehr zur Steuerehrlichkeit zu belohnen. Bei einer wirksamen Selbstanzeige wird der Täter bzw. dessen Gehilfe, typischerweise der Steuerpflichtige oder seine Vertreter, wegen der offenbarten Steuerstraftat(en) grundsätzlich nicht bestraft. Allerdings gibt es Fälle, in denen eine Selbstanzeige allein nicht ausreicht, um etwaige strafrechtliche Konsequenzen einer Steuerstraftat zu vermeiden. In solchen Fällen muss für die Straffreiheit zusätzlich zu einer wirksamen Selbstanzeige noch eine Geldzahlung geleistet werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Besondere Sperrgründe für die Selbstanzeige
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die in § 371 Abs. 1 Satz 1 Abgabenordnung (AO) vorgesehene Straffreiheit infolge einer Selbstanzeige tritt nur dann ein, wenn die Selbstanzeige wirksam ist, d.h. in ihr in vollem Umfang unrichtige Angaben berichtigt, unvollständige Angaben ergänzt oder unterlassene Angaben nachgeholt worden sind, und keiner der Sperrgründe nach § 371 Abs. 2 AO vorliegt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn etwa die vorsätzlich verkürzte Steuer oder der für sich oder einen anderen erlangte nicht gerechtfertigte Steuervorteil einen Betrag in Höhe von € 25.000 je Tat übersteigt, ist nach § 371 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 AO die strafbefreiende Wirkung der Selbstanzeige gesperrt. Diese Betragsschwelle gilt unabhängig von den Umständen des Einzelfalls. Daher kann bei einer nur geringfügigen Überschreitung der Grenze von € 25.000 die Selbstanzeige für sich allein nicht täter- oder teilnehmerbegünstigend berücksichtigt werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiterer Sperrgrund ist in § 370 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 AO normiert. Die Selbstanzeige ist danach auch dann ausgeschlossen, wenn ein besonders schwerer Fall der Steuerhinterziehung im Sinne des § 370 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 bis 6 AO vorliegt. Dazu zählen der Missbrauch der Befugnisse oder der Stellung eines Amtsträgers, die Mithilfe eines Amtsträgers, die fortgesetzte Begehung der Steuerhinterziehung unter Verwendung nachgemachter oder verfälschter Belege, die bandenmäßige Umsatz- oder Verbrauchsteuerhinterziehung sowie die Steuerhinterziehung unter Verwendung von Drittstaatengesellschaften. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Sperrgründe nach § 371 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und 2 AO beziehen sich dagegen vornehmlich auf solche Fallkonstellationen, in denen der Täter davon ausgehen muss, dass seine Tat durch eine baldige Prüfung entdeckt wird oder bereits entdeckt ist und der Täter hiervon Kenntnis hat oder bei verständiger Würdigung der Sachlage von der Entdeckung ausgehen muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Zusätzliche Anforderungen für Straffreiheit nach Selbstanzeige
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Gesetz sieht vor, dass in den genannten Fällen die Straffreiheit auch bei Abgabe einer korrekten Selbstanzeige nicht eintreten soll. Trotzdem kann bei Vorliegen bestimmter Fallkonstellationen im Ergebnis Straffreiheit erreicht werden. Denn unter bestimmten zusätzlichen Voraussetzungen kann nach § 398a AO von der Strafverfolgung auch bei einem Sperrgrund nach § 371 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 und 4 AO abgesehen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Kernaussagen des § 398a AO – Absehen von Verfolgung in besonderen Fällen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kann eine Selbstanzeige nur deshalb keine strafbefreiende Wirkung entfalten, weil der verkürzte Steuerbetrag € 25.000 je Tat übersteigt (Sperrgrund aus § 371 Abs. 2 Satz Nr. 3 AO)  oder weil ein Fall der besonders schweren Steuerhinterziehung nach § 370 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 bis 6 AO (Sperrgrund aus § 371 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 AO) vorliegt, so wird von der Verfolgung der Steuerstraftat abgesehen, wenn der an der Tat Beteiligte erstens innerhalb einer ihm angemessenen Frist die aus der Tat zu seinen Gunsten hinterzogenen Steuern, die Hinterziehungszinsen, die übrigen Zinsen, soweit sie auf die Hinterziehungszinsen angerechnet werden, sowie etwaige Verzugszinsen nach dem Zollkodex der Europäischen Union entrichtet (§ 398a Abs. 1 Nr. 1 AO)  und zweitens einen Geldbetrag zugunsten der Staatskasse zahlt (§ 398a Abs. 1 Nr. 2 AO). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Vermeidung eines Strafverfahrens kann also durch Zahlung eines „Zuschlags“ neben den hinterzogenen Steuern und Zinsen vermieden werden, sofern eine vollständige Selbstanzeige eingereicht wurde, deren strafbefreiende Wirkung aber wegen des Vorliegens einer der genannten Sperrgründe gesetzlich ausgeschlossen ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser „Zuschlag“ richtet sich nicht nach der individuell vorwerfbaren Schuld oder der etwaigen kriminellen Energie, die der Steuerhinterziehung zugrunde liegt, sondern allein nach der Höhe des verkürzten Steuerbetrags. Übersteigt der Hinterziehungsbetrag € 100.000 nicht, so wird ein zusätzlicher Geldbetrag von 10% der hinterzogenen Steuer fällig. Liegt der Hinterziehungsbetrag zwischen € 100.001 und € 1.000.000, so gilt es einen Geldbetrag in Höhe von 15% des Hinterziehungsbetrags zu zahlen. Sobald der Hinterziehungsbetrag € 1.000.000 übersteigt, muss ein Geldbetrag in Höhe von 20% der verkürzten Steuer entrichtet werden. Bei dem Zuschlag handelt es sich als „freiwillige Zahlung“ lediglich um eine nichtstrafrechtliche Sanktion und damit gerade nicht um eine Strafe im eigentlichen Sinne: So kommt es grundsätzlich nach Erfüllung der in § 398a AO genannten Zahlungen nicht zu einer Eintragung im Bundeszentralregister. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Die Zahlung allein garantiert keine Straffreiheit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dennoch gibt § 398a AO keine endgültige Sicherheit: Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, von der Verfolgung der Steuerhinterziehung wegen § 398a AO abzusehen, löst keinen Strafklageverbrauch aus. Sollte die Finanzbehörde im Nachhinein feststellen, dass die Angaben im Rahmen der Selbstanzeige unvollständig oder unrichtig waren oder ein anderer Sperrgrund nach § 371 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 oder 2 AO vorliegt, kann ein aufgrund der Selbstanzeige und der gezahlten Geldauflage eingestelltes Strafverfahren wiederaufgenommen werden. Dies ist typischerweise der Fall, wenn im Nachhinein festgestellt wird, dass die hinterzogenen Steuern deutlich höher ausfallen als in der Selbstanzeige angegeben oder die Tat bereits entdeckt war. In diesem Fall wird der gezahlte Geldbetrag nicht erstattet, wenn es in der Folge zur Verurteilung wegen Steuerhinterziehung kommt. Der Betrag kann allenfalls nach § 398a Abs. 4 Satz 2 AO durch das Gericht auf eine zu verhängende Geldstrafe angerechnet werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn der Betrag der hinterzogenen Steuer ein so hohes Ausmaß annimmt, dass die Selbstanzeige zunächst gesperrt ist, kann durch die zusätzliche Zahlung eines Geldbetrags zugunsten der Staatskasse gleichwohl Straffreiheit erreicht werden. Dass auch die hinterzogene Steuer sowie die Zinsen gezahlt werden müssen, versteht sich von selbst. Es ist in diesem Zusammenhang zu betonen, dass zuerst die strengen Voraussetzungen der Selbstanzeige erfüllt sein müssen. Scheitert es schon an einer korrekten Selbstanzeige, ist eine etwaige Geldzahlung vergeblich und wird im schlimmsten Fall nicht erstattet. Daher ist bei der Korrektur von steuerlichen Fehlern und einer im Raum stehenden Steuerhinterziehung sorgsam zu prüfen, ob die Selbstanzeige wirksam ist, d.h. vollständig alle steuerlichen Sachverhalte aufführt bzw. Angaben nachholt, und die Liquidität für verkürzte Steuern und Zinsen sowie die zusätzliche Geldzahlung zeitnah beschafft werden kann. Hauptaugenmerk sollten dabei die genaue Ermittlung des steuerlich relevanten Sachverhalts und die korrekte steuerrechtliche Würdigung der einzelnen Sachverhalte haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
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           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
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            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
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            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 10 Apr 2024 09:29:25 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Verjährung im Immobilienkaufrecht</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Verjährung im Immobilienkaufrecht
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer einen Anspruch hat – etwa den Anspruch auf Zahlung des Kaufpreises bei einem Kaufvertrag – muss diesen innerhalb einer bestimmten Frist geltend machen. Ist diese Frist abgelaufen und somit Verjährung eingetreten, gibt es keine Möglichkeit mehr, den Anspruch gegen den Vertragspartner durchzusetzen. Dies kann verheerende Auswirkungen haben, insbesondere im Immobilienkaufrecht, wenn es um hohe Beträge und nicht selten auch um die persönliche Zukunft und Lebensumstände geht. Die im Einzelfall anzuwendende Verjährungsfrist ist jedoch häufig schwer zu ermitteln und beschäftigt regelmäßig die Gerichte. So hatte etwa der BGH im Dezember 2023 zu entscheiden, welcher Verjährungsfrist die Gegenleistung beim Bauträgervertrag unterliegt – hierzu mehr unter II. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Beitrag wollen wir daher kurz in die komplexen Verjährungsregeln des Immobilienkaufrechts einführen, insbesondere hinsichtlich des Anspruchs auf Kaufpreiszahlung und der gewährleistungsrechtlichen Ansprüche. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Grundlagen der Verjährungseinrede
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Verjährung ist ihrer Natur nach das Recht des Schuldners, die eigentlich geschuldete Leistung an den Gläubiger zu verweigern. Sie vernichtet somit nicht den ursprünglichen Anspruch als solchen, sondern verhindert nur seine Durchsetzbarkeit. Daher kann die Rechtsfolge der verhinderten Durchsetzbarkeit nur dann eintreten, wenn der Schuldner die Einrede der Verjährung auch erhebt, etwa in einem gerichtlichen Verfahren. Tut er dies nicht, verliert er den Prozess, auch wenn der Anspruch eigentlich verjährt ist. Ihrem Zweck nach ist die Verjährungseinrede ein Instrument, welches dem Rechtsfrieden und der Sicherheit im Rechtsverkehr dient. Hier wird der Tatsache Rechnung getragen, dass man sich nach einigen Jahren grundsätzlich darauf verlassen können sollte, nicht plötzlich mit alten Forderungen konfrontiert zu werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die regelmäßige Verjährungsfrist im deutschen Zivilrecht beträgt gemäß § 195 BGB drei Jahre. Sie findet immer dann Anwendung, wenn nicht die Voraussetzungen einer spezielleren Verjährungsnorm erfüllt sind. Nennenswert sind hier im Kontext des Immobilienkaufrechts die zehnjährige Verjährungsfrist bei Rechten an Grundstücken gemäß § 196 BGB sowie die dreißig-, fünf- und zweijährigen Fristen gemäß § 438 BGB aus dem Kaufrecht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben der Dauer der Verjährungsfrist, bereitet auch ihr Beginn häufig Probleme. Zwar beginnt die Frist gem. § 199 Abs. 1 BGB regelmäßig mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den notwendigen Informationen Kenntnis erlangt oder hätte erlangen müssen, doch besonders im Immobilienkaufrecht wird hiervon häufig durch spezialgesetzliche Regelungen abgewichen, sodass eine Generalisierung kaum möglich ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Kaufpreis 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zahlung des Kaufpreises stellt einen zentralen Bestandteil des Immobilienkaufvertrags dar: Während sich der Käufer zur Zahlung des Kaufpreises verpflichtet, verpflichtet sich der Verkäufer im Gegenzug dazu, das Eigentum an dem Grundstück an den Käufer zu übertragen. Gemäß § 196 BGB verjähren Ansprüche auf Übertragung des Eigentums an einem Grundstück sowie auf Begründung, Übertragung oder Aufhebung eines Rechts an einem Grundstück oder auf Änderung des Inhalts eines solchen Rechts sowie die Ansprüche auf die Gegenleistung in zehn Jahren. Dabei ist zu beachten, dass es sich nur dann um eine Gegenleistung im Sinne des § 196 BGB handelt, wenn diese wechselbezüglich ist, sich also auf die dingliche Leistung des Vertragspartners bezieht. Die Zahlung eines Kaufpreises stellt somit die wechselbezügliche Gegenleistung des Käufers dar und unterliegt der Regelung des § 196 BGB: Der Anspruch auf Kaufpreiszahlung verjährt nach zehn Jahren. Diese Frist beginnt gemäß § 200 Satz 1 BGB zu laufen, wenn der Anspruch entsteht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BGH tendiert zu einer eher weitreichenden Anwendung des § 196 BGB. So entschied er am 07.12.2023 (Az.: VII ZR 231/22) zum Vergütungsanspruch des Bauträgers beim Bauträgervertrag, dass auch dieser Anspruch der zehnjährigen Verjährung des § 196 BGB unterliegt, obwohl er sich neben dem Eigentumserwerb auch auf die Bauleistung bezieht. Die geforderte Wechselbezüglichkeit ist zudem nicht auf vertragliche Ansprüche beschränkt, sondern kann nach der Rechtsprechung des BGH auch bei gesetzlichen Ansprüchen vorliegen, etwa bei der bereicherungsrechtlichen Rückabwicklung gescheiterter Grundstücksverträge (BGH, Urteil vom 07.12.2023 – VII ZR 231/22).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Gewährleistung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie auch für andere Kaufverträge gelten für Immobilienkaufverträge die Vorschriften der §§ 433 ff. BGB. Ansprüche aufgrund von Mängeln der Kaufsache richten sich somit nach § 438 BGB: Besteht der Mangel in einem dinglichen Recht eines Dritten, aufgrund dessen dieser Herausgabe der Kaufsache verlangen kann, so verjähren entsprechende Gewährleistungsrechte gemäß § 438 Abs. 1 Nr. 1 BGB in 30 Jahren. Liegen dagegen Mängel an einem Bauwerk vor, insbesondere an der Bausubstanz, so verjähren diese gemäß § 438 Abs. 1 Nr. 2 BGB nach fünf Jahren. Unter einem Bauwerk im Sinne dieser Vorschrift ist eine unbewegliche, durch Verwendung von Arbeit und Material in Verbindung mit dem Erdboden hergestellte Sache zu verstehen, etwa ein Haus, aber auch eine Freiland-Photovoltaikanlage oder Golfanlage. Ebenso von § 438 Abs. 1 Nr. 2 BGB umfasst sind Sachen, die entsprechend ihrer üblichen Verwendungsweise für ein Bauwerk verwendet worden sind und dessen Mangelhaftigkeit verursacht haben. Entsprechend verjähren daher auch Ansprüche wegen mangelhaften Baumaterials nach fünf Jahren. Liegt keiner dieser Sonderfälle vor, so verjähren Gewährleistungsansprüche gemäß § 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB nach zwei Jahren. Dies gilt für den Immobilienkauf also dann, wenn kein Mangel am Bauwerk oder den Baumaterialien vorliegt, also insbesondere beim Kauf eines unbebauten Grundstücks oder wenn bei Verkauf eines bebauten Grundstücks der Mangel am Grundstück und nicht am Bauwerk auftritt (OLG Hamm, Urteil vom 14.1.2016 – I-22 U 136/11).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch der Verjährungsbeginn ergibt sich aus § 438 BGB: Bei Grundstückskäufen beginnt die Frist gemäß § 438 Abs. 2 BGB mit der Übergabe, d.h. mit der einverständlichen Einräumung des unmittelbaren Besitzes. Ausschlaggebend ist, dass der Käufer Grundstück und Gebäude effektiv untersuchen kann, auf den Zeitpunkt des Vertragsschlusses kommt es somit nicht an. Diese Regelung ist jedoch nicht zwingend, es steht den Parteien offen einen anderen Zeitpunkt zu vereinbaren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Sonderfall liegt dagegen vor, wenn der Verkäufer den Mangel arglistig verschwiegen hat. In diesem Fall gilt die regelmäßige dreijährige Verjährungsfrist nach § 195 BGB, deren Beginn nach § 199 Abs. 1 BGB voraussetzt, dass der Anspruch entstanden ist und der Käufer von dem Mangel Kenntnis erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangt haben müsste. Allerdings kann die so zu ermittelnde Verjährung nicht vor Ablauf von fünf Jahren eintreten, wenn es sich um ein Bauwerk oder Baumaterial im Sinne des § 438 Abs. 1 Nr. 2 BGB handelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Was Sie jetzt tun sollten - Unser Tipp
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Verjährung von Ansprüchen ist ein komplexes Thema mit nicht zu unterschätzenden praktischen Auswirkungen, insbesondere im Immobilienkaufrecht. Umso wichtiger ist es daher die maßgeblichen Verjährungsfristen im Blick zu haben. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Verjährung eigener Ansprüche als auch hinsichtlich der Verjährung von Ansprüchen anderer, wenn möglicherweise die Verjährungsreinrede erhoben werden kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbstverständlich sind wir Ihnen bei der Abwicklung von Immobilienkaufverträgen gerne behilflich und stehen Ihnen jederzeit für eine individuelle Beratung und Einschätzung möglicherweise abgelaufener Verjährungsfristen zur Verfügung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sprechen Sie uns gerne an oder füllen Sie hierzu unser
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 02 Apr 2024 14:29:28 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Das Wachstumschancengesetz - Wichtige Änderungen kurz vor Inkrafttreten</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Das Wachstumschancengesetz – Wichtige Änderungen kurz vor Inkrafttreten
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der Zustimmung des Bundesrates am 22.03.2024 steht dem Gesetz zur Stärkung von Wachstumschancen, Investitionen und Innovation sowie Steuervereinfachung und Steuerfairness (Wachstumschancengesetz) nichts mehr im Weg. Ziel des Gesetzesvorhabens ist es, den Wirtschaftsstandort Deutschland und dessen Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und zu stärken sowie das Steuerrecht zu vereinfachen. Im Vermittlungsausschuss haben sich jedoch weitere Änderungen des Gesetzes im Vergleich zu der am 17.11.2023 vom Bundestag beschlossenen Fassung ergeben. Zudem sind einige ursprünglich geplante Maßnahmen ersatzlos entfallen. Zuvor waren allerdings einige Regelungen des Wachstumschancengesetzes schon durch das Kreditzweitmarktförderungsgesetz in Kraft getreten. Dieser Beitrag stellt eine Auswahl der nun finalen Maßnahmen überblicksartig dar. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            I. Bilanzsteuerrechtliche Maßnahmen
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Degressive Afa für bewegliche Wirtschaftsgüter
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die degressive Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter wird für einen befristeten Zeitraum abermals eingeführt. Hierbei sollen Wirtschaftsgüter begünstigt werden, die nach dem 31.03.2024 und vor dem 01.01.2025 angeschafft oder hergestellt werden. Der Abschreibungssatz darf höchstens das 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2-fache des bei der linearen Abschreibung in Betracht kommenden Prozentsatzes ergeben, allenfalls aber 20 %. Dieser Abschreibungssatz ist unveränderlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            2. Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 EStG
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Unternehmen, die die Gewinngrenze von 200.000 Euro im Jahr vor der Anschaffung oder Herstellung eines beweglichen abnutzbaren Wirtschaftsgutes nicht überschreiten, sollen für nach dem 31.12.2023 angeschaffte oder hergestellte bewegliche Wirtschaftsgüter eine Sonderabschreibung von bis zu 40 % der Investitionskosten im Jahr der Anschaffung/Herstellung und in den vier folgenden Jahren geltend machen können.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            3. Degressive Afa für Wohngebäude
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Für Wohngebäude, mit deren Herstellung nach dem 30.09.2023 und vor dem 01.10.2029 begonnen wird oder deren Anschaffung mittels geschlossenem Vertrag in diesem Zeitraum erfolgt ist, kann eine degressive Abschreibung vorgenommen werden. Der degressive Abschreibungssatz beträgt 5 % vom jeweiligen Buchwert.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             4. Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Die Inanspruchnahme dieser Sonderabschreibung soll für solche Baumaßnahmen gelten, mit denen aufgrund eines nach dem 31.08.2018 und vor dem 01.01.2022 oder nach dem 31.12.2022 und vor dem 01.10.2029 gestellten Bauantrags/Bauanzeige bisher nicht vorhandene Wohnungen hergestellt werden. Die Anschaffungs-/Herstellungskosten dürfen in diesen Fällen 5.200 Euro/qm Wohnfläche nicht übersteigen. Bemessungsgrundlage sind max. 4.000 Euro/qm Wohnfläche. Diese Regelung soll ab dem Veranlagungszeitraum 2023 gelten.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             II. Unternehmenssteuerrechtliche Maßnahmen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              1. Verlustvortrag
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Grundsätzlich ist der Verlustvortrag bis zu einem Sockelbetrag von 1 Mio. EUR bzw. 2 Mio. EUR (bei Ehegatten) für jedes Verlustvortragsjahr unbeschränkt möglich. Für den darüberhinausgehenden Teil ist der Verlustvortrag grundsätzlich auf 60% des Gesamtbetrags der Einkünfte des Verlustvortragsjahres beschränkt. Dieser wird nun für die VZ 2024 bis 2027 auf 70% erhöht.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2. Option zur Körperschaftsteuer
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Bisher konnten nur Personenhandels- oder Partnerschaftsgesellschaften zur Körperschaftsteuer optieren. Mit dem neuen Gesetz sollen nunmehr alle Personengesellschaften die Option haben. Die Anträge hierfür sollen bei einer Neugründung einer Personengesellschaft bis zum Ablauf eines Monats nach Abschluss des Gesellschaftsvertrages gestellt werden können.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              3. Zinsschranke
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Bereits mit dem Kreditzweitmarktförderungsgesetz wurden die Vorgaben der Anti-Tax-Avoidance-Directive (ATAD) in die Zinsabzugsbeschränkung mit aufgenommen. Die bisherige Konzernbezogenheit der Zinsschranke bei der Stand-alone-Klausel und bei dem Eigenkapital-Escape wurde aufgegeben. Die neuen Regelungen gelten bereits ab dem Veranlagungszeitraum 2024.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              4. Thesaurierungsbegünstigung 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Nach § 34a EStG kann auf Antrag eine Besteuerung für nicht entnommene Gewinne einer Personengesellschaft aus Gewerbetrieb, Landwirtschaft oder selbständiger Tätigkeit vorgenommen werden. Der Steuersatz beläuft sich auf 28,25 % zzgl. Solidaritätszuschlag.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Der begünstigungsfähige Gewinn soll nunmehr um die gezahlte Gewerbesteuer, die zur Zahlung der Einkommensteuer auf thesaurierte Gewinne entnommen wird, erhöht werden. Die Regelung soll erstmals für den Veranlagungszeitraum 2024 gelten.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              5. Obligatorische eRechnung
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Ab 2028 soll die Verpflichtung zur transaktionsbezogenen Meldung von Umsätzen im B2B-Bereich an ein bundeseinheitliches Meldesystem bestehen. Die Meldung soll über eine sogenannte e-Rechnung erfolgen, die der Richtlinie 2014/55/EU entspricht und in einem strukturierten elektronischen Format verarbeitet werden kann. Ab 2025 soll mit der Einführung dieser eRechnung durch folgende Übergangsvorschriften begonnen werden:
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Zwischen dem 01.01.2025 und dem 31.12.2026 können bei nach dem 31.12.2023 ausgeführten Umsätzen neben den eRechnungen auch noch sonstige Rechnungen (Papierrechnungen oder Rechnungen in einem anderen elektronischen Format) ausgestellt werden. 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Bis zum 31.12.2027 für einen nach dem 31.12.2026 und vor dem 01.01.2028 ausgeführten Umsatz ist die eRechnung auch obligatorisch für Rechnungsaussteller, bei denen im vorangegangenen Kalenderjahr (2026) der Gesamtumsatz nicht mehr als 800.000 Euro betrug.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Ausgenommen von eRechnungen sind Kleinbetragsrechnungen sowie Fahrausweise.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Hierzu finden Sie bereits einen
              &#xD;
            &lt;a href="https://www.pelkapartner.de/einfuehrung-einer-e-rechnungspflicht" target="_blank"&gt;&#xD;
              
               Beitrag von Herrn Wu bei den Pelka Insights
              &#xD;
            &lt;/a&gt;&#xD;
            
              .
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              III. Steuervereinfachende Maßnahmen 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              1. Befreiung von Kleinunternehmern von umsatzsteuerlichen Erklärungspflichten
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Bei der Anwendung der Kleinunternehmerregelung soll künftig die Abgabe einer Umsatzsteuer-Jahreserklärung entfallen. Ausnahmen gelten für innergemeinschaftliche Erwerbe, Fahrzeuglieferer oder in den Fällen, wo der Leistungsempfänger Steuerschuldner ist. Die Regelung soll erstmals für den Besteuerungszeitraum 2024 gelten.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2. Erhöhung des Schwellenwerts zur Befreiung von der Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Die Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen soll zukünftig entfallen, wenn die Steuer für das vorangegangene Kalenderjahr nicht mehr als 2.000 Euro (bisher 1.000 Euro) beträgt. Diese Regelung soll ab dem Besteuerungszeitraum 2025 gelten.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              3. Anhebung der Grenzen für die Buchführungspflicht nach § 141 AO
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Gewerbliche Unternehmer und Land- und Forstwirte sind künftig ab einem Gesamtumsatz von 800.000 Euro (bisher 600.000 Euro) oder einem Gewinn von 80.000 Euro (bisher 60.000 Euro) im Kalenderjahr zur Buchführung verpflichtet.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              IV. Gestrichene Regelungen
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Im Vermittlungsausschuss sind jedoch einige ursprünglich geplante Maßnahmen weggefallen:
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Zunächst ist hier die sogenannte Klimaschutz-Investitionsprämie zu nennen, welche eine gewinnunabhängige steuerliche Förderung bestimmter klimafreundlicher Investitionen ermöglichen und so die Wirtschaft zu einem Umdenken bewegen sollte. Diese fällt nun ersatzlos weg.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Ebenfalls wurde die Anhebung der Betragsgrenze von 800 EUR auf 1000 EUR bei geringwertigen Wirtschaftsgütern (GWG) sowie die Erhöhung der Betragsgrenze und die Verkürzung der Auflösungsdauer von Sammelposten gestrichen.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Zudem war die Einführung einer Freigrenze für Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung vorgesehen, welche Mieteinnahmen steuerfrei stellte, wenn diese im Veranlagungszeitraum weniger als 1000 EUR betragen. Auch diese Maßnahme ist im Vermittlungsausschuss weggefallen.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Schließlich wurde im Vermittlungsausschuss auch die Beibehaltung des Höchstbetrags für 2024 und 2025 sowie die zeitliche Erweiterung des Verlustrücktrages auf drei Jahre entfernt. Es gelten hier weiterhin die ursprünglichen Betragsgrenzen von 1 Mio. bzw. 2 Mio. EUR bei Zusammenveranlagung.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            V. Fazit
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Aufgrund der umfangreichen steuerrechtlichen Änderungen kann das Wachstumschancengesetz mit einem Jahressteuergesetz verglichen werden. Mit der Zustimmung des Bundesrates steht das Wachstumschancengesetz nun unmittelbar vor Verkündung und Inkrafttreten. Es bleibt abzuwarten, ob die im Gesetz enthaltenen Maßnahmen ausreichen, um die damit verbundenen Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Das Entlastungsvolumen reduzierte sich von geplanten 7 Milliarden EUR auf etwa 3,2 Milliarden EUR. Dies ist insbesondere auf den Wegfall der Klimaschutz-Investitionsprämie zurückzuführen. Dennoch stellt das Wachstumschancengesetz einen ersten Schritt zur Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen dar.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Sollten Sie zu den geplanten Maßnahmen weitere Informationen benötigen, sprechen Sie uns gerne an oder füllen Sie unser
              &#xD;
            &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
              
               Kontaktformular
              &#xD;
            &lt;/a&gt;&#xD;
            
              aus.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 27 Mar 2024 12:44:12 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Einführung einer E-Rechnungspflicht</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/einfuehrung-einer-e-rechnungspflicht</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Einführung einer E-Rechnungspflicht in Deutschland
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Deutschland wird zukünftig im B2B-Bereich die Verwendung sogenannter elektronischer Rechnungen (im Folgenden auch „E-Rechnung“ genannt) obligatorisch sein. Ein im Inland ansässiger Unternehmer wird verpflichtet, für im Inland steuerbare Leistungen (die nicht nach § 4 Nr. 8 bis 29 UStG steuerbefreit sind) eine E-Rechnung auszustellen, wenn auch der Rechnungsempfänger im Inland ansässig ist (§ 14 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 UStG-E). Der folgende Beitrag gibt Ihnen einen Überblick über die geplanten Änderungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I. Hintergrund und aktueller Stand
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Rahmen der ViDA-Initiative der EU-Kommission (ViDA steht für „VAT in the Digital Age“) ist die Einführung eines elektronischen Meldesystems geplant, das unter anderem die bisherigen Zusammenfassenden Meldungen (ZM) ersetzen soll. Ursprünglich sollten die Änderungen bereits in 2028 in Kraft treten, jedoch wird nun über eine Verschiebung auf 2030 bzw. 2032 diskutiert. Es gibt bereits eine geänderte Definition des Begriffs "Elektronische Rechnung" (Art. 217 MwStSystRL) in Vorbereitung auf diese Neuerungen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Unabhängig von der ViDA-Initiative auf europäischer Ebene hat Deutschland bereits im Sommer 2023 mit Durchführungsbeschluss des EU-Rates die Erlaubnis erhalten, abweichende Regelungen von der Mehrwertsteuersystemrichtlinie in Bezug auf E-Rechnungen einzuführen. Diese neuen nationalen Regelungen zur E-Rechnung sind im Wachstumschancengesetz enthalten, das vom Bundestag am 17.11.2023 verabschiedet wurde. Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens lief ein Vermittlungsverfahren, welches keine inhaltlichen Änderungen hinsichtlich der elektronischen Rechnungsregelungen zur Folge hatte und dessen Ergebnis seit dem 21.2.2024 vorliegt. Das geänderte Wachstumschancengesetz muss jedoch erneut vom Bundestag und (voraussichtlich am 22.3.2024) vom Bundesrat verabschiedet werden (dessen Zustimmung noch nicht gesichert ist), um in Kraft treten zu können. Dass aber die E-Rechnungspflicht in Deutschland eingeführt wird, ist nur eine Frage der Zeit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II. Was wird sich ändern?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ab dem 1. Januar 2025 müssen sich Unternehmen auf neue Begriffsdefinitionen einstellen (§ 14 Abs. 1 Satz 2 ff. UStG-E). Es wird zwischen elektronischen Rechnungen und sonstigen Rechnungen unterschieden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine elektronische Rechnung (§ 14 Abs. 1 Satz 3 UStG-E) ist demnach eine Rechnung, die in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt, übermittelt und empfangen wird und eine elektronische Verarbeitung ermöglicht. Dieses strukturierte elektronische Format muss den europäischen Normen für die elektronische Rechnungsstellung und den entsprechenden Syntaxen gemäß RL 2014/55/EU entsprechen (und somit auch der CEN-Norm EN 16931).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es ist zu beachten, dass das strukturierte elektronische Format der E-Rechnung auch zwischen Rechnungsaussteller und -empfänger vereinbart werden kann (§ 14 Abs. 1 Satz 6 Nr. 2 UStG-E). Jedoch müssen aus der E-Rechnung im vereinbarten Format die gesetzlich erforderlichen Rechnungsangaben richtig und vollständig extrahiert werden können, in ein Format, das der genannten europäischen Norm entspricht oder damit interoperabel ist. So sind beispielsweise auch über EDI-Verfahren ausgestellte Rechnungen unter Umständen weiterhin zulässig.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Formate wie die XRechnung, die bereits im öffentlichen Auftragswesen verwendet wird, oder das hybride ZUGFeRD-Format (eine Kombination aus PDF-Dokument und XML-Datei), erfüllen diese Formatanforderungen (für ZUGFeRD ab Version 2.0.1). Auch andere Rechnungsformate, die nicht ausdrücklich genannt wurden, können grundsätzlich die Anforderungen erfüllen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit sonstigen Rechnungen sind dann bspw. Papierrechnung oder auch eine per E-Mail versandte PDF-Rechnung gemeint.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III. Wer wird davon betroffen sein?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch schon heute ist der Unternehmer grundsätzlich verpflichtet eine Rechnung auszustellen, wenn er eine Lieferung oder eine sonstige Leistung an einen anderen Unternehmer erbringt (es sei denn, der Umsatz ist nach § 4 Nr. 8 – 29 UStG steuerbefreit). Diese Verpflichtung bleibt durch die Gesetzesänderung unverändert. Neu ist die Verpflichtung zur elektronischen Rechnungsstellung (§ 14 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 UStG-E).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die E-Rechnungspflicht betrifft zunächst nur Umsätze zwischen Unternehmen (B2B). Außerdem müssen sowohl der leistende Unternehmer als auch der Leistungsempfänger im Inland ansässig sein. Eine umsatzsteuerliche Registrierung in Deutschland ohne gleichzeitige Ansässigkeit löst per se noch keine Verpflichtung zur E-Rechnungsstellung aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ausnahmen von der Verpflichtung gibt es z.B. für Kleinbetragsrechnungen (§ 33 UStDV), die weiterhin als "sonstige Rechnungen" übermittelt werden dürfen, also z.B. in Papierform.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV. Ab wann gilt die E-Rechnungspflicht?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Grundsätzlich gilt ab dem 1. Januar 2025 die E-Rechnungspflicht. Unter Berücksichtigung des zu erwartenden Umsetzungsaufwands hat der Gesetzgeber mehrere gestaffelte Übergangsregelungen (§ 27 Abs. 38 UStG-E) eingeführt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bis zum Ende des Jahres 2026 dürfen für B2B-Umsätze, die in den Jahren 2025 und 2026 ausgeführt werden, weiterhin Papierrechnungen verwendet werden. Auch sonstige Rechnungen, die nicht dem neuen Format entsprechen (also z.B. eine PDF Rechnung per Email), sind in diesem Zeitraum zulässig, jedoch ist wie bisher die Zustimmung des Rechnungsempfängers erforderlich (§ 27 Abs. 38 Nr. 1 UStG-E).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bis zum Ende des Jahres 2027 dürfen für B2B-Umsätze, die in 2027 ausgeführt werden, weiterhin Papierrechnungen oder sonstige Rechnungen verwendet werden (ggf. mit Zustimmung des Rechnungsempfängers; vgl. auch oben). Eine zusätzliche Voraussetzung ist jedoch, dass der Rechnungsaussteller einen Vorjahresumsatz (Gesamtumsatz im Sinnes des § 19 Abs. 3 UStG) von maximal 800.000 EUR hat (§ 27 Abs. 38 Nr. 2 UStG-E).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Ergebnis müssen ab dem Jahr 2028 die neuen Anforderungen an E-Rechnungen und ihre Übermittlung dann zwingend eingehalten werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            V. Welche Auswirkungen hat das für Rechnungsempfänger?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie bereits oben beschrieben gilt die neue E-Rechnungspflicht ab dem 1. Januar 2025. Ab diesem Zeitpunkt wird der inländische Unternehmer zwar zunächst aufgrund der Übergangsregelungen nicht zwingend zur E-Rechnungstellung verpflichtet. Dieser ist aber auch ohne Zustimmung des Rechnungsempfängers zur E-Rechnungstellung berechtigt. Insofern müssen inländische Unternehmer als Rechnungsempfänger ggf. schon ab dem 1. Januar 2025 in der Lage sein, E-Rechnungen nach den neuen Vorgaben zu empfangen und zu verarbeiten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vor diesem Hintergrund sind Unternehmer, die zwar selbst nur steuerfreie Leistungen erbringen (z.B. Wohnungsvermieter, Ärzte), mittelbar von der E-Rechnung betroffen. Denn auch diese müssen künftig in der Lage sein, elektronische Rechnungen im strukturierten Format zu empfangen und zu archivieren. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die grundsätzliche Möglichkeit, eine Abrechnung per Gutschrift (also im umsatzsteuerlichen Sinne eine Rechnung, die vom Leistungsempfänger erstellt wird) durchzuführen, bleibt von der Gesetzesänderung unberührt. Allerdings werden zukünftig die E-Rechnungsregelungen im Hinblick auf das Gutschriftsverfahren wohl entsprechend Anwendung finden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            VI. Zusammenfassung und Ausblick
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Einführung einer E-Rechnungspflicht in Deutschland wird mit Sicherheit kommen. Auch in einigen anderen EU-Ländern gibt es unabhängig von der ViDA-Initiative Bestrebungen, eigene nationale Regelungen und E-Rechnungssysteme einzuführen (Italien hat bspw. schon seit Längerem ein eigenes E-Rechnungssystem eingeführt). Vor diesem Hintergrund ist es für Unternehmen, vor allem für solche, die grenzüberschreitend Warenlieferungen oder Dienstleistungen erbringen, mitunter herausfordernd, die Übersicht über die verschiedenen Regelungssysteme zu behalten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit der beabsichtigten Einführung der E-Rechnungsregelungen ergeben sich aber gleichzeitig neue Fragen, die noch zu klären sind. Offen ist unter anderem, welche Sanktionen dem Unternehmer drohen, wenn eine E-Rechnung nicht empfangen werden kann, oder welche rechtliche Folge es hat, wenn trotz Pflicht zur Erteilung einer E-Rechnung dies nicht erfolgt, etc. Insofern ist das Ergehen eines BMF-Schreibens zu den Detailfragen vor Inkrafttreten wünschenswert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Unabhängig von den gesetzlichen Entwicklungen erwarten immer mehr Unternehmen von ihren Geschäftspartnern, dass sie in der Lage sind, elektronische Rechnungen zu empfangen und zu versenden. Zudem müssen Unternehmer ab dem 1. Januar 2025 ohnehin die technischen Voraussetzungen zur Entgegennahme einer E-Rechnung im Grundsatz sicherstellen. Daher wächst der Druck zur Umstellung, unabhängig von den Zeitplänen der nationalen oder EU-Gesetzgebung. Da Zeit- und Kostenaufwand für die Umstellung je nach Unternehmensgröße erheblich sein können, ist es ratsam, entsprechende Projektstrukturen zeitnah zu implementieren, sofern dies noch nicht geschehen ist. Gerne sind wir Ihnen behilflich bei der rechtlichen und technischen Umsetzung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
            
              Kontaktformular
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 20 Mar 2024 14:21:58 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/einfuehrung-einer-e-rechnungspflicht</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Pelka berät Unternehmer beim Aufbau eines internationalen Gastronomie-Franchise-Konzepts</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-beraet-unternehmer-beim-aufbau-eines-internationalen-gastronomie-franchise-konzepts</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Pelka berät Unternehmer beim Aufbau eines internationalen Gastronomie-Franchise-Konzepts
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pelka berät einen Unternehmer nach dem erfolgreichem Verkauf seines ersten Start-Ups bei dem Aufbau eines international agierenden Franchise-Unternehmens der Gastronomie-Branche. In einem ersten Schritt wurde ein branchenerfahrener Geschäftsführer mit einer Minderheit am Unternehmen beteiligt. Pelka hat diesen Einstieg sowohl rechtlich als auch steuerlich begleitet, indem u.a. die notwendigen Verträge rechtlich sicher und steuerlich optimiert gestaltet wurden. Außerdem wurden bereits jetzt Optionsvereinbarungen für einen möglichen späteren Exit ausgearbeitet. Daran anschließend führte ein Investor dem Unternehmen weiteres Kapital zu. Pelka begleitet das Unternehmen auch bei diesem Schritt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Aufnahme von Investoren sind die Interessenlagen der Gründer sowie der Investoren zu berücksichtigen. Dabei gilt es, einerseits die aktuelle Situation des Unternehmens in den Blick zu nehmen und andererseits schon im Zeitpunkt des Einstiegs die prognostizierte Unternehmenssituation im Zeitpunkt des Exits bei der Vertragsgestaltung zu berücksichtigen. Unsere Beratung ist darauf gerichtet, faire und praktikable Vereinbarungen zu gestalten, damit sich die handelnden Personen nach Vertragsschluss ganz auf das operative Geschäft und den Aufbau des Unternehmens konzentrieren können. Zeit- und energieraubender Unfriede zwischen den Gesellschaftern wird so vermieden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Mandat wurde betreut von
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/dr-marc-von-kopp"&gt;&#xD;
          
             Dr. Marc von Kopp
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (M&amp;amp;A, Corporate),
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/susanne-küsters"&gt;&#xD;
          
             Susanne Küsters
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Labour Law) sowie von
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/team/dr-eric-hoeveler"&gt;&#xD;
          
             Dr. Eric Hoeveler
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Tax und Commercial).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 20 Mar 2024 09:56:16 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/pelka-beraet-unternehmer-beim-aufbau-eines-internationalen-gastronomie-franchise-konzepts</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/iStock-1873082958.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Letzter Ausweg Selbstanzeige? – Was bewirkt sie und ab wann ist sie nicht mehr möglich?</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/letzter-ausweg-selbstanzeige-was-bewirkt-sie-und-ab-wann-ist-sie-nicht-mehr-moeglich</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Letzter Ausweg Selbstanzeige? – Was bewirkt sie und ab wann ist sie nicht mehr möglich?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Vielzahl von steuerlichen Pflichten kann nur mit erheblichen Aufwand der Überblick bewahrt und diesen Pflichten ordnungsgemäß nachgekommen werden. Hat man dann noch ein Sonderamt inne, etwa Vereinsvorstand oder Geschäftsführer einer kleinen vermögensverwaltenden GbR, ist das steuerliche Pflichtenchaos schnell komplett. Oftmals fallen Fehler oder Versäumnisse erst im Nachhinein, wenn die Abgabefrist schon abgelaufen oder die Erklärung im Eiltempo erstellt und abgegeben worden ist, auf. Nicht immer reagieren die Finanzbehörden bei Fehlern nachsichtig. Um die Einleitung eines Strafverfahrens zu vermeiden, kann in manchem Fall eine Selbstanzeige geboten sein.   
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Wichtige Straftatbestände im Steuerstrafrecht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Steuerstrafrecht kennt eine Reihe von möglichen Delikten. Zu denken ist etwa an die Steuerhehlerei oder an den bandenmäßigen Schmuggel. Für die Steuerpflichtigen dürften allerdings die Steuerhinterziehung und die leichtfertige Steuerverkürzung die größte praktische Gefahr darstellen, wenn bei der Steuererklärung ein Fehler oder ein Versäumnis unterlaufen ist.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Steuerhinterziehung 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Straftatbestand der Steuerhinterziehung ist in § 370 Abgabenordnung (AO) geregelt. Danach kann sich der Steuerpflichtige oder sein Vertreter strafbar machen, wenn er vorsätzlich den Finanzbehörden oder anderen Behörden über steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben macht, die Finanzbehörden pflichtwidrig über steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis lässt oder pflichtwidrig die Verwendung von Steuerzeichen oder Steuerstempeln unterlässt und hierdurch Steuern verkürzt oder für sich oder einen anderen nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt. Als verkürzt im Sinne des Gesetzes gelten Steuern, wenn sie nicht, nicht in voller Höhe oder nicht rechtzeitig festgesetzt werden können. Nicht gerechtfertigte Steuervorteile sind erlangt, soweit sie zu Unrecht gewährt oder belassen werden, § 370 Abs. 4 Satz 2 AO. Die genauen steuerlichen Pflichten ergeben sich wiederum aus den einzelnen steuerlichen Spezialgesetzen.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Gesetz sieht einen Strafrahmen von bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vor. Das Strafmaß der Steuerhinterziehung erhöht sich bei einem sog. „besonders schweren Fall“ auf eine Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein solcher Fall kann etwa vorliegen, wenn die hinterzogene Steuer den Betrag von € 50.000 erreicht bzw. überschreitet. Eine Geldstrafe ist in einem besonders schweren Fall nicht möglich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Leichtfertigte Steuerverkürzung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der leichtfertigen Steuerhinterziehung handelt es sich nicht um eine Straftat, sondern eine Ordnungswidrigkeit. Der Tatbestand der leichtfertigen Steuerverkürzung nach § 378 AO ist erfüllt, wenn der Steuerpflichtige oder sein Vertreter eine Steuerhinterziehung leichtfertig, d.h. ohne Vorsatz aber mit einem besonders großen Sorgfältigkeitsverstoß, begeht. Bei Zweifeln des Steuerpflichtigen hinsichtlich seiner steuerlichen Pflichten oder seiner steuerlichen Bewertung eines Sachverhalts kann dieser angehalten sein, sich Rat bei einer fachlich qualifizierten Person einzuholen.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Die Selbstanzeige: Schutz vor strafrechtlichen Konsequenzen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer eine wirksame Selbstanzeige zu allen Steuerstraftaten einer Steuerart abgibt, wird wegen dieser Steuerstraftaten nicht wegen Steuerhinterziehung bestraft. Sollte allenfalls eine leichtfertige Steuerverkürzung im Raum stehen, wird im Fall einer wirksamen Selbstanzeige kein Bußgeld festgesetzt. Sowohl bei der Steuerhinterziehung als auch bei der leichtfertigen Steuerverkürzung müssen allerdings für die Straffreiheit die hinterzogenen bzw. verkürzten Steuern sowie etwaige (Hinterziehungs-)Zinsen innerhalb einer angemessen Frist entrichtet werden. Die strafbefreiende Wirkung bezieht sich dabei allein auf die Steuerstraftat und nicht auf etwaig mitverübte Straftaten wie etwa Urkundenfälschung oder Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Straffreiheit ist indes nicht mit der Steuerfreiheit zu verwechseln. Zwar kommt es nicht zu strafrechtlichen Konsequenzen, das Steuerverfahren und mithin auch die Steuerforderungen werden nicht beseitigt, wenn die Selbstanzeige erfolgreich ist.   
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Sperrgründe für eine Selbstanzeige
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollte der Weg einer Selbstanzeige beschritten werden, sollte vorab geprüft werden, ob dieser Weg noch gangbar ist. Der Gesetzgeber hat die Möglichkeit zur straf- bzw. bußgeldbefreienden Selbstanzeige in einigen Konstellationen gesperrt. Eine Selbstanzeige kann daher in den nachfolgenden Situationen zu spät sein, sie entfaltet dann keine strafbefreiende Wirkung mehr. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Sperrgründe bei der Steuerhinterziehung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine wirksame Selbstanzeige ist nicht mehr möglich, wenn bei einer der zur Selbstanzeige gebrachten unverjährten Steuerstraftat dem Steuerpflichtigen oder seinem Vertreter eine Prüfungsanordnung nach § 196 AO bekannt gegeben worden ist. Dies betrifft Fälle der sog. Außenprüfung bzw. Betriebsprüfung. Die Sperrung der Selbstanzeige erstreckt sich in diesen Fällen auf den zeitlichen und sachlichen Umfang der Außenprüfung. Dies gilt auch, wenn dem Steuerpflichtigen oder seinem Vertreter die Einleitung eines Straf- oder Bußgeldverfahrens (wirksam) bekannt gegeben worden ist. Entsprechend greift die Wirkung der Selbstanzeige ebenfalls nicht ein, wenn ein Amtsträger (der Finanzbehörde) zur steuerlichen Prüfung oder zur Ermittlung einer Steuerstraftat oder Steuerordnungswidrigkeit persönlich vorstellig wird bzw. im Sprachstil des Gesetzgebers „erschienen“ ist. Für den Sonderfall einer Umsatzsteuer-Nachschau, einer Lohnsteuer-Nachschau oder einer Nachschau nach anderen steuerrechtlichen Vorschriften gilt das zuvor ausgeführte entsprechend, wobei der Amtsträger sich bei Erscheinen auch ausweisen können muss. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einen weiteren Sperrgrund stellt es dar, wenn eine Steuerstraftat im Zeitpunkt der Selbstanzeige ganz oder zum Teil bereits entdeckt war und der Steuerpflichtige dies wusste oder bei verständiger Würdigung der Sachlage damit rechnen musste. Wann eine Tat als entdeckt gilt, ist anhand des Einzelfalls zu prüfen. Mitunter kann auch schon die Entdeckung einer Tat im Ausland durch ausländische Behörden ausreichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
             
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zudem entfaltet die Selbstanzeige grundsätzlich auch dann keine strafbefreiende Wirkung, wenn die hinterzogene Steuer oder der erlangte nicht gerechtfertigte Steuervorteil je Tat einen Betrag von € 25.000 übersteigt. Dasselbe gilt, unabhängig vom jeweils hinterzogenen Betrag, sofern ein in § 370 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 bis 6 AO genannter besonders schwerer Fall der Steuerhinterziehung vorliegt. Dies ist etwa der Fall, wenn bei der Steuerhinterziehung nachgemachte oder verfälschte Belege verwendet worden und fortgesetzt Steuern verkürzt worden sind. In diesen Fällen kann jedoch von der Strafverfolgung abgesehen werden, wenn der Steuerpflichtige oder ein sonstiger an der Tat Beteiligter die verkürzten Steuern (inkl. Zinsen) entrichtet und zusätzlich einen Geldbetrag zugunsten der Staatskasse in Höhe von 10% bis 20% des Hinterziehungsbetrags zahlt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Sperrgrund bei der leichtfertigen Steuerhinterziehung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da es bei der leichtfertigen Steuerverkürzung kein „Wissen“ um eine etwaige Steuerverkürzung gibt, gibt es hier nur einen Sperrgrund, der die Wirksamkeit der Selbstanzeige hindert: Dem Steuerpflichtigen oder seinem Vertreter darf die Einleitung eines Straf- oder Bußgeldverfahrens wegen der gegenständlichen Tat nicht bekannt gegeben worden sein. Die Bekanntgabe richtet sich dabei nach den allgemeinen Vorschriften. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sollte sich im Nachhinein zeigen, dass bei der Abgabe einer Erklärung ein Fehler unterlaufen oder eine Abgabefrist versäumt worden ist, ist eine Korrektur durch den Steuerpflichtigen oder seinen Vertreter vorzunehmen. Frei nach dem Motto „better safe than sorry“ sollte dann auch immer daran gedacht werden, ob die Nacherklärung im Zweifel auch den Anforderungen einer Selbstanzeige genügt. Die Reaktionen der verschiedenen Finanzämter unterscheiden sich stark und lassen sich im Vorfeld nicht immer abschätzen. Sollte die Korrektur letztlich auf eine Selbstanzeige hinauslaufen, sollte der Steuerpflichtige oder sein Vertreter stets bedenken, dass die Selbstanzeige ihre Wirkung nur entfalten kann, wenn sie den gesetzlichen Anforderungen gänzlich entspricht. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
              
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
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      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 28 Feb 2024 11:18:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/letzter-ausweg-selbstanzeige-was-bewirkt-sie-und-ab-wann-ist-sie-nicht-mehr-moeglich</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Pelka klagt erfolgreich Kindergeld bei mehraktiger Ausbildung ein</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-klagt-erfolgreich-kindergeld-bei-mehraktiger-ausbildung-ein</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Pelka klagt erfolgreich Kindergeld bei mehraktiger Ausbildung ein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pelka führte für eine Mandantin ein erfolgreiches finanzgerichtliches Klageverfahren mit dem Ziel der Auszahlung des Kindergeldes während der gesamten Ausbildungszeit. Im Kern wurde um die Frage gestritten, ob die Familienkasse eine sog. mehraktige Ausbildung zwischen Ausbildungsabschluss und Studium beim Berufsziel Steuerberater anerkennen muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Kind der Mandantin hatte zunächst die Ausbildung zur Steuerfachangestellten absolviert und danach in seinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet. Nach dem Ende der Ausbildung strebte das Kind ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Steuern an. Zwischen dem Ende der Ausbildung und dem Studienbeginn lagen einige Monate, währenddessen das Kind im Ausbildungsbetrieb zur Überbrückung arbeitete. Die Familienkasse stellte die Kindergeldzahlungen ein und blieb bis zur Klageerhebung der Ansicht, dass jede Ausübung einer Berufstätigkeit für den Kindergeldanspruch schädlich sei und jede folgende Ausbildungsmaßnahme eine nebenberufliche Weiterbildung des Kindes darstelle. Nach Klageerhebung beschied die Familienkasse innerhalb kurzer Zeit, dass vorliegend Kindergeld für den gesamten Ausbildungszeitraum auszuzahlen sei. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch die Klage konnte die Familienkasse dazu bewegt werden, eine mehraktige Berufsausbildung zwischen der Absolvierung der Ausbildung des Steuerfachangestellten und dem nachfolgenden Studium anzuerkennen. Vorliegend war auch entscheidend, dass eine etwaig ausgeübte Nebentätigkeit neben der Ausbildung und dem Studium in den Hintergrund tritt, anderenfalls hätte dies den Kindergeldanspruch gefährden können. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Verfahren führten die Rechtsanwälte
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/nils-pinzke"&gt;&#xD;
          
             Nils Pinzke
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/julia-weber"&gt;&#xD;
          
             Julia Weber
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (beide Asscociate).   
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
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            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 21 Feb 2024 13:04:24 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Anspruch auf einen barrierefreien Umbau eines Wohnhauses einer Wohnungseigentümergemeinschaft</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/anspruch-auf-einen-barrierefreien-umbau-eines-wohnhauses-einer-wohnungseigentuemergemeinschaft</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Anspruch auf einen barrierefreien Umbau eines Wohnhauses einer Wohnungseigentümergemeinschaft
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I. Sachverhalt
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bundesgerichtshof (BGH) hat jetzt in einem Grundsatzurteil geklärt, welche baulichen Veränderungen Wohnungseigentümer verlangen können, um einen barrierefreien Zugang zu ihren Wohnungen zu erhalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Streitfall geht es um ein in den Jahren 1911 und 1912 errichtetes mehrgeschossiges Wohngebäude, bestehend aus einem Vorderhaus und einem Hinterhaus. Letzteres war früher ein sog. Gesindehaus, in dem ursprünglich die Bediensteten wohnten, mit einem sehr engen, weniger als einem Meter breiten Treppenhaus, das den Einbau eines Treppenlifts nicht zulässt. Zwei ältere Wohnungseigentümer, deren Wohnungen sich im dritten und vierten Obergeschoss des Hinterhauses befinden, wollen dort auf eigene Kosten einen Außenaufzug anbringen lassen, um einen einfacheren Zugang zu ihren Wohnungen zu erhalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf einer Eigentümerversammlung lehnte die Mehrheit der Wohnungseigentümer die Errichtung eines Außenaufzugs jedoch u. a. mit der Begründung ab, ein Außenaufzug stelle eine große bauliche Maßnahme dar, in deren Folge der Innenhof noch enger und der Platz für Fahrräder und Mülltonnen unnötig eingeschränkt würde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die beiden Wohnungseigentümer haben ihre Ansprüche gerichtlich geltend gemacht und mit ihrer Klage beantragt, einen zustimmenden Beschluss der Wohnungseigentümergemeinschaft über die Errichtung des Außenaufzugs für das Hinterhaus gerichtlich zu ersetzen. Das Amtsgericht (AG) München hat die Klage abgewiesen. Auf die Berufung der Kläger hat das Landgericht (LG) München I entschieden, dass auf Verlangen der Kläger durch die Wohnungseigentümergemeinschaft beschlossen ist, dass am Hinterhaus ein Personenaufzug zu errichten ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die hiergegen gerichtete Revision der beklagten Wohnungseigentümergemeinschaft hat der BGH mit Urteil vom 09.02.2024 – V ZR 244/22 – zurückgewiesen und die Entscheidung des LG München I bestätigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Rechtslage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der seit dem 01.12.2020 geltenden Neufassung der Bestimmungen des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) kann jeder Wohnungseigentümer gemäß § 20 Abs. 2 Nr. 1 WEG angemessene bauliche Veränderungen verlangen, die dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderungen dienen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Entscheidung des BGH
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit seiner Entscheidung hat der BGH insbesondere geklärt, dass bauliche Veränderungen im Sinne des § 20 Abs. 2 WEG auch dann zulässig sind, wenn sie eine Sondernutzungsbefugnis zur Folge haben (siehe unten 1.), und was unter „angemessenen baulichen Veränderungen“ im Sinne des § 20 Abs. 2 WEG zu verstehen ist (siehe unten 2.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Nach der bis zum 30.11.2020 geltenden Gesetzeslage hätten die Kläger keinen Anspruch auf die Errichtung des Außenaufzugs gehabt, weil dieser nur ihnen im Wege eines Sondernutzungsrechts zur Verfügung steht und die übrigen Wohnungseigentümer entgegen § 13 Abs. 2 Satz 1 WEG aF (jetzt § 16 Abs. 1 Satz 3 WEG) vom Gebrauch des gemeinschaftlichen Eigentums ausgeschlossen werden. Eine solche bauliche Veränderung hätte daher nach der bis zum 30.11.2020 geltenden Gesetzeslage einer Vereinbarung der Wohnungseigentümer bedurft und nicht Gegenstand einer den Beschluss ersetzenden gerichtlichen Entscheidung sein können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der seit dem 01.12.2020 geltenden Gesetzeslage können Wohnungseigentümer eine bauliche Veränderung grundsätzlich auch dann beschließen, wenn die Beschlussfassung die Zuweisung einer ausschließlichen Nutzungsbefugnis an dem dafür vorgesehenen Gemeinschaftseigentum zur Folge hat; einer Vereinbarung der Wohnungseigentümer bedarf es hierfür nicht mehr. Dies ergibt sich aus § 21 WEG und den in dieser Vorschrift enthaltenen Regelungen über die Kosten und Nutzen bei baulichen Veränderungen: Wird auf Verlangen eines Wohnungseigentümers eine bauliche Veränderung durchgeführt, so hat er gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WEG die Kosten allein zu tragen und nur ihm gebühren gemäß § 21 Abs. 1 Satz 2 WEG die Nutzungen, sofern ein ausschließlicher Gebrauch des baulich veränderten Gemeinschaftseigentums möglich ist. Nach Auffassung des BGH kommt in diesen Regelungen zum Ausdruck, dass mit der Reform des Wohnungseigentumsrechts eine Beschlussfassung über bauliche Veränderungen gerade auch dann ermöglicht werden sollte, wenn dies eine ausschließliche Nutzungsbefugnis zur Folge hat; hierin bestand ein erklärtes Ziel der Reform des Wohnungseigentumsrechts.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Die Errichtung eines Außenaufzugs stellt auch eine angemessene bauliche Veränderung gem. § 20 Abs. 2 Nr. 1 WEG dar, weil sie dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderungen dient. Das Kriterium der Angemessenheit einer baulichen Veränderung im Sinne dieser Vorschrift dient nach dem Willen des Gesetzgebers dazu, im konkreten Einzelfall unangemessene Forderungen eines Wohnungseigentümers zurückweisen zu können. Eine bauliche Veränderung, die einem der in § 20 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 WEG aufgeführten Zwecke dient, ist nach Auffassung des BGH regelmäßig angemessen und die Angemessenheit ist nur ausnahmsweise, z. B. aufgrund außergewöhnlicher baulicher Gegebenheiten, zu verneinen, wenn die bauliche Veränderung bei der Gesamtheit der davon betroffenen Wohnungseigentümer zu Nachteilen führt, die bei wertender Betrachtung außer Verhältnis zu ihrem Zweck stehen. Nachteile, die typischerweise aufgrund einer privilegierten baulichen Veränderung eintreten, begründen regelmäßig nicht deren Unangemessenheit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            a)	Typischerweise eintretende Nachteile, wie etwa erforderliche Eingriffe in die Bausubstanz, übliche Nutzungsbeschränkungen des Gemeinschaftseigentums und optische Veränderungen des Gebäudes aufgrund von Anbauten, können die Unangemessenheit daher regelmäßig nicht begründen. Insoweit hat bereits das LG München I nach Auffassung des BGH zutreffend darauf hingewiesen, dass Nutzungseinschränkungen im Bereich des Innenhofs aus Rechtsgründen nicht als ausreichend angesehen werden können, um die verlangte Errichtung eines Außenaufzugs als unangemessen anzusehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            b)	Bei der Abwägung, ob eine bauliche Veränderung angemessen ist, sind regelmäßig nur solche Folgen relevant, die sich für die Gesamtheit der Wohnungseigentümer negativ auswirken. Dies beruht darauf, dass das Gesetz Beeinträchtigungen einzelner Wohnungseigentümer gemäß 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            § 20 Abs. 4, Halbsatz 1, Alt. 2 WEG (unbillige Benachteiligung eines Wohnungseigentümers) berücksichtigt; solche individuellen Nachteile können daher nicht zugleich die Angemessenheit einer privilegierten baulichen Veränderung per se beseitigen. Es muss sich zudem um Nachteile handeln, die unabhängig von der Art und Weise der Bauausführung, einschließlich der konkreten baulichen Details, eintreten 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und nicht durch bestimmte Bedingungen und Auflagen gemäß § 20 Abs. 2 WEG beseitigt bzw. abgemildert werden können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            c)	Die Kosten der baulichen Veränderung sind grundsätzlich ohne Bedeutung für das Bestehen eines Anspruchs nach § 20 Abs. 2 Nr. 1 WEG; sie sind gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WEG von dem die bauliche Veränderung verlangenden Wohnungseigentümer zu tragen. Der Begriff der Kosten in § 21 WEG ist weit auszulegen und umfasst auch Folgekosten des Gebrauchs und der Erhaltung des baulich veränderten Gemeinschaftseigentums, die etwa durch erhöhte Versicherungsprämien, die Wahrnehmung von Kontroll- und Überwachungspflichten oder durch Wartung und Reparatur entstehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Bedeutung der Entscheidung des Landgerichts München
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Auffassung des BGH hat der Gesetzgeber ein gesamtgesellschaftliches Interesse an den gemäß § 20 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 WEG privilegierten baulichen Veränderungen zugrunde gelegt, deren ggf. negative Folgen dem objektiven Nutzen der Maßnahmen für die Erreichung der gesetzlich verfolgten Zwecke gegenüberzustellen sind, was nur ausnahmsweise zu einer Unangemessenheit einer baulichen Veränderung führen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie schon im Mietrecht, wo der Mieter gemäß § 554 Abs. 1 BGB vom Vermieter die Vornahme baulicher Veränderungen verlangen kann, die u. a. den barrierefreien Gebrauch der Mietsache durch Menschen mit Behinderungen ermöglichen, hat der Gesetzgeber mit der Novellierung des Wohnungseigentumsrechts in § 20 Abs. 2 WEG auch entsprechende Ansprüche einzelner Wohnungseigentümer normiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn Sie als Wohnungseigentümer gemäß § 20 Abs. 2 WEG Ansprüche auf Gestattung baulicher Veränderungen des Gemeinschaftseigentums geltend machen wollen, dann beraten wir Sie gerne. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 21 Feb 2024 11:23:28 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Rechtstipp:  Einmal Home-Office – immer Home-Office?</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Rechtstipp
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Einmal Home-Office – immer Home-Office?
             &#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Arbeit im Home-Office ist aus der heutigen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Nach Angabe des Statistischen Bundesamts waren in Deutschland im Jahr 2022 24,2% aller Erwerbstätigen zumindest gelegentlich im Home-Office tätig (sog. Hybrid Working). Die Anzahl der Beschäftigten, die ausschließlich im Home-Office arbeiten, beziffert das Statistische Bundesamt für dasselbe Jahr auf rund 2,285 Millionen. Dies entspricht einer Vervierfachung im Verhältnis zum entsprechenden Wert vor der Corona-Pandemie. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch was passiert, wenn eine einmal getroffene Home-Office-Vereinbarung gekündigt werden soll – etwa, weil nach dem Abklingen der pandemiebedingten Einschränkungen aus Sicht des Arbeitgebers kein Bedarf mehr besteht – der Arbeitnehmer die Beendigung der Vereinbarung aber ablehnt? Wann und wie können Arbeitgeber Home-Office-Vereinbarungen kündigen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Worum geht es?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der Kündigung einer Home-Office-Vereinbarung wird der Inhalt des Arbeitsverhältnisses hinsichtlich des Arbeitsortes einseitig geändert. Eine solche einseitige Änderung der arbeitsvertraglichen Bedingungen bezeichnet man als „Teilkündigung“. Im Gegensatz zur „regulären“ Kündigung wird hierbei nicht das gesamte Arbeitsverhältnis beendet, sondern lediglich ein selbständiger, abtrennbarer Teil, in der Regel eine Zusatzvereinbarung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grundsätzlich gilt im Arbeitsrecht, dass Teilkündigungen unzulässig sind und daher nicht wirksam ausgesprochen werden können. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts wird nämlich durch die einseitige Änderung einzelner Vertragsbedingungen gegen den Willen einer Partei das Äquivalenz- und Ordnungsgefüge des Arbeitsvertrags gestört. Die kündigende Vertragspartei entziehe sich der Vertragsbindung, ohne gleichzeitig auf ihre Rechte aus der Bindung der anderen Partei zu verzichten (BAG, Urteil vom 07.10.1982 - 2 AZR 455/80).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Grundsatz der Unzulässigkeit einer Teilkündigung muss daher bei der Kündigung von Home-Office-Vereinbarungen berücksichtigt werden. Zwar können Teilkündigungsrechte vereinbart werden, diese unterliegen aber strengen Voraussetzungen. Insbesondere müssen sie einer AGB-Kontrolle standhalten und dürfen den Arbeitnehmer somit nicht unangemessen benachteiligen und nicht missverständlich formuliert sein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Urteil vom 16.03.2023 hat das Landesarbeitsgericht Hamm (Az.: 18 Sa 832/22) über die Wirksamkeit einer solchen Teilkündigungsvereinbarung entschieden, die Voraussetzungen für eine solche anschaulich dargestellt und so einen Ausblick auf die mögliche Gestaltung von Home-Office-Vereinbarungen gewährt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Zum Urteil
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dem vom Landesarbeitsgericht Hamm zu beurteilenden Sachverhalt stritten die Parteien über die Wirksamkeit einer arbeitsvertraglichen Zusatzvereinbarung, nach welcher der Kläger seine Arbeitsleistung grundsätzlich im Home-Office verrichtete und nur bei Bedarf in den Unternehmensräumen arbeiten musste. Die im Zentrum der Entscheidung stehende Regelung der Zusatzvereinbarung bestimmte, dass die Zusatzvereinbarung mit dem Ende des zugrundeliegenden Arbeitsverhältnisses ende, wenn sie nicht vorher durch eine der beiden Parteien gekündigt werde. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach einer länger andauernden Erkrankung des Klägers kündigte die Beklagte die Zusatzvereinbarung, um den Schwerpunkt der Tätigkeit des Klägers in den Innendienst zu verlagern. Daraufhin machte der Kläger gerichtlich die Unwirksamkeit der Teilkündigung geltend. Die vorstehend geschilderte Regelung sei unwirksam, weil sie gegen das Transparenzgebot verstoße und arbeitsrechtliche Vorschriften umgehe. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Arbeitsgericht gab der Klage statt, die anschließende Berufung war erfolgreich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Landesarbeitsgericht Hamm verwies zunächst auf die Rechtsprechung des BAG zum Grundsatz der Unwirksamkeit von Teilkündigungen. Deren Unzulässigkeit beruhe darauf, dass gegen den Willen des Vertragspartners keine einseitige Änderung von Vertragsbedingungen möglich sei. Im zu entscheidenden Fall liege jedoch gerade keine Änderung der Vertragsbedingungen gegen den Willen des Vertragspartners vor, da die Vereinbarung explizit die Möglichkeit der Kündigung der betroffenen Vertragsbedingung vorsehe. Die Vertragsparteien mussten sich also darüber im Klaren sein, dass die Regelung zum Home-Office von der jeweils anderen Partei gegen ihren Willen beendet werden konnte. Ausschlaggebend für die Wirksamkeit der Regelung sei allerdings, dass die Kündigungsmöglichkeit gleichermaßen für beide Parteien gelte und eine Weisung zum neuen Arbeitsort vorliege. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch sei die Vereinbarung selbst nicht unwirksam. So verletze sie keine zwingenden Kündigungsschutzvorschriften, da sie nicht die Kündigung des Arbeitsverhältnisses, sondern lediglich den Ort der Tätigkeit betreffe, welcher kündigungsrechtlich nicht besonders geschützt sei. Eine Unwirksamkeit ergebe sich auch nicht aus einem Verstoß gegen AGB-Recht. Das Gericht führte hierzu aus, die Tätigkeit im Home-Office sei keine wechselseitige Vertragspflicht, sondern betreffe nur den Ort der Arbeitsleistung, der vom Direktionsrecht des Arbeitgebers umfasst sei. Im Rahmen der vorzunehmenden Interessenabwägung sei zu berücksichtigen, dass die Kündbarkeit der Zusatzvereinbarung nur eine eingeschränkte Rechtsposition des Klägers betreffe und ihm diese auch nicht vollständig genommen werde, da er durch die Zusatzvereinbarung keinen Anspruch auf eine ausschließliche Tätigkeit im Home-Office erlangt habe und auch nach dem nunmehr wieder geltenden Arbeitsvertrag grundsätzlich im Home-Office arbeiten könne. Schließlich sei das spezifische Anpassungs- und Flexibilisierungsbedürfnis des Arbeitsrechts zu berücksichtigen. Die Vereinbarung sei daher nicht unangemessen benachteiligend. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Teilkündigung der Home-Office-Regelungen des Klägers sei daher insgesamt wirksam.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Sonstige Rechtslage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit seiner Entscheidung hat das Landesarbeitsgericht Hamm die Weichen für die Wirksamkeitsprüfung individualvertraglich vereinbarter Teilkündigungsrechte gestellt. Wenn die Parteien einer Home-Office-Vereinbarung für diese ein Teilkündigungsrecht vereinbaren, so muss die Kündigungsmöglichkeit beiden Parteien gleichermaßen zustehen. Anderenfalls droht die Unwirksamkeit der Teilkündigung wegen des entgegenstehenden Willens der nicht teilkündigungsberechtigten Partei. Es ist ferner zu berücksichtigen, dass die Teilkündigungsrechte nicht unklar formuliert und auch nicht unangemessen benachteiligend sein dürfen, wobei die Interessen beider Parteien zu beachten sind. Schließlich muss entweder bereits im Zusammenhang mit der Vereinbarung des Teilkündigungsrechtes selbst oder jedenfalls im Rahmen der Ausübung ein neuer Arbeitsort festgelegt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Soweit Home-Office-Vereinbarungen dagegen nicht individualvertraglich, sondern mittels Betriebsvereinbarung getroffen werden, ist auf ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Nürnberg vom 11.05.2021 (Az.: 7 Sa 289/20) hinzuweisen. Hier argumentierte das Gericht, ebenfalls unter Berücksichtigung der grundsätzlichen Unzulässigkeit von Teilkündigungen, dass es sich bei der Home-Office-Vereinbarung um eine nach dem Gesamtbild des Vertrags selbständig lösbare Vereinbarung handle und das Teilkündigungsrecht daher keine Umgehung des Kündigungsschutzes darstelle, weil der Arbeitsvertrag selbst bestehen bleibe. Auch im Hinblick auf die AGB-Kontrolle und die Bedeutung des Weisungsrechts des Arbeitgebers zum Arbeitsort, decken sich die Ausführungen der beiden Landesarbeitsgerichte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich kann es – gerade bei Pandemie-Sachverhalten – vorkommen, dass das Home-Office nicht zwischen den Parteien vereinbart, sondern vom Arbeitgeber einseitig angeordnet wurde. In einem solchen Fall vertrat das Landesarbeitsgericht München am 26.08.2021 (Az.: 3 SaGa 13/21) die Auffassung, dass es bei einem Vorliegen betrieblicher Gründe auch vom Weisungsrecht des Arbeitgebers umfasst sei, die Rückkehr aus dem Home-Office anzuordnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trotz dieser recht aussagekräftigen Urteile verschiedener Landesarbeitsgerichte darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass es bisher an höchstrichterlicher Rechtsprechung fehlt und die verschiedene Gerichte und Instanzen entsprechende Sachverhalte möglicherweise unterschiedlich bewerten werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Was Sie jetzt tun sollten – unser Tipp
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie soeben dargestellt, ist die Beendigung von Home-Office-Vereinbarungen unter bestimmten Voraussetzungen möglich, insbesondere wenn ein Teilkündigungsrecht individualvertraglich oder im Rahmen einer Betriebsvereinbarung vereinbart worden ist. Der Grundsatz der Unzulässigkeit von Teilkündigungen ist insofern kein unüberwindbares Hindernis. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im besten Fall wird eine schriftliche Vereinbarung darüber getroffen, ob und wie die Tätigkeit im Home-Office beendet werden kann. In Betracht kommt etwa eine befristete Vereinbarung, eventuell auch mit sachlichem Grund, oder eben ein beidseitiges, klar definiertes Widerrufs- bzw. Kündigungsrecht. Fehlt es an einer solchen Vereinbarung, bleibt dem Arbeitgeber in der Regel nur der Weg über eine Änderungskündigung, über die ggfs. das Arbeitsgericht entscheiden wird. Es ist davon auszugehen, dass in der nächsten Zeit noch weitere Urteile zum Thema der Beendigung von Home-Office-Vereinbarungen gefällt werden. Außerdem bleibt abzuwarten, wie sich das Bundesarbeitsgericht zu dieser Frage positionieren wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbstverständlich sind wir Ihnen bei der Beendigung von Home-Office-Vereinbarungen gerne behilflich und stehen Ihnen jederzeit für eine individuelle Beurteilung einer Vereinbarung oder die Umsetzung eines Beendigungsvorhabens ebenso zur Verfügung wie für den Entwurf einer solchen Vereinbarung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir danken unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Alexa Gablenz für die tatkräftige Unterstützung zu diesem Beitrag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
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             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 31 Jan 2024 16:10:30 GMT</pubDate>
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    </item>
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      <title>Dauerbrenner: Index- und Staffelmiete</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Dauerbrenner: Index- und Staffelmiete
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          I.	Einleitung
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das häufigste Instrument der Mietanpassung ist die Indexmiete. Zudem ist auch die Staffelmiete in der Praxis vorzufinden, die nach der letzten Mietrechtsnovelle nun auch zeitlich unbegrenzt möglich ist. Beide Gestaltungsmöglichkeiten beschäftigen die Rechtsprechung regelmäßig und können als „Dauerbrenner“ bezeichnet werden. So entschied etwa der BGH, Urteil vom 26.05.2021, VIII ZR 42/20, dass formularvertragliche Indexmietvereinbarungen zur Wahrung des Transparenzgebots (§ 307 Abs. 1 Satz 2 BGB) keiner Angabe des Basisjahrs oder der gesetzlichen Wartefrist bedürfen. Mit Urteil vom 12.7.2023, VIII ZR 60/22, äußerte sich der BGH zum Anspruch des Mieters gegen den Vermieter auf Erteilung von Auskunft gemäß § 556g Abs. 3 BGB im Fall einer Staffelmiete.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei langfristigen Mietverträgen besteht auf beiden Seiten ein Interesse an einer planbaren und marktgerechten Miete. Mit diesem Beitrag geben wir Ihnen einen Einblick in die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten der Mietanpassung und die damit verbundenen Risiken. Der Fokus des Beitrags liegt auf der Index- und der Staffelmiete.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II.	Was ist die Indexmiete?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Begriff und Rahmenbedingungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Rahmen einer Indexmiete werden künftige Mietanpassungen an die Entwicklung des vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Verbraucherpreisindex (VPI) gekoppelt. Mieten können sich daher in der Zukunft nach oben oder - zumindest theoretisch - nach unten entwickeln. Faktisch gibt es seit Einführung des VPI jedoch nur Indexsteigerungen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nicht so häufig, aber doch immer wieder findet sich die Formulierung „Mieterhöhung“ anstelle von „Mietanpassung“ in Indexierungsvereinbarungen. Dies kann als unangemessene Benachteiligung im Rahmen der AGB-Verwendung zur Unwirksamkeit der gesamten Mietindexregelung führen und somit die Miete für die Dauer der Restlaufzeit des Mietvertrages „einfrieren“. Leicht verwechselt bei der Vereinbarung einer Indexmiete werden weiterhin Prozent und Prozentpunkte. Einfacher im Umgang sind die Prozentpunkte als Referenz. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Indexmiete kann nur schriftlich vereinbart werden. Im Gewerbemietrecht ist zusätzlich eine Mindestlaufzeit von 10 Jahren zu beachten. Auch darf die Miete nicht willkürlich oder unbegrenzt oft erhöht werden. Eine Erhöhung darf grundsätzlich nur einmal im Jahr stattfinden und die letzte Anpassung muss mindestens 12 Monate zurückliegen. Jede Mietanpassung ist – jedenfalls im Wohnmietrecht –  von der jeweiligen Partei durch Erklärung in Textform geltend zu machen. Die geänderte Miete gilt dann mit Beginn des übernächsten Monats, nach dem Zugang der Erklärung. Im Gewerbemietrecht kann demgegenüber alles frei vereinbart werden, wie bspw. eine automatische Mietanpassung oder eine Mietanpassung erst mit Geltendmachung für die Zukunft.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Wohnraummietrecht gilt bei der Indexmiete die Besonderheit, dass die Mietpreisbremse nicht im Laufe der Mietzeit gilt, sondern nur für die Anfangsmiete bei Anmietung. Während der Mietzeit greift im Hinblick auf die Wohnmiethöhe als einziger legitimer Einwand der Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot gemäß § 134 BGB in Verbindung mit § 5 Abs. 2 WiStG (Wirtschaftsstrafgesetz). Danach ist Voraussetzung, dass infolge der Ausnutzung eines geringen Angebots an vergleichbaren Räumen die Miete die üblichen Entgelte um mehr als 20 % übersteigt. Es mag durchaus heute vorkommen, dass tatsächlich indexierte Wohnmieten 20 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Die zweite Voraussetzung des Ausnutzens der Zwangslage dürfte aber in der Regel nicht erfüllt sein. Denn dann müsste ein Mietwucher bereits zum Zeitpunkt des Mietvertragsabschlusses angelegt sein. Die Mietpreisüberhöhung und das Ausnutzen des geringen Wohnangebots müssen nach dem Gesetzestext beide gleichzeitig vorliegen und das knappe Wohnraumangebot kausal für die Mietpreisüberhöhung sein. Der Nachweis wird selten gelingen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei einer wirksam vereinbarten Indexmiete sind z.B. Mieterhöhungen nach einer Modernisierungsmaßnahme (mit Ausnahme von Maßnahmen, die gesetzlich oder behördlich angeordnet worden sind und der Vermieter nicht zu vertreten hat) ausgeschlossen. Außerdem bleibt die Miete bei Änderungen der ortsüblichen Vergleichsmiete, insbesondere bei der Veröffentlichung eines neuen Mietspiegels, unberührt. Die Indexierung führt in der Praxis zu einem für den Eigentümer vorteilhaften Inflationsausgleich der Miete und sichert somit den Werterhalt der Immobilie. Eine Indexmiete ist besonders attraktiv, wenn der VPI schneller steigt als die ortsübliche Vergleichsmiete, wie wir es derzeit erleben. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Spielarten bei der Indexmiete
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Indexmiete kann sowohl im Wohn- als auch Gewerbemietrecht weitgehend frei vereinbart werden. Es steht den Parteien frei, ob die Indexierung bereits ab Mietbeginn oder erst ab einem späteren Zeitpunkt gilt. Ebenso können die Parteien vereinbaren, auf welcher Basis der jeweilige Vergleich erfolgen soll, ob immer auf Basis der bei Mietbeginn vereinbarten Miete oder, wie es am meisten anzutreffen ist, auf Basis der letzten Anpassung der Miete. Schließlich bleibt auch – je nach Verhandlungsposition – die Anpassung um nur einen Prozentsatz der Veränderung des VPI möglich, wie beispielweise 80/100. Bei Ankermietern sind durchaus auch 50/100 anzutreffen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III.	Was ist die Staffelmiete?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Begriff und Rahmenbedingungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Staffelmiete ist eine vertraglich vorgesehene, gestaffelte Mieterhöhung. Im Gegensatz zur Indexmiete steigt die Miete in der Regel um einen fixen Betrag. Gem. § 557a BGB muss eine Mietstaffel jedoch mindestens ein Jahr lang unverändert bleiben. Wenn das Mietverhältnis also z.B. am 01.01.2023 begonnen hat, kann sich die Miete i.H.v. 2.000 € mit Wirkung zum 01.01.2024 um 100 € und somit auf 2.100 € erhöhen. Im Wohnmietrecht sind auch bei Staffelmieten allerdings Gebiete mit angespannter Wohnungslage zu beachten: Erhöhungen müssen mit der Mietpreisbremse vereinbar sein und die einzelnen Staffeln dürfen nach §§ 556d, 557a Abs. 4 BGB nicht über 10 % der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein klarer Vorteil der Staffelmiete im Rechtsverkehr ist, dass die Miete sowohl für Mieter als auch Vermieter für die Zukunft vorhersehbar und kalkulierbar bleibt. Mit der Vereinbarung einer Staffelmiete geht ein nur geringer bürokratischer Aufwand einher, da die Anpassung automatisch in bereits bekannter Höhe erfolgt. Dabei ist es besonders vorteilhaft für den Mieter, dass während der Staffelmietlaufzeit keine Mieterhöhungen aufgrund von Modernisierungsarbeiten zulässig sind. Ein Aspekt, der für den Eigentümer womöglich von Vorteil ist, könnte aber auch für den Mieter von Nachteil sein: Bei einer Staffelmiete gibt es keine Pflicht zur Einhaltung der allgemeinen Mieterhöhungsgrenze, nach der innerhalb von drei Jahren maximal 15–20 % Erhöhung zulässig sind. Im Wohnmietrecht ist dieser Aspekt allerdings zu vernachlässigen, da hier ohnehin die Mietpreisbremse greift.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Spielarten bei der Staffelmiete
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine Besonderheit der Staffelmiete – jedoch nur im Wohnmietrecht – ist die Möglichkeit der Vereinbarung eines Ausschlusses der ordentlichen Kündigung, wodurch die Dauer des Mietvertrages abgesichert werden kann. Das Kündigungsrecht kann allerdings nur für höchstens vier Jahre seit Abschluss der Staffelmietvereinbarung ausgeschlossen werden. Eine vorherige Kündigung ist dann unzulässig. Um für den Mieter eine Kündigung ausnahmsweise trotzdem zuzulassen, ohne dass die Einnahmen durch die Vermietung der Wohnung nennenswert gefährdet sind, eignen sich Nachmieterklauseln. Im Gewerbemietrecht gelten keine Begrenzungen dieser Art.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine weitere Gestaltungsmöglichkeit ist die Kombination von S
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            taffel- und Indexmiete. Rechtssicher ist dabei jedoch nur die zeitlich gestufte Kombination. Der Vermieter kann dem Mieter mit der Staffelmiete zu Mietbeginn entgegenkommen. In dem Zeitraum nach Erreichen der letzten Staffel kann anschließend die Indexmiete vereinbart werden. Wer dies nicht schon von Beginn an vereinbaren möchte, kann zumindest im Gewerbemietrecht den Mietvertrag zunächst zeitlich beschränken, um zukünftig neu in die Verhandlungen einzusteigen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine Vermengung der beiden Anpassungsmöglichkeiten ist dagegen jedenfalls angreifbar. So entschied das OLG Brandenburg, Urteil vom 19.08.2009, 3 U 135/08, dass eine Vereinbarung, wonach die Staffelmiete nur das Mindestmaß der Steigerung festlegt, bei höherer Indexsteigerung aber die Indexierung gilt, eine unangemessene Benachteiligung darstellt und folglich insgesamt unwirksam war. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             IV.	Tipp
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der Praxis bieten sich sowohl die Index- als auch die Staffelmiete an, um die Miethöhe an die konkreten Bedürfnisse und Umstände anzupassen. Gerade in Zeiten außergewöhnlich hoher Indexveränderungen, wie wir sie aktuell erleben, ist die Bedeutung der Indexmiete nicht zu unterschätzen. Obwohl sie sich grundsätzlich in beide Richtungen entwickeln kann, ist sie für die unmittelbare Zukunft faktisch als Mieterhöhungsinstrument einzuordnen. Demgegenüber ermöglicht es die Staffelmiete, die Miete für die Zukunft vorhersehbar und kalkulierbar zu erhöhen. Sie ist daher bei einem besonderen Sicherheitsbedürfnis der Parteien zu bevorzugen, da ihre Entwicklung bei Abschluss des Mietvertrags fixiert wird. Bei der rechtssicheren Gestaltung Ihres Mietvertrages unterstützen wir Sie gerne.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
            
              Kontaktformular
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 17 Jan 2024 10:37:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/dauerbrenner-index-und-staffelmiete</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/iStock-1166023390.jpg">
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Grundsteuerreform – Jährliche Anzeigepflicht bei Veränderungen im Immobilienbestand</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/grundsteuerreform-jaehrliche-anzeigepflicht-bei-veraenderungen-im-immobilienbestand</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Grundsteuerreform – Jährliche Anzeigepflicht bei Veränderungen im Immobilienbestand
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Zuge der Umsetzung der Grundsteuerreform waren alle inländischen Grundstücke bzw. Immobilien auf den Stichtag 01.01.2022 neu zu bewerten. Der aktuellen Gesetzgebung folgend, weisen wir in diesem Zusammenhang auch auf die weitere
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            jährliche
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Anzeigepflicht für grundsteuerrelevante Sachverhaltsänderungen hin.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollte es also im Laufe des Jahres 2023 Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse bei Ihrem Immobilienbestand gegeben haben, die Auswirkungen auf die Bewertung haben, so sind Sie zum
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stichtag 01.01.2024
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           – anders als nach dem alten Einheitswert-Grundsteuerrecht – verpflichtet, eine neue Grundsteuerbewertung bei dem örtlichen Lagefinanzamt einzureichen. Nachfolgend sind einige Beispiele aufgeführt, die eine Anzeigepflicht nach sich ziehen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              Änderung der Wohn- und/oder Nutzflächen durch Baumaßnahmen (Neubau, Abriss, Aufstockung) 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              Umwidmung zwischen Grundvermögen und LuF (beide Richtungen) = Änderung Bewertungsmethode 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Hinzufügen oder Wegnehmen von Wohnungen = mögliche Änderung der Grundstücksart (Einfamilien-, Zweifamilienhaus und Mietwohngrundstück)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Aufteilung von Gesamteigentum in Teil- bzw. Wohnungseigentum oder Zusammenführung von Teil- bzw. Wohnungseigentum in Gesamteigentum – Änderung der Grundstücksart
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Andere Änderungen der Grundstücksart (Mietwohngrundstück, gemischt genutztem Grundstück und/oder Geschäftsgrundstück), z.B. bei Nutzungswechsel der Räumlichkeiten zwischen Wohn- und Geschäftsnutzung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Frist zur Erklärung der Änderungen in 2023 gilt nach dem sog. Bundesmodell der
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            31.01.2024
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           . Bis dahin ist eine neue Bewertung aufgrund sämtlicher Änderungen des vorangegangenen Kalenderjahres 2023 einzureichen. Für Immobilien in den Bundesländern Bayern, Hamburg und Niedersachen gilt grundsätzlich eine Frist bis zum
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            31.03.2024
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           . Für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft gilt immer die Frist des Bundesmodells zum
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            31.01.2024
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           .
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten Sie von dieser neuen Anzeigepflicht betroffen sein können, weil sich bei Ihnen etwaigen Änderungen in dem o.g. Sinne ergeben haben, sprechen Sie uns gerne an. Wir helfen bei Bedarf bei der Erstellung der Bewertungserklärung. Nutzen Sie hierzu einfach unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beachten Sie: Eine Nichtanzeige kommt einer nicht eingereichten Steuererklärung gleich und kann mit Verspätungszuschlägen und weiteren negativen Folgen geahndet werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 10 Jan 2024 16:32:32 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/grundsteuerreform-jaehrliche-anzeigepflicht-bei-veraenderungen-im-immobilienbestand</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/Wald_rotes+Haus.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/Wald_rotes+Haus.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zur leichtfertigen Steuerverkürzung</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-des-bundesfinanzhofs-zur-leichtfertigen-steuerverkuerzung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zur leichtfertigen Steuerverkürzung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte sich jüngst mit der Frage auseinanderzusetzen, welche Anforderungen daran zu stellen sind, wann ein Steuerpflichtiger „leichtfertig“ im Sinne der bußgeldbewährten leichtfertigen Steuerverkürzung handelt. Die Beantwortung dieser Frage war im Entscheidungsfall maßgeblich für die Festsetzungsverjährung. Konkret ging es um eine unterlassene Anzeige eines mittelbaren Grundstückserwerbs durch den Steuerpflichtigen im Rahmen einer schenkweisen Übertragung von GmbH-Anteilen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Hintergrund
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Leichtfertige Steuerverkürzung, § 378 Abs. 1 AO
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 378 Abs. 1 AO handelt ordnungswidrig, wer eine Steuerhinterziehung nach § 370 Abs. 1 AO leichtfertig, jedenfalls ohne Vorsatz, begeht. Eine Steuerhinterziehung nach § 370 Abs. 1 AO ist objektiv regelmäßig dann zu bejahen, wenn der Steuerpflichtige den Finanzbehörden über steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben macht. In der Unterlassensvariante der Steuerhinterziehung werden die Finanzbehörden pflichtwidrig über steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis gelassen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der gefestigten Rechtsprechung handelt leichtfertig, wer die Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den besonderen Umständen des Falles und seinen persönlichen Fähigkeiten und Kenntnissen verpflichtet und imstande ist, obwohl sich ihm aufdrängen musste, dass dadurch eine Steuerverkürzung eintreten wird. Dabei wird stets auf die individuelle Befähigung, etwa Ausbildung oder Beruf des Steuerpflichtigen, abgestellt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Verlängerung der Festsetzungsfrist
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ob dem Steuerpflichtigen eine leichtfertige Steuerverkürzung oder sogar eine Steuerhinterziehung vorgeworfen wird, hat im Besteuerungsverfahren einen erheblichen Einfluss auf die Festsetzungsfrist. Nach Ablauf dieser Frist kann eine Festsetzung, Aufhebung oder Änderung von Steuern grundsätzlich nicht mehr erfolgen. In den meisten Fällen beträgt die Festsetzungsfrist vier Jahre. Sie beginnt mit Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuer entstanden oder eine bedingt entstandene Steuer unbedingt geworden ist. Für den Fall, dass eine Steuererklärung oder eine Steueranmeldung einzureichen oder eine Anzeige zu erstatten ist, beginnt die Festsetzungsfrist jedoch erst mit Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuererklärung, die Steueranmeldung oder die Anzeige eingereicht wird, spätestens mit Ablauf des dritten Kalenderjahrs, das auf das Kalenderjahr folgt, in dem die Steuer entstanden ist, § 170 Abs. 2 Satz 1 AO.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Liegt hingegen eine (vorsätzliche) Steuerhinterziehung oder eine leichtfertige Steuerverkürzung vor, kann sich die Festsetzungsfrist mitunter erheblich verlängern. Denn im Fall einer Steuerhinterziehung ordnet § 169 Abs. 2 Satz 2 AO eine Verlängerung der Festsetzungsfrist auf zehn Jahre und für den Fall einer leichtfertigen Steuerverkürzung eine Verlängerung auf fünf Jahre an. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. BFH-Urteil vom 16.05.2023 – II R 35/20
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BFH hatte im Streitfall zu entscheiden, ob dem Steuerpflichtigen durch das Unterlassen einer Erwerbsanzeige eine leichtfertige Steuerverkürzung vorgeworfen werden kann. Im Fall des Bejahens dieser Frage hätte das Finanzamt noch innerhalb der hierdurch verlängerten Festsetzungsfrist die (Grunderwerb-)Steuer wirksam festsetzen können.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Sachverhalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Revisionskläger (Diplom-Betriebswirt) erhielt von seinem Vater in 2003, 2007 und 2009 schenkungsweise Geschäftsanteile an einer GmbH, welche seit 2008 Eigentümerin eines Grundstücks war. Bei der notariellen Beurkundung des letzten Übertragungsvertrages in 2009 hatte der Notar die Beteiligten auf eine mögliche Grunderwerbsteuerpflicht hingewiesen, falls die GmbH Grundbe-sitz habe und es durch die Schenkung zu einer Anteilsvereinigung nach § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG kommen würde. Der Notar zeigte im Nachgang an die Übertragung den Erwerb beim zuständigen Finanzamt an. Die Anzeige des Notars enthielt jedoch keinerlei Hinweise auf den Grundbesitz der übertragenen GmbH und war zudem nur an die Körperschaftsteuerstelle des Finanzamts adressiert. Auch hatten weder der Kläger noch dessen Vater, der Schenker, entgegen der gesetzlichen Pflicht aus § 19 Abs. 1 Nr. 4 GrEStG den Erwerbsvorgang angezeigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In 2017 veräußerte der Kläger dann 51% seiner Anteile an der GmbH an einen Dritten. Im Rahmen dieser Veräußerung erlangte die zuständige Stelle beim Finanzamt Kenntnis von den Schenkungen der GmbH-Anteile und deren Grundbesitz, so dass mit Bescheid vom 04.08.2017 erstmalig Grunderwerbsteuer für die Übertragung in 2009 festgesetzt wurde. Die Finanzverwaltung ging von einer Verlängerung der Festsetzungsfrist für die Grunderwerbsteuer von regulär vier auf fünf Jahre wegen leichtfertiger Steuerverkürzung nach § 169 Abs. 2 S. 1 AO i.V.m. § 378 Abs. 1 AO aus. Fristbeginn sei aufgrund der mangelhaften Anzeige des Notars gem. § 170 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 AO erst der Ablauf des Jahres 2012. Der Kläger vertrat die Auffassung, eine Steuerfestsetzung zum 04.08.2017 könne nicht mehr erfolgen, da die Festsetzungsfrist mit Ablauf des 31.12.2016 verstrichen sei.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einspruchsverfahren und Klageverfahren vor dem Finanzgericht Thüringen blieben ohne Erfolg. Insbesondere, so das Finanzgericht, hätte der Kläger aufgrund seiner Ausbildung als Betriebswirt (BWL-Studium) Kenntnisse, die zum Tätigkeitsbereich eines Kaufmannes gehören. Aufgrund dessen und seiner längeren Tätigkeit als GmbH-Geschäftsführer hätte er die Grunderwerbsteuerpflicht erkennen müssen. Die Anzeige an das Finanzamt zu unterlassen, sei daher leichtfertig gewesen. Entsprechend verlängere sich aufgrund des Vorliegens einer leichtfertigen Steuerverkürzung die Festsetzungsfrist um ein Jahr auf den 31.12.2017.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Entscheidung des BFH
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           a) Mangelhafte Anzeige durch Notar und Auswirkung auf Fristbeginn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst stellte der erkennende Senat unter Berücksichtigung der gefestigten Rechtsprechung klar, dass die mangelhafte Anzeige durch den Notar, vorliegend die fehlerhafte Adressierung an die Körperschaftsteuerstelle des zuständigen Finanzamts und nicht an die Grunderwerbsteuerstelle, auf ein Nichteinreichen der Anzeige hinauslaufe. Dies habe die Folge, dass die Festsetzungsfrist nach § 170 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AO erst mit Ablauf des Jahres 2012 und nicht mit Ablauf des Jahres, in dem die (mangelhafte) Anzeige abgegeben worden ist, begann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           b) Subjektive Voraussetzungen der leichtfertigen Steuerverkürzung und Auswirkung auf Fristdauer
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Klärung des Fristbeginns war nun die Dauer des Fristlaufs entscheidend. Die Steuerfestsetzung konnte nur zulässig erfolgen, wenn die verlängerte Festsetzungsfrist für Fälle der leichtfertigen Steuerverkürzung greift. Dazu stellte der erkennende Senat im Einklang mit ständiger BFH-Rechtsprechung zunächst fest, dass für die „Leichtfertigkeit“ persönliche Fähigkeiten des Täters ausschlaggebend sind. Leichtfertigkeit läge nur dann vor, wenn ein Steuerpflichtiger nach den Gegebenheiten des Einzelfalls und seinen individuellen Fähigkeiten in der Lage gewesen wäre, den aus den einschlägigen gesetzlichen Regelungen sich im konkreten Fall ergebenden Sorgfaltspflichten zu genügen. Bei rechtlichen Zweifeln obliege es dem Steuerpflichtigen, sich über seine steuerlichen Pflichten einschließlich der an die Steuerpflicht anknüpfenden Verfahrenspflichten bei qualifizierten Auskunftspersonen zu erkundigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Prüfung der subjektiven Vorwerfbarkeit seien auch Ausbildung, Tätigkeit und Studium des Steuerpflichtigen zu berücksichtigen. Der BFH befand jedoch, dass das Finanzgericht lediglich objektive Merkmale des Leichtfertigkeitsbegriffs, insbesondere die berufliche Qualifikation des Steuerpflichtigen als Kaufmann, herangezogen habe. Zwar können grundsätzlich höhere Anforderungen an Kaufleute gestellt werden, diese dürfen jedoch im Einzelfall nicht abstrakt für sich stehen. Es dürfe nicht von der Gruppe auf den Einzelfall geschlossen werden. Entsprechend fehlten dem BFH zusätzliche auf den Steuerpflichtigen und seinen Einzelfall bezogene Feststellungen, um von gruppentypischen Eigenschaften (des Kaufmanns) auf subjektive persönliche Fähigkeiten schließen zu können. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Ergebnis sah der BFH sich nicht in der Lage eine eigene Beurteilung vorzunehmen und verwies die Sache daher zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zurück an das Finanzgericht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Entscheidungsfall verdeutlicht, dass im Zusammenhang mit den gesetzlichen Anzeigepflichten bei (grunderwerb-)steuerbaren Rechtsvorgängen Komplikationen auftreten können, die sich noch nach Jahren auswirken können. Auch in solchen Fällen, in denen ein Notar an der Beurkundung des Rechtsvorgangs beteiligt ist, kann eine Verletzung von Anzeigepflichten nicht ausgeschlossen werden. Bei einer (auch nur versehentlichen) Missachtung dieser Pflichten kann dies Folgen für den Beginn der Festsetzungsfrist haben. Stellt sich im Nachhinein heraus, dass im Zusammenhang mit einer Übertragung Fehler bei der Erfüllung der Anzeigepflicht unterlaufen sind und ergeht in der Folge erst nach Jahren ein Steuerbescheid, sollte in jedem Fall die Festsetzungsfrist überprüft werden. Werden seitens der Finanzverwaltung Gründe für eine Verlängerung der Festsetzungsfrist angeführt, müssen diese erkennen lassen, dass alle Umstände des Einzelfalls in objektiver und subjektiver Hinsicht berücksichtigt worden sind.     
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir danken unserem wissenschaftlichen Mitarbeiter Lukas Toepler für die tatkräftige Unterstützung zu diesem Beitrag.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
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          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
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            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 10 Jan 2024 12:56:22 GMT</pubDate>
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      <title>Bundesweite Blockaden durch Bauernproteste – Können Landwirte streiken?</title>
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  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Bundesweite Blockaden durch Bauernproteste – Können Landwirte streiken?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die bereits im Dezember vergangenen Jahres angekündigten sog. Bauernproteste haben am Montagmorgen, den 8. Januar 2024, so richtig „Fahrt aufgenommen“. Der Deutsche Bauernverband hatte zu einer bundesweiten Protestwoche gegen die Politik der Bundesregierung aufgerufen. Das bedeutet konkret: Autobahnblockaden, Kolonnen und Schleichfahrten sowie Kundgebungen. Hintergrund der Kundgebungen durch Landwirte sind die durch die Bundesregierung geplanten Kürzungen im Agrarbereich. Wegen der Haushaltskrise sollten künftig als klimaschädlich eingestufte Subventionen abgeschafft werden. Aufgrund der deutlichen Reaktion der Landwirte nahm die Bundesregierung die geplanten Kürzungen teilweise wieder zurück – jedoch nicht zur ausreichenden Zufriedenstellung der Protestierenden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hintergrund des Haushaltsplans
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemäß Art. 110 Abs. 2 GG hat der Bund die Pflicht, einen Haushaltsplan festzustellen. Dies muss durch ein Haushaltsgesetz erfolgen. Für das Jahr 2021 hatte die Bundesregierung den Haushalt zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie nachträglich um 60 Milliarden Euro aufgestockt. Dieses Geld wurde dafür jedoch letztlich nicht gebraucht. Daher schichtete die Bundesregierung das Geld um, um es in den Klimaschutz zu investieren. Fast 200 Abgeordnete der Unionsfraktion hatten vor dem Bundesverfassungsgericht gegen diese rückwirkende Änderung des Haushaltes geklagt und bekamen schließlich recht. Mit Urteil vom 15. November 2023 beschloss das Bundesverfassungsgericht, dass das Zweite Nachtragshaushaltsgesetz 2021 nicht den „verfassungsrechtlichen Anforderungen an eine notlagenbedingte Kreditaufnahme“ entspreche. Außerdem präzisierte es die Auslegung finanzverfassungsrechtlicher Vorgaben. Das Urteil hat zur Folge, dass 60 Milliarden Euro in der Finanzplanung wegfallen. Somit waren Anpassungen für den Haushalt 2024 wie auch den Haushalt 2023 nötig. Um die Maßgaben des Urteils des Bundesverfassungsgerichts umzusetzen, einigte sich die Bundesregierung für den Bundeshaushalt 2024 auf ein Maßnahmenpaket. Hiermit sollen die notwendigen Einsparungen im Bundeshaushalt 2024 nach Anhörungen Sachverständiger im Deutschen Bundestag und den aktualisierten Wirtschaftsdaten insbesondere durch die Abschaffung klimaschädlicher Subventionen und die Absenkung der Ausgaben in einzelnen Ressorts, die bessere Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt und die Reduzierung von Bundeszuschüssen erreicht werden. Mitte Dezember 2023 hatte sich die Bundesregierung somit nach wochenlangen Verhandlungen über den Haushalt 2024 im Hinblick auf die Abschaffung klimaschädlicher Subventionen vor allem zu Lasten der Landwirte geeinigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Welche Kürzungen im Agrarbereich soll es konkret geben?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es wurde konkret vereinbart, dass die Begünstigung in der Kraftfahrzeugsteuer für Forst- und Landwirtschaft sowie die Steuerbegünstigung beim Agrardiesel abgeschafft werden sollen. Dadurch sollen Mehreinnahmen von 480 bzw. 440 Millionen Euro für den Staat entstehen. Das Umweltbundesamt (BMUV) unterstützte dies. Es sei richtig, die Agrardieselsubventionen zu streichen, denn die Nutzung fossiler Energie dürfe nicht begünstigt werden. Das Umweltbundesamt empfiehlt jedoch, den Landwirten an anderer Stelle entgegenzukommen, das heißt z.B. Betriebe bei der Klimatransformation zu unterstützen, wenn sie in andere Bewirtschaftungsformen der Agrarfläche investierten. Auch der Agrarwissenschaftler Stephan von Cramon-Taubadel (Universität Göttingen) bekräftigte das Vorhaben der Bundesregierung: Subventionen für Agrardiesel seien nicht mehr zeitgemäß, es brauche eine nachhaltigkeitsgesteuerte Unterstützung des Agrarsektors. Die Streichung der Subventionen von Agrardiesel und Kraftfahrzeugsteuer würden insgesamt eine jährliche Belastung von ca. 4.000 bis 5.000 Euro pro durchschnittlichem landwirtschaftlichen Betrieb bedeuten.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zurückrudern der Bundesregierung?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach zahlreichen Protesten nahm die Bundesregierung die geplanten Kürzungen teilweise wieder zurück. Diese hat sich am 4. Januar 2024 auf einige Änderungen für den Haushalt 2024 verständigt: Insbesondere soll auf die Abschaffung der Begünstigung bei der Kraftfahrzeugsteuer für Forst- und Landwirtschaft verzichtet werden. Somit bleibt die Kfz-Steuerbefreiung erhalten. Diese Umkehr wird insbesondere damit begründet, dass so der zum Teil erhebliche bürokratische Aufwand für die betroffenen Unternehmen vermieden werde. Außerdem werde die Abschaffung der Steuerbegünstigung beim Agrardiesel nicht in einem Schritt vollzogen. Stattdessen soll eine schrittweise Reduzierung der Begünstigung erfolgen, um den betroffenen Unternehmen mehr Zeit zur Anpassung zu geben. Im Jahr 2024 erfolge demnach eine Reduzierung des Entlastungssatzes um 40%. In den Jahren 2025 und 2026 erfolge daraufhin jeweils eine weitere Reduzierung um 30%, so dass für im Jahr 2026 verbrauchte Mengen keine Subvention mehr gewährt werde. Die Rück-Vergütung der im Jahr 2023 verbrauchten Mengen im Jahr 2024 erfolge allerdings noch unverändert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Bauern bleiben unzufrieden 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Bauern gehen ab dem 8. Januar 2024 trotzdem bundesweit auf die Barrikaden. Der Präsident des Bauernverbandes, Joachim Rukwied, äußerte sich dahingehend, dass die teilweise Umkehr der Bundesregierung nur ein erster Schritt sei und nach wie vor gefordert werde, dass beide Kürzungsvorschläge zurückgenommen werden. Es werde das langfristige Festhalten an der Dieselsubvention gefordert. Außerdem ginge es auch um die Zukunftsfähigkeit der Bauernbranche und um die Frage, ob heimische Lebensmittelerzeugung überhaupt noch gewünscht sei. Denn die Landwirte müssten sich in einem internationalen Wettbewerb behaupten. Auch laut Clemens Fuest, Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München (Ifo-Institut), seien die Landwirte durch die von der Ampelkoalition geplanten Einschnitte bei Subventionen weit überproportional belastet. Agrarökonom der Universität Rostock, Sebastian Lakner, sieht das Ganze allerdings etwas anders. Die angekündigte Kürzung sei nur existenzgefährdend, wenn die Unternehmen ohnehin bereits extreme ökonomische Schwierigkeiten hätten. Insgesamt bleibt noch abzuwarten, ob die Bundesregierung den Forderungen der Landwirte vollständig nachkommt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine kurze Anmerkung zum Schluss
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allerdings bleibt es wohl nicht bei den sog. Bauernprotesten – in der ganzen Woche vom 8. Januar 2024 ist mit massiven Verkehrsbehinderungen zu rechnen, da zusätzlich die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) von Mittwoch, 10. Januar 2024, 2.00 Uhr bis Freitag, 12. Januar 2024, 18.00 Uhr zum bundesweiten Arbeitskampf aufgerufen hat. In diesem Kontext ist abschließend noch kurz eine Begrifflichkeit zu klären: Viele Stimmen betiteln die Bauernproteste als „Streik“. Dieses Mittel des Arbeitskampfes steht den Landwirten allerdings gar nicht zu. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Streik ist die gemeinsame vorübergehende Arbeitsniederlegung der gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer eines Betriebs zur Durchsetzung arbeitsrechtlicher Forderungen, z. B. Lohnerhöhungen.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           (angelehnt an eine Definition der Bundesszentrale für politische Bildung bpb) 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Landwirte machen mit ihren Demonstrationen jedoch lediglich von dem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit aus Art. 8 I GG Gebrauch. Richtigerweise ist also von Protesten oder Demonstrationen und nicht von einem Streik der Landwirte zu sprechen. Die angekündigten Maßnahmen der GDL im Rahmen der Tarifverhandlungen dagegen stellen sich als Streik dar. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir danken unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Marie Wegener für die tatkräftige Unterstützung zu diesem Beitrag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
        
            Kontaktformular
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 10 Jan 2024 12:42:01 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Pelka ernennt neue Partnerin</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-ernennt-neue-partnerin</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Pelka ernennt neue Partnerin
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir freuen uns, mit Wirkung zum 1. Januar 2024 Frau Anika Brunk in den Kreis der Partnerinnen und Partner aufzunehmen. Durch den Eintritt von Frau Brunk in die Partnerschaft betonen wir die Bedeutung, die der klassischen Steuerberatung in unserer Kanzlei zukommt und legen gleichzeitig den Fokus auf die vollumfängliche Beratung multinational tätiger Unternehmensgruppen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln war Anika Brunk zunächst bei einer Big-Four-Gesellschaft in Köln tätig und sammelte dort Erfahrungen in der laufenden steuerlichen Beratung mittelständischer sowie großer Unternehmensgruppen und wirkte bei verschiedenen steuerlichen Sonderprojekten mit. 2021 wechselte Frau Brunk zu Pelka. Sie begleitet insbesondere mittelständische Unternehmen in Fragen der Finanzbuchhaltung, des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen. Darüber hinaus berät sie insbesondere zu Fragen des Konzernsteuerrechts und begleitet unsere Mandanten bei grenzüberschreitenden Sachverhalten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Wir gratulieren unserer Kollegin herzlichst zu ihrer Partnerschaft. Wir freuen uns, mit ihr eine sehr engagierte, fachlich breit aufgestellte und zielorientierte Partnerin gewonnen zu haben und sind sehr glücklich, die zukünftigen Schritte gemeinsam zu gehen.", so Dr. Jürgen Pelka, Vorsitzender des Partnerschaftsrats. „Die umfassende und interdisziplinäre Betreuung unserer Mandate bildet seit der Gründung der Praxis eine starke Säule unserer Kanzlei. Durch den Eintritt von Frau Brunk in die Partnerschaft gewährleisten wir, dass einer der Grundpfeiler unserer Praxis – die Steuerdeklaration – auch in Zukunft einen wesentlichen Anteil an unserer Beratung hat. Ihr Erfahrungsschatz und ihre team- und mandantenorientierte Arbeitsweise werden sowohl von unseren Kolleginnen und Kollegen wie auch von den ihrerseits betreuten Mandantinnen und Mandanten geschätzt. Ich freue mich vor allen Dingen auch darüber, dass wir abermals eine Kollegin aus den eigenen Reihen für eine Partnerschaft begeistern konnten. Ihr Eintritt zeigt, dass es uns gelingt, spannende Karriereperspektiven aufzuzeigen. Mit der Aufnahme von Frau Brunk erhöhen wir zudem auf Ebene der Equity-Partnerinnen und -Partner den Anteil der Partnerinnen auf ca. 40 % und drücken damit auch an dieser Stelle aus, was wir leben und was uns besser macht: Vielfalt.“ 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pelka verzeichnet damit künftig 17 Partnerinnen und Partner sowie rund 140 Mitarbeitende an den Standorten Köln, Berlin und Essen. Zu den Mandantinnen und Mandanten gehören vornehmlich national und international agierende Unternehmen, die dahinterstehenden Familien sowie freiberuflich Tätige.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 29 Dec 2023 09:13:07 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Grunderwerbsteuer nach der Abkehr vom Gesamthandsprinzip im Jahr 2024</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/grunderwerbsteuer-nach-der-abkehr-vom-gesamthandsprinzip-im-jahr-2024</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Grunderwerbsteuer nach der Abkehr vom Gesamthandsprinzip im Jahr 2024
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zum 01.01.2024 tritt das Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG) in Kraft. Durch dieses Gesetz wird das deutsche Personengesellschaftsrecht grundlegend reformiert. Damit einher geht die Abschaffung des Gesamthandsprinzips im Gesellschaftsrecht. Bisher ist es bei Personengesellschaften, wie der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) so, dass die Gesellschaft rechtlich kein eigenes Vermögen hat, sondern jeder Gesellschafter einen ideellen Anteil am Gesamthandsvermögen hält.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dies ändert sich mit der Gesetzesänderung zum Jahreswechsel. Das Vermögen von Personengesellschaften wird rechtlich nicht mehr als Gesamthandsvermögen qualifiziert, sondern als (originäres) Gesellschaftsvermögen der Personengesellschaft als solcher direkt zugewiesen. Dies steht im Zusammenhang damit, dass die GbR in Zukunft auch nach dem gesetzlichen Leitbild als rechtsfähige Gesellschaft ausgestaltet ist (§ 705 Abs. 2 BGB n.F.), die eigene Rechte erwerben und Verbindlichkeiten begründen kann. Deshalb ist in den geänderten Vorschriften auch festgelegt, dass die Beiträge der Gesellschafter, erworbene Rechte und begründeten Verbindlichkeiten Vermögen der Gesellschaft werden (§ 713 BGB n.F.). Dies gilt wegen des personengesellschaftlichen Verweisungsprinzips auch für die offene Handelsgesellschaft (§ 105 Abs. 3 HGB) und die Kommanditgesellschaft (§ 105 Abs. 3, § 161 Abs. 2 HGB).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II.	Auswirkung auf Steuerbefreiungen im Grunderwerbsteuergesetz
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Gesetzesänderung hat unmittelbare Auswirkung auf zahlreiche Befreiungstatbestände im Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG), da diese Bezüge zur Gesamthand aufweisen bzw. auf dieser beruhen. Insbesondere laufen einige Befreiungstatbestände der Grunderwerbssteuer damit künftig ins Leere. Davon betroffen sind insbesondere § 5 Abs. 1, 2 GrEStG sowie § 6 Abs. 3 S. 1 GrEStG, nach denen der Übergang eines Grundstücks von mehreren Miteigentümern bzw. einem Alleineigentümer auf eine Gesamthand von der Steuer ausgenommen ist. Voraussetzung der Steuerbefreiungen ist nach der bisherigen Gesetzeslage zudem, dass sich der Anteil des Veräußerers am Vermögen der die Immobilie erwerbenden Gesamthand (Personengesellschaft) innerhalb von 10 Jahren nach dem Übergang des Grundstücks auf die Gesamthand nicht vermindert (sog. Nachbehaltensfrist). Dadurch, dass bei Personengesellschaften nach der neuen Rechtslage jedoch keine Gesamthand und kein Gesamthandsvermögen mehr gebildet wird, laufen diese Befreiungsregelungen künftig leer. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III.	Dreijährige Übergangsregelung zur Weitergeltung des Gesamthandprinzips
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Änderung des Personengesellschaftsrechts hat damit zur Folge, dass der Übergang eines Grundstücks von natürlichen Personen auf Personengesellschaften (§ 5 GrEStG) oder der Übergang von einer Personengesellschaft auf eine natürliche Person (§ 6 GrEStG) nicht mehr grunderwerbsteuerfrei ist, soweit die Personengesellschaft personen-/beteiligungsidentisch mit der natürlichen Person ist. Dies führt in der Praxis u.a. bei der Nachfolgeplanung zu erheblichen Auswirkungen, da dort in der Vergangenheit § 5 GrEStG genutzt werden konnte, um eine Immobilie aus dem Privatvermögen grunderwerbsteuerfrei in eine vermögensverwaltende KG einzubringen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Gesetzgeber hat dafür vorübergehend Abhilfe geschaffen, indem über das sog. Kreditzweitmarktförderungsgesetz, dessen Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens durch die Zustimmung des Bundesrates am 15.12.2023 noch aussteht, ein neuer § 24 GrEStG eingeführt wird. Danach gelten ab dem 01.01.2024 rechtsfähige Personengesellschaften (i.S.d. § 14a Abs. 2 Nr. 2 der Abgabenordnung) für Zwecke der Grunderwerbsteuer als Gesamthand und deren Vermögen als Gesamthandsvermögen. Damit soll das Gesamthandsprinzip fiktiv für Zwecke der Grunderwerbsteuer weitergelten, sodass auch die Befreiungstatbestände weiterhin genutzt werden können. Diese Fiktion soll jedoch zeitlich bis Ende des Jahres 2026 begrenzt sein. Denn nach Art. 30 des Kreditzweitmarktförderungsgesetzes wird § 24 GrEStG mit Wirkung ab dem 01.01.2027 wieder aufgehoben. Klarstellend heißt es in der Vorabfassung des Kreditzweitmarktförderungsgesetzes, dass die laufenden Nachbehaltensfristen der §§ 5 und 6 GrEStG nicht alleine durch Inkrafttreten des MoPeG verletzt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die weitere Entwicklung und insbesondere die ebenfalls geplante umfassende Novellierung des GrEStG zu Anteilsübertragungen bleibt abzuwarten; wie diese aussehen wird, ist bisher noch unklar. Das Bundesministerium der Finanzen hat im Juni 2023 einen Diskussionsentwurf zur Novellierung des GrEStG veröffentlicht. Um diesen ist es aber seitdem still geworden. Das Gesetzesvorhaben zur Novellierung der Grunderwerbsteuer wurde seither nicht weitergeführt (insbesondere liegt kein Regierungsentwurf vor). Wir sehen deswegen für geplante Immobilientransaktionen und auch Übertragungen von Anteilen an Gesellschaften, die inländische Grundstücke halten, akuten Handlungsbedarf. Vor dem Hintergrund der Haushaltskrise ist nach unserer Einschätzung nicht auszuschließen, dass es sogar nochmals zu einer Verschärfung der Besteuerung und insbesondere zu einer Eindämmung der Befreiungstatbestände in der Grunderwerbssteuer kommt könnte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bisher würde die Nachbehaltensfrist nur verletzt, wenn sich der Anteil am Gesellschaftsvermögen der grundbesitzenden Personengesellschaft innerhalb der 10-jährigen Frist tatsächlich vermindert hat. In diesem Zusammenhang ist insbesondere genau auf eine etwaige Änderung der Regelungen zur Nachbehaltensfrist zu achten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV.	Tipp
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Durch den Wegfall des Gesamthandsprinzips bei Personengesellschaften durch das MoPeG sind bestimmte Befreiungstatbestände der Grunderwerbsteuer aktuell nur noch bis Ende des Jahres 2026 anwendbar. Inwieweit die im nächsten Jahr geplante Novellierung der Grunderwerbsteuer weiterhin (fiktiv) an das Gesamthandsprinzips anknüpfen wird, erscheint eher ungewiss und beinhaltet für künftige Transaktionen erhebliche Unsicherheiten. Sofern Sie planen, ein Grundstück in eine Personengesellschaft einzulegen, besteht akuter Handlungsbedarf. Wir empfehlen Ihnen solche Transaktionen jedenfalls noch in den nächsten drei Jahren unter (fiktiver) Weitergeltung des Gesamthandsprinzips auf Basis einer entsprechenden Regelung im Kreditzweitmarktförderungsgesetzes durchzuführen. Dazu beraten wir Sie gerne umfassend. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 20 Dec 2023 15:07:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/grunderwerbsteuer-nach-der-abkehr-vom-gesamthandsprinzip-im-jahr-2024</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Zuwendungsempfängerregister – Ein neues Register und ein Schritt in Richtung Digitalisierung</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/zuwendungsempfaengerregister</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Zuwendungsempfängerregister 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              – Ein neues Register und ein Schritt in Richtung Digitalisierung –
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Mit dem mit Wirkung zum 01.01.2024 in Kraft tretenden § 60b AO wird das sog. Zuwendungsempfängerregister eingeführt. Die Grundlage dafür hatte der Gesetzgeber bereits im Zuge der Neuregelungen im Gemeinnützigkeitsrecht durch das Jahressteuergesetz 2020 geschaffen. Das online einsehbare Zuwendungsempfängerregister enthält Informationen über den Gemeinnützigkeitsstatus sowie die Befugnis zur Ausstellung von Zuwendungsbestätigungen (Spendenbescheinigungen) der darin geführten Organisationen. 
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Zuwendungsempfängerregister wird zukünftig vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) als zentraler Stelle geführt. Die für die Feststellungsbescheide der Körperschaften zuständigen Finanzämter übermitteln an das BZSt die dafür erforderlichen Daten und haben Änderungen unverzüglich mitzuteilen. Auch werden die im Register erfassten Informationen durch das BZSt mit den Verfassungsschutzberichten des Bundes und der Länder abgeglichen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I. Erfasste Daten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Zuwendungsempfängerregister werden 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1.  die Wirtschafts-Identifikationsnummer der Körperschaft,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2.  der Name der Körperschaft,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3.  die Anschrift der Körperschaft,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             4.  die steuerbegünstigten Zwecke der Körperschaft,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             5.  das für die Festsetzung der Körperschaftsteuer zuständige Finanzamt,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             6.  das Datum der Erteilung des letzten Freistellungsbescheids/Feststellungsbescheids nach § 60a AO sowie
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             7.  die Bankverbindung 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            gespeichert. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II.	Erfasste Körperschaften
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Register werden Organisationen aufgeführt, bei denen es sich entweder um (inländische) steuerbegünstigte Körperschaften i.S.d. §§ 51–68 AO – also solche, die gemeinnützige, mildtätige und/oder kirchliche Zwecke verfolgen – oder um anerkannte politische Parteien und unabhängige Wählervereinigungen nach § 34g EStG handelt. Ins Register aufgenommen werden privatrechtliche Körperschaften bereits von Amts wegen, während Körperschaften des öffentlichen Rechts nach § 5 Abs. 1 Nr. 47 lit. c FVG selbst darüber entscheiden, ob sie sich in das Zuwendungsempfängerregister eintragen lassen wollen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III.	Bedeutung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Register soll für Transparenz im Non-Profit-Sektor sorgen und zukünftig auch den Weg für die digitale Abwicklung von Spendenbescheinigungen ebnen. Durch einen Blick ins Zuwendungsempfängerregister können Zuwendende vor einer Zuwendung schnell und unbürokratisch erkennen, ob es sich um eine steuerbegünstigte Körperschaft i.S.d. Gemeinnützigkeitsrecht handelt. Seitens der Zuwendenden besteht jedoch keine Verpflichtung den Status der Organisation im Register zu überprüfen, da dieses, anders als bspw. das Handelsregister, keine Publizitätswirkung, d.h. keinen öffentlichen Glauben hinsichtlich der Richtigkeit der bereitgestellten Information begründet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Sonderausgabenabzug und Steuerermäßigung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bedeutung kommt dem Zuwendungsempfängerregister beim Sonderausgabenabzug nach § 10b EStG und der Steuerermäßigung nach § 34g EStG zu. Steuerpflichtige können sich über den für den Sonderausgabenabzug relevanten Status der Gemeinnützigkeit der Organisation informieren. Auch sind in dem Register die anerkannten Parteien bzw. Wählervereinigungen aufgeführt, bei denen Spenden der Steuerermäßigung nach § 34g EStG unterliegen. Gleichzeitig werden dieselben Daten von den Finanzbehörden bspw. für die Zwecke des Spendenabzuges automatisiert aus dem Register abgerufen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Von Bedeutung ist das Register auch für die Steuerfreibeträge ehrenamtlicher Mitarbeit nach § 3 Nr. 26, 26a EStG sowie für die steuerbegünstigte Zusammenarbeit zwischen gemeinnützigen Einrichtungen nach §§ 57 Abs. 3, 4, 58 Nr. 1–5 AO.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sofern eine Organisation nicht oder nicht mit sämtlichen Daten im Register gelistet wurde bspw. durch Fehler bei der Veröffentlichung im Register, können Spenden an die Organisation dennoch weiterhin als Sonderausgabe abzugsfähig sein. Dies gilt jedoch nur dann, wenn die übrigen Voraussetzungen wie bspw. eine Spendenbescheinigung vorliegen. Eine Eintragung im Register ist demnach keine Voraussetzung für einen Spendenabzug auf Ebene des Zuwendenden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Lockerung des Steuergeheimnisses 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Daten im Zuwendungsempfängerregister sind automatisiert und frei abrufbar und nach § 60b Abs. 4 AO für jedermann einsehbar. Das Steuergeheimnis (§ 30 AO) steht dem nicht entgegen; es wurde hinsichtlich des Gemeinnützigkeitsstatus der Körperschaften aufgehoben. Zur Offenbarung des Gemeinnützigkeitsstaus ist jedoch nur das BZSt befugt, nicht hingegen das zuständige Finanzamt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV.	Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Steuerbegünstigte Körperschaften müssen für die Registrierung im Register nicht selbst aktiv werden. Wir empfehlen aber, die im Register genannten Daten nach dem Jahreswechsel auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Steuerpflichtige können durch einen Blick in das Register leicht nachvollziehen, ob ihre Spende an eine Organisation den steuerlichen Begünstigungen der §§ 10b, 34g EStG unterliegen werden, müssen dies aber nicht tun. Zu Fragen rund um das Zuwendungsempfängerregister und die Anerkennung ausländischer steuerbegünstigter Organisationen aus dem Non Profit Sektor beraten wir Sie gerne und umfassend.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 20 Dec 2023 14:05:07 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Ausschluss eines Gesellschafters</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/der-ausschluss-eines-gesellschafters</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Der Ausschluss eines Gesellschafters
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer Gesellschaft kann es zwischen Gesellschaftern auch mal zu Streitigkeiten und Konflikten kommen. Nicht selten können die Konflikte, etwa, weil sie so gravierend sind oder seit Jahren anhalten, nur durch den Ausschluss bzw. Rauswurf eines oder mehrerer Gesellschafter gelöst werden. Da ein Ausschluss von der Gesellschaft für den betroffenen Gesellschafter einen erheblichen Eingriff in seine gesellschaftsrechtlichen Rechte darstellt, ist dieser an besondere Voraussetzungen geknüpft. Für die Ausschließung eines Gesellschafters braucht es daher regelmäßig einen „wichtigen Grund“, d.h. die Fortsetzung der Gesellschaft mit gerade diesem Gesellschafter muss den verbleibenden Gesellschaftern unzumutbar sein. Ein wichtiger Grund ist z.B. anzunehmen, wenn ein Gesellschafter nachhaltig gegen gesellschaftsvertragliche Haupt- oder Nebenpflichten verstößt. Abgesehen von der Frage, wann ein wichtiger Grund für den Ausschluss eines Gesellschafters vorliegt, weist vor allem das Ausschlussverfahren Erörterungsbedarf auf. Es stellt sich nämlich die Frage, durch welches Verfahren ein Gesellschafter überhaupt von der Gesellschaft ausgeschlossen werden kann. Genügt ein Gesellschafterbeschluss? Und wenn ja, muss dieser in Form einer Gesellschafterversammlung erfolgen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gesetzlich ist der Ausschluss eines Gesellschafters nur rudimentär geregelt. Es sollte jedoch vor allem
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 737 BGB und § 140 HGB Beachtung geschenkt werden. Diese Vorschriften spielen nämlich nicht nur für die Gesellschaft bürgerlichen Rechts und die offene Handelsgesellschaft eine Rolle. Im Folgenden wird daher näher auf die jeweiligen Regelungen für verschiedene Gesellschaftsformen eingegangen.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Die verschiedenen Gesellschaftsformen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           a)	Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die Gesellschaft bürgerlichen Rechts kann man sich zunächst § 737 S. 1 BGB vor Augen führen, der bestimmt, dass ein Gesellschafter aus wichtigem Grund aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden kann, sofern dies im Gesellschaftsvertrag bestimmt ist. Gem. § 737 S. 2 BGB steht das Ausschlussrecht den übrigen Gesellschaftern gemeinschaftlich zu. Es ist also zu beachten, dass der Ausschluss einen wirksamen Gesellschafterbeschluss voraussetzt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           b)	Die offene Handelsgesellschaft (OHG) / die Kommanditgesellschaft (KG)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tritt in der Person eines Gesellschafters ein Umstand ein, der nach § 133 HGB für die übrigen Gesellschafter das Recht begründet, die Auflösung der Gesellschaft zu verlangen, so kann vom Gericht anstatt der Auflösung die Ausschließung dieses Gesellschafters aus der Gesellschaft ausgesprochen werden, sofern die übrigen Gesellschafter dies beantragen, § 140 Abs. 1 s. 1 HGB. Grundsätzlich hat die Ausschließung hiernach durch eine sog. Ausschließungsklage zu erfolgen, wobei der Ausschließungsklage nicht entgegensteht, dass nach der Ausschließung nur ein Gesellschafter verbleibt. Diese Regelung kann jedoch durch eine Klausel im Gesellschaftsvertrag abbedungen werden, sodass der Ausschluss eines Gesellschafters auch hier durch Gesellschafterbeschluss erfolgen kann. Da der § 161 Abs. 2 HGB für die Kommanditgesellschaft auf die gesetzlichen Regelungen zur OHG verweist, gelten die vorstehenden Ausführungen für die KG sinngemäß. Normierungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           c)	Die Partnerschaftsgesellschaft (PartG)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die Partnerschaftsgesellschaft ist die gesetzliche Lage zum Ausschluss eines Partners auf den ersten Anblick sehr dünn. § 9 Abs. 1 PartGG bestimmt jedoch, dass in dieser Thematik die §§ 131 bis 144 HGB anzuwenden sind – somit auch der § 140 Abs. 1 HGB. Damit gilt auch für die Partnerschaftsgesellschaft der Grundsatz der Ausschließungsklage. Allerdings kann auch im Partnerschaftsvertrag vereinbart werden, dass der Ausschluss aus wichtigem Grund auch durch Beschluss der Partnerschaft erfolgen kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           d)	Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Ausscheiden eines Gesellschafters ist im GmbHG nur rudimentär geregelt. Zwar gibt es gem. § 34 Abs. 2 GmbHG die Möglichkeit der Zwangseinziehung eines Geschäftsanteils durch Gesellschafterbeschluss, d.h. die Einziehung eines Geschäftsanteils ohne bzw. gegen den Willen des betroffenen Gesellschafters. Allerdings müssen die Voraussetzungen für diese Zwangsmaßnahme bereits vor dem Anteilserwerb des Betroffenen in der Satzung der Gesellschaft geregelt gewesen sein. Die Möglichkeit des Ausschlusses eines Gesellschafters aus wichtigem Grund ist für die GmbH jedoch gesetzlich nicht geregelt. Allerdings ist der Ausschluss eines GmbH-Gesellschafters in Literatur und Rechtsprechung einhellig anerkannt und besteht somit neben der grundsätzlichen Möglichkeit der Zwangseinziehung eines Geschäftsanteils gem. § 34 Abs. 2 GmbHG. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Teil wird das Ausschließungsrecht in der Literatur analog zu den personengesellschaftsrechtlichen Regelungen, § 737 BGB oder § 140 HGB, anerkannt. Laut BGH und wohl herrschender Literatur ist das Ausschließungsrecht der GmbH-Gesellschafter jedoch bereits durch zwei Grundprinzipien anzuerkennen – einerseits durch den in § 314 BGB zum Ausdruck gebrachten Rechtsgedanken, dass „ein in die Lebensbetätigung der Beteiligten stark eingreifendes Rechtsverhältnis vorzeitig gelöst werden kann, wenn ein wichtiger Grund vorliegt“ (BGH v. 1.4.1953 – II ZR 235/52 Rn. 12 = BGHZ 9, 157 (162) – und andererseits durch die gesellschaftliche Treuepflicht. Nach herrschender Meinung ist für den Ausschluss eines GmbH-Gesellschafters grundsätzlich wieder eine Ausschließungsklage erforderlich, die jedoch auch durch gesellschaftsvertragliche Regelungen abbedungen werden kann. Bei entsprechender Klausel im Gesellschaftsvertrag kann also auch für den Ausschluss eines GmbH-Gesellschafters ein Gesellschafterbeschluss genügen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III.	Art und Weise des Gesellschafterbeschlusses
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um auf die in der Einleitung aufgeworfene Frage zurückzukommen: für alle hier behandelten Gesellschaftsformen genügt zum Ausschluss eines Gesellschafters ein Gesellschafterbeschluss, sofern eine entsprechende Regelung im Gesellschaftsvertrag vorhanden ist. Die Frage danach, wie ein solcher Gesellschafterbeschluss auszusehen hat, sprich ob es z.B. eine Gesellschafterversammlung braucht, bleibt jedoch auch in der Literatur vorerst unbeantwortet. Wir empfehlen daher, die Art und Weise der Beschlussfassung im jeweiligen Gesellschaftsvertrag ausdrücklich zu regeln. Soll z.B. ein einfacher Brief für die Beschlussfassung über den Ausschluss eines Gesellschafters genügen, so sollte dies im Vertrag geregelt sein. Des Weiteren sollte festgelegt werden, welche Stimmen für den Beschluss benötigt werden. Der Ausschließungsbeschluss setzt grundsätzlich einen einstimmigen Beschluss der nicht von der Ausschließung betroffenen Gesellschafter voraus. Im Gesellschaftsvertrag kann jedoch abweichendes bestimmt werden und somit auch eine Mehrheitsentscheidung zugelassen werden. Es wird sogar angenommen, dass durch entsprechende Regelung im Gesellschaftsvertrag einzelne Gesellschafter mit dem Ausschließungsbeschluss betraut werden können. Da überwiegend angenommen wird, dass der betroffene Gesellschafter bezüglich seines Ausschlusses einen Anspruch auf Einräumung rechtlichen Gehörs hat, sollte er vor der Beschlussfassung angehört werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Falls die Art und Weise des Gesellschafterbeschlusses im Gesellschaftsvertrag nicht geregelt ist, empfehlen wir aus Gründen der Rechtssicherheit eine Gesellschafterversammlung anzuberaumen. Der als überwiegend einschlägig angesehene Anspruch des betroffenen Gesellschafters auf Einräumung rechtlichen Gehörs müsste letztlich vor allem durch eine Gesellschafterversammlung ordentlich gewährleistet werden können, da mit dem Teilnahmerecht des betroffenen Gesellschafters ein Rede- und Fragerecht einhergeht. Die übrigen Gesellschafter sind jedoch nicht verpflichtet, die vom betroffenen Gesellschafter vorgebrachten Verteidigungsargumente bei ihrer Entscheidung zu berücksichtigen. Der betroffene Gesellschafter hat hinsichtlich der Beschlussfassung über seinen Ausschluss kein Stimmrecht. Für die GmbH ist bezüglich der Form der Einberufung einer Gesellschafterversammlung § 51 GmbHG zu beachten, nach dem die Gesellschafter, mangels anderweitiger vertraglicher Regelung mittels eingeschriebener Briefe einzuladen sind. Außerdem setzt § 51 Abs. 1 S. 2 GmbHG eine unabdingbare Frist für die Einladung von einer Woche im Voraus fest. Für die offene Handelsgesellschaft, die Gesellschaft bürgerlichen Rechts oder die Partnerschaftsgesellschaft gibt es hinsichtlich der Einberufung einer Gesellschafterversammlung keine gesetzlichen Regelungen, weshalb diesbezüglich empfehlen, die Regelungen des jeweiligen Gesellschaftsvertrags anzupassen oder die Vorschriften des GmbHG analog anzuwenden. Wird der betroffene Gesellschafter nicht eingeladen, kann der Ausschließungsbeschluss schon aus diesem Grunde als formal unwirksam erachtet werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Weitere Informationen zum Ausschluss eines Gesellschafters
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wirksam ist der Beschluss erst, wenn er dem betroffenen Gesellschafter mitgeteilt wird. Soweit nicht im Gesellschaftsvertrag festgelegt ist, dass die Mitteilung durch sämtliche Gesellschafter erfolgen muss, reicht die Mitteilung durch einen von ihnen. War der betroffene Gesellschafter in der beschließenden Gesellschafterversammlung anwesend, so ist eine Mitteilung entbehrlich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V.	Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Ausschluss eines Gesellschafters kann zu einem bedeutsamen Thema und ernstem Problem werden, das nicht selten eine rechtliche Beratung erfordert. Zwar ist allgemein anerkannt, dass der Ausschluss eines Gesellschafters auch durch einen Gesellschafterbeschluss vollzogen werden kann. Allerdings braucht es dafür zwingend eine entsprechende Klausel im Gesellschaftsvertrag, bei der ferner wesentliche inhaltliche Anforderungen zu beachten sind. Auf welche Art und Weise der Gesellschafterbeschluss schließlich zu erfolgen hat, lässt sich nicht zweifelsfrei feststellen. Ist die Ausschließung letztlich materiell oder formell unberechtigt erfolgt, ist der betroffene Gesellschafter nicht von der Gesellschaft ausgeschlossen und es können ihm Schadensersatzansprüche gegen die Mitgesellschafter zustehen. Wir beraten Sie gerne im ersten Schritt über eine vertragliche Regelung zur Art und Weise der Beschlussfassung sowie über mögliche Handlungsweisen beim Fehlen einer solchen. Bei der fachkundigen Ermittlung möglicher Handlungsweisen im Streitfall und der individuellen Umsetzung Ihrer Wünsche sind wir Ihnen gerne behilflich. Sprechen Sie uns einfach an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 13 Dec 2023 12:27:42 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/der-ausschluss-eines-gesellschafters</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Das Wachstumschancengesetz – Geplante Maßnahmen und aktuelle Entwicklungen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/das-wachstumschancengesetz-geplante-massnahmen-und-aktuelle-entwicklungen</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Das Wachstumschancengesetz – Geplante Maßnahmen und aktuelle Entwicklungen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am 17.11.2023 hat der Bundestag das Gesetz zur Stärkung von Wachstumschancen, Investitionen und Innovation sowie Steuervereinfachung und Steuerfairness (Wachstumschancengesetz) verabschiedet. Ziel des Gesetzesvorhabens ist es, den Wirtschaftsstandort Deutschland und dessen Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und zu stärken sowie das Steuerrecht zu vereinfachen. Der Beitrag stellt eine Auswahl der geplanten Maßnahmen überblicksartig dar. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Gesetzgebungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. So beschloss der Bundesrat in seiner Sitzung am 24.11.2023, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Die weiteren Entwicklungen bleiben daher abzuwarten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I.	Bilanzsteuerrechtliche Maßnahmen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Degressive Afa für bewegliche Wirtschaftsgüter
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die degressive Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter soll für einen befristeten Zeitraum abermals eingeführt werden. Hierbei sollen Wirtschaftsgüter begünstigt werden, die nach dem 30.09.2023 und vor dem 01.01.2025 angeschafft oder hergestellt werden. Der Abschreibungssatz darf höchstens das 2,5fache des bei der linearen Abschreibung in Betracht kommenden Prozentsatzes ergeben, allenfalls aber 25 %. Dieser Abschreibungssatz ist unveränderlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Sonderabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Betragsgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter soll von 800 Euro auf 1.000 Euro angehoben werden. Dies gilt für alle nach dem 31.12.2023 angeschafften oder hergestellten Wirtschaftsgüter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3. Sammelposten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sammelposten konnten bisher für Wirtschaftsgüter zwischen 250 Euro und 1.000 Euro gebildet und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben werden. Es ist vorgesehen, dass die Betragshöchstgrenze von 1.000 Euro auf 5.000 Euro eines einzelnen Wirtschaftsgutes angehoben und die Nutzungsdauer von 5 auf 3 Jahre verringert werden soll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4. Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 EStG
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unternehmen, die die Gewinngrenze von 200.000 Euro im Jahr vor der Anschaffung oder Herstellung eines beweglichen abnutzbaren Wirtschaftsgutes nicht überschreiten, sollen für nach dem 31.12.2023 angeschaffte oder hergestellte bewegliche Wirtschaftsgüter eine Sonderabschreibung von bis zu 50 % der Investitionskosten im Jahr der Anschaffung/Herstellung und in den 4 folgenden Jahren geltend machen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           5. Degressive Afa für Wohngebäude
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Wohngebäude, mit deren Herstellung nach dem 30.09.2023 und vor dem 01.10.2029 begonnen wird oder deren Anschaffung mittels geschlossenem Vertrag in diesem Zeitraum erfolgt ist, kann eine degressive Abschreibung vorgenommen werden. Der degressive Abschreibungssatz beträgt 6 % vom jeweiligen Buchwert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           6. Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Inanspruchnahme dieser Sonderabschreibung soll für solche Baumaßnahmen gelten, mit denen aufgrund eines nach dem 31.08.2018 und vor dem 01.01.2022 oder nach dem 31.12.2022 und vor dem 01.10.2029 gestellten Bauantrags/Bauanzeige bisher nicht vorhandene Wohnungen hergestellt werden. Die Anschaffungs-/Herstellungskosten dürfen in diesen Fällen 5.200 Euro/qm Wohnfläche nicht übersteigen. Bemessungsgrundlage sind max. 4.000 Euro/qm Wohnfläche. Diese Regelung soll ab dem Veranlagungszeitraum 2023 gelten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           7. Investitionsprämie für Klimaschutz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Einführung der Investitionsprämie durch das neue Klimaschutz-Investitionsprämiengesetz (KlimaInvPG) handelt es sich um eine gewinnunabhängige Förderung durch den Staat. Die Gewährung einer solchen Prämie soll zu einem Umdenken der Wirtschaft in Richtung klimafreundlicher Investitionen führen. Der Mindestbetrag der Förderung beläuft sich auf 5.000 Euro, die Summe des förderfähigen Aufwands ist im Förderzeitraum auf 200 Mio. Euro pro Anspruchsberechtigten begrenzt. Der Förderzeitraum beginnt am 01.03.2024 und endet vor dem 01.01.2030. Anspruchsberechtigte dürfen maximal 4 Anträge stellen. Die Investitionsprämie beträgt 15 % des förderungsfähigen Aufwands, maximal 30 Mio. Euro. Der förderfähige Aufwand muss mindestens 10.000 Euro betragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine detaillierte Ausführung zur Investitionsprämie für Klimaschutz finden Sie in unserem Newsletter
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="https://www.pelkapartner.de/klimaschutz-investitionspraemie" target="_blank"&gt;&#xD;
          
             Pelka Aktuell
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           vom 22.11.2023. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Unternehmenssteuerrechtliche Maßnahmen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1. Verlustabzug
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Abzugsbeträge, die seit dem Veranlagungszeitraum 2020 durch das Corona-Steuerhilfegesetz vom 19.6.2022 Anwendung finden, werden entgegen dem Regierungsentwurf nunmehr nicht dauerhaft übernommen. Verluste können bis zu einer Höhe von 10 Mio. Euro, bei Ehegatten bis zu 20 Mio. Euro in vorangegangene Veranlagungszeiträume (bis zu 3 Jahre) temporär rückgetragen werden. Ab dem VZ 2026 reduzieren sich die Grenzen dauerhaft auf 5 Mio. Euro bzw. bei Zusammenveranlagung auf 10 Mio. Euro.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der nach einem Verlustrücktrag verbleibende Verlust kann in den folgenden Veranlagungszeiträumen weiterhin zeitlich unbegrenzt, jedoch unbeschränkt nur bis zum Sockelbetrag von 1 Mio. Euro (bei Zusammenveranlagten 2 Mio. Euro), vom Gewinn abgezogen werden. Darüber hinaus kann der übersteigende Gewinn nur zu 75 % (bisher 60 %) mit den vorgetragenen Verlusten verrechnet werden. Diese Regelung ist nur temporär für die Veranlagungszeiträume 2024–2027 vorgesehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2. Option zur Körperschaftsteuer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bisher konnten nur Personenhandels- oder Partnerschaftsgesellschaften zur Körperschaftsteuer optieren. Mit dem neuen Gesetz sollen nunmehr alle Personengesellschaften die Option haben. Die Anträge hierfür sollen bei einer Neugründung einer Personengesellschaft bis zum Ablauf eines Monats nach Abschluss des Gesellschaftsvertrages gestellt werden können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3. Zinsschranke
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Vorgaben der Anti-Tax-Avoidance-Directive (ATAD) werden nunmehr in die Zinsabzugsbeschränkung mit aufgenommen. Die bisherige Konzernbezogenheit der Zinsschranke bei der Stand-alone-Klausel und bei dem Eigenkapital-Escape wird aufgegeben. Im Gesetz erfolgt auch eine Anpassung des Zinsbegriffs. Die neuen Regelungen sollen ab dem Veranlagungszeitraum 2024 gelten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            4. Thesaurierungsbegünstigung 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach § 34a EStG kann auf Antrag eine Besteuerung für nicht entnommene Gewinne einer Personengesellschaft aus Gewerbetrieb, Landwirtschaft oder selbständiger Tätigkeit vorgenommen werden. Der Steuersatz beläuft sich auf 28,25 % zzgl. Solidaritätszuschlag.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der begünstigungsfähige Gewinn soll nunmehr um die gezahlte Gewerbesteuer, die zur Zahlung der Einkommensteuer auf thesaurierte Gewinne entnommen wird, erhöht werden. Die Regelung soll erstmals für den Veranlagungszeitraum 2024 gelten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            5. Obligatorische eRechnung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ab 2028 soll die Verpflichtung zur transaktionsbezogenen Meldung von Umsätzen im B2B-Bereich an ein bundeseinheitliches Meldesystem bestehen. Die Meldung soll über eine sogenannte eRechnung erfolgen, die der Richtlinie 2014/55/EU entspricht und in einem strukturierten elektronischen Format verarbeitet werden kann. Ab 2025 soll mit der Einführung dieser eRechnung durch folgende Übergangsvorschriften begonnen werden:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Zwischen dem 01.01.2025 und dem 31.12.2026 können bei nach dem 31.12.2023 ausgeführten Umsätzen neben den eRechnungen auch noch sonstige Rechnungen (Papierrechnungen oder Rechnungen in einem anderen elektronischen Format) ausgestellt werden. 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Bis zum 31.12.2027 für einen nach dem 31.12.2026 und vor dem 01.01.2028 ausgeführten Umsatz ist die eRechnung auch obligatorisch für Rechnungsaussteller, bei denen im vorangegangenen Kalenderjahr (2026) der Gesamtumsatz nicht mehr als 800.000 Euro betrug.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ausgenommen von eRechnungen sind Kleinbetragsrechnungen sowie Fahrausweise.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wir werden im kommenden Jahr in einem gesonderten
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;a href="/newsletter-pelka-aktuell"&gt;&#xD;
            
              Newsletter Pelka Aktuell
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             dazu noch ausführlicher informieren.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             III.	Steuervereinfachende Maßnahmen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1. Einführung einer Freigrenze für Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mieteinnahmen sind zukünftig steuerfrei, wenn diese im Veranlagungszeitraum weniger als 1.000 Euro betragen. Steuerpflichtige können jedoch zur Steuerpflicht optieren, wenn die unmittelbar mit der Vermietungsleistung im Zusammenhang stehenden Ausgaben die Einnahmen übersteigen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2. Befreiung von Kleinunternehmern von umsatzsteuerlichen Erklärungspflichten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei der Anwendung der Kleinunternehmerregelung soll künftig die Abgabe einer Umsatzsteuer-Jahreserklärung entfallen. Ausnahmen gelten für innergemeinschaftliche Erwerbe, Fahrzeuglieferer oder in den Fällen, wo der Leistungsempfänger Steuerschuldner ist. Die Regelung soll erstmals für den Besteuerungszeitraum 2023 gelten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3. Erhöhung des Schwellenwerts zur Befreiung von der Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen soll zukünftig entfallen, wenn die Steuer für das vorangegangene Kalenderjahr nicht mehr als 2.000 Euro (bisher 1.000 Euro) beträgt. Diese Regelung soll ab dem Besteuerungszeitraum 2024 gelten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            4. Anhebung der Grenzen für die Buchführungspflicht nach § 141 AO
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gewerbliche Unternehmer und Land- und Forstwirte sind künftig ab einem Gesamtumsatz von 800.000 Euro (bisher 600.000 Euro) oder einem Gewinn von 80.000 Euro (bisher 60.000 Euro) im Kalenderjahr zur Buchführung verpflichtet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV.	Fazit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aufgrund der umfangreichen steuerrechtlichen Änderungen kann das Wachstumschancengesetz mit einem Jahressteuergesetz verglichen werden. Es bleibt abzuwarten, ob die im Gesetz enthaltenen Maßnahmen ausreichen, um die damit verbundenen Ziele der Bundesregierung zu erreichen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Gesetzgebungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Nach dem das Gesetzesvorhaben den Bundestag passierte, beschloss der Bundesrat in seiner Sitzung am 24.11.2023, den Vermittlungsausschuss anzurufen. In Anbetracht der gegenwärtigen Haushaltslage bleiben die weiteren Entwicklungen abzuwarten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sollten Sie zu den geplanten Maßnahmen weitere Informationen benötigen, sprechen Sie uns gerne an.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 29 Nov 2023 11:42:51 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/das-wachstumschancengesetz-geplante-massnahmen-und-aktuelle-entwicklungen</guid>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Klimaschutz-Investitionsprämie</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/klimaschutz-investitionspraemie</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
             Klimaschutz-Investitionsprämie 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. 	Ausgangslage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die vielfältigen Herausforderungen des Klimawandels machen umfangreiche Reaktionen auf die sich ändernden Bedingungen unausweichlich. Insbesondere stehen dabei Maßnahmen zur Reduzierung des Energiebedarfs im Fokus. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Um Impulse für Investitionen in nachhaltiges und energiesparendes Wirtschaften anzuregen, soll im Rahmen des vielfach diskutierten Wachstumschancengesetzes (Regierungsentwurf, BT-Dr. 20/8628) auch das sog. Klimaschutz-Investitionsprämiengesetz (KlimaInvPG) verabschiedet werden. Die Bundesregierung beabsichtigt damit, Innovationen unter Berücksichtigung eines Energiesparkonzeptes zu fördern und Unternehmen bei notwendigen Investitionen zu unterstützen. Besonders interessant dürfte die Prämie für Steuerpflichtige sein, die Investitionen in Photovoltaik-Anlagen planen. So waren diese bisher in bestimmten Fällen nicht förderfähig, etwa bei Über-schreiten der Grenze von 30 KW.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II. 	Die Klimaschutz-Investitionsprämie im Wachstumschancengesetz
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Durch das Klimaschutz-Investitionsprämiengesetz soll eine gewinnunabhängige steuerliche Förderung bestimmter Investitionen ermöglicht werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Grundsätzlich soll die Anschaffung oder Herstellung eines abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgutes des Anlagevermögens oder Maßnahmen an einem solchen Wirtschaftsgut (die begünstigte Investition) gefördert werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Begünstigt wäre nach dem Entwurf des KlimaInvPG eine solche Investition, wenn das Wirtschaftsgut in einem Einsparkonzept enthalten ist, und es dazu dient, dass der Anspruchsberechtigte im Rahmen seiner betrieblichen Tätigkeit die Energieeffizienz verbessert und so geltende Unionsnormen übertrifft (§ 2 Abs. 1 KlimaInvPG-RE). Dieses Energiesparkonzept muss von einem zertifizierten Energieberater oder einem internen Energiemanager erstellt werden und die Anforderungen an ein Energieaudit (§ 2 Abs. 2 KlimaInvPG-RE) erfüllen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gefördert werden sollen Investitionen, die im Zeitraum nach dem 31.12.2023 begonnen und vor dem 1.1.2030 abgeschlossen werden (§ 3 Abs. 1 KlimaInvPG-RE). Dabei gilt eine Investition in dem Zeitpunkt als begonnen, in dem das Wirtschaftsgut verbindlich bestellt oder mit der Herstellung begonnen wurde. Abgeschlossen sind Investitionen dann, wenn die Wirtschaftsgüter angeschafft oder hergestellt worden sind (§ 3 Abs. 2 KlimaInvPG-RE).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Antragsberechtigt sind Steuerpflichtige, die der Einkommen- oder Körperschaftsteuer unterliegen und Gewinneinkünfte erzielen (§ 1 Abs. 1 KlimaInvPG-RE). Soweit diese die Bedingungen des KlimaInvPG erfüllen, sollen Investitionen, die im Zeitraum bis zum 1.1.2030 (teilweise) abgeschlossen wurden, erheblich unterstützt werden. Jeder Anspruchsberechtige darf bis zu vier Anträge stellen (§ 5 Abs. 1 S. 2 KlimaInvPG-RE).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Höhe der Investitionsprämie soll 15 % der förderungsfähigen Aufwendungen betragen (§ 4 Abs. 3 KlimaInvPG-RE). Absolut begrenzt ist diese in der Höhe auf 30 Mio. EUR pro Anspruchsberechtigten im gesamten Förderungszeitraum, inklusive weiterer staatlicher Beihilfen (§ 4 Abs. 4 KlimaInvPG-RE). Förderfähiger Aufwand sind dabei alle nachgewiesenen Anschaffungs- und Herstellungskosten (§ 4 Abs. 1 KlimaInvPG-RE). Diese bilden die Bemessungsgrundlage und sind auf maximal 200 Mio. EUR pro Anspruchsberechtigten gedeckelt (§ 4 Abs. 2 KlimaInvPG-RE). Die Investitionsprämie wird gewährt, wenn die Bemessungsgrundlage mindestens 10 000 EUR beträgt (§ 5 Abs. 1 S. 1 KlimaInvPG-RE).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ertragsteuerlich erfolgt die Erfassung der Investitionsprämie zunächst erfolgsneutral und mindert die Anschaffungs- oder Herstellungskosten und somit die Bemessungsgrundlage für die künftigen Abschreibungen (vgl. § 9 KlimaInvPG-RE). Hierdurch ist die Investitionsprämie durch die geringeren Abschreibungen letztendlich steuerpflichtig, aber dies wirkt sich nicht unmittelbar bei Zufluss aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III.	Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Da der beabsichtigte Beginn des Förderungszeitraumes ab dem 01.01.2024 unmittelbar bevorsteht, ist dringend zu empfehlen, aktuell geplante Investitionen hinsichtlich ihrer Förderfähigkeit nach dem KlimaInvPG zu überprüfen und eventuell den Beginn dieser Investition auf einen späteren Zeitpunkt in 2024 zu vertagen. Gerade auch hinsichtlich des oben genannten Beispiels zu Photovoltaik-Anlagen könnten sich so attraktive neue Förderungsmöglichkeiten ergeben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 22 Nov 2023 10:26:06 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Verrechnungspreise – Warum sich deren frühzeitige Dokumentation lohnt</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/verrechnungspreise-warum-sich-deren-fruehzeitige-dokumentation-lohnt</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Verrechnungspreise – Warum sich deren frühzeitige Dokumentation lohnt
            &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Bedeutung globaler Unternehmen hat im Welthandel stark zugenommen. Die Thematik der Verrechnungspreise und deren Dokumentation rücken daher immer weiter in den Fokus der Finanzämter und Betriebsprüfer. Mit Wirkung zum 01.01.2025 werden die gesetzlichen Regelungen in Bezug auf die Möglichkeiten der Finanzämter, eine Verrechnungspreisdokumentation anzufordern, sowie die zeitlichen Fristen für deren entsprechende Vorlage verschärft. Auch wenn sie erst ab dem Jahr 2025 gelten werden, führen die neuen Regelungen dazu, dass eine frühzeitige Dokumentation der Verrechnungspreise für Unternehmen schon jetzt noch bedeutender wird als sie es zum aktuellen Zeitpunkt ohnehin schon ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II. Hintergrund und Rechtslage zur Dokumentation von Verrechnungspreisen 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Was sind überhaupt Verrechnungspreise?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die zwischen einzelnen Gesellschaften eines Konzerns oder einer Unternehmensgruppe bestehenden Beziehungen ermöglichen es ihnen, für ihre internen Geschäftsvorfälle besondere Bedingungen zu vereinbaren, die im Austausch mit unabhängigen, außenstehenden Unternehmen nicht möglich wären. So kann mangels Interessengegensatzes zwischen den einzelnen Unternehmen eine Gewinnplanung im Konzern oder der Gruppe unter Ausnutzung der jeweiligen steuerlichen Gegebenheiten erfolgen. Durch die Vereinbarung nicht fremdüblicher Preise beispielsweise für Waren oder Dienstleistungen besteht für die Unternehmen die Möglichkeit, Gewinne von einer Gesellschaft auf eine andere (im Ausland ansässige) Gesellschaft zu übertragen. Gründe dafür können in einer niedrigeren Besteuerung im Ausland oder in dem Ausnutzen von Verlusten einer Gesellschaft liegen, die ansonsten keine oder nur wenige Gewinne realisiert. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Vermeidung eines willkürlichen Verschiebens von Gewinnen zwischen den Gesellschaften einer Unternehmensgruppe sieht das deutsche Gesetz vor, dass auch im Rahmen von unternehmensinternen Geschäftsbeziehungen zwingend angemessene Verrechnungspreise zu vereinbaren sind. Unter Verrechnungspreisen werden dabei diejenigen Preise verstanden, zu denen ein Unternehmen Waren oder immaterielle Wirtschaftsgüter an verbundene Unternehmen liefert bzw. ihnen gegenüber Dienstleistungen erbringt. Verbundene Unternehmen sind wiederum solche, bei denen eines der Unternehmen mittelbar oder unmittelbar an der Geschäftsleitung, der Kontrolle oder dem Kapital des anderen Unternehmens beteiligt ist oder beide Unternehmen unter der Kontrolle desselben dritten Unternehmens stehen. Man spricht dann auch von nahestehenden Unternehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Wann sind Verrechnungspreise angemessen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verrechnungspreise, die ein Unternehmen einem anderen nahestehenden Unternehmen in Rechnung stellt, sind immer dann angemessen, wenn sie dem sogenannten Fremdvergleichsgrundsatz entsprechen. Ein Preis ist demnach als angemessen zu beurteilen, wenn er unter gleichen oder vergleichbaren Verhältnissen in dieser Weise bzw. Höhe auch zwischen zwei voneinander unabhängigen Unternehmen vereinbart worden wäre. Was als fremdüblicher und damit angemessener Preis zwischen zwei nahestehenden Unternehmen gilt, wird insofern durch die Verhältnisse am freien Markt bestimmt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Praxis existiert eine ganze Reihe von Methoden, mit denen Unternehmen dem Fremdvergleichsgrundsatz Rechnung tragen können. Eine der dabei am häufigsten angewendeten Methoden ist die sogenannte Preisvergleichsmethode. Hierbei findet ein direkter Vergleich des Preises des konzerninternen Geschäftsvorfalls mit solchen Preisen statt, die aus ähnlichen Geschäftsvorfällen unabhängiger Unternehmen stammen (Vergleichspreise). Entscheidend ist dabei, dass die Waren oder die Dienstleistungen der ermittelten Vergleichspreise mit dem internen Geschäftsvorfall vergleichbar sein müssen. Weicht der Preis, der konzernintern in Rechnung gestellt wurde, von den ermittelten Vergleichspreisen ab, stellt dies ein starkes Indiz dafür dar, dass der Verrechnungspreis nicht fremdüblich und somit auch nicht angemessen war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3. Welche Folge haben unangemessene Verrechnungspreise?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entsprechen die abgerechneten Verrechnungspreise nicht dem Fremdvergleichsgrundsatz, kann das Finanzamt die Gewinne des Unternehmens für steuerliche Zwecke korrigieren, um Verzerrungen zu berichtigen und zu erreichen, dass dem Fremdvergleichsgrundsatz Rechnung getragen wird. Die Korrektur geschieht in der Weise, dass die kaufmännischen und finanziellen Bedingungen hergestellt werden, die unter vergleichbaren Umständen und in vergleichbaren Geschäftsvorfällen zwischen unabhängigen Unternehmen vereinbart worden wären. Im Rahmen einer Fiktion wird also so getan, als hätte das Unternehmen dem internen Geschäftsvorfall einen fremdüblichen Preis zugrunde gelegt. Dies führt zu einer Erhöhung der Einkünfte der Gesellschaft um einen fiktiven Korrekturbetrag und damit im Ergebnis zu einer erhöhten Steuerlast. Den fremdüblichen Preis kann das Finanzamt in diesem Zusammenhang schätzen, was in den meisten Fällen für den Steuerpflichtigen zu einem nachteiligen Ergebnis führen wird. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich bereits vor der Durchführung des Geschäftsvorgangs zwischen nahestehenden Unternehmen Gedanken über einen angemessenen Verrechnungspreis zu machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4. Und warum müssen Verrechnungspreise dokumentiert werden?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jeder Steuerpflichtige ist von Gesetzeswegen dazu verpflichtet, unternehmensinterne Geschäftsvorfälle, die über die Grenzen Deutschlands hinausgehen, möglichst zeitnah aufzuzeichnen. Die Pflicht zur Verrechnungspreisdokumentation soll vor allem sicherstellen, dass der Steuerpflichtige die Anforderungen des Fremdvergleichsgrundsatzes berücksichtigt und die Finanzbehörde die notwendigen Informationen erhält, um eine sachverständige Risikobeurteilung vornehmen zu können. Nach aktueller Rechtslage kann das Finanzamt deshalb im Rahmen einer Betriebsprüfung die Vorlage einer Verrechnungspreisdokumentation fordern. Mit Beginn der Betriebsprüfung bzw. mit der Anforderung durch das Finanzamt beginnt dann eine 60-tägige Frist, innerhalb derer der Steuerpflichtige dazu verpflichtet ist, die Dokumentation vorzulegen. Bei Nichtvorlage kann das Finanzamt zum einen ein Bußgeld gegen das steuerpflichtige Unternehmen verhängen und zum anderen den Gewinn des Unternehmens im Wege der Schätzung erhöhen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie die Verrechnungspreisdokumentation letztlich aussieht, hängt oftmals von dem konkret zu dokumentierenden Einzelfall ab. Gemeinsam ist jedoch allen Dokumentationen, dass sie sich in zwei Teile – die Sachverhaltsdokumentation und die Angemessenheitsdokumentation – unterteilen lassen. Im Rahmen der Sachverhaltsdokumentation ist der Inhalt der Geschäftsbeziehung näher zu spezifizieren, während bei der Angemessenheitsdokumentation die Angemessenheit der Verrechnungspreise darzulegen ist. Grundsätzlich ist dabei für jeden einzelnen Geschäftsvorfall mit einem nahestehenden Unternehmen sowie für jedes einzelne Jahr der Betriebsprüfung eine separate Dokumentation anzufertigen. Nur in Einzelfällen können mehrere Geschäftsvorfälle in einer Dokumentation zusammengefasst werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Verpflichtung zur Verrechnungspreisdokumentation ergibt sich unmittelbar aus dem Gesetz und besteht unabhängig von der Aufforderung zu deren Vorlage durch das Finanzamt. Aufgrund der Tatsache, dass die Aufzeichnungen erst mit der Vorlageaufforderung Bedeutung erlangen, wird in der Praxis aber oftmals erst nach der Aufforderung mit der Erstellung der Dokumentation begonnen. Je nachdem wie umfangreich die Geschäftsbeziehungen des steuerpflichtigen Unternehmens zu nahestehenden Unternehmen sind, kann es bei diesem Vorgehen entsprechend schwierig werden, dem Finanzamt die angeforderte Dokumentation innerhalb der 60-tägigen Frist vorzulegen. Es lohnt sich daher auch deshalb – der Gesetzesintention folgend – entsprechende Dokumentationen bereits vor der Anforderung durch das Finanzamt in zeitlicher Nähe zu dem Geschäftsvorfall erstellen zu lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           5. Wie wirkt sich dabei die Gesetzesänderung zum 01.01.2025 aus?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab dem 01.01.2025 gilt der neugefasste § 90 AO für Geschäftsbeziehungen zwischen nahestehenden Unternehmen. Die Neufassung bringt dabei zwei grundsätzliche Änderungen für die Verrechnungspreisdokumentation mit sich. Zum einen erhält das Finanzamt die Befugnis, eine Dokumentation zu jeder Zeit – und damit auch außerhalb einer Betriebsprüfung – anzufordern. Zum anderen wird die 60-Tages-Frist für die Vorlage auf eine 30-Tages-Frist verkürzt. Das steuerpflichtige Unternehmen kann sich insoweit nicht mehr darauf verlassen, lediglich im Rahmen einer Betriebsprüfung zur Vorlage einer Verrechnungspreisdokumentation verpflichtet zu werden, sondern muss vielmehr zu jedem Zeitpunkt in der Lage sein, eine Dokumentation vorlegen zu können. Die kürzere Frist von 30 Tagen macht es zudem nahezu unmöglich, eine Dokumentation bei komplexen Geschäftsvorfällen noch rechtzeitig zu erstellen, wenn erst nach der Vorlageaufforderung durch das Finanzamt mit ihrer Erstellung begonnen wird. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Unser Tipp 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir empfehlen Ihnen daher, bereits jetzt entsprechende Verrechnungspreisdokumentationen erstellen zu lassen, um etwaigen Problemen mit dem Finanzamt aus dem Weg zu gehen. Gerne unterstützen wir Sie bei allen Fragen bezüglich der Dokumentation oder nehmen deren Erstellung für Sie vor. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie möchten mehr dazu erfahren und sich mit uns in Verbindung setzen? Dann füllen Sie gerne unser
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/kontakt"&gt;&#xD;
          
             Kontaktformular
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 10 Nov 2023 12:53:31 GMT</pubDate>
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    </item>
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      <title>Der internationale Nachlass – Probleme und Planung</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Der internationale Nachlass – Probleme und Planung
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          I. Einleitung
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Erbfälle mit internationalem Bezug sind heute häufiger als noch vor 50 Jahren. Kennzeichnend für solche Erbfälle ist, dass sich der Nachlass nicht mehr ausschließlich im Inland befindet. Ferienhäuser in Spanien oder Griechenland, Wohnungen in der Schweiz, Bankkonten in den Niederlanden – insbesondere innerhalb der Europäischen Union haben die Grundfreiheiten dazu geführt, dass das Vermögen der Bundesbürger sich auch auf Auslandswerte erstreckt. Dies kann für die Erben eine Herausforderung darstellen, weswegen der vorausschauende Erblasser möglichst frühzeitig seinen Nachlass plant. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II. Internationale Erbfälle
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aus deutscher Sicht kann sich ein internationaler bzw. grenzüberschreitender Erbfall in unterschiedlichsten Konstellationen ergeben. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            So kann etwa der Erblasser ausländischer Staatsbürger sein bzw. mehrere Staatsbürgerschaften innehaben oder sich Nachlass wenigstens teilweise im Ausland befinden. Internationale Erbfälle entstehen auch, wenn begünstigte oder andere beteiligte Personen, wie Erben, Nachlassverwalter oder Testamentsvollstrecker, nicht (ausschließlich) die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Zudem kann das Erbrecht eines anderen Staates betroffen sein, wenn die letztwillige Verfügung im Ausland errichtet oder eine Ehe nicht in Deutschland geschlossen worden ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III. Typische Probleme bei internationalen Erbfällen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Liegen solche oder ähnliche Konstellationen vor, können sich verschiedene Probleme ergeben, von denen eine Auswahl nachfolgend aufgezeigt werden soll. Die Auswahl ist nicht abschließend, da je nach Einzelfall eine Vielzahl von Problemen denkbar sind.    
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Anzuwendendes Erbrecht
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das wichtigste zu lösende Problem ist stets, welche Rechtsordnung für den Erbfall überhaupt zur Anwendung gelangt (das sogenannte Erbstatut), also ob die deutsche, eine ausländische oder im Falle einer möglichen Nachlassspaltung sogar beide Rechtsordnungen einschlägig ist bzw. sind. Deutsche Gerichte sowie die Gerichte der EU-Mitgliedstaaten wenden auf Erbfälle ab dem 17.08.2015 grundsätzlich die Europäische Erbrechtsverordnung (EuErbVO) an. Ausnahmen können sich aber weiterhin aufgrund bilateraler Abkommen ergeben. Danach ist für die Bestimmung des anzuwendenden Erbrechts vorrangig auf den letzten gewöhnlichen Aufenthaltsort des Erblassers abzustellen. Auch kann die Staatsangehörigkeit des Erblassers maßgebend für das anzuwendende Erbrecht sein. Vergleichbare Bestimmungen sind auch in vielen außereuropäischen Rechtsordnungen anzutreffen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aus dem anzuwendenden erbrechtlichen Bestimmungen ergibt sich insbesondere die Rechtsstellung der Erben oder das Pflichtteilsrecht. Zudem sehen viele Rechtsordnung einen formellen Akt für die Annahme einer Erbschaft vor, ohne den sich der Übergang des Vermögens auf die Erben nicht vollziehen kann. Das im deutschen Erbrecht geltende Prinzip der Universalsukzession – der unmittelbaren Gesamtrechtsnachfolge in der Sekunde des Ablebens des Erblassers – ist vielen ausländischen Rechtsordnungen fremd. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2. Form der letztwilligen Verfügung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch hinsichtlich der Form der letztwilligen Verfügung bzw. des Testaments können sich unter bestimmten Umständen Hürden ergeben, etwa wenn die letztwillige Verfügung im Nicht-EU-Ausland errichtet wurde. Zwar haben sich einige Staaten dem Haager Übereinkommen (übernommen in Art. 27 und 28 EuErbVO) über das auf die Form letztwilliger Verfügungen anzuwendende Recht unterworfen, wichtige Staaten wie beispielsweise die USA allerdings nicht. Daher sollte vor Errichten der letztwilligen Verfügung darauf geachtet werden, dass das Testament neben der deutschen Form kumulativ auch die Formvorschriften des ausländischen Staates, in dem Vermögenswerte des Nachlasses sind, erfüllt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ist das Testament nach den jeweiligen Bestimmungen eines ausländischen Staates nicht wirksam errichtet worden, greift regelmäßig die jeweilige ausländische gesetzliche Erbfolge. Dies kann sich insbesondere beim Pflichtteilsrecht erheblich von den deutschen Vorschriften unterscheiden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3. Überschreibung von Immobilien 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Eigentum an Immobilien wird in nahezu allen Staaten in einem dem deutschen Grundbuch ähnlichen Register erfasst. Das Verfahren zur Umschreibung des Eigentums auf die Erben richtet sich dabei nach den Vorschriften des jeweiligen Staates. Die deutschen Grundbuchämter verlangen einen deutschen Erbschein, ein notarielles Testament samt Niederschrift über die Testamentseröffnung oder das Europäische Nachlasszeugnis. Der deutsche Erbschein kann für ausländische Erben auch beschränkt auf den deutschen Nachlass ausgestellt werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für Immobilienübertragungen aufgrund der Erbfolge innerhalb der EU empfiehlt sich grundsätzlich das europäische Nachlasszeugnis. Sollte sich der Nachlass außerhalb der EU befinden, sollte Kontakt zu einem örtlichen Berater aufgenommen werden, damit hier der formelle Eigentumsübergang gewährleistet ist. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            4. Interaktionen mit Banken
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Klassisches Problem in Erbfällen ist die Interaktion mit Banken. Denn Banken, die Konten und Depots des Erblassers verwalten, sind ohne Legitimationsnachweise, die regelmäßig im Original oder beglaubigter Kopie vorgelegt werden müssen, extrem zurückhaltend bei der Interaktion mit den Erben oder Testamentsvollstreckern. In rein nationalen Sachverhalten sind post- und transmortale Vollmachten übliche Instrumente, um den Erben zügig Handlungsfähigkeit zu vermitteln oder um die Rechtsmacht des Testamentsvollstreckers zu verstärken. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Rahmen internationaler Erbfälle gestaltet sich eine Vollmachtserteilung allerdings weitaus komplizierter. Dies beginnt schon damit, dass die Zulässigkeit von entsprechenden Vollmachten weder im früheren deutschen internationalem Erbrecht noch nach der EuErbVO dem Erbstatut folgt, sondern dem gesondert anzuknüpfenden Vollmachtsstatut unterworfen ist. Dieses bestimmt, ob der Tod des Erblassers (also des Vollmachtgebers) die erteilten Vollmachten erlöschen lässt oder ob für die Zeit nach dem Tod des Erblassers eine zu Lebzeiten erteilte Vollmacht noch Wirkung entfalten darf.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ist der Nachlass innerhalb der EU verteilt, bietet sich alternativ auch das Europäische Nachlasszeugnis (ENZ) an, um die Erbenstellung gegenüber Banken im Inland und europäischen Ausland nach-zuweisen. Das Europäische Nachlasszeugnis tritt gleichrangig neben die nationalen Erbnachweise. Es wird in dem Staat beantragt, dessen Erbrecht gilt, kann aber in allen Mitgliedstaaten verwendet werden. Die Gültigkeit des Europäischen Nachlasszeugnisses ist allerdings auf ein halbes Jahr beschränkt.   
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
               
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            5. In- und ausländische Erbschaftsteuer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neben rein erbrechtlichen Fragestellungen und deren praktischer Handhabung ist auch das Thema der steuerlichen Pflichten im Zusammenhang mit einem internationalen Erbfall zu beachten. Die meisten Staaten sehen eine der deutschen Erbschaftsteuer vergleichbare Steuer für Erwerbe von Todes wegen vor. Anknüpfungspunkt für diese beschränkte Erbschaftsbesteuerung ist nicht selten die Belegenheit des Nachlasses bzw. eines Teils des Nachlasses. Mit den wenigstens Staaten hat die Bundesrepublik ein Doppelbesteuerungsabkommen über Erbschaft- und Schenkungsteuer abgeschlossen. Deutschland rechnet aber regelmäßig etwaige ausländische Erbschaftsteuer nach § 21 ErbStG an. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zudem ist aus der Sicht der deutschen Erben, d.h. solcher Erben, die in Deutschland ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt – ungeachtet der Staatsangehörigkeit – haben, zu beachten, dass auch das ausländische Nachlassvermögen im Rahmen einer etwaigen Erbschaftsteuererklärung anzugeben ist, da auch dieses der deutschen Erbschaftsteuer unterliegt. Auch sind etwaige Vorerwerbe, typischerweise Schenkungen zur vorweggenommen Erbfolge – von Auslandsvermögen im Rahmen der Erbschaftsteuererklärung anzugeben.   
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Erbfälle mit internationalem Bezug können Erben vor vielfältige Problematiken stellen. Nicht selten kostet die Bewältigung dieser Probleme Nerven, Zeit und Geld. Flankiert wird dies unter Umständen auch noch von Fragen des nationalen wie ausländischen Erbschaftsteuerrechts. Eine rechtzeitige Nachlassplanung ist daher nicht zu vernachlässigen und kann Unsicherheiten vorbeugen sowie sicherstellen, dass der Wille des Erblassers auch zeitnah zur Umsetzung gelangt. Auch hinsichtlich der steuerlichen Auswirkungen bedarf es einer frühzeitigen Auseinandersetzung und Planung. Hierbei stehen wir Ihnen erb- und steuerrechtlich gerne zur Seite.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 27 Sep 2023 14:13:38 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Pelka begleitet mittelständisches Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie erfolgreich durch Betriebsprüfung</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-begleitet-mittelstaendisches-unternehmen-der-kunststoffverarbeitenden-industrie-erfolgreich-durch-betriebspruefung-und-verhilft-zur-steuerlichen-anerkennung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Pelka begleitet mittelständisches Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie erfolgreich durch Betriebsprüfung und verhilft zur steuerlichen Anerkennung der Rechtsbeziehung zu ausländischer Tochtergesellschaft
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pelka begleitete eine mittelständische Aktiengesellschaft aus der kunststoffverarbeitenden Industrie durch eine Betriebsprüfung, deren Prüfungsschwerpunkt insbesondere auf dem Leistungsaustausch mit einer im Ausland ansässigen Tochtergesellschaft lag. Die Leistungsbeziehung war darzulegen und dem Grunde als auch der Höhe nach zu erklären. Zudem galt es, die Vertragsbeziehung offenzulegen und deren Fremdüblichkeit nachzuweisen. Am Ende wurde die Leistungsbeziehung vollumfänglich anerkannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unternehmen werden in regelmäßigen Abständen im Rahmen von Betriebsprüfungen vom Finanzamt überprüft. Je nach Art und Größe des Unternehmens geraten dabei typischerweise verschiedene Bereiche besonders in den Fokus der Prüferinnen und Prüfer. So wird bei Unternehmen, die Leistungsbeziehungen zu ausländischen Tochtergesellschaften oder Betriebsstätten unterhalten, stets geprüft, ob der Leistungsaustausch auch steuerrechtlich anzuerkennen ist und fremdüblichen Bedingungen entspricht. Wird die Anerkennung durch das Finanzamt versagt, kann dies entweder zu einer Erhöhung von Erträgen oder der Aberkennung von zuvor in Ansatz gebrachten Betriebsausgaben im Inland führen. Die Steuerlast erhöht sich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Mandat wurde durch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
             
            &#xD;
        &lt;a href="/team/dr-fabian-riegler"&gt;&#xD;
          
             Dr. Fabian Riegler
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Partner) und
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;a href="/nils-pinzke"&gt;&#xD;
          
             Nils Pinzke
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Associate) betreut
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 27 Sep 2023 09:31:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/pelka-begleitet-mittelstaendisches-unternehmen-der-kunststoffverarbeitenden-industrie-erfolgreich-durch-betriebspruefung-und-verhilft-zur-steuerlichen-anerkennung</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Pelka führt erfolgreiches Einspruchsverfahren für mittelständischen Versicherungsvermittler</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-fuehrt-erfolgreiches-einspruchsverfahren-fuer-mittelstaendischen-versicherungsvermittler</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Pelka führt erfolgreiches Einspruchsverfahren für mittelständischen Versicherungsvermittler
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einem einer Betriebsprüfung nachgelagerten Einspruchsverfahren wurde mit dem Finanzamt um die korrekte bilanzsteuerrechtliche Erfassung von bereits durch diverse Versicherungsgesellschaften an eine Vermittlungsgesellschaft ausgezahlten Provisionen, bei denen der sog. Haftungszeitraum noch nicht abgelaufen war, gestritten. Die Steuerpflichtige vertrat dabei die Auffassung, solche Zahlungen seien noch nicht vollständig verdient und bilanziell als erhaltene Anzahlung zu erfassen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Vertragsbeziehungen zwischen den Versicherungsgesellschaften und den Vermittlern sind komplex und unterscheiden sich zudem je nach Art der vermittelten Versicherung. Die vertragliche Ausgestaltung der Leistungsbeziehungen ist jedoch entscheidend für die Frage, ob eine Provisionszahlung für den Vermittler bereits erfolgswirksam „verdient“ ist. Dies hat Einfluss auf die Bilanz des Vermittlers und auf die Höhe des Gewinns und dessen Versteuerung. Im vorliegenden Fall konnte dem Finanzamt aufgezeigt werden, dass ein nicht unerheblicher Bestand an Provisionszahlungen bilanziell als erhaltene Anzahlung und nicht als realisierter Umsatz zu behandeln war. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Verfahren führten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;a href="/team/dr-jürgen-pelka"&gt;&#xD;
            
              Dr. Jürgen Pelka
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ,
             &#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;a href="/team/dr-sebastian-geringhoff"&gt;&#xD;
            
              Dr. Sebastian Geringhoff
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             (beide Partner) und
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;a href="/nils-pinzke"&gt;&#xD;
            
              Nils Pinzke
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             (Asscociate).   
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 27 Sep 2023 09:18:39 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/pelka-fuehrt-erfolgreiches-einspruchsverfahren-fuer-mittelstaendischen-versicherungsvermittler</guid>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Dr. Jürgen Pelka zum Ehrenmitglied der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft e.V. ernannt</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/dr-juergen-pelka-zum-ehrenmitglied-der-deutschen-steuerjuristischen-gesellschaft-e-v-ernannt</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Dr. Jürgen Pelka zum Ehrenmitglied der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft e.V. ernannt
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für seine besonderen Verdienste und seine jahrzehntelange aktive Mitgliedschaft im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft e.V. wurde Herr Dr. Jürgen Pelka am 11.09.2023 zum Ehrenmitglied der Gesellschaft ernannt. Die Deutsche Steuerjuristische Gesellschaft e.V. ist eine Vereinigung der führenden Steuerjuristen aus Wissenschaft, Finanzgerichtsbarkeit, Finanzverwaltung und freien Berufen. Zu Ehrenmitgliedern der Gesellschaft wurden in der Vergangenheit Professor Dr. Klaus Tipke und Professor Dr. Heinrich-Wilhelm Kruse ernannt. Wir gratulieren unserem Gründungspartner zu dieser Auszeichnung und sind froh, ihn als nicht nur als erfahrenen Ratgeber, sondern auch als Freund an unserer Seite zu haben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jürgen Pelka begann sein Berufsleben mit einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann in der REWE Zentrale in Köln. Dort war er anschließend in der Steuerabteilung tätig. Parallel zu dieser Tätigkeit bei der REWE besuchte er das Abendgymnasium und legte 1967 das Abitur ab. Das im selben Jahr begonnene Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln beendete er 1971 mit dem ersten juristischen Staatsexamen. Anschließend promovierte er bis 1974 bei Professor Dr. Klaus Tipke und absolvierte 1976 sowohl das Steuerberaterexamen als auch das zweite juristischen Staatsexamen. Ebenfalls 1976 wurde die Deutsche Steuerjuristische Gesellschaft e.V. gegründet. Dr. Jürgen Pelka war Gründungsmitglied und wurde in den Gründungsvorstand berufen. Er übernahm die Leitung der Geschäftsstelle und bekleidete das Amt des Schatzmeisters. 1997 schied er nach drei Jahrzehnten aus dem Vorstand aus. Bis zum heutigen Tag gehört er weiterhin dem Wissenschaftlichen Beirat an. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 21 Sep 2023 10:24:07 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/dr-juergen-pelka-zum-ehrenmitglied-der-deutschen-steuerjuristischen-gesellschaft-e-v-ernannt</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts („GbR“) nach Inkrafttreten des MoPeG am 01.01.2024 – Handlungsbedarf für betroffene Gesellschaften und Beratungsbedarf für Pelka?</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/die-gesellschaft-buergerlichen-rechts-gbr-nach-inkrafttreten-des-mopeg-am-01-01-2024-handlungsbedarf-fuer-betroffene-gesellschaften-und-beratungsbedarf-fuer-pelka</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts („GbR“) nach Inkrafttreten des MoPeG am 01.01.2024 – Handlungsbedarf für betroffene Gesellschaften und Bera-tungsbedarf für Pelka?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit dem am 01.01.2024 in Kraft tretenden Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG) hat der Gesetzgeber das
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Personengesellschaftsrecht umfassend modernisiert und die etablierte Rechtsprechung zum Recht der GbR nunmehr in Gesetzesform gegossen. Insbesondere wurden die beiden Arten der GbR – rechtsfähige GbR (§§ 706ff. BGB n.F.) und nicht rechtsfähige GbR (§§ 740ff. BGB n.F.) – durch das MoPeG im BGB neu geregelt. Die wichtigsten Änderungen bestehen insbesondere in der Einführung eines Gesellschaftsregisters zur Eintragung der rechtsfähigen GbR sowie in der Öffnung der Personenhandelsgesellschaften (oHG/KG/GmbH &amp;amp; Co. KG) für Freiberufler.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine weitere bedeutsame Änderung, die der Gesetzgeber vorgenommen hat, ist die gesetzliche Anerkennung der Rechtsfähigkeit einer sog. Außen-GbR. Eine rechtsfähige GbR kann demnach gem. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 705 Abs. 2 BGB n.F. nun in eigenem Namen und für sich als Rechtsperson Rechte erwerben und Verbindlichkeiten eingehen, wenn sie nach dem Willen der Gesellschafter am Rechtsverkehr teilnehmen soll. Mit der Neuregelung der Rechtsfähigkeit der GbR wird zugleich das bisher geltende Gesamthandsprinzip aufgegeben. Die GbR kann somit als Trägerin von Rechten und Pflichten auch Gesellschaftsvermögen besitzen, § 713 BGB n.F.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Einführung eines Gesellschaftsregisters
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weiterhin kann sich eine rechtsfähige GbR in das neu geschaffene Gesellschaftsregister eintragen lassen und muss nach der Eintragung gem. § 707a Abs. 2 BGB n.F. den entsprechenden Namenszusatz „eingetragene Gesellschaft bürgerlichen Rechts“ oder abgekürzt „eGbR“ führen. Die Anmeldung zum Gesellschaftsregister hat in notariell beglaubigter Form zu erfolgen. Das neue Gesellschaftsregister ähnelt dem Handelsregister und soll Unternehmen ermöglichen, wichtige rechtliche Vorgänge öffentlich bekannt zu machen. Es wird – wie bereits bisher das Handelsregister – von den Amtsgerichten geführt. Durch die Eintragung werden ähnlich wie beim Handelsregister ein Gutglaubensschutz und Erleichterungen im Rechtsverkehr begründet, indem die Vertretung der Gesellschaft bekannt gemacht und damit Rechtssicherheit für potentielle Vertragspartner geschaffen wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Eintragung muss gem. § 707 Abs. 2 BGB n.F. bestimmte Angaben zur Gesellschaft und den Gesellschaftern enthalten, wie z.B. Name, Sitz und Anschrift. Ändern sich diese Angaben nachträglich, so ist dies ebenfalls anzumelden und einzutragen. Die bislang weitgehende Anonymität von GbR-Gesellschaftern wird damit stark eingeschränkt. Der Sitz der Gesellschaft ist gem. § 706 S. 1 BGB n.F. grundsätzlich der Verwaltungssitz, also der Ort, an dem die Geschäfte tatsächlich geführt werden. Allerdings kann eine eingetragene Gesellschaft gem. § 706 S. 2 BGB n.F. einen vom Verwaltungssitz abweichenden (Satzungs-)Sitz in ihrem Gesellschaftsvertrag bestimmen, was im Ergebnis zu einem freien Sitzwahlrecht der GbR führt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Faktischer Eintragungszwang für bestimmte GbR
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das MoPeG tritt zum 01.01.2024 in Kraft und gilt ab diesem Zeitpunkt sowohl für alle bereits bestehenden als auch für neu gegründete Personengesellschaften. Aus diesem Grund ist es unerlässlich sich als Personengesellschaft zeitnah mit den Neuregelungen vertraut zu machen und gegebenenfalls eine Änderung des Gesellschaftsvertrags vorzunehmen. Auch wenn eine Eintragung in das Gesellschaftsregister für eine GbR freiwillig und nicht verpflichtend ist, so ist sie doch insbesondere für Immobilien-GbRs sowie GbRs mit Beteiligungsvermögen nicht nur in Erwägung zu ziehen, sondern nachgerade geboten, will man handlungs- und dispositionsfähig bleiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine GbR muss zukünftig nämlich zunächst im Gesellschaftsregister registriert sein, bevor ein ihr zustehendes Recht in einem anderen öffentlichen Register eingetragen wird. Dies betrifft insbesondere den Fall der Registrierung als Grundstückseigentümer im Grundbuch, aber nicht nur diesen. So sieht das neue Recht zahlreiche Voreintragungserfordernisse vor – etwa in: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              § 707a Abs. 1 S. 2 BGB n.F. (Eintragung einer GbR als Gesellschafterin einer anderen GbR im Gesellschaftsregister nur nach deren vorgängiger Eintragung als eGbR ins Gesellschaftsregister)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              Art. 89 EGHGB (Eintragung einer GbR ins Handelsregister als Gesellschafterin einer oHG oder KG nur nach deren vorgängiger Eintragung als eGbR ins Gesellschaftsregister, ebenso bei künftigen Änderungen bereits eingetragener GbRs)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              § 47 Abs. 2 GBO n.F. (Eintragung ins Grundbuch nur für eGBR, Verfügungen über Grundstücke einer GbR nur nach Eintragung als eGbR ins Gesellschaftsregister – dies gilt nach Art. 229 § 21 EGBGB auch für bereits im Grundbuch eingetragene GbR, die daher ohne eine Eintragung in das Gesellschaftsregister keine Verfügungen mehr über Ihre im Grundbuch eingetragenen Rechte vornehmen kann!)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              § 40 Abs. 1 Satz 3 GmbHG n.F. (Eintragung einer GbR in die Gesellschafterliste und Veränderungen an ihrer Eintragung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             nur
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             bei Eintragung als eGbR ins Gesellschaftsregister)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              § 67 Abs. 1 Satz 3 AktG n.F. (Eintragung einer GbR in das Aktienregister und Veränderungen an ihrer Eintragung
             &#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              nur
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          
             bei Eintragung als eGbR ins Gesellschaftsregister
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Öffnung der Personenhandelsgesellschaft für Freiberufler
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine weitere wichtige Änderung durch das MoPeG ist die Öffnung der Personenhandelsgesellschaften für Freiberufler. Nunmehr ist es auch Freiberuflern erlaubt, sich in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft zu organisieren, sofern das jeweilige Berufsrecht dies gestattet, § 107 Abs. 1 S. 2 HGB n.F. Das Berufsrecht muss dies jedoch ausdrücklich zulassen. Es reicht nicht aus, wenn das jeweilige Berufsrecht dazu keine Regelung enthält.  Mit dieser Neuregelung kommen nunmehr auch Freiberufler in den Genuss der Haftungsbegrenzungsmöglichkeiten einer GmbH &amp;amp; Co KG.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Eintragungspflicht im Transparenzregister
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch die Bestimmungen des Geldwäschegesetzes, insbesondere zum Transparenzregister, wurden dahin geändert, dass sie sich auf „rechtsfähige Personengesellschaften“ beziehen, wodurch die eGbR ausdrücklich in den Kreis der meldepflichtigen Gesellschaften aufgenommen wurde (vgl. § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 6 und § 22 Abs. 1 Nr. 9 GwG n.F.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das MoPeG bringt eine große Bandbreite von Neuerungen, die auch schon bestehende GbRs betrifft. Diese sollten daher bereits jetzt prüfen, ob – beispielsweise im Hinblick auf die Anpassung ihres Gesellschaftsvertrags – Handlungsbedarf besteht. Bei Transaktionen unter Beteiligung einer GbR, die unmittelbar nach dem kommenden Jahreswechsel stattfinden sollen, sollten Sie bedenken, dass unter Umständen zunächst die GbR in das Gesellschaftsregister eingetragen werden muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es steht zu befürchten, dass für Anmeldungen zum neu geschaffenen Gesellschaftsregister zu Beginn des Jahres 2024 ein großer Andrang auf die Registergerichte zukommen dürfte, und es somit für betreffende Transaktionen zu Verzögerungen kommen könnte. Insofern ist zu erwägen, ob nicht geplante Transaktionen vorgezogen werden können oder zumindest rechtzeitig Vorbereitungen getroffen werden können für eine unmittelbar nach dem kommenden Jahreswechsel vorzunehmende Anmeldung ins Gesellschaftsregister. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbstverständlich stehen wir Ihnen für eine individuelle Beratung jederzeit zur Verfügung und unterstützen Sie bei den erforderlichen Schritten. Wir halten für Sie die gesetzlichen Entwicklungen im Auge und informieren Sie umgehend über etwaige Änderungen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 20 Sep 2023 09:08:21 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Verjährung des Auskunftsanspruchs des Mieters bei der Mietpreisbremse</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/verjaehrung-des-auskunftsanspruchs-des-mieters-bei-der-mietpreisbremse</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Verjährung des Auskunftsanspruchs des Mieters bei der Mietpreisbremse 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Ausgangslage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Liegt eine Wohnung in einem durch Rechtsverordnung bestimmten Gebiet mit einem angespannten Wohnungsmarkt, so darf die Miete nach § 556d Abs. 1 BGB zu Beginn des Mietverhältnisses die ortsübliche Vergleichsmiete höchstens um 10 % übersteigen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist die Miete, die der vorige Mieter zuletzt schuldete (Vormiete), höher als die nach § 556d Abs. 1 zulässige Miete (also höher als 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete), so darf eine Miete bis zur Höhe der Vormiete vereinbart werden (§ 556e Abs. 1 BGB). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Ermittlung der Vormiete unberücksichtigt bleiben Mietminderungen sowie solche Mieterhöhungen, die mit dem vorherigen Mieter innerhalb des letzten Jahres vor Beendigung des Mietverhältnisses vereinbart worden sind. Hat der Vermieter in den letzten drei Jahren vor Beginn des Mietverhältnisses Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt, so darf die zulässige Miete um den Betrag überschritten werden, der sich bei einer Mieterhöhung nach § 559 Abs. 1 bis 3a und § 559a Abs. 1 bis 4 ergäbe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 556f BGB ist § 556d nicht anzuwenden auf eine Wohnung, die nach dem 01.10.2014 erstmals genutzt und vermietet wird. Ferner sind die §§ 556d und 556e nicht anzuwenden auf die erste Vermietung nach umfassender Modernisierung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 556g Abs. 1a BGB ist der Vermieter verpflichtet, soweit die Zulässigkeit der Miete auf § 556e (höhere Vormiete bzw. Modernisierungsmaßnahmen in den letzten drei Jahren vor Beginn des Mietverhältnisses) oder § 556f (erstmalige Vermietung nach dem 01.10.2014 bzw. erste Vermietung nach umfassender Modernisierung), dem Mieter vor dessen Abgabe der Vertragserklärung über Folgendes unaufgefordert Auskunft in Textform zu erteilen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	darüber, wie hoch die Vormiete war,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. 	darüber, dass in den letzten drei Jahren vor Beginn des Mietverhältnisses Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt wurden,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3. 	darüber, dass die Wohnung nach dem 01.10.2014 erstmals genutzt und vermietet wurde,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4. 	darüber, dass es sich um die erste Vermietung nach umfassender Modernisierung handelt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Soweit der Vermieter die Auskunft nicht erteilt hat, kann er sich nicht auf eine nach § 556e oder § 556f zulässige Miete berufen. Hat der Vermieter die Auskunft nicht erteilt und hat er diese in der vorgeschriebenen Form nachgeholt, kann er sich erst zwei Jahre nach Nachholung auf eine nach § 556e oder § 556f zulässige Miete berufen. Hat der Vermieter die Auskunft nur nicht in der vorgeschriebenen Form (Textform) erteilt, kann er sich auf eine nach § 556e oder § 556f zulässige Miete erst dann berufen, wenn er die Auskunft in der vorgeschriebenen Form nachgeholt hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 556g Abs. 1 Satz 3 BGB hat der Vermieter dem Mieter die zu viel gezahlte Miete nach den Vorschriften über die Herausgabe einer ungerechtfertigten Bereicherung herauszugeben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Mieter kann von dem Vermieter eine nach den §§ 556d und 556e nicht geschuldete Miete nur zurückverlangen, wenn er einen Verstoß gegen die Vorschriften der §§ 556d ff. BGB gerügt hat. Rügt der Mieter den Verstoß mehr als 30 Monate nach Beginn des Mietverhältnisses oder war das Mietverhältnis bei Zugang der Rüge bereits beendet, kann er nur die nach Zugang der Rüge fällig gewordene Miete zurückverlangen (§ 556g Abs. 2 BGB).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 556g Abs. 3 BGB ist der Vermieter auf Verlangen des Mieters verpflichtet, Auskunft über diejenigen Tatsachen zu erteilen, die für die Zulässigkeit der vereinbarten Miete nach den Vor-schriften der §§ 556d ff. BGB maßgeblich sind, soweit diese Tatsachen nicht allgemein zugänglich sind und der Vermieter unschwer Auskunft geben kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Urteile des Bundesgerichtshofs vom 12.07.2023
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteilen vom 12.07.2023 über die Frage entschieden, ob und gegebenenfalls ab welchem Zeitpunkt der Auskunftsanspruch des Mieters gegen den Vermieter nach den Vorschriften zur sogenannten Mietpreisbremse (§ 556g Abs. 3 BGB) verjährt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In allen vier Verfahren hat eine in das Rechtsdienstleistungsregister eingetragene GmbH aus abgetretenem Recht Ansprüche von Mietern wegen eines Verstoßes gegen die Vorschriften zur Begrenzung der Miethöhe (§§ 556d ff. BGB) gegen die beklagten Vermieter geltend gemacht.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während in drei Verfahren Kammern des Landgerichts Berlin entschieden hatten, dass der Auskunftsanspruch des Mieters als Hilfsanspruch nicht vor dem Anspruch auf Rückzahlung überzahlter Miete als Hauptanspruch verjähren könne, hatte eine andere Kammer des Landgerichts Berlin entschieden, dass für den Auskunftsanspruch die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren gemäß §§ 195, 199 BGB gelte, die bereits mit dem Abschluss des Mietvertrages zu laufen beginne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BGH hat nunmehr zwar entschieden, dass der Auskunftsanspruch selbstständig und unabhängig von dem Anspruch des Mieters auf Rückzahlung überzahlter Miete innerhalb der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren verjährt (also auch vor dem Rückzahlungsanspruch korrigieren kann). Die dreijährige Verjährungsfrist für den Auskunftsanspruch beginnt jedoch erst mit dem Auskunftsverlangen des Mieters. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BGH hat dies damit begründet, dass der Mieter nicht erst durch Auskunft in die Lage versetzt wird, seinen Rückzahlungsanspruch zu verfolgen. Der Mieter hat in einem Rückforderungsprozess neben einer ordnungsgemäßen Rüge lediglich das Überschreiten der ortsüblichen Vergleichsmiete um mehr als 10 % darzulegen und zu beweisen. Hierfür benötigt er die Auskunft des Vermieters, welche nur die nicht allgemein zugänglichen preisbildenden Faktoren, vor allem aber die vom Ver-mieter in einem Rückzahlungsprozess darzulegenden und zu beweisenden, eine höhere Miete erlaubenden Ausnahmetatbestände der §§ 546e, 556f BGB umfasst, in der Regel nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Unser Tipp
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Wohnungsmietrecht wurde in den letzten Jahren immer komplizierter. Besonders in Gebieten, wo die Mietpreisbremse gilt, besteht bei Abschluss eines Mietvertrages die große Gefahr, dass eine zu hohe Miete vereinbart wird oder zwar eine den Vorschriften der §§ 556d ff. BGB entsprechende Miete vereinbart wurde, aber vergessen wurde, vor Vertragsabschluss unaufgefordert in Textform Auskunft über die Vormiete oder Modernisierungsmaßnahmen in den letzten drei Jahren vor Beginn des Mietverhältnisses oder eine erstmalige Vermietung nach dem 01.10.2014 oder eine erste Vermietung nach umfassender Modernisierung Auskunft zu erteilen. Der Mieter kann dann noch nach Jahren zu viel gezahlte Miete zurückfordern. Wenn Sie dies vermeiden wollen, lassen Sie sich vor Abschluss eines Wohnungsmietvertrages über eine Wohnung in einem Gebiet, wo die Mietpreisbremse gilt, von uns beraten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 13 Sep 2023 09:37:58 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/verjaehrung-des-auskunftsanspruchs-des-mieters-bei-der-mietpreisbremse</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Unser Partner Dr. Joachim Wüst erhält das Bundesverdienstkreuz</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/unser-partner-dr-joachim-wuest-erhaelt-das-bundesverdienstkreuz</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Unser Partner Dr. Joachim
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wüst erhält das Bundesverdienstkreuz
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am vergangenen Freitag verlieh Oberbürgermeisterin Henriette Reker Dr. Joachim Wüst das Bundesverdienstkreuz. Geehrt wurde er für seinen jahrzehntelangen Einsatz für den Kölner Karneval.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Herr Dr. Wüst ist Präsident der „Großen Kölner Karnevalsgesellschaft“ und war langjähriger Justiziar des „Festkomitees Kölner Karneval“. Seit 2005 war er zudem Vizepräsident des Festkomitees. In seinen Funktionen prägte er den Kölner Karneval maßgeblich mit. Als in Köln gegründete und ansässige Kanzlei freuen wir uns ganz besonders für diese Auszeichnung unseres Partners. Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen und Partner gratulieren wir von Herzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 23 Aug 2023 14:26:34 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/unser-partner-dr-joachim-wuest-erhaelt-das-bundesverdienstkreuz</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bestellung des Vorstands einer AG zum Geschäftsführer der Tochter- GmbH</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/bestellung-des-vorstands-einer-ag-zum-geschaeftsfuehrer-der-tochter-gmbh</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Bestellung des Vorstands einer AG zum Geschäftsführer einer Tochter-GmbH
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          I. Ausgangslage
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Es gibt im deutschen Recht gesetzliche Beschränkungen der Vertretungsmacht, wenn ein gesetzlicher Vertreter einer Gesellschaft – z.B. ein Geschäftsführer oder ein Vorstand – zwei Gesellschaften gleichzeitig vertritt, oder wenn dieser Geschäfte zwischen einer Gesellschaft und sich selbst abschließen will, das sogenannte Verbot des Selbstkontrahierens gemäß § 181 BGB. Dies ist ein Spezifikum des deutschen Rechts, das sonst in Europa weithin unbekannt ist. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Von diesem Verbot kann der Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung durch Gesellschafterbeschluss befreit werden, sofern eine entsprechende Satzungsregelung besteht. Von dieser Befreiungsmöglichkeit wird in Konzernen auch regelmäßig Gebrauch gemacht, da in Konzern-Gesellschaften häufig dieselben Personen zu Leitungsorganen bestellt sind und der Abschluss von Geschäften zwischen den Konzerngesellschaften häufig erforderlich ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Diese Regelungen des § 181 BGB gelten grundsätzlich auch für die Aktiengesellschaft. Bei der Aktiengesellschaft besteht darüber hinaus für den Vorstand noch eine weitere Regelung der Vertretungsbeschränkung gemäß § 112 AktG, wonach der Vorstand allein keine Geschäfte zwischen sich selbst und der Aktiengesellschaft vornehmen darf. Insoweit wird der Vorstand gegenüber der Aktiengesellschaft durch den Aufsichtsrat vertreten. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Dies führt dazu, dass zwar auch der Vorstand von § 181 BGB befreit werden kann, jedoch nur im Hinblick auf die zweite Alternative, nämlich bzgl. der Vertretung des Vorstands gleichzeitig für zwei verschiedene Gesellschaften („Rechtsgeschäft im Namen des Vertretenen und gleichzeitig als Vertreter eines Dritten“). Eine Befreiung des Vorstands von dem Vertretungsverbot zwischen sich persönlich und der Aktiengesellschaft ist jedoch nicht möglich, da insoweit nur der Aufsichtsrat berufen ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Sachverhalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dem Bundesgerichtshof hatte in einem Fall die Rechtsfrage vorgelegen, wie sich das Verhältnis zwischen  § 181 BGB und § 112 AktG darstellt, wenn der Vorstand sich selbst zum Geschäftsführer einer neu gegründeten GmbH bestellen will (BGH Beschluss vom 17.1.2023 – II ZB 6/22).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwei Vorstände der betroffenen Aktiengesellschaft hatten einen weiteren Vorstand durch Vollmacht ermächtigt, eine GmbH als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Aktiengesellschaft im Wege einer notariellen Beurkundung zu gründen, sodass eine Vor-GmbH bestand. Die Gründungsvollmacht war jedoch von Vorständen erteilt worden, welche sich damit als Vorstände der AG selbst mittelbar über einen weiteren Vorstand zu Geschäftsführern der GmbH bestellen wollten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das zuständige Registergericht verweigerte durch Zwischenverfügung die Eintragung und verlangte sowohl einen zusätzlichen Beschluss über die Befreiung der Vorstände von § 181, 1. Alternative BGB durch Gesellschafterbeschluss, als auch eine Genehmigung durch den Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft. Das Registergericht wendete mithin sowohl § 181 BGB, als auch gleichzeitig § 112 AktG an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gesellschaft legte daraufhin Beschwerde beim zuständigen Oberlandesgericht Frankfurt ein, woraufhin das Oberlandesgericht die Zwischenverfügung insoweit aufhob, als zusätzlich zu der Genehmigung des Aufsichtsrates nach § 112 AktG ein Befreiungsbeschluss auch im Hinblick auf § 181, 1. Alternative BGB verlangt worden war, da eine Genehmigung des Aufsichtsrates ausreichend sei. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zwischenverfügung des OLG wurde jedoch durch den Bundesgerichtshof in der zugelassenen Rechtsbeschwerde schließlich auch bzgl. § 112 AktG aufgehoben, obwohl auch der BGH die grundsätzliche Geltung des Verbotes nach § 181, 1. Alternative BGB bestätigte!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es konnten die Vorstände der Aktiengesellschaft mithin zumindest eine Vor-GmbH gründen, obwohl sie sich selbst – trotz des Verbots des Selbstkontrahierens – mittelbar durch Vollmachtserteilung zu Geschäftsführern einer Tochter GmbH bestellt hatten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Rechtliche Erwägungen 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um die Zusammenhänge zu verstehen, muss man sich mit den beiden Vertretungsverboten einzeln beschäftigen. Klar ist, dass die Vertretungsverbote nach § 181 BGB und § 112 AktG nicht dadurch umgangen werden können, dass der in der Vertretung beschränkte Vorstand der Gesellschaft eine dritte Person, die selbst nicht Geschäftsführer der Tochtergesellschaft werden soll, durch Vollmacht zur eigenen Bestellung ermächtigt. Denn die eigentliche Entscheidung über die Bestellung tätigt das Organ der Gesellschaft damit selbst, was das Gesetz gerade untersagen will.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dementsprechend entschied das OLG Frankfurt, § 181 BGB könne nicht wirksam umgangen werden, indem die beiden Vorstandsmitglieder einen Dritten bevollmächtigten, welcher sodann diese beiden Vorstandsmitglieder zu Geschäftsführern einer Tochter GmbH bestelle. Die Geltung des Verbotes nach      § 181, 1. Alternative BGB erlange damit auch in der Konzernsituation Geltung, bei der die (mittelbare) Selbstbestellung durch einen Vorstand für die Tochtergesellschaft erfolge.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Folge der Anwendung von § 181 Alt. 1 BGB sei dann, wenn eine Gestattung zur Vornahme der Geschäftsführerbestellung durch die vertretene Gesellschafterin nicht besteht, nicht die Nichtigkeit der Bestellung, sondern deren schwebende Unwirksamkeit. Wenn die Geschäftsführerbestellung mithin schwebend unwirksam war, war zumindest die Gründung der Vor-GmbH dennoch möglich, nicht jedoch die Bestellung der Geschäftsführer. Die Zwischenverfügung wurde mithin teilweise aufgehoben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dem OLG Frankfurt hätte jedoch der Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft für die Wirksamkeit der Bestellung der Geschäftsführer nachträglich eine Genehmigung nach § 112 AktG erteilen müssen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bundesgerichtshof hob die Zwischenverfügung schließlich ganz auf. Die Vertretungsmacht des Vorstandsmitglieds einer Aktiengesellschaft sei bei der Beschlussfassung über seine Bestellung als Geschäftsführer der Tochtergesellschaft nach § 181, 1. Alternative BGB zwar beschränkt. § 112 AktG sei dagegen aber auf die Bestellung des Vorstandsmitglieds einer Aktiengesellschaft zum Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft nicht anwendbar. Der Anwendungsbereich des § 112 AktG sei nicht eröffnet, weil es sich bei der Bestellung eines Geschäftsführers um einen Organakt der Untergesellschaft und nicht der Obergesellschaft als deren Alleingesellschafterin handele.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 112 AktG betrifft mithin nur das Verhältnis zwischen der Aktiengesellschaft und dem Vorstand und nicht das Verhältnis zwischen der Vertretungsbefugnis des Vorstandes der Aktiengesellschaft einerseits und seiner Bestellung als Geschäftsführer für die Tochtergesellschaft andererseits. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachdem der BGH festgestellt hatte, dass § 112 AktG mithin nicht anwendbar war, stand dennoch das Verbot des § 181, 1. Alternative BGB im Raum. Unstreitig war die mittelbare Bestellung der Vorstände zu Geschäftsführern schwebend unwirksam. Als Organakt der Untergesellschaft in der Rechtsform einer GmbH war aber eine Befreiung von § 181, 1. Alternative BGB möglich. Die Genehmigung sollte jedoch nicht durch den Aufsichtsrat erfolgen können, sondern durch jedes andere ordnungsgemäße Organ, das selbst nicht zum Geschäftsführer bei der Untergesellschaft bestellt werden sollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im konkreten Fall war der durch Vollmacht ermächtigte Vorstand (der selbst nicht zu Geschäftsführer der Untergesellschaft bestellt worden war) ermächtigt, zusammen mit einem Prokuristen für die Aktiengesellschaft zu handeln, sodass die nachträgliche Befreiung von § 181, 1. Alternative BGB mithin in dieser Konstellation erfolgen konnte, ohne dass die bestellten Geschäftsführer mitwirken mussten. An der wirksamen Errichtung der Vor-GmbH änderte all dies nichts.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Unser Tipp
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sowohl das Thema der Vertretungsbefugnis eines Vorstands für die und gegenüber der Aktiengesellschaft, als auch das Verbot des Selbstkontrahierens in verschiedenen Konzernkonstellationen bereitet immer wieder rechtliche Schwierigkeiten und die Sachverhalte sind häufig komplizierter, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Praxis ist es daher unerlässlich, diese Vertretungsbefugnisse vorab sorgfältig zu prüfen, da Fehler zu Unwirksamkeit von Verträgen, Zurückweisung von Eintragungen im Handelsregister sowie zu anderen Haftungsszenarien mit unabsehbaren und oft nicht rückgängig zu machenden Folgen führen können. Sollten Sie mit Vertretungsfragen sowohl bei Aktiengesellschaften als auch bei GmbHs konfrontiert sein, bei der dieselben Personen sich selbst oder mehrere Gesellschaften vertreten, ist es ratsam den Sachverhalt noch mal von einem Fachmann prüfen zu lassen. Sprechen Sie uns gerne an!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 23 Aug 2023 11:57:42 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/bestellung-des-vorstands-einer-ag-zum-geschaeftsfuehrer-der-tochter-gmbh</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Ertragsteuerliche Beurteilung der medialen Selbstdarstellung – Tätigkeit des Moderators eines Doku-Entertainment-Formats ist gewerblich</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/ertragsteuerliche-beurteilung-der-medialen-selbstdarstellung-taetigkeit-des-moderators-eines-doku-entertainment-formats-ist-gewerblich</link>
      <description>Ertragsteuerliche Beurteilung der medialen Selbstdarstellung</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Ertragsteuerliche Beurteilung der medialen Selbstdarstellung –
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Tätigkeit des Moderators eines Doku-Entertainment-Formats ist gewerblich
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei der Ertragsbesteuerung von Personen, deren Tätigkeit die Selbstdarstellung in Film, Fernsehen oder auf den sozialen Medien ist, kommt es regelmäßig zu Schwierigkeiten bei der Abgrenzung einer gewerblichen von einer selbständigen – insbesondere künstlerischen – Tätigkeit. Die Problematik betrifft neben Influencern (vgl. dazu bereits
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;a href="https://www.pelkapartner.de/influencer" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ) unter anderem auch Fernsehdarsteller. In seinem Urteil vom 21.03.2023 (Az. 10 K 306/17 G) entschied das Finanzgericht (FG) Düsseldorf nunmehr über die steuerrechtliche Beurteilung der Tätigkeit des Moderators eines so bezeichneten „Doku-Entertainment-Formats“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Hintergrund zur Abgrenzung gewerblicher und selbständiger Tätigkeit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Wie wirkt sich die unterschiedliche Beurteilung aus?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Abgrenzung der beiden Einkunftsarten spielt insbesondere deshalb eine entscheidende Rolle, weil mit der Einordnung als gewerbliche Einkünfte grundsätzlich auch die Pflicht zur Abführung von Gewerbesteuer einhergeht. Zwar wird die gezahlte Gewerbesteuer in der Regel auf die abzuführende Einkommensteuer angerechnet, allerdings lediglich in Höhe des Vierfachen des Gewerbesteuermessbetrags – was nicht immer zugleich der tatsächlichen Gewerbesteuerbelastung entspricht. Zudem beinhaltet die Gewerbesteuerpflicht regelmäßig auch die Verpflichtung zur jährlichen Abgabe von Gewerbesteuererklärungen. Vorteilhaft ist für den Steuerpflichtigen daher in den meisten Fällen die Einordnung als selbständige Tätigkeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Wann liegen gewerbliche Einkünfte vor?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter einer gewerblichen Tätigkeit ist die selbständige nachhaltige Betätigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, unternommen wird und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt, zu verstehen, wenn die Betätigung weder als Ausübung von Land- und Forstwirtschaft noch als Ausübung eines freien Berufs oder einer anderen selbständigen Tätigkeit anzusehen ist. Dementsprechend setzt die Einordnung als gewerbliche Einkünfte voraus, dass diese gerade nicht aus einer selbständigen Tätigkeit resultieren. Zu Letzteren zählen unter anderem wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten. Bezüglich der medialen Tätigkeit von Darstellern kommt insbesondere die Frage auf, ob hierin eine künstlerische Tätigkeit zu sehen ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3. Was sind die Voraussetzungen einer künstlerischen Tätigkeit?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist die Grundvoraussetzung einer künstlerischen Tätigkeit eine eigenschöpferische Leistung, in der die individuelle Anschauungsweise und Gestaltungskraft des Steuerpflichtigen zum Ausdruck kommt und die über eine hinreichende Beherrschung der Technik hinaus eine gewisse künstlerische Gestaltungshöhe erreicht. Er unterscheidet dabei zwischen sogenannter zweckfreier Kunst und zweckgebundener Gebrauchskunst. Während zweckfreie Kunst vorliegt, wenn Werken nach allgemeiner Auffassung das künstlerische Bild nicht abgesprochen werden kann und sie auf das Hervorbringen einer ästhetischen Wirkung gerichtet sind, ist Gebrauchskunst immer einzelfallabhängig und anhand besonderer Kriterien zu bestimmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Urteil des FG Düsseldorf vom 21.03.2023, Az. 10 K 306/17 G
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Sachverhalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kläger des Besprechungsurteils war Moderator einer TV-Sendung. Im Rahmen der Fernsehproduktion wurde er filmisch dabei begleitet, wie er anderen Menschen mit seiner fachlichen Expertise dabei half, ihre Lebenssituation zu verbessern. Er fungierte dabei als eine Art Unterstützer. Seine Gespräche und Interaktionen mit den Teilnehmenden wurden dabei von der Produktionsfirma mit der Kamera begleitet. Die einzelnen Folgen der Sendung verliefen regelmäßig nach demselben – von der Produktionsfirma vorgegebenen – Schema. Bei der Sendung handelte es sich um ein Doku-Entertainment-Format, was bedeutet, dass der Kläger zu jeder Zeit als er selbst agierte und dementsprechend keine andere Rolle einnahm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seine Einnahmen aus der TV-Produktion deklarierte der Kläger als Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit. Im Rahmen einer Betriebsprüfung gelangte das Finanzamt hingegen zu dem Ergebnis, dass es sich bei den Einkünften, die der Kläger für seine Mitwirkung bei dem TV-Format erhielt, um solche aus Gewerbebetrieb handle und erließ dementsprechend nachträgliche Gewerbesteuermessbescheide. Hiergegen wendete der Kläger sich mit Einspruch und nachfolgender Klage unter der Begründung, dass seine Fernsehdarbietung eine künstlerische und somit insbesondere keine gewerbliche Tätigkeit darstelle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Entscheidung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das FG Düsseldorf gelangte – wie das Finanzamt – zu dem Ergebnis, dass die Tätigkeit des Klägers eine gewerbliche sei. Aufgrund ihres Nützlichkeitswerts für die Produktion lasse sich die Betätigung des Klägers allenfalls unter den Aspekt der Gebrauchskunst fassen. Insofern wäre erforderlich gewesen, dass der Kläger eine eigenschöpferische Leistung erbringe, was nach der Auffassung des FG aber nicht der Fall war. In der Tätigkeit des Klägers sei keine schauspielerische Leistung erkennbar, weil er in der Sendung lediglich als er selbst auftrete und insofern keine Rolle spiele. Obwohl er während der Sendezeit von einem Kamerateam begleitet werde, stelle sich die Interaktion mit den anderen Teilnehmenden eher als eine Alltagskommunikation, die filmisch begleitet wird, und nicht als eigenschöpferische Leistung dar, in welcher die Teilnehmer bestimmte Rollen einnehmen. Vielmehr werde er lediglich bei der Ausübung seiner fachspezifischen Kenntnisse und im Rahmen der Vorgaben der Produktionsfirma von einem Kamerateam aufgezeichnet. Damit war die Tätigkeit des Klägers nach Ansicht des FG Düsseldorf nicht unter den Aspekt der Kunst zu fassen, weshalb die Klage abgewiesen wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Urteil des FG Düsseldorf verdeutlicht erneut die engen Grenzen, die die finanzgerichtliche Rechtsprechung dem steuerrechtlichen Kunstbegriff zugrunde legt. Für Personen, deren Tätigkeit in der medialen Selbstdarstellung liegt, ist das eher unerfreulich, weil dies in der Praxis regelmäßig dazu führt, dass ihre Einkünfte als solche aus Gewerbebetrieb beurteilt werden. Die Entscheidung verschafft aber zumindest weitere Klarheit über die Abgrenzung einer künstlerischen von einer gewerblichen Tätigkeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gegen das Urteil hat der Kläger Revision eingelegt, sodass sich nunmehr auch der BFH erneut mit der Fragestellung zu befassen haben wird. Da sich das FG Düsseldorf mit seiner Entscheidung aber auf einer Linie mit der bisherigen finanzgerichtlichen Rechtsprechung bewegt und seiner Argumentation in weiten Teilen die vom BFH aufgestellten Grundsätze zum steuerrechtlichen Kunstbegriff zugrundgelegt hat, erscheint es eher unwahrscheinlich, dass der BFH in seinem Revisionsurteil zu einem anderen Ergebnis als das FG Düsseldorf gelangen wird.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 18 Aug 2023 09:07:36 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Erben und Schenken mit Versicherungen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/erben-und-schenken-mit-versicherungen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Erben und Schenken mit Versicherungen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Ausgangslage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lebensversicherungen sind nach wie vor ein gerne genutztes Instrument für die Altersvorsorge oder auch, um Hinterbliebene im Todesfalle abzusichern. Oft wird eine Lebensversicherung auch gezielt als Liquiditätsvorsorge für den Erbfall eingesetzt, insbesondere, um mögliche Pflichtteilsansprüche auszahlen oder die Zahlung der Erbschaftsteuer leisten zu können. Allerdings sind hier einige Besonderheiten zu beachten, damit das an sich gut gemeinte Instrument nicht zum Bumerang im Erbfall wird. Ein Beispiel: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Unternehmer U schließt als Versicherungsnehmer eine Lebensversicherung mit einer Versicherungssumme von 1 Million € ab. Als versicherte Person setzt er sich selbst ein, als Bezugsberechtigte seine Ehefrau. Darüber hinaus verfasst der Unternehmer U ein Testament, in dem er seinen Nachlass zwischen seiner Frau und seinen Kindern so aufteilt, dass die jeweils zur Verfügung stehenden Freibeträge optimal genutzt und Erbschaftsteuer vermieden oder zumindest minimiert werden kann. Er ist der Ansicht, alles klug und steueroptimal gelöst zu haben. Eines aber hat er übersehen bzw. falsch eingeschätzt: Stirbt U nunmehr, erhält die Ehefrau nämlich nicht nur die ihr testamentarisch zugewendeten Vermögenswerte, sondern auch die Versicherungssumme. Diese fällt zwar als Leistung vom Versicherungsunternehmen nicht in den Nachlass, erhöht aber als weitere Leistung von Todes wegen dennoch die Erbschaftsteuerbelastung. Der ursprünglich so kluge Plan von U, Erbschaftssteuer zu vermeiden, geht also nicht auf. Im Gegenteil:  Die der Ehefrau im Testament zugewendeten Vermögenswerte und die Versicherungssumme werden für Zwecke der Erbschaftsteuer addiert, sodass die Freibeträge bei weitem überschritten werden und Erbschaftssteuer in erheblichem Maße zu zahlen ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Gestaltungsansatz
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es stellt sich die Frage, ob der so vorausschauend planende Unternehmer U – oder ein kluger Berater – nicht auch im Hinblick auf die Versicherungsleistung eine bessere Lösung hätte finden können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dazu sollte man folgendes wissen: Bei einer Lebensversicherung, wie sie der U zur Risikoabsicherung abgeschlossen hat, gibt es verschiedene Beteiligte. So ist der Versicherungsnehmer derjenige, der den Vertrag mit der Versicherung abschließt. Er selbst kann die versicherte Person sein, in deren Todesfall die Versicherung ausgezahlt werden soll. Derjenige, der bei Tod die Versicherungssumme erhält, ist der Bezugsberechtigte. In den Fällen, in denen der Versicherungsnehmer und der oder die Bezugsberechtigte unterschiedliche Personen sind, liegt in der Auszahlung der Versicherungssumme regelmäßig eine unentgeltliche Zuwendung, die, wenn sie durch den Todesfall ausgelöst wird, mit dem eigentlichen Erwerb von Todes wegen, also einer Erbschaft oder einem Vermächtnis, zusammenfällt. So war es auch in unserem Beispielsfall mit der Folge der Zahlung von Erbschaftssteuer in erheblicher Höhe. Der U hätte diese Folge allerdings vermeiden können: Denkbar wäre nämlich gewesen, dass nicht der U den Vertrag als Versicherungsnehmer abschließt, sondern unmittelbar seine Ehefrau und auch die Versicherungsbeiträge durch die Ehefrau geleistet werden. Versicherte Person wäre auch in diesem Fall U, sodass bei seinem Tod die Versicherungssumme zur Auszahlung gelangt. Fließt die Versicherungssumme in diesem Falle der Ehefrau zu, erhält sie die Auszahlung aber nicht aus dem „fremden“ Versicherungsverhältnis ihres Ehemannes, sondern, da sie der Versicherungsnehmer war, aus ihrem eigenen. In diesem Falle erhält die Ehefrau zwar beim Tod des Ehemannes ebenfalls die Versicherungssumme quasi von Todes wegen, sie hat allerdings keinen Einfluss auf die Höhe der Erbschaftsteuer. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbst für den Fall, dass der U ursprünglich den Vertrag selbst als Versicherungsnehmer abgeschlossen hatte, kann das mögliche Dilemma vermieden werden. Der U könnte nämlich zu Lebzeiten mit der Versicherung einen Wechsel des Versicherungsnehmers von sich auf seine Ehefrau vertraglich vereinbaren. Dann würde die Ehefrau den laufenden Versicherungsvertrag vor dessen Auszahlungsreife übernehmen und ihn vom Zeitpunkt der Übernahme an im eigenen Namen fortführen. Zu beachten ist hierbei, dass die Übernahme eines Versicherungsvertrages zwischen den Eheleuten eine Schenkung des in der Versicherung enthaltenen Rückkaufswertes darstellt. Für diese Schenkung kann allerdings der schenkungssteuerliche Freibetrag unter Eheleuten von 500.000 € genutzt werden, der alle zehn Jahre wieder auflebt. Liegen also zwischen der Übernahme der Versicherung durch die Ehefrau und dem Tod des Ehegatten mehr als zehn Jahre, lässt sich auch diese Konstellation schenkungs- bzw. erbschaftsteuerfrei gestalten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Unser Tipp
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Prüfen Sie die Lebensversicherungsverträge, die Sie abgeschlossen haben und insbesondere, wer hier Versicherungsnehmer, versicherte Person und bezugsberechtigte Person ist. Nicht selten werden Sie auch bei sich Konstellationen vorfinden wie im Falle des Unternehmers U und seiner Ehefrau. Sprechen Sie Ihren rechtlichen oder steuerlichen Berater an, damit auch insoweit Ihr Vermögen optimiert und Ihre steuerliche Belastung für den Fall des Falles reduziert werden kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 26 Jul 2023 08:36:09 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Machen Sie Ihr Testament! Bald!</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Machen Sie Ihr Testament! Bald!
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          I. Ausgangslage
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie sind verheiratet und haben minderjährige Kinder. Oder Sie sind geschieden und Mutter oder Vater eines noch minderjährigen Kindes. Oder Sie sind verheiratet, kinderlos und Inhaber eines von Ihrem noch lebenden Vater übernommenen und zusammen mit Ihrer Schwester geführten Familienunternehmens. Oder Sie sind im Rentenalter, verwitwet, haben mehrere erwachsene Kinder, von denen eines eine Behinderung hat und ein anderes in der Nähe wohnt und Sie regelmäßig pflegt. Oder Sie sind noch jung, leben in einer festen Beziehung ohne Trauschein und ohne eingetragene Lebenspartnerschaft. Oder Sie sind im mittleren Alter, leben ohne feste Beziehung, haben keine Kinder und Ihre beiden Eltern sind schon verstorben. Oder …
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Testament haben Sie bislang noch nicht errichtet. Beim plötzlichen Unfalltod eines Bekannten ist Ihnen erneut bewusst geworden, wie schnell das Leben vorbei sein kann. Sie haben zwar immer mal wieder darüber nachgedacht, selbst ein Testament aufzusetzen, haben dies aber bislang immer hinausgeschoben. Überhaupt sind Sie der Meinung, dass dies noch Zeit hat und Sie noch gar nicht wissen, ob es aufgrund der gesetzlichen Erbfolge in Ihrem Fall überhaupt erforderlich ist, ein eigenes Testament aufzusetzen.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II. Interessenlage
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zeitlebens wollen Sie selbst bestimmen, was Sie mit Ihrem Vermögen tun, wofür Sie Ihr Geld ausgeben, wen Sie in welcher Weise unterstützen oder beschenken und wen nicht. Dabei liegt Ihnen die Versorgung und das Wohl der Menschen, die Ihnen nahestehen (zumeist Angehörige und Freunde), besonders am Herzen. Daher sind Sie daran interessiert, dass auch im Falle Ihres Todes Ihr Nachlass oder auch nur einzelne Gegenstände oder Geldbeträge daraus möglichst denjenigen zugutekommen, denen Sie etwas zukommen lassen wollen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Natürlich liegt Ihnen auch daran, dass nach Ihrem Tod der Familienfrieden gewahrt bleibt, Freundschaften nicht auseinanderbrechen und es unter den Erben und Nichterben möglichst zu keinen Streitigkeiten über das Erbe kommt.       
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III. Rechtslage ohne Testament
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Erbrecht gilt der Grundsatz der Gesamtrechtsnachfolge. Das bedeutet, dass in der Sekunde, in der der Erblasser stirbt, die Erben rechtlich in seine Fußstapfen treten und automatisch sein gesamtes Vermögen, einschließlich aller Verbindlichkeiten, Rechte und Pflichten übernehmen. Deswegen muss klar geregelt sein, wer der oder die Erben sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn Sie weder ein Testament noch einen Erbvertrag aufgesetzt haben, gilt in Ihrem Todesfall die im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelte gesetzliche Erbfolge. Danach geht das Erbe an Ihre nächsten noch lebenden Verwandten und – wenn sie verheiratet sind – Ihren Ehegatten bzw. Ihrer Ehegattin nach den gesetzlichen Vorgaben in §§ 1922 ff BGB. Welcher Verwandte in Ihrem Fall Erbe wird, bestimmt sich danach, wie nah das Verwandtschaftsverhältnis zu Ihnen ist. Hierzu hat der Gesetzgeber die Verwandten in verschiedene „Ordnungen“ eingeteilt: 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gesetzliche Erben erster Ordnung sind die „Abkömmlinge“ des Erblassers, d.h. die mit ihm in gerader absteigender Linie Verwandten jeglichen Grades, also seine Kinder (eheliche wie nichteheliche), Enkel, Urenkel etc., wobei aus der Sicht des Erblassers lebende nähere Verwandte (z.B. Kind) entferntere Verwandte (z.B. Enkel) verdrängen. Kinder erben zu gleichen Teilen. Ist im Erbfall ein Kind bereits vorverstorben, geht dessen Erbteil an dessen Kinder (Enkel) zu unter sich gleichen Teilen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gesetzliche Erben zweiter Ordnung sind die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge, also Geschwister, Neffen und Nichten des Erblassers. Leben zur Zeit des Erbfalls die Eltern, so erben sie allein und zu gleichen Teilen. Ist ein erbberechtigter Elternteil bereits vorverstorben, dann übernehmen dessen Kinder den Erbteil ihres verstorbenen Elternteils zu unter sich gleichen Teilen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gesetzliche Erben dritter Ordnung sind die Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge, also Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen. Darüber hinaus gibt es gesetzliche Erben vierter Ordnung sowie noch fernerer Ordnungen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In jedem Erbfall schließt ein/e oder mehrere lebende Verwandte einer vorhergehenden Ordnung alle Erben einer ferneren Ordnung aus. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinterlässt der/die Verstorbene eine Ehegattin bzw. einen Ehegatten (vorausgesetzt, beide waren zum Todestag nicht geschieden oder lebten nicht in Scheidung), so hat diese bzw. dieser ein eigenes Erbrecht in Bezug auf die Verstorbene bzw. den Verstorbenen (§ 1931 BGB). Die Ehefrau bzw. der Ehemann sind neben den Erben erster Ordnung (Kinder, Enkel etc.) zu 1/4 und neben den Erben zweiter Ordnung (Eltern, Geschwister, Neffen, Nichten etc.) zu 1/2 gesetzliche Erben. Lebten die Eheleute zuletzt im „gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft“ (gesetzlicher Regelfall, wenn die Eheleute zuvor nichts anderes geregelt haben), dann erhöht sich der vorgenannte gesetzliche Erbteil der überlebenden Ehegattin bzw. des überlebenden Ehegatten zusätzlich um 1/4. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Verschwägerte, wie Schwiegermutter, Schwiegersohn, Stiefvater, Stieftochter, angeheirateter Onkel etc. sind in jedem Fall von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Letztlich erben demnach nur einige gesetzliche Erben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Beispiel 1: Eine Erblasserin hinterlässt ihre Mutter, einen Bruder, ihren Ehemann und 2 Söhne. Gesetzliche Erben sind der Ehemann zu 1/2 (1/4 + 1/4) und die beiden Söhne zu je 1/4. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Beispiel 2: Ein Erblasser hinterlässt eine Ehefrau, seinen Vater, eine Schwester und einen Schwager. Gesetzliche Erben sind die Ehefrau zu 3/4 (1/2 + 1/4), der Vater zu 1/8 und die Schwester ebenfalls zu 1/8. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Beispiel 3: Eine Erblasserin hat eine Tochter und einen Sohn, beide haben jeweils 2 Kinder (Enkel). Der Sohn ist im Todeszeitpunkt der Erblasserin bereits vorverstorben. Gesetzliche Erben sind die Tochter zu 1/2 und die zwei Enkel nach dem vorverstorbenen Sohn zu jeweils 1/4.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Andere Verwandte, Verschwägerte und Freunde der Erblasserin bzw. des Erblassers – egal wie nah oder fern sie ihr bzw. ihm persönlich standen – gehen nach der gesetzlichen Erbfolge leer aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV. Inhalte eines Testaments
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zunächst sollten Sie sich bewusst machen, wie in Ihrem eigenen Todesfall die gesetzliche Erbfolge wäre, insbesondere wer zu welchem Anteil Erbe Ihres Nachlasses würde und wer nicht. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn Sie dies nicht wollten oder auch nur eine Kleinigkeit anders regeln wollten, müssen Sie ein Testament (oder einen Erbvertrag) machen. Ein Testament geht stets der gesetzlichen Erbfolge vor. Es erben dann nur diejenigen, die im Testament genannt sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In einem Testament haben Sie es somit in der Hand, Ihre Vermögensnachfolge nach Ihrem Ableben frei selbst zu bestimmen. Dabei steht Ihnen eine Vielzahl von Möglichkeiten offen. Sie sollten bzw. können bestimmen,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
               wer „Erbe“ wird und damit indirekt, wer nicht Erbe wird. Bei mehreren Erben sollten Sie zugleich entscheiden, wer zu welcher Erbquote erbt. Die Erben und ihre Erbquoten müssen klar und eindeutig benannt sein. Ohne die Angabe einer Quote, gilt von Gesetzes wegen für alle benannten Erben die gleiche Quote;
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
               wer ggf. sein Erbe nur als „Vorerbe“ erhält und wer nach dem Tod des Vorerben der oder die „Nacherben“ sein sollen. Mit dieser Regelung lässt sich der Nachlass vor dem ungewollten Zugriff Dritter schützen. Der Vorerbe darf die Erbschaft (z.B. bestehend aus einem Wohnhaus) zeitlebens nutzen, muss aber deren Substanz erhalten und darf sie grundsätzlich nicht verkaufen oder verschenken. Im Näheren wird rechtlich zwischen einem „befreiten“ und einem „nicht befreiten Vorerben“ (Regelfall) unterschieden (§ 2136 BGB).  Beim Tod des Vorerben geht der dann noch vorhandene Nachlass des Erblassers nicht an die Erben des Vorerben, sondern an die vom Erblasser benannten Nacherben;
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              wer ein „Vermächtnis“ bekommt, z.B. Ihr Auto, Ihren Schmuck, die Ordensammlung, das kostbare Tafelsilber, das Sie von Oma Leni geerbt haben, oder auch nur einen bestimmten Geldbetrag etc. Die Erben haben dann später diese Vermächtnisse an die jeweils im Testament benannten Vermächtnisnehmer herauszugeben. Vermächtnisse bieten eine gute Möglichkeit, Dank und Anerkennung gegenüber Enkeln, Patenkindern, Freunden oder auch wohltätigen Organisationen etc. zum Ausdruck zu bringen. Dabei können Sie auch für einen Erben ein Vermächtnis anordnen („Vorausvermächtnis“);  
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              wer anstelle eines Erben oder Vermächtnisnehmers für den Fall seines Vorversterbens dessen „Ersatzerbe“ bzw. „Ersatzvermächtnisnehmer“ sein soll;
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              wie der Nachlass oder einzelne Nachlassgegenstände nach Herausgabe aller Vermächtnisse und Begleichung aller Nachlassverbindlichkeiten unter den Erben aufgeteilt werden soll;
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              dass die Teilung des Nachlasses für eine bestimmte Zeit ganz oder teilweise ausgeschlossen sein soll, z.B. um einen Familienbetrieb im Bestand zu erhalten;
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              ob Testamentsvollstreckung angeordnet wird. In diesem Fall sollten Sie zugleich den Testamentsvollstrecker und auch einen Ersatz-Testamentsvollstrecker benennen und ihnen möglichst konkrete und präzise Anordnungen im Testament vorgeben, die diese später umzusetzen haben. Die Benennung eines Testamentsvollstreckers oder einer Testamentsvollstreckerin ist eine gute Möglichkeit, mit der Nachlassverwaltung ggf. überforderte Erben zu entlasten und Streit unter den Erben vorzubeugen. Auch die Anordnung einer Vor- und Nacherbschaft ergibt ohne die gleichzeitige Anordnung einer Testamentsvollstreckung für die Dauer der Vorerbschaft wenig Sinn (insb. bei einem sog. Behindertentestament). Ein Testamentsvollstrecker hat nicht den Wünschen der Erben oder Nichterben zu entsprechen, sondern ausschließlich die Aufgabe, das Testament nach den dortigen Anweisungen im Sinne des Erblassers umzusetzen.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei der Testamentsgestaltung sollten Sie zudem etwaige Pflichtteilsrechte bedenken. Sofern und soweit Sie die gesetzlichen Erben im Testament nicht berücksichtigen, werden diese von der Erbfolge ausgeschlossen. Bestimmte gesetzliche Erben werden vom Gesetzgeber jedoch geschützt, indem er ihnen unabhängig vom Inhalt des Testaments einen „Pflichtteil“ zusichert. Pflichtteilsberechtigt sind nur die Abkömmlinge des Erblassers (Kinder, Enkel etc.) und der überlebende Ehegatte. Wenn es keine Abkömmlinge gibt, steht auch den Eltern des Erblassers ein Pflichtteil zu. Der Pflichtteil ist ein Geldanspruch des Pflichtteilsberechtigten gegen die Erben und besteht in der Hälfte des Wertes seines gesetzlichen Erbteils (§ 2303 BGB). Dem Pflichtteilsberechtigten steht es frei, seinen Pflichtteil geltend zu machen oder nicht. Er kann auch durch notariellen Ver-trag mit dem Erblasser vor dessen Tod auf sein gesetzliches Erbteil oder seinen Pflichtteil verzichten (§ 2346 BGB).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            V. Weitere Vorteile eines Testaments
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Über die vielfältigen Regelungsmöglichkeiten hinaus hat ein Testament den praktischen Vorteil, dass die Erben etwas konkret Vorzeigbares in der Hand halten, um ihre Erbenstellung gegenüber Dritten, insbesondere Banken, Versicherungen, Versorgungsunternehmen, Zeitungslieferanten etc. nachweisen zu können, ohne zwingend beim Nachlassgericht einen Erbschein betragen zu müssen. In vielen Fällen reicht später bei Kündigungen gegenüber Dritten die Vorlage der Sterbeurkunde und des vom Nachlassgericht eröffneten Testaments als Nachweis der eigenen Erbenstellung aus. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Damit die Erben zeitnah nach dem Tode zur Erledigung der vielen Nachlassangelegenheiten finanziell handlungsfähig sind und auf das bzw. die Bankkonten des Erblassers zugreifen können, ist es empfehlenswert, zumindest einem der vorgesehenen Erben schon zu Lebzeiten des Erblassers bei der Bank durch persönliche Vorsprache (inklusive Legitimationsprüfung) eine entsprechende „Kontovollmacht über den Tod hinaus“ einzuräumen. Andernfalls ist es wahrscheinlich, dass die Bank von den Erben für Auskünfte und den Zugang zu den Konten erst die Vorlage eines Erbscheins verlangt, dessen Erteilung vom Nachlassgericht ggf. mehrere Monate dauern kann und mit entbehrlichen Kosten verbunden ist. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            VI. Formale Wirksamkeitsvoraussetzungen an ein Testament
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Testament ist nur wirksam, wenn es vom Erblasser vollständig, d.h. vom ersten bis letzten Buchstaben eigenhändig geschrieben (!) und am Ende um die Angabe des Ortes und des Datums ergänzt und sodann ebenfalls eigenhändig mit Vor- und Nachname unterschrieben worden ist (§ 2247 BGB). Wenn auch nur ein Teil des Testaments nicht handschriftlich vom Erblasser stammt, sondern z.B. mittels Schreibmaschine oder Computer erstellt worden ist, ist das gesamte Testament unwirksam und es gilt die gesetzliche Erbfolge!  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei einem gemeinschaftlichen Testament von Eheleuten (z.B. „Berliner Testament“) reicht es aus, wenn ein Ehegatte den letzten Willen beider Eheleute handschriftlich aufschreibt und anschließend jeder Ehe-gatte den Text jeweils handschriftlich um den Ort und das Datum ergänzt und mit seinem Vor- und Nachnamen unterschreibt (§ 2267 BGB). 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Alternativ zum handschriftlichen Testament kann der Erblasser oder die Erblasserin auch ein notarielles Testament („öffentliches Testament“) errichten (§ 2232 BGB). 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            VII. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sie können und sollten selbst bestimmen, was im Falle Ihres Todes mit Ihrem Nachlass geschehen soll. Das Erbrecht gibt Ihnen hierzu vielfältige Möglichkeiten an die Hand und zwar für jede Konstellation und Lebenslage. Sie müssen es nur tun. Machen Sie sich kundig oder lassen Sie sich fachlich beraten. Und dann machen Sie Ihr Testament! Bald!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn Sie sichergehen wollen, dass Ihr Testament in Ihrem Todesfall auch gefunden, von niemandem vernichtet und vom Nachlassgericht eröffnet wird, empfiehlt es sich, das Testament in amtliche Verwahrung zu geben. Ein notarielles Testament wird immer amtlich verwahrt. Die Kosten einer amtlichen Verwahrung liegen bei lediglich 75,00 EUR, die einer zusätzlichen Registrierung im Zentralen Testamentsregister bei höchstens 18,00 EUR.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 19 Jul 2023 13:22:12 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/machen-sie-ihr-testament-bald</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gewerblicher Rechtsschutz bei Influencern - wenn Social Media mehr als nur ein Hobby ist (Teil III)</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/gewerblicher-rechtsschutz-bei-influencern</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Gewerblicher Rechtsschutz bei Influencern – wenn Social Media mehr als nur ein Hobby ist (Teil III)
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Vorbemerkung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den ersten beiden Teilen dieser Reihe (zu Teil I
           &#xD;
      &lt;a href="/influencer"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           , zu Teil II
           &#xD;
      &lt;a href="/umsatzsteuer-bei-influencern-wenn-social-media-mehr-als-nur-ein-hobby-ist-teil-ii"&gt;&#xD;
        
            hier
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           ) haben wir auf die einkommen-, gewerbe- und umsatzsteuerlichen Problemfelder der Tätigkeit von Influencern aufmerksam gemacht. Neben den steuerlichen Verpflichtungen existieren für Influencer eine ganze Reihe weitere Pflichten, die sich insbesondere unter dem Gesichtspunkt des gewerblichen Rechtsschutzes ergeben. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Marken- und dem Werberecht zu. Über die damit einhergehenden Risiken der Influencer-Tätigkeit möchten wir in diesem Beitrag einen kurzen Überblick geben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Werberechtliche
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aspekte
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Werbung durch Influencer stellt für Unternehmen eine äußerst beliebte Marketing-Strategie dar. Unternehmen nutzen die Reichweite von Influencern auf Medienplattformen, um sich selbst und/oder ihr Produkt auf sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder YouTube an ein größeres Publikum zu vermarkten. Diese Marketing-Strategie ist besonders erfolgreich, da Influencern häufig eine Vorbildfunktion gegenüber ihren Followern – den potenziellen Kunden des Unternehmens – zukommt. Bewirbt ein Influencer in einem seiner Beiträge ein bestimmtes Produkt, vertrauen seine Follower oft auf dessen Einschätzung und fühlen sich eher dazu geneigt, das beworbene Produkt selbst zu erwerben. Aufgrund dieser großen Beeinflussungsmöglichkeiten hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) bereits vermehrt mit der Frage etwaiger Pflichten zur Kennzeichnung von Influencer-Werbung auseinandergesetzt:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1. Wann besteht eine Kennzeichnungspflicht? (BGH, Urt. v. 13.1.2022 – Az.: I ZR 35/21) 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ob eine Kennzeichnungspflicht besteht, hängt insbesondere davon ab, ob der Influencer ein Produkt gegen Entgelt bewirbt oder ob das Bewerben kostenlos erfolgt. Erhält er für die Produktbewerbung eine Gegenleistung von dem beworbenen Unternehmen, begründet dies zugleich eine Kennzeichnungspflicht. Die Gegenleistung kann dabei nicht nur durch die Zahlung eines bestimmten Geldbetrags, sondern auch durch Sachleistungen sowie die Gewährung von Rabatten oder sonstigen Vorteilen erbracht werden. Eine Sachleistung liegt vor allem dann vor, wenn der Influencer die beworbenen Produkte nach Durchführung der Werbemaßnahme kostenlos behalten darf. Auf den Wert dieses „Gratisprodukts“ kommt es dabei grundsätzlich nicht an. Liegt eine Entgeltlichkeit vor, muss der Influencer den kommerziellen Zweck seines Beitrags kenntlich machen, sofern sich dieser nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt. Letzteres ist allerdings die Ausnahme, da die häufig vorkommende Vermischung nicht-werblicher und werblicher Beiträge der Annahme entgegensteht, dass sich der kommerzielle Zweck einzelner Beiträge aus den Umständen ergibt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2. Wie erfüllt man die Kennzeichnungspflicht? (BGH, Urt. v. 9.9.2021 – Az.: I ZR 90/20)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            An das Vorliegen der Kennzeichnungspflicht knüpft die Folgefrage an, auf welche Weise der Influencer dieser Verpflichtung nachkommen kann. Hierzu ist nach der Rechtsprechung des BGH notwendig, dass der kommerzielle Zweck eines Beitrags klar und eindeutig auf den ersten Blick erkennbar ist. Versteckte Hinweise wie etwa die Hashtags #ad, #shopping sowie die Zusätze „sponsored by“ oder „paid partnership“ innerhalb oder am Ende eines Beitrags genügen nicht. Der werbende Beitrag muss vielmehr mit dem erkennbaren Hinweis „Werbung“ oder „Anzeige“ versehen sein. Diese Hinweise müssen je nach den Umständen farblich, durch Schriftgestaltung oder ähnliche Stilmittel derart deutlich hervorgehoben werden, dass der werbliche Charakter des Beitrags auf den ersten Blick vom Verbraucher bzw. dem potenziellen Kunden erkannt werden kann. Bei einem Beitrag in Form eines Bildes oder Videos sollte sich die Werbekennzeichnung daher gleich am Anfang der Bild- bzw. Videounterschrift befinden. Wird die Werbung über mehrere Beiträge durchgeführt, muss jeder einzelne Beitrag mit einem Hinweis versehen werden. Die bloße Verwendung eines sog. „Tap Tags“ (anklickbarer Bereich, der über einen Link direkt zu dem beworbenen Unternehmen führt) erfüllt die Kennzeichnungspflicht hingegen nicht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3. Welche Folgen hat die Nichtbeachtung der Kennzeichnungspflicht?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Verstößt der Influencer gegen eine bestehende Kennzeichnungspflicht, muss er in erster Linie damit rechnen, für seinen Verstoß eine Abmahnung zu erhalten. Zur Erteilung einer solchen Abmahnung ist neben den Verbraucherverbänden auch jeder Mitbewerber berechtigt, der als Unternehmer an demselben Markt tätig ist. Das können unter Umständen auch andere Influencer sein. Die Abmahnung enthält dabei – neben einer Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung – regelmäßig auch eine Zahlungsaufforderung in Höhe des eingetretenen Schadens. Im Rahmen der Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung verpflichtet sich der Influencer dazu, den abgemahnten Verstoß zukünftig nicht zu wiederholen und bei einer entsprechenden Zuwiderhandlung eine hohe Vertragsstrafe zu entrichten. Für eine Wiederholung der Handlung genügt dabei ein einziger weiterer Verstoß. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              III. Markenrechtliche Aspekte
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neben den werberechtlichen Besonderheiten müssen Influencer bei ihrem Vorgehen zudem das Markenrecht beachten. Zuletzt entschied das Landgericht Braunschweig, dass die Verwendung einer geschützten Marke als Hashtag bei Instagram oder TikTok eine Markenrechtsverletzung darstellen kann (Urt. vom 23. Februar 2022 – 9 O 190/22). Unter einem Hashtag wird die Kombination aus einem oder mehreren Worten und einem vorangestellten Rautezeichen verstanden (Bsp.: #PelkaPerspektiven). Durch Eingabe eines Hashtags in der Suchfunktion der Plattform lassen sich alle Beiträge finden, die dieses spezifische Hashtag verwenden. Das Versehen eines Beitrags mit einem bestimmten Hashtag erlaubt es daher anderen Nutzern, diesen Beitrag durch gezielte Suche wiederzufinden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein fremder Markenname darf nach Auffassung des Gerichts aber nur dann als Hashtag verwendet werden, wenn die unter der Marke geführten Produkte von dem Verwender selbst verkauft oder der Markeninhaber der Verwendung des Hashtags zugestimmt hat. Dies gilt allerdings nur im geschäftlichen Verkehr. Die Verwendung einer Marke als Hashtag auf einem privaten Profil ist daher weiterhin erlaubt. Die Folgen eines Markenrechtsverstoßes entsprechen im Grunde denen eines Verstoßes gegen eine Kennzeichnungspflicht. Auch hier kann der Rechtsverletzer abgemahnt und auf Schadensersatz sowie die Abgabe einer Unterlassungserklärung in Anspruch genommen werden. Eine vorsätzliche Markenrechtsverletzung kann darüber hinaus mit einer Geld- und in besonders schweren Fällen sogar einer Freiheitsstrafe geahndet werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV. Fazit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wird Social Media mehr als nur ein Hobby, ergibt sich nicht nur in steuerlicher, sondern auch in werbe- und markenrechtlicher Hinsicht großes Konfliktpotenzial. Da es sich bei der Influencer Tätigkeit im Vergleich zu anderen Berufen um ein relativ neues Betätigungsfeld handelt, besteht auch über die bereits entschiedenen Sachverhalte hinaus immer noch eine Vielzahl offener Fragen. Eine vorherige Auseinandersetzung mit den bestehenden Pflichten ist insoweit für jeden Influencer unerlässlich, da ein Verstoß im Zweifel zu hohen Zahlungsverpflichtungen führen kann. Um eben solche Verstöße, aber auch die steuerlichen Fragestellungen abzuklären, steht Ihnen unsere Kanzlei – insbesondere die beiden Verfasser dieses Artikels – jederzeit zur Verfügung. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 23 Jun 2023 13:52:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/gewerblicher-rechtsschutz-bei-influencern</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Das Hinweisgeberschutzgesetz verpflichtet zu neuen Maßnahmen – auch mittelständische Unternehmen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/hinweisgeberschutzgesetz</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font color="#000000"&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Das Hinweisgeberschutzgesetz verpflichtet zu neuen Maßnahmen – auch mittelständische Unternehmen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I. Einleitung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) musste einen steinigen Weg gehen, bis es zu der Verkündung in der aktuellen Fassung kam. Der erste Entwurf der gesetzlichen Regelung zur Umsetzung der EU-Richtlinie 2019/1937 vom 23. Oktober 2019 stammte Ende 2020 noch von der damaligen Justizministerin Christine Lambrecht. Nachdem die Umsetzungsfrist am 17. Dezember 2021 abgelaufen war und im Februar 2023 eine im Bundestag bereits angenommene Fassung des Gesetzesentwurfs vor dem Bundesrat scheiterte, konnte nunmehr eine mehrheitsfähige Regelung gefunden werden. Das HinSchG wurde am 2. Juni 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt am 2. Juli 2023 in Kraft. Neben der bewegten Entstehungsgeschichte birgt das HinSchG für die breite Mehrheit der privaten wie öffentlichen Unternehmen in Deutschland konkrete Handlungsverpflichtungen. Insbesondere die zeitnahe Einführung von Hinweisgebersystem ist hier als dringende Verpflichtung für Unternehmen (bereits ab 50 Mitarbeiter) zu nennen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           II. Einrichtung interner und externer Meldestellen
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              1. Interne Meldestelle
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neu ist insbesondere die Verpflichtung für Unternehmen, interne Meldestellen für Compliance-Verstöße vorzuhalten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              a) Verpflichtung zur Einrichtung der internen Meldestelle 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unabhängig von der Unternehmensgröße sind insbesondere Wertpapierdienstleistungsunternehmen, Datenbereitstellungsdienste, Börsenträger, Institute im Sinne des § 1 Absatz 1b des Kreditwesengesetzes und Institute im Sinne des § 2 Absatz 1 des Wertpapierinstitutsgesetzes sowie Kapitalverwaltungsgesellschaften zu der Einrichtung einer internen Meldestelle verpflichtet (vgl. § 12 Abs. 3 HinSchG). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andere Unternehmen, die bis zu 50 Mitarbeiter beschäftigen, trifft keine Verpflichtung zur Einrichtung einer internen Meldestelle. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mehrere private Arbeitgeber mit in der Regel 50 bis 249 Beschäftigten können für die Entgegennahme von Meldungen und für die weiteren nach dem HinSchG vorgesehenen Maßnahmen eine gemeinsame Stelle einrichten und betreiben. Auf diese Weise sollen kleinere Unternehmen von größerem Umsetzungsaufwand entlastet werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grundsätzlich steht es Unternehmen frei, die interne Meldestelle nicht selbst zu betrieben. Die interne Meldestelle kann auch durch einen externen Anbieter zur Verfügung gestellt werden. Dabei können Unternehmen auf Meldeplattformen oder auch auf Ombudspersonen, bspw. Rechtsanwälte, zurückgreifen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                b) Art des einzurichtenden Meldesystems
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Meldesystem muss dabei vorsehen, das Meldungen grundsätzlich entweder mündlich oder in Textform erfolgen können. Dies können IT-gestützte Hinweisgebersysteme (ausreichend wäre wohl auch eine entsprechend eingerichtet E-Mail-Adresse) oder auch eine Whistleblower-Hotline ermöglichen. Auf Wunsch der hinweisgebenden Person müssen Unternehmen aber auch die Meldung mittels eines persönlichen Treffens ermöglichen. Das persönliche Treffen könnte allerdings auch im Rahmen einer Videokonferenz erfolgen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei muss die Einrichtung des Meldesystems dergestalt vorgenommen werden, dass sichergestellt ist, dass der hinweisgebenden Person keinerlei Repressalien oder Vergeltungsmaßnahmen drohen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Verpflichtung anonyme Meldungen zu ermöglichen besteht nicht. Sofern anonyme Meldungen eingehen, sind die internen Meldestellen allerdings auch in einem solchen Fall zur Bearbeitung der Meldung verpflichtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der personellen Besetzung der internen Meldestelle ist der Arbeitgeber weitestgehend frei. Die mit den Aufgaben der internen Meldestelle beauftragte Person kann auch neben dieser Tätigkeit weitere Aufgaben wahrnehmen. Allerdings muss sichergestellt sein, dass keine Interessenkonflikte hinsichtlich der etwaigen sonstigen Tätigkeiten der beauftragten Person bestehen können. Insofern dürfte sich beispielsweise die Beauftragung einer Person aus dem Kreise der Geschäftsführung mit den Aufgaben der internen Meldestelle verbieten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             c) Pflichten und Fristen 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die interne Meldestelle bestätigt der hinweisgebenden Person den Eingang der Meldung innerhalb von sieben Tagen. Die Prüfung des Sachverhalts umfasst insbesondere die sachliche Richtigkeit und die Frage, ob es sich um einen potentiellen Verstoß im Sinne des HinSchG handelt. Die Meldestelle ergreift sodann die notwendigen Folgemaßnahmen von interner Untersuchung bis Meldung bei den zuständigen Behörden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Innerhalb von drei Monaten muss die Meldestelle die hinweisgebende Person darüber informieren, welche Maßnahmen in Folge ergriffen wurden, z. B. die Einleitung interner Untersuchungen oder die Weitergabe der Meldung an die zuständige Behörde. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unternehmen, die von der Pflicht zur Einführung einer internen Meldestelle erfasst sind, müssen die Identität der Hinweisgebenden schützen und DSGVO-Vorgaben einhalten. Zudem müssen alle eingehenden Meldungen im Einklang mit den Vertraulichkeitspflichten dokumentiert werden (vgl. § 11 HinSchG). Die Dokumentationen der internen Meldestelle müssen drei Jahre nach Abschluss des Verfahrens gelöscht werden. Ausnahmen davon gelten bei entsprechenden gesetzlichen Anforderungen oder Verpflichtungen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben der Einrichtung einer internen Meldestelle sind Unternehmen auch dazu verpflichtet, Anreize zu schaffen, damit hinweisgebende Personen bevorzugt die interne Meldestelle nutzen.  So sollen Unternehmen leicht zugängliche und gut verständliche Informationen über die Nutzung der internen Meldestelle sowie über die konkret zuständige Aufsichtsbehörde an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2. Externe Meldestelle 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der externen Meldestelle ist eine Einrichtung bei dem Bundesamt für Justiz gemeint, die somit nicht durch die einzelnen Arbeitgeber vorgehalten werden muss. Damit soll ein zu der internen Meldestelle gleichwertiger Meldeweg etabliert werden. Der hinweisgebenden Person steht es frei, an welche Stelle die Meldung gemacht wird. Allerdings sind die externen Meldestellen nicht zur Bearbeitung von anonymen Meldungen verpflichtet. Für die bereits bestehenden spezialisierten Meldestellen der Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie des Bundeskartellamts verbleibt es bei der Zuständigkeit mit den bereits etablierten Meldesystemen. Das HinSchG sieht zudem die Möglichkeit vor, dass die Bundesländer eigene Meldestellen etablieren.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             III. Umsetzungsfrist für die Einrichtung einer internen Meldestelle
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Vorlaufzeit, die den Unternehmen für die Umsetzung der gesetzlichen Verpflichtung gewährt wird, bestimmt sich grundsätzlich anhand der Unternehmensgröße. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unternehmen, die regelmäßig mindestens 50 Mitarbeiter beschäftigen, sind zur Einrichtung einer internen Meldestelle bis zum 17. Dezember 2023 verpflichtet. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Verpflichtung zur Einrichtung einer internen Meldestelle trifft größere Unternehmen mit in der Regel mindestens 250 Mitarbeitern bereits ab dem 2. Juli 2023.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             IV. Sanktionen 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Verstöße von Unternehmensverantwortlichen gegen wesentliche Vorgaben des HinSchG droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 EUR. Ein solcher Verstoß kann zudem ein Bußgeld gegen das Unternehmen in Höhe von bis zu 500.000 EUR auslösen.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Konkret droht Unternehmen, die ihre Pflicht zur Einführung sowie zum Betrieb einer internen Meldestelle nicht nachkommen, ein Bußgeld bis zu 20.000 EUR. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allerdings tritt diese Bußgeldvorschrift, erst am 1. Dezember 2023 in Kraft. Solange wird also kein Bußgeld wegen fehlender Einrichtung oder fehlendem Betrieb verhängt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           V. Fazit und Praxisempfehlung
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nachdem nunmehr die gesetzlichen Neuerungen dargestellt wurden, stellt sich denklogisch die Frage: Was müssen Unternehmen jetzt konkret tun?
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
              1. Analyse des Status Quo
             &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Unternehmen sind gut beraten, nunmehr zunächst den aktuellen Sachstand der bereits existierenden Strukturen zu analysieren. Spontaner Aktionismus läuft hier regelmäßig Gefahr nicht alle rechtlichen Verpflichtungen abzudecken oder zu einer nicht unternehmensgerechten Lösung zu führen. Dazu gehört selbstverständlich zunächst die Prüfung, inwiefern das eigene Unternehmen zu weitergehenden Maßnahmen verpflichtet ist. 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
              2. Prüfung der verschiedenen Durchführungswege
             &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Wie bereits angeführt, sind Unternehmen nicht verpflichtet eine eigene interne Meldestelle vorzuhalten. Für kleinere Unternehmen besteht die Möglichkeit der Umsetzung der gesetzlichen Verpflichtung im Wege einer gemeinsamen Meldestelle. Zudem empfiehlt es sich die Auslagerung der Meldestelle auf einen professionellen Anbieter zu prüfen. 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              3. Konkrete Umsetzung der rechtlichen Vorgaben 
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Nach der konkreten Bedarfsanalyse kann sich die Umsetzung an dem ermittelten Ergebnis orientieren und so die tatsächlichen Umstände optimal berücksichtigen. Das Ergebnis wird hier bestenfalls von Unternehmen zu Unternehmen variieren.
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              4. Kommunikation innerhalb des eigenen Unternehmens
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Die auf diese Weise gefundene Lösung kann nur funktionieren, wenn sie von den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verstanden und akzeptiert wird. Eine intensive Kommunikation mit der eigenen Belegschaft ist zum einen der Schlüssel zur Vermeidung von Missverständnissen und zum anderen Teil des gesetzlichen Auftrags im Rahmen der Einführung einer internen Meldestelle. 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              5. Dauerhafter Betrieb und Fortentwicklung der Strukturen 
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             Sobald das Meldesystem einmal implementiert ist, empfiehlt sich die Abläufe in regelmäßigen Abständen auf Sinnhaftigkeit und Effizienz zu überprüfen. Nur so können Erfahrung aus den ersten eingehenden Meldungen umgesetzt und eventuelle Schwachstellen nachgebessert werden. 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei der fachkundigen Ermittlung und individuellen Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen sind wir Ihnen gerne behilflich. Sprechen Sie uns einfach an. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Wed, 14 Jun 2023 16:43:36 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Equal Pay trotz Verhandlungsgeschicks</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/equal-pay-trotz-verhandlungsgeschicks</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
             Equal Pay trotz Verhandlungsgeschicks
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in seinem aktuellen Urteil vom 16.02.2023 (Az. 8 AZR 450/21) entschieden, dass eine Frau Anspruch auf gleiches Entgelt für gleiche oder gleichwertige Arbeit hat, wenn der Arbeitgeber männlichen Kollegen aufgrund des Geschlechts ein höheres Entgelt zahlt. Daran ändert sich nichts, wenn der männliche Kollege ein höheres Entgelt fordert und der Arbeitgeber dieser Forderung nachgibt.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           I. Sachverhalt und Gründe
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das BAG entschied vorliegend über den Fall einer Arbeitnehmerin, die als Außendienstmitarbeiterin bei der beklagten Arbeitgeberin beschäftigt war. Das einzelvertraglich vereinbarte monatliche Grundentgelt der Arbeitnehmerin betrug 3.500,00 Euro brutto. Nach der Einführung eines Haustarifvertrages, welcher u.a. ein Eingruppierungssystem in Entgeltgruppen vorsah, erhöhte sich das Grundgehalt er Klägerin aufgrund einer "Deckungsregelung" zunächst auf 3.620,00 Euro brutto und sollte in jährlichen Schritten weiter angehoben werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben der Klägerin war als Außendienstmitarbeiter bei der Beklagten ein männlicher Arbeitnehmer beschäftigt. Die Beklagte hatte dem Arbeitnehmer ebenfalls ein monatliches Grundentgelt i.H.v. 3.500,00 Euro brutto angeboten, was dieser jedoch ablehnte und ein höheres Grundentgelt i.H.v. 4.500,00 Euro brutto verlangte. Die Beklagte gab dieser Forderung nach.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit ihrer Klage begehrte die Klägerin die Zahlung rückständiger Vergütung in Höhe der Differenz zwischen ihrem Grundentgelt ihres männlichen Kollegen so wie die Zahlung einer angemessenen Entschädigung i.H.v. mindestens 6.000,00 Euro.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sowohl das Arbeitsgericht Dresden als auch das Sächsische Landesarbeitsgericht haben die Klage abgewiesen. Die hiergegen gerichtete Revision der Arbeitnehmerin hatte vor dem BAG ganz überwiegend Erfolg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dem auf Zahlung einer Entschädigung gerichteten Antrag der Arbeitnehmerin wurde teilweise entsprochen und dieser eine Entschädigung wegen einer Benachteiligung aufgrund des Geschlechts i.H.v. 2.000,00 Euro zugesprochen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           II. Darlegungs- und Beweislast bei Equal Pay-Ansprüchen
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Verteilung der Darlegungs- und Beweislast richtet sich nach § 22 AGG, der eine Erleichterung der Darlegungslast und eine Umkehr der Beweislast vorsieht. Wenn es der benachteiligten Arbeitnehmerin gelingt, Indizien zu beweisen, die eine Benachteiligung wegen eines in § 1 AGG genannten Grundes vermuten lassen, trägt die andere Partei die Beweislast dafür, dass kein Verstoß gegen die Bestimmungen zum Schutz vor Benachteiligung vorlag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Equal Pay-Ansprüchen ist der oder die benachteiligte Beschäftigte gehalten darzulegen und zu beweisen, dass der Arbeitgeber ihm oder ihr ein niedrigeres Entgelt zahlt als vergleichbaren Arbeitnehmern des anderen Geschlechts. Zudem muss dargelegt werden, dass eine gleiche oder gleichwertige Arbeit verrichtet wird. Sofern die Voraussetzungen der Vermutung erfüllt sind, muss der Arbeitgeber sodann darlegen und beweisen, dass kein Verstoß gegen das Entgeltgleichheitsgebot vorliegt, sondern ausschließlich andere Gründe als das Geschlecht zu einer ungünstigeren Behandlung geführt haben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           III. Benachteiligung aufgrund des Geschlechts
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufgrund der Tatsache, dass die Beklagte der Klägerin ein niedrigeres Grundgehalt zahlte als dem männlichen Kollegen, obwohl diese die gleiche Arbeit verrichteten, liegt nach Ansicht des BAG eine Benachteiligung aufgrund des Geschlechts vor. Die Klägerin hat daher einen Anspruch nach Art. 157 AEUV, § 3 Abs. 1 (und § 7 Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG)) auf das gleiche Grundentgelt wie ihr männlicher Kollege.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereits 2021 hat das BAG entschieden, dass der Umstand, dass der Arbeitgeber Beschäftigte verschiedenen Geschlechts mit vergleichbarer Tätigkeit unterschiedlich bezahlt, genügt, um die Vermutung einer unmittelbaren Entgeltbenachteiligung wegen des Geschlechts zu begründen (Urteil vom 21.02.2021, Az. 8 AZR 488/19).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           IV. Gescheiterte Widerlegung der Vermutung der Benachteiligung
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Vorinstanzen vertraten die Auffassung, dass kein Verstoß gegen das Entgeltgleichheitsgebot vorlag, da der männliche Kollege lediglich zu einem höheren Gehalt bereit war, den Arbeitsvertrag zu schließen. Das Interesse des Unternehmens an der Mitarbeitergewinnung sei ein objektives Kriterium, das die Vermutung der Benachteiligung widerlege.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Nach Ansicht des BAG ist es der Beklagten nicht gelungen, die Vermutung der Benachteiligung aufgrund des Geschlechts zu widerlegen. Insbesondere kann sich die Arbeitgeberin nicht darauf berufen, das höhere Grundentgelt des männlichen Kollegen beruhe nicht auf dem Geschlecht, sondern auf dem Umstand, dass dieser ein höheres Entgelt ausgehandelt habe. Ferner kann der Arbeitgeber die Vermutung der Entgeltbenachteiligung aufgrund des Geschlechts nicht mit der Begründung widerlegen, der Arbeitnehmer sei einer besser vergüteten ausgeschiedenen Arbeitnehmerin nachgefolgt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           V. Begrenzung der Privatautonomie durch den Equal Pay-Grundsatz
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das BAG hat die Anwendung des EntgTranspG weiter verschärft und klargestellt, dass das Verhandlungsgeschickt allein kein geeignetes Kriterium zur Rechtfertigung einer Entgeltungleichheit zwischen Männern und Frauen darstellt. Folglich kann das Gebot der gleichen Vergütung von Männern und Frauen für gleiche und gleichwertige Arbeit (Equal Pay) nicht durch geschickte Gehaltsverhandlungen umgangen werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Arbeitgeber, der sich auf ein berechtigtes Interesse an der Besetzung einer offenen Stelle beruft, wird darlegen müssen, dass die Stelle ohne Gewährung einer vergleichsweise höheren Vergütung in absehbarer Zeit nicht anderweitig besetzt worden wäre. Der Equal Pay-Grundsatz begrenzt damit effektiv die Privatautonomie der Parteien.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           VI. Fazit 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Gebot der Entgeltgleichheit verfolgt das Ziel, die bestehende Lücke zwischen den Gehältern von Männern und Frauen (Gender Pay Gap) zu schließen. Das Urteil des BAG erhöht die Effektivität der Durchsetzbarkeit der Entgeltgleichheit. Es ist Arbeitgebern nicht möglich, individuell ein vergleichsweise höheres Gehalt zu verhandeln, ohne dass weitere objektive Differenzierungskriterien vorliegen. Verhandlungsgeschickt allein ist im Rahmen von höheren Gehältern daher kein durchgreifendes Argument (mehr), wenn es um die Entgeltgleichheit von Männern und Frauen geht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die wirkliche Tragweite des Urteils wird sich allerdings erst beurteilen lassen, sobald das BAG die Entscheidungsgründe veröffentlicht hat. Maßgeblich ist, dass Differenzierungen beim Gehalt aufgrund objektiver Gründe (z.B. Erfahrung oder Qualifikation) weiterhin zulässig bleiben. Es ist allerdings von der Zahlung höherer Gehälter allein aufgrund individueller Gehaltsverhandlungen abzuraten. Vielmehr sind Arbeitgeber gehalten, höhere Gehälter nur unter Wahrung von objektiven Differenzierungsgründen zu zahlen und diese ordentlich zu dokumentieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 07 Jun 2023 13:38:19 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Pelka vertrat chinesischen Mandanten erfolgreich vor dem Finanzgericht Köln</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-hat-einen-chinesischen-mandanten-erfolgreich-vor-dem-finanzgericht-koeln-vertreten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Pelka vertrat chinesischen Mandanten erfolgreich 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             vor dem Finanzgericht Köln 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          In dem Verfahren ging es unter anderem um streitige Gewinne aus dem Verkauf von Briefmarken. Unser Mandant ist Hobby-Briefmarkensammler. In den Streitjahren hat der Mandant in großem Umfang Briefmarken über Ebay veräußert. Die verkauften Briefmarken stammen aus der Sammlung von Dritten. Obwohl der Mandant die Verkäufe aus Gefälligkeit gegenüber diesen Bekannten unentgeltlich durchführte und die Erlöse an diese weiterleitete, war das Finanzamt der Auffassung, dass unser Mandant die Verkäufe entgeltlich durchführte. Der vermeintliche Gewinn wurde der Einkommensteuer bzw. Gewerbesteuer unterworfen. In dem anschließenden Finanzgerichtsprozess konnte Pelka für den Mandanten erfolgreich darlegen und beweisen, dass die Verkäufe unentgeltlich für Rechnung von Dritten durchgeführt worden sind, sodass die Verkaufserlöse dem Mandanten subjektiv nicht zuzurechnen waren.
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Immer wieder sind sogenannte Ebay-Verkäufe (sowohl in ertragsteuerlicher als auch in umsatzsteuerlicher Hinsicht) Gegenstand der (höchstrichterlichen) Rechtsprechung. Steuerpflichtige sollten daher dem Thema der Ebay-Verkäufe besondere Beachtung schenken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Verfahren war
           &#xD;
      &lt;a href="/team/di-wu"&gt;&#xD;
        
            Di Wu
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           (Rechtsanwalt) tätig, der sowohl Kenntnisse im Steuer- und Verfahrensrecht als auch Chinesisch Kenntnisse für den Mandanten einsetzen konnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 05 Jun 2023 10:46:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/pelka-hat-einen-chinesischen-mandanten-erfolgreich-vor-dem-finanzgericht-koeln-vertreten</guid>
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      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/iStock-185107759-min.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Unser Partner Franz-Josef Wernze ist verstorben</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/unser-partner-franz-josef-wernze-ist-verstorben</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Unser Partner Franz-Josef Wernze ist verstorben
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Franz-Josef Wernze ist am 27.4.2023 im Alter von 74 Jahren nach langer Krankheit verstorben. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie, die nicht nur einen Ehemann und Familienvater, sondern auch einen wunderbaren Menschen verloren hat. In diesen schweren Stunden wünschen wir ihnen die Stärke und Zuversicht, die den Verstorbenen Zeit seines Lebens geprägt und uns zutiefst beeindruckt haben. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit seinem Tod verliert unsere Kanzlei nicht nur einen Partner, sondern auch einen Menschen, der mit seiner Schaffenskraft und seinen unternehmerischen Ansätzen auch unsere Praxis nachhaltig geprägt hat. Durch seine Aufnahme im Jahr 2013 und die damit einhergehende Öffnung unserer Partnerschaft gegenüber dem ETL-Verbund hat Franz-Josef Wernze unseren Beratungsansatz sowie die Internationalisierung unserer Kanzlei maßgeblich beeinflusst. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dr. Jürgen Pelka, Vorsitzender des Partnerschaftsrats: „Franz-Josef Wernze war ein ausgesprochen unternehmerisch denkender Berater, der uns mit seiner Weitsicht und seinen visionären Ideen sehr beeindruckt und bewegt hat. Unsere damals bereits seit mehr als drei Jahrzehnten bestehende Kanzlei wurde durch die von ihm verfolgten Ansätze und initiierten Diskussionen fortentwickelt und auf weiteres Wachstum ausgerichtet. Mit ihm ergab sich für unsere Praxis die Möglichkeit, Teil des Netzwerkes von ETL Deutschland und ETL Global zu werden. Dadurch baute unsere Sozietät in den darauffolgenden Jahren in besonderem Maße die Betreuung internationaler Mandate aus und entwickelt diesen Bereich kontinuierlich weiter. Franz-Josef Wernze hat an dieser Entwicklung einen sehr großen Anteil. Die Zusammenarbeit mit ihm war von Respekt und einem menschlichen Miteinander bestimmt. Wir verlieren einen tollen Menschen und eine beeindruckende Persönlichkeit.“ 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 02 May 2023 15:25:07 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Insolvenzabhängige Lösungsklauseln – endlich Klarheit?</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/insolvenzabhaengige-loesungsklauseln-endlich-klarheit</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Insolvenzabhängige Lösungsklauseln – endlich Klarheit?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Schließen zwei Parteien einen Vertrag miteinander und liegt im Laufe der Vertragsbeziehung ein Insolvenzgrund vor oder wird ein Insolvenzantrag gestellt, bzw. ein Insolvenzverfahren über das Vermögen einer der Vertragsparteien eröffnet, so könnte sich die andere Partei mittels einer „insolvenzabhängigen Lösungsklausel“ von dem Vertrag lösen. Aufgrund einer fehlenden konkreten rechtlichen Grundlage für diese Klauseln ist deren Vereinbarung häufig problematisch. Mit einer solchen Lösungsklausel befasste sich der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil vom 27. Oktober 2022 (Az. IX ZR 213/21). Konkret ging es hierbei um die Frage, ob diese wirksam vereinbart wurde und welche Wirksamkeitsanforderungen an die insolvenzabhängige Lösungsklausel zu stellen sind.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I.	Sachverhalt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der spätere Insolvenzschuldner betrieb ein Busunternehmen und hatte mit der Beklagten einen Beförderungsvertrag geschlossen, welcher die Beförderung von Schülern beinhaltete. In diesem Beförderungsvertrag wurde der Beklagten das Recht zur fristlosen Kündigung beim Vorliegen eines wichtigen Grundes eingeräumt. Hierunter fassten die Parteien auch einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Nachdem der Kläger die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragte, kündigte die Beklagte den Vertrag mit Hinweis auf die zuvor festgelegte Klausel fristlos. Der Insolvenzverwalter des Schuldners hingegen hielt die Kündigung des Beförderungsvertrags für unwirksam und erhob Klage auf Zahlung der Vergütung bis zum vereinbarten Vertragsende.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II.	Inhalt und Gegenstand der Entscheidung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Problematisch bei den insolvenzabhängigen Lösungsklauseln ist deren umstrittene Wirksamkeit. Denn hierbei stehen sich die Privatautonomie und die Sanierungsfähigkeit des Unternehmens gegenüber. Verstärkt wird dieses Problem durch die bisher fehlende abschließende höchstrichterliche Rechtsprechung und der damit verbundenen Rechtsunsicherheit. Von Seiten des Unternehmens als Insolvenzschuldner spricht besonders der Schutz der Insolvenzmasse sowie der Erhalt der Sanierungschancen des Unternehmens für die Unwirksamkeit einer solchen Klausel. Denn die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Sanierung sinkt, wenn mehreren Geschäftspartnern des Insolvenzschuldners erlaubt würde, ihre Verträge mit dem Unternehmen zu kündigen. Zudem wird argumentiert, dass die Unwirksamkeit der insolvenzabhängigen Lösungsklauseln aus dem Wortlaut des § 119 Insolvenzordnung (InsO) folgen würde. Denn bei einem zum Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens von beiden Parteien noch nicht/nicht vollständig erfüllten gegenseitigen Vertrag, hat der Insolvenzverwalter gem. § 103 InsO ein Wahlrecht. Dieser kann entscheiden, ob der Vertrag noch erfüllt werden soll, oder eben nicht. Und gem. § 119 InsO sind Vereinbarungen, welche die Anwendung des § 103 InsO im Voraus ausschließen oder beschränken, grundsätzlich unwirksam. Die Konsequenz wäre, dass die Lösungsklausel, welche das Wahlrecht des Insolvenzverwalters im Voraus ausschließt und den Vertragspartnern des Insolvenzschuldners überlassen würde, unwirksam wäre. Die Gegenauffassung hingegen vertritt die Ansicht, dass die Wirksamkeit der Klauseln bereits aus der Vertragsfreiheit, bzw. der Privatautonomie folge, mindestens jedoch aus der Entstehungsgeschichte des Gesetzes. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich könnten die Vertragsparteien frei darüber entscheiden, welche Regelungen für den Fall der Insolvenz einer der Parteien getroffen werden sollen. Unabhängig von der Frage der generellen Wirksamkeit der Lösungsklauseln kann das Recht des Insolvenzverwalters unter Umständen jedoch zugunsten eines Insolvenzgläubigers eingeschränkt sein. Beispielsweise, wenn die besonderen Interessen des Vertragspartners deutlich gegenüber den Interessen anderer Insolvenzgläubiger überwiegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Landgericht wies die Klage ab, das Oberlandesgericht hingegen gab der Klage aufgrund der Berufung des Klägers statt. Daraufhin hob der BGH das Berufungsurteil auf und verwies die Sache zurück an das Oberlandesgericht. Grund hierfür sei laut BGH, dass die Entstehungsgeschichte des Gesetzes kein hinreichendes Argument für die generelle Unwirksamkeit der Klauseln darstelle. Die InsO hingegen stelle aber auch keinen generellen Grundsatz für die Zulässigkeit eben dieser insolvenzrechtlichen Lösungsklauseln dar. Folglich fehle es hierbei an einer eindeutigen gesetzlichen Grundlage, weshalb die Beschränkung der Vertragsfreiheit nicht ohne eine besondere Rechtfertigung erfolgen könne. Doch wann liegt ein zulässiger Grund zur Beschränkung der Vertragsfreiheit vor? Dieser ist jedenfalls dann nicht gegeben, wenn die Klausel lediglich zur Vereitelung der Ausübung des Verwalterwahlrechts nach § 103 InsO dient. Ob dies der Fall ist, soll anhand des berechtigten Interesses der Vertragsparteien beurteilt werden. Das Gericht stellt bei der Frage, ob ein berechtigtes Interesse an der sofortigen Auflösung des Vertrages im Falle der Insolvenz einer Vertragspartei vorliegt, auf die objektiven Umstände ab. Subjektive Umstände oder Vorstellungen der Vertragsparteien bleiben unberücksichtigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III.	Konkrete Maßstäbe
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es liegen noch immer keine konkreten Maßstäbe für die Wirksamkeit der insolvenzabhängigen Lösungsklauseln vor. Ob ein berechtigtes Interesse zur Wirksamkeit der Klauseln vorliegt, bleibt weiterhin eine Einzelfallentscheidung und kann nicht pauschal beurteilt werden. Vollkommene Rechtssicherheit schafft das Urteil somit nicht. Jedoch können dem Urteil des BGH Indizien entnommen werden, welche auf die Wirksamkeit der Klauseln schließen lassen. Die Klauseln wären unter anderem dann wirksam vereinbart worden, wenn für die Erbringung der Gegenleistung die Zuverlässigkeit des Schuldners eine wichtige Rolle spielt. Bei Bauaufträgen beispielsweise ist eine insolvenzabhängige Lösungsklausel in der Regel wirksam. Dies wird damit begründet, dass die persönlichen Eigenschaften (wie etwa die Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit) des Bauunternehmers oder Handwerkers als Auftragnehmer von erheblicher Bedeutung für den Auftraggeber sind. Bei einer Insolvenz ist die Leistungserbringung schließlich nicht mehr hinreichend gewährleistet, weshalb der Auftraggeber nach einem (Eigen)-Insolvenzantrag des Auftragnehmers ein starkes Interesse daran hat, sich frühzeitig von dem Vertrag zu lösen. Hierdurch kann der Auftraggeber den ihm entstandenen Schaden – wie die Mehrkosten, welche durch die anderweitige Vergabe der Restarbeiten entstehen – geltend machen. Das Interesse des Auftraggebers an der frühzeitigen Lösung von dem Vertrag ist überwiegender als das Interesse anderer Insolvenzgläubiger, weshalb die Lösungsklausel bei Bauverträgen rechtmäßig ist. Zudem ist weitestgehend anerkannt, dass Lösungsklauseln zugunsten von Geldleistungsgläubigern unzulässig sind. Grund hierfür ist das mangelnde überwiegende Interesse dieser Gläubiger gegenüber den anderen Gläubigern des Insolvenzschuldners. Wird ein Vertrag zur Beförderung von Schülern geschlossen, so kommt es dem Auftraggeber hauptsächlich auf eine zuverlässige und sichere Beförderung der Schüler an. Laut BGH fehlt die Beurteilung der Tatsacheninstanzen hinsichtlich der Frage, ob dies für ein berechtigtes Interesse der Beklagten ausreicht. Für ein berechtigtes Interesse der Beklagten spricht besonders die Notwendigkeit der Zuverlässigkeit des Vertragspartners für die Sicherstellung einer reibungslosen Beförderung der Schüler. Aber auch die insolvenzbedingte fehlende Absicherung im Falle eines Unfalls sowie die Vermeidung von Leistungsausfällen, welche nach der Stellung eines Insolvenzantrags befürchtet werden können, spielen eine Rolle bei der Beurteilung. Ob sich das Gericht anhand dieser objektiven Umstände für ein berechtigtes Interesse der Beklagten entscheidet, bleibt jedoch abzuwarten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV.	Treu und Glauben
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wurde die insolvenzabhängige Lösungsklausel wirksam vereinbart, so unterliegt diese laut BGH zusätzlich einer Ausübungskontrolle im Hinblick auf die Einhaltung der Grund-sätze nach Treu und Glauben. Hierdurch würden die schutzwürdigen Belange des Insolvenzschuldners geschützt, falls diese gegenüber der Ausübung des Rechts des Gläubigers überwiegen. Und dadurch könnte verhindert werden, dass Gläubiger, die überhaupt kein schutzwürdiges Interesse an der Lösung des Vertrages haben, von der Klausel Gebrauch machen. Möchte sich beispielsweise ein Gläubiger aufgrund des Eigeninsolvenzantrags des Vertragspartners mittels einer wirksamen Lösungsklausel von dem Vertrag lösen, obwohl die Insolvenz keinerlei Einfluss auf die Durchführung des Vertrages hat und diese auch nicht erschwert würde, so läge hierbei ein Verstoß gegen Treu und Glauben vor. Hieraus folgt, dass selbst die Wirksamkeit der insolvenzabhängigen Lösungsklausel nicht unbedingt Rechtssicherheit für den Insolvenzgläubiger bedeutet. Dieser muss sich vielmehr über die Gegebenheiten des Vertrages und die Interessen der Parteien informieren, um bei der Lösung von dem Vertrag einen möglichen Verstoß gegen die zuvor erläuterten Grundsätze zu vermeiden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            V.	Bedeutung für die Praxis 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Urteil des BGH setzt leider keine eindeutigen Maßstäbe zur Beurteilung der Wirksamkeit von Lösungsklauseln. Vielmehr verdeutlicht es, dass die Interessenlage im Einzelfall entscheidend und eine tiefergehende Prüfung erforderlich ist. Besondere Vorsicht ist hierbei zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geboten, da die objektiven Kriterien zu eben diesem Zeitpunkt den Prüfungsmaßstab für die spätere Beurteilung zur Wirksamkeit der vereinbarten Klausel darstellen. Spätere Interessenlagen sowie subjektive Kriterien werden dabei nicht berücksichtigt. Um Rechtsunsicherheiten zu vermeiden und Klarheit über die Wirksamkeit bereits geschlossener Klauseln zu erhalten, sollten die insolvenzabhängigen Lösungsklauseln in jedem Fall geprüft werden. Es ist besonders ratsam, eine solche Prüfung noch vor Vertragsschluss vorzunehmen, da es sich bei diesem Zeitpunkt um den entscheidungserheblichen handelt und besonders hier Fehler gemacht werden, die Jahre später bei Kündigung des Vertrages mit Berufung auf die Lösungsklausel nicht mehr korrigiert werden können. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir danken unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Jana Hötel für die tatkräftige Unterstützung zu diesem Beitrag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 19 Apr 2023 13:40:28 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Pelka begleitet erfolgreich eine US-Konzernmuttergesellschaft im Kapitalertragsteuer-Freistellungsverfahren vor dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt)</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-begleitet-erfolgreich-eine-us-konzernmuttergesellschaft-im-kapitalertragsteuer-freistellungsverfahren-vor-dem-bundeszentralamt-fuer-steuern-bzst</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Pelka begleitet erfolgreich eine US-Konzernmuttergesellschaft im Kapitalertragsteuer-Freistellungs
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             verfahren vor dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die in den USA ansässige Mandantin ist weltweit im Bereich der Medizintechnik tätig. Zur Unternehmensgruppe gehört auch eine in Deutschland ansässige Tochtergesellschaft. Gewinnausschüttungen der deutschen Tochter- an ihre amerikanische Muttergesellschaft unterliegen grundsätzlich in vollem Umfang der deutschen Quellensteuer. Eine Reduktion der Quellensteuer auf 5 v.H. ist möglich, wenn bspw. eine Freistellungsbescheinigung vorliegt, die beim BZSt zu beantragen ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für das Freistellungsverfahren prüfte das BZSt im vorliegenden Fall im Wesentlichen die Abkommensberechtigung nach Art. 28 des DBA-USA sowie die Missbrauchsvermeidungsvorschrift des § 50d Abs. 3 EStG. Nach unserer Erfahrung tendiert die deutsche Finanzverwaltung vermehrt dazu, Missbrauchsvermeidungsvorschriften – wie etwa die des § 50d Abs. 3 EStG – zunehmend strenger auszulegen und anzuwenden. Dies führt häufig zu einem komplexen und langwierigen Freistellungsverfahren. Pelka hat ihre US-Mandantin im Prozess zur Erlangung der Freistellungsbescheinigung erfolgreich begleitet. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              In dem Verfahren
              &#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
                
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            
              tätig waren
              &#xD;
            &lt;a href="/team/dr-fabian-riegler"&gt;&#xD;
              
               Dr. Fabian Riegler
              &#xD;
            &lt;/a&gt;&#xD;
            
              (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Partner),
              &#xD;
            &lt;a href="/team/anika-brunk"&gt;&#xD;
              
               Anika Brunk
              &#xD;
            &lt;/a&gt;&#xD;
            
              (Steuerberaterin, Managerin) und
              &#xD;
            &lt;a href="/team/di-wu"&gt;&#xD;
              
               Di Wu
              &#xD;
            &lt;/a&gt;&#xD;
            
              (Rechtsanwalt, Associate).
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 14 Apr 2023 11:12:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/pelka-begleitet-erfolgreich-eine-us-konzernmuttergesellschaft-im-kapitalertragsteuer-freistellungsverfahren-vor-dem-bundeszentralamt-fuer-steuern-bzst</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechungsentwicklung der Grundstücksbewertung im Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechungsentwicklung-der-grundstuecksbewertung-im-erbschaft-und-schenkungsteuerrecht</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Rechtsprechungsentwicklung der Grundstücksbewertung im Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I. Einleitung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Maßstäbe der Grundbesitzbewertung für die Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer unterliegen einem ständigen Wandel. Dies liegt zum einen an immer wiederkehrenden Gesetzesänderungen – wie zuletzt dem Jahressteuergesetz 2022, das eine Reihe von Neuerung für die Bewertung mit sich gebracht hat. Zum anderen wird das Bewertungsrecht durch die einzelnen Finanzgerichte (FG) und den Bundesfinanzhof (BFH) immer wieder fortentwickelt. Diese Weiterentwicklungen wirken sich dabei nicht immer positiv für den Steuerpflichtigen aus, sondern können auch mit Nachteilen einhergehen. In diesem Beitrag möchten wir auf zwei dieser aktuellen Entwicklungen in der Rechtsprechung hinweisen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II. Regelmäßig kein Sachwertverfahren mehr bei mittelbarer Grundstücksschenkung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Grundsätze der mittelbaren Grundstücksschenkung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wendet der Schenker dem Beschenkten einen Geldbetrag unter der Auflage zu, dass der Beschenkte von diesem Betrag ein ganz bestimmtes Grundstück zu kaufen hat, liegt in diesem Vorgang eine sogenannte mittelbare Grundstücksschenkung. Der Fall wird so behandelt, als hätte der Schenker dem Beschenkten nicht den Geldbetrag, sondern das Grundstück selbst zugewendet. Demgemäß liegt die Bemessungsgrundlage der Schenkungsteuer nicht in dem zugewendeten Geldbetrag, sondern dem steuerlichen Wert des erworbenen Grundstücks, der regelmäßig niedriger ist, als der aufgewendete Geldbetrag. Aufgrund dieses niedrigeren steuerlichen Werts stellt die mittelbare Grundstücksschenkung eine Gestaltung zur Reduzierung der Schenkungsteuer dar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Bisherige Rechtslage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Wohnungs- und Teileigentum sowie Ein- und Zweifamilienhäusern ist für die Bestimmung des Grundstückswerts vorrangig das Vergleichswertverfahren anzuwenden. Im Rahmen des Vergleichswertverfahrens werden zur Ermittlung des Grundstückswerts Kaufpreise anderer Vergleichsgrundstücke als Maßstab herangezogen, die hinsichtlich ihrer Wert beeinflussenden Merkmale mit dem zu bewertenden Grundstück hinreichend übereinstimmen. Diese Vergleichspreise werden von einem unabhängigen Gutachterausschuss ermittelt. Wendet der Schenker dem Beschenkten beispielsweise einen Betrag in Höhe von 750.000 € zu und beläuft sich der Grundstückskaufpreis auf den gleichen Betrag, der Vergleichswert des Grundstücks liegt allerdings nur bei 700.000 €, kann ein Betrag von 50.000 € (zusätzlich zu etwaigen Freibeträgen) sozusagen steuerfrei verschenkt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Konnte der Gutachterausschuss keine Vergleichspreise mitteilen, gelangte bisher das – dem Vergleichswertverfahren nachrangige – Sachwertverfahren zur Anwendung. Beim Sachwertverfahren wird der Grundstückswert anhand der Bausubstanz und dem Bodenrichtwert errechnet. Hierbei spielen insbesondere die Herstellungskosten eine entscheidende Rolle. Durch die Anwendung des Sachwertverfahrens konnte häufig ein noch größerer Steuervorteil erzielt werden, weil der Sachwert in den meisten Fällen deutlich unter dem Vergleichswert des Grundstücks lag.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3. Neuerungen durch die Entscheidung des BFH
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bewertung im Sachwertverfahren hat der BFH nunmehr mit Entscheidung vom 24.08.2022 (Az. II R 14/20) eine Absage erteilt. Er entschied, dass in den Fällen, in denen vom Gutachterausschuss keine Vergleichspreise mitgeteilt werden können, auch der vereinbarte Kaufpreis aus dem Erwerb des zu bewertenden Grundstücks selbst als Vergleichspreis herangezogen werden könne. Dass dementsprechend keine Mehrzahl, sondern nur ein einzelner Vergleichspreis vorliegt, spiele dabei keine Rolle. Voraussetzung hierfür sei jedoch, dass der Kaufpreis in zeitlicher Nähe zum Bewertungsstichtag unter fremden Dritten und zu marktüblichen Bedingungen vereinbart wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entscheidung des BFH hat erhebliche Auswirkungen auf die mittelbare Grundstücksschenkung. Liegt eine derartige Schenkung vor, existiert immer zugleich auch ein zeitnah vereinbarter Kaufpreis. Bei konsequenter Anwendung der Rechtsprechung hat das zur Folge, dass das Sachwertverfahren bei der mittelbaren Grundstücksschenkung kaum mehr zu Anwendung gelangen kann. Dadurch ist die Gestaltung nur noch dann sinnvoll, wenn Vergleichspreise existieren und hierdurch ein Vergleichswert des Grundstücks ermittelt werden kann, der unterhalb des Kaufpreises liegt. Im Übrigen verliert sie ihren Anreiz, da der vereinbarte Kaufpreis und der zugewendete Geldbetrag identisch sind und eine Reduzierung der Schenkungsteuer damit ausscheidet. Insoweit macht es dann keinen Unterschied mehr, ob der Geldbetrag direkt oder mittelbar als Grundstück verschenkt wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Besonders hinzuweisen ist zudem auf das Erfordernis der unter marktüblichen Bedingungen getroffenen Kaufpreisvereinbarung. Gerade in der jüngeren Vergangenheit gab es immer wieder Sondersituationen, bei denen Käufer bereit waren, deutlich über dem Marktwert liegende Preise für ein Grundstück zu zahlen. Bei Darlegung und Nachweis dieses Überpreises kann man unseres Erachtens nicht mehr von einer Marktüblichkeit ausgehen, wodurch dann das Sachwertverfahren anwendbar sein dürfte. Damit einher geht die weiterhin bestehende Möglichkeit des Steuerpflichtigen zum Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts des Grundstücks durch die Hinzuziehung eines Sachverständigengutachtens.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III. Marktanpassungsabschlag bei der Zuwendung eines Miteigentumsanteils
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Bisherige Rechtslage 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wird nicht das gesamte Eigentum an einem Grundstück verschenkt oder vererbt, sondern lediglich ein Anteil hieran, so entsprach der Wert des Miteigentumsanteils bisher grundsätzlich dem entsprechenden Anteil am Wert des gesamten Grundstücks. Hatte ein Grundstück demnach zum Beispiel einen Wert von 800.000 € und wurde ein daran bestehender Miteigentumsanteil von 50 % verschenkt oder vererbt, war auch der Miteigentumsanteil mit einer Quote von 50 % und somit einem Betrag von 400.000 € zu bewerten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Neuerungen durch die Entscheidung des FG Münster
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das FG Münster entschied nunmehr mit Urteil vom 24.11.2022 (Az. 3 K 1201/21 F), dass ein Abschlag auf den Wert des Miteigentumsanteils zulässig sei. In dem zu entscheidenden Sachverhalt stützte sich der Kläger auf ein Gutachten des Gutachterausschusses, in dem vom rechnerischen Anteil am Verkehrswert des Grundstücks im Wege der Marktanpassung ein Abschlag von 20 % vorgenommen wurde. Diese Vorgehensweise hielt das FG Münster für plausibel und nachvollziehbar, weil der Erwerb eines Miteigentumsanteils für Dritte mit erheblichen Risiken – wie einer eingeschränkten Verfügungsgewalt – verbunden sei. Dass die Verwaltung des gemeinschaftlichen Grundstücks grundsätzlich allen Beteiligten einer Bruchteilsgemeinschaft gemeinschaftlich zusteht, begründe einen hohen Abstimmungsbedarf und damit einhergehend ein erhebliches Streitrisiko, dessen sich ein potentieller Erwerber eines Miteigentumsanteils von vornherein bewusst sein müsse.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Urteil des FG Münster ist zwar zu begrüßen, weil es eine niedrigere Bewertung eines zugewendeten Miteigentumsanteils zulässt. Zu beachten ist aber, dass ein entsprechender Bewertungsabschlag nur dann gewährt werden kann, wenn der Steuerpflichtige für den Bewertungsabschlag ein entsprechendes Gutachten durch einen qualifizierten und anerkannten Sachverständigen vorlegen kann. Zudem hinterlässt es eine gewisse Rechtsunsicherheit, weil nicht klar ist, ob ein entsprechender Marktanpassungsabschlag in allen Fällen der Miteigentumsanteilsübertragung vorzunehmen ist, oder ob die Grundsätze auf andere Fälle – wie beispielsweise der Zuwendung eines Anteils an einer grundstücksverwaltenden GbR – zu übertragen sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinzukommt, dass gegen das Urteil die Revision beim BFH anhängig ist. Dieser hatte 2005 (Az. II B 58/05) – und damit noch zur alten Gesetzeslage – entschieden, dass der Nachweis des geringeren Werts eines Miteigentumsanteils an einem Grundstück im Vergleich zu seinem rechnerischen Anteil am Wert des gesamten Grundstücks nicht zulässig sei. Es verbleibt damit abzuwarten, ob der BFH seiner Rechtsauffassung auch im jetzt geltenden Recht treu bleiben oder aber die Rechtsprechung des FG Münster bestätigen wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 06 Apr 2023 14:58:09 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Modernisierung des Personengesellschaftsrechts         Wir dürfen vorstellen: Das MoPeG</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/modernisierung-des-personengesellschaftsrechts-wir-duerfen-vorstellen-das-mopeg</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Modernisierung des Personengesellschaftsrechts
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Wir dürfen vorstellen: Das MoPeG
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I.	Ausgangslage
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Viele das Recht der Personengesellschaften betreffende Normen des Bürgerlichen Gesetzbuches und des Handelsgesetzbuches sind seit ihrem Inkrafttreten vor über hundert Jahren nahezu unverändert geblieben. Gleichwohl besteht im Personengesellschaftsrecht in vielerlei Hinsicht Reformbedarf. Dem trägt der Gesetzgeber durch das im Juni 2021 verabschiedete Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG) Rechnung. Das Personengesellschaftsmodernisierungsgesetz tritt dabei am 01.01.2024 in Kraft. Damit einher gehen nicht unwesentliche Änderungen für unterschiedliche Gesellschaftsformen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              II.	Wesentliche Neuerungen im Überblick
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bisher wurde die Rechtsfähigkeit der Gesellschaft bürgerlichen Rechts („GbR“) insbesondere durch die wegweisende und unter Juristen wohl bekannte Entscheidung „ARGE Weiße Ross“ des Bundesgerichtshofs vom 29. Januar 2001 anerkannt, wobei die Rechtsfähigkeit einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts bis dahin in der Literatur kontrovers diskutiert worden war. Eine gesetzliche Verankerung der Entscheidung des Bundesgerichtshofs gab es gleichwohl nicht, die Grundlage der durch den Bundesgerichtshof anerkannten Rechtsfähigkeit der (Außen-)GbR ergab sich gewissermaßen aus der Entscheidung des Bundesgerichtshofs. Mit dem MoPeG ändert sich dieser Umstand nun, sodass die Rechtsfähigkeit der (Außen-)GbR in der Neufassung des § 705 BGB gesetzlich festgelegt wird. Voraussetzung der Rechtsfähigkeit ist, dass die GbR nachweist, dass sie tatsächlich am Rechtsverkehr teilnimmt. Die Gesellschafter einer GbR können dabei ihren Gesellschaftsvertrag grundsätzlich frei gestalten, solange die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Gesellschaftsrechts eingehalten werden. Dabei kann die GbR nach § 706 BGB auch einen Verwaltungssitz abweichenden Vertragssitz als Sitz der Gesellschaft bestimmen. Dadurch kann beispielsweise ermöglicht werden, dass die GbR sowohl im Inland als auch im Ausland gesellschaftlich tätig sein kann. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Durch die Modernisierung des Personengesellschaftsrechts wird zukünftig zudem ein neues Eintragungsregister geschaffen. Dieses soll, nicht unähnlich dem Transparenzregister, der Integrität und Schaffung von Transparenz im Personengesellschaftsrecht dienen. In dem Register sollen künftig u.a. die einzelnen Gesellschafter, der Name der GbR sowie der Sitz der Gesellschaft eingetragen werden, wobei vom Standpunkt des geltenden Rechts aus keine grundsätzliche Eintragungspflicht bestehen soll. Sofern die GbR jedoch Aktien, GmbH-Geschäftsanteile, Grundbesitz oder andere in öffentlichen Registern eingetragene Rechte erwerben will, ist die Eintragung verpflichtende Voraussetzung für den Rechtserwerb.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bezüglich der Haftung der GbR-Gesellschafter gilt qua Reform des Personengesellschaftsrechts durch das MoPeG eine gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschafter, welche zuvor bereits Gegenstand der Rechtsprechung gewesen ist und nunmehr gesetzgeberisch kodifiziert wurde.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die GbR-Gesellschafter haften danach bei Vorliegen der Voraussetzungen gesamtschuldnerisch für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft in der Weise, dass jeder die ganze Leistung zu bewirken verpflichtet ist, der Gläubiger die Leistung aber nur einmal fordern kann (Gesamtschuldner). Durch die Novellierung des Personengesellschaftsrechts werden zudem gesetzliche Regelungen geschaffen, die es freien Berufen ermöglichen, eine Personenhandelsgesellschaft zu gründen, soweit das jeweilige Berufsrecht die Gründung einer solchen ausdrücklich zulässt. Dadurch werden freiberuflich Tätige in die Lage versetzt, sich als Personenhandelsgesellschaften zu organisieren und auch die damit einhergehenden Haftungsbeschränkungen in Anspruch zu nehmen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             III.	Unser Tipp
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aufgrund der zahlreichen Änderungen und Neuregelungen durch das MoPeG, welche hier nicht alle wiedergegeben werden können, sind zukünftig weitere gesetzliche Vorgaben, aber auch eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten für Personengesellschaften zu beachten. Daher sollten Personengesellschaften im Zuge der Reform des Personengesellschaftsrechts ihre Gesellschaftsverträge daraufhin überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Gerade im Zuge der Reform durch das MoPeG beschlossene Gesetzesänderungen legen den Gesellschaftern einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts einige zu berücksichtigende Regelungen auf, welche es zu kennen gilt. Da das Gesetz zum 01.01.2024 in Kraft tritt, sollten erforderliche Anpassungen zeitnah erfolgen, um so den Vorgaben des Gesetzes entsprechen zu können. Hierbei sind wir Ihnen gerne behilflich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 31 Mar 2023 09:39:25 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Umsatzsteuer bei Influencern – wenn Social Media mehr als nur ein Hobby ist (Teil II)</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Umsatzsteuer bei Influencern – wenn Social Media mehr als nur ein Hobby ist (Teil II)
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
             I. Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In dem ersten Beitrag (zu Teil I
            &#xD;
        &lt;a href="https://www.pelkapartner.de/influencer" target="_blank"&gt;&#xD;
          
             hier
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
        
            ) dieser Reihe haben wir bereits auf die einkommen- und gewerbesteuerlichen Problemfelder der Tätigkeit eines Influencers aufmerksam gemacht. Leider beschränken sich die steuerlichen Pflichten nicht nur auf diese beiden Steuerarten. Spätestens wenn der Influencer damit beginnt, vertragliche Beziehungen mit Werbepartnern einzugehen und hierdurch für seine Tätigkeit entlohnt zu werden, rücken daneben auch umsatzsteuerrechtliche Fragestellungen in den Fokus. Diese beginnen bereits bei der Überlegung, ob überhaupt eine Umsatzsteuerpflicht besteht, da die Voraussetzungen im Vergleich zu einer Einkommensteuerpflicht deutlich schwieriger zu beurteilen sind. Sie münden in der Frage, welche Konsequenzen diese Pflicht anschließend mit sich bringt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Wann beginnt die Umsatzsteuerpflicht?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Zur Auslösung einer Umsatzsteuerpflicht ist zunächst notwendig, dass der Influencer als Unternehmer im umsatzsteuerlichen Sinne tätig wird. Das Gesetz definiert den Unternehmer als eine Person, die eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbst ausübt. Nicht notwendig ist daher, dass der Influencer auch die Absicht hat, Gewinne zu erzielen. Gerade bei der Nutzung der sozialen Medien sind die Privat- und die Erwerbssphäre eng miteinander verknüpft. Die Bestimmung, zu welchem Zeitpunkt das Unternehmen beginnt, gestaltet sich daher häufig schwierig und wird deshalb oftmals nur anhand des Einzelfalls entschieden werden können. Die Anmeldung auf einer sozialen Plattform genügt hierfür jedenfalls noch nicht. Ein erstes und wichtiges Anzeichen für die Unternehmereigenschaft liegt hingegen vor, wenn der Influencer beginnt, für seine Tätigkeit auf der Plattform bezahlt zu werden, unabhängig davon, ob die Zahlungen vom Plattformanbieter selbst oder von einem Dritten (z.B. Werbepartner) erbracht werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Welche Umsätze unterliegen der Umsatzsteuer?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist die Unternehmereigenschaft einmal begründet, unterliegen der Umsatzbesteuerung alle Leistungen, die der Influencer im Rahmen seines Unternehmens erbringt. Bezüglich der Leistungen differenziert das Umsatzsteuergesetz zwischen den Lieferungen und den sonstigen Leistungen. Die Lieferung bezeichnet sich dabei dadurch aus, dass der Unternehmer dem Leistungsempfänger einen Gegenstand – üblicherweise im Rahmen eines Kaufvertrags – verschafft. Alle anderen Leistungen, die keine Lieferung darstellen, sind sonstige Leistungen. Die Abgrenzung spielt insbesondere für die Beantwortung der Frage eine Rolle, gegenüber welchem Staat die Umsatzsteuerpflicht begründet wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In erster Linie besteht die Tätigkeit des Influencers in der Werbetätigkeit. Wirbt der Influencer, so erbringt er hiermit sonstige Leistungen an das beworbene Unternehmen. Bei sonstigen Leistungen, die an einen im Ausland ansässigen Kunden erbracht werden – so z.B. bei Werbeleistungen auf einer Plattform wie Youtube oder TikTok – befindet sich der Ort der Leistung grundsätzlich in dem Land, in dem sich der Sitz des Kunden befindet. In diesem Land entsteht auch die Umsatzsteuerpflicht. Liegt der Sitz im europäischen Ausland, gelangt oftmals das sogenannte
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            reverse-charge
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           -Verfahren zur Anwendung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dies führt zu einer Umkehrung der Steuerschuldnerschaft, mit der Folge, dass nicht der Influencer, sondern der Leistungsempfänger – hier also das beworbene Unternehmen – die Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen hat. Das bedeutet auch, dass der Influencer die Umsatzsteuer vom Leistungsempfänger nicht fordern darf. Auf den Rechnungen des Influencers muss in diesen Fällen aber ein Hinweis aufgenommen werden, dass es zur Umkehr der Steuerschuldnerschaft nach dem
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            reverse-charge
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           -Verfahren kommt.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Wie berechnet sich die Höhe der Umsatzsteuer?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Höhe der zu entrichtenden Umsatzsteuer bemisst sich nach dem Entgelt. Das Entgelt umfasst dabei alles, was der Unternehmer für die erbrachten Leistungen erhält. Das wird in erster Linie eine Bezahlung in Geld sein. Aber auch Sachzuwendungen können umsatzsteuerlich zu berücksichtigendes Entgelt darstellen. Besteht das Entgelt in einer Sachzuwendung, wird von einem Tausch oder einem tauschähnlichen Umsatz gesprochen. Zu den Sachzuwendungen können unter anderem Hotelübernachtungen, Waren oder Eintrittskarten für Veranstaltungen zählen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beiträge, die der Leistungsempfänger freiwillig an den Unternehmer zahlt und deren Höhe er selbst bestimmt, gehören hingegen grundsätzlich nicht zum Entgelt. Hierzu zählen beispielsweise Spenden und Trinkgelder. Ob hierzu auch sogenannte „Donations“ zählen, ist noch nicht abschließend geklärt. Unter Donations sind Zahlungen im Rahmen von Live-Streams zu verstehen, die dem Influencer (Streamer) von seinen Zuschauern direkt zugewendet werden, ohne dass dieser hierfür eine gesonderte Leistung erbringt. Aufgrund der Vergleichbarkeit mit Trinkgeldern und Spenden spricht daher Einiges dafür, Donations nicht als Teil des Entgelts anzusehen. Zu einem anderen Ergebnis geplante zuletzt jedoch das FG Düsseldorf (1 K 2812/19 U). Das Gericht ging davon aus, dass auch Donations ein Entgelt für die Leistung des Streamers darstellen. Die zukünftige Entwicklung bleibt daher abzuwarten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V. Welche Folgen bringt die Umsatzsteuerpflicht mit sich?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Umsatzsteuerpflicht begründet die Verpflichtung zur Abgabe von Voranmeldungen und Umsatzsteuerjahreserklärungen. Die Voranmeldungen sind monatlich oder vierteljährlich an das Finanzamt zu übermitteln. Im Rahmen dessen hat der Unternehmer die von ihm abzuführende Umsatzsteuer selbst zu berechnen und unaufgefordert an das Finanzamt abzuführen. Außerdem sind Rechnung an den jeweiligen Leistungsempfänger auszustellen, die bestimmten Anforderungen entsprechen müssen. Unter anderem ist darauf zu achten, dass die Umsatzsteuer in der Rechnung separat ausgewiesen werden muss. Dies ist außerdem eine notwendige Voraussetzung für die Berechtigung zum Vorsteuerabzug.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Vorsteuerabzug bezeichnet die Möglichkeit des Unternehmers, sich die Umsatzsteuer, die er beim Erwerb verschiedener Eingangsleistungen selbst gezahlt hat (Vorsteuer), vom Finanzamt rückerstatten zu lassen. Dies geschieht in der Regel in der Form, dass die Vorsteuererstattung mit der vom Unternehmer an das Finanzamt zu entrichtenden Umsatzsteuer verrechnet wird. Übersteigt die Vorsteuer die abzuführende Umsatzsteuer, erhält der Unternehmer deshalb eine Erstattung. Voraussetzung des Vorsteuerabzugs ist insbesondere, dass die Vorsteuer für Eingangsleistungen anfällt, die der Förderung des Unternehmers dienen. Der Nachweis hierüber kann gerade bei solchen Eingangsleistungen schwierig sein, die dem Influencer zwangsweise auch privat zugutekommen. Ein Beispiel hierfür stellt die Reise an einen Urlaubsort zum Dreh eines neuen Videos dar, denn der Urlaub kommt dem Influencer immer zugleich auch persönlich zugute.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            VI. Kleinunternehmerregelung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Betragen die getätigten Umsätze zuzüglich der darauf anfallenden Umsatzsteuer für das vergangene Jahr nicht mehr als 22.000 Euro und im laufenden Jahr nicht mehr als 50.000 Euro, greift für den Influencer die umsatzsteuerliche Kleinunternehmerregelung. In diesem Fall muss auf die ausgeführten Umsätze keine Umsatzsteuer erhoben werden. Außerdem wird das Stellen von Rechnungen einfacher und die Umsatzsteuer darf darin nicht ausgewiesen werden. Auf die Kleinunternehmerregelung kann jedoch freiwillig verzichtet werden. Die Anwendung der Kleinunternehmerregelung hat nämlich immer zugleich die negative Folge, dass dem Influencer die Möglichkeit des Vorsteuerabzugs verwehrt bleibt. Der Verzicht lohnt sich für den Influencer insbesondere in den Fällen, in denen ihm im Zusammenhang mit seiner betrieblichen Tätigkeit hohe Ausgaben entstehen, aus denen er Vorsteuer in Abzug bringen kann. Der Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung kann zudem auch rückwirkend erfolgen. Der Verzicht bindet für fünf Jahre.
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            VII. Fazit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Die Umsatzbesteuerung von Influencern weist an vielen Stellen Probleme auf. Da in diesem
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Zusammenhang bisher so gut wie keine Rechtsprechung existiert, kann sich deren Lösung oftmals als schwierig erweisen. Gerade in Bezug auf die Ausstel
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            
              lung von Rechnungen und die Fragen zum Vorsteuerabzug kann es sich lohnen, sich frühzeitig mit den umsatzsteuerlichen Thematiken auseinanderzusetzen. Da die Tätigkeit der Influencer immer mehr in den Fokus der Finanzbehörden rückt, ist davon auszugehen, dass in naher Zukunft weitere Entscheidungen auf das Urteil des FG Düsseldorf folgen werden. Die steuerrechtliche Beurteilung der Tätigkeit wird daher wohl oder übel einem Wandel unterzogen werden.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 17 Mar 2023 07:58:40 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: BAG entscheidet im Sonderkündigungsschutz zugunsten von schwangeren Arbeitnehmerinnen</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Rechtsprechung: BAG entscheidet im Sonderkündigungsschutz zugunsten von schwangeren Arbeitnehmerinnen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in seinem aktuellen Urteil vom 24.11.2022 (2 AZR 11/22) entschieden, dass die Anwendung des Kündigungsschutzes nach § 17 I 1 Nr. 1 MuSchG nicht lediglich 266 Tage vor dem voraussichtlichen Entbindungstermin beginnt. Dies hatte zuletzt das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg unter Berücksichtigung von Wahrscheinlichkeitserwägungen angenommen und darauf verwiesen, dass bei einem typischen Schwangerschaftsverlauf die Schwangerschaft regelmäßig nicht mit dem ersten Tag des Zyklus beginne. Die Frage der Rückrechnungsmethode kann für Schwangere im Kündigungsschutzprozess von entscheidender Bedeutung sein, da § 17 I 1 Nr.1 MuSchG normiert, dass einer Frau im Zeitpunkt des Bestehens einer Schwangerschaft nicht gekündigt werden darf.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I. Sachverhalt und Hintergründe
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das BAG entschied vorliegend über den Fall einer Arbeitnehmerin, die gegen die ihr gegenüber ausgesprochene Kündigung unter Berufung eines Verstoßes gegen § 17 I 1 Nr. 1 MuSchG Kündigungsschutzklage erhoben hatte. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der beklagte Arbeitgeber kündigte das Arbeitsverhältnis fristgerecht mit Schreiben vom 06.11.2020, welches der Arbeitnehmerin am Folgetag zuging. Dagegen erhob die Arbeitnehmerin fristgerecht Kündigungsschutzklage mit der Begründung, im Zeitpunkt des Kündigungsausspruchs schwanger gewesen zu sein. Kenntnis von der Schwangerschaft erhielt sie selbst aber erst am 26.11.2020. Unter dem Gesichtspunkt des Verstoßes gegen § 17 I 1 Nr. 1 MuSchG hielt sie die Kündigung für unwirksam.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für die Frage, ob die Kündigung gegen den Sonderkündigungsschutz nach dem Mutterschutzgesetz verstieß, kommt es entscheidend auf das Bestehen der Schwangerschaft zum Zeitpunkt des Kündigungsausspruchs an. Im Mutterschutzgesetzfehlt es allerdings an einer zeitlichen Angabe hinsichtlich eines Beginns der Anwendung der Kündigungsschutzvorschriften. In ständiger Rechtsprechung hat das BAG eine Rechenmethode aufgestellt, nach welcher ab dem ärztlich festgestellten voraussichtlichen Entbindungstermin bezüglich des Beginns des Kündigungsverbots 280 Tage zurückgerechnet werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das zuständige Arbeitsgericht und auch das LAG Baden-Württemberg verraten jedoch die Auffassung, dass diese Methode zu Ergebnissen führe, die mit typischen Schwangerschaftsverläufen nicht in Einklang zu bringen seien. Deshalb legten sie bei der Berechnung eine Rückrechnung von nur 266 Tagen zugrunde. Sie rechneten den Schwangerschaftsbeginn ab dem voraussichtlichen Entbindungstermin am 05.08.2021 auf den 12.11.2020 zurück und sahen die Kündigung damit als wirksam an. Bei einer Rückrechnung um 280 Tage fällt der Beginn der Schwangerschaft dagegen auf den 29.10.2020, womit die Schwangerschaft zum Zeitpunkt der Kündigung schon bestand und die Kündigung entsprechend unwirksam gewesen wäre.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das BAG hatte sich daher im Folgenden erneut mit der Richtigkeit der eigenen Rückrechnungsmethode auseinanderzusetzen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             II. Voraussetzungen des § 17 I 1 Nr. 1 MuSchG
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gemäß § 17 I 1 Nr. 1 MuSchG muss für die Geltung des Sonderkündigungsschutzes zum Zeitpunkt der Kündigung eine Schwangerschaft bestanden haben. Des Weiteren muss dem Arbeitgeber die Schwangerschaft innerhalb von zwei Wochen ab Kenntnis mitgeteilt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im gegebenen Fall unterrichtete die Klägerin nach Kenntniserlangung am 26.11.2020 ihren Arbeitgeber unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Fraglich bleibt dennoch, ob zum Zeitpunkt des Zugangs der Kündigungserklärung am 07.11.2020 bereits eine Schwangerschaft bestand oder eben (noch) nicht. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             III. Berechnungsmethode des LAG Baden-Württemberg: Rückrechnung um 266 Tage
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Nach Ansicht des LAG Baden-Württemberg könne die Rückrechnung der Schwangerschaft lediglich über einen Anscheinsbeweis hergeleitet werden, solange sich dieser im Rahmen von typischen Schwangerschaftsabläufen befinde. Maßgeblich für den Kündigungsschutz könne nur sein, wann die Befruchtung tatsächlich stattgefunden habe. Die Befruchtung der Eizelle erfolge durchschnittlich aber erst am 12. oder 13. Zyklustag, weshalb nur eine Rückrechnung vom voraussichtlichen Entbindungstag um 266 Tage stattfinden könne. Ein Anscheinsbeweis könne nur für Regelverläufe greifen. Dass eine Schwangerschaft schon früher vorgelegen habe, sei extrem unwahrscheinlich, beziehungsweise praktisch ausgeschlossen. Deshalb habe eine Rückrechnung von 280 Tagen zur Folge, dass einer zunächst wirksamen Kündigung durch den zeitlich später liegenden tatsächlichen Schwangerschaftsbeginn nachträglich die Wirkung genommen würde.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             IV. Berechnungsmethode des BAG: Rückrechnung um 280 Tage
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach dem Rechenmodell des BAG sind vom ärztlich festgestellten voraussichtlichen Entbindungstermin 280 Tage zurückzurechnen. Dieser Zeitraum umfasse die mittlere Schwangerschaftsdauer, die bei einem durchschnittlichen Menstruationszyklus zehn Monate zu je 28 Tagen – gerechnet vom ersten Tag der letzten Regelblutung an – betrage. Er markiere die äußerste zeitliche Grenze, innerhalb derer bei normalem Zyklus eine Schwangerschaft vorliegen kann. Damit werden auch Tage in den Kündigungsschutz mit einbezogen, in denen das Vorliegen einer Schwangerschaft eher unwahrscheinlich ist, da eine Befruchtung der Eizelle erst nach dem Eisprung möglich ist, dieser aber durchschnittlich am 12. oder 13. Zyklustag angenommen wird. Da es sich dennoch um eine Wahrscheinlichkeitsrechnung handele, müssten zum Schutz der Arbeitnehmerinnen alle Wahrscheinlichkeiten zugunsten der Arbeitnehmerinnen in den Schutzzeitraum einbezogen werden. Dies folge schon aus dem verfassungsrechtlich gebotenen Schutzauftrag.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             V. Mutterschutz unter EU-Gesichtspunkten
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der nationale gesetzliche Mutterschutz ist zudem stark europarechtlich geprägt. Nach der Rechtsprechung des Gerichtshof der europäischen Union solle das in Art. 10 Nr. 1 Mutterschutzrichtlinie vorgesehene Kündigungsverbot verhindern, dass sich eine Kündigung aus Gründen, die mit der Schwangerschaft einer Arbeitnehmerin in Verbindung steht, schädlich auf ihre physische und psychische Verfassung auswirkt. Aus diesem Grund sei es offensichtlich, dass vom frühestmöglichen Zeitpunkt des Vorliegens einer Schwangerschaft auszugehen ist, um die Sicherheit und den Schutz von schwangeren Arbeitnehmerinnen zu gewährleisten. Auch in früheren Urteilen im Zusammenhang mit den gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften über die Gleichheit von Männern und Frauen bezüglich der Rechte von schwangeren Frauen wurde bereits betont, dass mit den Vorschriften das Ziel verfolgt werde, Arbeitnehmerinnen vor und nach der Entbindung zu schützen. Aus Art. 2 a der Richtlinie 92/85 EWG des Rates vom 19.10.1992 ergibt sich zudem, dass eine ausdrückliche Definition des Begriffes "Schwangerschaft" fehlt. Diese Auslegung bleibt somit den Mitgliedsstaaten überlassen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             VI. Aufrechterhaltung der ständigen Rechtsprechung des BAG
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Aufrechterhaltung der bisherigen Rechtsprechung des BAG folgt aus mehreren Gesichtspunkten. Zum einen hat der Gesetzgeber bei der Neufassung des Mutterschutzgesetzes im Jahr 2017 von einer Regelung über einen konkreten Beginn des Kündigungsverbots abgesehen, eine explizite Berechnungsmethode wurde nicht normiert. Auch im Unionsrecht ist der Zeitpunkt für den Beginn des Kündigungsverbots nicht näher definiert, da es schon an einer genauen begrifflichen Terminologie für das Wort "Schwangerschaft" mangelt. Der Kündigungsschutz stützt sich allerdings auf eine Auslegung des Begriffes, welche im Ergebnis den Mitgliedstaaten selbst obliegt. Zudem steht bei der Anwendung des Kündigungsschutzes der Schutz der werdenden Mutter und auch des Kindes im Vordergrund, weshalb die Berechnungsmethode, vor allem da es sich bei dieser um eine Wahrscheinlichkeitsrechnung handelt, zu ihren Gunsten angewendet werden muss. Für das Vorliegen der Schwangerschaft trifft zunächst die Arbeitnehmerin die Darlegungs- und Beweislast, sodass die Interessen des Arbeitgebers angemessen berücksichtigt werden. Aus diesen Gründen scheint es aus Sicht des BAG daher insgesamt gerechtfertigt, die Rückrechnung auf einen Zeitraum von 280 Tagen zu erstrecken.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             VII. Fazit
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Für das BAG überwiegt damit der Schutz der Schwangeren deutlich gegenüber der Rechtssicherheit der arbeitgeberseitigen Kündigung. Dies schafft für Arbeitgeber eine nicht zu vernachlässigende Unsicherheit im Kündigungsverfahren, die insbesondere vor dem naturwissenschaftlich und wahrscheinlichkeitstheoretisch nachvollziehbaren Ansatz des LAG vermeidbar gewesen wäre. In Anbetracht der schwerwiegenden Folgen der Berechnungsmethode des LAG für eine atypische Schwangerschaft, die sodann nicht unter den Sonderkündigungsschutz fiele, dürfte dies im Ergebnis allerdings vorzugswürdig sein.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir danken unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Paula Nöhlen für die tatkräftige Unterstützung zu diesem Beitrag.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 06 Mar 2023 13:12:26 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-bag-entscheidet-im-sonderkuendigungsschutz-zugunsten-von-schwangeren-arbeitnehmerinnen</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Berücksichtigung der gestiegenen Energiekosten im Besteuerungsverfahren</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/beruecksichtigung-der-gestiegenen-energiekosten-im-besteuerungsverfahren</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Berücksichtigung der gestiegenen Energiekosten im Besteuerungsverfahren
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I. Einleitung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die gestiegenen Energiekosten belasten die Bevölkerung und Unternehmen in Deutschland gleichermaßen schwerwiegend. Das Bundesministerium der Finanzen hat daher – nach Erörterung mit den obersten Finanzbehörden der Länder – am 05. Oktober 2022 ein Schreiben erlassen, wonach die Finanzämter die besondere Situation bei nicht unerheblich negativ wirtschaftlich betroffenen Steuerpflichtigen angemessen berücksichtigen sollen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             II. Mögliche Billigkeitsmaßnahmen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Um die Situation von Steuerpflichtigen als Folge der gestiegenen Energiekosten zu berücksichtigen, stehen den Finanzämtern im Rahmen der allgemeinen rechtlichen Vorgaben folgende Billigkeitsmaßnahmen zur Verfügung:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             - Herabsetzung von Vorauszahlungen zur Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Steuerstundung,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Vollstreckungsaufschub,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Verzicht auf die Erhebung von Stundungszinsen in Einzelfällen und
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	weiterhin verlängerte Abgabefristen von Steuererklärungen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Über Anträge auf die Herabsetzung von Vorauszahlungen sowie auf Billigkeitsmaßnahmen, wie z.B. Steuerstundung oder Vollstreckungsaufschub, soll zeitnah entschieden werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Darüber hinaus sind nach Maßgabe des BMF-Schreibens keine strengen Anforderungen bei der Nachprüfung der Voraussetzungen zu stellen, wenn die Anträge bis zum 31. März 2023 beim Finanzamt eingehen. Darüber hinaus können Vorauszahlungen rückwirkend auch für das Jahr 2022 im Rahmen des Ermessensspielraums herabgesetzt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Soweit der Steuerpflichtige seinen steuerlichen Pflichten, insbesondere seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Finanzamt bisher pünktlich nachgekommen ist und ihm in der Vergangenheit nicht wiederholt Stundungen und/oder Vollstreckungsaufschübe gewährt wurden, kann im Einzelfall aus Billigkeitsgründen auf die Erhebung von Stundungszinsen verzichtet werden. Hat der Steuerpflichtige in der Vergangenheit vorgenannte Billigkeitsmaßnahmen aufgrund der Corona-Krise in Anspruch genommen, bleiben diese unberücksichtigt. Soweit die Corona bedingte Billigkeitsmaßnahme nicht für einen Zeitraum von mehr als drei Monaten gewährt wird, kommt ein Verzicht auf Stundungszinsen regelmäßig in Betracht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die verlängerten Abgabefristen für Steuererklärungen der Veranlagungszeiträume 2020 bis 2024 gem. BMF-Schreiben v. 23.06.2022 gelten weiterhin:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/2023-02-10+13_22_01-Steuertipp+02_2023+Hahn+Anm.+FR+-+Word.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Unser Tipp
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die o.a. Billigkeitsmaßnahmen stellen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein probates Mittel dar, um die Krisensituation zu mildern. Sind Sie oder Ihr Unternehmen aufgrund der gestiegenen Energiepreise in einer wirtschaftlich schwierigen Lage, sprechen Sie uns an. Gerne prüfen wir inwieweit die Maßnahmen gemäß des BMF-Schreibens für Sie anwendbar und sinnvoll sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 13 Feb 2023 12:27:38 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Anspruch auf Privatladestation im Mehrfamilienhaus</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/anspruch-auf-privatladestation-im-mehrfamilienhaus</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Anspruch auf Privatladestation im Mehrfamilienhaus
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Sachverhalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Rechts-Tipp vom Januar 2022 hatten wir über eine Entscheidung des Amtsgerichts München vom 01.09.2021 berichtet, das die Klage eines Mieters gegen den Vermieter auf Zustimmung zur Installation einer Ladestation (sog. Wallbox) abgewiesen hatte. Der Mieter einer Wohnung in einer aus zwei Einheiten bestehenden Wohnanlage mit rund 200 Wohnungen und knapp 200 Tiefgaragenstellplätzen beabsichtigte die Anschaffung eines plug-in Hybridfahrzeugs und wollte auf eigene Kosten an seinem Tiefgaragenstellplatz eine über seinen zur Wohnung gehörenden Stromzähler anzuschließende Wallbox installieren lassen, um sein Fahrzeug zukünftig dort aufladen zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Vermieter verweigerte diese Zustimmung mit der Begründung, dass pro Hausanschluss jeweils maximal 10 Wallboxen, insgesamt also 20 Wallboxen, versorgt werden könnten und bei einer höheren Anzahl von Wallboxen eine Überlastung der Hausanschlüsse drohe. Aus Gründen der Gleichbehandlung könne einem einzelnen Mieter daher nicht die Zustimmung zur Installation einer Wallbox mit Anschluss an seinen zur Wohnung gehörenden Stromzähler erteilt werden. Der Vermieter verwies den Mieter deshalb an den städtischen Versorger, der durch technische Maßnahmen, wie Installation eines Transformators, Verlegung von Brückenkabeln und Zuleitungen sowie Anbringung neuer Stromzähler, die Versorgung einer höheren Anzahl von Wallboxen mit Strom ohne Überlastung der Hausanschlüsse gewährleisten würde. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Mieter hat den Vermieter auf Zustimmung zur Installation der Wallbox durch die von ihm ausgewählte Fachfirma verklagt. Das Amtsgericht München hat diese Klage mit Urteil vom 01.09.2021 – Aktenzeichen: 416 C 6002/21 – abgewiesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf die Berufung des Mieters hat das Landgericht München I durch Endurteil vom 23.06.2022 – Aktenzeichen: 31 S 12015/21 – das Urteil des Amtsgerichts München abgeändert und den Vermieter verurteilt, dem Mieter die Installation über seinen zur Wohnung gehörenden Stromzähler anzuschließenden Wallbox zu erlauben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II. Rechtslage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 554 Abs. 1 Satz 1 BGB in der seit dem 01.12.2020 geltenden Fassung kann ein Mieter verlangen, dass ihm der Vermieter bauliche Veränderungen der Mietsache erlaubt, die dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderungen, dem Laden elektrisch betriebener Fahrzeuge oder dem Einbruchschutz dienen. Dem Mieter steht dabei im Rahmen der allgemeinen Vertragsfreiheit grundsätzlich frei, welche Firma er mit der Vornahme der baulichen Veränderungen beauftragt, was insofern auch sachgerecht ist, als der Mieter die Kosten für die baulichen Veränderungen selbst zu tragen hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 554 Abs. 1 Satz 2 BGB besteht der Anspruch des Mieters jedoch dann nicht, wenn die baulichen Veränderungen dem Vermieter auch unter Würdigung der Interessen des Mieters nicht zugemutet werden können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Entscheidung des Landgerichts München I
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Landgericht München I führt zur Begründung seiner Entscheidung aus, die Regelung des § 554 Abs. 1 BGB diene vorwiegend dem Interesse des Mieters und dessen Anspruch auf Vornahme baulicher Veränderungen der Mietsache bestehe nach dem Wortlaut des Gesetzes – als Ausnahme von der Regel – nur dann nicht, „wenn die bauliche Veränderung dem Vermieter auch unter Würdigung der Interessen des Mieters nicht zugemutet werden kann“. Nur bei Vorliegen dieser Unzumutbarkeit für den Vermieter hat das „Interesse des Mieters zurückzustehen, welches sonst Vorrang hat“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            1. Nach dem angefochtenen Urteil des Amtsgerichts München war es unstreitig, dass bei Klageerhebung lediglich 3 Wallboxen vorhanden waren. Dem entsprechend weist das Landgericht München I zunächst darauf hin, dass die von dem Kläger begehrte Wallbox aus technischer Sicht machbar ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            2. Die Installation einer weiteren Wallbox durch den Mieter ist nach Auffassung des Landgerichts München I für den Vermieter auch nicht unzumutbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            a)	Dass möglicherweise noch andere Mieter künftig eine Wallbox installieren möchten und die hierfür erforderlichen technischen Voraussetzungen dann gegebenenfalls nur durch den städtischen Versorger geschaffen werden können, ändert nichts daran, dass jedenfalls die von dem Kläger gewünschte Wallbox ohne Weiteres eingerichtet werden kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            b)	Der vom Amtsgericht München als maßgeblich angesehene Gesichtspunkt der Gleichbehandlung aller Mieter ist nach Auffassung des Landgerichts München I im vorliegenden Rechtsstreit nicht einschlägig. Auch wenn es dem Vermieter grundsätzlich nicht verwehrt ist, eine Gleichbehandlung mehrerer Mieter anzustreben, stelle sich diese Frage vorliegend erst und nur dann, wenn später auch noch andere Mieter die Installation von Wallboxen wünschen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3. Es ist nach Ansicht des Landgerichts München I auch nicht als willkürlich anzusehen, wenn der Vermieter nach dem Prioritätsprinzip vorgeht und nachfolgenden Mietern die Installation von Wallboxen möglicherweise nur gewährt werden kann, wenn diese durch den städtischen Versorger eingerichtet werden. Dem Prioritätsprinzip steht auch nicht die Gesetzesintention des § 554 Abs. 1 BGB entgegen, möglichst vielen Mietern die Nutzung von Elektrofahrzeugen zu ermöglichen. Durch die Installation der Wallbox des Klägers wird nämlich nicht ausgeschlossen, dass zu einem späteren Zeitpunkt die für die Installation weiterer Wallboxen erforderlichen Voraussetzungen durch den städtischen Versorger geschaffen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Bedeutung der Entscheidung des Landgerichts München
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es besteht ein generelles öffentliches Interesse an der Förderung der Elektromobilität durch zeitgemäße Ausstattung von Stellplätzen mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Der politisch gewünschten Nachhaltigkeit von Klima- und Umweltschutz durch die Normierung eines entsprechenden Anspruchs des Mieters gegen den Vermieter hat der Gesetzgeber mit der seit dem 01.12.2020 geltenden Neufassung des § 554 BGB Rechnung getragen.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Anspruch des Mieters aus § 554 Abs. 1 BGB auf Installation einer Wallbox für sein Elektrofahrzeug kann jedoch nicht verbunden werden mit der Bedingung der Auswahl des Vertragspartners (vorliegend: des städtischen Versorgers) durch den Vermieter. Diese Einschränkung mag zwar im Hinblick auf sachliche Gründe (Problematik der ganzheitlichen Stromversorgung ohne Überlastung der Hausanschlüsse und Gleichbehandlung aller an der Installation von Wallboxen interessierten Mieter) nachvollziehbar erscheinen. Solange die Hausanschlüsse durch die Installation einer Wallbox nicht überlastet werden, muss der Vermieter dem Mieter die hierfür erforderlichen baulichen Veränderungen gestatten; der Vermieter kann den Anspruch des Mieters aus § 554 Abs. 1 BGB nicht aufgrund einer unbestimmten künftigen Entwicklung der Nachfrage weiterer Mieter nach der Installation von Wallboxen, deren Eintritt überhaupt noch nicht sicher ist, einschränken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dem Urteil des Landgerichts München I gilt für die mieterseitige Installation von Wallboxen also das Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“, jedenfalls solange diese Installationen noch nicht zu einer Überlastung der Hausanschlüsse führen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn Sie als Vermieter Ansprüchen von Mietern aus § 554 Abs. 1 Satz 1 BGB auf Erlaubnis baulicher Veränderungen der Mietsache ausgesetzt sind, die dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderungen, dem Laden elektrisch betriebener Fahrzeuge oder dem Einbruchschutz dienen, dann beraten wir Sie gerne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 07 Feb 2023 10:49:02 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/anspruch-auf-privatladestation-im-mehrfamilienhaus</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Pelka begleitet Kindertagesstätte erfolgreich bei Betriebsprüfung und wendet Haftungsinanspruchnahme ab</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-begleitet-kindertagesstaette-erfolgreich-bei-betriebspruefung-und-wendet-haftungsinanspruchnahme-ab</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Pelka begleitet Kindertagesstätte erfolgreich bei Betriebsprüfung und wendet Haftungsinanspruchnahme ab
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Körperschaften, die sich gemeinnützigen Zwecken widmen, sind von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit. Diese Befreiung ist allerdings an die Einhaltung strenger, gesetzlicher Vorgaben geknüpft, die regelmäßig von den Finanzämtern im Rahmen von Betriebsprüfungen überwacht werden und Haftungsrisiken bspw. für gemeinnützige Vereine und deren Vorstände bergen.  
          &#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Pelka begleitete eine Kindertagesstätte erfolgreich durch eine Außenprüfung, welche die Voraussetzungen der Steuerbefreiung prüfte. Die Kindertagesstätte wurde von einem gemeinnützigen Verein betrieben, der sich der Förderung der Erziehung von Kindern widmet. Schwerpunkte der Betriebsprüfung waren der Erhalt der Freistellung von der Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie die Abwehr steuerlicher Haftungsansprüche. Am Ende der Betriebsprüfung konnte vom Finanzamt keine Haftung des Vereins und des Vorstands festgestellt werden. Die Freistellung für die betroffenen Jahre wurde erteilt.  
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das Mandat wurde durch Herrn
            &#xD;
        &lt;a href="/team/dr-fabian-riegler"&gt;&#xD;
          
             Dr. Fabian Riegler
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
        
            (Partner),
            &#xD;
        &lt;a href="/nils-pinzke"&gt;&#xD;
          
             Nils Pinzke
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
        
            und
            &#xD;
        &lt;a href="/team/tobias-kromm"&gt;&#xD;
          
             Tobias Kromm
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
        
            (beide Associates) betreut.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 31 Jan 2023 13:51:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/pelka-begleitet-kindertagesstaette-erfolgreich-bei-betriebspruefung-und-wendet-haftungsinanspruchnahme-ab</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Pelka vertritt Mandanten erfolgreich im außergerichtlichen Rechtsbehelfsverfahren bei Darlehensverzicht im Zusammenhang mit im Privatvermögen gehaltenen Anteilen nach § 17 EStG</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-vertritt-mandanten-erfolgreich-im-aussergerichtlichen-rechtsbehelfsverfahren-bei-darlehensverzicht-im-zusammenhang-mit-im-privatvermoegen-gehaltenen-anteilen-nach-17-estg</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Pelka vertritt Mandanten erfolgreich im außergerichtlichen Rechtsbehelfsverfahren bei Darlehensverzicht im Zusammenhang mit im Privatvermögen gehaltenen Anteilen nach § 17 EStG
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    
          In dem Verfahren ging es darum, den Darlehensverzicht eines Hauptaktionärs gegenüber der Aktiengesellschaft nach Einführung der Neuregelung des § 17 Abs. 2a EStG auf privater Ebene als sofort abzugsfähigen Verlust zu berücksichtigen. Durch die gesetzliche Neuregelung wurden die Möglichkeiten zur Geltendmachung eines Darlehensverzichts als sofort abzugsfähiger Verlust stark eingeschränkt. Zu erbringen war in dem Verfahren der Nachweis, dass das Darlehen bereits zum Zeitpunkt des Eintritts des Unternehmens in die Krise wertlos war und auch bis zum Zeitpunkt des Darlehensverzichts wertlos geblieben ist. Die Schwierigkeiten bestanden in der Bestimmung des Kriseneintrittszeitpunkt sowie im Nachweis der Wertlosigkeit des Darlehens zu diesem Zeitpunkt.
          &#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das Verfahren wurde durch Elisabeth Renneke (Partnerin) und Anika Brunk (Managerin) geführt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 25 Jan 2023 12:21:05 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Arbeiten im Ausland, weit entfernt vom gewöhnlichen Arbeitsplatz – Im Interview mit Rechtsanwalt Tobias Kromm</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/arbeiten-im-ausland-weit-entfernt-vom-gewoehnlichen-arbeitsplatz-im-interview-mit-rechtsanwalt-tobias-kromm</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Arbeiten im Ausland, weit entfernt vom gewöhnlichen Arbeitsplatz 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             – Im Interview mit Rechtsanwalt Tobias Kromm
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          Durch einen Auslandsaufenthalt kann der Arbeitsplatz über einen bestimmten Zeitraum geändert und neue Erfahrungen gesammelt werden. Doch wie lässt sich dieses Konzept gewinnbringend für Unternehmen und Arbeitnehmende vereinbaren? Rechtsanwalt Tobias Kromm, aus unserem Team Arbeitsrecht, befand sich im Oktober 2022 in Valencia bei EJASO ETL GLOBAL in einer Partnerkanzlei des internationalen Netzwerks ETL Global und lässt die Zeit dort Revue passieren.
          &#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            1) Gab es einen konkreten Ausgangspunkt, an dem für Dich feststand, Dein Büro in der Kanzlei in Köln eine Zeitlang gegen die spanische Herbstsonne zu tauschen?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das ist natürlich zunächst einmal ein sehr schönes Bild und selbstverständlich spielte auch die spanische Herbstsonne in Valencia eine gewisse Rolle für die Entscheidung, eine Zeitlang aus Spanien zu arbeiten. Allerdings hatte ich schon während der Schulzeit Interesse an der spanischen Sprache und Kultur. Diesem Interesse konnte ich in einem Erasmus-Semester an der Universidad de Salamanca noch weiter nachgehen. Als ich dann von den spanischen Partnerkanzleien aus dem ETL Global Netzwerk hörte, stand mein Plan ehrlicherweise schnell fest.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            2) Wie hat Pelka Dich in Deinem Vorhaben unterstützt? 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich konnte bei Pelka meinen Ideen schon immer ohne unnötige Hindernisse nachgehen. Deswegen hatte ich auch keine übermäßigen Berührungsängste, meine Ideen mit den entsprechenden Entscheidungsträgern zu besprechen und mein – bis dahin schon recht konkretes – Vorhaben zu erläutern. Ganz konkret konnte Piet Schröder als zuständiger Managing Partner des Bereichs Legal durch die Kontakte im ETL Global-Netzwerk schnell den richtigen Ansprechpartner in Valencia erreichen. Wir hatten innerhalb einer halben Stunde eine Zusage für meinen mehrwöchigen Aufenthalt in der Partnerkanzlei.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            3) Welche anderen Partnerkanzleien wären neben Valencia, Spanien, auch für Dich in Betracht gekommen und warum?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Grundsätzlich wollte ich mit meinem Aufenthalt zum einen die Kolleginnen und Kollegen der Partnerkanzleien persönlich kennenlernen, aber zum anderen eben auch etwas mehr Zeit in Spanien verbringen, als es in einem Urlaub möglich gewesen wäre. Ich hätte meinen Aufenthalt deshalb vermutlich auch in jeder anderen spanischen Stadt mit einer ETL-Kanzlei sinnvollerweise verbringen können. Allerdings war ich mit meiner ersten Wahl, Valencia, rückblickend sehr zufrieden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            4) Welcher Vorteil überwiegt Deiner Meinung nach bei diesem Arbeitskonzept und für wen eignet sich dieses?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zunächst ist dies natürlich von der Arbeitsweise und den Aufgaben der Person abhängig – nicht für jede Tätigkeit eignet sich das Arbeiten außerhalb der Arbeitsstätte. Allerdings bin ich in der privilegierten Situation, dass ich grundsätzlich (fast) alle Tätigkeiten auch remote und damit auch über Landesgrenzen hinweg erbringen kann. Für die anderen Aufgaben (wie akute Gerichtstermine) wurde ich von den Kolleginnen und Kollegen tatkräftig unterstützt und hatte auch hier keine Ausfälle zu befürchten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für mich ist der größte Vorteil darin zu sehen, den eigenen Alltag in einer vollkommen ungewohnten Umgebung erleben zu können. Die Besonderheiten von Sprache, Kultur und Lebensweise sind so erst richtig erfahrbar. Davon profitiert vor allen Dingen die Fähigkeit, in einer fremden Sprache zu kommunizieren. Meine Spanischkenntnisse und vor allem meine Sprechfähigkeit haben in diesem Monat eine größere Entwicklung gemacht, als in den zehn vorherigen Monaten mit einem App-basierten Spanischkurs. Das war ein tolles Gefühl und ein echter Erfolg für mich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            5) Hast Du Nachteile an dieser Arbeitsweise feststellen können? 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zum einen habe ich während meiner Zeit in Spanien normal gearbeitet, sprich ich hatte nicht weniger zu tun als sonst in Köln. Zum anderen wollte ich natürlich auch die Stadt Valencia, die ich bis dahin nur von Bildern kannte, möglichst intensiv kennenlernen und bloß nichts Sehenswertes verpassen. Das führte nicht unbedingt zu Entspannung, aber jedenfalls zu einer grandiosen Zeit. Einen Nachteil im Rahmen meiner Arbeit konnte ich weder während meines Auslandsaufenthalts noch danach feststellen. Die Kommunikation mit den Mandanten war auch zuvor nicht von der physischen Anwesenheit in einem Besprechungsraum geprägt – das war eine gern gesehene, aber doch sehr seltene, Ausnahme.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            6) Nimm uns doch einmal in einen typischen Arbeitstag in Spanien mit. Wie sah dieser aus? 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich hatte in Valencia eine Wohnung bewohnt, von der ich die Kanzlei von Ejaso im historischen Stadtkern Valencias innerhalb von ca. 20 Minuten mit der Metro erreichen konnte. Insofern bestand mein Tagesstart nach einem Kaffee, soweit keine Veränderung zur sonstigen Arbeitsweise, und dem Einstieg in die Metro. Die Kanzleiräumlichkeiten befinden sich in der Nähe des Placa del Ayuntamiento und liegen somit wunderbar zentral im Herzen Valencias. Meine Mittagspause verschob sich in Spanien allerdings. Meistens saß ich von 14 - 15 Uhr mit den Kolleginnen und Kollegen zusammen in einem der Konferenzräume oder wir gingen in einem Restaurant essen. Nach dem Feierabend ging es wahlweise in die historische Altstadt, in eines der umliegenden Lokale oder an den Stadtstrand Valencia, um den Tag gebührend zu beenden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
              7) 
             &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
          
             Hattest Du vor Ort oder vorab Kontakt zu anderen, die ebenfalls dieses Konzept ausprobiert haben? 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             In dem Büro in Valencia arbeiten einige Kolleginnen und Kollegen für das Büro von Ejaso in Madrid. Insofern kann man sagen: Ja. Andere Kollegen, die als deutsche Juristen und Steuerberater in Spanien arbeiten, habe ich allerdings erst später auf der ETL Global-Tagung in Lissabon kennengelernt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             8) Welche Vorteile hat Deiner Meinung nach Pelka als Kanzlei, wenn sich Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer für einen Auslandsaufenthalt entscheiden? 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Meiner Meinung nach profitiert das Unternehmen enorm davon, den Beschäftigten das Arbeiten aus dem Ausland nach Möglichkeit und je nach Tätigkeit anzubieten. Beschäftigte erbringen ihre Leistung nach meiner Wahrnehmung genauso wie in Deutschland. Eine arbeitnehmende Person wird bei klarer Kommunikationen der Erwartungshaltung nicht plötzlich im Ausland unzuverlässig arbeiten. Insofern entsteht kein Nachteil bei der Erbringung der Arbeitsleistung, wenn im Vorhinein die Abläufe entsprechend besprochen und organisiert sind.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der Beschäftigte kommt an den Standort des Unternehmens zudem mit neuen Eindrücken und Ideen zurück und kann dort möglicherweise im Ausland neu erlernte Herangehensweisen oder Problemlösungsstrategien anwenden. Zufriedene Beschäftigte sind auch immer gewillt, für das Unternehmen mehr zu leisten. Die Sprachkenntnisse der arbeitnehmenden Person und die neu gewonnenen Kontakte können ebenfalls gewinnbringend eingesetzt werden. Nicht zuletzt trägt ein Auslandsaufenthalt auch immer zur Persönlichkeitsentwicklung der Mitarbeiter bei und kann damit als essentieller Baustein der HR-Arbeit der Kanzlei sein. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 24 Jan 2023 15:36:09 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Einkommen- und Gewerbesteuer bei Influencern – wenn Social Media mehr als nur ein Hobby ist</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/influencer</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Einkommen- und Gewerbesteuer bei Influencern – wenn Social Media mehr als nur ein Hobby ist
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
               
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          
             I. Einleitung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Influencer sind in den letzten Jahren immer weiter in den Fokus der Finanzbehörden gerückt und werden zunehmend genauer geprüft. Da es sich bei dieser Berufsgruppe im Vergleich zu anderen Berufen um ein relativ neues Betätigungsfeld handelt, besteht jedoch in vielerlei Hinsicht Ungewissheit über die steuerrechtliche Bewertung der mit der Tätigkeit in Zusammenhang stehenden Sachverhalte, was zunehmend zu Konflikten führt. Eine vorherige Auseinandersetzung mit den steuerlichen Pflichten ist insbesondere deshalb empfehlenswert, weil ihre (auch unbewusste) Verletzung zu hohen Nach- und Zinszahlungen sowie zur Verwirklichung von Steuerstraftaten führen kann. Schon der erste verdiente Euro kann steuerrechtlich zur Eröffnung eines Gewerbebetriebs führen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             II. Einkommensteuer
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1. Überblick
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf die Erträge des Influencers fällt in erster Linie die Einkommensteuer an. Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Steuer ist das zu versteuernde Einkommen. Vereinfacht gesagt handelt es sich hierbei um den Betrag, um den die Einnahmen die Ausgaben übersteigen. Für die Einkommensteuer gilt zum aktuellen Zeitpunkt ein Freibetrag von 10.908 Euro. Die Steuerpflicht entsteht somit erst, wenn die Einnahmen diesen Freibetrag überschreiten, was zumindest dann schnell der Fall sein kann, wenn noch andere Einkünfte, etwa aus einem danebenstehenden Angestelltenverhältnis, existieren. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2. Art der Einkünfte
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Zuordnung der Einkünfte aus der Betätigung als Influencer kann unter Umständen schwierig sein. In erster Linie dürfte eine Abgrenzung zwischen den Einkünften aus Gewerbebetrieb und den Einkünften aus selbständiger Arbeit vorzunehmen sein. Unter Umständen kommt jedoch auch eine Zuordnung zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit oder den sonstigen Einkünften in Betracht. Die Kategorisierung der Einkünfte ist deshalb von entscheidender Bedeutung, weil das Gesetz an die unterschiedlichen Einkunftsarten verschiedene Rechtsfolgen knüpft. So führt zum Beispiel das Vorliegen von Einkünften aus Gewerbebetrieb oder Einkünften aus selbständiger Arbeit zwangsweise zur Verpflichtung der Abgabe einer Einkommensteuererklärung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der überwiegenden Anzahl der Fälle werden die Einkünfte des Influencers solche aus Gewerbebetrieb sein. Voraussetzung hierfür ist eine selbständig, nachhaltig und mit Gewinnerzielungsabsicht betriebene Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr. Der Gewinn aus dieser Betätigung ist durch den Steuerpflichtigen durch Bilanzierung oder unter Umständen durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung zu ermitteln. Einkünfte aus selbständiger Arbeit liegen dagegen vor allem bei künstlerischer, schriftstellerischer oder journalistischer Tätigkeit vor. Bei der Beantwortung der Frage danach, ab wann eine Tätigkeit als künstlerisch zu betiteln ist, kommt es in der Praxis häufig zu Schwierigkeiten, da ein allgemeingültiger Kunstbegriff nicht existiert. Nach der Auffassung des Bundesfinanzhofs setzt eine künstlerische Tätigkeit aber in jedem Fall eine eigenschöpferische Leistung voraus. Hieran fehlt es im Zusammenhang mit Werbeeinnahmen vor allem dann, wenn sich der Influencer an spezifische Angaben und Weisungen seines Auftraggebers zu halten hat und ihm infolgedessen kein oder nicht genügend Spielraum für eine eigenschöpferische Leistung bleibt. Gleiches gilt, wenn der Influencer seine bloße Bekanntheit zur Werbung für Produkte einsetzt, da die bloße Darstellung seiner eigenen Persönlichkeit nicht als eigenschöpferische Leistung anzusehen ist. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch besteht die Möglichkeit, dass der Influencer Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit oder sonstige Einkünfte erzielt. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit liegen regelmäßig bei den Einnahmen eines Angestellten vor. In der jüngeren Vergangenheit sind einige Unternehmen dazu übergegangen, Influencer fest anzustellen und für sich Werbung betreiben zu lassen. Für die Abgrenzung zu den Einkünften aus selbständiger Arbeit und den Einkünften aus Gewerbebetrieb kommt es dabei entscheidend auf den Umfang der Weisungsgebundenheit des Influencers an. Bei Bestehen eines Angestelltenverhältnisses ist der Arbeitgeber grundsätzlich zur Abführung der Lohnsteuer verpflichtet. Die Annahme unselbständiger Einkünfte dürfte jedoch auch in Zukunft eine seltene Ausnahme bleiben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3. Betriebseinnahmen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die möglichen Einnahmequellen eines Influencers sind zahlreich. Diese hängen vor allem davon ab, in welchem Bereich der Darstellung sich dieser bewegt und welche Medien er zu seiner Vermarktung nutzt. Dabei kommt es nicht allein auf Geldzuwendungen an, auch Sachzuwendungen können steuerpflichtiges Einkommen darstellen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine der größten Einnahmequellen im Zusammenhang mit Geldzuwendungen stellt die Bezahlung für Werbung dar, die der Influencer von einem beworbenen Unternehmen erhält. Darüber hinaus bieten einige Plattformen für ihre Nutzer die Möglichkeit, einen bestimmten Influencer durch die Zahlung eines einmaligen oder monatlich wiederkehrenden Betrags zu abonnieren und hieraus gewisse Vorteile zu erhalten. Einen Teil dieses Betrags behält dabei typischerweise der Plattformanbieter ein, der Rest wird an den Influencer ausgekehrt. Daneben besteht vor allem bei Streaming-Plattformen die Möglichkeit, dass dem Influencer von seinen Zuschauern Geld in Form von „Spenden“ zugewendet werden kann. Anders als es der Name vermuten lässt, handelt es sich auch bei dieser Art der Zahlung um einkommensteuerlich zu berücksichtigende Einnahmen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zu den Sachzuwendungen zählen alle Einnahmen, die nicht in Geld bestehen. Hierunter fallen insbesondere Gratisprodukte wie kostenlose Hotelübernachtungen und Werbegeschenke. Auch solche Zuwendungen wirken sich einnahmeerhöhend aus und sind deshalb gegenüber dem Finanzamt zu erklären. Ferner fallen auch solche Zuwendungen darunter, die dem Influencer von einem Unternehmen ohne eine Gegenleistungspflicht gewährt werden. Da sich die Unternehmen trotz der fehlenden Verpflichtung erhoffen, dass das Produkt beworben wird, handelt es sich um eine Betriebseinnahme, weil der Influencer das Produkt gerade in Ausübung seiner Tätigkeit erhält. Die Sachzuwendungen sind grundsätzlich mit dem gemeinen Wert – also dem Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr bei einer Veräußerung zu erzielen wäre – anzusetzen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            4. Betriebsausgaben
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zu den Betriebsausgaben zählen dem Grunde nach alle Aufwendungen, die dem Influencer für das Betreiben seiner Tätigkeit anfallen. Das können zum Beispiel Kosten für den Erwerb verschiedener technischer Hilfsmittel wie Smartphones, Kameras oder Ähnlichem sein, die für die Erstellung der Social-Media Beiträge verwendet werden. Unter Umständen können hierunter auch Utensilien oder Dekoartikel fallen, die der Influencer im Zusammenhang mit dem Beitrag beschafft. In diesen Fällen kann sich eine Dokumentation anbieten, die eine Aufschlüsselung der betrieblichen und privaten Nutzung dieser Gegenstände wiedergibt. Zu differenzieren ist bei Bekleidung, die nur unter strengen Voraussetzungen als Betriebsausgabe angesetzt werden kann. Unter die Betriebsausgaben fallen ferner die Kosten für die Aktivierung und das Betreiben einer eigenen Website sowie für den Erwerb einer Domain.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            5. Betriebsstätten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Tätigkeit des Influencers ist ortsunabhängig. Vor allem bei Influencern, die sich regelmäßig oder über längere Zeitabschnitte im Ausland aufhalten und von dort aus ihre Tätigkeit ausüben, ist Vorsicht geboten. Unter gewissen Voraussetzungen kann hierdurch eine Betriebsstätte im Ausland begründet werden. Das kann die unangenehme Folge mit sich bringen, dass neben der deutschen Steuerpflicht eine weitere Steuerpflicht nach ausländischem Recht begründet wird. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             III. Gewerbesteuer
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Gewerbesteuerpflicht knüpft an das Vorliegen eines Gewerbebetriebs an. Ein Gewerbebetrieb liegt im Wesentlichen vor, wenn einer gewerblichen Tätigkeit nach § 15 Abs. 2 Satz 1 EStG nachgegangen wird, was bei den meisten Influencern der Fall sein dürfte. Die Voraussetzungen decken sich vollständig mit denen der Einkünfte aus Gewerbebetrieb im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Aus diesem Grund ist auch hier eine Abgrenzung des Betreibens eines Gewerbes zu den übrigen, insbesondere den künstlerischen Tätigkeiten, von entscheidender Bedeutung. Außerdem entsteht mit dem Betreiben eines Gewerbes die Pflicht, dieses bei dem zuständigen Gewerbeamt anzumelden und den Fragebogen zur Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit innerhalb eines Monats nach Beginn der Tätigkeit an das Finanzamt zu übermitteln.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Gewerbesteuer unterliegt der sogenannte Gewerbeertrag, der auf der Grundlage der gewerblichen Einkünfte unter Berücksichtigung von Hinzurechnungen und Kürzungen ermittelt wird. Der Freibetrag liegt im Gewerbesteuerrecht jedoch deutlich über dem einkommensteuerrechtlichen. Erst wenn der Gewerbeertrag die Grenze von 24.500 Euro überschreitet, entsteht die Steuerpflicht. Die Abgabe einer Gewerbesteuererklärung ist dann ebenfalls erforderlich. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neben dem Bescheid über Einkommensteuer wird infolge des Bestehens eines Gewerbebetriebs auch ein Bescheid über die Höhe des Gewerbesteuermessbetrags erlassen, auf dessen Grundlage anschließend die jeweilige Gemeinde die Gewerbesteuer erhebt. Die Höhe der Gewerbesteuer variiert je nach Gemeinde, in der das Gewerbe betrieben wird, da diese die Hebesätze unterschiedlich festlegen können. Die Gewerbesteuer kann jedoch zu weiten Teilen auf die Einkommensteuer angerechnet werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             IV. Fazit
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die ertragssteuerrechtliche Beurteilung der Tätigkeit eines Influencers weist einige Probleme auf und bringt typischerweise eine Reihe von steuerlichen Pflichten mit sich. Dies liegt nicht zuletzt an der erst relativ kurzen Existenz dieses Berufsfeldes und der großen Spannweite der möglichen Betätigungen. Dementsprechend ist in diesem Bereich bislang wenig Rechtsprechung vorhanden, auf die bei der steuerlichen Beurteilung eines Sachverhalts zurückgegriffen werden könnte. Da die Tätigkeit jedoch immer mehr in den Fokus der Finanzbehörden gerückt ist, ist davon auszugehen, dass sich dies in naher Zukunft ändern wird. Sobald mit dem Hobby „Social Media“ Einnahmen erzielt werden, darf das Thema Steuern jedenfalls nicht mehr aus dem Blickfeld geraten. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 19 Jan 2023 14:19:29 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: Bundesarbeitsgericht zur Verjährung von Urlaubsansprüchen – Rechts-Tipp Nr. 242</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-bundesarbeitsgericht-zur-verjaehrung-von-urlaubsanspruechen</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Rechtsprechung: Bundesarbeitsgericht zur
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Verjährung von Urlaubsansprüchen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
               
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               I.	Einleitung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            
               
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Wir stehen vor dem Jahreswechsel und wie viele Wirtschaftstreibende stellen vielleicht auch Sie sich angesichts der in letzter Zeit ergangenen zahlreichen höchstrichterlichen Entscheidungen zum Thema Urlaub die Frage, was Sie bezüglich noch ausstehender Urlaubsansprüche Ihrer Beschäftigten beachten müssen. In diese Überlegungen einzubeziehen ist auch ein Urteil, welches das Bundesarbeitsgericht (BAG) noch kurz vor Jahresende, nämlich am 20.12.2022, zur Abgeltung von Urlaubsansprüchen gefällt hat. Konkret ging es in dem zugrundeliegenden Rechtsstreit um die Frage, ob auf einen Urlaubsanspruch, der nicht in natura gewährt werden konnte, die dreijährige Regelverjährungsfrist des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) anzuwenden ist oder ob einem Unternehmen, das seine Beschäftigten nicht explizit zur Inanspruchnahme des Jahresurlaubs aufgefordert und auf den drohenden Verfall der Ansprüche hingewiesen hat, die Berufung auf die Verjährung verwehrt bleibt. Hierzu hatte das BAG zunächst den Europäischen Gerichtshof (EuGH) um eine Vorabentscheidung ersucht.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zwar hatte der EuGH schon in der Vergangenheit klargestellt, dass der gesetzliche Mindesturlaub, der krankheits- oder betriebsbedingt nicht wahrgenommen wurde, erst dann verfallen könne, wenn das Unternehmen seine Beschäftigten tatsächlich in die Lage versetzt habe, den Urlaubsanspruch vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses wahrzunehmen. Die Pflicht der Arbeitgebenden, auf den Urlaubsanspruch hinzuweisen und die Beschäftigten aufzufordern, den Urlaub auch zu nehmen, war vom EuGH also bereits angeordnet worden. Fraglich war allerdings bisher, ob sich Unternehmen trotz Nichterfüllen der Hinweis- und Aufforderungspflicht bezüglich nicht gewährter Urlaubsansprüche auf die Einrede der Regelverjährung berufen und auf diese Weise erfolgreich einer unbegrenzten Einstandspflicht für Alt-Urlaubsansprüche entgehen können. In Anbetracht des erheblichen finanziellen Gegenwerts, den solche oft über mehrere Jahre angesammelten Urlaubsansprüche darstellen, hat das Urteil des BAG, mit dem die Vorgaben des EuGH aus dessen Vorabentscheidung umgesetzt werden, außerordentliche Relevanz.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               II.	Sachverhalt und Verfahrensgang
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Im konkreten Rechtsstreit verlangte die Arbeitnehmerin nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses vom beklagten Unternehmen zunächst eine finanzielle Abgeltung für die von ihr zwischen 2013 und 2017 nicht genommenen 101 Urlaubstage und erhob sodann im Februar 2018 Klage vor dem Arbeitsgericht, nachdem das Unternehmen nur 14 Urlaubstage abgegolten hatte. Im ersten Rechtszug wurde ihr lediglich ein Abgeltungsanspruch für drei im Jahr 2017 nicht genommene Urlaubstage zugesprochen. Hinsichtlich der weitergehenden Forderung wurde die Klage abgewiesen. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Aufgrund der von der Klägerin eingelegten Berufung entschied das Landesarbeitsgericht Düsseldorf (LAG), dass ihr ein Anspruch auf Abgeltung weiterer 76 Urlaubstage zustehe, für bezahlten Jahresurlaub, der im Zeitraum von 2013 bis 2016 entstanden war. Das LAG argumentierte, der Arbeitgeber habe die Klägerin nicht tatsächlich in die Lage versetzt, den Urlaub vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses wahrzunehmen, sodass der entsprechende Anspruch weder erloschen noch gem. §§ 194 ff. BGB verjährt sei. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Gegen diese Entscheidung legte wiederum der Arbeitgeber Revision zum BAG ein und berief sich auf die Einrede der Verjährung. Die dreijährige Frist sei bereits vor Ende des Arbeitsverhältnisses abgelaufen. Das BAG richtete im September 2020 ein Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH, um die Frage klären zu lassen, ob es mit Europarecht vereinbar sei, dass der wegen fehlender Mitwirkung des Arbeitgebers nach dem Bundesurlaubsgesetz nicht verfallene Urlaub trotzdem gemäß BGB verjähre. Nachdem der EuGH die Vorabentscheidung am 22.09.2022 getroffen hatte, fällte das BAG sein Urteil schließlich am 20.12.2022.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               III.	Rechtliche Würdigung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1.	Vorabentscheidung des Europäischen Gerichtshofs
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der EuGH stellte fest, dass Unternehmen, die ihren Hinweis- und Aufforderungspflichten bezüglich der Urlaubsansprüche ihrer Beschäftigten nicht nachgekommen sind, sich nicht auf die Verjährungseinrede berufen können. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Grundsätzlich unterliege der Anspruch von Beschäftigten auf bezahlten Urlaub zwar einer dreijährigen Verjährung. Der Zweck der deutschen Verjährungsregelungen, nämlich die Gewährleistung von Rechtssicherheit, sei grundsätzlich nicht zu beanstanden, sodass von der Wirksamkeit der nationalen Normen zur Verjährung von Ansprüchen auszugehen sei.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Allerdings dürfe die Gewährleistung der Rechtssicherheit nicht als Vorwand dafür dienen, dass das Unternehmen aus seinem eigenen Versäumnis einen Vorteil ziehe, indem es sich auf die Einrede der Verjährung berufe. Andernfalls würde ein Verhalten des Unternehmens gebilligt, welches zum einen zu dessen unrechtmäßiger Bereicherung führe und zum anderen dem von Art. 31 Abs. 2 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union (Charta) verfolgten Zweck des Rechts auf bezahlten Jahresurlaub zuwiderlaufe, nämlich die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der EuGH entschied, dass Art. 7 der Richtlinie 2003/88 und Art. 31 Abs. 2 der Charta dahingehend auszulegen sind, dass sie einer nationalen Verjährungsregelung entgegenstehen, wenn das Unternehmen seinen Hinweis- und Aufforderungsobliegenheiten nicht nachgekommen ist. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2.	Urteil des Bundesarbeitsgerichts
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Unter Zugrundelegung der Vorabentscheidung des EuGHs wies das BAG in seinem Urteil vom 20.12.2022 die Revision des Unternehmens ab. Die Verjährungsvorschriften seien zwar grundsätzlich auf Urlaubsansprüche anwendbar. Die dreijährige Verjährungsfrist beginne aber nicht schon mit dem Ende des Urlaubsjahres, sondern erst am Ende des Jahres zu laufen, in dem der Arbeitgebende den Beschäftigten über den konkreten Urlaubsanspruch und die Verfallsfristen belehrt habe und der Beschäftigte den Urlaub trotzdem freiwillig nicht genommen habe.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                IV.	Ausblick
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Eine Berufung auf die Einrede der Verjährung gegenüber Abgeltungsansprüchen für lange zurückliegende nicht genommene Urlaubstage dürfte künftig in den meisten Fällen ausgeschlossen sein.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Sie sollten Ihren Beschäftigten daher unbedingt die Inanspruchnahme des Urlaubs aktiv anbieten und auf die rechtlichen Konsequenzen eines möglichen Verfalls des Anspruchs hinweisen. Es bietet sich an, bereits unterjährig, spätestens aber im Jahresturnus, zu überprüfen, inwieweit Ihre Beschäftigten ihren Jahresurlaub angetreten haben. Nicht genommene Urlaubstage sind dann näher dahingehend zu betrachten, ob die tatsächliche Möglichkeit zur Wahrnehmung des Urlaubs bestand oder ob betriebs- oder krankheitsbedingte Hinderungsgründe bestanden und eine entsprechende Fortgeltung des Urlaubsanspruchs im Folgejahr zu beachten ist. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Im Fall einer länger andauernden Erkrankung sollten Sie Ihre Beschäftigten zur Inanspruchnahme ihres Urlaubs zum nächstmöglichen Zeitpunkt – also beispielsweise nach erfolgreicher Genesung – auffordern. Nur dann, wenn Sie bei Möglichkeit der Inanspruchnahme des Urlaubs zum Antritt aufgefordert und auch auf den Verfall des Anspruchs hingewiesen haben, können Sie nach Ablauf der dreijährigen Frist die Einrede der Verjährung erfolgreich erheben. Dann ist auch ein Abgeltungsverlangen der Beschäftigten nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgeschlossen. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zu guter Letzt sei darauf hingewiesen, dass Sie als Unternehmen bezüglich der Erfüllung Ihrer Hinweis- und Aufforderungspflichten im Zweifelsfall die Beweislast trifft. Es ist daher ratsam, die Erfüllung der Aufforderungs- und Hinweispflicht sorgsam zu dokumentieren.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 30 Dec 2022 11:16:13 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Unrichtiger Steuerausweis nach § 14c UStG – Umsatzsteuerrisiko bei fehlerhaften Abschlagsrechnungen – Steuer-Tipp Nr. 356</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/unrichtiger-steuerausweis-nach-14c-ustg-umsatzsteuerrisiko-bei-fehlerhaften-abschlagsrechnungen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Unrichtiger Steuerausweis nach § 14c UStG – Umsatzsteuerrisiko
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            bei fehlerhaften Abschlagsrechnungen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
               
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              I.	Einleitung 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der Unternehmenspraxis werden immer häufiger Anzahlungs- bzw. Abschlagsrechnungen oder Vorschussrechnungen ausgestellt. Üblich sind solche Rechnungen meist in der Baubranche, aber empfehlenswert kann dies auch bei Unternehmern anderer Branchen sein, insbesondere, wenn sich ein Auftrag über einen längeren Zeitraum erstreckt. Für den Leistungserbringer besteht der Vorteil darin, dass regelmäßige Einnahmen sowie Liquidität gesichert werden. Aber auch der Leistungsempfänger kann durch Abschlagsrechnungen profitieren. Für ihn ist dadurch eine bessere Planung über die anstehenden Zahlungen möglich. Von einem gleichmäßigen Geldfluss – in Form von Abschlägen – können somit beide Seiten profitieren. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bei der Stellung von Abschlagsrechnungen schleichen sich jedoch häufig Fehler hinsichtlich des Umsatzsteuerausweises ein. Ziel des nachfolgenden Beitrags ist es daher darzustellen, was zu beachten gilt und welche Fehlerquellen bestehen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               II.	Besteuerung von Anzahlungen und korrekte Rechnungsstellung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Anzahlungen unterliegen gem. § 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a) S. 4 UStG der Umsatzsteuer, welche zum Zeitpunkt der Zahlung fällig wird. Das bedeutet, dass mit dem Erhalt einer Abschlagszahlung die Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen ist. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Rechnung über die Anzahlung (evtl. auch als
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Abschlag
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           oder
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Vorschuss
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           bezeichnet) weist im Grunde keine Besonderheiten zu regulären Rechnungen auf, sondern es sollte lediglich der Hinweis aufgenommen werden, dass es sich um eine Anzahlung handelt. Schwierigkeiten ergeben sich aber meist beim Ausstellen der Zwischen- oder Schlussabrechnungen für ein Projekt bzw. Auftrag in Bezug auf den Steuerausweis der bereits geleisteten Anzahlungen. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Für den korrekten Steuerausweis hat das Bundesministerium der Finanzen im Umsatzsteuer-Anwendungserlass verschiedene Beispiele aufgeführt. Im Folgenden zeigen wir Ihnen eine Option, wie erhaltene Abschläge korrekt auf die Rechnungssumme in der Zwischen- oder Schlussrechnung ausgewiesen werden können: 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/4.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           III. Typische Fehlerquelle und Konsequenzen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Häufigste Fehlerquelle bei Zwischen- bzw. Schlussrechnungen ist der sog. unrichtige Umsatzsteuerausweis. So passiert häufig, dass – sofern sich das vorstehende Beispiel nochmal vergegenwärtigt wird – von der Summe (brutto) 11.900,00 € zwar der zutreffende bisher entrichtete Anzahlungsbetrag (brutto) von 4.760,00 € abgezogen und der zu zahlende Restbetrag für den Kunden richtig ausgewiesen wird. Vergessen wird oftmals jedoch, die bereits entrichtete Umsatzsteuer von 760,00 € erneut separat auszuweisen. Dieser fehlende Ausweis führt dazu, dass der Leistungsempfänger erneut den gesamten Umsatzsteuerbetrag von 1.900,00 € an das Finanzamt abführen muss, da lediglich dieser Betrag auf der Rechnung als Umsatzsteuer gezeigt wird. Im gezahlten oder noch zu zahlenden Restbetrag von 7.140,00 € sind aber lediglich 1.140,00 € Umsatzsteuer enthalten. Dennoch müsste der leistende Unternehmer bei fehlendem Ausweis der bereits entrichteten 760,00 € diesen Betrag von 760,00 € neben den genannten 1.140,00 € erneut an das Finanzamt abführen. Dies kann bei höheren Beträgen zu einem erheblichen Liquiditätsnachteil führen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein solcher Fehler kann im Nachgang berichtigt werden. Um die Berichtigung vorzunehmen, ist einerseits eine Storno-Rechnung und andererseits eine erneute Zwischen- bzw. Schlussrechnung auszustellen. Sofern der Fehler bereits im gleichen Monat auffällt, kommt es im Ergebnis nicht zu einer zusätzlichen Zahlung an das Finanzamt. Fällt der Fehler hingegen erst nachgelagert im Rahmen der monatlichen oder quartalsweisen Finanzbuchführung oder sogar wesentlich später im Rahmen einer Betriebsprüfung auf, kommt es jedoch zu einem Liquiditätsnachteil, da die Erstattung der zu viel gezahlten Umsatzsteuer erst einige Zeit später erfolgt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Empfänger einer Rechnung, die einen unrichtigen Steuerausweis nach § 14c UStG enthält, darf die zu hoch ausgewiesene Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer geltend machen. In Abzug gebracht werden kann nur die nach dem Gesetz richtige Umsatzsteuer. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Unterschied von Abschlags-, Vorschuss- und Teilrechnungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abschlagsrechnung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            wi
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           rd in der Regel ausgestellt, wenn beispielsweise 30% der Gesamtleistung erbracht wurden, aber nicht ganz genau beziffert werden kann, ob der Leistungsfortschritt 28% oder 32% sind
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           . Die Umsatzsteuer wird bei Zahlung der Rechnung fällig und es bedarf keiner genauen Beschreibung des Leistungsgegenstandes. Ziel ist hier aus Sicht des leistenden Unternehmens die Herbeiführung von ausreichend Liquidität für die Zahlung der eigenen Rechnungen in Zusammenhang einem Projekt bzw. Auftrag. Der Erlös wird in der betriebswirtschaftlichen Auswertung erst bei Stellung der Schlussrechnung ausgewiesen. Bei einer 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vorschussrechnung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            ist im Vergleich dazu noch gar keine Leistung erbracht. Die umsatzsteuerlichen Konsequenzen sind jedoch identisch. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Teilrechnun
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           g hingegen wird ausgestellt, wenn eine klar definierte Teilleistung der Gesamtleistung erbracht wurde und diese Teilleistungen genau beschrieben werden kann. Hierfür sollte mit dem Kunden im Vertrag vereinbart sein, dass Teilleistungen abgerechnet werden. In diesen Fällen sollte auf der Rechnung eine genaue Leistungsbeschreibung der Teilleistung angegeben werden. Im Unterschied zu Abschlagsrechnungen unterliegt die Teilleistung bereits im Monat der Leistungserbringung der Umsatzsteuer nach § 13 Abs. 1 Nr. 1a) UStG.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die vorgenannten Risiken eines unrichtigen Steuerausweises gelten aber in allen vorgenannten Fällen gleichermaßen bei Ausstellung einer Zwischen- oder Schlussabrechnung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Unser Tipp 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Ergebnis wird deutlich, dass das Ausstellen von Abschlagsrechnungen Vorteile hinsichtlich des Liquiditätsmanagements mit sich bringt. Wichtig ist dabei auf den korrekten Umsatzsteuerausweis zu achten. Beim erstmaligen Ausstellen solcher Rechnungen sollte für die Zukunft direkt eine korrekte Vorlage im Rechnungsschreibungsprogramm eingerichtet werden. Bei vielen Anbietern gibt es gute Vorlagen, aber die Auswahl der richtigen Vorlage für den vorliegenden Fall soll wohl überlegt sein. Sollten Sie sich also beim Ausstellen einer Abschlagrechnung unsicher sein, würden wir Ihnen empfehlen eine Entwurfsrechnung zu erstellen und diese an Ihren Steuerberater mit Bitte um Prüfung des Umsatzsteuerausweises weiterzuleiten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerne sind wir Ihnen hierbei behilflich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 30 Dec 2022 10:54:28 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/unrichtiger-steuerausweis-nach-14c-ustg-umsatzsteuerrisiko-bei-fehlerhaften-abschlagsrechnungen</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Besteuerung von Investitionen in Gold – Steuer-Tipp Nr. 355</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/besteuerung-von-investitionen-in-gold-steuer-tipp-nr-355</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Besteuerung von Investitionen in Gold
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              I. Ausgangslage
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wir leben in einer Zeit, die durch eine Vielzahl gleichzeitiger politischer und wirtschaftlicher Krisen geprägt ist. In Europa wird ein nicht mehr für möglich gehaltener Krieg geführt und die Belastungen von Corona sind weiterhin präsent. Die Energiepreise steigen in ungekannte Höhen, die Inflation steigt dramatisch, Lieferketten sind belastet und es herrscht Personalmangel in allen Branchen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In dieser Zeit ist die Geldanlage viel schwieriger geworden. Die in der Vergangenheit gut laufenden Aktienmärkte sind ebenso wie die Anleihemärkte durch große Unsicherheiten geprägt. Bei dieser Ausgangslage denken Sie deshalb vielleicht über eine Geldanlage in Gold nach. Gold galt schon immer als „Krisenwährung“ und als beständiges Anlagengut. Bevor Sie sich für eine Anlage in Gold entscheiden, sollten Ihnen die unterschiedlichen steuerlichen Folgen einzelner Gold-Investments bekannt sein.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              II.	Unterschiedliche Besteuerungsfolgen verschiedener Investitionen in Gold
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           a)	Physisches Gold
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Voraussetzung für die im Folgenden beschriebene steuerliche Behandlung ist, dass es sich um Anlagegold handelt. Barren gelten als Anlagegold, wenn Sie einen Feingehalt/Goldanteil von 995/1000 aufweisen. Münzen erfüllten das Kriterium mit einem Feingehalt/Goldanteil von 900/1000.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Entscheidend für die Besteuerung ist, ob das Anlagegold innerhalb eines Jahres veräußert wird, oder ob die Haltefrist ein Jahr übersteigt. Der Gewinn aus der Veräußerung ist steuerfrei, sofern die Haltefrist mindestens ein Jahr beträgt. Bei Veräußerung innerhalb eines Jahres erfolgt die Besteuerung des Gewinns mit dem individuellen Steuersatz des Anlegers. Lediglich bis zu einem Betrag von € 600 wäre auch innerhalb eines Jahres der Gewinn steuerfrei. Verluste aus der Veräußerung sind bei einer Haltefrist von länger als einem Jahr nicht mehr steuerlich wirksam. Verluste innerhalb eines Jahres sind nur mit entsprechenden Gewinnen verrechenbar, was die Verlustnutzung stark einschränkt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der Erwerb von Gold ist, anders als bei anderen Edelmetallen (Silber, Platin, Palladium) von der Umsatzsteuer befreit.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Neben der rein steuerlichen Behandlung sollte aber auch vor der Investition folgendes bedacht werden:
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der Erwerb von physischem Gold ist über die bekannten Scheideanstalten oder jede Geschäftsbank in deren Niederlassung (teilweise auch online) möglich. Allerdings ist die Differenz zwischen den tagesaktuellen An- und Verkaufspreisen relativ hoch, was nur eine langfristige Investition sinnvoll erscheinen lässt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wichtig ist darüber hinaus zu überlegen, wie das erworbene physische Gold gelagert werden soll. So fallen bspw. bei der Anmietung und Versicherung eines Bankschließfachs vergleichsweise hohe Kosten an.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           b)	Gold ETC
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bei Gold ETC’s (Exchange Traded Commodities) handelt es sich um börsennotierte Finanzprodukte (Inhaberschuldverschreibungen), die einen verbrieften Lieferanspruch auf Gold garantieren. Die bekanntesten dieser börsengehandelten Produkte sind „Xetra-Gold“ und „Euwax Gold“.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der Anleger kann bei diesen Produkten im normalen Börsenhandel einen anteiligen Anspruch auf Gold erwerben. Diese Finanzprodukte sind börsentäglich gehandelte Inhaberschuldverschreibungen, die dem Investor die Möglichkeit geben, in Gold zu investieren. Bei Beendigung seiner Investition kann der Anleger statt der Auszahlung in Geld auch die Auslieferung des Golds verlangen. Bei diesen Produkten wird zur Absicherung der Kapitalanlage physisches Gold bei einer Bank hinterlegt. Das Gold wird in Tresoren zentral eingelagert.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
             
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Kosten sind – anders als bei a) – marginal und können bei der Investitionsentscheidung vernachlässigt werden. Der Anleger hat die Möglichkeit, das erworbene Gold in die Geschäftsstelle seiner Hausbank ausliefern zu lassen. Im Ergebnis erwirbt damit der Investor über ein Finanzinstrument anteilig physisches Gold.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Diese Inhaberschuldverschreibungen werden steuerlich wie ein Mieteigentumsanteil mit Lieferansp
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ruch am Edelmetall und nicht wie eine Kapitalforderung oder ein Wertpapier behandelt. Die Steuerfolgen sind damit identisch mit der unter a) beschriebenen unmittelbaren Anlage in physischem Gold. Auch h
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           ier wird also bei einer Mindesthaltedauer von einem Jahr keine Steuer fällig.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zu beachten ist aber, dass der Investor – anders als bei dem unter a) beschriebenen direkten Erwerb – das Gold nicht „in den Händen hält“ und der unmittelbare Zugriff verloren geht.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Vorteilhaft ist jedoch, dass die Differenz zwischen dem Ankauf und den Verkaufspreisen deutlich geringer als bei a) ist und die Kosten für ein mögliches Bankschließfach wegfallen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           c)	Gold ETF
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bei Gold ETF’s (Exchanged Traded Funds) handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen, deren Kursentwicklung von der Entwicklung des Goldpreises abhängig ist. Hier gibt es verschiedene Produkte, die hinsichtlich ihrer Bedingungen unterschiedlich sind. Da sie aber nicht die strengen Bedingungen der Gold ETC’s (Besicherung durch Gold und Möglichkeiten der Auslieferung) erfüllen, sind diese Produkte als normale Kapitalanlage zu besteuern.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Es fällt hierbei unabhängig von der Haltedauer des Wertpapiers bei Veräußerung Abgeltungsteuer an. Die Möglichkeit der Steuerfreiheit bei einer Haltedauer von über einem Jahr existiert nicht. Verluste können mit anderen positiven Kapitalerträgen verrechnet werden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           d)	Goldminenaktien
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der Vollständigkeit halber sei auch die Möglichkeit der Anlage in Aktien von Goldminenbetreibern erwähnt. Bei einer Investition in Goldminenaktien partizipiert der Anleger auch in gewisser Weise von der Entwicklung des Goldkurses. Daneben können aber auch andere Einflüsse die Wertentwicklung beeinflussen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Hier gelten die üblichen Regelungen der Besteuerungen von Aktien. Die Abgeltungssteuer findet unabhängig von der Haltedauer immer Anwendung. Die Verlustverrechnung mit positiven Erträgen anderer Aktieninvestments ist möglich.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              III.	Unser Tipp
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im Ergebnis wird deutlich, dass jede der genannten Investitionsmöglichkeiten andere Besteuerungsfolgen nach sich zieht. Sollte eine Investition in physisches Gold oder eine der genannten Investitionsmöglichkeiten Ihr Interesse finden und Ihrem Risikoprofil entsprechen, stehen wir Ihnen bei der Beurteilung der steuerlichen Folgen gerne zur Verfügung.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 01 Dec 2022 09:11:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/besteuerung-von-investitionen-in-gold-steuer-tipp-nr-355</guid>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mängelbeseitigungskosten im Werkvertrags-, Kauf- und Mietrecht – Rechts-Tipp Nr. 241</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/uneinigkeit-ueber-fiktive-maengelbeseitigungskosten-bei-unterschiedlichen-vertragstypen-rechts-tipp-nr-241</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Mängelbeseitigungskosten  im Werkvertrags-, Kauf- und Mietrecht
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I. Höchstrichterliche Rechtsprechung im Werkvertragsrecht und Kaufrecht
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im Werkvertragsrecht hat der Besteller bei Vorliegen eines Mangels einen Schadenersatzanspruch gemäß §§ 634 Nr. 4, 280, 281 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Wie bei einem solchen die Schadensberechnung erfolgen soll, ist allerdings weder im Werkvertragsrecht unter § 634 Nr. 4 BGB noch im allgemeinen Schuldrecht in den §§ 280, 281 BGB geregelt. Nunmehr wurde jedoch die bisherige Rechtslage durch eine Entscheidung des VII. Senats geändert (VII ZR 46/17). Danach kann der Besteller, der das Werk behält und den Mangel nicht beseitigen lässt, im Rahmen eines Schadensersatzanspruches statt der Leistung gemäß §§ 634 Nr. 4, 280, 281 BGB seinen Schaden nicht nach den sogenannten fiktiven Mängelbeseitigungskosten bemessen. Er kann ihn stattdessen anhand des mangelbedingten Minderwertes berechnen, indem die Differenz zwischen dem Werk mit und ohne Mangel ermittelt wird. Zudem hat der Besteller nach § 634 Nr.2, 637 BGB einen Vorschussanspruch, wenn er den Mangel beseitigen möchte.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im Unterschied dazu kann der kaufvertragliche Anspruch auf Schadensersatz statt der Leistung gemäß §§ 437 Nr. 3, 280, 281 BGB anhand der voraussichtlich erforderlichen, fiktiven Mängelbeseitigungskosten bemessen werden. Grundsätzlich muss der Käufer im Kaufrecht Sorge tragen, dass der Verkäufer die Möglichkeit zur Nacherfüllung bekommt. Die dabei entstehenden Kosten können durch die Mängelbeseitigungskosten abgebildet werden. Im Gegensatz zum Werkvertragsrecht, wo der Besteller nach § 637 III BGB ein Selbstvornahmerecht mit einem Vorschussanspruch hat, gibt es eine solche Regelung im Kaufrecht nicht. Es wäre nicht gerechtfertigt, dem Käufer das Vorfinanzierungsrisiko aufzubürden, indem die fiktiven Mängelbeseitigungskosten nicht im Rahmen des Schadenersatzes geltend gemacht werden könnten, wenn der Verkäufer die ihm obliegenden Pflichten nicht erfüllt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              II.	Rechtslage im Mietrecht
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der VIII. Zivilsenat des BGHs hatte in seinem Beschluss vom 10.05.2022 (VIII ZR 277/20) die Frage zu beantworten, ob ein Vermieterschaden, der aus einer am Mietende unterbliebenen Ausführung von Schönheitsreparaturen durch den Mieter resultiert, anhand der fiktiven Mängelbeseitigung bemessen werden kann. Im vorliegenden Fall nahm die Klägerin die Beklagte nach einem beendeten Mietverhältnis wegen nicht durchgeführter Schönheitsreparaturen auf Schadenersatz in Anspruch, den sie auf der Grundlage eines Kostenvoranschlags berechnet hatte. Die Beklagte war die Mieterin einer Wohnung der Klägerin, welche ihr renoviert übergeben wurde. Nach ihrem Einzug hat die Beklagte die Wände bunt gestrichen. Sie war laut Mietvertrag zur Durchführung von Schönheitsreparaturen verpflichtet und hat die Wohnung durch das Anstreichen der Wände in bunten Farben auch in einen Zustand versetzt, der Schönheitsreparaturen erforderlich machte. Durch die Kündigung der Beklagten endete das Mietverhältnis und die Klägerin forderte sie daraufhin mit Fristsetzung zur Vornahme der Schönheitsreparaturen i.H.v. 3.696,95 € netto auf. Die Höhe der Schönheitsreparaturen ergab sich aus einem Kostenvoranschlag eines Malerbetriebs. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Beklagte nahm die Schönheitsreparaturen nie vor. Der BGH hatte in diesem Fall dann folgende Frage zu klären: Kann der Schadensersatzanspruch auf Grundlage eines Kostenvoranschlags, also anhand der fiktiven Mängelbeseitigungskosten bemessen werden? Der BGH sagte letztlich, dass diese Frage im Mietrecht bereits geklärt sei. Denn nach ständiger Rechtsprechung des BGHs können Ansprüche auf Schadensersatz statt der Leistung im Mietrecht auch mit den für die Instandsetzung oder -haltung oder für den Rückbau der Mietsache erforderlichen, aber (noch) nicht aufgewendeten („fiktiven“) Kosten bemessen werden. Dem steht nicht entgegen, dass der BGH im Werkvertragsrecht hingegen entschieden hat, dass im Rahmen eines Schadensersatzanspruches statt der Leistung nach § 634 Nr. 4, §§ 280, 281 I BGB der Schaden nicht nach den fiktiven Mängelbeseitigungskosten bemessen werden kann. Denn er hat dabei klargestellt, dass die Ablehnung einer solchen Bemessung ausdrücklich auf den Besonderheiten des Werkvertragsrechts beruht. Im Werkvertragsrecht hat der Auftraggeber nämlich bereits ein Selbstvornahmerecht, durch welches er einen Vorschuss für die zur Beseitigung des Mangels erforderlichen Kosten verlangen kann (§ 637 III BGB). Zwar gibt es auch im Mietrecht einen vergleichbaren Anspruch, mit dem der Vermieter vom Mieter einen Vorschuss in Höhe der erforderlichen Renovierungskosten verlangen kann, wenn sich der Mieter mit der Durchführung der Schönheitsreparaturen in Verzug befindet (vgl. Senatsurteil vom 08. Juli 2020 – VIII ZR 163/18). Jedoch besteht dieser Vorschussanspruch nur im laufenden Mietverhältnis. Im vorliegenden Fall wurde der Schadensersatzanspruch aus einem bereits beendeten Mietverhältnis geltend gemacht. Insgesamt hat der BGH die seiner Ansicht nach bereits geklärte Frage mit diesem Urteil nochmal ausdrücklich bestätigt. Ein Anspruch auf Schadensersatz wegen nicht ausgeführter Schönheitsreparaturen gemäß §§ 280 I 1, III, 281 I BGB seitens des Mieters können anhand der fiktiven Mängelbeseitigungskosten bemessen werden. Dies ergebe sich vor allem daraus, dass die das Werkvertragsrecht betreffenden Erwägungen nicht auf andere Vertragstypen übertragbar seien. Bei der Frage der Möglichkeit einer fiktiven Schadensabrechnung sei es somit essentiell, die Besonderheiten einzelner Vertragstypen zu beachten. Es bedürfe gerade keiner einheitlichen Sichtweise für alle Vertragstypen, nur, weil sich die „eigentliche Grundlage für Schadensersatzansprüche statt der Leistung“ im allgemeinen Schuldrecht befinde. Die Rechtsprechung zum Werkvertragsrecht sei somit nicht auf andere Vertragstypen zu übertragen. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              III.	Unser Tipp
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Es ist festzuhalten, dass den unterschiedlichen Vertragstypen durch unterschiedliche Regelungen hinsichtlich der fiktiven Mängelbeseitigungskosten Rechnung getragen werden muss. Entscheidend ist dabei vor allem das Vorliegen oder Nichtvorliegen eines Vorschussanspruchs. Im Kaufrecht sowie im Gewerbe- und Wohnraummietrecht kann die Höhe eines Schadensersatzanspruchs statt der Leistung auf der Grundlage eines Kostenvoranschlags „fiktiv“ eingeklagt werden. Es ist allerdings hervorzuheben, dass dies im Mietrecht nur nach beendetem Mietverhältnis möglich ist. Im laufenden Mietverhältnis gibt es bei Verzug hingegen einen Vorschussanspruch für eine (beabsichtigte) Selbstvornahme der Mängelbeseitigung.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 01 Dec 2022 09:10:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/uneinigkeit-ueber-fiktive-maengelbeseitigungskosten-bei-unterschiedlichen-vertragstypen-rechts-tipp-nr-241</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Änderungen bei den Bewertungsverfahren für Immobilien im Zuge des Jahressteuergesetzes (JStG) 2022 – Special Nr. 360</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aenderungen-bei-den-bewertungsverfahren-fuer-immobilien-im-zuge-des-jahressteuergesetzes-jstg-2022-special-nr-360</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Änderungen bei den Bewertungsverfahren für Immobilien im Zuge des Jahressteuergesetzes (JStG) 2022
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
               
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              1.	Was ist das JStG 2022?
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Jahressteuergesetze sollen von ihrem Grundgedanken her dazu genutzt werden, redaktionelle Anpassungen in Gesetzen vorzunehmen, Regelungen zur Vereinfachung des Steuerverfahrens umzusetzen oder Normen an die aktuelle Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) oder des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) anzupassen. In einem JStG werden aber auch immer wieder Reformvorhaben mit großer Tragweite „untergebracht“, wie sich anhand der nun vorgesehenen Änderung der Bewertungsvorschriften für Grundbesitz wieder einmal zeigt. So sieht das JStG 2022, welches im Oktober erstmals vom Bundestag beraten wurde, u.a. eine Erhöhung für viele Immobilienwerte vor, die erhebliche Auswirkungen auf einen Großteil späterer Schenkungen und Erbschaften haben werden. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             2.	Welche Bewertungsverfahren will der Gesetzgeber im Zuge des JStG 2022 aufgreifen und welche Arten von Immobilien sind hiervon betroffen?
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Änderungen betreffen im Wesentlichen grds. das sog. Ertrags- und das sog. Sachwertverfahren sowie die Bewertungsmethodik in Sonderfällen; z.B. Erbbaurechte oder die Bewertung von Grundstücken auf fremdem Grund und Boden. So werden z.B. Mietwohngrundstücke – also für gewöhnlich Mehrfamilienhäuser – im Wege des Ertragswertverfahrens bewertet. Der Ertragswert setzt sich dabei aus dem Wert für das Grundstück – Grundstücksfläche mal Bodenrichtwert – und dem Gebäudeertragswert zusammen. Ausgangsbasis des Gebäudeertragswerts bildet die Jahresmiete, welche um Bewirtschaftungskosten und eine kalkulatorische Verzinsung des Bodenwerts korrigiert wird. Der nach Abzug der Bewirtschaftungskosten und der Bodenwertverzinsung verbleibende Gebäudeertragswert wird abschließend mit einem Vervielfältiger multipliziert, der letzten Endes ein Kapitalisierungsfaktor – gebildet aus einer verbleibenden wirtschaftlicher Nutzungsdauer der Immobilie und einem Zinssatz – ist.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das Sachwertverfahren kommt dagegen bei Ein- und Zweifamilienhäusern oder Eigentumswohnungen zum Tragen, wenn keine Vergleichswerte vorliegen, welche die vorrangige Anwendung des Vergleichswertverfahrens ermöglichen. Auch im Sachwertverfahren werden Boden und Gebäude in einem ersten Schritt getrennt voneinander bewertet. Der Wert des Bodens bestimmt sich wiederum anhand des Bodenrichtwerts multipliziert mit der Grundstücksfläche. Der Gebäudesachwert beruht demgegenüber auf den sog. Regelherstellungskosten, welche der Gesetzgeber für verschiedene Gebäudetypen und -standards zunächst pauschaliert festlegt hat. Die pauschalen Regelherstellungskosten werden jedoch mit einem jährlich vom Bundesfinanzministerium (BMF) ausgegebenen Index an die bundesweiten Preisentwicklungen angepasst. Brutto-Grundfläche mal (indexierte) Regelherstellungskosten ergibt sodann den sog. Gebäuderegelherstellungswert, welcher im Fortgang um eine Alterswertminderung korrigiert wird und den Gebäudesachwert bildet. Die Summe aus Bodenwert und Gebäudesachwert bildet den vorläufigen Sachwert des Grundstücks, der im Anschluss mit der sog. Wertzahl multipliziert wird und den maßgeblichen Grundbesitzwert bildet. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3.	Wie wirken sich die Änderungen der Bewertungsverfahren auf die Werte von Immobilien aus?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Änderungen führen für sich betrachtet zunächst zu einer Werterhöhung. Die Werterhöhungen resultieren bspw. aus der Anpassung der sog Liegenschaftszinssätze. Sie fallen um ca. 0,5–1,5 %-Punkte niedriger aus. Liegenschaftszinssätze wirken sich im Ertragswertverfahren zum einen auf die Bodenwertverzinsung und zum anderen auf den Vervielfältiger aus. So führen niedrigere Liegenschaftszinssätze zu höheren Kapitalisierungsfaktoren und somit zu höheren Werten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Im Sachwertverfahren sollen die Regelherstellungskosten künftig noch einen sog. Regionalfaktor berücksichtigen, welcher regionale Unterschiede in der Preisentwicklung erfassen soll. Daneben soll die Gesamtnutzungsdauer u.a. von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie von Wohnungseigentum von 70 auf 80 Jahre angehoben werden. Durch die Anhebung der Gesamtnutzungsdauer verringert sich im Sachwertverfahren der Alterswertminderungsfaktor. Zudem werden die gesetzlichen Wertzahlen teils erheblich angehoben, was bei fehlenden Wertzahlen der örtlichen Gutachterausschüsse (sog. Sachwertfaktoren) ebenfalls den Immobilienwert hochtreiben kann.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bei einer Erbschaft oder Schenkung sind aber im Nachgang zur Wertermittlung Steuerbefreiungen auf Ebene des Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes zu prüfen. Steuerbefreiungen können dazu führen, dass die zunächst ermittelten (höheren) Werte entweder vollständig (z.B. im Falle von Familienheimen) oder partiell (im Falle von zu Wohnzwecken vermieteten Gebäuden) von einer Besteuerung ausgenommen sind. Im Falle einer partiellen Steuerbefreiung wird es de facto aber zu einer höheren Steuerbelastung kommen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Beachtet werden sollte bei der Debatte über die Änderungen aber zum einen der Umstand, dass die im Gesetz pauschaliert vorgegebenen Werte, wie die Liegenschaftszinssätze, nachrangig anzuwenden sind. Werden diese wertbeeinflussenden Faktoren von den Gutachterausschüssen ausgegeben, greifen diese und lassen die im Gesetz genannten Werte dahinter zurücktreten. Zum anderen – und das trifft z.B. bei Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen zu – ist das Sachwertverfahren nur subsidiär anwendbar. Denn sollten von den örtlichen Gutachterausschüssen Vergleichspreise in deren Grundstücksmarktberichten veröffentlich worden sein, hat eine Bewertung im Wege eines Vergleichswertverfahrens zu erfolgen. Die in den letzten Jahren zu beobachtenden Preissteigerungen können daher bereits jetzt Eingang in die Bewertung von z.B. Ein- und Zweifamilienhäusern oder Eigentumswohnungen finden und sich in hohen Werten niederschlagen. Steigende Regelherstellungskosten und verlängerte Gesamtnutzungsdauern spielen dann – auch wenn nur ein schwacher Trost – keine Rolle, da nicht anwendbar.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               4.	Werden gleichzeitig auch die Freibeträge – bspw. für Ehegatten, Lebenspartner oder Kinder – angehoben, um Preissteigerungen auch auf dieser Ebene zu berücksichtigen? 
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nein, im Rahmen des JStG 2022 ist nicht geplant, die Freibeträge entsprechend anzuheben. Sie liegen weiterhin bspw. bei Ehegatten und Lebenspartnern bei EUR 500.000 und bei Kindern bei EUR 400.000. In der Presse hieß es aber in der vergangenen Woche, der Finanzminister könne sich perspektivisch eine Anhebung der Freibeträge vorstellen, z.B. im Falle von Kindern von TEUR 400 auf TEUR 500. Wann so etwas umgesetzt wird und ob sich hierfür überhaupt für ein solches Vorhaben eine politische Mehrheit finden lässt, ist nicht absehbar.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               5.	Ab wann sollen die neuen Regelungen greifen?
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wenn der Entwurf in seiner jetzigen Form verabschiedet wird, finden die neue Regelungen voraussichtlich für alle Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2022 Anwendung. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              6.	Was ist nun zu empfehlen?
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zunächst einmal muss festgestellt werden, ob bereits für das Jahr 2023 angedachte unentgeltliche Übertragungen überhaupt von der o.g. Gesetzesänderung betroffen sind. Ist das der Fall, ist zu beurteilen, ob in dem jeweiligen Einzelfall tatsächlich eine Wertsteigerung eintritt, welche möglicherweise nicht durch eine Steuerbefreiung kompensiert wird, und daher eine Übertragung noch vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung sinnvoll ist. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Steuerlasten sind aber stets nur eine Seite der Medaille. Vermögensübertragungen müssen in ein Gesamtkonzept eingebettet sein und zu dem Lebensmodell bzw. Lebensabschnitt der an der Übertragung beteiligten Personen passen. Unabhängig von der jetzigen Reform sollte sich daher stets frühzeitig mit der Frage einer vorweggenommenen Vermögensnachfolge auseinandergesetzt werden. So können Wünsche und Ziele berücksichtigt und ein an den jeweiligen Bedürfnissen orientiertes Konzept entwickelt werden. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 01 Dec 2022 09:10:57 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/aenderungen-bei-den-bewertungsverfahren-fuer-immobilien-im-zuge-des-jahressteuergesetzes-jstg-2022-special-nr-360</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Pelka begleitet in UK ansässige Theater-Produktionsgesellschaft erfolgreich beim Erstattungsverfahren</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pelka-begleitet-in-uk-ansaessige-theater-produktionsgesellschaft-erfolgreich-beim-erstattungsverfahren</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Pelka begleitet in UK ansässige Theater-Produktionsgesellschaft erfolgreich beim Erstattungsverfahren von deutscher Abzugsteuer vor dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt)
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mandantin von Pelka ist eine englische Limited Company mit Sitz und Geschäftsleitung im Vereinigten Königreich, die in den betreffenden Jahren in Deutschland über keine Betriebsstätte verfügte. Sie organisierte in Deutschland Theater-/Musicalaufführungen unter Einsatz von Künstlern und erhielt dafür Vergütungen von den inländischen Veranstaltern. Auf die Vergütungen wurde nach § 50a EStG deutsche Abzugsteuer einbehalten und abgeführt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Pelka hat für ihre Mandantin ein Erstattungsverfahren nach § 50c Abs. 3 EStG i.V.m. dem DBA GB angestrengt. Unter Verweis auf Art. 16 Abs. 3 DBA GB drohte dabei eine Erstattung komplett zu versagen. Unter Anwendung der vom BFH mit Urteil vom 25.04.2018 – I R 59/ 15 aufgestellten Grundsätze hat Pelka für ihre Mandantin jedoch erreichen können, dass ein Großteil der abgeführten Steuer erstattet wurde. Denn nach dieser BFH-Rechtsprechung ist die Vergütung, die eine Produktionsgesellschaft für die Organisation einer künstlerischen Darbietung als Gesamtarrangement erhält, nicht notwendig in ihrer Gesamtheit den Einkünften aus künstlerischen Tätigkeit zuzurechnen, sondern ggf. aufzuteilen in Vergütungsbestandteile, die eine persönlich ausgeübte Künstlertätigkeit entgelten und in solche Vergütungsbestandteile, die anderen Abkommensartikeln zuzuordnen sind (bspw. in diesem Fall Unternehmensgewinne nach Art. 7 DBA GB).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Tätig in diesem Verfahren waren Dr. Fabian Riegler (Partner) sowie Di Wu (Associate).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 23 Nov 2022 07:34:03 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/pelka-begleitet-in-uk-ansaessige-theater-produktionsgesellschaft-erfolgreich-beim-erstattungsverfahren</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Des Kaisers neue Kleider als Werbungskosten? Vielleicht! Aber kein Betriebsausgabenabzug für ausschließlich bei der  Berufsausübung getragene bürgerliche Kleidung – Steuer-Tipp Nr. 354</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/des-kaisers</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Des Kaisers neue Kleider als Werbungskosten? Vielleicht! Aber kein Betriebsausgabenabzug für ausschließlich bei der  Berufsausübung getragene bürgerliche Kleidung
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Kleider machen Leute“ ist ein gängiges und vielzitiertes Sprichwort hierzulande. Und tatsächlich wird der erste Eindruck häufig von der getragenen Kleidung geprägt, da Menschen nach wie vor dazu neigen, zunächst nach dem äußeren Erscheinungsbild zu urteilen. Gerade deshalb kommt vor allem im beruflichen Kontext der Wahl unserer Kleidung eine enorme Bedeutung zu, bei einigen Berufsgruppen ist eine bestimmte Kleiderordnung geradezu verpflichtend. Da ist der Reiz verständlicherweise groß, die Ausgaben für diese „zwangsläufig“ zu tragende Kleidung als Betriebsausgaben bzw. als Werbungskosten geltend zu machen. Folglich landen derartige Begehren regelmäßig beim Bundesfinanzhof (BFH), der sich in einem Urteil vom 16.03.2022 (VIII R 33/18) erneut mit dieser Problematik beschäftigt hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II. Kein Betriebsausgabenabzug für ausschließlich bei der Berufsausübung getragene bürgerliche Kleidung
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                Grundsätzlich sind Aufwendungen für Kleidung als unverzichtbare Aufwendungen der Lebensführung nicht abziehbar, auch wenn sie zur Förderung des Berufs oder der Tätigkeit des Steuerpflichtigen erfolgen (§ 12
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                Nr. 1 Satz 1 EStG), es sei denn, es handelt sich um typische Berufskleidung (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 EStG).
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Im aktuellen Fall hatten ein selbständiger Trauerredner und Trauerbegleiter sowie seine bei ihm angestellte Ehefrau Aufwendungen für die Anschaffung, Reinigung, Änderung etc. von Kleidung (Anzüge, Hemden, Röcke, Schuhe usw.) als Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten geltend gemacht. Im Rahmen einer durchgeführten Außenprüfung versagte das zuständige Finanzamt den Betriebsausgabenabzug und änderte die Einkommensteuerbescheide der Streitjahre. Weder das Rechtsbehelfsverfahren noch die im Anschluss erhobene Klage hatten Erfolg. Das Revisionsverfahren der Kläger zielte im Wesentlichen darauf ab, dass das Tragen schwarzer Kleidung eines Trauerredners „kulturhistorisch“ zwingend erwartet werde und sich die „Typisierung der schwarzen Kleider als berufstypische Kleidung“ nicht aus der Beschaffenheit, sondern vielmehr aus dem „zwangsläufigen Verwendungszweck und der mit diesem Zweck verbundenen Funktion“ ableite. Ein Trauerredner habe daher die schwarze Kleidung wie eine Uniform zu tragen, so dass typische Berufskleidung anzunehmen sei. Eine Versagung des Betriebsausgabenabzugs aufgrund einer möglichen Privatnutzung sei daher rechtswidrig.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Der BFH sah dies anders und bestätigte, dass Aufwendungen für bürgerliche Kleidung grundsätzlich nicht als Betriebsausgaben (§ 4 Abs. 4 EStG) bzw. Werbungskosten (§ 9 EStG) abziehbar sind, deren Nutzung als normale, bürgerliche Kleidung objektiv möglich und üblich ist, also auch privat getragen werden kann. Abziehbar bleiben lediglich Kleidungsstücke, die nahezu ausschließlich für die berufliche Nutzung bestimmt und geeignet sind, sei es zum einen durch ihre „Unterscheidungsfunktion“, wie bspw. Uniformen oder dauerhaft angebrachte markante Firmenembleme, oder zum anderen durch ihre „Schutzfunktion“, wie Arbeitsschuhe oder Schutzanzüge.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
                
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Auch stellte der BFH noch einmal fest, dass eine Aufteilung in abziehbare Betriebsausgaben und einen nicht abziehbaren Privatanteil ausscheide, da derartige Aufwendungen des Privatbereiches durch den Grundfreibetrag abgegolten oder darüber hinaus als Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen anzusetzen seien und somit schon zur Vermeidung einer doppelten Berücksichtigung dem Anwendungsbereich des § 4 Abs. 4 EStG bzw. § 9 EStG entzogen seien.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Der BFH nutzte auch gleich einmal die Gelegenheit, diverse ältere Entscheidungen, in denen einige Kleidungsstücke trotz einer möglichen Privatnutzung (schwarzer Anzug eines Bestatters bzw. Pfarrers, schwarze Hose des Kellners) als Berufskleidung anerkannt wurden, als überholt anzusehen. Auch führen weder eine ausschließliche betriebliche Nutzung noch ein erhöhter, beruflich veranlasster Verschleiß von bürgerlicher Kleidung zum Betriebsausgabenabzug.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III. Unser Tipp
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Interessant bleibt die Tatsache, dass die Revision der Kläger dennoch Erfolg hatte: Die vom Trauerredner als Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Kleidung kommt möglicherweise als Betriebsausgabe in Form von Sachlohn an die Ehefrau in Betracht. Dies konnte der BFH aufgrund mangelnder Feststellungen des Finanzgerichts nicht abschließend beurteilen und verwies den Fall zurück an das Finanzgericht. 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Es wird also auf die arbeitsvertraglichen Regelungen ankommen, da Kläger und angestellte Klägerin verheiratet sind. Voraussetzung für eine steuerliche Anerkennung von Verträgen zwischen nahen Angehörigen ist immer eine wirksame, eindeutige, fremdübliche und tatsächlich durchgeführte Vereinbarung.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Gerne sind wir Ihnen bei der Prüfung von vertraglichen Regelungen unter nahen Angehörigen behilflich.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 03 Nov 2022 08:44:51 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Öffentliches Testament versus eigenhändiges Testament – Vor- und Nachteile der üblichen Varianten  der Testamentserstellung – Rechts-Tipp Nr. 240</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/oeffentliches-testament-versus-eigenhaendiges-testament-vor-und-nachteile-der-ueblichen-varianten-der-testamentserstellung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Öffentliches Testament versus eigenhändiges Testament – Vor- und Nachteile der üblichen Varianten der Testamentserstellung
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               I.	Einleitung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Naturgemäß wird im Rahmen der Nachlassgestaltung zuerst an die Frage „Was passiert mit meinem Vermögen nach meinem Tod und sind meine Liebsten gut versorgt, wenn ich nicht mehr da bin?“ gedacht. Um Unsicherheiten hinsichtlich der Beantwortung dieser Frage zu vermeiden, ist es zwingend notwendig, seine Erbfolge vorausschauend zu planen und für eine verlässliche Umsetzung der eigenen Vorstellung zu sorgen. Um die Durchsetzung dieser eigenen Interessen zu sichern, kann von der gesetzlichen Erbfolge durch Verfügungen von Todes wegen, insbesondere durch die Errichtung eines Testamentes, abgewichen werden. Bei einem Testament handelt es sich um eine einseitige, formbedürftige und jederzeit widerrufbare Willenserklärung des Erblassers über sein Vermögen im Todesfall. Das Testament ist wirksam, wenn die Testierfähigkeit des Erblassers gegeben ist (§ 2229 BGB) und das Testament ordentlich errichtet wurde (§ 2231 BGB). Daneben existiert die Möglichkeit einer außerordentlichen Errichtung durch sog. Nottestamente (§ 2248 BGB), welche jedoch die absolute Ausnahme der Errichtungsform darstellen. Je nachdem, in welcher Ausgangslage man sich befindet, können durch die Wahl der Gestaltungsvariante erhebliche Vor- und Nachteile entstehen.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               II.	Vor- und Nachteile der ordentlichen Er-richtungsformen
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                Ein Testament kann gem. § 2231 BGB zur Niederschrift eines Notars oder in einer vom Erblasser nach § 2247 BGB abgegebenen Erklärung ordentlich errichtet werden. Jede Errichtungsform hat dabei gewisse Vor- aber auch Nachteile.
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 1.	Fehlende Eigenhändigkeit des öffentlichen Testaments
                &#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              
               Die erstgenannte Form der ordentlichen Errichtung ist die zur Niederschrift eines Notars, § 2231 Nr. 1 BGB. Zur Nieder-schrift eines Notars wird ein Testament errichtet, indem der Erblasser dem Notar seinen letzten Willen erklärt oder dem Notar eine Schrift mit der Erklärung übergibt, dass diese seinen letzten Willen enthalte. Das Schriftstück kann dabei offen oder verschlossen übergeben werden und braucht vom Erblasser nicht eigenhändig geschrieben sein, § 2232 S. 1, 2 BGB. Letzteres stellt damit bereits einen Vorteil gegenüber dem eigenhändigen Testament dar. Das eigenhändige Testament setzt zur Wirksamkeit voraus, dass die Urkunde in Gänze handschriftlich verfasst und unterschrieben wurde, § 2247 Abs. 1 BGB. Gerade bei der selbständigen Formulierung von Verfügungen von Todes wegen kommt es jedoch häufig zu unwirksamen Gestaltungserklärungen des Erblassers, denn das Gesetz stellt auch an ein Testament gewisse Ansprüche. Es ist also oftmals anwaltlicher als auch steuerlicher Rat gefragt. Da das öffentliche Testament durch einen Notar vorbereitet und/oder überprüft wird, kann dieser auch die rechtliche Beratung übernehmen, zu steuerlichen Folgen können allerdings die wenigsten Notare beraten.  
              &#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              
               Viele wählen gleichwohl den Weg zum Notar, da sie dort eine rechtlich richtige Gestaltung erwarten.
              &#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 2.	Feststellung der Testierfähigkeit durch den Notar
                &#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Weiter ist darauf hinzuweisen, dass der Erblasser bei der Erstellung des Testamentes testierfähig sein muss, § 2229 BGB. Neben Minderjährigen, welche das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (Abs. 1) fehlt es auch demjenigen, der wegen krankhafter Störung der Geistestätigkeit, wegen Geistesschwäche oder wegen Bewusstseinsstörung nicht in der Lage ist, die Bedeutung einer von ihm abgegebenen Willenserklärung einzusehen und nach dieser Ein-sicht zu handeln (Abs. 4), an einer solchen Testierfähigkeit. Als ein bekanntes Beispiel für krankhafte Störungen der Geistestätigkeit ist die (Alters-)Demenz anzuführen. Besonders problematisch ist der Fall, wenn Menschen, welche unter der Demenzkrankheit leiden, Erklärungen verschriftlichen. In Folge eines späteren Erbfalls kommt es sodann häufig zu Streitigkeiten über die Wirksamkeit der jeweiligen Testamente.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Um solchen Streitigkeiten vorzubeugen und um abzusichern, dass die im Testament getroffenen Verfügungen auch wirksam gewesen sind, kann der Erblasser bei Errichtung des Testaments die Testierfähigkeit vom Notar feststellen lassen. Dies beugt etwaigen Streitigkeiten zwar vor, es ist jedoch zu beachten, dass auch in einem solchen Fall keine Garantie für die Wirksamkeit des letzten Willens gegeben ist. Ein Gericht kann trotz entgegenstehender Erklärung eines Notars eine andere Entscheidung über die Testierfähigkeit zum jeweiligen Zeitpunkt treffen. Dennoch mag in solchen Zweifelsfällen der Gang zum Notar die richtige Lösung sein.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 3.	Kostenvorteil des eigenhändigen Testaments 
                &#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                Rechtssicherheit bei der Errichtung eines Testaments kann aber auch dadurch erreicht werden, dass der Erblasser einen Rechtsanwalt beauftragt, welcher ein Testament den Wünschen des Erblassers entsprechend vorverfasst oder die bereits getroffenen Verfügungen auf Wirksamkeit über-prüft. Qualifizierte Rechts- und Steuerberater können so an der Vorbereitung des Textes für ein eigenhändiges Testament mitwirken, welcher vom künftigen Erblasser abgeschrieben werden kann. In diesem Fall könnte der Erblasser durch die Errichtung in Form des eigenhändigen Testamentes die Kosten der notariellen Beurkundung einsparen. Zusätzlich dazu wird ein Testament, welches mit einem Rechtsanwalt oder Steuerberater zusammen erstellt wurde, den Wünschen des Erblassers regelmäßig deutlich gerechter, als manche Standardvorlage eines Notars.
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 4.	Flexibilität durch eigenhändiges Testament
                &#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Zusätzlich dazu ist die Umgestaltung der getroffenen Verfügungen durch ein eigenhändiges Testament wesentlich kurzfristiger und flexibler möglich, als bei einem öffentlichen Testament. Der „Weg zum Notar“ bleibt dem Erblasser erspart. Änderungen, welche wiederum ebenfalls geändert oder zurückgenommen werden könnten, können durch eine eigenhändige und unterschriebene Urkunde flexibel und kurzfristig von zuhause aus vorgenommen werden. Diese Flexibilität des eigenhändigen Testamentes gilt ebenfalls als einer der Vorteile gegenüber dem öffentlichen Testament.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 5.	Beweiskraft des öffentlichen Testamentes
                &#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              
               Im Gegensatz zum eigenhändigen Testament besitzt das öffentliche Testament jedoch eine stärkere Beweiskraft über die Erbenstellung als das eigenhändige Testament. Ersteres ist durch einen Notar beurkundet und nicht lediglich eigenhändig errichtet worden. Die Frage der Beweiskraft stellt sich dann, wenn es zum Erbfall gekommen ist, mithin nach dem Tod des Erblassers. Regelmäßig ist es für den Erben notwendig, sich gegenüber Banken oder dem Grundbuch zu legitimieren, um z.B. Verfügungen über die Bankkonten zu veranlassen. Sowohl die Banken als auch die Behörden haben vor der Vornahme solcher Verfügungen die Eindeutigkeit der Rechtsnachfolge festzustellen. Dabei wird die Meinung vertreten, dass hierzu nicht zunächst ein Erbschein abgewartet werden muss, sondern auch direkt ein öffentliches Testament vorgelegt werden kann, um diese Feststellung zu ermöglichen. Anders als das eigenhändige Testament habe das öffentliche Testament eine hinreichende Beweiskraft, um die Prüfung der Erbenstellung durch die Banken/Behörden zu ermöglichen. Ein zusätzlicher Erb-schein, aus welchem sich die Rechtsnachfolge jedenfalls ergibt, sei beim jeweiligen Nachlassgericht nicht zu beantragen. Die angerissene Kostenersparnis würde sich in diesem Fall relativieren, denn dann wären zwar die Kosten der notariellen Beurkundung gespart, aber später müssten die Kosten des Erbscheinsverfahrens getragen werden.
              &#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              
               Diese Rechtsansicht ist aber nicht richtig. Häufig erkennen Banken und Grundbücher das öffentliche Testament nicht als hinreichenden Nachweis für die Erbenstellung an. Grund hierfür ist, dass es auch bei einem notariellen Testament möglich ist, dass der Erblasser eine spätere, abweichende Erklärung abgegeben hat, vielleicht bei einem anderen Notar, vielleicht auch durch ein eigenhändiges, zusätzliches Testament. Vor diesem Hintergrund fordern zum Beispiel Banken und Behörden auch bei Vorlage eines öffentlichen Testamentes einen Erbschein als offiziellen Nachweis an. Im Ergebnis entstehen in diesen Fällen sowohl Kosten für den Notar, als auch Kosten für den Antrag beim Nachlassgericht. Es ist daher nicht auszuschließen, dass den jeweiligen Erben diese Kosten trotz der Vorlage des öffentlichen Testaments treffen, zusätzlich zu den Notarkosten, die der Erblasser getragen hat.
              &#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 III.	Unser Tipp
                &#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Wir erleben in der Praxis immer wieder, dass Menschen keine oder infolge fehlender, vorheriger fachmännischer Beratung, unrichtige Verfügungen von Todes wegen abgegeben haben. Um diesen Unsicherheiten vorzubeugen, empfehlen wir von der Möglichkeit der Errichtung eines Testaments Gebrauch zu machen.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Dabei empfehlen wir, jedenfalls in allen Fällen, in denen die Testierfähigkeit des Erblassers unstreitig und unproblematisch als gegeben anzusehen ist, die Errichtung des Testaments durch eigenhändige Verfassung. Um unwirksamen Erklärungsinhalten vorzubeugen und eine dem Einzelfall gerecht werdende Gestaltung zu ermöglichen, sollte das Testament dabei von einem Rechtsanwalt formuliert oder zumindest in der gewählten Formulierung auf Wirksamkeit und auch die steuerlichen Folgen der Gestaltung überprüft werden. Weiter empfehlen wir, das Testament beim jeweiligen Nachlassgericht in Verwahrung zu geben, § 2248 BGB. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass das Testament nicht verloren geht und im Sinne des Erblassers auch eröffnet wird. 
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Gerne stehen wir Ihnen für ein erstes Gespräch zur Verfügung, um mit Ihnen Ihre aktuelle Nachlassgestaltung zu besprechen.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
               
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 03 Nov 2022 08:44:47 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/oeffentliches-testament-versus-eigenhaendiges-testament-vor-und-nachteile-der-ueblichen-varianten-der-testamentserstellung</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Inflationsausgleichsprämie: Wann ist eine Sonderzahlung "zusätzlich"?</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/die-inflationsausgleichspraemie-wann-ist-eine-sonderzahlung-zusaetzlich</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Die Inflationsausgleichsprämie: 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Wann ist eine Sonderzahlung "zusätzlich"?
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              I. Einleitung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der Deutsche Bundestag hat am 30.09.2022 das "Gesetz zur temporären Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Gaslieferungen über das Erdgasnetz" beschlossen (BT-Drs. 20/3530), welchem der Bundesrat am 07.10.2022 zugestimmt hat (BR-Drs 476/22). Dieses sieht zum einen die temporäre Anwendung eines ermäßigten Steuersatzes auf Gaslieferungen über das Erdgasnetz im Zeitraum vom 01.10.2022-31.03.2024 vor. Zum anderen wurde mit diesem Gesetz allerdings auch § 3 Nr. 11c EStG neu – besser bekannt unter dem "Inflationsausgleichsprämie" – beigefügt. Dieser regelt die Möglichkeit des Arbeitgebers, seinen Arbeitnehmern Leistungen zur Abmilderung der Inflation bis zu einem Betrag von 3.000 Euro steuerfrei zu gewähren. Nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt vom 25.10.2022 können Unternehmen nunmehr vom 01.10.2022 an rückwirkend die zusätzliche Leistung an ihre Beschäftigten auszahlen. Die Gesetzesbegründung verweist auf die angespannte Lage auf den Energiemärkten und den dadurch erheblich gestiegenen Gaspreis. Die im Gesetz enthaltenen Maßnahmen sollen die dadurch entstehenden Belastungen der Bürgerinnen und Bürger abfedern. Dieser Betrag beschränkt sich im Folgenden allerdings auf die Vorgaben zur Inflationsausgleichsprämie.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                II. Die Inflationsausgleichsprämie
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                 
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Die bereits mit viel medialer Aufmerksamkeit gewürdigte Einführung der Inflationsausgleichsprämie wurde durch den neu gefassten § 3 Nr. 11c EStG nunmehr in den Gesetzestext aufgenommen.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der Gesetzestext zu § 3 Nr. 11c EStG lautet: 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
              "11c. zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn vom Arbeitgeber in der Zeit vom (...) bis zum 31. Dezember 2024 in Form von Zuschüssen und Sachbezügen gewährte Leistungen zur Abmilderung der gestiegenen Verbraucherpreise bis zu einem Betrag von 3 000 Euro,".
             &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Es handelt sich bei der Inflationsausgleichsprämie also um einen steuerlichen Freibetrag, durch welchen dem Arbeitgeber die steuerfreie Zahlung von zusätzlichen Leistungen an den Arbeitnehmer ermöglicht wird, solange der Betrag von 3.000 Euro nicht überschritten wird.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                III. Voraussetzungen der steuerfreien Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Arbeitgeber müssen bei der Zahlung der Inflationsausgleichsprämie insbesondere drei Vorgaben beachten.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Voraussetzung für die Steuerfreiheit ist zunächst, dass die Leistung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt wird. Eine Leistung ist allerdings dann nicht mehr als "zusätzlich" einzuordnen, wenn der Arbeitnehmer einen Anspruch auf diese hat. Sollte dies der Fall sein, gehört eine solche Sonderleistung zum Arbeitsentgelt und kann gerade nicht aufgrund der Gesetzesänderung steuer- und sozialversicherungsfrei ausgezahlt werden. Ob der Arbeitnehmer einen Anspruch auf etwaige Sonderzahlungen hat oder nicht, hängt vom Einzelfall ab und bedarf einer Prüfung im Hinblick auf die arbeitsrechtlichen Vertragsvereinbarungen.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Weiterhin muss ein Zusammenhang zwischen der Sonderleistung und der allgemeinen Preissteigerung bestehen, an welchen allerdings keine besonderen Anforderungen gestellt werden. Es genügt nach Mitteilung des Bundesfinanzministeriums, wenn der Arbeitgeber bei Gewährung der Leistung in beliebiger Form (zum Beispiel durch entsprechenden Hinweis auf dem Überweisungsträger im Rahmen der Lohnabrechnung) deutlich macht, dass diese im Zusammenhang mit der Preissteigerung steht und dadurch als Inflationsausgleichsprämie gelten soll.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Schließlich sind die steuerfreien Leistungen auch im Lohnkonto des Arbeitnehmers als Inflationsausgleichsprämie aufzuführen.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 IV. Inflationsprämie statt Weihnachtsgeld?
                &#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                Aufgrund des Zeitpunktes der Gesetzesneuerung häufen sich derzeit die Anfragen von Unternehmen bezüglich der konkreten und zeitnahen Durchführung einer möglichen Auszahlung der Inflationsprämie. Insbesondere hinsichtlich einer etwaigen Ersetzung von bereits existierenden Jahressonderzahlungen sollte eine Auszahlung als Inflationsausgleichsprämie allerdings mit Vorsicht genossen werden.
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                Nicht wenige Unternehmen zahlen an ihre Beschäftigten jährlich ein Weihnachtsgeld aus. Im Zuge der Einführung der Inflationsausgleichsprämie erscheint eine steuerlich begünstigte Auszahlung verständlicherweise verlockend. Vielfach wird daher überlegt, die Sonderzahlung nicht mehr als "Weihnachtsgeld" auszuschütten, sondern stattdessen in identischer Höhe als Inflationsausgleichsprämie zu gewähren, um so die steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Vorteile genießen zu können. Ob eine solche Gewährung möglich ist, hängt aber entscheidend davon ab, ob die Beschäftigten einen Anspruch auf das Weihnachtsgeld haben. Besteht ein solcher Anspruch, handelt es sich nicht um die vom Gesetz geforderte Sonderzahlung "zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitsentgelt" und damit nicht um eine begünstigte Auszahlung.
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                Ein Anspruch der Beschäftigten kann sich u.a. unmittelbar aus dem Arbeitsvertrag selbst ergeben, sofern der Arbeitgeber sich nicht wirksam die Freiwilligkeit des Weihnachtsgeldes vorbehalten hat. Der Großteil aller Arbeitsverträge wird zwar einen Freiwilligkeitsvorbehalt für alle Gratifikationen und Sonderleistungen beinhalten. Ein Rechtsanspruch auf eine solche Sonderleistung des Unternehmens wird allerdings nicht bereits dadurch wirksam ausgeschlossen, weil eine genügte Leistung als "freiwillig" bezeichnet wird. 
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Sofern das Unternehmen die Voraussetzungen für – und ggfs. sogar die Höhe – einer Sonderleistung in den Arbeitsvertrag aufgenommen hat, entsteht für die Beschäftigten ein konkreter Anspruch auf Zahlung einer Sonderleistung, unter einen Freiwilligkeitsvorbehalt stellen, widersprechen sich diese Vertragsbestimmungen. Dies verstößt im Sinne von § 307 I BGB gegen das Transparenzgebot, nach welchem Regelungen nicht in einer Weise formuliert werden dürfen, dass sie für den Vertragspartner unklar sind und er dadurch in der Wahrnehmung seiner Rechte beschränkt wird. Vorliegend vereinbaren die Parteien auf der einen Seite eine konkrete Leistung und auf der anderen Seite soll diese Vereinbarung nicht verbindlich sein. Ein solcher Verstoß gegen das Transparenzgebot führt regelmäßig zur Unwirksamkeit des Vorbehaltes.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Im Übrigen ist der Begriff „freiwillig“ auch nicht ohne weiteres als Anspruchsausschluss zu verstehen, da eine solche Bezeichnung auch bedeuten kann, dass der Arbeitgeber weder aufgrund eines Tarifvertrags, einer Betriebsvereinbarung noch nach dem Gesetz zu dieser Leistung verpflichtet ist.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ein Anspruch auf Zahlung eines Weihnachtsgeldes kann sich auch aus dem gesetzlich nicht geregelten Institut der betrieblichen Übung ergeben. Darunter versteht man im Kern die regelmäßige Wiederholung bestimmter Verhaltensweisen des Arbeitgebers, aus denen die Arbeitnehmer schließen können, dass ihnen eine Leistung oder Vergütung auf Dauer gewährt werden soll.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Da aus einer einmal entstandenen betrieblichen Übung ein Anspruch des Beschäftigten folgt, darf das Unternehmen nicht ohne weiteres, von der betrieblichen Übung abweichen. Wie schon im Fall der ausdrücklichen Regelung im Arbeitsvertrag führt ein etwaiger Freiwilligkeitsvorbehalt auch bei der betrieblichen Übung nicht dazu, dass den Beschäftigten der Anspruch wieder entzogen werden kann.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ähnliches gilt für die sog. Schriftformklausel. Eine einfache Schriftformklausel, nach der Änderungen oder Ergänzungen des Vertrages der Schriftform bedürfen, kann aber in der Regel auch konkludent von den Parteien abgedungen werden, sodass eine solche die betriebliche Übung nicht verhindern kann. Selbst eine sog. doppelte Schriftformklausel kann die betriebliche Übung im Ergebnis nicht verhindern.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            In der Praxis wird den Beschäftigten also häufig ein Anspruch auf Weihnachtsgeld zustehen, der unternehmensseitig nicht ohne weiteres einseitig widerrufen werden kann. Die Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie als Ersatz für ein andernfalls gewährtes Weihnachtsgeld wird daher regelmäßig nicht möglich sein, weil die Zahlung gerade nicht zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn erfolgen würde.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                V.	Fazit
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                 
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Arbeitgeber und HR-Verantwortliche sollten gründlich prüfen, ob es sich bei einer geplanten Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie tatsächlich um eine zusätzliche Leistung zum ohnehin geschuldeten Arbeitsentgelt handelt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Dabei können Ansprüche verschiedenen Ursprungs (bspw. Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung, Tarifvertrag oder auch betriebliche Übung) genügen, um die mit der neuen gesetzlichen Regelung eingeführten Vergünstigungen auszuschließen. Dabei sind die bei arbeitsvertraglichen Ansprüchen häufig vorzufindenden Freiwilligkeitsvorbehalte kein „Freischein“ für den bloßen Austausch bestehender Sonderzahlungen mit der neuen Inflationsausgleichsprämie.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Sollten Arbeitgeber fälschlicherweise Teile des ohnehin geschuldeten Arbeitsentgelts steuer- und sozialversicherungsfrei an die Mitarbeiter ausgezahlt haben, würde dies zumindest im Rahmen einer Prüfung der Deutschen Rentenversicherung zur Nachzahlung und Erhebung der Säumniszuschläge führen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die konkreten Gestaltungsmöglichkeiten sollten daher vor Auszahlung sorgsam überprüft werden. Wenn auch die Inflationsausgleichsprämie auf den ersten Blick wenige Voraussetzungen haben mag, die Frage nach einer Gewährung „zusätzlich zu dem ohnehin geschuldeten Arbeitsentgelt“, muss jedenfalls im konkreten Einzelfall geprüft werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 26 Oct 2022 12:47:55 GMT</pubDate>
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      <title>Fokus Lohnsteuer: Finanzgericht Köln urteilt zu Pauschalierung von Lohnsteuer bei Betriebsveranstaltungen</title>
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  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Fokus Lohnsteuer: Finanzgericht Köln urteilt zu Pauschalierung von Lohnsteuer bei Betriebsveranstaltungen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Betriebsveranstaltungen sind und waren in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Streitpunkt gerichtlicher Auseinandersetzungen. Sie sind ein klassisches Streitthema bei der Betriebsprüfung. Mit Urteil vom 27.01.2022 (Az. 6 K 2175/20) entschied nunmehr das Finanzgericht (FG) Köln über die Voraussetzungen einer Lohnsteuerpauschalierung für Aufwendungen im Zusammenhang mit Betriebsveranstaltungen, die lediglich den Führungskräften offenstanden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               I.	Hintergrund: Lohnsteuer auf Teilnahme an Betriebsveranstaltung und Pauschalierung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1.	Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die einkommensteuerlichen „Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit“ bestehen für das Gros der Arbeitnehmer in der Regel aus wiederkehrenden Zahlungen, nämlich dem monatlichen Gehalt. Bei Arbeitnehmern wird die Einkommensteuer auf diese Einkünfte über die Lohnsteuer erhoben. Sie wird vom Arbeitgeber bei der Gehaltszahlung einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Zu den Einkünften aus nicht selbständiger Arbeit gehören gemäß § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 1a EStG neben dem monatlichen Gehalt aber auch Zuwendungen im Zusammenhang mit Betriebsveranstaltungen und übrige Sachzuwendungen nach § 8 Abs. 2 EStG. Das Gesetz definiert die Betriebsveranstaltung seit 2015 als Zuwendungen des Arbeitgebers an seinen Arbeitnehmer und dessen Begleitpersonen anlässlich von Veranstaltungen auf betrieblicher Ebene mit gesellschaftlichem Charakter.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Eine Betriebsveranstaltung liegt aber nur vor, wenn der Teilnehmerkreis sich überwiegend – d.h. zu mehr als 50 % – aus Betriebsangehörigen, deren Begleitpersonen und gegebenenfalls Leiharbeitnehmern oder Arbeitnehmern anderer Unternehmen im Konzernverbund zusammensetzt. Für den Fall, dass die Betriebsveranstaltung allen Angehörigen des Betriebs oder eines Betriebsteils offensteht, sieht § 19 Abs. 1 S. 1 Nr.1a S. 3 EStG die Gewährung eines Freibetrags in Höhe von 110 € je Betriebsveranstaltung und je Arbeitnehmer vor, das heißt, die Teilnahme an der Betriebsveranstaltung unterliegt dann nicht der Lohn- bzw. Einkommensteuer. Dies gilt allerdings nur für bis zu zwei Betriebsveranstaltungen jährlich. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2.	Pauschalierung der Lohnsteuer
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das Einkommensteuerrecht bietet eine Reihe von Möglichkeiten, die auf das Gehalt des Arbeitnehmers zu entrichtende Lohnsteuer mit einem pauschalierten Steuersatz anzusetzen. Eine solche Möglichkeit besteht etwa bei der Beschäftigung von geringfügig Beschäftigten nach § 40a EStG oder der Gewährung von Zuwendungen zum Aufbau einer nicht kapitalgedeckten betrieblichen Altersvorsorge an eine Pensionskasse nach § 40b EStG. Daneben bietet § 40 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 EStG die Möglichkeit, die Lohnsteuer auf Arbeitslohn, der in der Teilnahme an einer Betriebsveranstaltung besteht, mit einem Pauschalsteuersatz von 25 % zu erheben. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist diese Regelung aber nur anwendbar, wenn die Teilnahme an der Veranstaltung allen Betriebsangehörigen offensteht. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               II.	FG Köln zur Lohnsteuerpauschalierung bei Betriebsveranstaltungen
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1.	Sachverhalt
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Im Jahr 2015 veranstaltete der Vorstand der klagenden Arbeitgeberin (Klägerin) in eigenen Räumlichkeiten eine Weihnachtsfeier, zu der ausschließlich die Mitglieder des Vorstandes eingeladen waren. Neben Getränken und einem mehrgängigen Menü wurde der Raum dekoriert und musikalische Untermalung dargeboten.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Im gleichen Jahr wurde eine weitere Weihnachtsfeier für diejenigen Mitarbeiter der (Tochter)-gesellschaften ausgerichtet, die zum sogenannten oberen Konzernführungkreis gehörten. Dabei handelte es sich um Mitarbeiter, die ein bestimmtes Karrierelevel erreicht hatten, aber nicht um einen eigenständigen Betriebsteil.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Klägerin behandelte die im Zusammenhang mit den Weihnachtsfeiern stehenden Zuwendungen als Arbeitslohn aus Anlass von Betriebsveranstaltungen und unterwarf diese demgemäß dem pauschalierten Lohnsteuersatz von 25 % nach § 40 Abs. 2 S. 1 Nr.2 EStG. Im Anschluss einer Lohnsteueraußenprüfung erließ das Finanzamt Nachforderungs- und Haftungsbescheide. Es behandelte die Zuwendungen – anders als die Klägerin – als steuerpflichtigen Arbeitslohn im Sinne des § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 EStG und unterwarf die Vorstandsweihnachtsfeier einem Steuersatz von 81,81 % und die Weihnachtsfeier für den Konzernführungskreis einem Steuersatz von 62 %. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Gegen diese nachträglich erlassenen Steuerbescheide wandte sich die Klägerin mit ihrer Klage. Nach ihrer Auffassung bestehe die Voraussetzung nicht mehr, dass eine Betriebsveranstaltung allen Betriebsangehörigen offenstehen müsse, nachdem die Legaldefinition in § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 1a EStG in 2015 eingeführt worden ist. Gleiches müsse deshalb auch für das Verständnis des in § 40 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 EStG verwendeten Begriffs der Betriebsveranstaltung gelten. Die ständige Rechtsprechung des BFH sei mit der Einführung der Legaldefinition überholt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2.	Urteil
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der Auffassung der Klägerin erteilte das FG Köln eine klare Abfuhr. Es entschied, dass Veranstaltungen, die nicht allen Betriebsangehörigen offenstehen, nicht als Betriebsveranstaltungen im Sinne des § 40 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 EStG einzustufen sind und eine Pauschalierung der Lohnsteuer dementsprechend unzulässig sei. Das FG Köln folgte damit einer Entscheidung des FG Münster vom 20.02.2020 (Az. 8 K 32/19).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das FG Köln gab dem Beklagten insoweit Recht, als dass die Legaldefinition des in § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 1a EStG verwendeten Begriffs der Betriebsveranstaltung das Kriterium des Offenstehens der Veranstaltung für alle Angehörigen des Betriebs nicht enthalte. Dieses sei lediglich Bedingung für die Anwendung des Freibetrags nach § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 1a S. 3 EStG. Zwar seien Begriffe, die in verschiedenen Vorschriften desselben Gesetzes verwendet werden, grundsätzlich einheitlich auszulegen. Eine von einer Legaldefinition abweichende Auslegung komme jedoch in Betracht, wenn der Zweck der Regelung, ihr Zusammenhang mit anderen Vorschriften und/oder die Entstehungsgeschichte eindeutig erkennen lassen, dass der Begriff anders als in der Legaldefinition verstanden werden soll.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Eine solche – von der Legaldefinition in § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 1a S. 1 EStG abweichende – Auslegung des Begriffs der Betriebsveranstaltung in § 40 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 EStG für Zwecke der Pauschalierung der Lohnsteuer sei nach Ansicht des FG in dem vorliegenden Fall geboten. Der BFH habe seine Auslegung des § 40 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 EStG vor allem mit dem Zweck der Vorschrift begründet. Die Vorschrift bezwecke danach keine Steuervergünstigung, sondern sei darauf angelegt, eine einfache und sachgerechte Besteuerung der Vorteile zu ermöglichen, die bei der teilnehmenden Belegschaft im Ganzen anfielen. Der Durchschnittssteuersatz von 25 % sei sachgerecht, weil auf Grund der „vertikalen Beteiligung“ Arbeitnehmer aller Lohngruppen an der Betriebsveranstaltung teilnähmen. Stehe eine Veranstaltung nicht allen Betriebsangehörigen offen, verfehle die Pauschalbesteuerung mit einem festen Steuersatz von 25 % das in Art. 3 Abs. 1 GG verankerte Prinzip der Besteuerung nach der finanziellen Leistungsfähigkeit und das Gebot der Folgerichtigkeit. Die Rechtsprechung des BFH zu § 40 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 EStG finde trotz der Einfügung des § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 1a EStG und insbesondere trotz der Legaldefinition in Satz 1 weiterhin Anwendung.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             III.	Fazit
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Für Arbeitgeber, die den pauschalierten Steuersatz nutzen möchten, empfiehlt es sich, darauf Acht zu geben, dass die durchgeführten Veranstaltungen nicht auf einzelne Angestellte beschränkt werden. Kann die Veranstaltung nicht dem gesamten Betrieb – beispielsweise aus Kapazitätsgründen – zugänglich gemacht werden, besteht die Möglichkeit, die Veranstaltung auf einen festgelegten Betriebsteil zu beschränken.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Gegen das Urteil des FG Köln wurde allerdings von der Klägerin Revision beim BFH (Az. VI R 5/22) eingelegt. Es bleibt daher bis zu dessen Entscheidung abzuwarten, ob der Begriff der Betriebsveranstaltung für Zwecke der Lohnsteuerpauschalierung auch nach dem Inkrafttreten der Regelung des § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 1a EStG das Offenstehen für alle Mitarbeiter voraussetzt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 17 Oct 2022 13:53:12 GMT</pubDate>
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      <title>Aus PNHR wird Pelka</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Aus PNHR wird Pelka
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
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              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      
                   1977 bis 2022 – 45 Jahre. In diesem Zeitraum hat sich unsere Kanzlei von einer Einzelpraxis zu einer Partnerschaft von Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern mit über 120 Kolleginnen und Kollegen entwickelt. 
                  &#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;div&gt;&#xD;
                      &lt;br/&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        
                    Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die persönliche Betreuung und Beratung unserer Mandantinnen und Mandanten. Unser Anspruch ist es, die an uns herangetragenen Fragestellungen und Aufgaben von allen Seiten zu beleuchten, praktikable, belastbare und prägnante Lösungen zu entwickeln, unternehmerisch zu denken und verlässliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zu sein. Durch Leidenschaft für unsere tägliche Arbeit versuchen wir einen Mehrwert zu schaffen.
                   &#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;br/&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        
                    Auch in unserer Firmierung wollen wir künftig zum Ausdruck bringen, dass eine fokussierte und persönliche Beratung zum Kern unseres Selbstverständnisses gehört. Aus „PNHR“ wird deswegen „Pelka“ – ein Eigenname statt einer Abkürzung, weil auch unsere Beratung immer persönlich, engagiert und leidenschaftlich ist und das schon seit mehr als vier Jahrzehnten.
                   &#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;br/&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;br/&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;b&gt;&#xD;
                          &lt;span&gt;&#xD;
                            
                      Über Pelka
                     &#xD;
                          &lt;/span&gt;&#xD;
                        &lt;/b&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          
                     Pelka ist eine multidisziplinäre Sozietät mit 17 Partnerinnen und Partnern aus den Bereichen Rechtsberatung, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung sowie rund 140 Mitarbeitenden an den Standorten Köln, Berlin und Essen. Zu den Mandantinnen und Mandanten gehören vornehmlich mittelständische Unternehmen, die dahinterstehenden Familien sowie freiberuflich Tätige.
                    &#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          &lt;br/&gt;&#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;b&gt;&#xD;
                          
                     Kontakt
                    &#xD;
                        &lt;/b&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          
                     Anabelle Bilo
                     &#xD;
                          &lt;br/&gt;&#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          
                     Anabelle.Bilo@pelkapartner.de
                    &#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          
                     +49 221/54678 0
                    &#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;br/&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                    &lt;/div&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;div&gt;&#xD;
                    &lt;div&gt;&#xD;
                    &lt;/div&gt;&#xD;
                  &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 04 Oct 2022 08:50:31 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/aus-pnhr-wird-pelka</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/Pelka+Jubil%C3%A4um+-1360423.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Selbstnutzung eines Familienheims nach der Erbschaft</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/selbstnutzung-eines-familienheims-nach-der-erbschaft</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Selbstnutzung eines Familienheims nach der Erbschaft
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              1.	Wie werden vererbte Immobilien eigentlich versteuert? 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Grundsätzlich unterliegt das gesamte Erbe der Erbschaftssteuer. Gehört zum Erbe eine Immobilie, fällt deshalb auch hierauf die Steuer an. Das Gesetz kennt jedoch eine Vielzahl von Befreiungsvorschriften, die von diesem Grundsatz eine Ausnahme machen. Eine solche liegt beispielsweise in den Fällen vor, in denen das sogenannte „Familienheim“ vererbt wird. Hierunter ist das Wohnhaus oder die Wohnung zu verstehen, in der die Eheleute leben und in der sie ihren Lebensmittelpunkt führen. Wird das Familienheim an den überlebenden Ehegatten oder an eines der Kinder vererbt, unterliegt dieser Vorgang im Falle des Ehegatten vollumfänglich und im Falle der Übertragung auf ein Kind, insoweit als die Wohnfläche 200 qm nicht überschreitet, nicht der Erbschaftsteuer.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2.	Muss ich als Erbe nach dem Erwerb noch irgendetwas beachten? 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Voraussetzung für das steuerfreie Erbe ist, dass das Familienheim von dem Erben unverzüglich und für einen Mindestzeitraum von zehn Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wird. Diese Voraussetzung wird in erster Linie durch das Bewohnen des Familienheims durch den Erben erfüllt. Bewohnt der Erbe das Familienheim nur für einen kürzeren Zeitraum – weil er die Immobilie beispielsweise bereits vor dem Ablauf von zehn Jahren an einen Dritten veräußert – entfällt die Steuerbefreiung. Dies führt dann zu einer nachträglichen Erbschaftbesteuerung.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              3.	Gibt es von dieser Frist keine Ausnahmen?
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der Zeitraum von zehn Jahren kann nur ausnahmsweise dann verkürzt werden, wenn den Erben zwingende Gründe daran hindern, das Familienheim selbst zu bewohnen. Wann solche zwingenden Gründe vorliegen, sagt das Gesetz jedoch nicht. Für die Beurteilung ist deshalb vor allem die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ausschlaggebend. Zu der Frage, unter welchen Umständen zwingende Gründe für eine Verkürzung der Frist vorliegen können, äußerte sich der BFH zuletzt in einem Urteil vom 01.12.2021.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              4.	Worum ging es in dem Urteil? 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            In dem entschiedenen Fall zog die Erbin bereits nach sieben Jahren aus dem vererbten Familienheim aus, da sie sich aufgrund ihres Gesundheitszustands kaum noch in dem Haus bewegen konnte. Der BFH entschied, dass die Steuerbefreiung trotz des vorzeitigen Auszugs nicht entfalle. Ein zwingender Grund für die Verkürzung der Frist habe vorgelegen, weil der Erbin die Nutzung zu eigenen Wohnzwecken nicht mehr zuzumuten gewesen sei.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              5.	Welche Auswirkungen hat das Urteil für mich als Erben?
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das Urteil ist für die Erben zu begrüßen, weil es zu einer Aufweichung des Verständnisses zwingender Grunde führt. Solche nahm die Finanzverwaltung in der Vergangenheit vor allem dann an, wenn das Bewohnen des Familienheims für den Erben – zum Beispiel aufgrund von Pflegebedürftigkeit oder der Zerstörung des Wohnhauses durch höhere Gewalt – unmöglich wurde. Durch das Urteil hat der BFH nunmehr klargestellt, dass ein zwingender Grund auch dann vorliegen kann, wenn die Selbstnutzung dem Erben aufgrund seines Gesundheitszustands nicht mehr zuzumuten ist. Dazu ist nicht notwendig, dass der Erbe die generelle Fähigkeit verliert, einen eigenen Haushalt zu führen. Maßgebend sind die konkreten Umstände bezogen auf das tatsächlich erworbene Eigenheim.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              6.	Gilt dasselbe für eine Schenkung? 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Wird das Familienheim nicht vererbt, sondern verschenkt, gilt die Steuerbefreiung lediglich für Ehegatten. Die Schenkung des Familienheims an eines der Kinder hat daher immer die Besteuerung zur Folge. Anders als beim Erbe, ist für die Gewährung der Steuerbefreiung jedoch nicht notwendig, dass der beschenkte Ehegatte das Familienheim für eine bestimmte Dauer selbst bewohnt. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 30 Sep 2022 09:00:45 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/selbstnutzung-eines-familienheims-nach-der-erbschaft</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/Wald_rotes+Haus.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Nachlassplanung für Ehegatten – Rechts-Tipp Nr. 239</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/nachlassplanung-fuer-ehegatten-rechts-tipp-nr-239</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Nachlassplanung für Ehegatten – das gemeinschaftliche Testament
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
                
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               I.	Einleitung: Als Ehepaar Vermögen vererben
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bei wortwörtlicher Betrachtung sehen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Ehe ein Zusammenleben vor, das erst durch den Tod geschieden wird. Sollte sich dieser Grundsatz bewahrheiten, stellt sich, spätestens wenn die Ehegatten ihren letzten gemeinsamen Lebensabschnitt beschreiten, die Frage nach der Gestaltung des gemeinsamen Nachlasses. Dieses Thema ist für die Beteiligten häufig unangenehm und wird entsprechend häufig aufgeschoben und – wenn überhaupt – recht spät angegangen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Zwar deckt in vielen Fällen die gesetzliche Erbfolge die Vorstellungen der Erblasser weitestgehend ab. Bei Patchwork-Familien kann die gesetzliche Erbfolge aber nicht zu den von beiden Erblassern gewollten Ergebnissen führen. Zudem berücksichtigt die gesetzliche Erbfolge nicht die individuellen Wünsche der Erblasser, wenn etwa besonderes Vertrauen oder Engagement eines Abkömmlings besonders gewürdigt werden soll. Auch ist die Absicherung des überlebenden Ehegatten ein Motiv, um von der gesetzlichen Erbfolge abzuweichen. In einem solchen Fall kann eine gute und mit geringem Aufwand verbundene Lösung ein gemeinschaftliches Testament sein, das nachfolgend mit seinen möglichen Vor- und Nachteilen kurz vorgestellt werden soll.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               II.	Gesetzliche Erbfolge und letztwillige Verfügung(en)
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1.	Gesetzliche Erbfolge
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ohne Testament – egal ob einzeln oder gemeinschaftlich – greift die gesetzliche Erbfolge, nach der die Erben in sog. Ordnungen eingeteilt werden: Erben erster bis vierter Ordnung. Dabei bilden die Abkömmlinge des jeweiligen Erblassers, die Kinder und Enkelkinder, die Erben der ersten Ordnung, § 1924 BGB. Solange ein Abkömmling (Kind) lebt, sind wiederum dessen Abkömmlinge (d.h. Enkel- und Urenkelkinder des Erblassers) von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen. Hat ein Erblasser keine Abkömmlinge bzw. gibt es keine Erben der ersten Ordnung, rücken die Erben der zweiten Ordnung – die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge (Geschwister des Erblassers) – in die Erbenstellung ein. Der Gesetzgeber hat den Ehegatten des Erblassers keiner Ordnung zugerechnet, sondern ihn gesondert berücksichtigt: Nach § 1931 BGB ist der überlebende Ehegatte neben den Abkömmlingen zu einem Viertel, neben den Erben der zweiten Ordnung oder den Großeltern zur Hälfte als gesetzlicher Erbe berufen. Zudem erhält der überlebende Ehegatte zum Ausgleich des während der Ehe erzielten Zugewinns einen pauschalen Zuschlag zum Erbteil von einem Viertel. Für den Fall, dass weder Abkömmlinge, noch Erben der zweiten Ordnung oder Großeltern vorhanden sind, erhält der überlebende Ehegatte die ganze Erbschaft.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2.	Das gemeinschaftliche Testament – der letzte Wille der Ehegatten
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Wenn die gesetzlich vorgesehene Erbfolge nicht den Wünschen der Erblasser entspricht, kann durch ein Testament eine andere Erbeneinsetzung vorgesehen werden oder zumindest die Erbquote geändert werden. Hier kann es lediglich zu Einschränkungen in der Vermögensnachfolge durch das Pflichtteilsrecht kommen, im Übrigen herrscht aber Testierfreiheit. Ehegatten haben, wenn sie die Vermögensnachfolge durch letztwillige Verfügungen regeln wollen, im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, ihr „gemeinsames Vermögen“ zu vererben: 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Einerseits kann natürlich jeder Ehegatte einzeln für sich ein Testament verfassen. Im Vorfeld können sich die Ehegatten abstimmen, wer wen zu welcher Quote in seinem Testament bedenkt, so dass letztlich die Vermögensnachfolge zusammen gestaltet wird. Es kann sich aber andererseits als sinnvoller erweisen, die letztwilligen Verfügungen in einem gemeinschaftlichen Testament festzuhalten und dabei wechselseitige Verfügungen vorzunehmen. Typischerweise setzen sich die Ehegatten hierbei zunächst gegenseitig als Alleinerben ein, so dass das Vermögen des verstorbenen Ehegatten zuerst auf den noch lebenden Ehegatten übergeht. Es wird zudem ein Schlusserbe bestimmt, der dann Erbe des gesamten Nachlasses nach dem Tod des letztversterbenden Ehegatten wird. Bei den Schlusserben handelt es sich regelmäßig aber nicht zwingend um die Abkömmlinge. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             a)	Vorteile des gemeinschaftlichen Testaments
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Diese Lösung hat zunächst den Vorteil, dass sich die Vermögenslage für den länger lebenden Ehegatten nicht verändert, weil der Ehegatte als Alleinerbe keinen Ansprüchen etwaiger Miterben ausgesetzt ist. Entsprechend muss für die Befriedigung dieser Ansprüche auch kein Vermögen veräußert werden, um die hierfür notwendige Liquidität zu beschaffen. Unter Umständen lässt es sich sogar verhindern, dass die (vorläufig) enterbten Abkömmlinge ihre gesetzlichen Pflichtteilsansprüche geltend machen. Das gemeinschaftliche Testament der Ehegatten kann zu Lebzeiten beider Ehegatten jederzeit widerrufen werden. Der zuerst versterbende Ehegatte hat aber die Gewissheit, dass mit seinem Ableben die Anordnungen in dem Testament nicht mehr widerrufen werden können und die Verfügungen damit bindend geworden sind.   
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zudem kann ein solches Testament ohne die Beteiligung eines Notars wirksam errichtet werden. Es reicht in formeller Hinsicht aus, wenn es von einem der beiden Ehegatten handschriftlich verfasst und von beiden Ehegatten unterschrieben wird. Aus Sicherheitsgründen sollten auch die gesetzlichen Soll-Vorgaben (bspw. Datum und Ort) mit angegeben werden. Sollten sich die gemeinsam getroffenen Verfügungen im Laufe der Zeit aus Sicht beider Ehegatten als nicht mehr erwünscht erweisen, kann das gemeinschaftliche Testament zu Lebzeiten durch beide Ehegatten einfach widerrufen werden, indem etwa ein neues Testament verfasst wird. Die „ewige Bindung“ greift erst nach dem Tod des zuerst versterbenden Ehegatten.     
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             b)	Nachteile des gemeinschaftlichen Testaments
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der Vorteil, dass nach dem Ableben des Ehegatten das gemeinschaftliche Testament nicht widerrufen werden kann, kann sich unter Umständen als großer Nachteil erweisen, etwa wenn ein Ehegatte früh verstirbt und der überlebende Ehegatte in der Folgezeit eine neue Familie gründet und gegebenenfalls noch nach Jahrzehnten an das Testament gebunden ist. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zudem kann das häufig im Vordergrund stehende Ziel, dem überlebenden Ehegatten den ehelichen Vermögensstand uneingeschränkt zu belassen, nicht immer vollständig erreicht werden, weil das Pflichtteilsrecht der (jedenfalls vorläufig) enterbten Abkömmlinge nicht außer Kraft gesetzt werden kann bzw. sich nicht immer Klauseln finden lassen, die den Pflichtteilsberechtigten Anreize bieten, auf die Geltendmachung des Pflichtteilsanspruchs zu verzichten.    
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Schließlich sollten die Ehegatten bei der gemeinsamen Planung der Vermögensnachfolge die Erbschaftsteuer nicht außer Acht lassen. Insbesondere die erbschaftsteuerlichen Freibeträge und die Art und Weise der genauen testamentarischen Verfügung können zu einer höheren oder niedrigeren Belastung mit Erbschaftsteuer führen. Speziell beim Schlusserben kommt es zu einer Ballung des übertragenen Vermögens, was schnell zu einem Überschreiten der Freibeträge führen kann. Allein aus steuerlichen Gründen kann sich daher schon das Nachdenken über Anpassungen der letztwilligen Verfügung oder Alternativen lohnen. Die Möglichkeiten zur Vermeidung einer übermäßigen erbschaftsteuerlichen Belastung des Schlusserben sind mannigfaltig; Das Spektrum kann von komplizierten Klauseln im Testament bis hin zu lebzeitigen Schenkungen unter Nießbrauch reichen. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
              
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               III.	Unser Tipp
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Es ist immer sinnvoll, die Vermögensnachfolge rechtzeitig zu planen. Dies gilt umso mehr für Ehegatten, die ihr Vermögen während der Ehe zusammen aufgebaut haben. Insbesondere dann, wenn das Vermögen nicht einseitig verteilt ist, sollte die Nachfolge aufeinander abgestimmt werden oder wechselbezüglich voneinander abhängig gemacht werden. Zwar kann die gesetzliche Erbfolge im Wesentlichen auch den Wünschen der Erblasser genügen, eine etwaige Erbauseinandersetzung kann aber zu herben finanziellen Einschnitten bei dem oftmals hochbetagten länger lebenden Ehegatten führen. Ungeachtet der Vermögenszuordnung sollte auf jeden Fall auch die Erbschaftsteuer im Blick behalten werden. Unter Umständen können kleine Änderungen in der Erbeneinsetzung oder die Anordnung eines Vermächtnisses die Erbschaftsteuer erheblich senken, ohne dass es zu spürbaren Einschnitten bei dem länger lebenden Ehegatten kommt.   
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Egal ob die Absicherung des länger Lebenden oder steuerliche Gesichtspunkte im Vordergrund stehen: Die Vermögensnachfolge sollte rechtzeitig geplant werden. Auch wenn das Gesetz und die Praxis viele Möglichkeit bereithalten, um im Vorfeld auf unerwartete Entwicklungen zu reagieren: Wenn der Erbfall erst einmal eingetreten ist, kann der Erblasser Fehler in der Nachlassplanung nicht mehr korrigieren.   
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Fri, 30 Sep 2022 08:56:01 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Das „Berliner Testament“ – Steuer-Tipp Nr. 353</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Das "Berliner Testament" – Erbschaftsteuerliche
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Nachteile vermeiden
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               I.	Das Berliner Testament
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das sogenannte Berliner Testament ist ein gemeinschaftliches Testament, bei dem die Eheleute in erbrechtlicher Hinsicht wechselseitige Verfügungen von Todes wegen treffen. Die Ehegatten setzen sich gegenseitig als Alleinerben ein, wodurch das Vermögen des verstorbenen Ehegatten zuerst auf den noch lebenden Ehegatten und erst nach dessen Versterben auf einen bzw. auf mehrere gemeinsam benannte Dritte übergehen soll. Diese „Dritten“ sind dann die Schlusserben, bei welchen es sich typischerweise um die gemeinsamen Kinder der Erblasser handelt. Die Vorteile durch das gemeinsame Testament liegen zunächst auf der Hand – der überlebende Ehegatte wird durch das Vermögen des Verstorbenen in wirtschaftlicher Hinsicht abgesichert und es besteht Klarheit über den Übergang des Vermögens im Sterbefall. Zudem kann die gesetzliche Erbfolge durch das Berliner Testament verändert werden, so dass beispielsweise unliebsame Erben lediglich einen geringeren Erbteil oder sogar nur den Pflichtteil erhalten. Allerdings können beim Berliner Testament erhebliche erbschaftsteuerliche Nachteile entstehen, die die zuvor genannten Vorteile überwiegen können.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               II.	Abweichung von der gesetzlichen Erbfolge
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die gesetzliche Erbfolge sieht zunächst die Abkömmlinge als vorrangige Erben an. Neben ihnen steht dem überlebenden Ehegatten ein Viertel der Erbschaft zu. Zusätzlich wird der durch die Beendigung der Ehe durch den Tod des Ehegatten durchzuführende Zugewinnausgleich pauschal durch die Erhöhung der Erbquote um ein Viertel ausgeglichen. Damit einhergehende Pflichtteilsprobleme als zivilrechtliche Folgen sollen in diesem Steuer-Tipp nicht behandelt werden. Durch die Einsetzung der Ehegatten als Alleinerben, werden damit (zumindest vorerst) die Abkömmlinge und übrigen gesetzlichen Erben enterbt und erst mit dem Ableben des länger lebenden Ehegatten Erben.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                III.	Erbschaftsteuerliche Folgen des Berliner Testaments 
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Aus erbschaftsteuerlicher Sicht wird das gesamte Vermögen des Erblassers zunächst beim Übergang auf den überlebenden Ehegatten als Erwerb im Sinne des Erbschaftsteuergesetzes erfasst. Dem länger lebenden Ehegatten steht ein Freibetrag i.H.v. € 500.000 und zudem ein besonderer Versorgungsfreibetrag i.H.v. € 256.000 zu. Daneben können unter Umständen auch weitere Steuerbefreiungen greifen. Nur sofern die Erbmasse diese Beiträge übersteigt, kommt es zu einer Erbschaftsbesteuerung. Da der Ehegatte Alleinerbe ist, können die Freibeträge der Kinder – € 400.000 pro Kind pro Erblasser – nicht ausgeschöpft werden, so dass u.U. erhebliche Steuererhöhungen in fünf bis sechsstelliger Höhe die Folgen sind.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Verstirbt der länger lebende Ehegatte, wir dessen (um die vorherige Erbschaft angereichertes) Vermögen auf die Abkömmlinge bzw. den oder die Schlusserben übertragen und hierbei erneut besteuert. Dieses Vermögen hat somit zum Teil schon vorher der Erbschaftsbesteuerung unterlegen. Bei einer rein wirtschaftlichen Betrachtungsweise ergibt sich folglich teilweise eine Doppelbesteuerung des Vermögens der Ehegatten. Der Gesetzgeber mildert dies in wenigen Einzelfällen dadurch ab, in dem er für den mehrfachen Erwerb desselben Vermögens teilweise eine Ermäßigung vorsieht, sofern zwischen den beiden Erbfällen, die dasselbe Vermögen betreffen, nicht mehr als 10 Jahre liegen. Die Ermäßigung verringert sich aber, je mehr Jahre seit dem ersten Erbfall verstrichen sind. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Liegt der erste Erbfall beim Tode des länger lebenden Ehegatten weniger als ein Jahr zurück, so kann eine Ermäßigung des Steuerbetrags um 50% erfolgen, liegt der Erbfall mehr als 8 Jahre zurück, beträgt die Ermäßigung nur noch 10% des Steuerbetrags. Aus Sicht der Kinder der Erblasser gilt der letzte Erwerb als ein Erwerb vom letztverstorbenen Erblasser, so dass der oben genannte Freibetrag i.H.v. € 400.000 nur einmal in Ansatz gebracht werden kann. Freibeträge zu den Kindern gehen somit beim Berliner Testament verloren.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wären schon beim ersten Erbfall neben dem Ehegatten auch die Kinder und gegebenenfalls Enkelkinder mit einem Teil des Vermögens bedacht worden, hätte dies zu einer deutlichen Steigerung des erbschaftsteuerlichen Freibetragsvolumens führen können. Dieses Freibetragsvolumen „verfällt“ beim Berliner Testament mangels weiterer Erben im ersten Erbfall. Das Ausloten von möglichen Modifizierungen des klassischen Berliner Testaments kann sich daher unter erbschaftsteuerlichen Gesichtspunkten lohnen. Nachfolgend sollen zwei Instrumente zur Verminderung von erbschaftsteuerlichen Nachteilen im Zusammenhang mit dem Berliner Testament dargestellt werden. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              IV.	Erbschaftsteuerliche Nachteile durch Gestaltungen beseitigen
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            1)	Anordnung von Vermächtnissen
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das klassische Berliner Testament kann, ohne dass die Erbenstellung des länger lebenden Ehegatten angetastet wird, um Vermächtnisse ergänzt werden. Durch ein Vermächtnis kann jemand, der nicht Erbe ist, mit einem konkreten Vermögensgegenstand oder einer konkreten Geldsumme bedacht werden. Die Vermächtnisse sind dabei möglichst so anzuordnen, dass sie aus den liquiden Mitteln des Vermögens der Ehegatten aufgebracht werden können. Zudem sollte bei der Bestimmung der Höhe der Vermächtnisse die erbschaftsteuerlichen Freibeträge als Obergrenze herangezogen werden. Damit die Ansprüche aus Vermächtnissen nicht in Verbindung mit der etwaigen Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen der (vorerst) enterbten Kinder zu einer übermäßigen Belastung der Liquidität des länger lebenden Ehegatten führen und dessen angestrebte wirtschaftliche Absicherung gefährden, kann eine Pflichtteilsstrafklausel in das Testament aufgenommen werden. Diese Klausel sieht typischerweise vor, dass ein Abkömmling bei Einforderung des Pflichtteils beim ersten Erbfall seinen Anspruch auf das Erbe desjenigen Ehegatten verliert, welcher als letztes stirbt. Hierdurch besteht ein hoher Anreiz, den Pflichtteil nicht geltend zu machen, und entsprechend ein hoher Schutz für die Vermögenssubstanz des länger lebenden Ehegattens.  
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            2)	Lebzeitige Schenkungen unter Nießbrauch
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die lebzeitige Übertragung von Vermögensgegenständen unter Vorbehalt eines Nießbrauchrechts kann im Zusammenhang mit einem Berliner Testament erbschaftsteuerliche Nachteile im Vorfeld ausgleichen. Der Nießbrauch bezeichnet ein grundsätzlich nicht übertragbares, nicht vererbbares dingliches Recht, das den Rechtsinhaber dazu befugt, die Nutzungen aus dem belasteten Vermögen zu ziehen. Dieses Recht erlischt mit dem Tod des Nießbrauchberechtigten. Befindet sich in der Erbmasse beispielsweise eine vermietete Immobilie, so kann diese schon zu Lebzeiten gegen Gewährung eines Nießbrauchs schenkweise auf die späteren Schlusserben übertragen werden. Im Rahmen der Schenkung gegen Nießbrauch können erbschaft- bzw. schenkungsteuerliche Freibeträge ausgeschöpft werden. Der Wert des Nießbrauchs wird bei der Ermittlung des Wertes der Schenkung zudem in Abzug gebracht. Die Erträge aus der Vermietung stehen aber weiter den Nießbrauchberechtigten, d.h. den Ehegatten, zu. Die dann im Rahmen der Schlusserbschaft bei Ableben des länger lebenden Ehegatten zu übertragende Erbmasse ist bereits um die zuvor schenkweise übertragene Immobilie verringert, so dass die erbschaftsteuerlichen Freibeträge ausreichend sein können, um die Erbschaftsteuerbelastung gering zu halten. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                V.	Unser Tipp
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Durch das Berliner Testament kann der andere Ehegatte in wirtschaftlicher Hinsicht abgesichert und die gesetzliche Erbfolge geändert werden. Gerade die wirtschaftliche Absicherung des länger lebenden Ehegattens steht bei diesem besonderen Testament im Vordergrund. Trotzdem sollten erbschaftsteuerliche Aspekte nicht komplett in den Hintergrund geraten. Diesbezüglich gilt es gegebenenfalls Vorkehrungen zu treffen, damit die Absicherung des Ehegattens nicht mit unnötig hoher Erbschaftsteuer für die Nachkommen erkauft werden muss. Je nach Struktur des Vermögens der Ehegatten und nach Volumen des Vermögens sollten Gestaltungen ausgelotet werden, um die Erbschaftsteuerbelastung gering zu halten. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 30 Sep 2022 08:47:30 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Fokus Lohnsteuer: Aktuelle BFH-Rechtsprechung zu Werbungskosten des Geschäftsführers bei Haftungsschulden wegen nicht abgeführter Lohnsteuer</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Fokus Lohnsteuer: Aktuelle BFH-Rechtsprechung 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            zu Werbungskosten des Geschäftsführers bei Haftungsschulden wegen nicht abgeführter Lohnsteuer
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Geschäftsführung einer GmbH haftet bei grob fahrlässigen Pflichtverletzungen auch für nicht abgeführte Lohnsteuer. Mit Urteil vom 08.03.2022 entschied der Bundesfinanzhof (BFH) darüber, ob auch Aufwendungen des Geschäftsführers zur Tilgung seiner durch die Nichtabführung entstandenen Haftungsschulden als Werbungskosten im Rahmen der persönlichen Veranlagung in Ansatz gebracht werden können.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               I.	Hintergrund: Besteuerung, Haftung und Werbungskosten
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            1.	Besteuerung eines Geschäftsführers
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Besteuerung des Geschäftsführers richtet sich in erster Linie nach der Gesellschaftsform. Die Geschäftsführung einer Personengesellschaft rekrutiert sich grundsätzlich aus dem Kreis der Gesellschafter. Diese haben zwar typischerweise einen Arbeitsvertrag mit der Personengesellschaft geschlossen, ihr Gehalt wird aber steuerrechtlich als Gewinnanteil an der Gesellschaft behandelt und gilt als Gewinn aus Gewerbebetrieb nach § 15 EStG. Anders verhält es sich bei der Besteuerung des Geschäftsführers einer GmbH. Der angestellte Geschäftsführer, egal ob Gesellschafter oder „Fremd-Geschäftsführer“, gilt hier auch steuerrechtlich als Arbeitnehmer, seine Einkünfte sind dementsprechend als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit nach § 19 EStG zu versteuern, auf sie werden Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer erhoben. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            2.	Haftung des Geschäftsführers
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Nach § 41a Abs. 1 EStG trifft den Arbeitgeber die Pflicht, für eine fristgerechte Anmeldung und Abführung der geschuldeten Lohnsteuer zu sorgen. Die Geschäftsführung hat gemäß § 34 Abs. 1 AO die steuerlichen Pflichten der GmbH zu erfüllen, was insbesondere die Verpflichtung umfasst, dafür Sorge zu tragen, dass die Steuern aus den Mitteln entrichtet werden, die sie verwaltet. Nach § 69 AO haftet der gesetzliche Vertreter einer juristischen Person, also die Geschäftsführung einer GmbH, soweit Ansprüche aus dem Steuerschuldverhältnis nach § 37 AO infolge vorsätzlicher oder grob fahrlässiger der ihnen auferlegten Pflichten nicht oder nicht rechtzeitig festgesetzt oder erfüllt oder soweit infolgedessen Steuervergütungen oder Steuererstattungen ohne rechtlichen Grund gezahlt werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Verletzt die GmbH daher ihre Pflicht zur Einbehaltung und Abführung der Lohnsteuer für die Belegschaft, etwa indem Löhne ausbezahlt werden, für die kein (vollständiger) Steuereinbehalt erfolgt, so kann die Haftung für die ausstehenden Beträge auf die Geschäftsführung übergehen. Nach ständiger BFH-Rechtsprechung stellt die Nichtabführung der Lohnsteuer regelmäßig zumindest eine grob fahrlässige Pflichtverletzung der Geschäftsführung dar, weil hierdurch die nach den persönlichen Fähigkeiten und Verhältnissen zumutbare Sorgfalt in ungewöhnlichem Maße und nicht entschuldbarer Weise verletzt wird.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            3.	Werbungskosten eines Geschäftsführers
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Werbungskosten sind gemäß § 9 Abs. 1 S. 1 EStG Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Sie liegen vor, wenn zwischen den Aufwendungen und den steuerpflichtigen Einnahmen ein Veranlassungszusammenhang besteht. Davon ist auszugehen, wenn die Aufwendungen mit der Einkünfteerzielung objektiv zusammenhängen und ihr subjektiv zu dienen bestimmt sind, d.h. wenn sie in wirtschaftlichem Zusammenhang mit den Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit stehen. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Bezogen auf den Geschäftsführer einer GmbH können als Werbungskosten unter anderem Aufwendungen für Wege zwischen der Wohnung und der Arbeitsstätte, Kosten für einen beruflich veranlassten Wohnungswechsel oder die Beiträge für gesetzliche oder freiwillig eingegangene Berufsversicherungen berücksichtigt werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                II.	BFH zu Aufwendungen zur Tilgung von Haftungsschulden des Geschäftsführers als Werbungskosten
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            1.	Sachverhalt
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Klägerin des Streitfalls war Gesellschafterin und zugleich Geschäftsführerin einer GmbH. Im Jahr 2014 wurde über das Vermögen dieser GmbH das Insolvenzverfahren eröffnet. Mit Haftungsbescheiden nahm das zuständige Finanzamt die Geschäftsführerin für nicht von der GmbH einbehaltene und abgeführte Lohnsteuer in Anspruch. Ein Teil der Haftungsschulden entfiel dabei auf die Lohnsteuer der Geschäftsführerin selbst. Die Geschäftsführerin machte ihre Aufwendungen zur Tilgung der Haftungsschulden als Werbungskosten im Zusammenhang mit ihren Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit geltend. Das Finanzamt lehnte den Werbungskostenabzug ab. Die Geschäftsführerin wehrte sich gegen die Nichtberücksichtigung und klagte vor dem Finanzgericht. Dieses gab der Klage statt. Die Sache wurde anschließend auf Veranlassung des beklagten Finanzamts dem BFH zur Revision vorgelegt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            2.	Urteil des BFH
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der BFH hielt die Revision für unbegründet und bestätigte damit die Auffassung der Vorinstanz. Er entschied, dass es sich bei den Aufwendungen der Geschäftsführerin zur Tilgung ihrer Haftungsschulden um Werbungskosten handelt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            a)	Wirtschaftlicher Zusammenhang besteht
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der BFH gelangte zu dem Ergebnis, dass zwischen den Aufwendungen zur Tilgung der Haftungsschulden und der nichtselbständigen Tätigkeit der Geschäftsführerin ein wirtschaftlicher Zusammenhang in Form eines Veranlassungszusammenhangs besteht. Dies sei darauf zurückzuführen, dass die Haftung dadurch begründet werde, dass die Geschäftsführerin Verpflichtungen verletzt habe, die ihr aufgrund ihrer nichtselbständigen Tätigkeit als angestellte Geschäftsführerin der GmbH oblagen. Als Geschäftsführerin der GmbH hatte sie dafür Sorge zu tragen, dass die GmbH ihre steuerlichen Pflichten erfüllte und insbesondere die einbehaltenen Lohnsteuern an das Betriebsstättenfinanzamt abführte. Das „auslösende Moment“ für die von der Geschäftsführerin auf die Haftungsschulden getätigten Aufwendungen lag folglich im Bereich der einkommensteuerrechtlich relevanten Erwerbssphäre. Sie dienten subjektiv ihrer beruflichen Tätigkeit, da diese mit den Aufwendungen Schulden tilgen wollte, die sie als angstellte Geschäftsführerin der GmbH getroffen hatten.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            b)	Kein Ausschluss durch Gesellschafterstellung oder private Umstände
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Dass die Geschäftsführerin zugleich auch Gesellschafterin der GmbH war, steht der beruflichen Veranlassung der Aufwendungen nicht entgegen. Eine Durchbrechung des Veranlassungszusammenhangs sei nur anzunehmen, wenn die Aufwendungen durch die Gesellschafterstellung zumindest mitveranlasst waren. Die Veranlassung durch die Gesellschafterstellung trete jedoch in solchen Fällen zurück, in denen die Aufwendungen ausschließlich nach §§ 69, 34 AO zu beurteilen seien, da die Aufwendungen dann vollkommrn unabhängig von der Gesellschafterstellung des Geschäftsführers und damit ausschließlich auf dessen Tätigkeit als Geschäftsführer zurückzuführen seien.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ferner könne der erwerbsbezogene Veranlassungszusammenhang ausnahmsweise dann durchbrochen werden, wenn der Arbeitnehmer strafbare Handlungen begehe. Diese dürfen dabei mit seiner Erwerbstätigkeit nur insoweit im Zusammenhang stehen, als diese eine Gelegenheit zu einer Straftat verschafft, er seinen Arbeitgeber bewusst schädigen wollte oder sich oder einen Dritten durch die schädigende Handlung bereichert hat. Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten der Geschäftsführerin bestanden im vorliegenden Fall jedoch nicht.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            c)	Abzugsverbot des § 12 Nr. 3 EStG nicht anwendbar
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Nach § 12 Nr. 3 EStG dürfen insbesondere die Steuern vom Einkommen und sonstige Personensteuern weder bei den einzelnen Einkunftsarten noch vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden. Diese Einschränkung galt vorliegend nicht, da es weder um den Abzug von (nachgeforderter) Einkommen- oder Lohnsteuer noch um den Abzug darauf entfallender Nebenleistungen, sondern allein um den Abzug von Zahlungen der Geschäftsführerin auf ihre Haftungsschulden ging. Solche Haftungsschulden seien jedoch keine Steuern im Rechtssinn. Der Haftungstatbestand der §§ 69, 34 AO begründe vielmehr die Pflicht des Haftenden, für eine zulasten eines anderen begründete Steuerschuld mit dem eigenen Vermögen unbeschränkt einstehen zu müssen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            d)	Entfallen auf eigene Lohnsteuer des Geschäftsführers steht dem nicht entgegen
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Dass ein Teil der Haftungsschulden auch auf die Lohnsteuer der Geschäftsführerin selbst entfalle, führe zu keinem anderen Ergebnis, denn die Geschäftsführerin werde mit der durch den Haftungsbescheid festgesetzten Haftungsschuld für eine andere Abgabe als für ihre eigene Lohnsteuer in Anspruch genommen. Sie habe mit der Haftungsschuld nicht dieselbe Abgabe wie die Lohnsteuer zu entrichten, sondern im Wege der Haftung auf eine fremde Schuld zu zahlen. Die Pflicht zur Einbehaltung und Abführung der Lohnsteuer obliege allein dem Arbeitgeber und damit der GmbH. Aus der Sicht der Geschäftsführerin handle es sich damit bei der Entrichtungsschuld der GmbH um eine fremde Steuerschuld, für deren Entrichtung sie zu sorgen hatte. Sie sei mit dem Haftungsbescheid mithin nicht als Steuerschuldnerin für ihre eigene Lohnsteuer herangezogen worden. Der Haftungsbescheid betreffe vielmehr nur ihre Inanspruchnahme als Geschäftsführerin der GmbH gemäß §§ 69, 34 AO. Deshalb habe sie die vorliegend zu beurteilenden Aufwendungen trotz der im Streitfall gegebenen Personenidentität zwischen Steuerschuldnerin und Haftungsschuldnerin nicht auf eigene Lohnsteuerschulden geleistet, sondern auf die davon zu unterscheidenden Haftungsschulden, die ihrerseits auf den Lohnsteuer-Entrichtungsschulden der GmbH beruhten.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               III.	Fazit
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Mit seinem Urteil sorgt der BFH nunmehr für Klarheit über die bisher streitige Frage, ob Aufwendungen des Geschäftsführers nach § 69, 34 AO auch dann als Werbungskosten berücksichtigungsfähig sind, wenn der Geschäftsführer zugleich Gesellschafter derselben GmbH ist und die Haftung auch die „eigene“ Lohnsteuer betrifft. Dies ist jedenfalls zu bejahen, solange der Geschäftsführer sich mit seinem Verhalten außerhalb des strafrechtlich relevanten Bereichs bewegt. Das Urteil betrifft zwar nur den GmbH-Geschäftsführer, das Ergebnis dürfte jedoch entsprechend auf die übrigen Kapitalgesellschaften und deren gesetzliche Vertreter übertragbar sein.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 19 Sep 2022 14:29:03 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: BAG stellt  Verpflichtung des Arbeitgebers zur Arbeitszeiterfassung fest</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-bag-stellt-verpflichtung-des-arbeitgebers-zur-arbeitszeiterfassung-fest</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Rechtsprechung: BAG stellt Verpflichtung
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            des Arbeitgebers zur Arbeitszeiterfassung fest
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;b&gt;&#xD;
                  &lt;div&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;/b&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;b&gt;&#xD;
                    &lt;div&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/div&gt;&#xD;
                  &lt;/b&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;b&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                    &lt;/b&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;div&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;b&gt;&#xD;
                        &lt;div&gt;&#xD;
                          &lt;span&gt;&#xD;
                          &lt;/span&gt;&#xD;
                        &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;/b&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;div&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        &lt;b&gt;&#xD;
                          &lt;div&gt;&#xD;
                            &lt;span&gt;&#xD;
                            &lt;/span&gt;&#xD;
                          &lt;/div&gt;&#xD;
                        &lt;/b&gt;&#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/div&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          &lt;b&gt;&#xD;
                            &lt;div&gt;&#xD;
                              &lt;span&gt;&#xD;
                              &lt;/span&gt;&#xD;
                            &lt;/div&gt;&#xD;
                          &lt;/b&gt;&#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        &lt;div&gt;&#xD;
                          &lt;span&gt;&#xD;
                            &lt;b&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                            &lt;/b&gt;&#xD;
                          &lt;/span&gt;&#xD;
                        &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          &lt;div&gt;&#xD;
                            &lt;span&gt;&#xD;
                              &lt;b&gt;&#xD;
                                &lt;div&gt;&#xD;
                                  &lt;span&gt;&#xD;
                                  &lt;/span&gt;&#xD;
                                &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;/b&gt;&#xD;
                            &lt;/span&gt;&#xD;
                          &lt;/div&gt;&#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          &lt;span&gt;&#xD;
                            &lt;span&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  &lt;b&gt;&#xD;
                                    &lt;span&gt;&#xD;
                                    &lt;/span&gt;&#xD;
                                    &lt;div&gt;&#xD;
                                      &lt;span&gt;&#xD;
                                        &lt;span&gt;&#xD;
                                          
                             I.	Einleitung
                            &#xD;
                                        &lt;/span&gt;&#xD;
                                      &lt;/span&gt;&#xD;
                                      &lt;span&gt;&#xD;
                                      &lt;/span&gt;&#xD;
                                    &lt;/div&gt;&#xD;
                                    &lt;div&gt;&#xD;
                                    &lt;/div&gt;&#xD;
                                  &lt;/b&gt;&#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;br/&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  
                         Bereits seit der sogenannten Stechuhr-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im Mai 2019 war die Verpflichtung von Arbeitgebenden zur Einführung eines Systems der Arbeitszeiterfassung in aller Munde. Auch wenn die Mehrheit der arbeitsrechtlichen Stimmen in Deutschland aus der Entscheidung des EuGH keine unmittelbare Pflicht des Arbeitgebers zur Erfassung der Arbeitszeit herleitete, hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) nunmehr mit Beschluss vom 13. September 2022 dennoch entschieden, dass in europarechtskonformer Auslegung des Arbeitsschutzgesetzes bereits jetzt die gesetzliche Verpflichtung von Arbeitgebenden besteht, ein System einzuführen, mit dem die von den Arbeitnehmern geleistete Arbeitszeit erfasst werden kann. Bislang wurde vornehmlich vertreten, dass es zu einer Verpflichtung der Arbeitgebenden in Deutschland einer neuen gesetzlichen Regelung bedürfe. Das BAG ist hier dem deutschen Gesetzgeber zuvorgekommen und statuiert eine bereits jetzt bestehende Verpflichtung zur Arbeitszeiterfassung.
                        &#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;b&gt;&#xD;
                                  &lt;br/&gt;&#xD;
                                &lt;/b&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;b&gt;&#xD;
                                &lt;/b&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  &lt;span&gt;&#xD;
                                  &lt;/span&gt;&#xD;
                                  &lt;div&gt;&#xD;
                                    &lt;b&gt;&#xD;
                                      &lt;span&gt;&#xD;
                                        
                            II.	Sachverhalt
                           &#xD;
                                      &lt;/span&gt;&#xD;
                                    &lt;/b&gt;&#xD;
                                  &lt;/div&gt;&#xD;
                                  &lt;div&gt;&#xD;
                                  &lt;/div&gt;&#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;br/&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  
                         Was führte konkret zu dieser von vielen Beobachtern als Paukenschlag empfundenen Entscheidung des BAG? Das BAG hatte vorliegend darüber zu entscheiden, ob der Betriebsrat einer von mehreren Arbeitgeberinnen betriebenen vollstationären Wohneinrichtung ein Initiativrecht auf Einrichtung eines Systems zur Arbeitszeiterfassung habe. Dies ist insbesondere dann (nicht mehr) der Fall, wenn der Arbeitgeber bereits nach einem Tarifvertrag oder aufgrund eines Gesetzes zu der entsprechenden Maßnahme verpflichtet ist. 
                        &#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  &lt;br/&gt;&#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  
                         In dem konkreten Fall hatten die Parteien bereits über den Abschluss einer Betriebsvereinbarung zur elektronischen Zeiterfassung verhandelt. Im Rahmen der Verhandlung konnte allerdings keine Einigung erzielt werden. In der Folge verzichteten die Arbeitgeberinnen vollständig auf die geplante Einführung einer elektronischen Zeiterfassung. Darauf folgte ein Einigungsstellenverfahren, welches seitens der Arbeitgeberinnen hinsichtlich der Zuständigkeit gerügt wurde. Diese Beanstandung der Zuständigkeit der Einigungsstelle führte dazu, dass der Betriebsrat ein arbeitsgerichtliches Beschlussverfahren einleitete, in dem er begehrte festzustellen, dass ihm ein Initiativrecht zur Einführung eines elektronischen Zeiterfassungssystems zustehe.
                        &#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  &lt;br/&gt;&#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  
                         Das Arbeitsgericht Minden hatte in erster Instanz den Antrag des Betriebsrats mit Verweis darauf abgewiesen, dass dem Betriebsrat eben kein Initiativrecht zustehe. Das Landesarbeitsgericht Hamm hatte dem Antrag des Betriebsrats sodann allerdings stattgegeben. Gegen diese Entscheidung richteten sich die Arbeitgeberinnen mit der Rechtsbeschwerde zum BAG.
                        &#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;br/&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  &lt;b&gt;&#xD;
                                    &lt;span&gt;&#xD;
                                      
                           III.	Rechtliche Würdigung
                          &#xD;
                                    &lt;/span&gt;&#xD;
                                  &lt;/b&gt;&#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;br/&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  
                         Die Rechtsbeschwerde der Arbeitgeberinnen hatte Erfolg. Das BAG führte in der bislang lediglich als Pressemitteilung vorliegenden Entscheidung aus, dass der Betriebsrat in sozialen Angelegenheiten nur dann mitzubestimmen habe, soweit eine gesetzliche oder tarifliche Regelung nicht bestehe. Vorliegend sei hinsichtlich der Verpflichtung zur Einführung eines Systems der Arbeitszeiterfassung bereits eine gesetzliche Grundlage vorhanden.
                        &#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  
                          
                         &#xD;
                                  &lt;br/&gt;&#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  
                         Die gesetzliche Verpflichtung folge bereits aus der unionrechtskonformen Auslegung des § 3 Abs. 2 Nr. 1 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG).
                        &#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  &lt;br/&gt;&#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  
                         Dieser lautet auszugsweise:
                        &#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  &lt;br/&gt;&#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;blockquote&gt;&#xD;
                                &lt;div&gt;&#xD;
                                  &lt;i&gt;&#xD;
                                    
                          § 3 ArbSchG
                         &#xD;
                                  &lt;/i&gt;&#xD;
                                &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;/blockquote&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;i&gt;&#xD;
                                  &lt;br/&gt;&#xD;
                                &lt;/i&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;blockquote&gt;&#xD;
                                &lt;div&gt;&#xD;
                                  &lt;i&gt;&#xD;
                                    
                          § 3 Grundpflichten des Arbeitgebers
                         &#xD;
                                  &lt;/i&gt;&#xD;
                                &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;/blockquote&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;i&gt;&#xD;
                                  &lt;br/&gt;&#xD;
                                &lt;/i&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;blockquote&gt;&#xD;
                                &lt;div&gt;&#xD;
                                  &lt;i&gt;&#xD;
                                    
                          (1) Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände zu treffen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen. Er hat die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und erforderlichenfalls sich ändernden Gegebenheiten anzupassen.
                         &#xD;
                                  &lt;/i&gt;&#xD;
                                &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;/blockquote&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;i&gt;&#xD;
                                  &lt;br/&gt;&#xD;
                                &lt;/i&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;blockquote&gt;&#xD;
                                &lt;div&gt;&#xD;
                                  &lt;i&gt;&#xD;
                                    
                          (2) Zur Planung und Durchführung der Maßnahmen nach Absatz 1 hat der Arbeitgeber unter Berücksichtigung der Art der Tätigkeiten und der Zahl der Beschäftigten
                         &#xD;
                                  &lt;/i&gt;&#xD;
                                &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;/blockquote&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;i&gt;&#xD;
                                  &lt;br/&gt;&#xD;
                                &lt;/i&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;blockquote&gt;&#xD;
                                &lt;div&gt;&#xD;
                                  &lt;i&gt;&#xD;
                                    
                          1. für eine geeignete Organisation zu sorgen und die erforderlichen Mittel bereitzustellen.
                         &#xD;
                                  &lt;/i&gt;&#xD;
                                &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;/blockquote&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  &lt;br/&gt;&#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  
                         Insofern scheide ein Initiativrecht des Betriebsrats aus, welches vorliegend mithilfe der Einigungsstelle durchzusetzen gewesen wäre. Vielmehr seien die Arbeitgeberinnen bereits gesetzlich zu der Einführung eines Arbeitszeiterfassungssystems verpflichtet.
                        &#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                
                         
                       &#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  &lt;b&gt;&#xD;
                                    &lt;span&gt;&#xD;
                                      
                           IV.	Handlungsempfehlung für Arbeitgebende
                          &#xD;
                                    &lt;/span&gt;&#xD;
                                  &lt;/b&gt;&#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;br/&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  
                         Die weitreichenden Auswirkungen dieser Entscheidung der höchsten Arbeitsrichter in Deutschland betreffen jeden Arbeitgeber. Insbesondere Arbeitgebende, die Vertrauensarbeitszeit oder andere flexible Arbeitszeitmodelle etabliert haben, werden diese einer kritischen Würdigung unterziehen müssen. Hier sollten die entsprechenden Arbeitgeber bereits jetzt potentielle Möglichkeiten der systematischen Zeiterfassung prüfen. Eine gesetzliche Konkretisierung der Verpflichtung dürfte in allzu naher Zukunft nicht zu erwarten sein. Arbeitgeber sind hier also zunächst auf sich gestellt und müssen versuchen, mit den aktuellen Erkenntnissen die Zeiterfassung der eigenen Mitarbeiter systematisch sicherzustellen. Dennoch ist der Gesetzgeber gefragt, hier aktiv zu werden –  denn ob das BAG in den Urteilsgründen genauere Ausführungen zu den Anforderungen an eine konkrete Umsetzung machen wird, ist derzeit noch nicht absehbar, allerdings eher unwahrscheinlich. 
                        &#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                              &lt;div&gt;&#xD;
                              &lt;/div&gt;&#xD;
                            &lt;/span&gt;&#xD;
                            &lt;div&gt;&#xD;
                            &lt;/div&gt;&#xD;
                          &lt;/span&gt;&#xD;
                          &lt;div&gt;&#xD;
                          &lt;/div&gt;&#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                        &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;div&gt;&#xD;
                    &lt;/div&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 16 Sep 2022 09:46:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-bag-stellt-verpflichtung-des-arbeitgebers-zur-arbeitszeiterfassung-fest</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Transparenzregister – Längst erledigt, oder doch wieder aktuell ? – Rechts-Tipp Nr. 238</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/das-transparenzregister-laengst-erledigt-oder-doch-wieder-aktuell-rechts-tipp-nr-238</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Das Transparenzregister – Längst erledigt, oder doch wieder aktuell?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit unseren Specials Nr. 294, 319 und 348 haben wir unseren Lesern bereits in den Jahren 2017, 2019 und 2021 kein Wiegenlied bereitet, sondern sie eher unsanft aus dem Schlaf gerissen. Aber ist das Thema nach der Meldung nicht erledigt? Die Verwaltung hat erst dieses Jahr kurz vor Ablauf der Übergangsfrist für GmbHs erste Eintragungsbeispiele veröffentlicht, was den Themenbereich wieder aktuell macht. Neue Verwaltungsansichten können zu früheren Meldung in Konflikt stehen. Häufig werden in der Praxis Fehler gemacht, wenn man selbst meldet oder die Behörden das Portal anders auslegen, als prognostiziert. Es lohnt sich, noch einmal hinzuschauen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              I. Ausgangslage
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Mit Wirkung zum Oktober 2017 wurde das Transparenzregister ins Leben gerufen. Ein Register, welches – wie der Name andeutet – Transparenz schaffen soll zum Zwecke der Aufdeckung von Fällen von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. In dem Register hat man sich dafür entschieden, einfach die Gesellschafter aufzuführen, das gab es bereits im Handelsregister, wenn auch nicht für alle Unternehmen, wie z.B. Aktiengesellschaften und Gesellschaften bürgerlichen Rechts. 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Dem Gesetzgeber war bewusst, dass die interessanten Geldflüsse nicht immer einfach die sind, die an Gesellschafter fließen und erheblicher Einfluss auf das Marktgeschehen nicht nur durch die Gesellschafter vorgenommen wird. Manchmal nehmen auch die Leitungsorgane die relevanten Maßnahmen vor, in manchen Konstellationen sind die eigentlichen Drahtzieher aus den bisherigen Registern nicht zu ermitteln. So entstand die Idee anstelle der Gesellschafter eine andere Personengruppe zu beleuchten, die sogenannten wirtschaftlich Berechtigten.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              II. Wirtschaftlich Berechtigte
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Nur wer ist der wirtschaftlich Berechtigte? Nach nunmehr fast fünf Jahren Transparenzregister festigt sich eine Rechtsdogmatik, wonach es sich dabei
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;ul&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                um Gesellschafter handeln kann,
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                aber auch um Leitungsorgane, also Geschäftsführer oder Vorstände,
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                um vertretungsberechtigte persönlich haftende Gesellschafter von Personengesellschaften,
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                um Treugeber,
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                um Treuhänder,
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                um Begünstigte aus Stiftungen (wenn im Konzern auch nicht auf jeder Ebene gleich behandelt),
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                zwar nicht um stille Gesellschafter,
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                aber um Minderheitsgesellschafter unterhalb der Schwelle von 25 %, wenn sie ein umfassendes Vetorecht haben,
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                um Minderheitsgesellschafter mit disproportional verteilte Stimmrechten,
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                um fiktive wirtschaftlich Berechtigte, die nur deshalb benannt werden, weil die tatsächlichen Gesellschafter trotz dokumentierter Anstrengungen nicht zu ermitteln sind,
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                um Personen deren Gesellschafterstellung erst durch die Zusammenrechnung von direkt gehaltenen Anteilen sowie über eine andere Gesellschaft mittelbar gehalten Anteilen erst die Schwelle von 25% übersteigt,
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                um Personen, die Poolführer einer Stimmbindungs-, Pool- oder Konsortialvereinbarung und somit vertretungsberechtigt sind,
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                um Miterben in ungeteilter Erbengemeinschaft mit geringer Quote,
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                sowie auch um Insolvenzverwalter und
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                Testamentsvollstrecker in besonderen Konstellationen.
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             III. Neueste Änderungen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die letzte Gesetzesänderung des Geldwäschegesetzes hat insbesondere zur Folge, dass es nun nicht mehr ausreicht, dass die Daten bereits zu anderen Registern, insbesondere zum Handelsregister gemeldet worden sind. Jedes Detail muss dem Transparenzregister aktiv und vollständig gemeldet werden. Die Übergangsfrist für GmbHs ist zum 30.06.2022 ausgelaufen. Alle anderen Gesellschaften müssen bis zum 31.12.20222 gemeldet sein. Allerdings gelten die Übergangsfristen nicht für Gesellschaften, die vor der Gesetzesänderung bereits meldepflichtig waren. Die Abgrenzung im Hinblick auf die bisherige Meldepflicht führt immer noch oft zu Irritation sowie zu Anhörungsbögen und Bußgeldverfahren.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Außerdem sind alle Umstände, die dem Transparenzregister gemeldet werden zukünftig aktuell zu halte, d.h. der Meldepflichtige muss alle zukünftigen Änderungen an den relevanten Umständen durch eine erneute und zwar wieder im Hinblick auf alle Personen vollständige Transparenzregisteranmeldung in dem entsprechenden Portal hochladen. Es werden also nicht nur die Veränderungen gemeldet, sondern auch noch mal alle Daten bestätigt. Änderungen gibt es zum Beispiel für folgende Konstellationen:
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;ul&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Anteile an Unternehmen werden verkauft, vererbt oder eingezogen;
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               eine Kapitalerhöhung oder -herabsetzung führt zu einer Erhöhung der Beteiligungsquote;
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Änderung des privaten Wohnortes;
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Änderung des privaten Namens (Namensänderung durch Heirat, zu beachten auch, wenn der "Mädchenname" zusätzlich im Personalausweis steht);
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Es sind fiktive wirtschaftlich Berechtigte gemeldet und es findet ein Wechsel in der Geschäftsführung/Vorstandsebene statt;
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Es wird eine Stimmbindungsvereinbarung getroffen;
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Eine Änderung des Gesellschaftsvertrags bewirkt eine Umstellung der Stimmrechte und/oder
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               es wird ein Treuhandverhältnis aufgelöst.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             IV. Die richtige Quote
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Gesellschaftsrechtler und Mathematiker wissen, rechtlich kann es nie mehr als 100 % der Anteile an einer Gesellschaft geben. Werden Investoren aufgenommen oder werden neue Unternehmensbereiche eröffnet oder wird das Kapital z.B. um 50 % erhöht, bleibt der Umfang der gesamten Unternehmensanteile aber in allen Fällen bei 100 %.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Beim Transparenzregister ist das anders. Das Konzept impliziert, dass in gewissen Konstellationen insgesamt mehr als 100 % wirtschaftliche Berechtigungen gemeldet werden können.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Hält ein mittelbarer Gesellschafter 60 % der Kapitalanteile an der Obergesellschaft, kann er damit 100 % der Kapitalanteile an der Untergesellschaft kontrollieren und ist so zu melden. Hält sein Mitgesellschafter 60 % der Stimmrechte an der Obergesellschaft, kontrolliert er damit gleichzeitig ebenfalls 100 % der Kapitalanteile an der Untergesellschaft. Auch Treugeber und Treuhänder sollen nach der Rechtsansicht der Verwaltung beide gleichzeitig 100 % wirtschaftliche Berechtigung haben können. Die Frage der Sinnhaftigkeit bringt den Praktiker nicht weiter. Hier geht es eher um die Frage, ob die Unternehmer – die im Alltag andere Prioritäten setzen, als sich zu Fachleuten für das Transparenzregister auszubilden – ihre Meldung so vollständig und richtig vorgenommen haben, dass diese später keinen Anstoß findet.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             V. Problemfeld Treuhandverhältnis
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Die Praxis der Rechtsberatung versteht die Gesetzesänderung im Hinblick auf Treuhandverhältnisse als grundsätzliche Infragestellung eines legitimen Rechtsinstitutes. Vor den letzten Gesetzesänderungen konnte man trefflich darüber streiten, ob der Treugeber dem Transparenzregister zu melden gewesen wäre. Nach der Gesetzesänderung und der ausdrücklich erklärten Ansicht der Verwaltung sind sowohl Treugeber als auch Treuhänder als wirtschaftliche Berechtigte mit ihren jeweiligen Quoten vollständig mit Geburtsdatum, Namen und Wohnort zu melden, beide sollen gleichzeitig die volle Quote an dem jeweiligen Unternehmen (z.B. 2 x 100 %) als wirtschaftlich Berechtigte halten. In der Praxis sind Treuverhältnisse gegenüber der Finanzverwaltung nicht geheim, dieser liegen regelmäßig vollständige Vertragswerke vor, was allein schon für die zutreffende Besteuerung erforderlich ist.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Die Rechtslehre moniert aber, dass es gute und vor allem rechtmäßige Motive für die Existenz von Treuhandverhältnissen gibt, die aber regelmäßig hinfällig werden, wenn man sie deutschlandweit und mithin faktisch weltweit veröffentlicht. Manche Unternehmer wollen ihre Unternehmensstruktur der Konkurrenz aus durchaus legitimen Gründen nicht offenlegen. Eben das setzt der Staat derzeit aber – notfalls mit Bußgeldern – durch. Das Thema kann in seiner Brisanz und Tragweite derzeit nicht vollständig abgehandelt werden. Die Rechtsentwicklung dürfte aber spannend bleiben.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             VI. Praktische Umsetzung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Während das Transparenzregister bereits seit Oktober 2017 besteht, hatte der Unternehmer das Problem, dass er das theoretisch erlernte Wissen auch in die Online-Eingabemaske des beim Bundesanzeiger geführten Transparenzregisters eintragen musste. Dies stellte sich als große Herausforderung dar, zum Beispiel, weil die Ermittlung des wirtschaftlich Berechtigten durch Verwaltung und Rechtslehre regelmäßig anhand der Kriterien des § 3 GWG erfolgte, bei der Eintragung aber zwingend eine Referenz zu § 19 GWG angegeben werden muss. Wer den Unterschied nicht durchschaut, begibt sich schnell in gefährliche Gewässer.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ist der vertretungsberechtigte Gesellschafter einer Personengesellschaft mit seinen Kapitalanteilen zu melden, oder seinen Stimmrechten, oder hat er vielleicht Kontrolle auf sonstige Weise aufgrund seiner Vertretungsbefugnisse? Hat ein Gesellschafter 60 % Kapitalanteile und 40 % Stimmrechte, muss er die höhere Quote nennen oder vielleicht beide? Und ist das Konzept tatsächlich noch "transparent"?
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das Bundesverwaltungsamt hat Ende Mai 2022 zum ersten Mal Eintragungsbeispiele veröffentlicht, mithin einzelne Hinweise darauf, wie das theoretische wissen in die Eingabemaske des Transparenzregisters einzutragen ist. Der Rechtsanwender tätigt allerdings bereits seit 5 Jahren auf eigenes Risiko Eintragungen! Gleichzeitig hat sich die Eingabemaske über die Jahre wiederholt geändert, so dass Alteintragungen auf anderer Grundlage erfolgten. Wie ist mit den Alteintragungen umzugehen, die vor Änderung der Eingabemaske (ordnungsgemäß!) getätigt worden sind, jetzt aber nicht mehr passen? Was gilt, wenn die Behörden ihre Rechtsansicht ändern, wird eine früher getätigte ordnungsgemäße Meldung damit nachträglich rechtswidrig? An der Front der praktischen Umsetzung ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die Rechtslehre wird sich weiter entwickeln, ebenso das Eingabeportal und auch die Verwaltungspraxis. Ein Punkt bleibt jedenfalls gleich: Der Rechtsanwender (wir nennen ihn weiterhin Unternehmer) trägt das Risiko einer fehlerhaften Eintragung selbst.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             VII. Unser Tipp
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das Thema Transparenzregister wird heute und auch zukünftig weiterhin heiß gehandelt werden. Wir empfehlen jedem Unternehmer, Mühe aufzuwenden, um die Sachlage vollständig zu durchdringen und jedes Detail präzise und ordnungsgemäß zu melden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Sie sind sich hundertprozentig sicher, dass alle Details zu Ihren Unternehmensbeteiligungen richtig dargestellt und vollständig gemeldet sind? Dann ist der Fall bis auf Weiteres erledigt! Sie sind sich nur fast hundertprozentig sicher, dass alle Details zu Ihren Unternehmensbeteiligungen richtig dargestellt und vollständig gemeldet sind? Lassen Sie lieber nochmal einen Fachmann drüber schauen. Das ist nicht viel Aufwand, erspart Ihnen aber möglicherweise unangenehme Post.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Fri, 26 Aug 2022 08:12:15 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Gewährung von Gesellschafterdarlehen: Vermeidung der vGA – Steuer-Tipp Nr. 352</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/gewaehrung-von-gesellschafterdarlehen-vermeidung-der-vga-steuer-tipp-nr-352</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Gewährung von Gesellschafterdarlehen: 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Vermeidung der vGA
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
                
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               I.	Ausgangslage
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) ist immer wieder Streitthema zwischen Finanzverwaltung und Steuerpflichtigen – spätestens beim Besuch der Betriebsprüfung bemängelt der Prüfer oftmals, dass die strikte Trennung zwischen Privat- und Gesellschaftssphäre zu wenig beachtet wird und die vereinbarten Konditionen nicht dem Fremdvergleich standhalten. Die „Steuerfalle“ vGA kann dann richtig teuer werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               II.	Grundsätze und Steuerfolgen der vGA
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Eine vGA ist eine Vermögensminderung oder verhinderte Vermögensmehrung, die
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             •	durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist,
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             •	sich auf die Höhe des Einkommens (steuerrechtlichen Gewinns) auswirkt und
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             •	die nicht auf einem Gewinnverteilungsbeschluss der Gesellschaft beruht (keine offene Gewinnausschüttung).
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Von der unerwünschten Einstufung als vGA profitiert der Staat doppelt: 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Auf Ebene der Gesellschaft darf der Wert der vGA den Gewinn zum einen nicht mindern. Sofern eine Gewinnminderung erfolgte, ist dieser Wert dem Einkommen der Gesellschaft außerhalb der Bilanz wieder hinzuzurechnen. Demzufolge erhöht sich der steuerrechtliche Gewinn und damit die Bemessungsgrundlage für die Körperschaft- und Gewerbesteuer um den Wert der vGA. Der Gesellschafter (als Empfänger der vGA) muss den Vermögensvorteil zum anderen versteuern. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Je nachdem, ob sich die Anteile an der Gesellschaft im Privatvermögen oder im Betriebsvermögen befinden, führt der vGA-Bezug zu Einkünften aus Gewerbebetrieb oder aus Kapitalvermögen. Folglich erhöht sich das zu versteuernde Einkommen und damit die Bemessungsgrundlage für die Einkommensteuer um den Wert der vGA.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Beispiel:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Eine GmbH gewährt ihrem Gesellschafter ein Darlehen in Höhe von 100.000 EUR zu 3 % Zinsen, angemessen und marktüblich wären jedoch mindestens 5 %. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die jährliche Zinsersparnis in Höhe von 2.000 EUR (2 % x 100.000 EUR) stellt eine vGA dar.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               III.	Aktuelle Rechtsprechung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Für die Prüfung, ob eine vGA vorliegt oder nicht, wird der Fremdvergleich bemüht. Dabei wird geprüft, ob ein ordentlicher und gewissenhafter Geschäftsführer unter sonst gleichen Umständen die Vermögensvorteile, die er seinem Gesellschafter zuwendet, auch einer Person zugewendet hätte, die nicht Gesellschafter ist. Bei der Gewährung von Gesellschafterdarlehen prüft die Finanzverwaltung daher insbesondere dann das Vorliegen einer vGA, wenn
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             •	die Kapitalgesellschaft ihrem Gesellschafter ein Darlehen zu einer unangemessen geringen Verzinsung überlässt und der Gesellschafter demzufolge „zu niedrige“ Zinsen zahlt. 
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             •	der Gesellschafter seiner Kapitalgesellschaft ein Darlehen gegen eine unangemessen hohe Verzinsung gewährt und der Gesellschafter demzufolge „zu hohe“ Zinsen erhält.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             •	die Kapitalgesellschaft auf die Rückzahlung verzichtet.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Finanzverwaltung betrachtet als Vergleichsmaßstab in der Regel die Darlehenskonditionen von Banken.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der BFH hat sich mit seiner Entscheidung vom 18.05.2021 (Az.: I R 62/17) zu der fremdüblichen Verzinsung von Gesellschafterdarlehen nunmehr jedoch neu positioniert und der häufigen Praxis in Betriebsprüfungen eine klare Absage erteilt. Er hat klargestellt, dass ein Fremdvergleich nicht zwingend allein auf einem Bankenvergleich beruht, sondern vielmehr die fehlende Besicherung und die Nachrangigkeit von Darlehen als spezielle Umstände bei der Bestimmung eines fremdüblichen Zinssatzes über entsprechende Zinszuschläge zu berücksichtigen sind. Eine vGA liege demzufolge nicht bereits deshalb vor, weil ein unbesichertes und nachrangiges Gesellschafterdarlehen höher verzinst wird als ein besichertes und vorrangiges Bankdarlehen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            In seinen Ausführungen betont der BFH, dass die Fremdvergleichsprüfung vielfach zwei dem Gesellschafterdarlehen innewohnenden Eigenschaften vernachlässigt. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zum einen sind Forderungen gegen Gesellschafter und Forderungen gegen fremde Dritte schon per Gesetz anders zu bewerten. Im Insolvenzfalle schließlich sind Forderungen gegen Gesellschafter nachrangig zu begleichen (§ 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO). Forderungen gegen fremde Dritte hingegen unterliegen keiner gesetzlichen Rangminderung. Die gesetzlich verankerte Nachrangigkeit von Gesellschafterdarlehen kann auch durch Sicherheiten nicht ausgehebelt werden und folglich auch keinen Risikozuschlag bei der Festlegung der Zinshöhe rechtfertigen. Sie ist für den Fremdvergleich rechtlich unbeachtlich. Würde jedoch ein fremder Dritter das Darlehen gewähren und zugleich den Vorrang einer Forderung eines anderen Gläubigers akzeptieren, so würde er für die Hinnahme dieses Nachteils sicherlich einen finanziellen Ausgleich vom Darlehensnehmer verlangen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zum anderen bieten Forderungen gegen Gesellschafter in der Regel einen weitreichenderen Blick in die finanzielle Substanz des Darlehensnehmers. Seine Vermögenssituation ist schließlich nicht nur bei Kreditgewährung, sondern vielmehr noch über diesen Zeitpunkt hinaus bedeutsam. Für die sichere Rückzahlung bzw. das Ausfallrisiko ist genau genommen die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des Darlehensnehmers noch viel wichtiger.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Verfügt der kreditnehmende Gesellschafter vermutlich auch in der Zukunft über eine ausreichende Vermögenssubstanz und die Rückzahlung erscheint nicht gefährdet, so besteht keine Notwendigkeit für einen Risikozuschlag im Zinssatz. Würde allerdings ein fremder Dritter das Darlehen gewähren, der typischerweise die wirtschaftliche Zukunft seines Darlehensnehmers nicht kennt, so würde er bei sonst gleichen Umständen einen höheren „Zins“ für die Kapitalüberlassung fordern.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               IV.	Unser Tipp
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zur Vermeidung negativer Steuerfolgen der vGA bei Gesellschafterdarlehen empfiehlt es sich, bereits im Rahmen der Vertragsgestaltung folgende Punkte zu beachten: 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             1.	Vereinbaren Sie vorab klare, eindeutige und leicht nachprüfbare Vertragsinhalte.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             2.	Legen Sie angemessene Vergütungen fest.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             3.	Treffen Sie Regelungen, wie sie unter fremden Dritten üblich sind.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             4.	Führen Sie das Vertragsverhältnis auch tatsächlich entsprechend der vereinbarten Konditionen durch.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Im Hinblick auf die angemessene, fremdübliche Vergütung bleibt abzuwarten, wie die Finanzverwaltung auf das o.g. BFH-Urteil reagiert bzw. wie nunmehr in Betriebsprüfungen hiermit umgegangen wird. Für den Steuerpflichtigen bietet das BFH-Urteil jedoch bereits eine gute Grundlage, um einen höheren Zinssatz für nachrangige und unbesicherte Gesellschafterdarlehen zu rechtfertigen und damit die Annahme einer vGA zu widerlegen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 26 Aug 2022 08:12:12 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Fragen zur Grundsteuer</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-fragen-zur-grundsteuer</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Fragen zur Grundsteuer
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
                
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            
              1)	Ich habe keine Erklärungsaufforderung erhalten, also brauche ich doch weiterhin nichts zu tun, oder?
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Doch. Den Finanzbehörden steht es grundsätzlich frei, ob sie die Aufforderung zur Abgabe einer Grundsteuererklärung gegenüber jedem Grundstückseigentümer einzeln oder im Rahmen einer Allgemeinverfügung vornehmen. Eine Aufforderung zur Abgabe der Grundsteuererklärung erfolgte bereits Ende März durch eine öffentliche Bekanntmachung. Hierdurch wird jeder Eigentümer verpflichtet, die für die Feststellung der Grundsteuer notwendigen Tatsachen gegenüber dem für ihn zuständigen Finanzamt zu erklären. Einer persönlichen Aufforderung jedes Einzelnen bedarf es deshalb nicht mehr. Bereits seit dem 01.07.2022 können die Erklärungen abgegeben werden. Dies muss unabhängig von einer persönlich an Sie gerichteten Erklärungsaufforderung bis zum 31.10.2022 geschehen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Verpflichtung zur Abgabe einer Erklärung trifft dabei ausschließlich den Eigentümer des Grundstücks. Eine Verpflichtung für die Mieter oder einen Hausverwalter besteht hingegen nicht. Das Nichteinreichen der Erklärung führt deshalb zu einer Pflichtverletzung, die allein dem Eigentümer zuzurechnen ist. Das gilt unabhängig davon, ob die Hausverwaltung bei der Einreichung der Erklärung freiwillig mithilft. Jedem Eigentümer ist daher zu raten, aktiv an der Abgabe der Erklärung mitzuwirken, da eine Nichtabgabe im schlimmsten Fall zu Verspätungszuschlägen führen kann.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2)	Es wird doch sicherlich eine Verlängerung der Abgabefrist geben, oder?
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Eine Verlängerung der Abgabefrist ist bisher noch nicht ergangen. Letztmöglicher Termin der Einreichung ist daher weiterhin der 31.10.2022. Die Erhebung der Grundsteuer in ihrer neuen Form erfolgt jedoch erst ab dem 01.01.2025. Aufgrund dessen und der Vielzahl der abzugebenden Erklärungen ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht auszuschließen, dass die Abgabefrist verlängert werden könnte.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Hierauf sollten Sie sich jedoch nicht verlassen. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt sind die meisten Steuerberaterbüros durch die hohe Zahl der Erklärungsfälle in Bezug auf die Grundstücksangaben (rund 36. Millionen Fälle in ganz Deutschland) vollständig ausgelastet. Es ist davon auszugehen, dass die Belastung der Steuerberater mit zunehmendem Nahen des Fristendes nur noch ansteigen wird. Für den einzelnen Grundstückseigentümer bedeutet das, dass es für ihn mit weiterem Voranschreiten der Zeit zunehmend schwieriger werden wird, selbst noch die Erklärung fristgerecht einzureichen oder einen Steuerberater zu finden, dem noch Kapazitäten zur Übernahme des Falls zur Verfügung stehen. Dementsprechend ist auch davon auszugehen, dass die (ver)späte(te) Erstellung der Erklärung im Einzelfall zu einem erhöhten Zeit- und Kostenaufwand führen wird. Wir empfehlen Ihnen daher, sich frühzeitig um die Abgabe der Erklärung zu kümmern.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              3)	Gibt es denn Gründe, die Bewertung durch einen Grundsteuerexperten durchführen bzw. die Erklärung erstellen zu lassen? 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ja, es sprechen viele Gründe dafür, sich von einem Grundsteuerexperten bei der Bewertung und Erstellung der Erklärung helfen zu lassen. So besteht eine Vielzahl von Fragen, die im Rahmen der Erklärung zu beantworten sind, weshalb sich die Erstellung der Erklärung häufig als besonders aufwendig und zeitintensiv herausstellt. Eine lückenhafte Erklärung wird in den allermeisten Fällen zu Rückfragen des Finanzamts und damit einhergehenden Aufforderungen zur Nachbearbeitung führen, die wiederum viel Zeit kosten. Durch die Einschaltung eines Experten wird Ihnen die Vollständigkeit der abgegebenen Erklärung gewährleistet. Im Fall etwaiger Rückfragen durch das Finanzamt, wendet sich dieses direkt an Ihren Berater, der die Fragen in Ihrem Interesse beantworten wird.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Erklärung bezüglich der Grundsteuer ist darüber hinaus verpflichtend in elektronischer Form an das Finanzamt zu 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Erklärung bezüglich der Grundsteuer ist darüber hinaus verpflichtend in elektronischer Form an das Finanzamt zu übermitteln. Die Einreichung der Abgabe einer Erklärung in Papierform ist daher der Nichtabgabe gleichgestellt. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Für die elektronische Übermittlung wird in erster Linie das von der Finanzverwaltung bereitgestellte Portal „ELSTER“ verwendet. Auch diesbezüglich kann es ratsam sein, die Hilfe eines Experten heranzuziehen. Hierdurch ersparen Sie sich einerseits, ein ELSTER-Zertifikat beantragen zu müssen, ohne das eine Verwendung des Portals nicht möglich ist. Andererseits kommt es in der Praxis gerade bei der Anwendung des Portals durch Personen, die hiermit nicht vertraut sind, häufig zu Fehlern und Problemen in der Anwendung. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Grundsätzlich richtet sich die Berechnung der Grundsteuer nach einem bundesweit geltenden Verfahren. Sieben Bundesländer (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen, Saarland, Hamburg, Niedersachsen) haben jedoch eigene Berechnungsmodelle entwickelt. Dementsprechend sind in diesen Bundesländern zum Teil andere Angaben gegenüber dem Finanzamt zu treffen als im übrigen Bundesgebiet. Dieser Umstand verkompliziert die Erstellung der Erklärungen für Personen, die Grundstücke in verschiedenen Bundesländern besitzen. Auch hier kann die Hinzuziehung eines Experten ratsam sein, der einen detaillierten Überblick über die Vorgaben der einzelnen Bundesländer hat. Des Weiteren berät Ihr Ansprechpartner Sie in allen grundsteuerrechtlichen Belangen und steht Ihnen zur Beantwortung jeglicher Fragen zur Verfügung.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der Experte kann Ihnen außerdem die steuerlichen Auswirkungen Ihrer Steuererklärung und damit die genaue Höhe der Steuer berechnen. Die zeitnahe Ermittlung der von Ihnen in Zukunft zu entrichtenden Grundsteuer bietet Ihnen Gewissheit für die Zukunft und Planungssicherheit. Darüber hinaus kann Ihr Berater für Sie Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen der Grundsteuerveranlagung in die Wege leiten.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              4)	Gestaltungsmöglichkeiten, welche denn?
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass eine Vielzahl von Möglichkeiten besteht, gestalterischen Einfluss auf die Grundsteuerveranlagung zu nehmen. Ein Beispiel hierfür stellt die Bestimmung der Art Ihres Grundstücks dar. Das Gesetz kennt verschiedene Grundstücksarten, deren Bewertung im Einzelnen auf verschieden Weisen vorzunehmen ist. So kann gerade bei größeren Häusern unter Umständen zweifelhaft sein, ob es sich dabei um ein Ein- oder ein Zweifamilienhaus handelt. Die richtige Auswahl ist hier entscheidend, weil die Annahme eines Zweifamilienhauses im Ergebnis zu einem niedrigeren Ertragswert und damit letztlich auch zu einer niedrigeren Grundsteuerbelastung führt. Gleiches gilt für Grundstücke mit einer gemischten Nutzung. Hierbei handelt es sich um Grundstücke, die zu einem Teil Wohnzwecken und zu einem anderen Teil betrieblichen Zwecken dienen. Auch hier hat die Feststellung des genauen Verhältnisses von Wohnen und betrieblicher Nutzung eine direkte Auswirkung auf die abzuführende Grundsteuer. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Des Weiteren ist auch die Auslegung verschiedener vom Gesetz verwendeter Begriffe nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Das gilt zum Beispiel für den Begriff der „Kernsanierung“. Der Nichtrechtskundige wird hier nach einigen durchgeführten Modernisierungsmaßnahmen am Gebäude schnell dazu tendieren, dieses als kernsaniert zu erklären, ohne sich der Folgen dieser Angabe bewusst zu sein. Der Grundstückseigentümer kann bei der Abgabe seiner Erklärung über das Portal ELSTER die steuerliche Auswirkung seiner Angaben häufig nicht nachvollziehen. Es ist daher auch nicht ersichtlich, welche Folgen die Angabe einer Kernsanierung mit sich bringt. Geben Sie in Ihrer Steuererklärung an, dass das darauf befindliche Gebäude kernsaniert ist, kann dies unter Umständen bis zu einer Verdoppelung des Grundsteuerwerts und damit zu einer sehr viel höheren Grundsteuerbelastung führen. Die Finanzverwaltung nimmt eine Kernsanierung hingegen nur in wirklichen Ausnahmefällen an. Von einer Kernsanierung ist dabei erst auszugehen, wenn zum einen der Ausbau (u. a. Heizung, Fenster und Sanitäreinrichtungen) umfassend modernisiert und zum anderen der Rohbau teilweise oder ganz erneuert worden ist.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Außerdem kann der Experte Begünstigungen für Sie berücksichtigen. Solche bestehen zum Beispiel für denkmalgeschützte Gebäude. Befindet sich auf Ihrem Grundstück ein Gebäude, das dem Denkmalschutz unterliegt, kann dies zu einer Reduzierung des Grundsteuerwerts um bis zu 10% und damit zu einer Minderung der abzuführenden Grundsteuer führen. Die Begünstigung wird von dem Finanzamt jedoch nur dann berücksichtigt, wenn der Denkmalschutz in der Steuererklärung angegeben wird.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              5)	Welche Erfahrungen haben Sie nach 45 Tagen der Reform bisher gemacht?
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            In den letzten 45 Tagen haben wir bereits hunderte Grundsteuererklärungen für unsere Mandanten erstellt und auch schon an das Finanzamt übertragen. Dabei haben wir festgestellt, dass es nicht nur zu mannigfaltigen Eingabeproblemen kommen kann, sondern auch zu einer Reihe von Beratungs- und Entscheidungsfragen, die erheblichen Einfluss auf die Bewertung haben. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zudem stellen wir fest, dass eine Vielzahl der Bewertungen zu niedrigeren Steuermessbeträgen (Ausgangsgröße des Finanzamts, auf den die Gemeinde später ihren Hebesatz zur Ermittlung der Grundsteuer anwendet) führen als es nach dem alten Einheitswertverfahren der Fall war. Insbesondere letzter Punkt lässt erahnen, dass mit einer Anhebung der Grundsteuer-Hebesätze der Gemeinden ab 2025 zu rechnen ist.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 26 Aug 2022 08:12:10 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aufbruch in das Zeitalter des digitalen Gesellschaftsrechts</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Aufbruch in das Zeitalter des digitalen Gesellschaftsrechts
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            
              Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG)
               &#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
            
              seit dem 01.08.2022
             &#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I. Einleitung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Am 10.06.2021 hat der Bundestag in Erfüllung der Richtlinie (EU) 2019/1151 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20.06.2019 zur Änderung der Richtlinie (EU) 2017/1132 das „Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie“ (DiRUG vom 05.07.2021, BGBI. I 2021, 3338) beschlossen. Ziel der Digitalisierungsrichtlinie ist die Erleichterung des Einsatzes digitaler Technologien im Gesellschaftsrecht. Das DiRUG ist nunmehr am 01.08.2022 in Kraft getreten und bringt verschiedene Neuerungen mit sich. Hierzu zählen insbesondere die Möglichkeit der Online-Gründung von GmbHs, soweit es sich um Bargründungen handelt und die europaweite Errichtung von Zweigniederlassungen durch das „digitale Notariat“ sowie eine grundlegende Änderung des Registerwesens.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               II.	Erfolgreiche erste Online-Gründung einer Gesellschaft durch das „digitale Notariat“
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Mit Einführung des DiRUG können Gesellschaften seit dem 01.08.2022 neben der gewöhnlichen „Präsenzgründung“ vor einem Notar auch online durch das sog. „digitale Notariat“ mittels Videokommunikation gegründet werden (§ 2 Abs. 3 GmbHG n.F.). Um dies zu ermöglichen, wurde auch die Bundesnotarordnung und das Bundesbeurkundungsgesetz umfassend „digital novelliert“. Hinsichtlich der einzelnen Gesetzesänderungen wird auf den Beitrag der Kollegen Peter Schröder und Sonja Jochim vom 22.12.2021 verwiesen (
            &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;a href="https://www.pelkapartner.de/das-gesetz-zur-umsetzung-der-digitalisierungsrichtlinie-dirug-erste-kleine-schritte-auf-dem-weg-zu-einem-digitalen-und-europaeisch-vernetzten-gesellschaftsrecht-special-nr-352"&gt;&#xD;
            
              https://www.pelkapartner.de/das-gesetz-zur-umsetzung-der-digitalisierungsrichtlinie-dirug-erste-kleine-schritte-auf-dem-weg-zu-einem-digitalen-und-europaeisch-vernetzten-gesellschaftsrecht-special-nr-352
             &#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            ).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Dabei kam es bereits kurz nach Inkrafttreten der Gesetzesänderungen am frühen Morgen des 01.08.2022 zur ersten Online-Gründung einer Mantelgesellschaft, wie im Online-Presseportal LTO berichtet wurde:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Hiernach soll künftig auf eine eigens von der Bundesnotarkammer entwickelte Videoplattform gesetzt werden, um die Sicherheit des Systems zu gewährleisten. Insbesondere in der Anfangsphase, wohl in den ersten zwei bis drei Wochen, können daher technische Störungen auftreten. Um Identitätsdiebstählen vorzubeugen, ist nach dem DiRUG die Vorlage einer eID-Karte (Personalausweis mit einem elektronischen Identitätsnachweis) und ein ausgelesenes Lichtbild erforderlich. Technische Voraussetzungen für den Rechtsanwender ist daher – neben PC/Laptop und Smartphone mit installierter „Notar-App“ – auch ein geeignetes qualifiziertes Ausweisdokument.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Für die Inanspruchnahme des „digitalen Notariats“ werden gem. § 78q Bundesnotarordnung (BnotO) zukünftig zusätzliche Gebühren durch die Bundesnotarkammer gegenüber den das System nutzenden Notaren erhoben, der diese als Auslagen den die Kosten der Beurkundung tragenden Personen weiterbelastet. Diese Gebühren betragen gem. § 2 Abs. 2 der Gebührensatzung für das notarielle Videokommunikationssystem (NotViko-GebS) für Online-Beurkunden 25 Euro und für Online-Beglaubigungen 8 Euro (vgl. hierzu die neue Nr. 32016 KV GNotKG n.F.).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Gesetzesnovelle stellt insbesondere für Rechtsanwälte eine erhebliche Arbeitsentlastung dar, von welcher auch unsere Mandanten profitieren werden. Es darf jedoch nicht übersehen werden, dass die Gründung der GmbH zumeist nur der Abschluss einer umfangreichen Beratung, insbesondere in gesellschafts- oder/und umwandlungsrechtlicher, familienrechtlicher, erbrechtlicher und nicht zuletzt steuerlicher Hinsicht, ist. Eine Online-Gesellschaftsgründung ohne vorherige Beratung sollte nur in äußerst einfach gelagerten Fällen in Erwägung gezogen werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               III.	Erneuerungen im Registerwesen
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Neben der Onlinegründung können künftig auch Online-Beglaubigungen von Anmeldungen zum Handels-, Genossenschafts- und Partnerschaftsregister, etwa ein Geschäftsführerwechsel, über das „digitale Notariat“ erledigt werden. Zu beachten ist dabei, dass sich die Kosten, welche mit einer solchen Registeranmeldung und -eintragung einhergehen, erhöht haben. Hintergrund der Erhöhung ist, das zukünftig beispielsweise Auszüge aus dem Handelsregister kostenlos eingesehen werden können. Mit anderen Worten liegt eine Umlegung der Kostenlast auf die eintragenden Rechtspersonen vor. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zusätzlich wurde die Offenlegungspflicht von Rechnungslegungsunterlagen von Kapitalgesellschaften dahingehend abgeändert, dass die Offenlegung für die Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2021 begonnen haben, unmittelbar elektronisch an die das Unternehmensregister führende Stelle zu erfolgen haben. Rechnungslegungsunterlagen, welche ein Geschäftsjahr betreffen, das vor dem 01.01.2022 begonnen hat, sollen jedoch weiterhin im Bundesanzeiger offengelegt werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Auch im Zusammenhang mit den Änderungen im Registerwesen gilt, dass diese eine vorherige Rechtsberatung nicht ersetzen können, sondern lediglich den Abschluss einer vorangegangenen Rechtsberatung vereinfachen. Mit anderen Worten: Die rechtliche Überprüfung, ob beispielsweise ein Geschäftsführer abbestellt werden kann, erübrigt sich durch die Gesetzesänderungen keineswegs. Auch ein möglicherweise zu fassender Gesellschaftsbeschluss sollte vor Anmeldung zum Handelsregister vom Rechtsanwalt überprüft und begleitet werden. Liegt eine vorbereitende, rechtliche Beratung vor, so wird der Abschluss einer solchen durch die neuen digitalen Möglichkeiten erheblich erleichtert.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              IV.	Fazit
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Änderungen durch das DiRUG eröffnen für Gesellschafter von GmbHs neue Möglichkeiten. Interessant ist das neue System insbesondere für Personen, welche sich im Ausland befinden, da sie nicht anreisen bzw. keine notarielle Gründungsvollmacht (§ 2 Abs. 2 GmbHG) erteilen müssen. Durch das „Gesetz zur Ergänzung der Regelungen zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie und zur Änderung weiterer Vorschriften“ (DiREG vom 15.07.2022, BGBI. I 2022, 1146) wurde inzwischen ergänzend die Möglichkeit geschaffen, auch die notarielle Errichtung der Gründungsvollmacht durch Videokommunikation im Rahmen des digitalen Notariats vorzunehmen (vgl.§ 2 Abs. 2 Satz 2 GmbHG n.F.).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Aktuell sind die Möglichkeiten der Online-Beurkundung auf bestimmte Vorgänge, vor allem auf die Rechtsform der GmbH beschränkt. Eine Ausweitung der Online-Beurkundung auf die Aktiengesellschaft oder auf Personengesellschaften ist aktuell (noch) nicht vorgesehen. Probleme zeigen sich insbesondere dann, wenn es zu Unstimmigkeiten zwischen den Gesellschaftern kommt und eine vorherige Rechtsberatung unabdingbar wird.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Für den Fall, dass auch Sie die Gründung einer GmbH – insbesondere auch aus dem Ausland – planen, stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 09 Aug 2022 11:40:50 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/aufbruch-in-das-zeitalter-des-digitalen-gesellschaftsrechts</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/PNHR-2015-by-Dirk-Behlau-0261.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/PNHR-2015-by-Dirk-Behlau-0261.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Webinar: Stellenausschreibungen und Einstellungsgespräche – rechtssicher gestalten und erfolgreich Mitarbeiter gewinnen Teil 1</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/webinar-stellenausschreibungen-einstellungsgespraeche</link>
      <description>Mit der Webinarreihe 30-Minuten PNHR stellen wir unserer Mandantschaft regelmäßig aktuelle Rechtsprechung und Praktikertipps aus den verschiedenen Bereichen unserer Steuer- und Rechtsberatung zur Verfügung.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Webinar: Stellenausschreibungen und Einstellungsgespräche – rechtssicher gestalten und erfolgreich Mitarbeiter gewinnen Teil 1
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit der Webinarreihe 30-Minuten PNHR stellen wir unserer Mandantschaft regelmäßig aktuelle Rechtsprechung und Praktikertipps aus den verschiedenen Bereichen unserer Steuer- und Rechtsberatung zur Verfügung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Einheit „Stellenausschreibungen und Einstellungsgespräche – rechtssicher gestalten und erfolgreich Mitarbeiter gewinnen Teil 1“ mit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/team/tobias-kromm"&gt;&#xD;
      
           Tobias Kromm
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , Rechtsanwalt aus dem Schwerpunktbereich Arbeitsrecht und betriebliche Altersversorgung, und
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/team/anabelle-bilo"&gt;&#xD;
      
           Anabelle Bilo
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , Mitarbeiterin aus dem Bereich HR Development &amp;amp; Recruiting, ist nunmehr als Aufzeichnung frei abrufbar und steht Ihnen somit in vollem Umfang zur Verfügung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für die Bereitstellung der Illustrationen unter
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.npridik.de" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           www.npridik.de
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            bedanken wir uns bei Frau Nicola Pridik.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 04 Aug 2022 15:13:34 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/webinar-stellenausschreibungen-einstellungsgespraeche</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/PNHR+Abteilungen+und+Mood+Launch-1140994.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/PNHR+Abteilungen+und+Mood+Launch-1140994.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Behandlung von Plus- und Minusstunden im Zusammenhang mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses – Rechts-Tipp Nr. 237</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/behandlung-von-plus-und-minusstunden-im-zusammenhang-mit-der-beendigung-des-arbeitsverhaeltnisses-rechts-tipp-nr-237</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Behandlung von Plus- und Minusstunden im Zusammenhang mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
                
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               I.	Ausgangslage
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ein Arbeitgeber führt für die Arbeitnehmer ein (elektronisches) Arbeitszeitkonto. Sollen dort erfasste Arbeitsstunden ausgeglichen werden, muss über das Zeiterfassungsprogramm ein Antrag auf Freizeitausgleich gestellt werden, der der Genehmigung des Arbeitgebers bedarf. Nachdem der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis des Arbeitnehmers fristlos gekündigt hatte, schlossen die Parteien im Kündigungsschutzprozess einen gerichtlichen Vergleich. Danach endet das Arbeitsverhältnis durch ordentliche Arbeitgeberkündigung mit Ablauf des 31. Dezembers. Außerdem heißt es in dem Vergleich: 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            „Die Beklagte stellt den Kläger unwiderruflich von der Pflicht zur Erbringung der Arbeitsleistung bis einschließlich 31.12 unter Fortzahlung der vereinbarten Vergütung frei. Urlaubsansprüche des Klägers werden mit der Freistellung in natura gewährt.“
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Eine Abgeltungs- bzw. Ausgleichsklausel enthält der Vergleich nicht.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zum 30. September wies das Arbeitszeitkonto des Klägers einen Saldo zu seinen Gunsten von 67,10 Stunden auf.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Variante:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zum 30. September wies das Arbeitszeitkonto des Klägers einen Saldo zugunsten des Arbeitgebers von 40,33 Stunden auf.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                II.	Rechtslage
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ein Arbeitszeitkonto hält im Allgemeinen fest, in welchem zeitlichen Umfang der Arbeitnehmer seine Hauptleistungspflicht nach § 611 a Abs. 1 Satz 1 BGB erbracht hat oder aufgrund eines Entgeltfortzahlungstatbestands nicht erbringen musste und deshalb Vergütung beanspruchen kann bzw. in welchem Umfang er noch Arbeitsleistung für die vereinbarte und gezahlte Vergütung erbringen muss (BAG-Urteil vom 29.06.2016, BAGE 155, 310). Abhängig von der zugrundeliegenden Abrede der Vertragsparteien kann ein Arbeitszeitkonto den Vergütungsanspruch verbindlich bestimmen (BAG-Urteil vom 10.11.2010, BAGE 136, 152) oder für die Höhe eines Anspruchs auf Freizeitausgleich oder die Höhe eines Vorschusses maßgebend sein (BAG-Urteil vom 21.03.2012, BAGE 141, 88). Begehrt der Arbeitnehmer die Abgeltung eines Guthabens auf seinem Arbeitszeitkonto, macht er folglich nur den Vergütungsanspruch für vorgeleistete Arbeit geltend (BAG-Urteil vom 23.09.2015, BAGE 152, 315).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses geht regelmäßig die Schließung des Arbeitszeitkontos einher, ein Freizeitausgleich ist nach dem Ausscheiden des Arbeitnehmers nicht mehr möglich (BAG-Urteil vom 26.06.2013 – 5 AZR 428/12 – Rn. 22 f.). Wenn nicht ausdrücklich anderes vereinbart ist, enthält die einvernehmliche Einrichtung eines Arbeitszeitkontos die konkludente Abrede, dass das Konto spätestens mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses auszugleichen ist (BAG-Urteil vom 13.12.2000 - 5 AZR 334/99 - zu II 2 c).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1.	Positivsaldo
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Gelingt es vor der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht, ein positives Guthaben des Arbeitnehmers durch entsprechende Freizeit abzubauen, hat der Arbeitgeber den Positivsaldo finanziell auszugleichen (BAG-Urteil vom 20.11.2019 – 5 AZR 578/18 Rn. 15).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Wird bei einem Vergleich mit einer Freistellung lediglich vereinbart, dass Urlaubsansprüche mit der Freistellung in natura gewährt werden, erfüllt der Arbeitgeber im Anschluss an den Vergleich nur seine Verpflichtung aus dem Vergleich, bewirkt jedoch nicht zugleich die dem Arbeitgeber aus der der Führung des Arbeitszeitkontos zugrundeliegenden Vereinbarung obliegende Leistung „Freizeitausgleich zum Abbau des Arbeitszeitkontos“ im Sinne des § 362 Abs. 1 BGB. Wegen der unterschiedlichen Rechtsfolgen, die eine Freistellung haben kann, muss der Arbeitnehmer erkennen können, dass der Arbeitgeber ihn zur Erfüllung des Anspruchs auf Freizeitausgleich zum Abbau des Arbeitszeitkontos von der Arbeitspflicht freistellen will.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die „Freistellung von der Pflicht zur Erbringung der Arbeitsleistung unter Fortzahlung der vereinbarten Vergütung“ im Vergleich hat nach dem Willen der Parteien bei Vergleichsschluss primär „Abfindungscharakter“. Mit ihr wird lediglich die Arbeitspflicht des Arbeitnehmers aufgehoben, weitere Rechtsfolgen regelt sie jedoch nicht (BAG-Urteil vom 23.01.2008 – 5 AZR 393/07 – Rn. 13).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Enthält ein Vergleich zudem keine Abgeltungs- bzw. Ausgleichsklausel dahingehend, dass mit ihm alle oder zumindest alle finanziellen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis und dessen Beendigung abgegolten sind, so hilft auch dies nicht weiter.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2.	Negativsaldo
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Befinden sich auf dem Arbeitszeitkonto des Arbeitnehmers bei seinem Ausscheiden noch Minusstunden, darf der Arbeitgeber Entgelt hierfür nur kürzen bzw. zurückfordern, wenn dies arbeitsvertraglich vereinbart ist (BAG-Urteil vom 21.03.2012 –5 AZR 670/11). 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Hat der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis außerordentlich gekündigt und haben die Parteien in einem Vergleich Freistellung bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses vereinbart, ist dem Arbeitnehmer die Möglichkeit zur Erbringung der Minusstunden genommen. Dies geht zulasten des Arbeitgebers (Urteil des Landesarbeitsgericht Nürnberg vom 19.05.2021 - 4 Sa 423/20 - Rn. 48).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Wird zusätzlich eine Klausel in den Vergleich aufgenommen, die besagt, dass die Freistellung unter Anrechnung auf Urlaubsansprüche und etwaige Zeitguthaben erfolgt, ist diese Klausel ohne Vorliegen weiterer Anhaltspunkte dahingehend zu verstehen, dass auch eventueller Streit über den Stand des Arbeitszeitkontos beseitigt werden soll und auch Minusstunden nicht mehr geltend gemacht werden können (Rn. 50). Bei einer vereinbarten Freistellung muss der Arbeitnehmer wegen der unterschiedlichen Rechtsfolgen, die die Freistellung haben kann, erkennen können, dass der Arbeitgeber ihn (auch) zur Erfüllung des Anspruchs auf Freizeitausgleich zum Abbau des Arbeitszeitkontos von der Arbeitspflicht freistellen will (s.o.). Umgekehrt muss er dann aber auch erkennen können, dass die Freistellung nicht gleichzeitig bedeuten soll, dass der Arbeitgeber, der ja mit der Freistellung auf die Arbeitsleistung insgesamt verzichtet, dennoch in diesem Zeitpunkt etwa vorhandene Minusstunden vom Gehalt abziehen will. Es wäre widersprüchlich, wenn mit einer solchen Klausel nur ein eventuelles Zeitguthaben erfasst wird, Zeitschulden aber von der Vergütung noch abziehbar sind.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Soll der Arbeitnehmer etwaige Ansprüche auf Auszahlung von Guthabenstunden verlustig gehen, muss dies daher ausdrücklich vereinbart werden. Dasselbe gilt, wenn der Arbeitnehmer trotz der Freistellung, die ihn am Ausgleich etwaiger Minusstunden hindert, mit entsprechenden Entgeltabzügen rechnen muss.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                III.	Unser Tipp
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Seien Sie vorsichtig bei der Formulierung von arbeitsrechtlichen Vergleichen und lassen Sie sich lieber anwaltlich beraten. Denken Sie bei einer Freistellung nicht nur daran, dass die Freistellung unter Anrechnung auf Urlaubsansprüche erfolgt, um eine Urlaubsabgeltung zu vermeiden, sondern denken Sie auch daran, dass Regelungen bezüglich eines Arbeitszeitkontos im Vergleich getroffen werden, damit Sie nicht unerwartet für ein Guthaben auf dem Arbeitszeitkonto zahlen müssen bzw. bei einem Negativsaldo keine Kürzung des Arbeitsentgelts bzw. Rückforderung des Arbeitsentgelts geltend machen können. Auf jeden Fall sollte immer an eine Abgeltungs- bzw. Ausgleichsklausel gedacht werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 29 Jul 2022 08:32:11 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/behandlung-von-plus-und-minusstunden-im-zusammenhang-mit-der-beendigung-des-arbeitsverhaeltnisses-rechts-tipp-nr-237</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Viertes Corona-Steuerhilfegesetz – Special Nr. 359</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/viertes-corona-steuerhilfegesetz-special-nr-329</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Viertes Corona-Steuerhilfegesetz
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I.Einleitung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaft und die Allgemeinheit abzufedern, wurden in den vorangegangenen drei Corona-Steuerhilfe-gesetzen diverse steuerliche Erleichterungen umgesetzt. Am 10.06.2022 hat der Bundesrat dem „Viertes Gesetz zur Umsetzung steuerlicher Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise“ zugestimmt. Das Gesetz wurde am 22.06.2022 im Bundesgesetzblatt verkündet und ist damit in Kraft getreten. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Mit dem Gesetz werden zum einen Maßnahmen aus den drei vorangegangenen Gesetzen, die sich in der Vergangenheit bewährt haben, verlängert; zum anderen wurden mit dem Gesetz einzelne entlastende Maßnahmen aus dem Koalitionsvertrag der Ampelkoalition umgesetzt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Im Folgenden werden die wesentlichen Gesetzesänderungen erläutert. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               II.	Änderungen des Einkommensteuergesetzes
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            a)	Steuerfreie Coronazahlungen (§ 3 Nr. 11b EStG)
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Vom Arbeitgeber zur Anerkennung besonderer Leistungen während der Corona-Krise an seine Arbeitnehmer geleistete Sonderzahlungen werden bis zu einem Betrag von 4.500 EUR steuerfrei gestellt. Voraussetzung ist, dass die Sonderzahlung zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn gezahlt wird und dass die Arbeitnehmer in einer der im Gesetz aufgeführten Einrichtungen beschäftigt sind. Dies sind insbesondere Krankenhäuser, Einrichtungen für ambulantes Operieren, bestimmte Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Dialyseeinrichtungen, Arzt- und Zahnarztpraxen, ambulante Pflegedienste, die ambulante Intensivpflege in bestimmten Einrichtungen erbringen, sowie Rettungsdienste.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die gesetzliche Regelung betrifft Zahlungen, die in der Zeit vom 18.11.2021 bis zum 31.12.2022 gezahlt wurden bzw. noch gezahlt werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            b)	Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld (§ 3 Nr. 28a EStG)
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Steuerfreiheit von Zuschüssen zum Kurzarbeitergeld ist rückwirkend um 6 Monate bis zum 30.06.2022 verlängert worden. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            c)	Homeoffice-Pauschale (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 4 EStG)
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die ursprünglich bis zum 31.12.2021 befristete Homeoffice-Pauschale ist um ein Jahr bis zum 31.12.2022 verlängert worden. Somit können Arbeitnehmer auch für den Veranlagungszeitraum 2022 eine Homeoffice-Pauschale in Höhe von 5 € für jeden vollen Tag, maximal 600 € jährlich geltend machen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            d)	Abzinsung von unverzinslichen Verbindlichkeiten und Rückstellungen (§ 6 Abs. 1 Nr. 3 u. Nr. 3a Buchst. e EStG)
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Bisher waren unverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mindestens zwölf Monaten unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 5,5 % abzuzinsen. Aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase ist es jedoch sachlich nicht mehr begründbar, dass unverzinslichen Verbindlichkeiten ein Zinsanteil innewohnt. Die Regelung wurde daher für nach dem 31.12.2022 endende Wirtschaftsjahre aufgehoben.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Rückstellungen für Verpflichtungen sind jedoch weiterhin mit einem Zinssatz von 5,5 Prozent abzuzinsen, wenn deren Laufzeit am Bilanzstichtag mindestens 12 Monate beträgt. Rückstellungen für Verpflichtungen, die verzinslich sind oder auf einer Anzahlung oder Vorausleistung beruhen, sind davon ausgenommen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            e)	Reininvestitionsrücklage (§ 6b EStG)
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Fristen für Reinvestitionen nach § 6b EStG sind nochmals um ein Jahr verlängert und zusätzlich auf in 2022 endende Fristen verlängert worden. Sofern demnach eine Reinvestitionsrücklage am Schluss des nach dem 29.02.2020 und vor dem 1.1.2023 endenden Wirtschaftsjahres noch vorhanden ist und in diesem Zeitraum aufzulösen wäre, endet die Reinvestitionsfrist erst am Schluss des nach dem 31.12.2022 und vor dem 1.1.2024 endenden Wirtschaftsjahres.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            f)	Degressive AfA für bewegliche Wirtschaftsgüter (§ 7 Abs. 2 Satz 1 EStG)
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die vorübergehend mit dem Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz geschaffene Möglichkeit zur Inanspruchnahme der degressiven Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wird um ein Jahr verlängert. Damit kann die degressive AfA – in Höhe des zweieinhalbfachen der linearen AfA, höchstens jedoch 25% – auch auf in 2022 angeschaffte Wirtschaftsgüter angewendet werden.  
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            g)	Investitionsabzugsbeträge (§ 7g EStG)
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Investitionsabzugsbeträge sind grundsätzlich bis zum Ende des dritten auf das Wirtschaftsjahr des jeweiligen Abzuges folgenden Wirtschaftsjahres für begünstigte Investitionen zu verwenden. Andernfalls sind sie rückgängig zu machen. Infolge der Corona-Pandemie wurde die Frist für in 2017 und 2018 abgezogene Beträge um ein bzw. zwei Jahre auf vier bzw. fünf Jahre verlängert. Infolgedessen können begünstigte Investitionen auch noch in 2022 getätigt werden. Die Frist für Investitionsabzugsbeträge, deren dreijährige oder bereits verlängerten Investitionsfristen in 2022 auslaufen, werden um ein weiteres Jahr auf vier, fünf oder sechs Jahre verlängert.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            h)	Erweiterte Verlustverrechnung (§ 10d Abs. 1 EStG) 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Möglichkeiten einer erweiterten Verlustverrechnung werden bis Ende 2023 verlängert. Somit wird der Höchstbetrag beim Verlustrücktrag auch für die Jahre 2022 und 2023 auf 10 Mio. EUR bzw. auf 20 Mio. EUR bei Zusammenveranlagung angehoben. Der Verlustrücktrag wird darüber hinaus ab 2022 dauerhaft auf zwei Jahre ausgeweitet und erfolgt in die unmittelbar vorangegangenen beiden Jahre. Der Verlustrücktrag kann jedoch nicht mehr auf Antrag auf einen bestimmten Betrag reduziert werden, sondern der Steuerpflichtige kann sich nur insgesamt entweder für die Anwendung des Verlustrücktrags oder aber für einen Verzicht zugunsten des Verlustvortrags entscheiden. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Erweiterung des Verlustrücktrags besteht gleichermaßen auch für die Körperschaftsteuer. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                III.	Fazit
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das Vierte Corona-Steuerhilfegesetz umfasst im Wesentlichen die Verlängerung von Regelungen, die sich bereits in den drei vorhergehenden Corona-Steuerhilfegesetzen bewährt haben. Es bündelt wirtschaftliche und auch soziale Maßnahmen, die weiterhin dazu dienen sollen, die Pandemiefolgen abzumildern. Mit dem Ukrainekrieg und der damit einhergehenden Energieknappheit ist jedoch eine neue Krise in den Vordergrund gerückt, die das Thema Corona zumindest in den jetzigen Sommermonaten deutlich zurückgedrängt hat. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 29 Jul 2022 08:32:09 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/viertes-corona-steuerhilfegesetz-special-nr-329</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Unterhaltsaufwendungen als außergewöhnliche Belastung – Steuer-Tipp Nr.  351</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/unterhaltsaufwendungen-als-aussergewoehnliche-belastung-steuer-tipp-nr-351</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Unterhaltsaufwendungen als außergewöhnliche Belastung 
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Unterhaltszahlungen an gesetzlich unterhaltsberechtigte Personen können von Leistenden unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastungen abgezogen werden. Das Bundesfinanzministerium hat mit Schreiben vom 06.04.2022 die Regelungen des Vorgängerschreibens vom 07.06.2010 aktualisiert und die zwischenzeitlich ergangene Rechtsprechung des BFH eingearbeitet.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Nachfolgend geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Eckpunkte des aktuellen Schreibens.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               I.	Grundsätzliches
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Unterhaltszahlungen an gesetzlich unterhaltsberechtigte Personen können vom Leistenden ab 2022 mit bis zu € 10.347,00 im Jahr als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung berücksichtigt werden. Werden darüber hinaus Beiträge zur Basiskranken- und Pflegeversicherung für die unterstützte Person übernommen, können diese zusätzlich zum Höchstbetrag abgezogen werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               II.	Wer ist unterhaltsberechtigt?
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Voraussetzung für den Abzug von Unterhaltsleistungen ist, dass gegenüber der unterstützten Person eine gesetzliche Unterhaltspflicht nach dem BGB oder dem Lebenspartnerschaftsgesetz besteht. Unterhaltsberechtigt sind demnach
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             •	Verwandte in gerader Linie, z.B. Kinder, Enkel oder Eltern
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             (Für den Abzug von Leistungen an Kinder ist Voraussetzung, dass die Elternteile weder Kindergeld noch einen Kinderfreibetrag erhalten)
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             •	Ehegatten (auch geschiedene) und Lebenspartner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft (auch aufgehobene)
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             •	Mutter und Vater eines nichtehelichen Kindes gegenüber dem anderen Elternteil
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             sowie diesen gleichgestellten Personen, z.B. Partner einer eheähnlichen Gemeinschaft (sozialrechtliche Bedarfsgemeinschaft). 
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               III.	Bedürftigkeit des Unterhaltsempfängers
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der Abzug von Unterhaltsaufwendungen setzt neben der Berechtigung die Bedürftigkeit des Unterhaltsempfängers voraus. Das heißt, dieser darf kein oder nur ein geringes Vermögen (i.d.R. bis zu € 15.500,00) besitzen und zudem über kein ausreichendes Einkommen verfügen. Liegen die jährlichen Einkünfte und Bezüge der unterhaltsberechtigten Person, die zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes bestimmt oder geeignet sind, über € 624,00 mindert sich der abziehbare Höchstbetrag um die übersteigenden Einkünfte. Sonderausgaben und außer-gewöhnliche Belastungen des Unterhaltsempfängers dürfen nicht abgezogen werden, ebenso wenig etwaige Verluste nach § 10d EStG. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die eigenen Einkünfte und Bezüge des Unterhaltsempfängers sind jedoch nur insoweit zu erfassen, als sie auf den Unterhaltszeitraum entfallen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Beispiel:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Eltern unterstützen ihre volljährige Tochter von Juli bis Dezember. In den Monaten Januar – Juni hat die Tochter € 6.000,00 verdient, darüber hinaus nichts mehr. Die Eltern können demnach außergewöhnliche Belastungen in Höhe von € 5.173,50 (10.347 x 6/12) geltend machen. Eine Anrechnung der im 1. Halbjahr erzielten eigenen Einkünfte der Tochter unterbleibt, da diese außerhalb des Unterstützungszeitraumes angefallen sind.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               IV.	Verfügbares Nettoeinkommen des Unterhaltsleistenden
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Weitere Voraussetzung für den Abzug als außergewöhnliche Belastung ist darüber hinaus, dass die Unterhaltsleistungen in einem angemessenen Verhältnis zum Nettoeinkommen des Leistenden stehen und ihm selbst nach Abzug der Leistungen noch angemessene Mittel zur Bestreitung seines eigenen Lebensunterhaltes verbleiben (sog. Opfergrenze). Bei der Ermittlung des verfügbaren Nettoeinkommens sind grundsätzlich alle steuerpflichtigen und steuerfreien Einnahmen anzusetzen. Bei Unterhaltszahlern mit Gewinneinkünften erfolgt die Berechnung auf der Grundlage eines Dreijahreszeitraumes. Für Leistungen im Rahmen einer sozialrechtlichen Bedarfsgemeinschaft gelten Sonderregelungen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                V.	Begünstigte Unterhaltsaufwendungen
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Als Unterhaltsleistungen abziehbar sind sämtliche Aufwendungen für den typischen Unterhalt, wie Ernährung, Kleidung, Wohnung sowie Ausbildungsunterhalt, wie z.B. Studiengebühren. Nicht berücksichtigungsfähig sind daneben anfallende besondere Unterhaltsaufwendungen, wie z.B. Krankheitskosten. Für diese kommt möglicherweise ein Abzug als „herkömmliche“ außergewöhnliche Belastungen in Betracht. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Auch gelegentliche oder einmalige Leistungen können typische Unterhaltsaufwendungen sein. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Wichtig zu wissen: Bei einer einmaligen Unterhaltszahlung nimmt das Finanzamt stets an, dass diese bis zum Jahresende dienen soll. Der Höchstbetrag von € 10.347,00 mindert sich mit 1/12 um jeden vollen Kalendermonat in dem die Voraussetzungen für den Abzug der Unterhaltsleistungen nicht vorgelegen haben. Da Unterhaltsleistungen nur absetzbar sind, soweit sie dem laufenden Lebensbedarf der unterstützten Person dienen, wird eine Einmalzahlung am Ende des Jahres, mit Ausnahme der Zahlungen an Ehegatten, für die zurückliegenden Monate nicht anerkannt. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Beispiel: 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Eltern leisten im Dezember eine Einmalzahlung an ihre mittellose   Tochter. Hier wird das Finanzamt diese Zahlung nur mit € 862,25 (1/12 des Höchstbetrages von € 10.347,00) berücksichtigen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Wird die Zahlung dagegen bereits zu Anfang des Jahres geleistet, wird der Unterhaltshöchstbetrag, sofern die unterstützte Person auch das ganze Jahr bedürftig ist, nicht gekürzt. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               VI.	Nachweiserfordernis
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der Nachweis von Unterhaltsleistungen kann durch Vorlage von Kontoauszügen erbracht werden. Bei Bargeldzahlungen gelten erhöhte Anforderungserfordernisse. Gehört eine unterhaltsberechtigte Person dagegen zum Haushalt des Steuerpflichtigen, kann der Nachweis i.d.R. entfallen. Hier geht das Finanzamt davon aus, dass die Ausgaben für Kost und Logis den Höchstbetrag erreichen. Ist ein unterstütztes Kind wegen eines Studiums auswärtig untergebracht wird die Haushaltsgemeinschaft i.d.R. nicht aufgehoben.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Gerne stehen wir für Ihre weiteren Fragen zur Behandlung und Berücksichtigung von geleisteten Unterstützungsleistungen zur Verfügung.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 29 Jul 2022 08:32:05 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das neue Nachweisgesetz – diese Änderungen müssen Arbeitgeber jetzt beachten</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/das-neue-nachweisgesetz-die-aenderungen-muessen-arbeitgeber-jetzt-beachten</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Das neue Nachweisgesetz – diese Änderungen
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            müssen Arbeitgeber jetzt beachten
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               I.	Einleitung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Richtlinie (EU) 2019/1152 wurde vom Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union am 20.6.2019 verabschiedet, befasst sich mit transparenten und vorhersehbaren Arbeitsbedingungen innerhalb der Europäischen Union und muss außerdem bis zum 01.08.2022 umgesetzt werden. Bisher regelte das Nachweisgesetz, dass ein Arbeitgeber seine Beschäftigten über die wesentlichen Bedingungen ihrer Arbeitsverträge und über spätere Änderungen schriftlich informieren muss. Aufgrund der Neuregelung sind Arbeitgeber ab dem 01.08.2022 dazu verpflichtet, bei künftigen Einstellungen weit mehr Informationen zu erteilen und mehr Dokumentationen vorzunehmen, als bisher. Der nachfolgende Beitrag stellt die in dem Gesetz vorgesehenen Änderungen des Nachweisgesetzes vor.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               II.	Ziele der EU-Richtlinie
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Europäische Kommission begründet die neue Richtlinie mit der Veränderung der Arbeitswelt, welche vor allem an einer zunehmenden Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und der Zunahme atypischer Arbeitsverhältnisse zu erkennen sei und somit eine Anpassung der Informationspflichten des Arbeitgebers erforderlich mache. Ein wesentliches Merkmal der EU-Richtlinie ist folgerichtig die Festsetzung eines neuen Mindeststandards in Bezug auf die Transparenz der Arbeitsbedingungen.  Als konkrete Einzelziele der Richtlinie werden u.a. ein verbesserter Informationszugang für Arbeitnehmer bezüglich ihrer Arbeitsbedingungen sowie eine stärkere Durchsetzbarkeit der nationalen Normen über die Transparenz der Arbeitsbedingungen formuliert. In der Folge soll auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, vor allem für Arbeitnehmer, die in einem neuen oder atypischen Beschäftigungsverhältnis tätig sind, durch die geänderte Gesetzeslage eintreten. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               III.	Der persönliche Anwendungsbereich der Richtlinie
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Von dem persönlichen Anwendungsbereich der Richtlinie ist jeder Arbeitnehmer umfasst, der „nach den Rechtsvorschriften, Kollektiv- bzw. Tarifverträgen oder Gepflogenheiten in dem jeweiligen Mitgliedstaat einen Arbeitsvertrag hat oder in einem Arbeitsverhältnis steht, wobei die Rechtsprechung des Gerichtshofs zu berücksichtigen ist.“ Welcher Arbeitnehmerbegriff schlussendlich Anwendung finden soll, ist bislang noch ungeklärt. Die Bundesregierung war bei Beschlussfassung der Richtlinie der Auffassung, dass grundsätzlich der jeweilige Arbeitnehmerbegriff der Mitgliedstaaten Anwendung finde. Maßgeblich wäre danach § 611a BGB. Der Präsident des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) sowie Erwägungsgrund 8 der Richtlinie sprechen allerdings vielmehr für ein unionsrechtliches Verständnis.  Damit gilt das Gesetz in einem ersten Schritt jedenfalls für alle Arbeitnehmer, also bspw. auch für sog. Mini-Jobber oder kurzfristig Beschäftigte sowie für Praktikanten, soweit nicht gem. § 22 Abs. 1 Mindestlohngesetz (MiLoG) eine Ausnahme zur Anwendung kommt. Bei einem unionsrechtlichen Verständnis des Arbeitnehmerbegriffs wären allerdings zusätzlich beispielsweise auch Fremd-Geschäftsführer von der Nachweispflicht umfasst. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               IV.	Die Änderungen des Nachweisgesetzes im Überblick:
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Nach dem 01.08.2022 ist jedem Arbeitnehmer zusätzlich auch ein Nachweis zu erteilen zu:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            •	der Dauer einer vereinbarten Probezeit,
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            •	der Art der Auszahlung des Arbeitsentgelts,
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            •	vereinbarten Ruhepausen und Ruhezeiten sowie 
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            •	bei vereinbarter Schichtarbeit dem Schichtsystem, dem Schichtrhythmus und Voraussetzungen der Schichtänderungen;
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            •	Einzelheiten zur Arbeit auf Abruf (§ 12 Teilzeit- und Befristungsgesetz);
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            •	der vereinbarten Möglichkeit der Anordnung von Überstunden und deren Voraussetzungen,
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            •	zu einem etwaigen Anspruch auf vom Arbeitgeber bereitgestellte Fortbildung,
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            •	Namen und Anschrift des Versorgungsträgers, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine betriebliche Altersversorgung über einen Versorgungsträger zusagt (die Nachweispflicht entfällt jedoch, wenn der Versorgungsträger zu dieser Information verpflichtet ist),
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            •	dem bei der Kündigung des Arbeitsverhältnisses von dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer einzuhaltenden Verfahren, mindestens das Schriftformerfordernis und die Fristen für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses sowie die Frist zur Erhebung einer Kündigungsschutzklage; 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            •	weiteren Nachweispflichten bei Auslandseinsätzen von Arbeitnehmern.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Neu ist nunmehr auch, dass Arbeitnehmern ein Nachweis erteilt werden muss, die als Aushilfe lediglich für einen Monat angestellt werden. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              V.	Fristen für die Nachweiserbringung nach § 2 Abs. 1 NachwG
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Arbeitgeber waren bisher nicht gehalten den Nachweis der Arbeitsbedingungen sofort bei Beginn des Arbeitsverhältnisses auszuhändigen. Vielmehr war die Erteilung dieses Nachweises innerhalb eines Monats nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses möglich. Dieses Vorgehen ist mit der Änderung des Nachweisgesetzes nun nicht mehr so pauschal möglich. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Eine der wichtigsten Änderungen vorab: Beruht eine Änderung der Bedingungen des Arbeitsvertrages nicht auf einer kollektivrechtlichen Regelung, so muss diese an dem Tag, an dem die Änderung wirksam wird, nachgewiesen werden. Das bedeutet, dass eine Änderung des Arbeitsortes oder eine Gehaltserhöhung unmittelbar schriftlich nachgewiesen muss. Eine Karenzzeit ist für diese Veränderungen im laufenden Arbeitsverhältnis nicht vorgesehen. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der Arbeitgeber muss einzelne Abgaben nun zu unterschiedlichen – und auch zu früheren – Zeitpunkten nachweisen. Spätestens am ersten Tag der Arbeitsleistung durch den Arbeitnehmer muss der Arbeitgeber die Angaben nach § 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1, 7 und 8 NachwG nachweisen; also einen Nachweis über Name und Anschrift der Vertragspartner, die Zusammensetzung, Höhe, Fälligkeit und Art der Auszahlung des Arbeitsentgelts sowie die vereinbarte Arbeitszeit inklusive etwaige Pausen- oder Schichtarbeitsregelung. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der Nachweis über die Angaben aus § 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2–6, 9 und 10 NachwG müssen sodann spätestens am siebten Tag nach dem zwischen den Parteien vereinbarten Arbeitsbeginn vorliegen. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Daraus folgt, dass dem Arbeitgeber lediglich für die Angaben aus § 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 11 – 15 NachwG eine Fristdauer von einem Monat verbleibt. Neben dem Nachweis über die Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs ist damit insbesondere der Nachweis über das bei der Kündigung des Arbeitsverhältnisses einzuhaltende Verfahren bis zum Ablauf eines Monats fristwahrend möglich. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               VI.	Formerfordernis des Nachweises nach § 2 Abs. 1 NachwG 
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            An der Entscheidung des Gesetzgebers hinsichtlich des Formerfordernisses für den Nachweis nach § 2 Abs. 1 NachwG erhitzen sich derzeit die Gemüter von Arbeitgebern und Personalverantwortlichen. Obwohl die EU-Richtlinie ausdrücklich die elektronische Form des Nachweises zugelassen hätte, hat der deutsche Gesetzgeber die strenge Schriftform vorgeschrieben. Nicht wenige sehen darin einen Verrat an jeglichen Digitalisierungsbestrebungen der Unternehmen in den letzten Jahren. Denn Arbeitgeber müssen den umfassenden Nachweis in Form eines ausgedruckten und unterschriebenen Papiers erbringen. Eine elektronische Erbringung des Nachweises ist ausdrücklich ausgeschlossen worden. Gerade für Unternehmen, die größtenteils papierlos arbeiten oder dieses Ziel verfolgen, stellt diese gesetzliche Anforderung ein unliebsames Übel dar.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               VII.	Welche Bedeutung hat die Neuerung für bestehende Arbeitsverhältnisse?
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Doch welche Bedeutung hat die Neuregelung für bestehende Arbeitsverhältnisse? Für sogenannte „Altverträge“, welche schon vor dem Inkrafttreten der Neuregelung zum 01.08.2022 bestanden haben, gilt keine automatische Pflicht zur Nachweiserbringung. Die Verpflichtung zum Nachweis entsteht bei diesen Arbeitsverhältnissen erst nach einer entsprechenden Aufforderung durch den Arbeitnehmer. Auf dessen Verlangen hin ist dem Arbeitnehmer binnen sieben Tagen oder eines Monats – beginnend mit dem Zugang der Aufforderung – eine Niederschrift über die Bedingungen des Arbeitsverhältnisses auszuhändigen, wobei ersteres für die Angaben aus den Nr. 1-10 und letzteres für alle restlichen Angaben gilt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               VIII.	Sanktionen
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Vorgaben des Nachweisgesetzes wurden bislang von Arbeitgebern auch deshalb eher stiefmütterlich behandelt, da dieses bislang keine Konsequenzen für die Nichtbefolgung vorsah. Dies wurde nun durch den neuen § 4 NachwG geändert, der einen Ordnungswidrigkeitstatbestand samt Bußgeldandrohung vorsieht. Durch diesen wird nochmals deutlich, wie wichtig es ist, dass Arbeitgeber die erforderlichen Nachweise und Niederschriften gem. §§ 2 und 3 NachwG übergeben. Wird der Nachweis nicht richtig, vollständig, rechtzeitig und in der vorgesehenen Weise erbracht, so kann dies eine Geldbuße von bis zu 2.000 Euro pro Arbeitsvertrag bedeuten.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               IX.	Die Umsetzung der Vorgaben
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das neue Nachweisgesetz ist als Umsetzung der EU-Richtlinie wesentlich komplexer und die Einhaltung der Vorgaben für den Arbeitgeber bedeutend aufwändiger geworden. In formaler Hinsicht ist das Schriftformgebot, welches insbesondere die Erteilung des Nachweises in elektronischer Form ausschließt, unbedingt zu beachten. Die inhaltlich vollständige und richtige Formulierung des Nachweises kann Arbeitgeber – besonders bei mehreren Angestellten – durchaus herausfordern. Die Erbringung des Nachweises kann dabei im Rahmen eines schriftlichen Arbeitsvertrages erfolgen. Dabei sollten Arbeitgeber unbedingt darauf achten, dass alle notwendigen Angaben in den Verträgen enthalten sind. Insbesondere die Angabe aus § 2 Abs. 1 Nr. 14 NachwG über das bei einer Kündigung einzuhaltende Verfahren dürfte bislang in dem geforderten Umfang in keinem Arbeitsvertrag Erwähnung gefunden haben. Die Nachweiserbringung muss allerdings nicht zwingend in Form des Arbeitsvertrages erfolgen. Denkbar und aus unserer Sicht vorteilhaft ist auch die Erbringung des Nachweises als Anlage zum Arbeitsvertrag, die die nachzuweisenden Angaben als einseitige Wissenserklärung des Arbeitgebers enthält. Jedenfalls sollten Arbeitgeber den aktuellen Fassungen ihrer Arbeitsverträge vor dem 01.08.2022 noch einmal besondere Aufmerksamkeit schenken, um das Risiko des neuen Bußgeldes nach Möglichkeit auszuschließen.  
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 28 Jul 2022 08:12:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/das-neue-nachweisgesetz-die-aenderungen-muessen-arbeitgeber-jetzt-beachten</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die neue Grundsteuerreform - Praxisempfehlungen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/grundsteuerreform-praxisempfehlungen</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Die neue Grundsteuerreform - Praxisempfehlungen
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zum 01.01.2022 ist die neue Grundsteuer in Kraft getreten. Von der Reform sind mehr als 35 Millionen privat als auch betrieblich genutzte Immobilien betroffen, die bis 31.10.2022 neu bewertet werden müssen. Dies erfordert somit Handlungsbedarf seitens der Steuerpflichtigen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Leiter der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Praxisgruppe Immobilien Steuerrecht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , Rechtsanwalt und Steuerberater
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/team/dr-sebastian-geringhoff"&gt;&#xD;
      
           Dr. Sebastian Geringhoff
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           , gibt in einer Sonderausgabe "30-Minuten PNHR" Auskunft über die Umsetzung der Reform in der Praxis und spricht Empfehlungen aus, die Sie bei der Bewertung der Immobilien beachten sollten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 22 Jul 2022 09:53:23 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: BAG zu Kappungsgrenzen bei Klageverzichtsprämie und Sozialplanabfindung</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-bag-zu-kappungsgrenzen-bei-klageverzichtspraemie-und-sozialplanabfindung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Rechtsprechung: BAG zu Kappungsgrenzen bei Klageverzichtsprämie und Sozialplanabfindung 
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               I.	Einleitung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in einer aktuellen Entscheidung zu der Frage Stellung genommen, ob Kappungsgrenzen im Rahmen von Abfindungszahlungen nach einem Sozialplan altersdiskriminierende Wirkung entfalten. Zudem wird in dem Urteil vom 7. Dezember 2021 deutlich, dass Kappungsgrenzen grundsätzlich auch für Klageverzichtsprämien vorgesehen werden können, die über die im Sozialplan vorgesehenen Abfindungen hinausgehen – diese müssen nur handwerklich richtig vereinbart werden. Schließlich gibt das BAG auch noch seine dahingehende Rechtsprechung zu Klageverzichtsprämien auf, dass diese auch wirtschaftlich streng von den Mitteln der Sozialplanabfindung zu trennen sind. Insgesamt hat das BAG also ein weiteres Stück Rechtssicherheit für Restrukturierungen geschaffen und die Handlungsmöglichkeiten der Arbeitgeber entsprechend erweitert. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               II.	Sachverhalt
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Im konkreten Fall des BAG war der 58-jährige Kläger seit 1987 bei der beklagten Arbeitgeberin beschäftigt. Nachdem die Beklagte sich dazu entschlossen hatte, den Betrieb zu schließen, wurde mit dem Betriebsrat ein Sozialplan vereinbart, welcher für die betriebsbedingt gekündigten Arbeitnehmer eine Abfindung vorsah. Die Höhe der einzelnen Abfindungssummen war dabei von der Dauer der Betriebszugehörigkeit, dem Bruttomonatseinkommen und dem Lebensalter des jeweiligen Arbeitnehmers abhängig. Somit ergaben sich abhängig von der Altersgruppe der Arbeitnehmer Abfindungen in Höhe von 0,25 bis 0,95 Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr. Zusätzlich dazu wurde eine Betriebsvereinbarung geschlossen, welche eine Klageverzichtsprämie beinhaltete. Diese sah vor, dass im Falle des Verzichts auf die Einreichung einer Kündigungsschutzklage nach Erhalt der Kündigung der altersabhängige Faktor um 0,25 erhöht werden würde. Die von der Beklagten zu zahlenden Abfindungen sollten nach dem Sozialplan jedoch auf maximal 75.000,00 EUR begrenzt sein.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Nachdem der Kläger seine Abfindungssumme i. H. v. 75.000,00 EUR erhalten und keine Kündigungsschutzklage eingereicht hatte, klagte er auf die Auszahlung einer Klageverzichtsprämie i. H. v. 26.635,12 EUR, weil ihm diese aufgrund der Deckelung der Abfindung nicht effektiv zugutegekommen sei, sowie auf eine zusätzliche Abfindung i. H. v. 26.213,45 EUR brutto, weil die Deckelung auf maximal 75.000,00 EUR eine unzulässige Altersdiskriminierung darstelle.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               III.	Sozialplan
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Bei dem Sozialplan nach § 112 Abs. 1 S. 2 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) handelt es sich um eine schriftliche Einigung zwischen dem Arbeitgeber und dem Betriebsrat des Unternehmens. Der Sozialplan dient dem Ausgleich oder der Milderung der wirtschaftlichen Nachteile, welche durch die geplanten Betriebsänderungen für die betroffenen Arbeitnehmer entstehen. Denklogische Voraussetzung für die Vereinbarung eines Sozialplans ist, dass in dem betroffenen Unternehmensteil ein Betriebsrat überhaupt besteht. In der Regel findet durch die Betriebsänderung ein Personalabbau statt, weshalb innerhalb des Sozialplans vor allem auch Regelungen für Abfindungszahlungen der betroffenen Arbeitnehmer vereinbart werden. Hierbei kann die jeweilige Sozialplanabfindung auch durch die Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat gedeckelt werden. Welcher Arbeitnehmer konkret von der betriebsbedingten Kündigung betroffen sein wird, wird letztendlich durch die Sozialauswahl, bspw. unter Verwendung eines Punkte-Systems, ermittelt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               IV.	Klageverzicht
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Sieht sich der Arbeitgeber wegen einer geplanten Betriebs- oder Betriebsteilschließung in der Situation den Mitarbeitern betriebsbedingt zu kündigen, so besteht für ihn recht große Planungsunsicherheit und ein damit korrespondierendes hohes wirtschaftliches Risiko. Schließlich können die betroffenen Arbeitnehmer – trotz beanspruchbarer Abfindungszahlungen nach dem Sozialplan – Kündigungsschutzklage erheben. Dem Arbeitgeber ist es nach ständiger Rechtsprechung des BAG allerdings verwehrt die Abfindungszahlung nach dem Sozialplan unmittelbar von einem Klageverzicht abhängig zu machen. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Arbeitnehmer, die sich nach Erhalt der Abfindungszahlung, gegen die Kündigung des Arbeitsverhältnisses gerichtlich zur Wehr setzen, verursachen aber für die restrukturierenden Arbeitgeber im Zweifel hohen Aufwand und noch höhere Kosten, die man durch die im Vorhinein erfolgte detaillierte Planung ja gerade vermeiden wollte. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Will der Arbeitgeber dieses Risiko von vornherein ausschließen, so kann er mit dem Betriebsrat eine weitere Betriebsvereinbarung abschließen, in welcher zusätzliche Zahlungen für den Fall eines Klageverzichts geregelt sind. Anders als der Sozialplan ist eine solche zusätzliche Betriebsvereinbarung nicht verpflichtend, sondern kann auf freiwilliger Basis von Arbeitgeber und Betriebsrat geschlossen werden. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Es handelt sich also um eine gesonderte Betriebsvereinbarung, welche dem Arbeitnehmer, der im Kündigungsfall auf eine Kündigungsschutzklage verzichtet, einen Anspruch auf eine Klageverzichtsprämie gewährt, die zusätzlich zu der im Sozialplan vorgesehenen Abfindungssumme gezahlt wird.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Bisher ging das BAG davon aus, dass die für den Klageverzicht vorgesehenen Mittel nicht aus dem für die Abfindungszahlungen vorgesehenen Budget entnommen werden dürften. Schließlich sollten die Mittel, die für die Zahlung der Abfindungen bereitgestellt wurden, nicht für den, allein für den Arbeitgeber vorteilhaften, Klageverzicht verwendet werden dürfen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              V.	Die Entscheidung des BAG
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das BAG gab dem Kläger teilweise Recht und sprach diesem eine Klageverzichtsprämie i. H. v. weiteren 26.635,12 EUR brutto zu. Im Übrigen hatte die Revision keinen Erfolg. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das BAG begründete die Entscheidung damit, dass der Arbeitgeber den Betrag bei der Sozialplanabfindung zwar auf 75.000,00 EUR deckeln durfte, dies jedoch keinerlei Auswirkungen auf die gesondert zu zahlende Klageverzichtsprämie habe. Eine Deckelung der Klageverzichtsprämie sei aber nicht erfolgt. Dies folge u.a. auch daraus, dass die Abfindungszahlung von der Klageverzichtsprämie systematisch streng zu trennen sei. Zudem fehle es in der Betriebsvereinbarung zum Klageverzicht an einer eindeutigen Bezugnahme auf die im Sozialplan enthaltenen Kappungsgrenzen. Es werde nicht deutlich, dass sich die Kappungsgrenze auch auf die Klageverzichtsprämie beziehen solle. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Eine unzulässige Altersdiskriminierung, wie der Kläger sie moniert hatte, lag laut BAG allerdings nicht vor. Schließlich stelle eine Abfindungsdeckelung, wie diese vorliegend in der Begrenzung auf den Höchstbetrag von maximal 75.000,00 EUR zu sehen ist, in allgemeiner Hinsicht keine mittelbare Benachteiligung von älteren Arbeitnehmern dar. Die Deckelung diene vielmehr dazu, möglichst allen betroffenen Arbeitnehmern eine Ausgleichzahlung aus den zur Verfügung stehenden Mitteln zukommen lassen zu können. Damit werde das legitime Ziel der Verteilungsgerechtigkeit verfolgt. Die Kappungsgrenze an sich sei insofern nicht zu beanstanden. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              
               VI.	Fazit und Praxishinweis
              &#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Arbeitgeber, die sich mit dem Gedanken an eine Betriebs- oder Betriebsteilschließung tragen, sollten dieses Urteil jedenfalls im Gedächtnis behalten. Das BAG verschafft dem Arbeitgeber durch die Aufgabe seiner bisherigen Rechtsprechung die Möglichkeit einer pragmatischeren Vorgehensweise, bei der die zur Verfügung stehenden Mittel einheitlich für die Restrukturierung genutzt werden können und nicht zwanghaft nach Sinn und Zweck der Verwendung (Abfindungszahlung oder Klageverzichtsprämie) getrennt werden müssen. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zudem ist die Entscheidung in einer weiteren Hinsicht für Arbeitgeber besonders lehrreich. So kommt Kappungsgrenzen, die sich kumulativ sowohl auf die Höhe der Abfindungszahlung als auch auf die Höhe der Klageverzichtsprämie beziehen, nicht per se eine altersdiskriminierende Wirkung zu. Vielmehr kann damit auch das legitime Ziel der Verteilungsgerechtigkeit verfolgt werden. Soll ein solcher Maximalbetrag beide Ansprüche umfassen, so ist der Arbeitgeber gehalten auf die eindeutige Verknüpfung der Höchstgrenze mit beiden, in getrennten Vereinbarungen geregelten, Ansprüchen zu achten.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Wie so oft ist auch in dieser Frage der Einzelfall entscheidend. Das BAG hat mit dieser Entscheidung allerdings in erfreulicher Art und Weise die Gestaltungsmöglichkeiten für Arbeitgeber erweitert.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 21 Jul 2022 08:28:36 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-bag-zu-kappungsgrenzen-bei-klageverzichtspraemie-und-sozialplanabfindung</guid>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>PNHR berät Inhaberfamilie der Deister Holding AG bei Vermögensnachfolge</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pnhr-beraet-mandanten-bei-komplexer-vermoegensnachfolge</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            PNHR berät Inhaberfamilie
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            der Deister Holding AG bei Vermögensnachfolge
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           PNHR hat im Zuge einer komplexen Nachfolgegestaltung für die Inhaberfamilie der Deister Holding Unternehmensgruppe unter optimierter Ausnutzung der erbschaftsteuerlichen Begünstigungen nach §§ 13a, 13b ErbStG die Übertragung eines wesentlichen Teils des Firmenvermögens konzeptioniert und umgesetzt. Parallel wird eine vermögensverwaltende Familiengesellschaft in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft für die private Vermögensnachfolge gegründet, über die ein erheblicher Teil des Privatvermögens auf die Folgegeneration unter Zurückbehaltung von Verfügungsrechten übertragen wird. 
           &#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Das Mandat betreuen
             &#xD;
          &lt;a href="/team/stephan-hettler"&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              
               S
              &#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              
               tephan Hettler
              &#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/a&gt;&#xD;
          
             (Partner),
             &#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;a href="/wolf-georg-rohde"&gt;&#xD;
              
               Wolf-Georg Rohde
              &#xD;
            &lt;/a&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          
             (Of Counsel, beide Federführung) sowie
             &#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;a href="/team/alexander-krämer"&gt;&#xD;
              
               Alexander Krämer
              &#xD;
            &lt;/a&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
          
             (Manager).
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 13 Jul 2022 11:54:36 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/pnhr-beraet-mandanten-bei-komplexer-vermoegensnachfolge</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Fokus Lohnsteuer: Aktuelle BFH-Rechtsprechung zur Haftung des Geschäftsführers für pauschalierte Lohnsteuer</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/fokus-lohnsteuer-aktuelle-bfh-rechtsprechung-zur-haftung-des-geschaeftsfuehrers-fuer-pauschalierte-lohnsteuer</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Fokus Lohnsteuer: Aktuelle BFH-Rechtsprechung zur Haftung des Geschäftsführers für pauschalierte Lohnsteuer 
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            Die Geschäftsführung einer GmbH oder der Vorstand einer AG haben nicht nur viel Verantwortung, sondern auch entsprechend viele Pflichten. Bei Verstößen gegen Letztere droht den Vertretern im schlimmsten Fall sogar eine Haftung für die Steuerschulden der Gesellschaft – dies gilt auch für die Lohnsteuer. Mit Urteil vom 14.12.2021 entschied der Bundesfinanzhof (BFH) über die Haftung der Geschäftsführung, die in einer Unternehmenskrise keinen Einbehalt der Lohnsteuer vorgenommen hatte.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               I.	Hintergrund – Pflichten der gesetzlichen Vertreter und Lohnsteuer
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            1. Die Pflichten der Geschäftsführung
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Nach § 41a Abs. 1 EStG trifft den Arbeitgeber die Pflicht, für eine fristgerechte Anmeldung und Abführung der geschuldeten Lohnsteuer zu sorgen. Der Geschäftsführer hat gemäß § 34 Abs. 1 AO die steuerlichen Pflichten der GmbH zu erfüllen. Dies umfasst insbesondere die Verpflichtung, dafür Sorge zu tragen, dass die Steuern aus den Mitteln entrichtet werden, die er verwaltet.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Gerät die Gesellschaft in eine finanzielle Krise, so ist der Geschäftsführer nach § 15a Abs. 1 InsO verpflichtet, innerhalb der gesetzlichen Frist einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu stellen. Das Gericht prüft in diesen Fällen zunächst, ob das Verfahren eröffnet werden kann. Gemäß § 21 InsO kann das Gericht für den Zeitraum der Prüfung einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellen, wenn dies erforderlich ist, um die Insolvenzmasse zu sichern. Ferner kann das Gericht bestimmen, dass Verfügungen der Gesellschaft nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sein sollen. Ist eine derartige Situation gegeben, ist der Geschäftsführer grundsätzlich dazu verpflichtet, eine entsprechend dokumentierte Anfrage an den vorläufigen Insolvenzverwalter zu stellen, ob beispielsweise die Zahlung der Steuer am Fälligkeitstag eingeleitet werden kann. Eine Ausnahme hiervon gilt nur, wenn konkrete und eindeutige objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine solche Anfrage sinnlos wäre.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            2. Haftung der Geschäftsführung
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Nach § 69 AO haftet der gesetzliche Vertreter einer juristischen Person, also beispielsweise die Geschäftsführung einer GmbH, soweit Ansprüche aus dem Steuerschuldverhältnis nach § 37 AO infolge vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Verletzung der ihnen auferlegten Pflichten nicht oder nicht rechtzeitig festgesetzt oder erfüllt oder soweit infolgedessen Steuervergütungen oder Steuererstattungen ohne rechtlichen Grund gezahlt werden. Diese Haftung der Geschäftsführung umfasst beispielsweise auch die etwaig zu zahlenden Säumniszuschläge der GmbH bzw. der AG. Verletzt die GmbH oder AG daher ihre Pflicht zur Einbehaltung und Abführung der Lohnsteuer für die Belegschaft, etwa indem Löhne ausbezahlt werden, für die kein (vollständiger) Steuereinbehalt erfolgt, so kann die Haftung für die ausstehenden Beträge auf den Geschäftsführer oder Vorstand übergehen. Nach ständiger Rechtsprechung des BFH stellt die Nichtabführung der Lohnsteuer regelmäßig zumindest eine grob fahrlässige Pflichtverletzung des Geschäftsführers dar, weil hierdurch die nach den persönlichen Fähigkeiten und Verhältnissen zumutbare Sorgfalt in ungewöhnlichem Maße und nicht entschuldbarer Weise verletzt wird.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            3. Lohnsteuer-Pauschalierung
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Wenn nachträglich Fehler bei Einbehalt und Erhebung der Lohnsteuer erkannt werden, bietet sich häufig aus Vereinfachungsgründen die Inanspruchnahme eines Wahlrechts zur Pauschalierung der Lohnsteuer an. Das Einkommensteuerrecht bietet eine Reihe solcher Möglichkeiten, die nachzuentrichtende Lohnsteuer mit einem Pauschsatz anzusetzen.  
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Solche Möglichkeiten bietet etwa § 40  Abs.1 Nr. 2 EStG in solchen Fällen, in denen bei einer größeren Zahl von Fällen Lohnsteuer nachzuerheben ist, weil der Arbeitgeber die Lohnsteuer nicht vorschriftmäßig einbehalten hat. Auch wenn der Arbeitgeber arbeitstäglich Mahlzeiten im Betrieb an die Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt abgibt oder Barzuschüsse an ein anderes Unternehmen leistet, das arbeitstäglich Mahlzeiten an die Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt abgibt, besteht die Möglichkeit, die Steuer auf diesen geldwerten Vorteil mit einem Pauschsteuersatz von 25% zu erheben. Daneben kennt das Gesetz noch weitere Pauschalierungswahlrechte, etwa bei der Beschäftigung von geringfügig Beschäftigten nach § 40a EStG oder der Gewährung von Zuwendungen zum Aufbau einer nicht kapitalgedeckten betrieblichen Altersvorsorge an eine Pensionskasse nach § 40b EStG.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               II.	BFH zur Haftung der Geschäftsführung für Lohnsteuer
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            1. Sachverhalt
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Im Rahmen einer Lohnsteueraußenprüfung bei einer GmbH für die Jahre 2015 bis 2017 wurde festgestellt, dass für die private Nutzung eines Firmen-Kfz von der Geschäftsführerin über mehrere Monate keine Lohnsteuer angemeldet, einbehalten oder abgeführt worden war. Ferner beurteilte der Lohnsteueraußenprüfer an die Arbeitnehmer der GmbH ausgezahlte Verpflegungsmehraufwendungen, die bisher in vollem Umfang als steuerfrei behandelt worden waren, als steuerpflichtig. In Umsetzung dieser Feststellungen führte das Finanzamt im Einvernehmen mit der GmbH eine pauschale Nachversteuerung nach § 40 Abs.2 EStG durch und erließ einen dementsprechenden Nachforderungsbescheid. Eine Abführung der Lohnsteuer erfolgte jedoch weiterhin nicht. Kurz darauf stellte die Geschäftsführerin einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der GmbH bei dem zuständigen Amtsgericht. Das Amtsgericht ordnete die Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters an und bestimmte, dass Verfügungen der GmbH nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sein sollten. Dem folgend wurde das Insolvenzverfahren eröffnet und die Steuerforderungen des Finanzamts widerspruchslos zur Insolvenztabelle festgestellt. Da die Forderungen von der GmbH nicht beigetrieben werden konnten, nahm das Finanzamt deren Geschäftsführerin gemäß §§ 69, 34 AO in Haftung. Die Geschäftsführerin wehrte sich gegen die Haftungsinanspruchnahme und klagte vor dem Finanzgericht. Dieses wies die Klage ab. Die Sache wurde anschließend dem BFH zur Revision vorgelegt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            2. Entscheidung des BFH
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der Bundesfinanzhof hielt die Revision für unbegründet und bestätigte damit die Auffassung der Vorinstanz. Er gelangte zu dem Ergebnis, dass der Geschäftsführer der GmbH gemäß § 69 AO auch dann für die Lohnsteuer hafte, wenn diese nach § 40 EStG pauschaliert werde.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            a) Lohnsteuer keine Unternehmenssteuer
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die nicht vollständige Abführung der Lohnsteuer stelle eine grob fahrlässige Pflichtverletzung der Geschäftsführung dar. Der vom Finanzamt erlassene Haftungsbescheid gegen die Geschäftsführerin war damit rechtmäßig. Die pauschale Lohnsteuer entstehe durch die Tatbestandsverwirklichung des Arbeitnehmers und wird vom Arbeitgeber lediglich übernommen. Es handele sich entgegen der bisherigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (vgl. Urteil v. 3.5.1990 – VII R 108/88) bei der pauschalierten Lohnsteuer daher nicht um eine Unternehmenssteuer eigener Art. Für den Fälligkeitszeitpunkt der pauschalierten Lohnsteuer komme es daher nicht auf den Zeitpunkt der Pauschalierung, sondern auf die Begehung der Pflichtverletzung durch die Geschäftsführerin in Form der Nichtabführung der Lohnsteuer an.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            b) Kein genereller Haftungsausschluss bei Beauftragung eines Steuerberaters
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der durch die Geschäftsführerin geltend gemachte Einwand der Beauftragung eines Steuerberaters für die Lohnbuchhaltung könne diese Pflichtverletzung nicht entschuldigen. Zwar kann das Verschulden ausgeschlossen sein, wenn sich die Geschäftsführung auf die Sachkunde eines zuverlässigen Steuerberaters verlässt und keinen Anlass hat, die steuerliche Korrektheit der Arbeit des steuerlichen Beraters zu hinterfragen, sie darf jedoch nicht blind darauf vertrauen, dass dieser die Aufgabenerledigung ordnungsgemäß durchführt. Sie müsse vielmehr die Ordnungsgemäßheit entsprechend überwachen. Ferner habe die Geschäftsführerin nicht vorgetragen, ob der Steuerberater von dem maßgeblichem Sachverhalt Kenntnis hatte und demzufolge überhaupt in der Lage gewesen sei, diesen Sachverhalt steuerrechtlich zu würdigen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            c) Zahlungsschwierigkeiten entbinden nicht von Pflichten
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Des Weiteren würden auch die Zahlungsschwierigkeiten der GmbH weder zu einer Änderung der Pflichtenstellung der Geschäftsführerin, noch zu einem Ausschluss ihres Verschuldens führen. Durch den bloßen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens sei die Geschäftsführerin rechtlich noch nicht gehindert gewesen, die Lohnsteuer abzuführen. Für den Fall, dass die zur Verfügung stehenden Mittel zur Befriedigung der geschuldeten Löhne – einschließlich des hierauf entfallenden Steueranteils – nicht ausreichten, dürfte die Geschäftsführerin nur gekürzte Löhne auszahlen und müsse die auf diese Löhne entsprechende Lohnsteuer an das Finanzamt abführen. Auch bezüglich der Haftung für die Lohnsteuer, die nach der Bestellung des vorläufigen Insolvenzverwalters fällig geworden ist, treffe die Geschäftsführerin ein Verschulden, weil sie den vorläufigen Insolvenzverwalter nicht um Zustimmung zur Zahlung der Lohnsteuer ersucht habe. Die Anfrage war nicht als von vornherein sinnlos anzusehen. Die bloße Annahme der Geschäftsführerin, dass der vorläufige Insolvenzverwalter die Anfrage ablehnen werde, genüge hierzu nicht. Insoweit ist nach der Rechtsprechung des BFH ein hypothetischer Kausalverlauf in diesem Zusammenhang nicht zu berücksichtigen, es müssen vielmehr konkrete und eindeutige objektive Anhaltspunkte für die Begründung der Sinnlosigkeit eines solchen Ersuchens vorliegen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               III.	Fazit
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das Einhalten von steuerlichen Pflichten muss die oberste Priorität genießen. Sollte sich in der Krise eines Unternehmens herausstellen, dass nicht mehr genug finanzielle Reserven vorhanden sind, um die Lohnsteuer auf die regulären Löhne zu entrichten, darf im Zweifelsfall das Gehalt nur insoweit ausgezahlt werden, dass die finanziellen Reserven ausreichen, hierauf die Lohnsteuer zu erheben. Auch ein laufendes Insolvenzverfahren der GmbH oder AG entbindet grundsätzlich nicht von der Wahrnehmung der steuerlichen Pflichten.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Bei Insolvenzfällen nach dem 01.01.2021 ist der neu eingeführte § 15b Abs. 8 InsO zu beachten. Demnach trifft die Geschäftsführung kein Verschulden, wenn die Fälligkeit der Lohnsteuer nach dem Eintritt der Zahlungsunfähigkeit und vor der Insolvenzeröffnung liegt, sofern die Vertretung ihren Verpflichtungen aus § 15a InsO nachgekommen ist, sie also einen rechtzeitigen Eröffnungsantrag gestellt hat.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zu beachten ist darüber hinaus, dass ein Verschulden nicht allein durch den Hinweis auf die Beauftragung eines Steuerberaters ausgeschlossen werden kann. In Fällen der Beauftragung eines Dritten mit der Wahrnehmung steuerlicher Interessen des Unternehmens ist der gesetzliche Vertreter verpflichtet, den Dritten einerseits auf den für eine abschließende Beurteilung notwendigen Kenntnisstand zu bringen und andererseits die Überwachung der ordnungsgemäßen Interessenswahrnehmung durch eine fortlaufende Unterrichtung über den Geschäftsgang vorzunehmen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 11 Jul 2022 12:15:32 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Nachlassgestaltung – auch den digitalen Nachlass zeitnah regeln – Rechts-Tipp Nr. 236</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Nachlassgestaltung – auch den digitalen Nachlass zeitnah regeln
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              I.	Ausgangslage
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Sie denken daran, Ihren Nachlass zu regeln, ein Testament zu gestalten oder einen Erbvertrag abzuschließen. Das ist klug und vorausschauend, sei es um die Rechtsnachfolge in einem Unternehmen festzulegen, den Übergang von Vermögenswerten steuerlich zu optimieren oder schlicht, um Konflikte innerhalb der Familie zu vermeiden. Doch zum Nachlass zählen nicht allein die materiellen Wirtschaftsgüter, über die ein Mensch zu Lebzeiten verfügt und die er im Todesfalle hinterlässt. Denn ein jeder hinterlässt daneben auch Daten in E-Mails, sozialen Netzwerken oder Cloud-Diensten. Dort bleiben im Todesfalle Daten zurück, laufen (gegebenenfalls kostenverursachende) Dienste und Verträge weiter und werden Zugangsdaten benötigt, um auf die bestehenden Konten zuzugreifen. Oft jedoch wissen die Erben nicht, welche Verträge überhaupt bestehen, welche Kontenverbindungen es gibt und wie man an diese Informationen gelangt. Solche im Netz gespeicherte Daten verbleiben auch nach dem Tod des ursprünglichen Nutzers beim jeweiligen Anbieter. Einzelne solcher Anbieter bieten bereits heute auf ihren Seiten an, ein Konto nach dem Tode eines Nutzers in einen „Gedenkzustand“ zu versetzen und dort dauerhaft zugänglich zu erhalten. Aber auch dies bedarf einer Entscheidung und wirksamer Maßnahmen, die nach dem Tod ein Dritter für den Verstorbenen treffen muss.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gehen auch die Verträge über ein Benutzerkonto bei einem sozialen Netzwerk grundsätzlich im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Erben des ursprünglichen Kontoberechtigten über. Diese haben also einen Anspruch gegen den Netzwerkbetreiber auf Zugang zu dem Konto des Verstorbenen einschließlich der darin vorgehaltenen Kommunikationsinhalte. Die Vererblichkeit könne auch nicht durch vertragliche Bestimmungen oder Allgemeine Geschäftsbedingungen des Betreibers ausgeschlossen werden. Auch das Datenschutzrecht stehe einem Übergang der jeweiligen Konten und damit auch der dort gespeicherten Inhalte nicht entgegen. Daher sollte jeder potentielle Erblasser wissen, dass auch seine persönliche digitale Kommunikation komplett für den Erben zugänglich sein wird. Auch aus diesem Grund sollte jeder im Rahmen seiner Nachlassregelung festlegen, wer sein digitales Erbe verwalten und wie mit den persönlichen Daten umgegangen werden soll.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               II.	Zugangsdaten auflisten
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Es macht vor diesem Hintergrund zunächst einmal Sinn (auch zum Schutz vor der eigenen Vergesslichkeit) eine Liste mit allen Konten einschließlich der Passwörter anzulegen. Diese Liste sollte aktuell gehalten und entweder an einem sicheren Ort ausgedruckt aufbewahrt oder auf einem digitalen Medium abgespeichert werden, wobei dann der Aufbewahrungsort bekannt und der Zugang hierzu für die Erben sichergestellt sein sollte. Dies ermöglicht den Erben faktisch den Zugriff auf die vorhandenen Konten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              III.	Vollmacht aufsetzen
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Um auch rechtlich sicherzustellen, dass mit den Daten nach dem Tod im Sinne des Verstorbenen verfahren wird, ist das Aufsetzen einer über den Tod hinaus gültigen Vollmacht ratsam, in der eine Vertrauensperson benannt und auch geregelt wird, welche Daten gelöscht werden sollen, welche Verträge gekündigt und was mit etwa angelegten Profilen in sozialen Netzen oder im Netz vorhandenen Fotos, Chats etc. geschehen soll. Eine solche Vollmacht kann speziell für den Datennachlass erteilt werden, aber auch Teil einer klassischen Vorsorgevollmacht sein. Letzteres ist empfehlenswert, da der Bevollmächtigte im Rahmen einer solchen Vorsorgevollmacht ermächtigt werden kann, Entscheidungen zu Daten und Konten auch schon zu Lebzeiten des Vollmachtgebers zu treffen für den Fall, dass der Vollmachtgeber selbst nicht mehr in der Lage ist, sich um seine Daten zu kümmern, etwa im Falle schwerer Krankheit oder auch bei Demenz.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              IV.	Festlegungen im Testament
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Selbstverständlich kann der digitale Nachlass auch im Rahmen eines Testaments oder Erbvertrages neben allen anderen notwendigen Bestimmungen von Todes wegen geregelt werden. Dort kann dann beispielsweise auch geregelt werden, dass nicht alle Hinterbliebenen Einblick in den digitalen Nachlass erhalten, sondern nur ausgewählte Personen (was je nach Inhalten auch der Erhaltung des Familienfriedens dienlich sein mag). 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             V.	Unser Tipp
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die Regelung des digitalen Nachlasses sollte Teil einer umfassenden Nachlassgestaltung sein, zu der sinnvollerweise auch die Erteilung einer Vorsorgevollmacht mit Entscheidungsbefugnis zu Lebzeiten gehört. Zwar kann der Komplex des Datennachlasses auch gesondert und losgelöst hiervon geregelt werden, doch ist es empfehlenswert, diese Themen gemeinsam und aufeinander abgestimmt unter Beachtung der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen zu regeln.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 30 Jun 2022 13:44:02 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/nachlassgestaltung-auch-den-digitalen-nachlass-zeitnah-regeln-rechts-tipp-nr-236</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Finanzierung - insbesondere gemeinnütziger Körperschaften – durch Sponsoring  – Steuer-Tipp Nr. 350</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/finanzierung-insbesondere-gemeinnuetziger-koerperschaften-durch-sponsoring-steuer-tipp-nr-350</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Finanzierung – insbesondere gemeinnütziger
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Körperschaften – durch Sponsoring
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                I. Ausgangslage
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Gemeinnützige Körperschaften leisten einen wertvollen Beitrag zum Gemeinwohl. Die Betätigungsfelder können dabei unterschiedlichster Art sein, etwa im Bereich der Kunst und Kultur, der Jugend- und Altenhilfe, des Tierschutzes oder des Sports. Neben Spenden und dem Engagement vieler Ehrenamtlicher finanzieren sich insbesondere gemeinnützige Körperschaften auch immer häufiger über Sponsoringeinnahmen. Am üblichsten dürfte das Sponsoring dabei wohl im sportlichen Bereich sein: Der Besuch einer sportlichen Veranstaltung ohne Banden- und Trikotwerbung ist kaum vorstellbar. Das Sponsoring kann sich dabei für beide Seiten als vorteilhaft darstellen. So fließen den Körperschaften Mittel zur Verwirklichung ihrer satzungsmäßigen gemeinnützigen Zwecke zu, während der Sponsor auch einen positiven Imageeffekt durch die finanzielle Unterstützung erwarten kann. Nachfolgend sollen die steuerlichen Besonderheiten speziell für das weitverbreitete Sponsoring im Bereich des Sports aufgezeigt werden. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                II.	Unterstützung von gemeinnützigen Körperschaften: Spende und Sponsoring
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Von Unternehmen können gemeinnützige Körperschaften – häufig in der Rechtsform eines Vereins – auf zwei Arten unterstützt werden: Durch Spenden bzw. Mitgliedsbeiträge auf der einen Seite oder durch Sponsoring auf der anderen Seite. Bei letzterem erhalten die Unternehmen eine Gegenleistung in Form der Teilhabe am guten Ruf der jeweils unterstützten Körperschaft. Dies kommt dem Unternehmen als Werbemaßnahme zugute. Während sich die steuerlichen Besonderheiten beim Sponsor in Grenzen halten, hat die gesponserte Körperschaft ein sehr komplexes Regelwerk zu beachten.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1.	Sponsoring bei der gemeinnützigen Körperschaft
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             a)	Besteuerung des Ertrags 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bei der Ertragsbesteuerung gemeinnütziger Körperschaften ist danach zu differenzieren, in welcher Sphäre die Einkünfte erzielt werden. Einkünfte können danach einem ideellen Bereich, der Vermögensverwaltung, einem Zweckbetrieb und einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zugeordnet werden. Zwar sind nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 Körperschaftsteuergesetz (KStG) Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen, die nach der Satzung, dem Stiftungsgeschäft oder der sonstigen Verfassung und nach der tatsächlichen Geschäftsführung ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienen, von der Körperschaftsteuer befreit. Diese Befreiung erstreckt sich aber nicht auf einen etwaigen von der Körperschaft unterhaltenen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Eine vergleichbare Regelung findet sich in § 3 Nr. 6 Gewerbesteuergesetz (GewStG) für die Gewerbesteuer; auch hier ist die Körperschaft grundsätzlich mit Ausnahme des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs befreit. Das heißt: Einnahmen aus Sponsoring können der Körperschaft- und Gewerbesteuer unterliegen, wenn sie im Rahmen eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs erzielt werden. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Nach Auffassung der Finanzverwaltung ist dies nicht der Fall, wenn die steuerbegünstigte Körperschaft dem Sponsor lediglich die Nutzung ihres Namens zu Werbezwecken in der Weise gestattet, dass der Sponsor selbst zu Werbezwecken oder zur Imagepflege auf seine Leistung an die Körperschaft hinweist. Ebenfalls werden die Einnahmen aus dem Sponsoring dann nicht im Rahmen eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs erzielt, wenn der Empfänger der Leistungen z.B. auf Plakaten, Veranstaltungshinweisen oder in sonstiger Weise auf die Unterstützung durch einen Sponsor lediglich hinweist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Dieser Hinweis kann zwar unter der Verwendung des Namens, Emblems oder Logos des Sponsors erfolgen, nicht jedoch mit einer besonderen Hervorhebung. Entsprechend liegt ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb vor, wenn die gemeinnützige Körperschaft an den Werbemaßnahmen mitwirkt. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die gemeinnützige Organisation dem Sponsor das Recht einräumt, in einem von ihr herausgegebenen Publikationsorgan Werbeanzeigen zu schalten, einschlägige Sponsor-bezogene Themen darzustellen und bei Veranstaltungen der gemeinnützigen Körperschaft deren Mitglieder über diese Themen zu informieren und dafür zu werben. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wird ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb begründet, muss dies aber nicht zwangsläufig zu einer Ertragsteuerbelastung auf Ebene der gesponserten Körperschaft führen. Übersteigen etwa die Einnahmen einschließlich Umsatzsteuer aus wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb(en), die keine Zweckbetriebe sind, insgesamt nicht € 45.000 im Jahr, so unterliegen die diesen/m Geschäftsbetrieb(en) zuzuordnenden Besteuerungsgrundlagen nicht der Körperschaft- oder Gewerbesteuer. Sollten die Einnahmen die oben genannte Grenze von € 45.000 im Jahr übersteigen, sind etwaig anfallende Überschüsse zu versteuern. Dabei gibt es allerdings nach § 64 Abs. 6 Nr. 1 Abgabenordnung (AO) die Möglichkeit, den Gewinn aus Werbung für Unternehmen, die im Zusammenhang mit der steuerbegünstigten Tätigkeit stattfindet, mit 15% der Einnahmen pauschal zu beziffern. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             b)	Umsatzsteuer
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bei echtem Sponsoring gilt es – anders als bei einer Spende – dem Sponsor eine Rechnung auszustellen und hierin, sofern die Körperschaft umsatzsteuerpflichtig ist, die Umsatzsteuer auszuweisen. Sponsoring und „Werbung“ stellen dabei Gegenleistungen im Sinne des Umsatzsteuerrechts dar. Bei einer Spende wiederum kann lediglich unter Umständen eine Spendenquittung ausgestellt werden. Diese weist in Ermangelung einer Gegenleistung auch keine Umsatzsteuer aus. Gerade bei der Umsatzsteuer ist daher genau zu prüfen, ob noch eine Spende (ohne Gegenleistung) oder Sponsoring (mit einer Gegenleistung) vorliegt. Die Grenzen zwischen beiden sind nicht immer leicht zu ziehen. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2.	Ertrag- und umsatzsteuerliche Behandlung beim Sponsor
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat mit einem Erlass aus dem Jahr 1998 (BMF IV B 2 S 2144-40/98) einheitliche Regelungen für die ertragsteuerliche Behandlung des Sponsorings für Unternehmer getroffen. Für die steuerliche Behandlung des Aufwands beim Sponsor ist entscheidend, ob es sich um eine Spende oder um echtes Sponsoring handelt. Handelt es sich lediglich um eine Spende mit ggf. Danksagung und Nennung des Spenders, so besteht lediglich die Möglichkeit, die Spende nach § 10b Abs. 1 Einkommensteuergesetz (EStG) bzw. nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 KStG maximal in Höhe von 20% des Gesamtbetrags der Einkünfte oder 4 Promille der Summe der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter in Abzug zu bringen. Handelt es sich aber um echtes Sponsoring, so sind grundsätzlich alle Ausgaben in voller Höhe unbeschränkt als Betriebsausgaben zum Abzug zugelassen. Nur bei einem krassen Missverhältnis von Sponsoring zu erhoffter Werbewirkung kann das Finanzamt den Betriebsausgabenabzug versagen. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Für Zwecke der Umsatzsteuer ergeben sich, sofern keine Spende vorliegt, keine Besonderheiten: Die in den Rechnungen der gemeinnützigen Körperschaft aufgeführte Umsatzsteuer kann im Rahmen des Vorsteuerabzugs in Ansatz gebracht werden, sofern die Berechtigung zum Vorsteuerabzug nach § 15 Umsatzsteuergesetz (UStG) vorliegt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                III. Aktuelle Rechtsprechung
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Gegenstand eines Verfahrens vor dem Finanzgericht Niedersachsen (FG Niedersachsen, Urteil vom 11.11.2021 – 10 K 29/10) war die Frage, ob Zahlungen eines Sponsors für die Nutzung des Logos eines „Vereins“ – Träger der Mannschaft war eine GmbH – für Werbezwecke, das Recht auf Werbepräsenz in Form von Firmenlogos des Sponsors auf dem Trikot der Mannschaft, deren Aufwärmbekleidung und der Kleidung ihrer Betreuer sowie die Möglichkeit, auf den Banden zu werben, auf Ebene des Sponsors der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung nach § 8 Nr. 1 GewStG unterliegen. Im Rahmen einer Betriebsprüfung hatte das Finanzamt zuvor das gezahlte Entgelt des Sponsors im Schätzwege auf die Banden- und Trikotwerbung sowie auf die Nutzung des Mannschaftslogos aufgeteilt und bei der Ermittlung des Gewerbeertrags hinzugerechnet. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der erkennende Senat folgte dem Finanzamt und kam zu dem Ergebnis, dass die zwischen den Parteien geschlossene Vereinbarung einen gemischten Vertrag darstelle und Elemente eines Miet- und Pachtvertrags enthalte. Denn dem Sponsor würden Flächen in Form von Banden, der Pressekonferenzrückwand sowie des Hallenbodens und der Trikots sowie andere Bekleidungsstücke zeitweise zur Nutzung überlassen. Eine Werbeleistung stand aus Sicht der Richter im zu entscheidenden Fall nicht im Vordergrund. Für die Überlassung der Flächen komme daher eine Hinzurechnung nach § 8 Nr. 1 Buchst. d GewStG – und somit in Höhe von einem Fünftel des Mietentgelts für die Werbeflächen – in Betracht. Das Entgelt für die Überlassung des Firmenlogos falle demgegenüber unter die Hinzurechnung nach § 8 Nr. 1 Buchst. f GewStG, da es sich um die zeitlich befristete Überlassung von Rechten handele. Inwieweit der Bundesfinanzhof der Entscheidung des Finanzgerichts folgt, bleibt offen. Die Revision ist anhängig (Az. III R 5/22).
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das Finanzgericht Niedersachsen hatte zudem in einem weiteren Verfahren (FG Niedersachsen, Urteil vom 3.1.2022 – 11 K 200/20) über den Vorsteuerabzug eines Sponsors zu entscheiden. In dem Verfahren erwarb der eine Fahrschule betreibende Kläger Sportbekleidung, die er mit einem auf seine Fahrschule hinweisenden Werbeaufdruck versah. Die Sportausrüstung wurde anschließend verschiedenen örtlichen Sportvereinen „unentgeltlich" zur Verfügung gestellt, welche die Sportbekleidung anschließend im Wesentlichen für Mannschaften des Jugendbereichs verwendeten. Aus der Anschaffung der Sportbekleidung machte der Fahrschulinhaber die Vorsteuer geltend. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Entgegen der Auffassung des Finanzamtes sah das Finanzgericht die Voraussetzungen des Vorsteuerabzugs als gegeben an und gab der Klage statt. Aus Sicht der Richter führten die Vereine jeweils eine Werbeleistung aus. Der Leistung des Sponsors – Hingabe der Sportausrüstung – stand eine Gegenleistung der Vereine – Erbringung einer Werbeleistung – entgegen. Denn das Tragen der Trikots im Jugendbereich spreche genau die Zielgruppe der Fahrschule an. Eine Werbewirkung liege vor. Der Sponsor überließ den jeweiligen Vereinen die Trikotsätze somit nicht unentgeltlich, was den Vorsteuerabzug auf Ebene der Fahrschule ausgeschlossen hätte.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               IV.	Unser Tipp
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der Gesetzgeber hat mit den steuerlichen Sondervorschriften zwar eine Förderung der gemeinnützigen Körperschaften bezweckt, die Kehrseite hiervon ist allerdings, dass eine Reihe von wichtigen Details Beachtung finden muss. Insbesondere im Rahmen des Sponsorings ist stets genau zu prüfen, ob es sich wirklich um Sponsoring oder nicht doch um eine Spende handelt. Sponsoren, vor allem aber die gesponserten gemeinnützigen Körperschaften, sollten daher die steuerlichen Rahmenbedingungen im Vorfeld genau prüfen, ehe das Sponsoring startet. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 30 Jun 2022 13:43:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/finanzierung-insbesondere-gemeinnuetziger-koerperschaften-durch-sponsoring-steuer-tipp-nr-350</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Novellierung des GbR-Rechts: Rechtsfähigkeit qua Gesetz und die Einführung eines neues Registers – Special Nr. 358</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/die-novellierung-des-gbr-rechts-rechtsfaehigkeit-qua-gesetz-und-die-einfuehrung-eines-neues-registers-special-nr-358</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Die Novellierung des GbR-Rechts: Rechtsfähigkeit qua Gesetz und die Einführung eines neuen Registers
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               A.	Einleitung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Vor einem Jahr hat der Bundestag das Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG) verabschiedet. Hintergrund des Gesetzes war unter anderem die Idee, die seit über hundert Jahren nicht mehr reformierten Normen des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) zur Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) an das moderne Rechts- und Wirtschaftsleben anzupassen. Insbesondere bestehe laut der Gesetzesbegründung das Bedürfnis, die GbR (endlich) mit Rechtsfähigkeit auszustatten, so dass die GbR selbst Trägerin von Rechten und Pflichten sein kann. Im Prinzip wird damit jedoch nur die bereits seit über zwanzig Jahren anerkannte Rechtsprechung gesetzlich kodifiziert, nach welcher der GbR zumindest eine Teilrechtsfähigkeit zugesprochen und auch in der Praxis gelebt wurde. In diesem Beitrag geben wir Ihnen nicht nur einen Überblick darüber, inwiefern das MoPeG die bisherige durch die Rechtsprechung entwickelte Rechtsfähigkeit nun gesetzlich verankert hat, sondern stellen auch dar, welche tatsächlichen Neuerungen im Zuge der Reform zum 1.1.2024 in Kraft treten werden. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               B.	Rechtsfähigkeit der (Außen-)GbR: BGH Entscheidungen „ARGE – Weißes Ross“ vs. neue Kodifizierung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              I.	Was ist Rechtsfähigkeit?
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Wer rechtsfähig ist, kann Träger von Rechten und Pflichten sein. So kann eine rechtsfähige Person Verträge abschließen, Vermögenswerte erwerben und dadurch eigenes Vermögen aufbauen, klagen oder verklagt werden. Das Gesetz legt nicht fest, wer rechtsfähig ist. Es geht aber von diesem Begriffsverständnis aus, wenn es natürlichen und juristischen Personen Rechtsfähigkeit zuspricht. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die GbR ist ihrer Natur nach ursprünglich keine eigene Rechtsperson und daher keine Trägerin von Rechten und Pflichten. Vielmehr sollte sie ursprünglich nach römischen Vorbild die Beziehung der Gesellschafter untereinander regeln, mithin eine reine „Innengesellschaft“ darstellen, welche nicht nach außen hin in Erscheinung tritt. Nach außen hin traten vielmehr die Gesellschafter persönlich auf und schlossen Verträge ab, deren Rechnungen jedoch innerhalb der Gesellschaft beglichen wurde. Diese Grundidee wurde über Jahrhunderte weiterentwickelt und nicht zuletzt im 20. Jahrhundert in Anbetracht der sich ändernden rechtlichen Bedürfnisse in einem zunehmend komplexeren Rechtsverkehr kontrovers diskutiert. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              II.	Bisherige Rechtsprechung
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Da das Gesetz auf die Frage der Rechtssubjektivität der GbR wenige Antworten bieten konnte, war diese Frage lange Zeit Gegenstand eines Grundlagenstreits in der Literatur. Einen Meilenstein stellte erst die „ARGE Weißes Ross“-Entscheidung aus dem Jahr 2001 dar. In dieser erkannte der Bundesgerichtshof (BGH) die Rechtsfähigkeit der GbR im Außenverhältnis an. Die Entscheidung hatte besondere Auswirkungen auf die Vermögensordnung und die Haftung und schuf damit eine neue Personengesellschaftsart. Eine Rechtsfähigkeit der (Außen-)GbR war nach dem BGH aber nur dann gegeben, wenn die Gesellschaft nach außen erkennbar durch ihre Teilnahme am Rechtsverkehr eigene Rechte und Pflichten begründete. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               III.	MoPeG
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Gesetzesänderung betrifft im Kern die Grundform aller rechtsfähigen Personengesellschaften, die GbR, und damit die Vorschriften §§ 705 ff. BGB. In der Begründung des Regierungsentwurfs heißt es, dass die neuen Regelungen auf das Leitbild einer auf Dauer an-gelegten GbR ausgerichtet werden, die als solche am Rechtsverkehr teilnimmt, selbst Rechte erwirbt, Verbindlichkeiten eingeht und somit Rechtsfähigkeit erlangt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Nach § 705 Abs. 2 BGB n.F. hat die Teilnahme am Rechtsverkehr nach dem gemeinsamen Willen der Gesellschafter zu erfolgen. Dieses subjektive Tatbestandsmerkmal unterscheidet die rechtsfähige von der nicht rechtsfähigen Gesellschaft bürgerlichen Rechts, welche ebenfalls weiterhin gesetzlich möglich bleiben soll. Die nicht rechtsfähige Gesellschaft dient den Gesellschaftern zur Ausgestaltung ihres Rechtsverhältnisses untereinander und entspricht insoweit dem Konzept der Innen-Gesellschaft.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Wann nach dem Willen der Gesellschafter eine Teilnahme am Rechtsverkehr erfolgt und eine GbR Rechtsfähigkeit erlangt, ist mitunter schwer feststell-bar. Damit die Abgrenzung der GbR-Typen nicht allein von einem subjektiven Tatbestandsmerkmal abhängig ist, erweitert der Gesetzgeber § 705 BGB n.F. um eine Vermutungsregel, nach welcher davon auszugehen ist, dass der gemeinsame Wille der Gesellschafter auf die Teilnahme der Gesellschaft am Rechtsverkehr gerichtet ist, wenn die Gesellschaft ein Unternehmen betreibt. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               C.	Ein neues Register für die GbR
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              I.	Grundlagen
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Infolge der Anerkennung der Rechtsfähigkeit der GbR sieht das MoPeG schlüssiger Weise auch die Schaffung eines Registers für die GbR vor, welche u.a. ihre Teilnahme am Rechtsverkehr erleichtert. Das GbR-Gesellschaftsregister wird ein öffentliches Register sein, das – wie auch das Handelsregister – bei den Amtsgerichten angesiedelt sein wird. Die Einführung des Registers dient dazu, dem Rechtsverkehr Gewissheit über die Haftung und die Vertretungsverhältnisse der Gesellschaften zu verschaffen. Vor allem bei Gesellschaften, die selbst Gesellschafter in einer GmbH oder einer AG sind, bestehe laut der Bundesregierung das erhöhte Interesse des Rechtsverkehrs an diesen Informationen. Eine weitere Motivation für die Einführung eines Registers ist die Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, da durch eine gesteigerte Transparenz die Verschleierung von in der Gesellschaft gebundenem Vermögen erschwert wird. Im Übrigen wurde auch infolge der zunehmenden Beteiligung der GbR am Grundbuchverkehr eine verbesserte Transparenz erforderlich. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               II.	Verfahren der Eintragung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ist eine Eintragung gewünscht oder erforderlich, so sind in der Anmeldung der GbR zum Gesellschaftsregister nach § 707 Abs. 2 Nr. 1 BGB n.F. Name, Sitz und Anschrift in einem Mitgliedstaat der EU sowie Angaben zu den Gesellschaftern und ihrer Vertretungsbefugnisse aufzuführen. Hinsichtlich der Angaben zu den Gesellschaftern sind in § 707 Abs. 2 Nr. 2 und 3 BGB n.F. je nachdem, ob sie natürliche oder juristische Personen sind, unterschiedliche Informationen erforderlich. Im Übrigen muss bei der Anmeldung zur Eintragung versichert werden, dass die Gesellschaft nicht schon im Handels- oder Partnerschaftsregister eingetragen ist. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Insgesamt weicht das Eintragungsverfahren nur selten von dem handelsregisterlichen Anmeldeverfahren ab. Beispielsweise sind alle Gesellschafter gemeinsam für die Eintragung zuständig. Doch auch hier gibt es Ausnahmen, wie z.B. im Falle einer bloßen Änderung der Anschrift. Ansonsten werden gemäß § 707b Nr. 2 BGB n.F. mehrere registerrechtliche Vorschriften des HGB auf die GbR übertragen, weshalb beispielsweise die Anmeldung elektronisch und in öffentlich beglaubigter Form eingereicht werden muss. Ebenso ist die Anmeldung vor Eintragung notariell auf ihre Eintragungsfähigkeit hin überprüfen zu lassen. Zudem kann die Eintragung auch nur durch einen Notar bei dem Registergericht eingereicht werden. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               III.	Rechtswirkungen der Eintragung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die registergerichtliche Eintragung ist keine konstitutive Voraussetzung für die Rechtsfähigkeit. Folglich führt nicht erst die Eintragung zur Rechtsfähigkeit der Gesellschaft. Dafür reicht allein die Erfüllung der oben genannten Voraussetzungen aus, sprich der gemein-same Wille der Gesellschafter zur Teilnahme am Rechtsverkehr.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Auch wenn die Eintragung prinzipiell freiwillig bleibt, kann dagegen eine Löschung der Eintragung nur unter der Bedingung erfolgen, dass ein Liquidationsverfahren gemäß § 738 BGB n.F. durchlaufen wurde. Ein Austritt aus dem Register zu einem späteren Zeitpunkt ist somit auf freiwilliger Basis nicht möglich. Der Gesetzgeber begründet dies damit, dass die Belange des Verkehrsschutzes diesbezüglich überwiegen. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Künftig wird eine eingetragene GbR an ihrem Namenszusatz „eingetragene Gesellschaft bürgerlichen Rechts“ oder „eGbR“ zu erkennen sein. Darüber hinaus muss eine GbR, deren haftende Gesellschafter keine natürlichen Personen sind, einen Rechtsformzusatz (z.B. „GmbH &amp;amp; Co. eGbR“) in der Firmenbezeichnung enthalten. Zudem unterliegt die eGbR als eingetragene Personengesellschaft nach § 20 Abs. 1 Geldwäschegesetz (GwG) der transparenzregisterrechtlichen Mitteilungspflicht. Diese geht insofern weiter, als die Eintragung im Gesellschaftsregister, als dass beispielsweise auch sämtliche mittelbar wirtschaftlich Berechtigten der GbR zu benennen sind. Da die Bußgelder wegen Verstößen gegen die Pflicht zur Eintragung in das Transparenzregister nicht unerheblich sind, sollte nicht leichtfertig gehandelt werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               IV.	Wann ist die Eintragung erforderlich?
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Grundsätzlich ist die Eintragung der GbR freiwillig. Nichtsdestotrotz sind diverse Regelungen geschaffen worden, die indirekt eine (Vor-)Eintragungspflicht begründen. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1.	Besonderheiten für das Grundbuch
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Bisher müssen auch die Gesellschafter einer GbR aufgeführt werden, wenn ein Recht für sie im Grundbuch einzutragen ist, § 42 Abs. 2 (Grundbuchordnung) GBO i.V.m. § 15 Abs. 1 lit. c) Grundbuchverfügung (GBV). In Zukunft wird das Grundbuch Angaben zur eGbR wie Name, Sitz, Registergericht und Registerblatt gemäß § 15 Abs. 1 Nr. 2 GBV n.F. enthalten. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Für Gesellschaften mit Grundstückseigentum, die vor dem 01.01.2024 im Grundbuch eingetragen wurden, hat der Gesetzgeber eine Übergangsregelung geschaffen (Art. 229 § 21 EGBGB). Kommt es zu einer Änderung der Gesellschafter, so findet das Berichtigungsverfahren nach § 82 GBO n.F. Anwendung. Eine GbR kann danach die Eintragung der Änderung ihres Gesellschafterbestandes im Grundbuch erst nach Eintragung im Gesellschaftsregister vornehmen. Die Durchsetzung der Eintragung im Gesellschaftsregister kann vom Grundbuchamt unter bestimmten Umständen sogar erzwungen werden. Zudem dürfen nach Art. 229 § 21 EGBGB n.F. auch Rechtsänderungen nur noch nach erfolgter Eintragung ins Gesellschaftsregister vorgenommen werden. Die Eigentumsübertragung eines Grundstücks kann nach
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            § 873 Abs. 1 BGB folglich von der Eintragung der Gesellschaft im Gesellschaftsregister abhängen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Schließlich wird nach diesen neuen Regelungen § 899a BGB obsolet. Daher wird in Art. 229 § 21 EGBGB festgelegt, dass die Vermutungsregel über die Gesellschafter gemäß § 899a BGB und § 42 Abs. 2 GBO nur noch für zwei bestimmte Ausnahmefälle gilt. Zum einen gilt sie dann, wenn vor dem 01.01.2024 die Einigung/Bewilligung erklärt und der Antrag auf Eintragung beim Grundbuchamt gestellt wurde, zum anderen gilt sie dann, wenn eine Vormerkung eingetragen oder ihre Eintragung vor dem 01.01.2024 bewilligt und beantragt wurde.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Im Regierungsentwurf heißt es, die Handlungsfähigkeit der GbR im Grundstücksverkehr sei eingeschränkt. Dazu führte die Regierung weiter aus: „Die Absicht, die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft bürgerlichen Rechts im Grundbuchverkehr wiederherzustellen, hat allerdings neue Probleme aufgeworfen, was das Risiko einer bereicherungsrechtlichen Rückabwicklung des Grundstückserwerbs anbelangt." Es ist daher ein weiteres Ziel des Entwurfs, das Publizitätsdefizit der Gesellschaft bürgerlichen Rechts zu beheben und damit Transparenz der Gesellschaftsverhältnisse herzustellen (BT-Drucks. 19/27635, S. 102).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2.	Aufnahme der eGbR in die Gesellschafterliste einer GmbH oder UG
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Aufgrund der Änderung des § 40 Abs. 1 Satz 2 GmbHG kann fortan eine GbR nur in die Gesellschafterliste eingetragen und können im Allgemeinen Veränderungen an der Eintragung nur vorgenommen werden, wenn die GbR in das Gesellschaftsregister eingetragen ist. Unter Veränderungen werden sowohl der Erwerb als auch die Veräußerung eines Geschäftsanteils durch eine GbR als Gesellschafter einer GmbH oder UG verstanden. Dies führt im Ergebnis dazu, dass eine GmbH-Anteile erwerbende GbR im Innenverhältnis wegen § 16 GmbHG in ihren Mitgliedschaftsrechten stark eingeschränkt ist, wenn sie die Eintragungsvoraussetzung nicht erfüllt. Gleichwohl dürfte die andere Konstellation, bei der die GbR ihre GmbH-Anteile abtreten will und der Erwerber mangels Eintragung der GbR keine Änderung der Gesellschafterliste wird durchsetzen können, nicht weniger dramatisch sein. Vermutlich wird dadurch die Attraktivität von angebotenen GmbH-Anteilen einer nicht eingetragenen GbR sinken, da sich Erwerber wohl eher nicht auf eine Übertragung einlassen werden, die nicht umfassend durchgesetzt werden kann.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
              
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3.	Statuswechsel, § 707c BGB
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der Statuswechsel bezeichnet den Rechtsformwechsel zwischen GbR und oHG oder KG, der sich nach dem Betrieb eines Handelsgewerbes, mithin nach der Größe und dem Umfang des Gewerbes, richtet. Unter einem Statuswechsel kann ebenso die Umgestaltung in eine PartG verstanden werden. Für solche Formwechsel wurde für die eGbR ein neues Verfahren gemäß § 707c BGB eingerichtet, das die Übertragung von einem zum anderen Register ermöglicht. Die Gesellschafter müssen den Statuswechsel künftig bei dem Gericht anmelden, bei dem die Gesellschaft bis zum Zeitpunkt des Statuswechsels eingetragen ist. Ein Statuswechselvermerk wird anschließend Auskunft über die neue Rechtsform geben. Gleichwohl tritt die Wirksamkeit der Eintragung erst mit Eintragung der Gesellschaft in dem anderen Register ein. Auch bei einer solchen Ummeldung wird die notarielle Mitwirkung erforderlich sein.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             4.	Umwandlung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die GbR gehörte mangels Betrieb eines Handelsgewerbes nicht zu den verschmelzungsfähigen Rechtsträgern nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 Umwandlungsgesetz (UmwG). Ab dem 01.01.2014 wird sich jedoch auch dies ändern. Da mit den Neuerungen des MoPeG die mit der GbR verbundenen bestehenden Unsicherheiten im Rechtsverkehr weitestgehend minimiert werden, ist die Erweiterung der Auflistung verschmelzungsfähiger Rechtsträger nur konsequent und nachvollziehbar. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Öffnung der Verschmelzung für die GbR gilt allerdings nur für solche Gesellschaften, die eingetragen sind. Nach der Gesetzesbegründung sollen damit die Missbrauchsgefahren einer liquidationslosen Löschung von Gesellschaften aus ihrem jeweiligen Register verringert werden. Letztlich entspricht dies einer weiteren versteckten Eintragungspflicht. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                V.	Weitere Neuerungen
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             a.	Sitz der GbR
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Bisher gibt es keine gesetzlichen Regelungen bezüglich des Gesellschaftssitzes. Stattdessen richtet sich der Sitz nach der h.M. bisher danach, wo sich die faktische Geschäftsleitung befindet. Das MoPeG führt nunmehr für die Personengesellschaft mit dem Verwaltungs- und Vertragssitz neue Begriffsbestimmungen ein (§ 706 BGB n.F.). Der GbR wird mithin unter bestimmten Voraussetzungen die Trennung des Verwaltungs- von dem Vertragssitz ermöglicht. Bemerkenswert ist daher, dass es keine Rolle spielen wird, ob die Gesellschaft ihren Verwaltungssitz in einem anderen Mitgliedstaat der EU oder in einem Drittstaat hat. Durch die Neuregelung wird so der Weg für deutsche Personengesellschaften im Zusammenhang mit internationalen Beteiligungsstrukturen geebnet. Diese vorteilhafte Neuerung wird indes nur der eGbR zuteil. Angesichts der obligatorischen Eintragung des Vertragssitzes ist der Rechtssicherheit genüge getan, so dass hinsichtlich des Verwaltungssitzes weniger Beschränkungen notwendig sind. Anders als nach der bisherigen Rechtslage kann somit eine Gesellschaft ihren Verwaltungssitz verlegen, ohne sich auflösen zu müssen. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             b.	Gesellschaftsvermögen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Während die nichtrechtsfähige GbR weiterhin kein ei-genes Vermögen haben wird, bestimmt § 713 BGB n.F. den Bruch mit dem sog. Gesamthandsprinzip. Anstatt das durch die Gesellschaft erworbene Vermögen den Gesellschaftern gemeinsam zuzuordnen, soll es in Zukunft der Gesellschaft selbst gehören. Vor dem Hintergrund der Anerkennung der Rechtsfähigkeit bedarf es der ursprünglichen Konstruktion nicht mehr. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             c.	Abstimmung und Beschlussmängelrecht
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Im Vergleich zur früheren Rechtslage wird im Prinzip eine Angleichung an die Stimmverteilung der Kapitalgesellschaften vorgenommen. Bisher war für die Abstimmung allein die Anzahl der Gesellschafter maßgeblich („Abstimmung nach Köpfen“). Dies soll künftig nur noch zutreffen, wenn nicht entweder Beteiligungsverhältnisse oder Werte der Beiträge der Gesellschafter vertraglich vereinbart wurden. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Auch wenn für die GbR kein neues Beschlussmängel-recht gesetzlich eingeführt wird, können die Gesellschafter sich individuell dafür aussprechen, indem sie die §§ 110 ff. BGB n.F. in ihren Gesellschaftsvertrag implementieren. Dies kann gerade bei eGbRs, die eine stärkere Formalisierung beabsichtigen, ratsam sein. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             d.	Haftung der Gesellschafter
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Im Hinblick auf die Haftung der Gesellschafter wurde grundsätzlich in Gesetzesform gegossen, was bereits höchstrichterlich entwickelt wurde: Die analoge Anwendung der oHG-Vorschriften §§ 128 bis 130 HGB. Nach der damit verbundenen Akzessorietätstheorie wurden neben dem Gesamthandsvermögen auch die Gesellschafter persönlich verpflichtet. Dies ist nun in §§ 721 Satz 1, 721a und 721b BGB n.F. kodifiziert. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               VI.	Fazit
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Prinzipiell ist es begrüßenswert, dass die Eintragung einer GbR grundsätzlich freiwillig ist. Allerdings kommt es für den Fall, dass die GbR ein Grundstück oder GmbH-Anteile erwirbt, zu einem gewissen Eintragungszwang durch die Hintertür. Außerdem folgt aus der Eintragung der GbR die Transparenzregisterpflicht. Letztere kann etwa für Familienunternehmen weniger ansprechend sein, weil damit die Offenlegung ihrer Vermögensverhältnisse verbunden ist.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Insgesamt ist festzuhalten, dass ein deutlich höherer Verwaltungsaufwand entsteht, der vom Gesetzgeber mit höherer Rechtssicherheit begründet wird.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 30 Jun 2022 13:43:57 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/die-novellierung-des-gbr-rechts-rechtsfaehigkeit-qua-gesetz-und-die-einfuehrung-eines-neues-registers-special-nr-358</guid>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: BAG festigt bisherige Rechtsprechung zu Rückzahlungsklauseln in Fortbildungsvereinbarungen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-bag-festigt-bisherige-rechtsprechung-zu-rueckzahlungsklauseln-in-fortbildungsvereinbarungen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Rechtsprechung: BAG festigt bisherige Rechtsprechung zu Rückzahlungsklauseln in Fortbildungsvereinbarungen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I.	Einleitung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Möglichkeit fachlicher Weiterbildung gerät in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus der Arbeitswelt. Zum einen wird die Entwicklung der eigenen Expertise für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zunehmend zu einem entscheidenden Kriterium bei der Arbeitgeberwahl. Zum anderen sind auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in Zeiten des Fachkräftemangels daran interessiert, dass sich die Beschäftigten fachlich weiterbilden. Dabei werden die Fortbildungskosten häufig vom Arbeitgeber übernommen. Nicht selten werden für Fortbildungen und bezahlte Freistellung hohe Summen in die Entwicklung einzelner Mitarbeiter investiert. Für den Arbeitgeber stellt dieses Investment zunächst ein Risiko dar, welches dieser nach Möglichkeit gerne abgesichert wissen will. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Um die Amortisierung des in die Fortbildung investierten Geldes abzusichern, vereinbaren viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Rückzahlung der Fortbildungskosten bei Nichteinhaltung einer bestimmten Bindungsdauer. Zum Streit kann es kommen, wenn der Arbeitnehmer das Unternehmen vor Ablauf der Bindungsdauer verlässt und der Arbeitgeber auf die Rückzahlung der Fortbildungskosten besteht. Es existiert daher eine komplex ausgestaltete Rechtsprechung zu der wirksamen Gestaltung von Rückzahlungsklauseln. Mit einer solchen Rückzahlungsvereinbarung beschäftigt sich auch das aktuelle Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 1. März 2022, welches noch einmal deutlich zeigt, dass der Teufel auch hier im Detail steckt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              II.	Die Entscheidung des BAG
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Sachverhalt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im vorliegenden Fall war die beklagte Arbeitnehmerin als Altenpflegerin bei der Klägerin, einer Reha-Klinik, mit einem monatlichen Bruttogehalt in Höhe von 2.950,00 € angestellt. Für die Teilnahme an einer Fortbildung schlossen die Klägerin und die Beklagte eine Fortbildungsvereinbarung ab. Diese lautete auf eine Bindungsdauer von 6 Monaten, wobei sich die Rückzahlungssumme monatsweise um 1/6 verringern sollte. Die Rückzahlung war für den Fall der nicht von der Arbeitgeberin zu vertretenden Kündigung durch die Arbeitnehmerin sowie für den Fall der arbeitgeberseitigen verhaltensbedingten Kündigung vorgesehen. Der Arbeitgeberin entstanden für die Fortbildung insgesamt Kosten, aus Kursgebühren sowie bezahlter Freistellung, in Höhe von 4.090,00 €.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Beklagte beendete die Fortbildung erfolgreich am 3. Dezember 2019. Bereits mit Schreiben vom 29. November 2019 kündigte sie das Arbeitsverhältnis mit der Klägerin zum Februar 2020. Da die Beklagte somit innerhalb der Bindungsfrist das Arbeitsverhältnis kündigte, forderte die Klägerin die Beklagte daraufhin auf, die Fortbildungskosten gemäß der Vereinbarung anteilig in Höhe von 2.726,68 € zurückzuzahlen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Arbeitsgericht (ArbG) Würzburg sowie das Landesarbeitsgericht (LAG) Nürnberg hatten die Klage hinsichtlich der Rückzahlungsverpflichtung abgewiesen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Rechtliche Würdigung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das BAG folgte in seiner Entscheidung den Vorinstanzen und wies die Klage der Arbeitgeberin ab. Die Rückzahlungsklausel der Fortbildungsvereinbarung halte einer AGB-rechtlichen Überprüfung nicht stand. Vielmehr benachteilige sie den Arbeitnehmer unangemessen im Sinne von § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB und sei daher unwirksam. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dabei stellte das BAG zunächst noch einmal fest, dass eine Vereinbarung, wonach der Arbeitnehmer die Kosten des Arbeitgebers einer Fortbildung anteilig übernimmt, sofern er vor Ablauf der Bindungsfrist ausscheidet, grundsätzlich keine unangemessene Benachteiligung darstellt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine unangemessene Benachteiligung des Arbeitnehmers sei allerdings dann gegeben, wenn die Rückzahlungspflicht an jegliche Gründe des Ausscheidens aus dem Arbeitsverhältnis geknüpft ist. Dies gelte auch für Eigenkündigungen des Arbeitnehmers, wenn die Vereinbarung keine weiteren Einschränkungen dazu vorsieht. Zwar habe die vorliegende Vereinbarung die Kündigung aus Gründen, die in der Sphäre des Arbeitgebers liegen, aus der Rückzahlungsverpflichtung ausgenommen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Allerdings liege die unangemessene Benachteiligung des Arbeitnehmers vorliegend darin, dass der Arbeitnehmer, wenn er ohne sein Verschulden dauerhaft an der Erbringung der Arbeitsleistung gehindert ist, auch zur Rückzahlung verpflichtet sei. Sobald der Arbeitnehmer aber dauerhaft an der Erbringung der Arbeitsleistung gehindert ist, so kann der Arbeitgeber die zusätzliche Qualifikation des Arbeitnehmers ohnehin nicht nutzen. Eine Amortisierung der Fortbildungskosten ist damit jedenfalls ausgeschlossen. Deshalb kommt dem Arbeitgeber in solchen Fällen auch kein billigenswertes Interesse an dem Fortbestand des „sinnentleerten“ Arbeitsverhältnisses zu. Vielmehr sei der unverschuldete Leistungsausfall dem unternehmerischen Risiko zuzuordnen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Arbeitnehmer werde durch eine solche Vereinbarung auch in seiner Berufswahlfreiheit aus Art. 12 Abs. 1 Satz 1 GG eingeschränkt, da er im Zweifel nach Ablauf des Entgeltfortzahlungszeitraums ohne Lohn an dem Arbeitsverhältnis festhalten müsste, um einer Rückzahlungspflicht zu entgehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Rückzahlungsklausel war somit insgesamt nichtig. Das BAG lehnte daher eine Rückzahlungsverpflichtung der beklagten Arbeitnehmerin ab.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III.	Die wirksame Rückzahlungsvereinbarung
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ist eine wirksame Rückzahlungsverpflichtung nach den strengen Vorgaben des BAG für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber überhaupt möglich? Selbstverständlich – allerdings müssen sich Arbeitgeber dazu an den strengen Vorgaben des BAG ausrichten. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Folgenden sollen einige „Klassiker“ das juristische Bauchgefühl für Personalerinnen und Personaler stärken, um Handlungsbedarf bei den eigenen (Muster-) Vereinbarungen zu erkennen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Mehrwert für Arbeitnehmer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zunächst muss eine Fortbildung, für die der Arbeitgeber die Rückzahlung vereinbaren möchte, für den Arbeitnehmer einen messbaren Mehrwert haben. Dieser Mehrwert darf sich dabei nicht nur auf das bestehende Arbeitsverhältnis beziehen. Vielmehr müssen berufliche Fähigkeiten und Kenntnisse vertieft werden, die beispielsweise zu besseren Chancen am Arbeitsmarkt oder einer höheren Vergütungserwartung führen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Ausnahmen von der Rückzahlungsverpflichtung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie bereits in der vorliegenden Entscheidung dargestellt, müssen von der Rückzahlungsverpflichtung Ausnahmen gemacht werden. Andernfalls ist eine solche Vereinbarung unangemessen benachteiligend zu Lasten des Arbeitnehmers und regelmäßig in Gänze unwirksam. Insofern muss unterschieden werden, welcher Sphäre die Beendigung des Arbeitsverhältnisses zuzurechnen ist. So darf eine arbeitgeberseitige Kündigung, die ohne Verschulden des einzelnen Mitarbeiters erfolgt, keine Rückzahlungspflicht auslösen. Daher ist beispielsweise die Beendigung des Arbeitsverhältnisses aufgrund einer betriebsbedingten Kündigung von der Rückzahlungspflicht auszunehmen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch der pauschale Verweis auf eine Rückzahlungspflicht bei Arbeitnehmerkündigung berücksichtigt nicht hinreichend, dass der Arbeitnehmer auch aufgrund eines vertragswidrigen Verhaltens des Arbeitgebers zur Kündigung veranlasst werden kann – und ist damit unwirksam. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3.	Bindungsdauer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für eine wirksame Fortbildungsvereinbarung müssen sich Arbeitgeber auch bezüglich der Bindungsdauer von einer pauschalen Lösung ohne Einzelfallbetrachtung verabschieden, denn die Bindungsdauer muss im angemessenen Verhältnis zu den Kosten der Fortbildungsmaßnahme stehen. Hierzu hat sich eine differenzierte Rechtsprechung herausgebildet, die als Richtwert für die korrekte Bindungsdauer genutzt werden sollte. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das BAG orientiert sich dabei am Bruttomonatsgehalt des Arbeitnehmers. So können bei Fortbildungskosten, die insgesamt (also unter Berücksichtigung von Kursgebühren, bezahlter Freistellung, Verpflegungskosten usw.) bis zu einem Bruttomonatsgehalt betragen, maximal sechs Monate Bindungsdauer vereinbart werden. Bei zwei Monatsgehältern darf der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer bereits ein Jahr, bei vier Monatsgehältern sogar zwei Jahre, an sich binden.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              IV.	Fazit und Praxisempfehlung 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Personalerinnen und Personaler sind gut beraten, die hauseigenen Vorlagen zu Fortbildungsvereinbarungen und insbesondere zu Rückzahlungsklauseln zu prüfen und im Zweifel anzupassen. Eine Vereinbarung – wie im vorliegenden Fall – kann sich im Falle der gerichtlichen Auseinandersetzung auch dann nachteilig für den Arbeitgeber auswirken, wenn augenscheinlich alles zu seinen Gunsten spricht, also die Bindungsdauer korrekt berechnet wurde und auch Kündigungen von Seiten oder auf Anlass des Arbeitgebers von der Rückzahlungsverpflichtung ausgenommen wurden. Es bedarf daher der konkreten Überprüfung der jeweiligen Vereinbarung, um Fortbildungskosten wirksam abzusichern und den Arbeitnehmer im Zweifel zur Rückzahlung verpflichten zu können. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 21 Jun 2022 14:13:42 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: Soll-Angaben werden kein Muss! – BAG schafft Klarheit</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/soll-angaben-werden-kein-muss</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Aktuelle Rechtsprechung: Soll-Angaben werden kein Muss! – BAG schafft Klarheit
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           I.	Einleitung
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereits im Oktober 2021 hatten wir in unserem Beitrag über eine
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.pnhr.de/aktuelle-rechtsprechung-inhalt-der-massenentlassungsanzeige-keine-unterscheidung-mehr-zwischen-soll-und-muss-angaben" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Entscheidung des hessischen Landesarbeitsgerichts (LAG)
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           berichtet, die die ordnungsgemäße Erstattung der Massenentlassungsanzeige betraf. Das hessische LAG hatte in zwei Verfahren (Urteil vom 25. Juni 2021 sowie Urteil vom 18. Juni 2021) entschieden, dass der Arbeitgeber im Rahmen einer Massenentlassungsanzeige auch die Soll-Angaben aus § 17 Abs. 3 Satz 5 Kündigungsschutzgesetz (KSchG) verpflichtend mitteilen muss, wenn der Arbeitgeber von diesen Angaben Kenntnis hat. Die Entscheidung traf auf großen Widerhall, da auch die entsprechenden Formulare der Agentur für Arbeit keine zwingende Eintragung der Angaben vorsahen und vielmehr seitens der Behörden die Vollständigkeit der Massenentlassungsanzeige ohne Soll-Angaben regelmäßig – und so auch im konkreten Fall – bestätigt wurde. Mit der daraus resultierenden Rechtsunsicherheit hatte sich nunmehr das Bundesarbeitsgericht (BAG) in dem Urteil vom 19. Mai 2022 (Az. 2 AZR 467/21) zu befassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II. Die Massenentlassungsanzeige
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine ordnungsgemäße Massenentlassungsanzeige abzugeben gestaltet sich regelmäßig als Herausforderung. Im Zuge der Erstattung können verschiedene Problemstellungen auftreten. So wird häufig übersehen, dass überhaupt eine Massenentlassungsanzeige verpflichtend getätigt werden muss. Dies kann beispielsweise in der fehlerhaften Bestimmung des maßgeblichen Schwellenwerts oder auch darin begründet sein, dass arbeitgeberseitig veranlasste Aufhebungsverträge fälschlicherweise als nicht-anzeigerelevante Entlassungen bewertet werden. Schwierigkeiten kann auch bereits die Bestimmung des maßgeblichen Betriebes bereiten, da hierfür auf den europäischen Betriebsbegriff abzustellen ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sobald die grundlegenden Parameter, der relevanten Einheit, des korrekten Zeitraums und der Entlassungen über die die Massenentlassungsanzeige abzugeben ist, geklärt sind, beginnt für den Arbeitgeber die akribische Detailarbeit der konkreten Massenentlassungsanzeige. Eine unvollständige oder fehlerhafte Massenentlassungsanzeige führt dazu, dass alle anzeigepflichtigen Entlassungen im Zweifel unwirksam sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor diesem Hintergrund wird die Beunruhigung aufgrund der Entscheidungen des hessischen LAG noch einmal verständlicher. Das LAG hatte in zwei Verfahren entschieden, dass eine Massenentlassungsanzeige fehlerhaft sein kann, obwohl der Arbeitgeber den behördlichen Vordruck korrekt ausfüllt und die Agentur für Arbeit die Vollständigkeit der Angaben bestätigt hatte. Für die Auslegung des LAG, dass die in § 17 Abs. 3 Satz 5 KSchG gelisteten Angaben verpflichtend sein sollen, findet sich zudem kein Anhaltspunkt im nationalen Gesetz. Das LAG hatte vielmehr eine Auslegung im Lichte der europäischen Massenentlassungsrichtlinie vorgenommen und war zu dem Ergebnis gekommen, dass der Arbeitgeber alle Angaben zu machen habe, von denen dieser Kenntnis habe und die die sozioökonomischen Folgen der Entlassung potenziell abmildern könnten. Insofern bestehe eine Pflicht des Anzeigenden dann diese Angaben zu machen, wenn er dies könne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III. Die Entscheidung des BAG
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Pressemitteilung vom 19. Mai 2022 hat sich das BAG nunmehr zu der Fragestellung geäußert. Insbesondere haben sich die obersten deutschen Arbeitsrichter zu der richtlinienkonformen Auslegung der nationalen Gesetzesvorgaben durch das LAG deutlich positioniert. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das BAG bemängelte zunächst, dass aufgrund der Feststellungen in tatsächlicher Hinsicht keine Entscheidung in der Sache möglich gewesen sei. Weder sei der 30tägige Zeitraum, noch die konkreten Kündigungen aufgrund der Massenentlassungsanzeige festgestellt worden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sodann äußerte sich das BAG allerdings zu der maßgeblichen Fragestellung, ob Arbeitgeber im Rahmen einer Massenentlassungsanzeige ihnen bekannte Soll-Angaben verpflichtend abgeben müssen und stellte klar, dass dazu gerade keine Pflicht bestehe. Demnach ist nun wieder klar: Aus dem „Soll“ wird kein „Muss“. Die Massenentlassungsanzeige ist daher auch dann vollständig und in diesem Sinne ordnungsgemäß abgegeben, wenn lediglich die Muss-Angaben aus § 17 Abs. 3 Satz 4 KSchG enthalten sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Gesetzeswortlaut des § 17 Abs. 3 Satz 5 KSchG und der Wille des Gesetzgebers seien in dieser Hinsicht eindeutig, so das BAG. Eine richtlinienkonforme Auslegung sei an dieser Stelle auch nicht angezeigt, da durch die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) geklärt sei, dass die Soll-Angaben auch nach europäischem Maßstab der Massenentlassungsrichtlinie nicht zwingend in der Anzeige enthalten sein müssten.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV. Fazit und Praxisempfehlung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das BAG hat somit einen potentiellen zusätzlichen Stolperstein im Rahmen der Massenentlassungsanzeige aus dem Weg geräumt und für Arbeitgeber ein wenig mehr Klarheit geschaffen. Insofern dürfen sich Arbeitgeber weiterhin nach den Formularen für die Anzeige der Massenentlassung der Agentur für Arbeit richten. Es bleibt somit dabei, dass Arbeitgeber in jedem Fall verpflichtet sind, die Muss-Angaben aus § 17 Abs. 3 Satz 4 KSchG anzugeben. Diese sind
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            die Gründe für die Entlassung,
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            die Zahl und die Berufsgruppen der zu entlassenden Arbeitnehmer, 
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            die Zahl und die Berufsgruppen der in der Regel beschäftigten Arbeitnehmer, 
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            der Zeitraum, in dem die Entlassungen vorgenommen werden sollen, 
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            die vorgesehenen Kriterien für die Auswahl der zu entlassenen Arbeitnehmer sowie
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            die für die Berechnung etwaiger Abfindungen vorgesehenen Kriterien.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fehlende Soll-Angaben im Sinne von § 17 Abs. 3 Satz 5 KSchG hingegen, also
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Geschlecht,
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Alter,
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Beruf und
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Staatsangehörigkeit,
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           führen weiterhin nicht zu einer Unwirksamkeit der Massenentlassungsanzeige.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu guter Letzt sei darauf hingewiesen, dass eine Massenentlassungsanzeige – entgegen des suggestiven Wortlauts – nicht erst bei einer großen „Kündigungswelle“ zu erstatten ist. Die Anzeigepflicht ist von Schwellenwerten im Zusammenhang mit der Größe des Betriebs oder Betriebsteils abhängig und kann daher bereits bei kleinen Betrieben (mit mehr als 20 Mitarbeitern) und der Entlassung von mehr als 5 Arbeitnehmern bestehen. Es gilt daher im Zweifel die Situation gründlich zu beleuchten und die entsprechenden Schritte zu prüfen, um dem Risiko einer unwirksamen Entlassung wirkungsvoll vorzubeugen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 15 Jun 2022 09:20:41 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle BFH-Rechtsprechung zu Erbfällen mit Auslandsbezug: Zeitpunkt der Steuerentstehung bei italienischer Erbschaft</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Aktuelle BFH-Rechtsprechung zu Erbfällen mit Auslandsbezug: 
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Zeitpunkt der Steuerentstehung bei italienischer Erbschaft 
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte jüngst zu entscheiden, wann ein Erbe im Sinne des deutschen Erbschaftsteuerrechts die Erbschaft „erwirbt“, wenn es sich um einen Erbfall nach italienischem Recht handelt. Erbschaften mit internationalen Bezügen werden immer häufiger. Nicht selten gilt es bei diesen Erbfällen rechtliche Besonderheiten und spezielle Verfahrensvorschriften zu beachten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Hintergrund: Erbrecht und Erbschaftsteuerrecht
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Deutsches Erb- und Erbschaftsteuerrecht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schon innerhalb der EU – vom Rest der Welt ganz zu schweigen – bestehen unterschiedliche Rechtstraditionen, die sich insbesondere in unterschiedlichen Bestimmungen des jeweiligen nationalen Erbrechts äußern. Diese Abweichungen vom deutschen Recht können beispielsweise das Pflichtteilsrecht, den Zeitpunkt des Übergangs der Erbmasse oder die Gültigkeit eines Testaments betreffen.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Deutschland geht nach § 1922 Abs. 1 BGB mit dem Tode einer Person (Erbfall) deren Vermögen (Erbschaft) als Ganzes auf eine oder mehrere Personen (Erben) über. Der Erbfall kann dabei auf gesetzlicher (§§ 1924 bis 1936 BGB) oder gewillkürter Erbfolge (§ 1937 BGB) beruhen. Von gewillkürter Erbfolge ist die Rede, wenn der Erblasser seine Erben mittels eines Testaments oder Erbvertrags bestimmt. Die gesetzliche Erbfolge hingegen bestimmt, wer Erbe wird, wenn der Erblasser keine oder keine wirksame Verfügung von Todes wegen errichtet hat. In § 1942 Abs. 1 BGB ist geregelt, dass die Erbschaft auf den berufenen Erben unbeschadet des Rechts übergeht, sie auszuschlagen (Anfall der Erbschaft). Dies ist der Grundsatz des Von-Selbst-Erwerbs. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Vermögensanfall durch Erbschaft ist wiederum in Deutschland für die Erbschaftsteuer (ErbSt) heranzuziehen. Erbschaftsteuer muss zahlen, wer ein Erbe antritt, das einen bestimmten Freibetrag überschreitet. Eine Steuerpflicht tritt nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG für den gesamten Vermögensfall (unbeschränkte Steuerpflicht) ein, wenn der Erblasser zur Zeit seines Todes oder der Erwerber zur Zeit der Entstehung der Steuer ein Inländer ist. Als Inländer gelten unter anderem natürliche Personen, die im Inland einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Aber auch deutsche Staatsangehörige, die weder einen Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben, gelten nach § 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 lit. b) ErbStG als Inländer, wenn diese sich nicht länger als fünf Jahre dauernd im Ausland aufgehalten haben. Ein Inländer hat auch grundsätzlich eine rein ausländische Erbschaft in Deutschland anzuzeigen und zu versteuern. Nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG ist für die Entstehung der Steuer bei Erbschaften grundsätzlich der Tod des Erblassers der maßgebliche Zeitpunkt. Allerdings bestimmt § 9 Abs. 1 Nr. 1 lit. a) ErbStG, dass für den Erwerb des unter einer aufschiebenden Bedingung Bedachten die Erbschaft erst mit Eintritt der Bedingung als erworben gilt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Erbrecht in Europa
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Deutschlands Nachbarländern gilt der Grundsatz des Von-Selbst-Erwerbs allerdings nicht uneingeschränkt. In Frankreich geht zum Beispiel der Nachlass kraft Gesetzes zum Todeszeitpunkt auf den Erben über, dieser muss allerdings ab dem Eintritt des Erbfalls die Erbschaft innerhalb einer Frist von 10 Jahren annehmen. Österreich wiederum setzt ein bestimmtes Verfahren für den vollständigen Erbantritt, die gerichtliche Verlassenschaftsabhandlung mit Einantwortungsbeschluss, voraus. Die bei Deutschen typischerweise beliebten Sehnsuchtsorte Italien und Spanien sind wiederum eher der französischen Rechtstradition verbunden, hier ist eine Annahme der Erbschaft notwendig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wann bei einem Erbfall welches Erbrecht Anwendung findet, wenn der Erbfall Bezug zu mehreren Staaten aufweist, regelt für die Mitgliedstaaten der Europäischen Union die Verordnung (EU) Nr. 650/2012 vom 04.07.2012, die sog. EU-Erbrechts-Verordnung, für alle Erbfälle ab dem 17.08.2015. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Danach unterliegt nach Art. 21 dieser Verordnung grundsätzlich die gesamte Rechtsnachfolge von Todes wegen dem Recht des Staates, in dem der Erblasser im Zeitpunkt seines Todes seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	BFH-Urteil zum Entstehen der Erbschaftsteuer bei einem Erbfall nach italienischem Recht
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Urteil vom 17.11.2021 – Az. II R 39/19 – entschied der BFH, dass die inländische Erbschaftsteuer auch dann mit dem Zeitpunkt des Todes des Erblassers entsteht, wenn der Erbe nach italienischem Erbrecht die für den Erwerb notwendige Annahme der Erbschaft erst deutlich nach dem Tod des Erblassers erklärt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1)	Sachverhalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dem Ausgangsfall verstarb der Vater der Klägerin, ein italienischer Staatsangehöriger, am 24.08.2015 mit letztem Wohnsitz in Italien und dort belegenem Nachlass. Die Erbin, die zu diesem Zeitpunkt noch in Deutschland lebte, war aufgrund gesetzlicher Erbfolge zu 1/3 als Miterbin berufen. Sie teilte dem Finanzamt den Sachverhalt mit und erklärte, dass sie die Erbschaft noch nicht angenommen habe, wie es das italienische Recht für einen Erwerb erfordere. Nach ihrer Auffassung handele es sich jedenfalls bei der Annahme um eine aufschiebende Bedingung, die Erbschaft sei erst mit dem Eintritt der Bedingung, der Annahme der Erbschaft, erlangt. Im Juli 2016 verzog die Erbin aus Deutschland und erklärte erst danach in Italien die Annahme der Erbschaft. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Finanzamt setzte mit Bescheid vom 12.04.2017 Erbschaftsteuer fest und vertrat die Ansicht, dass die Steuer bereits am 24.08.2015 – dem Todeszeitpunkt des Erblassers – und damit zu einem Zeitpunkt entstanden sei, an dem die Erbin einen inländischen Wohnsitz gehabt habe und somit der deutschen Erbschaftsteuer unterliege. Nachdem die Erbin hiergegen erfolglos Einspruch eingelegt hatte, klagte sie vor dem Finanzgericht gegen den Erbschaftsteuerbescheid. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie stützte ihre Klage darauf, dass das italienische Recht einen nach deutschem Recht vorgesehenen Von-Selbst-Erwerb nicht kenne. Der Tod des Erblassers führe dort zunächst zu einer Schwebephase mit rechtsträgerlosem Nachlass. Der potentielle Erbe werde erst mit der Annahmeerklärung rückwirkend Erbe. Die Annahmeerklärung stelle daher eine Bedingung im Sinne des § 158 BGB und des § 9 Abs. 1 Nr. 1 lit. a) ErbStG dar. Die Steuer entstehe somit erst mit dem Zeitpunkt des Eintritts der Bedingung, also mit der Annahmeerklärung. Die Rückwirkungsfunktion des italienischen Zivilrechts betreffe nur die Rechtsfolgenebene und nicht die tatbestandlichen Voraussetzungen der zu vergleichenden deutschen und italienischen Rechtsfiguren. Die Ausführungen der Erbin vermochten das Finanzgericht indes nicht zu überzeugen, dieses folgte in seinem Urteil der Ansicht des beklagten Finanzamts. Gegen das Urteil des Finanzgerichts legte die Erbin Revision beim BFH ein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2)	Entscheidung des BFH
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BFH hat dem Finanzgericht Recht gegeben und die Revision als unbegründet zurückgewiesen. Die italienische Erbschaft nach ihrem in Italien verstorbenen Vater ist an dessen Todestag erworben worden. In diesem Zeitpunkt hatte die Erbin ihren gewöhnlichen Aufenthalt noch im Inland und unterlag somit auch mit ausländischen Erbschaften der deutschen Erbschaftsteuer. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der erkennende Senat würdigte in seiner Entscheidung insbesondere das italienische Erbrecht und verglich es mit dem deutschen Erbrecht. Ganz konkret ging er der Frage nach, ob die Annahmeerklärung nach italienischem Recht eine Bedingung nach deutschem Recht – mit den entsprechenden Konsequenzen – darstellen könnte. Der BFH verneinte diese Frage. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abzustellen sei auf die Rechtsfolgen und das wirtschaftliche Ergebnis eines ausländischen Rechtsinstituts, um es mit einem deutschen Rechtsinstitut zu vergleichen. Nach Art. 459 Satz 2 des italienischen Zivilgesetzbuchs „Codice Civile“ wirkt die spätere Erbannahme auf den Zeitpunkt des Todes zurück. Dies unterscheide die italienische Erbannahmeerklärung grundlegend von einer Bedingung im Sinne des § 9 Abs. 1 Nr. 1 lit. a) ErbStG in Verbindung mit § 158 BGB, denn diese wirke erst ab dem Zeitpunkt ihres Eintritts, mithin mit Wirkung für die Zukunft. Auch der Umstand, dass wie bei der Bedingung vor der Annahmeerklärung nach Art. 459 Satz 1 Codice Civile ein Schwebezustand existiert, ist nicht entscheidend. Der Grundsatz, dass bei mehreren zur Verfügung stehenden Strukturen des deutschen Rechts die mildere Besteuerung gelten müsse, lässt diese Beurteilung unberührt, da die Annahmeerklärung eindeutig keine Bedingung darstelle, sodass schon gar nicht mehrere Strukturen des deutschen Rechts zur Verfügung gestanden haben.   
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	Fazit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein kleines Detail in einer ausländischen Rechtsordnung kann grundsätzliche Bedeutung für das Entstehen der Erbschaftsteuer im Inland haben, dies gilt besonders in solchen Fällen, in denen der Erbe kurz nach dem Ableben des Erblassers aus Deutschland wegzieht. Zudem kann der genaue Zeitpunkt des Erwerbs auch eine Rolle bei der 10-Jahres-Frist hinsichtlich der Ermittlung der erbschaftsteuerlichen Freibeträge spielen. Für Erbfälle nach italienischem Erbrecht steht nunmehr fest, dass hier – wie auch im deutschen Recht – auf den Todeszeitpunkt und nicht auf den Zeitpunkt der Annahme abzustellen ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da ein internationaler Erbfall der deutschen Erbschaftsteuer unterliegen kann, wenn der Erbe oder die Erbin ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, empfiehlt es sich bei einer ausländischen Erbschaft, möglichst frühzeitig fachkundigen Rat einzuholen. So können im Zweifelsfall alle steuerlichen Pflichten, etwa Anzeigepflichten, erfüllt werden. Daneben können auch rechtzeitig Verfahrensfragen, etwa den Nachweis der Erbenstellung gegenüber (deutschen oder ausländischen) Grundbuchämtern oder Banken, abgestimmt werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 10 Jun 2022 10:29:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-bfh-rechtsprechung-zu-erbfaellen-mit-auslandsbezug-zeitpunkt-der-steuerentstehung-bei-italienischer-erbschaft</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>PNHR unterstützt BUND NRW Naturschutzstiftung im FG-Prozess</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pnhr-unterstuetzt-bund-nrw-naturschutzstiftung-im-fg-prozess</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            PNHR unterstützt BUND NRW Naturschutzstiftung im FG-Prozess
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    
          PNHR vertritt die BUND NRW Naturschutzstiftung in einem Finanzgerichtverfahren über die korrekte Ermittlung von Grunderwerbsteuer. In dem Rechtsstreit geht es überwiegend um die steuerrechtliche Frage, was bei einem Grundstückskauf als sog. vom Käufer übernommene sonstige Leistungen im Sinne des § 9 Abs. 1 GrEStG zu erfassen und entsprechend bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer zu berücksichtigen ist. 
         &#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Verfahren wird durch
           &#xD;
      &lt;a href="/team/dr-fabian-riegler"&gt;&#xD;
        
            Dr. Fabian Riegler
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           (Partner) und
           &#xD;
      &lt;a href="/nils-pinzke"&gt;&#xD;
        
            Nils Pinzke
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           (Associate) betreut.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 09 Jun 2022 13:38:06 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/pnhr-unterstuetzt-bund-nrw-naturschutzstiftung-im-fg-prozess</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Schlussformel im Arbeitszeugnis – hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf nette Worte zum Abschied?</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/die-schlussformel-im-arbeitszeugnis-hat-der-arbeitnehmer-einen-anspruch-auf-nette-worte-zum-abschied</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Die Schlussformel im Arbeitszeugnis – hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf nette Worte zum Abschied?
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Vielen Dank für die geleistete Arbeit“ oder „Viel Erfolg für die Zukunft“ liest jeder gerne am Ende seines Arbeitszeugnisses. Doch hat man als Arbeitnehmer auch einen Anspruch auf eine solche Schlussformel?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dieser Frage beschäftigte sich das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einem Urteil vom 25.01.2022 (Aktenzeichen 9 AZR 146/21).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              I.	Sachverhalt
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im vorliegenden Fall stritten die Parteien um die Berichtigung eines Arbeitszeugnisses, welches dem Kläger von der Beklagten erteilt wurde. Der Kläger war über einen Zeitraum von etwa drei Jahren als Personaldisponent bei der Beklagten, einer Personaldienstleisterin, tätig. Er war der Auffassung, die Beklagte sei verpflichtet, das Zeugnis mit einer Schlussformel zu versehen, in welcher ihm für die geleistete Arbeit gedankt und für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg gewünscht werde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anlass zur Erteilung des Arbeitszeugnisses war ein zuvor gerichtlich geschlossener Vergleich, mit dem die Kündigungsschutzklage des Klägers erledigt worden war. Im Rahmen dieses Vergleichs verpflichtete sich die Beklagte unter anderem dazu, dem Kläger ein wohlwollendes qualifiziertes Arbeitszeugnis zu erteilen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	Der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausgangspunkt für den Anspruch des Arbeitnehmers auf ein schriftliches Zeugnis nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist dabei § 109 Abs. 1 S. 1 GewO. Für Geschäftsführer bzw. Auszubildende ergibt sich ein solcher Anspruch aus § 630 BGB bzw. § 16 BBiG.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dabei ist zunächst zwischen dem einfachen und dem qualifizierten Arbeitszeugnis zu unterscheiden. Während ersteres lediglich Art und Dauer der Beschäftigung bescheinigt, werden in letzterem darüber hinaus die Leistung und das Verhalten des Arbeitnehmers bewertet. Grundsätzlich steht dem Arbeitnehmer ein Wahlrecht bezüglich der Art des Zeugnisses zu. In der Regel wird der Arbeitnehmer allerdings auf Ausstellung eines qualifizierten Zeugnisses bestehen. Bei kurzen Arbeitsverhältnissen hingegen kann ein einfaches Zeugnis für den Arbeitnehmer von Vorteil sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1)	Die formalen Anforderungen 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Ausstellung eines Zeugnisses sind zum einen verschiedene formale Anforderungen zu beachten. So ist beispielsweise gemäß § 109 Abs. 3 GewO die elektronische Form (§§ 126 Abs. 3, 126a BGB) ausgeschlossen. Ein Zeugnis ist dementsprechend schriftlich zu erteilen und eigenhändig zu unterzeichnen. Außerdem muss das Zeugnis ein Ausstellungsdatum tragen und den Arbeitnehmer mit Vor- und Familiennamen inklusive etwaiger akademischer Titel korrekt bezeichnen. Das Zeugnis ist zudem regelmäßig maschinenschriftlich und auf dem in dem Betrieb/Unternehmen üblichen Geschäftspapier zu erstellen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2)	Der Inhalt – 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Grundsätze 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben diesen formalen Voraussetzungen ergeben sich zum anderen aus der Rechtsprechung verbindliche Vorgaben für den Inhalt eines Arbeitszeugnisses. Danach muss ein Zeugnis in inhaltlicher Hinsicht den Grundsätzen der Vollständigkeit, Wahrheit, Einheitlichkeit und Klarheit entsprechen. Der Inhalt des Arbeitszeugnisses muss sich also auf wahre Tatsachen stützen. Folglich dürfen dem Arbeitgeber keine Aufgaben oder andere Tätigkeiten bescheinigt werden, welche nicht tatsächlich von ihm ausgeübt wurden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemäß § 109 Abs. 2 GewO ist das Zeugnis außerdem klar und verständlich zu formulieren. Es ist daher unzulässig, das Zeugnis mit geheimen Merkmalen oder unklaren Formulierungen zu versehen, durch welche der Arbeitnehmer anders beurteilt werden soll, als dies aus dem Wortlaut des Zeugnisses für ihn ersichtlich ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Zeugnis muss aber auch vollständig sein und den Verlauf des Arbeitsverhältnisses objektiv wiedergeben. Somit sind alle wesentlichen Einzelheiten des Arbeitsverhältnisses zu erwähnen, sofern und soweit diese erforderlich sind, damit künftige Arbeitgeber sich ein Bild von der Person des Arbeitnehmers machen können. Das bedeutet aber auch, dass einzelne Vorfälle verschwiegen werden dürfen, wenn es sich dabei um ein für den Arbeitnehmer untypisches Verhalten handelt. Beispiele dafür sind etwa eine nicht bestandene Prüfung oder ein einmaliges Zuspätkommen des Arbeitnehmers. Andererseits handelt es sich z.B. bei Vermögensdelikten um Vorfälle, die in jedem Fall zu erwähnen sein dürften. Durch ein Verschweigen derartiger Delikte kann sich der Arbeitgeber, der möglicherweise statt des Fehlverhaltens auch noch „Ehrlichkeit“ oder „Zuverlässigkeit“ bescheinigt, sogar schadensersatzpflichtig machen, sofern der Arbeitnehmer in einem späteren Arbeitsverhältnis erneut ein entsprechendes Delikt verübt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wichtig ist schließlich, dass das Arbeitszeugnis das gesamte Arbeitsverhältnis – und nicht nur einzelne Zeitabschnitte oder Aufgaben – umfassen muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3)	Der Beendigungsgrund
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwar sind entsprechend der gesetzlichen Regelung Beginn und Ende des Arbeitsverhältnisses zu bescheinigen. Der Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses gehört dagegen nicht zum gesetzlich geregelten Zeugnisinhalt. Allerdings soll der Arbeitnehmer nach ständiger Rechtsprechung des BAG bei einer betriebsbedingten Kündigung einen Anspruch darauf haben, dass der Beendigungsgrund im Zeugnis erwähnt wird. Nach ständiger Rechtsprechung darf jedenfalls zu keinem Zeitpunkt ohne sachlichen Anlass am Zeugnis erkennbar sein, dass sich die Parteien im Streit getrennt haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	Die Entscheidung des BAG
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das BAG wies die Klage ab und bestätigte damit seine bisherige Rechtsprechung. Arbeitgeber sind auch weiterhin nicht verpflichtet, eine sog. Schlussformel im Arbeitszeugnis einzufügen und in dieser ihr Bedauern über das Ausscheiden, Dank für die geleistete Arbeit oder gute Wünsche für die Zukunft zum Ausdruck zu bringen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Begründung führte das BAG an, dass unmittelbar aus § 109 Abs. 1 S. 3 GewO kein Anspruch des Klägers auf eine Dankes- oder Wunschformel abgeleitet werden könne und der Senat an seiner bisherigen Rechtsprechung uneingeschränkt festhalte. Auch eine verfassungskonforme Auslegung der Vorschrift führe zu keinem anderen Ergebnis. Schließlich stehe die Meinungsfreiheit der Beklagten gem. Art. 5 Abs. 1 GG und ihre durch Art. 12 Abs. 1 GG geschützte Unternehmerfreiheit über den Interessen des Klägers als Arbeitnehmer. Außerdem sei es unverhältnismäßig, die Beklagte dazu zu zwingen, ihre innere Einstellung zum Kläger preiszugeben, sowie ihre Gedanken- und Gefühlswelt offenbaren zu müssen. Schließlich sei der Kläger bei fehlender Schlussformel auch nur geringfügig in seinen grundrechtlich geschützten Positionen betroffen. Eine Realisierung des Zeugniszwecks sei trotz fehlender Schlussformel gegeben und die Beeinträchtigung dieses Zwecks durch eine fehlende Schlussformel sei nur sehr gering.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV.	Fazit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es überrascht nicht, dass das BAG an seiner bisherigen Rechtsprechung festhält. Dennoch versuchen einige Landesarbeitsgerichte, eine Änderung der Rechtsprechung herbeizuführen und den Arbeitgeber zu einer Schlussformel zu verpflichten. Schließlich enden Arbeitszeugnisse typischerweise mit einer Schlussformel, welche in unterschiedlicher Ausprägung Bedauern, Dank und Zukunftswünsche zum Ausdruck bringt. Fehlt diese Schlussformel, so ist dies nach Ansicht einiger Landesarbeitsgerichte als Entwertung des Arbeitszeugnisses anzusehen. Eine bereits im Mai 2011 durchgeführte Studie der Universität Nürnberg-Erlangen könnte für diese Vermutung sprechen. 98% der untersuchten Zeugnisse enthielten nämlich eine Schlussformel. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dennoch gilt zunächst einmal weiterhin, dass Arbeitgeber das BAG auf ihrer Seite haben, wenn sie sich weigern, eine Dankes- und Gute-Wünsche—Formel in ein Zeugnis aufzunehmen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 09 Jun 2022 08:06:15 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aufzeichnungspflicht und Überstundenvergütung – Rechts-Tipp Nr. 235</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aufzeichnungspflicht-und-ueberstundenverguetung-rechts-tipp-nr-235</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Aufzeichnungspflicht und Überstundenvergütung – Aktuelle Rechtsprechung von EuGH und BAG zur Arbeitszeit als Geduldsprobe für Arbeitgebende
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Über die Erbringung und Vergütung von Überstunden scheint ein ewig währender Streit zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden zu bestehen. Die sich diametral gegenüberstehenden Interessenlagen sind dabei klar. Der Arbeitnehmende sieht sich nicht zu der Erbringung von Überstunden verpflichtet und sollte er sich doch zu einer solchen genötigt fühlen, dann soll die Erbringung der Mehrarbeit selbstverständlich das eigene Salär aufbessern. Arbeitgebende tendieren naturgemäß zu der Ansicht, dass der Arbeitnehmende durch das ohnehin großzügige Monatsgehalt ausreichend für den Mehraufwand entschädigt ist. Diese Gemengelage macht es nachvollziehbar, dass die deutschen Arbeitsgerichte sich seit Jahren mit Arbeitszeitthemen auseinandersetzen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zudem entfaltet die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Arbeitszeitrichtlinie für deutsche Arbeitgebende eine gewisse Bindungswirkung und trägt insofern in einem ersten Zugriff nicht zu einer Vereinfachung der Rechtslage bei. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der sog. Stechuhr-Entscheidung des EuGH vom 14.05.2019 (Az. C-55/18 – Rechtssache „CCOO“), wonach eine Verpflichtung der Mitgliedsstaaten dahingehend bestehe, alle Arbeitgebenden zur Erfassung der Arbeitszeit ihrer Mitarbeitenden zu verpflichten. Diese Entscheidung führte verständlicherweise zu erheblicher Verunsicherung auf allen Seiten. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat mit seiner Entscheidung vom 4. Mai 2022 zu einer gewissen Erleichterung seitens der Arbeitgebenden beigetragen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II.	Grundsätzliches: Überstundenanordnung und -vergütung
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinsichtlich der Erbringung von Überstunden ist zunächst die Verpflichtung der Arbeitnehmenden einerseits von der Vergütung der Mehrarbeit andererseits getrennt zu betrachten. Arbeitnehmende sind nicht ohne weiteres überhaupt dazu verpflichtet, Überstunden zu erbringen. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz soll allerdings bei Not- und Katastrophenfällen oder bei Erbringung von Mehrarbeit in geringem Maße aufgrund der Nebenpflichten nach § 242 BGB bestehen. Im Regelfall ist der Arbeitgebende also gehalten, eine entsprechende Verpflichtung zur Mehrarbeitsleistung des Arbeitnehmenden in den Arbeitsvertrag aufzunehmen. Erst dann ist es dem Arbeitgebenden möglich, Überstunden wirksam anzuordnen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch aus der regelmäßigen Anordnung von Überstunden folgt allerdings nicht, dass der Arbeitnehmende einen Anspruch auf eine bestimmte Anzahl von Überstunden (und deren Vergütung) hat. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Frage der Vergütung der Überstunden baut logisch auf die Frage auf, ob und unter welchen Umständen Überstunden zu leisten sind. An dieser Stelle sei zunächst erwähnt, dass ein Automatismus dergestalt, dass der Arbeitnehmende für jede Stunde zusätzlich entlohnt wird, die länger als arbeitsvertraglich vorgesehen gearbeitet wird, gerade nicht existiert. Arbeitnehmende, die eine zusätzliche Vergütung aufgrund der Erbringung von Überstunden fordern, müssen dies nach (bisher) ständiger Rechtsprechung des BAG darlegen. Zunächst muss der Arbeitnehmende konkret aufzeigen, in welcher Höhe er die Normalarbeitszeit übersteigende Arbeitsstunden geleistet hat. Sodann muss der Arbeitnehmende die sog. berechtigte Vergütungserwartung nachweisen. Der Arbeitnehmende muss demnach vortragen, dass die geleisteten Überstunden durch den Arbeitgebenden ausdrücklich oder konkludent angeordnet, geduldet oder nachträglich gebilligt wurden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III.	EuGH: Aufzeichnungspflicht der Arbeitgebenden
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im sog. Stechuhr-Urteil entschied der EuGH im Jahr 2019, dass die nationalen Gesetzgeber aufgrund der Arbeitszeitrichtlinie sowie der Vorgaben der Grundrechtecharta eine Verpflichtung für Arbeitgebende zur Erfassung der täglichen geleisteten Arbeitszeit schaffen müssen. Dieser Entscheidung (EuGH, Urt. v. 14.5.2019 – C-55/18 – “CCOO”) lag ein Rechtsstreit nach spanischem Recht zugrunde. Die größte Gewerkschaft Spaniens namens Federación de Servicios de Comisiones Obreras (CCOO) hatte gegen die Deutsche Bank SAE wegen des Fehlens eines betriebsinternen Zeiterfassungssystems geklagt. Auf die Vorlagefrage des spanischen Gerichts entschied der EuGH, dass 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             die Einrichtung eines objektiven, verlässlichen und zugänglichen Systems, mit dem die von einem jeden Arbeitnehmer geleistete tägliche Arbeitszeit gemessen werden kann, 
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            aus den Vorgaben der Arbeitszeitrichtlinie sowie der Grundrechtecharta abzuleiten und insofern verpflichtend für alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union sei.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der deutsche Gesetzgeber blieb indes seit Ausspruch des Urteils untätig. Jedenfalls besteht zum jetzigen Zeitpunkt keine gesetzliche Verpflichtung der Arbeitgebenden in Deutschland, ein entsprechendes Zeiterfassungssystem vorzuhalten und zu nutzen. Ob dies im Umkehrschluss jedoch auch bedeutet, dass sich aus der Entscheidung des EuGH keine weitergehenden Folgen gerade in Bezug auf den Nachweis von Arbeitszeiten ergeben würden, blieb offen und ungeklärt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV.	BAG: Veränderte Darlegungslast im Überstundenprozess
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Hintergrund und Auswirkungen der EuGH-Rechtsprechung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bereits unmittelbar nach der Entscheidung des EuGH wurden mögliche Auswirkungen auf die Darlegungs- und Beweislast im Überstundenprozess in den einschlägigen Fachzeitschriften thematisiert. Von einer Änderung der vorgestellten Grundsätze im Überstundenvergütungsprozess war zumindest ein Arbeitsgericht schnell überzeugt. So entschied das Arbeitsgericht Emden in mehreren Fällen (bspw.: Urt. v. 9.11.2020, Az.: 2 Ca 399/18), dass der Arbeitnehmende geleistete Überstunden lediglich schlüssig vortragen müsse. Eine abweichende Anzahl an Überstunden und das Nichtbestehen einer berechtigten Vergütungserwartung für die geleisteten Stunden nachzuweisen, sei dann Sache des Arbeitgebenden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dies folge daraus, dass dieser nach Maßgabe des EuGH ja nunmehr verpflichtet sei, ein entsprechendes Zeiterfassungssystem vorzuhalten. Dabei legte das Arbeitsgericht Emden die in § 618 BGB vorgesehene Fürsorge- und Schutzpflicht des Arbeitgebenden unionrechtskonform im Lichte der Entscheidung „CCOO“ aus und leitete daraus eine Verpflichtung des Arbeitgebenden zur Dokumentation und Kontrolle der Arbeitszeit ab. Sofern keine solche Zeiterfassung vorliege, gehe ein Überstundenprozess im Zweifel zu Lasten des Arbeitgebenden aus. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Die Entscheidung des BAG
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die am 04.05.2022 getroffene Entscheidung BAG liegt zurzeit lediglich als Pressemitteilung vor. Das BAG hatte nunmehr darüber zu entscheiden, ob die Grundsätze der Darlegungs- und Beweislast im Überstundenvergütungsprozess vom EuGH-Urteil betroffen sind, wie das Arbeitsgericht Emden angenommen hatte, oder nicht. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            a)	Sachverhalt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im konkreten Fall war der Kläger als Auslieferungsfahrer bei dem beklagten Einzelhandelsunternehmen beschäftigt. Dabei wurde die Arbeitszeit des Klägers mittels technischer Zeitaufzeichnung erfasst. Diese Zeiterfassung dokumentierte allerdings lediglich den Beginn und das Ende der täglichen Arbeitszeit; Pausenzeiten wurden nicht aufgezeichnet. Als das Arbeitsverhältnis endete, wies das Zeitkonto des Klägers 348 Plus-Stunden aus. Der Kläger forderte daraufhin die Vergütung der auf dem Zeitkonto vermerkten Überstunden. Er machte geltend, dass er während der gesamten aufgezeichneten Zeit gearbeitet habe. Eine Pause habe er nicht machen können, da er die Auslieferungsaufträge sonst nicht hätte rechtzeitig erfüllen können. Die beklagte Arbeitgeberin bestritt dies.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Arbeitsgericht Emden hatte der Klage erstinstanzlich entsprochen und die Beklagte – allein aufgrund der nicht aussagekräftigen Zeiterfassung von Arbeitsbeginn und Arbeitsende – zur Auszahlung der Überstunden verpflichtet. Bereits das Landesarbeitsgericht Niedersachsen hatte der Rechtsansicht des Arbeitsgerichts im Rahmen der Berufung jedoch eine Absage erteilt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            b)	Rechtliche Würdigung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das BAG stützt seine Entscheidung erwartungsgemäß auf die Unterscheidung zwischen Arbeitszeiten im vergütungsrechtlichen Sinne und Arbeitszeit im Sinne des europarechtlich determinierten Arbeitszeitgesetzes. Insofern stellen die obersten Arbeitsrichter noch einmal klar, dass die Regelung der europäischen Arbeitszeitrichtlinie, zu der die Entscheidung des EuGH ergangen war, lediglich den Schutz der Sicherheit und der Gesundheit der Arbeitnehmenden beabsichtigt. Von der Frage des Gesundheitsschutzes sei allerdings die vergütungsrechtliche Frage vollständig zu trennen. Demnach habe auch die unionsrechtlich begründete Verpflichtung zur Dokumentation der Arbeitszeit keine Auswirkung auf die nach deutschem Arbeitsrecht entwickelten Grundsätze über die Verteilung der Darlegungs- und Beweislast im Überstundenvergütungsprozess.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Insofern hätte der Kläger – um eine Vergütung der angesammelten Überstunden auf dem Zeitkonto zu erreichen – darlegen müssen, dass es erforderlich war, ohne Pausenzeiten durchzuarbeiten, um die Auslieferungsfahrten zu erledigen. Die entsprechende pauschale Behauptung war indes nicht ausreichend.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             V.	Fazit und Ausblick
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Arbeitgebende können nach dieser Entscheidung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zunächst aufatmen. Zwar hätte eine anderslautende Entscheidung wohl zu einer abrupten Umsetzung der Vorgaben zur Dokumentation der Arbeitszeit auch ohne konkrete gesetzliche Notwendigkeit geführt, allerdings ist die klare Trennung zwischen Arbeitszeit im Sinne des Gesundheitsschutzes und Arbeitszeit im vergütungsrechtlichen Sinne sehr begrüßenswert. Begrüßenswert ist auch, dass die Grundsätze der Darlegungs- und Beweislast hinsichtlich der Vergütung von Überstunden eine erneute Bestätigung gefunden haben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Perspektivisch hat sich das BAG mit dieser Entscheidung sicherlich auch selbst einen Gefallen getan, denn in Anbetracht der bisher nicht gesetzlich verankerten Pflicht für Arbeitgebende, ein strenges Zeiterfassungssystem vorzuhalten und der daher geringen Dichte von korrekten Zeiterfassungssystemen, wäre andernfalls mit Sicherheit eine Klagewelle von Arbeitnehmenden aufgekommen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die dargestellte Entscheidung des BAG ändert dennoch nichts an der Verpflichtung des nationalen Gesetzgebers, Arbeitgebenden die Erfassung und Dokumentation der Arbeitszeit ihrer Mitarbeitenden aufzuerlegen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 31 May 2022 11:10:01 GMT</pubDate>
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    </item>
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      <title>Abschreibung eines Gebäudes – Steuer-Tipp Nr. 349</title>
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  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Abschreibung eines Gebäudes: Nachweis einer kürzeren Restnutzungsdauer durch Wertgutachten
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei Wirtschaftsgütern, deren Verwendung oder Nutzung durch den Steuerpflichtigen zur Erzielung von Einkünften sich erfahrungsgemäß auf einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erstreckt, ist grundsätzlich gem. § 7 Abs. 1 S.1 EStG jeweils für ein Jahr der Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzusetzen, der bei gleichmäßiger Verteilung dieser Kosten auf die Gesamtdauer der Verwendung oder Nutzung auf ein Jahr entfällt (Absetzung für Abnutzung in gleichen Jahresbeträgen). Die Absetzung bemisst sich hierbei nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Wirtschaftsguts. Für die Abschreibung von Gebäuden gelten abweichend von diesem Grundsatz die nach § 7 Abs. 4 S.1 EstG typisierend festgelegten Prozentsätze, welche bspw. bei 2% liegen können; dies entspricht einer Nutzungsdauer von 50 Jahren. Die Höhe der vom Gesetzgeber festgelegten Prozentsätze gem. § 7 Abs. 4 S. 1 EStG ff. ist u.a. abhängig vom Baujahr und der mit dem Gebäude erzielten Einkunftsart.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              II.	Problem
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei einem Eigentümerwechsel werden die Nutzungsdauer und damit automatisch einhergehend die Höhe der Abschreibung jeweils „neu“ ermittelt. Dies kann u.U. dazu führen, dass ein Gebäude – sofern sein Eigentümer mehrfach gewechselt hat – eine Nutzungsdauer von mehr als der vom Gesetzgeber typisierend festgelegten Nutzungsdauer erreicht. Dies spiegelt jedoch nicht immer die tatsächlichen Gegebenheiten wider. Der Gesetzgeber hat daher die Möglichkeit geschaffen, die Abschreibung nach der Höhe der tatsächlichen Nutzungsdauer vorzunehmen. Nutzungsdauer i.S. von § 7 Abs. 4 Satz 2 EStG ist gemäß § 11c Abs. 1 EStDV der Zeitraum, in dem ein Gebäude voraussichtlich seiner Zweckbestimmung entsprechend genutzt werden kann. Die zu schätzende Nutzungsdauer wird bestimmt durch den technischen Verschleiß, die wirtschaftliche Entwertung sowie rechtliche Gegebenheiten, welche die Nutzungsdauer eines Gegenstands begrenzen können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Doch wie wird dem Finanzamt gegenüber eine kürzere Nutzungsdauer des Gebäudes nachgewiesen? Grundsätzlich kann sich der Steuerpflichtige zur Darlegung der verkürzten tatsächlichen Nutzungsdauer eines zur Einkünfteerzielung genutzten Gebäudes jeder Darlegungsmethode bedienen, die im Einzelfall geeignet erscheint (§ 11 c Abs. 1 EStDV). Die Finanzverwaltung hat eine verkürzte Nutzungsdauer von Gebäuden in der Vergangenheit und Regel jedoch nur akzeptiert, wenn der Steuerpflichtige ein entsprechendes Bausubstanzgutachten vorlegen konnte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III.	Aktuelle Rechtsprechung
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Finanzgericht Münster hat in seinem Urteil vom 27.01.2022 (Az. 1 K 1741/18 E) nunmehr entschieden, dass für die Ermittlung der Restnutzungsdauer eines Gebäudes ein Wertgutachten ausreichend sei und der Berechnung des steuerlichen AfA-Satzes zugrunde gelegt werden könne. Die Entscheidung des Finanzgerichts Münster basiert auf einem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 28.07.2021 (Az. IX R 25/19). Danach kann sich der Steuerpflichtige jeder Darlegungsmethode bedienen, die im Einzelfall geeignet erscheine. Für die Schätzung einer kürzeren Nutzungsdauer ist demnach keine Gewissheit, sondern eine größtmögliche Wahrscheinlichkeit erforderlich. Eine Schätzung des Steuerpflichtigen könne nur dann verworfen werden, wenn sie eindeutig unrealistisch sei und außerhalb eines angemessenen Schätzungsrahmens liege. Die Vorlage eines Bausubstanzgutachtens ist für den Nachweis einer kürzeren Restnutzungsdauer von Gebäuden somit nicht erforderlich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV.	Unser Tipp
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sollten Sie sich aktuell mit dem Erwerb einer Bestandsimmobilie zur Erzielung von Einkünften beschäftigen, kann es sich lohnen, die Restnutzungsdauer des „Objekts der Begierde“ durch einen Gutachter ermitteln lassen. Aufgrund der aktuellen Rechtsprechung ist hierfür ein kostspieliges Bausubstanzgutachten u.U. nicht mehr erforderlich. Wie so oft im Steuerrecht, liegt auch hier die Tücke im Detail, so dass die erforderlichen Maßnahmen je nach Einzelfall wohl überlegt sein wollen. Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen zum steueroptimalen Erwerb Ihrer Immobilie zur Verfügung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 31 May 2022 11:09:59 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Beleg- und buchmäßige Nachweispflichten für umsatzsteuerfreie Ausfuhrlieferungen und innergemeinschaftliche Lieferungen – Special Nr. 357</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/beleg-und-buchmaessige-nachweispflichten-fuer-umsatzsteuerfreie-ausfuhrlieferungen-und-innergemeinschaftliche-lieferungen-special-nr-357</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Beleg- und buchmäßige Nachweispflichten für umsatzsteuerfreie Ausfuhrlieferungen und innergemeinschaftliche Lieferungen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der grenzüberschreitende Warenverkehr 
ist in unserem Wirtschaftsleben heutzutage allgegenwärtig. In der täglichen Praxis erlangt dieser nicht nur Bedeutung für multinational agierende Konzerne, sondern bspw. auch für die Unternehmensgründerin oder den Mittelständler, welche infolge einer zunehmenden Digitalisierung Zutritt zu den Weltmärkten haben und die für die Herstellung der eigenen Produkte notwendigen Rohstoffe global einkaufen und die eigenen Erzeugnisse anschließend weltweit verkaufen können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Verständlicherweise nehmen internationale Warenbewegungen 
auch in der Umsatzsteuer eine bedeutende Stellung ein und werden aus Sicht des exportierenden Landes steuerfreigestellt. Denn aufgrund des umsatzsteuerrechtlichen Bestimmungslandprinzips, nach dem die Besteuerung nicht im Staat des Lieferorts, sondern in dem des bestimmungsgemäßen Verbrauchs erfolgen soll, sind bestimmte grenzüberschreitende Warenlieferungen von der Umsatzsteuer befreit. So sind Ausfuhrlieferungen und innergemeinschaftliche Lieferungen nach § 4 Nr. 1 Buchst. a und b UStG grundsätzlich steuerfrei. Vorliegen müssen hierfür aber die Voraussetzungen nach den §§ 6 und 6a UStG.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Insbesondere hat der Unternehmer bestimmte Buch- und Belegnachweise 
vorzuhalten. Zwar stellt die Erfüllung dieser Nachweispflichten keine materiell-rechtliche Voraussetzung für eine Steuerbefreiung der innergemeinschaftlichen Lieferung oder der Ausfuhrlieferung dar. Aber gerade im Hinblick auf eine jederzeit drohende Umsatzsteuer-Sonderprüfung 
(USt-Sonderprüfung) sollte der Unternehmer seine Nachweispflichten ordnungsgemäß erfüllen. Denn aufgrund der der Finanzbehörde zustehenden Prüfungsbefugnis hat der Buch- und Belegnachweis den Charakter eines Anscheinsbeweises. Ein fehlender Nachweis könnte daher im Rahmen einer Beweiswürdigung gegen eine innergemeinschaftliche Lieferung oder Ausfuhrlieferung sprechen und somit zu einer Versagung der Steuerfreiheit führen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dieser Beitrag soll einen Überblick darüber geben, wie der Buch- und Belegnachweis gelingen kann und welche Aufbewahrungspflichten der Unternehmer auch im Hinblick auf eine USt-Sonderprüfung zu erfüllen hat. Er soll insbesondere für die notwendigen Voraussetzungen sensibilisieren und die vorzulegenden Unterlagen im Rahmen einer USt-Sonderprüfung kompakt und überblickartig darstellen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              II.	Beleg- und buchmäßige Nachweispflichten 
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ausfuhrlieferung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            ist im Grundfall die Versendung oder Beförderung des Liefergegenstands durch den Unternehmer (§ 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG) oder durch den Abnehmer (§ 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 UStG) – sofern es sich um einen ausländischen Abnehmer i.S.v. § 6 Abs. 2 UStG handelt – in ein Drittlandsgebiet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Innergemeinschaftliche Lieferung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            ist demgegenüber die Versendung oder Beförderung des Liefergegenstands durch den Unternehmer oder den Abnehmer in das übrige Gemeinschaftsgebiet, wenn es sich bei dem Abnehmer um einen zur Erwerbsbesteuerung verpflichteten Unternehmer handelt (§ 6a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Nr. 2 Buchst. a und Nr. 3 UStG).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Unternehmer hat dabei die Ausfuhr durch Belege nachzuweisen (§ 6 Abs. 4 UStG und §§ 8–11 UStDV) und bestimmte Aufzeichnungen in seiner Buchführung vorzunehmen (§ 13 UStDV). Für den Nachweis der Voraussetzungen einer innergemeinschaftlichen Lieferung gilt dies entsprechend (§ 6a Abs. 3 Satz 1 UStG und §§ 17a bis 17d UStDV). Unter einem Buchnachweis ist ein Nachweis durch Bücher oder Aufzeichnungen in Verbindung mit Belegen zu verstehen. Der Buchnachweis verlangt 
daher mehr 
als den bloßen Nachweis entweder nur durch Aufzeichnungen oder nur durch Belege. Belege werden durch die entsprechenden und erforderlichen Hinweise bzw. Bezugnahmen in den stets notwendigen Aufzeichnungen Bestandteil der Buchführung und damit des Buchnachweises, so dass beide eine Einheit bilden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1)	Nachweise bei innergemeinschaftlichen Lieferungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach § 17d Abs. 1 Satz 1 UStDV hat der Unternehmer die Voraussetzungen der Steuerbefreiung der innergemeinschaftlichen Lieferung einschließlich der USt-Identifikationsnummer des Abnehmers buchmäßig nachzuweisen. Die Voraussetzungen müssen eindeutig und leicht nachprüfbar aus der Buchführung zu ersehen sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            a)	Gelangensvermutung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Seit dem 1.1.2020 ist in § 17a UStDV eine widerlegbare Vermutungsregelung eingeführt worden. Sind die darin genannten Voraussetzungen erfüllt, wird davon ausgegangen, dass die Waren tatsächlich in das EU-Ausland gelangt sind. Für Zwecke der Anwendung der Steuerbefreiung für innergemeinschaftliche Lieferungen wird nämlich vermutet, dass der Gegenstand der Lieferung in das übrige Gemeinschaftsgebiet gelangt ist, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der liefernde Unternehmer gibt an, dass er oder ein von ihm beauftragter Dritter (z. B. Spediteur) den Gegenstand in das übrige Gemeinschaftsgebiet befördert oder versendet hat. Er ist außerdem im Besitz der in § 17a Abs. 1 Nr. 1 UStDV genannten Belege. Die Belege müssen von unterschiedlichen Parteien ausgestellt werden, die sowohl voneinander als auch vom liefernden Unternehmer und vom Abnehmer unabhängig sind. Der liefernde Unternehmer muss Beförderungs- und Versendungsbelege vorweisen können, d. h. insbesondere einen CMR-Frachtbrief, ein Konnossement, eine Luftfracht-Rechnung oder ein Doppelstück davon.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kann der Beförderungs- oder Versendungsbeleg nicht vorgelegt werden, so kann dieser durch einen weiteren geeigneten Beleg ersetzt werden, sofern daraus ersichtlich wird, dass der Gegenstand tatsächlich in das EU-Ausland gelangt ist. Folgende Unterlagen kommen bspw. als Nachweise in Betracht:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Versicherungspolice über den Versand oder die Beförderung bzw. Bankunterlagen, welche die Bezahlung des Transports in das EU-Ausland belegen,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	ein anderes öffentlich ausgestelltes Dokument, welches das Gelangen des Gegenstands in das EU-Ausland bestätigt (z. B. Bestätigung eines Notars) oder
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Bestätigung des Lagerinhabers über die Lagerung des Gegenstands im EU-Ausland.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sofern nicht der Unternehmer, sondern der Erwerber befördert oder versendet, benötigt der liefernde Unternehmer eine entsprechende Bestätigung des Erwerbers, aus der hervorgeht, dass die Gegenstände durch ihn oder auf seine Rechnung in den Bestimmungsmitgliedstaat gelangt sind. Die Bestätigung muss folgende Angaben enthalten:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Ausstellungsdatum,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Name und Anschrift des Erwerbers,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Menge und Art der gelieferten Gegenstände,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Ankunftsdatum und -ort der Gegenstände,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	bei Lieferung von Fahrzeugen zusätzlich die Identifikationsnummer des Fahrzeugs und
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	die Identifikation der Person, die die Gegenstände auf Rechnung des Erwerbers entgegennimmt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zusätzlich zu dieser Bestätigung benötigt der liefernde Unternehmer wie oben im Fall der Beförderung oder Versendung durch den Unternehmer mindestens zwei sich nicht widersprechende Nachweise von zwei unabhängigen Parteien.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            b)	Belegnachweis in Beförderungs- und Versendungsfällen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kommt die oben beschriebene Vermutungsregel nicht zur Geltung, weil der Unternehmer die erforderlichen Belege nicht vorweisen kann, kann der Belegnachweis bspw. auch durch ein Rechnungsdoppel in Verbindung mit der Gelangensbestätigung oder einem Alternativnachweis erbracht werden. Die Gelangensbestätigung sollte dabei sämtliche erforderliche Angaben enthalten:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Name und Anschrift des Abnehmers,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Menge und handelsübliche Bezeichnung des Liefergegenstands; bei der Lieferung eines Fahrzeugs auch die Fahrzeug-Identifikationsnummer,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Ort und Monat, in denen die Beförderung/Versendung beim Abnehmer im übrigen Gemeinschaftsgebiet endet bzw. in denen ihm der Gegenstand zur Beförderung überreicht wird,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Ausstellungsdatum der Gelangensbestätigung und
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Unterschrift des Abnehmers oder eines vom ihm zur Abnahme Beauftragten; ggf. auch elektronische Bestätigung ohne eigenhändige Signatur möglich.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sofern keine Beförderung durch den Lieferer oder Abnehmer, sondern eine Versendung durch einen Dritten (z. B. Spediteur) stattfindet, können gem. § 17b Abs. 3 UStDV anstelle der Gelangensbestätigung auch andere Nachweise eingereicht werden. Dazu zählen insbesondere
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Versendungsbelege (d. h. handelsrechtlicher Frachtbrief, Konnossement oder Doppelstücke davon),
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Spediteurbescheinigungen, mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	die schriftliche oder elektronische Auftragserteilung inklusive Protokoll des mit der Beförderung Beauftragten, welches den lückenlosen Transport zum Abnehmer belegt, oder
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	bei Postsendungen: Empfangsbescheinigung des Postdienstleisters über die Entgegennahme der fraglichen Postsendung und Nachweis über die Bezahlung der Lieferung.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Führt der Unternehmer den Belegnachweis anhand der oben beschriebenen Nachweismöglichkeiten, ist der belegmäßige Nachweis als erfüllt anzuerkennen. Sofern eine oder mehrere Voraussetzungen fehlen, können diese jedoch auch anhand von anderen Belegen erbracht werden, sofern eine Gesamtbetrachtung sämtlicher Unterlagen die innergemeinschaftliche Lieferung eindeutig belegt und die darüber hinaus zu erbringenden Buchnachweise i. S. d. § 17d UStDV ebenfalls vorliegen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            c)	Belegnachweis in Bearbeitungs- oder Verarbeitungsfällen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sofern der Liefergegenstand vor der Beförderung oder Versendung in das übrige Gemeinschaftsgebiet be- oder verarbeitet worden ist, hat der Unternehmer dies gem. § 17c UStDV eindeutig und leicht nachprüfbar anhand von geeigneten Belegen nachzuweisen. Dieser Nachweis kann anhand der im obigen Abschnitt II. 1) b) genannten Belege geführt werden, wobei zusätzlich die Angaben gem. § 11 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 UStDV enthalten sein müssen:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •  Name und Anschrift des mit der Be- oder Verarbeitung Beauftragten,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Menge und handelsübliche Bezeichnung des an den mit der Bearbeitung Beauftragten überreichten Gegenstands,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Ort und Tag, an denen der Beauftragte den Gegenstand entgegengenommen hat sowie
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             •	Bezeichnung des Auftrags sowie der vorgenommenen Be- oder Verarbeitung.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2)	Nachweise bei Ausfuhrlieferungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            EU-einheitlich besteht seit dem 1.7.2009 die Pflicht zur Teilnahme am elektronischen Ausfuhrverfahren. Die Pflicht zur Abgabe elektronischer Anmeldungen betrifft alle Anmeldungen unabhängig vom Beförderungsweg (Straßen-, Luft-, See-, Post- und Bahnverkehr). Anhand dieses ATLAS-Systems wird insbesondere elektronisch überwacht, ob die zur Ausfuhr angemeldeten Waren auch den tatsächlich ausgeführten Waren entsprechen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Ausführer bzw. der Anmelder der Ausfuhr 
erhält auf Grundlage der Ausgangsbestätigung der Ausgangszollstelle einen sogenannten (elektronischen) „Ausgangsvermerk“, der neben den Daten der ursprünglichen Ausfuhranmeldung auch die Feststellungen der Zollstelle beinhaltet. Dieser Ausgangsvermerk dient bei der Ausfuhr als Belegnachweis. Dies gilt unabhängig davon, ob die Ware vom Lieferanten oder Abnehmer selbst transportiert wird (Beförderungsfall) 
oder zum Beispiel eine Spedition eingeschaltet ist
            &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             (Versendungsfall)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In
            &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Beförderungsfällen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            , die nicht elektronisch angemeldet werden, muss der Lieferant den belegmäßigen Ausfuhrnachweis durch eine Ausfuhrbestätigung der Grenzzollstelle eines Mitgliedstaates, die den Ausgang des Gegenstandes aus dem Gemeinschaftsgebiet überwacht, erbringen (vgl. § 9 UStDV i.V.m. Abschn. 6.6. UStAE). Der Beleg, auf dem die Ausfuhr- oder Abfertigungsbestätigung der Zollstelle erfolgt, soll außerdem den Namen und die Anschrift des Lieferanten, die handelsübliche Bezeichnung und die Menge der ausgeführten Ware sowie den Ort und den Tag der Ausfuhr enthalten (vgl. § 9 Abs. 1 Nr. 2 UStDV). Sonderregelungen gelten bei der Ausfuhr von Fahrzeugen, die für den Straßenverkehr zugelassen sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ist es in einem Versendungsfall 
dem Lieferanten nicht möglich oder nicht zumutbar, den Ausfuhrnachweis in der beschriebenen Weise zu führen, kann er die Ausfuhr mit der so genannten weißen Spediteursbescheinigung 
nachweisen. Außerdem werden unter den genannten Voraussetzungen noch weitere Versendungsbelege akzeptiert. Dies können insbesondere der handelsrechtliche Frachtbrief, der vom Auftraggeber des Frachtführers unterzeichnet sein muss, das Konnossement, der Einlieferungsschein für im Postverkehr beförderte Sendungen oder deren Doppelstücke sein. In diesen Fällen muss der Beleg zusätzlich die Versendungsbezugsnummer der Auftragsanmeldung (Master Reference Number – MRN) enthalten (vgl. § 10 Abs. 3 Satz 2 UStDV).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ausfuhren, die nicht elektronisch angemeldet werden, müssen mit den o.g. Versendungsbelegen nachgewiesen werden (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 UStDV i.V.m. Abschn. 6.7. UStAE).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In den Fällen, in denen die gelieferte Ware vor der Ausfuhr in das Drittlandsgebiet von einem oder mehreren Beauftragten des Kunden bearbeitet oder verarbeitet wird, soll der Lieferant der Ware zusätzlich diese Be- oder Verarbeitung belegmäßig nachweisen (vgl. § 11 UStDV i.V.m. Abschn. 6.8. UStAE).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III.	Nachweispflichten im Hinblick auf die USt-Sonderprüfung 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Da beim innergemeinschaftlichen Warenverkehr durch sog. Karussellgeschäfte hohe Umsatzsteuerausfälle drohen, prüft die Finanzverwaltung hier insbesondere den Warenweg sowie die Buch- und Belegnachweise. Insofern steht die Frage, ob die Buch- und Belegnachweise ordnungsgemäß sind, häufig im Fokus der Sonderprüfer.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1)	Grundlagen der USt-Sonderprüfung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die USt-Sonderprüfung wird grundsätzlich mit einer schriftlichen Prüfungsanordnung 
angekündigt, und zwar in der Regel bei Großbetrieben mindestens vier Wochen und in anderen Fällen mindestens zwei Wochen vor Beginn der Prüfung. Die Anordnung beinhaltet die Rechtsgrundlage, die zu prüfenden Sachverhalte, den Prüfungszeitraum und den Namen des Prüfers. Im Rahmen der Prüfung trifft den betroffenen Unternehmer eine
            &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Mitwirkungspflicht
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            . Er hat insbesondere alle erforderlichen Unterlagen (Aufzeichnungen, Bücher, Geschäftspapiere, Urkunden) vorzulegen und notwendige Auskünfte zum besseren Verständnis dieser Unterlagen zu erteilen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2)	Archivierung bzw. Aufbewahrungspflicht von Belegnachweisen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Grundsätzlich trägt der Unternehmer die Feststellungslast für das Vorliegen der Voraussetzungen, die sich aus den Belegen eindeutig und leicht nachprüfbar ergeben müssen. Kann der Unternehmer den beleg- und buchmäßigen Nachweis nicht, nicht vollständig oder nicht zeitnah führen, besteht das Risiko, dass die Steuerbefreiung 
der entsprechenden Ausfuhrlieferung oder innergemeinschaftlichen Lieferung versagt 
wird.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der Regel sind nur Original-Belege als Belegnachweise geeignet. Hierzu gehören auch die Doppelstücke der Konnossemente sowie der Frachtbriefe. Fotokopien können nur in begründeten Ausnahmefällen verwendet werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Belegnachweis muss sich grundsätzlich im Besitz des nachweispflichtigen Unternehmers befinden und mindestens zehn Jahre 
aufbewahrt werden. Es ist nicht ausreichend, wenn sich diese im Besitz eines anderen Unternehmers oder einer Behörde befinden. Die Aufbewahrungsfrist läuft jedoch nicht ab, soweit und solange die Unterlagen für Steuern von Bedeutung sind, für welche die Festsetzungsfrist 
noch nicht abgelaufen ist. Die Angaben in den Belegen für den Belegnachweis müssen im Geltungsbereich des Umsatzsteuergesetzes, somit im Inland, nachprüfbar sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Nachweisbelege sind grundsätzlich 
in Papierform 
anzufordern und aufzubewahren. Für bestimmte Belege ist eine elektronische Übermittlung jedoch auch zulässig. Bspw. kann die Gelangensbestätigung auf elektronischem Weg, z.B. per E-Mail, ggf. mit PDF- oder Textdateianhang, per Computer-Telefax oder Fax-Server, per Web-Download oder im Wege des elektronischen Datenaustauschs (EDI) übermittelt werden. Ein elektronisch übermittelter Nachweisbeleg kann, nicht nur elektronisch, sondern für Umsatzsteuerzwecke auch in ausgedruckter Form aufbewahrt werden. Eine elektronische Archivierung auch von in Papierform erhaltenen Belegen ist unter weiteren Voraussetzungen zulässig. Bei 
der elektronischen Übermittlung 
und/oder Archivierung von Belegnachweisen sind die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) 
gem. BMF-Schreiben vom 14.11.2014 zu
            &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             beachten
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            .
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In zeitlicher Hinsicht muss der Belegnachweis bis zum Schluss der letzten mündlichen Verhandlung vor dem Finanzgericht vorliegen. Den Buchnachweis hat der Unternehmer in seinen Grundzügen bis zu dem Zeitpunkt zu führen, zu dem er die Umsatzsteuer-Voranmeldung für den Zeitraum der Lieferung abzugeben hat.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3)	Objektivnachweis in Ausnahmefällen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Steuerbefreiung ist ausnahmsweise aber auch dann zu gewähren, wenn zwar der Unternehmer die formellen Buch- und Belegnachweispflichten nicht erfüllt, gleichzeitig aber aufgrund der objektiven Beweislage feststeht, dass eine innergemeinschaftliche Lieferung oder Ausfuhrlieferung ausgeführt worden ist. Dies ist ausnahmsweise dann der Fall, wenn der Verstoß gegen die formellen Anforderungen nicht den sicheren Nachweis verhindert, dass die materiellen Anforderungen der Steuerfreiheit erfüllt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV.	Fazit
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Ergebnis hat der Unternehmer also umfangreiche Nachweispflichten 
zu erfüllen. Auch wenn die Steuerbefreiung ausnahmsweise bei Vorliegen der objektiven Beweislage gewährt werden kann, obwohl der Unternehmer die formellen Buch- und Belegnachweispflichten nicht erfüllt, sollte es im Interesse des Unternehmers sein, die vorgenannten Nachweispflichten gerade im Hinblick auf eine jederzeit drohende USt-Sonderprüfung ordnungsgemäß zu erfüllen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 31 May 2022 11:09:55 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/beleg-und-buchmaessige-nachweispflichten-fuer-umsatzsteuerfreie-ausfuhrlieferungen-und-innergemeinschaftliche-lieferungen-special-nr-357</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Gehört eine tarifvertraglich geregelte Corona-Prämie zum pfändbaren Teil des Arbeitseinkommens?</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/gehoert-eine-tarifvertraglich-geregelte-corona-praemie-zum-pfaendbaren-teil-des-arbeitseinkommens</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Gehört eine tarifvertraglich geregelte Corona-Prämie zum pfändbaren Teil des Arbeitseinkommens? 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Zeitraum vom 01. März 2020 bis zum 31. März 2022 konnten Arbeitgeber einen Betrag in Höhe von € 1.500,00 zusätzlich zum Arbeitslohn steuerfrei an ihre Mitarbeiter auszahlen, sofern diese Zahlungen der Abmilderung der durch die Corona-Pandemie geschaffenen Umstände dienten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hatte nun in einem Urteil vom 23.02.2022 zu entscheiden, ob diese sogenannte „Corona-Prämie“ zum pfändbaren Anteil des Arbeitseinkommens eines Arbeitnehmers gehört. Der Kläger war als Busfahrer im ÖPNV tätig und befand sich zum Zeitpunkt der Auszahlung der Prämie durch seine Arbeitgeberin in Privatinsolvenz. Die Beklagte zahlte die tarifvertraglich geregelte Prämie in zwei Tranchen aus, wobei die erste Zahlung im Jahr 2020 vorgenommen wurde und die zweite Zahlung im Jahr 2021 erfolgte. Der Kläger erhielt jeweils nur einen Teil der Beträge, während der übrige Teil an den Insolvenzverwalter ausgezahlt wurde. Der Kläger vertrat im Rahmen des Verfahrens die Auffassung, ihm stehe ein Anspruch auf Auszahlung der vollständigen Corona-Prämie zu, weil diese nicht vom pfändbaren Arbeitseinkommen umfasst werde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	Wie das Einkommen gepfändet werden kann
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Rahmen der Privatinsolvenz sind die pfändbaren Einkünfte ebenso an den Insolvenzverwalter abzuführen, wie dies bei der Einzelvollstreckung in den Arbeitslohn der Fall ist. Da das Arbeitseinkommen bei vielen Schuldnern das einzige Vermögen darstellt, ist die Zwangsvollstreckung in Arbeitslohnforderungen ein häufig genutztes Mittel, Forderungen bezüglich derer der Gläubiger über einen sog. Titel (z.B. ein Urteil) verfügt, beizutreiben. Auf entsprechenden Antrag des Gläubigers hin wird dem Arbeitgeber durch das Vollstreckungsgericht ein sog. Pfändungs- und Überweisungsbeschluss zugestellt. Dieser enthält den Ausspruch, dass die Lohnforderung eines Arbeitnehmers (Schuldner), die dieser gegen den Arbeitgeber (Drittschuldner) hat bzw. künftig haben wird, in Höhe eines bezifferten Betrages gepfändet und dem Vollstreckungsgläubiger „zur Einziehung überwiesen“ wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Arbeitgeber ist als Drittschuldner dafür verantwortlich, die Pfändung richtig und ordnungsgemäß durchzuführen. Durch den Pfändungsbeschluss wird ihm (Drittschuldner) verboten, gepfändetes Einkommen an den Schuldner (den Mitarbeiter) zu zahlen. Der Arbeitgeber muss also im Rahmen der monatlichen Lohnabrechnung das pfändbare Arbeitseinkommen feststellen und an den Gläubiger auszahlen. Entsprechendes gilt bei einer Privatinsolvenz des Arbeitnehmers im Verhältnis des Arbeitgebers zum Insolvenzverwalter. Die Risiken beschlusswidriger Auszahlung an den Arbeitnehmer und was es bei der Ermittlung und Berechnung der gepfändeten Einkommensteile im Allgemeinen zu beachten gilt, werden im Folgenden kurz überblicksartig dargestellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Lohnpfändung – Position des Arbeitgebers
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wird dem Arbeitgeber ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss zugestellt, so trifft ihn zunächst gem. § 840 Zivilprozessordnung (ZPO) die Pflicht zur Abgabe der sog. Drittschuldnererklärung. Um die nachstehenden Auskünfte zu erteilen, hat der Arbeitgeber ab Zustellung zwei Wochen Zeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (1) Ob und inwieweit er die Forderung als begründet anerkennt und Zahlung zu leisten bereit ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (2) Ob und welche Ansprüche andere Personen an die Forderung erheben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (3) Ob und wegen welcher Ansprüche die Forderung bereits für andere Gläubiger gepfändet ist (§ 840 ZPO).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kommt der Arbeitgeber dieser Pflicht nicht nach oder sind die erteilten Auskünfte nicht korrekt, steht dem Vollstreckungsgläubiger gegebenenfalls ein Schadenersatzanspruch gegen ihn zu (§ 840 Abs.2 Satz 2 ZPO). Ein solcher Anspruch kommt z.B. in Betracht, wenn der Vollstreckungsgläubiger aufgrund der vom Arbeitgeber zu erteilenden Auskünfte erkannt hätte, dass die Lohnpfändung erfolglos ist und er aufgrund der nicht erteilten Auskunft anderweitige Vollstreckungsmaßnahmen unterlassen hat. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Arbeitgeber muss die Rechtmäßigkeit des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses nicht überprüfen. Er wird auch dann von seiner Leistungspflicht gegenüber dem Arbeitnehmer frei, wenn er aufgrund eines zu Unrecht erlassenen oder ohne sein Wissen wieder aufgehobenen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss den pfändbaren Betrag an den Vollstreckungsgläubiger auszahlt (§ 836 Abs. 2 ZPO). Durch den Pfändungs- und Überweisungsbeschluss verändert sich die Rechtsstellung des Arbeitgebers grundsätzlich nicht zu seinem Nachteil. Stehen ihm zum Zeitpunkt der Einwendungen gegen den Lohnanspruch des Arbeitnehmers zu, so kann der Arbeitgeber diese auch gegen den Vollstreckungsgläubiger geltend machen. Verfügt er über eine aufrechenbare Gegenforderung, darf er auch aufrechnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grundsätzlich dauert die Pfändung bis zur völligen Befriedigung des Gläubigers an, sofern der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss keine zeitlichen Beschränkungen enthält.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Ermittlung und Berechnung des pfändbaren Arbeitseinkommens
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufgrund des im Pfändungsbeschluss ausgesprochenen Verbots ist es dem Arbeitgeber als Drittschuldner verboten, die gepfändete Forderung an den Schuldner, seinen Arbeitnehmer, auszuzahlen. Gleiches gilt während des Insolvenzverfahrens. Das Verbot der Auszahlung an den Schuldner greift aber nur dann, wenn die Lohnforderung auch pfändbar ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Welche Teile des Arbeitseinkommens gepfändet werden können, ergibt sich aus § 850 bis § 850i ZPO. Dabei ist zwischen dem vollständig pfändbaren, dem nur bedingt pfändbaren und dem unpfändbaren Einkommen des Arbeitnehmers zu unterscheiden. Vollständig pfändbar ist in jedem Fall der reguläre Arbeitslohn inklusive Abfindungen, Lohnersatzleistungen, Altersrenten, Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemäß § 850a ZPO zählen das Urlaubsgeld, Gefahren-, Schmutz oder Erschwerniszulagen, etwaige Aufwandsentschädigungen, die Hälfte der Mehrarbeitsvergütungen oder Nachtzuschläge und die Hälfte des Weihnachtsgeldes zum unpfändbaren Einkommen. Aber auch Erziehungs-, Studien-, Heirats- und Geburtsbeihilfen, Kindergeld, Sterbebezüge und Blindenzulagen unterliegen dem Pfändungsschutz. Das bedingt pfändbare Einkommen ist schließlich in § 850b ZPO geregelt. Von dieser Regelung umfasst werden beispielsweise Unterhaltsrenten oder Bezüge aus Witwen-und Krankenkassen etc. Diese Einkünfte sind unter der Bedingung pfändbar, dass das Vermögen des Schuldners (voraussichtlich) nicht zur Deckung der Forderungen des Gläubigers ausreicht und der Schuldner dadurch nicht in eine existenzielle Notlage gerät.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Sicherung des Existenzminimums muss dem Arbeitnehmer zudem ein Mindestbetrag verbleiben. Innerhalb dieser sog. Pfändungsfreigrenzen, die sich nach dem jeweiligen Einkommen sowie der Anzahl der Unterhaltsberechtigten richten und regelmäßig angepasst werden, darf und muss der Arbeitgeber den Lohn weiterhin an den Arbeitnehmer auszahlen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Pfändungsfreigrenzen ergeben sich aus § 850 ZPO. Der Arbeitgeber muss anhand dieser Vorschrift die für den betreffenden Fall geltende Pfändungsfreigrenze selbst ermitteln. Dabei ist die sog. Netto-Methode anzuwenden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Übersteigt das Arbeitseinkommen die Pfändungsfreigrenze, muss der Arbeitgeber das Verbot, an den Arbeitnehmer zu zahlen, unbedingt beachten. Hält er sich nämlich nicht an das Zahlungsverbot, so wird er durch die Zahlung an den Arbeitnehmer nicht von seiner Leistungspflicht frei, sondern ist verpflichtet, den die Pfändungsgrenze übersteigenden Betrag nochmals an den Vollstreckungsgläubiger bzw. den Insolvenzverwalter zu zahlen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III.	Die Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg entschied mit Urteil vom 23.02.2022 (Az.: 23 Sa 1254/21), dass es sich bei der einer tariflichen Corona-Prämie um pfändbares Einkommen im Sinne des § 850a ZPO handle, solange die Auszahlung unabhängig von der tatsächlichen und durch die Corona-Pandemie geschaffenen Belastung erfolge. Die Beklagte habe daher zurecht den pfändbaren Anteil der Prämie an die Insolvenzverwalterin des Klägers anstatt an diesen selber ausgezahlt. Zur Begründung gab das LAG an, dass es sich entgegen der vom Kläger vertretenen Auffassung bei der Corona-Prämie nicht um eine vom Pfändungsschutz umfasste Gefahren- oder Erschwerniszulage oder Aufwandsentschädigung im Sinne des § 850a ZPO handle. Grund dafür sei, dass die durch die Beklagte ausgezahlte Corona-Prämie auf einer tariflichen Regelung basiere. Im entschiedenen Fall sei nicht danach unterschieden worden, in welchem Maße die Beschäftigten den besonderen Belastungen durch die Corona-Pandemie ausgesetzt gewesen seien. Stattdessen hätten alle Beschäftigten gleichermaßen von der Prämie profitieren sollen – unabhängig von der jeweiligen Arbeitsleistung. Darin unterscheide sich die streitgegenständliche tarifliche Prämie von den nach § 150a SGB XI gezahlten Prämien im Pflegebereich, bei denen die Zahlungsansprüche vom Maß der direkten Betreuung von Pflegebedürftigen durch die Pflegekräfte abhängig seien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV.	Fazit und Praxishinweis
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei einer Lohnpfändung bzw. während der Privatinsolvenz verbleibt dem Schuldner (Arbeitnehmer) lediglich der unpfändbare Teil seines Arbeitseinkommens. Welche Gehaltsbestandteile der Pfändung (bedingt) entzogen sind, bestimmen § 850a f. ZPO. Dass auch diese Regelungen immer wieder der Auslegung bedürfen, zeigt das besprochene Urteil des LAG Berlin-Brandenburg. Das LAG hat die Revision zugelassen, sodass abzuwarten ist, wie das Bundesarbeitsgericht sich in dieser praxisrelevanten Frage positionieren wird. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 27 May 2022 08:27:52 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/gehoert-eine-tarifvertraglich-geregelte-corona-praemie-zum-pfaendbaren-teil-des-arbeitseinkommens</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>PNHR begleitete Umstrukturierung einer mittelständischen Unternehmensgruppe mit umfangreichem Immobilienbesitz</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/begleitung-umstrukturierung-mittelstaendische-unternehmensgruppe-immobilienbesitz</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         PNHR begleitete Umstrukturierung einer mittelständischen Unternehmensgruppe mit umfangreichem Immobilienbesitz
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         PNHR hat die Umstrukturierung einer mittelständischen Unternehmensgruppe begleitet. Gegenstand der Transaktion war die Einbringung einer mit umfangreichem Grundbesitz ausgestatteten Immobilien-GmbH in eine Immobilien GmbH &amp;amp; Co. KG.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           PNHR beriet zu den gesellschafts- und steuerrechtlichen Aspekten der Übertragung. Beratungsschwerpunkt lag auf der Anwendung der Konzernklausel nach § 6a GrEStG. Mit dieser Vorschrift hat der Gesetzgeber ursprünglich bezweckt, bestimmte Umwandlungsvorgänge im Sinne des Umwandlungsgesetzes unter bestimmten Voraussetzungen von der Grunderwerbsteuer zu befreien, „um die Bedingungen für Umstrukturierungen von Unternehmen krisenfest, planungssicherer und mittelstandsfreundlicher“ auszugestalten. Die Finanzverwaltungen der Länder hatten jedoch mit ihren gleichlautenden Erlassen vom 19. Juni 2012 den Anwendungsbereich durch zusätzliche Anforderungen stark eingeschränkt. Nachdem der Bundesfinanzhof mit Urteilen vom 21. und 22. August 2019 die restriktive Auslegung der Finanzverwaltung zur Befreiung konzerninterner Umstrukturierungen von der Grunderwerbsteuer weitgehend verworfen hatte, haben die Länder eine Neufassung der gleichlautenden Erlasse zur Anwendung des § 6a GrEStG beschlossen. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die neue Konzernstruktur wurde mithilfe von PNHR erfolgreich aufgesetzt. Die Finanzverwaltung hat die Nichterhebung der Grunderwerbsteuer bestätigt. Tätig war
           &#xD;
      &lt;a href="/team/stephan-hettler"&gt;&#xD;
        
            Stephan Hettler
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           (Partner).
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 24 May 2022 12:19:40 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>PNHR vertritt eine österreichische Privatstiftung erfolgreich bei Finanzgerichtsklagen gegen das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) vor dem Finanzgericht (FG) Köln</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/oesterreichische-privatstiftung-finanzgerichtsklage-bundeszentralamt-fuer-steuer-finanzgericht-koeln</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            PNHR vertritt eine österreichische Privatstiftung erfolgreich bei Finanzgerichtsklagen gegen das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) vor dem Finanzgericht (FG) Köln 
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         PNHR hat eine in Österreich ansässige Privatstiftung erfolgreich bei zwei Klageverfahren gegen das BZSt vor dem Finanzgericht Köln vertreten.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mandantin von PNHR hält wesentliche Anteile an einer deutschen Aktiengesellschaft und bezieht regelmäßig von ihr Dividenden. Aufgrund der Mutter-Tochter-Richtlinie sind unter bestimmten Voraussetzungen Kapitalerträge einer inländischen Tochtergesellschaft an ihre in einem anderen Mitgliedstaat der EU ansässige Muttergesellschaft von der Kapitalertragsteuer befreit. Verfahrensrechtlich wird die Entlastung entweder durch das Freistellungsverfahren – ein in die Zukunft gerichtetes Verfahren – oder durch das Erstattungsverfahren verwirklicht, bei dem die in der Vergangenheit zu viel gezahlte Kapitalertragsteuer erstattet wird. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mandantin von PNHR hat für verschiedene Streitjahre sowohl ein Erstattungs- als auch parallel ein Freistellungsverfahren bei der zuständigen Behörde angestrengt. Inhaltlich standen im Zentrum beider Verfahren unter anderem komplexe rechtliche Fragen, ob etwa eine österreichische Privatstiftung eine Gesellschaft im Sinne von § 43b Absatz 2 EStG ist oder ob eine Versagung der Kapitalertragsteuerbefreiung wegen der Unionsrechtswidrigkeit des § 50d Absatz 3 EStG a.F. überhaupt Anwendung finden kann. Von der Antragstellung über das Einspruchsverfahren bis hin zum erfolgreichen Abschluss beider Klageverfahren hat PNHR ihre Mandantin begleitet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daran anschließend vertritt PNHR ihre Mandantin bei der Geltendmachung einer Verzinsung des Kapitalertragsteuer-Erstattungsbetrages. Nach der Rechtsprechung des EuGH ergibt sich im Fall von Steuerabzugsbeträgen, die unter Verstoß gegen Vorschriften des Unionsrechts erhoben worden sind, neben dem Anspruch auf Erstattung der erhobenen Beträge, auch ein Anspruch auf Zahlung von Zinsen ab dem Tag der zu Unrecht geleisteten Steuerzahlung unmittelbar aus dem Unionsrecht. Bereits mit Urteil vom 30.06.2020, 2 K 140/18 hat das FG Köln entschieden, dass ein zu Unrecht nach § 50d Abs. 3 EStG versagter Kapitalertragsteuererstattungsanspruch zu verzinsen ist. Dies hat das FG Köln in seinem Urteil vom 17.11.2021, 2 K 1544/20 nochmals bestätigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tätig in diesem Verfahrenskomplex sind
           &#xD;
      &lt;a href="/team/dr-sebastian-geringhoff"&gt;&#xD;
        
            Dr. Sebastian Geringhoff, LL.M. (International Taxation, NYU)
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           (Partner),
           &#xD;
      &lt;a href="/team/dr-fabian-riegler"&gt;&#xD;
        
            Dr. Fabian Riegler
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           (Partner) sowie
           &#xD;
      &lt;a href="/team/di-wu"&gt;&#xD;
        
            Di Wu
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           (Associate).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 17 May 2022 15:52:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/oesterreichische-privatstiftung-finanzgerichtsklage-bundeszentralamt-fuer-steuer-finanzgericht-koeln</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Pauschalierung der Lohnsteuer – Gesetzliche Vorgaben und aktuelle BFH-Rechtsprechung</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/pauschalierung-der-lohnsteuer-gesetzliche-vorgaben-und-aktuelle-bfh-rechtsprechung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Pauschalierung der Lohnsteuer –
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Gesetzliche Vorgaben und aktuelle BFH-Rechtsprechung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Gesetzgeber hat dem Arbeitgeber in den §§ 37a, 37b, 40, 40a und 40b EStG eine Reihe von Pauschalierungswahlrechten eingeräumt, um das Lohnsteuerverfahren in bestimmten Fällen zu vereinfachen. Dies kann unter Umständen auch dem Arbeitnehmer Aufwand ersparen. Trotz der durch die Pauschalierungsmöglichkeiten angestrebten Verfahrenserleichterungen kommt es in diesem Zusammenhang immer wieder zu Streitigkeiten mit der Finanzverwaltung und letztlich auch zu Gerichtsverfahren, an deren Ende im Zweifelsfall der Bundesfinanzhof (BFH) zu entscheiden hat. Nachfolgend sollen die gesetzlichen Pauschalierungswahlrechte und eine hierzu ergangene aktuelle Entscheidung des BFH kurz dargestellt werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             I.	Grundsätze zur Pauschalierung
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Arbeitgeber kann unter Verzicht auf den Abruf von elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen nach § 39e Abs. 3 Satz 1 EStG oder die Vorlage einer Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug nach § 39e Abs. 7 EStG die Lohnsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuern, sog. einheitliche Pauschsteuer, in bestimmten Fällen mit einem einheitlichen Pauschsteuersatz des Arbeitsentgelts erheben. Die Auswahl der jeweiligen Pauschalierungsmöglichkeit hängt dabei vom jeweiligen Sachverhalt ab, da das Gesetz diese Möglichkeit an enge Voraussetzungen knüpft. Je nach der Art der Pauschalierung richtet sich dann auch das jeweilige Verfahren. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1. Sachprämien durch Dritte – Pauschalierung nach § 37a EStG
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach § 37a Abs. 1 Satz 1 EStG können Sachprämien im Sinne des § 3 Nr. 38 EStG (Zuwendungen für Zwecke der Kundenbindung) pauschal mit 2,25% versteuert werden. Für die Pauschalierung dieser Sachprämien durch Dritte, also nicht durch den Arbeitgeber, gilt eine generelle Antragspflicht. Über den Antrag entscheidet das Betriebsstättenfinanzamt des Unternehmens nach § 41a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG. Die so ermittelte pauschale Einkommensteuer gilt als Lohnsteuer und ist von dem Unternehmen in der Lohnsteuer-Anmeldung der Betriebsstätte anzumelden und spätestens am zehnten Tag nach Ablauf des für die Betriebsstätte maßgebenden Lohnsteuer-Anmeldungszeitraums an das Betriebsstättenfinanzamt abzuführen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2. Zuwendungen an Dritte und Arbeitnehmer – Pauschalierung nach § 37b EStG
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;div&gt;&#xD;
                    &lt;/div&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          
                     Nach § 37b EStG besteht die Möglichkeit, einen Pauschsteuersatz von 30% anzusetzen. Diese Pauschalierungsvorschrift gilt nicht nur für Zuwendungen an Arbeitnehmer, sondern auch für Sachzuwendungen, die Firmen und Betriebe an Kunden und Geschäftsfreunde – einschließlich deren Arbeitnehmer – gewähren. Das Pauschalierungswahlrecht ist für alle gewährten Zuwendungen (betrieblich veranlasste Zuwendungen, die zusätzlich zur ohnehin vereinbarten Leistung oder Gegenleistung erbracht werden und Geschenke im Sinne des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG) einheitlich auszuüben, kann aber für Sachzuwendungen an eigene Arbeitnehmer nach § 37b Abs. 2 EStG und für Sachzuwendungen an Dritte gesondert ausgeübt werden, sog. gesonderte Pauschalierungskreise.
                    &#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          &lt;br/&gt;&#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          
                     Auch bei dieser Pauschalierungsnorm gilt die pauschalierte Einkommensteuer für Sachzuwendungen an Dritte und Arbeitnehmer als Lohnsteuer und ist von dem die Sachzuwendung gewährenden Steuerpflichtigen in der Lohnsteuer-Anmeldung der Betriebsstätte nach § 41 Abs. 2 EStG anzumelden und spätestens am zehnten Tag nach Ablauf des für die Betriebsstätte maßgebenden Lohnsteuer-Anmeldezeitraums an das Betriebsstättenfinanzamt abzuführen.
                    &#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3. Besondere Fälle – Pauschalierung nach § 40 EStG
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Das Betriebsstättenfinanzamt kann auf Antrag des Arbeitgebers zulassen, dass die Lohnsteuer mit einem unter Berücksichtigung der Vorschriften des § 38a EStG (Grundsätze zur Höhe der Lohnsteuer) zu ermittelnden Pauschsteuersatz erhoben wird, soweit vom Arbeitgeber sonstige Bezüge in einer größeren Zahl von Fällen gewährt werden oder in einer größeren Zahl von Fällen Lohnsteuer nachzuerheben ist, weil der Arbeitgeber die Lohnsteuer nicht vorschriftsmäßig einbehalten hat. 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Daneben besteht die Möglichkeit der Pauschalierung mit 25% bzw. 15% nach § 40 Abs. 2 Sätze 1 und 2 EStG für dort aufgelistete Fälle, etwa bspw. bei der verbilligten oder unentgeltlichen Abgabe von Mahlzeiten oder bei Zuschüssen zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Dieses Wahlrecht zur Pauschalierung mit 25% bzw. 15% kann nur durch Anmeldung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz ausgeübt werden. 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Der Arbeitgeber hat in diesen Fällen die pauschale Lohnsteuer zu übernehmen, das heißt, er ist selbst originärer Schuldner dieser Steuer. Anders als bei den unter Ziffer 1. und 2. dargestellten Pauschalierungsmöglichkeiten bleiben bei einer Pauschalierung nach § 40 EStG der pauschal besteuerte Arbeitslohn und die pauschale Lohnsteuer bei einer Veranlagung des Arbeitnehmers zur Einkommensteuer und beim Lohnsteuer-Jahresausgleich außer Ansatz. Die pauschale Lohnsteuer ist weder auf die Einkommensteuer noch auf die Jahreslohnsteuer anzurechnen.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             4. Teilzeitkräfte und geringfügig Beschäftigte – Pauschalierung nach § 40a EStG
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;div&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;div&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        
                    Für kurzfristig Beschäftigte, die also nicht regelmäßig bei dem Arbeitgeber beschäftigt sind, kann nach § 40a Abs. 1 EStG ein Pauschsteuersatz von 25% angesetzt werden. Für geringfügig entlohnte Beschäftigte, sog. Minijobber, sieht § 40a Abs. 2 die Möglichkeit der Erhebung eines einheitlichen Pauschsteuersatzes in Höhe von 2% des Arbeitsentgelts vor, wobei in Sonderfällen wiederum nach § 40a Abs. 2a EStG auch die Möglichkeit besteht, einen Pauschalsteuersatz von 20% anzusetzen. 
                   &#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/div&gt;&#xD;
                    &lt;div&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        &lt;br/&gt;&#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/div&gt;&#xD;
                    &lt;div&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        
                    Für die Erhebung der 2%igen Pauschalsteuer bei den Minijobbern ist ausschließlich die Minijob-Zentrale bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See zuständig. Das Pauschalierungswahlrecht wird ausschließlich durch die Lohnsteueranmeldung ausgeübt.
                   &#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/div&gt;&#xD;
                    &lt;div&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        &lt;br/&gt;&#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/div&gt;&#xD;
                    &lt;div&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        
                    Die Pauschalierung der Lohnsteuer mit 20% oder 25% ist weder von einem Antrag des Arbeitgebers an das Finanzamt noch von einer ausdrücklichen Zustimmung durch das Finanzamt abhängig. Der Arbeitgeber selbst hat unmittelbar das Wahlrecht zur Pauschalierung. Dabei muss die Lohnsteuerpauschalierung nicht einheitlich für alle Teilzeitbeschäftigten durchgeführt werden, sodass der Arbeitgeber die Pauschalierung auf bestimmte Arbeitnehmer oder auf einen einzelnen Arbeitnehmer beschränken kann. Der Arbeitgeber darf die Pauschalbesteuerung auch nachholen, solange keine Lohnsteuerbescheinigung an die Finanzverwaltung übermittelt oder ausgestellt worden ist, eine Lohnsteuer-Anmeldung noch berichtigt werden kann und noch keine Festsetzungsverjährung eingetreten ist.
                   &#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/div&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;div&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/div&gt;&#xD;
                  &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             5. Bestimmte Zukunftssicherungsleistungen – Pauschalierung nach § 40b EStG
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für Zuwendungen des Arbeitgebers zum Aufbau einer betrieblichen Altersvorsorge sieht § 40b EStG unter bestimmten Voraussetzungen einen Pauschsteuersatz in Höhe von 20% der Zuwendung vor. Handelt es sich hierbei um Sonderleistungen, so ist nach § 40b Abs. 4 EStG ein Pauschalsteuersatz von 15% zu erheben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Pauschalierung der Lohnsteuer mit 20% liegt im Ermessen des Arbeitgebers; eine Genehmigung des Finanzamts ist nicht erforderlich. Ob die Pauschalierung nur für einen Arbeitnehmer oder für mehrere Arbeitnehmer durchgeführt wird, ist ohne Bedeutung. Wird für mehrere Arbeitnehmer gemeinsam eine pauschale Beitragsleistung erbracht, bei welcher der Teil, der auf den einzelnen Arbeitnehmer entfällt, nicht festgestellt werden kann, ist dem einzelnen Arbeitnehmer der Teil der Beitragsleistung zuzurechnen, der sich bei einer Aufteilung der Leistung nach der Zahl der begünstigten Arbeitnehmer ergibt, sog. Aufteilung nach Köpfen. Auch bei dieser Pauschalsteuer hat der Arbeitgeber die Steuer zu übernehmen, sodass es sich um eine Steuer des Arbeitgebers selbst handelt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II.	BFH-Urteil zum Pauschalierungsverfahren nach § 40 Abs. 2 EStG
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Pauschalierung der Lohnsteuer beschäftigt regelmäßig die Finanzgerichte und den BFH. Mit Urteil vom 01.09.2021 (VI R 38/19) entschied der BFH, dass das Pauschalierungswahlrecht nach § 40 Abs. 2 EStG ausschließlich durch eine entsprechende Lohnsteuer-Anmeldung des Arbeitgebers nach § 41a Abs. 1 Satz 2 EStG erfolgen kann. Hat der Arbeitgeber zusätzlich für andere Lohnsteuer zu haften, können der Pauschalierungs- und der Haftungsbescheid äußerlich verbunden werden, ohne dass es an der inhaltlichen Bestimmtheit fehlt.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1. Sachverhalt: Fehler bei Mahlzeiten und Arbeitnehmerüberlassung 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Entscheidungsfall stellte der Arbeitgeber nachträglich fest, dass zum einen die Gestellung von Mahlzeiten an das Personal lohnsteuerlich unzutreffend erfasst wurde und zum anderen einige Leiharbeitnehmer lohnsteuerlich gar nicht geführt worden waren. Daraufhin wandte sich der Arbeitgeber schriftlich an das zuständige Finanzamt und informierte dieses über die Geschehnisse. Für die nichterfassten Mahlzeiten an die Belegschaft errechnete der Arbeitgeber nachzuentrichtende pauschalierte Lohnsteuer und für die unterlassene lohnsteuerliche Führung der Leiharbeitnehmer ermittelte der Arbeitgeber eine Haftungssumme. Die errechneten Beträge wurden sodann an die Finanzkasse überwiesen. Eine Anmeldung der vorgenannten Beträge nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz unterblieb indes.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Nachgang zu diesem Schreiben wurde das Finanzamt aktiv und erließ gegenüber dem Arbeitgeber einen als „Haftungsbescheid“ überschriebenen Bescheid, in dem das Finanzamt weiter ausführte, dass der Arbeitgeber nach § 42d EStG für die nachstehend unter „H“ aufgeführten Beträge hafte und dass die geschuldeten Beträge nach den §§ 37a, 37b, 40, 40a und 40b EStG ebenfalls in den nachstehend unter „H“ aufgeführten Beträgen zu finden seien. Wegen der Sachverhalte und der Berechnungsgrundlagen wurde auf das vorherige Schreiben des Arbeitgebers an das Finanzamt verwiesen. Zudem wurden die bereits getätigten Zahlungen auf die Festsetzungsbeträge umgebucht. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein gegen den Bescheid gerichteter Einspruch hatte keinen Erfolg. Der Arbeitgeber erhob Klage und geriet bald darauf in Insolvenz. Das Finanzgericht gab der gegen den Bescheid gerichteten Klage wiederum vollumfänglich statt, da der „Haftungsbescheid“ inhaltlich nicht hinreichend bestimmt gewesen sei. Das Finanzamt legte dem BFH wiederum dieses Urteil zur Revision vor. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2. Begründung des BFH: Ohne richtiges Verfahren keine Pauschalierung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der BFH gab dem Begehren des Finanzamts wiederum teilweise statt und hob das Urteil des Finanzgerichts bezüglich des Pauschalierungsbescheids auf. Die teilweise Inanspruchnahme durch Haftungsbescheid sei hingegen rechtmäßig erfolgt. Zwar können grundsätzlich auch zwei verschiedene Bescheide in einem Bescheid äußerlich zusammengefasst werden. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass es sich letztlich um zwei verschiedene Bescheide handelt. Für die jeweiligen Bescheide kam es jeweils auf die genauen Voraussetzungen der jeweiligen Lohnsteuer an. Dabei differenzierte der erkennende Senat scharf zwischen pauschalierter Lohnsteuer, die der Arbeitgeber selbst schuldet, und einer vom Arbeitnehmer geschuldeten Lohnsteuer, für die der Arbeitgeber lediglich haftet. Entsprechend kann die pauschalierte Lohnsteuer als eigene Steuerschuld des Arbeitgebers nur im Rahmen eines Festsetzungsbescheids gefordert werden, während die Lohnsteuer, für die der Arbeitgeber lediglich haftet, nur mittels eines Haftungsbescheids verlangt werden kann. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dieser Argumentation folgend galt für den vorliegenden Sachverhalt, dass zwar die Voraussetzung des Haftungsbescheids nach § 42d EStG für die einzubehaltende und abzuführende Lohnsteuer der Leiharbeitnehmer gegeben waren, nicht jedoch die Voraussetzungen für die Festsetzung der pauschalierten Lohnsteuer für die an die Arbeitnehmer gestellten Mahlzeiten. Denn der Arbeitgeber hatte keine pauschalierte Lohnsteuer nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz angemeldet. Nach der Rechtsprechung des BFH kann das Pauschalierungswahlrecht des Arbeitgebers nach § 40 Abs. 2 EStG im Unterschied zur Pauschalierung nach § 40 Abs. 1 EStG aber nur durch Anmeldung der mit einem Pauschsteuersatz erhobenen Lohnsteuer nach Maßgabe des § 41a Abs. 1 Satz 2 EStG ausgeübt werden. Das Schreiben des Arbeitgebers und auch die Überweisung der Lohnsteuer allein waren jedenfalls nicht ausreichend, um das Wahlrecht auszuüben und das Pauschalierungsverfahren formwirksam in Gang zu setzen.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Da die Anmeldung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz vorliegend unterblieb, war der Pauschalierungsbescheid in Ermangelung ordnungsgemäß pauschalierter Lohnsteuer rechtswidrig und somit aufzuheben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III.	Fazit
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Ausübung von Pauschalierungswahlrechten kann sich als sinnvolles Instrument darstellen, um bspw. nachträglich festgestellte Fehler einfach und schnell zu beheben und sich damit Aufwand bei der genauen Ermittlung und Erhebung der Lohnsteuer zu ersparen. Ob diese Möglichkeit – und wenn ja zu welchem Pauschalsteuersatz – besteht und welche verfahrenstechnischen Besonderheiten zu beachten sind, gilt es aber vor der Ausübung genau zu prüfen. Nicht selten finden sich im Lohnsteuerrecht Einschränkungen für die Ausübung des jeweiligen Pauschalierungswahlrechts.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 12 May 2022 08:02:53 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Wirksamkeit der Kündigung eines Wohnungsmietverhältnisses wegen Mietrückständen – Rechts-Tipp Nr. 234</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Wirksamkeit der Kündigung eines Wohnungsmietverhältnisses wegen Mietrückständen bei nachträglichem Ausgleich der Mietrückstände
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie sind Mieter*in oder Vermieter*in einer Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus. Im hier relevanten Fall zahlte eine Mieterin wegen eines Wasserschadens in der Wohnung seit Monaten nur eine geminderte Miete. In einem Monat leistete sie schließlich gar keine Mietzahlung. Daraufhin erklärte die Vermieterin der Mieterin schriftlich die fristlose, hilfsweise die ordentliche Kündigung des Mietverhältnisses wegen Mietzahlungsrückständen. Da die Mieterin nicht auszog, erhob die Vermieterin Räumungs-, Herausgabe- und Zahlungsklage bei Gericht. Kurze Zeit nachdem ihr die Klage schriftlich zugestellt worden war, glich die Mieterin die rückständigen Mietzahlungen gegenüber der Vermieterin vollständig aus und zahlte auch die laufende Miete wieder pünktlich und vollständig. Hiermit verband die Mieterin die Hoffnung, dass die Kündigung der Vermieterin damit rückwirkend unwirksam geworden und sie weiter in der Mietwohnung verbleiben könnte. Zu Recht?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	Gesetzeslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Mietverhältnisse können vom Mieter gemäß § 543 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB 
aus wichtigem Grund außerordentlich fristlos gekündigt werden, wenn der Mieter für zwei aufeinander folgende Termine mit der Entrichtung der Miete oder eines nicht unerheblichen Teils der Miete in Verzug ist oder in einem Zeitraum, der sich über mehr als zwei Termine erstreckt, mit der Entrichtung der Miete in Höhe eines Betrages in Verzug ist, der die Miete für zwei Monate erreicht. Inhaltlich gleichlautende oder ähnliche Regelungen finden sich unmittelbar in vielen Wohnungsmietverträgen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach diesen Kriterien war im Ausgangsfall die Kündigung bei Ausspruch wirksam. Dabei wird hier als gegeben unterstellt, dass die Mietrückstände trotz berechtigter, aber zu hoher mehrmonatiger Minderungen die vorgenannten gesetzlichen Voraussetzungen einer fristlosen Kündigung wegen Mietzahlungsrückständen erfüllt haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Das Gesetz sieht jedoch in der
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            „ergänzenden“
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Bestimmung des § 569 Abs. 3 Nr. 2 BGB 
eine Heilungsvorschrift vor. Nach dieser Vorschrift wird eine zuvor gemäß § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB ausgesprochene Kündigung dann wieder unwirksam, wenn der Vermieter spätestens bis zum Ablauf von 2 Monaten nach Eintritt der Rechtshängigkeit des Räumungsanspruchs hinsichtlich der fälligen Miete nach § 546 a BGB (bei verspäteter Rückgabe) befriedigt wird oder sich eine öffentliche Stelle zur Befriedigung verpflichtet (sog.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            „Schonfristzahlung“
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           ). Diese Heilungsmöglichkeit besteht aber nicht, wenn der Kündigung vor nicht länger als 2 Jahren bereits schon einmal eine solche Heilung durch Schonfristzahlung vorausgegangen ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach diesen Kriterien ist im Ausgangsfall die
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            fristlos
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           erklärte Kündigung durch den nachträglich erfolgten Ausgleich der Mietrückstände rückwirkend unwirksam geworden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Möglicherweise hat im Ausgangsfall aber die
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            hilfsweise
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           ausgesprochene
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            ordentliche
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Kündigung das Mietverhältnis beendet. Gemäß § 573 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB 
kann ein Vermieter
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            ordentlich
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           kündigen, wenn er ein berechtigtes Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses hat, wobei ein berechtigtes Interesse insbesondere dann vorliegt, wenn der Mieter seine vertraglichen Pflichten schuldhaft nicht unerheblich verletzt hat. Die ordentliche Kündigungsfrist beträgt gemäß § 573 c Abs. 1 BGB je nach Mietdauer zwischen 3 bis 9 Monate. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Ausgangsfall hat die Mieterin schuldhaft nicht unerheblich gegen ihre Mietzahlungsverpflichtung verstoßen, so dass bei Ausspruch der Kündigung nicht nur die Voraussetzungen einer
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            fristlosen
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           , sondern auch die einer
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            ordentlichen
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Kündigung zum nächst zulässigen Kündigungstermin vorlagen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit stellt sich im Ausgangsfall die Frage, ob die nachträgliche vollständige Zahlung der Mietrückstände innerhalb der Schonfrist gemäß § 569 Abs. 3 Nr. 2 BGB auch zur Unwirksamkeit der hilfsweise erklärten ordentlichen Kündigung geführt hat?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	Aktuelle Rechtsprechung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Instanzengerichte (z.B. das Landgericht Berlin, Urteil vom 30.03.2020 – 66 S 293/19) hatten in letzter Zeit die Frage, ob sich die Wirkung einer rechtzeitigen und vollständigen Schonfristzahlung i.S.d. § 569 Abs. 3 Nr. 2 BGB nicht nur auf eine
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            fristlose
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Kündigung, sondern auch auf eine hilfsweise erklärte
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            ordentliche
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Kündigung erstreckt, aus verschiedenen Gründen bejaht. Dafür sprächen u.a. die gesetzlichen Regelungen zum Bezug von Sozialleistungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Dem ist der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 13.10.2021 – VIII ZR 91/20 – unter Verweis auf seine frühere Rechtsprechung entgegengetreten und hat entschieden, dass sich die Wirkung einer rechtzeitigen und vollständigen Schonfristzahlung i.S.d. § 569 Abs. 3 Nr. 2 BGB allein 
auf die
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            fristlose
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Kündigung erstreckt, nicht jedoch auf eine aufgrund desselben Mietrückstands hilfsweise ausgesprochene
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            ordentliche
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Kündigung i.S.d. § 573 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Begründet hat der BGH seine Entscheidung im Wesentlichen damit, dass der Gesetzgeber die Möglichkeit der Heilung durch nachträgliche Zahlung der Mietrückstände durch den Mieter nach dem Wortlaut des Gesetzes nur für den Fall der
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            fristlosen
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Kündigung gemäß § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB vorgesehen hat und nicht auch für die
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            ordentliche
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Kündigung gemäß § 573 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB. Der Wortlaut eines Gesetzes bilde den Ausgangspunkt jeder Gesetzesauslegung. Der mögliche Wortsinn stecke die Grenzen ab, innerhalb derer ein vom Gesetz verwendeter Begriff überhaupt ausgelegt werden könne. Eine Änderung dieser Gesetzeslage könne nur durch den Gesetzgeber selbst erfolgen. Entsprechende Gesetzesänderungsinitiativen seien im Bundestag jedoch bislang mehrheitlich abgelehnt worden. An diese Umstände sei die Rechtsprechung nach Gesetz und Recht gebunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV.	Fazit und Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der Entscheidung des BGH in seinem Urteil vom 13.10.2021 – VIII ZR 91/20 – ist weiterhin bis zu einer entsprechenden Gesetzesänderung durch den Gesetzgeber davon auszugehen, dass eine nachträgliche vollständige Zahlung offener Mietrückstände innerhalb der Schonfrist gemäß § 569 Abs. 3 Nr. 2 BGB allein eine
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            fristlose
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Kündigung wegen Mietrückständen gemäß § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB unwirksam werden lässt, aber nicht eine aufgrund desselben Mietrückstands zusätzlich hilfsweise ausgesprochene
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            ordentliche
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Kündigung i.S.d. § 573 Abs. 1, Abs. 2 Nr.1 BGB.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dessen sollten Sie sich im Falle einer beabsichtigten oder drohenden Kündigung wegen Mietzahlungsrückständen bewusst sein, egal ob Sie Vermieter*in oder Mieter*in einer Mietwohnung sind. Diese Rechtlage gilt insbesondere auch für Mieter*innen, deren Miete bzw. Mietrückstände (Schonfristzahlungen) zur Vermeidung drohender Wohnungslosigkeit gemäß § 22 Abs. 8 SGB II (Grundsicherung für Arbeitssuchende) oder § 36 SGB XII (Sozialhilfe) von öffentlichen Sozialbehörden übernommen werden könnten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 29 Apr 2022 09:22:15 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/wirksamkeit-der-kuendigung-eines-wohnungsmietverhaeltnisses-wegen-mietrueckstaenden-rechts-tipp-nr-234</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mehr Liquidität durch Ist-Besteuerung bei der Umsatzsteuer – Steuer-Tipp Nr. 348</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/mehr-liquiditaet-durch-ist-besteuerung-bei-der-umsatzsteuer-steuer-tipp-nr-348</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Mehr Liquidität durch Ist-Besteuerung bei der Umsatzsteuer
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie kennen das aus leidiger Erfahrung: Ihr Unternehmen liefert oder erbringt eine Leistung, doch die Bezahlung der Rechnung lässt auf sich warten. Das führt gleich zu einer doppelten Belastung der Liquidität: Ihr Betrieb muss z.B. Gehälter, Miete, Material etc. bezahlen und gleichzeitig die Umsatzsteuer abführen (Soll-Besteuerung). Soll-Besteuerung und Ist-Besteuerung sind Begriffe aus dem Umsatzsteuerrecht, die gerade für Existenzgründer und kleinere Unternehmen von großer Bedeutung sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	Regelfall: Soll-Besteuerung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grundsätzlich gilt gemäß § 16 Umsatzsteuergesetz (UStG) die Soll-Besteuerung nach vereinbarten Entgelten. Bei der Besteuerung nach vereinbarten Entgelten müssen Unternehmer die Umsatzsteuer bereits nach Ablauf des Voranmeldungszeitraumes an das Finanzamt abführen, in dem die Lieferung erbracht oder die sonstige Leistung ausgeführt wurde. Auf den Zeitpunkt der Rechnungsstellung und auf den Zeitpunkt der Begleichung der Rechnung kommt es nicht an. Daher kann es bei der Soll-Besteuerung passieren, dass zwischen Abführung der Steuer und Erhalt des Rechnungsbetrages Monate vergehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	Grundsätzliches zur Ist-Besteuerung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten (Ist-Besteuerung) nach § 20 UStG ist die Umsatzsteuer erst in dem Voranmeldungszeitraum fällig, in dem die Rechnung vom Auftraggeber beglichen wird. Wann der Umsatz ausgeführt wurde, spielt bei dieser Form der Besteuerung keine Rolle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Umsätze müssen (falls das zur besseren Überwachung des Zahlungseingangs nicht ohnehin geschieht) nicht extra als Forderung gebucht werden, sondern nur einmal beim Zahlungseingang.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Ist-Besteuerung kann jederzeit beim Finanzamt beantragt werden. Der Antrag kann bereits durch den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ gestellt werden, aber auch zu einem späteren Zeitpunkt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Antrag ist möglich soweit: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -	ein Unternehmer im vorangegangenen Jahr nicht mehr als € 600.000,00 Gesamtumsatz hatte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -	Umsätze als Angehöriger der freien Berufe (z.B. Architekt, Rechtsanwalt, Krankengymnasten etc.) ausgeführt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -	ein Unternehmer von der Verpflichtung, Bücher zu führen und Jahresabschlüsse zu fertigen, nach § 148 AO befreit ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Antrag auf Ist-Besteuerung ist nicht an den Formen bzw. Fristen gebunden und kann auch konkludent gestellt werden. Der Antrag gilt als gestellt, wenn die Umsätze in der Umsatzsteuererklärung den gem. § 4 Abs. 3 EStG ermittelten Betriebseinnahmen entsprechen. Die Genehmigung seitens des Finanzamtes erfolgt durch die Festsetzung der Umsatzsteuer auf der Grundlage der vereinnahmten Entgelte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              IV.	Vorsteuerabzug
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unabhängig von der Soll- bzw. Ist-Besteuerung kann der Steuerpflichtige die Vorsteuer geltend machen, sobald er eine Leistung für sein Unternehmen erhalten hat und im Besitz einer ordnungsgemäßen Rechnung ist. Auf den Zeitpunkt der Bezahlung der Rechnung kommt es nicht an. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Soweit der Leistende Ist-Versteuerer ist, verstößt diese Auffassung gegen Unionsrecht. Unionsrechtlich hat der Vorsteuerabzug mit Zahlung zu erfolgen (Grundstücksgemeinschaft Kollaustraße 136, EuGH, Urt. v. 10.02.2022).  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dafür muss für den Leistungsempfänger erkennbar sein, dass der leistende Unternehmer seine Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten berechnet. Andernfalls wäre dem Leistungsempfänger ein Rückschluss auf den zutreffenden Zeitpunkt für den Vorsteuerabzug nicht möglich. Bis zu einer Änderung des Gesetzes oder der Finanzverwaltungsauffassung können Unternehmer jedoch auf die bisherige Regelung des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses vertrauen. Der durch den Vorfinanzierungseffekt unternehmerfreundliche Vorsteuerabzug mit Leistungsführung wäre also zunächst noch möglich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V.	Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Kleinunternehmer und Existenzgründer ergeben sich aus der Wahl der Ist-Versteuerung vor allem zwei Vorteile:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -	bessere Liquidität
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            -	einfachere Buchhaltung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es kann nicht passieren, dass das Finanzamt Geld fordert, welches noch nicht eingenommen wurde. Für viele Kleinunternehmer, Selbstständige und Gründer ist das aufgrund der oft schlechten Zahlungsmoral ein Problem und ein häufiger Grund für finanzielle Engpässe. Damit flexibler agiert werden kann, sollte die Möglichkeit der Ist-Besteuerung geprüft werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Falls Sie Fragen zu den Regelungen hinsichtlich der Soll-/Ist-Besteuerung haben, beantworten wir diese gerne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 29 Apr 2022 09:22:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/mehr-liquiditaet-durch-ist-besteuerung-bei-der-umsatzsteuer-steuer-tipp-nr-348</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Finanzgericht München urteilt zu Steuerschulden und Sanierungskosten als Nachlassverbindlichkeiten – Special Nr. 356</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/finanzgericht-muenchen-urteilt-zu-steuerschulden-und-sanierungskosten-als-nachlassverbindlichkeiten-special-nr-356</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Finanzgericht München urteilt zu Steuerschulden und Sanierungskosten als Nachlassverbindlichkeiten 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Finanzgerichte (FG) haben sich in letzter Zeit vermehrt mit der Frage beschäftigen müssen, welche Kostenpositionen der Erben abzugsfähige Nachlassverbindlichkeiten darstellen. Dabei zeichnet sich insbesondere beim FG München die Tendenz ab, die Voraussetzungen für das Vorliegen von Nachlassverbindlichkeiten eng auszulegen. Nachfolgend sollen zwei aktuelle Urteile des FG München kurz erläutert werden. In beiden Fällen haben die Kläger allerdings Revision eingelegt, sodass abzuwarten bleibt, inwiefern der Bundesfinanzhof (BFH) die Urteile stützen wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              I.	Hintergrund: Berücksichtigung von Nachlassverbindlichkeiten
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sind die erbschaftsteuerlichen Freibeträge ausgeschöpft, so haben die Erben die Bereicherung durch den Erbanfall zu versteuern. Die steuerpflichtige Erwerbssumme kann jedoch durch verschiedene Faktoren verringert werden. Typische Kosten, die abzugsfähig sind und damit die Erwerbssumme mindern, sind etwa Beerdigungs- oder Grabpflegekosten. Ein weiterer Abzugsposten sind Verbindlichkeiten, die der Erbe aufgrund des Nachlasses zu erfüllen hat: N
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           ach § 10 Abs. 5 Nr. 1 ErbStG sind die vom Erblasser herrührenden Schulden grundsätzlich bei der Wertermittlung des Nachlasses abzugsfähig. Dies gilt zumindest dann, wenn diese Schulden nicht bereits anderweitig, typischerweise im Rahmen der Bewertung eines zur Erbschaft gehörenden Gewerbebetriebs oder Anteils hieran, berücksichtigt worden sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daneben finden sich in § 10 Abs. 5 Nr.  2 und Nr. 3 ErbStG weitere mögliche Abzugsposten. Dazu gehören unter anderem Verbindlichkeiten aus Vermächtnissen, Auflagen oder geltend gemachten Pflichtteilen sowie beispielsweise die Kosten für die Bestattung des Erblassers, ein angemessenes Grabdenkmal oder die übliche Grabpflege. Daneben sind auch Kosten, die dem Erwerber unmittelbar im Zusammenhang mit der Abwicklung, Regelung oder Verteilung des Nachlasses oder mit der Erlangung des Erwerbs entstehen, als Nachlassverbindlichkeiten abziehbar. Die Kosten, die für die Verwaltung des Nachlasses anfallen, gehören jedoch nicht dazu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Regelung kann einen erheblichen Einfluss auf die Höhe der Erwerbssumme haben und hat entsprechend hohe praktische Bedeutung. Zur Frage, was noch als berücksichtigungsfähige Nachlassverbindlichkeit nach § 10 Abs. 5 ErbStG anzusehen ist, gibt es bereits eine Reihe von Urteilen. Die nachfolgend erläuterten Urteile konkretisieren den Begriff der Nachlassverbindlichkeiten im Zusammenhang mit etwaigen Steuerschulden des Erblassers und erstatteten Gebäudesanierungsmaßnahmen bei Vermächtnisempfängern. Letztlich wird aber der BFH zu prüfen haben, ob die beiden Entscheidungen Bestand haben werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	Keine Abzugsfähigkeit von Einkommensteuerschulden infolge einer von den Erben erklärten Betriebsaufgabe
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das FG München entschied mit Urteil vom 16.09.2020, Az. 4 K 2701/19, über die Frage, ob die Einkommensteuer, welche auf den Gewinn einer von den Erben für den Betrieb des Erblassers erklärten Betriebsaufgabe entfällt, als abzugsfähige Nachlassverbindlichkeit nach § 10 Abs. 5 Nr. 1 ErbStG anzusehen ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Erben hatten die Aufgabe des landwirtschaftlichen Betriebs des Erblassers erklärt und hierdurch einen Aufgabegewinn von ca. 2 Mio. Euro erwirtschaftet, auf den fast eine halbe Million Euro Einkommensteuer entfiel. Daneben war auf den laufenden Betrieb im Veranlagungsjahr des Todes des Erblassers weitere Einkommensteuer zu entrichten. Das Finanzamt erkannte die Einkommensteuer auf die laufenden Betriebseinnahmen als Schulden, die vom Erblasser herrühren, und damit als abzugsfähige Nachlassverbindlichkeit an, versagte aber den Abzug hinsichtlich der Einkommensteuer auf den Betriebsaufgabegewinn. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das FG München entschied, dass die Einkommensteuer, die auf den Gewinn aus der von den Erben erklärten Betriebsaufgabe entfällt, keine abzugsfähige Nachlassverbindlichkeit darstellt. Schließlich gelten als abzugsfähige Nachlassverbindlichkeit lediglich die vom Erblasser herrührenden Schulden, d.h. solche, die entweder zu seinen Lebzeiten entstanden sind oder zu denen der Erblasser zu Lebzeiten die Grundlage geschaffen hat, die aber erst nach dem Erbfall entstanden sind. Im Gegensatz zu zivilrechtlichen Schulden werden unter den Steuerschulden nur solche Verbindlichkeiten des Erblassers verstanden, die ihn zu Lebzeiten bereits wirtschaftlich belastet haben. Hierbei bedarf es für eine wirtschaftliche Belastung nicht erst eines festsetzenden Bescheids vor dem Erbanfall. Vielmehr ist nach § 10 Abs. 5 Nr. 1 ErbStG maßgeblich, dass der Erblasser die Steuerverbindlichkeit durch die Verwirklichung von Steuertatbeständen begründet hat und diese somit bei Ablauf des Todesjahres entstanden wären. Vorliegend sah das FG die Erklärung der Betriebsaufgabe als maßgebliche Realisierung des Steuertatbestandes an. Diese Erklärung wurde erst von den Erben nach dem Tod des Erblassers abgegeben, sodass es ohne die Erfüllung des Steuertatbestandes durch den Erblasser an einer wirtschaftlichen Belastung fehlte. Eine etwaige doppelte einkommen- und erbschaftsteuerliche Belastung der Erben sei in einem solchen Fall hinzunehmen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Gesetzgeber hat zur Neutralisierung einer solchen Doppelbelastung mit Erbschaft- und Einkommensteuer grundsätzlich die Steuerermäßigung nach § 35b EStG vorgesehen. Diese Ermäßigung wird im Rahmen der Einkommensteuerermittlung auf Antrag des Steuerpflichtigen hin gewährt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Die Revision vor dem BFH ist unter dem Aktenzeichen II R 3/21 anhängig, nachdem die Kläger erfolgreich eine Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt hatten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	Sanierungskosten für Vermächtnisempfänger nur im Einzelfall abzugsfähig
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einem weiteren Fall hatte sich das Gericht mit Urteil vom 20.01.2021, Az. 4 K 1586/19, neben verfahrensrechtlichen Themen mit der Frage zu befassen, ob die Kosten für die Sanierung einer Eigentumswohnung, die Gegenstand eines Vermächtnisses war, als Nachlassverbindlichkeiten abzugsfähig sind. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Erblasserin hatte einerseits eine Erbin bestimmt und andererseits der Tochter der Erbin eine Eigentumswohnung vermacht. Diese war indes stark sanierungsbedürftig, noch zu Lebzeiten beauftragte die Erblasserin daher Sanierungsarbeiten, die aber erst nach ihrem Tode ausgeführt werden konnten. Nach Verrichtung dieser Arbeiten beglich die Erbin die Forderungen, obwohl nicht sie selbst, sondern ihre Tochter Vermächtnisnehmerin und mithin Eigentümerin der Eigentumswohnung geworden war. Letztere erstattete dann wiederum ihrer Mutter, der Erbin, die Sanierungskosten und strebte daraufhin eine vollumfängliche steuermindernde Berücksichtigung der erstatteten Kosten im Rahmen der Wertermittlung ihres Vermächtnisses an. Immerhin handele es sich, so ihre Auffassung, um Werkleistungen, die die Erblasserin selbst noch in Auftrag gegeben hatte und mithin um Erblasserschulden. Das Finanzamt verweigerte die Anerkennung als abzugsfähige Nachlassverbindlichkeit. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Keine Abzugsfähigkeit nach § 10 Abs. 5 Nr. 1 ErbStG als Erblasserschulden
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das FG entschied, dass der Abzug der Sanierungskosten als Nachlassverbindlichkeit im vorliegenden Fall ausscheidet. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 10 Abs. 5 Nr. 1 ErbStG müssen die Schulden tatsächlich von der Erblasserin herrühren. Unter den Begriff der Erblasserschulden können grundsätzlich auch schwebende Rechtsbeziehungen fallen, denn die Ansprüche der Gläubiger der Erblasserin müssen für ihre Anerkennungsfähigkeit noch nicht voll wirksam entstanden sein. So können beispielsweise auch Werklohnansprüche vom Erblasser herrührende Schulden sein, wenn der Erblasser vor Abnahme des Werkes als fälligkeitsauslösendes Ereignis stirbt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vorliegend stellte sich die tatsächliche Situation jedoch schwieriger dar, da statt der Vermächtnisnehmerin und Eigentümerin des Sanierungsobjekts, die Erbin als zivilrechtliche Schuldnerin für die Sanierungskosten nach § 1967 BGB haftete. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass die Sanierungsaufwendungen schließlich der Vermächtnisnehmerin zugutekamen. Etwas anderes, so das FG in seiner Begründung, komme allerdings in Betracht, wenn die Erblasserin die testamentarische Anordnung getroffen hätte, die Sanierungskosten der Vermächtnisempfängerin aufzuerlegen, woran es aber im Entscheidungsfall fehlte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Keine Abzugsfähigkeit nach § 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG als Erbfallkosten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch eine wertmindernde Berücksichtigung nach § 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG komme nicht in Betracht. Schließlich sind die Sanierungskosten nicht mehr von den Kosten, die dem Erwerber unmittelbar im Zusammenhang mit der Abwicklung, Regelung, Verteilung oder mit der Erlangung des Erwerbers entstehen, umfasst. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zahlung des streitigen Kostenbetrages durch die Vermächtnisnehmerin an die Erbin ist nicht zwingend durch den Erbfall verursacht worden (z.B. durch einen gesetzlichen Anspruch), sondern beruhte auf einer freiwilligen vertraglichen Vereinbarung. Das FG prüfte in dieser Hinsicht verschiedene potentielle gesetzliche Erstattungsansprüche der Erbin gegen die Vermächtnisnehmerin. Beispielsweise bestand kein Anspruch der Erbin gegen die Vermächtnisnehmerin auf Erstattung von Verwendungen und Aufwendungen gemäß § 2185 BGB, weil die Begleichung der Reparaturleistungen keine freiwillige Verwendung war, sondern eine bestehende Verpflichtung, die die Erblasserin mit dem jeweiligen Werkunternehmer vereinbart hatte. Auch auf anderen gesetzlichen Grundlagen hätte die Erbin keine Erstattung verlangen dürfen. Daher entstanden die Kosten nur gelegentlich des erbschaftsteuerrechtlichen Erwerbs und stellen keine abzugsfähigen Erbfallkosten dar. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch hier bleibt abzuwarten, ob dieses Urteil Bestand haben wird. Das FG ließ wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Frage, wie der Begriff der Erbfallkosten auszulegen ist, die Revision zu. Derzeit ist das Verfahren unter dem Aktenzeichen II R 4/21 beim Revisionsgericht anhängig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV.	Fazit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Obwohl das FG München in den vorliegenden zwei Entscheidungen zu dem Ergebnis kommt, dass die in Rede stehenden Positionen keine abzugsfähigen Kosten darstellen, ist das letzte Wort noch längst nicht gesprochen. Die Steuerpflichtigen dürfen somit weiterhin auf ein Urteil zu ihren Gunsten hoffen. Zum einen darf nicht vergessen werden, dass stets die Umstände des Einzelfalls entscheidend sind, weshalb sich die beiden hier erörterten Urteile nicht verallgemeinern lassen. Der beste Weg, die steuerlichen Auswirkungen einer Erbschaft zu kalkulieren, ist die Vermögensnachfolge bereits zu Lebzeiten zu regeln und in diesem Zusammenhang schon frühzeitig Planungen für Vermögensübertragungen anzustellen. Denn dann lassen sich auch in steuerlicher Hinsicht unerwünschte Folgen bereits im Vorfeld minimieren oder sogar gänzlich ausschließen. Zum anderen wurde in beiden Fällen Revision eingelegt, sodass für die Steuerpflichtigen die Aussicht besteht, dass die strengen Vorgaben des FG München vom BFH korrigiert werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 29 Apr 2022 09:22:09 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Die elektronische Signatur im Arbeitsrecht: rechtliches Risiko oder Ersatz der handschriftlichen Unterschrift?</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/die-elektronische-signatur-im-arbeitsrecht-rechtliches-risiko-oder-ersatz-der-handschriftlichen-unterschrift</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Die elektronische Signatur im Arbeitsrecht: 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            rechtliches Risiko oder Ersatz der handschriftlichen Unterschrift?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             I.	Einleitung
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vor dem Hintergrund der allseits fortschreitenden Digitalisierung wird die elektronische Signatur zurzeit rechtlich kontrovers diskutiert. Aktuell ist deren Einsatz noch mit erheblichen Risiken behaftet. Dies wurde durch die Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin vom 28.09.2021 verdeutlicht, die kürzlich vom Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg bestätigt wurde. Das Gericht beschäftigte sich mit der Frage, ob der streitgegenständliche Arbeitsvertrag wirksam befristet worden war. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Klägerin war über einen längeren Zeitraum für ein Leiharbeitsunternehmen tätig, welches mit ihr mehr als 20 befristete Arbeitsverträge abgeschlossen hatte. Diese waren jeweils auf nur wenige Tage befristet und mittels eingescannter Unterschrift des Geschäftsführers der Beklagten „unterzeichnet“. Die Klägerin erhob schließlich Klage mit dem Ziel, die Befristung des zuletzt abgeschlossenen Vertrags wegen fehlender Einhaltung des Schriftformerfordernisses für unwirksam erklären zu lassen. Nachdem sich das Arbeitsgericht Berlin der Argumentation der Klägerin angeschlossen und den Fortbestand des Arbeitsverhältnisses auf unbestimmte Zeit festgestellt hatte, rief der Beklagte die Berufungsinstanz an, das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg (LAG). Doch auch hier unterlag der Beklagte: Die Entscheidung des LAG vom 16.03.2022, die bisher nur als Pressemitteilung vorliegt, fiel zugunsten der Klägerin aus.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II.	Die Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das LAG verweist darauf, dass die zwischen den Parteien vereinbarte Befristung aufgrund der eingescannten Unterschrift des Geschäftsführers der Beklagten gegen das Schriftformerfordernis aus § 14 Abs. 4 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG) verstoße. Zur Wahrung der gem. § 14 Abs. 4 TzBfG erforderlichen Schriftform (§ 126 BGB) sei eine eigenhändige Unterschrift oder zumindest eine qualifizierte elektronische Signatur beider Vertragsparteien erforderlich. Letzteres ist allerdings in der Literatur nicht unumstritten. Teilweise wird unter Bezug auf die Entstehungsgeschichte des Gesetzes und auf die Gesetzesbegründung die Auffassung vertreten, die elektronische Form sei unzulässig.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Scan einer Unterschrift, wie er im entschiedenen Fall vorlag, erfüllte jedoch unstreitig weder die die Voraussetzungen der Schriftform noch die Voraussetzungen einer qualifizierten elektronischen Signatur. Bei einer mechanischen Vervielfältigung der Unterschrift, auch durch datenmäßige Vervielfältigung durch Computereinblendung in Form eines Scans, liege keine Eigenhändigkeit vor. Den Anforderungen an eine qualifizierte elektronische Signatur genüge ein Scan ebenfalls nicht, so das LAG.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III.	Die elektronische Signatur
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Ausführungen des LAG legen nahe, dass die digitale Unterschrift im entschiedenen Fall zwar unwirksam war, aber dass grundsätzlich die Möglichkeit einer digitalen Unterzeichnung besteht. Wie also können Arbeitsverträge wirksam und dennoch digital, bzw. elektronisch unterzeichnet werden? 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zunächst ist zwischen der (einfachen) elektronischen Signatur, der fortgeschrittenen elektronischen Signatur und der qualifizierten elektronischen Signatur zu unterscheiden. Alle drei Formen der elektronischen Signatur sind samt ihren Voraussetzungen in der am 23. 04. 2014 in Kraft getretenen europäischen eIDAS-Verordnung Nr. 910/2014 (eIDAS-VO) geregelt. „eIDAS“ steht dabei für „electronic IDentification, Authentication and trust Services“.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              1.	Die (einfache) elektronische Signatur
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hierunter sind Daten in elektronischer Form zu verstehen, die anderen elektronischen Daten beigefügt oder logisch mit ihnen verbunden werden und die der Unterzeichner zum Unterzeichnen verwendet (Art. 3 Nr. 10 eIDAS-VO). Es handelt sich hierbei um die unkomplizierteste Form einer elektronischen Signatur. Von der Regelung umfasst sind beispielsweise die eingescannte Unterschrift oder der Namenszug unter einer E-Mail. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Die fortgeschrittene elektronische Signatur
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die fortgeschrittene elektronische Signatur ist hingegen dadurch gekennzeichnet, dass sie eindeutig dem Unterzeichner zugeordnet werden kann und dessen Identifizierung ermöglicht. Das bedeutet, dass sie gemäß Art. 3 Nr. 11 eIDAS-VO den Anforderungen des Artikels 26 der eIDAS-VO entsprechen muss. Anders als bei der einfachen elektronischen Signatur ist eine zusätzliche Authentifizierung erforderlich, die beispielsweise durch Eingabe eines zuvor an den Unterzeichner per SMS versandten PIN-Codes erfolgen kann.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3.	Die qualifizierte elektronische Signatur
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Den höchsten Sicherheitsstandard bietet die qualifizierte elektronische Signatur. Nur bei dieser Form der elektronischen Signatur wird die Identität des Unterzeichners, der sich aus dem unterzeichneten Dokument ergibt, überprüft. Gemäß Art. 3 Nr. 12, 15 und 23 eIDAS-VO liegt eine qualifizierte elektronische Signatur dann vor, wenn eine fortgeschrittene elektronische Signatur zusätzlich von einer qualifizierten elektronischen Signaturerstellungseinheit erstellt wurde, welche auf einem qualifizierten Zertifikat für elektronische Signaturen beruht. Art. 25 Abs. 2 eIDAS-VO legt fest, dass der qualifizierten elektronischen Signatur die gleiche Rechtswirkung zukommt wie einer handschriftlichen Unterschrift.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV.	Bedeutung für das Arbeitsrecht
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Prinzipiell kommen elektronische Signaturen im Arbeitsrecht an verschiedenen Stellen in Betracht. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Arbeitsvertrag
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Arbeitsverträge sind zwar grundsätzlich formfrei möglich und könnten folglich theoretisch durch Unterzeichnung mittels einfacher, fortgeschrittener oder qualifizierter elektronischer Signatur geschlossen werden. Dennoch kommt letztlich, wenn überhaupt, nur die Unterzeichnung durch qualifizierte elektronische Signatur in Betracht. § 2 Nachweisgesetz (NachwG) erfordert nämlich die schriftliche Niederlegung, Unterzeichnung und Aushändigung der wesentlichen Vertragsbedingungen. Zwar kommt der Arbeitsvertrag zum Schutz des Arbeitnehmers auch dann zustande, wenn die Regelungen des NachwG nicht beachtet werden. Aus Arbeitgebersicht drohen aber für den Fall eines Rechtsstreits erhebliche Nachteile bei der Beweisführung. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie oben bereits erwähnt wurde, ist bei befristeten Verträgen derzeit noch umstritten, ob eine qualifizierte elektronische Signatur für eine wirksame Befristungsabrede genügt. Eine höchstrichterliche Entscheidung steht noch aus, so dass aus Vorsichtsgründen jedenfalls befristete Verträge auf alle Fälle handschriftlich unterzeichnet werden sollten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Kündigung und Zeugnis
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sowohl für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses mittels Kündigung oder Auflösungsvertrags, als auch für das Arbeitszeugnis ist die elektronische Form ausdrücklich ausgeschlossen. Notwendig ist eine physische Urkunde, die handschriftlich unterzeichnet ist. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die entsprechende Regelung für die Kündigung findet sich in § 623 BGB. Dort heißt es wörtlich:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             „Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigung oder Auflösungsvertrag bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform; die elektronische Form ist ausgeschlossen.“
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Achtung: Soweit für die Kündigung eine Vollmacht erforderlich ist, ist eine ausdrückliche Kündigungsvollmacht notwendig, die ebenfalls im Original und handschriftlich unterzeichnet vorzulegen ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch das Arbeitszeugnis muss gem. § 630 BGB schriftlich auf Papier ausgefertigt und eigenhändig unterschrieben werden. Durch ein mit qualifizierter elektronischer Signatur versehenes Arbeitszeugnis wird der Anspruch des Arbeitnehmers auf Zeugniserteilung also nicht erfüllt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             V.	Fazit und Praxisempfehlung
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung zeichnen sich auch im Arbeitsrecht immer mehr Veränderungen ab. Dabei wird insbesondere die elektronische Signatur – egal in welcher Form – wohl noch lange ein umstrittenes Thema bleiben. Die zahlreichen Fragen rund um dieses Thema werden die Rechtsprechung auf absehbare Zeit beschäftigen und herausfordern, bis letztinstanzliche Urteile getroffen werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zum jetzigen Zeitpunkt sollte aus Gründen der Rechtssicherheit und zur Vermeidung von Beweisschwierigkeiten   trotz des nachvollziehbaren Bedürfnisses nach Vereinfachung und Digitalisierung   in den meisten Fällen des arbeitsrechtlichen Alltags die Schriftform gewählt werden. Es empfiehlt sich daher für Arbeitgeber, ihre digitalen Abläufe im Hinblick auf die dargestellten Formerfordernisse genauestens zu überprüfen und, wenn notwendig, zu verändern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 28 Apr 2022 08:15:29 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Impfpassfälschung und 3G-Konzept: Was Arbeitgeber jetzt beachten müssen</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Impfpassfälschung und 3G-Konzept: 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Was Arbeitgeber jetzt beachten müssen
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
             I. Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor dem Hintergrund der aktuellen Covid-19 Pandemie sind gefälschte Impfausweise immer wieder von besonderer Relevanz – doch ist die Verwendung einer solchen Fälschung im betrieblichen Kontext auch bereits ein ausreichender Kündigungsgrund? Darüber entschied das Arbeitsgericht (ArbG) Düsseldorf in einem Urteil vom 18. Februar 2022. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im November 2021 änderte sich das Infektionsschutzgesetz dahingehend, dass Arbeitnehmer mit physischem Kundenkontakt nur geimpft, genesen oder getestet die Arbeitsstätte betreten durften. Von dieser sogenannten 3G-Regelung war auch der Betrieb der Beklagten betroffen; hierbei handelt es sich um einen Einzelhandel mit Küchen – und Einrichtungsgegenständen, in welchem der Kläger seit mehreren Jahren als Küchenfachberater tätig war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im vorliegenden Fall legte der Kläger der Beklagten im November die Kopie eines gefälschten Impfausweises vor, wonach dieser über einen vollständigen Impfschutz verfügen würde. Bei einer Prüfung der Impfnachweise aller Arbeitnehmer durch den Geschäftsführer der Beklagten fiel der gefälschte Impfpass des Klägers jedoch auf, woraufhin die Beklagte diesem die außerordentliche, fristlose Kündigung und hilfsweise die ordentliche Kündigung erklärte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufgrund dessen reichte der Kläger eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht Düsseldorf ein; die beiden Parteien stritten somit über die Wirksamkeit der vorstehend geschilderten Kündigung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	3G-Regelungen im Betrieb
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Infektionsschutzgesetz änderte sich in der Zwischenzeit – eine verpflichtende 3G-Regelung in Betrieben gibt es seit dem 20. März 2022 nicht mehr   und nach der aktuellen Fassung sind auch viele Maßnahmen wie z.B. die Homeoffice-Pflicht entfallen. Vor diesem Hintergrund können die gerichtlichen Aussagen zur 3G-Regelung nicht ohne weiteres übernommen werden. Vielmehr stehen Arbeitgeber nunmehr vor der Fragestellung, ob sie eine 3G-Regelung in ihrem Betrieb einführen wollen und sodann, ob sie die Arbeitnehmer wirksam dazu anhalten können, einen Nachweis darüber zu erbringen, dass diese geimpft, genesen oder getestet sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Gesetzliche Grundlage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine gesetzliche Grundlage für die 3G-Regelung in Betrieben gibt es seit der Änderung des § 28b IfSG zum 20. März 2022 nicht mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 2 der neuen Corona-Arbeitsschutzverordnung müssen Arbeitgeber jedoch auf Grundlage der §§ 5 und 6 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) eine sogenannte Gefährdungsbeurteilung vornehmen. Innerhalb dieser müssen sie prüfen, ob und welche Maßnahmen erforderlich und geeignet sind, um die Sicherheit und die Gesundheit der Arbeitnehmer zu gewährleisten. Zu den zu prüfenden Maßnahmen zählen eine Masken- oder Homeoffice-Pflicht sowie die Möglichkeit eines wöchentlichen Testangebots für alle Beschäftigten. Eine ausdrückliche oder anderweitig eindeutige Rechtsgrundlage für eine 3G-Regelung innerhalb eines Betriebs oder ein entsprechender Ersatz für §28b IfSG existiert jedoch nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Bleibt die Einführung eines 3G-Modells möglich?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fraglich bleibt somit, ob ein Betrieb auf Grundlage der zuvor genannten Gefährdungsbeurteilung nach der Corona-ArbSchV tägliche Corona-Tests oder die Vorlage eines Genesenen- bzw. Impfnachweises anordnen kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine solche Anordnung ist dann denkbar, wenn dies zur Begrenzung des Infektionsgeschehens im Betrieb für erforderlich gehalten werden kann. Dabei sind vor allem die konkreten Arbeitsbedingungen vor Ort und die einschlägige Branche von besonderer Relevanz. So können Besonderheiten der beispielsweise lebensmittelverarbeitenden Branche im Ergebnis für eine tragfähige Begründung der 3G-Regelung entscheidend sein.   
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinsichtlich der konkreten Durchführung einer etwaigen 3G-Regelung gilt es nunmehr auch die geänderte Rechtslage zu beachten. Eine verpflichtende Vorlage des Nachweises ist mittlerweile nicht mehr möglich; auch zuvor gespeicherte Nachweise der Beschäftigten müssen gelöscht und dürfen nicht länger verwendet werden. Grund dafür ist der zuvor bereits erwähnte Wegfall der Rechtsgrundlage aus § 28b IfSG. Arbeitgebende sind daher auch in datenschutzrechtlicher Hinsicht gut beraten die jeweiligen Konzepte gründlich zu prüfen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Abwägung der vorstehenden Umstände wäre die Einführung bzw. Fortführung einer täglichen Testpflicht grundsätzlich weiterhin denkbar. Diese könnte bei freiwilliger Vorlage eines Genesungs- oder Impfnachweises erlassen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bezüglich einer etwaigen täglichen Testpflicht könnten sich Arbeitgebende prinzipiell auf ihr Direktionsrecht berufen. Dazu müssen Arbeitgebende jedoch eine Interessenabwägung vornehmen und die eigenen Interessen den arbeitnehmerseitigen gegenüberstellen. Im Interesse der Arbeitgebenden liegen regelmäßig der Gesundheitsschutz, die Fürsorgepflicht gegenüber allen Beschäftigten sowie die Aufrechterhaltung des Betriebs. Als entgegenstehende Arbeitnehmerinteressen ließen sich in diesem Fall das Recht auf körperliche Unversehrtheit oder auch das allgemeine Persönlichkeitsrecht anführen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III.	Impfpassfälschung als Kündigungsgrund
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Verwenden eines gefälschten Impfpasses wird erst seit dem 24. November 2021 durch eine Reformierung des § 279 StGB strafrechtlich verfolgt. Zwar kommt es grundsätzlich für die arbeitsrechtliche Würdigung einer Kündigung gerade nicht auf die strafrechtliche Bewertung, sondern maßgeblich auf eine Zerstörung des Vertrauensverhältnisses zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, an. Jedoch liegt ein zerstörtes Vertrauensverhältnis in der Regel vor, wenn die Straftat durch den Arbeitnehmer im Betrieb oder strafbare Handlungen zu Lasten von Kunden begangen worden sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Legt ein Arbeitnehmer also nun einen gefälschten Impfpass bei seinem Arbeitgeber vor, so stellt dies eine strafbare Handlung gemäß § 279 StGB dar, welche das Vertrauensverhältnis zum Arbeitgeber stark erschüttert. Dies begründet sich vor allem auch in den potentiellen Auswirkungen auf die Gesundheit der anderen Beschäftigten. In solch einem Fall liegt regelmäßig ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 I BGB vor, welcher den Arbeitgeber auch zur außerordentlichen, fristlosen Kündigung berechtigt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kläger hatte in diesem konkreten Fall die Kopie des gefälschten Impfpasses allerdings einen Tag vor dem Inkrafttreten der Reformierung des § 279 StGB vorgelegt. Somit hatte er zum damaligen Zeitpunkt keine strafbare Handlung begangen – dennoch lag auch ohne die strafrechtliche Relevanz der Handlung bereits ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 I BGB vor, wie das ArbG Düsseldorf am 18.02.2022 urteilte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV.	Die Entscheidung des Arbeitsgerichts Düsseldorf vom 18.02.2022
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Arbeitsgericht Düsseldorf entschied zugunsten der Beklagten und wies die Kündigungsschutzklage als unbegründet ab. Das Arbeitsverhältnis zwischen den Parteien sei durch die außerordentliche, fristlose Kündigung der Beklagten wirksam zum 30. November 2021 beendet worden. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass die Vorlage der Kopie eines gefälschten Impfausweises durch den Kläger eine schwerwiegende Pflichtverletzung durch diesen darstelle. Zudem habe der Kläger seine arbeitsvertragliche Nebenpflicht zur Rücksichtnahme aus § 241 Abs. 2 BGB verletzt. Außerdem habe er die Nachweispflicht aus § 28b Abs. 1 S. 1 IfSG missachtet und durch seinen fehlenden Impfstatus und die hohe Ansteckungsgefahr mit dem Covid-19-Virus andere Beschäftigte sowie die Kunden des Geschäfts einem erheblichen Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Dadurch liege eine schwerwiegende Pflichtverletzung des Klägers vor, welche eine außerordentliche Kündigung durch die Beklagte rechtfertige.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             V.	Fazit und Praxisempfehlung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Arbeitgeber sind aufgrund der aktuellen Öffnungsbestrebungen im öffentlichen und privaten Leben gehalten, bestehende 3G-Konzepte regelmäßig auf Angemessenheit hin zu überprüfen. Andernfalls kann im Zweifelsfall eine gerichtliche Durchsetzung desselben nicht erwartet werden. Die Fortführung sowie in besonderen Maße die Einführung von 3G-Modellen muss aufgrund der geänderten gesetzlichen Lage das Ergebnis einer aktuellen und fundierten Gefährdungsbeurteilung sein. Dabei sind für die konkreten und mannigfaltigen Einzelfälle gerichtlich abschließende Entscheidungen ausstehend und bedürfen daher einer intensiven rechtlichen wie tatsächlichen Betrachtung. Sofern Arbeitgeber die Notwendigkeit einer 3G-Regelung bejahen, stellen sich sodann Anschlussfragen hinsichtlich der Durchführung von Tests, deren Kosten und arbeitszeitrechtlichen Bewertung sowie des Datenschutzes. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 14 Apr 2022 08:23:08 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Inkongruente Gewinnausschüttung bei GmbH – Rechts-Tipp Nr. 233</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Inkongruente Gewinnausschüttung bei GmbH
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Lange Zeit wurden die steuerlichen Anforderungen an inkongruente Gewinnausschüttungen bei GmbHs in Rechtsprechung und Finanzverwaltung kontrovers diskutiert. Die Finanzverwaltung hatte sich 2013 zwar an die Rechtsprechung des BFH angenähert, wonach bei Vorliegen einer zivilrechtlich wirksamen Gewinnverteilungsabrede 
diese auch für steuerliche Zwecke grundsätzlich anzuerkennen ist. Damit war zwar ein erster Schritt zu Rechtsklarheit und Rechtssicherheit getan, es blieben aber praktische Unsicherheiten insbesondere in Bezug auf die Qualifikation derartiger Gestaltungen als Missbrauch von steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten (§ 42 AO) bestehen. So wird ein Gestaltungsmissbrauch etwa in den Fällen angenommen, in denen für die gewählte disquotale Gewinnverteilungsabrede keine „wirtschaftlich vernünftigen außersteuerlichen Gründe“ vorgetragen werden können. Das Urteil des BFH vom 28.09.2021 (BFH VIII R 24/19, DStR 2022, 140, Vorinstanz FG Niedersachen, Urt. v. 04.07.2019 – 10 K 181/17, DStRE 2019, 1445) bringt nun weiter Licht ins Dunkel und sorgt in erfreulicher Weise für zunehmende Rechtsklarheit und -sicherheit, und dies auch noch auf steuerlich durchaus attraktive Art.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Gesellschaftsrechtliche Grundlagen der Gewinnausschüttung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gesellschafter einer GmbH können gemäß § 29 Abs. 2 GmbHG bzw. nach Maßgabe entsprechender Regelungen im Gesellschaftsvertrag entscheiden, wie sie das in der Gesellschaft erwirtschaftete Ergebnis verwenden wollen. Neben der Thesaurierung, z.B. durch die Einbehaltung der Gewinne und Zuführung in die (allgemeinen) Gewinnrücklagen oder schlicht durch Vortrag des Bilanzgewinns auf neue Rechnung, also ins Folgejahr, können sie auch die Ausschüttung an die Gesellschafter wählen. Für letzteres bedarf es eines Gewinnverwendungsbeschlusses 
der Gesellschafterversammlung mit satzungsgemäßer Mehrheit. Abzugrenzen von der Gewinnausschüttung (als einer Möglichkeit der Gewinnverwendung) ist die Gewinnverteilung, unter welcher der Verteilungsschlüssel zu verstehen ist, der bestimmt, wie der Gewinn unter den Gesellschaftern aufzuteilen ist. Das Gesetz sieht in § 29 Abs. 3 S. 1 GmbHG prinzipiell vor, dass die Verteilung nach dem Verhältnis der Geschäftsanteile erfolgt. Hält danach z.B. Gesellschafter A 45 v.H. der Geschäftsanteile, entfallen auf ihn 45 v.H. des ausgeschütteten Gewinns. § 29 Abs. 3 S. 2 GmbHG lässt aber ausdrücklich auch zu, dass der Gesellschaftsvertrag einen anderen Maßstab für die Gewinnverteilung festsetzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der individuelle Anspruch 
des Gesellschafters auf Gewinnauszahlung ergibt sich insoweit nicht unmittelbar aus seiner Mitgliedschaft (mitgliedschaftliches Gewinnstammrecht) und auch nicht bereits aus dem Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses. Vielmehr kann erst nach Ergehen des Gewinnverwendungsbeschlusses durch die Gesellschafterversammlung dahin, dass der Gewinn ganz oder teilweise ausgeschüttet werden soll, der fällige Ausschüttungsanspruch des einzelnen Gesellschafters geltend gemacht werden (BGHZ 139, 299 (302 f.) = NJW 1998, 3646; ebenso etwa Kersting in Noack/Servatius/Haas (vormals Baumbach/Hueck), GmbHG, 23. Aufl. 2022, § 29 Rn. 49 m.w.N.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	Inkongruente Gewinnausschüttung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gestaltungsmöglichkeiten der Gewinnverwendung sind vielseitig und die hierzu erforderlichen Entscheidungen finden auf mehreren Ebenen statt. Dadurch kann den individuellen – und zum Teil gegenläufigen – wirtschaftlichen und steuerlichen Interessen der Gesellschafter Rechnung getragen werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu unterscheiden ist zwischen der grundsätzlichen Entscheidung über die
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gewinn
            &#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             verwendung
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           , also darüber, ob bzw. inwieweit der Gewinn der GmbH thesauriert oder ausgeschüttet werden soll (§ 29 Abs. 2 GmbHG), und der Entscheidung über die
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gewinn
            &#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             verteilung
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           , also ob der auszuschüttende Gewinn den Gesellschaftern gemäß ihren Geschäftsanteilen zusteht oder ob er anteilsabweichend verteilt wird (§ 29 Abs. 3 GmbHG). Diese beiden Ebenen greifen aber durchaus auch ineinander, da auch so disponiert werden kann, dass der auf einen Gesellschafter anteilig entfallende Anteil am Gewinn ausgeschüttet und der auf den oder die anderen Gesellschafter entfallende Gewinn thesauriert wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf der ersten 
Ebene der Gewinnverwendung kann also entschieden werden, dass nicht eine einheitliche Thesaurierung oder Ausschüttung des Gewinns vorgenommen werden soll, sondern dass der zu verwendende Gewinn zum Teil thesauriert und im Übrigen ausgeschüttet wird. Diese partielle Gewinnthesaurierung kann als inkongruente Gewinnverwendung bzw. -ausschüttung 
erfolgen und dient der Innen- bzw. Selbstfinanzierung der Gesellschaft oder kann z.B. dazu verwendet werden, steuerliche Sondersituationen – z.B. Progressionseffekte – durch Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter und die bewusste Thesaurierung eines auf den Mehrheitsgesellschafter entfallenden Gewinnanteils zu berücksichtigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gesellschaftsrechtlich zulässig ist die inkongruente Gewinnverwendung, da die Verteilungsregelung in § 29 Abs. 3 S. 1 GmbHG – wie die meisten Bestimmungen des GmbHG – dispositiv und einer anderweitigen Regelung im Gesellschaftsvertrag der GmbH zugänglich ist. Eine Abweichung kann mittels verschiedener Instrumente umgesetzt werden. Einerseits kann der Gesellschaftsvertrag 
gemäß § 29 Abs. 3 S. 2 GmbHG die inkongruente Gewinnverteilung ausdrücklich regeln. Der Gestaltungsfreiheit sind in dieser Hinsicht (bis zur Grenze der Sittenwidrigkeit) keine Grenzen gesetzt (Mock in: Michalski/Heidinger/Leible/Schmidt (MHLS), GmbHG, 3. Aufl. 2017, § 29 Rn. 210; Kersting in Noack/Servatius/Haas, GmbHG, 23. Aufl. 2022, § 29 Rn. 35 ff., 52 f.). Andererseits kann eine sog. Öffnungsklausel 
im Gesellschaftsvertrag aufgenommen werden. Danach kann die Gesellschafterversammlung dazu ermächtigt werden, jährlich durch Mehrheitsentscheidung 
eine abweichende Gewinnverteilung zu beschließen (Mock in MHLS, GmbHG, 3. Aufl. 2017, § 29 Rn. 217). Bei Neugründungen ist die Aufnahme solcher Regelungen in die Satzung stets empfehlenswert, während bei nachträglichen Satzungsänderungen eine Einzelfallprüfung unerlässlich ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf der zweiten 
Ebene kann von dem Normalfall der Gewinnverteilung nach dem Verhältnis der Geschäftsanteile abgewichen werden, sog.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            inkongruente Gewinnverteilung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           , § 29 Abs. 3 S. 2 GmbHG. Danach kann beispielsweise einem Minderheitsgesellschafter ein höherer Anteil des Gewinns als ihm eigentlich zustehen würde, zugesprochen und ausgeschüttet werden, wenn dies nach den Bestimmungen der Satzung vorgesehen oder zumindest zulässig ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich kann auf einer dritten 
Ebene auch eine lediglich zeitlich disquotale Gewinnausschüttung 
erfolgen. Das meint den Fall, dass die zunächst nicht ausgeschütteten, also thesaurierten Gewinnanteile in eine
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            personenbezogene
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Gewinnrücklage eingestellt und zeitlich später an die solchermaßen „zeitlich vertrösteten“ Gesellschafter ausgeschüttet werden (sollen). Just einen solchen Fall hatte der BFH in seinem eingangs erwähnten Urteil vom 28.09.2021 (BFH VIII R 24/19, DStR 2022, 140, Vorinstanz FG Niedersachen, Urt. v. 04.07.2019 – 10 K 181/17, DStRE 2019, 1445) zu entscheiden und hat eine solche Beschlussfassung der Gesellschafter ausdrücklich – auch steuerlich – anerkannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III.	Steuerliche Grundlagen zur Gewinnausschüttung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Besteuerung von Gewinnen einer GmbH erfolgt in
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            zweifacher Hinsicht
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           . Zum einen unterliegt der Gewinn der Gesellschaft als zu versteuerndes Einkommen bzw. als Gewerbeertrag der Körperschaft- bzw. der Gewerbesteuer, unabhängig davon, ob die Gewinne einer Ausschüttung zugeführt werden oder eine Thesaurierung stattfindet. Zum anderen sind die beschlossenen und vollzogenen Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter als Bezüge i.S.v. § 20 Abs. 1 Nr. 1 S 1 EStG auf Gesellschafterebene zu versteuern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die ertragsteuerliche Beurteilung inkongruenter Gewinnausschüttungen hat sich im Laufe der Jahre erheblich verändert und wurde kontinuierlich präzisiert. Früher wurden von der Finanzverwaltung inkongruente Gewinnverwendungen nur steuerlich anerkannt, wenn gewichtige (außersteuerliche) Gründe diese rechtfertigten. Eine in diesem Sinne abweichende (inkongruente) Gewinnverteilung sollte danach nur zulässig sein, wenn der bevorzugte Gesellschafter eine „besondere Leistung“ i.S.d. Gesellschaftszwecks erbrachte (vgl. BMF, Schreiben vom 7.12.2000, IV A 2 – S2810 – 4/00, BStBl I 2001, 47) (z.B. unentgeltliche Tätigkeit als Geschäftsführer). Die Finanzverwaltung schloss sich 2013 im Wesentlichen der Rechtsprechung des BFH an (vgl. BFH v. 19.8.1999, I R 77/96, DStR 1999, 1849; BFH v. 27.5.2010, VIII B 146/08; BFH v. 28.6.2006, I R 97/05) und erkannte wie dieser die inkongruente Gewinnverwendung bei Vorliegen einer zivilrechtlich wirksamen Gewinnverteilungsregelung (s.o.) grundsätzlich an. Unklar blieb insoweit allerdings, wann die Grenze zum Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten gemäß § 42 AO überschritten wurde. Das BMF verneinte dies bei Vorliegen von wirtschaftlich vernünftigen außersteuerlichen Gründen für die inkongruente Gewinnausschüttung, die es in der Praxis daher stets möglichst fundiert zu begründen galt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor diesem steuerrechtlichen Hintergrund stellten sich regelmäßig noch zwei besondere Fragen: Erstens, ob die nicht ausgeschütteten Gewinnanteile, die in
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            gesellschafterbezogene
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Gewinnrücklagen eingestellt und nicht tatsächlich ausgeschüttet wurden, unter den Tatbestand des (fiktiven) Zuflusses von Kapitalerträgen 
gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG fallen. Zweitens: Wann in solchen Fällen ein Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten 
gemäß § 42 AO anzunehmen bzw. zu befürchten ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV.	BFH-Urteil v. 28.09.2021 – VIII R 25/19: Kein Zufluss bei gespaltener Gewinnverwendung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Speziell zu diesen beiden letztgenannten Fragen hat sich der BFH im September 2021 (BFH VIII R 24/19, DStR 2022, 140, Vorinstanz FG Niedersachen, Urt. v. 04.07.2019 – 10 K 181/17, DStRE 2019, 1445) in für die Steuerpflichtigen erfreulicher Weise geäußert und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass unter bestimmten Voraussetzungen nicht vom Zufluss von Kapitalerträgen bei gespaltener bzw. inkongruenter Gewinnverwendung auszugehen ist. Besonders begrüßenswert ist in diesem Zusammenhang, dass das oberste deutsche Finanzgericht den zivilrechtlich wirksamen Gesellschafterbeschluss 
über die Einstellung des nicht ausgeschütteten Gewinnanteils in eine
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            gesellschafterbezogene
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           Gewinnrücklage steuerlich anerkennt und darin auch keinen Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten gemäß § 42 AO 
sieht. Letzteres sei ausgeschlossen, da der Zweck der nur partiellen Gewinnthesaurierung in der Innen- bzw. Selbstfinanzierung der GmbH liege und damit auf anzuerkennenden wirtschaftlichen Gründen beruhe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Vorinstanz, das FG Niedersachsen, hatte es bei Einkünften aus Kapitalvermögen i.S.v. § 20 Abs. 1 Nr. 1, § 11 Abs. 1 EStG ausreichen lassen und einen (fiktiven) Zufluss angenommen, falls der Kläger, dessen personenbezogene Gewinnrücklagen Gegenstand des Verfahrens waren, im Zeitpunkt der jeweiligen Beschlussfassung über die fraglichen Beträge
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            verfügen konnte
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           . Dies ergab sich nach dem FG Niedersachsen aus der Stellung des Klägers als Mehrheitsgesellschafter 
der GmbH, aufgrund derer er die Auszahlung aus dem Rücklagenkonto jederzeit hätte herbeiführen können. Somit habe ihm ein konkreter, auszahlbarer Gewinnanspruch zugestanden, ohne 
dass es eines erneuten Beschlusses 
über eine Ausschüttung bedurfte. Darin sei eine zum Zufluss i.S.v. § 11 Abs. 1 EStG führende Verfügung über den Gewinnanteil zu sehen. Infolgedessen war das FG der Ansicht, dass dem Kläger bereits mit dem Beschluss über die Einstellung des auf ihn entfallenden Anteils am Gewinn der GmbH in sein persönliches Rücklagenkonto diese Gewinnanteile zugeflossen seien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BFH hat dies jedoch anders gesehen und stellt ausdrücklich fest, dass darin noch kein Zufluss von Kapitalerträgen i.S.v. § 20 Abs. 1 Nr. 1 S. 1 EStG gesehen werden könne, da der Gesellschafter noch keinen Gewinnanteil beziehe. Der BFH nimmt Bezug auf die gespaltenen (inkongruenten) Gewinnverwendungen und hält sie bei Einhaltung oben genannter zivilrechtlicher Wirksamkeitsvoraussetzungen 
für zulässig:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während die Minderheitsgesellschafter auf Grundlage des Beschlusses über die inkongruente Gewinnverwendung ihren Ausschüttungsanspruch bereits geltend machen können (für diese wurde gerade keine Einstellung in die persönliche Gewinnrücklage, sondern die Ausschüttung der Gewinnanteile an die Gesellschafter beschlossen), ist für die spätere Ausschüttung der zunächst als personenbezogene Gewinnrücklagen eingestellten Gewinnanteile an den Mehrheitsgesellschafter ein
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            weiterer Beschluss notwendig
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           , um auch bei diesem von einem Gewinnausschüttungsanspruch und damit einem Zufluss von Kapitalerträgen gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 1 S. 1, § 11 Abs. 1 S. 1 EStG ausgehen zu können. Auch bei einem beherrschenden Gesellschafter ist davon auszugehen, dass der Beschluss, den auf diesen entfallenden, anteiligen Gewinn im Eigenkapital der Gesellschaft in einer gesellschafterbezogenen Gewinnrücklage zu thesaurieren, zur Folge hat, dass dieser insoweit keinen Gewinnanteil i.S.v. § 20 Abs. 1 Nr. 1 S. 1 EStG bezieht. Es handele sich um eine „lediglich“ in zeitlicher Hinsicht inkongruente Gewinnausschüttung basierend auf einer zivilrechtlich wirksamen und in der Satzung der GmbH ausdrücklich vorgesehenen Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anders als in den schon mehrfach vom BFH entschiedenen Fällen einer lediglich hinausgeschobenen Fälligkeitsbestimmung (Beschlussfassung über die Gewinnausschüttung am Jahresende, Fälligkeit der Gewinnausschüttung z.B. am 30.04. des Folgejahres) kommt es auf eine Zuflussfiktion 
oder eine Zuflussmöglichkeit 
bei ausdrücklicher Einstellung des Gewinnanteils in eine personenbezogene Gewinnrücklage nicht an. Diese Würdigung widerspräche der steuerlich anzuerkennenden, zivilrechtlich wirksamen Beschlussfassung über die gespaltene bzw. inkongruente Gewinnverwendung. Dem Mehrheitsgesellschafter steht in Höhe des dem Rücklagenkonto zugewiesenen Betrages gerade (noch) kein konkreter, auszahlbarer und lediglich hinsichtlich seiner Fälligkeit hinausgeschobener Gewinnanspruch zu; ein solcher entsteht erst durch einen weiteren, auf Ausschüttung gerichteten Gewinnverwendungsbeschluss der Gesellschafterversammlung. Eine (noch nicht fällige) Gewinnauszahlungsforderung hat der Mehrheitsgesellschafter noch nicht erlangt, so dass es auf deren jederzeitige Realisierungsfähigkeit nicht ankommen kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entgegen der Ansicht der Vorinstanz ist es laut BFH trotz der Stellung als Mehrheitsgesellschafter auch nicht sicher, dass dieser die Ausschüttung der in seinem personenbezogenen Gewinnrücklagenkonto thesaurierten Gewinne zu einem späteren Zeitpunkt durchzusetzen vermag. Beispielsweise kann die Realisierung der Ausschüttung im Verlustfall unmöglich werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bilanziell
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           verbleibt es daher beim Ausweis des anteilig auf den Mehrheitsgesellschafter entfallenden, in dessen personenbezogene (Gewinn-)Rücklage eingestellten Gewinnanteils als Eigenkapital (Gewinnrücklage); ein Ausweis als Fremdkapital (Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern) kommt hingegen nicht in Betracht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Konsequenz des Urteils empfiehlt es sich – bei Neugründung stets und bei bereits bestehenden GmbHs abhängig vom Einzelfall durch eine ad hoc zu beschließende Satzungsänderung – zumindest eine entsprechende Öffnungsklausel zur inkongruenten Gewinnausschüttung vorzusehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 31 Mar 2022 12:24:23 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Einsatz von Stiftungen in der Beratungspraxis – Special Nr. 355</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/einsatz-von-stiftungen-in-der-beratungspraxis-special-nr-355</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Einsatz von Stiftungen in der Beratungspraxis
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           In der steuerlichen Beratungspraxis erfahren Stiftungen in jüngerer Vergangenheit erhöhte Aufmerksamkeit. Zurückzuführen ist dies u.a. auf die Erbschaftssteuerreform des Jahres 2016 und den damit einhergegangenen Änderungen bei der Besteuerung der Übertragung unternehmerischen Vermögens (auch Produktivvermögen genannt). Insbesondere hier eröffnen Stiftungen, bspw. im Hinblick auf eine vorweggenommene Erbfolge, mannigfaltige Gestaltungsmöglichkeiten.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Die mit der Stiftungsgründung einhergehende dauerhafte Bindung 
des gestifteten Kapitals ist dabei nicht notwendigerweise als zwingendes Übel zu betrachten. Vielmehr bietet es mitunter sogar Vorteile, die über die eingangs genannten Gestaltungsüberlegungen im Rahmen der Erbschaft- und Schenkungsteuer hinausgehen. Denn durch die dauerhafte Verkapselung kann das in der Stiftung befindliche Vermögen langfristig erhalten, gebündelt und zweckgebunden verwendet werden. Der Verlust des Eigentums schirmt die einer Stiftung gewidmeten Vermögenswerte zudem vor Insolvenzgläubigern des Stifters ab und entzieht sie nach Ablauf entsprechender Fristigkeiten Pflichtteilsansprüchen.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Der Beitrag stellt überblicksartig ausgewählte Einsatzmöglichkeiten 
von Stiftungen in der Strukturierung größerer Vermögen dar. Dabei wird der Fokus im Anschluss an die Darstellung der zivil- und steuerrechtlichen Grundlagen zunächst auf dem Themenbereich „Asset Protection“ 
gelegt. Behandelt wird hierbei u.a., wie eine Stiftung zur Begrenzung haftungsrechtlicher Risiken und zur generationsübergreifenden Sicherung des Familienvermögens einzusetzen ist. Gesondert ins Blickfeld gerückt wird anschließend der Themenbereich der Wohnsitzverlagerung ins Ausland. Hierbei wird aufgezeigt, wie Stiftungen im Rahmen eines Wegzugs 
eines Gesellschafters einer Kapitalgesellschaft ins Ausland unliebsamen steuerlichen Folgen entgegenwirken können. Abschließend werden Aspekte der Erbschaft und Schenkungsteuer 
aufgegriffen und Möglichkeiten der steuerlichen Verschonung im Zusammenhang mit dem Übergang von Betriebsvermögen auf Nachfolger betrachtet.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Grundlagen zur Stiftung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Stiftung ist eine selbstständige juristische Person, welche auf Basis eines Grundstockvermögens einem dauernden Zweck zu dienen bestimmt ist. Sie verfügt, im Vergleich zu einer GmbH, weder über Gesellschafter noch, im Vergleich zu einem Verein, über Mitglieder. Sie gehört sich sozusagen selbst – sie stellt ein rechtlich verselbständigtes Zweckvermögen dar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Stiftung kann sowohl zu Lebzeiten des Stifters als auch von Todes wegen im Rahmen des sog. Stiftungsgeschäfts gegründet werden. In Abhängigkeit vom Stiftungszweck, und damit auch der verfolgten Gestaltungsüberlegungen, kann sie in verschiedenen Formen ausgestaltet werden. Als sog. Beteiligungsträgerstiftung 
hält sie Anteile an einer operativ tätigen Kapitalgesellschaft, insbesondere GmbH oder AG. Als sog. Unternehmensträgerstiftung 
betreibt sie demgegenüber selbst – wie ein Einzelunternehmer – ein Unternehmen. Daneben kann ihr Zweck auch in der Verfolgung kirchlicher, mildtätiger oder gemeinnütziger Zwecke bestehen. Sind solche Zwecke das ausschließliche Ziel des Wirkens der Stiftung, kann sie als gemeinnützige Stiftung umfangreiche steuerliche Vorteile und Steuerbefreiungen für sich in Anspruch nehmen. Ist demgegenüber die Unterstützung und Förderung der Familie des Stifters durch die aus dem Stiftungsvermögen erzielten Erträge das primäre Ziel der Stiftung, so wird von einer sog. Familienstiftung gesprochen, die ebenfalls verschiedene steuerliche Vorteile zu nutzen berechtigt ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verwaltet wird das Vermögen einer Stiftung durch ihre
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Organe
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           . Zwingend vorgeschrieben ist lediglich ein Vorstand 
als eigentliches Vertretungsorgan der Stiftung, der die Geschäfte führt und die Stiftung im Rechtverkehr vertritt. Vorstand kann bspw. der Stifter sein, dessen Amtszeit an dessen Lebemszeit geknüpft werden kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben dem Vorstand können nach näherer Maßgabe der Stiftungssatzung weitere Gremien eingerichtet werden. In Betracht kommt z.B. ein Beirat 
oder
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Stiftungsrat
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           , der dem Stiftungsvorstand beratend zur Seite steht oder auf den zudem bestimmte Aufgaben übertragen werden können, wie die Feststellung des Jahresabschlusses, die Verabschiedung des Haushaltsplanes oder ein Vorschlags- oder auch Entscheidungsrecht zur Verwendung der Stiftungsmittel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Stiftung unterliegt der Stiftungsaufsicht 
durch die Bezirksregierung, in deren Bezirk sie ihren Sitz hat. Aufgabe der Stiftungsaufsicht ist die Überwachung der Einhaltung der Stiftungssatzung, insbesondere des Werterhalts des Stiftungsvermögens und die zweckentsprechende Verwendung der erwirtschafteten Mittel. Bei der Stiftungsaufsicht sind hierzu jährlich eine Vermögensübersicht, die Jahresrechnungen nebst einem Tätigkeitsbericht einzureichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Inland ansässige Stiftungen unterliegen gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 5 KStG der unbeschränkten
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Körperschaftssteuerpflicht
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           . Verfolgen Stiftungen gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke i.S.d. §§ 52 ff. AO sind sie allerdings nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Steuerpflicht befreit. Gleiches gilt für die Zwecke der Gewerbesteuer (§ 3 Nr. 6 GewStG). Ausgenommen hiervon ist allerdings die Unterhaltung eines sog. wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes durch die Stiftung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              II.	Asset Protection
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da eine Stiftung sich selbst gehört und über keine Gesellschafter oder Mitglieder verfügt, die Zugriff auf das in ihr befindliche Vermögen ausüben könnten, bildet sie eine ideale Rechtsform, Vermögen dauerhaft zu bündeln und vor dem Zugriff Außenstehender zu schützen. Mit diesem Befund können zwei Zielrichtungen verfolgt werden:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum einen kann eine Stiftung einer Zersplitterung 
des Vermögens vorbeugen. So wäre eine Atomisierung bspw. dann denkbar, wenn sich Anteile an einem Unternehmen im Zuge von Erbschaften oder Schenkungen zusehends auf mehr Köpfe innerhalb einer Familie verteilten. Gleiches würde gelten, wenn die Eigentumsrechte an Immobilien infolge von Erbschaften mehreren Familienmitgliedern zustünden. Verfolgen die Familienmitglieder gleichgerichtete Interessen, ist die Verteilung des Eigentums auf verschiedene Schultern unschädlich. Soll allerdings dem Risiko vorgebeugt werden, dass künftig Streitigkeiten zwischen Familienmitgliedern oder -stämmen entstehen, die negative Auswirkungen auf das langfristig der Familie zu dienen bestimmte Vermögen hätten, könnte in Erwägung gezogen werden, Unternehmensanteile oder Immobilien auf eine Familienstiftung 
zu übertragen und darin dauerhaft zusammenzufassen. Alleinige Gesellschafterin des Unternehmens und Eigentümerin der Immobilien wäre in diesem Fall die Stiftung, die losgelöst von der Familie agiert oder agieren kann. Eigentumsrechte blieben so in einer Hand und die Handlungsfähigkeit, bspw. des Unternehmens, wäre gesichert. Einer Zerschlagung des Vermögensstamms würde dadurch vorgebeugt werden. Die Mitglieder der Familie könnten als Begünstigte der Stiftung (sog. Destinatäre) über jährliche Geldzuwendungen an den Gewinnen des Unternehmens und der Immobilie weiterhin partizipieren. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum anderen kann die Stiftung als Rechtskleid für Zwecke der Haftungsbegrenzung bzw. -abschottung 
gewählt werden. So können Gläubiger des Stifters nicht auf das in der Stiftung befindliche Vermögen zugreifen. Denn der Stifter verliert durch die Widmung des Vermögens sein Eigentum und seine Verfügungshoheit an den übertragenen Vermögenswerten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu beachten ist aber, dass die Übertragung von Vermögen auf eine Stiftung zwar den Haftungsdurchgriff unterbindet, satzungsmäßig verankerte Destinatärsrechte dagegen grundsätzlich weiterhin pfändbar wären. Für einen weitergehenden Haftungsschutz wäre es daher notwendig, auch diese von einer Pfändung 
auszuschließen. Erforderlich wäre hierzu eine entsprechend lautende Satzungsklausel, nach der die Destinatärsrechte nicht einklagbar bzw. durchsetzbar sind. Denn ein nicht einklagbarer Anspruch kann auch nicht gepfändet werden, wodurch auch zukünftige Erträge des gestifteten Vermögens vor dem Haftungszugriff Dritter sicher wären, solange sie nicht an die Destinatäre ausgeschüttet worden sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der durch die Übertragung von Vermögen auf eine Stiftung beabsichtigte Ausschluss etwaiger Durchgriffsmöglichkeiten der Gläubiger wird allerdings durch die Anfechtungsfristen 
der Insolvenzordnung 
(„InsO“) bzw. des Anfechtungsgesetzes 
(„AnfG“) für unentgeltliche Verfügungen begrenzt. Wird Vermögen auf eine Stiftung übertragen, beträgt die Frist für die Anfechtung des Vermögenstransfers vier Jahre, da eine solche Vermögensübertragung – übrigens auch erbschaft- bzw. schenkungsteuerlich (vgl. unten zu 4.) – als unentgeltliche Verfügung anzusehen ist. Tritt z.B. im dritten Jahr nach einer Stiftungsgründung und deren Ausstattung mit Vermögen der Fall ein, dass über das Vermögen des Stifters das Insolvenzverfahren eröffnet wird, könnte ein Insolvenzverwalter eine zurückliegende Vermögensverschiebung zugunsten der Stiftung anfechten und Herausgabe der übertragenen Vermögenswerte zur Insolvenzmasse verlangen. Insofern ist es ratsam, sich möglichst frühzeitig mit einer haftungsoptimalen Vermögenstrukturierung 
auseinanderzusetzen, denn durch die Anfechtungsrechte nach der InsO bzw. dem AnfG besteht für einen gewissen Zeitraum das Haftungsrisiko fort.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Motiv für die Gründung einer Stiftung kann auch der Ausschluss bzw. die Minimierung etwaiger Pflichtteilsansprüche 
im Erbfall sein. Denn Vermögen, welches der Stiftung gehört, ist dem Pflichtteilsrecht entzogen. Sollen Pflichtteils(ergänzungs)ansprüche in vollem Umfang ausgeschlossen werden, so bedarf es auch insoweit einer längerfristigen Planung. So wird auch jenes Vermögen in die Ermittlung des Pflichtteils (in Gestalt eines sog. Pflichtteilsergänzungsanspruchs bei Schenkungen nach § 2325 BGB) einbezogen, das innerhalb der letzten zehn Jahre vor dem Erbfall, also dem Tod des Stifters, auf eine Stiftung übertragen wurde. Allerdings schmilzt der Betrag, mit dem das auf die Stiftung übertragene Vermögen bei der Pflichtteilsbemessung berücksichtigt wird, mit jedem vollen Jahr seit der Vermögensübertragung um ein Zehntel ab (§ 2325 Abs. 3 Satz 1 BGB). Mit Ablauf von zehn Jahren seit der Dotation der Stiftung sind Pflichtteilsansprüche dann vollständig abgeschmolzen und der Vermögenstransfer bleibt bei der Pflichtteilsbemessung unberücksichtigt (§ 2325 Abs. 3 Satz 2 BGB). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	Ertragsteuerliche Aspekte
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist eine Verlagerung des Wohnsitzes ins Ausland 
geplant, müssen Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft (z.B. einer GmbH oder AG) die sog. Wegzugsbesteuerung 
nach dem Außensteuergesetz (AStG) im Blick haben. Denn § 6 Abs. 1 AStG fingiert bei Vorliegen einer sog. wesentlichen Beteiligung, welche ab einer Beteiligungsquote von mindestens 1,0 v.H., in der Praxis also regelmäßig vorliegt, die Veräußerung sämtlicher Anteile im Zeitpunkt des Wegzugs. Die in den Gesellschaftsanteilen verankerten stillen Reserven werden infolgedessen aufgedeckt und der Besteuerung nach § 17 Abs. 1 EStG unterworfen, (weiterführend zu § 6 AStG auch
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.pelkapartner.de/special-nr-349-reform-der-wegzugsbesteuerung" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            PNHR-Special Nr. 349
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           ), so als wären die Anteile veräußert worden, allerdings ohne dass ein Veräußerungserlös vereinnahmt wird („
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            dry income
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           “). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollen etwa frühzeitig Anteile an einer Kapitalgesellschaft auf Kinder übertragen werden, wären diese insoweit ortsgebunden, als dass eine grundsätzlich auch nur vorübergehende Verlagerung des Wohnsitzes ins Ausland eine Wegzugsbesteuerung auslösen würde. Eine Stiftung kann diesbzgl. als Instrument zum Schutz vor einer unliebsamen Besteuerung bei künftigen Wohnsitzverlagerungen genutzt werden und die Übertragung der Anteile auf eine Familienstiftung ein geeignetes Mittel darstellen, die Kinder einerseits frühzeitig und auf Dauer an den Erträgen partizipieren zu lassen, ohne sie andererseits in ihrer internationalen Mobilität zu beschränken, die in der heutigen schnelllebigen und globalen Wirtschaft natürlich immer wichtiger wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wegzugsbesteuerung wird hierbei vermieden, indem die Anteile in eine in Deutschland ansässige Stiftung eingebracht werden, die dann alleinige Gesellschafterin ist und vom Wegzug der Destinatäre nicht berührt würde. Während die Elterngeneration die Geschäfte der Stiftung als Vorstand leitet, profitieren die Kinder als Destinatäre mittelbar von den Erträgen aus der Unternehmensbeteiligung, ohne der Gefahr einer Wegzugsbesteuerung zu unterliegen. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn die Organe der Stiftung selbst einen Wegzug anstreben. Geht damit die Aufgabe des Verwaltungssitzes im Inland oder die Verlagerung des Orts der Geschäftsleitung ins Ausland einher, droht gemäß § 12 KStG ebenfalls eine Gewinnrealisation, welche dem Entzug des Besteuerungsrechts durch die Abwanderung in einen anderen Staat entgegenwirken soll. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV.	Erbschaft- und schenksteuerliche Aspekte
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Soll produktives Vermögen im Zuge einer vorweggenommenen Vermögensnachfolge auf die nächste Generation übertragen werden, stellt sich insbesondere bei sog.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Großerwerben
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           , bei denen das zu übertragendende Vermögen die Wertgrenze von EUR 26 Mio. überschreitet, die Frage nach etwaigen schenkungsteuerlichen
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Verschonungsmöglichkeiten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           . Denn das Problem besteht oft darin, dass zwar große Vermögenswerte in Form von Beteiligungen übertragen werden, jedoch kein liquides Vermögen vorhanden ist, aus welchem die Steuerschuld beglichen werden kann. So greift bei Großerwerben einerseits die Optionsverschonung nach § 13a Abs. 10 ErbStG nicht mehr, durch die bis zu 100 % des übertragenen Vermögens von der Schenkungsteuer befreit werden können. Andererseits werden auch regelmäßig die persönlichen Freibeträge von TEUR 400 je Kind nicht ausreichen, um die Steuerlast in erträglichen Grenzen zu halten. In einem solchen Fall müsste das geerbte Betriebsvermögen zur Zahlung der Steuer zwangsweise veräußert werden, was erkennbar keinen Sinn macht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufgrund der Sozialgebundenheit von Unternehmen bestehen jedoch auch bei Großerwerben weitergehende Vergünstigungsmöglichkeiten, um den Bestand des Unternehmens zu schützen und insbesondere Arbeitsplätze zu sichern. Überschreitet ein Erwerb den Betrag von EUR 26 Mio. kann vom Erwerber gemäß § 28a ErbStG ein Antrag auf Erlass der Steuer gestellt werden. Dem Erlassantrag 
wird stattgegeben, sofern der Erwerber nachweisen kann, dass die Steuer nicht aus seinem sog. verfügbaren Vermögen beglichen werden kann. Bei der Berechnung des verfügbares Vermögen wird nach § 28a Abs. 2 ErbStG bspw. vorhandenes eigenes Privatvermögen – z.B. Barvermögen, Wertpapiere oder Immobilien – miteinbezogen. Nach dem Willen des Gesetzgebers muss der Steuerpflichtige somit einen Teil seines privaten Vermögens aufwenden, um zumindest einen Teil der entstandenen Steuerlast zu begleichen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da die Erlasswürdigkeit von dem Umfang des verfügbaren Vermögens abhängt, wäre zu überlegen, eine Familienstiftung zu errichten und diese als Erwerberin des produktiven Vermögens einzusetzen. Denn wird dieser im Rahmen des Stiftungsgeschäfts im Zuge der Erstdotation eine Beteiligung an einem Unternehmen übertragen, verfügt die Stiftung im Zuwendungszeitpunkt über kein weiteres Vermögen, welches für die Ermittlung eines verfügbaren Vermögens herangezogen werden könnte. Dem Erlassantrag wäre stattzugeben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu berücksichtigen ist aber, dass jegliche Verschonungsregelungen, auch die des § 28a ErbStG, stets nur das sog. begünstigte (Unternehmens-)Vermögen von einer Besteuerung ausnehmen. Wird im Rahmen des Vermögensübergangs auch sog. nicht begünstigtes Vermögen übertragen, ist dies wiederum zu 50 % als verfügbares Vermögen zu werten. Als nicht begünstigtes Vermögen ist das sog. schädliche Verwaltungsvermögen anzusehen, etwa in einem Betriebsvermögen befindliche Immobilien, die in keinem Zusammenhang mit dem operativen Geschäft des Unternehmens stehen, oder Kunstsammlungen. Auf das nicht begünstigte Vermögen gewährt der Gesetzgeber auch keine Steuerbefreiung, weshalb im Vorfeld einer Schenkung stets zu prüfen ist, inwieweit das in einem Unternehmen befindliche Vermögen bis zum Übertragungszeitpunkt optimiert, d.h. um Verwaltungsvermögen in diesem Sinne bereinigt werden kann, um möglichst umfangreich von den bestehenden Steuerbefreiungen profitieren zu können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Familienstiftungen unterliegen im Fortgang gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG in Zeitabständen von jeweils 30 Jahren der sog.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Erbersatzsteuer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           . Danach wird das Vermögen einer Familienstiftung alle 30 Jahre der sog. Erbschaftsteuer unterworfen. Dabei wird von Gesetzes wegen ein Erbgang auf zwei Kinder fingiert. Der exakt planbare Zeitpunkt der Entstehung der Steuer bietet aber im Voraus wieder entsprechend die Möglichkeit, das Vermögen steueroptimal zu strukturieren und Vergünstigungen für produktives Vermögen in Anspruch zu nehmen sowie Liquidität für die Zahlung der Steuer anzusammeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             V.	Fazit und Ausblick
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist es nicht möglich das Vermögen etwa einer Familie vor Errichtung der Stiftung so zu strukturieren, dass die erbschaftsteuerlichen Vergünstigungen von §§ 13a, 13b ErbStG zur Anwendung kommen können, etwa bei einer Immobiliengesellschaft mit immensem Grundstücksvermögen, so kommt als Lösung zur Minimierung der (Erbschaft-)Steuerlast die sog. Doppelstiftungslösung 
in Betracht. Dabei wird sowohl eine gemeinnützige, 100-%-steuerbegünstigte Stiftung mit einer Familienstiftung kombiniert ins Leben gerufen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Immobiliengesellschaft – egal ob in der Rechtsform einer Personengesellschaft oder einer GmbH – werden vorab die Stimmrechte so verteilt, dass z.B. auf 10 % der Anteile 90 % der Stimmrechte entfallen und auf die verbleibenden 90 % der Anteile lediglich 10 % der Stimmrechte. In einer GmbH lässt sich dies durch Begründung sog. Mehrstimmrechtsanteile 
und Minderstimmrechtsanteile 
vergleichsweise einfach bewerkstelligen; im Rahmen der im GmbH-Recht geltenden Satzungsfreiheit ist dieser Weg rechtssicher begehbar. In der Rechtsform der AG ist der Weg indessen verbaut, weil das AktG Mehrstimmrechtsaktien schon seit 1998 strikt verbietet (§ 12 Abs. 2 AktG). In der Aktiengesellschaft kann lediglich über sog. Vorzugsaktien ohne Stimmrecht vorgegangen werden. Maximal die Hälfte des Grundkapitals und damit der Aktien der Gesellschaft können als stimmrechtslose Vorzugsaktien ausgestaltet werden, die andere Hälfte des Grundkapitals hingegen muss aus Stammaktien mit Stimmrecht bestehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Vermögens- bzw. Unternehmensnachfolge werden dann die Minderstimmrechtsanteile bzw. die Vorzugsaktien ohne Stimmrecht entweder von Todes wegen durch Testament oder Erbvertrag oder bereits zu Lebzeiten des Stifters in eine gemeinnützige Stiftung eingebracht und sind damit für die Familie des Stifters „verloren“, allerdings verbleiben die Mehrstimmrechtsanteile/Stammaktien im Kreise der Familie bzw. werden in eine Familienstiftung eingebracht, über die dann (als
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Beteiligungsträgerstiftung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           ) die Geschicke der Gesellschaft aufgrund der Stimmrechtsmehrheit dauerhaft nach den Vorstellungen der Familie gelenkt werden können. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf diese Weise wird der Einfluss der Familie/Familienstiftung auf das Unternehmen/die Gesellschaft auf Dauer gesichert, ohne dass es zur Zahlung horrender Erbschaftsteuern kommt, weil etwa im o.g. Beispiel nur 10 % des Unternehmenswerts der Erbschaft-/Schenkungsteuer unterworfen werden, während die 90 % Minderstimmrechtsanteile, die in die gemeinnützige Stiftung übertragen werden, vollständig von der Erbschaftsteuer, weil künftig alleine gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienlich, befreit. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbstverständlich kann die Ausgestaltung der Minder- und Mehrstimmrechtsanteile ganz den individuellen Bedürfnissen der betreffenden Familie bzw. des betreffenden Unternehmens angepasst erfolgen. Die Versorgung der Familie ist etwa über Geschäftsführergehälter oder/und Tantieme-Zusagen sicherzustellen, über die satzungsgemäß die Gesellschafterversammlung mit Mehrheit zu befinden hat, und diese Mehrheit steht auf Dauer der Familie zu, die dann obwohl lediglich (im o.g. Beispiel) zu 10 % am Vermögen beteiligt doch erheblich mehr von der Ertragskraft der Gesellschaft profitieren kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist Gegenstand der Doppelstiftungslösung insbesondere
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Immobilienvermögen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           , sollten im Vorfeld notwendigerweise die grunderwerbsteuerlichen Folgen 
der Stiftungsdotation geprüft werden. Denn die Übertragung von Grundvermögen stellt einen grunderwerbsteuerbaren Tatbestand dar, auch bei einer Stiftung als Erwerberin. Etwaige Steuerbefreiungen, z.B. nach § 3 Nr. 2 GrEStG (Grundstückserwerbe, die unter das ErbStG fallen, sei es als Stiftungszuwendung von Todes wegen gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 1 ErbStG, sei es aufgrund des Stiftungsgeschäfts gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 8 ErbStG), können aber dazu führen, dass final dennoch keine Grunderwerbsteuer erhoben wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 31 Mar 2022 12:24:20 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/einsatz-von-stiftungen-in-der-beratungspraxis-special-nr-355</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Berücksichtigung des Arbeitszimmers bei der Ermittlung des Aufgabengewinns – Steuer-Tipp Nr. 347</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/beruecksichtigung-des-arbeitszimmers-bei-der-ermittlung-des-aufgabengewinns-steuer-tipp-nr-347</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Berücksichtigung des Arbeitszimmers
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            bei der Ermittlung des Aufgabengewinns
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Das Arbeitszimmer und die betriebliche Tätigkeit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wird ein häusliches Arbeitszimmer für eine betriebliche Tätigkeit genutzt, können daraus erwachsene Betriebsausgaben nach Maßgabe des § 4 Abs. 5 Nr. 6b EStG steuerlich in Abzug gebracht werden. Als Betriebsausgaben kommen z.B. Energiekosten, Instandhaltungsaufwendungen oder auch Abschreibungen in Betracht. Bildet ein häusliches Arbeitszimmer dabei jedoch nicht den Mittelpunkt der betrieblichen Betätigung, ist die Höhe der abziehbaren Betriebsausgaben, die jährlich im Rahmen einer Gewinnermittlung geltend gemacht werden können, auf 1.250 Euro begrenzt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Davon losgelöst ist die Frage, ob ein häusliches Arbeitszimmer dem steuerlichen Betriebsvermögen der gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit zuzuordnen ist oder sich im (grundsätzlich steuerlich unbeachtlichen) Privatvermögen befindet. Ist ein häusliches Arbeitszimmer einem Betriebsvermögen zugehörig, tritt u.a. die Folge ein, dass im Rahmen einer späteren Veräußerung des Betriebs oder der Aufgabe der betrieblichen Tätigkeit ein auf dieses Arbeitszimmer entfallender Gewinn der Besteuerung zu unterwerfen ist. Eine 10-jährige Spekulationsfrist, wie sie bspw. für im Privatvermögen befindliche Immobilien gilt, greift in diesem Fall nicht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Zuordnung zu einem Betriebsvermögen ergibt sich gedanklich aus dem Umfang der betrieblichen Nutzung. Liegt vereinfacht ausgedrückt eine betriebliche Nutzung von weniger als 10% vor, handelt es sich um Privatvermögen. Zu einer steuerlichen Verhaftung – der sog. „Verstrickung“ – kommt es nicht. Liegt demgegenüber die betriebliche Nutzung zwischen 10% und 50%, liegt sog. gewillkürtes Betriebsvermögen vor. Der Steuerpflichtige hat in diesem Fall die Wahl, das Wirtschaftsgut – hier das Arbeitszimmer – dem Betriebsvermögen zuzuordnen oder es im Privatvermögen zu belassen. Sofern die Nutzung des Arbeitszimmers hingegen zu mehr als 50% eigenbetrieblich erfolgt, ergibt sich zwingend sog. notwendiges Betriebsvermögen. Ist Letzteres der Fall, ist das Arbeitszimmer bilanzsteuerrechtlich zwingend als selbständiges Wirtschaftsgut zu behandeln. Eine Erleichterung ergibt sich allenfalls durch die Bagatellregelung gem. § 8 EStDV, wonach das Arbeitszimmer nicht als Betriebsvermögen behandelt werden muss, wenn der Wert nicht mehr als 20% des gemeinen Werts des Grundstücks und nicht mehr als 20.500 Euro beträgt. Die Ausübung dieses Wahlrechts obliegt dem Steuerpflichtigen selbst. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              II.	BFH-Urteil vom 16.06.2020 – Sachverhalt
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In dem vom BFH zu entscheidenden Fall (BFH, Urteil vom 16.6.2020, VIII R 15/17) musste der Kläger, ein selbstständig und in Nebentätigkeit beratender Ingenieur, im Rahmen der Aufgabe seiner freiberuflichen Tätigkeit den auf das häusliche Arbeitszimmer entfallenden Aufgabegewinn ermitteln. Bei der Berechnung des Aufgabegewinns war der gemeine Wert des Arbeitszimmers (= Verkehrswert) dem Buchwert zum Zeitpunkt der Aufgabe gegenüberzustellen. Hierbei erhöhte der Kläger den anzusetzenden Buchwert um die in der Vergangenheit nicht steuerlich wirksam gewordenen Abschreibungen. Denn aufgrund der Abzugsbeschränkung für Betriebsausgaben i.H.v. 1.250 Euro konnte während seiner freiberuflichen Tätigkeit die Abschreibung aus Sicht des Klägers nicht vollständig zum Abzug gebracht werden. Folglich sei daher auch nach Auffassung des Klägers nur ein um die nicht abzugsfähigen Abschreibungen verringerter Aufgabegewinn anzusetzen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              III.	Urteil
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der BFH kam zu dem Ergebnis, dass die volle Differenz zwischen dem gemeinen Wert eines in einem Betriebsvermögen befindlichen Arbeitszimmers und dessen Buchwert im Rahmen der Aufgabe einer freiberuflichen Tätigkeit der Besteuerung zu unterwerfen ist. Dies gilt auch dann, wenn der Abzug der Aufwendungen, z.B. in Form von Abschreibungen, für das häusliche Arbeitszimmer in früheren Jahren auf 1.250 Euro begrenzt war. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der BFH folgte somit der Argumentation des Klägers nicht. Bei der Ermittlung des Aufgabengewinns kann ein Abzug der Abschreibungen folglich nicht nachgeholt werden. Trotz der Abzugsbeschränkung ist der Buchwert des häuslichen Arbeitszimmers daher so zu ermitteln als wäre die vollständige Abschreibung zum Ansatz gebracht worden. Die sich aus dem Einkommensteuergesetz ergebende Beschränkung steht dem nicht entgegen. Würde der Buchwert für die Ermittlung des Aufgabegewinns um die nicht geltend gemachte Abschreibung erhöht und somit ein Aufgabegewinn vermindert werden, würde dies vielmehr die vom Gesetz angeordnete Abzugsbeschränkung im Zeitpunkt der Betriebsaufgabe zurückdrehen und damit leerlaufen, so der BFH. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die vom Gericht in seiner Entscheidung aufgestellten Grundsätze gelten nicht nur für die Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit, sondern auch für die anderen Gewinneinkunftsarten und auch für Veräußerungs- und nicht nur Aufgabefälle.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV.	Unser Tipp
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Soll die vollständige Abschreibung in Anspruch genommen werden, muss das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der betrieblichen Tätigkeit bilden. Die Abzugsbeschränkung i.H.v. 1.250 Euro greift in diesem Fall nicht. Die Folge ist aber auch die vollständige Steuerverstrickung. Letztere kann nur verhindert werden, wenn das Arbeitszimmer nicht den Mittelpunkt der betrieblichen Tätigkeit bildet und nicht zu mehr als 50 v.H. für betriebliche Zwecke genutzt wird. In diesem Fall bleibt es Privatvermögen, wenn der Steuerpflichtige nicht eine Zuordnung zum Betriebsvermögen, durch einen Widmungsvorgang, explizit vornimmt und das bestehende Wahlrecht, gewillkürtes Betriebsvermögen zu bilden, ausübt. Bleibt das Arbeitszimmer Privatvermögen können Betriebsausgaben nur i.H.v. 1.250 Euro in Abzug gebracht werden. Auf das Arbeitszimmer entfallende stille Reserven wären im Gegenzug aber bspw. auch nicht im Rahmen einer Betriebsaufgabe zu versteuern. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine pauschale Aussage, was aus Sicht des Steuerpflichtigen, sofern er denn verschiedene Handlungsalternativen hat, vorteilhaft ist, kann leider nicht getroffen werden. Die Vorteilhaftigkeit für die eine wie auch für die andere Variante hängen bspw. von den Anschaffungskosten der Immobilie, der erwarteten Wertsteigerung wie auch den laufenden Kosten für den Unterhalt des Gebäudes ab. Gerne unterstützen wir Sie aber, den für Sie optimalen Weg zu finden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 31 Mar 2022 12:24:16 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung zum bEM: Weder Durchführungsanspruch des Arbeitnehmers noch Mindesthaltbarkeitsdauer zugunsten des Arbeitgebers</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-zum-bem-verfahren-weder-durchfuehrungsanspruch-des-arbeitnehmers-noch-mindesthaltbarkeitsdauer-zugunsten-des-arbeitgebers</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Aktuelle Rechtsprechung zum bEM:
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Weder Durchführungsanspruch des Arbeitnehmers 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            noch Mindesthaltbarkeitsdauer zugunsten des Arbeitgebers
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             I.	Einleitung
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sind Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer länger als sechs Wochen innerhalb eines Jahres wiederholt oder am Stück arbeitsunfähig erkrankt, so sieht § 167 Abs. 2 SGB IX das sogenannte betriebliche Eingliederungsmanagement (bEM) vor. Im Rahmen des bEM soll eine Möglichkeit gefunden werden, wie das Arbeitsverhältnis möglichst sinnvoll fortgeführt werden kann. Dabei stehen die gesundheitliche Verfassung des Arbeitnehmers sowie die konkreten Einwirkungen des Arbeitsplatzes auf diese im Mittelpunkt des Verfahrens.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat sich kürzlich in zwei Verfahren praxisrelevant zum bEM geäußert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum einen stellte sich die Frage, ob Arbeitnehmer ein Verfahren, welches ausdrücklich der eigenen Gesundheit zuträglich sein soll, selbst gegenüber ihrem Arbeitgeber einfordern können. In seinem Urteil vom 7. September 2001, Az. 9 AZR 571/20, beschäftigte sich der neunte Senat des BAG daher mit der Frage, ob Arbeitnehmern ein Anspruch auf Einleitung und Durchführung eines bEM zusteht oder ob lediglich den in § 167 Abs. 2 Satz 7 SGB IX ausdrücklich benannten Vertretungsorganen ein solches Recht zukommt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum anderen kommt dem bEM als Mittel zur Erforschung milderer Maßnahmen aber auch eine zentrale Bedeutung bei krankheitsbedingten Kündigungen zu. Denn obwohl die Durchführung eines bEM keine formale Wirksamkeitsvoraussetzung für eine krankheitsbedingte Kündigung ist, so stellt sie sich doch regelmäßig als faktische Notwendigkeit dar. Dies liegt in dem Zustand begründet, dass der Arbeitgeber im Kündigungsschutzprozess ohne vorheriges bEM nicht zu milderen Mitteln (bspw. die Versetzung auf einen leidensgerechten Arbeitsplatz) als der Beendigung des Arbeitsverhältnisses geführt hätte. In der Folge ist die Kündigung sodann regelmäßig unverhältnismäßig und unwirksam. In der Entscheidung vom 18. November 2021, Az. 2 AZR 138/21, stellte sich dem zweiten Senat des BAG daher die Frage, ob ein bEM auch dann nach erneuter Krankheit neuerlich durchzuführen ist, wenn in dem laufenden Jahr bereits ein solches durchgeführt wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	Das bEM-Verfahren
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das bEM aus § 167 Abs. 2 Satz 1 SGB IX stellt einen verlaufs- und ergebnisoffenen Suchprozess dar, der nach Maßgabe der rechtlichen Regelungen individuelle Lösungsmöglichkeiten zur Vermeidung künftiger Arbeitsunfähigkeit aufzeigen soll. Dabei soll zum einen festgestellt werden, aufgrund welcher gesundheitlichen Einschränkungen die bisherigen Ausfallzeiten zustande gekommen sind und zum anderen unter Zuhilfenahme welcher Maßnahmen Ausfallzeiten verringert werden können, um eine Beendigung des Anstellungsverhältnisses zu vermeiden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Gesetz gibt hier keinen bestimmten Ablauf vor, sodass die Implementierung eines konkreten Verfahrens in der Verantwortlichkeit des jeweiligen Arbeitgebers liegt. Allerdings ist aufgeführt, welche Stellen, Ämter und Personen zu beteiligen sind, sofern die betroffene Person dem Verfahren im Grundsatz sowie der Beteiligung im Einzelnen zustimmt. Dabei dürfen die vernünftigerweise in Betracht zu ziehenden Anpassungs- und Änderungsmöglichkeiten der gegenständlichen Arbeitsplatzsituation nicht ausgeschlossen und eingebrachte Vorschläge durch die Teilnehmer sachlich erörtert werden. Andernfalls genügt das bEM-Verfahren nicht den gesetzlichen Mindestanforderungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	BAG-Entscheidung vom 07.09.2021
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Entscheidung des BAG vom 7. September 2021 klagte ein Arbeitnehmer gegen seinen Arbeitgeber auf Einleitung und Durchführung des bEM. Der Kläger war mit einem Grad der Behinderung von 30 einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellt und stand bereits seit über 20 Jahren in einem Arbeitsverhältnis zu der beklagten Gemeinde. Nachdem der Kläger im Jahr 2018 an 122 Arbeitstagen und im Jahr 2019 bis zum 25. August an 86 Arbeitstagen arbeitsunfähig erkrankt war, verlangte der Kläger die Durchführung des bEM.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kläger stützte sich hierbei unmittelbar auf die gesetzliche Regelung des bEM sowie auf das Gebot der Rücksichtnahme als Nebenpflicht im Arbeitsverhältnis. Die beklagte Arbeitgeberin vertrat dagegen die Ansicht, dass Arbeitnehmern gerade kein Individualanspruch auf Durchführung des bEM zukomme. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das BAG entschied vorliegend zugunsten der Arbeitgeberin. Arbeitnehmern kommt kein Anspruch auf Einleitung und Durchführung eines bEM zu. Dies ergebe die Auslegung der Vorschrift § 167 Abs. 2 Satz 1 SGB IX. Demnach kann der Arbeitnehmer, auch wenn die tatbestandlichen Voraussetzungen der Norm erfüllt sind, keinen Anspruch auf Durchführung daraus herleiten. Das BAG führt weiter aus, dass allerdings die zuständige Interessenvertretung – sowie beim schwerbehinderten Menschen außerdem die Schwerbehindertenvertretung – im Sinne der ihr obliegenden Verpflichtungen berechtigt sei, eine gebotene Klärung zu verlangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Folge sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer darauf angewiesen, dass sich die entsprechenden Vertretungsorgane für die Durchführung des bEM einsetzen. Ein eigener Anspruch kommt dem Arbeitnehmer selbst nicht zu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              IV.	BAG-Entscheidung vom 18.11.2021
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im vorliegenden Fall des der BAG Entscheidung vom 18. November 2021 zugrundeliegenden Sachverhalts stand die Wirksamkeit einer ordentlichen, krankheitsbedingten Kündigung in Rede. Der Kläger war im Jahr 2017 an 40 Arbeitstagen, im Jahr 2018 an 61 Arbeitstagen und im Jahr 2019 an 103 Arbeitstagen arbeitsunfähig erkrankt. Am 5. März 2019 führten die Parteien ein Gespräch zur Durchführung eines bEM. Nach Abschluss des Gesprächs bis zum Ausspruch der Kündigung war der Kläger erneut an 79 Arbeitstagen arbeitsunfähig erkrankt. Gegen die Kündigung der Beklagten, welche mit Schreiben vom 26. Februar 2020 erfolgte, wendet sich der Kläger in diesem Rechtsstreit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fraglich war in diesem Verfahren insbesondere, ob die Beklagte aufgrund der neuerlichen Erkrankung nach Abschluss des ersten bEM-Gesprächs ein erneutes bEM vor dem Ausspruch der Kündigung hätte durchführen müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Bundesarbeitsgericht entschied, dass die Kündigung der Beklagten unverhältnismäßig und damit sozial ungerechtfertigt war. Die Beklagte habe nicht dargetan, dass keine unzumutbare Möglichkeit bestand, die Kündigung durch mildere Maßnahmen zu vermeiden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insofern stellte das BAG klar, dass grundsätzlich ein neuerliches bEm durchzuführen ist, wenn der Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres nach Abschluss eines bEM erneut länger als sechs Wochen durchgängig oder wiederholt arbeitsunfähig erkrankt war, und zwar auch dann, wenn nach dem zuvor durchgeführten bEM nicht wieder ein ganzes Jahr vergangen ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das BAG begründet die Entscheidung insbesondere mit dem Sinn und Zweck des bEM. Demnach sei eine geeignete Gesundheitsprävention des Arbeitnehmers zur dauerhaften Sicherung des Arbeitsverhältnisses maßgebliches Ziel des bEM.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insofern sei es nur zweckmäßig, dass nach erneuter Überschreitung des sechswöchigen Zeitraums auch erneut eine Ursachenforschung betrieben werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Arbeitgeber kann sich somit nicht auf eine Mindesthaltbarkeit eines bereits durchgeführten bEM-Verfahrens berufen. Vielmehr gilt es die konkreten krankheitsbedingten Ausfallzeiten genau im Blick zu behalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             V.	Fazit
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die richtige Implementierung des betrieblichen Eingliederungsmanagements im Unternehmen erfordert von Arbeitgebern und Personalern Fingerspitzengefühl. Nicht selten wird das Gesprächsangebot zum bEM von Arbeitnehmern als Vorstufe zur krankheitsbedingten Kündigung wahrgenommen. Dabei kommt dem bEM-Verfahren im Grunde genommen ein Fürsorgegedanke zu, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine Perspektive im bestehenden Arbeitsverhältnis ermöglichen soll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Ergebnis hat sich der Gesetzgeber allerdings gegen einen Anspruch des jeweiligen Arbeitnehmers entschieden. Insofern hat das BAG noch einmal deutlich gemacht, dass lediglich den einschlägigen Interessenvertretungen in dieser Frage eine Überwachungsfunktion zukommt. Der Arbeitnehmer kann eine Einladung zum bEM somit nicht erzwingen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sofern sich Arbeitgebende für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses mittels Kündigungsausspruch entscheiden, sollte dringend auf die korrekte Einhaltung der gesetzlichen Mindestvorgaben im Rahmen des bEM-Verfahrens geachtet werden. Zwar kann kein bEM stattfinden, ohne dass der Arbeitnehmer diesem zustimmt, allerdings ist der Arbeitgeber – in der Folge der Klarstellung des BAG – nach jeder einzelnen Überschreitung des sechswöchigen Zeitraums krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit dazu angehalten, den Arbeitnehmer erneut zum bEM einzuladen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 31 Mar 2022 08:28:18 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-zum-bem-verfahren-weder-durchfuehrungsanspruch-des-arbeitnehmers-noch-mindesthaltbarkeitsdauer-zugunsten-des-arbeitgebers</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: Irrungen und Wirrungen mit der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-irrungen-und-wirrungen-mit-der-arbeitsunfaehigkeitsbescheinigung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Rechtsprechung: Irrungen und Wirrungen
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            mit der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              I.	Einleitung
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Jahr 2021 hielt für Arbeitgeber und den Umgang mit Bescheinigungen über die Arbeitsunfähigkeit („AU-Bescheinigung“) wieder die eine oder andere Überraschung bereit. Einige gerichtliche Entscheidungen werden nachstehend kurz besprochen und sollen in der täglichen Arbeitspraxis für Personaler für das nötige rechtliche Bauchgefühl sorgen. Das BAG hat sich im vergangenen Jahr sogar dazu hinreißen lassen, dem Beweiswert der AU-Bescheinigung einmal einer näheren Beurteilung zu unterziehen. Die höchstarbeitsgerichtliche Entscheidung traf bei Arbeitgebenden zur Abwechslung einmal auf Zustimmung, da es sich um ein unseres Erachtens praxisgerechtes Ergebnis handelte. Allerdings haben sich auch die Instanzengerichte mit dem Thema AU-Bescheinigung in verschiedensten Konstellationen auseinandergesetzt. So hat das Arbeitsgericht (ArbG) Berlin beispielsweise über den Beweiswert einer online ausgestellten AU-Bescheinigung entschieden. Das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln musste den Beweiswert einer AU-Bescheinigung im Rahmen einer Verdachtskündigung gegenüber dem Augenschein und der Schlussfolgerung des Arbeitgebers abwägen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	BAG: Geringer Beweiswert von „passgenauen“ AU-Bescheinigungen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die vorliegende Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 8. September 2021 führte zur Abwechslung einmal zur Freude auf der Seite der Arbeitgebenden, denn die grundsätzlich kaum zu überwindenden Hürden der Beweiskraft einer AU-Bescheinigung wurden für den konkreten Fall praxisgerecht verringert. Das BAG hatte zu entscheiden, ob eine AU-Bescheinigung, welche genau ab dem Tag der Kündigung bis zum Ablauf der Kündigungsfrist die Arbeitsunfähigkeit bescheinigte, in ihrem Beweiswert grundsätzlich erschüttert ist. Die Arbeitnehmerin hatte das Arbeitsverhältnis am 8. Februar 2019 mit Wirkung zum 22. Februar 2019 gekündigt und legte der Arbeitgeberin sodann eine AU-Bescheinigung mit dem Datum vom 8. Februar 2019 vor. Die Arbeitsunfähigkeit wurde im vorliegenden Fall passgenau bis einschließlich zum 22. Februar 2019 bescheinigt. Daraufhin verweigerte die Arbeitgeberin die Entgeltfortzahlung bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Arbeitgeberin führte an, dass der Beweiswert der AU-Bescheinigung erschüttert sei, weil diese exakt die Dauer der Restlaufzeit abdecke. Die klagende Arbeitnehmerin machte demgegenüber geltend, dass sie aufgrund eines Burnout ordnungsgemäß krankgeschrieben gewesen sei. Das Arbeitsgericht sowie das Landesarbeitsgericht hatten in den jeweiligen Vorinstanzen der Klage auf Entgeltfortzahlung stattgegeben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Einschätzung der Vorinstanzen vermag aufgrund des besonderen Beweiswertes der AU-Bescheinigung nicht zu verwundern. Dies gilt insbesondere, da eine AU-Bescheinigung nur dann in ihrem Beweiswert erschüttert wird, wenn der Arbeitgeber ernsthafte Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit darlegen kann. Erst sobald dies geschehen ist, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, darzulegen und zu beweisen, dass er arbeitsunfähig war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Bundesarbeitsgericht stellte fest, dass berechtigte Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit bestehen können, wenn ein Arbeitnehmer sein Arbeitsverhältnis kündigt und anschließend noch am Tag der Kündigung bis zum Ende der Kündigungsfrist arbeitsunfähig krankgeschrieben wird. Insofern sehe das BAG den Beweiswert der AU-Bescheinigung als erschüttert an. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus diesem Grund war die Arbeitnehmerin gehalten, die Arbeitsunfähigkeit ihrerseits nachzuweisen. Der Beweis der Arbeitsunfähigkeit gelang der Arbeitnehmerin im Prozess allerdings nicht, worauf hin das BAG die Klage auf Entgeltfortzahlung abwies.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	ArbG Berlin: Keine Entgeltfortzahlung bei Online-AU
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit einer Klage auf Entgeltfortzahlung setzte sich auch das Arbeitsgericht Berlin in seinem Urteil vom 1. April 2021 auseinander. In dem vorliegenden Verfahren klagte der Arbeitnehmer einer Sicherheitsfirma auf die Zahlung von Entgeltfortzahlungslohn nach Einreichung einer AU-Bescheinigung, welche dieser sich über das Internetportal „www.au-schein.de“ hatte ausstellen lassen. Die Besonderheit dieses Falls lag insbesondere darin begründet, dass die AU-Bescheinigung ohne jeglichen persönlichen oder telefonischen Kontakt zu einem Arzt erfolgt war. Der Kläger hatte lediglich vorformulierte Fragen zu seiner Erkrankung auf der Internetplattform online beantwortet. In der Folge verweigerte der Arbeitgeber die Zahlung des Entgeltfortzahlungslohns.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kläger machte geltend, dass er aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Infektionsgefahr den Besuch bei seinem Hausarzt vermeiden wollte. Der beklagte Arbeitgeber stellte sich auf den Standpunkt, dass eine AU-Bescheinigung, welche ohne den persönlichen oder telefonischen Kontakt eines Arztes zustande gekommen sei, nicht denselben Beweiswert innehaben könne wie eine AU-Bescheinigung nach tatsächlicher ärztlicher Untersuchung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Amtsgericht Berlin entschied zugunsten des Arbeitgebers, dass dieser nicht zur Lohnfortzahlung verpflichtet gewesen sei. Bei einer Online-Krankschreibung handele es sich gerade nicht um eine "ordnungsgemäß ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung" im Sinne der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts. Dies ist insbesondere darin begründet, dass im Rahmen der Online-Krankschreibung kein Arzt mit dem Arbeitnehmer ein persönliches oder telefonisches Gespräch geführt habe und insbesondere auch keine ärztliche Untersuchung durchgeführt worden sei. Das Urteil verweist auch darauf, dass die Bestimmungen aufgrund der Corona-Pandemie und insbesondere die Möglichkeit der telefonischen Anamnese bei Erkältungssymptomen gerade zu keiner anderen Entscheidung führen kann. Vielmehr soll durch diese Sonderregelung zum Ausdruck kommen, dass zumindest ein telefonischer Kontakt zwischen Arzt und Patient erforderlich sei, um den erhöhten Beweiswert der AU-Bescheinigung zu bewirken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV.	LAG Köln: Vorgetäuschte Arbeitsunfähigkeit trotz AU-Bescheinigung?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass Arbeitgebende den hohen Beweiswert einer AU-Bescheinigung trotz der vorangegangenen beiden Urteile weiterhin jedoch nicht unterschätzen sollten, zeigt die folgende Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln vom 10. Dezember 2021. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im vorliegenden Sachverhalt hatte der Arbeitnehmer als Lagerist gearbeitet und war über einen längeren Zeitraum wegen Magen-Darm-Problemen, Unwohlsein sowie Ermüdung arbeitsunfähig. In diesem Zeitraum beobachtete der Arbeitgeber, wie der Arbeitnehmer das Lieferfahrzeug einer Pizzeria mit Speisen belud. Der Arbeitgeber kündigte das Arbeitsverhältnis in der Folge außerordentlich, fristlos.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dem anschließenden Kündigungsschutzprozess machte der klagende Arbeitnehmer geltend, er habe dem Inhaber lediglich in der Wartezeit auf sein eigenes Essen einen Freundschaftsdienst geleistet. Zudem habe er sich zu dieser Zeit in psychotherapeutischer Behandlung aufgrund depressiver Zustände befunden. Der beklagte Arbeitgeber war seinerseits der Auffassung, der Mitarbeiter habe die Arbeitsunfähigkeit lediglich vorgetäuscht. Somit habe der Arbeitnehmer sich die Entgeltfortzahlung sowie die AU-Bescheinigung unrechtmäßig erschlichen. Zudem war der Arbeitgeber der Überzeugung, der Arbeitnehmer gehe in der Pizzeria einer unangemeldeten Nebentätigkeit nach, welche sich zumindest negativ auf den Genesungsprozess ausgewirkt habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das LAG Köln entschied, dass der Sachverhalt den hohen Ansprüchen an eine außerordentliche sowie hilfsweise ordentliche Verdachtskündigung nicht gerecht werde. Nach Ansicht des LAG konnte der Arbeitgeber weder das Vortäuschen einer Arbeitsunfähigkeit noch das genesungswidrige Verhalten oder eine pflichtwidrige Nichtanzeige der Nebentätigkeit nachweisen. Zwar sei das Vortäuschen einer Arbeitsunfähigkeit grundsätzlich geeignet, einen wichtigen Grund für eine außerordentliche Kündigung darzustellen, allerdings müsse die Täuschung seitens des Arbeitgebers dargelegt und im Zweifel bewiesen werden können. Vorliegend sei es dem Arbeitgeber allerdings nicht gelungen, den Beweiswert der AU-Bescheinigung zu erschüttern. Er hätte vielmehr objektive Tatsachen vortragen müssen, die ausreichend Zweifel an der Richtigkeit des Attestes begründen könnten. Dafür sei die dargestellte Beobachtung des Ladevorgangs jedoch gerade nicht ausreichend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der einmalige Ladevorgang von kurzer Dauer allein sei auch für die Vorwürfe des genesungswidrigen Verhaltens und der unrechtmäßigen Nebentätigkeit nicht ausreichend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V.	Fazit und Praxishinweis
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die vorgestellten Entscheidungen zeigen, dass Arbeitgeber im Umgang mit AU-Bescheinigungen weiterhin vorsichtig vorgehen sollten, denn der Beweiswert einer ordnungsgemäß ausgestellten AU-Bescheinigung wird nach ständiger Rechtsprechung des BAG regelmäßig eine unüberwindbare Hürde darstellen. Dennoch lohnt es sich für Personaler:innen sowie Arbeitgebende, die aktuelle Rechtsprechung genau zu verfolgen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie das Urteil des BAG vom 8. September 2021 zeigt, kann eine AU-Bescheinigung unter Umständen auch aufgrund von äußeren Begebenheiten angezweifelt werden. So ist insbesondere bei passgenauen AU-Bescheinigungen für die Dauer der Kündigungsfrist eine Erschütterung des Beweiswertes regelmäßig anzunehmen. Der Arbeitgeber ist insofern keineswegs dazu verpflichtet, die AU-Bescheinigung ohne weiteres hinzunehmen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Sache richtig und angemessen erscheint auch die Unterscheidung des Arbeitsgerichts Berlin, wonach zu differenzieren ist, ob eine ärztliche Konsultation in tatsächlicher Hinsicht überhaupt stattgefunden hat. Richtigerweise wird darauf abgestellt, ob ein Arzt telefonischen oder persönlichen Kontakt zu dem Patienten hatte oder nicht. Dies ist insbesondere in Hinsicht auf die seit Jahren zunehmende Entwicklung hin zu bescheinigenden Onlineportalen eine begrüßenswerte rechtliche Einschätzung. Der Beweiswert eines ärztlichen Attestes kann nicht mit einem auf eigenverantwortlicher Selbstbeantwortung vorgegebener Fragen beruhenden Zertifikats gleichgestellt werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich zeigt die Entscheidung des LAG Köln vom 10. Dezember 2021 recht deutlich, dass eine ordnungsgemäß ergangene AU-Bescheinigung für Arbeitgeber regelmäßig zwingend zu beachten ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei  arbeitsrechtlichen Maßnahmen sollten Arbeitgeber insofern Vorsicht walten lassen. Jedenfalls sollten Arbeitgeber vor dem Ausspruch einer Kündigung den entsprechend belastbaren Sachverhalt sorgsam zusammenbringen und sich vor Ausspruch der Kündigung fachkundigen Rat einholen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 17 Mar 2022 09:13:06 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: BAG zum Gebot fairen Verhandelns bei Aufhebungsverträgen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-bag-zum-gebot-fairen-verhandelns-bei-aufhebungsvertraegen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Rechtsprechung: BAG zum Gebot fairen Verhandelns bei Aufhebungsverträgen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hatte in der aktuellen Entscheidung vom 24. Februar 2022 eine Situation zu bewerten, die auch im Alltag von Personalerinnen und Personalern regelmäßig eine Rolle spielt: Das Angebot eines Aufhebungsvertrages zur Vermeidung einer (außer-)ordentlichen Kündigung. Die vorliegende Entscheidung beschäftigt sich mit einem Sachverhalt, der gegenseitige Vorwürfe nicht missen lässt und der bis zuletzt nicht abschließend geklärt werden konnte. Sowohl der Vorwurf der widerrechtlichen Drohung als auch die Verletzung des Gebots fairen Verhandelns standen dabei entscheidungserheblich im Raum. Auch an diesem Urteil wird sehr gut deutlich, dass gerade im Rahmen der Beendigung der Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden gute Kenntnisse der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung und entsprechend rechtssicheres Verhalten der Beteiligten zwingend notwendig sind. Die Entscheidung des BAG ist für all diejenigen, die im Personalwesen tätig sind, in jedem Fall einen genaueren Blick wert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II.	Das Gebot fairen Verhandelns
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Gebot fairen Verhandelns stand bereits bei einer Entscheidung des 6. Senats des BAG vom 7. Februar 2019 im Mittelpunkt. In diesem Urteil stellte das BAG fest, dass es über die Anforderungen von § 123 BGB und § 138 BGB hinaus bei arbeitsrechtlichen Vertragsverhandlungen eine Fairness zu wahren gilt. Dieses sog. Gebot fairen Verhandelns knüpfe als vorvertragliche Nebenpflicht normativ an § 311 Abs. 2 Nr. 1 i.V.m. § 241 Abs. 2 BGB an. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dabei soll eine unfaire Behandlung des Vertragspartners – in aller Regel des Arbeitnehmers – im Rahmen von Vertragsverhandlungen vermieden werden. Insbesondere soll die Entscheidungsfreiheit des Arbeitnehmers nicht in zu missbilligender Art und Weise durch die Ausnutzung oder Schaffung von unfairen Verhandlungssituation beschränkt werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das BAG legt dar, dass dies allerdings noch nicht der Fall sei, wenn der Arbeitgeber weder Bedenkzeit noch ein Rücktritts- oder Widerrufsrecht gewähre. Der Arbeitgeber sei auch nicht gehalten, den Arbeitnehmer im Vorhinein über seine Absicht, einen Aufhebungsvertrag schließen zu wollen, aufzuklären.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine Verhandlungssituation sei allerdings dann unfair, wenn eine psychische Drucksituation geschaffen oder ausgenutzt werde, die eine freie und überlegte Entscheidung des Vertragspartners erheblich erschwert oder sogar unmöglich macht. Dies sei durch die Schaffung von besonders unangenehmen Rahmenbedingungen, die erheblich ablenken oder sogar den Fluchtinstinkt wecken, möglich. Das BAG führte hier aus, dass auch die Ausnutzung einer objektiv erkennbaren körperlichen oder psychischen Schwäche oder unzureichender Sprachkenntnisse ausreichend sein kann. Eine mögliche unfaire Verhandlungssituation könne zudem auch in Form der Überrumpelung des Vertragspartners durch Ausnutzung eines Überraschungsmoments vorliegen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die endgültige Beurteilung, ob das Gebot fairen Verhandelns verletzt sei, müsse allerdings im Rahmen einer Einzelfallbewertung am Maßstab des § 241 Abs. 2 BGB vorgenommen werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III.	Die Entscheidung des BAG
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das BAG hatte nunmehr zu entscheiden, ob das Gebot fairen Verhandelns in dem nachfolgend dargestellten Sachverhalt verletzt war oder ob es sich bei der zeitlichen Befristung des Vertragsangebots um eine zulässige Bedingung seitens der beklagten Arbeitgeberin handelte. Gegenstand des Verfahrens war außerdem, ob es sich bei der konkreten Drohung mit einer außerordentlichen Kündigung um eine widerrechtliche Drohung handelte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Sachverhalt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die klagende Arbeitnehmerin und die beklagte Arbeitgeberin stritten über die Wirksamkeit eines Aufhebungsvertrages sowie einer fristlosen außerordentlichen, hilfsweise fristgerecht ordentlich, erklärten Kündigung. Die Klägerin war bei der Beklagten im Verkauf tätig. In einem Gespräch mit dem Geschäftsführer der Beklagten, an dem auch der spätere Prozessbevollmächtigte der Beklagten teilnahm, wurde der Klägerin ohne weitere Vorankündigung mitgeteilt, ihr werde vorgeworfen, sie habe unberechtigt Einkaufspreise für Waren der Beklagten abgeändert, um so einen vermeintlich höheren Verkaufsgewinn vorzutäuschen. Im Rahmen des Gesprächs wurde der Klägerin ein vorab vorbereiteter Aufhebungsvertrag vorgelegt mit dem Hinweis, dass bei Nichtunterzeichnung des Vertrages das Arbeitsverhältnis außerordentlich fristlos gekündigt werde. Nach dem Aufhebungsvertrag sollte das Arbeitsverhältnis zum Monatsende aus betrieblichen Gründen enden und die Klägerin bis dahin ihre volle Vergütung sowie ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, welches sich auf Leistung und Verhalten erstreckte, erhalten. Nach einer zehnminütigen Gesprächspause, während derer die beteiligten Personen schweigend an einem Tisch saßen, unterzeichnete die Klägerin den Aufhebungsvertrag. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sieben Tage nach der Unterzeichnung focht die Klägerin den Aufhebungsvertrag wegen widerrechtlicher Drohung an. Sie erklärte, dass sie den Aufhebungsvertrag nur abgeschlossen habe, weil die Beklagte ihr widerrechtlich mit einer fristlosen Kündigung und einer Strafanzeige gedroht habe.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der Folge kündigte die Beklagte das Arbeitsverhältnis außerordentlich fristlos, hilfsweise ordentlich fristgerecht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Klägerin machte nunmehr im arbeitsgerichtlichen Verfahren geltend, dass ihr für den Fall der Nichtunterzeichnung des Aufhebungsvertrages der Ausspruch einer außerordentlichen Kündigung sowie die Erstattung einer Strafanzeige in Aussicht gestellt worden seien. Weiterhin habe sie die Beklagte erfolglos gebeten, eine längere Bedenkzeit zu erhalten und sich Rechtsrat einholen zu können. Sie sah daher das Arbeitsverhältnis weder durch den Aufhebungsvertrag noch durch die Kündigungserklärung der Beklagten als beendet an.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Die Entscheidung 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Arbeitsgericht entschied in erster Instanz zugunsten der Klägerin und stellte insoweit fest, dass das Arbeitsverhältnis fortbestehe. Das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm dagegen wies die Klage im Rahmen des Berufungsverfahrens ab. Anders als das Arbeitsgericht befand das LAG, dass das Gebot fairen Verhandelns in der konkreten Situation nicht verletzt worden sei. Zudem sei die Drohung der Beklagten mit der Erklärung einer außerordentlichen Kündigung nicht widerrechtlich gewesen. Weiterhin sei weder der Gesundheitszustand der Klägerin beeinträchtigt gewesen, noch seien unsachliche, aggressive oder beleidigende Äußerungen gefallen, die zu unfairen Verhandlungsbedingungen hätten führen können.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch die Revision der Klägerin zum BAG hatte keinen Erfolg. Das Urteil des BAG vom 24. Februar 2022 liegt derzeit lediglich als Pressemitteilung vor. Darin wird hervorgehoben, dass zu Gunsten der Klägerin unterstellt worden sei, dass der Gesprächsablauf – der bis zuletzt streitig geblieben war – wie von ihr geschildert, stattgefunden habe.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das BAG entschied, dass ein verständiger Arbeitgeber im vorliegenden Fall sowohl die Erklärung einer außerordentlichen Kündigung als auch die Erstattung einer Strafanzeige ernsthaft in Erwägung ziehen durfte. Es fehle daher an der Wiederrechtlichkeit der behaupteten Drohung. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zudem sei die Entscheidungsfreiheit der Klägerin nicht dadurch verletzt worden, dass die Beklagte den Aufhebungsvertrag entsprechend § 147 Abs. 1 Satz 1 BGB nur zur sofortigen Annahme unterbreitet habe. Das Gebot fairen Verhandelns sei also nicht dadurch verletzt worden, dass die Klägerin über die Annahme sofort entscheiden musste.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              IV.	Fazit und Praxishinweis
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Entscheidung des BAG macht deutlich, dass die Gestaltung der Verhandlungssituation von Aufhebungsverträgen der besonderen Aufmerksamkeit von Arbeitgebern und Personalern bedarf. Ein Aufhebungsvertrag, der unter Verstoß gegen das Gebot fairen Verhandelns zustande gekommen ist, ist im Zweifel unwirksam und entfaltet keinerlei Rechtswirkung. Ob ein solcher Verstoß vorliegt, ist anhand der Gesamtumstände der konkreten Verhandlungssituation im jeweiligen Einzelfall zu entscheiden. Das BAG macht aber deutlich, dass allein der Umstand, dass der Arbeitgeber den Abschluss eines Aufhebungsvertrages von der sofortigen Annahme seines Angebots abhängig macht, für sich genommen keine Pflichtverletzung darstellt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Arbeitgeber sind also nicht gehalten, Arbeitnehmern ihre Absicht, einen Aufhebungsvertrag zu schließen, vorab mitzuteilen. Sie müssen folglich im Rahmen der Verhandlung eines Aufhebungsvertrages keine Bedenkzeit gewähren, sondern können das Angebot von dessen sofortiger Annahme abhängig machen. Außerdem muss dem Arbeitnehmer vor Abschluss des Aufhebungsvertrages auch keine Möglichkeit zur Einholung eines Rechtsrats zugestanden werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Allerdings sind unsachliche, aggressive oder beleidigende Äußerungen auch in diesem, teilweise recht emotionalen Kontext selbstverständlich tunlichst zu unterlassen. Ein besonderes Augenmerk sollte auch darauf gelegt werden, ob der Gesundheitszustand des Arbeitnehmers objektiv Anhaltspunkte dafür bietet, dass dieser bezüglich seiner Verhandlungsfähigkeit beeinträchtigt sein könnte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schließlich ist es Arbeitgebern erlaubt und regelmäßig auch zu empfehlen, im Falle von schwerwiegenden Fehlverhalten der Arbeitnehmer neben dem Ausspruch einer außerordentlichen Kündigung auch den Abschluss eines Aufhebungsvertrages anzubieten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Einschätzung konkreter Einzelfälle kann in der Praxis größere Schwierigkeiten bereiten. In solchen Fällen bietet es sich an, zunächst fachkundigen Rechtsrat einzuholen und so langwierige Verfahren bis zum BAG möglichst zu vermeiden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 03 Mar 2022 09:52:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Das "neue" Kaufrecht – Rechts-Tipp Nr. 232</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/das-neue-kaufrecht-rechts-tipp-nr-232</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Das "neue" Kaufrecht – Welche Änderungen kommen auf Sie zu?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
             I.	Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit der Verabschiedung zweier Änderungsgesetze durch den Bundestag im Sommer 2021 kommt es zu nicht unerheblichen Änderungen im „neuen“ Kaufrecht. Die entsprechenden Gesetze sind am 01.01.2022 in Kraft getreten, was bedeutet, dass das „neue“ Kaufrecht auf Kauf- bzw. Verbrauchsgüterkaufverträge Anwendung findet, die ab dem 01.01.2022 geschlossen wurden. Die Änderungen betreffen dabei sowohl das allgemeine Kaufrecht als auch Neuerungen im Bereich des digitalen Kaufrechts, welche der Umsetzung der Digitalen-Inhalte-Richtlinie im Verbrauchsgüterkaufrecht geschuldet sind. Damit verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, für eine Harmonisierung innerhalb der Europäischen Union im Hinblick auf die weiter voranschreitende Digitalisierung zu sorgen. Die Neuregelungen betreffen insoweit insbesondere Produkte mit digitalen Funktionen, aber auch der für das Kauf- und Gewährleistungsrecht entscheidende Sachmangelbegriff wird durch die Neureglungen modifiziert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	Neue Rechtslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch die Änderungen ergeben sich sowohl Neuregelungen im Bereich des allgemeinen Kaufrechts, insbesondere im Bereich des Sachmangelgewährleistungsrechts, als auch weitreichende Neuregelungen im Bereich des Verbrauchsgüterkaufrechts. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Änderungen im allgemeinen Kaufrecht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine erhebliche Neuregelung erhält das allgemeine Kaufrecht mit dem neuen Sachmangelbegriff in § 434 BGB, welcher grundsätzlich für sämtliche Kaufverträge inklusive des Verbrauchsgüterkaufs und des Handelskaufs Anwendung findet, soweit in diesen Bereichen nicht ausnahmsweise Sonderregelungen greifen. Durch die gesetzliche Definition des Sachmangelbegriffs wird bestimmt, wann eine Kaufsache frei von Sachmängeln ist. Eine Sache ist nach der Neuregelung nur dann frei von Sachmängeln, wenn sie bei Gefahrübergang den subjektiven Anforderungen, den objektiven Anforderungen sowie den Montageanforderungen im Sinne der Vorschrift entspricht. Die wesentliche Veränderung des Sachmangelbegriffs liegt dabei darin, dass die Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein müssen und die Sache selbst dann mangelhaft sein kann, wenn sie den subjektiven Anforderungen im Sinne des § 434 Abs. 2 BGB entspricht. Bisher waren die subjektiven Voraussetzungen nicht ausdrücklich im Gesetz geregelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben der Neuregelung des Sachmangelbegriffs erfolgten auch einige Änderungen im Bereich des Nacherfüllungsanspruchs (§ 439 Abs. 3, 5 und 6 BGB) sowie in den Bereichen des Verkäuferregresses (§§ 445a, b BGB). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Verbrauchsgüterkaufrecht ("B2C")
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anknüpfungspunkt für das Verbrauchsgüterkaufrecht ist nach wie vor, dass ein Unternehmer mit einem Verbraucher einen Kaufvertrag abschließt. Allerding wird schon der Begriff des Kaufgegenstands für diesen Fall durch das neue Kaufrecht modifiziert.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           a)	Allgemeine Änderungen im Verbrauchsgüterkaufrecht 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Begriff der „beweglichen Sache“ wird durch den Begriff der „Ware“ im Sinne von § 241a Abs. 1 BGB ersetzt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das bedeutet z.B., dass Gegenstände, die aufgrund von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen verkauft werden, nicht von den Regelungen des Verbrauchsgüterkaufrechts erfasst werden. Zudem ist die Vorschrift des § 442 BGB, wonach die Rechte des Käufers ausgeschlossen sind, wenn er den Mangel bei Vertragsschluss kennt, auf Verbrauchsgüterkäufe nun unanwendbar (§ 475 Abs. 3 Satz 2 BGB). Eine wichtige Neuerung ist außerdem, dass bei der Geltendmachung von Schadensersatz und Rücktritt im Anwendungsbereich des Verbrauchsgüterkaufrechts das Erfordernis einer strikten Fristsetzung zur Nacherfüllung entfällt. Die Vorschrift des § 475 Abs. 5 Satz 1 BGB bestimmt nunmehr, dass der Unternehmer die Nacherfüllung innerhalb einer angemessenen Frist ab dem Zeitpunkt, zu dem der Verbraucher ihn über den Mangel unterrichtet hat, und ohne erhebliche Unannehmlichkeiten für den Verbraucher durchzuführen hat.  Mit der Unterrichtung des Unternehmers über den Mangel durch den Verbraucher beginnt somit eine angemessene Frist zu laufen, wobei abzuwarten bleibt, wie die Gerichte auf die Neuregelung reagieren und wie die Angemessenheit dieser Frist im Einzelfall ausgestaltet sein wird. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hinzu kommt, dass die Beweislastumkehr des § 477 BGB, wonach vermutet wird, dass die Ware bereits bei Gefahrübergang mangelhaft gewesen ist, wenn sich innerhalb einer bestimmten Zeit ein Mangel zeigt, auf ein Jahr verlängert worden ist. Das bedeutet, dass sofern innerhalb eines Jahres nach Gefahrübergang der Ware ein Mangel auftritt, zugunsten des Verbrauchers vermutet wird, dass dieser Mangel von Anfang an vorgelegen hat. Zuvor lag dieser Zeitraum bei sechs Monaten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           b)	Neue Vertragsart
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit den §§ 327 ff. BGB entsteht eine neue Vertragsart, nämlich der „Verbrauchervertrag über digitale Produkte“. Der neue Begriff „digitale Produkte“ spielt hierbei eine zentrale Rolle. Digitale Produkte sind in digitaler Form erstellte und bereitgestellte Daten (sog. digitale Inhalte) sowie digitale Dienstleistungen. Digitale Inhalte können also z.B. Computerprogramme, aber auch Musik- oder Videodateien, elektronische Bücher etc. sein. Mit digitalen Dienstleistungen sind insbesondere Social-Media Dienste wie Facebook, Instagram oder TikTok, Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Plattformen und Datenbanken gemeint, die dem Verbraucher die Erstellung, Verarbeitung oder Speicherung von Daten in digitaler Form und den Zugang oder die gemeinsame Nutzung solcher Daten ermöglichen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schwierigkeiten hierbei können sich insbesondere dann ergeben, wenn der Kaufgegenstand ein Film oder ein Computerspiel auf DVD oder CD ist. Handelt es sich nun um einen haptischen Kaufgegenstand im Sinne einer „Ware“ oder ein „digitales Produkt“ mit der Folge, dass der Verbrauchervertrag über digitale Produkte Anwendung findet? Eine Abgrenzung zwischen dem „allgemeinen“ Verbrauchsgüterkaufvertrag und dem über digitale Produkte kann dabei anhand der Vorschrift des § 475a BGB erfolgen. Soweit der Zweck des Datenträgers in Form der CD oder DVD ausschließlich darin besteht, als „Träger“ der sich darauf befindenden digitalen Inhalte zu fungieren, erklärt die Vorschrift des § 475a Abs. 1 BGB die §§ 327 ff. BGB für anwendbar und schließt die Anwendbarkeit einer Vielzahl von Regelungen des „allgemeinen“ Verbrauchsgüterkaufrechts aus. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hingegen kommt es gemäß § 475a Abs. 2 BGB bei einem Verbrauchsgüterkauf über eine Ware, die in einer Weise digitale Produkte enthält oder mit digitalen Produkten verbunden ist, dass die Ware ihre Funktionen auch ohne diese digitalen Produkte erfüllen kann, zur Anwendbarkeit unterschiedlicher Gewährleistungsregelungen. Dieser Anwendungsbereich klingt erst einmal abstrakt, dürfte aber auf eine Reihe von Produkten Anwendung finden. Als Beispiel sei der Smart-Kühlschrank genannt, der neben seiner klassischen Funktion als Kühlschrank auch Entertainmentprogramme enthält oder Einkaufshinweise zur Verfügung stellt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei solchen Produkten kommt es darauf an, ob es sich um einen Mangel der Ware selbst oder einen Mangel der darin enthaltenen oder damit verbundenen digitalen Produkte handelt. Im erstgenannten Fall würde die kaufrechtliche Gewährleistung, ggf. einschließlich der Regelungen über das Verbrauchsgüterkaufrecht greifen, im zweiten Fall wären die §§ 327 ff. BGB anwendbar. Häufig nicht ganz einfach abzugrenzen ist hierbei jedoch, ob das die Ware ihre Funktionen auch ohne Weiteres ohne die digitalen Produkte erfüllen kann oder nicht. Denn enthält eine Ware in einer Weise digitale Produkte oder ist mit diesen verbunden, dass sie ihre Funktion nicht ohne sie erfüllen kann, liegt ein Vertrag über digitale Produkte vor und die Vorschrift § 475b BGB ist im Anwendungsbereich des Verbrauchsgüterkaufvertrags und hinsichtlich der anzuwendenden Vorschriften zu beachten. Dies ist nicht zuletzt deshalb von Belang, weil für digitale Produkte und Waren mit digitalen Elementen Sonderbestimmungen für die Verjährung zu beachten sind (§ 327j BGB und § 475e BGB).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	Unser Fazit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Neuregelungen sind umfangreich und die rechtlichen Fallstricke sowohl für Verbraucher als auch Unternehmer beachtlich. Aufgrund der teilweise erheblichen Erhöhung des Verbraucherschutzniveaus durch die Neuregelungen gilt insbesondere für Unternehmer Vorsicht walten zu lassen. Wir raten daher dazu, Produktangebote, Vertragsmuster und Allgemeine Geschäftsbedingungen zu überprüfen und an das neue Kaufrecht anzupassen. Hierbei stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und beantworten Ihre rechtlichen Fragenstellungen rund um das neue Kaufrecht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 25 Feb 2022 12:45:53 GMT</pubDate>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Steuerliche Erleichterungen für kleine Photovoltaikanlagen und vergleichbare Blockheizkraftwerke – Special Nr. 354</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/steuerliche-erleichterungen-fuer-kleine-photovoltaikanlagen-und-vergleichbare-blockheizkraftwerke-special-nr-354</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Steuerliche Erleichterungen für kleine Photovoltaikanlagen und vergleichbare Blockheizkraftwerke
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I.	Einleitung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In unserer PNHR-Aktuell Ausgabe 05/2021 
haben wir Sie mit unserem
            &#xD;
        &lt;a href="https://www.pnhr.de/steuern-sparen-mit-photovoltaik" target="_blank"&gt;&#xD;
          
             Special Nr. 342
            &#xD;
        &lt;/a&gt;&#xD;
        
            darüber informiert, wie Sie mit dem Betrieb einer Photovoltaikanlage nicht nur nachhaltig Strom erzeugen, sondern auch steuerliche Vorteile nutzen können. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wird der mittels einer Photovoltaikanlage erzeugte Strom (teilweise) in das öffentliche Stromnetz eingespeist, führt dies grundsätzlich zu Einkünften aus Gewerbebetrieb mit der Folge, dass der Steuerpflichtige für die Dauer der Nutzung jährlich eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) erstellen und die gewerblichen Einkünfte in seiner Einkommensteuererklärung ansetzen muss. Für viele Steuerpflichtige, die insbesondere nur kleinere Anlagen betreiben, stellt dies einen nicht unerheblichen Bürokratieaufwand dar.  Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat daher mit Schreiben vom 02.06.2021 eine Vereinfachungsregelung geschaffen, nach der bei kleinen Photovoltaikanlagen bzw. gleichwertigen Blockheizkraftwerken (BHKW)
            &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             auf Antrag
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            und ohne weitere Nachweise davon ausgegangen wird, dass diese ohne Gewinnerzielungsabsicht betrieben werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dies bedeutet für die Betreiber, dass sie in diesen Fällen keine steuerliche Gewinnermittlung vorzunehmen und somit keine EÜR zu erstellen haben und das Betreiben der Anlagen damit keine ertragsteuerliche Relevanz hat. Weiterhin stellt die Photovoltaikanlage oder das BHKW dann kein Betriebsvermögen dar, so dass bei einem späteren Verkauf der Anlage oder bei einer Aufgabe der Tätigkeit keine stillen Reserven aufgedeckt werden und zeitlich auch kein Aufgabegewinn entsteht. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nachdem das BMF-Schreiben in der Praxis grundsätzlich positiv aufgenommen wurde, hat sich jedoch in der Anwendung gezeigt, dass eine Reihe von Detailfragen in diesem Schreiben leider nicht geklärt waren. Das BMF hat daher die Regelungen mit Schreiben vom 29.10.2021 nochmals insgesamt überarbeitet und neugefasst. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Folgenden wollen wir Ihnen einen Überblick darüber geben, in welchen Fällen die Vereinfachungsregelung greift.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             II.	Die Vereinfachungsregelung im Einzelnen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            a)	Leistungsgrenze der Photovoltaikanlagen und vergleichbarer BHKW
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Begünstigt sind kleinere Photovoltaikanlagen bzw. BHKW mit einer installierten Gesamtleistung von insgesamt bis zu 10,0 kW/kWp (maßgeblich ist die installierte Leistung i. S. d. § 3 Nummer 31 EEG 2021) und/oder ein oder mehrere BHKW mit einer installierten elektrischen Gesamtleistung von insgesamt bis zu 2,5 kW. Hierbei bilden alle Photovoltaikanlagen/BHKW, die von einer antragstellenden Person betrieben werden, einen einzigen Betrieb, so dass die jeweiligen Leistungen für die Ermittlung der 10,0 kW/kWp-Grenze zu addieren sind. Das gilt sowohl für Anlagen, die sich auf demselben Grundstück befinden als auch für Anlagen auf verschiedenen Grundstücken. Darüber hinaus kommt es nicht darauf an, ob die Anlagen technisch voneinander getrennt sind. Begünstigter Betreiber dieser Anlagen kann eine einzelne Person oder aber auch eine Mitunternehmerschaft sein. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            b)	Zeitpunkt der Inbetriebnahme
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine Photovoltaikanlage bzw. ein BHKW ist begünstigt, wenn sie/es nach dem 31.12.2003 in Betrieb genommen wurde. Sog. ausgeförderte Anlagen, die vor dem 1. Januar 2004 in Betrieb genommen wurden und die nach dem Auslaufen der Förderung in die Einspeisevergütung i. S. d. § 21 Absatz 1 Nummer 3 EEG 2021 eintreten, können frühestens nach 20 Jahren Betriebsdauer zur Liebhaberei übergehen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            c)	Begünstigte Verwendung des erzeugten Stroms
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der von der Photovoltaikanlage/dem BHKW erzeugte Strom darf neben der Einspeisung in das öffentliche Stromnetz nur in den zu eigenen Wohnzwecken genutzten Räumen verbraucht werden. Die unentgeltliche Überlassung zu Wohnzwecken steht dabei der Nutzung zu eigenen Wohnzwecken gleich. Der Verbrauch des erzeugten Stroms in einem häuslichen Arbeitszimmer ist unschädlich. Der (teilweise) Verbrauch des durch die Photovoltaikanlage/das BHKW erzeugten Stroms durch einen Mieter oder zu anderweitigen eigenen oder fremden betrieblichen Zwecken muss technisch ausgeschlossen sein. Dies gilt nicht, wenn die Mieteinnahmen 520 Euro im Veranlagungszeitraum nicht überschreiten. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wird die Photovoltaikanlage/das BHKW von einer Mitunternehmerschaft betrieben, reicht es aus, wenn der erzeugte Strom in das öffentliche Stromnetz eingespeist und daneben von mindestens einem Mitunternehmer privat zu eigenen Wohnzwecken genutzt wird. Hierdurch wird sichergestellt, dass z.B. die Trennung von Ehegatten mit einer gemeinsamen Photovoltaikanlage/BHKW nicht zum Wegfall der Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel führt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III.	 Antragstellung
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Antrag ist beim örtlich zuständigen Finanzamt formlos zu stellen und wirkt in allen noch offenen Veranlagungszeiträumen und auch für die Folgejahre. Veranlagte Gewinne und Verluste aus zurückliegenden Veranlagungszeiträumen, die verfahrensrechtlich noch geändert werden können (die Bescheide stehen noch unter dem Vorbehalt der Nachprüfung oder sind hinsichtlich der gewerblichen Einkünfte vorläufig ergangen), sind dann nicht mehr zu berücksichtigen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei Neuanlagen (Inbetriebnahme nach dem 31.12.2021) ist der Antrag bis zum Ablauf des Veranlagungszeitraums zu stellen, der auf das Jahr der Inbetriebnahme folgt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei Altanlagen (Inbetriebnahme vor dem 31.12.2021) ist der Antrag bis zum 31.12.2022 zu stellen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              IV.	Besonderheiten bei einer Mitunternehmerschaft
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sollte die Photovoltaikanlage nicht von einem Steuerpflichtigen allein, sondern im Rahmen einer Mitunternehmerschaft betrieben werden, sind die vorstehenden Grundsätze analog anzuwenden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             V.	Auswirkungen auf § 7g EStG
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sollte der Steuerpflichtige bzw. die Mitunternehmerschaft vor Anschaffung der Anlage einen Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG gebildet haben und ist der für das Veranlagungsjahr der Bildung ergangene Steuerbescheid noch änderbar, so wird der Steuerbescheid geändert und die Steuerersparnis aufgrund der Bildung des Investitionsabzugsbetrags ist zurückzuzahlen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             VI.	Auswirkungen auf die Umsatzsteuer
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel führt nicht automatisch zur Versagung des Vorsteuerabzugs und somit zur Anwendung der Kleinunternehmerregelung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              VII.	Nachweis der Gewinnerzielungsabsicht
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Anwendung der Vereinfachungsregel ist als Wahlrecht ausgestaltet. Sollte der Steuerpflichtige bzw. die Mitunternehmerschaft jedoch bei neueren Anlagen von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch machen, so wird die Finanzverwaltung verstärkt das Vorliegen der Gewinnerzielungsabsicht überprüfen. Der Steuerpflichtige wird daher i.d.R. nachweisen müssen, dass trotz der geringen Einspeisevergütungen eine Gewinnerzielungsabsicht gegeben ist.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             VIII.	Fazit
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit dem BMF-Schreiben vom 29.10.2021 wurde hinsichtlich der ertragsteuerlichen Betrachtungsweise kleiner Photovoltaikanlagen und BHKW klargestellt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit der Begriff der Liebhaberei für einen Steuerpflichtigen vorliegt bzw. gewählt werden kann. Dadurch wird die Erstellung der persönlichen Einkommensteuererklärung erheblich vereinfacht. Zudem werden bei einer Veräußerung einer Anlage keine stillen Reserven aufgedeckt. Sollte aber weiterhin eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegen, kann diese unabhängig von den Regelungen des BMF-Schreibens mit allen Vor- und Nachteilen nachgewiesen werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hervorzuheben ist, dass das Wahlrecht nur für den Bereich der persönlichen Einkommensteuererklärung gilt. Hinsichtlich der Umsatzsteuer bleibt der Steuerpflichtige Unternehmer, auch bei einer Zuordnung zur Liebhaberei. Hier könnte jedoch die Kleinunternehmerregelung Anwendung finden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei der Entscheidung, ob ein Antrag auf Anwendung der Vereinfachungsregel in Ihrem Fall Sinn macht, sind wir Ihnen gerne behilflich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 25 Feb 2022 12:45:50 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/steuerliche-erleichterungen-fuer-kleine-photovoltaikanlagen-und-vergleichbare-blockheizkraftwerke-special-nr-354</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mietausfall – Erlass der Grundsteuer für Vermieter – Steuer-Tipp Nr. 346</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/mietausfall-erlass-der-grundsteuer-fuer-vermieter-steuer-tipp-nr-346</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Ausschlussfrist 31.03.2022
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Mietausfall – Erlass der Grundsteuer für Vermieter
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I.	Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Mietausfällen besteht der Anspruch des Vermieters auf teilweisen Erlass der Grundsteuer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufgrund der pandemischen Lage sowie der Flutkatastrophe im Jahr 2021 kam es vermehrt zu Mietausfällen. Sind Sie Immobilienbesitzer und sind Sie ebenfalls durch Mietausfälle geschädigt, sei es im Rahmen einer privaten oder betrieblichen Vermietung, sollten Sie folgende Regelungen kennen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sind die tatsächlichen Miteinnahmen des Jahres 2021 mehr als 50% niedriger als die übliche Jahreskaltmiete, so kann der Vermieter einen Antrag auf teilweise Erstattung der Grundsteuer stellen. Die Erstattung beträgt 25% der gezahlten Grundsteuer. Wurde im Jahr 2021 keine Miete gezahlt, die Wohneinheit/ gewerbliche Einheit befand sich somit das gesamte Kalenderjahr im Leerstand, ist eine Erstattung in Höhe von 50% möglich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II.	Voraussetzung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu einer Erstattung der gezahlten Grundsteuer kommt es nur, wenn der Immobilieneigentümer den Mietausfall bzw. den Leerstand nicht selbst zu verschulden hat. Gerade für den Leerstand bedeutete dies, dass der Vermieter zum Beispiel durch Inserate, Internet-Suchen oder die Beauftragung von Maklern belegen muss, dass er sich intensiv und ernsthaft um die Vermietung bemüht hat. Die Bemühungen sollten von Seiten des Vermieters sorgfältig dokumentiert werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vermieter, die ihren Mietern aufgrund der Corona-Pandemie die Miete gestundet oder erlassen haben, sind nach herrschender Meinung nicht antragsberechtigt, da der Vermieter den Mietausfall in diesem Fall mit zu verantworten hat. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist der Leerstand einer höheren Gewalt geschuldet, ist grundsätzlich nicht von einem Verschulden des Vermieters auszugehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Betrieben der Land- und Forstwirtschaft und bei eigengewerblich genutzten bebauten Grundstücken muss außerdem die Einziehung der Grundsteuer nach den wirtschaftlichen Verhältnissen des Betriebs unbillig sein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Erlassgrund liegt zudem nicht vor, wenn die Ertragsminderung auf Umständen beruht, die für den Erlasszeitraum durch eine Fortschreibung des Einheitswerts berücksichtigt werden kann. Wurde beispielsweise im Juli 2021 ein Mietgrundstück durch die Flut zerstört, kann die Wertminderung des Grundstücks durch Fortschreibung des Einheitswertes zum 01.01.2022 berücksichtigt werden. Ein möglicher Erlass der Grundsteuer ist somit nur für das Jahr 2021 möglich.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III.	Gesetzesgrundlage 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 34 Grundsteuergesetz regelt, dass die Grundsteuer zu 25% bzw. 50% erlassen wird, wenn bei bebauten Grundstücken der normale Rohertrag des vergangenen Jahres um mehr als 50% bzw. 100% gemindert ist. Die Minderung errechnet sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem normalen Rohertrag zu Beginn des Erlasszeitraums und dem im Erlasszeitraum tatsächlich erzielten Netto-Mietvertrag. Unter dem normalen Rohertrag versteht der Gesetzgeber die geschätzte übliche Jahresmiete. Diese ist in Anlehnung an die Miete zu ermitteln, welche für Räume gleicher oder ähnlicher Art, Lage und Ausstattung regelmäßig gezahlt wird. Die Betriebskosten sind in die Berechnung nicht mit einzubeziehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV.	Verfahren
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Erlass wird nur auf Antrag gewährt. Die Frist für den Erlasszeitraum 01.01.–31.12.2021 läuft zum 31.03.2022 aus. Die Frist kann nicht verlängert werden. Der Antrag kann formlos bei den Gemeinden, in den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg beim zuständigen Finanzamt gestellt werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten Sie Hilfe bei der Antragsstellung benötigen, stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 25 Feb 2022 12:45:48 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: BAG verneint Mindestlohnanspruch bei verpflichtendem Zulassungspraktikum</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-bag-verneint-mindestlohnanspruch-bei-verpflichtendem-zulassungspraktikum</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Rechtsprechung: BAG verneint Mindestlohnanspruch bei verpflichtendem Zulassungspraktikum
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die ordnungsgemäße Vergütung von Praktikanten ist ein immer wiederkehrender Bestandteil der täglichen Arbeit jedes Personalers. Insofern verwundert es nicht, dass auch die Arbeitsgerichte in zuverlässiger Regelmäßigkeit über Vergütungsfragen, insbesondere in Hinblick auf die in § 22 Abs. 1 Satz 2 Mindestlohngesetz (MiLoG) geregelten Ausnahmen, zu entscheiden haben. Dabei ist es sinnvoll und notwendig, sich zunächst zu vergegenwärtigen, dass auf Praktikanten im Sinne von § 26 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) grundsätzlich das MiLoG anwendbar ist. Eine Fehleinschätzung bezüglich der Mindestlohnverpflichtung kann daher im Zweifel zu teils hohen rückwirkenden Gehaltsforderungen der Praktikanten führen. Denn auch ohne explizite Vergütungsabrede haben Praktikanten im Grundsatz einen Anspruch nach § 26 i. V. m. § 17 BBG auf eine „angemessene Vergütung“. Für Arbeitgeber empfiehlt es sich daher jegliche Beschäftigung von Praktikanten mit einem wachsamen Auge zu verfolgen. In der aktuellen Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts klagte eine Praktikantin gegenüber dem beklagten Krankenhaus eine ausstehende Vergütung sowie Urlaubsabgeltung in Höhe von mehr als 10.000 € ein. Das Pflegepraktikum war im konkreten Fall als Aufnahmevoraussetzung für ein Studium der Humanmedizin an einer privaten Hochschule absolviert worden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           II.	Ausnahmen von der Mindestlohnpflicht bei Praktikanten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Grundsatz ist der Arbeitgeber verpflichtet, jedem Praktikanten den einschlägigen Mindestlohn nach dem MiLoG zu zahlen. Allerdings sieht § 22 MiLoG für die Ableistung eines Praktikums weitreichende Ausnahmen vor. So muss für bestimmte Arten von Praktika kein Mindestlohn gezahlt werden, vielmehr kann eine Vergütung für diese Praktika vollends unterbleiben. Befreit von der Zahlung des Mindestlohns sind ausdrücklich Pflichtpraktika aufgrund einer hochschulrechtlichen Bestimmung (Nr. 1), Orientierungspraktika für die Dauer von bis zu drei Monaten (Nr. 2), begleitende Praktika für die Dauer von bis zu drei Monaten (Nr. 3) sowie Qualifizierungspraktika (Nr. 4). Für alle vorgenannten Praktikumsverhältnisse gilt, dass diese für eine begrenzte Dauer den Erwerb praktischer Kenntnisse und Erfahrungen einer bestimmten betrieblichen Tätigkeit zur Vorbereitung auf eine berufliche Tätigkeit bezwecken müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit soll die Erfüllung von ausbildungs- oder hochschulrechtlichen Bestimmungen nicht durch die Verpflichtung zur Zahlung des Mindestlohns erschwert werden. Gleichzeitig soll bei freiwilligen Praktika spätestens nach Ablauf von drei Monaten eine Vergütungspflicht in Höhe des aktuellen Mindestlohns zum Schutz der Praktikanten gewährleistet sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           III.	Das Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 19. Januar 2022
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die vorliegende Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts aus Januar 2022 beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob Praktikanten, die ein Pflichtpraktikum absolvieren, das nach einer hochschulrechtlichen Bestimmung Zulassungsvoraussetzung für die Aufnahme eines Studiums ist, einen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn haben. Insofern betrifft die Entscheidung insbesondere die Unterscheidung zwischen § 22 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 MiLoG und Nr. 2 dieser Regelung, also die Frage, ob es sich um ein sog. Pflichtpraktikum oder um ein, lediglich für die Dauer von drei Monaten vom Mindestlohn befreites, Orientierungspraktikum handelt.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Sachverhalt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Klägerin beabsichtigte, sich um einen Studienplatz für Humanmedizin an einer privaten Universität zu bewerben. Dabei sah die Zulassungsordnung der staatlich anerkannten Hochschule ein sechsmonatiges Praktikum im Bereich der Pflege zwingend vor. Das beklagte Krankenhaus, bei dem die Klägerin von Ende Mai bis Ende November 2019 auf der Krankenpflegestation als Praktikantin eingesetzt war, bot zunächst unter Verweis auf § 22 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 MiLoG lediglich ein dreimonatiges Praktikum an. Nachdem die Klägerin auf die Zulassungsordnung der Hochschule verwies und den entsprechenden Nachweis über die Praktikumsverpflichtung erbrachte, einigten sich die Parteien allerdings im Ergebnis auf die Dauer von sechs Monaten. Die Klägerin und die Beklagte einigten sich dabei über die Bedingungen des Praktikums lediglich mündlich, eine schriftliche Vergütungsabrede trafen sie nicht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dem Ende des Praktikums machte die Klägerin rückwirkend Vergütungsansprüche sowie Urlaubsabgeltung gegenüber der Beklagten in Höhe von 10.269,85 € geltend. Sie habe 7,45 Stunden täglich die Tätigkeit einer regulären Stationshilfe ausgeübt, aus welcher die Beklagte auch einen enormen wirtschaftlichen Wert gezogen habe. Die Klägerin vertrat die Ansicht, dass das Praktikum „für die Aufnahme eines Studiums“ abgeleistet worden und damit nur für die Dauer von drei Monaten von der Pflicht zur Zahlung des Mindestlohns befreit gewesen sei. Bei einem solchen Praktikum handele es sich gerade nicht um ein Pflichtpraktikum im Sinne der Nummer 1 der Vorschrift.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Beklagte hat dagegen vorgetragen, dass die Klägerin ihre Tätigkeit stets in Zusammenarbeit mit den Pflegekräften vorgenommen habe. Es sei lediglich ausnahmsweise vorgekommen, dass die Klägerin einer examinierten Pflegekraft bei der Körperwaschung von Patienten unterstützend zur Seite gestanden habe. Insgesamt habe es sich um ein übliches Pflichtpraktikum ohne besonderen wirtschaftlichen Wert gehandelt. Zudem sei das Praktikum aufgrund einer „hochschulrechtlichen Bestimmung“ im Sinne des § 22 Abs. 1 Satz 2 Nr.1 MiLoG geleistet worden. Hierbei sei insbesondere zwischen einem verpflichtenden Praktikum aus Nr. 1 und einem freiwilligen Orientierungspraktikum aus Nr. 2 zu unterscheiden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Die Entscheidung 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie bereits das Arbeitsgericht Trier hatte auch das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz die Klage vollumfänglich abgewiesen. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Zuordnung von verpflichtenden Zulassungspraktika hatte das LAG die Revision zum Bundesarbeitsgericht (BAG) zugelassen. Das BAG schloss sich nunmehr in seinem Urteil den Ausführungen des LAG im Ergebnis an. Die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts liegt derzeit lediglich in Form einer Pressemitteilung vor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter Berücksichtigung der Erwägungen des LAG Rheinland-Pfalz ist damit davon auszugehen, dass § 22 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 MiLoG vorliegend einschlägig ist. Demnach gilt das MiLoG nicht für solche Arbeitnehmer, „die ein Praktikum verpflichtend auf Grund (…) einer hochschulrechtlichen Bestimmung (…) leisten.“ 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das LAG stellte sich auf den Standpunkt, dass solche Praktika, die nach der Zulassungsordnung einer Hochschule verpflichtende Voraussetzung für die Zulassung zum Studium seien, von § 22 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 MiLoG erfasst seien. Demensprechend sei in diesen Fällen auch dann kein Mindestlohn zu zahlen, wenn das Praktikum aufgrund der Zulassungsordnung länger als drei Monate dauere.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Begriff der „hochschulrechtlichen Bestimmung“ sei schon vom Wortlaut her weit gefasst und gelte deswegen u.a. auch für Zulassungsordnungen oder auch Kooperationsverträge zwischen Hochschulen und Unternehmen. Dabei komme es auch nicht darauf an, ob es sich um eine öffentliche oder eine private Hochschule handle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für diese Auslegung spreche auch die Gesetzesbegründung, der zufolge verpflichtende Praktika für eine Studienbewerbung als Pflichtpraktika gem. § 22 Abs. 1 S.2 Nr. 1 MiLoG einzustufen seien, weil sie, ebenso wie Pflichtpraktika während des Studiums, nicht freiwillig absolviert werden und regelmäßig genauen Vorgaben folgen müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausgehend von der genannten Pressemitteilung zum Urteil trägt das BAG diese Argumentation mit und bestätigt insbesondere die Entscheidung des LAG, wonach es auf die hochschulrechtliche Verpflichtung ankomme. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           IV.	Fazit und Praxishinweis
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Beschäftigung von Praktikanten kann für Arbeitgebende Fluch und Segen zugleich sein. Zum einen sind Praktika eine gute Möglichkeit schon früh (werdende) Fachkräfte an sich zu binden und Interesse für das Unternehmen zu wecken. Zum anderen bedeutet das Vorhalten von Praktikantenstellen auch einen nicht unerheblichen Verwaltungsaufwand. Kommt dann noch ein nachgelagerter Rechtsstreit hinzu, ist es nur verständlich, wenn Lust und Laune auf weitere Praktikanten sinken. Außerdem können Detailfragen, wie die Verpflichtung zur Zahlung des Mindestlohns, eben nicht nach dem gängigen Schema beurteilt werden. Vielmehr ist zusätzlich zu einer ordentlichen Dokumentation auch immer der Einzelfall zu betrachten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entscheidung des BAG ist vor dem Hintergrund der Rechtssicherheit für Arbeitgeber und Praktikanten begrüßenswert; wenn auch nicht überraschend. Das Urteil folgt im Ergebnis der Gesetzessystematik, wonach die Trennung von freiwilligen Orientierungspraktika und hochschulrechtlichen Pflichtpraktika unter Verwendung der dreimonatigen Grenze für den Mindestlohnanspruch in § 22 MiLoG vorgesehen ist. Dies muss auch für Praktika gelten, die vor der Einschreibung in den Studiengang zwingend zu erfolgen haben. Im Gegensatz zu den in Nr. 2 geregelten Orientierungspraktika obliegt die Absolvierung des Praktikums gerade nicht der freien Entscheidung des Praktikanten, sondern muss vielmehr aufgrund der konkreten hochschulrechtlichen Bestimmung erfolgen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ob es sich allerdings um eine zwingende hochschulrechtliche Bestimmung handelt, kann im Einzelfall regelmäßig sehr fraglich sein. Arbeitgebende sind gehalten, sich die Qualifikation als Pflichtpraktikum seitens der Hochschule bestätigen zu lassen und sollten im Zweifelsfall anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass eine fundierte rechtliche Einschätzung regelmäßig einen aufwändigen Rechtsstreit vermeiden kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 17 Feb 2022 09:39:07 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Der Pflichtzuschuss des Arbeitgebers zur Entgeltumwandlung – Handlungsbedarf für (fast jeden) Arbeitgeber</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/der-pflichtzuschuss-des-arbeitgebers-zur-entgeltumwandlung-handlungsbedarf-fuer-fast-jeden-arbeitgeber</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Der Pflichtzuschuss des Arbeitgebers zur Entgeltumwandlung – Handlungsbedarf für (fast jeden) Arbeitgeber
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
              I. Einleitung
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Seit dem 01.01.2022 sind Arbeitgeber verpflichtet, zu allen Entgeltumwandlungen zugunsten einer betrieblichen Altersversorgung einen Zuschuss zu leisten. Das Betriebsrentenstärkungsgesetz hatte diese Pflicht in einem ersten Schritt in Bezug auf solche Entgeltumwandlungsvereinbarungen eingeführt, die ab dem 01.01.2019 neu abgeschlossen worden waren. Mit Beginn dieses Jahres wurde diese Pflicht nun auf alle Entgeltumwandlungsvereinbarungen erstreckt, unabhängig davon, ob sie individualvertraglich geschlossen wurden oder auf einer kollektivrechtlichen Vereinbarung (z.B. einer Betriebsvereinbarung) beruhen. Allerdings gilt eine Ausnahme für solche Fälle, in denen eine tarifvertragliche Regelung einen von der gesetzlichen Regelung abweichenden Zuschuss vorsieht. Das bedeutet, dass gegebenenfalls für die Beschäftigten ungünstigere tarifliche Regelungen gültig bleiben. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             II. Anspruch auf Pflichtzuschuss
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            § 1a Abs. 1a Betriebsrentengesetz (BetrAVG) verpflichtet den Arbeitgeber bei solchen Entgeltumwandlungsvereinbarungen, die eine Zahlung in eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds vorsehen, den von ihm aufgrund der Entgeltumwandlung ersparten Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung pauschal in Höhe von 15% des umgewandelten Entgelts an den Arbeitnehmer weiterzugeben. Die Weitergabe erfolgt dadurch, dass der Arbeitgeber pauschal 15% des umgewandelten Entgelts zusätzlich als Arbeitgeberzuschuss leistet. Eine entsprechende Verpflichtung besteht aber nur, wenn und soweit der Arbeitgeber tatsächlich Sozialversicherungsbeiträge einspart.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III. Problemstellungen
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1. Ermittlung der Ersparnis
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Rund um den verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss gibt es derzeit eine Reihe von ungeklärten Fragen, deren abschließende Lösung noch nicht absehbar ist. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            So ist u.a. streitig, auf welcher Grundlage die Sozialversicherungsersparnis des Arbeitgebers zu ermitteln ist. Klar ist, dass der Arbeitgeberanteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag zur gesetzlichen Renten-, Arbeitslosen, Kranken- und Pflegeversicherung in Ansatz zu bringen ist. Die Sozialversicherungsträger vertreten die Auffassung, dass auch die Pauschalbeiträge zur Sozialversicherung für geringfügig Beschäftigte sowie der Arbeitgeberzuschuss zur Rentenversicherung in berufsständischen Versorgungswerken und zur freiwilligen bzw. privaten Kranken- und Pflegeversicherung einzubeziehen sind. Die Umlagen zur Unfallversicherung, nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz und die Insolvenzgeldumlagen sollen jedenfalls nicht zu berücksichtigen sein. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wichtig ist in jedem Fall, dass der vom Arbeitnehmer umgewandelte Betrag zusammen mit dem Arbeitgeberzuschuss nicht die Grenze der Sozialversicherungsfreiheit (4% der BBG, € 3.408,00 pro Jahr bzw. monatlich € 284,00) überschreiten sollte, weil andernfalls auf den Teil, welcher diese Grenze überschreitet, wiederum Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2. Monatliche Berechnung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine weitere Schwierigkeit im Zusammenhang mit dem Pflichtzuschuss ergibt sich daraus, dass nach Auffassung der Sozialversicherungsträger die Sozialversicherungsersparnis auf monatlicher Basis zu ermitteln ist. Dabei bleibt aber unberücksichtigt, dass die tatsächliche Ersparnis für den Arbeitgeber teilweise nur in der Jahresbetrachtung sichtbar wird. Die Tatsache, dass aufgrund der sog. „März-Klausel“ Sonderzuwendungen, die zwischen dem 1. Januar und 31. März eines Jahres gezahlt werden, sozialversicherungsrechtlich vielfach noch dem Vorjahr zuzurechnen sind, kann dazu führen, dass durch solche späteren beitragspflichtigen Zahlungen zusammen mit den Arbeitgeberpflichtzuschüssen die Beitragsbemessungsgrenze überschritten wird, so dass letztlich auf Jahressicht keine Sozialversicherungsersparnis vorliegt und damit auch auf die Arbeitgeberzuschüsse Sozialversicherungsbeiträge abzuführen sind. Eine rückwirkende Korrektur ist bisher nicht vorgesehen. Auch mit dieser Frage werden sich daher wohl in näherer Zukunft die Gerichte befassen müssen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3. Pauschalzuschuss oder Spitzabrechnung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine Einsparung von Sozialversicherungsbeiträgen ist nur dann gegeben, wenn das jährliche Einkommen des Arbeitnehmers unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung (West) liegt, die sich in 2022 auf € 84.600,00 beläuft. Liegt das jährliche sozialabgabenpflichtige Einkommen des Arbeitnehmers über dieser Grenze, muss der Arbeitgeber also gar keinen Zuschuss zahlen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die größte Beitragsersparnis ist für solche Arbeitnehmer möglich, deren Einkommen unter der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung liegt (2022: € 58.050,00 jährlich bzw. € 4.837,50 pro Monat). Wandelt dieser Arbeitnehmer den Maximalbetrag von € 3.408,00 pro Jahr bzw. € 282,00 monatlich um (4% der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung (West)), spart der Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge von insgesamt 19,98%. Die Zuschusspflicht ist dennoch auf 15% des umgewandelten Entgelts begrenzt. Der Arbeitgeberpflichtzuschuss beläuft sich dementsprechend aktuell maximal auf € 42,30 pro Monat bzw. jährlich € 507,60.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Liegt das Jahreseinkommen des Arbeitnehmers zwischen der Beitragsbemessungsgrenze in der Gesetzlichen Krankenversicherung (2022: € 58.050,00 jährlich bzw. € 4.837,50 pro Monat) und der Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung (2022: € 84.600,00 pro Jahr bzw. € 7.050,00 monatlich) liegt die Ersparnis des Arbeitgebers bei knapp über 12%. Der pauschale Zuschuss von 15% übersteigt in diesen Fällen die tatsächliche Ersparnis.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Gesetz sieht daher die grundsätzliche Möglichkeit vor, den Pflichtzuschuss auf zwei verschiedene Arten zu gewähren, nämlich als pauschalen Zuschuss in Höhe von 15% des umgewandelten Betrags oder in Höhe der tatsächlich eingesparten Beträge, soweit die Ersparnis unter 15% liegt (sog. Spitzabrechnung). 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wird die Spitzabrechnung gewählt, ist die Lohnabrechnung auch bei jeder noch so geringen Entgeltschwankung jeweils anzupassen. Dies ist nicht nur mit erheblichem Zeit- und damit auch Kostenaufwand, sondern auch mit zahlreichen praktischen Problemen verbunden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wie vorstehend dargestellt wurde, ergibt sich vielfach erst im Laufe des Jahres, ob bzw. in welcher Höhe Sozialversicherungsbeiträge eingespart wurden, ohne dass dann noch eine rückwirkende Korrektur möglich ist. Der administrative Aufwand ist aber dennoch entstanden. Auch die noch ungeklärten Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Ermittlung der tatsächlichen Ersparnis dürften eindeutig für eine pauschale Abrechnung sprechen, die nicht zuletzt auch für den Mitarbeiter deutlich transparenter ist und damit zeit- und aufwandsintensive Nachfragen vermeidet.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              IV. Praktische Umsetzung
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In jedem Fall besteht für den Arbeitgeber jetzt Handlungsbedarf. Zunächst bietet es sich an, sich einen Überblick über alle Fälle zu verschaffen, in denen die Arbeitnehmer Entgelt zugunsten einer Direktversicherung, eines Pensionsfonds oder einer Pensionskasse umwandeln.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1. Kontaktaufnahme mit dem Versicherer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das weitere Vorgehen erfordert prinzipiell die Kontaktaufnahme zu den vertragsführenden Versicherungsunternehmen. Hier trifft der Wunsch des Gesetzgebers, gerade für geringer verdienende Arbeitnehmer die zusätzliche betriebliche Altersvorsorge aufzustocken, auf eine Versicherungswirtschaft, welche die seinerzeit abgeschlossenen Tarife entweder zwischenzeitlich geschlossen hat oder jedenfalls keine Beitragserhöhungen auf diese Tarife mehr annimmt. In vielen Fällen wird es also nicht möglich sein, den Arbeitgeberzuschuss zusätzlich in den Altvertrag einzuzahlen. Dann muss entweder beim betreffenden Versicherer ein neuer Vertrag abgeschlossen werden, was in Anbetracht der von den Versicherern teilweise geforderten Mindestbeiträge ebenfalls problematisch sein kann, oder aber ein anderer Versicherer gesucht werden, der für den Zuschuss einen gesonderten Vertrag abschließt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2. Rücksprache mit dem Mitarbeiter
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Schon aus Praktikabilitätsgründen sollte jedenfalls parallel zu den Anfragen bei den Versicherern das Gespräch mit den betroffenen Mitarbeitern gesucht werden. Sofern und soweit diese eine Reduzierung des von ihnen bisher umgewandelten Betrags um den Arbeitgeberzuschuss wünschen bzw. mit einer solchen einverstanden sind, muss nämlich im Verhältnis zum Versicherer nichts weiter veranlasst werden. Es wird dann weiterhin der bisherige Versicherungsbeitrag gezahlt, der allerdings zukünftig zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt wird. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für diese Aufteilung existieren wiederum zwei Berechnungsalternativen. Einerseits könnte der Zuschuss von 15% auf einen reduzierten Entgeltumwandlungsbetrag bezogen ermittelt werden, während andererseits die Möglichkeit besteht, den Zuschuss zugrunde zu legen, der anteilig auf den Versicherungsbeitrag entfallen würde.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vereinfacht dargestellt ergeben sich bei den beiden Alternativen folgende Ergebnisse:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/tabelle-5a6f8c3d.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch wenn in der ersten Alternative der absolut vom Arbeitgeber getragene Betrag geringer ist als in der zweiten Alternative, wird dennoch die gesetzliche Vorgabe des Arbeitgeberzuschusses von 15% eingehalten. Wird die zweite Alternative gewählt, zahlt der Arbeitgeber 17,65% des reduzierten Entgeltumwandlungsbetrags. Der Zuschuss liegt in diesem Fall also über dem gesetzlichen Pflichtzuschuss.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die zweite Alternative dürfte für den Arbeitnehmer deutlich leichter nachvollziehbar sein. Dies ist deswegen nicht unerheblich, weil die Reduktion des Umwandlungsbetrags in jedem Fall der Zustimmung des Arbeitnehmers bedarf, also nicht ohne Einverständnis des Arbeitnehmers umgesetzt werden darf. Bedenkenswert ist zudem, dass der Arbeitnehmer Entgegenkommen zeigt, indem er nicht auf einer zusätzlichen Zahlung zu besteht, die über den bisher umgewandelten Betrag hinausgeht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es dürfte daher ratsam sein, zwar beide Alternativen darzustellen, seitens des Arbeitgebers aber dadurch Entgegenkommen zu zeigen, dass die zweite Berechnungsalternative gewählt wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3. Die Problematik der Spitzabrechnung in praktischer Hinsicht
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Beide dargestellten Alternativen gehen davon aus, dass ein pauschaler Zuschuss geleistet wird. Sollte entgegen der vorstehend geäußerten Bedenken die Spitzabrechnung bevorzugt werden, ist in die entsprechenden Überlegungen einzubeziehen, dass keinesfalls zu erwarten ist, dass die Versicherer sich auf schwankende Beiträge einlassen werden. Bei einer Spitzabrechnung muss daher in jedem Fall das Einverständnis des Arbeitnehmers eingeholt werden, weil dieser der Reduktion des bisher von ihm umgewandelten Entgelts zustimmen muss.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An dieser Stelle zeigt sich eine weitere Schwierigkeit der Spitzabrechnung, die darin besteht, dass die entsprechend zu ändernde Entgeltumwandlungsvereinbarung eine Gleitklausel enthalten muss, die es zulässt, dass der umgewandelte Betrag gegebenenfalls monatlich schwankt, je nachdem wie hoch die Ersparnis des Arbeitgebers im Einzelnen ausfällt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Änderung der Entgeltumwandlungsvereinbarung ist aber generell in allen Fällen erforderlich, in denen der Versicherungsbeitrag gleichbleibt und das umgewandelte Entgelt zugunsten des Arbeitgeberzuschusses reduziert wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           V. Exkurs: Die Grundlagen der Entgeltumwandlungsvereinbarung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da zu erwarten ist, dass aus den vorstehend geschilderten Gründen die Änderung des umgewandelten Entgeltbetrags den häufigsten Fall der Umsetzung des verpflichtenden Arbeitgeberzuschusses bilden wird, dies aber unbedingt eine Anpassung der Entgeltumwandlungsvereinbarung erfordert, seien an dieser Stelle in der gebotenen Kürze deren Grundlagen am Beispiel einer betrieblichen Altersversorgung im Durchführungsweg einer Direktversicherung erläutert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist zu unterscheiden zwischen dem Rechtsverhält
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einerseits und dem Rechtsverhältnis zum Versicherungsunternehmen andererseits.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/grafik-adcea531.png" alt=""/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Versorgungszusage
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine betriebliche Altersvorsorge liegt nach der Definition in § 1 BetrAVG vor, wenn der Arbeitgeber gegenüber dem Arbeitnehmer aus Anlass des Arbeitsverhältnisses eine Zusage über Leistungen zur Abdeckung eines sogenannten biometrischen Risikos (Alter, Tod und Invalidität) abgibt. Diese Versorgungszusage kann auf verschiedene Arten erfolgen, die mit unterschiedlichen Haftungsrisiken für den Arbeitgeber verbunden sind. In der Praxis werden zumeist sog. Beitragszusagen mit Mindestleistungen oder beitragsorientierte Leistungszusagen erteilt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Durchführungsweg
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Direktversicherung ist einer der fünf sog. Durchführungswege mittels derer der Arbeitgeber die Versorgungzusage, die er dem Arbeitnehmer erteilt hat, erfüllen kann. Es handelt es sich um eine Lebensversicherung, die der Arbeitgeber zur Erfüllung der Versorgungszusage auf das Leben seines Arbeitnehmers abschließt. Bezugsberechtigt hinsichtlich der Leistungen des Versicherers sind in der Regel der Arbeitnehmer oder seine Hinterbliebenen. Versicherungsnehmer und Beitragszahler ist dagegen der Arbeitgeber. Bei der Direktversicherung zahlt der Versicherer im Versorgungsfall die Leistungen direkt an den Arbeitnehmer bzw. seine Hinterbliebenen aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3. Entgeltumwandlung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gem. § 1a Abs. 1 BetrAVG kann grundsätzlich jeder Arbeitnehmer vom Arbeitgeber verlangen, dass von seinem Gehalt bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze (West) in der gesetzlichen Rentenversicherung zu Gunsten der betrieblichen Altersvorsorge umgewandelt werden. Dabei versteht man unter Entgeltumwandlung den Verzicht des Arbeitnehmers auf Entgeltansprüche in der Zukunft. Im Gegenzug erhält der Arbeitnehmer dafür eine wertgleiche Versorgung. Der Arbeitgeber ist also verpflichtet, ihm eine Versorgungszusage zu erteilen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für den Arbeitgeber ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass mit der Entgeltumwandlungsvereinbarung zwei Aspekte geregelt werden:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zum einen wird durch die Entgeltumwandlungsvereinbarung der zwischen den Parteien bestehende Arbeitsvertrag geändert. Es wird vereinbart, dass ein bestimmter Betrag des Gehalts des Arbeitnehmers nicht an diesen ausgezahlt, sondern vom Arbeitgeber einbehalten und in eine betriebliche Altersvorsorge umgewandelt wird.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zum anderen erteilt der Arbeitgeber mit Abschluss der Entgeltumwandlungsvereinbarung gegenüber dem Arbeitnehmer eine Versorgungszusage, die letztlich dazu führt, dass der Arbeitgeber für diese Zusage auch dann einstehen muss, wenn er sich eines sog. externen Durchführungswegs, wie z.B. der Direktversicherung bedient (vgl. § 1 Abs. 1 S. 3 BetrAVG). Schon aus diesem Grund ist bei der Formulierung einer solchen Entgeltumwandlung mit entsprechender Sorgfalt vorzugehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch im Hinblick auf kommende Sozialversicherungsprüfungen ist darauf zu achten, dass einerseits überhaupt eine Entgeltumwandlungsvereinbarung vorliegt und dass diese andererseits die tatsächliche Durchführung der Entgeltumwandlung korrekt abbildet. Unstreitig ist, dass eine Entgeltumwandlung in jedem Fall eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer voraussetzt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in Prüfungen künftig schriftliche Entgeltumwandlungsvereinbarungen verlangt werden. Im einschlägigen Rundschreiben des Spitzenverbands wird jedenfalls ausgeführt, die „Vereinbarung sei zu den Entgeltunterlagen zu nehmen“. Ohne schriftliche Vereinbarung sieht sich der Arbeitgeber zumindest der Gefahr ausgesetzt, beweisen zu müssen, dass die Beitragszahlungen auf Wunsch des Arbeitsnehmers nicht an diesen ausgezahlt, sondern in die Versorgung eingezahlt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VI. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die betriebliche Altersversorgung ist ein komplexes Thema, das für den Arbeitgeber mit vielen Pflichten und einem nicht unerheblichen Haftungspotential verbunden ist. Dennoch fristet dieser Bereich in vielen Unternehmen eher ein Schattendasein. Der zum 01.01.2022 eingeführte verpflichtende Arbeitgeberzuschuss zur Entgeltumwandlung macht es jedoch notwendig, dass sich jeder Arbeitgeber, der auch nur einen einzigen Arbeitnehmer beschäftigt, der sein Gehalt in eine betriebliche Altersvorsorge umwandelt, näher mit den Folgen dieser Pflicht auseinandersetzt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Formulierung einer Entgeltumwandlungsvereinbarung sind wir Ihnen ebenso wie bei allen anderen Fragen rund um das komplexe Thema betriebliche Altersversorgung gerne behilflich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 03 Feb 2022 09:30:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Betriebsveranstaltungen – Sog. „No-Show-Kosten“ werden bei der Bewertung von Arbeitslohn berücksichtigt. – Steuer-Tipp Nr. 345</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/betriebsveranstaltungen</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Betriebsveranstaltungen – Sog. „No-Show-Kosten“ werden bei der Bewertung von Arbeitslohn berücksichtigt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           I.	Ausgangslage
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Pandemie hat auch in diesem Winter zum wiederholten Male dafür gesorgt, dass die (Betriebs-)feierlaune auf nahezu Null gesunken ist und dem zur Folge auch viele Weihnachtsfeiern abgesagt wurden. Viele Arbeitgeber planen jedoch, die ausgefallenen Weihnachtsfeiern im Frühjahr unter anderem Namen und bei angenehmeren Temperaturen in hoffentlich entspannterer Atmosphäre nachzuholen. Denn gerade in diesen Zeiten, in denen wohlmöglich ein Großteil der Arbeitnehmer im Home-Office arbeiten muss, fördern derartige Unternehmungen nicht nur das Zusammengehörigkeitsgefühl, sondern wirken sich auch positiv auf Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen aus. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Organisation und Planung einer solchen Veranstaltung stellt die Unternehmen pandemiebedingt immer noch vor große Herausforderungen und zum Schluss bleibt dann auch noch die bange Frage: Wie viele der ursprünglich eingeladenen Arbeitnehmer nehmen letztendlich an der Betriebsveranstaltung teil? Dies kann möglicherweise ungeplante Auswirkungen auf die Lohnversteuerung bei den teilnehmenden Arbeitnehmern haben. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Bemessungsgrundlage für den Arbeitslohn
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a Satz 1 und 3 EStG gehören Zuwendungen des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer und dessen Begleitpersonen anlässlich einer Betriebsveranstaltung zu den steuerpflichtigen Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit. Wenn die Teilnahme an der Betriebsveranstaltung allen Angehörigen des Betriebs oder eines Betriebsteils offensteht, liegt jedoch nur insoweit steuerpflichtiger Arbeitslohn vor, wie die Zuwendungen den Betrag von 110 € übersteigen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Freibetrag von 110 € gilt für bis zu zwei Betriebsveranstaltungen jährlich. Somit kann pro Betriebsveranstaltung jeweils ein Freibetrag von 110 € berücksichtigt werden. Nimmt der Arbeitnehmer an mehr als zwei Betriebsveranstaltungen teil, kann der Arbeitgeber wählen, für welche Veranstaltungen der Freibetrag gelten soll.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In die Bemessungsgrundlage sind gemäß § 19 Abs. 1 Nr. 1a Satz 2 EStG alle Aufwendungen des Arbeitgebers einschließlich Umsatzsteuer unabhängig davon einzubeziehen, ob sie einzelnen Arbeitnehmern individuell zurechenbar sind oder ob es sich um den rechnerischen Anteil an den Kosten der Betriebsveranstaltung handelt, welche der Arbeitgeber gegenüber Dritten aufwendet. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Konkretisierung durch BFH-Urteil vom 29.04.2021
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in seinem Urteil vom 29.04.2021 (VI R 31/18) seine Grundsätze nochmals konkretisiert, wie Arbeitslohn anlässlich einer Betriebsveranstaltung zu ermitteln und zu bewerten ist. Er hat in diesem Zusammenhang nochmals darauf hingewiesen, dass mit § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a Satz 5 i.V.m. Satz 2 EStG nunmehr eine eigenständige Bewertungsvorschrift besteht, welche in ihrem Anwendungsbereich die Bewertung gem. § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG verdrängt. Die Vorteilsermittlung anhand der gesamten Aufwendungen des Arbeitgebers solle der Steuervereinfachung dienen; möglicherweise hiermit einhergehende lohnsteuerliche Unzuträglichkeiten seien folglich hinzunehmen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bei der Ermittlung der Zuwendungen des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer anlässlich von Betriebsveranstaltungen sind gemäß Auffassung des BFH in einem ersten Schritt die vom Arbeitgeber getragenen Gesamtkosten zu ermitteln. Diese Veranstaltungsgesamtkosten des Arbeitgebers sind dann in einem zweiten Schritt zu gleichen Teilen auf die bei der Betriebsveranstaltung tatsächlich anwesenden Teilnehmer aufzuteilen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine Aufteilung der Gesamtkosten auf die angemeldeten bzw. eingeladenen Teilnehmer und die Zurechnung des so ermittelten individuellen Vorteils auf die tatsächlich an der Betriebsveranstaltung teilnehmenden Personen würde lt. Auffassung des BFH dazu führen, dass nicht alle Aufwendungen des Arbeitgebers als Arbeitslohn angesetzt würden und damit dem Anliegen des Gesetzgebers zuwiderlaufen. Sog. „No-Show-Kosten“, also tatsächlich angefallene Kosten für ursprünglich kalkulierte, aber nicht teilnehmende Arbeitnehmer gehören somit lt. Auffassung des BFH in die lohnsteuerpflichtige Bemessungsgrundlage aller anwesenden Arbeitnehmer.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der BFH hat mit seinem Urteil vom 29.04.2021 nochmals klargestellt, dass aufgrund der ab 2015 geltenden Fassung des § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG zum einen alle in unmittelbarem Zusammenhang mit der Betriebsveranstaltung stehenden Aufwendungen des Arbeitgebers anzusetzen sind und zum anderen die gesamten Aufwendungen stets in vollem Umfang auf die anwesenden Teilnehmer aufzuteilen sind.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Insbesondere bei Betriebsveranstaltungen, bei denen ein Großteil der Kosten nicht von der konkreten Teilnehmerzahl abhängt, kann es somit aufgrund kurzfristiger Absagen von Arbeitnehmern schnell zu einer Überschreitung des Freibetrags von 110 € und somit zu steuerpflichtigem Arbeitslohn kommen. Daher sollten bei der Kalkulation der lohnsteuerpflichtigen Zuwendungen von Betriebsveranstaltungen Erfahrungswerte für sog. „No-Show-Kosten“ aus vorangegangenen Veranstaltungen zugrunde gelegt werden. Gegebenenfalls lassen sich auch flexiblere Vertragsbedingungen mit den Agenturen oder Caterern aushandeln. Um die Steuerlast bei den Arbeitnehmern dennoch möglichst gering zu halten, empfiehlt sich letztendlich die Anwendung der Pauschalbesteuerung für die lohnsteuerpflichtigen Zuwendungen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bei der steuerlichen Optimierung Ihrer Betriebsveranstaltungen sind wir Ihnen gerne behilflich. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 28 Jan 2022 08:34:27 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>GmbH-Gründung bald vom heimischen Sofa? Das  digitale Gründungsverfahren als Ausfluss der Digitalisierungsrichtlinie – Rechts-Tipp Nr. 231</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         GmbH-Gründung bald vom heimischen Sofa? Das 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          digitale Gründungsverfahren als Ausfluss der Digitalisierungsrichtlinie
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit Umsetzung der europäischen Digitalisierungsrichtlinie (RL 2019/1151/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20.06.2019 zur Änderung der RL 2017/1132/EU im Hinblick auf den Einsatz digitaler Werkzeuge und Verfahren im Gesellschaftsrecht (ABl. L 186 vom 11.07.2019, S. 80)) soll die bisweilen langsam vorschreitende Digitalisierung in Deutschland – man möchte sagen, endlich – auch im Gesellschaftsrecht Fuß fassen. Das entsprechende Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) wird am 01.08.2022 in Kraft treten, und bereits bestehende Gesetze und Vorschriften ergänzen oder ändern. Am prominentesten dürfte dabei sein, dass es als Alternative zum traditionellen Präsenzverfahren vor dem Notar die Möglichkeit zur Eröffnung eines digitalen GmbH-Gründungsverfahrens, die sog. „Online-Gründung“, schafft.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II. Das Konzept der „Online-Gründung“ – was ist bald möglich?
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Nach aktueller Rechtslage bedarf es aufgrund der erforderlichen Beurkundung für eine Gründung des physischen Erscheinens vor dem Notar gem. § 2 I GmbHG i.V.m. §§ 128 BGB, 6ff. BeurkG. Von erhöhter Relevanz ist hier insbesondere § 13 BeurkG, wonach die Beurkundung des Gesellschaftsvertrags in Gegenwart des Notars den Beteiligten vorgelesen und dann von ihnen genehmigt und unterschrieben wird. Die „Online-Gründung“ soll den Notar nicht etwa umgehen, sondern vielmehr die Digitalisierung notarieller Arbeitsschritte ermöglichen, unter „Beibehaltung der hohen Standards notarieller Beurkundungsverfahren“ – so das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz auf seiner Website.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Dabei stützt sich das DiRuG im Wesentlichen auf das Instrument der Videokommunikation, vgl. § 16a ff. BeurkG-RegE, die gänzlich neu in das BeurkG eingeführt werden. Die Videokommunikation soll insbesondere zur notariellen Beurkundung von Willenserklärungen dienen und somit erstmalig eine Fernbeurkundung möglich machen. Es entsteht in der Folge eine originär elektronische notarielle Urkunde (§ 16b BeurkG-RegE), die im Elektronischen Urkundenarchiv der Bundesnotarkammer verwahrt wird. Auch die Unterzeichnung findet nicht per Stift und Papier, sondern mittels qualifizierter elektronischer Signatur der Beteiligten statt (§ 16 IV BeurkG-RegE). Dafür reichen die bekannten Voraussetzungen für elektronische Signaturen aus, eine eigene Software für die Online-Gründung ist nicht vorgesehen. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Unter dem Online-Verfahren soll die Identifizierung bzw. Feststellung der Beteiligten nicht leiden. Dafür sieht § 16c BeurkG-RegE ein dem Notar elektronisch übermitteltes Lichtbild sowie zum Identitätsnachweis den sog. neuen Personalausweis (§ 18 PersonalausweisG-RegE) bzw. deren Äquivalente für EU/EWR-Ausländer und Drittstaatsangehörige vor. Alternativ ist nachträglich auch die Möglichkeit eines elektronischen Identitätsnachweises in das DiRuG aufgenommen worden. Die tatsächliche Identifikation mittels der Dokumente findet dann während der Videokommunikation durch den Notar statt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Gewährleistet werden diese Möglichkeiten über ein eigens vorgesehenes und entwickeltes Online-Portal der Bundesnotarkammer, zu dessen Betreiben die Bundesnotarkammer gem. § 78p BnotO-RegE verpflichtet ist. Das Portal ermöglicht neben der sicheren (Video-)Kommunikation auch den sicheren Austausch von Dokumenten und ein Höchstmaß an Datensicherheit und hoheitlicher Autorität gewährleisten. Zu seiner Zugänglichkeit bedarf es lediglich eines internet- und videofähigen Geräts (etwa eines Laptops oder PCs) sowie eines NFC-fähigen Smartphones. Ein gesondertes Kartenlesegerät ist dafür nicht zwingend notwendig. Es muss insbesondere kein besonderes Programm heruntergeladen werden, da das Portal browserbasiert betrieben wird. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Neben dem somit rein digitalen Verfahren und der traditionellen Präsenzgründung wird schließlich auch die Option einer sog. gemischten Beurkundung eröffnet, bei welcher ein Präsenztermin beim Notar mit der Online-Zuschaltung einzelner Beteiligter kombiniert wird (§ 16e BeurkG-RegE). Darüber hinaus wird zudem die öffentliche Beglaubigung qualifizierter elektronischer Signaturen mittels Videokommunikation durch Notar: innen ermöglicht, sodass auch die Anmeldung von Einzelkaufleuten, GmbHs, AGs und KGaAs sowie Zweigniederlassungen zum Handelsregister (§§ 40a BeurkG-RegE, 12 I 2 HGB-RegE) vollständig online ablaufen können.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             III. Grenzen des Verfahrens – was geht (noch) nicht?
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Die bislang vorgesehenen und für den August kommenden Jahres angekündigten Änderungen beziehen sich ausschließlich auf die Bargründung einer GmbH oder UG (haftungsbeschränkt). Für die Sachgründung, die vom Gesetzgeber offenkundig als aufwendiger eingeschätzt wurde, sowie die Gründung von AG und KGaA gelten somit weiterhin nur die traditionellen Verfahren, inklusive persönlicher Vorsprache. Auch Kapitalerhöhungen oder Satzungsänderungen sollen nicht im Wege des Online-Verfahrens möglich werden. Das Online-Verfahren beschränkt sich auf den Gründungsvorgang per se. Zudem besteht auch keine Pflicht des Notars, nach Antrag die Online-Beurkundung durchzuführen: Wenn er bspw. an der Person eines Beteiligten bzw. an der Rechts- oder Geschäftsfähigkeit desselben zweifelt, ist eine Ablehnung sowie Verweisung auf das herkömmliche Präsenz-Verfahren nach § 16a II BeurkG-RegE möglich. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zudem hebt die Online-Gründung die Bindung an den Amtsbereich des jeweiligen Notariats nicht auf. So besteht ohne entsprechenden Anknüpfungspunkt, und sofern es an besondere, berechtigten Interessen der Beteiligten fehlt, keine Möglichkeit des Gründers, ein Notariat an einem Ort seiner Wahl vorzusehen. Vielmehr muss sich im Rahmen der Urkundstätigkeit im jeweiligen Amtsbereich der Sitz bzw. die Hauptniederlassung der Gesellschaft, der Wohnsitz des Einzelkaufmanns, bei einer ausländischen Gesellschaft Sitz oder Zweigniederlassung oder der Wohnsitz oder Sitz eines Gesellschafters der betroffenen Gesellschaft befinden (§ 10a III BNotO-RegE).
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV.	Unser Tipp
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das DiRuG enthält eine Vielzahl von Erleichterungen gerade für angehende Gründer und im Rahmen von Anmeldungen zum Handelsregister, die hier überblicksartig dargestellt wurden. Mit der „Vielzahl“ einher gehen jedoch, gerade zum jetzigen Zeitpunkt, eine schwer überschaubare Anzahl an Änderungen und weiterhin Einschränkungen der Digitalisierung für bestimmte Gesellschaftsformen und Vorgänge. Es ist jedoch anzunehmen, dass die Erfahrungssätze mit dem DiRuG und seinen praktischen Auswirkungen ab dem Spätsommer 2022 den Grundstein für weitere Digitalisierungsprozesse in der Zukunft legen werden.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ein möglicher Vorteil der Online-Gründung könnte sich für natürliche Personen ergeben (insbesondere deutsche Staatsbürger), die sich im Ausland befinden und aus dem Ausland heraus die GmbH gründen möchten. Hingegen bietet sich die Online-Gründung für im Ausland ansässige juristische Personen wohl nicht an, denn in der Regel wird die Vorlage von legalisierten bzw. mit einer Apostille versehenen Existenz- und Vertretungsnachweisen der im Ausland ansässigen juristischen Person notwendig sein. Dem Notar müssen diese weiterhin (im Original) in Papierform vorliegen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Sofern Sie sich fragen, ob und wie Sie von den neuen Vorschriften profitieren können, grundsätzliche Nachfragen haben oder Hilfe bei Ihren individuellen Möglichkeiten und Prognosen benötigen, helfen wir Ihnen gerne weiter. Wir freuen uns, den Weg mit Ihnen und Ihrer (neuen) Gesellschaft gemeinsam gehen zu dürfen – ob analog oder digital.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 28 Jan 2022 08:34:06 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Reform des Stiftungsrechts – Die zentralen Punkte der gesetzlichen Neuregelungen und ihre Bedeutung für Stiftungen – Special Nr. 353</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/reform-des-stiftungsrechts</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Reform des Stiftungsrechts – Die zentralen Punkte der gesetzlichen Neuregelungen und ihre Bedeutung für Stiftungen 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Mit Verabschiedung des Gesetzes zur Vereinheitlichung des Stiftungsrechts und zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes durch den Bundestag und Bundesrat am 24. und 25.6.2021 und dessen Verkündung am 22.7.2021 (BGBl. I S. 2947), schafft der Gesetzgeber im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) nun bundeseinheitliche Rechtsvorschriften für rechtsfähige Stiftungen. Bisher wurde das Stiftungsrecht im Vergleich dazu partiell im BGB, weitestgehend aber in teilweise sehr unterschiedlichen Landesstiftungsgesetzen geregelt. Die Stiftungsrechtsreform führt nun einerseits zu einer Rechtsvereinheitlichung und wird andererseits Unterschiede zwischen den Bundesländern im Hinblick auf die Ausübung der Stiftungsaufsicht abbauen. Die neuen Vorschriften sind zwar erstmalig am 1.7.2023 anwendbar, entfalten aber gleichwohl bereits jetzt eine Art Vorwirkung und können die Anpassung von Satzungen bereits bestehender Stiftungen erforderlich machen. Betroffen von der Reform sind ca. 23.000 Stiftungen, wovon mehr als 90% gemeinnützige Zwecke verfolgen. Der nachfolgende Beitrag fasst die wesentlichen Eckpunkte der Reform zusammen.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Hintergrund
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Stiftungszivilrecht, welches die Entstehung und die Verfassung einer rechtsfähigen Stiftung regelt, wird bisher einerseits noch in den §§ 80 ff. BGB a.F. und anderseits in den Stiftungsgesetzen der Bundesländer geregelt. Aufgrund dieser Aufspaltung traten bisweilen unterschiedliche Streitfragen und Rechtsunsicherheiten auf. So war bspw. in Teilen unklar, welche Vorgaben in den Landesstiftungsgesetzen durch eine bereits vorhandene bundesgesetzliche Regelung im BGB suspendiert werden. Zudem wichen die Vorschiften zwischen den Landesstiftungsgesetzen selbst voneinander ab. Darüber hinaus waren auch Unterschiede hinsichtlich der Praxis der jeweiligen Aufsichtsbehörden in der Rechtsauslegung und -anwendung erkennbar. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der Neufassung der §§ 80 ff. BGB soll jedenfalls den bisher bestehenden Unterschieden entgegengewirkt werden, indem das Stiftungszivilrecht künftig auf Bundesebene im BGB vereinheitlicht wird. Aus bislang neun Paragraphen des BGB werden nunmehr 36. Darunter fallen sowohl die Neufassung bereits bestehender als auch die Einführung gänzlich neuer Bestimmungen. Die neuen Vorschriften geben dabei der bereits gelebten Praxis ein gesetzliches Fundament und werden das Stiftungsrecht konkretisieren oder erweitern. Der Gesetzgeber geht ausweislich der Gesetzesmaterialien selbst davon aus, dass die neuen Regelungen das größtenteils schon heute geltende Stiftungszivilrecht wiedergeben und bekunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwar tritt das neue Gesetz erst mit Wirkung ab dem 1.7.2023 in Kraft. Die neuen Vorschriften enthalten aber in Teilen Vorgaben, die es zum einen notwendig werden lassen, Satzungen bereits bestehender Stiftungen auf Anpassungsbedarf hin zu überprüfen. Ein Augenmerk sollte insbesondere darauf gelegt werden, inwieweit Satzungen Regelungen zu
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Satzungsänderungen, 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Vorgaben zum Erhalt und zur Verwaltung des Stiftungsvermögens,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             neben dem Vorstand bestehenden Organen sowie
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             der Fassung von Beschlüssen 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           enthalten. Hierzu ergeben sich ab 01.07.2023 erhebliche Änderungen, auf die sich nicht früh genug eingestellt werden kann und sollte. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum anderen spiegeln die neuen Regelungen in Teilen bereits geltendes oder jedenfalls praktiziertes Recht wider, weshalb deren Sinn und Zweck, wie sie in den Gesetzesmaterialien zum Ausdruck kommt, bereits heute für die Auslegung der zurzeit noch geltenden Vorschriften herangezogen werden können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
            
          &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Inkrafttreten des neuen Rechts
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um den bestehenden Stiftungen ausreichend Zeit zu geben, etwaige erforderliche Angleichungen ihrer Satzungen vorzunehmen, und den Bundesländern eine Überarbeitung ihrer Landesstiftungsgesetze vor dem Inkrafttreten der gesetzlichen Neuregelung im BGB zu gewähren, tritt das neue Stiftungsrecht erst zum 1.7.2023 in Kraft. Bereits bestehende Stiftungen sollten dennoch zeitnah eine Prüfung des Änderungsbedarfes vornehmen, da Satzungsanpassungen grundsätzlich die Genehmigung der zuständigen Stiftungsbehörde erfordern und unter den gegebenen Umständen mit einer längeren Bearbeitungsdauer zu rechnen ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Reformgesetz sieht für bereits bestehende Stiftungen keine Übergangsregelungen vor. In der Literatur wird die Auffassung vertreten, dass Satzungen, die von den ab dem 1.7.2023 geltenden Regelungen abweichen, nicht nichtig werden, sondern Bestandsschutz genießen. Stiftungsbehörden sollten Stiftungsorganen in diesen Fällen die Möglichkeit zu Satzungsänderungen – unter den dann geltenden Bestimmungen – einräumen. Zu empfehlen ist allerdings, Satzungen jetzt zu überprüfen und in Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden eine Überarbeitung zeitnah, ggf. noch vor dem 1.7.2023, anzustreben. Denn Anpassungen sind einerseits nach dem 1.7.2023 nur noch unter den Voraussetzungen der §§ 85, 85a BGB n.F. möglich. Andererseits enthalten die neuen Bestimmungen in Teilen die Möglichkeit, durch anderslautende Satzungsregelungen von gesetzlichen Vorgaben zulässigerweise abzuweichen (sog. Öffnungsklauseln). Die Inanspruchnahme einer Öffnungsklausel ist aber z.B. bezogen auf die Ausgestaltung einer Hybridstiftung (siehe IV. 1.) nur im Rahmen des sog. Stiftungsgeschäfts, demnach bei Errichtung der Stiftung, möglich. Möchten Bestandsstiftungen von jenen Öffnungsklauseln Gebrauch machen, hätten sie hierzu theoretisch nicht mehr die Möglichkeit, da ihr Stiftungsgeschäft längst vollzogen wurde. Aber auch hier wird die Auffassung vertreten, auf Basis der noch geltenden Landesstiftungsgesetze und in Abstimmung mit den Behörden auch diesbezüglich Satzungsanpassungen durchführen zu können, nolens volens aber nur noch bis zum Inkrafttreten des neuen Rechts. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bestandsstiftungen sollten daher 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ol&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             die bisherigen den neuen Regelungen gegenüberstellen und Abweichungen ermitteln sowie
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             prüfen, ob daraus zwingende oder (empfehlenswerte) freiwillige Änderungen der Stiftungssatzung erforderlich werden oder geboten erscheinen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ol&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine notwendige Ergänzung der Satzung könnte bspw. daraus folgen, dass ausgewählte Geschäftsführungsaufgaben einem anderen Gremium als dem Vorstand übertragen wurden, dies aber bisher in der Satzung nicht verankert worden ist, künftig aber einer Aufnahme in die Satzung nach § 84 Abs. 3 BGB n.F. bedarf (hierzu V.1.). Daneben könnte es empfehlenswert sein, für den Vorstand oder einen Stiftungsrat in der Satzung eine Ermächtigungsgrundlage für künftige Satzungsänderungen aufzunehmen, die von den engen Vorgaben des § 85 Abs. 1 bis 3 BGB n.F. abweichen (hierzu VI.1.), oder die Haftung für Pflichtverletzungen von Organmitgliedern, die ehrenamtlich tätig sind und unter § 31a BGB fallen, auszudehnen (hierzu V.2.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Änderungen in der Stiftungsorganisation
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Begriff der Stiftung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 80 Abs. 1 Satz 1 BGB n.F. nimmt eine Legaldefinition des Begriffs „Stiftung“ vor. Eine solche gab es bislang nicht. Diese Definition hat den Zweck, den Begriff der Stiftung sowohl für den Stifter selbst als auch für die Stiftungen als juristische Personen verständlicher zu machen. Danach ist eine Stiftung eine mit einem Vermögen zur dauernden und nachhaltigen Erfüllung eines vom Stifter vorgegebenen Zwecks ausgestattete, mitgliederlose juristische Person. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Stiftung gehört somit nur sich selbst. Sie hat – im Vergleich zu einer Personen- oder Kapitalgesellschaft – weder Gesellschafter bzw. Anteilseigner noch – wie ein Verein – Mitglieder. Die Möglichkeit, Gewinne zu entnehmen oder auszuschütten, besteht nicht. Gleichwohl können Stiftungen Personen oder Personengruppen im Rahmen ihrer Zweckverfolgung Zuwendungen zukommen lassen. Der Kreis der begünstigten Personen wird Destinatäre genannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Stiftungsgeschäft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 81 Abs. 1 BGB n.F. enthält die Pflichtangaben zum sog. Stiftungsgeschäft. Bei dem Stiftungsgeschäft handelt es sich um die Willenserklärung des Stifters, eine Stiftung zu errichten und diese mit einem für die Erfüllung des Stiftungszwecks erforderlichen Vermögen auszustatten. Ausgestaltet werden kann eine Stiftung als sog. Ewigkeitsstiftung, die auf unbestimmte Zeit errichtet wird und den gesetzlichen Grundfall bildet, wie auch als sog. Verbrauchsstiftung, die auf bestimmte Zeit errichtet wird, innerhalb derer das Vermögen zur Erfüllung ihres Zwecks zu verbrauchen ist.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Stiftungsgeschäft fordert die Errichtung einer Stiftungssatzung. Die Satzung muss mindestens Angaben über den Zweck, den Namen, den Sitz und die Bildung des Vorstands enthalten. Weitergehende Regelungen, die über den gesetzlich geforderten Mindestinhalt hinausgehen, sind möglich. Hierdurch soll dem Stifter ausreichend Freiraum eingeräumt werden, seine Vorstellungen und Ideen über die Tätigkeit der Stiftung einfließen lassen zu können und seinen Stifterwillen in der gebotenen Ausführlichkeit zu bekunden (sog. Satzungsautonomie). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben der Errichtung der Satzung muss der Stifter im Stiftungsgeschäft der Stiftung Vermögen zur Erfüllung des Stiftungszwecks widmen (gewidmetes Vermögen). Dieses Vermögen hat der Stifter nach Anerkennung der Stiftung durch die zuständige Stiftungsbehörde gemäß § 82a BGB n.F. auf die Stiftung zu übertragen. Es steht dem Stifter anschließend endgültig nicht mehr zur freien Verfügung und geht ins Eigentum der Stiftung über. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch § 81 Abs. 2 Nr. 1 und 2 BGB n.F. werden die gesetzlichen Anforderungen an eine Verbrauchsstiftung konkretisiert. Eine Verbrauchsstiftung ist im Vergleich zu einer Ewigkeitsstiftung nicht auf einen zeitlich unbegrenzten Fortbestand ausgerichtet. Für eine Verbrauchsstiftung ist die Zeit festzulegen, für die eine solche Stiftung errichtet werden soll (§ 81 Abs. 2 Nr. 1 BGB n.F.). Als Mindestdauer gelten nach § 82 Satz 2 BGB n.F. zehn Jahre. Die Satzung muss ferner Bestimmungen zur Verwendung des Stiftungsvermögens enthalten, die die nachhaltige Erfüllung des Stiftungszwecks und den vollständigen Verbrauch des Stiftungsvermögens innerhalb der Zeit, für welche die Stiftung errichtet wird, gesichert erscheinen lassen (§ 81 Abs. 2 Nr. 2 BGB n.F.). Es soll vermieden werden, dass der Zweck schon nach kurzer Zeit des Bestehens der Stiftung nicht mehr wirksam verfolgt werden kann, weil das Vermögen bereits kurze Zeit nach der Errichtung aufgebraucht wurde. Nach der Gesetzesbegründung erscheint eine nachhaltige Zweckerfüllung regelmäßig auch dann nicht gesichert, wenn der Großteil des Stiftungsvermögens erst kurz vor Ablauf der für die Stiftung vorgesehenen Lebensdauer für die Zweckerfüllung verbraucht wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinweis:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Bei der Satzungsgestaltung einer Verbrauchsstiftung ist insbesondere ein Augenmerk auf die Darstellung des Zwecks und der hierfür im Zeitablauf benötigten und zu verbrauchenden Mittel zu legen. Der Prognose, ob das Vermögen zu Erfüllung des Stiftungszwecks während des gesamten Zeitraums ausreicht und verbraucht wird, kommt hier eine wesentliche Bedeutung zu. Eine positive Prognose ist Voraussetzung für die Anerkennung einer Stiftung durch die zuständige Stiftungsbehörde. 
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 81 Abs. 3 BGB n.F. dient der Klarstellung hinsichtlich der formellen Anforderungen an das Stiftungsgeschäft. Dieses bedarf lediglich der schriftlichen Form. Strengere Anforderungen, z.B. die Formerfordernisse für Verträge über Grundstücke (§ 311b Abs. 1 BGB) oder die Übertragung von GmbH-Anteilen (§ 15 GmbHG), sollen grundsätzlich keine Anwendung finden. Eine notarielle Beurkundung ist somit – auch bei gewidmetem Vermögen in Gestalt von Grundbesitz oder GmbH-Anteilen – nicht zwingend erforderlich. Soll die Errichtung der Stiftung dagegen von Todes wegen – bspw. auf Basis eines öffentlichen Testaments – erfolgen oder ist die Übertragung eines Grundstücks auf die Stiftung im Stiftungsgeschäft vorgesehen, ist die Beteiligung eines Notars hingegen unerlässlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinweis:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Auch künftig wird es nicht möglich sein, Stiftungen auf Zeit zu gründen, bei denen das Stiftungsvermögen nach Ablauf eines bestimmten Zeitraumes wieder an den Stifter zurück- oder einen Dritten fällt. Aus Sicht des Gesetzgebers fehlt es bei diesen Stiftungen an der für die Stiftung typischen dauerhaften Verbindung zwischen Zweck und Vermögen, die die Schaffung des selbständigen Rechtssubjekts Stiftung und die Kosten für die staatliche Aufsicht zum Schutz der Stiftung rechtfertigen. Demgegenüber wird gleichwohl im Schrifttum die Ansicht vertreten, dass die Errichtung einer Stiftung für einen überschaubaren Zeitraum, bei dem die Zeitdauer von der Erreichung eines (zeitlich nicht im Vorfeld definierten) Zwecks abhängt, zulässig sei. Als Praxisbeispiel kommt die Errichtung einer Stiftung zur Sanierung eines Denkmals in Betracht, die mit Zweckerreichung aufzulösen ist.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Stifterwille
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit § 83 Abs. 2 BGB n.F. wird die Maßgeblichkeit des ursprünglichen Stifterwillens statuiert und dessen Bedeutung deutlich hervorgehoben. Demnach haben sowohl die Stiftungsorgane als auch die Stiftungsaufsichtsbehörden den Willen des Stifters, oder hilfsweise den mutmaßlichen Stifterwillen, der bei der Errichtung der Stiftung zum Ausdruck gekommen ist, stets zu beachten. Der ursprüngliche und im Stiftungsgeschäft manifestierte Wille des Stifters als Maß aller Dinge wird somit nochmals klarstellend im Gesetz hervorgehoben und entspricht der bisherigen Rechtslage. Überlegungen, wonach einer Stifterin oder einem Stifter zu Lebzeiten noch eine autonome Einflussmöglichkeit auf die Stiftung und deren Zweck eingeräumt werden sollte, konnten sich im Gesetzgebungsverfahren nicht durchsetzen. Die Satzung bildet den Handlungsrahmen der Tätigkeit von Vorstand und daneben bestehenden Organen, in Form eines Stifterrats oder eines Kuratoriums o.ä. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinweis:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Die ausreichende Dokumentation des Stifterwillens bei der Errichtung einer Stiftung ist geboten, um späteren Unklarheiten vorzubeugen. Hierbei ist nicht zwingend erforderlich, ihn in der Satzung zu manifestieren. Eine Verankerung in neben der Satzung stehenden Dokumenten ist gleichfalls möglich. 
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Maßgeblichkeit des ursprünglichen Stifterwillens bedeutet hingegen nicht, dass durch den Zeitlauf notwendig gewordene Anpassungen nicht vorgenommen werden können. Vielmehr geht der Gesetzgeber davon aus, dass der Stifter zwar an seinem historischen Ausgangswillen festhalten will, notwendig gewordene Anpassungen zur Sicherstellung der Stiftungsexistenz auf Dauer aber im Regelfall von ihm gewünscht und erforderliche Korrekturen möglich sein sollen (hierzu näher unter V. 1.). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV.	Änderungen beim Stiftungsvermögen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Unterscheidung von Grundstockvermögen und sonstigem Vermögen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Stiftungsvermögen wird von den §§ 80 ff. BGB a.F. bisher nur sehr knapp behandelt. Die jeweiligen Landesstiftungsgesetze formulieren zudem ebenfalls nur den stiftungsrechtlichen Grundsatz, nach dem das Stiftungsvermögen dauerhaft zu erhalten ist, ohne diesen jedoch weiter zu konkretisieren. Hilfreich und von Bedeutung wird daher künftig die grundlegende gesetzliche Ordnung des Stiftungsvermögens und dessen Verwaltung in § 83b und § 83c BGB n.F. sein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter dem Begriff des Stiftungsvermögens wird zunächst das gesamte Vermögen einer Stiftung verstanden. Es setzt sich aus verschiedenen Vermögensmassen zusammen. Begrifflich wird gem. § 83b Abs. 1 BGB n.F. zwischen den beiden Vermögensmassen „Grundstockvermögen“ und „sonstigem Vermögen“ unterschieden. Das Grundstockvermögen besteht aus denjenigen Vermögenswerten, die von der Stiftung nicht verbraucht werden dürfen. Es bildet somit das materielle Fundament der Stiftung und generiert Erträge, aus denen die Stiftungstätigkeit finanziert wird. Das Grundstockvermögen setzt sich nach § 83b Abs. 2 BGB n.F. aus dem der Stiftung bei Errichtung gewidmeten Vermögen, nachträglichen Zustiftungen (Übertragung von Vermögenswerten auf die Stiftung, zum Verbleib als Aufstockung des Grundstockvermögens) und von der Stiftung selbst dazu bestimmtem Vermögen zusammen. Im Vergleich dazu besteht das sonstige Vermögen hauptsächlich aus den laufenden Erträgen. Nach der Gesetzesbegründung ist bspw. für die Prognose, ob die dauernde und nachhaltige Erfüllung des Stiftungszwecks gesichert erscheint, nur das Grundstockvermögen der Stiftung maßgeblich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit eine Stiftung ihren Zweck dauerhaft und nachhaltig erfüllen kann, ist das Grundstockvermögen dauerhaft und ungeschmälert zu erhalten. In welcher Form dies geschehen soll bzw. woran ein dauerhafter und ungeschmälerter Erhalt gemessen wird, wurde vom Gesetzgeber nicht weiter ausgeführt. In Betracht kommen ein gegenständlicher (bspw. bei Errichtung einer Stiftung unter Zuführung eines Grundstücks), ein nominaler oder ein realer Werterhalt. Der Gesetzgeber hat hier bewusst keine Vorgaben geschaffen. Maßgeblich ist vielmehr der Wille des Stifters, wie er zur Zeit der Stiftungserrichtung bestand und idealerweise in der Satzung der Stiftung oder einem Konzept zur Kapitalerhaltung niedergelegt ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinweis:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Das Verfassen eines Kapitalerhaltungskonzeptes ist einerseits sinnvoll, um späteren Schwierigkeiten beim Erforschen des Stifterwillens und daraus erwachsenden Diskussionen mit der Stiftungsaufsicht vorzubeugen. Andererseits wird hierdurch auch ein Rahmen für die Organe einer Stiftung geschaffen, die mit der Verwaltung des Grundstockvermögens befasst sind. Das Treffen von Anlageentscheidungen auf der Basis einer Grundlage ist in der aktuell noch immer andauernden Niedrigzinsphase umso bedeutender.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ewigkeitsstiftungen können über Grundstockvermögen und sonstiges Vermögen verfügen. Demgegenüber besteht das Stiftungsvermögen einer Verbrauchsstiftung nur aus sonstigem Vermögen, welches nicht dazu verpflichtet, dauerhaft und ungeschmälert erhalten zu werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erstmals räumt § 83b Abs. 3 BGB n.F. dem Stifter die Möglichkeit ein, im Stiftungsgeschäft einer Ewigkeitsstiftung einen Teil des Vermögens als (verbrauchbares) sonstiges Vermögen auszuweisen. Geschaffen wird hierdurch eine sog. Hybridstiftung, welche die Merkmale einer Ewigkeitsstiftung einerseits mit denen einer Verbrauchsstiftung andererseits kombiniert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinweis:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Für Stiftungen, die ihren Zweck nicht mehr nachhaltig verfolgen können, besteht die Möglichkeit, sich durch Satzungsänderung von einer Ewigkeits- zu einer Verbrauchsstiftung zu wandeln. Das dauerhaft und ungeschmälert zu erhaltende Grundstockvermögen wird in diesem Fall zu sonstigem (verbrauchbaren) Vermögen.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Umschichtungsgewinne
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gesetzlich verankert wird künftig die Behandlung von Umschichtungsgewinnen. Unter Umschichtungsgewinnen werden alle Gewinne verstanden, die aus der Veräußerung von Stiftungsvermögen stammen. Veräußert bspw. eine Stiftung Aktien des Grundstockvermögens zu einem höheren Preis als sie für deren Anschaffung ausgegeben hat, erzielt sie hiernach einen Umschichtungsgewinn. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 83c Abs. 1 Satz 3 BGB n.F. stellt in diesem Zusammenhang nun klar, dass Gewinne aus der Umschichtung des Grundstockvermögens zur Erfüllung des Stiftungszwecks verwendet werden dürfen, aber nicht müssen. Etwas anderes gilt hingegen im Falle einer anderslautenden Satzungsregelung. Es ist somit möglich, den Umgang mit Umschichtungsgewinnen durch eine Vorschrift in der Satzung vorzugeben. So könnte bspw. eine Formulierung derart ausgestaltet werden, dass nur ein positiver Saldo aus den Umschichtungsergebnissen für die Verwirklichung des Stiftungszwecks verwendet werden kann und eine Verwendung von Umschichtungsergebnissen für Satzungszwecke überhaupt nur zulässig ist, wenn Verluste früherer Jahre im Vorfeld ausgeglichen wurden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinweis:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           § 83c Abs. 1 Satz 3 BGB n.F. ist insbesondere im Lichte der steuerlichen Anforderungen gemeinnützig tätiger Stiftungen zu sehen. Nach den Vorgaben der Abgabenordnung (AO) unterliegen die erwirtschafteten Mittel einer steuerbegünstigten Stiftung dem sog. Gebot der zeitnahen Mittelverwendung (§ 55 Abs. 1 Nr. 5 AO). Von diesem Gebot wurden unter steuerlichen Gesichtspunkten Umschichtungsgewinne ausgenommen (AEAO Nr. 32 zu § 55 Abs. 1 Nr. 5 AO). § 83c Abs. 1 BGB entspricht somit der bereits gängigen steuerlichen Praxis, nach der ein Wahlrecht bestand, die Umschichtungsgewinne bspw. dem zu erhaltenden Grundstockvermögen zu widmen oder sie für (steuer-begünstigte) Zwecke zeitnah zu verausgaben. 
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weiter besteht nach § 83c Abs. 2 BGB n.F. die Möglichkeit, qua Satzung einen vorübergehenden und teilweisen Verbrauch des Grundstockvermögens zuzulassen und somit das Gebot des ungeschmälerten Erhalts des Grundstockvermögens partiell zu durchbrechen. Vorausgesetzt wird aber, dass der verbrauchte Teil zeitnah wieder dem Grundstockvermögen zugeführt wird. Eine solche Satzungsbestimmung soll es den Stiftungsorganen erlauben, zur Finanzierung größerer Projekte Grundstockvermögen zu verbrauchen, wenn es in den Folgejahren wieder aufgefüllt wird, was die Flexibilität der Stiftung bei derartigen Förderprojekten erheblich vergrößert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinweis:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Vorgaben in der Satzung für den Umgang mit Umschichtungsgewinnen oder die Eröffnung der Möglichkeit, einen Teil des Grundstockvermögens verbrauchen zu können, haben unbedingt unter Beachtung und Einbezug eines Kapitalerhaltungskonzeptes zu erfolgen. Andernfalls besteht das Risiko, inkongruente und nicht aufeinander abgestimmte Regelungen zu schaffen.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            V.	Änderungen auf Ebene der Stiftungsorgane
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Weitere Organe neben dem Vorstand
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 84 Abs. 1 BGB n.F. muss eine Stiftung zwingend einen Vorstand als obligatorisches Organ haben. Er führt die Geschäfte und vertritt die Stiftung im Rechtsverkehr (§ 84 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 Satz 1 BGB n.F.). Das Gesetz eröffnet aber ausdrücklich die Möglichkeit, weitere Organe neben dem Vorstand zu installieren (§ 84 Abs. 4 BGB n.F.). Dies stellt ebenfalls eine bislang nicht dagewesene Neuerung des Stiftungszivilrechts dar, obgleich die Schaffung weiterer Organe durch die Satzung in der Praxis auch bisher schon üblich und zulässig war. In Betracht kommt bspw. die Einrichtung eines Stiftungsrats. Die Bildung eines zusätzlichen Organs wie auch die Beschreibung seiner Aufgaben und Befugnisse müssen aber in der Stiftungssatzung niedergelegt sein. Als Aufgaben und Befugnisse kommen bspw. die Überwachung des Vorstands, die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands, die Feststellung einer Jahresrechnung oder die Erteilung der Zustimmung zu bestimmten Geschäften in Betracht. Einem weiteren Organ könnten bspw. auch partielle Geschäftsführungsaufgaben übertragen und die Vertretungsmacht des Vorstands beschränkt werden (§ 84 Abs. 3 BGB n.F.)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinweis:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Stiftungen, die neben dem Vorstand über weitere Organe verfügen, sollten ihre Satzungen auf Anpassungsbedarf hin überprüfen. Sofern entweder die über den Vorstand hinausgehenden Organe oder deren Aufgaben und Befugnisse in der Satzung nicht benannt oder nicht ausreichend sind, sind Ergänzungen vorzunehmen.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Haftung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Haftungsfragen sind vielschichtig. Nach § 31 BGB (einer Bestimmung aus dem Vereinsrecht) i.V.m. § 86 Satz 1 BGB a.F. bzw. § 84 Abs. 5 BGB n.F. haftet eine Stiftung für Schäden, die ihre Organe bzw. ein Mitglied ihres Organs einem Dritten zufügen. Daneben haften Mitglieder eines Organs, z.B. des Vorstands, im Weiteren gegenüber der Stiftung (sog. Binnenhaftung) sowie gegenüber Dritten (sog. Außenhaftung). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gegenüber der Stiftung haften Mitglieder eines Organs wegen Pflichtverletzungen grundsätzlich unbeschränkt. Gem. § 84a Abs. 1 BGB n.F. kann die Haftung in der Satzung – z.B. bereits bei Errichtung der Stiftung oder durch eine nachträgliche Satzungsänderung – aber beschränkt werden. Ein Haftungsausschluss kommt z.B. bei einfacher Fahrlässigkeit in Betracht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sind Organmitglieder unentgeltlich tätig oder liegt deren Vergütung nicht oberhalb von EUR 840 p.a., stellt § 84a Abs. 3 BGB n.F. im Weiteren eine gesetzliche Haftungserleichterung auf. Unter entsprechender Anwendung von § 31a BGB kommt in diesen Fällen grundsätzlich nur eine persönliche Haftung bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit in Betracht. Es besteht allerdings künftig die Möglichkeit, diese Haftungserleichterung in der Satzung durch eine abweichende Regelung zu beschränken oder auszuschließen (§ 84a Abs. 3 Satz 2 BGB). Diese Möglichkeit zur Abbedingung von § 31a BGB war bislang umstritten. Aus Sicht des Gesetzgebers kann der Ausschluss der Haftungserleichterung in den Fällen sinnvoll sein, in denen für Schäden, die durch Organe verursacht wurden, ein Versicherungsschutz (z.B. in Form einer D&amp;amp;O-Versicherung o.ä.) besteht. Die Stiftung kann sich dann durch Inanspruchnahme der Versicherung schadlos halten. Die Einschränkung oder der Ausschluss des Haftungsfreistellungsanspruchs kann entweder in der Errichtungssatzung oder durch eine spätere Satzungsänderung bei bereits bestehenden Stiftungen vorgenommen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinweis:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Sind bspw. Vorstandsmitglieder ehrenamtlich tätig, ist zu prüfen, ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, eine Einschränkung oder einen Ausschluss der Haftungserleichterung in der Satzung zu regeln.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dritten gegenüber können z.B. Stiftungsvorstände in den Fällen der Insolvenzverschleppung oder für Steuerschulden nach § 69 AO haften. Bei unentgeltlicher oder gering vergüteter Tätigkeit besteht aber für die Mitglieder eines Organs ein Freistellungsanspruch gegenüber der Stiftung nach § 31a Abs. 2 BGB i.V.m. § 84 Abs. 5 BGB n.F bzw. § 86 Satz 1 BGB a.F. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Verankerung der Business Judgement Rule
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 84a Abs. 2 BGB n.F. verankert die aus dem Aktienrecht bekannte sog. Business Judgement Rule fortan auch im Stiftungsrecht. Für Aktiengesellschaften ist eine entsprechende Regelung in § 93 AktG normiert und eröffnet den Organen einer Aktiengesellschaft bei unternehmerischen Entscheidungen einen Ermessensspielraum. Insbesondere kommt in der Business Judgement Rule zum Ausdruck, dass keine Pflichtverletzung (und damit kein Haftungsgrund) vorliegt, wenn das Organ bei einer unternehmerischen Entscheidung vernünftigerweise annehmen durfte, auf der Grundlage angemessener Information zum Wohle der Gesellschaft gehandelt zu haben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Übertragen auf eine Stiftung und deren Organe bedeutet dies, dass Stiftungsorgane unter bestimmten Umständen von der Haftung gänzlich ausgenommen sind, obgleich sie der Stiftung einen Schaden zugefügt haben. So ist beispielsweise der Irrtum eines Organmitglieds über zukünftige Entwicklungen an den Kapitalmärkten im Rahmen der Verwaltung des Stiftungsvermögens nicht haftungsrelevant. Allgemein gilt: Stiftungsorgane können nicht für den Erfolg oder Misserfolg ihrer Tätigkeit haftbar gemacht werden, sofern die Abwägung der Informationen und Argumente, die zu dieser Entscheidung geführt haben, nachvollziehbar und ausreichend dokumentiert worden sind. Demgegenüber kann sich ein Stiftungsvorstand nicht auf die Business Judgement Rule berufen, wenn er die Stiftung in ein Unternehmen investieren lässt, ohne von der angebotenen Möglichkeit einer Due Diligence Gebrauch zu machen, da er seine Entscheidung dann gerade nicht auf angemessene Informationen gestützt hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4.	Beschlussfassung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 84b BGB n.F. erfolgt die Beschlussfassung bei einem aus mehreren Personen bestehenden Vorstand entsprechend der für Vereine geltenden Vorschriften (§ 32 BGB). Hier gilt das sog. Mehrheitsprinzip wie auch der Umstand, dass Beschlüsse im Rahmen einer Versammlung zu fassen sind. In der Satzung können davon abweichende Regelungen getroffen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinweis:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Die Satzung kann bspw. die Durchführung virtueller oder hybrider Vorstandssitzungen zulassen. In der Satzung kann auch eine Grundlage geschaffen werden, Beschlüsse im Wege eines Umlaufverfahrens – bspw. via E-Mail – fassen zu können. Die Arbeit der Organe wird hierdurch flexibler.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            VI.	Änderungen der Stiftungsstruktur
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Satzung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch im Hinblick auf die Stiftungsstrukturen hält die Stiftungsrechtsreform umfassende und weitreichende Änderungen bereit, die nun in einem bundeseinheitlichen und übersichtlichen Regelwerk aufgeführt wer-den. Insbesondere die Festlegung des Verfahrens zur Änderung der Stiftungssatzung stellt eine bislang nicht dagewesene Ergänzung des Stiftungsrechts dar. Denn die Landesstiftungsgesetze weisen in diesem Punkt durchaus gravierende Unterschiede auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den §§ 85, 85a BGB n.F. werden künftig abschließend das Verfahren und die Voraussetzungen für Satzungsänderung geregelt sein. Dazu werden die Anforderungen an eine Satzungsänderung über ein aus drei Stufen bestehendes System ausdifferenziert. Die Anforderungen sind dabei umso höher, je stärker der Eingriff in die Satzung ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Stufe 1:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Austausch des Stiftungszwecks, Beschränkung des Stiftungszwecks der zu einer veränderten Stiftungsidentität führt, Umwandlung einer Ewigkeitsstiftung zu einer Verbrauchsstiftung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Änderungen der Stufe 1 sind gem. § 85 Abs. 1 BGB n.F. nur zulässig, wenn die Erfüllung des bisherigen Stiftungszwecks unmöglich geworden ist und es sicher scheint, dass der beabsichtigte neue bzw. beschränkte Zweck erreicht werden kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stufe 2: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Änderung des Stiftungszwecks ohne Veränderung der Stiftungsidentität, Änderung prägender Satzungsbestimmungen (Name, Sitz, Art und Weise der Zweckerfüllung, Erhaltung und Verwaltung des Grundstockvermögens, etc.). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Änderungen der Stufe 2 sind gem. § 85 Abs. 2 BGB n.F. dann zulässig, wenn die Verhältnisse nach Stiftungserrichtung sich so wesentlich verändert haben, dass die Anpassungen der Stiftung erforderlich sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stufe 3:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Änderungen die den Stiftungszweck nicht berühren, Änderung einfacher Satzungsbestimmungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Änderungen der Stufe 3 sind gem. § 85 Abs. 3 BGB n.F. dann zulässig, wenn sie der Erfüllung der Stiftungszwecke dienen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dem Stifter wird in § 85 Abs. 4 BGB n.F. allerdings die Möglichkeit eingeräumt, im Stiftungsgeschäft Satzungsänderungen abweichend von den vorgenannten (gesetzlich festgelegten) Stufen zu regeln. Solche (satzungsmäßigen) Änderungsbefugnisse müssen allerdings bereits in der Errichtungssatzung selbst verankert und niedergeschrieben sein. Spätere Ergänzungen der Satzung sind dahingehend wohl ausgeschlossen, im neuen Stiftungsrecht jedenfalls nicht ausdrücklich vorgesehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Möglichkeit satzungsmäßig eigene Vorgaben zu schaffen, ist jedoch nicht in der Weise zu verstehen, als könnten allumfassende und grenzenlose Änderungsbefugnisse, etwa durch entsprechende Sonderrechte für den Stifter zu dessen Lebzeiten, implementiert werden. Besonders die Ermächtigung zu einer gegenüber dem Gesetz erleichterten Änderbarkeit der Satzung muss durch den Stifter bezogen auf den Inhalt und den Umfang hinreichend bestimmt festgelegt sein. Ausweislich der Gesetzesbegründung ist eine Blanko- und Pauschalermächtigung nicht möglich. Vielmehr muss der Stifter den Stiftungsorganen Leitlinien und Orientierungspunkte für eine Satzungsänderung an die Hand geben. Wie in § 85 Abs. 1 bis 3 BGB n.F. gilt auch hier: Je bedeutsamer die Änderungen sind, desto höher sind die Anforderungen, die an die Bestimmtheit der Ermächtigung gestellt werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinweis:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Insbesondere bereits bestehende Stiftungen sollten überprüfen, ob und inwieweit die Satzung um Ermächtigungsgrundlagen für spätere Satzungsänderungen ergänzt werden sollen. Dies wird nur mit Zustimmung und in Abstimmung mit der Stiftungsbehörde und nur bis zum 30.06.2023 nach Maßgabe der bis dahin noch geltenden Landesstiftungsgesetze und des historischen Stifterwillens möglich sein, da § 85 Abs. 4 BGB n.F. ausdrücklich einen entsprechenden Vorbehalt im Stiftungsgeschäft voraussetzt.
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Zulegung und Zusammenlegung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In den §§ 86–86h BGB n.F. wird künftig die Abwicklung von Zulegungen und Zusammenlegungen von Stiftungen geregelt, gewissermaßen also eine Verschmelzung von Stiftungen zur Aufnahme bzw. zur Neugründung vorgesehen. Erreicht werden soll hier eine einheitliche Gesetzesanwendung und der Abbau von Rechtsunsicherheit. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter einer Zulegung wird die Übertragung des Stiftungsvermögens als Ganzes auf eine andere, das Vermögen übernehmende, bereits bestehende Stiftung verstanden. Im Gegensatz dazu ist eine Zusammenlegung die Übertragung des Vermögens mehrerer Stiftungen auf eine neue, dadurch zu errichtende Stiftung. Die Zulegung und Zusammenlegung erfolgt nach § 86f Abs. 1 und 2 BGB n.F. im Wege der Gesamtrechtsnachfolge. Die aufwändige Liquidation einer Stiftung ist somit künftig nicht mehr erforderlich, wenn der Weg eines solchen Vermögenstransfers gewählt wird. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stiftungen sollen aber nicht frei zugelegt und zusammengelegt werden können. Hierfür müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Für eine Zulegung reicht es aber bereits aus, dass der Zweck der übernehmenden Stiftung in weiten Teilen mit dem Zweck der übertragenden Stiftung übereinstimmt. Demgegenüber setzt eine Zusammenlegung grundsätzlich voraus, dass sich die Verhältnisse nach der Errichtung der übertragenden Stiftungen wesentlich verändert haben und eine Anpassung der Stiftungen durch eine Satzungsänderung nicht möglich ist. Die Änderung der Stiftungszwecke um das Fortbestehen der Stiftungen zu sichern, sind demnach immer im Vorfeld vor einer Zusammenlegung zu prüfen und in der Praxis natürlich mit der Stiftungsbehörde abzustimmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es soll dem Stifter aber unbenommen bleiben, die Zulegung bzw. Zusammenlegung durch entsprechende Vorkehrungen in der Satzung zu erschweren oder gänzlich auszuschließen. Erleichterungen für den Vermögensübergang dürfen dagegen nicht verankert werden. Insoweit sind die gesetzlichen Vorgaben zwingend. Eine erhebliche Erleichterung folgt allerdings aus der Formvorschrift von § 86d BGB n.F., wonach es für Zulegungsverträge und Zusammenlegungsverträge nur der schriftlichen Form bedarf und insbesondere § 311b Abs. 1 bis 3 BGB nicht anzuwenden ist. Selbst wenn also ein Grundstück im Vermögen einer übertragenden Stiftung enthalten ist und obwohl diese ihr gesamtes gegenwärtiges Vermögen überträgt, bedarf es keiner notariellen Beurkundung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Beendigung durch Auflösung oder Aufhebung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die §§ 87–87d BGB n.F. enthalten abschließende Regelungen zur Beendigung von Stiftungen. Diese Regelungen sind vor allem in der Hinsicht als zwingend anzusehen, als dass eine Erleichterung oder Erschwerung der Vorschriften auch nicht durch abweichende Satzungsregelungen möglich sein soll. Systematisch unterschieden wird künftig zwischen der Selbstauflösung der Stiftung durch das zuständige Stiftungsorgan (§ 87 BGB n.F.) und der behördlichen Aufhebung der Stiftung durch die Stiftungsaufsicht (§ 87a BGB n.F.). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An die Auflösung bzw. Aufhebung werden aber bestimmte Voraussetzungen geknüpft. So kommt die Beendigung einer auf Ewigkeit angelegten Stiftung nur in Betracht, wenn sie ihren Zweck endgültig nicht mehr erfüllen kann. Endgültigkeit ist anzunehmen, wenn der Zustand der zur Unerfüllbarkeit des Zwecks führte, nicht in absehbarer Zeit beseitigt werden kann. Insbesondere liegt keine Endgültigkeit vor, wenn die Stiftung so umgestaltet werden kann, dass die Zweckerreichung durch eine Satzungsänderung wieder gewährleistet werden könnte. Aus diesem Umstand ergibt sich, dass die Auflösung stets das letzte Mittel („ultima ratio“) sein muss und hinter eine Satzungsänderung zurücktritt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Aufhebung der Stiftung durch die zuständige Behörde ist gegenüber der organschaftlichen Auflösung subsidiär. Sie soll gem. § 87a Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 1 BGB n.F. nur dann möglich sein, wenn die zuständigen Organe nicht rechtzeitig handeln. Weiter muss nach § 87a Abs. 2 Nr. 2 und 3 BGB n.F. eine behördliche Aufhebung erfolgen, wenn durch die Stiftung eine Gefährdung des Gemeinwohls besteht oder wenn die Stiftung ihren Verwaltungssitz ins Ausland verlegt hat und diese Verlegung nicht in angemessener Zeit wieder rückgängig zu machen ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Vermögen selbst fällt bei erfolgreicher Liquidation der Stiftung an einen Anfallberechtigten, der grundsätzlich in der Satzung benannt werden sollte (§ 87c Abs. 1 Satz 1 BGB n.F.). Ist dagegen kein Anfallberechtigter bestimmt, fällt das Vermögen an den Fiskus (§ 87c Abs. 1 Satz 2 BGB n.F.). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinweis:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Praktische Auswirkungen wird § 87c BGB n.F. für gemeinnützige Stiftungen nicht entfalten. Sie sind bereits aufgrund der steuerlichen Vorgaben verpflichtet, in ihren Satzungen eine Einrichtung zu benennen, der das Vermögen im Falle einer Liquidation oder Aufhebung der Stiftung zugutekommt. 
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Verbrauchsstiftungen besteht im Vergleich zu Ewigkeitsstiftungen eine Pflicht zur Auflösung bzw. Aufhebung nach Ablauf des Zeitraums, für den sie errichtet wurde (§ 87 Abs. 2 BGB n.F.). Sie werden nicht automatisch aufgelöst, wenn ihr Vermögen verbraucht ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            VII.	Stiftungsregister
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab dem 01.01.2026 wird ein zentrales und elektronisches Stiftungsregister eingeführt werden. Zur Umsetzung und Regelung dessen hat der Gesetzgeber im Gesetz zur Vereinheitlichung des Stiftungsrechts und zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes ein eigenes Stiftungsregistergesetz („StiftRG“) beschlossen. Diese Neuerung ist längst überfällig, denn Stiftungen sind bislang die einzigen juristischen Personen privaten Rechts, die ohne ein öffentlich zugängliches Register auskommen müssen. Aus diesem Grund ist es aktuell für Stiftungsvorstände noch nötig, sich ihre Legitimität durch eine schriftliche Auskunft der Stiftungsaufsichtsbehörde bestätigen zu lassen, deren Anerkennung speziell im Ausland häufig schwierig ist. Durch das Stiftungsregister wird die Ausstellung dieser sog. Vertretungsbescheinigung zukünftig überflüssig werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weiter ist es derzeit gängige Praxis, dass Stiftungen sich sowohl im Stiftungsverzeichnis des Landes, in dem sie ihren Sitz haben, eintragen, als auch eine Meldung an das Transparenzregister gem. §§ 18 ff. GwG (Geldwäschegesetz) vornehmen müssen. Zurecht besteht in der Literatur die Sorge, dass zusätzlich nun bald auch noch die Kommunikation mit dem Stiftungsregister hinzukommt. Wünschenswert wäre also, dass der Gesetzgeber die Zeit bis zum Inkrafttreten des StiftRG nutzt und den Prozess genau normiert und bestenfalls so weit vereinfacht, dass eine einzige Meldung ausreichend ist, um allen Anforderungen bzgl. der Eintragung als Stiftung zu genügen. Als Stichtag für die Anmeldung bereits bestehender Stiftungen in das Stiftungsregister ist der 31.12.2026 festgelegt worden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Eintragung in das Stiftungsregister soll mit sog. negativer Publizitätswirkung erfolgen. Die negative Publizitätswirkung beschreibt grundsätzlich das Vertrauen in die Nichtexistenz von nicht eingetragenen Tatsachen. Einzutragende Tatsachen können für gewöhnlich einem Dritten danach nur entgegengehalten werden, wenn sie auch eingetragen sind. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle ins Stiftungsregister eingetragenen Stiftungen haben in ihrem Namen künftig einen Rechtsformzusatz zu führen. Für die Ewigkeitsstiftungen gilt gem. § 82c BGB n.F. der Zusatz „eingetragene Stiftung“ oder „e.S.“ und für die Verbrauchsstiftungen der Zusatz „eingetragene Verbrauchsstiftung“ oder „e.VS.“. Dadurch wird für den Rechtsverkehr erkennbar, ob es sich tatsächlich um eine rechtsfähige Stiftung handelt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Einsichtnahme in das Stiftungsregister soll gem. § 15 StiftRG jedermann gestattet sein. Dies soll auch für die Einsicht in beim Register eingereichte Dokumente, insbesondere die Stiftungssatzung, gelten. Allerdings soll die Möglichkeit bestehen, den Zugang zu bestimmten Dokumenten aufgrund berechtigtem Interesse der Stiftung zu beschränken oder sogar ganz ausschließen zu können. Dies kann ausweislich der Gesetzesbegründung dann der Fall sein, wenn z.B. personenbezogene Daten von Destinatären oder Stiftern oder Regelungen zur Vermögensverwaltung einsehbar wären. Besteht jenes Risiko würden die Dokumente nicht oder nur so in den Registerordner eingestellt, dass bestimmte Inhalte unkenntlich gemacht sind. Herausfordernd kann der künftige öffentliche Zugriff auf die Dokumente bspw. für Familienstiftungen werden, die für gewöhnlich eine Vielzahl an besonderen, familienbezogenen Regelungen enthalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            VIII.	Fazit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ziel der Stiftungsrechtsreform soll es sein, das Stiftungsrecht für alle Beteiligten zugänglicher und übersichtlicher zu gestalten und die Rechtssicherheit bei der Anwendung dieses Teilrechtsgebietes zu erhöhen. Die Entscheidung hin zu einer bundeseinheitlich geltenden und abschließenden Regelung des Stiftungszivilrechts stellt vor diesem Hintergrund fraglos einen wichtigen Schritt in Richtung der Erreichung dieses großen und notwendigen Ziels dar. In Anbetracht der Tatsache, dass die Zahl an bereits bestehenden Stiftungen die Marke von 20.000 übersteigt, ist allerdings fraglich, ob bis zum Inkrafttreten der neuen und angepassten Normen den Stiftungen genug Zeit zur Umsetzung und Anpassung gegeben wurde. Insbesondere betrifft dies nötig gewordene Anpassungen der Stiftungssatzungen an die neuen rechtlichen Gegebenheiten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den bereits bestehenden Stiftungen ist tunlichst anzuraten im Vorgriff auf das neue Recht ihre Stiftungssatzung zu prüfen bzw. prüfen zu lassen, ob es im Interesse der Stifter bzw. des weiteren Bestehens der Stiftung angezeigt ist, die Stiftungsatzung auf das neue Recht anzupassen und etwa Regelung zur Satzungsänderung abweichend von den künftig strengen Bestimmungen von §§ 85 und 85a BGB n.F. vorzusehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Handlungsbedarf besteht ganz besonders für inländische Stiftungen, die ihre Verwaltung aus dem Ausland führen, da das neue Recht zwingend verlangt, dass die Verwaltung der Stiftung im Inland zu führen ist (§ 83a BGB n.F.). Wird dem dahingehenden Verlangen der Stiftungsaufsichtsbehörde nicht entsprochen, so droht die Aufhebung der Stiftung durch die zuständige Behörde (§ 87a Abs. 2 Nr. 3 BGB n.F.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weiter stellt die Einführung eines bundeseinheitlichen Stiftungsregisters fraglos eine Verbesserung der momentanen Situation dar. In Anbetracht dessen, dass der Prozess der Anmeldung und Eintragung in so viele unterschiedliche Register aber mit erheblichem Aufwand verbunden zu sein scheint, bleibt zu hoffen, dass der Gesetzgeber bis zur Einführung des Registers eine Aussage über den genauen und korrekten Hergang einer zukünftigen Eintragung trifft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 28 Jan 2022 08:33:16 GMT</pubDate>
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      <title>Fokus Lohnsteuer – Aktuelle BFH-Rechtsprechung zur Arbeitgeberhaftung für Lohnsteuerausfälle</title>
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Fokus Lohnsteuer – Aktuelle BFH-Rechtsprechung
           &#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    
          zur Arbeitgeberhaftung für Lohnsteuerausfälle
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Obwohl der eigentliche Schuldner der Lohnsteuer der Arbeitnehmer als Lohnempfänger ist, treffen den Arbeitgeber im Zusammenhang mit der Lohnsteuer eine Reihe von Pflichten. Während einer Lohnsteuer-Außenprüfung wird durch die Finanzverwaltung genau prüft, ob der Arbeitgeber diesen Pflichten nachgekommen ist. Kommt es wegen etwaiger Pflichtverletzungen zu Steuerausfällen, wird hierfür nicht selten der Arbeitgeber vom Finanzamt über einen Haftungsbescheid in Anspruch genommen. Die Pflichtverletzungen können dabei unterschiedlichster Natur sein und sich darauf auswirken, wer für den Steuerschaden zu haften hat. Der BFH hatte jüngst zu entscheiden, was das Finanzamt bei der Auswahl des Haftungsschuldners bei einem Verstoß gegen die gesetzlichen Lohnsteuervorgaben zu beachten hat.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Hintergrund: Lohnsteuerklassen und Arbeitgeberhaftung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der steuerrechtliche Hintergrund des vom BFH zu entscheidenden Falls besteht vorliegend in der Zuordnung der Arbeitnehmer zu Lohnsteuerklassen und den Anforderungen an das behördliche Ermessen bei der Auswahl des Haftungsschuldners.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          1.	 Einreihung in Lohnsteuerklassen
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Höhe der Lohnsteuer richtet sich zwar gemäß § 38a Abs. 1 EStG grundsätzlich zuerst nach der Höhe des Arbeitslohns, bei der Ermittlung der Lohnsteuer werden allerdings nach § 38a Abs. 4 EStG die Einreihung der Arbeitnehmer in Steuerklassen und sonstige Feststellungen von Freibeträgen und Hinzurechnungsbeträgen nach § 39a EStG sowie andere elektronisch bereitgestellte Lohnsteuerabzugsmerkmale berücksichtigt. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Gesetzlich ist in § 38b Abs. 1 Satz 1 EStG für die Durchführung des Lohnsteuerabzugs die Einreihung der Arbeitnehmer in Steuerklassen vorgegeben. Die Einreihung in die Steuerklassen I bis VI hängt dabei von verschiedenen persönlichen Merkmalen ab, wie etwa vom Familienstand des Arbeitnehmers oder ob der Arbeitnehmer nebeneinander von mehreren Arbeitgebern Lohn bezieht (Nebenjobs). Von dieser Einreihung hängt dann wiederum beispielsweise ab, inwiefern etwa der Arbeitnehmer-Pauschbetrag berücksichtigt wird. Denn nach § 39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 1 EStG ist dieser im Rahmen des Lohnsteuereinbehalts nur bei den Arbeitnehmern in den Steuerklassen I bis V zu berücksichtigen. Dies hat sodann Auswirkungen auf die Höhe der einzubehaltenden Lohnsteuer. Liegen dem Arbeitgeber etwaige Lohnsteuerabzugsmerkmale nicht vor und hat er auch keine Möglichkeit, diese Merkmale elektronisch abzurufen, ist der Arbeitnehmer nach § 39c Abs. 1 Satz 1 EStG in die Steuerklasse VI einzureihen, sodass hier zunächst etwa der Arbeitnehmer-Pauschbetrag nicht zu berücksichtigen ist.    
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          2.	Haftung für zu wenig einbehaltene Lohnsteuer
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Da zwar der Arbeitnehmer nach § 38 Abs. 2 Satz 1 EStG der Schuldner der Lohnsteuer ist und hierfür originär haftet, der Arbeitgeber aber für die korrekte Einbehaltung und Abführung der Lohnsteuer zu sorgen hat, kann dieser neben dem Arbeitnehmer in Haftung genommen werden. Gesetzlich ist der Grundsatz der Haftung des Arbeitgebers in § 42d Abs. 1 EStG geregelt. Ausnahmen hiervon gelten nach § 42d Abs. 2 EStG etwa für Fälle, in denen es der Arbeitnehmer unterlassen hat, das Finanzamt darüber zu informieren, dass bei ihm die Voraussetzungen für eine für ihn ungünstigere Steuerklasse eingetreten sind. Nach § 42d Abs. 3 Satz 4 EStG wird der Arbeitnehmer im Rahmen der Gesamtschuldnerschaft nur in Anspruch genommen, wenn der Arbeitgeber die Lohnsteuer nicht vorschriftsmäßig vom Arbeitslohn einbehalten hat oder wenn der Arbeitnehmer weiß, dass der Arbeitgeber die einbehaltene Lohnsteuer nicht vorschriftmäßig angemeldet hat.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auf Seiten des Arbeitgebers kann zudem unter Umständen das für diesen in bestimmter Funktion tätige Führungspersonal in Haftung genommen werden. Dies gilt insbesondere für die Geschäftsführung einer GmbH oder AG, da diese die steuerlichen Pflichten der GmbH bzw. AG nach § 34 Abs. 1 Satz 1 AO zu erfüllen hat. Werden diese steuerlichen Pflichten verletzt und entsteht hierdurch ein Steuerschaden, können auch Geschäftsführer bzw. Vorstände nach § 69 Satz 1 AO in Haftung genommen werden, wenn diese die Pflichtverletzung vorsätzlich oder grob fahrlässig begangen haben.   
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die konkrete Inanspruchnahme des Schuldners erfolgt nach § 191 Abs. 1 Satz 1 AO durch Haftungsbescheid. Bei mehreren Schuldnern hat das Betriebsstättenfinanzamt die Auswahl des Haftungsschuldners nach der Ausübung pflichtgemäßen Ermessens zu treffen, § 42d Abs. 3 Satz 2 EStG. Allerdings bedarf es nach § 42d Abs. 4 Satz 1 EStG für die Inanspruchnahme des Arbeitgebers dann keines Haftungsbescheids, wenn dieser die einzubehaltende Lohnsteuer angemeldet oder er nach Abschluss einer Lohnsteuer-Außenprüfung seine Zahlungsverpflichtung schriftlich anerkannt hat. Die Möglichkeiten, das Ermessen gerichtlich überprüfen zu lassen, sind allerdings beschränkt. Nach § 102 Satz 1 FGO kann durch das Gericht nur geprüft werden, ob der (Haftungs)Bescheid deswegen rechtswidrig ist, weil die gesetzlichen Grenzen des Ermessens überschritten worden sind oder von dem Ermessen in einer dem Zweck der jeweiligen Ermächtigung nicht entsprechenden Weise Gebrauch gemacht worden ist. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
            
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	BFH zum Auswahlermessen beim Lohnsteuer-Haftungsbescheid
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mit Urteil vom 02.09.2021 (Az. VI R 47/18) erklärte der BFH einen Lohnsteuer-Haftungsbescheid gegen den Arbeitgeber als rechtswidrig, da das Finanzamt das Auswahlermessen unterschritten hatte.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In dem Ausgangsfall fiel im Rahmen einer Lohnsteuer-Außenprüfung auf, dass der Arbeitgeber, eine inländische GmbH, für seine ca. 200 Arbeitnehmer, die größtenteils aus dem Ausland stammten und weder ihren Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hatten, die Lohnsteuer unter Anwendung der Lohnsteuerklassen I bzw. III anstelle der Steuerklasse VI berechnete, einbehielt und abführte, obwohl er (teilweise) nicht auf die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale zugreifen konnte. In diesem Zusammenhang wurde sodann gegen den Geschäftsführer der Arbeitgeberfirma wegen des Verdachts der Lohnsteuerhinterziehung durch Abgabe falscher Lohnsteuer-Anmeldungen ein steuerstrafrechtliches Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft eingeleitet und in der Folge auch Anklage vor dem zuständigen Amtsgericht erhoben. Das Finanzamt erließ im Nachgang an die Lohnsteuer-Außenprüfung gegen den Arbeitgeber zunächst einen Haftungsbescheid über noch offene Lohnsteuer in Höhe von € 191.662,69. Nachdem der Arbeitgeber teilweise Unterlagen zu den betroffenen Arbeitnehmern vorlegen konnte, reduzierte das Finanzamt den Haftungsbetrag auf € 177.298,19. Die Klage gegen diesen Lohnsteuer-Haftungsbescheid lehnte das Finanzgericht ab. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im Rahmen der Revision gegen dieses Urteil hob der BFH den Haftungsbescheid in letzter Instanz auf und führte in seinem Urteil aus, dass die Finanzbehörde in einem Lohnsteuer-Haftungsbescheid insbesondere zum Ausdruck bringen muss, warum sie den Haftungsschuldner anstatt des Steuerschuldners oder anstelle anderer ebenfalls für die Haftung in Betracht kommender Personen in Anspruch nimmt. Die Finanzbehörde hatte nämlich in ihrem Haftungsbescheid lediglich den Arbeitgeber und die jeweiligen betroffenen Arbeitnehmer in den Blick genommen und deren Haftung abgewogen. Ausführungen zur möglichen Haftung des Geschäftsführers fehlten indes vollständig. Dieser komme laut BFH aber insbesondere dann in Betracht, wenn der Fehler bei der Lohnsteuer offensichtlich sei und gegen den verantwortlichen Geschäftsführer Anklage wegen des Verdachts der Lohnsteuerhinterziehung erhoben worden ist. Denn in diesem Fall sei die Voraussetzung der Vertreterhaftung nach §§ 34, 35, 69 AO, vorliegend speziell die vorsätzliche Pflichtverletzung, evident. Ist gleichwohl nur auf den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer abgestellt worden, hat die Behörde im Rahmen der Ermessensausübung den Sachverhalt nur unvollständig gewürdigt, was eine gerichtlich anfechtbare Unterschreitung des Ermessens darstellt.    
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	Fazit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bei der Inanspruchnahme durch Haftungsbescheid muss die Behörde erkennen lassen, dass sie zwischen allen in Frage kommenden Schuldnern abgewogen hat. Lässt der Haftungsbescheid dies nicht erkennen, fehlen also in der Begründung des Lohnsteuer-Haftungsbescheids Erwägungen zu einem möglichen Haftungsschuldner gänzlich, kann dieser Mangel allein schon ausreichend sein, um den Haftungsbescheid erfolgreich anzufechten. Typischerweise bei im Raum stehenden Steuerstraftaten der Geschäftsführung kommt daher ein weiterer Haftungsschuldner in Betracht, der bei der Ermessensausübung nicht übersehen werden darf. Für die Geschäftsführung kommt eine Haftungsinanspruchnahme nur in Betracht, wenn die Pflichtverletzung im Zusammenhang mit der Lohnsteuer vorsätzlich oder grob fahrlässig begangen worden ist. Daher sollte bei lohnsteuerrechtlichen Fragestellungen stets fachkundiger Rat eingeholt werden.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 28 Jan 2022 08:32:44 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: Bundessozialgericht zum Unfallschutz im Homeoffice</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aktuelle Rechtsprechung: 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bundessozialgericht zum Unfallschutz im Homeoffice
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I.	Einleitung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Insbesondere vor dem Hintergrund der andauernden Corona Pandemie, haben sowohl die Arbeit aus dem Homeoffice als auch das mobile Arbeiten erheblich an Bedeutung gewonnen. Waren es vor der Pandemie nur vereinzelte Beschäftigte, die ihre Tätigkeit von zu Hause aus verrichtet haben, ist mobiles Arbeiten, auch wegen der aktuell wieder geltenden Pflicht zur Ermöglichung der Arbeit vom Homeoffice aus, zwischenzeitlich weit verbreitet. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Dementsprechend müssen die Gerichte zunehmend Rechtsfragen klären, die im Zusammenhang mit mobilem Arbeiten stehen. So hat das Bundessozialgericht (BSG) sich in seiner Entscheidung vom 08.12.2021 mit der Frage befasst, ob auch bei Unfällen im Homeoffice der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung greift.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II.	Grundsatz: Zäsur zwischen Wohnung und Arbeitsweg
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bisher hat das BSG in ständiger Rechtsprechung vertreten, dass der von der Unfallversicherung erfasste „Betriebsweg“ erst mit Durchschreiten der Außentür des Wohnhauses angetreten werde. Unfälle, die sich vor dieser Zäsur ereigneten, würden in den privaten Bereich des Versicherten fallen und seien folglich nicht versichert. Mit dem besprochenen Urteil, das bisher nur als Pressemitteilung vorliegt, stellt das BSG klar, dass diese Grenzziehung für Betriebswege dann nicht gelte, wenn sich sowohl die Wohnung des Versicherten als auch seine Arbeitsstätte im selben Haus befinden
           &#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            und
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      
           wenn außerdem der Betriebsweg in Ausführung der versicherten Tätigkeit zurückgelegt werde.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass sich das in Rede stehende Urteil auf eine zwischenzeitlich geänderte Rechtslage bezieht. Seit Juni 2021 gilt nämlich ein erweiterter Unfallversicherungsschutz für diejenigen Beschäftigten, welche mobil tätig werden, vgl. § 8 SGB VII n.F. Ob der Fall in Anbetracht dieser Neuregelung genauso entschieden worden wäre, lässt sich der Pressemitteilung nicht entnehmen. Insoweit bleibt das schriftliche Urteil abzuwarten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III.	Entscheidung des BSG vom 08.12.2021
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           1.	Sachverhalt
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Schlafzimmer und Büro des Klägers befinden sich auf verschiedenen Etagen, die mit einer Wendeltreppe verbunden sind. Der Kläger hatte sich am Morgen des Unfalls vom Schlafzimmer aus unmittelbar in sein Büro gegeben, um dort seine Arbeit aufzunehmen. Auf diesem Weg vom Schlafzimmer in sein Büro war er auf der Wendeltreppe gestürzt. Dabei brach er sich einen Brustwirbel. Klagegegenstand waren Leistungen der Unfallversicherung aus Anlass dieses Unfalls.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           2.	Vorinstanzen
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Abweichend von der ständigen Rechtsprechung des BSG, vertrat das Sozialgericht die Auffassung, das Unfallgeschehen sei versichert, weil sich der Unfall auf dem „Betriebsweg“ zugetragen habe.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Das Landessozialgericht argumentierte dagegen in Übereinstimmung mit der bisherigen ständigen Rechtsprechung des BSG, bei dem Weg auf dem sich der Unfall ereignet habe, habe es sich gerade nicht um den „Betriebsweg“ gehandelt. Vielmehr sei das Betreten der Wendeltreppe als bloße Vorbereitungshandlung zu werten, welche der eigentlichen Tätigkeit lediglich vorausgehe, sodass kein Unfallversicherungsschutz gegeben sei.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           3.	Entscheidung des BSG
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Der Unfallversicherungssenat des BSG bestätigte nunmehr die vom Sozialgericht vertretene Auffassung.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Auch im häuslichen Bereich könnten die Voraussetzungen für den „Betriebsweg“, und damit für einen Unfallversicherungsschutz des Arbeitnehmers, gegeben sein. Weil das Beschreiten der Treppe im entschiedenen Fall nach den Feststellungen des Landessozialgerichts allein der Arbeitsaufnahme des Klägers gedient habe, habe der Kläger bei der Zurücklegung des Weges eine dem Unternehmen dienende Tätigkeit ausüben wollen. Der Weg, auf dem sich der Unfall ereignete, stehe deswegen in unmittelbarem Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit und sei daher als „Betriebsweg“ vom Unfallversicherungsschutz erfasst.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV.	Fazit
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit der besprochenen Entscheidung hat das BSG erstmals einen Arbeitnehmer Leistungen der Unfallversicherung für einen Unfall zugebilligt, der sich während der Tätigkeit im Homeoffice ereignete. Auch wenn die Entscheidung großes mediales Aufsehen erregt hat, dürften die praktischen Auswirkungen aufgrund der zwischenzeitlich ohnehin erfolgten Gesetzesänderung eher gering sein. Mit Blick auf die Veränderungen in der Arbeitswelt darf aber davon ausgegangen werden, dass auch zukünftig Fragen der Unfallversicherung bei mobilem Arbeiten sowie im Homeoffice mit zunehmender Häufigkeit die Rechtsprechung beschäftigen werde.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Fri, 21 Jan 2022 09:25:48 GMT</pubDate>
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      <title>Fokus Lohnsteuer: Fitnessstudio, Jobticket, Mahlzeiten ... Aktuelles zu Arbeitgeberzuschüssen und ihren lohnsteuerrechtlichen Folgen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/fokus-lohnsteuer-fitnessstudio-jobticket-mahlzeiten-aktuelles-zu-arbeitgeberzuschuessen-und-ihren-lohnsteuerrechtlichen-folgen</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Fokus Lohnsteuer: Fitnessstudio, Jobticket, Mahlzeiten ...
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aktuelles zu Arbeitgeberzuschüssen und ihren
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           lohnsteuerrechtlichen Folgen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              I.	Einleitung – Alles, was Lohn ist…
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Lohnsteuer als besondere Erhebungsform der Einkommensteuer ist die bedeutendste Säule des Staatshaushalts. Was für den Fiskus ein Segen ist, ist für diejenigen, die sie schulden bzw. einzubehalten und abzuführen haben, namentlich Arbeitnehmer und Arbeitgeber, nicht selten ein Fluch. Fehler können sich schnell als teuer erweisen. Durch den weiten Arbeitsentgeltbegriff besteht für den Fiskus die Möglichkeit, sämtliche Neuerungen in der Vergütungspraxis zu erfassen und etwaige vom Arbeitgeber gewährte Vorteile für die Arbeitnehmer (sog. „Benefits“) zu besteuern. Egal ob bei der verbilligten Überlassung von ÖPNV-Tickets, der Schaffung von Fitnessprogrammen oder der Bereitstellung von kostenlosen Mahlzeiten: Stets stellt sich die Frage nach der lohnsteuerlichen Behandlung dieser Vorteile. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              II.	BFH zum Lohnzufluss bei Teilnahme an Firmenfitness-Programmen
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             In seinem Urteil vom 07.07.2020 (Az. VI R 14/18) hat sich der BFH mit dem Zeitpunkt des Zuflusses und der Bewertung des Vorteils der verbilligten Teilnahme an einem Firmenfitness-Programm befasst. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             In dem Fall hatte ein Arbeitgeber mit einem Anbieter von Fitnessleistungen eine „Firmenfitness-Mitgliedschaftsvereinbarung“ über die Nutzung von besonderen Fitnessstudios durch interessierte Mitarbeiter abgeschlossen. Pro Mitarbeiter erwarb der Arbeitgeber dabei Lizenzen zu € 50,28 brutto monatlich. Gegen einen Eigenanteil von € 16 bzw. später €  20 monatlich konnten sich die interessierten Mitarbeiter bei ihrem Arbeitgeber registrieren lassen. Sobald sie monatlich registriert waren, konnten sie für den jeweiligen Monat die Fitnessangebote bundesweit in Anspruch nehmen. Der Vertrag zwischen dem Arbeitgeber und dem Fitnessanbieter erfolgte im Jahr 2010 und hatte zunächst eine Laufzeit von 12 Monaten. Er sah eine automatische Verlängerung um weitere 12 Monate für den Fall vor, dass er nicht fristgerecht gekündigt wird. Eigene Vertragsbeziehungen zwischen dem Fitnessanbieter und den Mitarbeitern bestanden hingegen nicht. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Im Zuge einer Lohnsteuer-Außenprüfung für die Jahre 2011 bis 2014 vertrat die Finanzverwaltung die Auffassung, durch die Mindestvertragsdauer von 12 Monaten sei den Mitarbeitern der gesamte Vorteil der verbilligten Nutzung der Fitnessstudios auf einen Schlag zugeflossen. Daher sei auch eine etwaige monatliche Freigrenze von € 44 überschritten. Entsprechend forderte das Finanzamt die auf die verbilligte Nutzungsmöglichkeit des Fitnessangebots entfallende Lohnsteuer nach und erließ einen Haftungsbescheid gegen den Arbeitgeber. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der rechtliche Hintergrund besteht hier in der Bestimmung des Zuflusses des Vorteils beim Arbeitnehmer im Zusammenhang mit der Freigrenze für Sachbezüge von € 44 (bzw. seit 2022 € 50) nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG. Dies hängt wiederum davon ab, ob es sich bei den Vorteilen um einen (einmaligen) sonstigen Bezug oder ein laufendes Arbeitsentgelt handelt, § 38a Abs. 1 und 3 EStG. Nur bei laufendem Arbeitsentgelt ist auf den jeweiligen Monat des Zuflusses abzustellen. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der BFH entschied, dass die Teilnahme an einem Firmenfitness-Programm in der vom Arbeitgeber vorliegend gewählten Form als laufender Arbeitslohn zu bewerten und somit der Zufluss jeweils monatlich beim Arbeitnehmer zu erfassen ist. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Entsprechend sei die monatliche Freigrenze des § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG in Höhe von € 44 (bzw. € 50) anwendbar. Die monatliche Betrachtung hatte vorliegend zur Folge, dass den Mitarbeitern lediglich ein monatlicher Vorteil in Höhe von € 34,28 (€ 50,28 ./. € 16) bzw. später € 30,28 (€ 50,28 ./. € 20) zugeflossen ist. Die damalige monatliche Freigrenze in Höhe von € 44 war damit nicht überschritten, die Lohnsteuer entsprechend nicht einzubehalten. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               III.	FG Hessen zur Lohnsteuerpflicht bei 
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            
              Jobtickets
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das Finanzgericht Hessen hatte sich in seiner Entscheidung vom 25.11.2020 (Az. 12 K 2283/17) mit dem Lohnsteuereinbehalt für die verbilligte Überlassung eines Jobtickets zu befassen. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             In dem Streitfall hatte der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern aufgrund akuten Parkplatzmangels im Rahmen eines Mobilitätskonzepts, monatlich bis maximal auf ein Jahr begrenzt, vergünstigte Nahverkehrstickets zur Verfügung gestellt. Das Finanzamt vertrat die Auffassung, dieser Preisvorteil sei als Sachbezug nach Maßgabe des § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG zu bewerten. Zudem sei der Vorteil der verbilligten Überlassung bei den Jahrestickets dem jeweiligen Arbeitnehmer auf einen Schlag zugeflossen, sodass auch hier die monatliche Freigrenze von € 44 (bzw. nunmehr € 50) durch diesen geballten Zufluss überschritten sei. Auf den Wert der Vergünstigung hätte der Arbeitgeber sodann Lohnsteuer einbehalten und abführen müssen. Da dies unterblieben ist, erließ das Finanzamt einen Haftungsbescheid gegen den Arbeitgeber.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der rechtliche Hintergrund dieses Streits ist, dass es sich bei der verbilligten bzw. unentgeltlichen Überlassung von ÖPNV-Tickets, sog. „Jobtickets“, grundsätzlich um lohnsteuerpflichtige Sachbezüge (§ 8 Abs. 2 EStG) handelt, die es für Zwecke der Lohnsteuer zu bewerten gilt. Allgemein richtet sich die Bewertung danach, was ein Endverbraucher am Abgabeort nach Abzug der üblichen Preisnachlässe üblicherweise zu bezahlen hätte. Das Problem der Bewertung hat der Gesetzgeber zwischenzeitlich insofern aufgegriffen, als seit dem Veranlagungszeitraum 2019 unter bestimmten Voraussetzungen eine Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 15 EStG für Zuschüsse zum Jobticket in das Gesetz eingefügt worden ist. Das Problem der lohnsteuerlichen Bewertung von Jobtickets stellt sich daher vorrangig nur noch für Veranlagungszeiträume bis einschließlich 2018. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das FG Hessen entschied, die verbilligte Überlassung eines Jobtickets (vor Einführung des § 3 Nr. 15 EStG) zur Eindämmung des akuten Parkplatzmangels stelle vorliegend schon gar keinen lohnsteuerpflichtigen Sachbezug dar. Entsprechend stelle sich die Frage der Bewertung auch nicht. Die Finanzrichter vertraten die Ansicht, dass die verbilligte Überlassung nicht als Entgelt für die eigentlich zu erbringende Arbeit betrachtet werden kann. Hierbei handele es sich lediglich um einen Versuch, die Mitarbeiter zur Nutzung des ÖPNV zu animieren, um die angespannte Parkplatzsituation zu beseitigen, und nicht um eine konkrete Gegenleistung für die verrichtete Arbeit. Ferner seien schließlich auch die zuvor kostenlosen Parkmöglichkeiten von der Finanzbehörde nicht als lohnsteuerpflichtiger Sachbezug angesehen worden.  
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              IV.	BMF zur Behandlung unentgeltlicher oder verbilligter Mahlzeiten
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Mit Schreiben vom 20.12.2021 (IV C 5 – S 2334/19/10010 :003) hat das Bundesfinanzministerium für das Kalenderjahr 2022 die lohnsteuerrechtliche Behandlung von unentgeltlichen oder verbilligten Mahlzeiten für Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber angepasst. Solche verbilligten/kostenlosen Mahlzeiten sind grundsätzlich anteilig als Arbeitsentgelt zu bewerten und entsprechend der Lohnbesteuerung zu unterziehen. Da Sachbezüge zwar zum Arbeitsentgelt gehören, aber eben gerade nicht in Geld bestehen (vgl. § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG), stellt sich auch hier die Frage nach der richtigen Bewertung. Dies betrifft nicht nur das Steuerrecht, sondern auch das Sozialversicherungsrecht. Um hier möglichst Einheitlichkeit zu erreichen, wird in § 8 Abs. 2 Satz 6 EStG auf die sog. Sozialversicherungsentgeltverordnung verwiesen. In dieser Verordnung wird die genaue Bewertung von Verpflegung, Unterkunft, Wohnung und sonstigen Sachbezügen vorgegeben. Für das Kalenderjahr 2022 gilt nun, dass ein vom Arbeitgeber an die Belegschaft gestelltes Frühstück für einen vollen Monat mit € 56 bzw. für einen Tag mit € 1,87 und für ein gestelltes Mittag- oder Abendessen monatlich mit € 107 bzw. pro Tag mit € 3,57 zu bewerten ist. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              V.	Fazit
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Arbeitgeber müssen bei allen „Benefits“ die Lohnsteuer im Blick haben. Auch kleine Beträge können sich bei einer großen Belegschaft zu stattlichen Haftungsbeträgen summieren, wenn im Rahmen einer Lohnsteuer-Außenprüfung ein unterlassener Lohnsteuereinbehalt festgestellt wird. Gleichwohl bietet das Lohnsteuerrecht die Chance, Mitarbeiter durch gezielte Bezuschussung an das eigene Unternehmen zu binden und dabei steuerliche Potentiale für die Mitarbeiter auszuschöpfen: Verbilligte Jobtickets, Warengutscheine oder die Beachtung der allgemeinen Freigrenze von € 50 für Sachbezüge bieten den Arbeitnehmern Vorteile, ohne dass hierfür Lohnsteuer anfällt. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 14 Jan 2022 09:09:07 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: BAG bestätigt Rückverleihpraxis bei Betriebsübergängen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-bag-bestaetigt-rueckverleihpraxis-bei-betriebsuebergangen</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aktuelle Rechtsprechung: 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          BAG bestätigt Rückverleihpraxis bei Betriebsübergängen
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Regelmäßig gehen bei Betriebsübergängen die Arbeitsverhältnisse vom Betriebsveräußerer auf den Erwerber über. Machen Arbeitnehmer jedoch von ihrem Widerspruchsrecht gemäß § 613a Abs. 5 BGB Gebrauch, führt dies dazu, dass die Arbeitsverhältnisse gerade nicht auf den Betriebserwerber übergehen, sondern vielmehr beim ursprünglichen Arbeitgeber verbleiben. Da der ursprüngliche Arbeitgeber allerdings im Regelfall keinen weiteren Beschäftigungsbedarf für die widersprechenden Arbeitnehmer haben wird, wird er die Arbeitsverhältnisse kündigen und sieht sich in der Folge einem potentiell erheblichen Annahmeverzugsrisiko ausgesetzt. Diesem Risiko kann im Rahmen der Betriebsveräußerung mit verschiedenen ökonomischen und rechtlichen Lösungsansätzen begegnet werden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine Möglichkeit ist dabei die Beschäftigung der widersprechenden Arbeitnehmer als Leiharbeitnehmer beim Betriebserwerber nach dem sog. „Rückverleihmodell“. Noch nicht geklärt war bisher allerdings, ob der Arbeitnehmer ein solches Angebot über einen Leiharbeitsvertrag wegen Unzumutbarkeit ausschlagen durfte, ohne seinen Anspruch auf Vergütung wegen Annahmeverzugs gemäß § 615 S. 2 BGB zu verkürzen. Dieser Regelung zufolge darf er jedenfalls nicht „böswillig anderen Verdienst“ unterlassen. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in Bezug auf diese Frage nun für Klarheit gesorgt.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	Grundsatz: Betriebsübergang und Risiko des Widerspruchs
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bei Übertragungen von Betrieben oder auch Betriebsteilen gilt im Grundsatz, dass der Erwerber mit allen Rechten und Pflichten in die bereits bestehenden Arbeitsverhältnisse eintritt und der Arbeitnehmer somit bei gleichbleibendem Arbeitsplatz einen neuen Arbeitgeber als Vertragspartner erhält. Damit dem zivilrechtlichen Grundsatz der Vertragsfreiheit ausreichend Rechnung getragen wird, sieht der Gesetzgeber in § 613a Abs. 5 BGB ein Widerspruchsrecht vor. Der Arbeitnehmer soll nicht gezwungen werden, mit einem anderen als dem von ihm gewählten Arbeitgeber einen Vertrag abschließen zu müssen. Da der Veräußerer nicht weiß, wie viele seiner Arbeitnehmer von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen werden, kann er auch nicht kalkulieren, wie hoch die Kosten für die mangels Beschäftigungsmöglichkeit dann notwendigen Kündigungen sein werden. Das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, der dem Betriebsübergang widerspricht, bleibt beim Betriebsveräußerer mit der Folge, dass der Arbeitnehmer grundsätzlich gegen den ursprünglichen Arbeitgeber auch einen Vergütungsanspruch hat. Der ursprüngliche Arbeitgeber ist aufgrund der Betriebsübertragung in der Regel nicht in der Lage, den Arbeitnehmer weiter vertragsgerecht zu beschäftigen, weil der Arbeitsplatz des Arbeitnehmers mit der Übertragung des Betriebs auf den Erwerber übergegangen ist. Der ursprüngliche Arbeitgeber wird daher den widersprechenden Arbeitnehmer mangels Beschäftigungsbedarf regelmäßig kündigen. Für den Zeitraum der Kündigungsfrist sowie eines etwaigen Kündigungsschutzprozesses besteht für den ursprünglichen Arbeitgeber das Risiko, dem widersprechenden Arbeitnehmer eine Vergütung wegen Annahmeverzugs gemäß § 615 S. 2 BGB zahlen zu müssen. Nach § 615 S. 2 BGB kann der Arbeitnehmer den versprochenen Lohn verlangen, wenn der Arbeitgeber die Arbeitsleistung unberechtigterweise abgelehnt hat. Allerdings muss sich der Arbeitnehmer auf dieses Gehalt das anrechnen lassen, was er im Verzugszeitraum durch anderweitigen Arbeitseinsatz verdient oder böswillig zu verdienen unterlässt. Um diesen Betrag ist dann sein Anspruch gegen den Arbeitgeber gemindert.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          An der Anrechnung von böswillig unterlassenem anderweitigen Verdienst setzt das sog. Rückverleihmodell im Rahmen von Unternehmenskäufen an. Hierbei vereinbaren Veräußerer und Erwerber, dass, für den Fall des Widerspruchs nach § 613a Abs. 5 BGB, der widersprechende Arbeitnehmer als Leiharbeitnehmer befristet auf seiner ursprünglichen Position im Betrieb eingesetzt wird. Der Erwerber verpflichtet sich dazu, für den Zeitraum der Arbeitnehmerüberlassung, das ursprüngliche Gehalt des widersprechenden Arbeitnehmers an den Veräußerer auszuzahlen. Auf diese Weise verbleibt das Arbeitsverhältnis bei dem Veräußerer als ursprünglichem Arbeitgeber, wie durch den Widerspruch bewirkt, während lediglich das Direktionsrecht auf den entleihenden Betriebserwerber übergeht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Eine solche Vereinbarung findet regelmäßig auch die übereinstimmende Zustimmung von Erwerber und Veräußerer. Der Erwerber hat ein Interesse daran, dass der Betrieb bzw. Betriebsteil weiterhin ohne unvorhersehbaren „Know-How“-Verlust fortgeführt werden kann. Der Veräußerer muss in der Regel das Kostenrisiko etwaiger Widersprüche tragen und wird somit eine Regelung begrüßen, nach der diese etwaigen Kosten durch den Entleiher, also den Erwerber, getragen oder zumindest reduziert werden. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             III.	Sachverhalt der Entscheidung
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Gegenstand des Verfahrens vor dem BAG war der Streit über die Rechtmäßigkeit einer infolge eines Betriebsteilübergangs ausgesprochenen Kündigung sowie die Vergütung wegen Annahmeverzugs. Die Klägerin war kaufmännische Arbeitnehmerin eines Unternehmens, das den Geschäftsbereich, in dem sie tätig war, 2019 an einen Investor veräußerte. Nachdem die Arbeitnehmerin im Mai 2019 von dem Betriebsteilübergang erfahren hatte, widersprach sie nach § 613a Abs. 5 BGB dem Übergang ihres Arbeitsverhältnisses. Da das veräußernde mit dem erwerbenden Unternehmen ein Rückverleihmodell vereinbart hatte, wurde der Arbeitnehmerin von ihrem bisherigen Arbeitgeber ein Angebot über eine Tätigkeit als Leiharbeitnehmerin bei der Erwerberin unterbreitet. Dieses lehnte sie jedoch ab, so dass der bisherige Arbeitgeber ihr mitteilte, dass er sie ab August 2019 nicht mehr weiter beschäftigen könne und die Gehaltszahlungen einstellen werde. Die zeitweise arbeitsunfähig erkrankte Klägerin machte, neben einem Entgeltfortzahlungs- sowie einem Urlaubsentgeltanspruch, den Vergütungsanspruch wegen Annahmeverzugs geltend. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV.	Entscheidung des BAG
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das BAG kommt zu dem Ergebnis, dass das Angebot des Betriebsveräußerers über den Abschluss eines Leiharbeitnehmervertrags zur Beschäftigung beim Betriebserwerber einen zumutbaren anderweitigen Verdienst i.S.d. § 615 S. 2 BGB darstellt. Da die Arbeitnehmerin das Angebot der befristeten Tätigkeit für den Erwerber nicht angenommen habe, habe sie böswillig anderweitigen Verdienst unterlassen. Folglich scheide ein Anspruch auf Annahmeverzugslohn gegen den bisherigen Arbeitgeber, den Betriebsveräußerer, aus. In der Urteilsbegründung führt das BAG aus, dass sich die der Klägerin angebotene Tätigkeit als solche nicht von ihrer bisherigen Tätigkeit unterschieden habe, da sie unter denselben Konditionen die gleiche Arbeit am gleichen Arbeitsort hätte erbringen sollen. Die einzige Änderung habe darin bestanden, dass die Arbeitnehmerin ihre Arbeitsleistung für einen Dritten, den Erwerber, hätte erbringen müssen. Warum dies konkret nicht zumutbar gewesen sei, habe die Klägerin nicht vorgetragen.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das BAG führt aus, von der Klägerin sei nicht ausreichend dargelegt worden, inwiefern das auf den Dritten, nämlich den Betriebserwerber, übergegangene Direktionsrecht mit unzumutbaren Nachteilen für sie verbunden gewesen sei. Auch eine fehlende Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis stelle keinen entsprechenden Nachteil im Rahmen der Zumutbarkeitsüberprüfung dar.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das BAG verweist auf den Normzweck des § 615 S. 2 BGB. Die Klägerin müsse sich nicht nur die unterlassene Übernahme einer vertragsgerechten, sondern auch die unterlassene Übernahme einer nur „zumutbaren“, Arbeit anrechnen lassen. § 615 Satz 2 BGB betreffe nicht die Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsvertrag. Vielmehr solle mit dieser Regelung die nach anderen Maßstäben zu beurteilende Obliegenheit geregelt werden, aus Rücksichtnahme gegenüber dem Arbeitgeber einen zumutbaren Zwischenverdienst zu erzielen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             V.	Fazit und Praxishinweis
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Entscheidung des BAG stellt insbesondere für den Bereich M&amp;amp;A einen tauglichen Praxishinweis dar. So wird die Methode des Rückverleihs im Rahmen des Betriebsübergangs eindeutig bestätigt und somit ein gangbarer Weg für Unternehmenskäufe aufgezeigt, um das Kostenrisiko der Personalplanung einzugrenzen. Gleichzeitig folgt aus der dargestellten Entscheidung, dass bei entsprechender Vereinbarung zwischen Veräußerer und Erwerber der Widerspruch eines Arbeitnehmers bei Betriebsübergängen in den meisten Fällen an Attraktivität verliert und somit das kaum planbare unternehmerische Risiko von Widersprüchen gegen den Übergang des Arbeitsverhältnisses minimiert wird. Das klassischerweise beim Veräußerer angesiedelte Kostenrisiko der Annahmeverzugslöhne wird auf diese Weise weitestgehend reduziert. Die Vereinbarung eines Rückverleihs ist für die Parteien des Unternehmenskaufs auch regelmäßig interessengerecht, da einerseits der Erwerber zumeist ein Interesse an der Fortführung des Betriebs durch eine erfahrene Kraft haben wird und anderseits der Veräußerer bei entsprechender Vereinbarung keine wirtschaftliche Absicherung für den Annahmeverzugslohn in die Kaufpreiskalkulation einbeziehen muss.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nach dieser begrüßenswerten Entscheidung des BAG sollte bei der Gestaltung von Unternehmenskaufverträgen bezüglich des Kostenrisikos durch widersprechende Arbeitnehmer grundsätzlich die Vereinbarung eines Rückverleihmodells in den Blick genommen werden. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 06 Jan 2022 11:26:57 GMT</pubDate>
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      <title>Das Bundesverfassungsgericht kippt die Vollverzinsung von Steuernachzahlungen und Steuererstattungen</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Das Bundesverfassungsgericht kippt die Vollverzinsung von Steuernachzahlungen und Steuererstattungen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I.	Einleitung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat mit Beschluss vom 08.07.2021 (Az. 1 BvR 2237/14 und 1 BvR 2422/17) die Höhe des Zinssatzes bei der Verzinsung von Steuernachzahlungen und Steuererstattungen als mit dem Grundgesetz nicht vereinbar erklärt. Gleichzeitig ist dem Gesetzgeber aufgegeben worden, bis zum 31.07.2022 eine Neuregelung der Vollverzinsung vorzunehmen. Die alte Regelung findet sich derweil zwar noch im Gesetzestext, wird aber von der Finanzverwaltung bis auf Weiteres für neue Fälle nicht mehr angewendet. Diese Entscheidung des BVerfG kann für eine Vielzahl von Steuerpflichtigen Auswirkungen haben. Die Entscheidung des Gesetzgebers zur Neugestaltung der Vollverzinsung wirkt dabei zurück auf Verzinsungszeiträume, die ab dem 01.01.2019 beginnen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
            
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	Hintergrund
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Ansprüche aus dem Steuerschuldverhältnis gilt nach § 233 Satz 1 AO der Grundsatz, dass diese zu verzinsen sind, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Dieser Grundsatz gilt in beide Richtungen: Sowohl Steuernachzahlungen als auch Steuererstattungen können der Vollverzinsung unterliegen. Der Zinssatz hierauf ist gesetzlich in § 238 Abs. 1 Satz 1 AO geregelt. Danach betragen die Zinsen für jeden vollen Monat einhalb Prozent. Hochgerechnet auf ein komplettes Jahr ergibt sich somit ein Zinssatz in Höhe von 6,0%. Abgemildert wird dieser hohe Zinssatz allerdings dadurch, dass er nur für volle Monate gilt und dass bei der Berechnung des zu verzinsenden Betrags auf den nächsten durch € 50 teilbaren Betrag abgerundet wird. Zusätzlich greift kein Zinseszinseffekt: Angelaufene Zinsen werden nach § 233 Satz 2 AO selbst nicht verzinst. Schließlich ist zu berücksichtigen, dass der Zinslauf erst 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuer entstanden ist, beginnt. Hierdurch sollen den (Abgabe)Fristen für die Steuerpflichtigen und der typischen Bearbeitungsdauer Rechnung getragen werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Gesetz sieht neben der Verzinsung von Steuernachforderungen und Steuererstattungen nach § 233a AO noch andere Zinstatbestände vor, für die jedoch auch ein Zinssatz in Höhe von 6,0% pro Jahr bzw. 0,5% pro Monat herangezogen wird. Hierbei handelt es sich um die Stundungszinsen (§ 234 AO), die Hinterziehungszinsen (§ 235 AO), die Prozesszinsen auf Erstattungsbeträge (§ 236 AO) und die Zinsen bei Aussetzung der Vollziehung (§ 237 AO). In diesem Zusammenhang sind schließlich noch die Säumniszuschläge nach § 240 AO zu nennen; diese belaufen sich pro angefangenem Monat auf 1% (mithin 12% p.a.) des rückständigen Steuerbetrags, wobei auch hier eine Abrundung auf den nächsten durch € 50 teilbaren Betrag vorzunehmen ist.    
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch wenn grundsätzlich alle Steuerpflichtigen von der Verzinsung einer Steuernachzahlung bzw. -erstattung betroffen sein können, so betrifft insbesondere die Verzinsung von Steuernachzahlungen typischerweise solche Steuerpflichtigen am meisten, die als Selbständige oder Gewerbetreibende tätig sind. Deren Steuern werden regelmäßig endgültig erst im Nachgang zu einer Betriebsprüfung festgesetzt, in der mehrere Jahre zusammen nachträglich einer umfassenden Prüfung unterzogen werden, an deren Ende meist eine Steuernachzahlung steht. Daher können nach einer Betriebsprüfung Steuermehrzahlungen für Veranlagungszeiträume festgesetzt werden, für die die oben genannte Karenzzeit von 15 Monaten schon überschritten ist. Diese Zinsen belasten die Steuerpflichtigen zusätzlich zu den nachzuzahlenden Steuern und erhöhen das Einkommen des Fiskus nicht unerheblich. So setzte sich etwa das Mehrergebnis für die Staatskasse aus Betriebsprüfungen für die Jahre 2017 bis 2019 statistisch betrachtet jeweils zu mindestens 16% allein aus Zinszahlungen zusammen.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              III.	Der BVerfG-Beschluss und seine Folgen
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Sachverhalt und Gründe
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zurückzuführen ist der BVerfG-Beschluss, in dem zwei ähnliche Verfahren zusammengefasst worden sind, auf das Betreiben einer bayerischen und einer nordrhein-westfälischen GmbH. Diese hatten sich zuvor (bis zu den jeweils höchsten Verwaltungsgerichten ihrer Bundesländer) vergeblich gegen die Höhe der Zinsen gewehrt, die auf nachträglich im Zuge einer Betriebsprüfung erhöhte Gewerbesteuer festgesetzt worden waren. Argumentativ stützten sie ihr Vorbringen im Wesentlichen darauf, dass die Höhe des Zinssatzes gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz aus Art. 3 Abs. 1 GG verstoße, da solche Steuerpflichtigen, deren Steuern regelmäßig erst später festgesetzt würden, gegenüber solchen Steuerpflichtigen benachteiligt würden, deren Steuerfestsetzung typischerweise innerhalb der gesetzlichen Karenzzeit von 15 Monaten erfolge. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das BVerfG befasste sich mit diesem Vorbringen und entschied: Die Verzinsung von Steuernachforderungen und Steuererstattungen mit einem Zinssatz in Höhe von 6,0% p.a. ab dem Verzinsungszeitraum 2014 ist verfassungswidrig. Zwar könne der Gesetzgeber bei der Auswahl eines Zinsgegenstands und der Bemessung eines Zinssatzes typisierende Regelungen treffen und dabei in erheblichen Umfang die Praktikabilität mit dem Ziel der Einfachheit der Zinsfestsetzung und -erhebung berücksichtigen. Jedoch müssten Zinsregelungen grundsätzlich so gestaltet sein, dass sie den Belastungsgrund realitätsgerecht abbilden. Der Zinssatz von 6,0% p.a. sei aber in einem sich verstetigenden Niedrigzinsumfeld nicht mehr realitätsgerecht. Auch wenn der Zinssatz ursprünglich – in einem Umfeld mit regulären bzw. hohen Zinsen – die Realität am Zinsmarkt durchaus realitätsgerecht wiedergegeben habe, so habe es der Gesetzgeber gleichwohl unterlassen, den sich ändernden Umständen am Zinsmarkt Rechnung zu tragen. Der Zweck der Verzinsung, nämlich die Neutralisierung etwaiger finanzieller Vor- und Nachteile des Steuerpflichtigen durch eine verspätete Steuerfestsetzung, könne nicht mehr erreicht werden, wenn der hierfür veranschlagte Zinssatz auch bei großzügiger Betrachtung offensichtlich realitätsfremd sei.     
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Wirkung der Verfassungswidrigkeit der Zinshöhe
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwar ist der Zinssatz nach Ansicht des BVerfG seit dem Verzinsungszeitraum 2014 verfassungswidrig, das heißt aber nicht, dass die seit dem 01.01.2014 festgesetzten Zinsen automatisch rechtswidrig sind und zurückgezahlt werden müssen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Bezug auf die zeitliche Geltung der Verfassungswidrigkeit der Zinshöhe hat das BVerfG verschiedene Zeiträume in den Blick gefasst: Bis einschließlich 31.12.2013 ist die gesetzliche Zinshöhe von 6,0% p.a. für Steuererstattungen und Steuernachzahlungen nach § 233a Abs. 1 AO in Verbindung mit § 238 Abs. 1 Satz 1 AO nicht verfassungswidrig und entsprechend auch nicht zu beanstanden. Letzteres gilt trotz Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz auch für Verzinsungszeiträume vom 01.01.2014 bis einschließlich 31.12.2018. Erst für Verzinsungszeiträume ab dem 01.01.2019 dürfen weder Gerichte noch Verwaltungsbehörden die Zinsvorschrift des § 233a Abs. 1 Satz 1 AO in Verbindung mit § 238 Abs. 1 Satz AO anwenden. Dem Gesetzgeber ist zugleich aufgegeben worden, bis zum 31.07.2022 eine Neuregelung zu treffen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Betroffene Zinsarten und Steuern
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entscheidung gilt sowohl für die Verzinsung von Steuernachzahlungen als auch von Steuererstattungen. Auf welche Steuer sich die Verzinsung bezieht, ist ebenfalls unerheblich. Denn die Verfassungsrichter haben hervorgehoben, dass sämtliche Steuerarten, die in § 233a Abs. 1 Satz 1 AO aufgeführt sind, von der Entscheidung betroffen sind. Namentlich sind dies neben der im Beschluss gegenständlichen Gewerbesteuer die Einkommen-, Körperschaft-, Vermögen- und Umsatzsteuer, deren Verzinsung ab dem 01.01.2019 nicht mit einem Zinssatz in Höhe von 6,0% erfolgen darf.   
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daneben stellte das BVerfG auch klar, dass der gefasste Beschluss zur Zinssatzhöhe lediglich die Verzinsung von Steuernachforderungen und Steuererstattungen betrifft. Die Höhe des Zinssatzes für die übrigen Verzinsungstatbestände, wie etwa die Stundungszinsen oder die Hinterziehungszinsen, werden von der Entscheidung nicht erfasst. Da die übrigen Zinstatbestände auf unterschiedlichen gesetzgeberischen Erwägungen beruhen und jeweils an verschiedene Tatbestände anknüpfen, sei deren Verfassungskonformität im Rahmen eines eigenen Verfahrens zu überprüfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV.	Reaktion der Finanzverwaltung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der Entscheidung des BVerfG im Hochsommer 2021 hat das BMF jüngst hierauf mit Schreiben vom 17.09.2021 reagieren müssen. Für Verzinsungszeiträume ab dem 01.01.2019 ist die Finanzverwaltung nunmehr angehalten, bei neuen Fällen die erstmalige Festsetzung von Nachzahlungs- oder Erstattungszinsen auszusetzen. Soweit und sobald der Gesetzgeber eine Neuregelung der Zinssatzhöhe vorgenommen hat, ist die Festsetzung dann nachzuholen. Betrifft ein neuer Fall auch Zinszeiträume bis zum 31.12.2018, ist für diese Zinsen jedenfalls eine endgültige Festsetzung vorgesehen. Sollte im Rahmen eines Einspruchsverfahrens mitunter auch die Verfassungsmäßigkeit der Zinssatzhöhe gerügt worden sein, ist für Zinszeiträume bis zum 31.12.2018 jedenfalls im Rahmen einer Teil-Einspruchsentscheidung der Einspruch diesbezüglich als unbegründet zurückzuweisen.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             V.	Fazit
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Zinssatz in Höhe von 6,0% p.a. für Ansprüche aus dem Steuerschuldverhältnis ist ab dem 01.01.2014 nicht mehr grundgesetzkonform. Dieser Zinssatz kann jedoch für eine Übergangszeit für Verzinsungszeiträume bis zum 31.12.2018 weiterhin von der Finanzverwaltung für die Zinsfestsetzungen herangezogen werden. Für Verzinsungszeiträume ab dem 01.01.2019 ist diese Verzinsungsregelung allerdings weder von Gerichten noch von der Finanzverwaltung anzuwenden. Das heißt aber nicht, dass die Zinsfestsetzung aufgehoben ist: Sie ist lediglich aufgeschoben bis zur gesetzlichen Neuregelung der Vollverzinsung, die dann Rückwirkung entfalten wird. Auf welche Art der Gesetzgeber die Verzinsungsregelung ändert, bleibt abzuwarten. Er kann in der bisherigen Regelung just die Zinssatzhöhe herabsenken oder aber eine komplett neue Regelung treffen. Die einfachste Lösung für den Gesetzgeber und die Finanzverwaltung dürfte dabei wohl eine Senkung des monatlichen Zinssatzes auf bspw. 0,25% sein. Ob angesichts der niedrigen Zinsen eine lediglich moderate Absenkung auf 0,4% pro Monat angemessen ist, darf bezweifelt werden. Alternativ könnte der Gesetzgeber den jeweiligen Basiszinssatz (§ 247 BGB) für die Vollverzinsung heranziehen und dann hierauf einen entsprechenden Aufschlag von z.B. 5%-Punkten (so bei den zivilrechtlichen Verzugszinsen, § 288 Abs. 1 Satz 2 BGB) vorschreiben. Aufgrund der halbjährlichen Anpassung des Basiszinssatzes könnte mit dieser Variante flexibler auf den Zinsmarkt reagiert werden, wenngleich sich dadurch der Aufwand der Finanzverwaltung bei der Zinsermittlung erhöhen dürfte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Egal wie sich der Gesetzgeber entscheiden wird, er hat die Vorgaben des BVerfG zu beachten. Der neue Zinssatz auf Steuernachforderungen und Steuererstattungen muss daher zumindest ansatzweise in der Nähe des marktüblichen Zinssatzes liegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 04 Jan 2022 12:05:07 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/das-bundesverfassungsgericht-kippt-die-vollverzinsung-von-steuernachzahlungen-und-steuererstattungen</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: BAG zum pfändbaren Arbeitseinkommen bei Entgeltumwandlung – auf die Höhe kommt es an!</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-bag-zum-pfaendbaren-arbeitseinkommen-bei-entgeltumwandlung-auf-die-hoehe-kommt-es-an</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Rechtsprechung: BAG zum pfändbaren Arbeitseinkommen bei Entgeltumwandlung – auf die Höhe kommt es an!
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  
          
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Pfändung von Arbeitseinkommen ist für viele Personalabteilungen und insbesondere für den Bereich Payroll ein bekanntes Thema. Pfändungen gehören dort zum Alltag, weil zum einen das Arbeitseinkommen eines Schuldners regelmäßig ein erfolgversprechendes Vollstreckungsobjekt darstellt und zum anderen der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet ist, die Lohnpfändung abzuwickeln und gegenüber dem Gläubiger für die korrekte Berechnung und Auskehrung der gepfändeten Beträge haftet. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Da es sich beim Lohnanspruch des Arbeitnehmers häufig um den einzigen Vermögenswert handelt, über den er verfügt, spielen im Rahmen der Lohnpfändung unterschiedliche Interessen eine Rolle. Während dem Gläubiger des Arbeitnehmers daran gelegen ist, seine Forderung beizutreiben, hat der Arbeitgeber ein Interesse daran, dass die Lohnpfändung gegen seinen Arbeitnehmer nicht direkt die vollständige Gegenleistung für die Arbeitsleistung aufzehrt und der Arbeitnehmer die Hauptmotivation zur ordentlichen Erbringung seiner Arbeitsleistung nicht verliert. Zu guter Letzt hat auch der Staat ein Interesse daran, dass durch die Begleichung von Schulden zwar Rechtsfrieden eintritt, die Pfändung aber auch nicht dazu führt, dass der Schuldner wegen der Pfändung auf staatliche Leistungen zur Bestreitung seines Lebensunterhalts angewiesen ist. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In dieser Gemengelage bewegt sich das Lohnpfändungsrecht mit dem sich auch die aktuelle Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 14. Oktober 2021 befasst.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II.	Das pfändbare Einkommen im Sinne von § 850 Abs. 2 ZPO
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als besondere Form der Zwangsvollstreckung in Forderungen unterliegt das Lohnpfändungsrecht mit den §§ 850 ff. ZPO Regelungen, die vor allem dazu dienen, den Schuldner (Arbeitnehmer) durch Pfändungsbeschränkungen zu schützen. Neben der Prüfung der Einhaltung der zwingenden Vollstreckungsvoraussetzungen muss der Arbeitgeber daher die Frage klären, ob überhaupt bzw. in welcher Höhe Teile des Lohns statt an den Arbeitnehmer (Schuldner) an den Gläubiger auszukehren sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dabei ist zunächst zu beachten, dass die in § 850 Abs. 2 und Abs. 3 ZPO aufgeführten Arten des Arbeitseinkommens keine abschließende Aufzählung darstellen, sondern vielmehr gemäß § 850 Abs. 4 ZPO alle Vergütungen zum Arbeitseinkommen zählen, die dem Schuldner aus der Arbeit oder Dienstleistung zustehen, ohne Rücksicht auf ihre Benennung oder Berechnungsart. Insofern zählt zum pfändbaren Einkommen zunächst grundsätzlich auch alles, was dem Arbeitnehmer als Geldertrag aus Anlass des Arbeits- oder Dienstverhältnisses zufließt. Allerdings legt § 850 c ZPO die Beträge fest, die dem Schuldner trotz Pfändung zur eigenen Verwendung verbleiben müssen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
             
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              III.	Entscheidung des BAG vom 14.10.2021
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ist der Gläubiger der Auffassung, dass ihm ein größerer Anteil am Lohn zusteht, als der Arbeitgeber an ihn ausgekehrt hat, muss er den Arbeitgeber als den für die Abwicklung der Lohnpfändung Verantwortlichen verklagen. In dieser Situation fand sich auch die Beklagte des konkreten Rechtsstreits wieder, die die aufgrund einer Entgeltumwandlungsvereinbarung gezahlten Beiträge zu einer Direktversicherung im Rahmen der Berechnung des pfändbaren Einkommens unberücksichtigt gelassen hatte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 14. Oktober 2021, die aktuell lediglich als Pressemitteilung vorliegt, stand dementsprechend die Qualifikation der umgewandelten Beträge als pfändbares Einkommen im Sinne von § 850 Abs. 2 ZPO in Rede.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die beklagte Arbeitgeberin hatte, nachdem gegen die Arbeitnehmerin ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss über das gegenwärtige und zukünftige Arbeitseinkommen durch den Kläger erwirkt und ihr zugestellt worden war, mit der Arbeitnehmerin eine Entgeltumwandlungsvereinbarung zugunsten einer Direktversicherung geschlossen. Die in der Folgezeit geleisteten Zahlungen an den Kläger ließen bei der Ermittlung des pfändbaren Einkommens die Höhe des an die Direktversicherung gezahlten monatlichen Versicherungsbeitrags unberücksichtigt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Kläger vertrat die Auffassung, dass die Entgeltumwandlung bereits deshalb nicht das pfändbare Einkommen der Arbeitnehmerin reduzieren könne, weil der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss zeitlich vor Abschluss der Entgeltumwandlungsvereinbarung zugestellt worden sei und die Arbeitnehmerin aufgrund der Pfändung die Verfügungsgewalt über den pfändbaren Teil des Arbeitseinkommens verloren habe.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der achte Senat des Bundesarbeitsgerichts hat nun entschieden, dass kein pfändbares Arbeitseinkommen mehr vorliege, wenn die Arbeitsvertragsparteien eine Entgeltumwandlungsvereinbarung träfen, nach der ein Teil des Entgelts für eine betriebliche Altersversorgung verwendet werde. Dabei sei es irrelevant, ob die Vereinbarung über die Entgeltumwandlung zeitlich vor oder nach Zustellung des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses getroffen werde. Dies gelte jedenfalls, soweit die Grenze aus § 1a Abs. 1 Satz 1 BetrAVG (4% der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (West), 2022: 3.384 EUR = 4% von 84.600 EUR) nicht überschritten werde, weil dem Arbeitnehmer insoweit ein gesetzlicher Anspruch auf Entgeltumwandlung zustehe. Eine den Gläubiger benachteiligende Verfügung liege in diesem Fall nicht vor.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV.	Fazit
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts zeigt deutlich, dass der Arbeitnehmer auch bei laufender Lohnpfändung nicht daran gehindert werden soll, sein Recht aus § 1a Abs. 1 Satz 1 BetrAVG auf betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung auszuüben. Insofern ist für Arbeitgeber und Personalabteilungen in jedem Fall zu bedenken, dass eine solche Entgeltumwandlungsvereinbarung auch nach bereits zugestelltem Pfändungs- und Überweisungsbeschluss – jedenfalls in der gesetzlich vorgesehenen Höhe aus § 1a Abs. 1 Satz 1 BetrAVG – noch geschlossen werden und der entsprechend aufzuwendende Versicherungsbeitrag im Rahmen der Ermittlung des pfändbaren Einkommens der Höhe nach unberücksichtigt bleiben kann.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Arbeitgeber sind jedoch gut beraten, den Höchstbetrag gem. § 1a Abs. 1 Satz 1 BetrAVG (2022: 3.384 EUR) nicht zu überschreiten. Jedenfalls ließe sich bei einer Überschreitung nicht mehr mit der Ausübung eines gesetzlich normierten Rechts des Arbeitnehmers argumentieren. Bei Rückfragen zu allen Themen der betrieblichen Altersversorgung steht Ihnen insbesondere unsere Kollegin, Frau Rechtsanwältin Susanne Küsters, gerne zur Verfügung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 23 Dec 2021 10:07:44 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) – erste kleine Schritte auf dem Weg zu einem digitalen und europäisch vernetzten  Gesellschaftsrecht – Special Nr. 352</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/das-gesetz-zur-umsetzung-der-digitalisierungsrichtlinie-dirug-erste-kleine-schritte-auf-dem-weg-zu-einem-digitalen-und-europaeisch-vernetzten-gesellschaftsrecht-special-nr-352</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Das Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) - erste kleine Schritte auf dem Weg zu einem digitalen und europäisch vernetzten Gesellschaftsrecht
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Einleitung / Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Erfüllung der Richtlinie (EU) 2019/1151 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20.06.2019 zur Änderung der Richtlinie (EU) 2017/1132 im Hinblick auf den Einsatz digitaler Werkzeuge und Verfahren im Gesellschaftsrecht („Digitalisierungsrichtlinie“, Amtsblatt L 186 vom 11.07.2019, S. 80) hat der 19. Deutsche Bundestag am 10.06.2021 das Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie („DiRUG“) beschlossen, das am 25.06.2021 vom Bundesrat gebilligt wurde und am 01.08.2022 in Kraft treten wird. Die EU-Digitalisierungsrichtlinie hat u.a. zum Ziel, die Gründung von Gesellschaften und die Errichtung von Zweigniederlassungen europaweit und grenzüberschreitend durch Nutzung digitaler Mittel zu vereinfachen und enthält zu diesem Zweck eine Vielzahl von Regelungen, die u.a. die Umsetzung von Online-Verfahren, eine Neuregelung der Registerpublizität sowie eine europäische Informations-/Registervernetzung zum Gegenstand haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der deutsche Gesetzgeber hat sich mit dem DiRUG allerdings in der Umsetzung zumeist auf das vom EU-Richtliniengeber geforderte Minimum beschränkt, weshalb der Schritt zu einer Digitalisierung des Gesellschaftsrechts in Deutschland noch ein relativ kleiner ist. Mit diesem Special möchten wir Ihnen einen ersten Überblick darüber geben, in welchem wesentlichen Umfang das digitale Gesellschafts- und Registerrecht ab dem 01.08.2022 in Deutschland Einzug halten wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II. Überblick
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Strukturelle Änderungen im Registerwesen 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das System der Bekanntmachung von Handelsregistereintragungen wird eine grundlegende Änderung erfahren. Das bisher für die Veröffentlichung und damit Bekanntmachung von Handelsregistereintragungen zuständige Bekanntmachungsportal entfällt künftig; die Bekanntmachung orientiert sich künftig allein an der erstmaligen Abrufbarkeit aus dem gem. § 9 Abs. 1 HGB von den Landesjustizverwaltungen bestimmten Registerportal (www.handelsregister.de). Der Abruf von Handelsregisterauszügen und der weiteren zum Handelsregister eingereichten Dokumente aus dem Registerportal wird künftig kostenlos möglich sein. Gleiches gilt für Abrufe aus dem Partnerschafts-, Vereins- und Genossenschaftsregister. Damit einhergehend wird jedoch eine Erhöhung der Registergebühren um 1/3 der für die jeweilige Eintragung (in die Handelsregister A und B, das Partnerschafts-und das Genossenschaftsregister sowie von Prokuren) oder Entgegennahme (z.B. Liste der Gesellschafter einer GmbH oder Liste der Mitglieder des Aufsichtsrates einer Aktiengesellschaft) bestimmten Gebühr erfolgen (Nr. 6000 HRegGebV n.F.). Die Kostenlast wird damit vom Register-Abrufenden auf die im Register eingetragene Rechtspersönlichkeit verlagert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Zuge der weiteren unionsrechtlichen Vorgabe eines grenzüberschreitenden Informationsaustausches wird künftig über eine geschaffene zentrale Europäische Plattform die für die Bestellung von Geschäftsführern und Vorstandsmitgliedern bedeutsame Abfrage von Informationen zu einem bestehenden Berufs- oder Gewerbeausübungsverbot in einem anderen EU- oder EWR-Staat möglich sein (künftiges Bestellungshindernis gem. § 6 Abs. 2 Satz 3 GmbHG n.F. bzw. § 76 Abs. 3 Satz 3 AktG n.F.). Weiter wird künftig über das Europäische System der Registervernetzung ein Informationsaustausch über ausländische Zweigniederlassungen einer inländischen Kapitalgesellschaft (und umgekehrt) erfolgen. Entsprechend § 13a Abs. 2 und 3 HGB n.F. werden die im Europäischen System der Registervernetzung empfangenen Daten der ausländischen Zweigniederlassung an das für die inländische Kapitalgesellschaft zuständige deutsche Registergericht weitergeleitet, das dann die ausländische Zweigniederlassung mit den in § 13a Abs. 3 HGB n.F. genannten Daten in das Registerblatt der deutschen Kapitalgesellschaft einträgt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch die Praxis zur Offenlegungsverpflichtung von Rechnungslegungsunterlagen einer Kapitalgesellschaft erfährt als Ergebnis der unionsrechtlich geforderten Registerzentralisierung und -vernetzung eine grundlegende Änderung. Die Offenlegung hat für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2021 beginnen, künftig nicht mehr elektronisch über den Betreiber des Bundesanzeigers, sondern unmittelbar elektronisch an die das Unternehmensregister führende Stelle zu erfolgen (§ 325 Abs. 1 Satz 2 HGB n.F. i.V.m. Art. 88 Abs. 2 EGHGB n.F.). Nach der Gesetzesbegründung soll damit die nach bisherigem System bestehende Doppelpublizität vermieden und die Funktion des Unternehmensregisters als „One-Stop-Shop“ für Unternehmensinformationen gestärkt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. Notarielle Online-Verfahren
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die EU-Kommission verfolgt seit einigen Jahren das Ziel einer Erleichterung des Einsatzes digitaler Technologien im gesamten Lebenszyklus einer Gesellschaft. Erster Schritt einer Umsetzung ist die in der Einleitung näher bezeichnete EU-Digitalisierungsrichtlinie, die sich im Kernpunkt mit dem Einsatz digitaler Lösungen im Bereich der Gesellschaftsgründung beschäftigt. Im Folgenden soll näher erläutert werden, in welchem wesentlichen Umfang die Richtlinien-Umsetzung in nationales Recht erfolgt ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           a) Örtlicher und sachlicher Anwendungsbereich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           aa) Örtlicher Anwendungsbereich
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bislang war die Notar-Tätigkeit berufsrechtlich lediglich dahingehend beschränkt, dass die Beurkundungstätigkeit innerhalb des jeweiligen notariellen Amtsbereichs (Bezirk des Amtsgerichts, in dem sich der Amtssitz des Notariats befindet, § 10a Abs. 1, 2 BNotO) bzw. allenfalls Amtsbezirks (Bezirk des Oberlandesgerichts, in dem sich der Amtssitz befindet, § 11 Abs. 1, 2 BNotO) erfolgen sollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Künftig werden diese Einschränkungen ergänzt um entsprechende Regelungen zu Online-Urkundstätigkeiten, die nicht mehr alleine auf den notariellen Amtssitz, sondern auf die örtlichen Verhältnisse der Urkundsbeteiligten abstellen. Online-Beurkundungen und -Beglaubigungen gelten gem. § 10a Abs. 3 BNotO n.F. nur dann als im notariellen Amtsbereich ausgeübt, wenn sich in diesem Amtsbereich einer der folgenden Orte befindet:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             der (Satzungs-)Sitz der betroffenen Gesellschaft, die Hauptniederlassung der betroffenen Gesellschaft oder der Wohnsitz des betroffenen Einzelkaufmanns,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             bei einer Gesellschaft mit Sitz im Ausland oder einem Einzelkaufmann mit Hauptniederlassung im Ausland der Sitz oder die Geschäftsanschrift der betroffenen Zweigniederlassung oder
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             der Wohnsitz oder Sitz eines Gesellschafters der betroffenen Gesellschaft.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hierdurch soll nach der Gesetzesbegründung eine Gefährdung der flächendeckenden notariellen Versorgung der Bevölkerung durch Konzentration auf einzelne leistungsfähigere Notariate vermieden werden. In der Praxis wird sich zeigen, ob diese örtliche Einschränkung zu einer Steigerung der Attraktivität von Online-Urkundstätigkeiten führen wird oder die Parteien angesichts der nach diesen Vorgaben wohl in den überwiegenden Fällen bestehenden räumlichen Nähe zum Notariat doch an der Präsenz-Beurkundung/-Beglaubigung festhalten werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           bb) Sachlicher Anwendungsbereich
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während die europarechtlichen Vorgaben aus der EU-Digitalisierungsrichtlinie u.a. die Implementierung von Online-Verfahren zur Gründung sämtlicher deutscher Kapitalgesellschaften vorsehen, hat der deutsche Gesetzgeber von seinem in der Richtlinie den Mitgliedsstaaten eingeräumten Recht der Beschränkung auf die Online-Gründung bestimmter Kapitalgesellschaften (Option in Artikel 13g Abs. 1 Unterabs. 2 EU-Richtlinie 2019/1151) Gebrauch gemacht und lediglich die Online-Gründung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) und deren Sonderform einer haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft (UG (haftungsbeschränkt) − nachfolgend auch nur „UG“ −) gesetzlich geregelt und damit ab dem 01.08.2022 unter den nachfolgend beschriebenen Maßgaben möglich gemacht. Zur Gründung weiterer Kapitalgesellschaften wie der Aktiengesellschaft (AG), der SE, der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) oder Gesellschaften anderer Rechtsformen bedarf es daher weiterhin einer Vor-Ort-Beurkundung des Gründungsaktes. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Online-GmbH-Gründung ist darüber hinaus auf Bargründungen beschränkt (die UG-Gründung ist ohnehin nur im Wege der Bargründung möglich, § 5a Abs. 2 Satz 2 GmbHG). GmbH-Gründungen unter vollständiger oder teilweiser Erbringung von Sacheinlagen können daher weiterhin nicht online erfolgen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weiter ist das Online-Beurkundungs-verfahren auf das reine Gründungsverfahren und die damit in engem Zusammenhang stehenden Beschlussfassungen beschränkt, § 2 Abs. 3 GmbHG n.F. Der Gesetzgeber hat in seiner Gesetzesbegründung insoweit klargestellt, dass die gegenwärtige Praxis der gemeinsamen Beurkundung des Gesellschaftsvertrages und von Beschlüssen der Gesellschafter, etwa betreffend die Bestellung von Geschäftsführerinnen oder Geschäftsführern, die Festlegung von deren Vertretungsbefugnis und eine etwaige Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB in einer notariellen Urkunde auch im Online-Verfahren zulässig ist, ausdrücklich nicht aber im Rahmen der Gründung beschlossene Kapitalmaßnahmen oder Umwandlungsvorgänge (vgl. RegBegr. DiRUG, BT-Drs. 19/28177, S. 161). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zusätzlich sind − ähnlich wie dies für die Präsenz-Gründung im vereinfachten Verfahren bereits seit Jahren der Fall ist − für die mittels Videokommunikation erfolgende Gründung einer GmbH verwendbare Musterprotokolle eingeführt worden (§ 2 Abs. 3 i.V.m. Abs. 1a sowie Anlage 2 zum GmbHG n.F.). Im Unterschied zu den auf Gründungen mit bis zu drei Gesellschaftern und einem Geschäftsführer beschränkten „Präsenz-Musterprotokollen“ können die neu eingeführten Musterprotokolle zur GmbH-Gründung mittels Videokommunikation auch für Mehrpersonengesellschaften mit mehr als drei Gründungsgesellschaftern und unter Bestellung mehrerer Geschäftsführer − unter vorgesehener Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB und vorgegebener Vertretungsregelung − genutzt werden. Hieraus folgend ist mit der Nutzung dieser Musterprotokolle im Gegensatz zu den Musterprotokollen für eine Präsenzgründung jedoch keine Kostenprivilegierung/  ermäßigung verbunden. Da diese Musterprotokolle naturgemäß nur Standardfälle abbilden können − was gerade bei Mehrpersonengründungen oftmals problematisch ist − und dem bzw. den Gründer(n) darüber hinaus keinen nennenswerten wirtschaftlichen Nutzen bringen, ist deren Opportunität zumindest zu hinterfragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Inkrafttreten des DiRUG wird außerdem die Möglichkeit geschaffen, bestimmte Handelsregisteranmeldungen mittels Beglaubigung im Online-Verfahren durchzuführen. Auch hier ist der deutsche Gesetzgeber hinter den ihm unionsrechtlich gemachten Vorgaben geblieben und hat die Zulässigkeit auf Handelsregisteranmeldungen für bzw. durch die in § 12 Abs. 1 Satz 2 HGB n.F. genannten GmbH, AG, KGaA, SE, Einzelkaufleute sowie Zweigniederlassungen bestimmter in- und ausländischer Kapitalgesellschaften beschränkt. Dies bedeutet am Beispiel der Gründung einer GmbH &amp;amp; Co. KG, dass die (Bar-)Gründung einer Komplementär-GmbH online erfolgen könnte, während die Handelsregisteranmeldung der GmbH &amp;amp; Co. KG weiterhin persönlich im Notariat vollzogen werden muss. Es bleibt zu hoffen, dass der Gesetzgeber hier kurzfristig nachbessert und den eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           b) Schaffung der digitalen Infrastruktur und Voraussetzungen der Nutzung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bundesnotarkammer ist als weiterer Pflichtaufgabe der Betrieb eines Videokommunikationssystems, das die Vornahme von Urkundstätigkeiten mittels Vi¬deo¬kommunikation ermöglicht, zugewiesen worden (§ 78 Abs. 1 Satz 1 Nr. 10 BNotO n.F.). Ausweislich § 78p Abs. 2 BNotO n.F. soll der Betrieb dieses Videokommunikationssystems die vollständige digitale Abbildung eines Beurkundungsvorgangs in Präsenz umfassen, namentlich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             die technische Abwicklung der Videokommunikation zwischen dem Notariat und den Beteiligten,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             die technische Durchführung eines elektronischen Identitätsnachweises, 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             das Auslesen eines elektronischen Speicher- und Verarbeitungsmediums und
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             das Erstellen einer qualifizierten elektronischen Signatur sowie das Versehen der elektronischen Urkunde mit dieser.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In §§ 16a und 40 BNotO n.F. ist klargestellt, dass Online-Beurkundungen/  Beglaubigungen nur über das von der Bundesnotarkammer betriebene Videokommunikationssystem zulässig sind, eine Nutzung anderer am Markt befindlicher Videokommunikations-/ Videokonferenzplattformen scheidet mithin aus. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Praxis schwieriger gestalten dürfte sich die aus berufs- und geldwäscherechtlichen Gründen (vgl. § 10 BeurkG, § 2 Abs. 1 Nr. 10 i.V.m. §§ 10 ff. GWG) erforderliche Feststellung und Überprüfung der Identität der Urkundsbeteiligten auf elektronischem Wege. Der insoweit neu eingeführte § 16c Abs. 1 BeurkG gibt strenge Vorgaben, welche Mittel zur Beteiligtenfeststellung im Online-Verfahren zulässig sein werden. Hiernach ist zunächst der Abgleich des Erscheinungsbildes der Person des Beteiligten mit einem elektronisch übermittelten Lichtbild erforderlich. Dieses Lichtbild ist aus dem elektronischen Speicher- und Verarbeitungsmedium eines (deutschen) Personalausweises, Passes oder elektronischen Aufenthaltstitels oder eines amtlichen Ausweises oder Passes eines anderen Staates, mit dem die Pass- und Ausweispflicht im Inland erfüllt wird, auszulesen. In der Gesetzesbegründung ist insoweit ausdrücklich klargestellt worden, dass das sog. Video-Ident-Verfahren, bei dem ein Ausweispapier nur per Webcam gefilmt wird, zur Identifizierung ausdrücklich nicht in Betracht kommt (BT-Drs. 19/28177, S. 121). Der Lichtbildabgleich durch den Notar oder die Notarin (aber auch nur dieser) kann dann entfallen, wenn der oder die Beurkundungsbeteiligte persönlich bekannt ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zusätzlich zum Lichtbildabgleich bedarf es − auch bei persönlich Bekannten − zwingend der elektronischen Übermittlung/Auslesung eines elektronischen Identifizierungsmittels, das zur Übermittlung der gespeicherten Personenidentifizierungsdaten über das Internet geeignet ist. Die abschließend in § 16c Abs. 1 BeurkG n.F. genannten elektronischen Identifizierungsnachweise und -mittel sind zum einen die in Deutschland ausgegebenen eIDs, das sind der Personalausweis mit eID-Funktion (elektronischer Identitätsnachweis nach § 18 PersauswG), die eID-Karte zum elektronischen Identitätsausweis für EU- und EWR-Staatsangehörige (§ 12 eID-Karte-Gesetz) oder der elektronische Aufenthaltstitel (§ 78 Abs. 5a AufenthG). Der Reisepass ist hiernach ausdrücklich als elektronischer Identifizierungsnachweis nicht geeignet (sondern nur im Rahmen des Lichtbildabgleichs, s.o.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für ausländische Beteiligte werden im Onlineverfahren neben dem in Deutschland ausgegebenen elektronischen Aufenthaltstitel nur solche elektronische Identifizierungsmittel zugelassen, die von einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union ausgestellt wurden, für Zwecke der grenzüberschreitenden Authentifizierung nach Art. 6 eIDAS-VO anerkannt werden und außerdem dem Sicherheitsniveau „hoch“ i.S.d. Art. 8 Abs. 2 c eIDAS-VO entsprechen müssen. Nach derzeitigem Stand haben bei weitem nicht alle EU-Mitgliedsstaaten elektronische Identifizierungsmittel mit dem hiernach erforderlichen Sicherheitsniveau ausgegeben bzw. anerkennen lassen, weshalb in jedem Fall eine vorherige Einzelfallprüfung geboten ist, um den Online-Notarakt nicht bereits an diesen Formalien scheitern zu lassen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Derzeit ist auch noch nicht abzusehen, welche technischen Voraussetzungen an Soft- und Hardware (Kartenlesegerät, Smartphone-App o.ä.) auf Seiten der Beurkundungsbeteiligten erfüllt sein müssen. Die Gesetzesbegründung spricht recht nebulös davon, dass der Beteiligte „seinen Ausweis auf die technische Auslesevorrichtung legt und das Auslesen startet“. Auch hier bleibt abzuwarten, welche technischen Hürden genommen werden müssen, um Beteiligter einer Online-Beurkundung sein zu können. Eine rechtzeitige und eingehende Beratung durch das Notariat im Vorfeld der geplanten Fernbeurkundung wird daher jedenfalls Not tun.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           c) Durchführung des Online-Notaraktes
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entsprechend § 16e BeurkG n.F. sind ab dem 01.08.2022 Beurkundungen im sachlichen Anwendungsbereich auch als gemischte Beurkundung bei Präsenz eines Teils der Beteiligten und Teilnahme der übrigen Beteiligten mittels Videokommunikation zulässig. In diesen Fällen haben die Notarin bzw. der Notar sowohl eine Beurkundungsniederschrift in Papierform als auch eine solche in elektronischer Form aufzunehmen und beide zusammen zu verwahren (§ 16e BeurkG n.F.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Nachweis der rechtsgeschäftlichen (Vollmacht) oder organschaftlichen (bei Beteiligung juristischer Personen mit Auslandsbezug) Vertretung kann jedoch weiterhin nur in Papierform und nicht durch elektronische Übermittlung geeigneter Dokumente geführt werden. Hintergrund dieses Medienbruchs ist im Falle der rechtsgeschäftlichen Vertretung aufgrund Vollmacht, dass nach wie vor nur eine Urschrift oder Ausfertigung in Papierform Vollmachtsurkunde i.S.v. § 172 BGB ist. Die Vollmacht muss darüber hinaus gem. § 2 Abs. 2 GmbHG bzw. § 12 Abs. 1 Satz 2 HGB für Zwecke der GmbH-Gründung bzw. Handelsregisteranmeldungen notariell errichtet bzw. beglaubigt sein, bei Auslandsbezug im Regelfall zusätzlich beglaubigt übersetzt und legalisiert bzw. mit Haager Apostille versehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Nachweis einer organschaftlichen Vertretung deutscher juristischer Personen wird unproblematisch weiterhin durch notarielle Bescheinigung gem. § 21 BNotO geführt werden können, die durch den Notar bzw. die Notarin nach Einsichtnahme in das mit umfassender Publizitätswirkung (§ 15 HGB) ausgestattete deutsche Handelsregister erstellt wird. Problematischer ist dies bei in ausländischen Registern eingetragenen juristischen Personen, da diese Register oftmals nicht mit vergleichbarem öffentlichen Glauben ausgestattet sind. Der Nachweis wird hier wohl durch die nach Einsicht in das (deutschem Standard vergleichbare) ausländische Register erteilte Vertretungsbescheinigung eines ausländischen Notars, beglaubigt übersetzt und legalisiert bzw. mit Haager Apostille versehen, geführt werden müssen. Auch diese legalisierten bzw. mit Haager Apostille versehenen Nachweisdokumente sind in Papierform vorzulegen, da noch kein einheitliches und rechtssicheres Verfahren zur elektronischen Legalisation bzw. Apostille existiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sowohl die erforderliche Feststellung und Überprüfung der Identität der Beurkundungsbeteiligten (s. zuvor II.2.b) als auch der weitere Online-Beurkundungsvorgang erfolgen durchgängig und ausschließlich über das Videokommunikationssystem der Bundesnotarkammer. Dass die Beteiligten des Online-Notariatsvorganges durchgehend in Bild und Ton präsent sein müssen und währenddessen nicht anderweitigen Tätigkeiten nachgehen dürfen, versteht sich in Abbildung des „analogen“ Beurkundungsvorganges von selbst. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Statt der im Präsenzverfahren aufzunehmenden Papierniederschrift wird im reinen Onlineverfahren nach Beteiligtenidentifizierung durch die Notarin bzw. den Notar die elektronisch aufzunehmende Niederschrift errichtet, verlesen und ggf. auf Verlangen vor Genehmigung zur Durchsicht an den/die Beteiligte(n) elektronisch übermittelt (in gemischten Verfahren sind beide Niederschriften aufzunehmen, s.o.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich erfolgt die digitale Unterzeichnung des elektronischen Dokuments mittels Anbringung qualifizierter elektronischer Signaturen durch alle Beteiligten und den Notar bzw. die Notarin (§ 16b Abs. 4 BeurkG n.F.). Der Gesetzgeber hat vorgesehen (§ 78p Abs. 2 Ziff. 4 BNotO n.F.), dass das von der Bundesnotarkammer zu entwickelnde Videokommunikationssystem das Erstellen und Anbringen der qualifizierten elektronischen Signatur ermöglichen soll. Hierzu soll nach der Gesetzesbegründung (BT-Drs. 19/28177, S. 119) für den teilnehmenden Bürger keine spezielle technische Ausstattung wie etwa eine Signaturkarte oder ein Lesegerät, erforderlich sein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die für Handelsregisteranmeldungen erforderliche notarielle Online-Beglaubigung erfolgt entsprechend vorstehender Maßgaben durch Identifizierung des/der Beteiligten (Zweistufensystem) und anschließende notarielle Beglaubigung der durch den oder die Beteiligte(n) unter die zu beglaubigende Erklärung angebrachten qualifizierten elektronischen Signatur. Auch diese Vorgänge haben unter ausschließlicher Nutzung des Videokommunikationssystems der Bundesnotarkammer zu erfolgen. Zu den technischen und sonstigen Anforderungen kann auf die obigen Ausführungen zur Online-Beurkundung verwiesen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Fazit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der große Wurf ist dem deutschen Gesetzgeber mit dem DiRUG nicht gelungen. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Online-Verfahren im Gesellschaftsrecht in den kommenden Jahren weiterentwickelt und nach Durchlaufen einer Akzeptanzphase eine Ausweitung auf andere Gesellschaftsformen, wie insbesondere die Personenhandelsgesellschaften, andere Register, wie das Genossenschafts- und Partnerschaftsregister, und andere Beurkundungsgegenstände, wie z.B. Kapitalmaßnahmen erfolgen wird. Wir halten Sie hierzu wie gewohnt auf dem laufenden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten Sie Fragen zu diesen Themen haben, unterstützen wir Sie gerne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 22 Dec 2021 13:56:30 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/das-gesetz-zur-umsetzung-der-digitalisierungsrichtlinie-dirug-erste-kleine-schritte-auf-dem-weg-zu-einem-digitalen-und-europaeisch-vernetzten-gesellschaftsrecht-special-nr-352</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Gewerbesteuer Neuregelung bei der erweiterten Grundstückskürzung – Steuer-Tipp Nr. 344</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/gewerbesteuer-neuregelung-bei-der-erweiterten-grundstueckskuerzung-steuer-tipp-nr-344</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Gewerbesteuer: Neuregelung bei der erweiterten Grundstücksverkürzung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I. Ausgangslage 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bundesrat hat in 2021 das Fondsstandortgesetz beschlossen, mit welchem auch eine für die Immobilienbranche sehr relevante Gesetzesänderung bei der erweiterten Gewerbesteuerkürzung für Grundstücksunternehmen (§ 9 Nr. 1 Satz 2 ff. GewStG) eingeführt wurde. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei einer natürlichen Person unterliegen die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung von Grundbesitz regelmäßig nicht der Gewerbsteuer. Sobald die Immobilien hingegen über eine Kapital- oder auch Personengesellschaft (bei gewerblicher Prägung) gehalten werden, unterliegen die Einkünfte aus derselben Tätigkeit kraft Gesetz der Gewerbesteuer. Zur Gleichstellung der Besteuerung dieser Einkünfte sieht das Gewerbesteuergesetz bei reinen Grundstücksunternehmen – unter bestimmten Voraussetzungen – eine Kürzung der Vermietungseinkünfte von der Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer vor. Die Rahmenbedingungen für die Anwendung der Regelung waren bislang sehr streng. Die Begünstigung erhalten haben nur Unternehmen, welche ausschließlich eigenen Grundbesitz verwalten und nutzen und darüber hinaus allenfalls die abschließend im Gesetz aufgeführten Nebentätigkeiten erbringen. Dies sog. Gebot der Ausschließlichkeit war bisher sehr eng auszulegen, sodass bspw. bei der Vermietung weiterer Gegenstände oder Betriebsvorrichtungen zusammen mit den Räumlichkeiten oder das Erbringen weiterer Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Mietverhältnis als schädlich anzusehen waren. In solchen Fällen wurde die erweiterte Kürzung vollständig versagt. Aus diesem Grund war es oftmals bei der Vermietung von gewerblichen Immobilien erforderlich, dass vorhandene Betriebsvorrichtungen in eine separate Gesellschaft ausgelagert wurden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dem vorgenannten Fondsstandortgesetz hat der Gesetzgeber überraschend die Voraussetzungen entschärft. Die Regelung ist seit dem 01.01.2021 anwendbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              II. 10 %-Grenze für Strom
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Gesetzgeber hat eine neue für die Anwendung der erweiterten Kürzung unschädliche, aber auch nicht begünstigte Tätigkeit mit aufgenommen. Das Grundstücksunternehmen darf künftig – neben der reinen Vermietung und Verwaltung – ebenfalls Einnahmen aus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien oder aus dem Betrieb von Ladestationen für Elektrofahrzeuge/-fahrräder erzielen, sofern diese Einnahmen im Wirtschaftsjahr nicht höher als 10 % der Einnahmen aus der Vermietung betragen. Bei der Stromerzeugung darf die Lieferung nicht an den Letztverbraucher erfolgen, es sei denn, dieser ist der Mieter. Es gilt zudem zu beachten, dass diese Einnahmen weiterhin der Gewerbesteuer unterliegen, aber die Inanspruchnahme der erweiterten Kürzung darüber hinaus nicht gefährden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sinn und Zweck dieser neuen unschädlichen Nebentätigkeit dürften unter anderem die Klimaschutzziele sowie das Vorantreiben der Elektromobilität in diesem Zusammenhang sein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              III. 5 %-Grenze Nebentätigkeiten
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Gesetzgeber hat zusätzlich eine sog. Geringfügigkeitsgrenze für Einnahmen aus Nebentätigkeiten im Zusammenhang mit dem Mietverhältnis eingeführt. Hierunter können bspw. die Mitvermietung von den bereits erwähnten Betriebsvorrichtungen, Hausmeisterleistungen o.Ä. fallen. Die Einnahmen aus diesen Tätigkeiten dürfen insgesamt 5 % der Einnahmen aus der Vermietung nicht übersteigen. Nachdem in vielen Urteilen des Bundesfinanzhofs oder der Finanzgerichte ausgeführt wurde, dass es eine Geringfügigkeitsgrenze nicht gibt, ist die Einführung einer solchen sehr zu begrüßen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie auch bei der Stromlieferung, sind die Einnahmen aus diesen Tätigkeiten zwar nicht schädlich für die Inanspruchnahme der erweiterten Kürzung, werden aber nicht von dieser umfasst und unterliegen der Gewerbesteuer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Einführung dieser neuen unschädlichen Nebentätigkeiten bzw. die Festlegung von Grenzwerten führt in jedem Fall zu einer Entschärfung der Voraussetzungen der Inanspruchnahme der erweiterten Kürzung für Grundstücksunternehmen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da diese Nebeneinnahmen der Gewerbesteuer unterliegen, wird es erforderlich sein, dass die Einnahmen separat ermittelt werden müssen. Bei den Einnahmen aus der Stromlieferung scheint dies unkompliziert, bei den Einnahmen aus bspw. der Mitvermietung von Betriebsvorrichtungen sollte bereits im Mietvertrag ein separates Entgelt festgelegt werden. Aus der Erfahrung vergangener Betriebsprüfungen stellt sich oft erst bei Prüfung der Mietverträge oder Begehung der Immobilie heraus, dass in den Gebäuden auch mitvermietete Betriebsvorrichtungen vorhanden sind. Die 5 %-Grenze sollte daher nicht zwangsläufig ausgereizt werden, da bei – nach unserer Auffassung auch geringfügigem – Überschreiten der Grenze die gesamte Grundstückskürzung versagt werden würde. Es bietet sich daher weiterhin an, bei größeren Gewerbeimmobilien über eine Auslagerung der Betriebsvorrichtungen nachzudenken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der steuerlichen Gestaltung sind wir Ihnen gerne behilflich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 22 Dec 2021 13:56:28 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Kein Anspruch auf eine Privatladestation im Mehrfamilienhaus – Rechts-Tipp Nr. 230</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/kein-anspruch-auf-eine-privatladestation-im-mehrfamilienhaus-rechts-tipp-nr-230</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Kein Anspruch auf eine Privatladestation im Mehrfamilienhaus
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einer aus zwei Einheiten bestehenden Wohnanlage mit rund 200 Wohnungen und knapp 200 Tiefgaragenstellplätzen beabsichtigte der Mieter einer Wohnung und eines Tiefgaragenstellplatzes, der sich ein Plug-In-Hybridfahrzeug anschaffen will, an seinem Tiefgaragenstellplatz auf eigene Kosten eine Ladestation (sog. Wallbox) installieren zu lassen, um sein Fahrzeug zukünftig dort aufladen zu können. Die Wallbox sollte durch eine Fachfirma montiert und direkt an den zur Wohnung des Mieters gehörenden Stromzähler angeschlossen werden. Die Kosten waren mit € 1.600,00 bis € 1.700,00 für die Erstinstallation veranschlagt; anschließend sollten zwar Wartungskosten, aber keine Nutzungspauschale bezahlt werden müssen. Die gesamte Wohnanlage hat allerdings pro Einheit nur einen Hausanschluss zur Stromversorgung über das öffentliche Netz, und nach Angaben des Vermieters hatten neben dem Mieter bereits 26 weitere Mieter Interesse an der Installation einer Wallbox bekundet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Mieter beantragte bei dem Vermieter dessen Zustimmung zur Installation der Wallbox. Der Vermieter verweigerte diese Zustimmung mit der Begründung, dass pro Hausanschluss jeweils maximal 10 Wallboxen, insgesamt also 20 Wallboxen, versorgt werden könnten und bei einer höheren Anzahl von Wallboxen eine Überlastung der Hausanschlüsse drohe. Aus Gründen der Gleichbehandlung könne einem einzelnen Mieter daher nicht die Zustimmung zur Installation einer Wallbox mit Anschluss an seinen zur Wohnung gehörenden Stromzähler erteilt werden. Der Vermieter verwies den Mieter deshalb an einen städtischen Versorger, der für die Installation einer Wallbox einmalig € 1.499,00 und anschließend eine monatliche Nutzungspauschale von € 45,00 und eine nach Fahrzeugtypen gestaffelte monatliche Strompauschale in Rechnung stellt. Dieser städtische Versorger würde durch technische Maßnahmen, wie Installation eines Transformators, Verlegung von Brückenkabeln und Zuleitungen sowie Anbringung neuer Stromzähler, die Versorgung einer höheren Anzahl von Wallboxen mit Strom ohne Überlastung der Hausanschlüsse gewährleisten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Mieter hat den Vermieter auf Zustimmung zur Installation der Wallbox durch die von ihm ausgewählte Fachfirma verklagt. Das Amtsgericht München hat diese Klage mit Urteil vom 01.09.2021 – Aktenzeichen: 416 C 6002/21 – abgewiesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Rechtslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 554 Abs. 1 Satz 1 BGB in der seit dem 01.12.2020 geltenden Fassung kann ein Mieter verlangen, dass ihm der Vermieter bauliche Veränderungen der Mietsache erlaubt, die dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderungen, dem Laden elektrisch betriebener Fahrzeuge oder dem Einbruchschutz dienen. Dem Mieter steht dabei im Rahmen der allgemeinen Vertragsfreiheit grundsätzlich offen, welche Firma er mit der Vornahme der baulichen Veränderungen beauftragt, was insofern auch sachgerecht ist, als der Mieter die Kosten für die baulichen Veränderungen selbst zu tragen hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 554 Abs. 1 Satz 2 BGB besteht der Anspruch des Mieters jedoch dann nicht, wenn die baulichen Veränderungen dem Vermieter auch unter Würdigung der Interessen des Mieters nicht zugemutet werden können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           III. Entscheidung des Amtsgerichts München
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die nach § 554 Abs. 1 Satz 2 BGB erforderliche Abwägung zwischen den Interessen des Mieters einerseits und den Interessen des Vermieters andererseits hat das Amtsgericht München wie folgt vorgenommen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Das Interesse des Mieters ist ausreichend dargelegt: Er will sich ein Plug-In-Hybridfahrzeug anschaffen und dieses dann mittels der Wallbox auf seinem Tiefgaragenstellplatz laden. Darüber hinaus hat der Mieter auch ein wirtschaftliches Interesse, denn längerfristig wären die Kosten der Wallbox bei Installation durch die vom Mieter gewählte Fachfirma günstiger als bei Installation der Wallbox durch den vom Vermieter benannten städtischen Versorger.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Allerdings ist vorliegend zu berücksichtigen, dass der Vermieter die Erlaubnis der Installation einer Wallbox durch den Mieter nicht grundsätzlich verweigert, sondern nur davon abhängig macht, dass der Mieter für deren Installation und zukünftigen Betrieb einen Vertrag mit dem städtischen Versorger abschließt. Diese Vorgabe des Vertragspartners ist von sachlichen Erwägungen geprägt und nicht willkürlich, denn der Vermieter möchte sicherstellen, dass alle interessierten Mieter ihre Tiefgaragenstellplätze mit Wallboxen ausrüsten können, ohne dass es dadurch zu einer Überlastung der Hausanschlüsse zur Stromversorgung kommt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Dem Vermieter ist es auch nicht verwehrt, eine Gleichbehandlung aller Mieter anzustreben. Es gibt zwar im Mietrecht keinen Anspruch von Mietern auf eine derartige Gleichbehandlung, aber es ist mit Blick auf die Interessen der anderen Mieter sachgerecht, eine für alle Interessierten gleiche Lösung mittels 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Installation und zukünftigem Betrieb von Wallboxen durch den städtischen Versorger zu gewährleisten, der eine Überlastung des Stromnetzes technisch verhindern kann. Im Ergebnis müssen die Interessen des Mieters, für Installation und zukünftigem Betrieb der Wallbox einen Vertrag mit der von ihm ausgewählten Fachfirma abzuschließen, daher zurücktreten. Es wäre nicht akzeptabel, dem Mieter vorliegend eine „private“ Lösung zu erlauben, spätestens aber nach Erschöpfung der geringen Kapazität der Hausanschlüsse der Stromversorgung weiteren Interessenten eine „private“ Lösung zu versagen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Bedeutung der Entscheidung des Amtsgerichts München
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es besteht ein generelles öffentliches Interesse an der Förderung der Elektromobilität durch zeitgemäße Ausstattung von Stellplätzen mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Der politisch gewünschten Nachhaltigkeit von Klima- und Umweltschutz durch die Normierung eines entsprechenden Anspruchs des Mieters gegen den Vermieter hat der Gesetzgeber mit der seit dem 01.12.2020 geltenden Neufassung des § 554 BGB Rechnung getragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Vermieter trägt dem Anspruch aus § 544 BGB vorliegend insofern Rechnung, als er dem Mieter die Installation einer Wallbox für Elektrofahrzeuge grundsätzlich erlaubt, jedoch verbunden mit der Bedingung der Auswahl des Vertragspartners durch den Vermieter. Diese Einschränkung ist im Hinblick auf die sach-
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           lichen Gründe (Problematik der ganzheitlichen Stromversorgung ohne Überlastung der Hausanschlüsse und Gleichbehandlung aller an der Installation von Wallboxen interessierten Mieter) hinzunehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V. Fazit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Urteil des Amtsgerichts München ist nicht rechtskräftig, weil der klagende Mieter Berufung eingelegt hat. Es bleibt abzuwarten, ob das Landgericht München in der Berufungsinstanz der Begründung des Amtsgerichts München folgt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn Sie als Vermieter Ansprüchen von Mietern aus § 554 Abs. 1 Satz 2 BGB auf Erlaubnis baulicher Veränderungen der Mietsache ausgesetzt sind, die dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderungen, dem Laden elektrisch betriebener Fahrzeuge oder dem Einbruchschutz dienen, dann beraten wir Sie gerne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 22 Dec 2021 13:56:27 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>PNHR ernennt neue Partnerinnen und Partner</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/mitteilung-partnerschaft</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             PNHR ernennt neue Partnerinnen und Partner
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Wir freuen uns, mit Wirkung zum 1. Januar 2022 drei neue Partnerinnen sowie einen neuen Partner in den Kreis der Partner aufzunehmen. In die Partnerschaft wechseln Frau Rechtsanwältin Dr. Barbara Anzellotti, Frau Steuerberaterin Katrin Hahn, Frau Rechtsanwältin Susanne Küsters sowie Herr Rechtsanwalt Dr. Marc von Kopp.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                
                Die neuen Partnerinnen und Partner 2022:
               &#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;a href="/dr-barbara-anzellotti"&gt;&#xD;
                
                Dr. Barbara Anzellotti
               &#xD;
              &lt;/a&gt;&#xD;
              
               ist auf das Immobilienwirtschaftsrecht spezialisiert und berät insbesondere bei der rechtlichen Due Diligence, bei der Gestaltung von Kaufverträgen, Darlehensverträgen und zugehörigen Sicherheiten, von gewerblichen Mietverträgen, Pachtverträgen und Maklerverträgen.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;a href="/team/katrin-hahn"&gt;&#xD;
                
                Katrin Hahn
               &#xD;
              &lt;/a&gt;&#xD;
              
               ist persönliche Ansprechpartnerin insbesondere für familiengeführte Kapital- und Personengesellschaften aus dem Produktions-, Food- und Dienstleistungssektor sowie für die dahinterstehenden Gesellschafterinnen und Gesellschafter.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;a href="/team/susanne-küsters"&gt;&#xD;
                
                Susanne Küsters
               &#xD;
              &lt;/a&gt;&#xD;
              
               berät nationale und internationale Unternehmen in sämtlichen Fragen des individuellen und kollektiven Arbeitsrechts und auf dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;a href="/team/dr-marc-von-kopp"&gt;&#xD;
                
                Dr. Marc von Kopp
               &#xD;
              &lt;/a&gt;&#xD;
              
               ist im Feld der Beratung und Durchführung von Transaktionen im Bereich von M&amp;amp;A und im Gesellschaftsrecht tätig. Er betreut Unternehmenskäufe sowohl auf Käufer- als auch auf Verkäuferseite. Dabei werden von ihm rein nationale wie auch grenzüberschreitende Sachverhalte betreut.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               "Im Namen der Partnerschaft darf ich unseren Kolleginnen und unserem Kollegen zu ihrer Partnerschaft herzlichst gratulieren. Wir freuen uns, mit ihnen fachlich exzellente und durchsetzungsstarke Partnerinnen und Partner aus den eigenen Reihen zu gewinnen.", so Dr. Jürgen Pelka. "Durch diesen Schritt stärken wir einerseits den Bereich der Steuerberatung und verdeutlichen andererseits, dass wir unser Leistungsportfolio auf den Gebieten des Immobilien- und Arbeitsrechts sowie im Bereich M&amp;amp;A kontinuierlich weiterentwickeln und ausbauen. Die spezifischen Erfahrungen der Kolleginnen und des Kollegen auf ihren Fachgebieten werden von unserer Mandantschaft seit langem geschätzt und bilden auch künftig ein wesentliches Fundament unserer ganzheitlichen Beratungsphilosophie.“ 
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               PNHR verzeichnet damit künftig 17 Partnerinnen und Partner sowie rund 140 Mitarbeitende an den Standorten Köln, Berlin und Essen. 
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 13 Dec 2021 09:33:33 GMT</pubDate>
      <author>websitebuilder@1and1.de</author>
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    </item>
    <item>
      <title>Modernisierung des Körperschaftssteuerrechts – Special Nr. 350</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/modernisierung-des-koerperschaftssteuerrechts-special-nr-350</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Modernisierung des Körperschaftssteuerrechts:
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Die Option zur Körperschaftssteuer für Personengesellschaften
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             I.	Einleitung
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Deutschland sind zahlreiche mittelständische Unternehmen in der Rechtsform einer Personengesellschaft organisiert. Die Gründe ergeben sich etwa aus Vorteilen für die Unternehmensnachfolge, Publizitätspflichten oder Mitbestimmungsrechten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die in Deutschland übliche transparente Besteuerung von Personengesellschaften führt dabei zu einer Besteuerung von Unternehmensgewinnen auf der Ebene des Gesellschafters. Ist der Gesellschafter eine natürliche Person, kann es zu einer Einkommensbelastung von bis zu 45 % zzgl. Solidaritätszuschlag und evtl. Kirchensteuer kommen. In den Fällen, in denen darüber hinaus auch die Gewerbesteuer nicht vollständig auf die Einkommensteuer angerechnet werden kann, verbleibt eine zusätzliche Belastung. Summiert kann sich dadurch eine Steuerlast von über 50 % ergeben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die 50 %ige Steuerbelastung fällt grundsätzlich auch dann an, wenn die Gewinne nicht entnommen und thesauriert werden. Im Vergleich hierzu würden thesaurierte Gewinne bei einer Kapitalgesellschaft nur mit ca. 30 % einer Besteuerung unterliegen. Weitere Besonderheiten, wie etwa das Konzept des Sonderbetriebsvermögens, können ebenfalls zu Unterschieden zwischen Personengesellschaften auf der einen Seite und Kapitalgesellschaften auf der anderen Seite führen und das Ziel, eine Besteuerungsneutralität zwischen den verschiedenen Rechtsformen zu erreichen, konterkarieren. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die bestehenden Abweichungen führten zu einem Überlegungsprozess des Gesetzgebers, der am 24.03.2021 in einem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Modernisierung des Körperschaftsteuerrechts (KöMoG) endete.  Nach dem Beschluss des Bundestages und der Verabschiedung durch den Bundesrat am 25.06.2021 trat das Gesetz mit der Verkündung vom 30.06.2021 im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 37 zum 01.01.2022 in Kraft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II.	Grundlagen
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zentraler Baustein des KöMoG ist der neue § 1a KStG. Mit ihm wird ein Optionsmodell zur Körperschaftsteuer für bestimmte Personenhandels- und Partnerschaftsgesellschaften eingeführt. Die vom Anwendungsbereich der Vorschrift erfassten Gesellschaften können sich danach auf unwiderruflichen Antrag für Zwecke der Besteuerung nach dem Einkommen wie eine Kapitalgesellschaft behandeln lassen (§ 1a Abs. 1 KStG).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wirkungen der Option nach § 1a Abs. 1 KStG sind grundsätzlich auf die Ertragsteuern begrenzt. Für andere Steuerarten ergeben sich keine Auswirkungen. Anzumerken ist darüber hinaus, dass die gesellschaftsrechtlichen Regelungen durch die Option unberührt bleiben, d.h. die persönliche Haftung der Gesellschafter der Personengesellschaft bleibt weiterhin bestehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	Anwendung und Antrag
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Persönlicher Anwendungsbereich
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Optionsmöglichkeit zur Körperschaftsbesteuerung können grundsätzlich Personenhandels- und Partnerschaftsgesellschaften in Anspruch nehmen. Somit kommen neben der oHG, die KG – insbesondere in ihrer kapitalistischen Ausgestaltung als GmbH &amp;amp; Co. KG – sowie die PartmbB in Betracht. Für andere Personengesellschaften, wie etwa die GbR, sowie Einzelunternehmer und Investmentfonds i.S.d. InvStG ist eine solche Option nicht möglich. Nicht antragsberechtigt sind auch die atypische stille Gesellschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Ausländische Personengesellschaften
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch ausländische Personengesellschaften können grundsätzlich die Option in Anspruch nehmen. Jedoch müssen diese mit den antragsberechtigten inländischen Gesellschaften vergleichbar sein. Hier kommt der sog. Rechtstypenvergleich zur Anwendung, wonach eine ausländische Personengesellschaft einer inländischen Gesellschaft entspricht, wenn sie ihrer Organisation und Struktur nach unter Berücksichtigung der einschlägigen ausländischen gesetzlichen Bestimmungen und deren konkreten Ausformungen in ihrem Gesellschaftsvertrag rechtlich und wirtschaftlich als inländische Personenhandelsgesellschaft einzuordnen ist. Daneben müssen die Gesellschaften in ihrem Ansässigkeitsstaat ebenfalls einer der deutschen unbeschränkten Körperschaftsteuerpflicht vergleichbaren Steuerpflicht unterliegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Form der Option
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der unwiderrufliche Antrag auf Option muss bei dem für die gesonderte und einheitliche Feststellung der Besteuerungsgrundlagen zuständigen Finanzamt gestellt werden. Der Antrag ist spätestens einen Monat vor Beginn des Wirtschaftsjahres, für das die Option beantragt wird, elektronisch einzureichen. Eine steuerliche Rückbeziehung des Zeitpunktes  bspw. Stellung des Antrags im Oktober 2022 mit Wirkung für den 01.01.2022  ist nicht vorgesehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4.  Beschlussmehrheiten der Gesellschafter
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Folgen der Option haben Auswirkung auf alle Gesellschafter. Aus diesem Grund ist mindestens eine Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen Stimmen notwendig, soweit der Gesellschaftsvertrag einen Mehrheitsentscheid der Gesellschafter vorsieht. Diese Stimmmehrheiten i.S.d. § 217 UmwG müssen bereits im Zeitpunkt des Antrages vorliegen. Haben nicht alle Gesellschafter rechtzeitig zugestimmt, ist eine Heilung durch nachträgliche Zustimmung der übrigen Gesellschafter nicht mehr möglich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV.	Folgen der Option
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch die Ausübung der Option soll die Personenhandelsgesellschaft ebenso wie eine Kapitalgesellschaft nur mit 15 % Körperschaftsteuer besteuert werden. Wichtig ist es, die weiteren Konsequenzen einer solchen Optierung zu betrachten:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Folgen auf Ebene der Gesellschaft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 1a KStG wird die optierte Gesellschaft ab Beginn des folgenden Wirtschaftsjahres nicht mehr transparent besteuert. Vielmehr werden ihre Einkünfte unmittelbar auf Ebene der Gesellschaft der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterworfen. Die Gesellschaft wird also für Zwecke der Besteuerung wie eine Kapitalgesellschaft und ihre Anteilseigner wie die Anteilseigner einer solchen behandelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Übergang zur Körperschaftsbesteuerung gilt als fiktiver Formwechsel zum Ende des Wirtschaftsjahres, das dem Wirtschaftsjahr der erstmaligen Anwendung der Option vorausgeht. Ein Formwechsel führt grundsätzlich zur Aufdeckung vorhandener stiller Reserven. Es besteht allerdings die Möglichkeit, eine Aufdeckung der stillen Reserven zu verhindern. Denn unter steuerlichen Gesichtspunkten stellt die Option die Einbringung von Anteilen an einer Mitunternehmerschaft in eine Kapitalgesellschaft nach § 20 ff. UmwStG dar. Nach § 20 Abs. 2 UmwStG besteht daher die Möglichkeit, den Formwechsel steuerneutral zu gestalten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wird die Steuerneutralität angestrebt, ist allerdings u.a. zu beachten, dass dies einen gesonderten Antrag auf Ansatz des Buchwerts bedarf, der neben dem Antrag nach § 1a Abs. 1 KStG zu stellen ist. Das Bewertungswahlrecht nach § 20 Abs. 2 UmwStG kann dabei für jeden (eingebrachten) Mitunternehmeranteil gesondert ausgeübt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ebenfalls kommt es durch einen Formwechsel zum Untergang vortragsfähiger Gewerbesteuerverluste. Nach Auffassung der Finanzverwaltung kommt es außerdem zum Untergang vortragsfähiger verrechenbarer Verluste i. S. v. § 15a Abs. 2 EStG. Die zivilrechtlich weiterhin als Personenhandels- oder Partnerschaftsgesellschaft fortbestehende Gesellschaft hat kein Nennkapital i.S.d § 27 Abs. 1 S. 1 KStG. Dementsprechend wird das in der Steuerbilanz ausgewiesene Eigenkapital insgesamt auf dem steuerlichen Einlagekonto erfasst. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Regelungen für die Ebene der Gesellschafter
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemäß § 1a Abs. 3 KStG würden die dort aufgeführten Einnahmen ohne Ausübung der Option zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG) gehören. Als Konsequenz aus der Option nach § 1a KStG stellen Erträge aus dem Gesellschaftsverhältnis aber Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG) dar. Dies zieht wiederum die Pflicht zum Einbehalt von Kapitalertragsteuer nach sich, wenn Gewinnanteile ausgeschüttet werden. In diesem Zusammenhang gelten Gewinnanteile dann als ausgeschüttet, wenn sie entnommen werden oder ihre Auszahlung verlangt werden kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Folge muss Beachtung geschenkt werden. Denn in den Fällen, in denen die Gesellschafter mit der Feststellung des Jahresabschlusses von der Gesellschaft eine Auszahlung der Gewinne verlangen können, gelten die Gewinnanteile in diesem Zeitpunkt als ausgeschüttet. Ob eine Entnahme oder Auszahlung dann tatsächlich erfolgt, ist unbeachtlich. Die Ausschüttungsfiktion greift dagegen nicht, wenn es für die Entnahme oder Auszahlung noch eines gesonderten Beschlusses bedarf. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weiterhin endet durch die Option das Regime des „Sonderbetriebsvermögens” und der „Sonderbetriebseinnahmen”. Leistungsbeziehungen zwischen Gesellschaft und Gesellschafter werden nun nach den für die Kapitalgesellschaft geltenden Grundsätzen behandelt. Ist bspw. ein Gesellschafter zugleich geschäftsführend für die Gesellschaft tätig und bezieht er hierfür ein Gehalt, erzielt er insoweit Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit nach § 19 EStG. Der Einbehalt von Lohnsteuer wird notwendig. Aus schuldrechtlichen Geschäftsbeziehungen kann ein Gesellschafter zudem Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG) oder aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG) erzielen. Wirtschaftsgüter des Sonderbetriebsvermögens, die zu den funktional wesentlichen Betriebsgrundlagen gehören, müssen zudem bspw. in die optierende Gesellschaft eingebracht werden, wenn der Wechsel des Besteuerungsregimes steuerneutral nach § 20 UmwStG erfolgen soll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Falls schuldrechtliche Verträge zwischen Gesellschafter und optierender Gesellschaft nicht zu fremdüblichen Konditionen abgeschlossen wurden, drohen die Konsequenzen verdeckter Gewinnausschüttungen bzw. verdeckter Einlagen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gewinne aus der Veräußerung von Anteilen an der optierenden Gesellschaft gehören bei natürlichen Personen bei mind. 1 % Beteiligungsquote zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb (§ 17 EStG). Liegt die Beteiligungsquote unter 1 % zählen sie zu den Einkünften aus Kapitalvermögen (§ 20 Abs. 2 Nr. 1 EStG). Veräußerungsgewinne von Anteilen an optierenden Gesellschaften unterliegen wie Gewinnausschüttungen der Steuerfreistellung des § 3 Nr. 40 EStG bzw. § 8b KStG (bzw. der Abgeltungssteuer § 32d EStG).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V.	Rückoption
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Voraussetzungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die neuen gesetzlichen Regelungen sehen die Möglichkeit einer Rückkehr zur transparenten Besteuerung vor. Der Antrag ist einen Monat vor Beginn des Wirtschaftsjahres zu stellen, ab dem die optierende Gesellschaft wieder wie eine Personengesellschaft besteuert werden möchte. Die Rückoption gilt als fiktiver Formwechsel einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft. Die Neuregelung sieht keine Sperrfrist für die Rückoption vor, so dass theoretisch bereits nach einem Jahr der intransparenten Besteuerung unmittelbar wieder zur transparenten Besteuerung zurückgewechselt werden könnte. Der Antrag ist bei dem für die Körperschaftbesteuerung zuständigen Finanzamt zu stellen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gem. § 1a Abs. 4 S. 4 KStG wird eine Rückoption auch ohne einen entsprechenden Antrag ausgelöst, wenn die Voraussetzungen des § 1a Abs. 1 KStG entfallen. Beispiele hierfür sind die Umwandlung einer Personenhandelsgesellschaft in eine GbR oder der Wegfall der Körperschaftsteuerpflicht im Geschäftsleitungsstaat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf den Formwechsel finden grundsätzlich die Vorschriften der §§ 9 i.V.m. 3 – 8 UmwStG Anwendung. Verfügt die optierende Gesellschaft zum Zeitpunkt der Rückoption über thesaurierte Gewinne, gelten diese nach § 7 UmwStG spätestens im Zeitpunkt der Rückkehr zur transparenten Besteuerung daher als ausgeschüttet. Entgegen einem „klassischen“ Formwechsel ist in den Fällen des § 1a KStG allerdings eine Rückbeziehung der Umwandlung – z.B. auf den 01.01. eines Jahres –  nicht möglich (§ 1a Abs. 4 Satz 2 KStG i.V.m. § 9 Satz 3 UmwStG).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Sperrfristen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwar ist mit der Rückoption grundsätzlich die Möglichkeit eröffnet, die Optierung und die folgende Rückoptierung öfters anzuwenden. Jedoch ist ein solches „Hin und Her” nicht als sinnvoll zu betrachten und unterliegt gewissen Hemmungen. Eine Hemmung folgt unter anderem aus möglicherweise noch laufenden Sperrfristen des § 22 UmwStG, die bei der Option nach § 1a Abs. 1 KStG und Bewertung unterhalb des gemeinen Wertes ausgelöst werden. Nach Ansicht der Finanzverwaltung wird insbesondere in dem heterogenen Formwechsel eine schädliche Veräußerung i.S.d. Sperrfrist des § 22 UmwStG vorliegen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            VI.	Fazit und Ausblick
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grundsätzlich handelt es sich bei der Einführung der Option um einen richtigen Schritt, um die fehlende Rechtsformneutralität in Deutschland zu mindern bzw. zu eliminieren. Ob das eingeführte Optionsmodell jedoch zu einer wirklich grundlegenden Verbesserung führen kann, wird sich wohl erst mit der Zeit und nach der praktischen Ausübung beurteilen lassen. Der Gesetzgeber geht jedenfalls davon aus, dass tendenziell eher die größeren Gesellschaften einen Wechsel vornehmen werden. Es wird aber auch hier – wie so oft – auf den Einzelfall ankommen, so dass pauschale Aussagen über das Für und Wider der Option nicht getroffen werden können. Am 10.11.2021 hat das BMF zudem ein BMF-Schreiben zur Option zur Körperschaftsbesteuerung veröffentlicht. Das Schreiben nimmt zu einer Reihe von Auslegungsfragen Stellung und ist somit in die Gestaltungsüberlegungen miteinzubeziehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Des Weiteren sollte bezüglich der GbR die Einführung der Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG) beachtet werden. Im Rahmen dieser Reform, die im Wesentlichen ab dem 01.01.2024 Anwendung findet, wird der GbR zukünftig der Zugang zum UmwG und folglich zum UmwStG eröffnet. Somit kommt grundsätzlich auch die GbR in Form der eGbR als optierende Personengesellschaft in Betracht. Im KöMoG wurde allerdings das MoPeG noch nicht berücksichtigt, wodurch die GbR erstmal nicht antragsberechtigt ist. Es bleibt nun abzuwarten, ob künftig entsprechende Anpassungen bezüglich der eGbR im Rahmen des Optionsmodells vorgenommen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 02 Dec 2021 10:42:45 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Häusliches Arbeitszimmer und Hausverkauf – Steuer-Tipp Nr. 343</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/haeusliches-arbeitszimmer-und-hausverkauf-steuer-tipp-nr-343</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Häusliches Arbeitszimmer und Hausverkauf
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             I.	Ausgangslage
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BFH hat kürzlich eine Entscheidung getroffen, die eine gute Nachricht für die Verkäufer von eigengenutzten Immobilien darstellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              II.	Bisherige Rechtslage
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anders als bei vermieteten Immobilien, die erst nach einer Haltefrist von 10 Jahren steuerfrei veräußert werden können, muss bei selbstbewohnten Immobilien, egal ob Eigentumswohnung oder Eigenheim, ein Veräußerungsgewinn nicht versteuert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Begünstigung, die die Nutzung zu eigenen Wohnzwecken voraussetzt, wurde bisher nicht auf ein in der selbst genutzten Immobilie befindliches häusliches Arbeitszimmer angewendet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insbesondere die Finanzverwaltung, aber auch Finanzgerichte und die vorherrschende Literaturmeinung vertraten die Auffassung, dass ein Arbeitszimmer nicht zu Wohnzwecken, sondern beruflichen Zwecken dient und damit bei einer Veräußerung nicht zu begünstigen ist. Im Ergebnis hat dies dazu geführt, dass bei einer Veräußerung einer selbstgenutzten Immobilie der auf die Fläche des Arbeitszimmers entfallende Veräußerungsgewinn der Besteuerung zu unterwerfen war. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	Änderung der Rechtsprechung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Auffassung ist der Bundesfinanzhof (BFH) im Rahmen einer kürzlich ergangenen Entscheidung entgegengetreten und hat den Grundsatz der Steuerfreiheit der selbstgenutzten Immobilie auch auf ein häusliches Arbeitszimmer angewendet. Begründet wird dies damit, dass auch dieses Zimmer im Regelfall geringfügig privat genutzt wird. Im Detail argumentierte der BFH, dass die private Mitbenutzung des Arbeitszimmers und damit die Nutzung zu eigenen Wohnzwecken nicht überprüfbar und daher auch nicht vollständig auszuschließen ist. Da der § 23 EStG, der die Steuerfreiheit regelt, keine Bagatellgrenzen enthält, ist der Veräußerungsgewinn nicht in privat und beruflich aufzuteilen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Folgerichtig bleibt der auf das Arbeitszimmer anteilig entfallende Veräußerungsgewinn steuerfrei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Änderung der Rechtsprechung steht auch nicht entgegen, dass Voraussetzung für die Anerkennung der Kosten des Arbeitszimmers ist, dass das Arbeitszimmer nahezu ausschließlich beruflich genutzt wird. Im Ergebnis entscheidet der BFH also damit, dass also auch eine lediglich geringfügige private Nutzung des Arbeitszimmers für eine steuerfreie Veräußerung ausreichend ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beachten Sie bitte, dass die oben genannten Regelungen aber nicht bei sog. Gewinneinkunftsarten, wie Einkünften aus Gewerbebetrieb oder selbständiger Tätigkeit gelten. In diesen Fällen gehört das Arbeitszimmer zum steuerlichen Betriebsvermögen und ist deshalb bei der Veräußerung anteilig als steuerpflichtig zu erfassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV.	Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dieser Entscheidung stellt sich der BFH gegen die Verwaltungsauffassung des Bundesfinanzministeriums (BMF). In Zeiten der Corona-Pandemie und der verstärkten Nutzung des Home-Office kann diese Entscheidung für viele Steuerpflichtige wichtig sein. Auch die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Immobilienpreise erhöhen die Bedeutung dieser Entscheidung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten Sie also über die Veräußerung Ihrer zu eigenen Wohnzwecken genutzte Immobilie nachdenken, steht Ihnen Ihr PNHR Berater gerne zur Verfügung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 02 Dec 2021 10:11:43 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Miete – Corona-bedingte Betriebsbeschränkungen –  Rechts-Tipp Nr. 229</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/rechts-tipp-nr-229-miete-corona-bedingte-betriebsbeschraenkungen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Miete – Corona-bedingte Betriebsbeschränkungen:
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Ist eine Mietminderung berechtigt?
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I.	Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Corona Pandemie und die damit verbundenen behördlichen Schließanordnungen von Einzelhandelsgeschäften, Restaurants, Hotels, Fitnessstudios und vielen anderen Einrichtungen gehen mit beachtlichen Umsatzeinbußen für die Betreibenden einher. In Fortsetzung zu unserem Rechts-Tipp vom Januar 2021 haben zwischenzeitlich eine Vielzahl von Landgerichten und Oberlandesgerichten zur Behandlung der Rechtslage bei Corona-bedingten Beschränkungen des Geschäfts entschieden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine höchstrichterliche Entscheidung durch den BGH zur rechtlichen Einordnung einer etwaigen Mietminderung oder Mietanpassung und begleitende Rahmenbedingungen steht noch aus. Die Beihilfenprogramme Überbrückungshilfe III und Überbrückungshilfe III Plus federn bis zum 31.12.2021 Corona-bedingte Umsatzeinbußen durch Ausgleich der Fixkosten ab. Es kann davon ausgegangen werden, dass auch anschließend Förderprogramme fortgesetzt werden, dann jedoch die Obergrenzen der Fördersummen erreicht werden und ab 2 Mio. EUR lediglich die ungedeckten Fixkosten erstattungsfähig sind. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Interesse des Mieters an der Mietminderung oder einer Mietanpassung in dieser wirtschaftlichen fremdbestimmten Schräglage bleibt damit weiterhin vital. In gewerblichen Mietverträgen ist in der Regel vereinbart, dass Mieten nur dann gemindert werden dürfen, wenn diese unstreitig und rechtskräftig festgestellt sind. Damit bleibt es bei der Fälligkeit der Miete ohne Rücksicht auf die aktuelle Liquidität des Mieters. Eine gesetzliche Ausnahmeregelung, die die Kündigung in dieser Zeit ausschließt, gab es in der Vergangenheit nur für einen kurzen Zeitraum von April bis Juni 2020. Diese wurde aber nicht erneuert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In dem hier nachfolgend beschriebenen Fall betrieb der Mieter, ein Großkonzern, einen Einzelhandel, welcher vom 18.03.2020 – 19.04.2020 geschlossen bleiben musste. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat entschieden, dass nur eine Mietanpassung nach den Grundsätzen des Wegfalls der Geschäftsgrundlage unter bestimmten Bedingungen berechtigt ist (OLG Karlsruhe, Urt. v. 24.02.2021 – 7 U 109/20).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II.	Rechtslage
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach wie vor ist die Mietminderungsberechtigung im Falle der Pandemie hochumstritten. Wie immer kommt es auf den Einzelfall an, insbesondere darauf, was die Parteien vertraglich vereinbart haben. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Mietmangel liegt nach § 536 BGB vor, wenn die Ist-Beschaffenheit von der vereinbarten Beschaffenheit der Mietsache erheblich abweicht. Das OLG Karlsruhe hat in der behördlichen Schließungsanordnung keinen Mangel gesehen. Zwar könne eine gesetzgeberische Maßnahme, welche den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache beeinträchtigt, durchaus zu einem Mangel führen, allerdings nur, wenn die Maßnahme im Zusammenhang mit Eigenschaften des Mietobjekts steht. Andernfalls würde die Maßnahme lediglich den geschäftlichen Erfolg beeinträchtigen und falle in den Risikobereich des Mieters. Da im vorliegenden Fall die Corona-Schutzverordnung den Einzelhandel generell untersagte, lag keine Anknüpfung an die Eigenschaften der Mietsache und somit auch kein Mangel vor.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch eine Anpassung des Vertrags wegen des Wegfalls der Geschäftsgrundlage gemäß § 313 I BGB scheidet laut dem OLG Karlsruhe aus. Grundsätzlich begründet zwar der neu eingeführte Art. 240 § 7 EGBGB die Vermutung, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zu einer Störung der Geschäftsgrundlage führen können.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Daher geht das OLG Karlsruhe auch von einer Störung der Geschäftsgrundlage im vorliegenden Fall aus, allerdings käme eine Anpassung nach § 313 I BGB nur in Betracht, wenn das Festhalten am bisherigen Vertrag einer Partei nicht zugemutet werden könne. Eine solche Unzumutbarkeit wäre insbesondere dann gegeben, wenn ein Festhalten am Vertrag den Mieter in seiner Existenz bedrohen würde. Der Mieter ist ein Großkonzern mit erheblichem Vermögen, welcher überdies erheblich von staatlichen Hilfen während der Krise profitiert hat. All dies spricht nach Ansicht des OLG Karlsruhe gegen die Unzumutbarkeit. Aufgrund dessen könne der Vertrag nicht gemäß § 313 I BGB angepasst werden, und die Beklagte sei verpflichtet, die volle Miete zu zahlen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das OLG Dresden hat hingegen in einem ähnlichen Fall (OLG Dresden Urt. v. 15.02.2021 – 5 U 1782/20) entschieden, dass nach § 313 I BGB das Pandemie-Risiko zwischen Mieter und Vermieter generell zu teilen sei. Folglich sei der Vertrag für die Zeit der Schließung so anzupassen, dass die Mieter nur die Hälfte der Miete zahlen müssten. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine weitere Entscheidung. In einem ähnlichen Fall ging das LG Krefeld auch von einer Anpassungsmöglichkeit über § 313 BGB aus (LG Krefeld v. 30.06.2021 – 2 O 546/20), forderte aber zusätzlich, dass der Mieter diesen Anpassungsanspruch geltend machen muss. Dies ist für die Fälle, wo der Vermieter den Mieter aufgrund der ausbleibenden Mietzahlungen aus wichtigem Grund kündigte (§ 543 Abs. 2 S. 3 BGB), relevant. Das LG Krefeld hält die außerordentliche Kündigung für zulässig, selbst wenn der Mieter einen Anpassungsanspruch hat, solange er diesen noch nicht geltend gemacht hat.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine Entscheidung durch den BGH steht noch aus und wird mit Spannu
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ng
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             erwartet. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              III.	Unser Tipp
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es bleibt bei der Empfehlung, dass der Mieter seine Mietminderung bzw. Mietanpassung wegen Corona-bedingten Schließungen schriftlich geltend machen und die Miete unter Vorbehalt leisten sollte. Sofern der Mietvertrag die Standardregelung enthält, dass nur dann Miete gemindert werden darf, wenn dies unstrittig oder rechtskräftig entschieden ist, ist die Miete in voller Höhe zu leisten. Anderenfalls besteht die Gefahr der außerordentlichen, fristlosen Kündigung durch den Vermieter. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Den Parteien ist angesichts der uneinheitlichen Rechtslage bei Corona-bedingten Schließungsanordnungen dringend anzuraten, dass sie eine einvernehmliche Lösung suchen. Dies kann in Form von Stundungen, befristeten Mietreduzierungen oder über eine zeitlich begrenzte Umsatzmiete geschehen. Bei einer solchen Vertragsanpassung sind die Interessen beider Seiten und die Gesamtumstände zu berücksichtigen, damit auch die eingangs erwähnten staatlichen Beihilfen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Handelt es sich um einen langfristig geschlossenen Mietvertrag, ist die gefundene gemeinsame Lösung in einem schriftlichen Nachtrag zum Miet-/Pachtvertrag zu dokumentieren, der schriftformkonform idealerweise fest mit dem Hauptmietvertrag und etwaigen Nachträgen verbunden werden sollte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 02 Dec 2021 10:02:19 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Personalarbeit: telefonisch, elektronisch? – Aktuelles von der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-personalarbeit-telefonisch-elektronisch-aktuelles-von-der-arbeitsunfaehigkeitsbescheinigung</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Aktuelle Personalarbeit: 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             telefonisch, elektronisch? – Aktuelles von der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bereits infolge der Corona-Pandemie war Bewegung in das Vorgehen bei Krankheit und Arbeitsunfähigkeit gekommen. So mussten Arbeitnehmer für den klassischen Schnupfen oder auch das saisonale Kratzen im Hals den eigenen Hausarzt nicht mehr persönlich aufsuchen, sondern waren vielmehr dazu angehalten die benötigte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung telefonisch bei dem entsprechenden Arzt zu erbitten. Seit dem 1. Oktober 2021 soll nunmehr auch der gelbe Schein als solcher – jedenfalls in der aktuellen Papierform – nicht mehr notwendig sein. Der folgende Beitrag gibt einen kurzen Überblick über die aktuelle Situation der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und kann für Arbeitgeber eine Erinnerung daran sein, dass ab Juli 2022 die gelben Scheine von den Arbeitnehmern nur noch digital eingereicht werden und die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) auch in der Kommunikation mit den Krankenkassen maßgeblich sein wird.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II.	Die telefonische AU
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Zuge der Corona-Pandemie traf der Gemeinsame Bundesausschuss, das höchste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen und als solches seit 2004 für die Konkretisierung des Leistungskatalogs der Krankenkassen zuständig, verschiedene Beschlüsse zu Sonderreglungen, mittels derer die Hausärzte entlastet werden sollten. Diese ursprünglich befristeten Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wurden in der Vergangenheit wiederholt verlängert. Mit Entscheidung vom 16. September 2021 wurde nunmehr eine weitere Verlängerung der Regelungen bis zum Jahresende beschlossen, sodass unter anderem bei Krankschreibungen wegen Atemwegsinfekten eine Konsultation des Hausarztes per Telefon genügt. Diese Regelung soll Personen mit Erkältungssymptomen unterstützen den Kontakt zu anderen Menschen möglichst weitgehend reduzieren zu können und auf diese Weise insbesondere die Entstehung von Infektionsketten vermeiden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III.	Die eAU seit dem 1. Oktober 2021
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Während die sog. „telefonische AU“ lediglich die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit durch den Arzt modifiziert, verändert die Einführung der eAU die Darstellungsform sowie den Übertragungsweg der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Die Einführung der eAU steht, anders als die „telefonische AU“, auch nicht im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Grundlage für diese Änderung ist dagegen das Terminservice- und Versorgungsgesetz aus dem Jahr 2019. Anders als bisher soll die Übermittlung der AU an die Krankenkasse nicht mehr durch den Versicherten selbst, sondern unmittelbar durch den feststellenden Arzt erfolgen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zwar sah das Gesetz für die Einführung der elektronischen Übermittlung ursprünglich den 1. Januar 2021 vor, allerdings verwundert es in Anbetracht der allgemeinen Lage in Digitalisierungsfragen in Deutschland wenig, dass auch die Umstellung von der Papier- zur eAU nicht ohne Verzögerung vonstattengeht. Nachdem die Verschiebung des Pflichttermins auf den 1. Oktober 2021 nicht ausreichte, hat sich die kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit den Krankenkassen auf eine Übergangsregelung geeinigt. Diese besagt, dass die Praxen das vierte Quartal 2021 vollständig für die Einführung der eAU nutzen können. Nach erfolgter Umstellung erhält der Versicherte anstelle des „gelben Scheins“ einen vom Arzt unterzeichneten „einfachen Ausdruck“, welchen der Versicherte dem Arbeitgeber vorzulegen hat.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Planmäßig soll ab Juli 2022*  
dann auch die Weiterleitung der Daten über die Arbeitsunfähigkeit an den Arbeitgeber nur noch digital erfolgen. Verantwortlich für die Übermittelung an den Arbeitgeber ist dann die Krankenkasse. Allerdings sind die Ärzte auch dann weiterhin verpflichtet, eine vereinfachte AU-Bescheinigung auf Papier auszudrucken und auf Wunsch auch einen unterschriebenen Ausdruck für den Arbeitgeber auszustellen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV.	Fazit und Ausblick
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hinsichtlich der Bescheinigung einer Arbeitsunfähigkeit soll mit der Einführung der eAU eine Beschleunigung und Erleichterung des Übertragungswegs stattfinden. Aktuell lässt sich zunächst einmal attestieren, dass der Start alles andere als fehlerfrei verläuft. Ob bis zum Jahreswechsel alle Arztpraxen einwandfrei auf die Übermittlung mittels Telematikinfrastruktur umgestellt haben werden, darf man wohl bezweifeln.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In diesem Zusammenhang sollte auch die weitere Entwicklung in Bezug auf Online-Anbieter für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen beobachtet werden. Es ist zu vermuten, dass deren Marktanteil durch die zukünftig obligatorische digitale Übertragungsweise steigen wird. Der Wegfall des gelben Scheins in Papierform, welcher bei diesem Geschäftsmodell bislang regelmäßig verhältnismäßig mühsam per Post zugestellt werden musste, sollte sich zumindest vorteilhaft auswirken. Die in jedem Falle maßgebliche ärztliche Untersuchung kann zumindest bei Vorliegen von Erkältungssymptomen jedenfalls noch bis zum Jahresende auch mittels einer telefonischen Beratung erfolgen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            *Da aufgrund der Auswirkungen durch die Corona-Pandemie die technischen Voraussetzungen zur Durchführung bis zum 1. Juli 2022 nicht bei allen Ärzten vorlägen, hat der Bundestag am 18. Februar 2022 in einem Gesetzesentwurf (BT-Drs. 20/734) beschlossen, dass die Pilotphase bis Ende 2022 verlängert wird. Die elektronische AU-Bescheinigung wird daher flächendeckend nicht vor 2023 für Arbeitgeber relevant werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 11 Nov 2021 15:54:46 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: LAG Düsseldorf zu der Nichtanrechnung von Urlaubstagen bei Quarantäneordnung</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-lag-duesseldorf-zu-der-nichtanrechnung-von-urlaubstagen-bei-quarantaeneordnung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Aktuelle Rechtsprechung: LAG Düsseldorf zu der Nichtanrechnung von Urlaubstagen bei Quarantäneordnung
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Covid-19-Pandemie konfrontiert Arbeitgeber mit vollkommen neuen Fragestellungen. So kommt es in letzter Zeit vor, dass Arbeitnehmer aus dem Urlaub zurückkehren und wegen behördlich angeordneter Quarantäne während des Urlaubs dessen Nichtanrechnung auf den persönlichen Jahresurlaub einfordern. Regelmäßig hatte der Arbeitnehmer in diesen Fällen seinen Urlaub gesund angetreten und war sodann aufgrund der Erkrankung eines nahen Angehörigen von Seiten der Behörde zur Quarantäne verpflichtet worden. Mit der Frage, ob auch die Zeit während einer behördlichen Quarantäneanordnung dem Erholungszweck des Urlaubs dienen kann oder ob vielmehr der Arbeitgeber zur Nachgewährung der Urlaubstage verpflichtet ist, mussten sich in den letzten Monaten die Arbeitsgerichte im ganzen Bundesgebiet beschäftigen. Nunmehr hat auch das Landesarbeitsgericht (LAG) in Düsseldorf in zweiter Instanz zu dieser Frage Stellung bezogen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II.	Überblick über die bisherige Rechtsprechung
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der Frage nach der Nichtanrechnung bzw. Nachgewährung von Urlaubsansprüchen wegen behördlicher Quarantäne während der Urlaubszeit hatten sich bislang, soweit erkennbar, die Arbeitsgerichte lediglich auf erstinstanzlicher Ebene beschäftigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf Seite der klagenden Arbeitnehmer wurde regelmäßig angeführt, dass § 9 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) auf diesen Sachverhalt zumindest analog anzuwenden sie und dies dazu führe, dass der Urlaub durch den Arbeitgeber erneut gewährt werden müsse. Nach dem Wortlaut regelt § 9 BUrlG die Nichtanrechnung von solchen Urlaubstagen auf den Jahresurlaub, für die ein ärztliches Attest über die Arbeitsunfähigkeit erbracht werden kann. Das bedeutet, dass ein während der Urlaubszeit erkrankter Arbeitnehmer nicht auf die Erholungsfunktion des Urlaubs verzichten muss und der Urlaub nicht „verbraucht“ wurde. Argumentativ wurde klägerseitig vor den Arbeitsgerichten gerne vorgebracht, dass der Erholungszweck des Urlaubs in einer der Erkrankung vergleichbaren Weise gefährdet sei, wenn eine behördliche Quarantäneanordnung den Arbeitnehmer daran hindere, während der Urlaubszeit die eigene Wohnung zu verlassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Argumentation hatten allerdings bereits viele Arbeitsgerichte aufgrund des Wortlauts der gesetzlichen Vorschrift eine Absage erteilt. So urteilten beispielsweise das Arbeitsgericht Bonn (Urteil vom 07.07.2021), das Arbeitsgericht Halle (Urteil vom 23.06.2021), das Arbeitsgericht Bremen-Bremerhaven (Urteil vom 08.06.2021) sowie das Arbeitsgericht Neumünster (Urteil vom 03.08.2021) allesamt gegen die begehrte Nachgewährung von Urlaubsansprüchen. Nunmehr hat das LAG Düsseldorf mit Urteil vom 15. Oktober 2021, wie das in derselben Sache zuvor zuständige Arbeitsgericht Oberhausen, eine entsprechende Klage auf Nachgewährung bei Quarantäneanordnung auch in zweiter Instanz abgewiesen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	Die Entscheidungen des LAG Düsseldorf
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die bislang lediglich als Pressemitteilung vorliegende Entscheidung des LAG Düsseldorf vom 15. Oktober 2021 ist umso beachtlicher, als die Klägerin während des Urlaubs tatsächlich an Covid-19 erkrankt war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst ordnete das Ordnungsamt aufgrund der Erkrankung der Tochter der Klägerin an Covid-19 für die Klägerin während des Urlaubs eine Quarantäne an. Im Rahmen einer Testung wurde nach einigen Tagen auch bei der Klägerin eine Infektion mit Covid-19 festgestellt und sodann die behördliche Quarantäne entsprechend verlängert. Auf dem Schreiben der Behörde befand sich der Hinweis, dass die Klägerin als Kranke im Sinne des Infektionsschutzgesetzes anzusehen sei. Die Klägerin verlangte daraufhin von der beklagten Arbeitgeberin die Nachgewährung des Urlaubs ab Beginn der ersten Quarantäne. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das LAG wies die Klage insbesondere mit der Begründung ab, dass eine Arbeitsunfähigkeit der Klägerin gerade nicht festgestellt worden sei. Die Bescheinigung einer solchen sei jedoch die Voraussetzung der Nichtanrechnung nach § 9 BUrlG. Die Vorschrift differenziere zwischen dem Begriff der Erkrankung und dem der darauf beruhenden Arbeitsunfähigkeit, wobei eine Arbeitsunfähigkeit lediglich die mögliche – nicht aber zwingende – Folge einer Erkrankung darstelle. Nach der vorgenannten Norm müsse jedoch die Arbeitsunfähigkeit nachgewiesen werde; nicht allein die Erkrankung. Die Anordnung der Quarantäne habe jedoch lediglich die Erkrankung der Klägerin bestätigt. Dabei mangele es an einer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch einen Arzt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weiterhin handele es sich bei § 9 BUrlG um eine Ausnahmevorschrift, die gerade nicht entsprechend auf andere Sachverhalte angewendet werden könne. Dies sei von der gesetzlichen Wertung getragen, dass Störungen des Urlaubs als Teil des persönlichen Lebensschicksals im Grundsatz der Risikosphäre des Arbeitnehmers zuzurechnen seien. Eine Analogie der Vorschrift sei lediglich für den vorstellbaren Fall denkbar, dass eine Erkrankung immer auch zu einer Arbeitsunfähigkeit führe. Dies sei bei einer Erkrankung mit Covid-19 aufgrund der Möglichkeit des symptomlosen Verlaufs jedoch gerade nicht gegeben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              IV.	Fazit
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entscheidung des LAG Düsseldorf verspricht ein weiteres Stück Rechtssicherheit für Arbeitgeber und die Handhabung entsprechender Fälle in den Personalabteilungen. Die widerstreitenden Interessen sind offenkundig: Der Mitarbeiter sieht den Erholungswert des gewährten Urlaubs als verloren an, der Arbeitgeber sieht sich in der Situation, dem Mitarbeiter den Urlaub bereits gewährt zu haben. Gegen das Urteil hat das LAG Düsseldorf die Revision zugelassen, insofern kann es noch zu einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts kommen. Nachdem bislang die arbeitsgerichtliche Praxis einen Anspruch auf Nachgewährung des Urlaubs augenscheinlich einheitlich verneint, können Arbeitgeber mit diesem Standpunkt auf sehr gute Argumente zurückgreifen. Nichtsdestotrotz gilt es, die Entwicklung in der Rechtsprechung weiterhin genau zu verfolgen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 04 Nov 2021 14:52:09 GMT</pubDate>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Quarantäne ist kein Urlaub – oder doch?! – Rechts-Tipp Nr. 228</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/quarantaene-ist-kein-urlaub-oder-doch</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Quarantäne ist kein Urlaub – oder doch?!
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             I. Ausgangslage
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch nach mehr als anderthalb Jahren Pandemie schreibt das Corona-Virus weiterhin und fortlaufend Rechtsgeschichte. Im Fokus stehen dabei neben den anlassbezogenen Verordnungen und Gesetzen natürlich auch „traditionelle“ Vorschriften und Rechtsfragen. Der Pandemieverlauf ab Ende des Jahres 2020 mit hohen Fallzahlen führte zu einer noch höheren Anzahl von Personen, die sich wegen des Kontakts zu Infizierten in behördlich angeordneter Isolierung (Quarantäne) befanden. Auf die Frage, ob die Zeit in Quarantäne auf Urlaubstage angerechnet wird, die mit der Quarantänezeit zusammenfallen, geben nun erste Gerichtsentscheidungen eine Antwort.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              II. § 9 Bundesurlaubsgesetz
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der jedem Arbeitnehmer zustehende bezahlte Erholungsurlaub ist im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) geregelt. Nach ständiger Rechtsprechung fallen Ereignisse, die den Urlaub stören könnten, als Teil des sogenannten persönlichen Lebensrisikos grundsätzlich in den Gefahrenbereich des Arbeitnehmers. Etwas Anderes gilt nur bei Vorliegen einer ausdrücklichen gesetzlichen oder tarifvertraglichen Regelung. Eine solche Ausnahme sieht § 9 BUrlG vor. Danach werden die Tage einer Erkrankung (1.), die zu einer Arbeitsunfähigkeit führt, welche durch ärztliches Zeugnis (2.) nachgewiesen wird, nicht auf den Jahresurlaub des Arbeitnehmers angerechnet. Ist die Arbeitspflicht des Arbeitnehmers nämlich bereits durch die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des Arztes (AU) aufgehoben, kann diese Pflicht nicht parallel durch einen zweiten Gr
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und, nämlich die Inanspruchnahme des Urlaubs, entfallen. Der Arbeitnehmer behält daher in einem solchen Fall seinen Urlaubsanspruch. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1. – „Erkrankung“ 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Arbeitsgericht Halle musste die Frage entscheiden, ob § 9 BUrlG auch auf solche Tage angewendet werden kann, die aufgrund behördlicher Anordnung während eines zuvor bereits genehmigten Erholungsurlaubs in Quarantäne verbracht werden mussten (ArbG Halle, Urteil vom 23.06.2021 – 4 Ca 285/21). Der nicht erkrankte Arbeitnehmer machte geltend, die Urlaubstage, die er aufgrund der Quarantäne nicht adäquat habe in Anspruch nehmen können, seien ihm noch zu gewähren. Sein Urlaubsanspruch sei insoweit nicht erfüllt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwar erkannte das Gericht an, dass die Interessenlage im Fall der angeordneten Quarantäne eine ähnliche sei wie im Fall einer durch AU nachgewiesenen Erkrankung. Jedoch stelle § 9 BUrlG – wie oben geschildert – eine Ausnahmevorschrift dar, die nur auf den dort beschriebenen Tatbestand und gerade nicht auf die häusliche Quarantäne Anwendung finde. Bei der Quarantäne sei die betroffene Person gerade nicht selber erkrankt im Sinne des § 9 BUrlG, sondern „nur“ „Ansteckungsverdächtige/r“ im Sinne des § 2 Ziff. 7 IfSG. Für diesen Fall sehe der Gesetzgeber keine Abweichung vom oben beschriebenen Grundsatz vor, dass eben nach Urlaubsgewährung der Arbeitnehmer selber das Risiko für die Realisierung des Urlaubszwecks trage. Auch habe der Gesetzgeber im Rahmen der umfangreichen Gesetzgebungsvorhaben während der Corona-Zeit bewusst weder eine Änderung des § 9 BUrlG vorgenommen, noch habe er eine Sondervorschrift für eine Quarantäneanordnung während der Urlaubszeit geschaffen. Im Ergebnis verbrachte der Arbeitnehmer also mehrere Tage parallel im „Urlaub“ und in Quarantäne. Nach Auffassung des Arbeitsgerichts Halle hat der Arbeitgeber den Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers auch im Hinblick auf die Tage erfüllt, während derer er sich in häuslicher Quarantäne befand. Eine Nachgewährung komme daher nicht in Betracht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2. – „Ärztliches Zeugnis“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selbst eine Erkrankung führt nicht automatisch dazu, dass diese auch gemäß § 9 BUrlG berücksichtigt wird. In einem zweiten Fall musste sich das Arbeitsgericht Bonn mit der Frage auseinandersetzen, wie mit einer Arbeitnehmerin zu verfahren sei, deren „Arbeitsunfähigkeit“ nicht durch eine AU, sondern allein mittels behördlicher Isolierungsanordnung dokumentiert worden war (ArbG Bonn, Urteil vom 07.07.2021, 2 Ca 504/21). Die Arbeitnehmerin hatte ebenfalls bereits Erholungsurlaub beantragt und verbrachte – ohne Krankheitssymptome aufzuweisen – aufgrund eines positiven Infektionstests mehrere Tage in häuslicher Isolation. Diese war nach dem Test behördlich angeordnet worden. Ein ärztliches Zeugnis lag dagegen nicht vor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch das Arbeitsgericht Bonn stellte sich auf den Standpunkt, § 9 BUrlG sei auf diesen Fall nicht anwendbar. Voraussetzung für eine Anwendbarkeit der Vorschrift sei, dass der Arbeitnehmer die Arbeitsunfähigkeit durch AU nachweise. Denn die Beurteilung, ob eine Erkrankung im Einzelfall zur Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers führe, stehe allein dem Arzt zu. Die behördlichen Verfügungen stellten zwar fest, dass die Arbeitnehmerin an SARS-CoV-2 erkrankt sei. Eine ärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Sinne des § 9 BUrlG gehe damit jedoch nicht einher. Es falle besonders ins Gewicht, dass im Zeitraum der „Erkrankung“ die Ausstellung einer AU sogar per telefonischer Anamnese möglich gewesen sei. Außerdem bestehe bei einem symptomlosen Verlauf sowie bei entsprechenden Bedingungen des Arbeitsplatzes die Möglichkeit, die Arbeitsleistung von zu Hause aus zu erbringen. Sei der Arbeitnehmer in solcher Weise arbeitsfähig, könne der Zweck des BUrlG, „nämlich die Erholung des Arbeitnehmers von seiner Arbeitsleistung, mit der Urlaubsgewährung dennoch erreicht werden“ (ArbG Bonn, Urteil vom 07.07.2021, 2 Ca 504/21, Rn. 46). Dann fehle es jedoch an einer Sachlage, die – auch nach der bereits beschriebenen Risikoverteilung – eine entsprechende Anwendung des § 9 BUrlG auf den vorliegenden Fall rechtfertigen würde. Mithin wurden auch hier die Tage, die in Isolation verbracht wurden, auf den Jahresurlaub angerechnet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weitere Entscheidungen zu diesem Fragenkomplex werden sicherlich folgen und auch eine höchstrichterliche Bewertung ist zu gegebener Zeit zu erwarten. Es bleibt abzuwarten, ob sich die bisherige Vorgehensweise der Gerichte, § 9 BUrlG konsequent eng auszulegen, fortsetzen wird. An streitigen Fällen wird es nicht mangeln. Dies gilt vor allem deshalb, weil aufgrund des Beschlusses der Gesundheitsminister des Bundes und der Länder ab dem 01.11.2021 an nicht gegen das Corona-Virus geimpfte Personen, die die Möglichkeit hatten, sich impfen zu lassen, keine Quarantäne- Entschädigung nach dem IfSG mehr gezahlt werden wird. In NRW gilt dies bereits ab dem 11.10.2021. Wir werden die Entwicklung der Rechtsprechung für Sie beobachten und helfen Ihnen gerne bei der Begutachtung der in Ihrem Unternehmen auftretenden Sachverhalte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 02 Nov 2021 15:49:42 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Vermietung an nahe Angehörige – Vorrang des örtlichen Mietspiegels – Steuer-Tipp Nr. 342</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/steuer-tipp-nr-342-vermietung-an-nahe-angehoerige-vorrang-des-oertlichen-mietspiegels</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Vermietung an nahe Angehörige – Vorrang des
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            örtlichen Mietspiegels
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer eine Wohnung privat vermietet, kann die in diesem Zusammenhang entstehenden Kosten grundsätzlich in voller Höhe als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Bei Vermietungen an Verwandte und nahe Angehörige prüft das Finanzamt jedoch üblicherweise, ob das Nutzungsentgelt mindestens 66 % der ortsüblichen Miete beträgt. Diese Aufteilungsgrenze wurde mit dem Jahressteuergesetz 2020 von 66% auf 50% der ortsüblichen Miete reduziert. Bei Mieten zwischen 50% und 65,9% der ortsüblichen Mieten ist (wieder) eine Überschussprognose vorzunehmen. Fällt diese positiv aus, ist eine Einkunftserzielungsabsicht zu unterstellen und der volle Werbungskostenabzug möglich. Bei negativer Prognose oder bei Mieten unter 50% wird gesetzlich unterstellt, dass die Vermietung nur teilentgeltlich erfolgt. Mit dem Ergebnis, dass die Nutzungsüberlassung in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil aufzuteilen und der Werbungskostenabzug entsprechend zu kürzen ist (§ 21 Absatz 2 EStG).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Vorrang des örtlichen Mietspiegels bei der Ermittlung der ortsüblichen Marktmiete
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dreh- und Angelpunkt dieser Regelung ist demnach die Ermittlung der ortsüblichen Miete. Strittig ist in diesem Zusammenhang immer wieder die Frage, wie die ortsübliche Miete zu ermitteln ist. Der Bundesfinanzhof hat sich nun in einer aktuellen Entscheidung (BFH-Urteil vom 22. Februar 2021, IX. R 7/20) zu dieser Problematik geäußert: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im vorliegenden Streitfall vermietete die Klägerin eine 57qm große Wohnung im ersten Obergeschoss ihres Mehrfamilienhauses für € 300,00 zzgl. einer Nebenkostenpauschale von € 70,00 an ihre Tochter. Eine nahezu identische Wohnung im zweiten Obergeschoss des Gebäudes vermietete sie an einen fremden Dritten für monatlich € 500,00 zzgl. € 78,00 pauschaler Nebenkosten. Das Finanzamt kürzte daraufhin die erklärten Werbungskosten mit der Begründung, die zwischen der Klägerin und ihrer Tochter vereinbarte Miete von € 370,00 betrage nur 64,01% und damit weniger als 66% (dem Streitjahr lag die frühere Grenze von 66 % zugrunde) der ortsüblichen Miete von € 578,00 pro Monat. Als Maßstab für die Ortsüblichkeit zog das Finanzamt die Miete für die nach Größe und Ausstattung vergleichbare und durch die Klägerin fremdvermietete Wohnung im selben Haus heran. Die Klägerin machte im Einspruchsverfahren geltend, die verbilligte Miete betrage jedoch über 80% der Marktmiete, wenn der örtliche Mietspiegel zugrunde gelegt worden wäre. In der ersten Instanz hat das FG Thüringen dem Finanzamt zugestimmt und entschieden, es sei auf die Miete abzustellen, die der Steuerpflichtige für eine weitere, vergleichbare, im selben Haus liegende und an einen Dritten fremdvermietete Wohnung verlangt. Es bestehe kein absoluter Vorrang einer Ermittlung einer ortsüblichen Miete mit Hilfe des örtlichen Mietspiegels (FG Thüringen vom 22. Oktober 2019, Az. 3 K 316/19). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BFH ist nun der Argumentation der Klägerin gefolgt und hat die Revision als begründet angesehen. Maßstab für die Berechnung der Entgeltlichkeitsquote im Rahmen des § 21 Abs. 2 EStG sei die ortsübliche Marktmiete. Darunter sei die ortsübliche Kaltmiete für Wohnungen vergleichbarer Art, Lage und Ausstattung unter Einbeziehung der Spannen des örtlichen Mietspiegels zuzüglich der nach der Betriebskostenverordnung (BetrKV) umlagefähigen Kosten zu verstehen. Die maßgebliche ortsübliche Miete ergebe sich grundsätzlich aus dem örtlichen Mietspiegel, da dieser gerade die leichte und schnelle Ermittlung einer ortsüblichen Miete auf der Grundlage eines breiten Spektrums ermöglichen soll. Eine Miete innerhalb dieses Spektrums darauf zu prüfen, ob im Einzelfall nicht ein anderer Wert innerhalb der Spanne angemessener wäre, liefe diesem Zweck zuwider. Eine ortsübliche Marktmiete sei gerade keine punktgenaue Einzelmiete, da auch in jeder Hinsicht vergleichbare Wohnungen örtlich typischerweise einer gewissen Mietpreisspanne unterworfen seien. Demnach sei davon auszugehen, dass jeder Mietzins innerhalb dieser Spanne die ortsübliche Marktmiete im Sinne des § 21 Abs. 2 EStG darstelle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vom Mietspiegel kann in Ausnahmefällen nicht ausgegangen werden, sofern dieser an einem mangelhaften Erkenntniswert (fehlende, regelmäßige Anpassung an die Marktentwicklung, substanzielle Defizite in der Datenerhebung, sonstige substanziierten Gründe) leide und somit im Einzelfall kein realitäts- und sachgerechtes Bild über die ortsübliche Marktmiete vergleichbarer Wohnungen widerspiegele. Entsprechendes gelte bei Sonderobjekten, die nicht unter den im Mietspiegel definierten Anwendungsbereich fielen. Gibt ein Mietspiegel nur Richtwerte für eine bestimmte Art von Wohnungen an, darf die gesteigerte Wohnqualität des Vergleichsobjekts durch einen entsprechenden Zuschlag berücksichtigt werden (vgl. BGH-Urteil vom 17. September 2008, VIII ZR 58/08).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kann ein örtlicher Mietspiegel nicht zugrunde gelegt werden oder ist dieser nicht vorhanden, kann auf ein mit Gründen versehenes Gutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen i.S. des § 558a Abs. 2 Nr. 3 BGB, die Auskunft aus einer Mietdatenbank i.S. des § 558a Abs. 2 Nr. 2 BGB i.V.m. § 558e BGB oder die Entgelte für einzelne vergleichbare Wohnungen i.S. des § 558a Abs. 2 Nr. 4 BGB zurückgriffen werden. Bei letzterer Alternative müssen zumindest drei Wohnungen nach Adresse, Lage und Stockwerk benannt werden. Auch in solchen Fällen sei es nicht ausreichend, lediglich auf eine Vergleichswohnung zurückzugreifen. Jeder der vorgenannten Ermittlungswege sei grundsätzlich gleichrangig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abschließend sei darauf hingewiesen, dass die Regelung des § 21 Abs. 2 EStG nicht nur bei einer Vermietung zwischen nahen Angehörigen, sondern bei jeglicher Vermietung zu Wohnzwecken gilt. Demnach laufen auch Vermieter, die z.B. aus sozialen Erwägungen auf Mietanpassungen verzichten, Gefahr, einen Teil des Werbungskostenabzugs zu verlieren. Auch wenn erst die Unterschreitung des niedrigsten Grenzwerts des Mietspiegels zur Unüblichkeit führt, empfiehlt es sich, die Angemessenheit der Miete in regelmäßigen Abständen zu prüfen, gerade wenn sich der Mietzins am unteren Rand des Mietspiegels orientiert. Sollten die örtlichen Mieten steigen und der Mietspiegel angehoben werden, sollte parallel eine Erhöhung der vereinbarten Miete erfolgen, um die Werbungskosten weiterhin in voller Höhe abziehen zu können. Gerne sind wir Ihnen bei der Prüfung der ortsüblichen Miete behilflich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 02 Nov 2021 15:49:40 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Reform der Wegzugsbesteuerung –  Special Nr. 349</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Reform der Wegzugsbesteuerung – Veränderungen zur bisherigen Rechtslage, ihre Folgen und mögliche Vermeidungsstrategien
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           I. Einleitung
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Zuge der Umsetzung der europäischen Anti-Steuervermeidungsrichtlinie (ATADUmsG) wurde die Vorschrift des § 6 AStG zur Wegzugsbesteuerung zum Teil drastisch verschärft. Alle Wegzüge ab dem 1. Januar 2022 (§ 21 Abs. 1 AStG n.F.) werden von der Neuregelung erfasst sein. Insbesondere internationale Unternehmerfamilien und gerade mittelständische Familienunternehmen können von den Verschärfungen betroffen sein. Im Folgenden werden die bisherige Rechtslage im Vergleich zu der neuen Fassung von § 6 AStG überblicksartig dargestellt und die sich daraus ergebenden Folgen kurz skizziert. Mögliche Vermeidungsstrategien werden im Anschluss ansatzweise aufgezeigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Allgemeines
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Grundkonzeption der Wegzugsbesteuerung ist unverändert geblieben. Sinn und Zweck der Wegzugsbesteuerung i.S.d. § 6 AStG ist es, die während des Bestehens der unbeschränkten Steuerpflicht in Deutschland in einer wesentlichen Beteiligung an einer (sowohl in- als auch ausländischen) Kapitalgesellschaft entstandenen stillen Reserven bei Wegzug ins Ausland aufzudecken und der deutschen Besteuerung zu unterwerfen. Denn es können Konstellationen auftreten, bei denen Deutschland das Besteuerungsrecht an dem Gewinn bei einer späteren Veräußerung der Beteiligung verliert. Um nun die einmalige Besteuerung in Deutschland sicherzustellen, wird in Wegzugsfällen nach § 6 AStG ein fiktiver Veräußerungsgewinn versteuert, ohne dass dem Steuerpflichtigen tatsächlich Liquidität in Form eines Veräußerungspreises zufließt. Die Wegzugsbesteuerung kann daher für den Steuerpflichtigen zu erheblichen finanziellen Belastungen führen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III. Vergleich der bisherigen Regelung zur § 6 AStG n.F.
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              1. Persönlicher Anwendungsbereich
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach bisherigem Recht unterliegen Gesellschafter von in- und ausländischen Kapitalgesellschaften mit einer Beteiligung von mindestens 1 % (Anteile i.S.d. § 17 EStG) bei Wegzug aus Deutschland gem. § 6 AStG a.F. einer Wegzugsbesteuerung, wenn sie insgesamt mindestens zehn Jahre in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig waren. Die Anteile gelten dann im Wegzugszeitpunkt als zum gemeinen Wert verkauft, so dass es in der Regel zur Realisation eines steuerpflichtigen (fiktiven) Veräußerungsgewinns kommt. Dasselbe gilt insbesondere, wenn die Anteile durch Schenkung oder Todesfall auf einen im Ausland ansässigen Erwerber übergehen. Nach der Rechtsprechung des BFH sind allerdings fiktive Veräußerungsverluste bei der Steuerfestsetzung nicht zu berücksichtigen. Daher können die im Rahmen des § 6 Abs. 1 S. 1 AStG i.V.m. § 17 EStG ermittelten, fiktiven Veräußerungsgewinne auch nicht saldierend mit fiktiven Veräußerungsverlusten verrechnet werden. Überlegenswert wäre im Fall von Wertverlusten in wesentlichen Beteiligungen, diese Anteile zu veräußern, um damit den Verlust noch vor dem Wegzug zu realisieren und mit anderen positiven Einkünften zu verrechnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 6 AStG n.F. sieht hingegen eine Verkürzung des Zeitraumes der vor dem Wegzug erforderlichen unbeschränkten Steuerpflicht von zehn auf sieben Jahre vor. Vorteilhafterweise bezieht sich der Betrachtungszeitraum künftig bei der Feststellung der Dauer der unbeschränkten Steuerpflicht nicht mehr auf die gesamte Lebenszeit, sondern nur auf die letzten zwölf Zeitjahre. Nachteilig ist die Verkürzung auf sieben Jahre andererseits für nach Deutschland neu zugezogene Steuerpflichtige. Denn sie fallen künftig bereits drei Jahre früher unter die Wegzugsbesteuerung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2. Wegfall der zeitlich unbegrenzten Stundungsmöglichkeit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da die Wegzugsbesteuerung oftmals mit erheblichen finanziellen Härten verbunden ist, kann die nach § 6 Abs. 1 AStG zu erhebende Einkommensteuer bislang auf Antrag in regelmäßigen Teilbeträgen für einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren gegen Sicherheitsleistung gestundet werden, § 6 Abs. 4 S. 1 AStG a.F. Diese Stundungsregelung war bisher auch bei einem Wegzug in die Schweiz zu gewähren. Ist der Steuerpflichtige Staatsangehöriger eines EU-/EWR-Staats und verzieht er in einen dieser Staaten, wird die Einkommensteuer nach bisherigem Recht zinslos und ohne Sicherheitsleistung gestundet, sofern er im Zuzugsstaat unbeschränkt steuerpflichtig wird, § 6 Abs. 5 S. 1 AStG a.F. Die Stundung wird gewährt bis zum tatsächlichen Verkauf. Für Stundungen, die auf Wegzüge bis 31. Dezember 2021 gewährt werden, gilt das alte Recht auch ab dem 1. Januar 2022 unverändert weiter. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diesbezüglich tritt wohl die drastischste und möglicherweise unionsrechtswidrige Veränderung ein. Nach der Neufassung des § 6 AStG wird es keine dauerhafte Stundung mehr geben. Zwischen Wegzügen von EU-/EWR-Bürgern in andere EU-/EWR-Länder einerseits und Wegzügen von Staatsangehörigen von Drittländern sowie Wegzügen in Drittländer andererseits wird nicht mehr differenziert. Die Steuer wird künftig in allen Fällen grundsätzlich sofort fällig. Auf Antrag besteht zwar die Möglichkeit, die Steuer in sieben gleich hohen Jahresraten zu zahlen. Dies geschieht im Regelfall allerdings nur gegen Sicherheitsleistung. Die Stundung ist zinsfrei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             3. Erleichterung bei der „Rückkehrregelung“
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wegzugsbesteuerung soll nicht eingreifen, wenn der Wegzug nur vorübergehend ist oder faktisch eine Rückkehr stattfindet, ohne dass die Anteile zwischenzeitlich veräußert wurden. Endet die unbeschränkte Steuerpflicht, weil sich der Steuerpflichtige nur vorübergehend im Ausland aufhält, und wird er innerhalb von fünf Jahren nach Beendigung der unbeschränkten Steuerpflicht wieder unbeschränkt steuerpflichtig in Deutschland, entfällt der Steueranspruch unter bestimmten Voraussetzungen nach § 6 Abs. 3 Satz 1 AStG a.F. Die Frist kann bisher um höchstens fünf Jahre verlängert werden, wenn glaubhaft gemacht wird, dass berufliche Gründe für die weitere Abwesenheit maßgebend sind und die Absicht zur Rückkehr unverändert fortbesteht, § 6 Abs. 3 S. 2 AStG a.F. In Fällen der vorübergehenden Abwesenheit kann die Steuer bisher nach Maßgabe der eingeräumten Frist insgesamt gestundet werden. Wird allerdings die Steuerschuld, die sich nach § 6 Abs. 1 bis 3 AStG ergibt, endgültig oder vorläufig festgesetzt, weil etwa die Rückkehrabsicht im Wegzugszeitpunkt noch nicht nachgewiesen worden ist, wäre nach Rückkehr ein endgültiger Bescheid nach § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO aufzuheben, ein vorläufiger Bescheid nach § 165 Abs. 2 AO zu ändern. Eine bereits gezahlte Steuer wäre dementsprechend zu erstatten. Bei Wegzügen von EU-/EWR-Bürgern innerhalb des EU-/EWR-Raums bestand die Rückkehrmöglichkeit bislang zeitlich unbegrenzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch in der Neufassung des § 6 AStG wird die Rückkehrerregelung im Grundsatz beibehalten. Zum Vorteil des Steuerpflichtigen wird die reguläre Frist von fünf auf sieben Jahre verlängert. Eine Verlängerung um weitere fünf auf insgesamt zwölf Jahre soll möglich sein, solange die Rückkehrabsicht fortbesteht. Aus Vorsichtsgründen sollte eine Rückkehrabsicht auch künftig dokumentiert werden, um von dem Wegfall der Steuer bei späterer Rückkehr profitieren zu können. Ein Vorliegen von beruflichen Gründen wird nicht mehr gefordert. Auf Antrag des Rückkehrers entfällt die Erhebung von Jahresraten. Die bislang unbefristete Rückkehrerregelung für EU-/EWR-Wegzügler soll dagegen entfallen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wird im Rahmen der Rückkehrerregelung zugleich eine Stundung beantragt, sind auch künftig während des gesamten Stundungszeitraums bis zur Rückkehr des Steuerpflichtigen nach Deutschland keine Raten zu zahlen. Dieser Weg ist wohl die einzige Möglichkeit, ohne aufwendige Umstrukturierungsmaßnahmen eine unmittelbare Wegzugssteuerbelastung zu vermeiden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              IV. Mögliche Vermeidungsstrategien der neuen Wegzugsbesteuerung
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch wenn sich in der Literatur die Stimmen mehren, die das neue Ratenzahlungskonzept ohne Stundungsregelung in EU-/EWR-Sachverhalten für unionsrechtswidrig halten, ist § 6 AStG n.F. jedenfalls geltendes Recht und daher vorerst zwingend anzuwenden. In vielen Fällen kann es daher erforderlich sein, über Gestaltungsmöglichkeiten nachzudenken, die einer Wegzugsbesteuerung zuvorkommen. Da § 6 AStG u.a. voraussetzt, dass der Steuerpflichtige gem. § 17 EStG wesentliche Anteile an einer Kapitalgesellschaft im Privatvermögen hält, besteht der zentrale Ansatzpunkt zur Vermeidung der Wegzugsbesteuerung darin, solche Anteile vor dem Wegzug vom Privatvermögen des Steuerpflichtigen
            &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             möglichst steuerneutral in ein Betriebsvermögen (des Steuerpflichtigen) zu überführen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             1. Einlage der Anteile in eine originär gewerblich tätige Personengesellschaft
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei der Einlage einer Kapitalgesellschaftsbeteiligung in das Betriebsvermögen einer Personengesellschaft ist darauf zu achten, dass es sich um eine gewerblich tätige Personengesellschaft handelt, bei der Anteile an der Kapitalgesellschaft dem Geschäftszweck funktional zuzurechnen sein müssen. Die Personengesellschaft vermittelt dem nunmehr nach dem Wegzug ausländischen Mitunternehmer eine inländische Betriebsstätte, sodass eine Ent-strickungsbesteuerung nach § 4 Abs. 1 Satz 3 EStG vermieden wird. Eine gewerblich geprägte Personengesellschaft (GmbH &amp;amp; Co. KG) reicht für die Begründung einer inländischen Betriebsstätte nicht aus, sodass es bei Wegzug dann zu einer Entstrickungsbesteuerung kommen würde. Um eine Veräußerung i.S.v. § 17 EStG und eine Aufdeckung der in den Anteilen ruhenden stillen Reserven durch die Übertragung der Anteile in eine gewerblich tätige Personengesellschaft zu vermeiden, ist die Einlage als sog. verdeckte Einlage i.S.v. § 6 Abs. 1 Nr. 5 S. 1 EStG zu erbringen, d.h. ohne Gewährung von Gesellschaftsrechten oder sonstigen Gegenleistungen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             2. Formwechsel
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine weitere Möglichkeit zur Vermeidung der Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG könnte darin liegen, die inländische Kapitalgesellschaft, an der die Anteile i.S.d. § 17 EStG bestehen, vor dem Wegzug des Steuerpflichtigen in eine Personengesellschaft umzuwandeln. Bei einem Wegzug des Steuerpflichtigen ist nunmehr die allgemeine Entstrickungsnorm für Betriebsvermögen (§ 4 Abs. 1 Satz 3 EStG) zu prüfen. Die Personengesellschaft muss wie auch oben dargestellt dem Gesellschafter eine inländische Betriebsstätte vermitteln, d.h. gewerblich tätig sein. Das sollte dann kein Problem darstellen, wenn die Kapitalgesellschaft schon vor dem Formwechsel einer originären gewerblichen Tätigkeit nachgegangen ist. Zwar kann auf Ebene der Kapitalgesellschaft ein Formwechsel nach Maßgabe der § 9 i.V.m. §§ 3 ff. UmwStG grds. ohne Aufdeckung stiller Reserven erfolgen. Ein Nachteil dieser Variante ist jedoch die Besteuerung der nach § 7 UmwStG fiktiv ausgeschütteten offenen Rücklagen der formgewechselten Kapitalgesellschaft auf Ebene des Gesellschafters.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3. Schenkung unter Nießbrauchsvorbehalt und auflösender Bedingung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vor dem geplanten Wegzug könnten Kapitalgesellschaftsanteile unentgeltlich auf natürliche Personen oder eine inländische Stiftung, z. B im Wege einer vorweggenommenen Erbfolge, und ggf. unter Nießbrauchsvorbehalt übertragen werden. Sollte ein Nießbrauchsvorbehalt vereinbart werden, wäre sicherzustellen, dass zumindest auch das wirtschaftliche Eigentum an den Anteilen vom Schenker (und Nießbraucher) auf den Beschenkten übergeht. Nach der Rechtsprechung des BFH bleibt nämlich der Nießbraucher wirtschaftlicher Eigentümer, wenn er nach dem Inhalt der getroffenen Abrede alle mit der Beteiligung verbundenen wesentlichen Rechte (Vermögens- und Verwaltungsrechte) ausüben und im Konfliktfall effektiv durchsetzen kann. Bliebe der Schenker (und Nießbraucher) wirtschaftlicher Eigentümer der Anteile, dann wären die Voraussetzungen des § 17 EStG weiterhin erfüllt und § 6 AStG käme folglich noch zur Anwendung. Daher ist bei der Vereinbarung eines Nießbrauchs Vorsicht geboten und sollte im Einzelfall näher geprüft werden. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn der Steuerpflichtige nach der Schenkung nunmehr im Zeitpunkt des Wegzugs weder rechtlicher noch wirtschaftlicher Eigentümer der Kapitalgesellschaftsanteile wäre, wäre § 17 EStG nicht mehr erfüllt und die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG würde somit keine Anwendung mehr finden. Der Schenker kann sich unter Umständen auch ein Rücktrittsrecht von der Schenkung vorbehalten für den Fall, dass er nach Deutschland zurückkehrt. Mittels einer auflösenden Bedingung könnte der Wegzügler zudem sicherstellen, dass er den Kapitalgesellschaftsanteil wieder zurückerhält, falls er zu irgendeinem Zeitpunkt seinen (Haupt-)Wohnsitz wieder zurück nach Deutschland verlagern sollte. Jedenfalls müssten bei dieser Gestaltung die engen Voraussetzungen des §§ 13a, 13b ErbStG sowie die ertragsteuerlichen Konsequenzen genauestens geprüft werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            VI. Fazit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wegzugsbesteuerung wurde zum Teil drastisch verschärft. Insbesondere der Wegfall der Stundungsregelung bedeutet bei EU-/EWR Sachverhalten für Anteilseigner, besonders solche aus dem Mittelstand, eine Einschränkung ihrer Mobilität und ihrer Niederlassungsfreiheit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Je nach Bedarf sollte vor dem Wegzug über vorbereitende Gestaltungen nachgedacht werden. Die oben dargestellten Gestaltungsmöglichkeiten sind keineswegs abschließend. Welche Gestaltungsvariante letztlich vorzugswürdig ist, ist nach der jeweiligen Situation und den Zielen des Betroffenen zu beurteilen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 02 Nov 2021 15:49:38 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: Unwirksamkeit der Befristung eines Arbeitsverhältnisses aufgrund elektronischer Signatur</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-unwirksamkeit-der-befristung-eines-arbeitsverhaeltnisses-aufgrund-elektronischer-signatur</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Aktuelle Rechtsprechung: Unwirksamkeit der Befristung eines Arbeitsverhältnisses aufgrund elektronischer Signatur
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wirksamkeit der Befristung von Arbeitsverträgen ist regelmäßig Gegenstand arbeitsgerichtlicher Prozesse. So hat das Arbeitsgericht Berlin vor Kurzem bereits in einer Pressemitteilung vom 6. September 2021 bekannt gegeben, dass es sich aktuell in insgesamt 12 Verfahren mit der Frage der Wirksamkeit einer Befristung von Verträgen befasst, die von Arbeitnehmern mit dem Lieferdienst Gorillas geschlossen wurden und unter Verwendung des Programms „DocuSign“ unterschrieben wurden. Im Februar 2022 soll es dazu eine erste Entscheidung der 20. Kammer des Arbeitsgerichts geben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sofern Arbeitsverhältnisse rechtssicher und wirksam durch Zeitablauf enden sollen, müssen Arbeitgeber einige Besonderheiten im Blick behalten. Dazu gehört neben der Problematik der Vorbeschäftigung im Rahmen der sachgrundlosen Befristung klassischerweise auch die wirksame Vereinbarung der Befristung im Arbeitsvertrag. Dass die Befristung nicht nur im Rahmen der Verlängerung, sondern auch bereits bei der ursprünglichen Vereinbarung im Arbeitsvertrag Probleme bereiten kann, zeigt ein weiterer aktueller Fall des Arbeitsgerichts Berlin. Das Arbeitsgericht hatte laut Pressemitteilung vom 26. Oktober 2021 darüber zu entscheiden, ob eine Befristung auch dann wirksam vereinbart ist, wenn der Vertrag nicht durch eigenhändige Unterschrift auf dem Vertrag, sondern unter Verwendung einer elektronischen Signatur abgeschlossen wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	Die Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin lag der Fall zugrunde, dass sowohl die Arbeitgeberin als auch der Arbeitnehmer den befristeten Arbeitsvertrag über eine Tätigkeit als Mechatroniker lediglich in elektronischer Form unterzeichnet hatten. Im Rahmen des Klageverfahrens machte der Arbeitnehmer geltend, dass das Arbeitsverhältnis gerade nicht durch die Befristung und Zeitablauf beendet worden sei. Vielmehr bestehe das Arbeitsverhältnis aufgrund unwirksamer Vereinbarung der Befristung auf unbestimmte Zeit fort.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grundsätzlich gilt, dass gemäß § 14 Abs. 4 Teilzeit- und Befristungsgesetz die Befristung eines Arbeitsvertrags zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform bedarf. Ist diese Schriftform nicht eingehalten, gilt der Arbeitsvertrag nach § 16 Teilzeit- und Befristungsgesetz als auf unbestimmte Zeit geschlossen. Fraglich war somit, ob die konkrete Form der elektronischen Signatur dem Schriftformerfordernis genügt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Arbeitsgericht entschied nun, dass eine qualifizierte elektronische Signatur im Sinne des § 126 a Bürgerliches Gesetzbuch wirksam eine Befristung begründen könne. Allerdings setze eine solche qualifizierte elektronische Signatur wegen der zugrundeliegenden europäischen Verordnung ein von der Bundesnetzagentur zertifiziertes System voraus. Ein derartiges zertifiziertes System sei im konkreten Fall allerdings gerade nicht verwendet worden. Im Ergebnis handele es sich deshalb um eine unwirksame Befristung. Das Arbeitsgericht stellte somit den Fortbestand des Arbeitsverhältnisses auf unbestimmte Zeit fest.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	Fazit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin sollte als Weckruf für Arbeitgeber verstanden werden, die jeweilige Handhabung der Unterzeichnung von Dokumenten, insbesondere von Verträgen auf den Prüfstand zu stellen. Eine leichtfertig und aus Bequemlichkeit herbeigeführte Unwirksamkeit einer Befristung birgt potenziell ein großes wirtschaftliches Risiko. Es empfiehlt sich daher umso mehr die im Unternehmen gängige Praxis zu analysieren und auf die Einhaltung der konkreten gesetzlichen Vorgaben hinzuwirken. Das Arbeitsgericht hat die Berufung zum Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg zugelassen. Insofern ist die Entwicklung der Rechtsprechung zur Befristungsabrede weiterhin genau zu beobachten. Dies gilt ebenso für die noch bis Februar 2022 ausstehenden Entscheidungen hinsichtlich der Befristungsabreden bei Gorillas. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 27 Oct 2021 09:52:09 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: Inhalt der Massenentlassungsanzeige – Keine Unterscheidung mehr zwischen Soll- und Muss-Angaben?</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-inhalt-der-massenentlassungsanzeige-keine-unterscheidung-mehr-zwischen-soll-und-muss-angaben</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Rechtsprechung: 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Inhalt der Massenentlassungsanzeige – 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Keine Unterscheidung mehr zwischen Soll- und Muss-Angaben?
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der Folge von Restrukturierungen und insbesondere im Rahmen von Betriebs(teil)schließungen kann es vorkommen, dass im Verhältnis zum betroffenen Betrieb eine so große Anzahl von Mitarbeitern entweder im Wege eines Aufhebungsvertrages das Unternehmen verlässt oder auch ordentlich gekündigt wird, dass der Arbeitgeber eine sog. Massenentlassungsanzeige im Sinne von § 17 Abs. 1 KSchG gegenüber der Agentur für Arbeit erstatten muss. Die im Zuge der Umstrukturierung bzw. Schließung erklärten Kündigungen sind in ihrer Wirksamkeit sodann auch von der ordnungsgemäß erstatteten Massenentlassungsanzeige abhängig. Das hessische Landesarbeitsgericht (LAG) hat nunmehr zu dem Inhalt dieser Anzeige in einem Urteil vom 25. Juni 2021 interessante Ausführungen gemacht, die insbesondere das Verständnis von „sollen“ und „müssen“ auf die Probe stellen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II.	Die Massenentlassungsanzeige
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Arbeitgeber hat die Massenentlassungsanzeige nach § 17 Abs. 1 KSchG gegenüber der Agentur für Arbeit dann zu erstatten, wenn die ordentliche Beendigung von Arbeitsverhältnissen innerhalb von 30 Tagen den, anhand der Betriebsgröße zu bestimmenden, Grenzwert überschreitet. Die zur Erstattung der Anzeige notwendigen Angaben erfordern sodann akribische Detailarbeit des Arbeitgebers. Hierbei ist – zumindest nach der Gesetzessystematik – zwischen den in § 17 Abs. 3 Satz 4 KSchG aufgelisteten Muss-Angaben und den in Abs. 3 Satz 5 beschriebenen Soll-Angaben zu unterscheiden. Während der Arbeitgeber also in jedem Falle über 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              die Gründe für die Entlassung,
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              die Zahl und die Berufsgruppen der zu entlassenden Arbeitnehmer, 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              die Zahl und die Berufsgruppen der in der Regel beschäftigten Arbeitnehmer, 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              den Zeitraum, in dem die Entlassungen vorgenommen werden sollen, 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              die vorgesehenen Kriterien für die Auswahl der zu entlassenen Arbeitnehmer sowie
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              die für die Berechnung etwaige Abfindung vorgesehenen Kriterien 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            konkrete Aussagen treffen muss, bestand bislang Einigkeit darüber, dass dies für die Soll-Angaben gerade nicht gilt. Unter diese Soll-Angaben gem. Abs. 3 Satz 5 fallen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;ul&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Geschlecht,
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Alter,
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Beruf und
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;li&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Staatsangehörigkeit
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;/ul&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            der zu entlassenden Mitarbeiter. Sofern also der Arbeitgeber bislang eine Massenentlassungsanzeige vornahm und sich lediglich auf Ausführungen hinsichtlich der in Abs. 3 Satz 4 genannten Angaben beschränkte, musste er sich bezüglich der Vollständigkeit und Wirksamkeit der Anzeige grundsätzlich keine besonderen Gedanken machen. Vielmehr war bereits mit Mitteilung der Muss-Angaben der Anzeigepflicht Genüge getan.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III.	Die Entscheidung des Hessischen LAG
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das hessische LAG hatte nun in seinem aktuellen Urteil über die Wirksamkeit einer Kündigung im Zusammenhang mit der Frage nach der ordnungsgemäßen und insbesondere vollständigen Erstattung einer Massenentlassungsanzeige zu entscheiden. Innerhalb von 30 Tagen hatte die Beklagte im Sommer 2019 insgesamt 17 der regelmäßig 21 Mitarbeiter unter Beachtung der jeweiligen Kündigungsfrist ordentlich gekündigt. Die Klägerin vertrat die Ansicht, dass die Kündigung aufgrund der Verletzung von § 17 KSchG unwirksam sei. Sie begründete dies unter anderem damit, dass die Massenentlassungsanzeige die Soll-Angaben des § 17 Abs. 3 Satz 5 KSchG zum Zeitpunkt der Kündigungserklärung nicht enthalten habe, obwohl diese Angaben der Beklagten bekannt gewesen seien. Mit dieser Ansicht obsiegte die Klägerin bereits erstinstanzlich bei dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main. Das hessische LAG folgte ebenfalls dieser Ansicht und wies die Berufung der Beklagten als unbegründet zurück.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das LAG führt aus, dass die Kündigung gemäß § 17 Absatz 1 KSchG in Verbindung mit § 134 BGB unwirksam sei, da vor dem Zugang der Kündigung keine wirksame Massenentlassungsanzeige erfolgt sei. Dies zeige insbesondere die europarechtskonforme Auslegung im Lichte der Richtlinie 89/59/EG des Rates vom 10. Juni 1998 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Massenentlassungen. Innerhalb der Richtlinie erfolge keine Unterscheidung zwischen Soll- oder Muss-Angaben, vielmehr seien Angaben entweder zweckdienlich für die Vermittlung der zu entlassenen Arbeitnehmer oder sie seien überflüssig. Zweckdienliche Angaben, die dem Arbeitgeber zum Zeitpunkt der Erstattung der Massenentlassungsanzeige vorliegen, seien für die Wirksamkeit der Anzeige – unabhängig von der Qualifizierung als Soll- oder Muss-Angabe – erforderlich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Um die potentiellen sozioökonomischen Auswirkungen von Massenentlassungen hinreichend zu berücksichtigen, fordere die Richtlinie gerade die Angabe aller zweckdienlichen Angaben zu den zur Entlassung anstehenden Mitarbeitern. Weiterhin führte das LAG aus, dass auch der Wortlaut des § 17 Abs. 3 Satz 5 KSchG – welcher explizit von „sollen“ spricht – dieser unionsrechtskonformen Auslegung gerade nicht entgegenstehe. Vielmehr sei die Formulierung „sollen“ dahingehend zu verstehen, dass nur dort eine Pflicht begründet werde, wo das geforderte Verhalten dem Adressaten möglich sei, die Pflicht in diesem Fall aber uneingeschränkt bestehe. Dies zugrunde gelegt, müsse der Arbeitgeber auch alle Soll-Angaben, die er zu diesem Zeitpunkt kenne oder herausfinden könne, vor Zugang der Kündigungserklärung in der Massenentlassungsanzeige bei der Agentur für Arbeit angeben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV.	Fazit
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Entscheidung des hessischen LAG vermag zu überraschen, da auch die Formulare der Bundesagentur für Arbeit hinsichtlich der Möglichkeit, die Soll-Angaben nach erklärter Kündigung nachzureichen, keinerlei Anlass für Bedenken gegeben hatten. Vielmehr entspricht es der gängigen Praxis, dass die Agentur für Arbeit auch dann die Vollständigkeit der Massenentlassungsanzeige bestätigt, wenn lediglich die Muss-Angaben vorliegen. Dass das LAG trotz der Bestätigung durch die Agentur für Arbeit von einer unvollständigen Massenentlassungsanzeige und damit von einer unwirksamen Kündigung ausgeht, schafft für Arbeitgeber eine potentielle Rechtsunsicherheit von enormen Ausmaß. So stellt sich zukünftig zwangsläufig die Frage, welche Nachforschungspflichten den Arbeitgeber hinsichtlich der Soll-Angaben aktuell treffen und mit welchem Aufwand er diese zu betreiben hat. Die Revision zum Bundesarbeitsgericht ist für das beklagte Unternehmen noch möglich. Insofern ist das letzte Wort in dieser Sache möglicherweise noch nicht gesprochen. Eine fundierte arbeitsrechtliche Vorbereitung von Restrukturierungsmaßnahmen ist auch vor dem Hintergrund dieser Entscheidung jedenfalls deutlich angezeigt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 21 Oct 2021 09:28:47 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Klassiker der Personalarbeit: Die Urlaubsberechnung bei unregelmäßiger Arbeitszeit</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Klassiker der Personalarbeit: 
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Die Urlaubsberechnung bei unregelmäßiger Arbeitszeit
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Die Berechnung von Urlaubsansprüchen führt in der täglichen Praxis der Personaler in regelmäßiger Wiederkehr zu Unsicherheiten in der Anwendung und zu Nachfragen durch die Belegschaft. Insbesondere die Berechnung von Urlaubsansprüchen bei unregelmäßig verteilten Arbeitstagen von geringfügig Beschäftigten kann dabei Kopfzerbrechen bereiten. Im Folgenden sind die Grundzüge der Urlaubsberechnung für den besonderen Fall eines Mitarbeiters dargestellt, der zwar eine feste Stundenzahl pro Arbeitstag schuldet, diese aber in variierender Anzahl von Tagen im Monat erbringt.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Unterscheidung von Urlaubsanspruch und Urlaubsgeld
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst soll noch einmal ein Grundsatz verdeutlicht werden, der immer wieder gerne vergessen wird. (Zumindest von der gesetzlichen Systematik her) ist der Urlaubsanspruch keinesfalls mit dessen monetären Gegenwert gleichzusetzen. Der Urlaubsanspruch berechnet sich nach dem Bundesurlaubsgesetz auf Grundlage der Anzahl der Tage, an denen der Arbeitnehmer zur Arbeit verpflichtet ist. Ob für diese Tage später der Gegenwert von drei oder acht Arbeitsstunden abgerechnet wird, hängt von der geschuldeten Arbeitsleistung ab und lässt sich gerade nicht unmittelbar durch den Urlaubsanspruch bestimmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	Die Rechenmethode 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Berechnung des Urlaubsanspruchs nach dem Bundesurlaubsgesetz bei unregelmäßiger Arbeitszeit erfolgt im Wege einer Betrachtung des konkreten Referenzzeitraums. Dazu ist der Zeitraum in die Rechnung einzubeziehen, der für die Urlaubsberechnung bei unregelmäßiger Arbeitszeit relevant sein soll. Das kann das gesamte Kalenderjahr betreffen oder aber auch nur einige Monate, in denen der Arbeitnehmer die Arbeitsleistung ausnahmsweise unregelmäßig erbracht hat. Das nachstehende Rechenbeispiel geht dabei von einem Referenzzeitraum von einem Jahr aus. Der Arbeitnehmer hat also das gesamte Jahr über die geschuldete Arbeitsleistung an unterschiedlichen Tagen erbracht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst ist die geschuldete Urlaubsdauer zu bestimmen. Dies erfolgt auf Grundlage des jeweiligen Arbeits- oder Tarifvertrages. Denkbar ist auch, dass keine Regelung über den Urlaubsanspruch getroffen wurde oder der Arbeitsvertrag auf die gesetzliche Regelung verweist. Dann richtet sich der Anspruch des Arbeitnehmers im Grundsatz nach der gesetzlichen Regelung und beträgt bei einer Fünf-Tage-Woche 20 Tage Jahresurlaub.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sodann ist der so festgestellte Jahresurlaubsanspruch durch die Jahreswerktage zu teilen. Diese betragen bei einer 5-Tage-Woche 260 Werktage und bei einer 6-Tage-Woche 312 Werktage. Das Ergebnis ist dann mit der Anzahl der Tage zu multiplizieren, an denen der Mitarbeiter in dem konkreten Referenzzeitraum zur Arbeit verpflichtet war. Bei einer 5-Tage-Woche, einem vertraglichen Urlaubsanspruch von 25 Werktagen und 150 geleisteten Arbeitstagen in dem betroffenen Jahr ergäbe sich daher folgende beispielhafte Rechnung:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           25 / 260 * 150 = 14,42 Tage Jahresurlaub
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	Das Problem der Rückschau und Lösungsansätze
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man erkennt an dieser Art der Ermittlung des Urlaubsanspruchs recht schnell, dass sie gerade nicht für die Berechnung eines noch bevorstehenden Zeitraums, sondern vielmehr zur nachträglichen Überprüfung der ordnungsgemäßen Gewährung taugt. Eine solche Rückschau ist in der täglichen Arbeit natürlich wenig hilfreich. Dennoch kann mithilfe der vorgenannten Rechnung auch das anstehende Urlaubsjahr bereits prognostiziert werden. In jedem Fall sollte bei einer solchen Konstellation der unregelmäßigen Erbringung der Arbeitsleistung eine gründliche Nachberechnung zum Ende des Bezugszeitraums erfolgen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese sollte dann allerdings auch den monetären Gegenwert eines Urlaubstages fest im Blick behalten. Spätestens dann, wenn es um die Auszahlung des Gegenwertes eines Urlaubstages geht, wird deutlich, wie entscheidend eine sorgfältige Gestaltung der Arbeitsverträge ist. Wenden Sie sich hinsichtlich der fachgerechten Arbeitsvertragsgestaltung sowie allen Fragestellungen im Bereich der Payroll gerne jederzeit an uns.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 14 Oct 2021 08:28:50 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/klassiker-der-personalarbeit-die-urlaubsberechnung-bei-unregelmaessiger-arbeitszeit</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: Rückforderung von Großmutters Geschenken – der Sozialregress</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-rechtsprechung-rueckforderung-von-grossmutters-geschenken-der-sozialregress</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Aktuelle Rechtsprechung: 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Rückforderung von Großmutters Geschenken – der Sozialregress
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I.	Die Rückforderung durch die Sozialämter
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Seit Januar 2020 können Angehörige nur dann zum Elternunterhalt herangezogen werden, wenn zumindest ein Kind die Jahreseinkommensgrenze von 100.000 Euro brutto überschreitet. Für Angehörige, deren Einkommen unterhalb dieser Grenze liegt, kann es auch weiterhin zu unangenehmen Situationen im Zusammenhang mit der Finanzierung der Pflege- und Unterbringungskosten kommen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sobald Pflegebedürftige die Kosten für Pflege und Unterbringung nicht mehr selbst aufbringen können, kommt sodann der Sozialhilfeträger für diese Kosten auf. Im Rahmen der Anspruchsprüfung wird dabei naturgemäß die finanzielle Situation der Anspruchsteller im Detail untersucht und etwaigen Vermögenswerten nachgegangen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei dieser Prüfung der Sozialämter kann es dann zu empfindlichen Rückforderungen von Schenkungen aus den letzten 10 Jahren kommen. Diesen sog. Sozialhilferegress aus § 528 BGB i.V.m. § 93 SGB XII macht sodann der Träger der Sozialhilfe aus übergeleitetem Recht gegen die Begünstigten – in den folgenden Urteilen gegen die Enkel – geltend. Nicht selten folgt daraus eine gerichtliche Auseinandersetzung vor den Zivilgerichten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              II.	Ausschluss der Rückforderung
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Rückforderung einer Schenkung gem. § 528 BGB ist unter anderem jedoch dann ausgeschlossen, wenn eine sog. Pflicht- oder Anstandsschenkung vorliegt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dabei wird zwischen einer Pflichtschenkung – die geradezu sittlich geboten sein muss, eine sittliche Pflicht darstellt und alles andere als sittlich anstößig wahrgenommen werden würde – und einer Anstandsschenkung – die das Ansehen des Schenkenden beim Ausbleiben derselben in den jeweiligen konkreten sozialen Kreisen herabwürdigen würde – unterschieden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Beschenkte genießt bei solchen Schenkungen aufgrund der moralischen Verpflichtung des Schenkenden einen erhöhten Bestandsschutz und soll nicht zur Rückzahlung aufgefordert werden können. Insofern könnte auch das Sozialamt eine solche Schenkung aus dem übergeleiteten Recht gerade nicht zurückfordern.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III.	Taschengeld vs. Sparkonto
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gerade das Vorliegen einer Anstandsschenkung ist vor den Gerichten in der Situation von mit Geldgeschenken bedachten Angehörigen regelmäßig der Hauptstreitpunkt, denn für das Vorliegen kommt es auf die Umstände des Einzelfalles sowie die örtlichen und sozialen Verkehrssitten an. Zwar haben sich vereinzelt Fallgruppen herausgebildet und können damit beispielsweise bei Gelegenheitsgeschenken oder angemessenen Geburtstags-, Weihnachts-, Hochzeitsgeschenken und ähnlichen Anlässen herangezogen werden. Jedoch ist gerade bei regelmäßigen Zuwendungen eine einheitliche Linie der Rechtsprechung nicht abzusehen. Dies zeigen die beiden nachfolgend skizzierten Fälle des Landgerichts (LG) Aachen (Urteil vom 14.02.2017 – Az. 3 S 127/16) sowie des Oberlandesgerichts (OLG) Celle (Urteil vom 13.02.2020 – Az. 6 U 76/19).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das LG Aachen bezeichnete die monatliche Taschengeldzahlung eines Großvaters in Höhe von 50 Euro an dessen Enkelin als „heute üblich“ und ging von einem Ansehensverlust im sozialen Umfeld des Schenkers bei Ausbleiben einer solchen Zahlung aus. Diese monatlichen Zuwendungen seien somit bei Verarmung des Schenkers gegenüber dem Sozialhilfeträger regressfest, sprich diese können nicht zurückgefordert werden. Dass die Beschenkte das Geld ansparte, spreche nicht gegen eine Taschengeldzahlung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anders wertete dagegen das OLG Celle den Fall, dass eine Großmutter an ihre beiden Enkel langjährige Zahlungen in Höhe von 50 Euro monatlich auf jeweils ein Bonussparkonto tätigte. Hier sei unter anderem auch entscheidend, dass der jährliche Wert der Zuwendungen in Anbetracht der finanziellen Situation der Großmutter ein Gelegenheitsgeschenk nach Ansicht des OLG ausschließe. Weiterhin handele es sich gerade nicht um ein Taschengeld, da das Sparkonto auf eine Laufzeit von 25 Jahren ausgelegt sei. Außerdem spreche die Erstzahlung dieser Zuwendungen bereits im Kleinkindalter der Begünstigten gegen die Wertung als Taschengeld.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV.	Fazit
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei den Entscheidungen handelt es sich auf den ersten Blick um sehr vergleichbare Fälle von regelmäßigen Zuwendungen an Enkelkinder. In beiden Fällen konnten Schenker und Schenkerin die Kosten der eigenen Pflege nicht mehr tragen. Wenn dann der Sozialhilfeträger für die Pflege- und Unterbringungskosten einspringt, kann es – auch nach Wegfall des Elternunterhalts in früherem Umfang – für die Angehörigen unangenehm und unverständlich werden. Eine klare Linie, wann Zuwendungen der Großeltern an die Enkel nicht mehr vom Sozialhilfeträger zurückgefordert werden können, ist vorliegend allerdings nicht abzusehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das OLG Celle bezieht sich auch explizit auf das Urteil des LG Aachen und lässt so deutlich erkennen, dass man sich in der Bewertung solcher Zahlungen von Großeltern an die Enkel eben nicht auf Einzelentscheidungen verlassen kann und eine Zuordnung als Taschengeld bei monatlichen Zahlungen keinesfalls immer die sichere „argumentative Rettung“ darstellen wird.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 07 Oct 2021 09:25:33 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Persönliche Außenhaftung von Kommanditisten bei doppelstöckigen Kommanditgesellschaften für die Untergesellschaft – Rechts-Tipp Nr. 227</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/persoenliche-aussenhaftung-von-kommanditisten-bei-doppelstoeckigen-kommanditgesellschaften-fuer-die-untergesellschaft-rechts-tipp-nr-227</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Persönliche Außenhaftung von Kommanditisten bei doppelstöckigen Kommanditgesellschaften für die Untergesellschaft
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
             I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Einer der wesentlichen Beweggründe eine GmbH &amp;amp; Co. KG zu gründen, ist das Konzept der Haftungsbeschränkung durch die Kombination der haftungsbeschränkten Kapitalgesellschaft mit einer Personengesellschaft. Die Rechtsform der Kommanditgesellschaft gewährleistet, dass sich die Haftung der Kommanditisten beschränken lässt, während die Komplementärin zwingend persönlich haftet. Wählt man als Komplementärin jedoch eine ihrerseits haftungsbeschränkte GmbH, so ergibt sich ein Konzept der umfassenden Haftungsbeschränkung. Davon ausgenommen ist nur die Komplementär-GmbH die zwingend persönlich haftet. Das stellt in der Praxis jedoch regelmäßig kein Problem dar, da diese Komplementär-GmbH nicht mit relevantem Kapital ausgestattet wird. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Haftungsdurchgriff auf Kommanditisten ist grundsätzlich ausgeschlossen. Soweit der Kommanditist seine Einlage geleistet hat, kann er nicht in Anspruch genommen werden. Das ändert sich allerdings dann, wenn und soweit der Kommanditist seine Einlage (teilweise) zurückerhält.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit diesem Beitrag möchten wir auf das Risiko eines Durchgriffs von Gläubigern auf Kommanditisten bei mehrstöckigen Kommanditgesellschaften hinweisen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. BGH Urteil vom 03.08.2021
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1. Haftung in der Kette
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit jüngster Rechtsprechung hat der Bundesgerichtshof einen solchen Haftungsdurchgriff angenommen. Der BGH entschied, dass ein Kommanditist einer Obergesellschaft in einer besonderen Konstellation direkt gegenüber den Gläubigern der Untergesellschaft haften kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dem entschiedenen Fall war der Beklagte natürliche Person und Kommanditist („
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kommanditist
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           “) einer UG (haftungsbeschränkt) &amp;amp; Co. KG („
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Obergesellschaft
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           “) welche wiederum Kommanditistin von weiteren Kommanditgesellschaften („
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Untergesellschaften
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           “) war. Kläger war der Insolvenzverwalter der Untergesellschaften. Die Obergesellschaft erhielt zu Unrecht Gewinnausschüttungen von der Untergesellschaft, die nicht durch Gewinne gedeckt waren und der Beklagte erhielt - in einem zweiten Schritt - zu Unrecht Gewinnausschüttungen von der Obergesellschaft, die nicht durch Gewinne der Obergesellschaft gedeckt waren. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Folgezeit meldete die Untergesellschaft Insolvenz an. In der Insolvenz verurteilte der BGH den Kommanditisten zur Rückzahlung der von der Obergesellschaft zu Unrecht erhaltenen Summen an den Insolvenzverwalter der Untergesellschaften.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die besondere Konstellation des Falles liegt darin, dass der Beklagte kein unmittelbarer Gesellschafter der Untergesellschaften war, die Außenhaftung mithin „durch die Beteiligungskette“ greift. Nur die Obergesellschaft erhielt unmittelbar Gewinnausschüttungen von der Untergesellschaft. Der BGH urteilte jedoch, dass der Kommanditist einer Kommanditgesellschaft, die als Obergesellschaft an einer anderen Kommanditgesellschaft als Untergesellschaft beteiligt ist, auch direkt gegenüber den Gläubigern der Untergesellschaft haftet. Diese Haftung wird in der Insolvenz der Untergesellschaft von deren Insolvenzverwalter geltend gemacht, solange nicht über das Vermögen der Obergesellschaft ihrerseits das Insolvenzverfahren eröffnet wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese durchgreifende Außenhaftung basiert auf folgendem Gedankengang: Dadurch, dass die Obergesellschaft eine Rückgewähr der Kommanditeinlage erhalten hatte, haftete die Obergesellschaft im Wege der Außenhaftung, auch gegenüber der Untergesellschaft. Die Untergesellschaft wurde durch die rechtswidrige Rückgewähr der Kommanditeinlage (im unteren Rechtsverhältnis) zur Gläubigerin der Obergesellschaft. Der Kommanditist wiederum haftet im Gesellschafterverhältnis gegenüber den Gläubigern der Obergesellschaft aufgrund einer weiteren Rückgewährung der Kommanditeinlage auch in diesem oberen Gesellschafterverhältnis. Da auch die Untergesellschaft Gläubigerin der Obergesellschaft ist, haftet der Kommanditist mithin direkt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BGH führte wie folgt aus: „
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Eine solche Verbindlichkeit, für die der Kommanditist der Obergesellschaft haftet, ist auch die Außenhaftung der Obergesellschaft gegenüber den Gläubigern der Untergesellschaft. Dementsprechend können außerhalb der Insolvenz die Gläubiger der Untergesellschaft unmittelbar auf die Kommanditisten der Obergesellschaft zugreifen, soweit die Voraussetzungen ihrer Haftung im Übrigen vorliegen
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           .“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da der BGH den Kommanditisten der Obergesellschaft zur Zahlung verurteilte, bejaht er damit eine Durchgriffshaftung auf Gesellschafter im mehrstöckigen Konzern von Personengesellschaften. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einhellige und geltende Rechtslage ist, dass ein (direkter) Kommanditist solche Summen zurückzahlen muss, die er von der Gesellschaft erhält, wenn sie unter dem Gesichtspunkt der teilweisen Rückgewähr der geleisteten Kommanditeinlage zu Unrecht ausgezahlt wurden. Eine solche Rückzahlung begründet eine Außenhaftung des Kommanditisten. Der Kommanditist haftet mithin direkt gegenüber den Gläubigern seiner Gesellschaft. Dies gilt grundsätzlich für alle Forderungen, unabhängig von Höhe und Art und es gilt außerdem gegenüber sämtlichen Gläubigern. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Tatsache, dass die Obergesellschaft die Rückzahlung zulasten der Untergesellschaft erhalten hat, bedeutet daher nicht, dass allein die Untergesellschaft einen Anspruch auf Rückzahlung (oder Wiedereinlage) der Kommanditeinlage hätte. Vielmehr begründet eine solche Rückzahlung der Kommanditeinlage eine Außenhaftung des Kommanditisten gegenüber sämtlichen Gläubigern. Daher haftet der Kommanditist der Obergesellschaft gegenüber sämtlichen Gläubigern der Untergesellschaft. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2. Haftung nur bei Rückzahlung der Kommanditeinlage auf allen Ebenen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Urteil des BGH dürfte aber so zu verstehen sein, dass für eine solche Außenhaftung in der Beteiligungskette ein grundsätzlicher Anspruch zwischen der Obergesellschaft und dem Kommanditisten und mithin auch in diesem oberen Verhältnis eine Außenhaftung bestehen muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf Basis dieser komplexen Rechtsverhältnisse dürfte der BGH die Durchgriffshaftung mithin an zwei Voraussetzungen knüpfen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1. Es ist eine Rückgewähr der Kommanditeinlage der Untergesellschaft an die Obergesellschaft erfolgt, welche zu einer Außenhaftung der Obergesellschaft führt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           und
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2. es ist außerdem eine Rückgewähr der Kommanditeinlage der Obergesellschaft an ihren Kommanditisten erfolgt, welche zu einer Außenhaftung des Kommanditisten führt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur wenn mithin Rückzahlungen der Kommanditeinlage auf beiden Ebenen erfolgt sind, kann es zur Außenhaftung des Kommanditisten im Verhältnis zu Untergesellschaften kommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Führt man den Gedankengang der Rechtsprechung zur Außenhaftung fort, wäre wohl damit zu rechnen, dass eine Außenhaftung von Kommanditisten auch in längeren Beteiligungsketten begründet sein könnte, aber wohl nur wenn „
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            die Voraussetzungen ihrer Haftung im Übrigen vorliegen
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           “.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus dem vorstehenden letzten Halbsatz der Rechtsprechung dürfte folgendes zu schließen sein: Sofern sich umgekehrt die jeweilige Gewinnausschüttung im Verhältnis zwischen dem Kommanditisten und der Obergesellschaft als rechtmäßig darstellen würde, dürfte der Kommanditist keinen Grund haben, die erhaltene Summe zurückzuzahlen. Die Rechtswidrigkeit einer Zahlung der Untergesellschaft an die Obergesellschaft dürfte von diesem Rechtsverhältnis zwischen Obergesellschaft und Kommanditisten losgelöst sein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur so wird die gesetzlich zwingende Haftungsbeschränkung des Kommanditisten bei vollständiger Leistung der Einlage nicht aufgeweicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BGH nimmt mithin nicht in jedem Fall an, dass eine Rückgewähr der geleisteten Kommanditeinlage im unteren Verhältnis auf jegliche Auszahlung im oberen Verhältnis durchschlägt, wenn kein Anspruch im Verhältnis der Obergesellschaft zu ihrem Kommanditisten besteht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insbesondere stellt sich bei einem solchen Sachverhalt die Frage nach der Rechtslage, wenn sich eine Auszahlung im Gesellschafterverhältnis der Untergesellschaft als Rückgewähr der Kommanditeinlage dar-stellt, im Gesellschafterverhältnis der Obergesellschaft Auszahlungen jedoch nur in einer Höhe vorgenommen werden, dass sie im oberen Verhältnis rechtlich nicht zu beanstanden sind. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Daran knüpft sich die Folgefrage, ob und inwieweit eine Ausschüttung der Obergesellschaft an ihren Kommanditisten noch als rechtmäßig angesehen werden kann, wenn die Obergesellschaft eine Rückgewähr ihrer Einlage von der Untergesellschaft erhalten hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Reicht die Obergesellschaft also den Teil der durch Rückgewähr der Einlage erhaltenen „Gewinne“ nicht an ihren Kommanditisten weiter, sondern nur die auf der oberen Ebene erwirtschafteten Gewinne, so dürfte zulasten des Kommanditisten wohl keine Außenhaftung entstehen. Kurz gesagt: Zulasten des Kommanditisten dürfte eine Außenhaftung nur begründet werden, wenn er Gelder erhält, an denen sich die Rechtswidrigkeit der Auszahlung im unteren Verhältnis fortsetzt. Nicht klar ist dabei, ob und inwieweit die Rückgewähr im Unterverhältnis Ausschüttungen im Oberverhältnis „infizieren“ kann. Diese Fallkonstellationen wurden nicht ausdrücklich mitentschieden; aus dem Urteil dürften daher keine eindeutigen Rückschlüsse für andere Konstellationen zu ziehen sein. Dies zeigt, dass es zu komplexen Rechtsverhältnissen kommen kann, die wohl nur anhand des konkreten Einzelfalls beurteilt werden können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kommanditisten im mehrstöckigen Personengesellschaftskonzern dürften von einer Außenhaftung wohl verschont bleiben, wenn sie im Verhältnis zu ihrer Gesellschaft (der Obergesellschaft) keine Gelder annehmen, die sich als Rückgewähr der Kommanditeinlage im oberen Verhältnis darstellen. Um beurteilen zu können, ob sich an einer Gewinnausschüttung der Obergesellschaft eine rechtswidrige Rückgewähr einer Kommanditeinlage durch die Untergesellschaft fortsetzt, müssen Kommanditisten auf Basis der Rechtsprechung des BGH aber wohl auch die Rechtsverhältnisse im Hinblick auf die Kommanditein
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           lage der Untergesellschaft prüfen. Des Weiteren kann auch die Abgrenzung weitere zu beurteilende Rechtsfragen aufwerfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten Sie Fragen im Hinblick auf Auszahlungen im mehrstöckigen Konzern haben, unterstützen wir Sie gerne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 01 Oct 2021 09:59:33 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Steuerpotentiale bei Veräußerungsgeschäften – Steuer-Tipp Nr. 341</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Steuerpotentiale bei Veräußerungsgeschäften: 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Anhängige Verfahren zur Steuerfreiheit von Veräußerungsgewinnen aus dem Verkauf von Immobilien
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I. Einleitung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Zeiten des Niedrigzinsumfelds stecken immer mehr Bürger ihr Erspartes in Immobilien, das sogenannte Betongold. Hier können nicht nur durch Mietzahlungen Renditen erwirtschaftet werden, sondern auch durch Veräußerungen, wenn die Immobilie nach der Anschaffung an Wert hinzugewonnen hat. Auch nutzen in den vergangenen Jahren immer mehr Steuerpflichtige die Möglichkeit, über Internetportale ihre Wohnungen gelegentlich, etwa zu bestimmten Großevents oder an Messetagen, an Gäste zu vermieten. Für den Fall der Veräußerung einer Immobilie hat der Gesetzgeber unter bestimmten Voraussetzungen eine Steuerbefreiung für Veräußerungsgewinne vorgesehen, sodass sich Kauf und Verkauf von „Betongold“ auch in steuerlicher Hinsicht lohnen können. Hierfür muss aber für jede einzelne Immobilie geprüft werden, ob die Voraussetzungen für die Steuerfreiheit auch wirklich bestehen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG ist der Veräußerungsgewinn von Immobilien dann steuerfrei, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung mehr als zehn Jahre liegen. Hier ist für den Immobilieninvestor daher Ausdauer gefragt. Anders verhält es sich aber bei solchen Immobilien, die vom Verkäufer zwischen Anschaffung bzw. Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden: Hier gilt keine Zehn-Jahres-Frist, d.h. unter diesen genannten Voraussetzungen wird die Steuerfreiheit gewährt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die Zehn-Jahres-Frist werfen die genaue Definition des Anschaffungsbegriffs und der genaue Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Veräußerung regelmäßig Fragen auf. Auch können sich hier Schwierigkeiten bei der genauen Ermittlung der Anschaffungskosten ergeben, etwa bei der  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schenkung einer Immobilie unter Übernahme der dinglichen Lasten. Für eigens bewohnte Immobilien ist die Haltedauer hingegen nachrangig. Entscheidend ist hier regelmäßig die Frage, was „ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken“ genau bedeutet. Die Konkretisierung der beiden Voraussetzungen „ausschließlich“ und zu „eigenen Wohnzwecken“ sind derzeit Gegen-stand zweier Verfahren vor dem Bundesfinanzhof (BFH).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Eigene Wohnzwecke bei „Gartenhaus“?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einem dieser Verfahren geht es um die Frage, welche Anforderungen an die Wohnnutzung zu stellen sind. Streitig war und ist, ob ein Miteigentumsanteil an Kleingartenparzellen, die – laut Baugenehmigung – mit einem Gartenhäuschen bebaut worden waren, für das die Nutzung als Wohnstätte ausdrücklich untersagt worden ist, überhaupt für Wohnzwecke geeignet ist. Der Steuerpflichtige hatte die Immobilie in 2009 für € 60.000 erstanden und veräußerte diese nach fünf Jahren in 2014 für € 152.000. Da er vorträgt, er habe das Grundstück ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt, betrachtete er den Veräußerungserlös nach Abzug von Transaktionskosten in Höhe von € 82.000 nach Maßgabe des § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3 EStG als steuerfrei. Das Finanzamt sah dies anders und setzte auf den Gewinn Einkommensteuer in Höhe von über € 36.000 fest, da es schon an der Wohneignung der Immobilie fehle. Laut dem Steuerpflichtigen hingegen handele es sich um einen Bungalow von 60 qm Wohnfläche, der über sanitäre Anlagen verfüge, beheizbar und für Telefon und Strom vollständig erschlossen sei; entsprechend habe er diese Anlage zu Wohnzwecken nutzen können. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Finanzgericht München vertrat die Auffassung, dass der Veräußerungsgewinn der Einkommensteuer unterliege und nicht steuerbefreit sei, insbesondere, weil die damalige Baugenehmigung mit der Auflage versehen war, dass das Gebäude zum dauerhaften Aufenthalt von Personen nicht genutzt werden dürfe. Es fehle schon an der „rechtlichen Geeignetheit“ für die Wohnzwecknutzung. Gegen diese Entscheidung legte der Steuerpflichtige das Rechtsmittel der Revision ein. Eine Entscheidung des BFH sollte hier Klarheit schaffen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV. Ausschließliche Wohnzwecke bei gelegentlicher Vermietung?
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dem anderen Verfahren geht es um die Anforderungen an die „Ausschließlichkeit“ der Wohnnutzung. Der Steuerpflichtige hatte vor Ablauf der Zehn-Jahres-Frist seine von ihm selbst bewohnte Immobilie mit Gewinn veräußert. Da sich die Wohnung in einer Messestadt befand, vermietete der Steuerpflichtige wiederkehrend  einzelne Räume seiner Wohnung an einzelnen Tagen an Messebesucher. Der Umfang der Vermietung beschränkte sich da-bei auf maximal 25 Vermietungstage pro Jahr. Das Finanzamt betrachtete den Veräußerungserlös als einkommensteuerpflichtig und versagte eine etwaige Befreiung für ausschließlich zu eigenen Wohn-zwecken genutzte Immobilien, da diese wegen der Vermietung gerade nicht ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt worden sei. Die – wenn auch nur im geringen Umfang erfolgte – Vermietung stehe der Ausschließlichkeit und somit der Steuerbefreiung entgegen.   
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dem widersprach das Finanzgericht Niedersachsen und stützte die Auffassung des Steuerpflichtigen. Die Steuerbefreiung des Veräußerungserlöses könne aufgrund der Geringfügigkeit der Vermietungstätigkeit nicht vollumfänglich versagt werden. Die Finanzverwaltung legte diese Entscheidung dem BFH zur Revision vor: Die Entscheidung steht noch aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           V. Unser Tipp: Ein genauer Blick lohnt sich
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die anstehenden BFH-Urteile werden das weite Feld der Steuerfreiheit für Veräußerungsgewinne wieder etwas mehr konkretisieren. Diesmal wird darüber entschieden werden, was „ausschließlich“ und „zu eigenen Wohnzwecken“ genau bedeuten. Je mehr Rechtsprechung in diesem Bereich besteht, desto mehr Rechtssicherheit herrscht und umso weniger lauern dem Veräußerer „böse Überraschungen“ auf. Wegen der rasanten Preisentwicklung am Immobilienmarkt kann es zu hohen Veräußerungsgewinnen kommen. Sind diese wider Erwarten doch steuerpflichtig, ist dies nicht nur ärgerlich, sondern unter Umständen auch sehr teuer. Sollten Sie für Ihr Veräußerungsvorhaben Beratung brauchen, helfen wir Ihnen gerne.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 01 Oct 2021 09:59:31 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/steuerpotentiale-bei-veraeusserungsgeschaeften-steuer-tipp-nr-341</guid>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Umstellung des Transparenzregisters von einem Auffangregister auf ein Vollregister – neue Handlungspflichten – Special Nr. 348</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/umstellung-des-transparenzregisters-von-einem-auffangregister-auf-ein-vollregister-neue-handlungspflichten-special-nr-348</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Umstellung des Transparenzregisters von einem Auffangregister auf ein Vollregister – neue Handlungspflichten
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
             I. Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Themen Geldwäsche und Transparenzregister sind seit langem ein sich nachhaltig ausweitendes Thema des Schreckgespenstes "Compliance". Seit dem Jahr 2017 ist das Transparenzregister nicht nur geltendes Recht, sondern auch ein praktisch geführtes Register, welches Korrespondenz, Kosten und viele Fragen auslöst. Dem Transparenzregister kann sich heute – erst recht nicht nach der hier besprochenen Reform – niemand mehr entziehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer das Transparenzregister immer noch ignoriert, bekommt mittlerweile kurzfristig unerfreuliche Post vom Bundesverwaltungsamt ("BVA"), der Behörde, die die Eintragungen in das Transparenzregister nach dem Geldwäschegesetz ("GwG") zu überwachen hat, in Form eines Anhörungsbogens für ein Bußgeldverfahren. Unanfechtbare Bußgeldentscheidungen über
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            mindestens
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           200,00 Euro werden im Internet auf der Website des BVA veröffentlicht, grundsätzlich unter Nennung der Namen der Sünder. In unserem Special Nr. 319 aus dem Jahr 2019 haben wir Grundlagen und Handlungspflichten dargestellt. In unserem Special Nr. 345 (➔ zum Thema Vergleich Handelsregister, Transparenzregister und neues Unternehmensbasisregister) hatten wir verkündet, dass bei Redaktionsschluss die bis dahin veröffentlichte Liste der Registersünder Stand Mitte Mai 2021 bei Nummer 314 stand. Bis zu diesem Special für Oktober 2021 wurde die Liste fortgeführt bis Nummer 429. Mittlerweile hat es weitere 115 unanfechtbare Bußgeldentscheidungen gegeben. Da es außerdem durch das am 1. August 2021 in Kraft getretene neue Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz (TraFinG) eine praktisch sehr weitreichende Gesetzesänderung gegeben hat, greifen wir das Thema erneut auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab sofort sei
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            jedem Unternehmer oder Teilhaber an einer Personenvereinigung jeglicher Art
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           (mit kaum nennenswerten Ausnahmen) die Lektüre und Umsetzung der Information dieses Specials dringend ans Herz gelegt. Nicht erfasst werden lediglich Einzelunternehmer sowie nicht in einem öffentlichen Register eingetragene Personengesellschaften, insbesondere also die GbR. Wer nicht früher oder später den Namen seines Unternehmens auf der zuvor genannten Liste des BVA im Internet wiederfinden und damit ein empfindliches Bußgeld vermeiden möchte, sollte die neuen Pflichten tunlichst beachten und die geforderte Meldung an das Transparenzregister veranlassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Praxis ist bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen schnell mit fünfstelligen Bußgeldern zu rechnen. In dem Zusammengang gibt es ein treffendes Sprichwort: "Wer Compliance teuer findet, kann es ja mal mit Non-Compliance versuchen."
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            (If you think compliance is expensive, try non-compliance).
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Bisherige zentrale Grundlagen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der bisherige Pflichtenstand zum Transparenzregister ist zusammenfassend folgender: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Jede Personenvereinigung und Gesellschaft muss aktiv eine Eintragung ihrer sogenannten "
            &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wirtschaftlich Berechtigten
             &#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              " im Transparenzregister veranlassen.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wirtschaftlich Berechtigte im Sinne des GwG können immer nur
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            natürliche 
            &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Personen sein. Als wirtschaftlich Berechtigter qualifiziert sich, wem entweder ein erheblicher Teil des Kapitals (mehr als
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              25%) oder die Kontrolle über die entsprechende Personenvereinigung (mehr als 25 % Stimmrechte) zuzurechnen sind. 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ausnahmen von der aktiven Meldepflicht galten nach § 20 Absatz 2 GwG a.F. jedoch dann, wenn und soweit sich die relevanten Angaben zum wirtschaftlich Berechtigten bereits aus den Dokumenten und Eintragungen ergaben, die elektronisch in einem öffentlichen Register abrufbar sind, insbesondere aus dem Handelsregister, dem Partnerschaftsregister, dem Genossenschaftsregister, dem Vereinsregister oder dem Unternehmensregister.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Eine praktische Auswirkung dieser Regelung war, dass etwa für Gesellschafter einer GmbH deren Meldepflicht zum Transparenzregister in der Regel dadurch als erfüllt galt, dass für die betreffende GmbH eine aktuelle Gesellschafterliste elektronisch beim Handelsregister hinterlegt ist. Das galt jedoch nur, sofern aus dieser Liste die natürlichen Personen als wirtschaftlich Berechtigte zu erkennen waren. Allerdings konnte sich die relevanten Angaben zum wirtschaftlich Berechtigten auch aus einer Zusammenschau aus mehreren Registern bzw. bei diesen hinterlegten Dokumenten ergeben. Gerade in mehrstöckigen GmbH-Konzern wurde eine Meldepflicht an das Transparenzregister dann als erfüllt angesehen, wenn sich aus einer Zusammenschau sämtlicher im Handelsregister digital abrufbar zur Verfügung stehender Gesellschafterlisten ergab, wer die wirtschaftlich berechtigten Personen waren. In dem Beispiel eines fünfstöckigen GmbH-Konzerns genügte es also für die Meldepflicht der untersten Gesellschaft, dass die Gesellschafterliste der obersten Gesellschaft alle relevanten natürlichen Personen nannte, wenn alle Gesellschafterlisten der zwischengeschalteten GmbHs ebenfalls digital eingereicht waren. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             III. Die zentrale Änderung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              1. Ursprünglich Auffangregister – jetzt Vollregister
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Regelung von § 20 Absatz 2 GwG a.F. wurde durch das TraFinG ersatzlos gestrichen! Die Fiktion, dass die Meldung an das Transparenzregister durch einen Rückgriff auf andere (elektronische) Register als erfüllt galt, gibt es daher nicht mehr. 
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Jeder 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Unternehmer und Teilhaber einer Personenvereinigung, teilweise auch deren gesetzlicher Vertreter, muss nun, ohne die Möglichkeit sich auf andere Register berufen zu können, eine aktive Meldung an das Transparenzregister vornehmen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Das Transparenzregister in seiner bisher bestehenden Konzeption war ein Auffangregister, d.h. primär wurde Transparenz bei Unternehmungen durch die jeweiligen individuellen öffentlichen Register geschaffen. Die Gesellschafter einer GmbH ergeben sich aus der Gesellschafterliste, die Kommanditisten und persönlich haftenden Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft sind im Handelsregister eingetragen. Die Aktionäre einer Aktiengesellschaft sind zwar in der Regel im Aktienregister eingetragen, dieses ist jedoch nicht öffentlich, vielmehr wird es nur intern durch die Aktiengesellschaft geführt.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Während die Gesellschafterliste und Eintragungen im Handelsregister digital abrufbar sind, ist dies für das Aktienregister nicht der Fall. In solchen nicht öffentlich bzw. (digital-)transparenten Fällen half das Transparenzregister. Da das Aktienregister nicht veröffentlicht wird, bestand und besteht eine Pflicht
            &#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             jeder
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
        
            Aktiengesellschaft ihre wirtschaftlich Berechtigten an das Transparenzregister zu melden. Das beinhaltet jedoch keineswegs die Pflicht, das Aktienregister einzureichen! Vielmehr muss der Anwender die wirtschaftlich Berechtigten identifizieren und nur diese, nicht jedoch alle Aktionäre, anmelden.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Dieses Auffangregister wird durch die Gesetzesänderung zum Vollregister, welches einen vollständigen Datensatz aller Personenvereinigungen und Gesellschaften enthalten soll. Der Bundesanzeiger Verlag als registerführende Stelle in der Rechtsform der GmbH, der das Transparenzregister führt, greift mithin nicht mehr auf andere Register zurück, sondern arbeitet mit einem in sich vollständigen Register, deren Richtigkeit und Vollständigkeit dem Rechtsanwender mithin einem sich ständig ändernden und fortentwickelnden Rechtssystem gegenüber, das schwer einzuschätzen ist und dessen Aktualisierung nachhaltigen Aufwand erfordert, den der Rechtsanwender selbst und ohne professionelle Hilfe kaum bewältigen kann.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Wer einen (nicht) vermeidbaren Fehler begangen hat, muss dies womöglich im Rahmen eines Bußgeldverfahrens erklären oder rechtfertigen. Empfehlenswerter dürfte es daher sein, auf die schriftlich geäußerte Rechtsansicht der Bußgeldstelle zu verzichten und stattdessen die Compliance-Anforderungen des Transparenzregisters von vornherein so gründlich und rechtssicher wie möglich zu erfüllen, dass es zu einem Bußgeldverfahren erst gar nicht kommt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              IV. Ausnahmen
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Es gibt nur noch einen sehr kleinen Teilbereich, der von der Meldepflicht zum Transparenzregister ausgenommen ist, den der eingetragene Verein nach § 21 BGB, die ordnungsgemäß registriert sind.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;i&gt;&#xD;
              
               "Für eingetragene Vereine nach § 21 des Bürgerlichen Gesetzbuchs erstellt die registerführende Stelle anhand der im Vereinsregister eingetragenen Daten eine Eintragung in das Transparenzregister, ohne dass es hierfür einer Mitteilung nach § 20 Absatz 1 Satz 1 bedarf.
              &#xD;
            &lt;/i&gt;&#xD;
            
              (so der Wortlaut von § 20a Abs. 1 Satz 1 GwG).
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Eingetragene Vereine werden mithin im Transparenzregister von Amts wegen eingetragen. Dies impliziert allerdings, dass die Vereine ihre im Vereinsregister registrierten Daten jeweils im Hinblick auf die aktuellsten Veränderungen pflegen und ihre Daten rechtzeitig und richtig hinterlegen, widrigenfalls auch sie ggf. eine Meldepflicht trifft (vgl. § 20 a Abs. 2 GwG).
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Ausnahmen bestehen außerdem – jedenfalls noch – für Gesellschaften bürgerlichen Rechts und weiterhin für börsennotierte Aktiengesellschaften. Die Letzteren dürften staatlich hinreichend reguliert sein.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Weitere Ausnahmen, insbesondere für die häufigsten Rechtsformen, gibt es leider keine! Sie sind meldepflichtig! 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               V. Einzelne neue Details 
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der direkte Erwerb von Immobilien durch ausländische Rechtseinheiten war bereits bisher zum Transparenzregister meldepflichtig und bleibt dies auch. Ähnliche Regelungen galten und gelten für Trusts.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gesetzesänderung durch das TraFinG erfasst bei gewissen Rechtsgestaltungen jetzt auch den mittelbaren Erwerb von Immobilien in der Form, dass ausländische Rechtseinheiten Anteile unmittelbar oder mittelbar an inländischen Tochtergesellschaften mit Immobilien in einem Ausmaß erwerben oder halten, dass die Grenzen von § 1 Abs. 3 bzw. Abs. 3a GrEStG überschritten werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das GWG verweist in der neuen Fassung von § 20 und § 21 ausdrücklich auf diese Bestimmungen des Grunderwerbssteuergesetzes. Werden z.B. mindestens 90 % der Anteile an einer ausländischen Muttergesellschaft an eine andere ausländische Gesellschaft veräußert und die mitveräußerte deutsche Tochtergesellschaft hält Immobilienvermögen, so sollte sich der ausländische Erwerber mit dem deutschen GWG und dem Grunderwerbssteuergesetz auskennen, da dies unter Umständen zu einer Meldepflicht nach dem GwG in Deutschland führt, obwohl sich die unmittelbaren Gesellschafter der deutschen Gesellschaft nicht verändert haben und sich der Gesellschafterwechsel ausschließlich im Ausland vollzieht. Details zu diesen Konstellationen würden den Rahmen dieser Darstellung sprengen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während Abrufe aus dem Transparenzregister bisher noch händisch bearbeitet werden, soll es zukünftig für Behörden und bestimmte Verpflichtete die Möglichkeit eines automatisierten Zugangs zu den Eintragungen in Transparenzregister geben „mittels eines durch die registerführende Stelle geschaffenen und nach ihren Vorgaben ausgestalteten automatisierten Einsichtnahmeverfahrens“. Wie dieses Verfahren ausgestaltet sein wird, bleibt nach derzeitigem Stand abzuwarten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aufgrund parallel beschlossener Gesetzesänderungen im Recht der Gesellschaft bürgerlichen Rechts durch das sog. MoPeG (Personengesellschaftsrechtsmodernisierungsgesetz) ist ein GbR-Register ähnlich dem Handelsregister vorgesehen, mit der Folge, dass bestimmte Gesellschaften bürgerlichen Rechts zukünftig von der Meldepflicht erfasst werden sollen. Die Harmonisierung des erst zum 01.01.2024 in Kraft tretenden MoPeG mit dem TraFinG durch den Gesetzgeber ist indessen augenscheinlich „verunglückt“, weshalb es hierzu noch weiterer gesetzgeberischer Schritte bedarf, um diese erwartbare Folge auch im GwG belastbar zu verankern und die gesetzgeberische Abstimmung der beiden Gesetze nachzubessern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während die Staatsangehörigkeit des wirtschaftlich Berechtigten zunächst überhaupt nicht angegeben werden musste, diese Pflicht nach einer zwischenzeitlichen Gesetzesänderung dann aber eingeführt wurde, müssen wirtschaftlich Berechtigte nunmehr sämtliche Staatsangehörigkeiten angeben, sofern sie mehrere haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die infolge des Wegfalls der Meldefiktion durch Eintragungen und Dokumente in anderen öffentlichen Registern ausgelösten Meldepflichten gelten nicht ab sofort, sondern erst nach Ablauf unterschiedlich lange bemessener Übergangsfristen, die je nach Gesellschaftsrechtsform variieren. Die Meldungen müssen aber sukzessive und spätestens zum Ablauf des Jahres 2022 erfolgen. Vor Ablauf dieser Fristen können Bußgeldverfahren zwar nicht eröffnet werden, vom tatenlosen verstreichen lassen solcher Übergangsfristen ist jedoch dringend abzuraten, weil es absehbar zu Kapazitätsengpässen kommen wird und deren Eignung zur Rechtfertigung unterbliebener rechtzeitiger Meldungen zumindest zweifelhaft erscheint.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            VI. Konsequenzen bei Unterlassen 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Konsequenz einer unterlassenen Eintragung ist ein Bußgeldverfahren. Da (bis auf die genannten wenigen Ausnahmen) jede Personenvereinigung meldepflichtig ist, ist eine fehlende Eintragung für die Behörden eindeutig zu identifizieren. Die Frage ist daher nicht, ob den Behörden eine Unterlassung auffällt, sondern lediglich wann dies der Fall sein wird und welche Konsequenzen sich dann daran knüpfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Compliance-Anforderungen haben sich insbesondere auch in den deutschen Notariaten massiv erhöht. Das Konzept des „Know Your Customer“ ist zwingend geworden, auch und gerade für Notare, Rechtsanwälte oder Steuerberater. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Identifikationsanforderungen umfassen oft, je nach individueller Konstellation, auch die Prüfung der Eintragungen im Transparenzregister. Unter Umständen bestehen bei nicht ausreichender Identifikation Beurkundungsverbote für den Notar. Ein Notar muss eine Beurkundung dann verweigern und die Beteiligten unverrichteter Dinge wegschicken. In Verdachtsfällen bestehen für Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Notare ggf. sogar Meldepflichten in Form von sogenannten Unstimmigkeitsmeldungen an die Behörden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              VII. Handlungsbedarf?
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gesetzesänderung modifiziert die Pflichten der Unternehmen bzgl. Eintragungen im Transparenzregister, das Register ist allerdings als solches nicht neu. Viele Unternehmer haben bereits Eintragungen getätigt. Sind Sie damit nun entlastet? – Nicht unbedingt!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst gilt der Grundsatz, dass die Pflichten gegenüber dem Transparenzregister nicht unbegrenzt für die Zukunft erfüllt sind, sondern alle Daten aktuell zu halten sind! Wechsel in der Gesellschafterstruktur, Verschmelzungen, Unternehmensverkäufe, Erbfälle, die Aufnahme von Investoren, Änderung oder Begründung von Rechtsgestaltungen im Hinblick auf Trusts, Treugeber und vergleichbare Rechtsgestaltungen, Stiftungen, die Einräumung von Stimmrechten, die in ihrem Umfang von der prozentualen Höhe der Kapitalbeteiligung abweichen, Sonderregelungen in Gesellschaftervereinbarungen oder bloße Namensänderungen bei einem wirtschaftlich Berechtigten sowie viele andere Sachverhalte lösen erneute Melde- und Korrekturpflichten aus. Und zwar jedes Mal aufs Neue.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aktiengesellschaften
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           aufgrund der fehlenden Öffentlichkeit des Aktienregisters schon immer meldepflichtig waren, dürfte deren Meldepflicht im Regelfall erfüllt sein, wenn sie in der Vergangenheit ordnungsgemäß vorgenommen wurde und es keine relevanten Änderungen gegeben hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Hinblick auf
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kommanditgesellschaften
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           , insbesondere in Form einer GmbH &amp;amp; Co. KG war bereits bisher von der Rechtsprechung für Recht erkannt worden, dass eine aktive Meldepflicht regelmäßig auch bestand, obwohl die Haftsumme der Kommanditisten im Handelsregister eingetragen ist und diese häufig, aber eben nicht notwendiger Weise immer, die Beteiligungsverhältnisse widerspiegelt. Da die im Handelsregister eingetragene Haftsumme von der gesellschaftsvertraglichen Pflicht eines Kommanditisten, möglicherweise eine viel höhere Pflichteinlage leisten zu müssen, die für die Beteiligung an der Gesellschaft maßgeblich ist, abweichen kann, vermag der Rechtsanwender die prozentuale wirtschaftliche Beteiligung an der Gesellschaft nicht zuverlässig aus dem Handelsregister abzulesen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Praxis wird das Konzept der Erbringung einer deutlich erhöhten Pflichteinlage im Vergleich zu den anderen Kommanditisten regelmäßig von Finanzinvestoren aufgegriffen, die zwar womöglich nur eine prozentuale Minderheitsbeteiligung an der GmbH &amp;amp; Co. KG bekommen, durch eine hohe zusätzliche Pflichteinlage wirtschaftlich jedoch oft das überwiegende Risiko der Gesellschaft tragen (regelmäßig gegen Gewährung von besonderen Gesellschafterrechten) und dadurch entgegen dem aus dem Handelsregister gewonnenen Eindruck doch wirtschaftlich Berechtigte i.S.d. GwG/Transparenzregisters sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gesellschafter von Kommanditgesellschaften und Geschäftsführer deren Komplementär-GmbHs müssen mithin prüfen, ob sie bisher eine Meldung vorgenommen haben und ob diese aktuell ist. In einigen speziellen Konstellationen bestand auch bisher für Kommanditgesellschaften keine Meldepflicht, so z.B. bei der Ein-Personen-GmbH &amp;amp; Co. KG, bei der der einzige Kommanditist auch die Anteile an der Komplementär-GmbH alleine hält und diese Daten aus öffentlichen Registern abrufbar sind, ebenso bei der Ein-Personen-Einheits-GmbH &amp;amp; Co. KG. Auch solche Spezialfälle sind jetzt indessen meldepflichtig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Komplizierter wird es bei der GmbH, da ganz überwiegend die Meldepflicht durch die beim Handelsregister elektronisch hinterlegten und abrufbaren Gesellschafterlisten entfiel. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Familienunternehmen in der Rechtsform GmbH mit der simpelsten aller Gesellschafterstrukturen, bei der die Geschäftsanteile ausschließlich natürlichen Personen gehören, haben das Transparenzregister bisher, in der Regel zurecht, ignoriert. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alteingesessenen GmbHs, die möglicherweise eine ordnungsgemäße Gesellschafterliste seinerzeit noch in Papierform eingereicht hatten, mithin zu einer Zeit, bevor es das digitale Handelsregister gab, war schon nach bisherigem Recht zu empfehlen, eine aktuelle Gesellschafterliste zum Handelsregister in digital abrufbarer Form einzureichen, da nur dann den Anforderungen an die jetzt ohnehin entfallende Meldefiktion nach § 20 Abs. 2 GwG a.F. genügt wurde. Die Meldepflichten zum Transparenzregister bestehen nun allerdings ungeachtet dessen zusätzlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu bedenken ist ferner: Im mehrstöckigen Konzern ist eine Meldung für jede einzelne Gesellschaft vorzunehmen! Bei GmbH &amp;amp; Co. KGs sind zum Beispiel die wirtschaftlich Berechtigten sowohl der Kommanditgesellschaft als auch der Komplementär-GmbH separat zu melden, auch wenn die wirtschaftlich Berechtigten identisch sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           VIII. Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sämtliche Aspekte des Geldwäschegesetzes im Hinblick auf das Transparenzregister zu behandeln, würde den Umfang dieses Beitrags bei weitem sprengen. Viele Fragen sind noch ungeklärt, Diskussionen unvermeidlich und die Praxis durchaus uneinheitlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Faustformel für eine erste Hilfe gilt jedoch: Prüfen Sie, ob Sie für sämtliche ihrer Unternehmungen eine Meldung an das Transparenzregister vorgenommen haben. Wenn Sie bisher (ob berechtigt oder unberechtigt unter Berufung auf die jetzt entfallene Meldefiktion) nichts gemeldet haben, dann ist der Zeitpunkt dafür nun gekommen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei der Vielzahl der Gesellschaftsrechtsformen und der unüberschaubaren Komplexität von nationalen wie internationalen Konzernstrukturen sowie anderer komplexer Gestaltungen von Gesellschafterstrukturen, etwa im Hinblick auf Treuhandverhältnisse oder atypisch stille Beteiligung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           en, gibt es leider keinen allgemeingültigen Tipp, mit dem man sämtliche Sachverhalte sicher beurteilen könnte. Die Konzeption des Transparenzregisters ist noch relativ neu, unterliegt stetigem Wandel und wird derzeit von den Behörden selbst noch mit heißer Nadel behandelt. Wer sichergehen will, kommt um eine Einzelfallprüfung nicht herum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten Sie Fragen zu den Themenbereichen haben, unterstützen wir Sie gerne. Sprechen Sie uns an!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 01 Oct 2021 09:59:29 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/umstellung-des-transparenzregisters-von-einem-auffangregister-auf-ein-vollregister-neue-handlungspflichten-special-nr-348</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Verluste bei steuerbegünstigten Körperschaften</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Verluste bei steuerbegünstigten Körperschaften
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          
             Problemkreise, Umgang und aktuelle Entwicklungen
            &#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Wie alle Lebensbereiche sind auch Körperschaften, die unmittelbar steuerbegünstigte (gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche) Zwecke verfolgen, von den gegenwärtigen Entwicklungen betroffen. So mussten auch sie bspw. Hygienekonzepte erarbeiten und umsetzen, langfristig geplante Projekte verschieben oder jährlich sattfindende Veranstaltungen in Gänze absagen. 
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Auch wenn ein Teil fest eigeplanter Einnahmen einerseits und angefallene Mehrkosten oder nicht gedeckte Fixkosten andererseits durch staatliche Fördermittel aufgefangen werden konnten, wird es möglicherweise dennoch final und „unter dem Strich“ zu Verlusten gekommen sein. Abzuwarten bleibt auch, inwieweit Aktivitäten, die bisher erfolgreich zur Erzielung von Einnahmen unternommen wurden, nach der Post-Pandemie-Zeit noch aufrechterhalten werden können und nachhaltig Mittel zur Verfolgung der satzungsmäßigen Zwecke erwirtschaften. Die Aufgabe oder Reorganisation bisherige Tätigkeitsfelder können notwendig werden und auch in der näheren Zukunft zu Verlusten führen. 
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Da steuerbegünstigte Körperschaften ihre Mittel nur für die in der Satzung verankerten und privilegierten Zwecke verausgaben dürfen, stellt sich daher unweigerlich die Frage, welche steuerlichen Folgen aus einer verlustbringenden Tätigkeit erwachsen, wenn Unterdeckungen mit zweckgebundenen Mitteln ausgeglichen werden. Nachfolgender Beitrag gibt überblicksartig Antworten auf die drängendsten Fragen.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             1.	Verluste können zur Aberkennung der Steuerbefreiung führen
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Verfolgt eine Körperschaft bspw. gemeinnützige Ziele und ist sie dadurch von den Ertragsteuern nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG und § 3 Nr. 6 GewStG befreit, dürfen deren Mittel nach § 55 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 AO nur für die satzungsmäßigen, d. h. die steuerbegünstigten Zwecke, verwendet werden. Werden Verluste erzielt, die z.B. durch vereinnahmte Mittel ausgeglichen werden, stellt sich daher stets die Frage, ob jener Verlustausgleich zulässig ist oder eine Mittelfehlverwendung darstellt. Ist Letzteres der Fall, wird das Privileg der Steuerbegünstigung gefährdet. Denn aus Sicht des Gesetzgebers soll grundsätzlich verhindert werden, dass bspw. vereinnahmte Spenden oder Zuschüsse, die zur Förderung der Jugendmannschaften eines Sportvereins geleistet wurden, zum Ausgleich eines Verlustes, möglicherweise aus einer Vereinsgastronomie, verwandt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aus dem Gebot, Mittel nur für die satzungsmäßigen und förderungswürdigen Zwecke zu verwenden, folgt aber nicht zwangsläufig, dass jeglicher erzielte Verlust steuerschädlich ist. So wäre es nicht nachvollziehbar, eine Körperschaft zu sanktionieren, deren Ziel die Förderung der Jugendhilfe ist und die bei der Verfolgung dieses Zwecks, bspw. bei der Durchführung einer Hausaufgabenbetreuung, einen Verlust erleidet. Es kommt somit in einem ersten Schritt darauf an zu beurteilen, im Rahmen welcher Aktivitäten ein Verlust erlitten wurde und welcher (ertragsteuerlichen) Sphäre jene verlustbringende Tätigkeit zuzuordnen ist. Denn unschädlich sind Verluste, die im ideellen Bereich anfallen oder im Rahmen eines Zweckbetriebs erzielt werden. Schädlich und näher zu untersuchen sind demgegenüber hingegen  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Fehlbeträge eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes oder der Vermögensverwaltung.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             2.	Grundlagen der Behandlung von Verlusten
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aufbauend auf der Rechtsprechung des BFH (BFH, Urteil vom 13.11.1996, I R 152/93, BStBl. II 1998, S. 711) nimmt die Finanzverwaltung im Anwendungserlass zur AO zur Behandlung von Verlusten Stellung (AEAO zu § 55 AO). Näher beleuchtet werden darin eine Vielzahl von Einzelfallkonstellationen sowie die sich dabei ergebenden Möglichkeiten eines steuerunschädlichen Verlustausgleichs: 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1. Unterhält eine Körperschaft mehrere wirtschaftliche Geschäftsbetriebe und können Verluste eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs mit Gewinnen eines anderen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs derselben steuerbegünstigten Körperschaft im Jahr ihrer Entstehung ausgeglichen werden, liegt keine schädliche Mittelfehlverwendung vor (Nr. 4 Satz 3 AEAO zu § 55 AO). Die Verrechnung von Gewinnen und Verlusten verschiedener wirtschaftlicher Geschäftsbetriebe ist dabei der Höhe nach unbegrenzt möglich. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2. Verbleibt trotz des zuvor beschriebenen Ausgleichs ein Verlust oder kann ein Ausgleich nicht vorgenommen werden, da die Körperschaft nur einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhält, können ausnahmsweise Mittel des gemeinnützigen Bereichs verwendet werden. Vorausgesetzt wird allerdings, dass dem ideellen Bereich in den vorangegangenen sechs Jahren Gewinne aus dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb mindestens in gleicher Höhe zugeführt worden sind. Dahinter steht der Gedanke einer Rückgabe von Gewinnen, die in der Vergangenheit vom wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb an den ideellen Bereich abgeführt wurden (Nr. 4 Satz 4 f. AEAO zu § 55 AO). Ein Ausgleich mit in früheren Zeiten erzielten Gewinnen ist aber nur einmal möglich, weshalb eine saubere und aus der Finanzbuchhaltung eine im Zeitablauf nachvollziehbare Dokumentation und Abgrenzung der Sphären voneinander anzuraten ist. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3. Unschädlich ist ebenfalls ein Ausgleich von Verlusten eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs, die durch eine anteilige Abschreibung von Wirtschaftsgütern begründet sind, die für den ideellen Bereich angeschafft oder hergestellt worden sind, aber anteilig zur besseren Kapazitätsauslastung und zur Mittelbeschaffung teil- oder zeitweise in einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb genutzt werden. Vorausgesetzt wird hierbei allerdings, dass 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;blockquote&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              a.	trotz der teil- und zeitweisen Nutzung des Wirtschaftsguts im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb kein größeres Wirtschaftsgut angeschafft wurde, als für den ideellen Zweck benötigt wird, 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;blockquote&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              b.	von der Körperschaft marktübliche Preise für die Leistungen des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs verlangt werden und 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;blockquote&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              c.	vom wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb kein eigener Sektor innerhalb eines Gebäudes unterhalten wird. 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;blockquote&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Die Grundsätze gelten auch im Falle des Einsatzes von Personal des ideellen Bereichs innerhalb eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs oder bei Vorliegen anderer gemischter Aufwendungen (Nr. 5 AEAO zu § 55 AO).
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             4.	Beruht der Verlust daneben auf einer Fehlkalkulation im Rahmen des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs ist ein Verlustausgleich ebenfalls unschädlich, wenn die Körperschaft innerhalb von zwölf Monaten nach Ende des Wirtschaftsjahres, in dem der Verlust entstanden ist, dem ideellen Bereich die zum Ausgleich verwendeten Mittel wieder in entsprechender Höhe zuführt. Die Mittel dürfen aber nicht aus Zweckbetrieben, dem Bereich der steuerfreien Vermögensverwaltung, Beiträgen oder anderen zur Förderung des steuerbegünstigten Zwecks erhaltenen und bestimmten Zuwendungen stammen. Die innerhalb von zwölf Monaten zuzuführenden Mittel können daher aus Gewinnen des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs selbst oder aus für diesen Zweck von Mitgliedern erhobenen Umlagen oder erhaltenen Zuschüssen resultieren. Die Umlagen bzw. Zuschüsse stellen in diesem Fall jedoch keine steuerbegünstigten Spenden dar (Nr. 6 AEAO zu § 55 AO) 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             5.	Besteht ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb bereits länger, wird bei einem auftretenden Verlust eine Fehlkalkulation unterstellt. Begründet wird die Annahme damit, dass steuerbegünstigte Körperschaften einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb nur in den Fällen längerfristig unterhalten würden, in denen sie dadurch zusätzliche Einnahmen zur Erfüllung der satzungsmäßigen Zwecke erzielen würden. Verlustbringende Aktivitäten würden im Umkehrschluss schnellstmöglich aufgegeben werden. Das Entstehen eines einmaligen Verlustes in einem Jahr beruhe daher auf einer Fehlkalkulation. Diesem Grundsatz folgend stuft die Finanzverwaltung auch Verluste bei einer gerade neu aufgenommenen wirtschaftlichen Tätigkeit als unschädlich ein. Zum Verlustausgleich verwendete Mittel des ideellen Bereichs müssen aber in beiden Fällen i.d.R. innerhalb von drei Jahren nach dem Jahr der Entstehung des Verlustes wieder dem ideellen Bereich zugeführt werden (Nr. 8 AEAO zu § 55 AO).
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             6.	Gemeinnützigkeitsunschädlich ist gleichfalls die Deckung eines Verlustes durch Aufnahme eines Darlehens. Zins und Tilgung müssen aber aus Einnahmen des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs geleistet werden (Nr. 7 AEAO zu § 55 AO).
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die vorstehenden Grundsätze gelten für den Bereich der Vermögensverwaltung entsprechend (Nr. 9 AEAO zu § 55 AO).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             3.	Aktuelle Entwicklungen
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Finanzverwaltung ist sich über die Wichtigkeit des für das gesellschaftliche Miteinander geleisteten Engagements steuerbegünstigter Körperschaften bewusst. Jene Organisationen sollen aus diesem Grund auch in Zeiten der Corona-Pandemie unterstützt werden. Gewährt werden daher durch das BMF-Schreiben „Steuerlichen Maßnahmen zur Förderung der Hilfe von der Corona-Krise Betroffenen“ vom 09.04.2020 vielfältige Erleichterungen und Sonderregelungen. Danach gilt aus Vereinfachungsgründen für Verluste aus wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben und aus der Vermögensverwaltung, dass ein Ausgleich mit Mitteln des ideellen Bereichs, Gewinnen aus Zweckbetrieben, Erträgen aus der Vermögensverwaltung oder Gewinnen aus wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben unschädlich ist. Eine spätere Zuführung der zum Ausgleich verwendeten Mittel zum ideellen Bereich wird in diesen Fällen ebenfalls nicht gefordert. Die aufgetretenen Verluste müssen aber ihren Grund in der Corona-Pandemie haben. Die zunächst bis zum 31.12.2020 befristen Billigkeitsmaßnahmen wurden durch das BMF-Schreiben vom 18.12.2020 bis zum 31.12.2021 ausgedehnt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             4.	Fazit
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ausgehend von dem Gebot, Mittel nur für steuerbegünstigte Zwecke verwenden zu dürfen, müssen entstandene Verluste in einem ersten Schritt danach beurteilt werden, in welcher Sphäre sie auftreten. Unschädlich sind hierbei Verluste, die im ideellen Bereich oder eines Zweckbetriebs erzielt werden. Demgegenüber bergen aber Verluste im Rahmen eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs und der Vermögensverwaltung das Risiko, zur Aberkennung des Gemeinnützigkeitsstatus führen zu können. In einem zweiten Schritt sind für die potentiell steuerschädlichen Verluste Ausgleichsmöglichkeiten zu prüfen. Die Finanzverwaltung hat hierzu eine Vielzahl von Fallkonstellation in den Verwaltungsvorschriften zur AO konkretisiert. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sowohl der erste als auch der zweite Schritt bedürfen einer korrekten Abgrenzung der einzelnen Sphären und Aktivitäten innerhalb der Organisation wie auch eine ordnungsgemäße Abbildung und Dokumentation der Geschäftsvorfälle in der Finanzbuchhaltung. Nur hierdurch kann ein Überblick darüber gewonnen werden, in welchen Bereichen Verluste entstehen und ob Möglichkeiten eines Verlustausgleichs vorhanden und welche künftigen Anforderungen hieran geknüpft sind. In gleicher Weise erleichtert dies auch, spätere Rückfragen des zuständigen Finanzamtes im Zuge der Veranlagung der Körperschaft zu beantworten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die infolge der Corona-Pandemie geschaffenen Erleichterung für den Zeitraum vom 1.3.2020 bis zum 31.12.2021 vereinfachen den Verlustausgleich. Sie helfen eine kurzfristige und unverschuldete Schieflage durch in der Organisation vorhandene Mittel abwenden zu können, ohne Gefahr zu laufen, die steuerliche Privilegierung in Form der Steuerbefreiung zu verlieren. Dies schafft zunächst Sicherheit. Die aktuelle Lage ist dynamisch, weshalb möglicherweise auch eine Fortsetzung der zunächst befristeten Billigkeitsmaßnahmen erfolgen kann. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 30 Sep 2021 15:48:09 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Rechtsprechung: Die Betriebsratsvergütung</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Rechtsprechung: Die Betriebsratsvergütung
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            – im Spannungsfeld zwischen unentgeltlichem
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Ehrenamt und Managergehalt
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Höhe der Betriebsratsvergütung ist aufgrund einer aktuellen Entscheidung des Landgerichts Braunschweig vom 28. September 2021 hinsichtlich der möglichen Strafbarkeit von einer Betriebsratsvergütung in sechsstelliger Höhe in aller Munde. Im konkreten Fall musste das Gericht darüber urteilen, ob die Personalmanager, die die Zahlung der Vergütung von bis zu 750.000 € im Jahr an den VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh zu verantworten hatten, sich der Untreue strafbar gemacht haben, weil dadurch der Unternehmensgewinn widerrechtlich geschmälert wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Thematik der Betriebsratsvergütung führt dabei regelmäßig nicht an erster Stelle zu einer Beschäftigung der Strafgerichte, sondern bereitet vielmehr vor allem im Unternehmensalltag oder in der arbeitsgerichtlichen Praxis beträchtlichen Aufwand.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Grundsatz der Betriebsratsvergütung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Anbetracht der im vorgenannten Fall gezahlten erheblichen Beträge für die Tätigkeit als Betriebsratsvorsitzender erscheint es verwunderlich, dass das Gesetz in § 37 Abs. 1 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) vom Grundsatz her bestimmt, dass die Mitglieder des Betriebsrats ihr Amt unentgeltlich als Ehrenamt führen. Dies bedeutet natürlich keineswegs, dass die Betriebsratsmitglieder, sofern diese für ihre Tätigkeit freigestellt sind, keinerlei Entgelt durch den Arbeitgeber mehr erhalten. Die Vorschrift macht vielmehr deutlich, dass für die Betriebsratstätigkeit als solche kein Entgelt gezahlt wird. Die Vergütung für Mitglieder des Betriebsrats, die für diese Tätigkeit freigestellt sind, ist in § 37 Abs. 2 BetrVG geregelt. Hier heißt es, dass Mitglieder des Betriebsrates, zwar nicht mit zusätzlicher Vergütung, aber ohne Minderung des Arbeitsentgelts von ihren beruflichen Tätigkeiten freizustellen sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              III. Benachteiligungsverbot und betriebsüblichen Beförderung
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch wenn dieser Grundsatz sich zunächst einmal danach anhört als müsse der Arbeitgeber schlicht das vorherige Gehalt weiterzahlen und sei damit „auf der sicheren Seite“, so weist, neben einzelnen Streitfragen im Rahmen von Elternzeit oder auch der Tätigkeit außerhalb der persönlichen Arbeitszeit, auch der normale Regelfall über die Jahre hinweg genügend Probleme auf. Denn aufgrund des Benachteiligungsverbots aus § 78 Satz 2 BetrVG muss der Arbeitgeber bei der Ermittlung des Freistellungslohns konsequent das Lohnausfallprinzip anwenden. Der Arbeitgeber ist also gehalten, eine Abrechnung des Mitarbeiters auf fiktiver Grundlage durchzuführen, die unterstellt, dass gerade keine Unterbrechung aufgrund der Betriebsratstätigkeit stattgefunden hat (sog. „Schattenabrechnung“). Dies geschieht regelmäßig durch das Festlegen von Vergleichsgruppen innerhalb des Unternehmens. Aus dem Benachteiligungsverbot folgt auch, dass sich insbesondere bei langjähriger Betriebsratstätigkeit irgendwann die Frage nach einer Entgelterhöhung aufgrund der fiktiven Karriere des Mitarbeiters ohne Betriebsratstätigkeit stellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um die Vergütungsentwicklung eines Betriebsratsmitglieds ohne Begünstigungs- oder Benachteiligungstendenzen abzubilden, müssen auch übliche und typische Karrieresprünge im Rahmen der Entgeltabrechnung abgebildet werden. So hat das Bundesarbeitsgericht in einem Urteil vom 17. August 2005 entschieden, dass eine Entwicklung dann betriebsüblich ist, wenn Arbeitnehmer mit vergleichbarer fachlicher und persönlicher Qualifikation bei einer objektiv vergleichbaren Tätigkeit und unter Berücksichtigung der normalen betrieblichen und personellen Entwicklung in beruflicher Hinsicht diese Entwicklung genommen haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass eine Vergütung des Betriebsrats auch zu hoch sein kann, zeigt beispielsweise die Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf vom 17. April 2019. Das Gericht urteilte hier, dass die Vergütung betreffend den Betriebsratsvorsitzenden eine unzulässige Begünstigung darstellt und bewertete die betriebsübliche und persönliche Entwicklung des Betriebsratsvorsitzenden. In dem konkreten Einzelfall war der Betriebsratsvorsitzende aufgrund einer persönlichen Verfehlung in einem Bereich ohne Bezug zur Betriebsratstätigkeit zwischenzeitlich in der Entgeltgruppe herabgestuft worden, sodass das Gericht hier die in der Folge vorgenommene Erhöhung des Entgelts als unzulässig wertete.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              IV. Fazit
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist selbstverständlich nicht der Regelfall, dass die Vergütung eines Betriebsratsmitglieds strafrechtlich relevant wird. Umso aufsehenerregender ist es, dass das Gericht in Braunschweig feststellte, dass der objektive Tatbestand der Untreue wohl erfüllt sei, jedoch die zuständigen Personalleiter nicht mit Schädigungsvorsatz handelten. Doch auch ohne strafrechtliche Implikationen ist die Vergütung von freigestellten Betriebsräten regelmäßig alles andere als konfliktfrei oder einfach. Insofern gilt, dass eine gute Vorbereitung und rechtzeitige sowie regelmäßige Überprüfung der Entgeltberechnung vor langwierigen Prozessen oder sogar strafrechtlichen Ermittlungen schützen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 29 Sep 2021 13:06:45 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Fokus Lohnsteuer: Aktuelle BFH-Rechtsprechung zu Betriebsveranstaltungen und Sachzuwendungen</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;font&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Fokus Lohnsteuer: Aktuelle BFH-Rechtsprechung zu Betriebsveranstaltungen und Sachzuwendungen
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/font&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;i&gt;&#xD;
              
               Zwischen April 2020 und April 2021 hat sich der Bundesfinanzhof (BFH) in gleich vier Entscheidungen zur richtigen Berechnung der Lohnsteuer im Hinblick auf betriebliche Veranstaltungen geäußert. Das Thema Lohnsteuer bei Betriebsveranstaltungen betrifft dabei nicht nur den Arbeitgeber und seine Arbeitnehmer, sondern unter Umständen auch betriebsfremde Gäste.
              &#xD;
            &lt;/i&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;font&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 I.    Hintergrund: Teilnahme an betrieblicher Veranstaltung und lohnsteuerrechtliche Folgen
                &#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/font&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Die Lohnsteuer ist eine besondere Erhebungsform der Einkommensteuer auf Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit. Abgeführt wird sie grundsätzlich nicht vom Arbeitnehmer, der die Steuer nach dem Gesetz schuldet, sondern von dessen Arbeitgeber. Dieser hat für den Lohnsteuereinbehalt zu sorgen und kann für etwaig nicht entrichtete Lohnsteuer in Haftung genommen werden, § 42d Abs. 1 Nr. 1 EStG. Die Höhe der Steuer hängt davon ab, wie hoch die Einnahmen des jeweiligen Arbeitnehmers sind. Dabei ist weniger die monatliche Gehaltsüberweisung ein Problem als planmäßige oder außerplanmäßige nichtmonetäre Vorteilsgewährungen durch den Arbeitgeber, die ebenfalls zum Arbeitsentgelt zählen und im Rahmen der Versteuerung einbezogen werden müssen. Für diese Zuwendungen, die nicht in Geld bestehen, gibt der Gesetzgeber vor, wie sie zu bewerten sind. Er hat dabei für die gängigsten Vorteile spezielle Regelungen vorgesehen, wie etwa für die Bewertung der privaten Nutzung eines Firmen-PKWs nach § 8 Abs. 2 S. 2 EStG.
              &#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Zu den grundsätzlich lohnsteuerpflichtigen Einnahmen des Arbeitnehmers zählt auch die Teilnahme an Betriebsveranstaltungen. Diese sind definiert als Veranstaltungen auf betrieblicher Ebene mit gesellschaftlichem Charakter. Dabei gilt nach § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 1a S. 2 EStG, dass als Zuwendung an den Arbeitnehmer alle Aufwendungen des Arbeitgebers (einschließlich Umsatzsteuer) zählen, unabhängig davon, ob sie einzelnen Arbeitnehmern individuell zurechenbar sind oder ob es sich um einen rechnerischen Anteil an den Kosten der Betriebsveranstaltungen handelt, die der Arbeitgeber gegenüber Dritten für den äußeren Rahmen der Betriebsveranstaltung aufwendet.
               &#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              Da es seit jeher Streit zwischen den Arbeitgebern und der Finanzverwaltung über die Ermittlung und Abführung der Lohnsteuer wegen der Teilnahme an Betriebsveranstaltungen gegeben hat, findet sich mit Wirkung ab dem 01.01.2015 ein Freibetrag für Zuwendungen im Rahmen einer Betriebsveranstaltung in Höhe von € 110 im Gesetz, § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 1a S. 3 EStG. Dies hat in Abgrenzung zur Freigrenze die Folge, dass allenfalls ein über die € 110 hinausgehender Betrag zum Gegenstand der Lohnsteuer wird. Bis zum 31.12.2014 war durch die Finanzverwaltung nur eine Freigrenze in selbiger Höhe anerkannt. Der Unterschied zur alten Handhabung besteht darin, dass sobald die damalige Grenze überschritten wurde – sei es willentlich oder unwillentlich wegen eines später aufgedeckten Kalkulationsfehlers – der gesamte Betrag zu versteuern war.
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
               
              &#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Aber nicht nur für seine eigenen Arbeitnehmer hat der Arbeitgeber Lohnsteuer abzuführen. Die Lohnsteuer kann auch dann zu erheben sein, wenn der Arbeitgeber Dritten Sachzuwendungen zukommen lässt. Dies ist etwa der Fall, wenn betriebsfremde Gäste, etwa Arbeitnehmer von Kunden, Zuliefererbetrieben oder Vertriebspartnern, ebenfalls zu einer Betriebsveranstaltung eingeladen werden. Diese Teilnahme löst grundsätzlich einen geldwerten Vorteil aus, der wiederum der Einkommensteuer unterliegen kann. Für diesen gewährten Vorteil kann der Veranstalter aber pauschal den Steueranteil einbehalten und diesen abführen, um zu vermeiden, dass die Gäste unerwünschte steuerliche Nachteile durch ihre Teilnahme haben. Der pauschale Steuereinbehalt gilt durch gesetzliche Anordnung nach § 37b Abs. 4 S. 1 EStG als Lohnsteuer und unterliegt damit denselben Verfahrensgrundsätzen.
              &#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;font&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                II.    Die BFH-Entscheidungen im Einzelnen
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/font&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    
                  Auch wenn sich der Wechsel zwischen der von der Verwaltung anerkannten Freigrenze und dem gesetzlich normierten Freibetrag zum 01.01.2015 vollzogen hat, muss sich der BFH noch immer auch mit solchen Fällen befassen, die die alte Rechtslage betreffen. Dies liegt daran, dass im Rahmen der Lohnsteuer-Außenprüfungen häufig etwaige Berechnungsfehler erst wesentlich später aufgedeckt werden. Je nachdem, wann die Lohnsteuer-Außenprüfung stattfindet, können vom Prüfungsrahmen sowohl Veranlagungszeiträume unter der neuen als auch unter der alten Rechtslage betroffen sein.
                 &#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;br/&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;font&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;b&gt;&#xD;
                      
                   1.  Aktuelle BFH-Rechtsprechung zu Betriebsveranstaltungen vor dem 01.01.2015
                  &#xD;
                    &lt;/b&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/font&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 Mit Urteilen vom 07.07.2020 (Az. VI R 4/19), 13.05.2020 (Az. VI R 13/18) und 28.04.2020 (Az. VI R 41/17) entschied der BFH Fälle zur korrekten Ermittlung der Bemessungsgrundlage für pauschale Lohnsteuer bei Sachzuwendungen an Dritte und zur korrekten Ermittlung der Teilnehmerzahl einer Betriebsveranstaltung.
                  &#xD;
                  &lt;br/&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 Streitgegenstand war in allen drei Entscheidungen die steuerliche Behandlung einer Veranstaltung für Mitarbeiter und betriebsfremde Gäste. In einem der Fälle teilte der Arbeitgeber die Gesamtkosten der Veranstaltung durch alle auf dem Fest anwesenden Personen und zog bei dieser Berechnung auch solche Personen heran, die unstreitig keine Arbeitnehmer des Arbeitgebers, sondern mit der Durchführung der Veranstaltung betraut waren. Hierbei handelte es sich um einen Busfahrer, Eventmanager, Künstler und einen Fotografen.
                  &#xD;
                  &lt;br/&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 In den anderen beiden Fällen ging es im Wesentlichen darum, ob auch bei betriebsfremden Gästen offenstehenden Veranstaltungen (Businesslounge eines Sportvereins bzw. Mottoparty) solche Kosten im Rahmen der Ermittlung der Bemessungsgrundlage der Pauschalbesteuerung mit Lohnsteuer für betriebsfremde Gäste unterlägen, die auf den äußeren Rahmen und die Planung der Veranstaltung entfallen. Hier hatte der gastgebende Betrieb etwa Kosten für Blumendekoration, den Eventmanager, Anmietung eines Toilettencontainers und eines Garderobencontainers in Abzug gebracht.
                &#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 Hinsichtlich der Kosten für den äußeren Rahmen und des mit der Durchführung beauftragten Eventmanagers entschied der BFH, dass es für die Bemessungsgrundlage bei Nicht-Arbeitnehmern (Betriebsfremden) nicht darauf ankomme, ob solche Kosten in irgendeiner Form einen Vorteil begründen. Dies gehe aus der für diese Personen (Nicht-Arbeitnehmer) einschlägigen Sondervorschrift des § 37b Abs. 1 S. 2 EStG hervor. Die (damals noch einschlägige) allgemeine Bewertungsvorschrift des § 8 Abs. 2 EStG, die auf die Bewertung des konkreten Vorteils abstellte, trete dahinter zurück. Anders verhalte es sich (nach damaliger Rechtslage) mit der Ermittlung der Bemessungsgrundlage für die (betriebseigenen) teilnehmenden Arbeitnehmer, da bei diesen insoweit auf die allgemeine Bewertung nach § 8 Abs. 2 EStG und somit auf den Wert des Vorteils abzustellen sei. Für diese stellten etwa die Kosten für einen Eventmanager keinen geldwerten Vorteil dar. Es handele sich hierbei lediglich um nicht konsumierbare Kosten für den äußeren Rahmen der Veranstaltung.
                 &#xD;
                  &lt;br/&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 Unabhängig von der Ermittlung der Gesamtkosten als Bemessungsgrundlage urteilte der BFH ferner, dass bei der Aufteilung der Gesamtkosten der Veranstaltung solche Personen nicht zu berücksichtigen seien, die mit der Durchführung der Veranstaltung betraut waren. Diese bezögen keinen steuerpflichtigen Vorteil, sondern verrichten ihre jeweiligen Aufgaben nach dem jeweiligen Dienst- oder Werkvertrag. Jedenfalls seien diese Personen keine Teilnehmer der Veranstaltung. Die durch diese Personen verursachten Kosten könnten aber als Kosten für den äußeren Rahmen die Gesamtkosten der Veranstaltung in Bezug auf die Bemessungsgrundlage der Lohnsteuer für die Arbeitnehmer reduzieren.
                  &#xD;
                  &lt;br/&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;font&gt;&#xD;
                    &lt;b&gt;&#xD;
                      
                   2.  Aktuelle BFH-Rechtsprechung zu Betriebsveranstaltungen nach dem 01.01.2015
                   &#xD;
                      &lt;br/&gt;&#xD;
                    &lt;/b&gt;&#xD;
                  &lt;/font&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 Mit Urteil vom 29.04.2021 (Az. VI R 31/18) entschied der BFH über die Frage, ob auch solche Kosten des Arbeitgebers anzusetzen sind, die bei den Arbeitnehmern keinen Vorteil begründen können. Es ging damit erneut um die Bestimmung des richtigen Teilnehmerkreises bei der Verteilung der Kosten der Veranstaltung.
                 &#xD;
                  &lt;br/&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 Konkret ging es um eine Weihnachtsfeier in 2016, die in Form eines gemeinsamen Kochkurses stattfand. Für diesen Kochkurs hatten 27 Mitarbeiter ihre Teilnahme zugesagt. Der Arbeitgeber meldete entsprechend 27 Teilnehmer dem externen Veranstalter, der auf dieser Grundlage die Kosten für die Veranstaltung kalkulierte. Wegen zweier kurzfristiger Absagen nahmen letztlich nur 25 Personen an der Veranstaltung teil, die auf 27 Personen kalkulierten Kosten wurden aber als Festpreis dem Arbeitgeber in Rechnung gestellt. Dieser ermittelte die Kosten pro Teilnehmer, indem er die Kosten durch 27 teilte und diesen Quotienten mit der Anzahl der tatsächlich teilnehmenden Arbeitnehmer multiplizierte. Abzüglich der Freibeträge für die 25 Teilnehmer verblieb so ein recht überschaubarer zweistelliger Betrag, der der Lohnsteuer unterliegen sollte.
                  &#xD;
                  &lt;br/&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;br/&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 Die Finanzverwaltung vertrat die Ansicht, dass auch die frustrierten Aufwendungen für die zwei nicht teilnehmenden Mitarbeiter auf die anwesenden Teilnehmer aufgeteilt werden müssten und setzte eine höhere Lohnsteuer fest. Der steuerpflichtige Betrieb widersprach dem und führte an, es sei den teilnehmenden Arbeitnehmern durch die frustrierten Aufwendungen kein Vorteil zugewendet worden.
                &#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               In letzter Instanz stützte der BFH die Ansicht der Finanzverwaltung. Zwar gelte allgemein der Bewertungsgrundsatz, dass sich die Höhe der Sachzuwendung an dem Vorteil des Sachbezugsempfängers richten solle, dieser werde aber nach der spezielleren Vorschrift des § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 1a EStG verdrängt. Danach seien die Gesamtkosten, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Betriebsveranstaltung stehen, heranzuziehen und aufzuteilen und zwar unabhängig davon, ob sie dem einzelnen Arbeitnehmer individuell zurechenbar seien und für diesen einen Vorteil begründeten.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;font&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              III.    Fazit
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/font&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wenn schöne Erinnerungen an vergangene Betriebsfeste oder eine mit den besten Absichten unternommene Aktion zur Kundenbindung nicht vom Stress bei der Lohnsteuer-Außenprüfung überlagert werden sollen, gilt es, die rechtlichen Vorgaben penibel einzuhalten. Insbesondere Betriebsveranstaltungen sind Gegenstand jeder Lohnsteuer-Außenprüfung und sorgen, vor allem wenn die Dokumentation nicht beanstandungsfrei ist, in vielen Fällen für Streit mit der Finanzverwaltung. Da mittlerweile die einstige Freigrenze in Höhe von € 110 in einen Freibetrag in selbiger Höhe umgewandelt worden ist, sind immerhin die steuerlichen Auswirkungen bei einem Irrtum nicht mehr so gravierend wie zuvor; umso ärgerlicher sind dann Streitigkeiten wegen vermeintlich kleiner steuerlicher Auswirkungen. Für Betriebsveranstaltungen, die vor dem 01.01.2015 stattgefunden haben, waren Kosten für den äußeren Rahmen und den Eventmanager jedenfalls für Arbeitnehmer nicht lohnsteuerpflichtig – anders als bei Nichtarbeitnehmern. Teilnehmer sind hier nur die Arbeitnehmer und die Gäste, nicht das mit der Durchführung betraute Personal. Für Betriebsveranstaltungen nach dem 01.01.2015 gilt, dass bei der Ermittlung der lohnsteuerpflichtigen Zuwendung auch solche Kosten einzubeziehen sind, die keinen unmittelbaren Vorteil beim teilnehmenden Arbeitnehmer hervorrufen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 16 Sep 2021 08:39:19 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>BVerfG prüft auf Vorlage des BFH die  Verfassungsmäßigkeit der Verlustverrechnungsbeschränkung für Aktienveräußerungsverluste –  Special Nr. 346</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/bverfg-prueft-auf-vorlage-des-bfh-die-verfassungsmaessigkeit-der-verlustverrechnungsbeschraenkung-fuer-aktienveraeusserungsverluste-special-nr-346</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             BVerfG prüft auf Vorlage des BFH die 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Verfassungsmäßigkeit der Verlustverrechnungsbeschränkung für Aktienveräußerungsverluste
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
               
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            I.	Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit Beschluss vom 17.11.2020 (Az. VIII R 11/18) hat der Bundesfinanzhof (BFH) dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die Frage vorgelegt, ob die Verlustverrechnungsbeschränkung für Aktienveräußerungsverluste nach § 20 Abs. 6 S. 5 (bzw. nunmehr S. 4) EStG im Einklang mit der Verfassung steht. Der BFH selbst äußerte erhebliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Norm. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Klärung der Frage nach der Verfassungsmäßigkeit einer Norm obliegt allein dem BVerfG. Sollte das BVerfG der Auffassung des BFH folgen und die Norm für verfassungswidrig erklären, hätte dies nicht nur Konsequenzen für die Beteiligten am Ausgangsverfahren, sondern möglichweise auch für eine Vielzahl von Steuerpflichtigen, die Kapitaleinkünfte erzielen und bisher in Ermangelung von Aktienveräußerungsgewinnen keine Möglichkeit hatten, etwaige Verluste aus der Aktienveräußerung zu verrechnen. Seitdem sich die Niedrigzinsphase verstetigt hat, neigen immer mehr Bundesbürger zur Kapitalanlage jenseits des altbewährten Sparbuchs und landen dabei nicht selten bei der Geldanlage in Aktien oder Aktienfonds. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
              
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II.	Hintergrund
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Gesetzgeber hat sich mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 dafür entschieden, die Einkünfte aus Kapitalvermögen von den übrigen Einkünften zu trennen. Gewinne und Verluste aus Kapitalvermögen dürfen dementsprechend nicht mit Gewinnen oder Verlusten aus anderen Einkunftsarten, etwa aus nichtselbständiger Arbeit oder Vermietung und Verpachtung, verrechnet werden. Eine Verrechnung darf nur innerhalb der Einkunftsart der Kapitaleinkünfte erfolgen. Regelmäßig erledigen die Banken des Steuerpflichtigen dabei die Besteuerung durch den automatischen Einbehalt der Kapitalertragsteuer bzw. Abgeltungsteuer. Die Banken weisen dabei immer die Gewinne aus der Veräußerung von Aktien und die Verluste aus der Veräußerung von Aktien getrennt zu den übrigen Kapitaleinkünften aus. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Grund für den separaten Ausweis der Gewinne und Verluste speziell aus der Aktienveräußerung ist die nun beanstandete Regelung in § 20 Abs. 6 S. 5 (bzw. nun-mehr S. 4) EStG. Danach dürfen Verluste aus Kapitalvermögen im Sinne des § 20 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 S. 1, die aus der Veräußerung von Aktien entstehen, nur mit Gewinnen aus Kapitalvermögen im Sinne des § 20 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 S. 1 EStG, die aus der Veräußerung von Aktien entstehen, ausgeglichen werden. Die Verluste können allerdings auch in Folgejahren verrechnet werden. Die depotführende Bank stellt entsprechend gemäß § 43a Abs. 3 S. 4 EStG auf Verlangen des Steuerpflichtigen eine Verlustbescheinigung nach amtlichen Muster aus. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dies hatte bisher für die Steuerpflichtigen zur Folge, dass sie auch dann, wenn die Verluste aus der Veräußerung von Aktien deutlich höher sind als die Gewinne aus Dividenden oder der Veräußerung von Aktienfondsanteilen, einer Besteuerung dieser positiven Kapitaleinkünfte unterliegen. Nimmt der Steuerpflichtige aufgrund schlechter Erfahrungen mit dem Direktinvestment in Aktien nach einem erzielten Veräußerungsverlust Abstand vom direkten Aktienhandel, fehlt ihm zukünftig dauerhaft die Möglichkeit, seine Aktienveräußerungsverluste mit möglichen Gewinnen aus der Aktienveräußerung zu verrechnen. Damit blieb er nach bisheriger Rechtslage auf seinen Verlusten sitzen.    
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III. Der Ausgangsfall 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der BFH hatte sich im Revisionsverfahren zum Urteil des Finanzgerichts Schleswig-Holstein vom 28.02.2018 (Az. 5 K 69/15) mit der Verrechenbarkeit von Aktienverlusten zu befassen, nachdem das Finanzgericht diese Verrechnung unter Hinweis auf die klaren Vorgaben der streitigen Norm und deren Verfassungsmäßigkeit zuvor abgelehnt hatte. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              1.	Sachverhalt
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Dem Rechtsstreit lag ein geradezu typischer Sachverhalt zugrunde: Die Kläger waren Eheleute und wurden für das Streitjahr 2012 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Ehemann erzielte Kapitalerträge in Höhe von € 2.092 sowie Verluste aus der Veräußerung von Aktien in Höhe von € 4.819. Die Ehefrau erzielte wiederum Kapitalerträge in Höhe von € 1.289 und selbst keine Verluste aus der Veräußerung von Aktien. Sowohl in den Kapitalerträgen der Ehefrau als auch in denen des Ehemanns fanden sich in dem Streitjahr keine Aktienveräußerungsgewinne. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das Finanzamt ermittelte nach Abzug des Sparer-Pauschbetrags Einkünfte aus Kapitalvermögen für den Ehemann in Höhe von € 1.291 und für die Ehefrau in Höhe von € 488. Die Verluste aus der Veräußerung von Aktien wurden dabei unter Anwendung von § 20 Abs. 6 S. 5 bzw. S. 4 EStG nicht mit den anderen Kapitaleinkünften verrechnet. In der Folge berechnete das Finanzamt die auf die Kapitaleinkünfte entfallende Steuer auf € 445 und stellte zum Ende des Streitjahrs (31.12.2012) den Verlustvortrag für die Einkommensteuer für die Einkünfte aus Kapitalvermögen in Höhe von € 4.819 fest. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Eheleute gingen gegen diese Bescheidung gerichtlich vor und begehrten die Verrechnung der Aktienveräußerungsverluste mit ihren positiven Kapitaleinkünften. Sie begehrten dabei insgesamt eine Reduzierung der Steuer auf Kapitaleinkünfte auf € 0, da die Aktienveräußerungsverluste des Ehemanns die Summe der Kapitaleinkünfte beider Ehegatten überstiegen. Ihr Hauptargument war dabei dir Verfassungswidrigkeit der Norm, da diese ohne hinreichende Rechtfertigung gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG verstoße.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2.	Verfahrensgang
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das Finanzgericht verneinte das Begehren der Eheleute und stützte die Ansicht des beklagten Finanzamts. § 20 Abs. 6 S. 4 (bzw. S. 5) EStG sei in jedem Fall anzuwenden, denn die Norm sei verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Die Kläger legten hiergegen Revision beim BFH ein. Das FG Schleswig-Holstein führte aus, der Gesetzgeber habe mit der streitigen Norm seinen Gestaltungsspielraum nicht überschritten, weil er sich bei der Regelung des Verlustverrechnungsverbots auf den Zweck der Verhinderung von spekulationsbedingten, abstrakt drohenden qualifizierten Haushaltsrisiken als Rechtfertigung für eine etwaige Ungleichbehandlung berufen könne. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              3.	Vorlagebeschluss des BFH
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Dies sah der BFH anders und setzte das Verfahren aus, bis eine Entscheidung des BVerfG darüber eingeholt worden ist, ob § 20 Abs. 6 S. 5 (bzw. S. 4) insoweit mit Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar ist, als Verluste aus der Veräußerung von Aktien nur mit Gewinnen aus der Veräußerung von Aktien verrechnet werden dürfen. Die Klärung dieser Frage sah der BFH als unerlässlich für seine Entscheidung an. Da letztlich allein das BVerfG die Kompetenz besitzt, eine Norm zu verwerfen, legte er dem BVerfG die Frage zur Entscheidung vor. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Er stellte darüber hinaus klar, dass die von den Klägern begehrte ehepartnerübergreifende Verlustverrechnung jedenfalls in dieser Form nicht vom Gesetzgeber vorgesehen sei. Hierfür fehle es schlicht an einer Rechtsgrundlage. Zudem sind die Pauschbeträge nicht vorab, sondern erst nach Ermittlung eines etwaigen Überschusses der Gewinne über die Verluste zu berücksichtigen. Der BFH deutete daher das Klagebegehren dahingehend um, dass allein die Reduktion der Kapitalertragsteuer auf die auf den Ehemann entfallenden Kapitaleinkünfte begehrt wird, denn nur dieser hatte Aktienveräußerungsverluste erzielt. Die Kapitaleinkünfte der Ehegattin können hingegen selbst bei Verfassungswidrigkeit der Norm nicht mit den Veräußerungsverlusten des Ehemanns verrechnet werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              4.	Kritik des BFH an Veräußerungsverlustverrechnungsverbot
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der BFH äußerte in seinem Vorlagebeschluss erhebliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Verrechnungsverbots und stützte seine Bedenken dabei in Anlehnung an die Argumentation der Kläger insbesondere auf Art. 3 Abs. 1 GG, den verfassungsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz. Der erkennende achte Senat ist von der Verfassungswidrigkeit der Norm überzeugt. Er hob hervor, dass das Grundgesetz in Art. 3 Abs. 1 GG dem Gesetzgeber aufträgt, wesentlich Gleiches gleich und wesentlich Ungleiches ungleich zu behandeln. Auch vermeintlich zweckmäßige Ausnahmen hiervon dürfen weder willkürlich getroffen noch unverhältnismäßig sein. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Im Hinblick auf das Steuerrecht ist daraus der Grundsatz der Steuergerechtigkeit abzuleiten. Dieser besagt, dass die Besteuerung an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit auszurichten ist. Dies gelte insbesondere im Einkommensteuerrecht, das ganz besonders auf die Leistungsfähigkeit des jeweiligen Steuerpflichtigen hin ausgelegt ist. Dem ist nicht Genüge getan, wenn sich ein vernünftiger, sich aus der Natur der Sache ergebender oder sonst wie sachlich einleuchtender Grund für eine gesetzliche Differenzierung oder Gleichbehandlung nicht finden lässt. Auch ein etwaiger Entscheidungsspielraum des Gesetzgebers ende dort, wo die ungleiche Behandlung der geregelten Sachverhalte nicht mehr mit einer am Gerechtigkeitsgedanken orientierten Betrachtungsweise vereinbar ist, wo also ein einleuchtender Grund für eine gesetzliche Differenzierung fehle. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das Fehlen eines einleuchtenden Grundes machte der BFH bei der nach § 20 Abs. 6 S. 5 bzw. S. 4 EStG angeordneten Differenzierung zwischen der Verrechnung von Verlusten aus der Veräußerung von Aktien und den übrigen Verlusten aus Kapitalvermögen aus. Im Einzelnen führte er unter anderem aus:
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              a) Keine Verlustverrechnungsbeschränkung für mittelbare Aktieninvestitionen
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Für den erkennenden BFH-Senat ist die durch die Norm vorgenommene Differenzierung insbesondere dahingehend ungerechtfertigt, als dass zwar Verluste aus der Veräußerung von Aktien nur eingeschränkt verrechnet werden dürfen, Verluste aus der Veräußerung anderer Kapitalanlagen, die die Wertentwicklung von Aktien ab – bzw. nachbilden und deshalb im wirtschaftlichen Ergebnis auf eine mittelbare Investition in Aktien gerichtet sind, problemlos mit anderen Kapitaleinkünften verrechenbar sind. Als Beispiel für solche Kapitalanlagen nennt der BFH Aktienfondsanteile, Aktienzertifikate und Aktienoptionen. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der Gesetzgeber habe in seiner Gesetzesbegründung diese Kapitalanlangen ausdrücklich von dem Verrechnungsverbot ausgenommen, da – so die Ansicht des Gesetzgebers – von diesen Produkten keine qualifizieren Risiken für den Bundeshaushalt ausgingen. Da deren Wert aber eindeutig auf Aktienkurswerten basiere, ist nicht ersichtlich, warum ein Steuerpflichtiger, der direkt in Aktien investiert hat, diesen Anlageformen gegenüber wegen der verbotenen Verrechnung etwaiger Veräußerungsverluste Nachteile haben solle.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              b) Gefahr des endgültigen Verlustuntergangs
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der BFH betrachtet ferner nicht nur den einzelnen Veranlagungszeitraum, sondern stellt auch auf die gesamte Einkommenserzielungsphase (Totalperiode) ab; er geht sogar teilweise in seiner Betrachtung darüber hinaus und sieht die Gefahr des drohenden Untergangs von aufgestauten Veräußerungsverlusten im Todesfall, da die Erben diese Verluste jedenfalls nicht selbst nutzen könnten. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Fehlen dem Steuerpflichtigen etwa Gewinne aus Aktienveräußerungen, kann er seine Verluste aus Aktienveräußerungen nicht verrechnen, wobei völlig außer Acht gelassen wird, wie schwerwiegend die Veräußerungsverluste den Steuerpflichtigen wirtschaftlich belastet haben. Auch dies widerspricht nach Ansicht des BFH dem Grundsatz der Steuergerechtigkeit, der Besteuerung nach der individuellen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              c) Drohende Haushaltsrisiken und Gestaltungsmissbrauch
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Auch in der seitens des Gesetzgebers angeführten Begründung für die Differenzierung zwischen Aktienveräußerungsverlusten und anderen Verlusten aus Kapitalanlagen sieht der BFH einen Widerspruch zur gängigen Rechtsprechung des BVerfG. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der Gesetzgeber führte bei der Einführung der Norm als Rechtfertigungsgrund an, dass die Erfahrung der Vergangenheit zeige, dass Kursstürze an den Aktienmärkten zu einem erheblichen Verlustpotential bei den Einkünften aus (damals noch) privaten Veräußerungsgeschäften führen könnten. Die Begründung stütze sich daher allein auf fiskalische Interessen. Qualifizierte fiskalische Interessen seien zwar als Begründung für eine Ungleichbehandlung möglich, vorliegend gehe der Gesetzgeber aber von völlig realitätsfremden Erwägungen im Hinblick auf das fiskalische Risiko aus. Denn selbst im Fall eines Börsencrashs wäre auch ohne die Sonderregelung für die Aktienveräußerungsverluste eine Verlustverrechnung auf die übrigen positiven Kapitalerträge beschränkt. Für den Fall, dass die positiven Kapitalerträge aus den übrigen Kapitalerträgen nicht ausreichen, um den Verlust auszugleichen, würde dieser vorgetragen, sodass die Auswirkungen für das jeweilige Haushaltsjahr insgesamt für den Fiskus ohnehin abgemildert wären. Im Haushaltsjahr eines Börsencrashs wären die Einkünfte aller Steuerpflichtiger aus Kapitalanlagen ohnehin überschaubar. Dass nach gesetzgeberischer Intention darüber hinaus die Verluste aus der Veräußerung von Aktienfondsanteilen wiederum problemlos mit anderen Kapitaleinkünften zu verrechnen wären, lässt diese Argumentation nicht sinnvoller erscheinen. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Auch die Verhinderung von Gestaltungsmissbrauch könne letztlich kein Argument für die Ungleichbehandlung der Veräußerungsverluste aus Aktiengeschäften darstellen. Zum einen besteht für den Steuerpflichtigen seit geraumer Zeit ohnehin nicht mehr die Möglichkeit, durch Abwarten der damaligen Haltefrist eine Steuerfreiheit für Veräußerungserlöse zu erwirken, während gleichsam Veräußerungsverluste gezielt innerhalb der Haltefrist erzielt werden könnten, um diese dann möglichst effektiv steuerlich geltend zu machen. Zum anderen sei auch die Herbeiführung von Verlustverrechnungspotential durch die Veräußerung von Verlustaktien keinesfalls ein Gestaltungsmissbrauch sondern die Wahrnehmung gesetzlich vorgesehener steuerlicher Möglichkeiten. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              d) Keine sonstige Förder- oder Lenkungswirkung
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ebenso wenig lässt sich aus außerfiskalischen Förder- und Lenkungszielen eine Rechtfertigung für die Sonderbehandlung der Aktienveräußerungsverluste herleiten. Zwar soll das Verbot der Verlustverrechnung Spekulationen auf Kosten der Allgemeinheit weniger attraktiv machen und daher etwaigen Fehlanreizen entgegenwirken, die Norm ist aber zu wenig auf dieses Ziel abgestimmt. Dies zeige sich nach Auffassung des BFH daran, dass auf der einen Seite solche Veräußerungsverluste ebenfalls erfasst sind, die aus einer langfristigen und nicht-spekulativen Aktienanlage herrühren. Auf der anderen Seite sind aber solche Verluste aus der Beschränkung ausgenommen, die von Kapitalanlagen herrühren, die deutlich spekulativeren Charakter haben, wie etwa Optionen oder Zertifikate.    
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV. Auswirkungen
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Auswirkungen der anstehenden Entscheidung des BVerfG für Steuerpflichtige mit Kapitaleinkünften sind schwierig einzuschätzen. Die Bandbreite reicht dabei von einer rückwirkenden Nichtanwendung für alle noch offenen Veranlagungszeiträume über eine vorübergehende Fortdauer der Regelung trotz ihrer Verfassungswidrigkeit mit der Maßgabe an den Gesetzgeber, eine verfassungskonforme Regelung zu erarbeiten, bis hin zur Bestätigung der Verfassungsmäßigkeit der streitgegenständlichen Norm. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dies liegt an den Möglichkeiten des BVerfG hinsichtlich der Ausgestaltung der Folgewirkung des Urteils. Grundsätzlich gilt für sämtliche staatliche Organe der Vorrang der Verfassung, d.h. einfache gesetzliche Bestimmungen wie die des EStG treten hinter das Grundgesetz zurück. Das BVerfG kann jedoch bloß die Verfassungswidrigkeit feststellen, ohne dass es gleichsam die Norm für nichtig erklärt. Für den Fall, dass das BVerfG der Ansicht des BFH folgt und die Norm für verfassungswidrig erklärt, steht es dem BVerfG frei auf der Grundlage von § 35 BVerfGG die übergangsweise Fortdauer der Norm anzuordnen, um etwa dem Gesetzgeber Gelegenheit zu geben, die streitige Regelung verfassungskonform anzupassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aber auch im Fall einer Nichtigkeitserklärung, wonach eine Norm grundsätzlich von Anfang an unwirksam gewesen ist, reicht die Rückwirkung dieser Entscheidung allenfalls bis auf solche Veranlagungszeiträume zurück, die aus der Sicht des Steuerpflichtigen noch nicht bestandskräftig beschieden worden sind. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es überwiegt tendenziell die Wahrscheinlichkeit, dass, sofern sich das BVerfG dem BFH überhaupt anschließt, die Norm lediglich für verfassungswidrig erklärt wird und eine Fortgeltung bis zu einem bestimmten Stichtag angeordnet wird. Wie der Gesetzgeber und die Finanzverwaltung dann reagieren werden, bleibt abzuwarten.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             V. Fazit
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Einwände des BFH zur Verfassungsmäßigkeit der Aktienveräußerungsverlustbeschränkung lassen sich zweifellos hören. Nun ist es die Aufgabe des BVerfG diese Einwände auszuräumen oder zu bestätigen. Sollten sich die Einwände des BFH als tragfähig erweisen, wird das BVerfG die Norm für verfassungswidrig erklären. Aber selbst in diesem Fall ist die Reichweite, insbesondere in zeitlicher Hinsicht in Bezug auf vergangene Veranlagungszeiträume noch nicht abzuschätzen.  
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die zunehmende Anzahl der Steuerpflichtigen, die ihr Kapital auch direkt in Aktien investieren, darf mit Spannung auf die anstehende Entscheidung aus Karlsruhe blicken. Sollte - wenn auch nur zukünftig - eine Verrechnung von Veräußerungsverlusten aus Aktiengeschäften auch mit Erträgen aus anderen Kapitalanlageformen möglich sein, erfährt die Attraktivität einer solchen Anlage in steuerlicher Hinsicht definitiv eine Aufwertung. Die Gefahr, die Verluste steuerlich nicht geltend machen zu können und auf diesen „sitzen zu bleiben“, würde erheblich verringert. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sollten die Karlsruher Richter die Verfassungswidrigkeit des Verrechnungsverbots feststellen, unterstützen wir Sie gerne dabei, die steuerlich richtigen Schlüsse hieraus für Ihre Kapitaleinkünfte zu ziehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 03 Sep 2021 12:04:06 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/bverfg-prueft-auf-vorlage-des-bfh-die-verfassungsmaessigkeit-der-verlustverrechnungsbeschraenkung-fuer-aktienveraeusserungsverluste-special-nr-346</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Vergütungsanspruch des Arbeitnehmers bei Überschwemmung und Pandemie – Rechts-Tipp Nr. 226</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/verguetungsanspruch-des-arbeitnehmers-bei-ueberschwemmung-und-pandemie-rechts-tipp-nr-226</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Vergütungsanspruch des Arbeitnehmers bei Überschwemmung und Pandemie
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             I. Ausgangslage
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Überschwemmungen vom 14.07.2021 haben einen immensen Schaden verursacht. Bei Unternehmen, die durch die Überschwemmungen betroffen sind, stellt sich arbeitsrechtlich unter anderem die Frage, ob dem Arbeitnehmer auch dann ein Vergütungsanspruch zusteht, wenn der Arbeitgeber aufgrund der Überschwemmung den Arbeitnehmer – jedenfalls derzeit – nicht beschäftigen kann.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II. Rechtlage
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei den Überschwemmungen vom 14.07.2021 stellt sich also im Prinzip die gleiche Frage wie bei der Schließung von Betrieben aufgrund der Corona-Pandemie.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In beiden Fällen behalten die Arbeitnehmer ihren Anspruch auf Fortzahlung des Gehaltes. Die Arbeitnehmer sind zwar arbeitsfähig und arbeitswillig, die Erbringung der Arbeitsleistung ist jedoch objektiv unmöglich. Nach § 275 Abs. 1 BGB wird der Arbeitnehmer von seiner Leistungspflicht befreit und verliert an sich nach Maßgabe des § 326 Abs. 1 Satz 1 BGB grundsätzlich auch seinen Vergütungsanspruch. Diese Regeln werden jedoch durch § 615 Satz 3 BGB modifiziert. Danach kann ein Arbeitnehmer die vereinbarte Vergütung auch dann verlangen, wenn eine Pflicht zur Arbeitsleistung besteht und die Arbeit infolge von Umständen ausfällt, für die der Arbeitgeber das Risiko trägt. § 615 Satz 3 BGB meint das von der Rechtsprechung entwickelte Betriebsrisiko. Im Wesentlichen geht es hierbei um von außen auf den Betrieb und seine Betriebsmittel einwirkende Ursachen, die sich für den Arbeitgeber als höhere Gewalt darstellen, wie z. B. Naturkatastrophen, Brände oder anderweitige Unglücksfälle. Der Arbeitgeber gerät somit in einen Annahmeverzug nach § 615 BGB. In den Fällen des Annahmeverzuges ist der Arbeitgeber verpflichtet, das Gehalt weiterzuzahlen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach dem Urteil des LAG Düsseldorf vom 30.03.2021 (8 Sa 674/20) trägt der Arbeitgeber das Betriebsrisiko nicht nur bei Überschwemmungen, sondern auch in der Pandemie. In diesem Urteil nimmt das Gericht ganz ausdrücklich Fälle höherer Gewalt wie Naturkatastrophen in Bezug und erwähnt ausdrücklich Überschwemmungen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gerade die Möglichkeit des Arbeitgebers, mittels Einführung von Kurzarbeit und Beantragung von Kurzarbeitergeld das Lohnrisiko auf die Solidargemeinschaft abzuwälzen, spricht dafür, dass der Arbeitgeber zunächst einmal das Betriebsrisiko im Verhältnis zum Arbeitnehmer tragen muss. Denn sonst könnte ein Arbeitgeber die Gewährung von Kurzarbeitergeld an seine Arbeitnehmer durch schlichte Passivität unterlaufen, indem er keine Kurzarbeit mit seinen Arbeitnehmern vereinbart und die erforderliche Anzeige des Arbeitsausfalls nicht erstattet. Bei Nichtanwendung des § 615 Satz 3 BGB hätte der Arbeitgeber im Falle eines Lockdowns oder einer Überschwemmung daran kein wirtschaftliches Eigeninteresse: er müsste den Arbeitsausfall ja so oder so nicht bezahlen. Betroffene Arbeitnehmer könnten dagegen weder Leistungen ihres Arbeitgebers noch der Bundesagentur für Arbeit beanspruchen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1. Kurzarbeitergeld 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Arbeitgeber hat in erster Linie die Möglichkeit, in Fällen der behördlichen Schließung des Betriebes oder in Fällen von Überschwemmungen Kurzarbeitergeld bei der zuständigen Agentur für Arbeit zu beantragen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dies setzt jedoch voraus, dass die Mitarbeiter bereit sind, eine Vereinbarung über den Umfang der Kurzarbeit zu treffen und insbesondere bereit sind, statt des Gehaltes 60 % bzw. 67 % Kurzarbeitergeld zu akzeptieren. Hier kommt es also auf die Solidarität zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber an.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Arbeitsausfälle, die aufgrund des Hochwassers eintreten, beruhen auf einem unabwendbaren Ereignis, sodass die Einführung von Kurzarbeit und damit die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld aufgrund eines unabwendbaren Ereignisses in Betracht kommt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Arbeitsausfall muss dabei unmittelbar auf dem unabwendbaren Ereignis beruhen. Ein Betrieb kann aber auch nur mittelbar von den Auswirkungen der Naturkatastrophe betroffen sein, weil z. B. deshalb nicht produziert werden kann, da die Zulieferbetriebe durch unmittelbare Hochwasserbetroffenheit nicht liefern können. Auch hierfür kann Kurzarbeitergeld gezahlt werden. Kurzarbeitergeld kann auch für die notwendige Dauer der Aufräumarbeiten bis zur Aufnahme der Produktion gewährt werden.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2. Auswirkung des Tragens des Betriebsrisikos durch den Arbeitgeber
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nicht immer erhält der Arbeitnehmer jedoch Kurzarbeitergeld. So darf das Arbeitsverhältnis z. B. nicht gekündigt und nicht durch Aufhebungsvertrag aufgelöst sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei dem dem Urteil des LAG Düsseldorf vom 13.03.2021 zugrundeliegenden Sachverhalt hatte die Arbeitnehmerin das Arbeitsverhältnis fristgerecht zum 30.04.2020 gekündigt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In der Pressemitteilung des Gerichts vom 16.04.2021 heißt es:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Pandemiebedingt war die Beklagte zunächst aufgrund behördlicher Allgemeinverfügung gezwungen, ihren Betrieb ab dem 16.03.2020 zu schließen. Kurze Zeit später untersagte § 3 Abs. 1 Nummer 6 der Coronaschutzverordnung NRW den Betrieb von Spielhallen. Bei Aufrechterhaltung des Betriebes hätte die Klägerin nach Maßgabe des Dienstplans im Monat April 2020 insgesamt 62 Stunden gearbeitet. Da das Arbeitsverhältnis der Klägerin am 30.04.2020 endete, bezog sie kein Kurzarbeitergeld. Die Klägerin begehrt mit der Klage unter anderem Annahmeverzugslohn für 62 ausgefallene Arbeitsstunden im Monat April 2020.“
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die 8. Kammer des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf hat der Klägerin ebenso wie das Arbeitsgericht Wuppertal die Vergütung für die ausgefallenen 62 Arbeitsstunden zugesprochen. Dies folgt aus § 615 Satz 1 BGB i.V.m. § 615 Satz 3 BGB, weil die Beklagte sich in Verzug mit der Annahme der Arbeitsleistung befand. Nach der gesetzlichen Wertung des § 615 Satz 3 BGB trägt der Arbeitgeber das Betriebsrisiko. Dies sind Ursachen, die von außen auf den Betrieb einwirken und die Fortführung des Betriebs verhindern. Nach der bisherigen Rechtsprechung erfasst dies auch Fälle höherer Gewalt, wie z. B. Naturkatastrophen, Erdbeben, Überschwemmungen oder extreme Witterungsverhältnisse. Um ein solches Ereignis handelt es sich bei der aktuellen Pandemie. Dass die durch die Coronaschutzverordnung bedingte staatliche Schließung dieses Risiko zulasten der Spielhalle verwirklichte, ändert daran nichts. Auch eine durch eine Pandemie begründete Betriebsschließung rechnet zum Betriebsrisiko im Sinne von § 615 Satz 3 BGB. Es ist mangels klarer Abgrenzbarkeit nicht darauf abzustellen, ob diese Schließung eine gesamte Branche, die zunächst als solche abzugrenzen wäre, oder nur einzelne Betriebe dieser Branche, ggfs. bundesweit, nur in einzelnen Ländern oder aber örtlich begrenzt erfasst. Deshalb kann nicht auf die Reichweite des behördlichen Verbots abgestellt werden. Ein Fall, in dem die Klägerin ihre Arbeitskraft überhaupt nicht mehr verwerten konnte, was ggfs. zu deren allgemeinem Lebensrisiko gehört, war nicht gegeben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III. Unser Tipp
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gerne sind wir für den Fall, dass Sie von den Überschwemmungen vom 14.07.2021 betroffen sind, bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld behilflich. Ferner gibt es bei der Abwicklung eines Arbeitsverhältnisses fast immer Hürden, die sich durch eine Beratung von Rechtsanwälten im Hintergrund, die wie wir über Erfahrung im Arbeitsrecht verfügen, meistern lassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 03 Sep 2021 11:43:25 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/verguetungsanspruch-des-arbeitnehmers-bei-ueberschwemmung-und-pandemie-rechts-tipp-nr-226</guid>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mitarbeiterkapitalbeteiligungen an Startups – Wiederbelebung des § 19a EStG durch das sog. Fondsstandortgesetz</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/mitarbeiterkapitalbeteiligungen-an-startups-wiederbelebung-des-19a-estg-durch-das-sog-fondsstandortgesetz</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Mitarbeiterkapitalbeteiligungen an Startups – Wiederbelebung des
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            § 19a EStG durch das sog. Fondsstandortgesetz
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           Mit Veröffentlichung des Gesetzes zur Stärkung des Fondsstandorts Deutschland und zur Umsetzung der EU-Richtlinie (EU) 2019/1160 zur Änderung der Richtlinien 2009/65/EG und 2011/61/EU im Hinblick auf den grenzüberschreitenden Vertrieb von Organismen für gemeinsame Anlagen (Fondsstandortgesetz – FoStoG) vom 3.6.2021 wurde u.a. § 19a EStG wiederbelebt. Gegenstand der Vorschrift ist die steuerliche Behandlung der Ausgabe von Unternehmensanteilen an Mitarbeiter. Der Gesetzgeber verfolgt dabei das Ziel, die Rahmenbedingungen u.a. für Startups zu verbessern und die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts zu steigern. Erreicht werden soll das Ziel, indem die Gewährung von Anteilen an Mitarbeiter steuerlich gefördert wird und Startups insbesondere in der Gründungs- und Wachstumsphase unterstützt werden, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an ihr Unternehmen zu binden. 
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             I.	Hintergrund 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch Verabschiedung von § 19a EStG ist der Gesetzgeber bestrebt, in besonderem Maße für Startups optimale Rahmenbedingungen zur Gewinnung von hochqualifizierten Fachkräften zu schaffen. Denn ausweislich der Gesetzesbegründung seien Startup-Unternehmen in der Gründungs- und der Wachstumsphase oft nicht in der Lage, hohe Vergütungen zu zahlen, da sie noch keine Gewinne erwirtschafteten. Besonders in diesem Stadium sei es aber wichtig, qualifiziertes und motiviertes Personal zu beschäftigen (BT-Drs. 19/27631, S. 109). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Ziel, gut ausgebildete Mitarbeiter zu finden und diese längerfristig im Unternehmen zu halten, kann u.a. dadurch erreicht werden, Arbeitnehmer unmittelbar an das Unternehmen zu binden und sie an dessen Chancen und Potentialen teilhaben zu lassen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben gesellschafts- und arbeitsrechtlichen Fragestellungen, die mit der Beteiligung von Mitarbeitern an einem Unternehmen einhergehen, wird ein solcher Weg nur erfolgreich sein, wenn auch die steuerlichen Rahmenbedingungen stimmen und auch aus Sicht des Arbeitnehmers attraktiv sowie wirtschaftlich sinnvoll erscheinen. So stellt die unentgeltliche oder verbilligte Gewährung von Anteilen am Unternehmen unter ertragsteuerlichen Gesichtspunkten zunächst einen steuerpflichtigen geldwerten Vorteil (Sachbezug) dar, welcher der Einkommensteuer zu unterwerfen ist. Erhoben würde die Einkommensteuer im Zeitpunkt der Anteilsgewährung im Wege des Einbehalts von Lohnsteuer. Es käme somit zur Zahlung von Einkommensteuer, ohne dass ihr ein Zufluss an Liquidität vorausginge (sog.
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            dry income
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           ). Der die Anteile erhaltende Mitarbeiter müsste danach in Vorleistung treten. Je nach Wert der erhaltenen Beteiligung, welcher die Bemessungsgrundlage für die Lohnsteuer bildet, kann dies zu einer höheren finanziellen Belastung führen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 19a EStG n.F. führt nun u.a. zu einer – wirtschaftlich betrachtet – zinsfreien Stundung der grundsätzlich im Zeitpunkt der Gewährung der Anteile anfallenden Steuer. Erhoben wird die Steuer zu einem späteren Zeitpunkt bspw. in den Fällen, in denen die Anteile veräußert oder das Arbeitsverhältnis beendet werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	Anwendungsbereich
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unter § 19a EStG fallen die unentgeltliche oder verbilligte Übertragung von Vermögensbeteiligungen, bspw. in Form von Aktien, GmbH-Anteile oder Wandel- und Gewinnschuldverschreibungen. Ausgenommen von der Vorschrift sind dagegen virtuelle Beteiligungen, z.B. in Form von
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Phantom Stocks
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           oder
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Stock Appriciation Rights.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es muss sich um Anteile „des Arbeitsgebers“ handeln. Darunter fallen zunächst solche Gesellschaftsrechte, die zu einer unmittelbaren Beteiligung am Arbeitsgeber führen. Nach Stimmen in der Literatur sollen aber auch Vermögensbeteiligungen begünstigt sein, die nicht unmittelbar selbst vom Arbeitgeber ausgegeben werden, sondern bspw. an einer Konzern-Obergesellschaft bestehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von der Regelung erfasst werden auch mittelbare Beteiligungen, die über eine Personengesellschaft gehalten werden. Mitarbeiter bzw. die an sie gewährten Anteile könnten daher in Beteiligungsgesellschaften – z.B. einer Mitarbeiterbeteiligungs-KG – „gepoolt“ werden. Eine Poolung bietet den Vorteil, den Kreis der Gesellschafter kleiner und überschaubarer zu halten und eine weite Steuerung des Anteilsbesitzes zu vermeiden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Vermögensbeteiligung muss zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden. Entgeltumwandlungen sind bspw. nicht begünstigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um in den Genuss der Steuervergünstigung zu gelangen, muss das Unternehmen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Angeknüpft wird dafür an die Definition der EU für Kleinstunternehmen sowie für kleine und mittlere Unternehmen. Danach darf das Unternehmen im Zeitpunkt der Anteilsübertragung oder im vorangegangenen Kalenderjahr über nicht mehr als 250 Mitarbeiter sowie über einen Jahresumsatz von höchsten 50 Mio. EUR oder eine Bilanzsumme von höchstens 43 Mio. EUR verfügen. In Gänze von der Förderung ausgeschlossen sind Anteile an Unternehmen, deren Gründung mehr als zwölf Jahre zurückliegt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 19a EStG n.F. ist auf alle Übertragungsvorgänge anzuwenden, die nach dem 30.6.2021 stattfinden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              III.	Bestimmung des geldwerten Vorteils
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu ermitteln ist der geldwerte Vorteile aus dem Sachbezug. Der Vorteil ergibt sich dabei aus der Differenz zwischen dem Wert der Vermögensbeteiligung im Übertragungszeitpunkt einerseits und einer etwaigen vom Arbeitnehmer geleisteten Zuzahlung anderseits. Zuzahlungen kommen z.B. im Falle der verbilligten statt der unentgeltlichen Überlassung in Betracht, z.B. bei Ausübung einer Option in Form des zu leistenden Ausübungspreises. In Abzug gebracht wird noch ein Freibetrag von EUR 1.440,00 nach § 3 Nr. 39 EStG. Der Freibetrag ist beteiligungsbezogen und steht jedes Kalenderjahr neu zur Verfügung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Herausfordernd wird die Bestimmung des Werts der Anteile. Denn der Wert eines solchen Sachbezugs besteht in dem Marktpreis der Beteiligung, welcher dem sog. gemeinen Wert entspricht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Wertfindung gestaltet sich regelmäßig einfach, wenn ein Marktpreis z.B. in Form eines Börsenkurses jederzeit und tagesaktuell verfügbar ist. Kann ein Marktpreis hingegen nicht anhand eines Börsenkurses hergeleitet werden, was regelmäßig mangels Börsennotierung der Fall sein dürfte, wird eine Bewertung des Unternehmens nach den einschlägigen Methoden erforderlich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für steuerliche Zwecke finden dabei die Vorschriften des BewG und die darin verankerte Methodenhierarchie Anwendung. Sind Anteile an nicht börsennotierten Gesellschaften zu bewerten, soll der Wert danach zuvorderst aus Verkäufen abgeleitet werden, die innerhalb von zwölf Monaten vor dem Bewertungsstichtag stattfanden (§ 11 Abs. 2 Satz 2 BewG). Können keine Veräußerungsvorgänge aus der Vergangenheit herangezogen werden, ist der gemeine Wert unter Berücksichtigung der Ertragsaussichten oder einer anderen anerkannten, auch im gewöhnlichen Geschäftsverkehr für nichtsteuerliche Zwecke üblichen Methode zu ermitteln. Alternativ hierzu kann auch das sog. vereinfachte Ertragswertverfahren nach den §§ 199 ff. BewG angewendet werden, sofern dies nicht zu offensichtlich unzutreffenden Ergebnissen führt. Insgesamt darf der Substanzwert aber nicht unterschritten werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor allen Dingen im Falle von Startups, die sich noch in der Aufbau- und Gründungsphase befinden und über eine vergleichsweise kurze Historie verfügen, bestehen in Bezug auf die Anteilsbewertung Unsicherheiten. Hat bspw. kürzlich eine Finanzierungsrunde stattgefunden, könnte die Finanzverwaltung für die Besteuerung den Unternehmenswert heranziehen, der Grundlage des Einstiegs des Investors war. Denn die mit dem Einstieg einhergehende Kapitalerhöhung könnte als Verkauf i.S.v. § 11 Abs. 2 Satz 2 BewG gewertet werden. Wird demgegenüber für die Wertfindung ein
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Discounted-Cash-Flow
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           -Verfahren herangezogen, kann die Prognose der künftigen Cash-Flows Schwierigkeiten bereiten. In Bezug auf das vereinfachte Ertragswertverfahren äußert bereits die Finanzverwaltung in ihren Erlassen selbst Zweifel an dessen Eignung. So könne gerade bei neu gegründeten Unternehmen eine Bewertung nach §§ 199 ff. BewG zu offensichtlich unzutreffenden Ergebnissen führen, da hier eine Ableitung des künftigen Jahresertrages aus Vergangenheitserträgen noch nicht möglich sei (R B 199.1 Abs. 6 ErbStR). Vor der Entscheidung über die Ausgabe von Anteilen an Arbeitnehmer ist daher auch der Frage der Wertfindung ein besonderes Augenmerk zu widmen und die gegebenen Umstände von Fall zu Fall zu beleuchten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um Rechtssicherheit in Bezug auf die Bewertung zu erlangen, hat das Betriebsstättenfinanzamt nach der Übertragung einer Vermögensbeteiligung im Rahmen einer Anrufungsauskunft (§ 42e EStG) den vom Arbeitgeber nicht besteuerten Vorteil jedoch zu bestätigen (§ 19a Abs. 5 EStG). So sollen Diskussionen im Zeitpunkt der Besteuerung, welcher maximal zwölf Jahre später liegen kann, zumindest vermieden werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV.	Aufschiebung der Besteuerung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 19a Abs. 1 Satz 1 EStG unterliegt der dem Arbeitnehmer zufließende geldwerte Vorteil im Kalenderjahr der Zuwendung nicht der Besteuerung. Wirtschaftlich betrachtet wird die Steuer zinslos gestundet. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Anwendung der Regelung muss im Rahmen des Lohnsteuerabzugsverfahrens erklärt werden. Dabei ist die Zustimmung des Arbeitnehmers erforderlich. § 19a EStG ist somit ein Wahlrecht, welches im Übertragungszeitpunkt bzw. dem Zeitpunkt der jeweiligen Lohnabrechnung auszuüben ist. Zur Nichtbesteuerung kann nicht mehr im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung optiert werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wann der Besteuerungsaufschub endet, ist von verschiedenen Fallkonstellationen abhängig. So tritt die spätere Besteuerung ein, wenn:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ol&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             die Vermögensbeteiligung ganz oder teilweise entgeltlich oder unentgeltlich übertragen wird,        insbesondere auch in den Fällen des § 17 Abs. 4 und des § 20 Abs. 2 Satz 2 EStG oder bei Einlagen in ein Betriebsvermögen,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             seit der Übertragung der Vermögensbeteiligung zwölf Jahre vergangen sind oder
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             das Dienstverhältnis zu dem bisherigen Arbeitgeber beendet wird. Übernimmt der Arbeitgeber in diesem Fall die Lohnsteuer, ist der übernommene Abzugsbetrag nicht Teil des zu besteuernden Arbeitslohns.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ol&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tritt einer der vorstehenden Fälle ein, unterliegen die bis dato nicht besteuerten geldwerten Vorteile vollumfänglich der Besteuerung. Erhoben und abgeführt wird die Steuer im Wege des Lohnsteuereinbehalts durch den Arbeitgeber.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sind seit der Übertragung der Anteile mindestens drei Jahre vergangen, ist bei der Ermittlung der Steuerlast die Fünftel-Regelung nach § 34 Abs. 1 EStG anzuwenden. § 19a EStG beinhaltet damit neben der zinslosen Stundung zugleich auch eine tarifliche Ermäßigung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist der Wert der Anteile zwischen dem Zeitpunkt der damaligen Übertragung und dem Zeitpunkt der Besteuerung gesunken, unterliegt die Differenz zum damaligen Wert abzüglich etwaiger vom Mitarbeiter seinerzeit zu leistender Zuzahlungen, nicht der Besteuerung. Vermieden werden soll hierdurch eine Besteuerung im Verlustfall.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Steuerbefreiung führt jedoch nicht dazu, dass in gleicher Weise auf etwaige Sozialversicherungsbeiträge zeitlich befristet verzichtet wird. Der Sachbezug unterliegt in vollem Umfang im Zeitpunkt der Anteilsübertragung der Sozialversicherungspflicht. Jene Sozialversicherungspflicht führt im Weiteren dazu, dass der später zu versteuernde Arbeitslohn bei der Berechnung der Vorsorgepauschale nach § 39b Abs. 2 Satz 5 EStG sodann unberücksichtigt bleibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V.	Weitere Behandlung der Anteile auf Ebene des Mitarbeiters
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Anschaffungskosten der gewährten Anteile sind auf Ebene des Mitarbeiters mit deren gemeinen Wert anzusetzen. Bezieht der Mitarbeiter Ausschüttungen führen diese zu Einkünfte aus Kapitalvermögen. In Abhängigkeit von der Beteiligungshöhe und dem Vorhandensein weiterer Voraussetzungen werden die Dividendenbezüge entweder der Abgeltungssteuer oder dem sog. Teileinkünfteverfahren unterworfen, nach dem 60 v.H. der Dividenden mit dem regulären Tarif besteuert werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Werden die Anteile zu einem späteren Zeitpunkt veräußert, ist die Besteuerung des Veräußerungsgewinns ebenfalls von der Höhe der Beteiligung abhängig. Liegt eine Beteiligungsquote von mindestens 1% vor, führt die Veräußerung zu Einkünften aus Gewerbebetrieb nach § 17 EStG mit der Folge, dass bspw. Gewinne nach § 3 Nr. 40 Buchst. c i.V.m. 3c Abs. 2 EStG zu 40 % steuerfrei gestellt werden. Handelt es sich dagegen um eine Beteiligung von weniger als 1% führt die Veräußerung zu Einkünfte aus Kapitalvermögen nach § 20 Abs. 2 Nr. 2 EStG. Der Gewinn unterliegt der Abgeltungssteuer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV. Fazit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit § 19a EStG verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, die Rahmenbedingungen für Unternehmensgründer zu verbessern und die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschlands zur Ansiedlung von Wachstumsunternehmen zu steigern. Die Vorschrift sieht steuerliche Vergünstigungen für Arbeitnehmer vor, wenn Mitarbeiter unmittelbar am Unternehmen und dessen künftigen Erfolg beteiligt werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die unentgeltliche oder verbilligte Übertragung von Anteilen führt zu einem geldwerten Vorteil, der im Zeitpunkt der Anteilsgewährung grundsätzlich der Besteuerung und Sozialversicherung unterliegt. Für alle Anteilsübertragungen, die nach dem 30.6.2021 erfolgen, wird nun durch § 19a EStG von der Besteuerung Abstand genommen. Der Besteuerungsaufschub kann maximal zwölf Jahre betragen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Abstandnahme von der Besteuerung entfällt, wenn die Anteile bspw. durch den Arbeitnehmer veräußert werden oder das Arbeitsverhältnis endet. Liegt der Zeitpunkt der ursprünglichen Anteilsgewährung bereits mehr als drei Jahre zurück, erfolgt die Besteuerung unter Zugrundelegung der sog. Fünftel-Regelung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 18 Aug 2021 13:46:05 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Unternehmensbasisregister – Special Nr. 345</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/special-nr-345</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Das neue Unternehmensbasisregister im Zusammenspiel mit dem Transparenzregister und dem Handelsregister. Neue Pflichten oder Risiken? 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           I. Einleitung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Handelsregister
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           ist aus dem Alltag von Einzelkaufleuten sowie kleiner, mittelständischer und großer Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Um alle Eintragungen auf dem neuesten Stand zu halten, braucht man regelmäßig einen Notar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die sich ständig erweiternden Pflichten aus dem
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Transparenzregister
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           kann man mittlerweile als Unternehmer nicht mehr ignorieren. Wer diese dennoch ignoriert, bekommt möglicherweise unerwünschte Post vom Bundesverwaltungsamt in Form eines Anhörungsbogens für ein Bußgeldverfahren. Um alle Eintragungen auf den neuesten Stand zu halten, braucht man regelmäßig einen Rechtsberater.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kurzfristig soll es ein weiteres Register geben, das Register über Unternehmensbasisdaten (Basisregister). Um dort mögliche Pflichten oder Risiken zu identifizieren, braucht man erst mal ein Grundverständnis worum es sich handelt und worauf es abzielt. Dabei möchten wir mit diesem Beitrag behilflich sein.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Erklärung heißt es in der Pressemitteilung auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Das Basisregister und eine bundeseinheitliche Wirtschaftsnummer für Unternehmen werden zukünftig für erheblich weniger Bürokratie bei den Unternehmen und eine Entlastung der Verwaltung sorgen. Unternehmen sollen künftig ihre Daten nur noch einmal nennen müssen – alle Behörden können dann darauf zugreifen.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Drei Register, aber nur eine einmalige Nennung von Daten? Nach einer solchen Ankündigung lohnt sich ein vergleichender Blick:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Das Handelsregister
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                1.	Adressaten und Registerstelle
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Adressat des Handelsregisters sind juristische Personen und Personenvereinigungen, aber auch eingetragene Einzelkaufleute.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             „Das“ Handelsregister ist kein einheitliches Register, sondern wird von den Amtsgerichten für ihren jeweiligen Bezirk geführt und verwaltet, es gibt mithin eine Vielzahl von Registerstellen mit regelmäßig voneinander abweichender Verwaltungspraxis.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                2.	Inhalt und Zweck
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Das Handelsregister enthält verschiedene Daten von Unternehmen, die im unternehmerischen Verkehr gebraucht werden: Firmenname, Sitz, Handelsregisternummer, Gesellschaftszweck, (Mindest-) Kapital, Vertretungsregelungen, Geschäftsführer, Prokuristen, weitere Eintragungen wie zum Beispiel erfolgte Rechtsnachfolgen durch Verschmelzungen sowie die jeweiligen Zeitpunkte der Eintragungen und Austragungen.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Der Zweck des Registers ist es den Rechts- und Geschäftsverkehr zu erleichtern, indem Vertragspartner sich auf gewisse Eintragungen im Handelsregister verlassen können. Die Eintragungen schaffen insbesondere im zivilrechtlichen Rechtsverkehr Sicherheit und Vertrauen.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Wenn die Eintragungen nicht vollständig oder nicht richtig sind, drohen z.B. durch Vertragspartner die Zurückweisung von Vertragsabschlüssen mit gesetzlichen Vertretern wie Geschäftsführern oder Prokuristen, die nicht eingetragen sind, Legitimationsprobleme zum Beispiel bei Finanzierungsgesprächen mit Banken und für GmbHs im schlimmsten Fall sogar ein gutgläubiger Erwerb vom Nichtberechtigten, wenn keine korrekte und aktuelle Gesellschafterliste hinterlegt ist.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             In den typischen Fällen kann sich der Vertragspartner auf eine Eintragung im Handelsregister berufen, auch wenn sich nachträglich herausstellt, dass diese objektiv falsch war. Im Wesentlichen erfolgen die Eintragungen mithin im Eigeninteresse des Unternehmers.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               3.	Handlungsbedarf für Unternehmer
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Die Unternehmen sind regelmäßig selbst dafür verantwortlich, Richtigkeit und Aktualität des Registers zu pflegen. Die Bestellung und Abberufung von Geschäftsführern und Prokuristen z.B. muss eingetragen werden, ist aber auch ohne Eintragung bereits wirksam. Dasselbe gilt für die Abberufung. Ist eine Eintragung falsch, oder nicht mehr richtig, oder ist eine Gesellschafterliste nicht aktuell, treffen die negativen Folgen primär das Unternehmen selbst. Eintragungen zum Handelsregister müssen regelmäßig notariell beglaubigt werden, sodass die Notare zwar die Handelsregisteranmeldungen einreichen, dies aber in den meisten Fällen nur auf Veranlassung des Unternehmers selbst. Nur in einzelnen Bereichen sind Notare ermächtigt, oder auch verpflichtet, gewisse Eintragungen oder Einreichungen an das Handelsregister eigenständig zu veranlassen, soweit sie an einer entsprechenden Urkunde mitgewirkt haben.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Die Verhängung von Bußgeldern ist möglich, aber eher selten, weil nicht eingetragene Änderungen von den Behörden schwer zu prüfen sind, aber wohl auch weil die Eintragungen primär im Eigeninteresse des Unternehmers erfolgen. Ganz anders ist dies beim Transparenzregister, bei dem die Eintragungen im staatlichen Interesse erfolgen und der Mangel von Eintragungen in vielen Fällen eindeutig zu erkennen ist.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Das Transparenzregister
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                1.	Adressaten und Registerstelle
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Das Transparenzregister hat einen ganz anderen Ansatzpunkt: Es werden keine Unternehmen gelistet, sondern natürliche Personen und auch nicht alle, sondern nur solche, die die wesentlichen wirtschaftlichen Vorteile aus einem Unternehmen treffen und/oder die wesentlichen Einfluss auf die Geschicke eines Unternehmens haben. Eingetragen wird mithin der sogenannte Wirtschaftlich Berechtigte, dessen Bestimmung in Konzernfällen durchaus schwierig sein kann. Das Transparenzregister listet mithin natürliche Personen, ordnet diese aber bestehenden juristischen Personen und Personenvereinigungen als Wirtschaftlich Berechtigte zu. Wer Informationen über eine im Handelsregister eingetragene Personenvereinigung sucht, kann im Transparenzregister den zugehörigen Wirtschaftlich Berechtigten ermitteln, wobei derzeit noch gesetzliche Fiktionen gelten, was dazu führt, dass bei manchen Unternehmen richtigerweise kein Eintrag erfolgt. Der Leser braucht mithin Rechtskenntnisse. Für eine umfassende Information muss der Anwender mithin in zwei Register schauen.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Das Transparenzregister wird vom Bundesanzeiger Verlag als registerführende Stelle in der Rechtsform der GmbH geführt und ist ein bundeseinheitliches Register.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                
                2.	Inhalt und Zweck
               &#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Zweck der Führung des Transparenzregisters ist die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Wer von diesen schweren Vorwürfen betroffen ist, wird eine Eintragung lieber vermeiden wollen. Die Eintragung erfolgt mithin nicht im Eigeninteresse, sondern im rechtsstaatlichen Interesse. Da der Zweck die Vermeidung und Verfolgung schwerer Straftaten ist, werden fehlende oder falsche Eintragungen behördlich nachhaltig mit Bußgeldern geahndet. Bei dem Bußgeld geht es nicht um die Ahndung schwerer Straftaten an sich, sondern Anknüpfungspunkte von Bußgeldverfahren sind falsche oder fehlende Angaben im Transparenzregister und treffen mithin auch rechtschaffende Bürger.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               3.	Handlungsbedarf für Unternehmer
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Für die Pflege der Aktualität seiner Eintragungen im Transparenzregister ist allein der Unternehmer selbst, bzw. dessen gesetzlicher Vertreter verantwortlich. 
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Für das Transparenzregister ist erneut eine Gesetzesänderung geplant, aber noch nicht vollzogen. Der Bundesrat hat am 25. Juni 2021 den Bundestagsbeschluss zum Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz vom 10. Juni 2021 - mit einer Privilegierung für eingetragene Vereine - gebilligt. Ein Inkrafttreten des Gesetzes wird zum 1. August 2021 erwartet. Das bisherige Auffangregister soll zum Vollregister werden. Bisher bestehen gesetzliche Ausnahmen durch Verweise auf andere Register, insbesondere das Handels- bzw. Vereinsregister. Soweit gewisse Daten aus anderen öffentlichen, elektronisch abrufbaren Registern einsehbar sind, entfällt eine Meldepflicht zum Transparenzregister. Diese Ausnahmen sollen wegfallen, jegliche Wirtschaftlich Berechtigten, auch Vertretungsorgane als sogenannte fiktive Wirtschaftlich Berechtigte müssen zukünftig aktiv gemeldet werden. Sofern für ein Unternehmen danach gar keine Eintragung gemacht ist, ist der Verstoß zukünftig offensichtlich. Insoweit gilt bereits jetzt dringender Handlungsbedarf und zwar nicht nur für eine Erstmeldung, sondern auch für notwendige Aktualisierungen.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Unanfechtbare Bußgeldentscheidungen über mindestens 200,00 Euro werden im Internet veröffentlicht, unter Nennung der Namen der Sünder. Die veröffentlichte Liste ist Stand Mitte Mai 2021 bei Nummer 314. Die Summe der 200,00 Euro sollte jedoch nicht täuschen; typische Bußgelder liegen schnell im fünfstelligen Bereich.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            IV. Basisregister
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              1.	Adressaten und Registerstelle
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das Gesetz sieht noch einmal einen anderen Adressatenkreis als das Handelsregister einerseits und das Transparenzregister andererseits vor. Es sollen alle „wirtschaftlich aktiven Einheiten“ in Deutschland er-fasst werden. Dazu zählen juristische Personen, Personenvereinigungen, aber auch „natürliche Personen, die wirtschaftlich tätig“ sind (Wirtschaftlich Tätige). Bei letzteren dürfte es sich auch um Personen handeln, die derzeit weder im Handelsregister noch im Transparenzregister eingetragen werden müssen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das Register wird beim Statistischen Bundesamt als Registerbehörde geführt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Allerdings hat das Basisregister einen ganz anderen Ansatzpunkt, denn es vermittelt keine Pflichten für die zu registrierenden Personen. Zu diesem Punkt gibt es derzeit wohl noch einige Irritationen. Vielmehr wird das Basisregister aus bereits in anderen Registern oder sonstigen Datenbeständen vorhandenen Daten der öffentlichen Stellen erstellt. Zum Zwecke des Aufbaus und zur Führung des Basisregisters werden der Registerbehörde Bestandsdaten von öffentlichen Stellen übermittelt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Anders als beim Handelsregister und beim Transparenzregister wird nach dem bisherigen Gesetzesentwurf weder die Allgemeinheit, noch ein bestimmter Kreis von Unternehmern Zugang zum Basisregister bekommen. Das Basisregister ist mithin nur für Behörden einsehbar! Für das Informationsinteresse des betroffenen Unternehmers selbst gilt folgendes: Nach dem Gesetz können Unternehmen, die keine natürlichen Personen sind, Auskünfte über die sie betreffenden Protokolldaten verlangen. Dies dürfte wohl umgekehrt bedeuten, dass natürliche Personen Auskünfte über die sie betreffenden Protokolldaten nicht verlangen können. Nach dem Gesetzesentwurf und dessen Begründung handelt es sich bei Protokolldaten um „protokollierte Datenübermittlungen durch die Registerbehörde“. Nach dem so gefassten Wortlaut scheint dies dagegen nicht die Datenübermittlung an die Registerbehörde zu umfassen. D.h. der Unternehmer, der keine natürliche Person ist, kann auf Antrag erfahren an wen die Registerbehörde seine Daten übermittelt hat, jedoch nicht, welche Daten über ihn ursprünglich an die Registerbehörde gegangen sind. Ob dieser Umstand so umgesetzt wird, oder auf Ablehnung stößt, bleibt abzuwarten.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               2.	Inhalt und Zweck 
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das Register soll alle Stammdaten, wie Namen, Sitz, Geschäftsanschrift, Rechts-form und Wirtschaftszweig erfassen. Diese Daten sind im Wesentlichen bereits im Handelsregister erfasst, wobei dort nicht der Wirtschaftszweig, sondern der Gesellschaftszweck veröffentlicht ist; zwei Begriffe die sich zwar meist auseinander ableiten lassen, aber nicht identisch sind. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das Handelsregister hat insoweit einen anderen Adressatenkreis, als natürliche Personen nur eingetragen sind, wenn und soweit sie (eingetragene) Kaufleute sind. Das soll sich im Basisregister ändern, wo auch wirtschaftlich tätige natürliche Personen registriert werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Deutschland arbeitet derzeit mit rund 120 öffentlichen Registern mit Unternehmensbezug ganz unterschiedlicher Art, z.B. in den Bereichen Gewerberecht, Strafrecht, Finanzverwaltung etc. Bisher erfolgt ein Austausch von Informationen zwischen den Registern üblicherweise nicht. Es ist geplant, dass das Basisregister sowohl Redundanzen vermeiden soll, als auch ermöglichen soll, dass alle (oder wohl die meisten) Behörden darauf zugreifen. Dadurch soll Bürokratie abgebaut und er-höhte Sicherheit bei der Identifikation von Unternehmen geschaffen werden. Eine Nutzung soll bis 2024 möglich werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              3.	Bundeseinheitliche Wirtschaftsnummer 
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Jeder Unternehmer erhält im Basisregister eine bundeseinheitliche Wirtschaftsnummer. Die gesetzliche Grundlage dafür ist in § 139c der Abgabenordnung längst vorhanden, wenn diese Vorschrift auch kaum bekannt sein dürfte. Die bundeseinheitliche Wirtschaftsnummer soll eine register- und verwaltungsübergreifende Identifikation der Unternehmen ermöglichen. Das Gesetz sieht vor, dass jedes Register seine bisherigen Nummern weiterführt. Die bundes-einheitliche Wirtschaftsnummer wird mithin zusätzlich vergeben. Im Basisregister sollen dann auch alle anderen Registernummern, wie etwa die Handelsregisternummer aufgelistet werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Da jede bundeseinheitliche Wirtschaftsnummer nur einmal vergeben werden darf, dürfte diese deutlich länger ausfallen als die bisherige Handelsregisternummer. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              4.	Handlungsbedarf für Unternehmer
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Bisher scheint der versprochene Abbau von Bürokratie nicht nur die Arbeit der verschiedenen Behörden im Hinblick auf die verschiedenen Register zu betreffen, sondern auch die Unternehmer selbst sollen durch Reduzierung von Meldepflichten für gewisse Daten in den Genuss des Bürokratieabbaus kommen. Der Nutzen des Bürokratieabbaus für die Unternehmer liegt jedoch nicht darin, dass er bisherige Meldungen etwa an das Transparenzregister, oder das Handelsregister nicht mehr würde vornehmen müssen. Vielmehr soll der Nutzen darin liegen, dass verschiedene andere öffentliche Stellen, die bei betroffenen Personen Basisdaten anfordern müssten, stattdessen auf das Basisdatenregister zugreifen und den Unternehmer von der Meldung solcher Daten verschonen sollen. Ob dies tatsächlich so praktiziert werden wird, bleibt abzuwarten. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Nach der bisherigen Gestaltung hat der Unternehmer mithin keine Meldepflicht gegenüber der registerführenden Stelle des Basisregisters. Dementsprechend enthält das Gesetz auch weder Regelungen zu Form und Inhalt von Registeranmeldungen, noch eigene Bußgeldvorschriften im Zusammenhang mit Anmeldung, Inhalt und Vollständigkeit der Daten. Damit korrespondiert wohl auch die Situation, dass kein Recht zu einer Meldung besteht, wobei das wohl noch nicht abschließend geklärt zu sein scheint. Das Gesetz sieht kein Meldeverfahren vor. Das bedeutet, der Unternehmer muss weiterhin den bestehenden Registern Meldung erstatten und kann sich davon nicht durch eine Meldung an das Basisregister befreien.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Im Hinblick auf die zukünftige tatsächliche Umsetzung befinden wir uns heute allerdings noch im Bereich freier Spekulation. Insoweit ist im Rahmen der Umsetzung auch noch mit möglichen Gesetzesänderungen zu rechnen. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der Anwender muss mithin weiterhin selbst entscheiden, welche Daten er bei welchem Registern anmeldet und er wird die korrekte und jeweils aktualisierte Pflege aller Register selbst überwachen müssen, so dass sich die Bürokratie zunächst nicht reduziert.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ungeklärt ist jedoch die Frage, ob und inwieweit der Unternehmer davon befreit wird, Daten, die im Basisregister vorhanden sind, an andere Register melden zu müssen. Das Grundkonzept des Basisregisters für Betroffene ist das „Once-Only“-Prinzip, dass der Unternehmer mithin Basisdaten nur einmalig melden muss, zwar nicht zum Basisregister, aber zum Beispiel zum Handelsregister und danach an kein anderes öffentliches Register mehr. Insoweit stellt sich die Frage, ob und inwieweit eine Meldung zum Beispiel an das Transparenzregister solche Daten, die im Basisregister verfügbar sind, nicht mehr enthalten muss. Zu dem Themenkreis schweigt das Gesetz. Realistisch betrachtet kann ein Unternehmer bis auf anderslautende Verwaltungsanweisungen nicht damit rechnen, dass er seine Meldepflichten an andere Registern reduzieren kann, ohne das Risiko eines Bußgeldes einerseits, oder andererseits der fehlenden Eintragung z.B. im Handelsregister einzugehen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Auch stellt sich die Frage, ob und inwieweit der Unternehmer überhaupt erfährt, welche Daten im Basisregister über ihn gespeichert sind. Sofern er den aktuellen jeweiligen Stand nicht kennt, kann er Meldungen an andere Register jedenfalls nicht um gewisse Daten reduzieren, oder gar auslassen. Die Vereinfachung dürfte wohl eher umgekehrt darin zu sehen sein, dass Behörden die normalerweise Basisdaten von einem Unternehmer anfordern würden, diese nun nicht anfordern, weil sie die Daten aus dem Basisregister entnehmen können. Ob die Behörden dies dann tatsächlich auch machen (müssen) und ob solche Pflichten kontrollier- und/ oder durchsetzbar sind, wird eher eine praktische Frage sein.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Ankündigung, „alle“ Behörden sollten zukünftig auf die Basisdaten zugreifen können, wird wohl in dieser Allgemeinheit nicht zutreffen. § 5 des Gesetzes enthält einen langen enumerativen Katalog, an welche Behörden Daten von der Registerbehörde übermittelt werden dürfen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zu klären wären auch neue Begrifflichkeiten:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Während im Basisregister „Wirtschaftlich Tätige“ eingetragen werden, arbeitet das Transparenzregister mit „Wirtschaftlich Berechtigten“. Wer für eine „wirtschaftlich aktive Einheit“ als „Wirtschaftlich Berechtigter“ im Transparenzregister gemeldet ist, könnte gleichzeitig auch eine „wirtschaftlich tätige natürliche Person“ im Sinne des Basisregisters sein. Wäre dies so, müsste jede im Transparenzregister gemeldete natürliche Person gleichzeitig als Unternehmen im Sinne des Basisregisters gelten und dort separat registriert werden. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Umgekehrt könnte eine „wirtschaftlich tätige natürliche Person“ möglicherweise auch dann anzunehmen sein, wenn sie im Transparenzregister nicht als Wirtschaftlich Berechtigte gemeldet werden muss, z.B., weil sie weniger als 25 % einer Unternehmensbeteiligung hält. Auch mit 24 % ist man aber vermutlich „Wirtschaftlich Tätiger“, nicht aber „Wirtschaftlich Berechtigter“. Diese Begriffe werden Rechtslehre und Rechtsprechung mit Leben füllen müssen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Adressaten, die im Basisregister eingetragen werden, sind mithin nicht deckungsgleich mit den Adressaten des Handelsregisters und des Transparenzregisters. Da keine Meldepflicht besteht, hat das Einfluss auf die Betroffenen nur insoweit, als über die Betroffenen Daten gespeichert werden, die andere Anknüpfungspunkte haben als die Daten im Handelsregister und im Transparenzregister. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Im Hinblick auf Datenschutz dürfte dies insoweit unkritisch sein, als es generell um Basisdaten geht, die an öffentliche Register zwingend gemeldet werden müssen und nicht um Daten, an denen das Unternehmen selbst ein berechtigtes Geheimhaltungsinteresse hat. Allerdings werden diese Daten nun frei zwischen den Behörden getauscht. Da es aber nur um Basiseckdaten geht, sind ein Geheimhaltungsinteresse oder andere datenschutzrechtliche Aspekte, die kritisch sein könnten, bisher nicht zu erkennen. Jedenfalls wird die Registerbehörde ab dem Zeitpunkt der Datenübermittlung Verantwortliche im Sinne der DSGVO, woraus sich die weitere Frage ableitet, ob der Betroffene bei Datenabrufen von der jeweiligen Behörde ordnungsgemäß informiert werden muss.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V. Fazit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Idee einer einheitlichen Meldung von Basisdaten kann durchaus positiv zu bewerten sein, wenn sie in der Praxis gut und rechtlich ordnungsgemäß unter Wahrung der Betroffenenrechte funktioniert. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für ein funktionierendes Zusammenspiel der einzelnen Register besteht dringender und rechtlich eindeutiger Klärungsbedarf, auch im Hinblick auf die Verwaltungspraxis, bevor das Register bundesweit eingesetzt wird. Auch werden sämtliche beteiligten Registerstellen, mithin sämtliche Amtsgerichte, der Bundesanzeiger Verlag sowie das Statistische Bundesamt klare und einheitliche Handlungsanweisungen erhalten müssen und sowohl das rechtliche Verständnis als auch die Kapazitäten und die digitale Infrastruktur haben müssen, um miteinander schnell und effizient zu arbeiten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für Unternehmer, Mitglieder von Personenvereinigungen aller Art, Gesellschafter, und Vertretungsorgane gilt es daher umso dringender, den Überblick über Vollständigkeit und Aktualität der Eintragungen zum Handelsregister und zum Transparenzregister zu behalten, zumal Letzteres in naher Zukunft wohl noch einmal grundlegend umgestaltet wird. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da der Unternehmer im Hinblick auf die Daten zum Basisregister keine Meldepflicht hat, ist er im Hinblick auf Richtigkeit und Vollständigkeit der dort gespeicherten Daten zwar nicht direkt verantwortlich. Im Falle von im Basisregister hinterlegten falschen oder unvollständigen Daten, dürften jedoch ggfs. Rückschlüsse und Prüfungen auch bei anderen Registern durchgeführt werden können. Soweit auf dieser Grundlage Fehler oder Fehlbestände in anderen Registern erkannt werden, kann sich eine Verantwortlichkeit des Unternehmers im Hinblick auf das andere Register jedoch sehr wohl ergeben. Das Risiko von Bußgeldern und/oder anderen Problemen könnte sich somit erhöhen, da zukünftig nahezu sämtliche Behörden auf die Daten aus dem Basisregister zugreifen und diese somit zumindest auf Plausibilität  prüfen können. Der Unternehmer wird transparenter, Fehler fallen schneller auf. Der Unternehmer selbst hat aber wohl keine Möglichkeit, selbst Einsicht in das Basisregister zu nehmen. Sofern der Unternehmer keine natürliche Person ist, kann er zumindest auf Antrag protokollierte Datenabrufe anderer Behörden aus dem Basisregister abfragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten Sie Fragen zu den Themenbereichen haben, unterstützen wir Sie gerne. Sprechen Sie uns an!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 05 Aug 2021 14:14:15 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Steuerliche Maßnahmen bei Hochwasserschäden – Special Nr. 346</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Steuerliche Maßnahmen zu Hochwasserschäden in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern; bundesweite Billigkeitsregelung zur Umsatzsteuer
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die unvorstellbaren Unwetterkatastrophen insbesondere am 14. und 15. Juli 2021 halten Deutschland in Atem. Die Bundesregierung und die Landesregierungen bereiten diverse Hilfsmaßnahmen vor. Unter Anderem erhalten unmittelbar Betroffene auf einfachen Antrag ohne nähere Prüfung einen Sockelbetrag von 1.500 € zuzüglich 500 € für jede weitere Person im Haushalt, insgesamt maximal 3.500 €. Für beschädigte Betriebsstätten (Gewerbebetrieb, Land- und Forstwirtschaft, Freie Berufe) können ähnlich unbürokratisch 5.000 € abgerufen werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unabhängig davon haben die Ministerien der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zunächst am 16. Juli 2021 und Bayern am 19. Juli 2021 und überarbeitet am 23. Juli 2021 steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Schäden im Zusammenhang mit den Unwetterereignissen bekannt gegeben und die Finanzämter entsprechend angewiesen 
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.finanzverwaltung.nrw.de/sites/default/files/asset/document/2021-07-23_katastrophenerlass.pdf"&gt;&#xD;
        
            https://www.finanzverwaltung.nrw.de/sites/default/files/asset /document/2021-07-23_katastrophenerlass.pdf
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           . Die Erlasse sind inhaltsgleich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Stundungs- und Vollstreckungsmaßnahmen sowie Anpassung der Vorauszahlungen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Steuerpflichtige, die nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich von der Unwetterkatastrophe betroffen sind, können bis zum 31. Oktober 2021 Stundungsanträge für fällige Steuerzahlungen stellen. Darüber hinaus sollen Vollstreckungsmaßnahmen beim betroffenen Personenkreis ausgesetzt werden. Herabsetzungsanträgen für Steuervorauszahlungen soll ohne nähere Prüfung stattgegeben werden. Auch nach dem 31. Oktober 2021 sind solche Maßnahmen möglich, dann aber näher zu begründen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Spendenbescheinigungen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allgemein gelten nur für Spenden bis 200 € Erleichterungen hinsichtlich des Nachweises. Spenden über 200 € werden nur anerkannt, wenn nach amtlichem Vordruck erstellte Spendenbescheinigungen eingereicht werden. Spenden im Rahmen der Unwetterkatastrophe, die bis zum 31. Oktober 2021 geleistet werden, bedürfen nur noch eines Zahlungsnachweises (zum Beispiel Kontoauszug, Lastschrifteinzugsbeleg oder PC-Ausdruck bei onlinebanking). Die Spende muss auf ein für den Katastrophenfall eingerichtetes Sonderkonto bestimmter Institutionen des öffentlichen Rechts oder der Freien Wohlfahrtspflege eingezahlt werden. Eine Limitierung auf eine bestimmte Höhe sieht der Erlass nicht vor, d. h. auch für eine Spende zum Beispiel in Höhe von 10.000 € bedarf es keiner Spendenbescheinigung. Davon unabhängig sehen die online eingezahlten Spenden bestimmter Organisationen wie „Aktion Deutschland hilft“ die Beantragung einer Spendenbescheinigung durch Eingabe der Adressdaten vor, was trotz der Erleichterung empfehlenswert bleibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemeinnützige Körperschaften dürfen die ihnen gehörenden Mittel nur für satzungsgemäße Zwecke ausgeben. Eine Ausnahme wird für diese gemeinnützigen Institutionen bezüglich der Zweckbindung gemacht, wenn sie Mittel für Opfer des Hochwassers verwenden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Anerkennung von bestimmten Betriebsausgaben
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tragen Unternehmer Aufwendungen zur Unterstützung für Opfer des Schadensereignisses, sind diese als Betriebsausgaben abzugsfähig, wenn sie als sog. Sponsoring-Maßnahmen angesehen werden können. Dies gilt, wenn die Maßnahmen dem unternehmerischen Ansehen dienen sollen und in irgendeiner Form Öffentlichkeitswirksamkeit erreichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch Zuwendungen an vom Schadensereignis betroffene Geschäftspartner zur Aufrechterhaltung der Geschäftsbeziehung werden als Betriebsausgaben anerkannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gleiches gilt für sonstige Zuwendungen in Form von Wirtschaftsgütern oder sonstigen betrieblichen Nutzungen und Leistungen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Soweit es sich bei dem Empfänger von Sachleistungen um Unternehmer handelt, sind diese bei ihm mit dem sog. gemeinen Wert als Betriebseinnahmen zu erfassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V. Verlust von Buchführungsunterlagen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sind durch das Schadensereignis Buchführungsunterlagen oder sonstige Aufzeichnungen vernichtet worden oder verloren gegangen, so sollen hieraus keine steuerlichen Nachteile gezogen werden. Das ist eigentlich selbstverständlich und bedarf keines besonderen Erlasses. Allerdings ist der Hinweis wichtig, den Verlust zeitnah zu dokumentieren und so weit wie möglich nachzuweisen oder glaubhaft zu machen. Die Finanzverwaltung fürchtet offensichtlich Trittbrettfahrer. Daher empfiehlt es sich, der Finanzverwaltung in angemessener Zeit eine formlose Mitteilung zu machen und nicht erst die Abgabefrist für die Steuererklärungen abzuwarten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            VI. Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Lohnsteuer
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               1. Sonderabschreibungen
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Soweit es sich bei den Aufwendungen zum Wiederaufbau ganz oder zum Teil zerstörter Gebäude nicht um Erhaltungsaufwand handelt, können auf Antrag im Wirtschaftsjahr der Fertigstellung und in den beiden folgenden Wirtschaftsjahren von den Herstellungskosten Sonderabschreibungen bis zu insgesamt 30 % vorgenommen werden. Für die Ersatzbeschaffung beweglicher Anlagegüter beträgt die Sonderabschreibung bis zu insgesamt 50 % im gleichen Begünstigungszeitraum.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             In besonders begründeten Ausnahmefällen bei entsprechend hohen Aufwendungen können bereits im Vorgriff auf die Sonderabschreibungen steuerwirksame Rücklagen gebildet werden. Die Rücklagenbildung ist auf insgesamt 600.000 € limitiert und darf in keinem Jahr 200.000 € übersteigen. Die Rücklage kann z.B. in 2021 gebildet werden, wenn die Maßnahmen erst in 2022 oder später vorgenommen werden. Nach unserem Verständnis wäre auch für 2020 eine Rücklagenbildung möglich.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Für die Sonderabschreibungen und die Rücklagen gelten im Übrigen die allgemeinen steuerlichen Rahmenbedingungen, insbesondere § 7a EStG.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;b&gt;&#xD;
                  &lt;br/&gt;&#xD;
                &lt;/b&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;b&gt;&#xD;
                  
                 2. Erhaltungsaufwendungen
                &#xD;
                &lt;/b&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Nach dem Erlass können Aufwendungen für die Wiederherstellung beschädigter Betriebsgebäude und beschädigter beweglicher Anlagegüter ohne nähere Prüfung als Erhaltungsaufwand anerkannt werden, wenn mit der Wiederherstellung innerhalb von drei Jahren nach dem schädigenden Ereignis begonnen wurde und die bisherigen Buchwerte fortgeführt werden. Dabei soll für Gebäude dies nur gelten, wenn die Aufwendungen 70.000 € nicht übersteigen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Diese Anweisung betrachten wir kritisch. Soweit ein Gebäude oder bewegliche Anlagegegenstände nicht hergestellt werden, handelt es sich grundsätzlich immer um Erhaltungsaufwendungen. Grob formuliert kann man sagen, dass bei bestehenden Wirtschaftsgütern immer dann Erhaltungsaufwand vorliegt, wenn nichts Neues geschaffen wird. Wird zum Beispiel ein Betriebsgebäude mehr oder weniger entkernt ohne dass zusätzliche Flächen geschaffen werden oder völlig andere Nutzungskonzepte, stellen die Aufwendungen grundsätzlich Erhaltungsaufwand dar und zwar auch dann, wenn diese nicht durch ein Schadensereignis notwendig wurden. Bei Anschaffungen innerhalb der letzten drei Jahre ist grundsätzlich die 15%-Grenze hinsichtlich der Fiktion anschaffungsnaher Aufwendungen zu beachten, die jedoch unserer Auffassung nach bei dem unvorhersehbaren Schadensereignis keine Anwendung finden darf.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Eine wirkliche Begünstigung kann sein, dass Erhaltungsaufwand größeren Umfangs auf Antrag gleichmäßig auf 2-5 Jahre verteilt werden kann.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Zu beachten ist, dass eventuelle Entschädigungen dritter Seite wie zum Beispiel von Versicherungen den Erhaltungsaufwand ebenso mindern wie die unter 1. dargestellten Herstellungsaufwendungen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               3. Sonderregelungen für die Land-und Forstwirtschaft
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Hier gelten einige Besonderheiten. Insoweit wird auf den Erlass verwiesen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;br/&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                
                4. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
               &#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Auch für die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sollen die unter 1. und 2. dargestellten Besonderheiten zum Erhaltungsaufwand und zu den Herstellungskosten gelten. Auch die Verteilung auf 2-5 Jahre ist möglich, die gemäß § 82b EStDV für Wohngebäude immer schon in Anspruch genommen werden konnte.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;b&gt;&#xD;
                  &lt;br/&gt;&#xD;
                &lt;/b&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;b&gt;&#xD;
                  
                 5. Lohnsteuer
                &#xD;
                &lt;/b&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Beihilfen und Unterstützungen des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer sind bis zu einem Betrag von 600 € je Kalenderjahr steuerfrei. Der 600 € übersteigende Betrag gehört dann ebenfalls nicht zum steuerpflichtigen Arbeitslohn, wenn unter Berücksichtigung der Einkommens- und Familienverhältnisse des Arbeitnehmers ein besonderer Notfall vorliegt, der bei vom Hochwasser betroffenen Arbeitnehmern als vorliegend angesehen wird. Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen und es ist auch zu dokumentieren, dass der leistungsempfangende Arbeitnehmer durch das Hochwasser zu Schaden gekommen ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Auch Zinsvorteile für Darlehen, die zur Beseitigung von Schäden gewährt werden, bleiben steuerfrei.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bestimmte ansonsten lohnsteuerpflichtige Sachzuwendungen werden befristet bis zum 31.10.2021 steuerfrei gestellt:
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	erstmalig nach Schadeneintritt gewährte Kfz-Nutzungsüberlassung, wenn das private Kfz durch das Schadenereignis zerstört wurde,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Nutzungsüberlassung von Wohnungen oder von Unterkünften,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Gewährung von unentgeltlicher Verpflegung an Arbeitnehmer und deren Angehörige,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	andere Sachzuwendungen aus Nutzungsüberlassung.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Verzichtet ein Arbeitnehmer auf die Auszahlung von Teilen des Arbeitslohns zur Unterstützung des Arbeitgebers an vom Hochwasser betroffene andere Arbeitnehmer des Unternehmens oder zugunsten einer Zahlung des Arbeitgebers auf ein Spendenkonto, bleiben diese Lohnteile bei der Feststellung des steuerpflichtigen Arbeitslohns außer Ansatz. Auch hier sind die Voraussetzungen zu dokumentieren. Wenn man so will handelt es sich hier bezüglich der Spenden um eine Verfahrensabkürzung, da der Arbeitnehmer ansonsten die Spende steuerlich im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung geltend machen kann.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              6. Wohnung, Hausrat, Kleidung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Aufwendungen für existenziell notwendige Gegenstände (Wohnung, Hausrat, Kleidung) können als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden. Dies gilt auch für eigengenutztes Wohneigentum. Somit wird der Zugang zur Anerkennung als außergewöhnliche Belastungen erleichtert. Die Grenzen der sogenannten zumutbaren Belastung, die zum Beispiel bei Eheleuten mit einem Gesamtbetrag der Einkünfte von 45.000 € bei 6 % = 2.700 € liegt, bleiben hiervon unberührt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 7. Grundsteuer
                &#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bei Mietausfällen können die üblichen Erlassanträge bei den Gemeinden hinsichtlich der Grundsteuer (Erlass wegen wesentlicher Ertragsminderung gemäß § 33 GrStG) gestellt werden. Auch Stundungsanträge bezüglich der Gewerbesteuer können nur die Gemeinden gewähren.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;br/&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  
                 8. Schenkungsteuer
                &#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Zuwendungen können schenkungsteuerpflichtig sein. Ein Befreiungstatbestand liegt vor, wenn die Zuwendungen direkt oder indirekt über eine Zuwendung an eine kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige Institution an hilfsbedürftige Personen geleistet werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            VII. Billigkeitsregelungen zur Umsatzsteuer
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Mit BMF-Schreiben vom 23. Juli 2021 (III C 2 – S 7030/21/10008) hat das Bundesministerium der Finanzen Billigkeitsmaßnahmen zur Umsatzsteuer im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe im Juli 2021 als Anweisungen an die Finanzbehörden erteilt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              1. Unentgeltliche Wertabgabe von Wohnraum, Investitionsgütern und sonstigen Leistungen
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ein Teil der Billigkeitsmaßnahmen betrifft die unentgeltliche Überlassung von Wohnraum und Investitionsgütern sowie sonstigen Leistungen insbesondere Personalgestellung. In diesen Fällen kommt es normalgesetzlich zur Umsatzversteuerung dieser sog. „unentgeltlichen Wertabgaben“ bzw. zur nachträglichen Korrektur gemäß § 15a UStG eines ursprünglichen Vorsteuerabzugs auf Investitionen. Soweit die unentgeltlichen Wertabgaben auf die Bewältigung der Hochwasserkatastrophe zurück zu führen sind, wird auf die Erhebung der Umsatzsteuer und auf eine Vorsteuerkorrektur verzichtet. Die Billigkeitsregelung gilt für Wohnraumbereitstellung bis zum 31.12.2021 und für Investitionsgüterbereitstellung und sonstige Leistungen bis zum 31.10.2021.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Wohnraumüberlassung betrifft z. B Hotels, die Zimmer zur Verfügung stellen. Neben der Miete gilt der Erlass auch bezüglich der Nebenkosten (Strom, Wasser etc.) und die übrigen Betriebskosten, bei denen der Vorsteuerabzug erhalten bleibt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               2. Herabsetzung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung 2021
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Weiterhin können Unternehmen, die von der Flutkatastrophe betroffen sind, die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung 2021 auf 0 herabsetzen lassen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               3. Sachspenden
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Auch Sachspenden werden begünstigt. Normalerweise müssen für sachgespendete Wirtschaftsgüter Umsatzsteuer entrichtet werden (unentgeltliche Wertabgabe), wenn zuvor der Vorsteuerabzug bei ihrer Anschaffung geltend gemacht wurde. Hierauf wird für den Zeitraum vom 15. Juli bis zum 31. Oktober 2021 bei folgenden Gegenständen verzichtet:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            -	Lebensmittel, Tierfutter, 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            -	für den täglichen Bedarf notwendige Güter (insbesondere Hygieneartikel, Reinigungsmittel, Kleidung, Geschirr oder medizinische Produkte),
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            -	zur unmittelbaren Bewältigung des Unwetterereignisses sachdienliche Wirtschaftsgüter und
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            -	die Gegenstände, die unmittelbar von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen zugutekommen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Beabsichtigen (umsatzsteuerliche) Unternehmer bereits bei der Beschaffung oder Herstellung eine derartige Verwendung, soll der ansonsten für Sachspenden ausgeschlossene Vorsteuerabzug im Billigkeitsweg gewährt werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Diese Billigkeitsregelungen gelten bundesweit für alle Unternehmen, sind also nicht länderabhängig.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               VIII. Fazit
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern haben unter Beweis gestellt, dass sie schnell mit steuerlichen Maßnahmen Unterstützungsleistungen gewähren. Auch die zügige Reaktion des BMF zu umsatzsteuerlichen Billigkeitsmaßnahmen ist zu begrüßen, auch wenn es für den Normalbürger selbstverständlich erscheint, dass Sachspenden und Hilfsleistungen bezüglich Wohnen und Hilfsleistungen nicht mit Umsatzsteuer belastet werden sollten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für nähere Auskünfte zu dieser Thematik sowie die konkrete Umsetzung der Maßnahmen wenden Sie sich gern an uns.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 05 Aug 2021 12:55:07 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Bewirtungsaufwendungen – Steuer-Tipp Nr. 339</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Steuerliche Anerkennung von Bewirtungsaufwendungen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I.	Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 2 EStG können 70% der angemessenen und ordnungsgemäß nachgewiesenen Bewirtungsaufwendungen als Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten abgezogen werden. Dabei wurden die Grundsätze zur steuerlichen Anerkennung von Aufwendungen für die Bewirtung von Personen aus geschäftlichem Anlass in einem Bewirtungsbetrieb als Betriebsausgaben bislang im BMF-Schreiben vom 21.11.1994 geregelt. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II.	Neues BMF-Schreiben
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Mit dem BMF-Schreiben vom 30.06.2021 hat die Finanzverwaltung ihre Verwaltungsauffassung aktualisiert und zum erforderlichen Inhalt sowie zur Erstellung der Bewirtungsrechnung ausführlich Stellung genommen. Dabei geht das BMF insbesondere auch auf digitale oder digitalisierte Bewirtungsrechnungen und –belege ein. Hervorzuheben ist insbesondere Folgendes: 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              1.	Inhalt der Bewirtungsrechnung
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Name und Anschrift des leistenden Unternehmers (Bewirtungsbetrieb)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (dies gilt nicht für Kleinbetragsrechnungen)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Ausstellungsdatum
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Rechnungsnummer
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Rechnung muss eine fortlaufende Nummer enthalten, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben worden ist. Dies gilt nicht bei Kleinbetragsrechnungen. Verpflichtende Angaben nach § 6 Kassensicherungsverordnung (KassenSichV), wie z.B. die Angabe einer Transaktionsnummer, bleiben unberührt.
             &#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Leistungsbeschreibung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Rechnung muss zu der Bewirtungsleistung die Menge und die Art der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung enthalten. Die Angaben „Speisen und Getränke“ und die Angabe der für die Bewirtung in Rechnung gestellten Gesamtsumme reichen nicht. Bezeichnungen wie z. B. „Menü 1“, „Tagesgericht 2“ oder „Lunch-Buffet“ und aus sich selbst heraus verständliche Abkürzungen seien jedoch nicht zu beanstanden. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Leistungszeitpunkt 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ein Verweis z. B. in der Form „Leistungsdatum entspricht Rechnungsdatum“ ist ausreichend. Hand-schriftliche Ergänzungen oder Datumsstempel reichen nicht aus.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Rechnungsbetrag
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Rechnung muss den Preis für die Bewirtungsleistungen enthalten. Gewährt der bewirtende Steuerpflichtige ein Trinkgeld, das in der Rechnung nicht gesondert ausgewiesen wird, gelten für den Nachweis von Trinkgeldzahlungen die allgemeinen Regelungen über die Feststellungslast, die beim bewirtenden Steuerpflichtigen liegt. Der Nachweis kann z. B. dadurch geführt werden, dass das Trinkgeld vom Empfänger des Trinkgeldes auf der Rechnung quittiert wird. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Name des Bewirtenden
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Rechnung muss auch den Namen des bewirtenden Steuerpflichtigen enthalten. Dies gilt nicht bei Kleinbetragsrechnungen. Bei einem Rechnungsbetrag über 250 EUR hält das BMF es für ausreichend, wenn der leistende Unternehmer (Bewirtungsbetrieb) den Namen des bewirtenden Steuerpflichtigen handschriftlich auf der Rechnung vermerkt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2.	Erstellung der Bewirtungsrechnung
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Elektronisches Aufzeichnungssystem mit Kassenfunktion
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Verwendet der Bewirtungsbetrieb ein elektronisches Aufzeichnungssystem mit Kassensystem i. S. d.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             § 146a Abs. 1 AO i. V. m. § 1 KassenSichV, werden für den Betriebsausgabenabzug von Aufwendungen für eine Bewirtung von Personen aus geschäftlichem Anlass nur maschinell erstellte, elektronisch aufgezeichnete und mit Hilfe einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) abgesicherte Rechnungen anerkannt. Der zu erstellende Beleg, der die Angaben gemäß § 6 KassenSichV enthält, stellt bei einem Rechnungsbetrag bis 250 EUR eine ordnungsgemäße Rechnung im Sinne des § 14 UStG i. V. m. § 33 UStDV dar.
             &#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der bewirtende Steuerpflichtige soll im Allgemeinen darauf vertrauen können, dass die ihm erteilte Rechnung vom Bewirtungsbetrieb maschinell ordnungsgemäß erstellt und aufgezeichnet worden ist, wenn der von dem elektronischen Aufzeichnungssystem mit Kassenfunktion aufgestellte Beleg mit einer Transaktionsnummer, der Seriennummer des elektronischen Aufzeichnungssystems oder der Seriennummer des Sicherheitsmoduls versehen wurde. Diese Angaben können auch in Form eines QR Codes dargestellt werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Fällt die zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) aus, darf nach AEAO zu § 146 a Nr. 7.2 und 7.3 das elektronische Aufzeichnungssystem weiterbetrieben werden, wenn der Ausfall auf dem Beleg z. B. durch eine fehlende Transaktionsnummer oder durch eine sonstige eindeutige Kennzeichnung ersichtlich ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Unbare Zahlungen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Werden Bewirtungsleistungen zu einem späteren Zeitpunkt als dem Tag der Bewirtung in Rechnung gestellt und unbar bezahlt (z. B. bei der Bewirtung eines größeren Personenkreises im Rahmen einer geschlossenen Veranstaltung), ist die Vorlage eines Belegs eines elektronischen Aufzeichnungssystems mit Kassenfunktion, der die Angaben nach § 6 KassenSichV beinhaltet, nicht zwingend erforderlich. In diesem Fall ist der Rechnung der Zahlungsbeleg über die unbare Zahlung beizufügen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Verzehrgutscheine
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Werden für Gäste eines Unternehmens Verzehrgutscheine ausgegeben, gegen deren Vorlage die Besucher auf Rechnung des Unternehmens in einem Bewirtungsbetrieb bewirtet werden, reicht für den Betriebsausgabenabzug die Vorlage der Abrechnung über die Verzehrgutscheine aus.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              3.	Digitale oder digitalisierte Bewirtungsrechnungen und -belege
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Für die vollständige elektronische Abbildung der Nachweisvoraussetzungen gilt Folgendes:
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Der Eigenbeleg wird vom Steuerpflichtigen digital erstellt oder digitalisiert (digitaler oder digitalisierter Eigenbeleg). Die erforderliche Autorisierung ist durch den Steuerpflichtigen durch eine elektronische Unterschrift oder eine elektronische Genehmigung der entsprechenden Angaben zu gewährleisten. Die Angaben dürfen im Nachhinein nicht undokumentiert geändert werden können.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Die Bewirtungsrechnung kann dem Steuerpflichtigen bereits in digitaler Form übermittelt werden (digitale Bewirtungsrechnung). Eine Bewirtungsrechnung in Papierform kann vom Steuerpflichtigen digitalisiert werden (digitalisierte Bewirtungsrechnung). Ein digitaler oder digitalisierter Eigenbeleg muss digital mit der Bewirtungsrechnung zusammengefügt oder durch einen Gegenseitigkeitshinweis auf Eigenbeleg und Bewirtungsrechnung verbunden werden. Auch zulässig ist eine elektronische Verknüpfung (z. B. eindeutiger Index, Barcode). Die geforderten Angaben können auch in digitaler Form auf der digitalen oder digitalisierten Bewirtungsrechnung angebracht werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             -	Die Nachweiserfordernisse des § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 2 S. 2 und 3 EStG sind nach dem BMF-Schreiben u.a. dann als erfüllt anzusehen, wenn die Grunds-ätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unter-lagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) des BMF-Schreibens vom 28.11.2019 erfüllt und die jeweils angewandten Verfahren in der Verfahrensdokumentation beschrieben werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              4.	Bewirtungen im Ausland
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die genannten Anforderungen gelten grundsätzlich auch bei den Auslandsbewirtungen. Wird jedoch glaubhaft gemacht, dass eine detaillierte, maschinell erstellte und elektronisch aufgezeichnete Rechnung nicht zu erhalten war, genügt der Finanzverwaltung in Ausnahmefällen die ausländische Rechnung, auch wenn sie diesen Anforderungen nicht voll entspricht. Liegt im Ausnahmefall nur eine handschriftlich erstellte ausländische Rechnung vor, hat der Steuerpflichtige glaubhaft zu machen, dass im jeweiligen ausländischen Staat keine Verpflichtung zur Erstellung maschineller Belege besteht 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              III.	Unser Tipp 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das neue BMF-Schreiben ist in allen offenen Fällen anzuwenden – die im jeweiligen Veranlagungszeitraum maßgeblichen Betragsgrenzen des § 33 UStDV sind zu beachten. Für bis zum 31.12.2022 ausgestellte Bewirtungsbelege ist der Betriebsausgabenabzug unabhängig von den nach der KassenSichV geforderten Angaben zulässig. Führen die neuen Regelungen im BMF-Schreiben vom 30.06.2021 – über die nach der KassenSichV geforderten Angaben hinaus – im Vergleich zu den Regelungen im BMF-Schreiben vom 21.11.1994 erhöhten Anforderungen an die Nachweisführung, so sind diese verpflichtend erst für Bewirtungsaufwendungen zu erfüllen, die nach dem 01.07.2021 anfallen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei der Prüfung von Bewirtungsbelegen sind wir Ihnen gerne behilflich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 05 Aug 2021 07:47:27 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Schenkung mit Rückfallklausel – Rechts-Tipp Nr. 225</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/rechts-tipp-nr-225</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Schenkungen mit Rückfallklausel:
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             kluge Vorsorge oder riskante Gestaltung?
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              I.	Ausgangslage
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bei der Beratung über Immobilienübertragungen durch Schenkung im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge von Eltern an ihre Kinder ist es häufig der Wunsch der Eltern, dass die Eltern die übertragene Immobilie zurückfordern können, wenn zu Lebzeiten der Eltern die Ehe des beschenkten Kindes geschieden wird und die Immobilie nicht vom Zugewinnausgleich der Kinder ausgenommen wird. Die Eltern wollen in solchen Fällen sicherstellen, dass die Immobilie nicht verwertet werden muss, um den Zugewinnausgleichsanspruch zu erfüllen mit der Folge, dass die Immobilie in fremde Hände fallen könnte.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              II.	Rückforderungsklausel bei Schenkungen
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine solche Rückforderungsklausel lässt sich bei Schenkungen wirksam vereinbaren, und zwar entweder so, dass ein solcher Rückübertragungsanspruch quasi automatisch entsteht oder aber von einer Erklärung der Eltern abhängt. Andere vertraglich relevante Rückforderungsgründe sind häufig zum Beispiel die Insolvenz des Beschenkten, der Tod des Beschenkten zu Lebzeiten des Schenkers oder die Geschäftsunfähigkeit des Beschenkten. Aus dem Gesetz können sich Rückforderungsansprüche ergeben, etwa bei Verarmung des Schenkers, schweren Verfehlungen gegen den Schenker oder bei grobem Undank. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              III.	Wertermittlung der Immobilie bei Rückübertragung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ist nun ein solcher Rückforderungsanspruch für den Fall der Scheidung wirksam vereinbart, fällt die Immobilie an die Eltern zurück bzw. können die Eltern verlangen, dass ihnen die Immobilie zurück übertragen wird. Problematisch können aber die Folgen der Schenkung bzw. der Rückforderung beim Zugewinnausgleich des beschenkten Kindes im Scheidungsfalle sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Grundsätzlich nämlich ist der Wert des Anspruchs auf Eigentumsübertragung der Eltern im Anfangsvermögen des Beschenkten als Belastung in gleicher Höhe anzusetzen, wie der Wert des übertragenen Grundbesitzes, beides steht einander daher bei Schenkung wertneutral gegenüber. Für die Bewertung des Endvermögens ist aber auf den Stichtag der Rechtshängigkeit der Scheidung abzustellen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Da dem Wert der zugewendeten Immobilie zu jeder Zeit ein wertgleicher Rückübertragungsanspruch gegenübersteht, wird man grundsätzlich argumentieren können, dass sich die jeweiligen Werte betragsmäßig kompensierten, sodass ein relevanter Wertzuwachs im Vermögen des Beschenkten nicht entstanden ist. Soweit so gut. Wenn aber zwischen der Schenkung und der Rückübertragung der Immobilie ein längerer Zeit-raum gelegen hat, stellt sich die Frage, wie die zwischenzeitlich (nach aller Erfahrung) eingetretene Wertsteigerung im Hinblick auf die Immobilie Einfluss nimmt. Wenn die Immobilie im Zeitpunkt der Schenkung etwa 500.000,00 € wert war, zum Zeitpunkt der Rückgewähr aber einen Wert von 700.000,00 € hatte, kann dies unter bestimmten Umständen sehr wohl Einfluss auf die Wertberechnung beim Zugewinnausgleich nehmen. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zu unterscheiden ist insoweit, ob der Wertzuwachs durch einen allgemeinen Anstieg der Grundstückspreise entstanden ist oder gegebenenfalls durch wertsteigernde Investitionen des Beschenkten bzw. der Eheleute. Ist nämlich die Werterhöhung der Immobilie durch finanzielle Leistungen oder persönlichen Arbeitseinsatz des Beschenkten (und des Ehegatten) eingetreten, sind die Eltern verpflichtet, den entstandenen Wertzuwachs finanziell auszugleichen. In solchen Fällen können die Eltern also ihren Anspruch auf Rückgewähr der Immobilie nur Zug um Zug gegen Zahlung eines Ausgleichs in Höhe des Wertzuwachses, im Beispielsfall also eines Betrages in Höhe von 200.000,00 € verlangen. Dann aber ist diese Zahlung bzw. schon der Anspruch des Beschenkten auf eine solche Ausgleichszahlung Vermögenszuwachs des Beschenkten und damit ausgleichspflichtig im Scheidungsfalle. Ist die Wertsteigerung hingegen durch allgemeine Entwicklungen auf dem Grundstücksmarkt entstanden, besteht eine solche Ausgleichsverpflichtung nach herrschender Meinung nicht. Dann können die Eltern die Immobilie trotz des gestiegenen Wertes zurückverlangen, ohne einen Ausgleich zahlen zu müssen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hierdurch soll vermieden werden, dass der scheidungswillige Ehepartner des Beschenkten dadurch benachteiligt wird, dass die Wertsteigerung der Immobilie durch Investitionen während der Ehezeit eingetreten ist, denn dann beruhte die Wertsteigerung auf Leistungen während der Ehezeit. Für den Fall aber, dass die Wertsteigerung auf einer bloßen Marktentwicklung beruht, entsteht keine Kompensationspflicht der Eltern im Falle der Rückforderung und der scheidungswillige Ehegatte profitiert nicht von der Wertsteigerung. Er stellt sich also schlechter, als wenn die Schenkung ohne einen solchen Rückforderungsanspruch erfolgt wäre, denn dann wäre die Wertsteigerung im Scheidungsfalle auch dann ausgleichspflichtig, wenn sie auf einer bloßen Marktentwicklung beruht. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV.	Fazit
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Falle der Übertragung von Vermögen, insbesondere Immobilien durch Schenkung, ist es grundsätzlich aus Sicht von Schenker und Beschenkten zweckmäßig, dass auf der Ebene des Beschenkten eine ehevertragliche Regelung zum Umgang mit der Immobilie im Scheidungsfalle getroffen wird. Unterbleibt dies, können die schenkenden Eltern zwar durch eine Rückfallklausel sicherstellen, dass die Immobilie im Familieneigentum verbleibt. Für den Fall aber, dass von Seiten des beschenkten Kindes während der Ehezeit Investitionen in das Objekt geleistet worden sind, kann die Geltendmachung des Rückforderungsanspruches dazu führen, dass ein Kompensationsanspruch entsteht, der bei der Berechnung des Zugewinnausgleichsanspruchs eingerechnet und im Scheidungsfalle gegenüber dem Ehepartner des beschenkten Kindes ausgeglichen werden muss. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 04 Aug 2021 12:29:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/rechts-tipp-nr-225</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle Entscheidungen des BFH: Räumungskosten und Vorfälligkeitsentschädigung können Nachlassverbindlichkeiten darstellen</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-entscheidungen-des-bfh-raeumungskosten-und-vorfaelligkeitsentschaedigung-koennen-nachlassverbindlichkeiten-darstellen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Aktuelle Entscheidungen des BFH: Räumungskosten und Vorfälligkeitsentschädigung können Nachlassverbindlichkeiten darstellen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Der Bundesfinanzhof (BFH) hat sich jüngst in zwei Entscheidungen zur Einstufung von Kosten für die Räumung der Wohnung des Erblassers und zu sogenannten Vorfälligkeitsentschädigungen als Nachlassverbindlichkeiten geäußert.
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I. Hintergrund: Erbschaftsteuer und Nachlassverbindlichkeiten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit das Finanzamt die Erbschaftsteuer richtig festsetzen kann, muss zuvor der erbschaftsteuerliche Erwerb des jeweiligen Erben ermittelt werden. Abzustellen ist dabei auf die Nettobereicherung des Erben. Diese kann nur richtig ermittelt werden, wenn auch alle Kosten, die vom Erben im Zuge des Erbantritts getragen worden sind, berücksichtigt werden. Diese unter dem Begriff der Nachlassverbindlichkeit zusammengefassten Kosten sind in § 10 des Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) aufgeführt. Betreffen die Kosten hingegen nur die Verwaltung des Nachlasses, ist ein Abzug nach dieser Norm ausgeschlossen. Der erfolgreiche Abzug der getragenen Kosten kann erhebliche Auswirkungen auf die Steuerhöhe haben: Der Steuersatz der Erbschaftsteuer hängt neben dem Verwandtschaftsverhältnis des Erben zum Erblasser auch maßgeblich von der Höhe der Erbschaft (nach Abzug der Freibeträge) ab. Die Frage, was im Einzelfall eine abzugsfähige Nachlassverbindlichkeit und was nicht zu berücksichtigender Aufwand für die Nachlassverwaltung ist, sorgt nicht selten für Streit zwischen dem Erben und dem Finanzamt. Oftmals müssen in der Folge die Finanzgerichte entscheiden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Räumungskosten können abziehbar sein
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Entscheidung vom 14.10.2020 hat sich der BFH (Az. II R 30/19) grundsätzlich zugunsten der Erben dazu geäußert, dass unter bestimmten Umständen auch Räumungskosten für die vom Erblasser vor seinem Ableben genutzte Wohnung zu den abzugsfähigen Nachlassverbindlichkeiten zählen können. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dem Streitfall ging es u.a. um die Berücksichtigung von Kosten, die dadurch angefallen waren, dass die Alleinerbin die vom Erblasser vor seinem Ableben selbst bewohnte Wohnung teilweise in Eigenregie räumte und eine Haushaltsauflösung vornahm. Die Kosten für Räumung und Haushaltsauflösung wollte sie sodann als Nachlassverbindlichkeit vom erbschaftsteuerpflichtigen Erwerb im Rahmen der Erbschaftsteuererklärung geltend machen. Das Finanzamt vertrat die Auffassung, solche Kosten stünden im Zusammenhang mit der Verwertung der Wohnung und seien daher allenfalls nicht zu berücksichtigende Kosten der Nachlassverwaltung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BFH stütze hingegen die Ansicht der Erbin: Ungeachtet des Eigentums an der Wohnung stand im vorliegenden Fall jedenfalls im Hinblick auf den sich in der Wohnung befindlichen Hausrat nicht hinreichend gesichert fest, dass sich auch dieser im Eigentum des Erblassers befunden hat. Auch die Klärung des Eigentums am Hausrat in der Wohnung des Erblassers dient der Feststellung des Nachlasses. Da die Durchsicht zur Feststellung des Nachlassumfangs im Entscheidungsfall wesentlicher Bestandteil der Räumung gewesen ist, stellten die Kosten der Räumung grundsätzlich noch Kosten der Nachlassregelung dar, die als Nachlassverbindlichkeiten in Abzug zu bringen sind.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III. Abziehbarkeit von Vorfälligkeitsentschädigungen abhängig vom Einzelfall
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zudem hat sich der BFH (Az. II R 17/18) am 2.12.2020 dazu geäußert, wann Kosten für Vorfälligkeitsentschädigungen abziehbar sind. Vorfälligkeitsentschädigungen fallen regelmäßig dann an, wenn ein Darlehen vorzeitig abgelöst wird; die Kosten der Vorfälligkeitsentschädigung setzen sich dabei typischerweise aus einem Zinsanteil und übrigen Kosten und Gebühren der Bank zusammen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dem nicht gerade alltäglichen Entscheidungsfall hatte eine Erblasserin Immobilienvermögen hinter-lassen, für einen Teil der Immobilien hatte sie Darlehen aufgenommen. Zum Todeszeitpunkt waren keine Erben bekannt. Das Nachlassgericht bestellte eine Nachlasspflegerin, die den Nachlass sicherte, verwaltete und die Ermittlung der Erben unternahm. In der Folge konnten insgesamt 29 Erben ermittelt werden. Da eine Herausgabe der Immobilien an die Vielzahl der Erben nicht praktikabel erschien, veräußerte die Nachlasspflegerin die Immobilien unter Verpflichtung zur Ablösung der Darlehen bzw. der hierzu bestellten Grundpfandrechte. Die hierfür anfallenden Vorfälligkeitsentschädigungen wollten einige der Erben (anteilig) in ihrer Erbschaftsteuererklärung als Nachlassverbindlichkeiten geltend machen. Das Finanzamt sah hierin jedoch unbeachtliche Kosten für die Nachlassverwaltung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BFH hob in seiner Entscheidung hervor, dass es stets auf die Umstände des Einzelfalls ankomme: Wenn die Kündigung des Darlehens nicht durch den Erblasser selbst, sondern durch den Erben erfolgt ist, können solche Kosten, die weder für Zinsen noch Tilgung anfallen, dann abziehbare Nachlassregelungskosten sein, wenn die Kündigung des Darlehens im Rahmen der Auseinandersetzung des Erbes erfolgt. Keine Möglichkeit zum Abzug besteht hingegen, wenn Kosten im Rahmen einer Maßnahme zur Vermögensumschichtung anfallen. Vorliegend bedeutete dies, dass ein Abzug verwehrt wurde, weil die Ablösung im Rahmen der Veräußerung der Immobilien und damit als Verwertung des Nachlasses erfolgte und die Verwertung regelmäßig eine Maßnahme der unbeachtlichen Nachlassverwaltung darstellt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Fazit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch wenn die beiden aktuellen BFH-Entscheidungen grundsätzlich die Abzugsfähigkeit von Vorfälligkeitsentschädigungen und Räumungskosten als Nachlassverbindlichkeit bejahen, so ist Vorsicht geboten: Pauschal lässt sich die Frage nach der Abziehbarkeit dieser beiden Kostenpositionen im Rahmen der Erbschaftsteuererklärung nicht beantworten. Der BFH wird nicht müde zu betonen, dass es letztlich immer auf die Umstände des Einzelfalls ankommt. Bereits marginale Abweichungen von den Entscheidungsfällen können damit zu einer Versagung des Abzugs führen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 17 Jul 2021 13:10:27 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Aktuelle BAG-Entscheidung zur 24h-Pflege im Privathaushalt</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aktuelle-bag-entscheidung-zur-24h-pflege-im-privathaushalt</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            BAG setzt der häuslichen Betreuung durch ausländische Pflegekräfte klare Grenzen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            Die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) in Erfurt vom 24. Juni 2021 (Az. 5 AZR 505/20) könnte das Betreuungs- und Pflegekonzept vieler Familien in Deutschland in seinen Grundfesten erschüttern. Denn laut der bisher lediglich als Pressemitteilung erschienenen Wertung des BAG ist eine 24-Stunden-Betreuung durch ausländische Pflegekräfte gegen Kost und Logis sowie ein geringes Entgelt von wenigen hundert Euro nicht mehr so ohne weiteres möglich. Von einer möglichen Übertragbarkeit dieser Rechtsprechung auf andere Bereiche des Dienstleistungssektors einmal abgesehen, wirkt sich die Entscheidung bereits jetzt konkret auf die diese weit verbreitete Art des Betreuungskonzepts aus. 
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             I. Sachverhalt
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die bulgarische Klägerin mit Wohnsitz in Bulgarien arbeitete seit April 2015 als Sozialassistentin bei der Beklagten, einem Unternehmen mit Sitz in Bulgarien. Das Arbeitsverhältnis wurde durch einen in bulgarischer Sprache abgefassten Arbeitsvertrag begründet, welcher eine Arbeitszeit von 30 Wochenarbeitsstunden von Montag bis Freitag auswies. Nach der Entsendung in einen Berliner Haushalt einer 90-Jährigen erhielt die Klägerin eine monatliche Vergütung von 950,00 Euro netto sowie kostenfreie Wohnung und Verpflegung. Sie bewohnte in dieser Zeit ein Zimmer neben der zu Betreuenden – auch um jederzeit erforderliche Hilfestellungen leisten zu können. Die Aufgaben der Klägerin betrafen dabei neben der Haushaltsführung auch die hygienische Grundversorgung sowie die Betreuung der 90-Jährigen in sozialer Hinsicht. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Klägerin machte mit ihrer Klage den Mindestlohn nach dem Mindestlohngesetz (MiLoG) geltend und verlangte von der Beklagten die ausstehende Vergütung. Dabei stützte sie ihre Forderung nicht nur auf die arbeitsvertraglich vereinbarten 30 Wochenstunden, sondern vertrat die Ansicht, dass sie rund um die Uhr gearbeitet habe oder zumindest in Bereitschaft gewesen sei. Sinnbildlich dafür sei die angrenzende Tür von ihrem Zimmer zu dem Zimmer der zu Betreuenden, die auch nachts nicht habe geschlossen werden dürfen. Sie verlangte daher für den Zeitraum von Mai bis August 2015 sowie von Oktober bis Dezember 2015 eine Zahlung von 42.636,00 Euro brutto abzüglich erhaltener 6.680,00 Euro netto zuzüglich Prozesszinsen. Die Beklagte sah sich dagegen nur verpflichtet, den Gegenwert der arbeitsvertraglich geschuldeten 30 Wochenarbeitsstunden in Mindestlohnhöhe an die Klägerin auszuzahlen, da diese Zeit für die zu erledigenden Arbeiten ausreichend gewesen sei und es keine Veranlassung zur Mehrarbeit gegeben habe. Ein Bereitschaftsdienst sei nicht vereinbart gewesen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das zuständige Landesarbeitsgericht hatte den Sachverhalt im Grundsatz wie die Klägerin beurteilt und war im Wege einer Schätzung von 21 Arbeitsstunden pro Kalendertag ausgegangen, welche in Höhe des Mindestlohns nach dem deutschen MiLoG zu vergüten seien. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              II. Entscheidung des BAG
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das BAG hat in seiner Pressemitteilung bereits zwei grundsätzliche Wertungen bekanntgegeben. Zum einen haben auch Arbeitnehmer, die von ausländischen Firmen nach Deutschland zur Arbeit entsandt werden, einen Anspruch auf Mindestlohn. Zum anderen kann ein ebenfalls nach dem Mindestlohn zu vergütender Bereitschaftsdienst darin zu sehen sein, dass die Betreuungskraft im Haushalt der zu betreuenden Person wohnen muss und grundsätzlich verpflichtet ist, zu allen Tag- und Nachtstunden bei Bedarf Arbeit zu leisten. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Einzelnen führt das BAG aus, dass auch ausländische Arbeitnehmer in Deutschland Anspruch auf den Mindestlohn nach § 20 i.V.m. § 1 MiLoG haben, da es sich hierbei um eine sogenannte Eingriffsnorm nach Art. 9 Abs. 1 der Rom I-VO handele. Damit wird klargestellt, dass der Mindestlohn unabhängig davon zu leisten ist, ob auf das Arbeitsverhältnis im Übrigen deutsches oder ein ausländisches, bspw. bulgarisches, Arbeitsrecht Anwendung findet. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Lediglich hinsichtlich der Anzahl der täglichen Arbeitsstunden muss das Landesarbeitsgericht noch einmal nachbessern. Die Annahme des Landesarbeitsgerichts, die Klägerin habe wohl drei Stunden Freizeit am Kalendertag gehabt, überzeugte das BAG nicht. Das Verfahren wurde daher zur Klärung dieser Frage zurückverwiesen. Eine konkrete Entscheidung in welcher Höhe die Beklagte nun nachzahlen muss, steht somit noch aus. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es zeichnet sich allerdings durchaus bereits ab, dass das Landesarbeitsgericht auch bei erneuter Prüfung der zu vergütenden Arbeitszeit unter Beachtung der Entscheidung des BAG zu einer erheblichen Zahlungspflicht der Beklagten gelangen wird. Dass die Klägerin mehr als die vertraglich vereinbarten 30 Wochenarbeitsstunden zur Arbeit verpflichtet war, dürfte zumindest naheliegend sein. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III. Fazit
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Entscheidung des BAG führt zunächst dazu, dass die Pflege und Betreuung durch ausländische Arbeitnehmer im bekannten Umfang der Vergangenheit angehören dürfte. Die Kosten für dieses Modell der Betreuung von Angehörigen dürften auf Grundlage der Wertung des BAG um ein Vielfaches steigen und für weite Teile der Gesellschaft damit nicht mehr finanziell tragbar sein. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 13 Jul 2021 15:38:39 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Steuerbare Schenkung bei mehrmonatiger (Luxus-)Reise? – Steuer-Tipp Nr. 338</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/steuerbare-schenkung-bei-mehrmonatiger-luxus-reise-steuer-tipp-nr-338</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Liegt eine steuerbare Schenkung bei einer mehrmonatigen (Luxus-)Reise vor?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             I. Ausgangslage 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der BFH hatte sich im Rahmen seines Urteils vom 16.09.2020 mit der Frage auseinanderzusetzen, ob die Einladung zu einer gemeinsamen „Luxuskreuzfahrt“ nebst diverser weiterer laufender Kosten eine Schenkung auslöst. Der Sachverhalt lag in der Vorinstanz dem FG Hamburg zur Entscheidung vor.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Sachverhalt
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kläger lud seine damalige Lebensgefährtin auf eine 5-monatige Luxusreise auf einem Kreuzfahrtschiff ein. Der Reiseveranstalter hatte ihm hierfür sowie für die Anreise 250.000,00 € pro Person in Rechnung gestellt. Hinzu kamen weitere, gemeinsame Kosten i.H.v. ca. 45.000,00 € für das laufende Boardkonto (u.a. Kosten für Ausflüge, Verpflegung und beanspruchte Dienstleistungen). In der Schenkungsteuererklärung deklarierte der Kläger lediglich Zuwendungen i.H.v. 25.000,00 € für die Anreise, einen Flug, Ausflüge und Verpflegung. Das FA setzte mit dem Schenkungsteuerbescheid abweichend eine Steuer i.H.v. rund 100.000,00 € fest. Das Finanzamt setzte somit die gesamten auf die Lebensgefährtin entfallenden Kosten der Weltreise als Gegenstand der Schenkung an. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            III. Urteil des FG Hamburg vom 12.06.2018
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das FG Hamburg hat in seinem Urteil vom 12.06.2018 entschieden, dass es sich bei dem Abschluss eines Vertrages zugunsten Dritter (hier: die Lebensgefährtin) unter Kostenübernahme (hier: die Buchung einer gemeinsamen Luxusreise) nicht um eine freigebige Zuwendung im Sinne des Erbschaftsteuer- und- Schenkungsteuergesetz handelt, soweit das im Valutaverhältnis verschaffte Forderungsrecht für den Dritten nicht rechtlich und tatsächlich frei verfügbar ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Gericht begründet dies u.a. damit, dass im Streitfall durch die kostenfreie Mitnahme auf die Kreuzfahrt keine Vermögensverschiebung stattgefunden hat. Weder sei der Lebensgefährtin ein eigenes, frei verfügbares Forderungsrecht auf Durchführung der Reise gegenüber dem Reiseveranstalter verschafft worden, noch liege in der tatsächlichen Durchführung der Reise eine Bereicherung der Lebensgefährtin. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Urteil des BFH vom 16.09.2020
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwar hat der BFH mit seinem Urteil vom 16.09.2020 die vorinstanzliche Entscheidung des FG Hamburg bestätigt, jedoch eine andere Begründung für das Urteil geliefert. Laut BFH ist der an den Kläger erteilte Schenkungsteuerbescheid unwirksam, da er den geforderten Bestimmtheitserfordernissen der Abgabenordnung nicht genügte. Es handele sich bei den übernommenen Kosten für die Kabine und die über das Bordkonto gebuchten Aufwendungen um eine Vielzahl einzelner, voneinander unterscheidbarer Leistungen, die zu unterschiedlichen (Steuerentstehungs-)Zeitpunkten erbracht wurden und deshalb selbständig zu prüfen und zu besteuern seien. Das Finanzamt hätte somit für jede einzelne Leistung die anfallende Schenkungsteuer gesondert feststellen müssen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V. Unentgeltliche Gewährung von Reiseleistungen als steuerbare Schenkung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der Begründung seines Urteils hat der BFH die Beantwortung der Frage vermieden, ob bei gemeinsamem Konsum von luxuriösen Gütern eine steuerbare Schenkung an die konsumierende Person vorliegt. Wie bereits erwähnt, hatte das Finanzgericht in der Vorinstanz entschieden, dass es hier an einer sogenannten „Bereicherung“ der konsumierenden Person fehlt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine derartige Feststellung des BFH wäre jedoch wünschenswert gewesen und hätte für die Beseitigung rechtlicher Ungewissheiten in diesem Bereich sorgen können. Bereits in anderen Fällen, beispielsweise im Bereich der sog. ehebedingten unbenannten Zuwendungen zwischen Ehegatten oder Lebenspartnern hat der BFH sich bereits positioniert und diese nicht aus dem Bereich der schenkungsteuerbaren Zuwendungen ausgeklammert. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             VI. Unser Tipp
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer für eine andere Person, wie z.B. seinen Lebenspartner oder Ehepartner, die Kosten für eine (Luxus-, Urlaubs-) Reise übernimmt, kann diese Person in schenkungsteuerbarer Weise bereichern. Dies kann in der Folge Schenkungsteuer auslösen. Ist die Person nicht der Ehegatte und besteht kein Verwandtschaftsverhältnis, so liegt der persönliche Freibetrag lediglich bei 20.000,00 €, wobei Vorschenkungen innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren stets in diese Berechnung mit einzubeziehen sind. Ob und ggf. in welcher Höhe hier Schenkungsteuer anfällt hängt somit im Einzelfall von vielfältigen Faktoren ab. Gerne stehen wir Ihnen hier beratend zur Seite.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 01 Jul 2021 14:05:35 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/steuerbare-schenkung-bei-mehrmonatiger-luxus-reise-steuer-tipp-nr-338</guid>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kein Schadensersatz für fehlerhafte Starthilfe! – Rechts-Tipp Nr. 224</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/kein-schadensersatz-fuer-fehlerhafte-starthilfe-special-nr-344</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Kein Schadensersatz für fehlerhafte Starthilfe! Beim Autofahren also noch: „Gutes tun wird nicht bestraft!“
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage/Problemlage
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie werden von einer fremden Person eindringlich dazu gebeten, Starthilfe zu geben. Im Rahmen dieser Starthilfe wird das Auto des anderen beschädigt und dieser macht daraufhin auch noch Schadensersatzansprüche gegen Sie geltend. Kann es wirklich sein, dass Sie für ihre gute Tat „bestraft“ werden?  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            II. Immerhin: Entscheidung des Gerichts nötig
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Genau diesen Fall hatte das AG München zu entscheiden: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei dem Kläger handelte es sich um einen DJ, der auf einer Hochzeitsfeier (wahrscheinlich vor Corona) gearbeitet hatte und dessen Auto wegen einer entladenen Fahrzeugbatterie nicht mehr fuhr. Daraufhin hat er die Hochzeitsgäste angesprochen, ob diese ihm Starthilfe geben können. Nach einiger Überredungsarbeit des Klägers hat der Beklagte schließlich eingewilligt, wies aber ausdrücklich darauf hin (vielleicht war er sogar Jurist …), dass er sich mit Starthilfe nicht auskennt. Es kam zu einem Kurzschluss, wodurch die Intervallschaltung des Scheibenwischers, die Klimaanlage und der DVD-Spieler (ein Debakel für einen DJ) beschädigt wurden. Ein Sachverständiger bezifferte den entstandenen Schaden auf 3.500,42 EURO brutto. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da die Haftpflichtversicherung des Beklagten die Zahlung verweigerte, wendete sich der Kläger mit seinen Ansprüchen gegen den Beklagten. Laut eigener Aussage des Klägers sei dabei mit der Klage kein menschlich-persönlicher Vorwurf verbunden, sondern er sei dem Beklagten sehr dankbar für seine Hilfe. Dass ihn seine Dankbarkeit nicht daran hinderte, unseren Samariter mit dem Starthilfekabel zu verklagen, steht auf einem anderen Blatt …
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das AG München hat die Klage mit Urteil vom 30.07.2020 abgewiesen, nach Berufungsrücknahme ist es nun rechtskräftig. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vertragliche Schadensersatzansprüche könnten schon durch das Vorliegen einer Gefälligkeit des täglichen Lebens ausgeschlossen sein. Jedenfalls stellte die Richterin des AG München fest, dass vertragliche Ansprüche an einem vereinbarten Haftungsausschluss für leichte Fahrlässigkeit scheitern würden. Denn der Beklagte hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er sich mit Starthilfe nicht auskennt und so zum Ausdruck gebracht, dass die Starthilfe auf eigenes Risiko des Klägers erfolgen sollte. Gegen das Bestehen von vertraglichen Ansprüchen spricht zudem, dass die Starthilfe mit einem verhältnismäßig hohen Schadensrisiko verbunden ist, sie ausschließlich im Interesse des Klägers stand und dem Beklagten keinen Vorteil brachte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ferner bestehen auch keine deliktischen Ansprüche. Diese würden jedenfalls am Fehlen der erforderlichen groben Fahrlässigkeit scheitern. Selbst wenn der Beklagte die Pole der Batterie tatsächlich verwechselt haben sollte, würde dies kein Verschulden des Beklagten begründen. Für einen Ausschluss der Haftung spricht zudem, dass der Beklagte den Kläger ausdrücklich auf seinen bereits erfolgten Alkoholkonsum hingewiesen hat. Das Drängen des Klägers, die Starthilfe trotzdem vorzunehmen, würde folglich ein überwiegendes Mitverschulden des Klägers begründen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Ergebnis hat das AG München daher folgerichtig entschieden, dass der Kläger keinen Anspruch gegen den Beklagten hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Unser Tipp / Was Sie jetzt wissen müssen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn Sie jemandem Starthilfe geben, machen Sie deutlich, dass Sie keine Haftung für etwaige Schäden übernehmen. Auf diese Weise kann unter Hinweis darauf, dass die Starthilfe auf Risiko des Hilfesuchenden erfolgen soll, ein Haftungsausschluss für einfache Fahrlässigkeit begründet werden. Lassen Sie sich diese Aussage bezeugen oder dokumentieren Sie diese am besten auch schriftlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entscheidung des AG München ist zu begrüßen, da bei anderweitiger Entscheidung die Hilfsbereitschaft der Bürger weiter verringert worden wäre. Nun da festgestellt wurde, dass bei fehlerhafter abgenötigter Starthilfe keine Schadensersatzansprüche bestehen, können Sie auch weiter Ihren Mitmenschen helfen, ohne Schadensersatzansprüche zu fürchten! 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 01 Jul 2021 13:21:27 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>GrESt-Reform – Special Nr. 344</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Grunderwerbsteuerreform: Verschärfung der Besteuerung bei share deals ab 01.07.2021
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I.	Einleitung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Obwohl das Grunderwerbsteueraufkommen in Deutschland sich in den vergangenen 10 Jahren mehr als verdreifacht hat[!] – 2010 waren es noch € 5,3 Mrd. gegenüber € 16,1 Mrd. in 2020 – hielt es der Gesetzgeber für erforderlich, die Besteuerung von gesellschaftsrechtlichen Erwerbsstrukturen im Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) massiv zu verschärfen. Zielsetzung ist es, insbesondere vermeintlich missbräuchliche Gestaltungen zurückzudrängen und aus Sicht der Finanzverwaltung bestehende Besteuerungslücken bei der Grunderwerbsteuer zu schließen. Man hatte insbesondere Gestaltungen der Immobilienbranche im Auge, bei denen es zahlreiche Modelle gab und gibt, um Immobilientransaktionen im Kleide des Gesellschaftsrechts ohne oder mit nur marginaler Auslösung von Grunderwerbsteuer zu realisieren, wenn man nur über einen Zeitraum von fünf Jahren gestreckt die Immobiliengesellschaft übertragen bzw. erworben hat. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Kapitalgesellschaften mit Grundbesitz war zur Vermeidung von Grunderwerbsteuer sogar schon ausreichend, wenn man die Anteile der Immobiliengesellschaft so auf zwei nicht konzernrechtlich miteinander verbundene Erwerber übertragen hat, dass keiner von beiden 95 % der Anteile alleine erworben hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Derartige Gestaltungen mit (unmittelbar oder mittelbar) Grundbesitz haltenden Gesellschaften (share deals) waren der Finanzverwaltung schon seit Jahren ein Dorn im Auge und bereits 2016 gab es einen ersten Anlauf, die Bestimmungen des GrEStG in dieser Hinsicht zu ändern. Ein erster Gesetzentwurf der Bundesregierung vom 31.07.2019 war trotz bereits erfolgter erster Lesung im Bundestag und erstmaliger Befassung des Bundesrats im Herbst 2019 „auf Eis gelegt worden“, nachdem man sich nicht auf eine finale Fassung hatte verständigen können. Die Koalitionsfraktionen wollten daraufhin die geplante Reform der Grunderwerbsteuer auf das erste Halbjahr 2020 verschieben und das Reformgesetz sollte im ersten Halbjahr 2020 verabschiedet werden, welches Vorhaben dann aber der COVID-19-Pandemie „zum Opfer fiel“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zur Überraschung der Praxis wurde das Reformvorhaben aber von der Bundesregierung im Frühjahr 2021 wieder aufgegriffen, um es doch noch in der laufenden Legislaturperiode umzusetzen. Am 21.04.2021 wurde das Reformgesetz in zweiter und dritter Lesung vom Bundestag und am 07.05.2021 auch vom Bundesrat verabschiedet. Herausgekommen ist das Gesetz zur Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes vom 12.05.2021, das am 01.07.2021 in Kraft tritt (BGBl. I 2021, 986 - im Weiteren auch nur „Reformgesetz“ genannt) und das nachfolgend kritisch gewürdigt werden soll. Daraus ergab sich ggf. dringender Handlungsbedarf – siehe unseren PNHR-Rechtstipp Nr. 223 aus der Juni-Ausgabe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Betroffen von der Reform sind in erster Linie die grunderwerbsteuerlichen Ersatztatbestände für gesellschaftsrechtliche Transaktionen mit (unmittelbar oder mittelbar) Grundbesitz haltenden Gesellschaften. Der Grunderwerbsteuer unterliegen zwar dem Grunde nach primär Vorgänge, die einen Rechtsträgerwechsel an einem inländischen Grundstück zur Folge haben. Indessen führen auch zahlreiche gesellschaftsrechtliche Transaktionen zur Auslösung von Grunderwerbsteuer, wenn zwar nicht das inländische Grundstück selbst, sondern lediglich Anteile an einer (unmittelbar oder mittelbar) Grundbesitz haltenden Gesellschaft auf einen (neuen) Erwerber übertragen werden; insoweit spricht man gemeinhin von sog. „share deals“. Speziell diese hat die aktuelle Reform im Auge.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	Bestandsaufnahme der erfassten gesellschaftsrechtlichen Transaktionen nach altem und neuem Recht
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Grunderwerbsteuergesetz a.F. kennt bisher drei „Ersatzerwerbstatbestände“ für gesellschaftsrechtliche Transaktionen, die bei (unmittelbar oder mittelbar) Immobilien haltenden Gesellschaften ggf. Grunderwerbsteuer auslösen können:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ol&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             § 1 Abs. 2a GrEStG a.F.: Die Übertragung von mindestens 95 % der Anteile an einer grundbesitzenden Personengesellschaft innerhalb von fünf Jahren auf neue Gesellschafter.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             § 1 Abs. 3 GrEStG a.F. (subsidiär gegenüber § 1 Abs. 2a GrEStG a.F.): Unmittelbare oder mittelbare Vereinigung von mindestens 95 % der Anteile an einer grundbesitzenden Gesellschaft (egal ob Personen- oder Kapitalgesellschaft) in der Hand eines Gesellschafters (§ 1 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 GrEStG a.F.), oder unmittelbare oder mittelbare Übertragung von mindestens 95 % der Anteile an einer grundbesitzenden Gesellschaft an einen (bisherigen oder neuen) Gesellschafter (§ 1 Abs. 3 Nr. 3 und Nr. 4 GrEStG a.F.).
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             § 1 Abs. 3a GrEStG a.F. (subsidiär gegenüber § 1 Abs. 2a und Abs. 3 GrEStG a.F.): Unmittelbare oder mittelbare Erlangung einer wirtschaftlich 95 % oder mehr betragenden Beteiligung an einer grundbesitzenden Gesellschaft, wobei die Beteiligungsquoten durch Multiplikation durchgerechnet werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ol&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Betrachtet man die Neuregelungen des GrEStG durch das jüngste Reformgesetz unter Einbeziehung der komplexen Übergangsregelungen (§ 23 Abs. 18 bis Abs. 24 GrEStG n.F.), so wird es ab dem Inkrafttreten des Gesetzes am 01.07.2021 sage und schreibe sieben „Ersatzerwerbstatbestände“ für gesellschaftsrechtliche Transaktionen geben, die bei (unmittelbar oder mittelbar) Immobilien haltenden Gesellschaften ggf. Grunderwerbsteuer auslösen können. 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieser Befund folgt daraus, dass die vorstehend genannten alten Fassungen der Erwerbstatbestände von § 1 Abs. 2a, 3 und 3a GrEStG a.F. unter bestimmten Voraussetzungen auch nach dem Inkrafttreten des neuen Rechts am 01.07.2021 weitergelten (vgl. im Einzelnen § 23 Abs. 20 bis 22 GrEStG n.F.), ein gänzlich neuer Erwerbstatbestand, nämlich § 1 Abs. 2b GrEStG n.F. für den Anteilseignerwechsel bei Kapitalgesellschaften hinzugekommen ist und die geänderten Erwerbstatbestände von § 1 Abs. 2a, 3 und 3a GrEStG n.F. als eigenständige zu betrachten sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ab dem 01.07.2021 gelten für § 1 Abs. 2a, 3 und 3a GrEStG n.F. die folgenden Eckwerte:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ol&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             § 1 Abs. 2a GrEStG n.F.: Die Übertragung von mindestens 90 % der Anteile an einer grundbesitzenden Personengesellschaft innerhalb von zehn Jahren auf neue Gesellschafter.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             § 1 Abs. 3 GrEStG n.F. (subsidiär gegenüber § 1 Abs. 2a GrEStG n.F.): Unmittelbare oder mittelbare Vereinigung von mindestens 90 % der Anteile an einer grundbesitzenden Gesellschaft (egal ob Personen- oder Kapitalgesellschaft) in der Hand eines Gesellschafters (§ 1 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 GrEStG n.F.), oder unmittelbare oder mittelbare Übertragung von mindestens 90 % der Anteile an einer grundbesitzenden Gesellschaft an einen (bisherigen oder neuen) Gesellschafter (§ 1 Abs. 3 Nr. 3 und Nr. 4 GrEStG n.F.).
             &#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              § 1 Abs. 3a GrEStG n.F. (subsidiär gegenüber § 1 Abs. 2a und Abs. 3 GrEStG a.F.): Unmittelbare oder mittelbare Erlangung einer wirtschaftlich 95 % oder mehr betragenden Beteiligung an einer grundbesitzenden Gesellschaft, wobei die Beteiligungsquoten durch Multiplikation durchgerechnet werden.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ol&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Prüfung, ob eine gesellschaftsrechtliche Transaktion mit grundbesitzenden Gesellschaften womöglich Grunderwerbsteuer auslöst, wird also in der Zukunft ganz erheblich aufwändiger und schwieriger werden als bisher. Nicht nur, dass eine Subsidiaritäts-Hierarchie zwischen den Tatbeständen besteht, es ist stets auch zu prüfen, ob die alte oder die neue Fassung der jeweiligen Vorschrift zur Anwendung gelangt:
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Primär sind stets die Tatbestände von § 1 Abs. 2a und Abs. 2b GrEStG n.F. zu prüfen (Anteilseignerwechsel auf neue Gesellschafter im Umfang von mindestens 90 % innerhalb von zehn Jahren), die untereinander ohnehin nur alternativ zur Anwendung gelangen können, je nachdem ob es sich um eine Personengesellschaft (§ 1 Abs. 2a GrEStG) oder eine Kapitalgesellschaft (§ 1 Abs. 2b GrEStG) handelt. Die Tatbestände von § 1 Abs. 3 GrEStG n.F. und § 1 Abs. 3a GrEStG n.F. kommen nur zur Anwendung, wenn eine Besteuerung nach § 1 Abs. 2a und Abs. 2b GrEStG nicht in Betracht kommt; der Tatbestand von § 1 Abs. 3a GrEStG n.F. kommt nur zur Anwendung, wenn eine Besteuerung nach § 1 Abs. 2a, 2b und 3 GrEStG n.F. nicht in Betracht kommt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zusätzlich ist jeweils anhand der Übergangsvorschriften von § 23 Abs. 18 bis 24 GrEStG n.F. zu prüfen, ob ggf. die bisherige, bis zum 30. Juni 2021 geltende Fassung der jeweiligen Vorschrift zur Anwendung gelangt. Hierbei ist für § 1 Abs. 2a GrEStG die Bestimmung von § 23 Abs. 20 GrEStG n.F. maßgeblich, für § 1 Abs. 3 GrEStG die Bestimmung von § 23 Abs. 21 GrEStG n.F. und für § 1 Abs. 3a GrEStG die Bestimmung von § 23 Abs. 22 GrEStG n.F. In allen drei vorgenannten Abs. 20 bis 22 von § 23 GrEStG n.F. findet sich jeweils die Anordnung, dass die Übergangsregelung und damit die alte Fassung des jeweiligen Ersatzerwerbstatbestands nur dann gilt, wenn der betreffende Rechtsvorgang nicht nach § 1 Abs. 1, 2, 2a, 3 oder Abs. 3a GrEStG n.F. steuerbar ist. Auf die Einzelheiten der Übergangsbestimmungen einzugehen würde den Rahmen dieses Beitrages bei weitem sprengen, zumal diese z.T. sehr kompliziert formuliert sind und zahlreiche Rück- und Querverweise enthalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wesentliche Verschärfungen stellen die Senkung der maßgeblichen Anteilsquoten von 95 % auf 90 % dar sowie die Verlängerung der Beobachtungszeiträume von 5 auf 10 Jahre. Zur Veranschaulichung der Komplexität der neuen Bestimmungen mag der folgende Beispielsfall nach neuem (und altem) Recht zu einer GmbH &amp;amp; Co. KG mit Grundbesitz dienen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III.	Beispielsfall
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Kommanditist K war bis zum Verkauf eines Anteils von 94,9 % an den Erwerber E alleiniger Kommanditist der K-GmbH &amp;amp; Co. KG (grundbesitzend) und alleiniger Gesellschafter deren Komplementär-GmbH, die jedoch am Vermögen der GmbH &amp;amp; Co. KG nicht beteiligt war. Die Veräußerung des 94,9 % Anteils an der KG und des 100 % Anteils an der Komplementär-GmbH sei
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           a)	am 30.04.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2016
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           oder 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           b)	am 30.04.
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2017
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           erfolgt. E plant den restlichen 5,1 % Kommanditanteil des K an der K-GmbH &amp;amp; Co. KG nach Ablauf von fünf Jahren zu übernehmen und verfügt zur Absicherung dieses Anteilserwerbs über eine Call-Option auf den Anteil, die im Fall a) erstmals am 01.07.2021 und im Fall b) erstmals am 01.07.2022 ausübbar ist. Erwirbt E (etwa durch Ausübung der Option) nach dem 01.07.2021 (Inkrafttreten des neuen Rechts), z.B. in Fall a) am 15.07.2021 bzw. in Fall b) am 15.07.2022, den verbliebenen Anteil des K und erlangt er so 100 % der Kommanditanteile an der K GmbH &amp;amp; Co. KG, so ist dieser Vorgang grunderwerbsteuerlich wie folgt zu würdigen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Fall a) 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Erwerb der 5,1 % durch E könnte zur Auslösung von Grunderwerbsteuer nach § 1 Abs. 2a GrEStG n.F. führen, da E innerhalb des nunmehr relevanten Zeitraums von zehn Jahren (rückblickende Betrachtung) unter Einbezug des Erwerbs vom 30.04.2016 insgesamt 100 % der Anteile an der K GmbH &amp;amp; Co. KG erworben hat. Das neue Recht ist nur auf Erwerbsvorgänge anzuwenden, die nach dem 30.06.2021 verwirklicht wurden, § 23 Abs. 18 GrEStG n.F. Es stellt sich also die Frage, ob der Erwerb des E vom 30.04.2016 in die Betrachtung zu § 1 Abs. 2a GrEStG n.F. einzubeziehen ist. Ist dies der Fall, sind die Voraussetzungen von § 1 Abs. 2a GrEStG n.F. erfüllt und der Vorgang löst GrESt aus. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ob der Erwerb vom 30.04.2016 mit in die Betrachtung einzubeziehen ist, ergibt sich aus § 23 Abs. 19 Satz 1 GrEStG. Dort heißt es, dass bei der Anwendung des § 1 Abs. 2a GrEStG n.F. Übergänge von Anteilen am Gesellschaftsvermögen auf Gesellschafter unberücksichtigt bleiben, die mit Ablauf des 30. Juni 2021 keine neuen Gesellschafter im Sinne des § 1 Abs. 2a GrEStG a.F. mehr sind. M.a.W.: Da E mit Ablauf des 30.04.2021 seit mehr als fünf Jahren Gesellschafter der K-GmbH &amp;amp; Co. KG war, ist er im Sinne der genannten Vorschrift kein neuer Gesellschafter mehr, sondern Altgesellschafter. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Erwerbsvorgang vom 30.04.2016 bleibt also bei der Anwendung von § 1 Abs. 2a GrEStG n.F. außer Betracht und wird nicht mehr als Zählerwerb berücksichtigt. E ist mithin auch im Hinblick auf die Anwendung von § 1 Abs. 2a GrEStG n.F. als Altgesellschafter anzusehen und die Transaktion vom 30.04.2016 bleibt für die Anwendung von § 1 Abs. 2a GrEStG n.F. außer Betracht, so dass aufgrund dieser Bestimmung keine Grunderwerbsteuer ausgelöst wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Obwohl die Bestimmung von § 1 Abs. 2a GrEStG a.F. gemäß § 23 Abs. 20 GrEStG n.F. noch bis zum 30.06.2026 weitergilt, führt der Erwerb des E am 15.07.2021 (z.B. durch Ausübung der Call-Option) dennoch nicht zur Erfüllung der Voraussetzungen von § 1 Abs. 2a GrEStG a.F., da er außerhalb des – nach altem Recht fünf Jahre betragenden – Beobachtungszeitraums stattfindet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Erwerb des E am 15.07.2021 führt allerdings zu einem neuen Zählerwerb i.H.v. 5,1 %, der für einen (neuen) Beobachtungszeitraum von 10 Jahren künftig berücksichtigt wird, obwohl E eigentlich schon als Altgesellschafter i.S.v. § 1 Abs. 2a GrEStG a.F. qualifiziert war. Dieser nicht unumstrittene Ansatz ergibt sich aus dem Wortlaut von § 23 Abs. 19 Satz 1 GrEStG, der gerade nicht die Qualität als Altgesellschafter i.S.v. § 1 Abs. 2a GrEStG a.F. ins neue Recht perpetuiert, sondern lediglich anordnet, dass der am 30.06.2021 schon länger als fünf Jahre zurückliegende Erwerb von Anteilen nicht als Zählerwerb für die Anwendung von § 1 Abs. 2a GrEStG n.F. heranzuziehen ist. Nach dem 30.06.2021 erfolgende Anteilserwerbe sind daher wie dargelegt als Erwerbe innerhalb eines neuen Beobachtungszeitraums gemäß § 1 Abs. 2a GrEStG n.F. (zehn Jahre) zu berücksichtigen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit ist der Fall a) aber grunderwerbsteuerlich noch nicht zu Ende, denn der Erwerb der restlichen 5,1 % der Anteile an der K GmbH &amp;amp; Co. KG durch E könnte, nachdem die vorrangige Bestimmung von § 1 Abs. 2a GrEStG n.F. nicht erfüllt ist und damit im Rechtsinne „nicht in Betracht kommt“, zu einer Anteilsvereinigung von 100 % der Anteile an der K-GmbH &amp;amp; Co. KG in seiner Hand gemäß § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG n.F. führen (da E auch 100 % der Anteile an der Komplementär-GmbH hält insoweit unstreitig). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit dem Erwerb der weiteren 5,1 % am 15.07.2021 sind erstmals die Voraussetzungen von § 1 Abs. 3 GrEStG n.F. erfüllt, was bis dahin noch nicht der Fall war, da bis zum 30.06.2021 bekanntlich noch die Grenze von 95 % gemäß § 1 Abs. 3 GrEStG a.F. galt, die erst jetzt durch den Erwerb aufgrund der Optionsausübung gerissen würde. Die Anteilsvereinigung in der Hand des E führt nach § 1 Abs. 3 Nr. 1 i.V.m. § 13 Nr. 7 GrEStG zum (fiktiven) Erwerb des Grundstücks der K-GmbH &amp;amp; Co. KG durch den E. Fraglich ist jedoch, ob dieser fiktive Erwerb in voller Höhe zur Auslösung von GrESt führt oder ggf. nur quotal in Höhe des zuletzt von E erworbenen Anteils zu besteuern ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es könnte ein Fall von § 6 Abs. 2 GrEStG gegeben sein (Erwerb eines Grundstücks von einer Gesamthand durch einen Gesamthänder), so dass nur in Höhe des nunmehr erworbenen Anteils GrESt ausgelöst wird. Auch die Bestimmung von § 6 GrEStG wurde allerdings durch das Reformgesetz geändert und die in § 6 Abs. 4 Satz 1 GrEStG n.F. (Anwendungsvoraussetzung für § 6 Abs. 1 bis 3 GrEStG) vorgesehene Vorbehaltensfrist von bisher 5 auf nunmehr 10 Jahre verlängert. In den Fällen von § 1 Abs. 3 Nr. 1 oder 2 und § 1 Abs. 3a GrEStG n.F. wurde die Vorbehaltensfrist sogar auf 15 Jahre[!] neu festgeschrieben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Vorbehaltensfrist   sie ist rückblickend vom Zeitpunkt des letzten Erwerbs anzuwenden   wäre in der Person des E vorliegend erkennbar nicht erfüllt, da er seine 94,9 % Beteiligung erst am 30.04.2016 erworben hatte. Die nach neuem Rechte vorausgesetzte Vorbehaltensfrist von 15 Jahren wäre also gerissen und § 6 Abs. 2 GrEStG damit nicht anwendbar. Allerdings helfen auch an dieser Stelle die Übergangsbestimmungen. § 23 Abs. 24 GrEStG n.F. ordnet insoweit ausdrücklich an:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
           „§ 5 Absatz 3, § 6 Absatz 3 Satz 2 und Absatz 4 und § 7 Absatz 3 GrEStG n.F. sind nicht anzuwenden, wenn die in § 5 Absatz 3, § 6 Absatz 3 Satz 2 oder Absatz 4 oder § 7 Absatz 3 GrEStG a.F. geregelte Frist (fünf Jahre, Ergänzung des Verfassers) vor dem 1. Juli 2021 abgelaufen war.“
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dies bedeutet, dass E, der seine Beteiligung von 94,9 % bereits am 30.04.2016 erworben hatte, diese am 1. Juli 2021 schon seit mehr als fünf Jahren hielt, so dass die bisherige Vorbehaltensfrist von § 6 Abs. 4 Satz 1 GrEStG a.F. bereits abgelaufen war und E in den Genuss der Übergangsbestimmung von § 23 Abs. 24 GrEStG n.F. kommt. Die Anteilsvereinigung durch den weiteren Erwerb am 15.07.2021 ist also nur zu 5,1 % des Grundstückswerts grunderwerbsteuerpflichtig – ein Ergebnis mit dem E auch nach altem Recht hätte rechnen müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Fall b) 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemäß der Übergangsregelung von § 23 Abs. 19 Satz 1 GrEStG n.F. qualifiziert sich der E durch den erstmaligen Erwerb der 94,9% Beteiligung am 30.04.2017 bei erstmaliger Anwendung des neuen Rechts im Jahre 2021 nicht als Altgesellschafter i.S.v. § 1 Abs. 2a GrEStG a.F., da die Fünfjahresfrist des § 1 Abs. 2a GrEStG a.F. zum 30. Juni 2021 noch nicht abgelaufen ist. Damit ist die 94,9%ige Anteilsübertragung bei Anwendung des § 1 Abs. 2a GrEStG n.F. als Zählerwerb zu berücksichtigen. Das neue Recht ist jedoch nur auf Erwerbsvorgänge anzuwenden, die nach dem 30.06.2021 verwirklicht wurden, § 23 Abs. 18 GrEStG n.F., so dass ohne eine weitere Transaktion nach dem 01.07.2021 zunächst keine Grunderwerbsteuer ausgelöst wird, da eine solche Gesetzesanwendung (Grunderwerbsteuerauslösung allein aufgrund der Erwerbstransaktion vom 30.04.2017) als echte Rückwirkung verfassungsrechtlich nicht haltbar wäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch den Erwerb der weiteren 5,1 % Anteile an der K-GmbH &amp;amp; Co. KG (etwa durch Ausübung der eingeräumten Option) am 15.07.2022 ist jedoch die Anwendbarkeit von § 1 Abs. 2a GrEStG n.F. eröffnet, wobei hier – anders als in Fall a) – der Vorerwerb der 94,9 % am 30.04.2017 als Zählerwerb mit in die Betrachtung einzubeziehen ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Folge wird in Fall b) bereits gemäß § 1 Abs. 2a GrEStG n.F. Grunderwerbsteuer ausgelöst durch den Erwerb am 15.07.2022. Ohne das Reformgesetz käme es im Fall b) zum selben Ergebnis wie in Fall a), nämlich einer Besteuerung lediglich in Höhe der Quote des zuletzt erworbenen Anteils von 5,1 %. Da das Reformgesetz aber am 01.07.2021 in Kraft getreten ist, führt der Erwerb (z.B. durch Ausübung der Call-Option durch E) am 15.07.2022 gemäß § 1 Abs. 2a GrEStG n.F. zum fiktiven Erwerb des Grundstücks der K-GmbH &amp;amp; Co. KG durch eine „neue Personengesellschaft“, die auch Schuldner der solchermaßen ausgelösten Grunderwerbsteuer ist (§ 13 Nr. 6 GrEStG).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwar findet auch in Fall b) durch den weiteren Erwerb des E am 15.07.2022 eine Anteilsvereinigung in der Hand des E statt, indessen ist die Anwendung von § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG n.F. gegenüber der Besteuerung nach § 1 Abs. 2a GrEStG subsidiär, so dass kein zweites Mal eine Besteuerung nach § 1 Abs. 3 GrEStG n.F. in Frage kommt. Dieses Ergebnis kann allerdings in Frage gestellt werden, wendet man konsequent die (Übergangs-)Bestimmungen des Reformgesetzes an:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Tatbestand einer Anteilsvereinigung nach § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG a.F. ist unzweifelhaft in der Person des E ausgelöst. Da E am 30. Juni 2021 unmittelbar zu weniger als 95 % und zu mehr als 90 % an der K-GmbH &amp;amp; Co. KG beteiligt war, findet die Übergangsbestimmung von § 23 Abs. 21 GrEStG n.F. Anwendung, wonach in einem solchen Fall grundsätzlich die Bestimmung von § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG a.F. weiter anzuwenden ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine (anteilige) Nichterhebung der Steuer nach § 6 Abs. 2 GrEStG kommt in diesem Fall nicht in Betracht, weil die nun einschlägige 15-jährige Vorbehaltensfrist nach § 6 Abs. 4 S. 1 Nr. 3 GrEStG n.F. nicht erfüllt ist – E kommt in Fall b) gerade nicht in den Genuss der Übergangsbestimmung von § 23 Abs. 24 GrEStG. Im Ergebnis würde also Grunderwerbsteuer auf den vollen Grundbesitzwert (§ 8 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 GrEStG) wegen Anteilsvereinigung gemäß § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG a.F. erhoben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fraglich ist allerdings, ob die Übergangsregelung von § 23 Abs. 21 Satz 3 GrEStG n.F. diesem Befund entgegensteht, da es dort heißt, § 23 Abs. 21 Sätze 1 und 2 GrEStG n.F. gelten nicht, wenn der Rechtsvorgang nach § 1 Abs. 1, 2, 2a, 2b, 3 oder Abs. 3a GrEStG n.F. steuerbar ist. Diese Bestimmung würde vorliegend also zur Subsidiarität von § 23 Abs. 21 Satz 1 GrEStG und damit zur Unanwendbarkeit von § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG a.F. führen, so dass, entgegen einer insbesondere von der Finanzverwaltung vertretenen Gegenansicht, doch keine (doppelte) GrESt für diesen Vorgang ausgelöst würde. Von einer Rechtssicherheit kann demzufolge keine Rede sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3.	Fazit zum Beispielsfall 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Fallbeispiel zeigt deutlich, dass die Prüfung einer vergleichsweise einfachen Transaktion über Personengesellschaftsanteile künftig außerordentlich aufwändig werden wird und an Kompliziertheit kaum zu übertreffen ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insgesamt bleibt festzuhalten, dass in Fällen, in denen die bisher geltenden Fünfjahresfristen (bei § 1 Abs. 2a sowie §§ 5 Abs. 3, 6 Abs. 3 Satz 2 und Abs. 4 sowie § 7 Abs. 3 GrEStG a.F.) bei Inkrafttreten der gesetzlichen Neuregelung bereits abgelaufen sind, das Reformgesetz in den Übergangsregelungen Vertrauensschutz für den Steuerpflichtigen gewährt. Dies gilt sowohl für die Eigenschaft als Altgesellschafter im Sinne von § 1 Abs. 2a GrEStG als auch für die Möglichkeit der Inanspruchnahme der Steuerbegünstigungen nach §§ 5 ff. GrEStG.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist die Fünfjahresfrist dagegen im Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Rechts noch nicht abgelaufen, ist eine anteilige Nichterhebung aufgrund der Steuerbegünstigungen der §§ 5 ff. GrEStG n.F. nur noch unter Einhaltung der neuen Fristen (10 Jahre bzw. 15 Jahre) möglich. Aus Sicht der Beratungspraxis empfiehlt es sich, etwa bestehende Optionsvereinbarungen zu überprüfen und ggf. hinsichtlich der Ausübbarkeit in zeitlicher Hinsicht an die neue Gesetzeslage anzupassen, um nicht ungewollt Grunderwerbsteuer auszulösen bzw. nicht in eine (teure) Steuerfalle zu tappen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV.	Der neue Tatbestand von § 1 Abs. 2b GrEStG n.F. – Anteilseignerwechsel bei Kapitalgesellschaften
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vollkommen neu ins GrEStG eingefügt wurde – ganz nach dem Vorbild des Ersatzerwerbstatbestandes für Personengesellschaften gemäß § 1 Abs. 2a GrEStG – der neue Erwerbstatbestand von § 1 Abs. 2b GrEStG n.F. für Kapitalgesellschaftsanteile: Ein Anteilseignerwechsel an grundbesitzenden Kapitalgesellschaften im Umfang von mindestens 90 % innerhalb von zehn Jahren führt nach dem neuen § 1 Abs. 2b GrEStG n.F. nach dem Vorbild der altbekannten Regelung für Personengesellschaften gemäß § 1 Abs. 2a GrEStG künftig zur Auslösung von Grunderwerbsteuer, wobei ausschließlich Anteilsübergänge ab dem 01.07.2021 berücksichtigt werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da es sich um einen vollkommen neuen Erwerbstatbestand handelt, bedurfte es für diesen auch keiner Übergangsregelung wie bei den bisherigen gesellschaftsrechtlichen Ersatzerwerbtatbeständen. Es findet sich lediglich eine Bestimmung zur generellen Anwendung der neuen Regelung in § 23 Abs. 23 GrEStG n.F., wo es heißt: „Bei der Anwendung des § 1 Absatz 2b bleiben Übergänge von Anteilen der Gesellschaft, die vor dem 1. Juli 2021 erfolgen, unberücksichtigt“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sah § 23 Abs. 23 GrEStG-E i.d.F des Regierungsentwurfs von 2019 für den neuen Tatbestand von § 1 Abs. 2b GrEStG noch eine ausführliche Vertrauensschutzreglung für Verpflichtungsgeschäfte vor, die ein Jahr vor Inkrafttreten der Reform (01.07.2021) abgeschlossen wurden und erst nach Inkrafttreten der Reform vollzogen werden, ordnet der nunmehr beschlossene § 23 Abs. 23 GrEStG n.F. schlicht an, dass nur Übergänge ab dem 1. Juli 2021 berücksichtigt werden, egal ob das dafür geschlossene Verpflichtungsgeschäft, also etwa der notarielle GmbH-Anteilskaufvertrag, bereits vor dem 01.07.2021 geschlossen worden ist. Ein Vertrauensschutz wird – nach Aussage des Gesetzgebers ganz bewusst nach dem Motto: Die Praxis wusste ja seit 2019 das die Neuregelung kommt – nicht gewährt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der Übergangsregelung von § 23 Abs. 23 GrEStG n.F. werden also bereits vor dem 01.07.2021 erfolgte unmittelbare wie mittelbare Anteilsübertragungen an Kapitalgesellschaften für § 1 Abs. 2b GrEStG nicht mitgerechnet; die Übertragung von GmbH-Geschäftsanteilen oder Aktien einer grundbesitzenden Gesellschaft vor dem 1. Juli 2021 spielen für die Frage der Überschreitung der 90-%-Schwelle des § 1 Abs. 2b GrEStG also keine Rolle. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine auf einen bestimmten Beobachtungszeitraum abzielende Regelung für grundbesitzende Kapitalgesellschaften sah das bisherige GrEStG nicht vor, weshalb bei diesen nach bisheriger Rechtslage nur die Vereinigung von mindestens 95 % der Anteile in einer Hand (künftig reichen schon 90 %) oder die Übertragung von mindestens 95 % (künftig ebenfalls 90 %) auf einen bisherigen oder neuen Gesellschafter Grunderwerbsteuer ausgelöst haben. Wurden 95 % oder mehr Anteile auf zwei oder mehr Erwerber übertragen, ohne dass einer von ihnen auf 95 % oder mehr der Anteile der Kapitalgesellschaft kam, löste dies keine Grunderwerbsteuer aus, soweit keine gegenseitige Zurechnung der Beteiligungen etwa aufgrund eines Konzerntatbestandes o.ä. in Betracht kam. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Betrifft eine Transaktion, bei der es vor dem Tag des Inkrafttretens des Reformgesetzes (also in der Zeit bis zum 30.06.2021), zum schuldrechtlichen Vertragsschluss („Signing“) gekommen ist, unmittelbar oder mittelbar mindestens 90 % der Anteile einer grundbesitzenden Kapitalgesellschaft und erfolgt der dingliche Vollzug der Transaktion („Closing“)
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            erst am 01.07.2021 oder später
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           , so löst dies Grunderwerbsteuer auf die Immobilien im Vermögen der Gesellschaft aus. Ein Vertrauensschutz bezogen auf das alte Recht wird (bewusst) nicht gewährt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der neue Tatbestand von § 1 Abs. 2b GrEStG n.F. wird auch deshalb von gravierender Tragweite sein, weil anders als bei § 1 Abs. 2a GrEStG die Begünstigungsbestimmungen von §§ 5 und 6 GrEStG nicht weiterhelfen, weil sie nur auf Personengesellschaften anwendbar sind, nicht aber auf Kapitalgesellschaften und damit auf den Fall von § 1 Abs. 2b GrEStG n.F. Die Begünstigungsbestimmungen von §§ 5 und 6 GrEStG schließen – vereinfacht umschrieben – eine Besteuerung in dem Umfang aus, wie ein Gesellschafter bei transparenter Betrachtung der (Personen-)Gesellschaft vor und nach der Transaktion an der betroffenen Gesellschaft beteiligt ist. Diese transparente Betrachtungsweise findet indessen bei Kapitalgesellschaften keine Anwendung, so dass es auf die Beteiligungsverhältnisse nur insoweit ankommt, als es sich bei dem/den Erwerber(n) um neue Gesellschafter handeln muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ebenso wie bei § 1 Abs. 2a GrEStG wird in den Fällen von § 1 Abs. 2b GrEStG n.F., ist der Tatbestand tatsächlich ausgelöst, fingiert, dass das von der Kapitalgesellschaft gehaltene Grundstück von der „alten“ Kapitalgesellschaft (mit den bisherigen Gesellschaftern) auf die „neue“ Kapitalgesellschaft (mit den mindestens 90 % neuen Gesellschaftern) übertragen wurde. Bei einer Personengesellschaft kann es insoweit (in den Fällen von § 1 Abs. 2a GrEStG) zur Anwendung von § 5 oder § 6 GrEStG kommen und den Vorgang erheblich entschärfen; dies ist bei einer Kapitalgesellschaft als (fiktiver) Erwerberin hingegen nicht denkbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             V.	Die neue Börsenklausel (
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             §
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1 Abs. 2c GrEStG n.F.)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neu ist auch die Rückausnahme zu § 1 Abs. 2a und Abs. 2b GrEStG n.F. für börsennotierte Kapitalgesellschaften gemäß § 1 Abs. 2c GrEStG n.F. (sog. Börsenklausel). Danach werden Anteilsübergänge i.S.v. § 1 Abs. 2a Satz 1 und Abs. 2b Satz 1 GrEStG n.F. für die Erreichung der 90 %-Schwelle nicht berücksichtigt, wenn
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             die Anteile der Gesellschaft an einem organisierten Markt nach § 2 Abs. 11 WpHG zum Handel im Inland, in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum betriebenen organisierten Markt nach § 2 Abs. 11 WpHG oder einem Drittlandhandelsplatz, der gemäß Artikel 25 Abs. 4 Buchstabe a der Richtlinie 2014/65/EU von der Europäischen Kommission als gleichwertig erklärt wurde, zugelassen sind, und
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             soweit der Anteilsübergang auf Grund eines Geschäfts an diesem Markt oder Drittlandhandelsplatz oder einem multilateralen Handelssystem im Sinne des Artikels 2 Abs. 1 Nummer 14 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 erfolgt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Regelung erfasst, obgleich sie nur den jeweiligen Satz 1 von § 1 Abs. 2a und § 1 Abs. 2b GrEStG n.F. in Bezug nimmt, auch mittelbare Anteilsübergänge, da diese im jeweiligen Satz 1 ausdrücklich genannt sind. Die Anwendung auf Fälle von § 1 Abs. 2a GrEStG hätte ohne die Miterfassung von mittelbaren Anteilsübergängen schlechterdings keinen Anwendungsbereich und bzgl. § 1 Abs. 2b GrEStG n.F. griffe die Regelung bei weitem zu kurz, was der Gesetzgeber ausweislich der Gesetzesbegründung nicht beabsichtigt hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht erfasst von der Rückausnahme der Börsenklausel werden allerdings außerbörsliche Geschäfte über börsennotierte Anteile entsprechender Gesellschaften sowie Geschäfte an nicht von der Regelung erfassten Börsen; dies betrifft etwa Aktiengeschäfte an der Londoner oder der Züricher Börse, die beide von der vorgenannten Bestimmung nicht erfasst werden. Als von der EU-Kommission für gleichwertig erklärte Dritthandelsplätze i.S.v. § 1 Abs. 2c GrEStG kommen derzeit lediglich die USA, Hong Kong und Australien in Betracht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Rechtfertigung für die Börsenklausel gemäß § 1 Abs. 2c GrEStG n.F. wird die Unmöglichkeit der zuverlässigen Erfassung von Anteilsübertragungen über die Börse ins Feld geführt – es soll von vornherein ein sog. strukturelles Erfassungsdefizit vermieden werden, um das Gesetz nicht von Beginn an in verfassungsrechtlich bedenklicher Weise auszugestalten. Eine andere Rechtfertigung als die nicht mögliche, zuverlässige Erfassung von Börsengeschäften im Hinblick auf § 1 Abs. 2b GrEStG n.F. ist nicht ersichtlich. Dies wird auch durch die ausdrückliche Ausklammerung von außerbörslichen Geschäften im Gesetzestext von § 1 Abs. 2c letzter Halbsatz GrEStG n.F. bestätigt, da außerbörsliche Geschäfte natürlich sehr wohl belastbar erfassbar sind. Konsequent ordnet das Reformgesetz auch eine entsprechende Anzeigepflicht für den Vorstand betroffener Aktiengesellschaften nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3b GrEStG n.F. an, jedenfalls bei Überschreiten der 90-%-Grenze innerhalb von 10 Jahren. Die Anzeigepflicht besteht auch dann, wenn etwa bei notariellen GmbH-Anteilsübertragungen bereits der beurkundende Notar entsprechende Anzeigen nach § 18 GrEStG vorzunehmen oder vorgenommen hat, vgl. § 19 Abs. 1 Satz 2 GrEStG.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ob die Rückausnahme von § 1 Abs. 2c GrEStG n.F. sich unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten im Hinblick auf den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz alleine mit der Rechtfertigung der nicht möglichen Erfassbarkeit börslicher Transaktionen wird halten lassen, wird dereinst gewiss vom BVerfG zu beurteilen sein – man darf gespannt sein, wie die Richter in Karlsruhe dazu stehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Praxis in Gestalt der Geschäftsführer und Vorstände grundbesitzender Kapitalgesellschaften, ist durch die Neuregelung vor eine große Herausforderung gestellt: Sollen die Anzeigepflichten nach § 19 Abs. 1 Satz 1 GrEStG insbesondere in Konzernen mit ggf. zahlreichen grundbesitzhaltenden Tochter-, Enkel- oder Urenkelgesellschaften künftig gewahrt und Ordnungswidrigkeiten- oder gar Steuerstrafverfahren vermieden werden, so gewinnen die zu installierenden Risikofrüherkennungs- und Tax-Compliance-Systeme ganz massiv an Bedeutung. Ob die Anzeigepflichten insoweit – wohlgemerkt, die Anzeige hat binnen 14 Tagen nach Kenntniserlangung von dem anzeigepflichtigen Vorgang zu erfolgen, § 19 Abs. 3 Satz 1 GrEStG – überhaupt zuverlässig zu erfüllen sein werden, wird die Praxis zeigen. Kenntnis vom anzeigepflichtigen Vorgang ist nämlich schon gegeben, wenn das betreffende Organ um die Anteilsübertragung grundsätzlich weiß – ob es die richtigen Schlüsse i.S.v. § 19 Abs. 1 GrEStG aus dieser Kenntnis zieht, ist nicht von entscheidender Bedeutung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            VI. Fazit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Grunderwerbsteuerreform zur Verschärfung der Besteuerung bei share deals ist am 01.07.2021 in Kraft getreten und führt zu massiven Eingriffen in das bisherige Regelungsgefüge des GrEStG bei gesellschaftsrechtlichen Transaktionen mit grundbesitzhaltenden Gesellschaften. Wie vom Gesetzgeber ausdrücklich angestrebt wird es in der Zukunft ganz erheblich schwieriger und vor allem langwieriger, um einen Gestaltungsweg zu finden, bei dem die Entstehung von Grunderwerbsteuer vermieden werden kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Besonders gravierend sind die Verschärfungen bei Kapitalgesellschaften, bei denen es erstmals einen zeitraumbezogenen Ersatzerwerbstatbestand gibt (§ 1 Abs. 2b GrEStG n.F.), aufgrund dessen die Übertragung von mindestens 90 % der Anteile einer GmbH oder AG auf neue Gesellschafter innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren künftig Grunderwerbsteuer auf die im Vermögen der Kapitalgesellschaft befindlichen Immobilien auslöst. Die Vorschrift fingiert einen Erwerb der Gesellschaftsgrundstücke durch eine „neue Kapitalgesellschaft“ aufgrund des entsprechend umfänglichen Anteilseignerwechsels, weshalb es nicht zur Anwendung der Erleichterungen von §§ 5 und 6 GrEStG kommen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da die Reform dazu führt, dass es – zumindest bis zum 30.06.2026 – bis zu sieben unterschiedliche Erwerbstatbestände bei gesellschaftsrechtlichen Transaktionen mit grundbesitzhaltenden Gesellschaften gibt, ist die Prüfung der Frage, ob eine Transaktion nach neuem oder altem Recht tatsächlich Grunderwerbsteuer auslöst, künftig ungemein schwieriger und aufwändiger.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So manche Transaktion wird in den nächsten Jahren im Nachhinein für böse Überraschungen sorgen, weil man bei der Gestaltung und Festlegung der Transaktionsstruktur die neuen, z.T. sehr komplexen Regelungen, insbesondere die Übergangsregelungen von § 23 Abs. 18 bis 24 GrEStG n.F., nicht hinlänglich geprüft oder/und beachtet hat. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <title>Schaffung von Innovationsanreizen durch Forschungszulage – Steuer-Tipp Nr. 337</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Schaffung von Innovationsanreizen durch Forschungszulage
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum 01.01.2020 ist das Forschungszulagengesetz (FZulG) in Kraft getreten. Das Gesetz dient der Förderung des Forschungs- und Entwicklungsstandorts Deutschland. Es ermöglicht Unternehmen, Forschungsaufwände anteilig auf die eigene Steuerschuld anrechnen zu lassen, und soll so Innovationsanreize schaffen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Höhe der Förderung beträgt bis 2026 bis zu EUR 1 Mio.
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Forschungszulage wird anteilig auf die im Rahmen des Forschungs- oder Entwicklungsvorhabens angefallenen, dem Lohnsteuerabzug unterliegenden Arbeitslöhne inklusive der Sozialversicherungsbeiträge gewährt. Sollte ein Unternehmen über keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung verfügen, werden – im Falle von an Dritte vergebenen Forschungsaufträgen – 60 % des für den Auftrag entrichteten Entgelts als Bemessungsgrundlage angesetzt. Der Auftragnehmer, welcher das Forschungsvorhaben für den Anspruchsberechtigten durchführt, muss dabei seinen Sitz in einem Mitgliedsstaat der EU oder dem EWR haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Bemessungsgrundlage ist grundsätzlich insgesamt auf einen Höchstbetrag von EUR 2 Mio. förderfähiger Aufwendungen begrenzt. Um eine stärkere Entlastung für Unternehmen in der Corona-Pandemie zu erreichen und zusätzliche Innovationsanreize zu schaffen, wurde der Höchstbetrag für den befristeten Zeitraum von Juli 2020 bis Juni 2026 auf EUR 4 Mio. erhöht. Die Forschungszulage selbst beträgt sodann 25 % der vorstehenden Bemessungsgrundlage. Bei einem regulären Höchstbetrag von EUR 2 Mio. läge der maximale Förderungsanspruch somit bei EUR 500.000 (25 % x EUR 2 Mio.). Bis zum Jahr 2026 kann infolge der Ausweitung des Förderrahmens ein Zuschuss nach FZulG von bis zu EUR 1 Mio. erzielt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Anspruch entsteht mit Ablauf des Wirtschaftsjahres, in welchem die förderungsfähigen Aufwendungen angefallen sind. Wurden bspw. im Jahr 2020 begünstigungsfähige Aufwendungen von EUR 350.000,00 aufgewendet, besteht mit Ablauf des 31.12.2020 ein Anspruch auf eine Zulage von EUR 87.500,00.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Forschungszulage ist nicht durch andere Beihilfen ausgeschlossen. Jedoch dürfen förderfähige Aufwendungen, welche schon im Rahmen anderer Förderungen oder staatlicher Beihilfen subventioniert werden, nicht erneut als Aufwendungen bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage für die Forschungszulage angesetzt werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Anspruchsberechtigt sind grundsätzlich jedwede unbeschränkt und beschränkt steuerpflichtige Personen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anspruchsberechtigt ist jeder unbeschränkt oder beschränkt Steuerpflichtige im Sinne des Einkommen- und Körperschaftssteuergesetzes. Vorausgesetzt wird jedoch, dass keine Steuerbefreiungen auf Seiten des Anspruchstellers vorliegen. Steuerbefreite Körperschaften, wie etwa gemeinnützige Organisationen, sind daher grundsätzlich von der Förderung ausgeschlossen. Sofern eine solche Einrichtung hingegen einen steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhält, ist dieser dagegen, da nicht steuerbefreit, förderungsberechtigt. Daneben können auch Mitunternehmerschaften die Zulage beantragen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verbundene Unternehmen i. S. d. § 15 Abs. 1 AktG können die Forschungszulage insgesamt nur einmal in Anspruch nehmen. Kooperieren Unternehmen hingegen im Rahmen eines Forschungsprojekts, sind sie individuell anspruchsberechtigt. Voraussetzung ist hierbei jedoch, dass ein Teil der Forschungstätigkeit im Betrieb des Antragsstellers stattfindet. Jedes an der Kooperation beteiligte Unternehmen ist selbstständig antragsberechtigt und kann den eigenen Aufwand geltend machen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von der Förderung ausgeschlossen sind Unternehmen, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden. Im Voraus eines Antrags ist daher nach Maßgabe der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) zu prüfen, ob finanzielle Schwierigkeiten vorliegen, die dem Erfolg eines Antrags entgegenstehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Beginn oder Beauftragung des Forschungsvorhabens nach dem 01.01.2020
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gefördert werden Vorhaben aus den Bereichen der Grundlagenforschung, der industriellen und der experimentellen Forschung, die nach dem 01.01.2020 begonnen wurden oder für die der Auftrag nach dem 01.01.2020 erteilt wurde. Die genaue Abgrenzung der förderungsberechtigten Bereiche erfolgt nach den Begriffsdefinitionen der AGVO. Zudem muss das Forschungsprojekt auf ein konkret festgelegtes Ziel gerichtet sein. Alle einzeln durchzuführenden Forschungs- oder Entwicklungstätigkeiten, die diesem Ziel zuträglich sind, sind von der Förderung umfasst. Nicht förderungsberechtigt sind dagegen Vorhaben, bei denen das zu entwickelnde Produkt im Wesentlichen schon besteht und die Bemühungen des Unternehmens vielmehr auf die Finalisierung und den Absatz des Produkts gerichtet sind. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V. Erhalt der Forschungszulage beinhaltet zweistufiges Verfahren
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gewährung der Forschungszulage läuft in einem zweistufigen Verfahren ab. Auf erster Stufe muss online ein Antrag auf Erteilung einer Bescheinigung bei der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (www.bescheinigung-forschungszulage.de) gestellt werden. Diese Stelle überprüft, ob das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben den Kriterien für geförderte Vorhaben gem. § 2 FZulG entspricht. Die Bescheinigung kann der Antragsteller schon vor Beginn des Projekts beantragen, sodass bei einem positiven Bescheid für ihn Rechtssicherheit besteht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Abschluss des jeweiligen Wirtschaftsjahres, in welchem die Forschungsaufwände getätigt wurden, kann der Anspruchsberechtigte schließlich den Antrag auf Festsetzung der Forschungszulage bei seinem zuständigen Finanzamt stellen. Die Antragstellung erfolgt nach einem amtlich vorgeschriebenen Datensatz. Der Antrag ist unabhängig von den Steuererklärungspflichten des Antragstellers und kann somit auch vor der Abgabe der Steuererklärung erfolgen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dem Antrag ist zwingend die zuvor eingeholte Bescheinigung über die Förderfähigkeit des Vorhabens beizulegen. Zudem hat der Antragssteller zu versichern, dass sich die Umstände, welche der Bescheinigung zugrunde liegen, nicht verändert haben. Dies ist notwendig, weil die Bescheinigung schon vor Beginn des Forschungsprojekts eingeholt werden kann und so in einem nicht unerheblichen zeitlichen Abstand zu dem eigentlichen Antrag auf Forschungszulage steht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            VI. 	Forschungszulage wird durch Bescheid festgesetzt und auf Steuerschuld angerechnet
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Forschungszulage wird nach dem Antrag vom Finanzamt durch einen Forschungszulagenbescheid festgesetzt. Der gewährte Betrag wird dem Antragssteller bei der folgenden Einkommen- oder Körperschaftsteuerveranlagung vollständig angerechnet. Übersteigt der festgesetzte Betrag die Steuerlast, wird der Überschuss erstattet. Sofern der Unternehmer für den Veranlagungszeitraum einen Verlust erklärt, kommt es sogar zu einer vollständigen Auszahlung des Betrags. Eine Auszahlung der Forschungszulage stellt immer eine Steuererstattung dar, welche nicht den steuerpflichtigen Einkünften zuzuordnen ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            VII. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bund hat durch Erlass des FZulG eine weitere Möglichkeit geschaffen, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu fördern und Unternehmen bei solchen mitunter kostenintensiven und risikobehafteten Vorhaben finanziell zu unterstützen. Sollten Sie planen, neue Produkte in Eigenregie oder durch die Vergabe von Forschungsvorhaben zu entwickeln, ist es  ratsam, sich bereits frühzeitig mit den Rahmenbedingungen des FZulG auseinanderzusetzen und dabei auch das Verhältnis zu anderen bestehenden Förderprogrammen zu prüfen, damit eine maximale und zielgerichtete Inanspruchnahme von Zuschüssen erreichbar ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 01 Jun 2021 15:06:54 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Akuter Handlungsbedarf wegen GrESt-Reform – Rechts-Tipp Nr. 223</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Akuter Handlungsbedarf wegen Grunderwerbsteuer-Reform zu share deals
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Grunderwerbsteuerreformgesetz zur Verschärfung der Besteuerung von gesellschaftsrechtlichen Transaktionen mit (unmittelbar oder mittelbar) Grundbesitz haltenden Gesellschaften (share deals) ist am 07.05.2021 auch vom Bundesrat angenommen worden und tritt am 01.07.2021 in Kraft („Gesetz zur Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes vom 12. Mai 2021, BGBl. I 2021, 986). PNHR aktuell wird in einem Special in der Juli-Ausgabe ausführlich über die Reform berichten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Fokus dieser Reform steht eine deutliche Verschärfung der grunderwerbsteuerlichen Erfassung von Anteilsübertragungen. Grunderwerbsteuerlich werden nämlich nicht nur unmittelbare Grundstücksübertragungen erfasst, sondern auch bestimmte Anteilsübertragungen bei grundbesitzenden Gesellschaften. Hierbei finden sich unterschiedliche zeitpunkt- und zeitraumbezogene Erwerbstatbestände, bei denen die relevanten Beteiligungsquoten erheblich vermindert bzw. die Beteiligungsfristen von fünf auf 10 Jahre verlängert wurden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Kernpunkte der Grunderwerbsteuerreform
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In einem ersten Überblick 
lassen sich die Kernpunkte der Verschärfungen zusammenfassen wie folgt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Das Gesetz führt zur Senkung der Beteiligungsquoten in den gesellschaftsrechtlichen Ergänzungstatbeständen des Grunderwerbsteuergesetzes (§ 1 Abs. 2a, Abs. 3 und Abs. 3a GrEStG) von mindestens 95 % auf mindestens 90 %, z.T. mit Übergangsregelungen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Es kommt zu einer Verlängerung der Fristen in §§ 1 Abs. 2a, 5 Abs. 3, 6 Abs. 3 Satz 2 und 7 Abs. 3 GrEStG von fünf auf zehn Jahre.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Es wird ein weiterer Ergänzungstatbestand für Anteilseignerwechsel an grundbesitzenden Kapitalgesellschaften im Umfang von mindestens 90 % innerhalb von 10 Jahren (§ 1 Abs. 2b GrEStG n.F.) nach dem Vorbild der altbekannten Regelung für Personengesellschaften gemäß § 1 Abs. 2a GrEStG eingeführt und mit einer Rückausnahme für börsennotierte Kapitalgesellschaften (§ 1 Abs. 2c GrEStG n.F.) kombiniert.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Auch die Vorbehaltensfrist in § 6 Abs. 4 GrEStG für Fälle des sog. gestreckten Erwerbs wird von fünf auf zehn, in Bezug auf die Fälle von § 1 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 GrEStG sogar auf fünfzehn Jahre verlängert.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Neuregelungen treten generell zum 01.07.2021 in Kraft. In den Übergangsbestimmungen heißt es insoweit (§ 23 Abs. 18 GrEStG), dass die geänderten Bestimmungen in der Fassung ab dem 01.07.2021 erstmals auf Erwerbsvorgänge anzuwenden sind, die nach dem 30.06.2021 verwirklicht werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           III. Erweiterung des GrEStG auf Anteilseignerwechsel bei Kapitalgesellschaften, § 1 Abs. 2b GrEStG
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Besonders weitreichende Folgen wird absehbar die neue Bestimmung von § 1 Abs. 2b GrEStG haben, wonach die unmittelbare oder mittelbare Änderung im Gesellschafterbestand einer grundbesitzenden
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kapital
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           gesellschaft dergestalt, dass mindestens 90 % der Anteile innerhalb von 10 Jahren auf neue Gesellschafter übergehen, zum fiktiven Übergang des Grundvermögens der Gesellschaft auf eine neue Kapitalgesellschaft und damit zur Auslösung von Grunderwerbsteuer auf die im Vermögen der Kapitalgesellschaft vorhandenen Immobilien führt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Ausnahmeregelung ist für börsennotierte Gesellschaften nach Maßgabe von § 1 Abs. 2c GrEStG n.F. vorgesehen, bei denen die Anwendung von § 1 Abs. 2b GrEStG de facto nicht beherrschbar bzw. nachvollziehbar ist/wäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sah § 23 Abs. 23 GrEStG-E i.d.F. des Regierungsentwurfs von 2019 für den neuen Tatbestand von § 1 Abs. 2b GrEStG noch eine ausführliche Vertrauensschutzreglung 
für Verpflichtungsgeschäfte vor, die ein Jahr vor Inkrafttreten der Reform abgeschlossen wurden und erst nach Inkrafttreten der Reform vollzogen werden, heißt es in der nunmehr beschlossenen Fassung schlicht (§ 23 Abs. 23 GrEStG n.F.): „Bei der Anwendung des § 1 Absatz 2b bleiben Übergänge von Anteilen der Gesellschaft, die vor dem 1. Juli 2021 erfolgen, unberücksichtigt“.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dieser speziellen Übergangsregelung 
werden also bereits vor dem 01.07.2021 erfolgte unmittelbare wie mittelbare Anteilsübertragungen an Kapitalgesellschaften für § 1 Abs. 2b GrEStG nicht mitgerechnet; die Übertragung (dinglicher Übergang!) von GmbH-Geschäftsanteilen oder Aktien einer grundbesitzenden Gesellschaft vor dem 1. Juli 2021 spielt für die Frage der Überschreitung der 90-%-Schwelle des § 1 Abs. 2b GrEStG also keine Rolle. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Anteilsübertragungen von 90 % oder mehr
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Beachten Sie
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           : Betrifft eine Transaktion, bei der es vor dem Tag des Inkrafttretens des Gesetzes (also in der Zeit bis zum 30.06.2021), zum schuldrechtlichen Vertragsschluss („Signing“) kommt/gekommen ist, unmittelbar oder mittelbar mindestens 90 % der Anteile einer grundbesitzenden Gesellschaft und erfolgt der dingliche Vollzug der Transaktion („Closing“) erst am 01.07.2021 oder später, so löst dies Grunderwerbsteuer auf die Immobilien im Vermögen der Gesellschaft aus[!]. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wohlgemerkt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           , diese Aussage trifft nicht nur für Transaktionen über Kapitalgesellschaftsanteile nach dem neuen § 1 Abs. 2b GrEStG zu, sondern ebenso für Anteilsübertragungen bei grundbesitzenden Personengesellschaften nach dem schon seit Jahren bestehenden § 1 Abs. 2a GrEStG: Sowohl für die Fälle von § 1 Abs. 2a GrEStG (Anteilsübertragungen bei grundbesitzende Personengesellschaften) als auch für die Fälle des neuen § 1 Abs. 2b GrEStG (Anteilsübertragungen bei grundbesitzende Kapitalgesellschaften) kommt es grunderwerbsteuerlich nicht auf den Tag des schuldrechtlichen (Verpflichtungs-)Geschäfts („Signing“), sondern ausschließlich auf den Tag des Anteilsübergangs („Closing“) an. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwar bleiben Anteilsübertragungen (dinglicher Vollzug!), die bereits von dem 1. Juli 2021 vollzogen wurden, grundsätzlich außer Betracht (§ 23 Abs. 18 und Abs. 23 GrEStG n.F.). Dies wirkt sich jedoch nicht aus, wenn die in Rede stehende Transaktion selbst unmittelbar oder mittelbar 90 % oder mehr der Anteile einer grundbesitzenden Gesellschaft erfasst und diese erst am oder nach dem 1. Juli 2021 übergehen, was gerade bei Projektentwicklungsgesellschaften großer Bauträgerunternehmen gar nicht so selten ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V. Escape durch vorgezogenes Closing?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Transaktionen, die sich derzeit in der Interimsphase zwischen Signing und Closing befinden, also Anteilsverkäufe, die zwar schon abgeschlossen, aber noch nicht vollzogen sind, etwa weil die vollständige Zahlung des Kaufpreises noch aussteht oder sonstige „Closing-Conditions“ noch nicht eingetreten oder erfüllt sind, sollten dringend daraufhin überprüft werden, ob ein vorgezogener Vollzug 
(Closing) in Betracht kommt, etwa in dem auf einzelne Closing-Bedingungen verzichtet und so der Anteilsübergang zeitlich vor den 1. Juli 2021 vorgezogen werden kann. Es muss erreicht werden, dass der Anteilsübergang noch vor dem 1. Juli 2021 erfolgt, als sich spätestens am 30.06.2021, 23.59 Uhr einstellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              VI. Unser Tipp
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In derartigen Fällen, die sich derzeit in der beschriebenen Interimsphase zwischen Signing und Closing befinden, besteht
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            akuter Handlungsbedarf
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           , um ggf. dem Damokles-Schwert der Auslösung von Grunderwerbsteuer noch vor Inkrafttreten des Reformgesetzes zu entgehen. In diesem Zusammenhang ist auch zu beachten, dass die alten Regelungen des  GrEStG bezüglich der 95 %-Schwelle auch künftig subsidiär weiter Anwendung finden, sodass eine Aufstockung einer Beteiligung an einer grundstückshaltenden Personengesellschaft bzw. Kapitalgesellschaft nach dem 1. Juli 2021 von beispielsweise 94,9 % auf 100 % nicht grunderwerbsteuerfrei erfolgen kann (§ 23 Abs. 22 Satz 2 GrEStG n.F.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 01 Jun 2021 09:40:58 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Ordnungsgemäße Kassenführung – Special Nr. 343</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Ordnungsgemäße Kassenführung – 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             TSE–Pflicht ab 01.04.2021 
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereits seit dem 01.01.2020 sind Steuerpflichtige verpflichtet, bei Kassen elektronische Aufzeichnungssysteme einzusetzen, die mit einer vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (zTSE) ausgerüstet sind. Darüber hinaus müssen alle anderen Anforderungen an die Kassenführung mittels elektronischer Aufzeichnungssysteme, normiert im Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen (BGBl I 2016, 3152), erfüllt werden. Dazu gehören:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Einzelaufzeichnungspflicht
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Belegausgabepflicht
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Verpflichtung zur Meldung elektronischer Aufzeichnungssysteme
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Sanktionierung von Verstößen
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             zusätzliche, nicht angekündigte Kontrollen in Rahmen einer Kassen–Nachschau 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch im Jahre 2021 gibt es zwar keine Pflicht, ein elektronisches Aufzeichnungssystem zu nutzen. Weiterhin ist die Kassenführung mittels einer „offenen Ladenkasse“ zulässig, für die es aber eine Reihe von Anforderungen zu beachten gilt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wird jedoch ein elektronisches Aufzeichnungssystem genutzt, muss dieses mit einer TSE ausgerüstet sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum 31.03.2021 sind die Billigkeitsregelungen der Bundesländer ausgelaufen, die eine Verlängerung vorsahen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Die steuerlichen Einzelaufzeichnungspflichten
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Durch den neuen § 146 Abs. 1 S. 1 AO wird geregelt, dass jeder Geschäftsvorfall einzeln, vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet aufzuzeichnen ist unabhängig von der Gewinnermittlungsart. Einzelaufzeichnung bedeutet, dass alle Geschäftsvorfälle lückenlos und unmittelbar nach ihrem Abschluss zeitnah aufzuzeichnen sind, und zwar in der Weise, dass es einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit möglich ist, sich einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens zu verschaffen (§ 145 Abs. 1 S. 1 AO).
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bei Nutzung eines elektronischen Aufzeichnungssystems bedeutet dies, dass die digitalen Grundaufzeichnungen (= Kasseneinzeldaten) so beschaffen sein müssen, dass sie sich zu jeder Zeit in ihre Einzelpositionen aufgliedern lassen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass jeder einzelne Geschäftsvorfall auch einzeln zu verbuchen ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;div&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;div&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/div&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;span&gt;&#xD;
                          &lt;span&gt;&#xD;
                          &lt;/span&gt;&#xD;
                        &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;span&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        &lt;div&gt;&#xD;
                          &lt;span&gt;&#xD;
                            &lt;span&gt;&#xD;
                              &lt;span&gt;&#xD;
                                
                        1.	Grundfall Artikelebene
                        &#xD;
                                &lt;span&gt;&#xD;
                                  
                          
                        &#xD;
                                &lt;/span&gt;&#xD;
                              &lt;/span&gt;&#xD;
                            &lt;/span&gt;&#xD;
                          &lt;/span&gt;&#xD;
                        &lt;/div&gt;&#xD;
                        &lt;div&gt;&#xD;
                        &lt;/div&gt;&#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                      &lt;div&gt;&#xD;
                      &lt;/div&gt;&#xD;
                    &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;div&gt;&#xD;
                    &lt;/div&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                  &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bei der Kassenführung mittels elektronischer Aufzeichnungssysteme wird die 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Einzelaufzeichnungspflicht sichergestellt durch eine artikelgenaue Programmierung (also z. B. bei einem Restaurant jedes einzelne Gericht). Die Einzelaufzeichnungspflicht schreibt vor, dass unmittelbar zur Entstehung des jeweiligen Geschäftsvorfalls aufzuzeichnen sind:
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;ul&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               der verkaufte, eindeutig bezeichnete Artikel
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               die verkaufte Menge bzw. Anzahl
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               der endgültige Einzelverkaufspreis
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               der dazugehörige Umsatzsteuersatz und Umsatzsteuerbetrag
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               vereinbarte Preisminderungen
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               die Zahlungsart (getrennt nach den einzelnen Zahlungswegen)
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               das Datum und der Zeitpunkt des Umsatzes
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Grundsätzlich gehören der Name und die Anschrift des Vertragspartners zu den aufzeichnungspflichtigen Informationen eines Geschäftsvorfalls. Die Finanzverwaltung beanstandet in der Regel jedoch nicht, wenn die Kundendaten nicht aufgezeichnet werden, sofern diese nicht zur Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit des Geschäftsvorfalls benötigt werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2.	Sonderfall Warengruppenebene
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Finanzbehörden beanstanden eine Warengruppenprogrammierung dann nicht, wenn der Art nach gleiche Waren mit demselben Einzelverkaufspreis in einer Warengruppe zusammengefasst werden und die verkaufte Menge bzw. Anzahl ersichtlich bleibt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              3.	Besonderheiten bei unbaren Geschäftsvorfällen
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bei den neuen Zahlungsarten Apple Pay, Google Pay, PayPal etc. und auch bei Zahlungen mittels EC- oder Kreditkarten verpflichtet der Grundsatz der Einzelaufzeichnung die Steuerpflichtigen zu differenzierten Einzelaufzeichnungen der Zahlungsarten. Sowohl aus den digitalen Grundaufzeichnungen als auch aus dem Ausdruck auf dem Beleg muss erkennbar sein, mit welcher Zahlungsart der Kunde bezahlt hat.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der Umsatzsteuerbetrag darf in einer Summe ausgewiesen werden, wenn für die Einzelposten der Rechnung (insbesondere in den Grundaufzeichnungen) der Steuersatz angegeben wird (§ 32 UStDV). Weder auf der Rechnung noch im Tagesabschluss müssen nach den gesetzlichen Vorgaben die Zahlungswege nach Steuersätzen getrennt ausgewiesen werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Elektronische Aufzeichnungssysteme mit zTSE
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              1.	Systeme i.S.d. § 146 a AO i.V.m. § 1 KassenSichV
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Dies sind elektronische oder computergestützte Kassensysteme oder Registrierkassen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            D
            &#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             azu gehören u.a.:
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;ul&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Elektronische Registrierkassen mit digitalem Journal (Einzeldaten) und Datenspeicherung auf interner Festplatte, SD-/CF–Karte, o. ä.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               PC-(Kassen-/Abrechnungs-) Systeme
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               App-(Kassen-/Abrechnungs-) Systeme, auch mit Datenspeicherung in der Cloud
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Waagen-(Kassen-/Abrechnungs-) Systeme
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Warenwirtschaftssysteme mit Kassen-modul/-funktion (z. B. in Apotheken, Autohäusern, etc.)
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Hotelsoftware mit Kassenmodul/-funktion
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Frakturaprogramme mit Kassenmodul/-funktion, auch dann, wenn es sich um eine optional zuschaltbare Kassenfunktion handelt
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Abrechnungssysteme oder Praxismanagementsysteme der Heilberufe (Ärzte, Tierärzte, Psychotherapeuten, etc.) mit Kassenmodul/-funktion, d. h. wenn die Patienten dort auch bar bezahlen können, z. B. IGEL-Leistungen, Massa-gen, Medikamente beim Tierarzt etc.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Eine Kassenfunktion liegt bei elektronischen Aufzeichnungssystemen vor, wenn diese der Erfassung und Abwicklung von zumindest teilweise baren Zahlungsvorgängen dienen können. Dies gilt auch für vergleichbare elektronische, vor Ort genutzte Zahlungsformen (wie z. B. Geldkarte, virtuelle Konten oder Bonuspunktesysteme von Drittanbietern) sowie an Geldes statt angenommene Gutscheine, Guthabenkarten, Bons und dergleichen.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Explizit ausgenommen werden in der Kassensicherungsverordnung:
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;ul&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Fahrscheinautomaten, Fahrscheindrucker
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               elektronische Buchhaltungsprogramme
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Waren- und Dienstleistungsautomaten
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Geldautomaten
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Taxameter und Wegstreckenzähler
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Geld-Warenspielgeräte
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               elektronische Aufzeichnungssysteme ohne Kassenfunktion
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              2.	Die letzte Übergangsregelung „nur" für elektronische Registrierkassen
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Elektronische Registrierkassen, die von den Steuerpflichtigen nach dem 25.11.2010 und vor dem 01.01.2020 angeschafft wurden, die bauartbedingt nicht mit einer zTSE ausgerüstet werden können und die Anforderungen des BMF-Schreibens vom 26.11.2010 erfüllen, dürfen längstens noch bis zum 31.12.2022 weiter genutzt werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Es ist jedoch zu beachten, dass auch auf diese elektronischen Aufzeichnungssysteme die Belegausgabenpflicht nach § 146a Abs. 2 AO Anwendung findet.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Die technische Sicherheitseinrichtung (TSE)
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              1.	Aufbau und Funktionsweise
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Eine TSE besteht im Wesentlichen aus den drei folgenden Bestandteilen:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;ul&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               ein Sicherheitsmodul
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               ein Speichermodul
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               digitale Schnittstellen
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            In der Praxis ergeben sich im Wesentlichen 3 Schnittstellen:
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;ul&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Einbindungsschnittstelle
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Exportschnittstelle
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               digitale Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme (DSFinV-K)
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das Herausgabeverfahren der Daten an die Finanzverwaltung im Falle einer Kassen-Nachschau oder steuerlichen Außenprüfung sollte in der Verfahrensdokumentation dokumentiert werden (Wie wird der Export angestoßen? Welche Daten sind zu exportieren? Welche Daten werden in welchem Format exportiert?)
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Exporte sollten vor einer etwaigen Kassen-Nachschau oder steuerlichen Außenprüfung durch den Unternehmer und ggfs. von Mitarbeitern geübt und zu Testzwecken durchgeführt werden. Dies dient auch zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Exportmodule und verkürzt zum anderen im Falle einer Kassen-Nachschau oder steuerlichen Außenprüfung mögliche Störungen des laufenden Geschäftsbetriebs.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              2.	Was ist zu tun bei technischen Störungen/Ausfall der TSE?
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Auch das nachfolgende Handlungskonzept sollte im Vorhinein festgelegt und mit in die Vorausdokumentation aufgenommen werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;ul&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Unverzügliches Beheben der Ausfallursache, damit die Anforderungen des § 146a AO schnellstmöglich wieder ein-gehalten werden
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Dokumentation von Ausfallzeit und -grund (Diese Dokumentation kann auch automatisiert durch das elektronische Aufzeichnungssystem selbst erfolgen)
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Soweit der Ausfall nur die zTSE betrifft, kann das elektronische Aufzeichnungssystem bis zur Beseitigung des Ausfallgrundes weiterhin genutzt werden. Die grundsätzliche Belegausgabepflicht bleibt von dem Ausfall unberührt, auch wenn nicht alle für den Beleg erforderlichen Werte durch die zTSE zur Verfügung stehen (die Belegangaben zu Datum und Uhrzeit müssen in diesem Fall von dem elektronischen Aufzeichnungssystem bereitgestellt werden)
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Der Ausfall der zTSE muss auf dem Beleg ersichtlich werden, z. B. durch fehlende Transaktionsnummer oder sonstige Kennzeichnung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Bei einem vollumfänglichen Ausfall des Aufzeichnungssystems oder bei Ausfall der Druck- oder Übertragungseinheit entfällt (und nur dann) die Belegausgabepflicht
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Bei einem Ausfall der Druckeinheit oder der Übertragungseinheit für den elektronischen Beleg ist das elektronische Aufzeichnungssystem weiterhin für die Erfassung der Geschäftsvorfälle und anderen Vorgänge zu nutzen.
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zur Dokumentation kann auch die Dokumentation des ausgezählten Kassenbestandes bei Beginn und vor allem am Ende der Ausfallzeit gehören.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              3.	Sicherung/Archivierung von aufzeichnungs- und aufbewahrungspflichtigen Daten
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Auch die Beschreibung der genutzten Backup-Strategie ist Bestandteil der Verfahrensdokumentation.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              4.	Belegausgabepflicht
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Trotz der Nichtbeanstandungsregelung zur Aufrüstung elektronischer Aufzeichnungssysteme mit einer TSE bis zum 30.09.2020 (bzw. 31.03.2021 gemäß den Verfügungen einzelner Bundesländer) gilt die Belegausgabepflicht seit dem 01.01.2020 ununterbrochen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Sie gilt auch für solche Registrierkassen, die unter die Übergangsregelung fallen und bis zum 31.12.2022 genutzt werden dürfen. Bei Verwendung einer offenen Ladenkasse und handschriftlicher Ermittlung der (Einzel-)Einnahmen greift § 146a AO dagegen nicht.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Gemäß § 6 KassenSichV kann der ausgabepflichtige Beleg in Papierform oder mit (konkludenter) Zustimmung des Belegempfängers auch elektronisch in einem standardisierten Datenformat ausgegeben werden. Die alleinige Sichtbarmachung eines Beleges auf einem Kassendisplay o. ä. und ohne Möglichkeit der elektronischen Entgegennahme nach Abschluss des Vorgangs reicht nicht aus.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der ausgabepflichtige Beleg muss mindestens folgende Bestandteile enthalten:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;ul&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               der vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               das Datum der Belegausstellung und den Zeitpunkt des Vorgangbeginns so-wie den Zeitpunkt der Vorgangsbeendigung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               die Menge und die Art der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               die Transaktionsnummer
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               das Entgelt und den darauf entfallenden Steuerbetrag für die Lieferung oder sonstige Leistung in einer Summe sowie den anzuwendenden Steuersatz oder im Falle einer Steuerbefreiung ein Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               die Seriennummer des elektronischen Aufzeichnungssystems oder die Seriennummer des Sicherheitsmoduls
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Es sollte die Seriennummer des elektronischen Aufzeichnungssystems angegeben werden, da nur anhand dieser Seriennummer ein Abgleich mit der nach § 146a Abs. 4 AO zu meldenden Seriennummer des Aufzeichnungssystems erfolgen kann.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ferner sind anzugeben:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;ul&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Betrag je Zahlart
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Signaturzähler
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               der Prüfwert
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Auf zahlreichen Belegen wird mittlerweile auch ein QR-Code angegeben. Dieser Code enthält codiert alle erforderlichen TSE-Angaben, ersetzt aber keinesfalls die Pflichtangaben in Klarschrift auf einen Beleg.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Durch den freiwilligen Ausdruck des QR-Codes auf dem ausgabepflichtigen Beleg können jedoch ggfs. Kassen-Nachschauen vermieden werden, da die Finanzverwaltung bereits im Vorfeld einer Kassen-Nachschau die ordnungsgemäße Funktionsweise der zTSE anhand eines Testkaufs oder bei Vorliegen einer Kontrollmitteilung stichprobenhaft überprüfen kann.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Eine Möglichkeit für eine Befreiung von der Belegausgabepflicht sieht § 146a Abs. 2 i.V.m. § 148 AO unter folgenden Voraussetzungen vor:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;ul&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Verkauf von Waren an eine Vielzahl von nicht bekannten Personen
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Vorliegen einer sachlichen Härte sowie
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               keine Beeinträchtigung der Besteuerung
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Dabei sieht § 148 AO keine dauerhafte Befreiung vor.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              5.	Meldepflicht
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Nach § 146a Abs. 4 AO haben Steuer-pflichtige, die ein elektronisches Aufzeichnungssystem nutzen, dem zuständigen Finanzamt nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck Folgendes mitzuteilen:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;ul&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Name des Steuerpflichtigen
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Steuernummer des Steuerpflichtigen
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Art der zTSE (Zertifizierungs-ID und Seriennummer der TSE)
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Art des verwendeten elektronischen Aufzeichnungssystems
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Anzahl der verwendeten elektronischen Aufzeichnungssysteme je Betriebsstätte und Einsatzort (jedes einzelne Gerät mit Kassenfunktion, auch wenn mehrere Geräte im Verbund mit nur einer TSE verbunden sind)
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Seriennummer des verwendeten elektronischen Aufzeichnungssystems
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Datum der Anschaffung des verwendeten elektronischen Aufzeichnungssystems
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Datum der Außerbetriebnahme des verwendeten elektronischen Aufzeichnungssystems
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Mitteilung ist grundsätzlich innerhalb eines Monats nach der Anschaffung oder Außerbetriebnahme des elektronischen Aufzeichnungssystems zu erstatten. Derzeit ist jedoch von der Meldepflicht bis zum Einsatz einer elektronischen Übertragungsmöglichkeit abzusehen (BMFSchrei-ben vom 06.11.2019) Der Zeitpunkt des Einsatzes einer elektronischen Übermittlungsmöglichkeit wird im Bundessteuerblatt I gesondert bekannt gegeben.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Für Registrierkassen, für welche die Übergangsregelung des Art. 97 § 30 Abs. 3 EGAO gelten, gelten die Mitteilungspflichten nach § 146a Abs. 4 AO nicht.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V. Kassen-Nachschau
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Kassen-Nachschau ist bereits seit dem 01.01.2018 möglich. Dabei unterliegen der Kassen-Nachschau nicht nur elektronische oder computergestützte Kassensysteme, App-Systeme oder Waagen mit Registrierkassenfunktion, sondern auch sogenannte „offene Ladenkassen" sowie Taxameter, Wegstreckenzähler oder Geldspielgeräte.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Kassen-Nachschau ist keine Außenprüfung im Sinne der §§ 193 f. AO. Eine Kassen-Nachschau löst weder eine Ablaufhemmung nach § 171 Abs. 4 AO aus, noch eine Änderungssperre nach § 173 Abs. 2 AO. Auch muss ein im Rahmen einer Steuerfestsetzung nach § 164 AO erlassener Vorbehalt der Nachprüfung nicht zwingend aufgehoben werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Spätestens mit Ablauf der Nicht-Beanstandungsfristen für den Einsatz der zTSE für elektronische Aufzeichnungsgeräte mit Kassenfunktion am 31.03. 2021 ist mit der vermehrten Durchführung von Kassen-Nachschauen zu rechnen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              1.	Tax-Compliance als Schutz vor einer Kassen-Nachschau
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Da der Unternehmer nicht selbst ununterbrochen im eigenen Betrieb bzw. in allen Betriebsstätten oder Filialen gleichzeitig anwesend sein kann bzw. muss, sollte mit Mitarbeitern über den Fall einer unangekündigten Kassen-Nachschau gesprochen und ggfs. entsprechende Anweisungen getroffen werden (Wer gibt Auskunft? Was ist zu tun? Welche Pflichten bestehen?).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Neben der für das eingesetzte Aufzeichnungssystem erstellten Verfahrensdokumentation mit der Anleitung zum Export nach einheitlicher Schnittstelle bzw. wie der Amtsträger Einsicht (Zugang, Passwort etc.) in elektronische Daten erhält, sollten die typischerweise im Rahmen einer Kasse-Nachschau von Amtsträger zur Einsicht und Prüfung verlangte Unterlagen, wie z. B. aktuelle Kassenaufzeichnungen, Kassenbücher, Kassenberichte, die Kassenbuchführung, Kasseneinzeldaten oder Geschäftspapiere verfügbar sein.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Weitere Punkte für eine Vorbereitung auf eine Kassen-Nachschau, die auch idealerweise Bestandteil einer gelebten Verfahrensdokumentation sein sollten:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;ul&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Trinkgelder
               &#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
              
               Wie werden Trinkgeldzahlungen behandelt?
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Gutscheine
               &#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
              
               Wie werden die Ausgabe und Einlösung behandelt bzw. verbucht? Wie werden ausgegebene Gutscheine überwacht bzw. wo werden eingelöste Gutscheine abgelegt?
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Durchlaufende Posten
               &#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
              
               Behandlung und Verbuchung?
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Geldaufbewahrung
               &#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
              
               Werden Tageseinnahmen in abschließbaren Behältnissen (Kassenschublade, Fächern oder Schränken, Tresor etc.) verwahrt, sind diese  spätestens für den Kassensturz zu öffnen (Schlüssel? Zugangsdaten? Wer hat bzw. wo sind diese? Wie kommt man in diese Räumlichkeiten?)
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Passwörter/Zugangsdaten/
                &#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
              
               Bedienerschlüssel/Zugangsrechte
               &#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
              
               Für die genutzten elektronischen Aufzeichnungsgeräte mit Kassenfunktion, ggfs. auch für im Archivsystem archivierte Unterlagen und Kasseneinzeldaten. Ggfs. ist für einen möglichen Zugriff durch den Amtsträger ein eigener Zugang mit speziellen Berechtigungen erforderlich oder einzurichten („Prüfer-Zugang")
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               WLAN
               &#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
              
               Zur Überprüfung, welche weiteren Komponenten mit der Hauptkasse verbunden sind, werden ggfs. WLAN-Passwörter und Zugangsdaten benötigt (z.B. mobile Kassen/Erfassungsgeräte/ Bon–Drucker)
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Cloud-TSE
               &#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
              
               Zugangsdaten und Exportmöglichkeiten
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Netzwerk-TSE
               &#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
              
               Sofern eine zTSE im Netzwerk für mehrere im Netzwerk angebundene elektronische Aufzeichnungssysteme genutzt wird. Wo ist das TSE-Modul (räumlich) und wie können die Daten exportiert werden (Zugriff)?
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
          &lt;li&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               Schnittstelle/Datenträger für eine Datenträgerüberlassung
               &#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
              
               Über welche Schnittstelle (z. B. bei fehlender Admin-Rechten) können TSE-Exporte für eine Datenträgerüberlassung ausgegeben werden? Welche Datenträger sollen bzw. können benutzt werden? Sind entsprechende Datenträger vorhanden?
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/li&gt;&#xD;
        &lt;/ul&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             2.	Das sollte man zur Kassen-Nachschau wissen
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der Amtsträger darf zum Zwecke der Kassen-Nachschau betrieblich genutzte Grundstücke und Räume der gewerblich oder selbständig Tätigen betreten, unabhängig der Eigentumsverhältnisse. Dieses schließt auch betriebliche Nutzfahrzeuge ein, z. B. bei Taxi- und Mietwagenbetreibern, Fuhrunternehmern, Schaustellern oder auch zusätzliche Verkaufswagen. Wohnräume dürfen hingegen nur mit Zustimmung betreten werden. Das häusliche Arbeitszimmer zählt zur betrieblichen Sphäre und darf demnach durch den Amtsträger im Rahmen der Kassen-Nachschau betreten werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Kassen-Nachschau berechtigt nicht zur Durchsuchung.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Da die Kassen-Nachschau keine Außenprüfung i.S.d. §§ 193 f. AO ist, braucht kein Prüfungsbericht gefertigt zu werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Sofern es jedoch zu Änderungen der Besteuerungsgrundlagen kommen sollte, ist zuvor rechtliches Gehör zu gewähren.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Im Rahmen einer Kassen-Nachschau ist der Amtsträger berechtigt, Unterlagen und Belege zu Dokumentationszwecken zu scannen oder zu fotografieren. 
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Bei der Durchführung eines Kassensturzes sollte immer eine weitere Person (Steuerberater, Mitarbeiter, Familienangehöriger) hinzugezogen werden, die bei der Zählung des Geldes anwesend ist. Es sollte ferner darauf geachtet werden, dass nicht der Amtsträger das Geld zählt, sondern ausschließlich der Unternehmer. Ggfs. ist in Absprache zwischen Unternehmer und Amtsträger vor einem Kassensturz zu klären, ob dieser tatsächlich im laufenden Geschäftsbetrieb vor Augen der Kunden und Hektik des Geschäftstreibens am Verkaufstresen direkt durchgeführt werden muss oder beispielsweise in einem Nebenraum durchgeführt werden kann.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das Recht auf Einsicht in Unterlagen ist dabei auf Sachverhalte im Rahmen von Kassenaufzeichnungen beschränkt; andere Unterlagen können jedoch freiwillig herausgegeben werden (z. B. unbar bezahlte Eingangsrechnungen).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Es ist nicht zulässig, dass der Amtsträger den Datenträger (z. B. USB-Stick) der zTSE-Einheit abzieht und mitnimmt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ergibt sich im Rahmen der Kassen-Nachschau Anlass zu Beanstandungen an der Ordnungsmäßigkeit der Kassenaufzeichnungen oder kommt der Unternehmer seinen Mitwirkungspflichten nicht oder nicht ausreichend nach oder lehnt eine Nachschau komplett ab, so kann nach  § 146b Abs. 3 AO ohne vorige Prüfungsanordnung zu einer Außenprüfung i.S.d. §§ 193 f. AO übergegangen werden. Im Falle des Übergangs zu einer Außenprüfung wird der Unternehmer gemäß § 146b Abs. 3 S. 2 AO schriftlich darauf hingewiesen. So sind auch Prüfungszeiträume und Prüfungsumfang (Steuerarten etc.) anzugeben.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Kassen-Nachschau ist ein Verwaltungsakt und kann nach § 147 AO mit Einspruch angefochten werden. Ein etwaiger Einspruch hat jedoch keine aufschiebende Wirkung und hindert daher nicht an der Durchführung der Kassen-Nachschau. Ausnahme kann eine beantragte Aussetzung der Vollziehung sein.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 01 Jun 2021 09:09:30 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Steuern sparen mit Photovoltaik – Special Nr. 342</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Steuern sparen mit Photovoltaik
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I. Einleitung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erneuerbare Energien sind
           &#xD;
      &lt;i&gt;&#xD;
        
            up to date
           &#xD;
      &lt;/i&gt;&#xD;
      
           . Die Energieerzeugung aus Wind, Wasser und Sonne ist nicht nur eine Angelegenheit großer Konzerne, sondern kann auch von Privatpersonen betrieben werden. Dies gilt insbesondere für die Solarenergie, was auch äußerlich unschwer an der veränderten Dachlandschaft in Deutschland und der Welt zu erkennen ist. Privatpersonen als Kraftwerksbetreiber? Ja, das geht und kann sogar attraktive steuerliche Vorteile bieten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Investitionsabzugsbetrag (IAB)
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer eine Solaranlage errichtet und betreibt, erzielt mit der Stromerzeugung steuerlich Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Gewerbetreibende haben die Möglichkeit, durch den sogenannten Investitionsabzugsbetrag im Vorfeld der Investitionen Steuern zu sparen. Der gesetzliche Hintergrund des Investitionsabzugsbetrags sei vereinfacht wie folgt erklärt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Regelung findet sich in § 7g EStG, der mit Wirkung ab 2020 neu gefasst wurde und erweiterte Möglichkeiten bietet. Im Prinzip handelt es sich dabei ursprünglich um eine Regelung für Sonderabschreibungen für kleinere Betriebe. Ein immer noch bestehender Teil dieser Vorschrift ist, dass unabhängig von der normalen Abschreibung (AfA) im Anschaffungsjahr 20 % als Sonderabschreibungen geltend gemacht werden. Eine Photovoltaikanlage wird normalerweise über den langen Zeitraum von 20 Jahren abgeschrieben. Das bedeutet eine AfA von 5 % p.a. Nach der Sonderabschreibungsregel des § 7g Abs. 5 EStG können 20 % im Anschaffungsjahr sozusagen vorab bereits als AfA abgezogen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Deutlich attraktiver ist allerdings der in § 7g Abs. 1 EStG geregelte Investitionsabzugsbetrag, verkürzt IAB genannt, der rechtstechnisch als eine vorgezogene Sonderabschreibung ausgestaltet ist. Dieser IAB kann nur vor der eigentlichen Anschaffung in Ansatz gebracht werden. Der IAB ermöglicht einen steuerlichen Verlust von 50 % (40% bis 2019) der voraussichtlichen Anschaffungskosten bis maximal 200.000 €. Der IAB kann dabei bis zu 3 Jahre vor der eigentlichen Investition geltend gemacht werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die steuerlichen Vorteile werden mit einem Beispiel anschaulicher: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir nehmen an, dass Liselotte Volt bereit ist, 300.000 € in eine Solaranlage auf dem Gipfelplateau des nahegelegenen Weinbergs zu investieren. Die Anschaffung soll in 2021 vollzogen werden. Nach den normalen steuerlichen Regeln kann Liselotte Volt jedes Jahr 15.000 € Abschreibungen geltend machen und damit die Erträge aus der Stromerzeugung mindern. Macht sie die Sonderabschreibung von 20% geltend, kann sie im Jahre 2021 60.000 € Abschreibungen geltend machen, die voraussichtlich auch zu einem Verlust führen. Macht sie dagegen bereits vorher, nämlich im Jahre 2020 den IAB geltend, kann sie bis zu 150.000 € als IAB und somit als Verlust mit ihren anderen steuerlichen Einkünften aus 2020 verrechnen. Leidet Liselotte Volt unter dem Höchststeuersatz, kann sie also annähernd 75.000 € Steuerersparnis bereits im Veranlagungsjahr 2020 erzielen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Natürlich werden weder durch die Sonderabschreibung noch durch den IAB virtuelle Verluste erzeugt, sondern nur eine andere Verteilung des Gesamt-AfA-Volumens. Die in unserem Beispiel genannten 300.000 € erhöhen sich nicht. Die Inanspruchnahme des IAB führt vielmehr dazu, dass in späteren Jahren entsprechend weniger Abschreibungen angesetzt werden können. Gleichwohl ist der Effekt erheblich und kann auch vor dem Hintergrund einer individuellen Lebenssituation mit später niedrigeren Einkünften noch attraktiver werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So wunderbar einfach und motivationsfördernd diese Vorschrift ist, bedarf sie doch einer großen Sorgfalt. Zunächst ist zu beachten, dass bei einem bestehenden Betrieb der Gewinn im Jahr der Geltendmachung des IAB nicht größer als 200.000 € sein (ohne IAB) und der IAB maximal 200.000 € betragen darf. Gerade diese einengenden Vorgaben machen die Photovoltaikanlagen für Privatpersonen interessant, weil mit jeder neuen Photovoltaikanlage ein eigener kleiner Gewerbebetrieb begründet werden kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weiterhin ist zu beachten, dass die Geltendmachung des IAB die spätere tatsächliche Investition innerhalb von drei Jahren erforderlich macht. Wer also seine Einkommensteuer 2020 mindern möchte, muss die Photovoltaikanlage spätestens bis zum 31.12.2023 angeschafft haben. Gelingt dies nicht, wird der IAB rückwirkend wieder aufgehoben, die Steuerersparnis also rückgängig gemacht und obendrein mit 6% p.a. verzinst. Die Anforderungen an die geltend gemachte Investition im Abzugsjahr sind relativ gering: es reicht die Angabe, dass man eine Photovoltaikanlage anschaffen will mit einer voraussichtlichen Investitionssumme.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht jeder möchte als Privatperson Kraftwerksbetreiber sein. Verwendet werden könnte hierfür auch eine GmbH &amp;amp; Co. KG oder auch eine einfache GbR, insbesondere dann, wenn sich mehrere Personen zusammenschließen möchten. Dabei ist zu beachten, dass nicht der Gesellschafter (Mitunternehmer) den IAB geltend machen kann, sondern nur die Gesellschaft. Dies hat aber zur Folge, dass eine GmbH &amp;amp; Co. KG, die in 2021 gegründet wird, um in 2021 eine Solaranlage zu errichten, nicht einen IAB in 2020 geltend machen kann. Denn im Jahr 2020 war die Gesellschaft noch gar nicht existent, es sei denn, die KG ist aus einer bereits existierenden GbR hervorgegangen. Auch gilt der Höchstbetrag von 200.000 € nicht je Gesellschafter, sondern für die Gesellschaft. Grundsätzlich kann ein IAB nur von dem Unternehmen geltend gemacht werden, dass den Antrag gestellt hat. Der IAB kann nicht auf andere Unternehmen desselben Gesellschafters oder von Unternehmen auf den Gesellschafter persönlich übertragen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine weitere frühere Besonderheit des IAB wurde ab 2020 geändert. Bis 2019 musste derjenige, der den IAB geltend macht, die Investitionen eigenbetrieblich nutzen. Ab 2020 ist auch die Vermietung begünstigt. Demzufolge wäre auch die Errichtung einer Photovoltaikanlage begünstigt, wenn sie anschließend nicht zur eigenbetrieblichen Energieerzeugung genutzt, sondern an jemanden Dritten als Kraftwerksbetreiber verpachtet wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             III. Erbschaftsteuer
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Deutschland wächst der Wohlstand mit der Folge, dass immer mehr Vermögensübertragungen aufgrund von Tod oder Schenkung erbschaftsteuerbelastet werden. Seit einigen Jahren hat der Gesetzgeber die Übertragung von Betrieben begünstigt. Unter bestimmten – teilweise sehr genauen – Voraussetzungen können unter der Maßgabe der Betriebsfortführung 85 % oder sogar 100 % des Betriebsvermögens steuerfrei gestellt werden. Bei dem 85-prozentigen Verschonungsabschlag, wie es im Amtsdeutsch heißt, lautet eine der Voraussetzungen, dass in den 5 Jahren nach schenkweiser Übertragung oder Todesfall grundsätzlich 400 % der Lohnsummen anfallen müssen wie zum Zeitpunkt der Übertragung. Wird zum Beispiel ein Betrieb mit einer Ausgangslohnsumme von 400.000 € p. a. an einen Sohn zum 31.12.2021 verschenkt, muss der Sohn als Nachfolger in der Zeit vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2026 eine Gesamtlohnsumme von 1.600.000 € erreichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kleine Betriebe werden günstiger behandelt. Betriebe mit weniger als 15 Mitarbeitern müssen nur 300 % der Ausgangslohnsumme erreichen, Betriebe mit weniger als 10 Mitarbeitern nur 250 % der Ausgangslohnsumme und Betriebe mit weniger als 5 Mitarbeitern sind gänzlich davon befreit eine Lohnsumme nachweisen zu müssen; es genügt die Fortführung des Betriebs.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt kommt die Photovoltaikanlage ins Spiel. Der Betrieb einer Photovoltaikanlage bedarf üblicherweise keiner angestellten Personen. Die Anlage läuft schlicht und einfach auch ohne menschliche Einwirkung und bedarf nur hin und wieder eines technischen Supports. Wie eingangs bereits festgestellt, erzielt man mit dem Betrieb einer Photovoltaikanlage gewerbliche Einkünfte und damit handelt es sich auch um einen Gewerbebetrieb im Sinne des Erbschaftsteuergesetzes.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Steuersparmodell sieht in vereinfachter Form ausgedrückt wie folgt aus: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Otto Ohm ist vermögend und möchte 1 Mio. € an seine Lieblingsnichte Maria verschenken. Das würde eine Schenkungsteuer in Höhe von ca. 300.000 € verursachen und Otto Ohm hat auch ein ungutes Gefühl, dass Maria an den falschen Mann gerät und das Geld einfach so ausgibt. Er bekommt aber die zündende Idee, eine Photovoltaikanlage zu errichten, mit einer Investition in Höhe von besagter 1 Mio. €. Diese verschenkt er an Maria. Hält Maria fünf Jahre durch, sind nur 150.000 € steuerpflichtig mit einer Steuerlast von ca. 30.000 €. Hängt Maria noch zwei Jahre dran, ist die Übertragung gänzlich steuerfrei. Maria muss allerdings beachten, dass sie diese sogenannte Optionsverschonung bereits bei der Schenkungsteuererklärung geltend macht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wichtig ist der Hinweis, dass im Gegensatz zum Investitionsabzugsbetrag eine Errichtung und anschließende Verpachtung der Anlage als sogenanntes Verwaltungsvermögen nicht begünstigt wäre. Maria muss also Kraftwerksbetreiberin bleiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Progressionsvorteile bei Familien
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die vorstehend beschriebene schenkungsteuerbegünstigte Gestaltung kann bei Familien mit der Nutzung einkommensteuerlicher Vorteile einhergehen. Durch die Übertragung auf die Kinder können sich insgesamt betrachtet geringere Ertragsteuern ergeben, wenn die Kinder im Gegensatz zu den schenkenden Eltern geringes sonstiges Einkommen haben, sodass Progressionsvorteile entstehen. Wenn eine solche Photovoltaikanlage zuvor beim Schenker noch die Steuerbegünstigung des IAB durchlaufen hat, hat die Familie alles richtiggemacht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             V. Fazit
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Betrieb einer Photovoltaikanlage dient nicht nur der Umwelt und dem guten Gewissen, sondern kann neben dem Strom auch handfeste steuerliche Vorteile erzeugen. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 01 May 2021 12:37:00 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kfz-Verkauf –  Steuer-Tipp Nr. 336</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Kfz-Verkauf: Wie hoch ist der Gewinn bei 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Mischnutzung?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele Unternehmer nutzen einen Firmenwagen. Mit Ablauf der Abschreibungsfrist veräußern sie diesen oftmals und schaffen einen neuen an. Wer seinen Firmenwagen verkaufen möchte, muss die Pflicht der Versteuerung des Gewinns berücksichtigten. 
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Gewinn ergibt sich aus dem Buchwert und dem Verkaufspreis. Wird der Firmenwagen zu einem höheren Preis verkauft als er in den Büchern steht, wird dieser Gewinn dem Gesamtgewinn zugeschlagen und ist damit voll steuerpflichtig. Viele Unternehmer nutzen aber Firmenfahrzeuge auch privat. Mindert die Besteuerung der privaten Nutzung eines Firmenfahrzeugs den Gewinn beim Verkauf?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II. Aktuelle Rechtslage
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bundesfinanzhof (BFH) hat die Gewinnermittlung bei der Veräußerung eines teilweise privat genutzten betrieblichen Fahrzeugs geklärt. Demnach scheidet eine Gewinnkorrektur wegen der Besteuerung der privaten Nutzungsentnahme aus (BFH vom 16.06.2020, VIII R 9/18).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sachverhalt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Steuerpflichtiger ordnete das Kfz bei Anschaffung dem gewillkürten Betriebsvermögen zu. In den entsprechenden Steuererklärungen wurde die Abschreibung (AfA) als Betriebsausgabe berücksichtigt, gleichzeitig aber auch die privaten Aufwendungen als Einnahme erfasst, sodass die Kosten im Zusammenhang mit dem Pkw sich fast ausglichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als das Auto abgeschrieben war, veräußerte der Unternehmer dieses und setzte den Veräußerungsgewinn nur mit dem Anteil der beruflichen Nutzung als Betriebseinnahme an. Dies begründete er damit, dass die steuermindernde AfA jährlich mit der Entnahme ausgeglichen worden sei. Somit dürfte der private Nutzungsanteil sich nun nicht mehr auswirken. Dem widersprach das Finanzamt, der volle Gewinn aus dem Verkauf sei trotzdem anzusetzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So sah das auch der BFH. Der Veräußerungsgewinn ist in voller Höhe anzusetzen. Ob sich die AfA in den Vorjahren ausgewirkt hat oder nicht, steht mit dem Vorgang des Verkaufs in keinem Zusammenhang und darf deshalb auch nicht berücksichtigt werden. Auch das Gesetz sieht keine anteilige Berechnung vor. Der BFH betont zudem, dass das Gebot der Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und das Nettoprinzip durch diese Regelung nicht verletzt, sondern rechtmäßig berücksichtigt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Manchmal ist es günstiger, den Pkw im Privatvermögen zu halten und nur die Kosten, die auf die betriebliche Nutzung entfallen, als Betriebsausgabe geltend zu machen. Das ist bei einer betrieblichen Nutzung bis zu 50% möglich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die betrieblichen Fahrten müssten dann tatsächlich erfasst werden und mit den tatsächlich entstandenen Kosten vom Unternehmen übernommen werden. In der Regel sind die tatsächlichen Kosten höher als die Reisekostenpauschale von 0,30 Euro. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen hierzu unterstützend zur Seite.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 01 May 2021 10:51:43 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Erbschaftsmediation – Rechts-Tipp Nr. 222</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/erbschaftsmediation-rechts-tipp-nr-222</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Erbschaftsmediation – Erbauseinandersetzungen ohne Streit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Inhaber eines Familienunternehmens und Vater von 3 Kindern ist in die Jahre gekommen und macht sich Gedanken um seine Nachfolge. Am liebsten sähe er es, wenn seine 3 Kinder das Unternehmen in der nächsten Generation gemeinsam in verschiedenen Funktionen fortführen. Die Kinder befinden sich noch in der Ausbildung oder im Studium, eines hat sich vor Kurzem mit Freunden selbständig gemacht. Einerseits möchten er und seine Frau die Kinder gleich und gerecht behandeln, weshalb beide die Kinder im gemeinsamen Testament zu gleichen Teilen als Erben eingesetzt haben. Andererseits sieht er aber auch, dass nicht jedes Kind in gleicher Weise zur Geschäftsführung des Unternehmens geeignet sein wird. Er und seine Frau hoffen, wenn er eines Tages verstirbt, dass sich die Kinder dann untereinander schon einigen werden, wie das Unternehmen fortgeführt wird und jedes Kind zu seinem Recht kommt. Doch halten beide es auch durchaus für möglich, dass der bisherige Familienfrieden in Gefahr geraten und es unter den Kindern zu anhaltenden Konflikten kommen kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er fragt sich, wie er dem vorbeugen kann? Und auch die Kinder fragen sich schon vor und erst recht nach Versterben ihres Vaters, wie sie untereinander ohne Streit zu einer möglichst schnellen, guten und gerechten Lösung für alle kommen können?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II. Interessenlage
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Interessenlagen sind zu einem großen Teil sehr unterschiedlich. Was der Unternehmensinhaber für die Zeit nach seinem Tod für seine Frau, seine Kinder und das Unternehmen will bzw. wollte, ist das eine. Was dann seine Frau und jedes einzelne Kind nach seiner individuellen Lebensplanung will, ist das andere. Allen gemeinsam liegt für gewöhnlich daran, dass die Frau und Mutter ihr gewohntes Lebensumfeld nicht aufgeben und sich auch im Alter keine finanziellen Sorgen machen muss. Außerdem sind sich meistens alle darin einig, dass sie trotz ihrer unterschiedlichen Ansichten untereinander innerhalb der Familie keinen Streit wollen und das Unternehmen, an dem sie nach dem Tod des Vaters als Erbengemeinschaft beteiligt sind, auch nach der Erbauseinandersetzung in der Zukunft erfolgreich fortgeführt werden soll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Erbschaftsmediation
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn sich abzeichnet, dass sich die (potentiellen) Erben nicht ohne Weiteres über die Fortführung des Unternehmens und/ oder die Erbauseinandersetzung untereinander werden einigen können, bietet sich als Verfahren zur Lösung eine Erbschaftsmediation an.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mediation ist ein vielfach bewährtes Verfahren zur Beilegung eines möglichen oder bestehenden Konflikts. Die Teilnahme der Konfliktparteien („Medianten“) ist für jede/n freiwillig. Geleitet wird das Verfahren durch einen unabhängigen, neutralen und überparteilichen Mediator, der nicht die Lösung vorgibt, sondern die Medianten bei ihrer selbständigen Lösungsfindung unterstützt und begleitet. Im Rahmen des Mediationsverfahrens bekommt jede Konfliktpartei in einem geschützten Umfeld die Gelegenheit, ihren eigenen Standpunkt und die eigenen Interessen zu vertreten. Dabei geht es nicht um die Frage, „wer hat Schuld“ oder „wer hat recht“, sondern allein darum herauszufinden, welche Bedürfnisse, Wünsche und Emotionen hinter einem Konflikt stehen und was die Beteiligten jeweils tatsächlich wollen. Nach der Interessenklärung erarbeiten und verhandeln die Konfliktparteien gemeinsam unter der Leitung des Mediators verschiedene Lösungsmöglichkeiten, bis am Ende eine einvernehmliche und für alle Beteiligten interessengerechte Lösung gefunden wird.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schon bei der Regelung von Erbschaften und/oder Unternehmensnachfolgen kann eine präventive Erbschaftsmediation sinnvoll sein. Ziel einer solchen Mediation ist es beispielsweise, im Vorfeld der Errichtung eines Testaments oder Erbvertrages dem Erblasser und den potentiellen Erben die Gelegenheit zu geben, in Mediationsgesprächen ihre jeweils eigenen Standpunkte, Lebensentwürfe, Interessen und Ideen zu äußern und am Ende eine Erbschafts- und Nachfolgeregelung zu konzipieren, die vom Erblasser sowie allen potentiellen Erben befürwortet wird, einen möglichen späteren Konflikt von vorneherein vermeidet und den Familienfrieden wahrt.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Vorteile der Mediation
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anders als bei einem Gerichts- oder Schiedsgerichtsverfahren bleiben die Medianten bei einem Mediationsverfahren bis zum Schluss Herr des Verfahrens und entscheiden eigenverantwortlich selbst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es geht auch nicht nur um rechtliche Fragen, welche rechtlichen Ansprüche bestehen und ob deren Voraussetzungen erfüllt oder nachgewiesen sind, sondern um den gesamten Konflikt mit all seinen Facetten (Interessen, Bedürfnisse, Wünsche).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ziel einer Mediation ist die tatsächliche Lösung des gesamten Konfliktes, die allen Seiten gerecht wird. Denn erst wenn die Lösung umfassend ist und von allen akzeptiert wird, ist sie nachhaltig. Und nur so wird der Blick frei für die Zukunft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mediation findet streng vertraulich und in einem geschützten Umfeld statt. Sitzungsorte und -zeiten sind zwischen dem Mediator und den Medianten frei vereinbar, ebenso wie häufig und lange man sich trifft. Damit ist das Mediationsverfahren sehr flexibel und wesentlich schneller als jedes Gerichtsverfahren.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kosten eines Mediationsverfahrens liegen ebenfalls in aller Regel deutlich unterhalb der Kosten für ein Gerichtsverfahren erster Instanz oder ein Schiedsgerichtsverfahren. Der Mediator rechnet seine Tätigkeit üblicherweise nach Stunden- oder Tagessätzen ab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als potentieller Verfasser eines Testaments oder Erbvertrages, potentieller Erbe oder Mitglied einer Erbengemeinschaft sollten Sie die Möglichkeiten und Vorteile einer Erbschaftsmediation kennen. Dies gilt insbesondere, wenn zum Nachlass auch die Beteiligung an einem Familienunternehmen gehört.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Erbschaftsmediation ist eine aus mehreren Gründen empfehlenswerte Methode, um in Fällen der Regelung von Erbangelegenheiten, Unternehmensnachfolgen und Erbauseinandersetzungen eine für alle Beteiligten interessengerechte Lösung zu finden und den Familienfrieden auch künftig zu wahren. Sie eignet sich sowohl als präventive Mediation zwischen dem Erblasser und den potentiellen Erben zur Konzeption eines Testaments oder Erbvertrages, als auch zur Konfliktvermeidung und Erbauseinandersetzung von Erben, insbesondere Erbengemeinschaften.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Konfliktparteien bleiben bis zum Schluss eigenverantwortliche Herren des Mediationsverfahrens. Das Verfahren ist streng vertraulich und führt in den meisten Fällen zu nachhaltigen und vergleichsweise schnellen Lösungen. Neben der hohen allseitigen Akzeptanz des Mediationsergebnisses spricht auch der Kostengesichtspunkt für eine Erbschaftsmediation.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 01 May 2021 10:32:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/erbschaftsmediation-rechts-tipp-nr-222</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Änderung der Nutzungsdauer von Computern und Software  – Steuer-Tipp Nr. 335</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/aenderung-der-nutzungsdauer-von-computern-und-software-steuer-tipp-nr-335</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Änderung der Nutzungsdauer von Computern und Software
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die bisher in der Abschreibungs-Tabelle für allgemeine Anlagegüter enthaltene Nutzungsdauer für Computer beträgt drei Jahre. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde für diese Wirtschaftsgüter seit rund 20 Jahren nicht mehr geprüft und bedarf daher einer Anpassung an die geänderten tatsächlichen Verhältnisse. Denn auf Grund des raschen technischen Fortschritts und der Digitalisierung unterliegen Computer einschließlich der dazu gehörenden Peripheriegeräte sowie die für die Dateneingabe und -verarbeitung erforderliche Betriebs- und Anwendersoftware einem immer schnelleren Wandel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. BMF Schreiben vom 26.02.2021
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Schreiben vom 26.02.2021 hat das Bundesministerium der Finanzen ein Schreiben zur Nutzungsdauer von Computerhardware und Software zur Dateneingabe und -verarbeitung bekannt gegeben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Begriff Computerhardware umfasst dabei Computer, Desktop-Computer, Notebook-Computer, Desktop Thin Clients, Workstations, Dockingstations, externe Speicher- und Datenverarbeitungsgeräte, externe Netzteile sowie Peripheriegeräte (Eingabe- und Ausgabegeräte wie z.B. Tastatur, Kamera, Mikrofon, Headset, Drucker etc.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Software im Sinne des BMF Schreibens umfasst die Betriebs- und Anwendersoftware zur Dateneingabe und -verarbeitung. Dazu gehören neben Standardanwendungen auch auf den individuellen Nutzer abgestimmte Anwendungen wie ERP-Software, Software für Warenwirtschaftssysteme oder sonstige Anwendungssoftware zur Unternehmensverwaltung oder Prozesssteuerung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemäß dem BMF Schreiben wird die Nutzungsdauer für Computerhardware und Software von drei Jahren auf ein Jahr herabgesetzt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die neue Nutzungsdauer findet erstmals Anwendung in Gewinnermittlungen für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2020 enden. Dabei kann sie auch auf entsprechende Wirtschaftsgüter angewandt werden, die in früheren Wirtschaftsjahren angeschafft oder hergestellt wurden und bei denen eine andere als die einjährige Nutzungsdauer zugrunde gelegt wurde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die neue Nutzungsdauer gilt ab dem Veranlagungszeitraum 2021 auch für entsprechende Wirtschaftsgüter des Privatvermögens, die zur Erzielung von Einkünften verwendet werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Bundesministerium für Finanzen hat durch die Sofortabschreibung von Computerhardware und Software im Jahr der Anschaffung steuerliche Anreize geschaffen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten Sie privat oder als Unternehmer schon länger überlegen, Ihre Computerhardware und/ oder Software zu erneuern oder zu erweitern, bieten sich hierfür ab dem Veranlagungszeitraum 2021 interessante Möglichkeiten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten Sie hierzu bzw. zur Nutzungsdauer einzelner Wirtschaftsgüter im Zusammenhang mit der Digitalisierung oder allgemein Fragen zu Hard- und Software haben, stehen wir Ihnen gerne beratend zur Verfügung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 01 Apr 2021 13:25:21 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ver(un)sicherung durch Betriebsschließungsversicherungen – Rechts-Tipp Nr. 221</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/ver-un-sicherung-durch-betriebsschliessungsversicherungen-rechts-tipp-nr-221</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Ver(un)sicherung durch Betriebsschließungsversicherungen 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Das ist so unwahrscheinlich wie eine weltweite Pandemie“, wäre vor zwei Jahren wahrscheinlich noch ein Satz gewesen, den nicht nur Versicherungsunternehmen als zutreffend eingestuft hätten. Dass diese Aussage in gewisser Weise revidiert werden muss, zeigt die aktuelle Situation. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Umso besser, wenn man gegen eine Betriebsschließung versichert ist. Allerdings wurden diese Versicherungen weit überwiegend zu einer Zeit abgeschlossen, in der das Wort „Corona“ nicht omnipräsent und die Aussage „das ist so unwahrscheinlich wie eine weltweite Pandemie“ noch (gefühlt) zutreffend gewesen ist. Welche Ansprüche des Versicherungsnehmers bestehen also bei einer Betriebsschließungsversicherung und müssen Versicherer ohne weiteres zahlen, wenn z.B. das Fitnessstudio oder Restaurant aufgrund behördlicher Anordnung geschlossen bleiben muss? Diese Frage beschäftigt nicht nur alle Beteiligten, sondern auch die Gerichte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Rechtslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Festzuhalten ist zunächst, dass diese Frage, wie so oft bei rechtlichen Auseinandersetzungen, nicht mit einem klaren „Ja“ oder „Nein“ beantworten werden kann. Die Frage, ob ein Anspruch auf Leistung aus einer Betriebsschließungsversicherung besteht, hängt dabei zunächst von den vertraglich vereinbarten Versicherungsbedingungen ab. Dabei ist bereits nicht unproblematisch, dass in einer Vielzahl von Versicherungsbedingungen eine Klausel enthalten ist, wonach die Versicherung Leistungen aus einer Betriebsschließungsversicherung zu erbringen hat, wenn die behördliche Schließung auf die §§ 6, 7 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) zurückzuführen ist. Aber fällt eine Betriebsschließung aufgrund des erst nachträglich in die Aufzählung der §§ 6, 7 IfSG aufgenommenen Corona-Virus (SARS-CoV-2) bzw. der daraus resultierende Erkrankung COVID-19 hierunter, oder werden nur Krankheiten erfasst, die bereits bei Abschluss des Versicherungsvertrages im Infektionsschutzgesetz standen? Diese Frage wird von den Gerichten nicht einheitlich beantwortet, weshalb immer noch keine Klarheit darüber besteht, ob „Corona“-bedingte Ertragsausfälle aufgrund behördlich angeordneter Zwangsschließungen von der Versicherung erstattet werden müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Entscheidungen der Gerichte
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereits mit Urteil vom 29.04.2020 stellte das Landgericht Mannheim (11 O 66/20) fest, dass ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer die in den Versicherungsbedingungen enthaltene Verweisung auf die §§ 6, 7 IfSG so verstehen dürfe, dass darunter alle Erreger und Krankheiten fallen, die Gegenstand der §§ 6 und 7 IfSG sein können. Es sei daher davon auszugehen, dass auch spätere Änderungen dieser Regelungen auf den Vertrag Anwendung finden. Mit anderen Worten: Die Verweisung auf die §§ 6, 7 IfSG gehe zulasten des Versicherers; dieser hätte schließlich selbst einen abschließenden Katalog an Erregern in die Versicherungsbedingungen aufnehmen können, um die Auflistung auf bei Vertragsschluss bekannte Erreger und Krankheiten zu beschränken. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ähnlich argumentierte auch das Landgericht Düsseldorf mit Urteil vom 19.02.2021 (40 O 53/20). Nachdem das Gericht festgestellt hatte, dass es grundsätzlich keinen Unterschied macht, ob eine Schließung unmittelbar gegen den Betrieb durch behördliche Einzelverfügung ergeht, oder sich die Pflicht zur Schließung aus einer Allgemeinverfügung ergibt, stellt das Gericht klar, dass durch die Verweisung auf die §§ 6, 7 IfSG auch bei Vertragsschluss nicht benannte Krankheiten und Erreger vom Versicherungsschutz erfasst sein können. Dies gelte insbesondere deshalb, so das Gericht weiter, weil die streitgegenständlichen Regelungen des Infektionsschutzgesetzes sog. Öffnungsklauseln für (bei Vertragsschluss) nicht genannte Krankheiten und Erreger enthalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu einem gegenteiligen Ergebnis kam das Landgericht Göttingen mit Urteil vom 13.01.2021 (5 O 111/20). Dabei hatte das Gericht über eine nahezu wortgleiche Versicherungsbedingung zu befinden, wie das Landgericht Düsseldorf. Während das Landgericht Düsseldorf den Klägern insgesamt rund eine Viertelmillion Euro zugesprochen hatte, wies das Landgericht Göttingen die Klage ab. Die Aufzählung der in den Versicherungsbedingungen, im Infektionsschutzgesetz in den §§ 6 und 7 namentlich genannten Krankheiten oder Krankheitserreger sei abschließend. Daran ändere auch nichts, dass das Corona-Virus (COVID-19) mittlerweile in die Aufzählung des Infektionsschutzgesetzes aufgenommen worden sei. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Sichtweise vertrat auch das Landgericht Oldenburg, welches mit Urteil vom 14.10.2020 feststellte, dass, soweit eine Krankheit oder ein Krankheitserreger nicht in dem in den Versicherungsbedingungen enthaltenen Katalog, wohl aber in der Aufzählung des Infektionsschutzgesetzes enthalten ist, im Falle der Schließung wegen des Auftretens dieser Krankheit kein Versicherungsfall vorliege. Der Versicherungsnehmer könne in einem solchen Fall nicht erwarten, so das Gericht weiter, dass spätere Änderungen des IfSG den Versicherungsschutz erweitern (13 O 2068/20).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es bleibt abzuwarten, ob es in absehbarer Zeit zu einer Vereinheitlichung der Rechtsprechung durch eine obergerichtliche oder sogar eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs kommt. Dass dies, jedenfalls innerhalb kurzer Zeit, eher unwahrscheinlich ist, liegt auch daran, dass die Versicherer durchaus bereit sind, sich (außer-)gerichtlich zu vergleichen, nicht zuletzt, um eine gefestigte Rechtsprechung zu vermeiden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              IV. Fazit
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Beurteilung der Frage, ob im Falle einer behördlich angeordneten Betriebsschließung ein Anspruch aus einer Betriebsschließungs- oder Betriebsunterbrechungsversicherung besteht, hängt nicht nur von den jeweiligen Versicherungsbedingungen ab, sondern auch von dem jeweiligen Gericht, das über den Anspruch zu entscheiden hat. Die hierdurch bestehende Rechtsunsicherheit ist Risiko und Chance gleichermaßen. Gut beraten ist der, der die „Strömungen“ der Rechtsprechung kennt, insbesondere, da dies im Einzelfall den entscheidenden Unterschied ausmachen kann. Hierbei sind wir Ihnen gerne behilflich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 01 Apr 2021 13:14:22 GMT</pubDate>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/PNHR-Architektur-warm-soft-1004489.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das StaRUG – Special Nr. 341</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/das-starug-special-nr-341</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Das StaRUG; die Corona-Krise als Treiber der Fortentwicklung und Ergänzung des Sanierungs- und Insolvenzrechts
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Einleitung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auch wenn das Sanierungs- und Insolvenzrecht schon seit langer Zeit der Überarbeitung bedurfte, viele Regelungen wurden als kaum praktikabel und viel zu zeit-und damit auch kostenintensiv angesehen, bleibt auch im Jahr 2021 der Treiber für die Fortentwicklung von Gesetzen und Verordnungen die Corona-Krise. Die Bedeutung der Zeit wird heutzutage als wesentlicher Faktor für vieles erkannt. So sollen auch die Vorgänge im Sanierungs-und Insolvenzrecht u.a. durch das StaRUG (Gesetz über den Stabilisierungs-und Restrukturierungsrahmen für Unter
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           nehmen	[Unternehmensstabilisierungs- und –restrukturierungsgesetz]) insbesondere beschleunigt, dadurch aber auch praktisch effizienter werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Fokus liegt auf dem Interesse am Fortbestand von Unternehmen anstelle einer Zerschlagung im Wege der Insolvenz. Zu diesem Zweck gibt es unter dem StaRUG die vereinfachte Möglichkeit für Unternehmen mit Sanierungsperspektive, ein Sanierungskonzept auch ohne Insol
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           venzverfahren umzusetzen, dies sogar auch gegen den Willen einzelner Gläubiger. Soweit dagegen ein Insolvenzverfahren erforderlich ist, kommt dem Restschuldbefreiungsverfahren erhebliche Bedeutung zu. Daher wurden die Fristen für eine Restschuldbefreiung für Unternehmer erheblich verkürzt. Im Übrigen sollen Verträge mit Vertragspartnern, die einer Vertragsanpassung oder Vertragsbeendigung nicht zustimmen wollen, unter erleichterten Bedingungen beendet werden können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             II. EU-Recht und Umsetzung in 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            Deutschland
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;b&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/b&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;b&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/b&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;b&gt;&#xD;
                      &lt;span&gt;&#xD;
                        
                    1. Regelungen zur Restschuldbefreiung in der EU
                   &#xD;
                      &lt;/span&gt;&#xD;
                    &lt;/b&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;br/&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    
                  Innerhalb von Europa variieren die Regelungen zur Restschuldbefreiung untereinander erheblich, teilweise sind sie kaum effizient. Regelmäßig lag die Dauer bisher in Europa bei über drei Jahren. In Deutschland lag die Dauer bisher bei sechs Jahren und wurde unter dem StaRUG nun auf drei Jahre verkürzt. Unternehmer, die Tätigkeitsverboten unterlie
                 &#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                  
                 gen, lösten Probleme zwischen den unterschiedlichen Jurisdiktionen in Europa oft auf praktische Weise dadurch, dass sie ihren Unternehmenssitz ins europäische Ausland verlegten. Dies löst zumeist erhebliche Zusatzkosten aus, die die unternehmerische Betätigung zusätzlich erschweren. Auch Fragen der wirtschaftlichen Gerechtigkeit sowie des Gläubigerschutzes rückten damit in der Vergangenheit in den Fokus.
                &#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;br/&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    
                  Das StaRUG beruht auf europarechtlicher Vorgabe, nämlich der „Richtlinie (EU) 2019/1023 des europäischen Parlamentes und des Rates vom 20. Juni 2019 über präventive Restrukturierungsrahmen, über Entschuldung und über Tätigkeitsverbote sowie über Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz von Restrukturierungs-, Insolvenz- und Entschuldungsverfahren und zur Änderung der Richtlinie (EU) 2017/1132 (Richtlinie über Restrukturierung und Insolvenz). Trotz des sperrigen Namens der Richtlinie ist es das erklärte Ziel, Bürokratie zu vereinfachen, Vorgänge zu beschleunigen und durch die Wahl der unionsrechtlichen Richtlinie für vergleichbare Verhältnisse innerhalb von Europa zu sorgen. Damit soll das Potenzial für die Umgehung bzw. Vermeidung von nationalem Insolvenzrecht durch die Flucht in das europäische Ausland vermieden werden. 
                 &#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    
                   
                 &#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;b&gt;&#xD;
                      
                   2. Umsetzung durch das StaRUG
                  &#xD;
                    &lt;/b&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    &lt;br/&gt;&#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
                &lt;div&gt;&#xD;
                  &lt;span&gt;&#xD;
                    
                  Das StaRUG setzt den präventiven Re-strukturierungsrahmen um, ist dabei jedoch nur ein Teil des Gesetzes zur Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts (Sanierungs- und Insolvenz-rechtsfortentwicklungsgesetz – SanInsFoG). Will man die Bedeutung und Tragweite von Restrukturierungsmaßnahmen verstehen, lohnt sich ein Blick auf die bei Scheitern drohenden Antragspflichten im Falle der Insolvenz sowie deren Rahmenbedingungen.
                 &#xD;
                  &lt;/span&gt;&#xD;
                &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
                &lt;span&gt;&#xD;
                &lt;/span&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             III. Insolvenzantragspflicht nach 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            StaRUG und COVInsAG und insolvenzrechtliche Rahmenbedingungen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              1. Insolvenzantragspflicht
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ab dem 01.01.2021 wurde die während der Krise geltende Aussetzung der Insolvenzantragspflicht aufgehoben, sodass die Insolvenzantragspflicht wegen Überschuldung grundsätzlich wieder gilt. Gemäß § 42 Abs. 1 StaRUG ruht die Antragspflicht jedoch während der Rechtshängigkeit einer Restrukturierungssache. Während die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht im Jahr 2020 nach § 1 Satz 1 COVInsAG bis zum 30.09.2020 unter bestimmten Voraussetzungen generell für durch die Corona-Krise in Schwierigkeiten geratenen Unternehmen galt und die Verlängerung dieser Aussetzung für den Zeitraum vom 01.10.2020 bis zum 31.12.2020 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            nur im Hinblick auf den Insolvenzgrund der Überschuldung (mithin nicht für die Zahlungsunfähigkeit) galt, wird die Insolvenzantragspflicht unter dem StaRUG nicht mehr ausgesetzt, sondern ruht so lange wie ein förmliches Restrukturierungsverfahren läuft. Verliert die Restrukturierungssache ihre Wirkung, lebt die Antragspflicht wieder auf. Ein Scheitern der Restrukturierungsbemühungen hat mithin regelmäßig die Insolvenz zur Folge.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Tritt während dieser Sanierungsbemühungen Zahlungsunfähigkeit ein, so muss zwar keine Insolvenz angemeldet, dem Restrukturierungsgericht der Eintritt der Zahlungsunfähigkeit, oder Überschuldung jedoch ohne schuldhaftes Zögern angezeigt werden. Ein Unterlassen dieser An-zeige ist strafbewehrt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Im Zeitraum vom 01.01.2021 bis zum 31.04.2021 ist die Pflicht der Stellung eines Insolvenzantrages für solche Schuldner ausgesetzt, die im Zeitraum von November bis einschließlich Dezember 2020 ein Antrag auf Gewährung finanzieller Hilfeleistung im Rahmen staatlicher Hilfsprogramme zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie gestellt haben. Dies gilt sogar für solche Antragsteller, die den Antrag aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen zwar nicht gestellt haben, aber in den Kreis der Antragsberechtigten fallen, es sei denn, es besteht offensichtlich keine Aussicht auf Erlangung der Hilfeleis
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            tung, oder diese Hilfeleistung wäre zur Vermeidung der Insolvenzreife nicht ausreichend.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              2. Überschuldungsprüfung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Für die Überschuldungsprüfung wird nach dem StaRUG ein gelockerter Maßstab angelegt, da die Fortbestehensprognose jedes Unternehmens in der Corona-Krise gewissen Beurteilungsunsicherheiten unterliegt. Auch insoweit kommt dem Aspekt der Zeit entscheidende Bedeutung zu: § 19 Abs. 2 Satz 1 InsO enthält die Legaldefinition der Überschuldung. Danach liegt Überschuldung vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens in den nächsten zwölf Monaten ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich. Für den Zeitraum vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 ist der für die Fortführungsprognose zu betrachtende Zeitraum auf vier Monate reduziert, wenn die Überschuldung des Schuldners auf die COVID-19-Pandemie zurückzuführen ist. Für Letzteres sprechen mehrere gesetzliche Vermutungsregelungen, die im Wesentlichen auf positiven wirtschaftlichen Aspekten der Vergangenheit beruhen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Vorinsolvenzrechtliches Restrukturierungsverfahren
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              1.	Restrukturierungsverfahren
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Restrukturierungsverfahren, Sanierungs-verfahren sowie jede Art von Versuch, ein Unternehmen vor dem drohenden Exitus zu bewahren, gab es bereits früher. Das StaRUG führt jedoch ein vorinsolvenz
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             rechtliches	Restrukturierungsverfahren 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            ein, das erstmalig einen gesetzlichen Rahmen für eine Restrukturierung bildet. Das normierte Verfahren bildet für Unternehmer mithin die letzte Chance vor der Insolvenz.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              2.	System der Restrukturierung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Zur Durchführung des Restrukturierungsverfahrens richtet der Schuldner ein Angebot an die Planbetroffenen (regelmäßig die Gläubiger), einen zuvor vorbereiteten Restrukturierungsplan anzunehmen. Soweit die Mehrheit der Planbetroffenen den Plan annimmt und auch das Restrukturierungsgericht diesen bestätigt, wird der Restrukturierungsplan auch gegenüber den Planbetroffenen wirksam, die das Angebot nicht angenommen haben.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Auf der Grundlage eines Restrukturierungsplanes können Forderungen gegen Schuldner gestaltet werden, aber auch Rechte, die an Gegenständen des schuldnerischen Vermögens bestehen, wenn sie im Fall der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zur Absonderung berechtigen 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            würden. Ausgenommen davon sind bestimmte Finanzsicherheiten im Sinne des § 1 Absatz 17 des Kreditwesengesetzes, mithin Barguthaben, Geldbeträge, Wertpapiere, Geldmarktinstrumente sowie Kreditforderungen. Ferner können auch Anteils- oder Mitgliedschaftsrechte der an dem Schuldner beteiligten Personen durch den Restrukturierungsplan gestaltet, sonstige gesellschaftsrechtlich zulässige Regelungen getroffen sowie Anteils- und Mitgliedschaftsrechte übertragen werden. Dies gilt auch für von verbundenen Unternehmen gestellte Sicherheiten, sogenannte gruppeninterne Drittsicherheiten.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ausdrücklich im Gesetz vorgesehen ist auch die Umwandlung in Anteils- oder Mitgliedschaftsrechte an dem Schuldnerunternehmen. Der Gläubiger kann im Restrukturierungsverfahren mithin Investor, respektive Gesellschafter werden. Dies stellt eine Parallele zu einem Insolvenzplanverfahren dar, jedoch ohne dass Insolvenz angemeldet werden muss. Gegen den Willen des Gläubigers ist dies jedoch nicht möglich.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ausdrücklich ausgenommen aus der Gestaltung durch Restrukturierungsplan sind jedoch Forderungen von Arbeitnehmern aus oder im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis einschließlich der Rechte aus Zusagen auf betriebliche Altersversorgung. Da die Mitarbeiterkosten der Höhe nach regelmäßig relevant sind, stellt 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            dies eine wesentliche Begrenzung der Restrukturierungsmöglichkeiten dar. Der Hintergrund ist, dass der Umfang der Unternehmenskrise als derart gewichtig angenommen wird, wenn das Unternehmen seine Mitarbeiter nicht mehr bezahlen kann, dass Restrukturierungsmaßnahmen außerhalb eines Insolvenzverfahrens vom Gesetzgeber nicht mehr als erfolgversprechend angesehen werden. Diese Annahme ist nach dem Gesetzestext nicht widerleglich.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Durchführung erfolgt durch einen Restrukturierungsbeauftragten, der durch das Restrukturierungsgericht bestellt und beaufsichtigt wird. Der Restrukturierungsbeauftragte hat seine Aufgaben unparteiisch wahrzunehmen. Seine Aufgaben umfassen die Entscheidung über die Art der Abstimmung des Restrukturierungsplans, gegebenenfalls die Prüfung der wirtschaftlichen Lage des Schuldners, die Überwachung der Geschäftsführung, der Entgegennahme von Zahlungen an den Schuldner, die Leistung von Zahlungen sowie gewisse Informationsrechte und Zustimmungsvorbehalte.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Auf Antrag eines Schuldners bestellt das Gericht außerdem eine geeignete, insbesondere geschäftskundige und von den Gläubigern und dem Schuldner unabhängige natürliche Person zum Sanierungsmoderator, der zwischen dem Schuldner und seinen Gläubigern bei der Herbeifüh
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            rung einer Lösung zur Überwindung der wirtschaftlichen oder finanziellen Schwierigkeiten vermittelt. Dafür muss der Schuldner seine Bücher und Geschäftsunterlagen offenlegen und der Sanierungsmoderator dem Gericht monatliche Berichte über den Fortgang der Sanierungsmoderation erstatten.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              3.	Steuerliche Behandlung von Erträgen in Restrukturierungsverfahren
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Sowohl einkommensteuerrechtlich (§ 3a EStG) als auch gewerbesteuerrechtlich (§ 7b Abs. 1 GewStG) sind Betriebseinnahmen aus einem Schuldenerlass zum Zwecke einer unternehmensbezogenen Sanierung steuerfrei. Dies gilt auch außerhalb von Insolvenzverfahren, sodass die Steuerfreiheit für Restrukturierungsverfahren regelmäßig anwendbar ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              4.	Steuerliche Behandlung von Erträgen in Restschuldbefreiungsverfahren
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Steuerfreiheit gilt auch für nicht unternehmensbezogene Sanierungen. Erträge aus einer nach den §§ 286 ff. InsO erteilten Restschuldbefreiung, einem Schuldenerlass auf Grund eines außergerichtlichen Schuldenbereinigungsplans zur Vermeidung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens nach den §§ 304 ff. der Insolvenzordnung oder auf Grund eines Schuldenbereinigungsplans, dem in einem Verbraucherinsolvenzverfahren zugestimmt wurde oder wenn diese Zustimmung durch 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            das Gericht ersetzt wurde, sind, soweit es sich um Betriebsvermögensmehrungen oder Betriebseinnahmen handelt, ebenfalls steuerfrei, auch wenn die Voraussetzungen einer unternehmensbezogenen Sanierung nicht vorliegen (§ 3a Abs. 5 EStG).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              V. Fazit
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Gesetz ist neu und wurde in äußerster Eile geschaffen. Die Bedeutung für die Praxis ist noch nicht abzusehen, jedoch 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           dürfte für die Praktikabilität sprechen, dass eine Restrukturierung außerhalb eines Insolvenzverfahrens nun auch gegen den Willen einzelner Gläubiger möglich ist. Darüber hinaus dürfte die Harmonisierung innerhalb Europas Umgehungskonzepte begrenzen. Sollten Sie weitere Fragen zu den Themenbereichen haben, unterstützen wir Sie gerne. Sprechen Sie uns an!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 01 Apr 2021 12:38:10 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>GmbH-Gesellschafterversammlungen in Corona-Zeiten – Rechts-Tipp Nr. 220</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            GmbH-Gesellschafterversammlungen in Corona-Zeiten
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie sind Geschäftsführer der Komponisten-GmbH, deren Gesellschafter zufällig die wohlklingenden Namen Joseph Haydn, Richard Wagner und Johannes Brahms tragen. Alle Gesellschafter halten jeweils 1/3 der GmbH-Geschäftsanteile.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Geschäftsführer halten Sie eine dringende Gesellschafterversammlung für erforderlich. Die Einberufung einer Präsenz-Gesellschafterversammlung ist aber momentan wegen der Corona bedingten Versammlungs- und Kontaktverbote unzulässig. Außerdem ist der Gesellschafter Haydn lungenkrank, so dass auch ohnehin zu dessen Schutz kaum eine Präsenz-Gesellschafterversammlung möglich gewesen wäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemäß § 48 Abs. 2 GmbHG kann ein Beschluss der Gesellschafter auch außerhalb einer Präsenz-Gesellschafterversammlung im Umlaufverfahren gefasst werden, sofern sich sämtliche Gesellschafter damit einverstanden erklären.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Gesellschafter Haydn ist zurzeit wegen seiner Lungenkrankheit in einem Sanatorium und nicht in der Lage, entsprechende Erklärungen abzugeben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Rechtslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele Gesellschaften werden in den Zeiten der Corona bedingten Versammlungs- und Kontaktverbote Schwierigkeiten haben, eine Gesellschafterversammlung abzuhalten. Um die Gesellschaften dennoch handlungsfähig zu erhalten, hat der Gesetzgeber das „Gesetz über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie“ (COVMG) erlassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das COVMG enthält in § 2 eine zeitlich begrenzte Ausnahme zu § 48 Abs. 2 GmbHG. Beschlüsse einer GmbH können demnach auch dann in Textform (also z.B. per E-Mail) oder durch schriftliche Abgabe der Stimmen als Umlaufbeschluss gefasst werden, wenn kein Einverständnis sämtlicher Gesellschafter für den Verzicht auf eine Präsenz-Gesellschafterversammlung vorliegt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andere Formen der virtuellen Beschlussfassung, z.B. in Form von Telefon- oder Videokonferenzen, werden nun aber nicht allein aufgrund von § 2 COVMG zulässig. Derartige Beschlussfassungen können bei einer GmbH weiterhin nur dann erfolgen, wenn sie aufgrund einer ausdrücklichen Satzungsermächtigung zugelassen worden sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die herrschende Meinung geht davon aus, dass § 2 COVMG nicht nur die nach § 48 Abs. 2 GmbHG erforderliche Zustimmung sämtlicher Gesellschafter zur Beschlussfassung im Umlaufverfahren entbehrlich macht, sondern darüber hinaus auch einen entsprechenden Zustimmungsvorbehalt aller Gesellschafter, sofern dieser in der Satzung der GmbH vereinbart worden ist. Der Gesetzeszweck würde auch kaum zu erreichen sein, wenn aufgrund strengerer Satzungsregelungen zurzeit Gesellschafterversammlungen nur als Präsenzsitzungen abgehalten werden könnten. Nach wohl herrschender Meinung muss aber zumindest die Mehrheit aller Gesellschafter dieser Form der Beschlussfassung zustimmen, da § 2 COVMG nur das Einstimmigkeitserfordernis außer Kraft setzt. Ein Mehrheitsbeschluss, der sich mit der Beschlussfassung in Text- oder Schriftform einverstanden erklärt, ist natürlich vor allem dann erforderlich, wenn die Satzung der GmbH eine solche Form der Beschlussfassung von einem zustimmenden Mehrheitsbeschluss abhängig macht. § 2 COVMG soll nur das Einstimmigkeitserfordernis durchbrechen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Erleichterungsvorschrift des § 2 COVMG kommt jedoch nicht zur Anwendung, wenn sich das Präsenzerfordernis für eine GmbH-Gesellschafterversammlung aus dem Gesetz ergibt (z.B. bei Beschlüssen zur Verschmelzung, Spaltung oder Formwechsel nach dem UmwG). 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Demgegenüber kann allerdings auch bei satzungsändernden Beschlüssen, die notariell zu beurkunden sind, von den Erleichterungen des § 2 COVMG Gebrauch gemacht werden. Dann muss aber dem Notar nachgewiesen werden, dass alle Gesellschafter ordnungsgemäß zur Stimmabgabe aufgefordert wurden. Außerdem muss wohl in diesem Fall mit notariell beglaubigten Abstimmungserklärungen nachgewiesen werden, dass die qualifizierte Mehrheit der Gesellschafter für die Satzungsänderung gestimmt hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 2 COVMG war als Ausnahmevorschrift zu § 48 Abs. 2 GmbHG zunächst nur bis zum 31.12.2020 befristet. Inzwischen wurde aber die zeitliche Befristung dieser in § 2 COVMG enthaltenen Ausnahmeregelung bis zum 31.12.2021 verlängert. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 2 COVMG macht den Verzicht auf die Zustimmung aller Gesellschafter zur Fassung von Gesellschafterbeschlüssen in Form von Umlaufbeschlüssen bis zum 31.12.2021 auch nicht von weiteren Pandemie-bedingten Voraussetzungen abhängig. § 2 COVMG gilt also bis zum 31.12.2021 beispielsweise auch für den Fall, dass die Inzidenzwerte auf 0 fallen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In § 2 COVMG finden sich keine speziellen Hinweise, wie eine Beschlussfassung in Text- oder Schriftform durchgeführt werden muss. Für die Einleitung der Abstimmung sowie für die Fristsetzung und die Formulierung des Beschlussgegenstandes gelten deshalb grundsätzlich die hierfür auch im Übrigen von Rechtsprechung und Literatur entwickelten Voraussetzungen. Ausnahmsweise muss allerdings bei der Einleitung einer solchen Beschlussfassung in Text- oder Schriftform ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass gemäß § 2 COVMG diese Form der Beschlussfassung auch ohne das Einverständnis sämtlicher Gesellschafter wirksam ist. Für die Abstimmung ist eine ausreichend lange Frist zu setzen. Eine Abstimmungsfrist von 2 Wochen dürfte im Regelfall ausreichend sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Gesellschafterbeschluss, der mit den Erleichterungen von § 2 COVMG in Text- oder Schriftform gefasst werden soll, wird wirksam, wenn eine ausreichende Anzahl der Stimmen bis zum Ablauf der gesetzten Abstimmfrist beim Abstimmungsleiter eingegangen ist. Eine gesonderte Beschlussfeststellung bedarf es wohl für eine nach § 2 COVMG in Text- oder Schriftform durchgeführte Beschlussfassung nicht. Das Abstimmungsergebnis ist anschließend allen Gesellschaftern mitzuteilen. Mit dem Zugang dieser Mitteilung laufen dann etwaige Anfechtungsfristen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           § 2 COVMG regelt Pandemie-bedingte Ausnahmeregelungen für die Gesellschafterversammlung einer GmbH. An anderer Stelle regelt das COVMG auch Ausnahmeregelungen für Versammlungen anderer Gesellschaftsformen. Diese Ausnahmeregelungen sind aber nicht deckungsgleich mit den für die GmbH geltenden Regelungen in § 2 COVMG.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum COVMG gibt es praktisch noch keine Rechtsprechung. Deshalb ist für die Lesarten und Interpretationen zum COVMG noch eine Rechtsfortbildung zu erwarten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Beachten Sie, dass für die Einberufung und Durchführung von GmbH-Gesellschafterversammlungen gemäß § 2 COVMG Sonderregelungen gelten, die hilfreich sein können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Für andere Gesellschaftsformen enthält das COVMG an anderer Stelle Ausnahmeregelungen, die aber nicht deckungsgleich mit § 2 COVMG sind. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	Momentan sind die Ausnahmevorschriften des COVMG bis zum 31.12.2021 befristet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4.	Die Erleichterungen von § 2 COVMG beschränken sich im Wesentlichen auf die Durchbrechung des Einstimmigkeitserfordernisses von § 48 Abs. 2 GmbHG. Eine mehrheitliche Zustimmung zur Durchführung der Beschlussfassung in Text- oder Schriftform wird dennoch erforderlich bleiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           5.	Wenn gemäß § 2 COVMG eine Beschlussfassung in Text- oder Schriftform eingeleitet wird, so muss gleichzeitig auf die Regelung des § 2 COVMG und auf dessen Rechtsfolgen ausdrücklich hingewiesen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           6.	Die Anwendung des COVMG ist nicht ganz simpel, insbesondere, weil § 2 COVMG äußerst knapp gefasst ist. Beachten Sie deshalb die Details, die dazu in Literatur und Rechtsprechung entwickelt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 01 Mar 2021 11:27:55 GMT</pubDate>
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      <title>Kaufpreisaufteilung beim Immobilienerwerb – Special Nr. 340</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Kaufpreisaufteilung beim Immobilienerwerb
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Einleitung 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dem Urteil des BFH vom 21.7.2020, IX R 26/19, werden Finanzämter bei der Beanstandung einer vorgenommenen Kaufpreisaufteilung zwischen dem Grund und Boden einerseits und dem Gebäude andererseits künftig die vom BMF zur Verfügung gestellte „Arbeitshilfe zur Aufteilung eines Gesamtkaufpreises für ein bebautes Grundstück (Kaufpreisaufteilung)“ allenfalls nur noch aus Gründen der Verprobung verwenden können. Eine bindende Wirkung entfalten die sich aus der Arbeitshilfe ergebenden Werte jedenfalls weder für die Finanzverwaltung noch für den Steuerpflichtigen oder die Finanzgerichte. Der BFH bekräftigte zudem erneut, dass einer im Kaufvertrag bestimmten Aufteilung des Kaufpreises grundsätzlich zu folgen ist. Ausgenommen hiervon sind aber die Fälle, in denen die vom Steuerpflichtigen vorgenommene Aufteilung die realen Verhältnisse grundlegend verkennt und wirtschaftlich nicht vertretbar ist. Erst bei Vorhandensein begründeter Zweifel kann das Finanzamt eine neue Aufteilung vornehmen. Diese hat aber nach der Bewertungsmethode zu erfolgen, die für den Einzelfall am besten geeignet ist. Die hierfür bisher auf Seiten des Finanzamtes verwendete und eingangs angesprochene Arbeitshilfe des BMF kann jedenfalls hierfür nicht mehr herangezogen werden. Denn ihr liegt ausschließlich das (vereinfachte) Sachwertverfahren zu Grunde. Damit kann aber im Einzelfall eine von der Rechtsprechung geforderte Aufteilung nach den realen Verkehrswerten sowie insbesondere die Berücksichtigung eines Orts- oder Regionalisierungsfaktors nicht gewährleistet werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Sachverhalt 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In dem vom BFH zu entscheidenden Fall hatte die Klägerin den Gebäudeanteil einer von ihr im Streitjahr 2017 erworbenen Wohnung mit Miteigentumsanteil am Grundstück mit 81,81 % angegeben. Auf den Grund und Boden entfielen somit 18,19 % des Kaufpreises. Das von ihr genannte Verhältnis entsprach dabei der im notariellen Kaufvertrag zugrunde gelegten Aufteilung des Kaufpreises, auf welches sich die Vertragsparteien geeinigt hatten. Das Finanzamt ermittelte hingegen auf Basis der zuvor erwähnten Arbeitshilfe des BMF einen Gebäudewertanteil von nur 30,9 %. Die daraus resultierende AfA-Bemessungsgrundlage des Gebäudeanteils betrug dadurch nur ungefähr ein Drittel des von der Besitzerin angegebenen Wertes. Gegen diese Feststellung erhob die Eigentümerin Klage.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Urteilsfall strittig war neben dem Verhältnis des Gebäudewerts zum Bodenwert auch die Verwendung der Arbeitshilfe zur Kaufpreisaufteilung des BMF an sich. In erster Instanz scheiterte die Klägerin am FG Berlin-Brandenburg, welches die Klage abwies. In der Begründung hieß es, die von ihr angegebene Kaufpreisaufteilung entspreche nicht den tatsächlichen Verhältnissen der Werte von Gebäude und Grundstück. Auch die Verwendung der Arbeitshilfe sei legitim. Sie stelle ein geeignetes Instrument dar, um die Kaufpreisaufteilung zu beurteilen. Gleichzeitig sei sie auch eine geeignete Schätzungshilfe für den Fall, dass die Aufteilung erkennbar unverhältnismäßig sei. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gegen die Entscheidung des FG legte die Klägerin Revision ein. Sie argumentierte, dass die vom Finanzamt und FG zugrunde gelegte Arbeitshilfe durch typisierte Schätzungen des Gebäudewerts kein realistisches Bild der Wertverhältnisse zulasse. Besonders berücksichtige die Arbeitshilfe in Regionen mit einem starken Nachfrageüberhang nur deren Auswirkungen auf den Bodenpreis, nicht jedoch den damit einhergehenden regional bedingten Anstieg der Baukosten. Somit entstehe besonders in guten Lagen eine Übergewichtung des Bodenwertes zuungunsten des Käufers. Die Gegenseite, der das BMF hinzugetreten war, befand die Arbeitshilfe hingegen als gerade für das steuerliche Massenverfahren besonders geeignet. Sie ermögliche eine qualifizierte Schätzung, von der der Steuerpflichtige im Einzelfall Abweichungen jedoch durch Nachweise, wie etwa einem Sachverständigengutachten, begründen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Entscheidung des BFH
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausgehend von § 7 Abs. 4 EStG hielt der BFH fest, dass sich die Höhe der Gebäude-AfA zunächst nach den Anschaffungskosten des Gebäudes richte. Sofern bereits im Kaufvertrag eine Aufteilung des Kaufpreises auf den Boden- und Gebäudewert erfolgt sei, sei diese Aufteilung für die Bildung der AfA-Bemessungsgrundlage grundsätzlich maßgeblich. In diesem Zusammenhang rechtfertige auch eine zugunsten des Käufers gestaltete Kaufpreisaufteilung, bei welcher der Käufer mit einer höheren Gebäude-AfA und letzten Endes mit einer geringeren steuerlichen Belastung seiner Mieteinkünfte rechnen könne, keine abweichende Kaufpreisaufteilung durch das Finanzamt. Die Prüfung einer neuen Aufteilung habe nur dann zu erfolgen, wenn der begründete Verdacht bestehe, die Kaufpreisaufteilung sei nur zum Schein erfolgt oder es liege ein Gestaltungsmissbrauch i.S.v. § 42 AO vor. Bei der Überprüfung der Kaufpreisaufteilung seien alle für den Markt maßgebenden Umstände miteinzubeziehen. Hierbei kann der Steuerpflichtige zu seiner Rechtfertigung eigene Nachweise vorlegen, die ein Abweichen des Gebäude-/Bodenpreisverhältnis rechtfertigten. Ein Indiz für eine unangemessene Kaufpreisaufteilung zu Gunsten des Gebäudes kann sich aus einem Vergleich des bei der Kaufpreisaufteilung angesetzten Wertes für den Boden mit den von den Gutachterausschüssen bekanntgegebenen Bodenrichtwerten ergeben. Ein solches Indiz könne aber durch den Steuerpflichtigen durch andere Indizien entkräftet werden. Kommt das Finanzamt am Ende der Überprüfung zu dem Ergebnis, dass die Angaben kein Bild der realen Wertverhältnisse wiederspiegele und wirtschaftlich nicht haltbar seien, dürfe eine Neuaufteilung durch die Behörde erfolgen. Das Vorgehen der Wertermittlung und Kaufpreisaufteilung legt der BFH sodann wie folgt fest:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anfangs seien die tatsächlichen Boden- und Gebäudewerte getrennt zu ermitteln. Anhand des tatsächlichen Verhältnis von Bodenwert zu Gebäudewert erfolge sodann eine entsprechende Aufteilung der Anschaffungskosten. Zur anfänglichen Ermittlung der Verkehrswerte stünden dabei das Vergleichswertverfahren (einschließlich des Verfahrens der Bodenwertermittlung), das Ertragswertverfahren, das Sachwertverfahren oder mehrere dieser Verfahren zur Verfügung (§ 8 Abs. 1 Satz 2 ImmoWertV). Keines der Verfahren sei grundsätzlich vorzugswürdig, sie stünden gleichrangig nebeneinander. Entscheidend für die Wahl der Bewertungsmethode seien insbesondere die Art des zu bewertenden Objekts, die zur Verfügung stehende Datenlage und weitere konkrete Umstände des Einzelfalls. Die Wahl des Bewertungsverfahrens sei durch die Behörde zu begründen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Entscheidend für den BFH sei die von der Rechtsprechung geforderte Aufteilung nach den realen Verkehrswerten. Demzufolge kann die Arbeitshilfe nicht angewendet werden, da sie das Bewertungsverfahren unzulässig auf das (vereinfachte) Sachwertverfahren begrenze und dadurch der Kaufpreisaufteilung unzulässige Parameter zugrunde lege. Weitergehend führt der BFH aus, dass auch die vom Finanzamt verbindlich vorgegebene Verwendung der Arbeitshilfe über keine rechtliche Grundlage verfüge. Zwar sei in einer Vielzahl der Fälle tatsächlich das Sachwertverfahren geeignet, jedoch verstößt die Verwendung der Arbeitshilfe schon gegen die grundlegende Gleichrangigkeit der Bewertungsverfahren. Auch die Erweiterung um weitere Bewertungsmethoden heile die grundlegenden Mängel nicht. Eine Begründung der Methodenwahl und die damit verbundene Auseinandersetzung mit den Umständen des Einzelfalls seien zwingend erforderlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neben der Verengung auf das Sachwertverfahren weise die Arbeitshilfe zudem einen systematischen Fehler auf. Bei der Ermittlung des Gebäudewerts anhand des Kostenkennwerts der NHK 2010 werde ein bundesweit einheitlicher Mittelwert zu Grunde gelegt. Dieser berücksichtige etwaige regionale Abweichung der Baukosten nicht. In Regionen mit einem starken Nachfrageüberhang gehe der hohe Bodenwert über die Bodenrichtwerte in das Wertverhältnis mit ein. Doch wirke sich der Nachfrageüberhang nicht nur auf den Bodenwert aus. Denn in Hochpreisgebieten lägen auch die Baukosten tatsächlich oft erheblich über dem bundeseinheitlichen Kostenkennwert. Die damit einhergehende Übergewichtung des Bodenwerts wirke sich systematisch zuungunsten der Eigentümer in solchen Gebieten aus. Weiter wird kritisiert, dass den NHK 2010 als reine Modelwerte ein Marktbezug fehle und deshalb nicht mit den gutachterlich festgelegten Bodenrichtwerten ins Verhältnis gebracht werden könne. Der dazu notwenige Sachwertfaktor werde in der Arbeitshilfe nämlich ausdrücklich nicht berücksichtigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die genannten Kritikpunkte lassen den BFH zu dem Ergebnis kommen, dass die Arbeitshilfe auch kein geeignetes Schätzinstrument darstelle. Hiervon kann nur die Rede sein, wenn das Schätzinstrument in seinen Grundlagen nachvollziehbar und verlässlich sei. Dies gilt für die Arbeitshilfe jedoch gerade nicht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              IV. Auswirkungen auf die Praxis
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die Praxis bedeutet die Entscheidung des BFH zunächst eine Abkehr von der gängigen Verwendung der auf das Sachwertverfahren verengten Arbeitshilfe durch die Finanzverwaltung. Auch wenn sich die Entscheidung des BFH ausdrücklich auf den konkret vorliegenden Einzelfall bezieht, scheint die Arbeitshilfe aufgrund der vorgenannten Aspekte in der Zukunft damit an Bedeutung zu verlieren. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwar hat der BFH nochmals die bisherige Rechtsprechung bestätigt, nach der die im Kaufvertrag gewählte Aufteilung eines Kaufpreises grundsätzlich maßgeblich und eine Korrektur nur möglich ist, wenn die gewählte Aufteilung die realen Wertverhältnisse verfehlt und wirtschaftlich nicht haltbar erscheint. Offen bleibt allerdings, wie mit einer strittige Kaufpreisaufteilung künftig umzugehen ist. Wie sich aus dem Urteil ergibt, können als Schätzmaßstab in einem solchen Fall die Verfahren der 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ImmoWertV herangezogen werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Betracht kommen hier das Vergleichswert-, das Ertragswert-, das Sachwert- oder mehrere dieser Verfahren. Die Aufteilung des Kaufpreises wird hierdurch für den Steuerpflichtigen zwar aufwändiger, gleichzeitig aber auch genauer. Außerdem sollte sich der Einbezug eines Regionalisierungsfaktors für den Eigentümer in vielen Fällen durch höhere Gebäude-Afa wirtschaftlich positiv auswirken. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der steuerlichen Praxis wird das gewählte Verfahren deutlich exaktere Ergebnisse erzielen als bisher mit der Arbeitshilfe. Somit ist eine selbstgewählte Kaufpreisaufteilung auch schwerer durch das Finanzamt angreifbar. Dementsprechend sollte vor der Festlegung der Kaufpreisaufteilung im notariellen Kaufvertrag eine schätzweise Beurteilung anhand eines geeigneten Bewertungsverfahren erfolgen. So kann einer Beanstandung durch das Finanzamt von vornherein entgegengewirkt werden, ohne die Möglichkeit einer für den Steuerzahler günstigen, aber vertretbaren Kaufpreisaufteilung auszulassen.  
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              V. Fazit
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insgesamt ist das Urteil des BFH zu begrüßen. Hierdurch wird einerseits nochmals bekräftigt, dass einer in einem Grundstückskaufvertrag vorgenommenen Kaufpreisaufteilung zwischen den Parteien 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           grundsätzlich zu folgen ist. Andererseits wird klargestellt, dass die Arbeitshilfe der Finanzverwaltung keine Bindungswirkung entfaltet und das Finanzamt nicht per se eine vorgenommene Kaufpreisaufteilung mit Verweis auf das darin angewendete Sachwertverfahren verwerfen kann. In strittigen Fällen wird dagegen künftig möglicherweise öfters auf Gutachten von öffentlich bestellten Sachverständigen zurückgegriffen werden müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 01 Mar 2021 11:27:53 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Darlehensgewährung an Gesellschafter – Steuer-Tipp Nr. 334</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/darlehensgewaehrung-an-gesellschafter-steuer-tipp-nr-334</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Darlehensgewährung an Gesellschafter: Eine unangemessene Verzinsung kann zu einer verdeckten Gewinnausschüttung führen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gewährung von Darlehen an einen Gesellschafter einer GmbH führt in der Praxis immer wieder zu steuerlichen Problemen. Dabei sind die Fälle recht häufig anzutreffen, da selbst bei gewinnträchtigen GmbHs oftmals auf Gewinnausschüttungen verzichtet wird. Stattdessen werden dem oder den Gesellschaftern Darlehen gewährt, etwa um die Kapitalertragsteuer zu sparen. Das mag in vielen Fällen gut gehen, insbesondere wenn die Darlehensvergabe fremdüblich erfolgt und nicht auf gesellschaftsrechtlichen Erwägungen beruht. Dies setzt unter anderem eine angemessene und fremdübliche Verzinsung voraus. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              II. Urteil des Finanzgerichts Schleswig-Holstein vom 28.05.2020
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Finanzgericht Schleswig-Holstein (FG) hat in seinem Urteil vom 28.05.2020 (1 K 67/17) entschieden, dass ein auf einem Verrechnungskonto ausgewiesenes Darlehen, welches nicht oder nicht angemessen verzinst wird, eine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) in Form einer verhinderten Vermögensmehrung darstellen kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im vorliegenden Streitfall wies eine GmbH eine Forderung gegenüber ihrem beherrschenden Gesellschafter auf ihrem Verrechnungskonto aus. Die Forderung wurde unverzinst dem Gesellschafter überlassen. Das Finanzamt setzte aufgrund der mangelnden Verzinsung jährliche verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA) an. Gegenüber einem Dritten hätte ein ordnungsgemäßer Geschäftsführer eine angemessene Verzinsung gefordert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Finanzgericht Schleswig-Holstein gab der Finanzbehörde Recht. Auch die Nichtverzinsung einer Forderung führe zu einer vGA nach dem Körperschaftsteuergesetz (KStG), da eine verhinderte Vermögensmehrung vorliege. Für Darlehen auf Verrechnungskonten würden dabei dieselben Voraussetzungen gelten wie für separat vereinbarte Darlehen zwischen Kapitalgesellschaft und Gesellschafter. Ein „ordentlicher und gewissenhafter" Kaufmann würde ein Darlehen an einen fremden Dritten nicht zinslos überlassen, sondern stets eine bestimmte Verzinsung verlangen. Die mangelnde Verzinsung stelle somit eine verhinderte Vermögensmehrung dar. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch der von der Bundesbank festgelegte negative Zinssatz kann insoweit nicht maßgeblich sein, da als Orientierungsgröße für einen angemessenen Zinssatz maßgeblich ist, welcher bei einem Darlehen an einen fremden Dritten vereinbart worden wäre. Der jeweils angemessene Zinssatz ist dazu in regelmäßigen Abständen zu schätzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dementsprechend kann die Höhe für einen angemessenen Zinssatz nicht stets genau bestimmt werden. Er muss sich jedoch in einer bestimmten angemessenen Marge bewegen, die sich zwischen den banküblichen Habenzinsen und den banküblichen Sollzinsen befindet. Im Streitfall waren dies 0,14 % bzw. 9,41 %.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der vom Finanzamt angesetzte Zinssatz i.H.v. 4,5 % erscheint dem Finanzgericht daher in dem Streitfall angemessen zu sein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              III. Unser Tipp
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Darlehnsgewährung an Gesellschafter sollte auf eine angemessene Verzinsung geachtet werden, um eine verdeckte Gewinnausschüttung in Höhe des unangemessenen Zinsanteils zu vermeiden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die vom Steuerpflichtigen gegen das vorgenannte Urteil des FG eingelegte Revision wurde aufgrund erheblicher praktischer Bedeutung zugelassen. Der BFH hat somit zum wiederholten Male über die angemessene Höhe der Verzinsung von Gesellschafterdarlehen zu entscheiden. Spannend wird die Entscheidung, da andere FGs von der o.g. Methode zur Ermittlung des angemessenen Zinssatzes Abstand genommen haben. Entsprechende Verfahren sollten daher bis zu einer Entscheidung des BFH offengehalten werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Überprüfung der Angemessenheit von Darlehensgewährungen an Gesellschafter sind wir Ihnen gerne behilflich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 01 Mar 2021 11:27:52 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Belege zur Nebenkostenabrechnung – Rechts-Tipp Nr. 219</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/belege-zur-nebenkostenabrechnung-rechts-tipp-nr-219</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Belege zur Nebenkostenabrechnung: Auch der ein „papierloses Büro“ führende Vermieter muss grundsätzlich Originalbelege vorlegen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              I. Sachverhalt
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist wieder so weit: Als Vermieter haben Sie für Ihre Mieter die Nebenkostenabrechnung für das vergangene Jahr zu erstellen. Üblicherweise enthält die Nebenkostenabrechnung eine Aufstellung aller umlagefähigen Kosten und deren Verteilung auf die einzelnen Mieter. Belege zum Nachweis dieser Kosten werden der Nebenkostenabrechnung üblicherweise nicht beigefügt, jedoch hat der Mieter das Recht auf Einsicht in diese Belege.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit der Frage, ob der ein „papierloses Büro“ führende Vermieter aufgrund der Kontroll- und Einsichtsrechte des Mieters gleichwohl Originalbelege vorlegen muss, hat sich das Landgericht (LG) Hamburg beschäftigt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und die Entscheidung des Landgerichts Hamburg
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) gehört es auch zu der vom Vermieter vorzunehmenden ordnungsgemäßen Abrechnung, dass er im Anschluss an die Mitteilung der die geordnete Zusammenstellung der Einnahmen und Ausgaben enthaltenden Abrechnung dem Mieter auf dessen Verlangen zusätzlich die Einsichtnahme in die Abrechnungsunterlagen durch deren Vorlage ermöglicht, soweit dies etwa zur sachgerechten Überprüfung der Nebenkostenabrechnung oder zur Vorbereitung etwaiger Einwendungen erforderlich ist. Ein Vermieter hat gemäß § 259 Abs. 1 BGB die Pflicht, Belege zur Nebenkostenabrechnung, soweit sie erteilt zu werden pflegen, vorzulegen, BGH, Urteil v. 07.02.2018 – VIII ZR 189/17.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           2.	Das LG Hamburg hatte die Frage zu entscheiden, ob der ein „papierloses Büro“ führende Vermieter gleichwohl Originalbelege vorlegen muss:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           a)	Im entschiedenen Fall forderte der Mieter, ihm sämtliche Belege zur Nebenkostenabrechnung im Original vorzulegen. Der Vermieter wendete ein, dass er ein „papierloses Büro“ führe, so dass seine „Originale“ teilweise aus gescannten, aber auch im EDV-System des Vermieters von seinen Dienstleistern hochgeladenen digitalen Dateien bestünden; Belege in Papierform würden nach 3 Monaten vernichtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           b)	In seiner Entscheidung hat das LG Hamburg klargestellt, dass der Mieter nach einhelliger Ansicht einen Anspruch auf Einsicht in die Originalbelege hat. Das Gericht hat den Vermieter daher verpflichtet, alle Unterlagen für die Nebenkostenabrechnung im Original vorzulegen; soweit Originale nicht mehr vorhanden seien, hat der Vermieter von eingescannten Dokumenten einen Ausdruck vorzulegen, LG Hamburg, Teilurteil v. 08.01.2020 – 401 HKO 56/18.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Entscheidung des LG Hamburg ist rechtskräftig, weil das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) Hamburg die hiergegen eingelegte Berufung des Vermieters als unzulässig verworfen und die Revision gegen sein Urteil nicht zugelassen hat; OLG Hamburg, Urteil v. 25.11.2020 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           – 8 U 4/20.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III. Bedeutung der Entscheidung des Landgerichts Hamburg
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Zeiten fortschreitender Digitalisierung stellt sich die Frage, ob eine Verpflichtung zur Aufbewahrung von Originalbelegen überhaupt noch zeitgemäß ist, wenn der Vermieter seine Verwaltungsorganisation auf ein „papierloses Büro“ umgestellt hat und Dokumente einscannt und in digitaler Form archiviert. In der Rechtsprechung hat sich dazu in den vergangenen Jahren allerdings kein einheitliches Meinungsbild herauskristallisiert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              IV. Fazit
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach der Entscheidung des LG Hamburg sollten Vermieter die Belege zur Nebenkostenabrechnung zumindest bis zum Ablauf der Einwendungsfrist des Mieters im Original aufbewahren. Diese Frist beläuft sich gemäß § 556 Abs. 3 Satz 5 BGB auf 12 Monate nach Zugang der formell wirksamen Nebenkostenabrechnung. Nach Ablauf dieser Frist können eingescannte Originalbelege vernichtet werden. Anderenfalls sollten sie so lange aufbewahrt werden, bis alle Fragen zur Nebenkostenabrechnung mit dem Mieter geklärt sind. Erhält der Vermieter selbst die der Nebenkostenabrechnung zugrundeliegenden Belege, wie z. B. Rechnungen und andere Dokumente, lediglich als digitale Dateien, so genügt es, dem Mieter Ausdrucke hiervon vorzulegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten Sie im Zusammenhang mit der Nebenkostenabrechnung Probleme mit Ihren Mietern haben, so stehen wir Ihnen bei der Überprüfung der Rechtslage mit unserem Rechtsrat gerne zur Seite.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 01 Feb 2021 12:14:46 GMT</pubDate>
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      <title>Gewerbesteuer: Hinzurechnung von Miet- und Pachtzinsen – Special Nr. 339</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Gewerbesteuer: Hinzurechnung von Miet- und Pachtzinsen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              I. Einleitung
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausgangspunkt der Ermittlung des Gewerbeertrags bildet der nach den Vorschriften des Einkommen- und – sofern einschlägig – des Körperschaftsteuergesetzes ermittelte Gewinn aus Gewerbebetrieb. Dieser wird um Hinzurechnungen nach § 8 GewStG und Kürzungen gemäß § 9 GewStG korrigiert. Durch die unter § 8 GewStG fallenden Hinzurechnungen von Miet- und Pachtzinsen sowie Leasingaufwendungen soll der Gewerbeertrag von den persönlichen Finanzierungsentscheidungen des Unternehmens (Finanzierungsneutralität) unabhängig gemacht werden. § 8 Nr. 1 Buchst. d GewStG enthält danach bspw. ein Abzugsverbot von (final) 5 % der Miet- und Pachtzinsen einschließlich Leasingraten, die für die Benutzung von beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die Eigentum eines anderen sind, aufgewendet werden. Für unbewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens enthält daneben § 8 Nr. 1 Buchst. e GewStG ein Abzugsverbot von (final) 12,5 % der Miet- und Pachtzinsen einschließlich Leasingraten. Eine Hinzurechnung der Beträge erfolgt final aber nur dann, wenn sie bei der Ermittlung des Gewinns abgesetzt worden sind und die Summe der Beträge im Sinne von § 8 Nr. 1 Buchst. a bis f GewStG EUR 100.000 (ab Erhebungszeitraum 2020: EUR 200.000) übersteigt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der jüngeren Vergangenheit kommt zunehmend die Frage auf, ob auch in den Fällen eine Hinzurechnung erfolgen muss, in denen die Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen ihren „Charakter“ als Miet- und Pachtzins sowie Leasingzahlung verloren haben, da sie in die Herstellung von Gütern und Dienstleistungen einfließen. Besonders deutlich wird dies bei Unternehmen, die – bspw. im Rahmen langfristiger Auftragsfertigung – zum Jahresende Bestandsveränderungen aktivieren und in die Bewertung des Vorratsvermögens Aufwendungen für in der Produktion eingesetzte Maschinen miteinbeziehen. Ziel des Beitrags ist es, die zu diesem Themenkomplex ergangenen Urteile und verschiedenen Betrachtungsalternativen darzustellen sowie Handlungsempfehlungen aufzuzeigen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Aktuelle Urteile
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               1. Filmproduktion – Urteil des FG Berlin-Brandenburg vom 25. Oktober 2017
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             In dem vor dem FG Berlin verhandelten Verfahren (11 K 11196/17, Rev. III R 38/17) war die Klägerin eine Gesellschaft in der Rechtsform einer GmbH, deren Tätigkeitsschwerpunkt in der Produktion von Kino- und TV-Filmen, jeweils als Einzelprojekt, bestand. Für die Herstellung der Filme mietete sie u.a. Kameraanlagen, Büro- und Schneideräume, Beleuchtungsgeräte, Lampen und Kabel an. In ihrer GewSt-Erklärung nahm sie keine Hinzurechnung der gezahlten Entgelte für die Nutzungsüberlassung vor. Dieser Ansicht folgte weder die später stattgefundene Betriebsprüfung noch das Finanzamt. Der Gewerbeertrag wurde daraufhin in 2010 um TEUR 136, in 2011 um TEUR 586 und in 2012 um TEUR 121 erhöht. In der hiergegen erhobenen Klage machte die Klägerin geltend, dass die betrachteten Gegenstände dem Umlaufvermögen zuzuordnen seien. Sie seien schließlich jeweils nur für einen Film angemietet worden und daher nicht als Anlagevermögen anzusehen. Vielmehr seien sie gleichzusetzen mit einem „Werkzeug“, das nur für einen Auftrag benötigt werde. 
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Das FG wies die Klage ab. Die Klägerin habe die Wirtschaftsgüter nicht verbraucht oder verkauft. Vielmehr seien diese für die Herstellung des Films benutzt worden. Hierbei sei es nicht zu einem Verschleiß der Gegenstände gekommen. Eine TV-Produktionsfirma sei auf das Vorhandensein solcher Güter angewiesen, um Filme produzieren zu können. Selbst in den Fällen, in denen sie die Räumlichkeiten, Requisiten und Ausrüstungsgegenstände nicht anmieten würde, müssten diese auf eine andere Art ständig vorhanden sein. Die angemieteten Gegenstände dienten daher dauerhaft dem Betrieb der Klägerin und wären, sofern sie im Eigentum der Klägerin stünden, dort dem Anlagevermögen zuzuordnen. Aus der Tatsache heraus, dass die Gegenstände nur projektbezogen angemietet würden, spreche nichts gegen die fiktive Zuordnung zum Anlagevermögen. Für die Zuordnung zum fiktiven Anlagevermögen sei nicht die Dauer der tatsächlichen Nutzung entscheidend, sondern maßgeblich, ob solche Wirtschaftsgüter ständig für den Gebrauch im Betrieb vorgehalten werden müssten. Für das FG sei ebenfalls unbeachtlich, dass die gemieteten Wirtschaftsgüter wegen der schöpferischen Einzigartigkeit des jeweiligen Films keinen Wert für andere Filmprojekte der Klägerin hätten und eine Mehrfachverwendung durch die Klägerin ausgeschlossen sei.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Inwiefern die produzierten und fertiggestellten Filme dagegen dem Anlage- oder Umlaufvermögen zugeordnet werden, stellt das Urteil nicht fest. Auf die Fragen, inwieweit die Miet- und Pachtaufwendungen als Herstellungskosten zu aktivieren sind und welche eventuellen Folgen dies für die Hinzurechnung hat, wurde gleichfalls nicht eingegangen.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
                
                2. Bauunternehmen – Urteil des FG Münster vom 20. Juli 2018 
               &#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
              &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Die Klägerin betreibt ein Bauunternehmen und zahlte in den Streitjahren 2008 und 2009 Miet- und Pachtzinsen sowie Leasingraten für bewegliches Wirtschaftsgüter von insgesamt TEUR 1.288 in 2008 bzw. TEUR 1.618 in 2009. Die gemieteten und geleasten Wirtschafsgüter wurden auf den Baustellen der Klägerin eingesetzt. Ein Teil der Baustellen wurde in 2008 sowohl begonnen als auch beendet. Ein anderer Teil der Baustellen wurde in 2008 begonnen, aber frühestens erst in 2009 fertiggestellt. Mit den Baustellen im Zusammenhang stehende Herstellungskosten wurden von der Klägerin an den Bilanzstichtagen 31.12.2008 bzw. 31.12.2009 entsprechend aktiviert. Daneben waren in der Bilanz zum 31.12.2007 unfertige Erzeugnisse bilanziert, die auf in 2007 begonnene und in 2008 fertiggestellte Baustellen zurückzuführen waren. Die Klägerin hatte in ihrer Gewerbesteuererklärung nur diejenigen Miet- und Pachtzinsen sowie Leasingaufwendungen hinzugerechnet, die am Bilanzstichtag nach der Fertigstellung der Baustelle nicht mehr zu aktivieren waren. Die Betriebsprüfung kam jedoch zu dem Ergebnis, dass sämtliche Aufwendungen für Baugeräte – also auch die als Herstellungskosten aktivierten – gewerbesteuerlich hinzuzurechnen seien. Das Bauunternehmen begehrte nun, entgegen der selbst eingereichten Erklärung, keine der gesamten Mietaufwendungen für Baugerätschaften hinzuzurechnen.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Das FG Münster kam zu dem Ergebnis, dass die Mieten für Baugerätschaften nicht hinzuzurechnen seien und gab somit der Klage vollumfänglich statt. Es käme nicht darauf an, ob die Mieten am Bilanzstichtag als Herstellungskosten aktiviert seien. Miet- und Pachtzinsen und Leasingraten für Baugeräte seien bilanziell als Herstellungskosten für Bauprojekte anzusehen. Es fehle danach an einer Gewinnabsetzung, alleine deswegen käme eine Hinzurechnung nicht in Betracht. Nach dem Gesetz seien Hinzurechnungen nur möglich, wenn Aufwendungen für die Nutzung von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens bei der Ermittlung des Gewinns abgesetzt worden seien. Unerheblich sei hierbei deren Verbuchung – ob als direkte Verbuchung der Aufwendungen bei den Vorräten oder indirekt als Aufwand einerseits und Bestandsänderung andererseits. Das Gesetz gebe das rechtliche Ergebnis vor, nicht die Buchungsmethode.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Selbiges gelte auch für Miet- und Pachtzinsen und Leasingaufwendungen, die bei einer bereits beendeten Baustelle als Herstellungskosten zuzurechnen wären. Hier seien ebenfalls keine Aufwendungen vom Gewinn abgesetzt worden, sondern lediglich der dadurch erhöhte Buchwert des – gedanklich aktivierten – Vorratsvermögens. Grundsätzlich gelte, dass Herstellungskosten erfolgsneutral seien. Miet- und Pachtzinsen sowie Leasingraten seien als Herstellungskosten anzusehen und fließen in die Bilanzposition „unfertige Erzeugnisse“ / „unfertige Baustellen“ ein. Die Aufwendungen verlören mit der Zuordnung zu den Herstellungskosten ihre ursprüngliche Natur. Im darauffolgenden Abgang des Vermögensgegenstandes könne kein Entgelt für die Miete der Baugeräte nachverfolgt werden.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Augenscheinliche Ungerechtigkeiten werden vom FG jedoch erkannt. Etwa im Falle von Handelsunternehmen, bei denen Mietzinsen üblicherweise nicht zu den Herstellungskosten gehören.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              
               3. Bauunternehmen – BFH, Urteil vom 30. Juli 2020
              &#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Als Bauunternehmen mietete die Klägerin in großem Umfang Kräne, Betonpumpen, Schalungen, Unterkünfte etc. für ihre Baustellen. Weil es sich ihrer Meinung nach um Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern des Umlaufvermögens handelte, erklärte sie keine gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen. Nach einer bei der Klägerin durchgeführten Betriebsprüfung vertrat das Finanzamt demgegenüber zunächst die Ansicht, sämtliche Miet- und Pachtaufwendungen unterlägen der Hinzurechnung. Im anschließenden Einspruchsverfahren half das Finanzamt aber dem Einspruchsbegehren der Klägerin dahingehend ab, als dass es zumindest die als Herstellungskosten in den unfertigen Erzeugnissen aktivierten Aufwendungen von der Hinzurechnung ausnahm. Das Bauunternehmen begehrte jedoch, die Miet- und Pachtzinsen für die Baugeräte vollumfänglich nicht hinzuzurechnen.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Das FG Schleswig-Holstein wies die Klage als unbegründet ab (1 K 243/15). Der BFH hob die Vorentscheidung hingegen auf. Nach Ansicht des BFH seien Miet- und Pachtzinsen für die Benutzung von beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens dem Gewinn aus Gewerbebetrieb nicht nach § 8 Nr. 1 Buchst. d GewStG hinzuzurechnen, soweit sie in die Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern des Umlaufvermögens einzubeziehen sind. Es reiche aus, dass die Miet- und Pachtzinsen als Herstellungskosten aktiviert worden wären, wenn sich das Wirtschaftsgut am Bilanzstichtag noch im Betriebsvermögen befunden und deshalb hätte aktiviert werden müssen. 
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Für den BFH sei ausschlaggebend, dass die Zinsen handelsrechtlich von Zinsaufwendungen in Herstellungskosten umqualifiziert würden. Dies schlage sich auch in der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung nieder. Nach Ansicht des BFH komme es auch in den Fällen nicht zu einer Hinzurechnung, in denen am Bilanzstichtag keine Aktivierung der hergestellten Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens stattgefunden habe. Maßgeblich ist allein, inwieweit die jeweiligen Aufwendungen den handelsrechtlichen Herstellungskostenbegriff erfüllten. Infolge der Maßgeblichkeit des handelsrechtlichen Herstellungskostenbegriffs sei es demnach aus Sicht des BFH auch unbeachtlich, ob Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens unterjährig aus dem Betriebsvermögen ausgeschieden seien und am Bilanzstichtag keine Aktivierung der Herstellungskosten mehr stattgefunden habe. Für die Frage der Hinzurechnung komme es auch hier allein darauf an, ob die Miet- und Pachtzinsen zum Bilanzstichtag aktiviert worden wären, wenn das Wirtschaftsgut, in dessen Herstellung sie einflossen, am Bilanzstichtag noch im Betriebsvermögen vorhanden gewesen wären. Danach erfolge auch dann keine Hinzurechnung, wenn die Wirtschaftsgüter unterjährig aufgrund eines Veräußerungsvorgangs aus dem Betriebsvermögen ausgeschieden sind. Insgesamt wird hierdurch eine mögliche Willkürlichkeit der Hinzurechnung, welche aus der Frage hätte resultieren können, ob die Wirtschaftsgüter zum Bilanzstichtag aktiviert oder nicht mehr vorhanden sind, beseitigt. Erfüllen die Miet- und Pachtzinsen die Voraussetzungen von Herstellungskosten, unterbleibt eine Hinzurechnung. 
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             In der Vorinstanz war es aus Sicht des FG entgegen der Ansicht des BFH irrelevant, ob die Miet- und Pachtzinsen als Herstellungskosten in Wirtschaftsgüter einflossen. Zudem gab das FG noch zu bedenken, dass eine Abhängigkeit der Frage der Hinzurechnung von der Aktivierung zu willkürlichen Ergebnissen führen kann. Die Zufälligkeit der Ergebnisse könne aber dadurch beseitigt werden, dass der in einem aktivierten Wirtschaftsgut gespeicherte (Miet- und Pacht) Aufwand im Moment seines Ausscheidens aus dem Betrieb der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung unterzogen werde. 
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Die in den Verfahren vertretenen Alternativen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus den dargestellten Urteilen und den ihnen zugrundliegenden Sachverhalten ergibt sich nun die Frage, ob Mieten für unbewegliche oder bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die als Herstellungskosten zu qualifizieren sind, gewerbesteuerlich in vollem Umfang, nur anteilig oder in keiner Weise hinzuzurechnen sind. Aus den in den Verfahren vertretenen Auffassungen können folgende Ansichten zusammengefasst werden:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           1.	Hinzurechnung sämtlicher Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2. Hinzurechnung nur der am Bilanzstichtag noch nicht aktivierten Miet-, Pacht-                                und
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             Leasingaufwendungen,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           3.	periodenverschobene Hinzurechnung von Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen oder
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           4.	keine Hinzurechnung von Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1. Hinzurechnung sämtlicher Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Hinzurechnung sämtlicher Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen – unabhängig davon, ob sie als Herstellungskosten zu qualifizieren sind – ist bedenklich. Der Gesetzeszweck der fiktiven Finanzierungsneutralität der Gewerbesteuerbemessung wäre nicht erfüllt. Es werden eben nicht Betriebsausgaben nicht zum Abzug zugelassen, sondern Scheingewinne kreiert und besteuert. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            2. Hinzurechnung nur der am Bilanzstichtag noch nicht aktivierten Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diese Praktik entspricht der Verwaltungsauffassung. Das Problem der Scheingewinnbesteuerung wird so vermieden, allerdings führt die Herausnahme der aktivierten Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen zu zufälligen Ergebnissen. Eine Fertigstellung und der Verkauf der Wirtschaftsgüter kurz vor dem Bilanzstichtag führt zur Hinzurechnung, wohingegen eine Aktivierung zum Bilanzstichtag und ein Verkauf der Wirtschaftsgüter erst kurz nach dem Bilanzstichtag eine Hinzurechnung vermeidet. Besonders abhängig ist dies von der Lage des Bilanzstichtages. Hierdurch würde man auch nicht den unterschiedlichen Belastungen bei Dienstleistungsunternehmen und produzierenden Unternehmen gerecht werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3. Periodenverschobene Hinzurechnung von Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das FG Schleswig-Holstein (1 K 243/15) schlägt als weitere Variante vor, die nach dem Verkauf der Produkte nicht mehr in den Wirtschaftsgütern „gespeicherten“ Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen stets hinzuzurechnen. Hiermit soll vermieden werden, dass in den Fällen eine Hinzurechnung unterbleibt, in denen Wirtschaftsgüter zum Bilanzstichtag grundsätzlich schon veräußerungsfähig wären, aber noch als Vorräte aktiviert und erst kurze Zeit danach zur Vermeidung einer Hinzurechnung verkauft würden. Eventuelle Ungerechtigkeiten würden damit vermieden. Dies würde auch zu keiner Ungleichbehandlung von produzierendem Gewerbe oder Dienstleistungsunternehmen führen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gegen diese Variante könnten zum einen allerdings eine fehlende rechtliche Grundlage sprechen. Zum anderen würde eine „Speicherung“ der Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen eine erhebliche praktische Herausforderung hinsichtlich der Nachverfolgung der Aufwendungen bedeuten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            4. Keine Hinzurechnung von Miet-; Pacht- und Leasingaufwendungen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Urteile des BFH wie auch des FG Münster zeigen, dass Herstellungskosten nicht wirklich als „Kosten“ im eigentlichen Sinne verstanden werden müssen. Schließlich wird bei bilanzieller Bewertung etwas Anderes, Gleichwertiges hergestellt. Auf der Seite der Bauunternehmen fand in den jeweiligen Verfahren keine Kostenbelastung statt und somit wurde in der Gewinnermittlung auch nichts gewinnmindernd abgesetzt. Werden die hergestellten Wirtschaftsgüter verkauft, wirken sich die aktivierten Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen auf den Veräußerungsgewinn aus. Diese Bestandsminderung ist aber kein Mietaufwand mehr. Dieser Effekt zeigt sich unbeeindruckt von den Zufälligkeiten des Bilanzstichtages. Aus einer rein handelsrechtlichen Betrachtungsweise ist somit eine unterlassene Hinzurechnung von aktivierungsfähigen Aufwendungen zu begründen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die gewerbesteuerliche Behandlung von Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen kann für Unternehmen je nach Branchenzugehörigkeit und Art der Finanzierung große Bedeutung erlangen und sich auf die Gesamtsteuerbelastung signifikant auswirken. Durch die Entscheidung des BFH vom 30.07.2020 liegt hierzu nun eine aktuelle höchstrichterliche Entscheidung vor. Es ist davon auszugehen, dass der BFH auch in den weiteren Revisionsverfahren die von ihm vertretene Ansicht, nach der Miet- und Pachtzinsen sowie Leasingzahlungen keiner Hinzurechnung nach § 8 Nr. 1 GewStG unterliegen, wenn sie in die Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern einzubeziehen sind. Wie die Finanzverwaltung und der Gesetzgeber im Weiteren damit umgehen werden, bleibt abzuwarten. Im Rahmen der Gewerbesteuererklärungen sollte stets analysiert werden, inwieweit Aufwendungen für die Benutzung von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens als Herstellungskosten der im Unternehmen erstellten Güter zu werten sind. Aus Gründen des Nachweises empfiehlt sich das Vorhalten einer Kalkulation der Selbstkosten, bspw. in Form einer Kosten- und Leistungsrechnung. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 01 Feb 2021 12:14:23 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Firmenwagen und Homeoffice – Steuer-Tipp Nr. 333</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Firmenwagen und Homeoffice – So können Sie Steuern sparen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ca. 12% der Arbeitnehmer in Deutschland haben einen Firmenwagen, der von ihnen i.d.R. sowohl für Dienstfahrten als auch für private Fahrten und Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte genutzt werden darf. Seit der Corona-Krise haben jedoch viele Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt mit der Folge, dass die Fahrten ins Büro deutlich abgenommen haben. Fraglich ist nun, ob das verstärkte Arbeiten im Homeoffice auch Auswirkungen auf die PKW-Versteuerung bei Arbeitnehmern hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Pauschale PKW-Versteuerung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Normalfall versteuern Arbeitnehmer Ihren Firmenwagen, sofern Sie ihn privat nutzen, nach der sog. 1%-Regel. Danach wird für Privatfahrten 1% des Bruttolistenpreises monatlich zum Gehalt hinzugerechnet und somit der Besteuerung unterworfen. Für die Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte kommen nochmals 0,03% des Bruttolistenpreises monatlich pauschal hinzu. Bei der Berechnung des geldwerten Vorteils für Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte geht man hierbei pauschal von 15 Tagen pro Monat und somit 180 Tagen im Jahr aus. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur wenn der Arbeitnehmer nachweislich einen Monat nicht zur Arbeit fährt, kann die Besteuerung der Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte unter Umständen für diesen Monat ganz unterbleiben. Die Versteuerung der privaten Fahrten nach der 1%-Methode bleibt jedoch hiervon unberührt, egal ob das Auto auch privat weniger gefahren wird. Hier kann nur das Führen eines Fahrtenbuches zu einer Reduzierung der PKW-Versteuerung führen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Einzelbewertung für Wenig-Fahrer
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele Arbeitnehmer, die im Homeoffice arbeiten, sind jedoch i.d.R. nicht komplett im Homeoffice, sondern zumindest tageweise auch im Büro. Sofern diese Arbeitnehmer kein Fahrtenbuch führen, sondern die Pauschalversteuerung bei ihnen zur Anwendung kommt, können sie sich alternativ für die Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte überlegen, ob für sie die Einzelbewertung der tatsächlich durchgeführten Fahrten mit 0,002% günstiger ist. Dies macht immer dann Sinn, wenn ein Arbeitnehmer weniger als 15 Tage im Monat (15 Tage x 0,002% = 0,03%) bzw. insgesamt weniger als 180 Tage (12 x 15 Tage) im Jahr ins Büro fährt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den Vorteil der Versteuerung nach der Einzelbewertung möchten wir Ihnen an einem
           &#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Beispiel
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           verdeutlichen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Bruttolistenpreis eines Firmenwagens beträgt € 50.000. Die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte beträgt 35 km. Der Firmenwagen wird vom Arbeitnehmer an 4 Tagen im Monat für Fahrten ins Büro (ca. 1x pro Woche) genutzt, an allen übrigen Tagen ist der Arbeitnehmer im Homeoffice. Nach der pauschalen 0,03%-Methode würde sich ein monatlicher Zuschlag zum Arbeitslohn für Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte in Höhe von € 525 ergeben (€ 50.000 x 0,03% x 35 km). Ermittelt man dagegen den geldwerten Vorteil nach der 0,002%-Methode, so ergibt sich ein monatlicher Zuschlag in Höhe von € 140 (€ 50.000 x 0,002% x 35 km x 4 Tage). Durch die Einzelbewertung kann somit in unserem Beispiel der geldwerte Vorteil um monatlich € 385 reduziert werden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Voraussetzung für die Anwendung der Einzelbewertung ist, dass der Arbeitnehmer kalendermonatlich seinem Arbeitgeber erklärt, an welchen Tagen (Datumsangabe) der Firmenwagen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt wurde. Der Arbeitgeber wiederum hat diese schriftlichen Erklärungen zu seinen Lohnunterlagen zu nehmen. Sollten die Angaben für den laufenden Monat nicht rechtzeitig bis zur Erstellung der Lohnabrechnung vorliegen, ist es auch möglich, die Abrechnung nach den Angaben des Vormonats, die Versteuerung also einen Monat zeitversetzt vorzunehmen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu beachten ist zudem, dass der Arbeitnehmer die Anwendung der Einzelbewertung jeweils zu Beginn eines Kalenderjahres mit dem Arbeitgeber festlegen muss. Der Wechsel zwischen den Bewertungsmethoden ist während des Kalenderjahrs nicht möglich. Die Entscheidung zu Beginn eines Kalenderjahres für die Anwendung der Einzelbewertung macht nur dann Sinn, wenn der Arbeitnehmer für das Kalenderjahr an weniger als 180 Tagen mit Fahrten zum Arbeitsplatz rechnet. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Nachträglicher Wechsel der Bewertungsmethode im Rahmen der Veranlagung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wurde der geldwerte Vorteil eines Arbeitnehmers für seine Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte im Laufe des Kalenderjahres für die Ermittlung des Lohnsteuerabzugs nach der 0,03%-Methode ermittelt, obwohl der Arbeitnehmer i.d.R. weniger als 15 Tage pro Monat ins Büro gefahren ist, so kann der Arbeitnehmer auch noch nachträglich im Rahmen seiner Einkommensteuerveranlagung auf die Methode der Einzelbewertung übergehen. Im Rahmen der Veranlagung ist der Arbeitnehmer nämlich nicht an die für die Erhebung der Lohnsteuer gewählte Methode gebunden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu diesem Zweck muss der Arbeitnehmer dem Finanzamt im Rahmen seiner Veranlagung eine Liste der Tage (mit Datumsangabe) einreichen, an denen er mit dem Firmenwagen tatsächlich ins Büro gefahren ist. Darüber hinaus muss der Arbeitnehmer seinem Finanzamt (z.B. durch Vorlage einer Bestätigung seines Arbeitgebers) nachweisen, dass die Besteuerung bislang nach der 0,03%-Methode erfolgt ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollten Sie als Arbeitgeber bei Ihren Arbeitnehmern die Versteuerung des Firmenwagens für Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte in 2020 nach der 0,03%-Methode vorgenommen worden haben und sind einige Ihrer Arbeitnehmer in 2020 an weniger als insgesamt 180 Tagen ins Büro gefahren, so können diese Arbeitnehmer für diesen geldwerten Vorteil im Rahmen ihrer Veranlagung 2020 noch die Anwendung der 0,002%-Methode nach den tatsächlich in 2020 vorgenommenen Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte beantragen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unbeschadet dessen stellt sich immer zu Beginn eines Kalenderjahres für den Arbeitnehmer die Frage, ob nicht generell das Führen eines Fahrtenbuches der pauschalen Versteuerung des Firmenwagens vorzuziehen ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei diesen Überlegungen sind wir Ihnen gerne behilflich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 01 Feb 2021 12:14:01 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/firmenwagen-und-homeoffice-steuer-tipp-nr-333</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kosten im Homeoffice steuerlich absetzen – Steuer-Tipp Nr. 332</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/kosten-im-homeoffice-steuerlich-absetzen-steuer-tipp-nr-332</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Kosten im Homeoffice steuerlich absetzen
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
             I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Thema Homeoffice hat im Zuge der Corona-Krise stark an Bedeutung gewonnen. Da aus Gründen des Arbeitsschutzes in den Betrieben ein Abstandsgebot gilt, konnten viele Mitarbeiter allein aus Platzgründen ab März dieses Jahres zumindest zeitweise nicht an ihrem Arbeitsplatz erscheinen. Ein Großteil der Mitarbeiter musste daher während der Pandemie von zu Hause arbeiten. Von einem Tag auf den anderen wurde dann der Küchentisch zum Schreibtisch und das Kinderzimmer zum Arbeitsplatz. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch das Arbeiten im Homeoffice stiegen die Kosten für Strom, Wasser und Heizung. Jetzt hat der Gesetzgeber reagiert und mit dem Jahressteuergesetz 2020 eine Homeoffice-Pauschale eingeführt, die allen Betroffenen unbürokratisch und leicht nachvollziehbar die Möglichkeit gibt, die durch das Arbeiten zu Hause entstandenen Mehrbelastungen auszugleichen bzw. zumindest abzumildern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Einführung einer Homeoffice-Pauschale
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemäß dem durch das Jahressteuergesetz 2020 neu eingeführten § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 4 EStG kann ein Arbeitnehmer, bei dem die Voraussetzungen für den Abzug von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer nicht vorliegen bzw. der auf den Abzug der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer verzichtet, für jeden Kalendertag, an dem er seine betriebliche oder berufliche Tätigkeit ausschließlich in der häuslichen Wohnung ausübt und keine außerhalb der häuslichen Wohnung belegene Betätigungsstätte aufsucht, für seine gesamte betriebliche und berufliche Betätigung einen Betrag von 5 EUR steuerlich geltend machen, höchstens jedoch 600 EUR im Wirtschaft- oder Kalenderjahr. Die Homeoffice-Pauschale wird für die Jahre 2020 und 2021 gewährt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein festes Arbeitszimmer ist keine Voraussetzung für den Abzug der Pauschale, so dass die Tätigkeit beispielsweise auch in der Arbeitsecke im Wohnzimmer oder mit dem Laptop auf dem Küchentisch ausgeübt werden kann. Mit der Tagespauschale sind alle (Mehr-) Aufwendungen für die Nutzung der häuslichen Wohnung abgegolten. Es gilt jedoch keine Einschränkung für den Fall, dass bei gemeinsamen Nutzungsberechtigten einer Wohnung (auch) ein anderer eigene Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer abzieht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           An Tagen, an denen die Pauschale geltend gemacht wird, darf folgerichtig keine Entfernungspauschale geltend gemacht werden. Auch wird die Homeoffice-Pauschale nicht zusätzlich zur Werbungskostenpauschale von 1.000 EUR gewährt, sondern in diese eingerechnet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Homeoffice-Pauschale in Höhe von maximal 600 EUR p.a. trägt dazu bei, die zusätzlich anfallenden Kosten aufgrund der Tätigkeit von zu Hause abzumildern. Insofern sollten Sie, wenn Sie nicht bereits Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer ansetzen, die Pauschale in jedem Fall geltend machen. Da die Pauschale aber nicht zusätzlich zum Arbeitnehmerpauschbetrag gewährt wird, sondern in diesen eingerechnet wird, werden insbesondere Pendler den Wegfall der anteiligen Pendlerpauschale durch den Ansatz der Homeoffice-Pauschale in vielen Fällen nicht kompensieren können. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerne stehen wir Ihnen bei der Geltendmachung Ihrer durch Homeoffice zusätzlich entstandenen Kosten beratend zur Seite. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 01 Jan 2021 12:35:30 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/kosten-im-homeoffice-steuerlich-absetzen-steuer-tipp-nr-332</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Corona-bedingte Schließungen – Rechts-Tipp Nr. 218</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/corona-bedingte-schliessungen-rechts-tipp-nr-218</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Corona-bedingte Schließungen: Ist eine Mietminderung berechtigt?
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             I. Ausgangslage
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Infolge des Lockdowns, ob im Frühjahr 2020 oder im Dezember 2020 und Januar 2021 müssen Ladengeschäfte, Restaurants, Hotels vorübergehend schließen. Dies hat zumeist den totalen Umsatzausfall zur Folge, wenn der Betreiber die Umsätze nicht über sein/ein Online Portal kompensieren kann. Es trifft besonders die Einzelhändler, kleine und mittelständische Unternehmen. Zwar gibt es für die Monate ab September bis Dezember 2020 Hilfsprogramme wie Überbrückungshilfe II und Novemberhilfe und sobald beschlossen Dezemberhilfe. Doch die Fixkosten müssen fristgerecht bedient werden. Eine der größeren Positionen stellt die monatlich zu zahlende Miete/Pacht dar. Sämtliche Förderprogramme stellen darauf ab, die Miete abzufedern. Nun hat das Landgericht München entschieden, dass die Mietminderung eines Möbelhauses bis zu 80% berechtigt war. Zurecht? 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Landgericht München I, AZ 3 O 4495/20, Urteil vom 22.09.2020 (nicht bestandskräftig).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Rechtslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Juristisch ist die Mietminderungsberechtigung im Falle der Pandemie hochumstritten. In jedem Falle kommt es auf den Einzelfall an, insbesondere darauf, was die Parteien vertraglich vereinbart haben. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Mietmangel liegt nach § 536 BGB vor, wenn die Ist-Beschaffenheit von der vereinbarten Beschaffenheit der Mietsache erheblich abweicht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Landgericht München hat eine Mietminderungsberechtigung für den Fall angenommen, wenn die Parteien eine bestimmte Nutzung wie die eines Möbelhauses vereinbart und diese Nutzung branchenweit behördlich untersagt wird. Dann realisiere sich das typische vom Mieter übernommene Betriebsrisiko nicht (1). Außerdem läge ein Fall der Unmöglichkeit vor, weil der Mieter die Mietsache nicht mehr zu dem vereinbarten Zweck benutzen könne (2). Zudem läge eine Störung der Geschäftsgrundlage vor, da das Risiko der Pandemie nun nicht einer Partei zuzuordnen sei. Denn keine Partei habe bei Mietvertragsschluss eine etwaige Pandemie bedacht (3).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Mietminderung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach bislang überwiegend auch in der Literatur bestätigter Rechtsprechung wurde die Mietminderungsberechtigung abgelehnt, da das Betriebsrisiko im Allgemeinen beim Mieter liegt (siehe LG 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heidelberg, Urteil vom 30.07.2020 - AZ 5 O 66/20 - oder LG Frankfurt/Main, Urteil vom 02.10.2020 - AZ 15 O 23/20). In beiden Fällen war ein weiter Verwendungszweck vereinbart.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Landgericht München hat in seiner Entscheidung als erstes Gericht in Deutschland entschieden, dass die Mietminderung berechtigt sei, indem es an den vereinbarten Mietzweck anknüpft. Im Mietvertrag war konkret als Mietzweck die Nutzung als „Möbelgeschäft mit Wohnaccessoires“ vereinbart. Nach der behördlichen Schließungsanordnung war jede denkbar andere Nutzung der Mietsache ausgeschlossen. Hierbei stützt sich das Landgericht auf Reichsgerichtsentscheidungen und bestätigte Mietminderungen von bis zu 80%. Weiterhin erkannte das Landgericht Mietminderungen von bis zu 50% für den Sachverhalt an, dass lediglich 800 qm Verkaufsfläche genutzt werden konnten, und 15% für die in der Folge geltenden Hygienemaßnahmen und Einschränkungen betreffend die Kundenzahl.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Diesen Entscheidungen liegt die Fragestellung zugrunde, wer das allgemeine Betriebsrisiko trägt. Das liegt, sofern nicht anders im Mietvertrag geregelt, in der Regel beim Mieter, denn der Vermieter muss lediglich für die baulichen Grundvoraussetzungen Sorge tragen, d. h. auch für die baurechtlich öffentlich-rechtliche Nutzungsgenehmigung. Nach Ansicht des Landgerichts München ist die Zuweisung des Verwendungsrisikos danach zu ermitteln, ob die Parteien den Nutzungszweck eng oder weit gefasst haben. Je enger der Nutzungszweck gefasst ist, könne sich der Mieter auf die Einschränkung berufen und mietmindernd geltend machen. Im entschiedenen Fall vor dem Landgericht München war zwischen den Parteien als Mietzweck der Betrieb eines Möbelgeschäfts mit Wohnaccessoires vereinbart. Dieser Mietzweck konnte nach den öffentlich-rechtlichen Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie nicht mehr erfüllt werden. Nach Ansicht des Landgerichts München fallen diese Beschränkungen nicht in den Risikobereich des Mieters. Daran müsse sich der Vermieter auch festhalten lassen, denn der Vermieter wollte mit dieser Mietzweckbestimmung eine hochwertige Umgebung für das Gesamtensemble erhalten. Das Landgericht München hat nach alledem Mietminderungen wie folgt zugestanden: für das Jahr 2020 - April mit 80%, Mai mit 50% und Juni mit 15%.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            2.	Unmöglichkeit
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grundsätzlich liegt in der Schließung ein Fall der Unmöglichkeit, allerdings wird dieser Fall von den Spezialregelungen des Mietrechts überlagert. D. h. der Entfall der Hauptleistungspflichten greift hier nicht ein. Weiterhin kommt es beim Schadenersatz auf das Verschulden an, was bei einer Pandemie keiner Partei anzulasten ist. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            3.	Wegfall der Geschäftsgrundlage
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beim Wegfall der Geschäftsgrundlage gemäß § 313 I BGB gilt zu prüfen, ob sich die Umstände nach Vertragsschluss schwerwiegend verändert haben und ob die Parteien den Vertrag nicht oder mit anderem Inhalt geschlossen hätten, wenn sie diese Veränderung vorausgesehen hätten. Dann kann die benachteiligte Partei aus dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben die Anpassung des Vertrags verlangen, soweit ihr unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere der vertraglichen oder gesetzlichen Risikoverteilung, das Festhalten am unveränderten Vertrag nicht zugemutet werden kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Ansicht des Landgerichts München liegt eine gegenüber dem Mängelrecht nachrangige Störung der Geschäftsgrundlage (§ 313 I BGB) vor, da die Parteien die Folgen einer eintretenden Corona-Pandemie und staatlichen Infektionsschutzmaßnahmen offenkundig nicht bedacht haben und so den Vertrag kaum geschlossen hätten (vgl. § 313 Abs. 1 und 2 BGB) und die Rechtsfolge (Minderung) ohnehin identisch wäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch nach aktueller Ansicht des Landgerichts Mönchengladbach, Urteil vom 02.11.2020 - AZ 12 O 154/20 - sind die Voraussetzungen des § 313 I BGB gegeben. Sofern die Nutzung zum vertraglichen Zweck in weiten Bereichen des Einzelhandels vollständig untersagt ist und infolge dessen der Geschäftsbetrieb nahezu vollständig zum Erliegen kommt, ist hierin eine schwerwiegende, unzumutbare Störung zu sehen. Da das Risiko für die Betriebsuntersagung in gleichem Maß außerhalb des Risikobereichs von Mieter und Vermieter lag, sei eine Anpassung auf die Hälfte des Mietzinses angemessen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ebenfalls hat das Landgericht Frankfurt/Main, Urteil vom 02.10.2020 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           - AZ 15 O 23/20 - einen Wegfall der Geschäftsgrundlage angenommen, aber erst wenn es aufgrund der staatlich verordneten Schließung des Betriebs- bzw. der Verkaufsstätte im Zuge der Corona-Pandemie für den Gewerberaummieter zu existentiell bedeutsamen Folgen kommt. Ein erheblicher Umsatzrückgang und Liquiditätsengpass genüge nicht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Somit wird das ganze Spektrum in Rechtsprechung und Literatur vertreten.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vor dem Hintergrund der Entscheidung des Landgericht München empfiehlt es sich für den Mieter, eine Mietminderung wegen der Corona-bedingten Schließungen schriftlich geltend zu machen und die Miete unter Vorbehalt zu leisten. Die Miete sollte weiterhin in voller Höhe geleistet werden, weil sich der Mieter anderenfalls - unabhängig von seiner Not - in die Gefahr der außerordentlichen, fristlosen Kündigung durch den Vermieter begibt. Denn hierfür genügt im Gewerbemietrecht der Zahlungsverzug von einer Miete, sofern der Mietvertrag nichts Anderes regelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zugleich bleibt angesichts der uneinheitlichen Rechtslage dringend angeraten, dass die Parteien für die Zeit der behördlich angeordneten Betriebsschließungen eine einvernehmliche Lösung suchen. Dies kann in Form von Stundungen, befristeten Mietreduzierungen, aber auch über eine auf einen bestimmten Zeitraum von z. B. zwei Jahren begrenzte Umsatzmiete geschehen, die dann den Vermieter an den später höheren Umsätzen partizipieren lassen. Bei der Vertragsanpassung kommt es letztlich auf die Berücksichtigung der Interessen beider Seiten und der Gesamtumstände an, so auch auf die vom Staat für diese besondere Situation geschaffenen Auffanghilfsprogramme, und wie viel Raum dann noch für die Anpassung der Miete bleibt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In jedem Falle ist bei einem langfristig geschlossenen Mietvertrag die gefundene gemeinsame Lösung in einem schriftlichen Nachtrag zum Miet-/Pachtvertrag zu dokumentieren, der schriftformkonform idealerweise fest mit dem Hauptmietvertrag und etwaigen Nachträgen verbunden werden sollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 01 Jan 2021 12:34:56 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/corona-bedingte-schliessungen-rechts-tipp-nr-218</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Vermietung von Garagen und Stellplätzen aus umsatzsteuerlicher Sicht – Steuer-Tipp Nr. 327</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/die-vermietung-von-garagen-und-stellplaetzen-aus-umsatzsteuerlicher-sicht-steuer-tipp-nr-327</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Die Vermietung von Garagen und Stellplätzen
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            aus umsatzsteuerlicher Sicht
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Praxis ist immer wieder zu beobachten, dass Garagen und Stellplätze umsatzsteuerfrei vermietet werden, da man davon ausgeht, dass es unerheblich ist, ob man eine Wohnung oder eine Garage vermietet. Fordert das Finanzamt die Mietverträge an, können unter Umständen Umsatzsteuernachzahlungen drohen, welche z.B. bei Vorliegen eines Mietvertrages mit Bruttoentgeltvereinbarung nicht mehr vom Mieter nachgefordert werden können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Garagenvermietung und Umsatzsteuer
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach § 4 Nr. 12a UStG ist die Vermietung von Grundstücken grundsätzlich umsatzsteuerbefreit. Ausnahmen gelten z. B. für die Vermietung von Wohn- und Schlafräumen zur kurzfristigen Beherbergung, die kurzfristige Vermietung von Campingplätzen aber auch die alleinige Vermietung von PKW-Stellplätzen. Etwas Anderes gilt bisher nur, wenn es sich bei der Vermietung lediglich um eine Nebenleistung zur Hauptleistung handelt, das heißt, wenn Garage und Wohnung an denselben Mieter vermietet wurden und nicht zur Umsatzsteuer optiert wurde. Liegt dagegen ein separates Vertragsverhältnis über die Garage bzw. den Stellplatz vor, z.B. zwei Mietverträge mit demselben Mieter oder aber Wohnung und Garage werden an verschiedene Mieter vermietet, ist diese Vermietung grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig. Die Umsatzsteuer wird nur dann nicht erhoben, wenn die Voraussetzungen der Kleinunternehmerregelung vorliegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Doch damit noch nicht genug. Das Finanzgericht Thüringen hat in seinem Urteil vom 27.06.2019 auch bei der Vermietung von PKW-Stellplätzen an Wohnungsmieter eine umsatzsteuerpflichtige Leistung angenommen. Begründet wurde dies im vorliegenden Fall mit dem Argument, dass kein erforderlicher	enger	räumlicher Zusammenhang zwischen Wohnraum und Stellplatz vorliege, da der Zugang zur Tiefgarage auch externen Mietern von Stellplätzen ungehindert möglich war. Darüber hinaus sah das Finanzgericht auch jeweils einen eigenständigen Vermietungsmarkt, sodass kein ausreichender wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen der Wohnungs-und der Stellplatzvermietung bestand. Dem zufolge handelt es sich bei der Stellplatzvermietung um eine eigenständige Leistung, welche von der Umsatzsteuerbefreiung ausdrücklich ausgenommen ist. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und steht auch im klaren Widerspruch zur derzeitigen Auffassung der Finanzverwaltung und der obersten Rechtsprechung. Die Revision beim Bundesfinanzhof ist anhängig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             III. Unser Tipp
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollte der Bundesfinanzhof im Revisions-verfahren dem Finanzgericht Thüringen folgen, würde dem Urteil erhebliche Bedeutung für die Praxis zukommen. Dann müssten Vermieter die Stellplatzvermietung größtenteils umsatzsteuerpflichtig behandeln. Dies wäre insbesondere für die Steuerpflichtigen von Bedeutung, für die die Kleinunternehmerregelung keine Anwendung findet, z.B. für Steuerpflichtige welche neben der Vermietung noch andere umsatzsteuerpflichtige Tatbestände verwirklichen. Im Gegenzug wären die mit der Errichtung der Stellplätze angefallenen Vorsteuern grundsätzlich zum Abzug berechtigt. Bis zur Entscheidung durch den Bundesfinanzhof sollten Sie daher Ihre Stellplatzmietverträge, insbesondere bei getrennt vorliegenden Mietverträgen hinsichtlich der umsatzsteuerlichen Folgen überprüfen. Gerne sind wir Ihnen hierbei behilflich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 01 Aug 2020 10:11:06 GMT</pubDate>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Nichteheliche Lebensgemeinschaft – Erben und vererben – Rechts-Tipp Nr. 194</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Nichteheliche Lebensgemeinschaft – Erben und vererben
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie leben in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft und bestreiten gemeinsam mit ihrem Partner ihren Lebensalltag wie ein Ehepaar, ohne jedoch verheiratet zu sein. Dann sind sie in guter Gesellschaft. Nach Erhebungen des statistischen Bundesamtes gab es im Jahre 2016 rund 3 Millionen nichteheliche Lebensgemeinschaften. Diese Lebensform ist als Form des Zusammenlebens also weit verbreitet, ohne dass jedoch der rechtliche Rahmen gesetzlich geregelt wäre. Die fehlende Rechtsverbindlichkeit kann bei der Auseinandersetzung des Vermögens im Trennungsfall zu Problemen führen, vor allem aber auch im Falle des Todes eines der Partner.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Rechtslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Während der Gesetzgeber für die „klassische“ Ehe oder gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften gesetzliche Grundlagen für das Zusammenleben geschaffen hat, fehlen entsprechende Regelungen für die nichteheliche Lebensgemeinschaft. Weder gibt es gesetzliche Regelungen für 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           die Zeit des Zusammenlebens, noch für die Trennung oder den Todesfall.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist daher sinnvoll, sowohl für den Fall des Zusammenlebens als auch für den Fall der Trennung durch vertragliche Vereinbarungen unter den Partnern Regeln festzulegen, um so Streitigkeiten bei der Auseinandersetzung zu vermeiden. Dies kann durch Vereinbarungen im Einzelfall geschehen, zum Beispiel darüber, wer in welchem Umfang Kosten des gemeinsamen Haushalts trägt, als auch durch den Abschluss eines sogenannten Partnerschaftsvertrages, in dem die Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft Regeln für das Zusammenleben, die Kostentragung und die Trennung miteinander festlegen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Während solche vertraglichen Lösungen in der Praxis noch eher selten zu finden sind, sind Überlegungen zur Gestaltung des Erbfalles häufiger. Bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften gibt es kein gesetzliches Erbrecht des Partners. Ohne eine testamentarische Regelung bleibt es daher bei der gesetzlichen Erbfolge, wonach bei unverheirateten Partnern zunächst die Kinder zu Erben beru
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           fen sind oder – falls keine Kinder vorhanden sind- die Eltern oder Geschwister des verstorbenen Partners. Um dies zu vermeiden wollen sich die Partner nichteheliche	Lebensgemeinschaften	häufig dadurch absichern, dass sie einander zu alleinigen Erben oder zu Erben gemeinsam mit vorhandenen eigenen oder gemeinsamen Kindern einsetzen. Dabei bereitet schon die Gestaltung einer solchen eigentlich einfachen Nachlassregelung Schwierigkeiten, da die Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft kein gemeinschaftliches Testament miteinander abschließen können. Sie können sich zwar beide in einem jeweiligen Einzeltestament zu Erben einsetzen, aber damit ist nicht sichergestellt, dass nicht einer der beiden Partner – vielleicht sogar ohne Wissen des anderen – eine abweichende, neue Regelung ohne Berücksichtigung des Partners trifft. Wenn eine Bindungswirkung für beide Partner gewünscht ist, geht das nicht ohne den Abschluss eines notariellen Erbvertrages.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vielen Partnern nichtehelicher Lebensgemeinschaften ist auch nicht bekannt, dass der steuerliche Freibetrag für Schenkungen und Erbschaften nur 20.000 € beträgt und überschießende Beträge mit einem Steuersatz von 30 % zu besteuern sind. Mag dies bei vorhandenem Barvermögen noch hinnehmbar sein, ist die hohe Steuerbelastung bei gebundenem Vermögen, 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           zum Beispiel einer gemeinsamen Immobilie, oft nur dadurch zu finanzieren, dass die Immobilie verkauft oder belastet wird. Der eigentliche Versorgungsgedanke wird damit konterkariert. Aber auch die bloße Einräumung eines Wohnrechts in einer Immobilie für den überlebenden Partner kann eine nicht unerhebliche steuerliche Belastung nach sich ziehen. Zur Vermeidung solcher oft unbedachter und sicherlich ungewollter Rechtsfolgen ist es sinnvoll, über sinnvolle Lösungen für die Versorgung des Partners rechtzeitig nachzudenken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             III. Fazit und Tipp
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nichteheliche Lebenspartner sollten wegen des fehlenden gesetzlichen Rahmens für ihre Partnerschaft zwingend Regelungen im Hinblick auf ihr Vermögen sowohl für das Zusammenleben, jedenfalls aber für den Erbfall treffen. Obwohl die Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft typischerweise eine rechtliche Bindung zueinander nicht wollen, sollte ein rechtlicher Rahmen festgelegt und Vorsorge für den Fall der Trennung und des Todes getroffen werden, da sonst Konflikte vorprogrammiert sind. Dies gilt in besonderem Maße für den Erbfall, da das deutsche Erbrecht ausschließlich an das Verwandtenerbrecht anknüpft. Eine testamentarische oder gegebenenfalls erbvertragliche Regelung 
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           ist zur Sicherstellung der Versorgung des überlebenden Partners zwingend. Aufgrund der geringen Freibeträge für nichteheliche Lebenspartner und der hohen Steuersätze, ist auch schon bei niedrigen Vermögen eine rechtliche und steuerliche Beratung und Gestaltung erforderlich und sinnvoll.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 01 Jan 2019 14:15:18 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Privatvermögen in der Familiengesellschaft – Special Nr. 305</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/privatvermoegen-in-der-familiengesellschaft-special-nr-305</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Privatvermögen in der Familiengesellschaft
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangssituation
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eltern werden älter und haben mit einer erfolgreichen beruflichen Laufbahn oder unternehmerischen Entfaltung einiges an Privatvermögen in Form von Immobilien und Kapitalvermögen anhäufen können. Unser Elternehepaar Hans und Hanni Ewig sind aufmerksame Leser von PNHR Aktuell und haben sich schon des Öfteren die Frage gestellt, ob eine Schenkung eines Teils der Vermögenswerte an den Sohn Egbert und die Tochter Elena sinnvoll sein könnte, um das Vermögen weitgehend von der drohenden Erbschaft-bzw. Schenkungsteuer zu entlasten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am liebsten würde unser Elternehepaar Ewig das Familienvermögen über mehrere Generationen erhalten, ohne das Risiko einzugehen, selbst zu verarmen, wenn im Alter etwas schief läuft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Leitgedanken des privaten Familienvermögens
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hans und Hanni Ewig formulieren bei einer Flasche Rotwein auf Bierdeckeln ihre Wünsche, ohne sich die Frage zu stellen, ob das alles auf einmal erreichbar erscheint. Dafür haben sie schließlich wertvolle Berater. Die Zielsetzungen zur Bildung eines solchen generationenübergreifenden Familienvermögens werden am Ende des Brainstormings wie folgt formuliert:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1.	Das Vermögen soll langfristig erhalten bleiben und nicht im Nachgang einer Schenkung zu einer Segelyacht verwertet werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2.	Die nachfolgende Generation soll an den Erträgen des Vermögens partizipieren aber über das Vermögen selbst nicht frei verfügen dürfen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            3.	Die Richtlinienkompetenz über die Vermögensverwaltung soll dem Elternehepaar vorbehalten bleiben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            4.	Das Risiko der bösen Schwiegertochter oder des bösen Schwiegersohns soll minimiert werden.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            5.	Die schenkungsteuerliche Belastung soll vermieden oder minimiert werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            6.	Beim Immobilienvermögen soll keine Grunderwerbsteuer anfallen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            7.	Das Vermögen soll nicht auf einen Schlag sondern sukzessiv auf die Kinder übertragen werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            8.	Die Steuerfreiheit von Veräußerungsgewinnen bei Immobilien soll gesichert sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            9.	Das Vermögen soll zusammengehalten werden.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            10.	Zukünftige Enkel sollen integrationsfähig sein, um generationenübergreifende Transaktionen vornehmen zu können mit erbschaftsteuerlichen Vorteilen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            11.	Das „Kind“ soll einen Namen bekommen, damit es sich eigenständig entwickeln kann.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit 11 Punkten hat die traditionsbewusste cölnische Familie Ewig ihre Sammlung beendet, obwohl noch mehr drin gewesen wäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Frage ist, wie dieser bunte Blumenstrauß an Wünschen unter einen Hut gebracht werden kann. Die Lösung heißt: Gründung einer Familiengesellschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Weshalb die normale Schenkung nicht funktioniert
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nehmen wir an, unser Elternehepaar Ewig verfügt über 5 Mehrfamilienhäuser und 3 Depots. Aus der Möglichkeit, Kinder in die Welt zu setzen, sind der Sohn Egbert und die Tochter Elena hervorgegangen. Egbert ist inzwischen volljährig und Elena mit 16 noch minderjährig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für die Schenkung an die minderjährige Tochter bedarf es eines Ergänzungspflegers bezüglich der Immobilien, da Immobilien auch mit Pflichten belastet sind. Bekommen die Kinder schon mal zwei Mehrfamilienhäuser, so könnten sie diese jederzeit verkaufen und das dafür erhaltene Geld für Unfug verwenden. Zugleich werden sie eine attraktive Zielscheibe für raffgierige Schwiegerkinder in spe. Von den Mieterträgen hat das Elternehepaar nichts mehr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Teil der Konflikte lässt sich vermeiden, wenn man zu der weit verbreiteten Gestaltung greift, die Mehrfamilienhäuser gegen Nießbrauchsvorbehalt an die Kinder zu übertragen. Damit bleiben aber die Erträge bei den Eltern und die Kinder haben nichts davon außer dem zivilrechtlichen Eigentum und dem Ärger mit den Mietern. Ein wirklicher Vermögenstransfer findet nicht statt. Mögliche positive steuerliche Effekte, die sich dadurch ergeben, dass die Mieteinkünfte bei den Kindern niedriger besteuert werden als bei den Eltern, bleiben ungenutzt. Ein Zusammenhalt des Familienvermögens ist ebenso wenig möglich, da die beiden Mehrfamilienhäuser nicht den Kindern gemeinsam gehören sondern jedem für sich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Gemeinsames Vermögen als Lösungsansatz
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der einfachste Weg, ein Vermögen zusammenzuhalten, besteht darin, dass dieses allen gemeinsam gehört. Das Vermögen ist entweder gesamthänderisch gebunden (Personengesellschaft) oder gehört einer Kapitalgesellschaft, an der die Familienmitglieder beteiligt sind. Das Vermögen gehört nicht unmittelbar den einzelnen Familienmitgliedern sondern einer Gesellschaft. Nicht der Gesellschafter bestimmt, ob Vermögenswerte verkauft oder auch gekauft werden, sondern die Geschäftsführung der Gesellschaft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das einzelne Familienmitglied kann in diesem Fall nur noch über seinen Gesellschaftsanteil verfügen. Aber auch dies lässt sich soweit regeln und einschränken, dass der Bestand des Familienvermögens als solches nicht gefährdet ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Frage ist, welche Gesellschaftsform für ein Familienvermögen die richtige ist. Grundsätzlich stehen hierfür die Gesellschaft bürgerlichen Rechts des BGB, die Handelsgesellschaften des HGB und die Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) zur Verfügung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V. Steuerliches Privatvermögen als zentrale Vorgabe
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insbesondere bei Immobilienvermögen spielt die steuerliche Klassifizierung der Vermögensart eine sehr große Rolle. Immobilien im Privatvermögen genießen bis zum heutigen Tage ein für uns Deutsche selbstverständliches Privileg, dass viele andere Länder nicht kennen. Immobilienbesitzer können auf das Gebäude Abschreibungen geltend machen, selbst dann, wenn von vornherein feststeht, dass die Immobilie keine Wertminderung sondern eine Wertsteigerung erfahren wird. Verbleibt das Immobilienvermögen mindestens zehn Jahre im Privatvermögen, ist der erzielte Gewinn bei einer Veräußerung steuerfrei und zwar unabhängig von der Größenordnung. Wurde ein Mehrfamilienhaus im Jahre 1995 für Euro 1 Mio. erworben und wurden bis zum Jahre 2018 € 368.000 Abschreibungen einkommensmindernd verrechnet, bleibt bei einem Verkaufspreis von Euro 2.200.000 der in 2018 erzielte Buchgewinn von Euro 1.568.000 komplett steuerfrei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses Privatvermögensprivileg ist ein hohes Gut. Ein Familien-Immobilienvermögen ist ja keineswegs nur statisch auf den Bestand ausgerichtet sondern kann sich im späteren Verlauf durch sinnvolle Vermögensumschichtungen auszeichnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Steuerprivileg gilt nur für Privatvermögen. Deswegen scheiden alle Gesellschaftsformen aus, bei denen kraft Rechtsform Betriebsvermögen vorliegt. Somit kommen in der Regel Kapitalgesellschaften nicht in Betracht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              VI. Die Familien-GbR
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist die einfachste Form, um ein Familienvermögen gesamthänderisch in einer Gesellschaft zu binden. Die Gründung einer GbR bedarf keiner Eintragung in einem öffentlichen Register und die Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrages kann sehr individuell vorgenommen werden. Der Gesellschaftsvertrag ist privatschriftlich, er bedarf keiner notariellen Beurkundung. Die GbR ist inzwischen auch grundbuchfähig, sodass frühere Hindernisse diesbezüglicher Art nicht mehr vorhanden sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die GbR ist rein vermögensverwaltend tätig, sodass das dargestellte Steuerprivileg bei Immobilienvermögen erhalten bleibt. Dieser vermögensverwaltende Charakter muss streng beibehalten werden, da ansonsten die Steuerfreiheit vernichtet wird. Beispiel: eine Familien GbR besitzt ein Mehrfamilienhaus, in dem im Erdgeschoss eine Eisdiele untergebracht ist. Die fröhliche Familie beschließt, die Eisdiele selbst zu betreiben. Der Verkauf von Eis ist eine gewerbliche Betätigung. Während eine Privatperson steuerlich gesehen parallel eine Eisdiele als Gewerbebetrieb betreiben darf und ein Mehrfamilienhaus privat vermietet und verpachtet, ist dies bei einer Gesellschaft oder Gemeinschaft nicht möglich. Die teilweise Gewerblichkeit der Familien-GbR führt zur sogenannten Infektionswirkung und macht die private Vermietung zur gewerblichen Vermietung mit der Folge, dass das Mehrfamilienhaus Betriebsvermögen wird. Damit wird ein späterer Veräußerungsgewinn steuerpflichtig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses Risiko kann sogar bereits dann entstehen, wenn das Mehrfamilienhaus mit einem Blockheizkraftwerk ausgestattet wird und an den Energieversorger Strom verkauft wird. In diesem Fall muss für diese Stromerzeugung eine zweite, gewerbliche Familien-GbR unterscheidbar gebildet werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Gesellschaftsvertrag der Familien-GbR wird so gestaltet, dass die unter B. formulierten Leitgedanken des Familienvermögens zum Ausdruck kommen. Das Elternehepaar behält automatisch das Sagen, solange es über die Mehrheit der Gesellschaftsanteile verfügt. Auch wenn die Mehrheitsverhältnisse zugunsten der Kinder verschoben werden, lässt sich die alleinige	Geschäftsführungskompetenz des Elternehepaars fortführen. So können die Stimmrechte abweichend von den Kapitalanteilen geregelt werden und die Geschäftsführung exklusiv dem älteren Ehepaar übertragen werden, zum Beispiel mit der Maßgabe, dass dies nur mit einer Mehrheit von 75 % der Stimmen oder mehr geändert werden kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Privileg der Grunderwerbsteuerfreiheit bei Übertragungen zwischen Ehegatten und Verwandten gerader Linie bleibt auch im Gesamtverbund der GbR erhalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die erbschaftsteuerlichen Rahmenbedingungen sind prinzipiell die gleichen wie bei einer Übertragung von Einzelwerten. Überträgt das Elternehepaar zehn Jahre nach Gründung der Familien-GbR zum Beispiel weitere 20 % der Anteile unentgeltlich auf die Kinder, so gelten hierfür die gleichen Bewertungsregeln und auch die Freibeträge, die neuerlich genutzt werden können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Gesellschafter der GbR können nicht frei über ihre Anteile verfügen sondern bedürfen hierzu der Zustimmung der anderen Familienmitglieder, denen im Übrigen das Recht zusteht, den Anteil selbst zu übernehmen, bevor er an fremde Dritte geht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Besonders elegant ist, im Gesellschaftsvertrag zu vereinbaren, dass der zukünftige Ehepartner des Kindes besondere ehevertragliche Vereinbarungen treffen muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Nachteil der GbR besteht darin, dass alle Familienmitglieder als Gesellschafter uneingeschränkt haften. Zunächst erscheint dies kein Unterschied zu sein zum unmittelbaren Privatvermögen, weil eine 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Privatperson auch bezüglich einer allein ihm gehörenden Immobilie haftet. Dennoch stellt sich die Frage, ob man den Gedanken der Familiengesellschaft nicht um eine Haftungsbeschränkung erweitern soll. Besonders sinnvoll ist dies dann, wenn noch ein minderjähriges Kind in die GbR aufgenommen werden soll, weil bei einer GbR hierzu zwingend die Hinzuziehung eines Ergänzungspflegers notwendig ist. Der könnte als paragrafenorientierter fürsorglicher Beamter auf die Idee kommen, das Kind vor der Schenkung zu beschützen und damit Elena in die Anwartschaft schicken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gibt es eine Alternative zur Family Wealth Ewig GbR?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             VII. Die Familien-KG (Kommanditgesellschaft)
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Urform der Kommanditgesellschaft ist die Offene Handelsgesellschaft, bei der ebenso wie bei der GbR alle Gesellschafter vollumfänglich haften. Eine OHG kommt gleichwohl als Familiengesellschaft nicht in Betracht, weil sie den Betrieb eines Handelsgewerbes voraussetzt, was im Regelfall eine (steuerlich) gewerbliche Betätigung darstellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Kommanditgesellschaft ist dies anders. Die Kommanditgesellschaft kann ebenso wie die GbR rein vermögensverwaltend tätig sein und erzielt steuerlich Privateinkünfte aus Kapitalvermögen und Vermietung und Verpachtung. Sie kommt daher als Alternative zur GbR in Betracht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kommanditgesellschaft besteht aus mindestens einem voll haftenden Gesellschafter (Komplementär) und mindestens einem beschränkt haftenden Gesellschafter (Kommanditist). Der Kommanditist haftet nur mit seiner Einlage.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Familien-KG könnte beispielsweise so aussehen, dass der Vater der Komplementär ist, während die Ehefrau und die Kinder als Kommanditisten beteiligt werden. Vermögens- und Gewinnverteilung sind frei gestaltbar, sodass mit einem sonst nicht notwendigen festen Kapitalanteil des Komplementärs seine Quote am Vermögen und am Gewinn definiert werden kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Charmant bei dieser Familien-KG ist, dass allein der Komplementär von Gesetz wegen zur Geschäftsführung befugt ist, sodass eine Sonderregelung der Geschäftsführung wie bei einer GbR, die im Übrigen im Außenverhältnis	nachweisbar sein muss, nicht notwendig ist. Die Kommanditisten sind reine Anteilseigner und haben ansonsten nicht viel zu sagen und haben auch keinerlei Recht, auf die Geschäftsführung Einfluss zu nehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil einer Familien-KG ist, dass sie im Handelsregister eingetragen ist und im Rechtsverkehr als eigene beachtliche Teilnehmerin auftreten kann. Obwohl es sich um eine private Vermietung und Verpachtung handelt, gibt sich die Familien-KG gegenüber Mietern, Banken und sonstigen Geschäftspartnern als hoch professionelle Gesellschaft aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Ewig-Familie denkt über die Gründung einer Ewig Wealth KG nach.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             VI. Die Familien GmbH &amp;amp; Co. KG
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine GmbH &amp;amp; Co. KG könnte erstrebenswert sein, wenn alle Gesellschafter nur beschränkt haften sollen. Dies wird durch die GmbH &amp;amp; Co. KG erreicht, bei der der Komplementär aus einer GmbH besteht, die lediglich mit ihrem Mindestkapital von Euro 25.000 haftet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst türmt sich hier eine Hürde auf, weil üblicherweise GmbH &amp;amp; Co. KGs kraft Rechtsform steuerlich als gewerblich gelten. Wer sich die Gewerblichkeit kraft Rechtsform im Gesetz genau anschaut, wird feststellen, dass es hiervon eine Ausnahme gibt. Die Ausnahme lautet, dass Gewerblichkeit nicht von vornherein kraft Rechtsform vorliegt, wenn außer dem beschränkt haftenden Komplementär andere Gesellschafter, d. h. Kommanditisten zur Geschäftsführung befugt sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unsere umtriebige Familie gründet also gleich zwei Gesellschaften, eine GmbH, die als Komplementärin haftet und eine KG mit vier Kommanditisten, bestehend aus Vater, Ehefrau, Sohn und Tochter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Gesellschaftsvertrag der GmbH &amp;amp; Co. KG sieht vor, dass der Vater zur Geschäftsführung befugt ist und somit zum geschäftsführenden Kommanditisten befördert wird. Da er gleichzeitig Geschäftsführer der Komplementär-GmbH ist, kann er sich aussuchen, ob er als Vertreter der Komplementärin die Geschicke der GmbH &amp;amp; Co. KG leitet oder als geschäftsführender Kommanditist. Die GmbH &amp;amp; Co. KG ist nicht gewerblich tätig sondern vermögensverwaltend und es sind keine steuerlichen Nachteile zu befürchten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Außenauftritt kann noch auf die Spitze getrieben werden, wenn man sich als Komplementärin statt einer GmbH eine AG leistet und nach außen als AG &amp;amp; Co. KG auftritt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hans und Hanni Ewig träumen von der HHE Ewig Wealth Property Aktiengesellschaft &amp;amp; Co. KG. Parallel zur existierenden Ewig Holding AG, die das gewerbliche Familienvermögen zusammenhält, kann nunmehr die Ewig-Dynastie bis zum Ende des Jahrhunderts gesichert werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             VI. Fazit
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Familiengesellschaft ist ein sinnvolles Instrument zur langfristigen Sicherung von Privatvermögen mit steuerlichem Optimierungspotential. Um es nutzen zu können, sind einige Fragen zu klären.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für welche Rechtsform entscheidet man sich endgültig? Welcher Aufwand ist für welches Vermögen passend? Was kostet das Ganze? Wie kommt das Vermögen in die Familiengesellschaft? Welche Regelungen sind konkret zu treffen und wie sieht der Gesellschaftsvertrag aus? Wie schützt man sich vor Rechtsfehlern? Wie lässt sich der Appetit des Finanzamts auf Steuereinnahmen verhindern oder wenigstens zügeln?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um diese Fragen zu klären, bedarf es einer Analyse, bei der wir Ihnen gerne behilflich sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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      <pubDate>Sat, 01 Sep 2018 08:31:11 GMT</pubDate>
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      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/c05cef57384c497ba7826885b9c981cc/dms3rep/multi/PNHR-Architektur-warm-soft-1004374.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Steuern sparen schon im Studium – Steuer-Tipp Nr. 298</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/steuern-sparen-schon-im-studium-steuer-tipp-nr-298</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Steuern sparen schon im Studium
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Steuertipp 297 vom März 2018 hatten wir über die Möglichkeit informiert, wie Eltern im Zusammenhang mit der Ausbildung ihrer Kinder Steuern sparen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber auch für Studierende selbst, und zwar auch für solche, die noch keine Einkünfte erzielen, kann es sich lohnen, eine jährliche Steuererklärung zu erstellen. Denn grundsätzlich können Berufsausbildungs- und Studienkosten in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Wer wie und in welcher Höhe steuerlich profitiert, wird im Folgenden dargestellt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Derzeitige Rechtslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Inwieweit Studierende von den Steuererleichterungen profitieren, hängt seit einigen Jahren davon ab, in welchem Ausbildungsabschnitt sie sich jeweils befinden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kosten für das Erststudium können derzeit nur als Sonderausgaben bis max. € 6.000,00 im Jahr abgesetzt werden. Hat der Studierende kein eigenes Einkommen, so wirken sich die Sonderausgaben nicht aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anders sieht es für Studierende in der Zweitausbildung aus. Hierunter fallen z. B. Studierende im Masterstudiengang, Studenten, welche berufsbegleitend studieren oder Erststudierende nach abgeschlossener Berufsausbildung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier können die Ausgaben in voller Höhe als Werbungskosten abgesetzt werden. Diese mindern bei eigenen Einnahmen das zu versteuernde Einkommen. Hat der Studierende keine eigenen Einnahmen, bescheinigt das Finanzamt einen entsprechenden Verlust. Dieser wird von Jahr zu Jahr vorgetragen und mindert in den anschließenden Berufsjahren das zu versteuernde Einkommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Hoffnung auch für das Erststudium
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gesetzlich vorgesehen ist ein Abzug als Werbungskosten zurzeit nur für die Zweitausbildung. Kosten für die Erstausbildung sind lediglich als Sonderausgaben beschränkt abzugsfähig und wirken sich daher bei fehlenden Einkünften nicht aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ob diese Einschränkung zulässig ist, liegt derzeit zur Entscheidung beim Bundesverfassungsgericht. Der Ausgang dieses Verfahrens ist ebenso ungewiss wie der Zeitpunkt der Entscheidung. Da aber durchaus Chancen bestehen, dass auch die Kosten für die Erstausbildung als Werbungskosten anzuerkennen sind, sollten Erststudierende oder andere Personen mit kostenpflichtigen Erstausbildungen ihre Belege sammeln und eine Einkommensteuererklärung einreichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Was ist alles absetzbar
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Studierende sollten grundsätzlich alles auflisten, was im Rahmen der Ausbildung anfällt. Dazu zählen u. a. die Kosten für die Bewerbung um einen Studienplatz, Studiengebühren, Fahrtkosten zur Uni und im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften, Aufwendungen für Fachliteratur, Fotokopien und Arbeitsmaterialien. Ebenso abzugsfähig sind Kosten für Arbeitsmittel wie Schreibtisch, Bürostuhl, PC/Laptop, Drucker und Ähnliches. Darüber hinaus können unter bestimmten Voraussetzungen auch die Kosten für ein Arbeitszimmer (bis € 1.250,00) und bei auswärtiger Unterbringung die Mieten in den Grenzen der doppelten Haushaltsführung berücksichtigt werden. Die im Rahmen eines Auslandssemesters anfallenden Kosten sollten ebenfalls erklärt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Studierende sollten daher in jedem Fall unabhängig von Erst- oder Zweitstudium sämtliche Belege sammeln und eine jährliche Einkommensteuererklärung erstellen. Erststudierende sollten in der Steuererklärung deutlich machen, dass die Kosten entgegen der derzeitigen gesetzlichen Regelung als Werbungskosten und nicht als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Bei abweichender Veranlagung sollten die Bescheide durch Einspruch offen gehalten werden. Gerne sind wir Ihnen hierbei behilflich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 01 Apr 2018 10:30:09 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/steuern-sparen-schon-im-studium-steuer-tipp-nr-298</guid>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Ausgliederung – Dekonzentration von Unternehmen – Special-Nr. 293</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/die-ausgliederung-dekonzentration-von-unternehmen-special-nr-293</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        
            Die Ausgliederung – Dekonzentration von Unternehmen
           &#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I. Einleitung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Unternehmen unterliegen mit zunehmender Dauer ihres Bestehens aus vielfältigen Gründen dem Zwang zur Reorganisation. Dies können betriebswirtschaftliche, steuerrechtliche oder allgemein rechtliche Zwänge sein. Eine Variante der Reorganisation ist die sog. Ausgliederung (von Unternehmensteilen). Hierbei handelt es sich gesellschaftsrechtlich um einen Unterfall der Spaltung nach dem Umwandlungsgesetz (UmwG), bei der die Anteile an dem den ausgegliederten Unternehmensteil übernehmenden Rechtsträger nicht den Gesellschaftern des übertragenden Rechtsträgers (=bisheriges Unternehmen), sondern dem übertragenden Rechtsträger selbst gewährt werden. Es kommt gewissermaßen zu einer Verlängerung der Beteiligungskette.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Einer der möglichen Gründe für eine Ausgliederung mag sein, dass Gesellschafter ein ihrer Meinung nach zu großes Unternehmen in kleinere Einheiten zerlegen möchten, sei es um flexibler handeln zu können, sei es um die Verantwortung für bestimmte Geschäftsbereiche zu trennen, jeweils ohne dass sich an den Beteiligungsverhältnissen etwas ändert. Ein anderes Motiv kann die Isolierung von Risiken durch die Verlagerung bestimmter Geschäftsbereiche und damit verbundener Risiken auf Tochtergesellschaften oder die Vorbereitung der Veräußerung eines Geschäftsbereichs sein. Ein häufiger Beweggrund für die Aufteilung des Unternehmens in verschiedene, selbstständige Tochtergesellschaften ist die Zielsetzung, das Gesamtunternehmen künftig von einer geschäftsleitenden Holdinggesellschaft führen zu lassen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Problematisch ist dabei nicht nur, dass (rechtlich betrachtet) jeder Vermögensgegenstand des auszugliedernden Unternehmensteils im Ausgangspunkt einzeln auf die künftige Tochtergesellschaft übertragen werden muss. Vielmehr bedürfen die zu übertragenden Vertragsverhältnisse des übertragenden Unternehmens(-teils) eines Neuabschlusses zwischen Drittem und der übernehmenden Gesellschaft, zumindest aber bedarf es der Zustimmung des Dritten zum Vertragseintritt des übernehmenden Rechtsträgers, was in der Praxis regelmäßig mit Nachverhandlungen der Vertragskonditionen verbunden ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Abhilfe schafft an dieser Stelle das Umwandlungsgesetz. Hiernach ist eine Vermögensübertragung in einem Akt durch partielle Gesamtrechtsnachfolge (sog. Sonderrechtsnachfolge) im Wege der Ausgliederung (§ 123 Abs. 4 UmwG) möglich. Die Sonderrechtsnachfolge bedeutet dabei nicht nur eine Beibehaltung aller bisherigen, dem ausgegliederten Unternehmensteil zuzurechnenden Wirtschaftsgüter und Verträge, sondern auch eine „automatische“ Verlängerung der Beteiligungskette. Mit Wirksamwerden der Ausgliederung durch deren Eintragung ins Handelsregister gehen sämtliche Vermögensgegenstände und Vertragswerke des auszugliedernden Unternehmensteils in einem Akt auf den übernehmenden Rechtsträger, die künftige Tochtergesellschaft des ausgliedernden Unternehmens, über, ohne dass es der Zustimmung oder Mitwirkung Dritter bedarf. Im Ergebnis stellt sich eine Ausgliederung daher auch als kostengünstige und einfache Alternative zur Neugründung einer Tochtergesellschaft und anschließender Übertragung/Einbringung eines Unternehmensteils dar.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             II. Drei Arten der Spaltung
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wie bereits erwähnt, ist die Ausgliederung ein Unterfall der umwandlungsrechtlichen Spaltung und steht selbständig neben den beiden anderen Spaltungsvarianten, der Aufspaltung und der Abspaltung.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die
             &#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Aufspaltung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          
             stellt eine Übertragung des gesamten Vermögens eines Rechtsträgers auf zwei oder mehrere übernehmende Rechtsträger dar. Der übertragende Rechtsträger wird ohne Abwicklung aufgelöst und erlischt mit Eintragung der Aufspaltung ins Handelsregister. Letztlich entstehen dann aus Sicht der Gesellschafter der aufzuspaltenden Gesellschaft zwei oder mehrere Schwestergesellschaften.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bei der
             &#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Abspaltung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          
             wird nur ein Teil des Vermögens des übertragenden Rechtsträgers auf mindestens einen übernehmenden Rechtsträger übertragen. Es wird also ein Teil des Unternehmens an eine Schwestergesellschaft abgegeben. Der übertragende Rechtsträger bleibt aber, anders als bei der Aufspaltung, bestehen. Gesellschafter des bestehenbleibenden und des neuen Rechtsträgers sind die ursprünglichen Anteilsinhaber.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Bei der
             &#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Ausgliederung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          
             handelt es sich fast um den gleichen Prozess wie bei der Abspaltung. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass nicht die Anteilsinhaber des übertragenden Rechtsträgers die An-teile am übernehmenden Rechtsträger erhalten, sondern der übertragende Rechtsträger selbst die neu entstehenden Anteile erhält; es entsteht mithin eine Tochtergesellschaft.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Ausgliederung kann
             &#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
              zur Aufnahme
             &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
          
             oder
             &#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
              zur Neugründung
             &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
          
             erfolgen. Der Unterschied besteht hier lediglich darin, ob die Übertragung des Vermögens auf einen (oder mehrere) bereits bestehende Rechtsträger (Tochtergesellschaften) er-folgt, oder aber der übernehmende Rechtsträger erst im Zuge der Ausgliederung entsteht (Neugründung). Als Ziel-rechtsträger für die Ausgliederung zur Neugründung kommt allerdings nur eine Körperschaft in Betracht, da es für eine Personengesellschaft an der Beteiligung eines zweiten Gesellschafters fehlt (Ausnahme GmbH &amp;amp; Co. KG)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             III. Ablauf einer Ausgliederung 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Ausgliederung lässt sich in drei Phasen unterteilen:
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             In der
             &#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
              Vorbereitungsphase
             &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
          
             müssen zunächst die Grundlagen der Ausgliederung durch die Vorbereitung der entsprechenden Beschlüsse (Ausgliederungsplan / Ausgliederungsvertrag) geschaffen werden. In diesem Zusammenhang sind durch die Vertretungsorgane der beteiligten Gesellschaften bestimmte Berichtspflichten gegenüber den Anteilseignern und Arbeitnehmern zu erfüllen. Zudem muss zur Gesellschafterversammlung eingeladen werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             In der
             &#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
              Beschlussphase
             &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
          
             wird auf Grundlage der vorbereiteten Verträge, Pläne und Berichte über die Ausgliederung entschieden. Für die Beschlüsse ist dabei in der Regel eine 3/4 Mehrheit (bei Personenhandelsgesellschaften ggf. Einstimmigkeit, § 125 Satz 1 i.V.m. § 43 Abs. 1 UmwG) erforderlich; zudem ist der Beschluss notariell zu beurkunden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             In der
             &#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
              Vollzugsphase
             &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
          
             wird die Ausgliederung zur Eintragung in das Handelsregister angemeldet. Erst mit ihrer Eintragung wird die Ausgliederung zivilrechtlich wirksam (insbesondere der Vermögensübergang auf den übernehmenden Rechtsträger sowie ggf. das Erlöschen der Firma bei der Ausgliederung aus dem Vermögen eines eingetragenen Einzelkaufmanns).
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             IV. Zivilrechtliche Aspekte
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Ausgliederung eines Betriebsteils zur Aufnahme oder Neugründung auf eine GmbH oder eine Personenhandelsgesellschaft (insb. GmbH &amp;amp; Co. KG) ist ein in der Praxis durchaus häufig anzutreffender Fall.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Grundsätzlich hat dabei der übertragende Rechtsträger die Wahl, ob er den Teilbetrieb auf eine bereits bestehende Gesellschaft oder zur Neugründung einer Gesellschaft ausgliedern möchte. Im Fall der Ausgliederung zur Aufnahme führt dies zu einer Sachkapitalerhöhung bei der übernehmenden GmbH bzw. zur Gewährung neuer Personengesellschaftsanteile. Im Fall der Ausgliederung zur Neugründung liegt eine Sachgründung vor. Es gelten insoweit die einschlägigen Bestimmungen des GmbHG bzw. des HGB.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Da mit einer Ausgliederung nur eine teilweise Gesamtrechtsnachfolge angestrebt wird (nur ein Betriebsteil soll ausgegliedert werden), muss zur Herstellung der er-strebten Sonderrechtsnachfolge eine Abgrenzung vorgenommen werden, welche Wirtschaftsgüter und sonstigen Gegenstände übergehen sollen, und welche beim übertragenden Rechtsträger verbleiben. Dies geschieht bei Ausgliederung zur Neugründung durch einen sog. Ausgliederungs
             &#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
              plan
             &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
          
             , bei Ausgliederungen zur Aufnahme durch einen Ausgliederungs
             &#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
              vertrag
             &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
          
             .
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              V. Handelsbilanzielle Aspekte
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;br/&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Handelsrechtlich erfolgt die „Einbringung“ durch Ausgliederung des Betriebsteils auf den übernehmenden Rechtsträger nach herrschender Meinung wahlweise zum Buchwert des übertragenden Rechtsträgers (sog. Buchwertfortführung) oder zu Anschaffungskosten, also dem Zeit-/Verkehrswert der eingebrachten Vermögensgegenstände.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Ausübung des Wahlrechts kann nur einheitlich für das gesamte ausgegliederte Vermögen ausgeübt werden. Eine Buchwertfortführung bei nur einzelnen Wirt
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             schaftsgütern kommt nach allgemeiner Meinung nicht in Betracht. Das Wahlrecht steht dem übernehmenden Rechtsträger zu, der es durch entsprechende Bilanzansätze im ersten Jahresabschluss, in dem der Vermögensübergang zu erfassen ist, ausübt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der Einbringungswert kann handelsrechtlich unabhängig vom Ansatz in der Steuerbilanz festgelegt werden (keine Maßgeblichkeit der Handels- für die Steuerbilanz!). Da es sich bei der Ausgliederung um eine Einbringung, mithin um einen tauschähnlichen Vorgang handelt (Wirtschaftsgüter gegen Geschäftsanteile / Mitgliedschaftsrechte bzw. Gesellschaftsanteile), liegt handelsbilanziell ein Veräußerungsgeschäft vor, so dass nach allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen die Anschaffungskosten, mithin der Zeit-/Verkehrswert der eingebrachten Wirtschaftsgüter in Ansatz zu bringen ist. Beim bisherigen Unternehmen führt dies zu einem Veräußerungsgewinn. Entscheidet sich der übernehmende Rechtsträger demgegenüber handelsrechtlich für die Buchwertfortführung, ist er an die Ansätze in der Schlussbilanz des übertragenden Rechtsträgers gebunden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              Hinweis:
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
          
             Zur Vermeidung von Ausschüttungssperren in der neuen GmbH bzw. von Haftungsrisiken wegen noch nicht voll erbrachter Kommanditeinlagen bei einer KG und um ein akzeptables Bilanzbild nach außen darzustellen, wird man in der Praxis im Regelfall versuchen, eine auch bilanziell belegte Deckung des Stammkapitals der übernehmenden GmbH/ Festkapitals der übernehmenden KG abzubilden. Sichergestellt sein muss dabei aber, dass die eingebrachten Vermögensgegenstände materiell zum Zeitwert mindestens den Betrag des Stammkapitals / der Kommanditeinlage decken. Dies ist im Sachgründungsbericht bzw. Kapitalerhöhungsbericht zu belegen und ggf. (in Grenzfällen) mit einem Werthaltigkeitsgutachten zu untermauern. Andernfalls besteht ggf. die persönliche Haftung weiterhin fort. Bei einer GmbH würde zudem das Handelsregister die Eintragung der Ausgliederung mangels Deckung des Stammkapitals womöglich in Frage stellen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              VI. Steuerliche Aspekte
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Nach den Regelungen des EStG, KStG und des GewStG führt die Bewertung einer Transaktion von Wirtschaftsgütern zwischen den beteiligten Gesellschaften zum Teilwert oder gemeinen Wert in der Regel zu einer Aufdeckung stiller Reserven und damit zu deren Besteuerung. Diese ertragsteuerlichen Wirkungen einer Ausgliederung werden jedoch durch das 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Umwandlungssteuergesetz	modifiziert 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             bzw. vermieden. Dabei sind drei Ebenen zu unterscheiden:
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               1.	Steuerfolgen bei der
               &#xD;
              &lt;i&gt;&#xD;
                
                übertragen
               &#xD;
              &lt;/i&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;i&gt;&#xD;
                
                den
               &#xD;
              &lt;/i&gt;&#xD;
              
               Gesellschaft
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Beim übertragenden Rechtsträger entsteht ein sog.
             &#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
              Einbringungsgewinn
             &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
          
             , wenn in der Schlussbilanz statt der bisherigen Buchwerte höhere Werte anzusetzen sind bzw. angesetzt werden. Dabei besteht steuerlich grundsätzlich die Pflicht, die Wirtschaftsgüter mit dem gemeinen Wert anzusetzen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Auf Grundlage des Umwandlungssteuergesetzes ist jedoch – sofern die zukünftige Besteuerung der stillen Reserven sichergestellt ist – auf
             &#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
              Antrag
             &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
          
             der Ansatz von Buch- oder Zwischenwerten möglich, um so eine Aufdeckung und Besteuerung von stillen Reserven zu vermeiden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der Buchwertansatz setzt voraus, dass der ausgegliederte Betrieb die steuerlichen Anforderungen an einen sog. Teilbetrieb erfüllt. Ein solcher liegt vor, wenn es sich um einen mit einer gewissen Selbstständigkeit ausgestatteten, organisch geschlossenen Teil des Gesamtbetriebs handelt, der für sich betrachtet „lebensfähig“ ist. Die Erfüllung der Teilbetriebsvoraussetzung ist sorgfältig zu prüfen und ggf. herzustellen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Zu beachten ist, dass im Anschluss an die Ausgliederung eine siebenjährige Sperrfrist einzuhalten ist. Das Unternehmen kann also die ausgegliederte Gesellschaft nicht umgehend weitgehend steuerfrei gem. § 8b KStG verkaufen. Sie muss sieben Jahre warten. Die volle Steuerpflicht des Veräußerungsgewinns schmilzt jedes volle Jahr um ein Siebtel, d. h. bei einer Veräußerung nach 5 1/2 Jahren wäre der Veräußerungsgewinn mit 2/7 voll steuerpflichtig und mit 5/7 bis auf 5 % steuerfrei nach Maßgabe des § 8b KStG.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               2.	Steuerfolgen bei der
               &#xD;
              &lt;i&gt;&#xD;
                
                überneh
               &#xD;
              &lt;/i&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;i&gt;&#xD;
                
                menden
               &#xD;
              &lt;/i&gt;&#xD;
              
               Kapitalgesellschaft
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;br/&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Steuerfolgen bei der übernehmenden Gesellschaft können sich nur in der Konstellation der Ausgliederung zur Aufnahme und damit nur unter Beteiligung einer bereits bestehenden Kapitalgesellschaft als übernehmenden Rechtsträger ergeben. Es handelt sich hierbei um einen sog.
             &#xD;
          &lt;i&gt;&#xD;
            
              Übernahmefolgengewinn
             &#xD;
          &lt;/i&gt;&#xD;
          
             , welcher entsteht, wenn zwischen dem übertragenden und dem übernehmenden Rechtsträger wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen, die zum Ausgliederungsvermögen gehören und deren Wertansätze unterschiedlich hoch sind (etwa weil vom Gläubiger auf einen niedrigeren Teilwert abgeschrieben). Der Übernahmefolgengewinn ist auf Grundlage des Umwandlungssteuergesetzes verteilt über 3 Jahre zu versteuern.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               3.	Steuerfolgen bei den
               &#xD;
              &lt;i&gt;&#xD;
                
                Anteilseig
               &#xD;
              &lt;/i&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              &lt;i&gt;&#xD;
                
                nern
               &#xD;
              &lt;/i&gt;&#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;i&gt;&#xD;
            &lt;/i&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Da die Gesellschafterebene bei einer Ausgliederung nicht berührt wird (die neuen Anteile für das übertragene Vermögen erhält der übertragende Rechtsträger), ergeben sich keine Steuerfolgen bei den Anteilseignern.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Hinweis:
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          
             Steuerlich stellt die Ausgliederung eine Einbringung nach § 20 UmwStG (Einbringung in eine Kapitalgesellschaft) oder § 24 UmwStG (Einbringung in eine Personengesellschaft) dar. Beiden Regelungen ist gemein, dass es sich bei dem ausgegliederten Vermögen um einen Betrieb oder Teilbetrieb handeln muss. Eine Ausgliederung ist demnach nicht steuerlich durch das Umwandlungssteuergesetz begünstigt, soweit nur einzelne Wirtschaftsgüter ausgegliedert werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              VII. Steuerliche Besonderheiten
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              1.	Rückwirkung
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Da das Wirksamwerden der Ausgliederung von der Eintragung im Handelsregister abhängt, hätten die Beteiligten keinen Einfluss darauf, zu welchen Zeitpunkt hieraus bedingte Gewinne bzw. Verluste entstehen und wann diese zu berücksichtigen sind. Daher sieht das Umwandlungsgesetz eine Rückwirkungsfiktion vor. Der Ausgliederungsstichtag kann per Vertrag auf einen Tag festgelegt werden, der bis zu acht Monate vor dem Tag der Anmeldung der Ausgliederung zum Handelsregister liegt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Entsprechend zum Umwandlungsgesetz normiert auch das Umwandlungssteuerrecht eine Rückwirkungsfiktion. So liegt der steuerliche Übertragungsstichtag einen Tag vor dem handelsrechtlichen Verschmelzungsstichtag. Im Ergebnis gilt also auch für das Steuerrecht ein achtmonatiger Rückwirkungszeitraum.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2.	Umsatzsteuer
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Ausgliederung wird regelmäßig als sog. Geschäftsveräußerung im Ganzen (hinsichtlich eines gesondert geführten Betriebs) gem. § 1 Abs. 1a UStG zu beurteilen sein und ist daher nicht umsatzsteuerbar. Der übernehmende Rechtsträger tritt auf Grund der (partiellen) Gesamtrechtsnachfolge in die umsatzsteuerliche Rechtsstellung des übertragenden Rechtsträgers ein, insbesondere auch hinsichtlich etwa notwendig werdender Vorsteuerberichtigungen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              3.	Grunderwerbsteuer
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Umfassen die Wirtschaftsgüter des übertragenden Rechtsträgers auch Grundstücke, löst die Ausgliederung gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 3 GrEStG grundsätzlich Grund-erwerbsteuer aus. Diese fällt jedoch bei einer Ausgliederung auf eine Kapitalgesellschaft nicht an, wenn die Voraussetzungen für die Steuerbefreiung für Kon
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              zernumstrukturierungen	i.S.v.	§ 6a 
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              GrEStG erfüllt sind. Bei einer Ausgliederung auf eine Personengesellschaft liegt typischerweise die Begünstigung (Steuer wird nicht erhoben) nach § 5 Abs. 2 GrEStG vor.
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              Hinweis:
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
          
             Bei Gestaltungsüberlegungen – beispielsweise im Falle der Zurückbehaltung von Grundstücken – zur Vermeidung der Grunderwerbsteuer sind die Anforderungen des UmwStG an den Betriebs-/ Teilbetriebsbegriff zu beachten, um die Steuerneutralität bzw. die Buchwertfortführung ertragsteuerlich nicht zu gefährden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              VIII. Fazit
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ist eine Ausgliederung beabsichtigt, sind die wichtigsten Zielsetzungen festzulegen. Dies betrifft neben dem Umfang und konkreter Ausgestaltung auch das Ausloten der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Dabei ist zu bedenken, dass solche Umstrukturierungen nicht einfach wieder rückgängig zu machen sind. Die Umsetzung bedarf daher einer sorgfältigen Planung und fachlicher Expertise.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Darüber hinaus werden für eine Ausgliederung vielerlei Verträge, Beschlüsse und Berichte, welche nicht nur die allgemeinen Regelungen, sondern auch die rechts-formspezifischen Besonderheiten der beteiligten Rechtsträger berücksichtigen, benötigt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Gerne stehen wir Ihnen hierbei mit Rat und Tat zur Seite. 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 01 Sep 2017 11:22:07 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/die-ausgliederung-dekonzentration-von-unternehmen-special-nr-293</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Unternehmergesellschaft (UG) – Special Nr. 286</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/die-unternehmergesellschaft-ug-special-nr-286</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Die Unternehmergesellschaft (UG) 
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I. Einleitung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die UG – Unternehmergesellschaft – (haftungsbeschränkt) erfreut sich beachtlicher Beliebtheit, vor allem bei Existenzgründern. Der Gesetzgeber hat sie 2008 ins GmbH-Gesetz eingeführt, insbesondere um der seinerzeit auf dem Vormarsch befindlichen britischen Limited eine Alternative gegenüberzustellen. Wie die Limited kann auch die UG (haftungsbeschränkt) mit einem Kapital von € 1,00 (je Gesellschafter) gegründet werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Zielsetzung des Gesetzgebers wurde weitgehend erreicht. Während bis 2015 weit mehr als 100.000 neue UGs gegründet wurden, hat die Limited als Neugründung mit Verwaltungssitz in Deutschland praktisch keine Bedeutung mehr.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die gesetzlich korrekte Bezeichnung der UG lautet Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) oder abgekürzt UG (haftungsbeschränkt); ungeachtet dessen wird sie im Weiteren auch nur „UG“ genannt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die UG ist keine eigene Rechtsform, sondern stellt eine besondere Form, sozusagen eine Spielart der GmbH dar, weshalb ihre gesetzlichen Grundlagen im GmbH-Gesetz geregelt sind.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              II. Gründe für eine UG
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Es gibt eine Vielzahl von Gründen, die die Gründung einer Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) sinnvoll machen. Die wichtigsten sind nachfolgend dargestellt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;span&gt;&#xD;
              
               2.1	Fehlende Eigenmittel
              &#xD;
            &lt;/span&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die GmbH verlangt ein Mindest-Stammkapital von € 25.000,00, wovon mindestens die Hälfte einzuzahlen ist und bei der die Gesellschafter für nicht eingezahlte Stammeinlagen persönlich haften. Für viele Existenzgründer bedeutet dies eine unüberwindbare Hürde. Die UG lässt sich mit lediglich € 1,00 Kapital (je Gründungsgesellschafter) gründen, bei Gründungskosten in Höhe von ca. € 300,00. In einer Vielzahl von Fällen werden UGs aufgrund der Gründungskosten mit einem Kapital in Höhe von rd. € 1.000,00 gegründet, um nicht von Beginn an eine Überschuldungsbilanz zeigen zu müssen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2.2	Haftungsbeschränkung
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wie die GmbH haftet auch die UG nur mit ihrem Vermögen, insbesondere ihrem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag. Verfügt die UG über ein Stammkapital von € 1.000,00, kann der Gesellschafter auch nur bis zu dieser Höhe haften, z.B. wenn er das Kapital (gesetzeswidrig!) nicht eingezahlt oder sich zurück gewährt hat.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Zwar ist die UG verpflichtet, durch eine gesetzliche, zweckgebundene Rücklage aus dem Gewinn letztlich einen Ausgleich für das gegenüber der regulären GmbH geringere Mindeststammkapital zu schaffen; diese Rücklagenverpflichtung bedeutet aber nicht, dass die Gesellschafter für das gegenüber dem Mindeststammkapital der „echten GmbH“ (noch) fehlende Kapital haften würden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2.3	Einfachheit der Statuten
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wie die gesellschaftsvertraglichen Regelungen einer GmbH können auch diejenigen einer UG umfangreich und differenziert sein. Die UG (ebenso wie die reguläre GmbH) lässt sich seit 2008 auch mit einem sogenannten Musterprotokoll mit Mustersatzung gründen. Neben der Einfachheit der Mustersatzung, die insbesondere rechtlich unerfahrenen Existenzgründern zugutekommt, ergeben sich durch den vereinfachten Gründungsvorgang Kostenvorteile.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Unbeschadet dieser Einfachheit lässt die UG – wie jede GmbH – auch individuelle Gesellschaftsverträge zu, so dass bei Bedarf jederzeit ein Abweichen von der Mustersatzung vereinbart werden kann.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2.4	Nicht benötigte Kapitalbindung
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Es gibt Firmen, deren Geschäftsmodell kein Eigenkapital benötigt. In diesem Fall vermeidet die UG die unnötige Kapitalbindung einer GmbH, bei der die Liquidität nicht arbeiten kann.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2.5	Persönliche Holdinggesellschaft
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Manche Gesellschafter einer GmbH halten ihre Geschäftsanteile nicht persönlich, sondern über eine weitere, ihnen allein gehörende Kapitalgesellschaft. Durch diese Zwischengesellschaft will man die steuerlichen Folgen einer Veräußerung der Anteile an einer Kapitalgesellschaft mildern. Wird z. B. eine GmbH veräußert, an der ein Gesellschafter mit 20 % beteiligt ist, würde dieser den Veräußerungsgewinn gem. § 17 EStG zu 60 % versteuern müssen (Teileinkünfteverfahren), während der Gewinn bei einer Zwischen-Holding gem. § 8b Abs. 2 und 3 KStG lediglich zu 5 % steuerpflichtig wird. Die Zwischengesellschaft kann anschließend auf breiterer Basis neu investieren. Bei einem Gewinn in Höhe von z. B. € 150.000,00 bleiben € 148.000,00 übrig, während es im Privatvermögen bei einem Steuersatz von 42 % (auf 60 % des Gewinns) nur € 110.000,00 wären.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2.6	Blocker-Gesellschaft
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Aus unterschiedlichsten Gründen können sog. Blocker-GmbHs eine wichtige Funktion erfüllen. Denkbar sind grunderwerbsteuerliche Motive, Vermeidung von Infektionswirkungen gewerblicher Einkünfte auf andere Einkunftsarten oder Vermeidung der Einbeziehungen in einen Konzern. Wie bei der persönlichen Holding verfügen auch diese Blocker-Gesellschaften in der Regel über keinen eigenen Geschäftsbetrieb. Auch hier ist das Streben nach minimalem Aufwand ein Beweggrund für eine UG.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2.7 Vorstufe einer großen Gesellschaft, z. B. AG
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Es kann sein, dass eine große, aktive Gesellschaft gegründet werden soll, die zunächst noch keine Geschäftstätigkeit entfaltet, rechtlich aber existent sein soll. In dieser zunächst passiven Phase hat die Gesellschaft die Funktion einer Vorrats-GmbH, gehört aber im Unterschied zu dieser bereits zur Firmengruppe und bedarf keines nennenswerten Kapitaleinsatzes.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2.8	Sichere Alternative zur Limited
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die britische Limited ist eine Gesellschaft nach britischem Recht, d. h. nach einem Rechtssystem, das deutschen Unternehmern grundsätzlich fremd ist. Nicht nur das fremde Rechtssystem ist ein Problem, sondern auch die Behandlung der Limited vor deutschen Gerichten mit der möglichen Folge vermeidbarer persönlicher Haftung der Organe. Darüber hinaus bedarf die Limited eines statutarischen Sitzes in Großbritannien. Der hauptsächliche Vorteil der Limited, nämlich der des begrenzten Eigenkapitaleinsatzes, ist auch bei der UG gewährleistet, die Rechtssicherheit ist jedoch bei der UG ungleich höher, vom fehlenden Beratungs-bedarf im Ausland ganz zu schweigen.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2.9	Nachteile
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ein Nachteil kann im äußeren Auftritt liegen, da sich die Gesellschaft zwingend als „UG (haftungsbeschränkt)“ bezeichnen muss. Sie vermittelt damit eine gewisse Zweitklassigkeit, wobei dies von den Wirtschaftsteilnehmern höchst unterschiedlich wahrgenommen wird. Das geringere Kapital als solches unterscheidet sich in der Wahrnehmung kaum von einer GmbH mit Mindeststammkapital, da ein Betrag von € 25.000,00 im Krisenfall nicht wirklich eine maßgeblich bessere Bonität vermittelt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III. Besonderheiten und Unterschiede zur GmbH
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3.1	Stammkapital
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Da das GmbHG grundsätzlich auch für die UG umfassend gilt, soweit sich aus § 5a GmbHG (wo die UG im GmbHG verortet ist) nichts anderes ergibt, hängt das Mindeststammkapital letztlich von der Zahl der Gesellschafter der UG ab, da § 5 Abs. 2 Satz 1 GmbHG verlangt, dass jeder Geschäftsanteil einen Nennbetrag von mindestens einem Euro haben und jeder Gesellschafter zumindest einen Geschäftsanteil übernehmen muss. Die Summe der Nennbeträge aller Geschäftsanteile muss mit dem Stammkapital der Gesellschaft übereinstimmen, § 5 Abs. 3 Satz 2 GmbHG. Bei nur einem Gesellschafter genügt also bei der UG ein Stammkapital von lediglich € 1,00, bei zweien von € 2,00 etc.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ungeachtet dessen kann wie bei jeder GmbH ein Gesellschafter bei Errichtung der Gesellschaft auch mehrere Geschäftsanteile übernehmen, wobei sich in der Praxis die Stückelung mit einem Nennbetrag von € 1,00 pro Geschäftsanteil als sinnvoll erwiesen hat, um bei künftigen Geschäftsanteilsübertragungen die größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten. Anders als bei der regulären GmbH ist bei der UG jedoch das Stammkapital bzw. der Nennbetrag eines jeden Geschäftsanteils stets in voller Höhe in Geld einzubezahlen (§ 5a Abs. 2 Satz 1 GmbHG); Sacheinlagen sind gemäß § 5a Abs. 2 Satz 2 GmbHG generell ausgeschlossen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die UG kann – wie jede GmbH – für jeden rechtlich zulässigen Zweck gegründet werden, vgl. §§ 1 i.V.m. 5a Abs. 1 GmbHG. Ungeachtet der betriebswirtschaftlichen Sinnhaftigkeit kann die UG trotz geringer Kapitalausstattung grundsätzlich für jede (rechtlich zulässige) Aufgabe errichtet werden, soweit die Grundsätze der Unterkapitalisierung und damit der (vorsätzlichen) Gläubigergefährdung nicht verletzt werden, also die Finanzierung der an sie gestellten Aufgaben ungeachtet des geringen Stammkapitals gesichert ist. Die UG ist völlig unabhängig vom Gegenstand ihrer Betätigung handelsrechtlich Kaufmann kraft Rechtsform (§ 6 Abs. 1 HGB i.V.m. § 13 Abs. 3 GmbHG).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3.2	Gesetzliche Rücklage
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anders als die reguläre GmbH ist die UG nach § 5a Abs. 3 GmbHG zur Bildung einer gesetzlichen Rücklage verpflichtet, um einen gewissen Ausgleich im Interesse des Gläubigerschutzes für das geringe Mindeststammkapital zu schaffen. Der Gesetzgeber verstand die UG (haftungsbeschränkt) als Einstieg in die Rechtsform GmbH und wollte durch den Zwang zur Thesaurierung von einem Viertel des um einen Verlustvortrag aus dem Vorjahr geminderten Jahresüberschusses das „Hineinwachsen in die reguläre GmbH“ gesetzlich fördern, jedoch ohne einen Zwang zur Umfirmierung oder Kapitalerhöhung bei Erreichen einer entsprechend hohen Rücklage zu schaffen. Die Rücklage und auch die bewusst sperrig gewählte Rechtsformbezeichnung sollen die Gesellschafter zu einer Erhöhung des Stammkapitals und gleichsam zum Wechsel in die klassische GmbH motivieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die zwingend zu bildende, zweckgebundene Rücklage dient mithin der Kapitalaufholung, um so die UG – nach der Vorstellung des Gesetzgebers – sukzessive zur „echten GmbH“ erstarken zu lassen (vgl. § 5a Abs. 3 Nr. 1 GmbHG). Die Vorschrift dokumentiert, dass der Gesetzgeber dogmatisch vom Grundsatz des Mindeststammkapitals für deutsche Kapitalgesellschaften auch mit Einführung der UG nicht abgerückt ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zugleich wird durch die regelmäßige Rücklagendotierung zum Ausgleich für das geringere Mindeststammkapital der Schutz der Gläubiger der UG angestrebt, darf die Rücklage doch ausweislich § 5a Abs. 3 GmbHG nur
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1.	für Zwecke des § 57c GmbHG (Durchführung einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln),
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2.	zum Ausgleich eines Jahresfehlbetrages, soweit er nicht durch einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr gedeckt ist, und
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3. zum Ausgleich eines Verlustvortrags aus dem Vorjahr, soweit er nicht durch einen Jahresüberschuss gedeckt ist,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            verwandt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Rücklagendotierungspflicht besteht so lange, wie die UG kein eingetragenes Stammkapital in Höhe des für die echte GmbH geltenden Mindeststammkapitals von € 25.000,00 aufzuweisen hat. Auch dann wenn die Rücklage in der Zwischenzeit weit über diesen Betrag hinausgeht, die UG aber ihr Stammkapital nicht erhöht, verbleibt es bei der Pflicht zur Rücklagendotierung nach § 5a Abs. 3 GmbHG ohne zeitliches oder betragsmäßiges Limit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3.3	Sacheinlagenverbot
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eine massive Einschränkung der Handlungsmöglichkeiten im Vergleich zur regulären GmbH stellt das in § 5a Abs. 2 Satz 2 GmbHG geregelte, uneingeschränkte Verbot von Sacheinlagen dar, das grundsätzlich sowohl bei der Gründung als auch bei Kapitalerhöhungen gilt. Eine UG (haftungsbeschränkt) kann mithin nur durch Bareinlagen auf das Stammkapital bzw. die Nennbeträge der Geschäftsanteile gegründet werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3.4 Firmierung UG (haftungsbeschränkt)
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die UG (haftungsbeschränkt) ist wie ausgeführt ihrem Wesen nach eine GmbH, die jedoch nicht als solche, also als „GmbH“ firmieren darf, um den Rechtsverkehr nicht im Hinblick auf das gerade nicht erforderliche und nicht vorhandene Mindeststammkapital der GmbH in die Irre zu führen und die „minderausgestattete“ Spielart der GmbH auf diese Weise besonders kenntlich zu machen, ja nachgerade vor ihr zu „warnen“. Das Gesetz schreibt in § 5a Abs. 1 GmbHG („...muss in der Firma abweichend von § 4 die Bezeichnung ... führen “) ausdrücklich den Firmenzusatz „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“ oder „UG (haftungsbeschränkt)“ vor.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Modifikationen durch Einschübe, etwa „Unternehmergesellschaft für Vermögensverwaltung (haftungsbeschränkt)“, oder andere Abkürzungen, etwa „UG mbH“, oder sonstige Umformulierungen, etwa „UG beschränkt haftend“, sind nicht zulässig. Dies gilt auch für UGs, die als Komplementärin einer Kommanditgesellschaft fungieren; solche KGs müssen zwingend als „XY UG (haftungsbeschränkt) &amp;amp; Co. KG“ oder „XY Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) &amp;amp; Co. KG“ firmieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3.5	Gründung mit Musterprotokoll
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zeitgleich mit der UG wurde im Jahr 2008 die Möglichkeit im GmbHG geschaffen, die Gründung von GmbH/UG mittels eines sog. Musterprotokolls vorzunehmen (vgl. § 2 Abs. 1a GmbHG i.V.m. Anlagen zu § 2 Abs. 1a GmbHG). Die Neuregelung sollte eine Beschleunigung der Gründungsformalitäten und zugleich eine Vereinfachung des Gründungsvorgangs insgesamt bewirken. Das GmbHG stellt als Anlagen zu § 2 Abs. 1a GmbHG insoweit zwei Musterprotokolle zur Verfügung, eines für die Gründung durch lediglich eine Person, eines für die Gründung durch mehrere Personen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der entscheidende Vorteil der Nutzung des Musterprotokolls ist, dass insoweit nur reduzierte Notargebühren entstehen, der notariellen Beurkundung bedarf indessen auch das Musterprotokoll. Die Handelsregistergebühren sind bei der regulären Gründung von GmbH/UG und der mittels eines Musterprotokolls errichteten demgegenüber identisch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als Nachteil stellt sich demgegenüber dar, dass bei Nutzung eines der beiden Musterprotokolle, stets nur eine Satzung rudimentären Umfangs und Inhalts festgestellt werden kann, die so gut wie keinen Gestaltungsspielraum lässt (vgl. § 2 Abs. 1a Satz 3 GmbHG), und dass bei der Gründung stets nur ein Geschäftsführer bestellt wird, der einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit ist (vgl. Anlagen zu § 2 Abs. 1a GmbHG).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Man wird daher mit der h.M. in der Literatur festhalten müssen, dass das Musterprotokoll für Mehrpersonengründungen nicht tauglich ist; allenfalls bei der Ein-Personen-Gründung mag das Musterprotokoll mitunter – jedenfalls wenn die Gesellschaft von ihrem Gesellschaftszweck nicht auf lange Dauer angelegt ist – eine sinnvolle weil (geringfügig) kostensparende Variante sein.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            3.6	Gesellschaftsvertrag
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Für den Gesellschaftsvertrag der UG – wird diese nicht mittels Musterprotokoll nach § 2 Abs. 1a GmbHG errichtet (vgl. Anlage zu § 2 Abs. 1a GmbHG) – gelten die Anforderungen an dessen Mindestinhalt wie für eine reguläre GmbH nach Maßgabe von § 3 GmbHG.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als Mindestinhalt ist daher im Gesellschaftsvertrag auch einer UG festzulegen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             1.	die Firma und der Sitz der Gesellschaft,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             2.	der Gegenstand des Unternehmens,
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3.	der Betrag des Stammkapitals und
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;blockquote&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             4.	die Zahl und die Nennbeträge der Geschäftsanteile, die jeder Gesellschafter gegen Einlage auf das Stammkapital (Stammeinlage) übernimmt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/blockquote&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach Aufgabe der Sitztheorie durch den EuGH ist hinsichtlich des Gesellschaftssitzes zwischen Satzungssitz und Verwaltungssitz zu unterscheiden. Der Satzungssitz muss gemäß § 4a GmbHG im Inland liegen. Durch ihn wird u.a. die Zuständigkeit des Registergerichts (§ 7 Abs. 1 GmbHG), der allgemeine Gerichtsstand (§ 17 ZPO) und daran anknüpfend die Zuständigkeit des Insolvenzgerichts (§ 3 Abs. 1 Satz 1 InsO) bestimmt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der sog. Verwaltungssitz, also der Ort, von dem aus die Gesellschaft ihre Geschäfte betreibt, kann durchaus vom Satzungssitz abweichen und kann grundsätzlich auch im Ausland liegen (wie bei den zahlreichen im Inland tätigen Ltd.‘s, nur mit umgekehrtem Vorzeichen).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3.7	Drohende Zahlungsunfähigkeit
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Anders als bei der regulären GmbH hat es der Gesetzgeber bei der UG nicht für sinnvoll erachtet, die Vorschrift von § 49 Abs. 3 GmbHG zur Anwendung kommen zu lassen. Nach dieser Bestimmung hat der Geschäftsführer unverzüglich eine Gesellschafterversammlung einzuberufen, wenn aus der Jahresbilanz oder aus einer im Laufe des Geschäftsjahres aufgestellten Bilanz sich ergibt, dass die Hälfte des Stammkapitals verloren ist. Dies würde bei einer UG mit lediglich marginalem Stammkapital in der Praxis recht häufig der Fall sein und die Bestimmung letzten Endes die UG als wenig praxistauglich und handhabbar erscheinen lassen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Deshalb sieht § 5a Abs. 4 GmbHG für die UG vor, dass die Geschäftsführer stattdessen eine Gesellschafterversammlung einzuberufen haben, sobald die Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft i.S.v. § 18 Abs. 2 InsO droht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3.8	Umwandlungsfälle
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die UG ist, wie bereits mehrfach betont, lediglich eine Spielart der GmbH und daher grundsätzlich ein umwandlungsfähiger Rechtsträger nach Maßgabe der Bestimmungen des Umwandlungsgesetzes (UmwG). Allerdings beschränkt das Sacheinlageverbot von § 5a Abs. 2 Satz 2 GmbHG die Möglichkeiten für eine Umwandlung mit einer UG als übernehmendem Rechtsträger ganz erheblich.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             3.9	Organschaft
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die UG eignet sich insoweit – auch wenn die Ersparniswirkungen eher überschaubar sind – durchaus als Rechtsform für eine konzerngebundene Gesellschaft, sei es als Muttergesellschaft und herrschendes Unternehmen, sei es als Tochter-/ Enkelgesellschaft und abhängiges Unternehmen. Eine Beschränkung ihres Einsatzspektrums ist insoweit nicht gegeben.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV. Rechnungswesen und Steuern
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              4.1	Rechnungswesen
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Beim Rechnungswesen der UG sind keine Besonderheiten gegenüber der GmbH zu beachten. Ebenso wenig gibt es irgendwie geartete Erleichterungen. Die Vorschriften des HGB und des GmbHG gelten vollumfänglich für die UG.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              4.2	Jahresabschluss, Lagebericht
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Vorschriften des HGB und des GmbHG für Kapitalgesellschaften sind auch für die UG maßgeblich. Dies gilt auch hinsichtlich der Größenklassen des § 267 HGB. UGs können Kleinstkapitalgesellschaften sein, aber auch kleine Kapitalgesellschaften oder sogar mittelgroße Gesellschaften, theoretisch sogar große Kapitalgesellschaften. Insbesondere bei von Finanzinvestoren gestützten UGs kann eine UG ein erhebliches Geschäftsvolumen erreichen, ohne dass durch Gewinne gesetzliche Rücklagen entstehen, um die UG in eine GmbH „umzuwandeln“. Selbst bei Erreichen der satzungsgemäßen Rücklage erfolgt keine zwangsweise Umwandlung in eine GmbH (siehe unten zu V.), so dass selbst eine große Kapitalgesellschaft noch als UG firmieren könnte.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unterliegen bei der UG den gleichen gesetzlichen Bestimmungen wie bei der GmbH.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Bei der Aufstellung der Bilanz ist als Besonderheit allerdings § 5a Abs. 3 GmbHG zu beachten. Die UG muss 25 % des um einen Verlustvortrag aus dem Vorjahr geminderten Jahresüberschusses in eine gesetzliche Rücklage einstellen. Diese gesetzlich vorgeschriebene Rücklagenbildung gilt auch dann, wenn diese ausreicht, um ein Stammkapital in Höhe des Mindestkapitals einer GmbH von € 25.000,00 bilden zu können. Eine Befreiung von dieser Vorschrift ist nur möglich, wenn aus der UG eine GmbH geworden ist.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Mit der „Umwandlung“ in eine GmbH verschwindet auch die gesetzliche Rücklage. Etwaige Restbeträge werden von der gesetzlichen in die Gewinnrücklage umgebucht.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Beispiel: 
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Erzielt eine UG einen Jahresüberschuss in Höhe von € 150.000,00 bei einem Verlustvortrag von € 30.000,00, so müssen € 30.000,00 [(€ 150.000,00 - € 30.000,00) x 25 %] in die gesetzliche Rücklage eingestellt werden. Erhöht die UG in Folge des Jahresabschlusses ihr Stammkapital, um fortan als GmbH aufzutreten, kann sie die gesamten € 30.000,00 zur Kapitalerhöhung verwenden oder auch nur bis zur Höhe von € 25.000,00 mit der Folge, dass die Differenz aus der gesetzlichen Rücklage in eine Gewinnrücklage gewandelt wird.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der Ausweis der gesetzlichen Rücklage erfolgt in Analogie zu §§ 150, 153 AktG in der Bilanz unter der Position Eigenkapital nach dem gezeichneten Kapital und vor den anderen Rücklagen. Üblicherweise wird auch die Gewinn- und Verlustrechnung um die Einstellung in die gesetzliche Rücklage bzw. deren Entnahme verlängert.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Hinsichtlich eines evtl. aufstellungspflichtigen Lageberichtes gibt es ebenfalls keine Unterschiede zur GmbH.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              4.3	Prüfung, Offenlegung
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die in § 316 ff. HGB geregelten Vorschriften zur Jahresabschlussprüfung gelten für alle Kapitalgesellschaften und somit auch für die UG. Eine UG ist daher von Gesetzes wegen nicht von einer Jahresabschlussprüfung befreit.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Auch die Offenlegungsvorschriften gem. § 325 ff. HGB unterscheiden sich bei der UG nicht von denen der GmbH.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              4.4	Besteuerung der UG
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Als Sonderform einer GmbH bleibt die UG eine Kapitalgesellschaft und unterliegt hinsichtlich der Steuergesetze exakt den gleichen Bestimmungen wie eine GmbH oder AG. Wie bei der AG stellt die gesetzliche Rücklage eine Gewinnrücklage dar, d. h. sie gehört nicht zum steuerlichen Einlagekonto gem. § 27 ff. KStG.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             V. Der Weg in die GmbH
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Der probate und einfachste Weg von der UG in die reguläre GmbH ist derjenige über eine Kapitalerhöhung. Auf Basis der BGH-Rechtsprechung (vgl. BGH-Beschl. vom 19.04.2011 – II ZB 25/10, NJW 2011, 1981ff. sowie oben zu 3.3) kann dies ausnahmsweise auch durch eine Sachkapitalerhöhung erfolgen, etwa durch die Einbringung eines Unternehmens als Sacheinlage gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten nach § 20 UmwStG, oder durch eine Verschmelzung mit der UG als übernehmendem Rechtsträger.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               5.1 Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln nach Erreichen des Mindeststammkapitals durch Thesaurierung
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Nach der Vorstellung des Gesetzgebers sollte allerdings die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln nach § 57c GmbHG durch Umwandlung der aufgrund des Rücklagengebots gemäß § 5a Abs. 3 GmbHG aus den Jahresüberschüssen gebildeten Rücklagen der klassische Weg von der UG in die GmbH sein. Gemäß § 5a Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 GmbHG darf die gesetzliche Rücklage gerade für eine solche Kapitalerhöhung
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             aus	Gesellschaftsmitteln nach § 57c GmbHG verwendet werden, ohne dass es hierzu eine gesetzliche Pflicht gibt.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Allerdings sieht § 57c Abs. 4 GmbHG – nolens volens auch für die UG – neben der Anwendung der allgemeinen Kapitalerhöhungsbestimmungen von §§ 53 und 54 GmbHG die Geltung von §§ 57d bis 57o GmbHG vor. Eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln kann schon nach § 57c Abs. 2 GmbHG erst beschlossen werden, nachdem der Jahresabschluss für das letzte vor der Beschlussfassung über die Kapitalerhöhung abgelaufene Geschäftsjahr (sog. „letzter Jahresabschluss“) festgestellt und über die Ergebnisverwendung Beschluss gefasst worden ist.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Nach § 57e Abs. 1 GmbHG darf die Jahresbilanz der Kapitalerhöhung nur zugrunde gelegt werden, wenn
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              ·	diese geprüft und
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              ·	die festgestellte Jahresbilanz mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der Abschlussprüfer versehen ist und
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;blockquote&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              ·	wenn ihr Stichtag höchstens acht Monate vor der Anmeldung des Beschlusses über die Kapitalerhöhung zur Eintragung in das Handelsregister liegt.
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/blockquote&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Gemäß § 57c Abs. 3 GmbHG kommt auch eine Zwischenbilanz als Grundlage für die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln in Betracht, für die gemäß § 57f GmbHG letzt-endlich, wenn auch an einem anderen Stichtag orientiert, die nämlichen Voraussetzungen gelten. Auch diese muss daher geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der Abschlussprüfer versehen sein, vgl. § 57f Abs. 2 Satz 1 GmbHG.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Da für kleine Kapitalgesellschaften die Abschlussprüfung für den Jahresabschluss generell nicht vorgeschrieben ist (vgl. § 316 Abs. 1 HGB) - was auf die UG typischerweise zutreffen wird - führen die Vorschriften also zu einem besonderen, außerordentlichen Prüfungserfordernis und entsprechender Kostenbelastung. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird der eigentlich vom Gesetzgeber vorgezeichnete Weg von der UG in die reguläre GmbH durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln in der Praxis eher selten beschritten.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
              
               5.2 Kapitalerhöhung gegen Bar- oder Sacheinlagen
              &#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
            &lt;div&gt;&#xD;
            &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Die Kapitalerhöhung zum Erreichen des Mindeststammkapitals der GmbH nach § 5 Abs. 1 GmbHG kann durch schlichte Bar- oder Sacheinlage nach §§ 53, 54 GmbHG erfolgen. Sind gesetzliche Rücklagen vorhanden und werden diese nicht für die Kapitalerhöhung genutzt, so wandeln sich diese automatisch in eine einfache Gewinnrücklage um, die nach Eintragung der UG als reguläre GmbH zur freien Verfügung der Gesellschafter – also auch zur Gewinnausschüttung an diese – steht.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Für die Anforderungen an eine Barkapitalerhöhung auf oder über das Mindeststammkapital der regulären GmbH hinaus bestehen für die UG grundsätzlich keine Besonderheiten – es gelten dieselben Grundsätze wir für die Barkapitalerhöhung bei einer normalen GmbH. Sobald die Stammkapitalziffer die Grenze des Mindeststammkapitals von € 25.000,00 erreicht oder überschreitet, gelten die Sonderregelungen für die UG gemäß § 5a Abs. 1 bis 4 GmbHG nach § 5a Abs. 5 GmbHG nicht mehr.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Die lange offen gebliebene Streitfrage, ob das Stammkapital der UG trotz des Sacheinlageverbots gemäß § 5a Abs. 2 Satz 2 GmbHG durch eine Sacheinlage auf das Mindeststammkapital der GmbH oder darüber hinaus erhöht werden kann, wurde vom BGH schon 2011 dahin entschieden, dass das Sacheinlageverbot dem nicht im Wege stehe. Der BGH betonte zur Begründung, eine andere Sichtweise würde die Kapitalerhöhung bei der UG gegenüber der Neugründung einer GmbH benachteiligen, bei der unstreitig Sacheinlagen zulässig sind; eine solche Benachteiligung sei vom Gesetzgeber bei Einführung des Sacheinlageverbots für die UG nicht beabsichtigt gewesen.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               5.3	Rechtsfolgen mit Eintragung
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Sobald die UG das Mindeststammkapital der regulären GmbH erreicht oder überschreitet, was bei einer Kapitalerhöhung mit deren Eintragung ins Handelsregister der Fall ist (§ 54 Abs. 3 GmbHG), wird sie ohne weiteres zur GmbH.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Sollten Sie Unterstützung bei der Gründung einer Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) oder bei deren Überführung in eine reguläre GmbH benötigen, stehen Ihnen die Autoren jederzeit gern hilfreich zur Seite.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 01 Apr 2017 11:42:22 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Keine Pflicht zur Vorlage eines Erbscheins bei der Bank des Erblassers! – Rechts-Tipp Nr. 166</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/keine-pflicht-zur-vorlage-eines-erbscheins-bei-der-bank-des-erblassers-rechts-tipp-nr-166</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Keine Pflicht zur Vorlage eines Erbscheins bei der Bank des Erblassers!
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             I. Überblick
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nahezu jedermann verfügt heutzutage über ein Bankkonto. Doch was geschieht im Todesfall? Verstirbt der Kontoinhaber, geht die Verfügungsmacht über das Guthaben von Gesetzes wegen auf dessen Erben über (§ 1922 BGB). Die Banken verlangten bislang regelmäßig einen Erbschein zwecks Legitimation des Erben. Allerdings verursacht die Beantragung eines Erbscheins beim zuständigen Nachlassgericht (Amtsgericht) häufig beachtliche Kosten und bedarf vielgestaltiger Nachweise und beansprucht damit erhebliche Zeit.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II. Hintergrund
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hintergrund des Nachweiserfordernisses ist das Schadensrisiko der Bank, die bei einem unberechtigten Kontenzugriff ggf. mehrfach in Anspruch genommen werden kann. Die Banken verlangen daher zum Nachweis der Erbenstellung häufig und stereotyp einen Erbschein (bzw. im Falle einer Testamentsvollstreckung ggf. ein sog. Testamentsvollstreckerzeugnis) oder das europäische Nachlasszeugnis.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dem schützenswerten Interesse der Bank steht das Kosteneinsparungs- und Beschleunigungsinteresse des Erben gegenüber, schließlich beansprucht die Beschaffung eines Erbscheins als Legitimationspapier nach dem Erbfallregel mäßig erhebliche Zeit und löst z. T. empfindliche Gebühren aus (je nach Höhe des Nachlassvermögens – auf diese kommt es für die Bemessung der Gebühren für den Erbschein an auch deutlich mehr als 1.000 Euro). Klar dürfte indessen sein, dass grundsätzlich ein Nachweis über die Erbenstellung gegenüber der Bank erbracht werden muss.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Als alternative Legitimationsmittel des Erben kommen neben dem Erbschein öffentliche (= notarielle) Testamente oder ein Erbvertrag sowie ein privatschriftliches Testament in Verbindung mit dem Protokoll des Nachlassgerichts über die Testamentseröffnung in Betracht. Im Fall der gesetzlichen Erbfolge können auch Urkunden vorgelegt werden, aus denen sich die Abstammung und damit mittelbar die Erbenstellung ergibt (z.B. Geburtsurkunden).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III. Die Entscheidung des BGH
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mit Urteil vom 05.04.2016 – XI ZR 440/15 hat der Bundesgerichtshof nunmehr erstmals entschieden, dass der Erbe sein Erbrecht gegenüber der Bank auch durch ein eröffnetes privatschriftliches Testament belegen kann, wenn dieses die Erbfolge eindeutig ausweist. Der Nachweis durch einen Erbschein (bzw. ein notarielles Testament oder einen Erbvertrag) kann also nicht in jedem Fall verlangt werden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Streitfall reichte der Bank die Vorlage einer beglaubigten Abschrift des privatschriftlichen Testaments nebst Eröffnungsprotokoll des Nachlassgerichtes trotz des dahingehenden Verlangens der Erben nicht aus. Sie verlangte stattdessen die Vorlage eines Erbscheins. Die Erben kamen der Forderung der Bank letzten Endes nach, wodurch jedoch Gerichtskosten von rd. 1.800 Euro anfielen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der BGH stellte klar, dass – soweit keine besonderen vertraglichen Regelungen mit der Bank getroffen sind – der Erbe nicht verpflichtet sei, seine Erbenstellung durch einen Erbschein nachzuweisen. Er habe auch die Möglichkeit, den Nachweis in anderer Form zu erbringen. Dazu gehören neben dem eröffneten öffentlichen = notariellen Testament oder dem Erbvertrag auch das privatschriftliche Testament (= eigenhändig vom Erblasser errichtet und unterschrieben), in Verbindung mit dem Protokoll über die Eröffnung des Testaments durch das Nachlassgericht oder Urkunden, aus denen sich die gesetzliche Erbfolge ergibt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dies folge aus der Überlegung, dass z. B. für eine Grundbuchberichtigung eine beglaubigte Abschrift des notariellen Testaments nebst Eröffnungsprotokoll nach den Bestimmungen der Grundbuchordnung ausreicht (vgl. § 35 Abs. 1 Satz 2 GBO). Folglich sei auch das eröffnete öffentliche Testament im Verhältnis zwischen Bank und Kontoinhaber/Erbe ein hinlänglicher Nachweis.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Grad der Nachweiswirkung eines eröffneten privatschriftlichen Testamentes erreiche zwar nicht die eines eröffneten öffentlichen Testaments. Jedoch berechtigen lediglich abstrakte Zweifel die Bank nicht dazu, einen Erbschein zu verlangen. Ein Erbschein oder andere öffentliche Unterlagen (z.B. Familienstammbuch) können erst dann verlangt werden, wenn konkrete und begründete Zweifel an der Richtigkeit der durch das privatschriftliche Testament belegten Erbfolge bestehen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Handelt die Bank diesen Grundsätzen zu wider und verlangt dennoch einen Erb-schein, kann Sie unter dem Gesichts-punkt der schuldhaften Verletzung des Bank-/Girovertrages zum Schadenersatz verpflichtet sein, wie im konkreten Fall vom BGH bestätigt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             IV. Tipp
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Bereits vor längerem kippte der BGH mit Urteil vom 08.10.2013 – XI ZR 401/12 die bis dahin vielfach in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von Banken und Sparkassen enthaltene Regelung, mit der sich die Institute pauschal das Recht vorbehielten, von (Mit-)Erben nach ihrem freiem Ermessen die Vorlage eines Erbscheins zu verlangen. Seither findet sich in den Bank-AGB eine Regelung, wonach
            &#xD;
        &lt;i&gt;&#xD;
          
             ein Erbnachweis „in geeigneter Weise“
            &#xD;
        &lt;/i&gt;&#xD;
        
            zu erbringen ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Gerade bei komplexen oder strittigen Erbsituationen blieb den Geldinstituten also das Recht erhalten, die Vorlage eines Erbscheins zu verlangen. Mit der jetzigen Entscheidung stellt der BGH klar, dass jedenfalls in eindeutigen und klaren Sachverhalten auch ein eröffnetes privatschriftliches Testament in Verbindung mit dem Eröffnungsprotokoll des Nachlassgerichts als Nachweis der Erbenstellung gegenüber der Bank ausreichend ist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wenn Sie Erbe oder Miterbe eines Erblassers werden oder bereits geworden sind, sollten Sie sich also nicht ohne weiteres von der Bank des Erblassers dazu drängen lassen, einen Erbschein vorzulegen, dessen Beantragung massive Kosten zur Folge haben kann! Nur wenn sich im Nachlass auch Grundvermögen bzw. ein in einem entsprechenden Register verzeichnetes Schiff oder Luftfahrzeug befindet, wird die Beantragung eines Erbscheins – falls kein notarielles Testament bzw. kein Erbvertrag vorliegt – unumgänglich sein, um ins Grundbuch (vgl. § 35 Abs. 1 GBO), in das Schiffsregister (§ 41 Abs. 1 Schiffsregisterordnung) oder in die Luftfahrzeugrolle bzw. das Luftfahrzeugpfandrechtsregister (§ 86 LuftFzgG) zu gelangen. Gerne stehen wir Ihnen im Bedarfsfalle mit Rat und Tat zu Seite.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 01 Sep 2016 12:03:39 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/keine-pflicht-zur-vorlage-eines-erbscheins-bei-der-bank-des-erblassers-rechts-tipp-nr-166</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kindergeld bei Studenten – Beendigung des Studiums – Steuer-Tipp Nr. 273</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/kindergeld-bei-studenten-beendigung-des-studiums</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Kindergeld bei Studenten – Beendigung des Studiums
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Kindergeld stellt i.d.R. einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung des Studiums eines bereits volljährigen Kindes dar. Daher ist es wichtig, wie lange das Kindergeld bezahlt wird.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grundsätzlich haben Eltern für ihre Kinder bis zum Alter von 18 Jahren automatisch Anspruch auf Kindergeld. Dieser Anspruch verlängert sich bis zum 25. Lebensjahr des Kindes, wenn sich das Kind in der Ausbildung oder im Studium befindet und die Ausbildung bzw. das Studium noch nicht abgeschlossen sind. Eine Verlängerung über das 25. Lebensjahr hinaus ist nur in Ausnahmefällen möglich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums wird das Kindergeld nur noch dann gezahlt, wenn das volljährige Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Hierbei sind eine Erwerbstätigkeit von nicht mehr als 20 Stunden pro Woche bzw. ein Ausbildungsverhältnis oder ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis unschädlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Zeitpunkt der Beendigung des Studiums
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Finanzgericht Sachsen (Urteil vom 17.06.2015 – 4K 357/1) hatte in einem aktuellen Kindergeldfall darüber zu entscheiden, wann der Kindergeldanspruch bei Abschluss des Erststudiums endet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im zu entscheidenden Fall hatte die Studentin ihre Diplomarbeit abgegeben, jedoch die Prüfungsergebnisse erst sechs Wochen später erhalten. Während dieser Zeit war sie weiterhin an der Universität immatrikuliert und jobbte parallel in einem Aushilfsjob mit ca. 15 Stunden pro Woche. Die Familienkasse strich das Kindergeld mit der Begründung, dass sich die Studentin mit Einreichen der Diplomarbeit nicht mehr in der Ausbildung befände und damit die Voraussetzungen für die Kindergeldgewährung nicht mehr vorlägen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dies sah das Finanzgericht Sachsen jedoch anders. Gemäß Auffassung des Gerichts endet die universitäre Ausbildung grundsätzlich nicht schon mit Ablegung der letzten Prüfung, sondern erst mit Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses, es sei denn, das volljährige Kind nimmt schon vor Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses eine Vollzeiterwerbstätigkeit im angestrebten Beruf auf. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Durch das Finanzgericht Sachsen haben Eltern, deren Kinder länger auf ihre Noten warten müssen, nun Rechtssicherheit bekommen. Die universitäre Ausbildung endet erst, wenn dem Studenten die Prüfungsergebnisse offiziell mitgeteilt werden und nicht bereits mit dem Ablegen der letzten Prüfung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollte Ihnen die Familienkasse das Kindergeld bereits mit Ablegen der letzten Prüfung streichen, legen Sie gegen den Kindergeldbescheid Einspruch ein und verweisen Sie auf das vorgenannte Finanzgerichtsurteil.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Durchsetzung Ihres Kindergeldanspruchs sind wir Ihnen gerne behilflich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 01 Apr 2016 14:11:18 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/kindergeld-bei-studenten-beendigung-des-studiums</guid>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Steuerfreier Immobilienverkauf – Vorsicht bei der Berechnung der 10-Jahres-Frist – Steuer-Tipp Nr. 263</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/steuerfreier-immobilienverkauf-vorsicht-bei-der-berechnung-der-10-jahres-frist-steuer-tipp-nr-263</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Steuerfreier Immobilienverkauf – Vorsicht bei der Berechnung der 10-Jahres-Frist
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             I.	Ausgangslage
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie besitzen seit mehreren Jahren ein vermietetes Mehrfamilienhaus, welches Sie möglicherweise in Kürze veräußern wollen. Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren stark gestiegen und Sie wollen endlich ‚Kasse‘ machen. Ihr Objekt gehört zum Privatvermögen und liegt im Inland. Sie haben sich mit mehreren Maklern in Verbindung gesetzt, diese stellen Ihnen aufgrund der Marktpreisentwicklung in den letzten Jahren einen fetten Spekulationsgewinn in Aussicht und drängen auf den Abschluss eines Kaufvertrages.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II.	10-Jahres-Frist
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sicherlich ist Ihnen die sog. 10-Jahres-Frist bei privaten Veräußerungsgeschäften über Grundstücke bekannt, wonach bei Unterschreiten der v.g. Frist das Spekulationsgeschäft steuerbar und steuerpflichtig wird. Die Veräußerungsfrist beträgt zwischen Anschaffung im Privatvermögen und Veräußerung aus dem Privatvermögen mehr als 10 Jahre, um die einkommensteuerliche Steuerbarkeit zu umgehen. Dabei wird dieser Zeitraum taggenau ermittelt: z.B. Anschaffung 31.08.1999 - unschädliche Veräußerung ab 01.09.2009.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was aber bedeuten im einzelnen Anschaffung bzw. Veräußerung?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            1)	Ausgangspunkt: Verpflichtungsgeschäft
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grundsätzlich, d.h. ausnahmslos maßgebend ist das obligatorische (Verpflichtungs-)Geschäft, also der Abschluss des Kauf- bzw. Verkaufsvertrages. Anders als z.B. bei der Ermittlung des wirtschaftlichen Übergangs und des Abschreibungsbeginns (Übergang von Besitz, Nutzung und Lasten etc.) ist ausnahmslos das jeweilige Vertragsdatum entscheidend. Auch die Entnahme aus einem Betriebsvermögen gilt als Anschaffung (des Privatvermögens).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            2)	Verkauf unter einer aufschiebenden Bedingung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die BFH-Entscheidung vom 10. Februar 2015 IX R 23/13 zeigt die Risiken und Fehler auf, die bei falscher Gestaltung entstehen können:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Steuerpflichtige hatte mit Kaufvertrag vom 03. März 1998 ein Grundstück erworben und veräußerte dieses mit notariellem Kaufvertrag vom 30. Januar 2008 (also vor Ablauf der 10-Jahres-Frist). Der Vertrag wurde unter der aufschiebenden Bedingung geschlossen, dass eine Behörde dieses Grundstück von bestimmten Auflagen freistellt. Diese Freistellung wurde am 10. Dezember 2008 (also nach Ablauf der 10-Jahres-Frist) erteilt. Der Steuerpflichtige und Kläger war somit der Ansicht, dass wegen Überschreitens der 10-Jahres-Frist kein Spekulationsgeschäft (mehr) vorlag.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Er musste sich durch den BFH eines Besseren belehren lassen: Entscheidend sei auch hier der Zeitpunkt, in welchem die beidseitige zivilrechtliche Bindungswirkung des Rechtsgeschäfts zum Tragen kommt, also der 30. Januar 2008. Der Zeitpunkt des Bedingungseintritts hingegen sei nicht entscheidend. Denn bereits auf dem Vertragsabschluss bestand für keinen der Vertragsparteien mehr die Möglichkeit, sich einseitig von der Vereinbarung zu lösen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. Unser Tipp
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn Sie einen steuerfreien Spekulationsgewinn aus der Veräußerung von privaten Immobilien erzielen wollen, achten Sie peinlichst genau auf die Fristenberechnung. Grundlage für den Zeitpunkt der Veräußerung ist immer das beidseitig bindende Verpflichtungsgeschäft.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In jedem Fall sollten Sie die Urkunde(n) über den Ankauf von Immobilien aufbewahren, um eine aussagefähige Grundlage für die steuerrechtliche Beurteilung des Verkaufsvorganges zu ermöglichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerne sind wir Ihnen bei Gestaltungs- und Rechtsfragen zu der vorgenannten Problematik behilflich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 01 Jul 2015 11:30:43 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.pelkapartner.de/steuerfreier-immobilienverkauf-vorsicht-bei-der-berechnung-der-10-jahres-frist-steuer-tipp-nr-263</guid>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Grundstücksgeschäfte mit einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts – Rechts-Tipp Nr. 125</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/grundstuecksgeschaefte-mit-einer-gesellschaft-buergerlichen-rechts-rechts-tipp-nr-125</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;font&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             Grundstücksgeschäfte mit einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/font&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            I. Ausgangslage
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Im Anschluss an die Rechtstipps 87 – 03/2010, 96 – 11/2010 und 104 – 07/2011 gilt es erneut einen Blick auf die Praxis der Grundstücksgeschäfte unter Beteiligung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) zu werfen und im Überblick zu betrachten, wie sich die Dinge inzwischen entwickelt haben. Zur Erinnerung:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Zahlreiche Oberlandesgerichte hatten bis zur klärenden Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) im Falle des Erwerbs die Anforderungen an den Nachweis der Existenz der erwerbenden GbR, an deren Identität bzw. an ihren Gesellschafterbestand und an die Vertretungsberechtigung der handelnden Personen im Zeitpunkt des Grundstückserwerbs, am Maßstab der Formvorschrift von § 29 GBO ausgerichtet und den Nachweis hierüber durch öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden verlangt, was in der Praxis regelmäßig nicht zu leisten war. Die Möglichkeit eines Grundstückserwerbs durch bereits existente GbRs war mithin zwar materiellrechtlich anerkannt, verfahrensrechtlich indessen unmöglich gemacht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Diese Unsicherheit für die Praxis hatte seit der Entscheidung des BGH vom 28.04.2011 (V ZB 194/10 – näher hierzu Rechtstipp 104 - 07/2011) ein Ende. Der BGH hatte eine praktikable und für die Praxis einfach zu handhabende Lösung gefunden: Beim Erwerb von Grundstücks- oder Wohnungseigentum durch eine GbR reicht es für die Eintragung des Eigentumswechsels in das Grundbuch aus, wenn die GbR und ihre Gesellschafter in der notariellen Auflassungsverhandlung benannt sind und die für die GbR Handelnden erklären, dass sie deren alleinige Gesellschafter sind; weiterer Nachweise der Existenz, der Identität und der Vertretungsverhältnisse dieser GbR bedarf es gegenüber dem Grundbuchamt in einem solchen Fall nicht. Doch sind damit alle praktischen Schwierigkeiten für den Grundbuchverkehr bzw. für Grundstücksgeschäfte mit einer GbR geklärt? Leider nicht, wie der folgende Überblick beweist.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             II. Vor- und Nachteile der GbR bei Grundstücksgeschäften
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              1. Grundstückserwerbe durch eine GbR
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Beabsichtigen mehrere Personen gemeinsam Grundbesitz zu erwerben, stellt sich stets die Frage, ob dies zu Bruchteilen (Miteigentümergemeinschaft) oder als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (Gesamthandsgemeinschaft) erfolgen soll. Dies folgt bereits aus der Regelung von § 47 Abs. 1 GBO, wo eine eindeutige Entscheidung der Beteiligten hierüber für die spätere Eintragung ins Grundbuch gefordert wird, die also notwendigerweise vor dem (notariellen) Abschluss eines entsprechenden Kauf- oder Schenkungsvertrages getroffen werden muss. Hierbei wird von Steuerberatungsseite vielfach die GbR favorisiert, wofür in der Tat zahlreiche gute Gründe sprechen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die GbR ist die Grundform der deutschen Personengesellschaft und geregelt in §§ 705 ff. BGB. Sie bietet eine große Flexibilität bei der Ausgestaltung der Rechtsbeziehungen der Gesellschafter untereinander und lässt zahlreiche Regelungen zu, die sogar über das reine Innenverhältnis der Gesellschafter hinausgehen. So können etwa bei Familienpool-Gestaltungen zwischen Eltern und Kindern (und ggf. bereits mit Enkeln), bei denen das Grundvermögen der Familie über eine GbR auf die nächste (ggf. übernächste) Generation übertragen werden soll, Ausschluss- bzw. Kündigungsmöglichkeiten zu Gunsten der Eltern etwa für den Fall eröffnen, dass die Kinder entgegen den Vorgaben im Gesellschaftsvertrag mit ihren (künftigen) Ehepartnern keinen Ehevertrag abschließen oder sonst „auf Abwege geraten“ (persönliche Insolvenz oder Vermögensverfall, Beitritt zu einer extremistischen Partei oder Sekte o.ä.).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Die Bedürfnisse der Beteiligten können im Gesellschaftsvertrag sehr individuell ausgestaltet werden. Auch die ordentliche Mindestdauer der GbR kann durch den Ausschluss der ordentlichen Kündigung auf bis zu dreißig Jahre vorgegeben werden. Die Übertragbarkeit der Gesellschaftsanteile, die vom BGB grundsätzlich nicht vorgesehen ist, jedenfalls nicht ohne Zustimmung aller Gesellschafter, kann im Gesellschaftsvertrag generell vorgesehen und an unterschiedliche Zustimmungs- oder Genehmigungsvorbehalte geknüpft sein, wie Sie etwa bei einer Familiengesellschaft von den Eltern für richtig oder sinnvoll erachtet werden. Hierbei können unterschiedliche Anforderungen gestellt werden, je nachdem ob der Anteil innerhalb des Gesellschafterkreises, innerhalb der Familie i.w.S. oder außerhalb der Familie übertragen werden soll; auch die schlichte Zustimmung der Gesellschafterversammlung mit einfacher oder qualifizierter Mehrheit kann insoweit vorgesehen werden. Ähnlich kann auch hinsichtlich der Möglichkeiten zur Änderung des Gesellschaftsvertrages verfahren werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ein entscheidender Vorteil der GbR ist in jedem Fall, dass zwar der Grundstückserwerb durch die GbR der notariellen Beurkundung bedarf (§ 311b Abs. 1 BGB), spätere Gesellschaftsanteilsübertragungen indessen keiner Formvorschrift (allenfalls nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrages) unterliegen. § 311b BGB findet auf Anteilsübertragungen einer GbR keine Anwendung, selbst dann, wenn die GbR ausschließlich über Grundvermögen verfügt und ihr einziger Zweck die Verwaltung dieses Grundvermögens ist. Ein Gesellschafter kann formfrei aus der GbR ausscheiden oder ein neuer Gesellschafter formfrei in die GbR eintreten.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Im Grundbuch löst jeder der vorgenannten Vorgänge allerdings das Erfordernis einer Grundbuchberichtigung aus entsprechend §§ 47 Abs. 2 Satz 2, 22, 19 GBO. Das Grundbuch wird durch die Anteilsübertragung bzw. den Gesellschafteraus- oder -beitritt unrichtig. Die Grundbuchberichtigung wird in der Praxis regelmäßig durch eine notariell beglaubigt unterschriebene Bewilligung der betroffenen Gesellschafter (in der Regel also aller Gesellschafter einschließlich des ausscheidenden/austretenden) zu erreichen sein. Diese sollte allerdings, sollen Rechtsprobleme bei zukünftigen Verfügungen über das Grundstück vermieden werden, zeitnah zum Gesellschafterwechsel auch grundbuchlich beantragt und vollzogen werden.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Auch erbrechtlich bietet die GbR Vorteile gegenüber der Bruchteilseigentümergemeinschaft. Zwar sieht § 727 Abs. 1 BGB als Grundsatz die Auflösung der Gesellschaft im Falle des Todes eines ihrer Gesellschafter vor, jedoch vorbehaltlich anderweitiger Regelungen im Gesellschaftsvertrag, die in der Praxis Standard sind. Daraus ergibt sich folgendes Bild:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Fallen die Miteigentumsanteile bei einer Bruchteilseigentümergemeinschaft unweigerlich in den Nachlass und gehen auf den oder die Erben über, vermögen die Gesellschafter einer GbR durch entsprechende Fortsetzungs- sowie einfache und qualifizierte Nachfolgeklauseln/Eintrittsklauseln im Gesellschaftsvertrag den Kreis der potentiellen Erben bzw. Rechtsnachfolger im Todesfall erheblich einzugrenzen und den Erbgang vorzuprogrammieren – und zwar rechtssicher. Es gilt der Grundsatz: Gesellschaftsrecht geht vor Erbrecht, d.h. die Gesellschafter können durch ihre letztwilligen Verfügungen nur das erreichen, was der Gesellschaftsvertrag erlaubt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Auch in diesem Fall tut sich allerdings ein grundbuchrechtliches Problem auf: Soll das Grundbuch nach dem Tod eines Gesellschafters berichtigt werden, so ist nach § 29 Abs. 1 Satz 2 GBO auch die vom Grundsatz des § 727 BGB abweichende gesellschaftsvertragliche Vereinbarung in grundbuchlicher Form (öffentliche Urkunde) nachzuweisen. Dies wird in der Praxis selten möglich sein, weil der Gesellschaftsvertrag der GbR nur in den seltensten Fällen notariell beurkundet sein und in der Regel allenfalls in Schriftform vorliegen dürfte. Auch hier liegt die Lösung in einer Berichtigungsbewilligung sämtlicher übrigen Gesellschafter sowie der Erben des verstorbenen Gesellschafters. Das Grundbuchamt fordert in einem solchen Fall lediglich den Nachweis der Erb-folge (in Gestalt eines Erbscheins oder eines notariellen Testaments/Erbvertrages).
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            In einer Bruchteilseigentümergemeinschaft bedürfte demgegenüber jede Übertragung von „Anteilen“ der notariellen Beurkundung und der Umschreibung im Grundbuch, schließlich werden jeweils Grundstücke (Miteigentumsanteile) bewegt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Hieran schließt sich sogleich der augenscheinlich nächste, nämlich grunderwerbsteuerliche Vorteil der GbR an: Löst die Übertragung von Miteigentumsanteilen bei einer Bruchteilseigentümergemeinschaft jeweils – vorbehaltlich besonderer Befreiungstatbestände, wie etwa Verwandtschaft in gerader Linie oder schenkweise Übertragungen (vgl. § 3 GrEStG) – Grunderwerbsteuer aus, entsteht bei einer GbR Grunderwerbsteuer gemäß § 1 Abs. 2a GrEStG erst, wenn binnen fünf Jahren mindestens 95 % der Anteile auf neue Gesellschafter übergehen; bis zu dieser Grenze sind Verschiebungen im Gesellschafterbestand daher ohne Grunderwerbsteuer möglich, was erhebliche Gestaltungsspielräume eröffnet. Bereits anhand dieses Aspekts ist auch die steuerliche Eignung der GbR speziell für Nachfolgegestaltungen offenkundig.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Verstärkt wird dieser Gesichtspunkt noch dadurch, dass der Gesellschaftsvertrag die Möglichkeit eröffnet, zahlreiche weitere Regelungsbereiche für das Verhältnis der Gesellschafter untereinander im Interesse des Erhalts des Familienvermögens im GbR-Vertrag zu verankern, etwa Vorgaben zum Abschluss eines Ehe- und Pflichtteilsverzichtsvertrages der Kinder/Enkel mit ihren jeweiligen Ehegatten oder Beschränkungen bzgl. der Entnahmemöglichkeiten für die Kinder (Enkel) hinsichtlich der Erträge aus dem Immobilienvermögen der Gesellschaft. Auch die Übertragbarkeit der Gesellschaftsanteile kann ohne großen Aufwand massiv begrenzt werden, zusätzlich abgesichert durch den Ausschluss der ordentlichen Kündbarkeit der Gesellschaft auf bis zu dreißig Jahre und durch spezielle Widerrufsvorbehalte bei der Schenkung der Anteile an die Kin-der/Enkel. Derartige Ziele sind in der Bruchteilsgemeinschaft, wenn überhaupt, nur in Ansätzen und nur mit kostenintensivem Aufwand (Grundbuchabsicherung) zu erreichen, ohne dass dies hier näher beleuchtet werden soll.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Die GbR bietet naturgemäß nicht nur Vorteile. So wird bereits die Grundstruktur einer Gesellschaft vielfach als zu komplex und abschreckend empfunden – die Beteiligten verstehen nicht so recht, worauf sie sich einlassen und fühlen sich überfordert (was allerdings nur anscheinend ein Nachteil sein dürfte). Die laienhafte Vorstellung der Familie mag zwar vielfach nicht der Rechtslage bei der GbR entsprechen, doch ist dieser Zustand nicht notwendigerweise von Dauer.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Zwei Fragenkomplexe stellen jedoch die Praxistauglichkeit der GbR in Zweifel: Zum einen die noch immer nicht abschließend geklärte Frage des Grundstückserwerbs durch eine bestehende GbR, zum anderen die Frage des Nachweises der Vertretungsberechtigung, wenn nicht alle Gesellschafter handeln.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der erstgenannte Fragenkomplex ist durch den eingangs erwähnten Beschluss des BGH vom 28.04.2011 (V ZB 194/10 - vgl. Rechtstipp 104 - 07/2011) weitgehend entschärft, jedenfalls dann, wenn für die GbR alle ins Grundbuch einzutragenden Gesellschafter einer bestehenden GbR beim Abschluss des notariellen Kaufvertrages agieren: Deren Versicherung, dass sich Änderungen im Gesellschafterbestand nicht ergeben haben und damit sämtliche Gesellschafter der Erwerber-GbR mitwirken, reicht zum erforderlichen Nachweis aus. Sollten einzelne Gesellschafter verhindert sein, so können diese durch einen Bevollmächtigten (etwa ihren Rechtsanwalt) oder durch einen Mitgesellschafter mit schriftlicher, besser notariell beglaubigter Vollmacht vertreten werden, so dass mit den vom BGH entwickelten Grundsätzen ein Großteil der denkbaren Fälle zufriedenstellend gelöst werden kann. Ist es allerdings nicht möglich, dass alle Gesellschafter an der Grundstückstransaktion mitwirken, so bleibt eine Rechtsunsicherheit bestehen:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Das Recht der GbR lässt ohne weiteres zu, dass einzelnen Gesellschaftern Allein- oder Gesamtvertretungsberechtigung erteilt wird (§ 714 BGB), so daß entgegen der Annahme von § 709 Abs. 1 BGB, wo davon ausgegangen wird, dass grundsätzlich alle Gesellschafter bei Verträgen der GbR mitwirken, nur einer oder wenige der Gesellschafter für die Gesellschaft rechtsverbindlich handeln können. Zivilrechtlich ist dies also eindeutig geklärt und ein durchaus üblicher und gangbarer Weg. Problematisch wird dieser Ansatz jedoch in dem Augenblick, wo es sich um den Erwerb eines Grundstücks handelt, denn hier ist zum abschließenden Vollzug des Grundstückskaufs, der Eigentumsumschreibung im Grundbuch, nach § 20 GBO auch die Wirksamkeit der Auflassung zu Gunsten der GbR in grundbuchlich tauglicher Form (§ 29 GBO – öffentliche Urkunden) nachzuweisen, was die wirksame Vertretung der GbR durch den handelnden Gesellschafter mit umfasst. § 167 Abs. 2 BGB („Die Erklärung [Vollmachterteilung] bedarf nicht der Form, welche für das Rechtsgeschäft bestimmt ist, auf das sich die Vollmacht bezieht“) hilft hier nicht weiter, da § 29 GBO eine der anerkannten Ausnahmen zu diesem Grundsatz darstellt.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Für die der Eigentumsumschreibung regelmäßig vorgelagerte Eintragung einer Auflassungsvormerkung wird dies i.d.R. noch nicht relevant, da es für deren Eintragung ins Grundbuch genügt, wenn der Verkäufer die Eintragung der Vormerkung gemäß § 19 GBO bewilligt - eine Prüfung der Vertretungsberechtigung des für die erwerbende GbR agierenden Gesellschafters durch das Grundbuchamt erfolgt insoweit nicht.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Wie der genannte Nachweis der Vertretungsberechtigung bei einer bestehenden GbR in der Form von § 29 GBO geführt werden kann, ist leider noch immer nicht abschließend geklärt – und hierin liegt das Problem: Vielfach findet sich die Bestellung zum geschäftsführenden Gesellschafter im Gesellschaftsvertrag der GbR, der wiederum nur selten den Formerfordernissen von § 29 GBO genügen wird. Auch kann in dieser Bestellung im Gesellschaftsvertrag noch nicht notwendigerweise die Erteilung einer Vollmacht an den Handelnden gesehen werden, so dass auch die Anwendung von § 172 Abs. 2 BGB nicht ohne weiteres in Betracht kommt, wonach der Gesellschaftsvertrag als Vollmachtsurkunde die Vermutung begründet, dass der Handelnde bis zur Rückgabe der Vollmachtsurkunde bevollmächtigt ist, entsprechend zu handeln; auch insoweit bliebe im Übrigen das Problem des formgerechten Nachweises nach § 29 GBO bestehen. Soweit der Gesellschaftsvertrag der GbR eine in der Praxis durchaus übliche Klausel dahin enthält, dass die Gesellschafter verpflichtet sind, dem geschäftsführenden Gesellschafter auf dessen Verlangen hin jederzeit eine ausdrückliche Vollmacht zum Beleg seiner Stellung als geschäftsführender Gesellschafter bzw. zur Ermöglichung seines Handelns als solcher, auch in notarieller Form, zu erteilen, ist dies ein erster Fingerzeit zur Lösung.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Insoweit bietet sich an, eine formgerechte (notariell beglaubigt unterschriebene) Vollmachtsurkunde aller Gesellschafter der GbR beizubringen, so dass der Handelnde für alle Gesellschafter zu handeln im Stande ist und die Vorgaben des BGH im Beschluss vom 28.04.2011 alleine erfüllen kann. Damit dürften alle Zweifel über Bestehen und Umfang der Vertretungsbefugnis für die bestehende GbR in der Form von § 29 GBO behoben und das aufgezeigte Problem gelöst sein. Dass dies bei Gesellschaften mit größerem Gesellschafterkreis ggf. einen massiven Auf-wand auslöst, liegt auf der Hand.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              2. Grundstücksveräußerung durch eine GbR
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Soll ein Grundstück durch einen Dritten von einer GbR erworben werden, so streitet für diese seit dem Inkrafttreten des ERVGBG (vgl. Rechtstipp 96 – 11/2010) die Vorschrift von § 899a BGB: Der öffentliche Glaube des Grundbuchs erstreckt sich auch auf die Richtigkeit und Vollständigkeit der im Grundbuch eingetragenen Gesellschafter der verkaufswilligen GbR. Von daher ist vorgezeichnet, dass es im Verkaufsfalle geboten aber auch ausreichend ist, wenn die im Grundbuch eingetragenen Gesellschafter für die GbR an der Veräußerung mitwirken.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Fraglich und leider ebenfalls noch immer nicht abschließend geklärt ist allerdings die Reichweite der genannten Vorschrift: Erstreckt sie sich nur auf die sachenrechtliche Ebene (Eigentumserwerb durch den Käufer), oder auch auf die schuldrechtliche (Rechtsgrund für den Erwerb und das „Behaltendürfen“ des Käufers). Nach herrschender und entgegen einer im Vordringen befindlichen Meinung beschränken sich die Rechtsscheinwirkungen gemäß § 899a BGB indessen auf das Verfügungsgeschäft (Eigentumsübertragung auf den Erwerber) und erfassen nicht auch das zugrundeliegende Verpflichtungsgeschäft (notarieller Kaufvertrag).
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Zum Hintergrund: Hat sich der Gesellschafterbestand der GbR tatsächlich gegenüber dem im Grundbuch eingetragenen vor der Veräußerung des Grundstücks durch die GbR verändert, so wäre diese bei der Veräußerung des Grundstücks schuldrechtlich nicht ordnungsgemäß vertreten worden, der Grundstückskaufvertrag daher mangels Vertretungsberechtigung der handelnden Gesellschafter nach § 177 Abs. 1 BGB schwebend unwirksam und, davon ausgehend, dass der/die nicht wirksam vertretene(n), weil im Grundbuch nicht eingetragene(n) Gesellschafter der Transaktion nicht zustimmt/zustimmen, auch dauerhaft nichtig. Eine zugunsten des Erwerbers ins Grundbuch eingetragene Auflassungsvormerkung ginge in diesem Fall ins Leere, da ein durch Vormerkung zu sichernder schuldrechtlicher Auflassungsanspruch gegen die GbR gerade nicht besteht.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Die Vorschrift von § 899 a BGB führt in einem solchen Fall – guten Glauben des Erwerbers an die Richtigkeit und Vollständigkeit des Grundbuchs hinsichtlich der Gesellschafter der GbR einmal unterstellt – zum wirksamen Eigentumserwerb des Käufers am Grundstück. Fraglich und umstritten ist jedoch, ob die GbR das Eigentum von dem Erwerber nach den Grundsätzen der ungerechtfertigten Bereicherung (§§ 812ff. BGB) wieder heraus-verlangen kann. Nach h.M. wäre dies zu bejahen, so dass dem Erwerber doppelte Gefahr droht: Er hätte den Kaufpreis bezahlt und verlöre das Eigentum am Grundstück wieder. Den gezahlten Kaufpreis könnte er nur im Wege eines Schadensersatzanspruchs gegen die handelnden Gesellschafter, nicht die GbR als solche, verfolgen, mit ungewissem Ausgang.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ob dem Erwerber insoweit damit gedient wäre, den Kaufpreis auf Notaranderkonto einzuzahlen mit der Maßgabe, denselben erst nach Eintragung der Eigentumsumschreibung auf den Erwerber ins Grundbuch an die veräußernde GbR auszukehren, muss bezweifelt werden. Zwar schützt dieses Vorgehen den Erwerber davor, mangels wirksamer Auflassungsvormerkung den Kaufpreis zu zahlen, ohne entsprechenden Vormerkungsschutz zu genießen, ein Rückforderungsanspruch der GbR nach Erkennen der wahren Rechtslage wäre hierdurch aber nicht abzuwehren. Auch eine sog. Doppelverpflichtung der GbR und ihrer beim Notar handelnden Gesellschafter vermag hier nur bedingt zu helfen: Sie verbreitert jedenfalls den unmittelbaren Haftungszugriff für den Erwerber, schließlich ist der Kaufvertrag dann jedenfalls mit den handelnden Gesellschaftern persönlich wirksam und gleichsam auch ein gewisser Vormerkungsschutz im Falle der Eintragung einer Auflassungsvormerkung ins Grundbuch zu erlangen. Ob dieses Vorgehen allerdings den Erwerber auch vor Ansprüchen der GbR aus ungerechtfertigter Bereicherung zu schützen vermag, wird zwar vertreten, ist aber keinesfalls gesichert.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Als tragfähige Lösung für den Erwerber verbliebe daher zu verlangen, dass die GbR vor der Transaktion in eine oHG oder KG umgewandelt und ins Handelsregister eingetragen wird, so dass es auf § 899a BGB und auf den wahren Gesellschafterbestand und die Eintragung der Gesellschafter ins Grundbuch nicht mehr ankäme. Der Erwerber könnte sich unmittelbar auf die Handelsregisterpublizität nach § 15 HGB stützen und berechtigt von der Personenhandelsgesellschaft das Grundstück erwerben. Ob dieser Weg in der Praxis allerdings mit Aussicht auf Erfolg vom Erwerber verlangt werden kann, darf bezweifelt werden. Im wohlverstandenen, eigenen Sicherungsinteresse sollte der Erwerber allerdings bei Verdachtsfällen oder sonstigen Zweifeln darauf bestehen: Nur so erscheint ein auch bereicherungsrechtlich sicherer Eigentumserwerb am Grundstück gewährleistet
             &#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              .
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          
             III. Unser Tipp
            &#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Seit der Entscheidung des BGH vom 28.04.2011 hat sich die Problematik des Erwerbs eines Grundstücks durch eine bestehende GbR weitgehend entspannt. Die GbR ist gegenüber der Bruchteilseigentümergemeinschaft in Fällen des Erwerbs eines Grundstücks durch mehrere Personen allemal die vorzugswürdige Alternative und bietet zahlreiche, auch steuerliche Vorteile. Die Komplexität einer gesellschaftsrechtlichen Konstruktion sollte auch juristische Laien nicht davon abhalten, sich diese Vorteile zu Nutze zu machen. Ihr PNHR-Berater steht Ihnen hierbei gerne mit Rat und Tat zur Seite.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aus den aufgezeigten Gründen ist nachdrücklich zu empfehlen, den Stand der Grundbucheintragung hinsichtlich des Gesellschafterbestandes der GbR stets aktuell zu halten, um jegliche Diskrepanzen zwischen dem tatsächlichen und dem im Grundbuch eingetragenen Gesellschafterbestand von vornherein zu vermeiden. Sollen bei etwaigen Grundstückstransaktionen nicht alle Gesellschafter agieren können/wollen, ist in jedem Fall zu empfehlen, jedenfalls eine rechtliche Mitwirkung aller Gesellschafter über eine notarielle Vollmacht zu ermöglichen, um auch insoweit stets bestandssichere Gestaltungen in die Welt zu setzen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kommt es zu einem Auseinanderfallen von im Grundbuch eingetragenem und tatsächlichem Gesellschafterbestand und erfolgt in dieser Situation ein Grundstücksverkauf, ist eine auch bereicherungsrechtlich bestandssichere Gestaltung nach derzeit h.M. – soweit der oder die nicht ordnungsgemäß vertretene(n) Gesellschafter der Transaktion nicht im Vorhinein zustimmen (oder sie im Nachhinein genehmigen) – nur über eine vorgängige Umwandlung der GbR in einer Personenhandelsgesellschaft (oHG, KG, GmbH &amp;amp; Co. KG) zu erreichen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sollte sich die im Vordringen befindliche Mindermeinung allerdings durchsetzen und vom Bundesgerichtshof oder den Obergerichten aufgegriffen werden, dass § 899a BGB insoweit auch den Mangel des schuldrechtlichen Verpflichtungsgeschäfts zu heilen vermag, dann hätte sich auch das Risiko einer Rückforderung des Grundstücks nach Bereicherungsrecht erledigt. Ihr PNHR-Berater / PNHR-aktuell wird Sie im Fall einer solchen Entwicklung selbstverständlich unverzüglich informieren.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 01 Apr 2013 09:05:44 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Garantien beim Unternehmens-Kaufvertrag – Special Nr. 217</title>
      <link>https://www.pelkapartner.de/garantien-beim-unternehmens-kaufvertrag-special-nr-217</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            Garantien beim Unternehmens-Kaufvertrag
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              I. Ausgangslage
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Unternehmenskauf ist als „Asset-Deal“ (Herauskaufen aller betriebsnotwendigen Gegenstände) und auch als „Share-Deal“ (Kauf der Gesellschaftsanteile des Unternehmens) möglich. Dabei hat der Unternehmensverkäufer sowohl bei einem „Asset Deal“ als auch bei einem „Share-Deal“ gemäß § 433 Abs. 1 BGB die Verpflichtung, diesen Kaufgegenstand frei von Sach- und Rechtsmängeln zu übertragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das verkaufte Unternehmen hat gemäß § 434 Abs. 1 BGB keine Sach- und Rechtsmängel, wenn dessen Ist-Beschaffenheit mit dessen Soll-Beschaffenheit übereinstimmt. Wenn weder eine konkrete Beschaffenheit noch eine bestimmte Verwendung des Unternehmens im Vertrag konkret vereinbart wird, dann ist auf die „gewöhnliche Verwendung“ und auf diejenige Beschaffenheit abzustellen, die der Käufer üblicherweise erwarten darf. Damit bleibt die Definition des Begriffs „Mängel“ natürlich sehr unbestimmt. Entsprechend schwer fällt es regelmäßig den Verkäufern „Garantien für Mangel-Freiheit“ abzugeben, und zwar insbesondere dann, wenn die Mängel, auf die sich die Garantie bezieht, im Vertrag nicht näher konkretisiert und namentlich benannt werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Spätestens bei der Vorbereitung des Kaufvertrages stellt sich meistens die Frage, welche Garantien einerseits der Verkäufer zu geben bereit ist und andererseits der Käufer zu dessen Absicherung zu brauchen glaubt. Häufig sind beiden Vertragsparteien die dann zur Sprache kommenden Garantien weder ihrem Inhalt nach vertraut, noch vermögen sie einzuschätzen, wie wichtig oder riskant die einzelnen Garantien tatsächlich sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            II. Interessenlagen im Hinblick auf die Garantien
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               a)	Verkäuferinteressen
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Dem Verkäufer ist das Unternehmen in aller Regel bekannt und so kennt er auch dessen „Schwächen“. Meistens ist er bereit, umfassend über diese „Schwächen“ Auskunft zu erteilen und dem Käufer Gelegenheit zu geben, sich von dem Zustand des Unternehmens ein eigenes Bild zu machen. Dazu wird dem Käufer Gelegenheit gegeben, das Unternehmen zu besichtigen und die Bilanzen, Grundbuch-und Handelsregisterauszüge, Verträge, Personalunterlagen,	Versicherungspolicen, etc. einzusehen und diese möglicherweise auch von Fachleuten begutachten zu lassen. In der Regel ist der Verkäufer davon überzeugt, dass dieses Unternehmen über die mitgeteilten „Schwächen“ hinaus keine besonderen Risiken birgt.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Die Interessen des Verkäufers bestehen darin, nach dem Verkauf den Kaufpreis endgültig zur freien Verfügung zu haben und mit dieser Verkaufs-Angelegenheit nach Erhalt des Kaufpreises möglichst schnell vollständig abzuschließen. Er möchte das Risiko minimieren, möglicherweise später den Kaufpreis ganz oder teilweise zur Beseitigung von Garantiefällen einsetzen zu müssen, und zwar auch noch für ein Unternehmen, das ihm dann gar nicht mehr gehört. Er möchte sich auch nicht mehr mit Problemen beschäftigen müssen, die mit diesem Unternehmen zusammenhängen, das er verkauft hat. Das Interesse des Verkäufers besteht also darin, möglichst ohne weitere Verpflichtungen den Unternehmensverkauf abzuschließen, den Kaufpreis sicher zu seiner endgültigen Verfügung zu haben und einen „Schlussstrich“ unter diese Verkaufs-Angelegenheit setzen zu können.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            &lt;b&gt;&#xD;
              
               b) Käuferinteressen
              &#xD;
            &lt;/b&gt;&#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Der Käufer hat sich normalerweise ein genaues Bild über das Unternehmen und dessen Zustand gemacht. Regelmäßig wird er im Rahmen einer Due Diligence die Geschäftsunterlagen geprüft haben. Er glaubt meistens auch, in etwa einschätzen zu können, welche „Schwächen“ das Unternehmen aufweist und welchen Wert das Unternehmen dennoch hat.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;div&gt;&#xD;
          
             Die Interessen des Käufers bestehen aber darin, eine möglichst große Sicherheit zu haben, dass er für die große Investition, die er mit der Kaufpreiszahlung leisten muss, auch einen nachhaltigen Wert erhält. Dabei ist er bereit, zukünftige Risiken zu tragen, aber er möchte eine möglichst große Sicherheit bekommen, dass nicht aus der Vergangenheit heraus Umstände ans Tageslicht gelangen, die den Unternehmenskauf plötzlich zu einer Fehlinvestition werden lassen. Das Interesse des Käufers besteht also darin, möglichst lange durch den Verkäufer vor Risiken geschützt zu werden, die ihren Ursprung in der Vergangenheit haben und Sicherheiten zu erhalten, dass diese Investition insoweit auch nachhaltig ihren Wert behält.
            &#xD;
        &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            III. „Stellschrauben“ der Garantien
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meistens wird bei den Verhandlungen über die Garantien das Augenmerk hauptsächlich auf den Inhalt und auf den Umfang der Garantien gelegt. Sicher ist dies auch ein Punkt von ganz zentraler Bedeutung. Aber es gibt in der Regel mehrere „Stellschrauben“, die für die Wertigkeit solcher Garantien maßgeblich sind. Neben dem „materiellen Inhalt und Umfang“ der Garantien sind für deren Wertigkeit vor allem auch deren „rechtliche Ausgestaltung“ und die vereinbarte „zeitliche Dauer“ sowie die Regelung des „Haftungs-Umfangs“ von bestimmender Bedeutung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            IV. Rechtliche Ausgestaltung der Garantien
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Der Umfang von erteilten Garantien wird ganz entscheidend davon bestimmt, wie die jeweils gegebene Garantie rechtlich ausgestaltet ist. Hier muss man also aufpassen, dass nicht durch „ungeschickte“ Formulierungen der Verkäufer für mehr haftet, als beabsichtigt war oder der Käufer weniger Sicherheiten erhält als er geglaubt hat. Die Bezeichnungen zu den unterschiedlichen Arten von Garantien sind nicht einheitlich. Man kann aber wie folgt differenzieren:
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              a) Selbständiges Garantieversprechen
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Eine besonders weitreichende Haftung übernimmt ein Verkäufer mit „selbständigen Garantieversprechen“ im Sinne von § 444 BGB. Sie garantieren einen bestimmten Erfolg und lösen eine Garantiehaftung unabhängig von dem Vorhandensein eines Mangels zum Zeitpunkt des „Gefahrübergangs“ aus. Gemäß § 444 BGB ist eine Beschränkung der damit begründeten Haftung unwirksam. Damit sind solche selbständigen Garantieversprechen nur selten gegenüber dem Verkäufer durchzusetzen. Manchmal werden z.B. Jahreserträge oder das Zustandekommen von in Aussicht gestellten Vertragsbeziehungen etc. als selbständige Garantieversprechen in Unternehmens-Kaufverträgen aufgenommen.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              b) Beschaffenheitsgarantie
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Ebenfalls wird eine Beschaffenheitsgarantie eher selten in einem Unternehmens-Kaufvertrag vom Verkäufer übernommen werden. Mit so einer Garantie wird im Prinzip eine Eigenschaft des verkauften Unternehmens oder ein Erfolg garantiert, der mit dem Unternehmen zu erzielen ist. Wenn z.B. ein Unternehmen als „Diskothek“ verkauft wird und dies zur Beschaffenheitsgarantie wird, dann kann sich die Garantie-Haftung auch sehr schnell darauf ausweiten, dass die -für eine Diskothek notwendigen- Genehmigungen vorliegen, Schallschutzvorkehrungen getroffen wurden, PKW-Stellplätze, Sanitäranlagen und Notausgänge ausreichend dimensioniert sind etc., und zwar ohne, dass es insoweit auf ein Verschulden ankäme. Wenn eine Beschaffenheitsgarantie	übernommen wird, dann sollte jedenfalls im Vertrag ausdrücklich klargestellt werden, dass es sich nicht um eine Garantie im Sinne von § 444 BGB handelt und damit wenigstens vertragliche Beschränkungen solcher Garantien zulässig sind.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;b&gt;&#xD;
            
              c) Einfache Garantie
             &#xD;
          &lt;/b&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Meistens werden in Unternehmens-Kaufverträgen die Gewährleistungsansprüche im Sinne von § 437 BGB ausgeschlossen, wenn keine „selbständigen Garantieversprechen“ oder „Beschaffenheitsgarantien“ übernommen werden sollen. In dem Fall findet man in Unternehmens-Kaufverträgen regelmäßig Garantien im Sinne von § 311 Abs. 1 BGB, mit denen die Freiheit von „ausdrücklich bestimmten Mängeln“ und lediglich in einem „ausdrücklich vereinbarten Umfang“ garantiert wird. Diese Garantien beziehen sich in aller Regel auf den Zustand zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung oder auf den Zustand zum Zeitpunkt des Eigentumsübergangs und greifen ebenfalls verschuldensunabhängig. Auch diese Garantien können sich sowohl auf Rechtsmängel beziehen als auch auf Sachmängel. Die Haftung und deren Rechtsfolgen sind in dem Vertrag ausdrücklich zu regeln. Auch bei der Übernahme einer solchen Garantie sollte vorsichtshalber im Vertrag ausdrücklich klargestellt werden, dass es sich nicht um eine Garantie im Sinne von § 444 BGB handelt, also vertragliche Einschränkungen dieser übernommenen Garantie-Haftung zulässig bleiben.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
             
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;b&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              d) Kenntnisgarantie
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/b&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        
            Vielfach wollen Verkäufer für Sachverhalte oder rechtliche Gegebenheiten, die auch ihnen nicht bekannt sind, keine Garantie übernehmen. So garantieren Verkäufer z.B. regelmäßig ungern, dass der Grundstücksboden, auf dem das Unternehmen tätig ist, frei von Altlasten und Kampfmitteln ist, also dass er weder „verseucht“ ist noch Bomben-Blindgänger etc. enthält. Auch in diesen Fällen wird der Verkäufer aber normalerweise eine Kenntnisgarantie abgeben können, also eine Garantie, dass ihm solche Umstände zumindest nicht bekannt sind. Die Durchsetzung einer solchen Kenntnisgarantie hängt dann erforderlichenfalls davon ab, dass nachweislich ein entsprechender Mangel zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs vorgelegen hat und darüber hinaus nachgewiesen werden kann, dass dieser Mangel dem Verkäufer bei der Abgabe seiner Kenntnisgarantie auch bekannt war. Gerade letzteres ist häufig schwierig. Etwas leichter wird es dem Käufer, wenn der Verkäufer nicht nur dafür die Haftung übernimmt, dass er den Mangel nicht kannte, sondern auch dafür, dass dessen Unkenntnis nicht auf grober Fahrlässigkeit beruht.
           &#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            V. Materieller Inhalt und Umfang der Garantien
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Natürlich wird die Wertigkeit der Garantien besonders von deren Inhalt und Umfang geprägt. Typischerweise spielen folgende Garantie-Sachverhalte in den Vertragsverhandlungen eine Rolle:
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              a) Rechtliche Mängel
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Heißt es im Vertrag, dass das Unternehmen „frei von rechtlichen Mängeln“ ist, so versteht man darunter vor allem, dass die erforderlichen behördlichen Genehmigungen vollständig vorliegen, die Gebäude des Unternehmens auf dem Grundstück rechtmäßig errichtet wurden und keine Auflagen oder Verfügungen von Behörden oder Gerichten bestehen, die nicht im Vertrag benannt wurden. Im Hinblick auf die erforderlichen Genehmigungen wird sich der Verkäufer vermutlich mit so einer Garantie schwer tun. Bei den betrieblich genutzten Gebäuden kann eine solche Garantie in aller Regel von dem Verkäufer nur dann abgegeben werden, wenn sie im Rahmen einer vorliegenden Baugenehmigung gebaut wurden. Bei alten Gebäuden, zu denen teilweise die Baugenehmigungsunterlagen nicht mehr auffindbar sind, oder für spätere Um- oder Erweiterungsbauten kann dies aber auch sehr schnell einmal zu einem Problem werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              b) Sachmängel
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der Verkäufer möchte meistens, dass dessen Unternehmen in dem vorhandenen Zustand und ohne weitere Garantien für Sachmängel-Freiheiten „wie gesehen“ verkauft wird. Teilweise wird ein solcher Ausschluss von Sachmängel-Garantien in den Fällen für unwirksam gehalten, in denen der Käufer keine ausreichende Gelegenheit hatte, sich selbst von dem Zustand des Unternehmens einen genauen Eindruck zu verschaffen. Auch zur Absicherung des Verkäufers sollte der Käufer also das zu erwerbende Unternehmen möglichst genau begutachten. Danach sollte man auch in den Kaufvertrag aufnehmen, inwieweit sich der Käufer das Unternehmen angesehen und die rechtlichen sowie tatsächlichen Grundlagen des Unternehmens z.B. im Rahmen einer Due Diligence geprüft hat (am besten unter fachkundiger Begleitung) und ihm deshalb dessen Zu-stand bekannt ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wenn eine Sachmängelfreiheit in Unternehmens-Kaufverträgen garantiert wird, dann handelt es sich meistens um ganz konkrete Punkte, zu denen eine Sachmängelfreiheit garantiert wird. Der Inhalt solcher Garantien sollte klar definiert sein. Art und Umfang der insoweit im Unternehmens-Kaufvertrag übernommenen Garantien sind sehr individuell. Allerdings sollte für alle diese Garantien ausdrücklich im Vertrag aufgenommen werden, dass es sich nicht um eine Garantie im Sinne von § 444 BGB handelt.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             In jedem Fall sollte bei der Formulierung des Vertrages daran gedacht werden, in dem Unternehmens-Kaufvertrag etwaige Gewährleistungsrechte auf den Käufer abzutreten, die der Verkäufer noch gegen Dritte (Lieferanten, Produzenten, Handwerker etc.) hat. So kann sich der Käufer bei auftretenden Sachmängeln zumindest insoweit schadlos halten.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              c) Garantie zur Geschäftsführung zwischen Vertragsschluss und Übergang
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Meistens wird der Unternehmens-Kaufvertrag nicht bereits am Tag des Vertragsschlusses wirksam. In der Regel ist z.B. erst der Kaufpreis zu zahlen und häufig sind vor dem Eigentumsübergang noch bestehende Sicherheiten abzulösen. In dieser „Zwischenzeit“ führt der Verkäufer die Geschäfte fort. Da andererseits die Übertragung des Unternehmens auf den Käufer fest vereinbart ist, besteht die Gefahr, dass die Geschäftsführung des Verkäufers diese „Zwischenzeit“ nutzt, um Geschäfte abzuwickeln oder neu einzugehen, die für den Käufer nachteilig sind oder dessen unternehmerischen Vorstellungen widersprechen. Insoweit muss sich der Käufer über Garantien absichern, dass der Verkäufer im Rahmen seiner noch fortdauernden Geschäftsführung ab dem Tag der Vertragsunterzeichnung nur das normale Tagesgeschäft abwickelt und darüber hinaus alle besonderen Geschäfte nur dann tätigt, wenn der Käufer zuvor zugestimmt hat. Am besten sollte man hier eine „vorherige schriftliche Zustimmung“ vereinbaren, um später keine Nachweis-Probleme zu riskieren.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
              
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              d) Anlage- und Umlaufvermögen; Beteiligungen
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Regelmäßig wird der Verkäufer auch garantieren müssen, inwieweit die Gegen-stände des Anlage- und Umlaufvermögens im Eigentum des Unternehmens stehen und inwieweit dieses Eigentum durch Rechte Dritter (Eigentumsvorbehalte, Pfandrechte, Sicherungsabtretung etc.) belastet ist.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ebenfalls wird normalerweise in dem Unternehmens-Kaufvertrag eine Garantie dazu abgegeben, welche unternehmerische Beteiligungen das verkaufte Unternehmen hält und inwieweit diese Beteiligungen mit Rechten Dritter belastet sind.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              e) Rechtsstreitigkeiten; behördliche Verfahren
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Für den Käufer ist es auch wichtig, Sicherheit darüber zu haben, in welchen Klageverfahren das Unternehmen als Kläger oder als Beklagter verwickelt ist bzw. welche Klageverfahren drohen. Im Regelfall wird der Verkäufer zumindest eine Garantie dazu abgeben können, welche Klagen dem Unternehmen bereits zugestellt wurden bzw. welche Klagen vom Unter-nehmen eingereicht worden sind. Das gleiche gilt für behördliche Verfahren.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Auch zu drohenden Rechtsstreitigkeiten und/oder drohenden behördlichen Verfahren kann der Verkäufer Garantien abgeben, sofern dem Unternehmen diesbezüglich Schreiben zugestellt worden sind. Im Übrigen wird der Verkäufer zu drohenden Verfahren häufig nur eine Kenntnisgarantie abgeben können.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              f) Mitarbeiter
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Auch zu dem Mitarbeiter-Bestand wird der Verkäufer Garantien abgeben können. Diese beziehen sich häufig auch auf deren Entgeltanspruch, das Alter und die Betriebszugehörigkeit der Arbeitnehmer sowie auf etwaige Schwerbehinderungen, drohende oder erklärte Kündigungen und auf schwebende und drohende arbeitsrechtliche Verfahren.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              g) Versicherungen
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Auch zu dem Bestand von Versicherungsverträgen, zu der vollständigen Zahlung aller bereits fällig gewordener Versicherungsbeiträge und zu der Auflistung, welche etwaigen Versicherungsschäden vorliegen, wird häufig eine Garantie gewünscht, sofern dies nicht erschöpfend im Rahmen einer Due Diligence von dem Käufer vorab geklärt werden konnte.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              h) Bodenbeschaffenheit
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Wenn dem Unternehmen das Betriebs-Grundstück gehört, dann wird in den Verhandlungen häufig um eine Garantie zur Bodenbeschaffenheit gerungen. Wenn ein Boden gefährlich verunreinigt ist (Öl, Schwermetalle, Pestizide etc.) dann trifft vor allem den Grundstückseigentümer als „Zustandsstörer“ die Pflicht, den Boden zu sanieren. Die Behörden können beispielsweise über Proben des Grundwassers auf solche Bodenverunreinigungen aufmerksam werden. Da die Fließrichtungen des Grundwassers meistens ziemlich genau bekannt sind, lässt sich in der Regel leicht feststellen, von welchem Grundstück die Verunreinigungen des Grundwassers stammen. Stellt sich z.B. auf diese Weise heraus, dass man unter der Bodenplatte seines Gebäudes ein großes „Quecksilber-Vorkommen“ hat, dann hat man als Eigentümer ein großes Problem. Der Verkäufer wird deshalb selten bereit sein, die Altlastenfreiheit des Bodens zu garantieren, weil er hierüber im Zweifel selber keine genaueren Kenntnisse besitzt. „Heimtückisch“ kann sich z.B. auswirken, wenn sich beispielsweise im 19. Jh. auf dem Grundstück eine Kokerei, eine Deponie oder eine Färberei etc. befunden hat, nach deren Stilllegung auf dem Grundstück Ackerbau betrieben wurde und dann dieses Grundstück bebaut worden ist, ohne dass jemand an die frühere industrielle Nutzung gedacht hat. Normalerweise wird der Verkäufer hierzu allenfalls eine „Kenntnisgarantie“ akzeptieren. Unterstützend sollte man prüfen, ob zu diesem Grundstück nicht ein Altlasten-Kataster besteht. Gemeinden legen häufig solche Altlasten-Kataster (teilweise unter anderen Bezeichnungen) an, in denen dann entsprechende Informationen gesammelt werden (z.B. frühere industrielle Nutzungen oder ehemaliges Deponiegelände oder Ort einer ehemaligen Havarie etc.). Für den Käufer stellt es also eine große Sicherheit dar, wenn man diese Informationen erhalten und z.B. dem Unternehmens-Kaufvertrag als Anlage beifügen kann. Hilfreich sind auch alte Bodengut-achten, die z.B. vor einer Bebauung des Grundstücks durchgeführt worden sind. Alle diese Informationen gewährleisten zwar keine Altlasten-Freiheit, weil man nur findet, wonach man sucht und weil man sich bei den untersuchten Bodenproben auf Stichproben beschränken muss. Aber natürlich gewährt eine gute Auskunft aus dem Altlasten-Kataster oder auch ein befundfreies Bodengutachten allen Beteiligten eine sehr viel größere Sicherheit.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Problematisiert wird in diesem Zusammenhang auch schon einmal die „Kampf-mittel-Freiheit“ des Bodens. Das bedeutet, dass sich in dem Boden z.B. keine Bomben-Blindgänger oder bei Kriegsende abgekippte Minen befinden. Selten dürfte für das Grundstück des Unternehmens ein Gutachten von einem Kampfmittel-Räumdienst vorliegen. Und auch diese geben keine 100%ige Sicherheit, weil auch bei diesen Untersuchungen nicht lückenlos geprüft werden kann. Deshalb wird der Verkäufer im Zweifel hierzu höchstens eine „Kenntnisgarantie“ abgeben. Bei den Gemeinden gibt es teilweise auch ein „Kampfmittel-Kataster“ (manchmal auch unter anderen Bezeichnungen). Hierin ist z.B. aufgeführt, an welchen Stellen der Gemeinde im 2. Weltkrieg ein „Bombenteppich“ niedergegangen ist und wo sich die Kampflinien befanden. Im Vorfeld des Kaufs eines Unternehmens mit Betriebsgrundstück sollte deshalb auch geprüft werden, ob dessen Grundstück in das „Kampfmittel-Kataster“ aufgenommen wurde und sich hieraus nicht bereits Erkenntnisse ergeben, die Verhandlungen über entsprechende Garantien erleichtern.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;span&gt;&#xD;
            
              i) Steuergarantie
             &#xD;
          &lt;/span&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Mit Steuergarantien wird in dem Unternehmens-Kaufvertrag meistens das Risiko abgesichert, dass vor dem Gefahrenübergang vom Verkäufer alle bereits entstandenen und fälligen Steuern abgeführt und Steuererklärungen fristgerecht und zutreffend abgegeben worden sind.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Große Risiken drohen darüber hinaus bei einem Unternehmenskauf, wenn bei einer späteren Betriebsprüfung durch die Finanzverwaltung noch Steuer-Nachzahlungen für die Zeiträume festgesetzt werden, die vor dem Gefahrenübergang liegen. Da diese Nachzahlungen nach dem Gefahrenübergang beschieden und fällig werden, treffen sie das Unternehmen grundsätzlich zu einem Zeitpunkt, der wirtschaftlich in die Sphäre des Käufers fällt. In der Regel ist aber gewollt, dass diese Vergangenheitsrisiken vom Verkäufer getragen werden. In dem Fall muss der Verkäufer diese für die Vergangenheit bestehenden Steuerrisiken im Rahmen einer Garantie übernehmen. Im Gegenzug wird der Verkäufer ein Interesse daran haben, diese Betriebsprüfung zu begleiten und gegebenenfalls das Prüfungsverfahren und Rechtsmittel gegen entsprechende Bescheide in eigener Verantwortung zu führen. Dazu muss ihm dann aber der Käufer Zugang zu den hierzu erforderlichen Unterlagen des Unternehmens verschaffen und gegebenenfalls den Steuerberater des Unternehmens insoweit von seiner beruflichen Verschwiegenheitspflicht befreien. Andererseits muss der Käufer darauf achten, dass dem Verkäufer hierzu nicht so viele Gestaltungs- und Informationsrechte eingeräumt werden, dass damit der Betrieb lahm gelegt wird oder vom Verkäufer dabei steuerliche Abgrenzungen durchgesetzt werden können, die ungerechtfertigter Weise zum Nachteil des Käufers sind.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Der Verkäufer hat darauf zu achten, dass spätere Steuerentlastungen aufgrund von BP-Feststellungen (z.B. verlängerte Nutzungsdauern von Anlagevermögen oder Höherbewertung von Vorratsvermögen) gegengerechnet werden.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
            
              k) Bilanzgarantie
             &#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
          &lt;div&gt;&#xD;
          &lt;/div&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Ferner werden häufig in Unternehmens-Kaufverträgen sogenannte „Bilanzgarantien“ abgegeben. Darin wird beispielsweise garantiert, dass die Bilanzen der vergangenen drei Jahre nach den „Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung“ aufgestellt worden sind. Teilweise wird darüber hinaus garantiert, dass diese Bilanzen ein zutreffendes Bild von der Finanz-und Vermögenssituation des Unternehmens geben. Der Wert von Bilanzgarantien wird teilweise unterschätzt. Im Prinzip sind alle anderen Garantien nicht mehr so wichtig, wenn eine umfassende und „harte“ Bilanzgarantie abgegeben wird. Denn alle denkbaren Risiken des Unternehmens müssten in der Bilanz berücksichtigt sein, so dass alle nicht in der Bilanz enthaltenen Risiken in dem Fall über den Umweg der Bilanzgarantie zu eine entsprechenden Haftung des Verkäufers führen können.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
      &lt;div&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             Hierbei ist zu beachten, dass ein Verkäufer ungern eine sogenannte objektive Bilanzgarantie abzugeben bereit ist. Vielmehr wird er lediglich eine Kenntnisgarantie (s. IV.d) abgeben wollen, womit der oben beschriebene Umfang der Garantie erheblich eingeschränkt wird.
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
      &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            VI. Zeitliche Dauer der Garantien
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Große Bedeutung hat darüber hinaus die Frage, für welche Dauer die Garantien gegeben werden. Eine Garantie, die nur für wenige Wochen gilt, stellt natürlich einen viel geringeren Wert dar, als Garantien, die beispielsweise über mehrere Jahre bestehen. Diese „Stellschraube“ von Garantien wird oft unterschätzt. Umfangreiche Garantien können praktisch wertlos werden, wenn deren zeitliche Dauer zu kurz angesetzt wird. Auf der anderen Seite ist es für den Verkäufer unzumutbar, für einen zu langen Zeitraum aus entsprechenden Garantien haften zu müssen. Die Regelverjährung beträgt für die Mängelhaftung im Sinne von § 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB zwei Jahre. Diese Verjährungsdauer wird vom Verkäufer häufig als zu lang empfunden. Andererseits besteht ein nachvollziehbares Interesse des Käufers, vor Ablauf der Verjährung die Möglichkeit zu haben, das erworbene Unternehmen ein ganzes Geschäftsjahr lang selbst zu führen und den Jahresabschluss über dieses Geschäftsjahr abzuwarten, bevor die Gewährleistungszeit endet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sehr lange laufende Garantien leiden allerdings darunter, dass mit der Zeit die Abgrenzung schwieriger wird, welche Mängel bereits zum Zeitpunkt des Gefahrübergangs bestanden (und deshalb von der Garantie abgedeckt werden) und welche Mängel erst später entstanden sind (und deshalb in die Sphäre des Käufers fallen). Die Angemessenheit im Hinblick auf die Dauer der Garantie kann auch von deren Inhalt abhängig sein. So mag es gerechtfertigt sein, für die Rechtsmängelfreiheit eine längere Garantiedauer zu vereinbaren als für manche Sachmängel-Garantien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine besondere Garantie-Dauer wird regelmäßig für die Steuergarantien zu vereinbaren sein. Diese Risiken werden erst im Rahmen einer späteren Betriebsprüfung der Finanzverwaltung deutlich. Im Regelfall wird deshalb für alle Steuergarantien eine Garantie-Dauer vereinbart, die erst 6 Monate nach Bestandskraft von den Bescheiden endet, die aufgrund der Betriebsprüfung erlassen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            VII. Umfang der Garantie-Haftung
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich wird die Wertigkeit der Garantien davon beeinflusst, welche Folgen ausgelöst werden, wenn ein Garantiefall eintritt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemäß § 437 BGB kann der Käufer bei einem Mangel zunächst „Nacherfüllung“ verlangen. Subsidiär hat der Käufer das Recht, von dem Vertrag zurückzutreten oder Minderung des Kaufpreises zu verlangen. Zusätzlich kann er Schadenersatz gemäß § 280 BGB geltend machen (sog. kleiner Schadenersatz) oder er kann vom Verkäufer gem. § 283 ff. BGB Schadenersatz statt der vertraglichen Leistung verlangen (sog. großer Schadenersatz). Dieser gesetzliche Umfang der Garantie-Haftung wird aber oft vertraglich eingeschränkt. Häufig wird die Garantie-Haftung nur auf Schadenersatzleistungen in Geld beschränkt. Auch eine Beschränkung der Garantie-Haftung nur auf die unmittelbare Mängelbeseitigung unter Ausschluss von Mängelfolgeschäden findet sich regelmäßig in Unternehmens-Kaufverträgen. Im Gegenzug ist es denkbar, dass sich der Verkäufer bereits im Unternehmens-Kaufvertrag alle etwaigen Ansprüche gegen Dritte im Zusammenhang mit Garantie-Sachverhalten abtreten lässt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Darüber hinaus wird die Garantie-Haftung häufig der Höhe nach begrenzt. Denkbar ist es dabei, allgemein die Garantie-Haftung auf eine Maximalsumme zu beschränken. Häufig lässt sich z.B. der Verkäufer nur zu einer Garantiehaftung maximal bis zur Höhe des erhaltenen Unternehmens-Kaufpreises verpflichten. Ferner wird häufig bei der Garantie-Haftung differenziert und eine höhere betragsmäßige Grenze in den Vertrag aufgenommen, wenn der Garantiefall durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Verkäufers verursacht wird sowie andererseits eine niedrigere betragsmäßige Grenze, wenn der Garantiefall auf leichter Fahrlässigkeit beruht oder ohne ein Verschulden eingetreten ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Umgekehrt wird häufig vereinbart, dass Garantieansprüche erst ab einer bestimmten Größenordnung im Einzelfall und/oder in der Gesamtsumme geltend gemacht werden können (Freibetrags- oder Freigrenzenregelung), damit man sich nicht über Bagatellfälle auseinandersetzen muss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ist die Garantie-Haftung z.B. ihrer Summe nach stark eingeschränkt, so mindert sich damit auch ihr Wert. Diese „Stellschraube“ der Garantie-Haftung wird ebenfalls häufig zu wenig beachtet. Insgesamt kann man mit der Vereinbarung über den Umfang der Garantie-Haftung also erheblichen Einfluss auf den Wert jedweder Garantie nehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;b&gt;&#xD;
        
            VIII. Fazit
           &#xD;
      &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Garantien gibt es diverse „Stellschrauben“, mit denen die Garantien jeweils an Wert gewinnen oder an Wert verlieren können. Diese verschiedenen „Stellschrauben“ gilt es gut aufeinander abzustimmen. Gerne beraten wir Sie bei der Bewertung von Unternehmens-Kaufverträgen oder auch in Verhandlungen über Inhalt und Umfang der dort aufzunehmenden Garantien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 01 Dec 2012 08:20:57 GMT</pubDate>
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